Klinische Heilpädagogik - Traudel Simon - E-Book

Klinische Heilpädagogik E-Book

Traudel Simon

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Beschreibung

Klinisch-heilpädagogisches Handeln findet vor allen Dingen in institutionalisierten Formen der Gesundheitsversorgung statt. Primäres Anliegen ist dabei die Unterstützung, Förderung und Wiederherstellung von Gesundheit bei Menschen mit Störungen und Beeinträchtigungen im biopsychosozialen Kontext. Arbeitsfelder der Klinischen Heilpädagogik sind ambulante, teilstationäre und stationäre Einrichtungen der Gesundheitsversorgung, Prävention und Rehabilitation wie Beratungsstellen, Frühförderstellen, sozialpädiatrische Zentren, kinder- und jugendpsychiatrische Praxen, Kliniken für Familienrehabilitation etc. Die Klinische Heilpädagogik verfügt dabei über einen eigenen reichen Methodenkanon, u.a. die Heilpädagogische Diagnostik, Entwicklungsförderung und Spieltherapie. Mit diesem Band liegt zum ersten Mal ein Grundlagenwerk vor, das in diese Teildisziplin der Heilpädagogik umfassend einführt.

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Seitenzahl: 186

Veröffentlichungsjahr: 2010

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Klinisch-heilpädagogisches Handeln findet vor allen Dingen in institutionalisierten Formen der Gesundheitsversorgung statt. Primäres Anliegen ist dabei die Unterstützung, Förderung und Wiederherstellung von Gesundheit bei Menschen mit Störungen und Beeinträchtigungen im biopsychosozialen Kontext. Arbeitsfelder der Klinischen Heilpädagogik sind ambulante, teilstationäre und stationäre Einrichtungen der Gesundheitsversorgung, Prävention und Rehabilitation wie Beratungsstellen, Frühförderstellen, sozialpädiatrische Zentren, kinder- und jugendpsychiatrische Praxen, Kliniken für Familienrehabilitation etc. Die Klinische Heilpädagogik verfügt dabei über einen eigenen reichen Methodenkanon, u.a. die Heilpädagogische Diagnostik, Entwicklungsförderung und Spieltherapie. Mit diesem Band liegt zum ersten Mal ein Grundlagenwerk vor, das in diese Teildisziplin der Heilpädagogik umfassend einführt.

Prof. Dr. Traudel Simon ist Diplompsychologin und Psychoanalytikerin und lehrt an der Katholischen Hochschule Freiburg mit dem Schwerpunkt Klinische Psychologie und Heilpädagogik.

Traudel Simon

Klinische Heilpädagogik

Verlag W. Kohlhammer

Mit persönlichem Dank Herbert Pielmaier gewidmet

Alle Rechte vorbehalten © 2011 W. Kohlhammer GmbH Stuttgart Gesamtherstellung: W. Kohlhammer Druckerei GmbH + Co. KG, Stuttgart Printed in Germany

ISBN: 978-3-17-021484-2

E-Book-Formate

epub:

978-3-17-027844-8

mobi:

978-3-17-027845-5

Inhaltsverzeichnis

Statt einer Einleitung: Szenen aus der Praxis Klinischer Heilpädagogik

1 Annäherung: Zum Konzept einer Klinischen Heilpädagogik

1.1 Der Begriff

1.2 Spurensuche

1.3 Abriss der Arbeitsfelder, Zielgruppen und Methoden

1.4 Referenzdisziplinen

2 Standortbestimmung: Klinische Heilpädagogik im professionellen System der Gesundheitsversorgung

2.1 In der Gesundheitsförderung

2.2 In der Prävention

2.3 In der Förderung und Therapie

2.4 In der Rehabilitation

3 Blitzlichter: Klinische Heilpädagogik im Kontext menschlicher Lebensphasen

3.1 Schwangerschaftsbegleitung

3.1.1 Das Kind

3.1.2 Die Mutter

3.1.3 Methodische Ansätze

3.2 Frühe Hilfen für früh geborene Kinder

3.2.1 Das früh geborene Kind

3.2.2 Auswirkungen einer Frühgeburt

3.2.3 Methodische Ansätze

3.3 Krippenbetreuung

3.3.1 Die Entwicklungsphase zwischen 0 und 3 Jahren

3.3.2 Trennungserfahrungen in der Krippenbetreuung

3.3.3 Aktuelle Untersuchungen

3.3.4 Konsequenzen

3.3.5 Heilpädagogische Aufgaben im Rahmen einer Krippenbetreuung

3.4 Außerschulische Hilfen für Kinder mit Lernproblemen

3.4.1 Formen von Lernstörungen

3.4.2 Psychische und soziale Belastungen

3.4.3 Diagnostik

3.4.4 Heilpädagogische Spieltherapie bei Kindern mit umschriebenen Lernproblemen

3.5 Traumapädagogik in der stationären Jugendhilfe und Behindertenhilfe

3.5.1 Traumafolgestörungen bei Kindern und Jugendlichen

3.5.2 Zur Notwendigkeit traumapädagogischer Konzepte

3.5.3 Möglichkeiten traumapädagogischer Unterstützung

3.5.4 „Die Pädagogik des sicheren Ortes“

3.5.5 Anforderungen an (heil-)pädagogische Fachkräfte

3.5.6 Aktuelle und zukünftige Aufgaben einer Klinischen Heilpädagogik

3.6 (Heil)pädagogisch-therapeutische Zugänge für Menschen mit geistiger Behinderung und psychosozialen Auffälligkeiten

3.6.1 Die geistige Behinderung

3.6.2 Das Konzept der Verhaltensphänotypen

3.6.3 Diagnostik

3.6.4 Risikofaktoren in Bezug auf die Ausbildung psychosozialer Auffälligkeiten

3.6.5 Epidemiologie

3.6.6 Exkurs: Suchtprobleme

3.6.7 Zum Stand (heil)pädagogisch-therapeutischer Hilfen

3.6.8 Das Konzept des Szenischen Verstehens

3.7 Trauerbegleitung bei Menschen mit einer geistigen Behinderung

3.7.1 Verlusterfahrungen

3.7.2 Besonderheiten im Trauerprozess

3.7.3 Studien zu Trauer- und Todeskonzepten

3.7.4 Das Konzept der komplizierten Trauer

3.7.5 Risikofaktoren für die Entstehung einer komplizierten Trauerreaktion

3.7.6 Hinweise auf eine komplizierte Trauer

3.7.7 Trauerbegleitung

3.8 Heilpädagogische Hilfen für Menschen im Wachkoma und deren Angehörige

3.8.1 Begriffsklärung

3.8.2 Beziehungsmedizinische Perspektive

3.8.3 Möglichkeiten der Förderung und Therapie

3.8.4 Die Angehörigen von Menschen im Wachkoma

3.8.5 „Das Dornröschen-Konzept“

Alter

3.9 Früherkennung und Therapie von demenziellen Erkrankungen bei Menschen mit einer geistigen Behinderung

3.9.1 Die Demenzerkrankung

3.9.2 Demenz bei Menschen mit geistiger Behinderung

3.9.3 Möglichkeiten der Früherkennung

3.9.4 Maßnahmen der Demenztherapie

3.9.5 Ausgewählte Interventionen mit besonderer Relevanz für die Klinische Heilpädagogik

4 Schlussbemerkungen

Literatur

Statt einer Einleitung: Szenen aus der Praxis Klinischer Heilpädagogik

Cornelia R. arbeitet als Diplomheilpädagogin in einer Kinder- und Jugendpsychologischen Ambulanz mit einem großen ländlichen Einzugsgebiet. Ihre Aufgabe besteht darin, Kinder und Jugendliche nach einer ersten Aufnahme diagnostisch zu untersuchen, um Entscheidungen für weitere Maßnahmen treffen zu können. Sie kennt sich hervorragend aus in der Durchführung und Auswertung gängiger heilpädagogischer und psychologischer Untersuchungsverfahren für Kinder und Jugendliche. Heute sitzt sie an der Auswertung eines Protokollbogens der Kaufman-Assessment-Battery for Children, einem Intelligenztest für Kinder im Alter von 21/2 bis 121/2 Jahren. Das Kind, das sie eine Stunde zuvor untersucht hat, zeigt ein auffälliges Profil in den Testergebnissen. Trotz einer errechneten durchschnittlichen Intelligenz erzielte das Kind in zwei Untertests auffallend schlechte Werte. Sie schaut im Handbuch des Testes nach, welche besonderen Funktionen in diesen beiden Untertests überprüft werden und stellt fest, dass es sich in beiden Fällen um auditive Fähigkeiten handelt. Als Heilpädagogin weiß sie, dass eine ungestörte auditive Wahrnehmungsverarbeitung beim Spracherwerb eines Kindes von besonderer Bedeutung ist, und sie nimmt sich vor, beim nächsten Elterngespräch gezielt nach Sprachentwicklungsstörungen in der bisherigen Entwicklung des Kindes zu fragen. Das Kind steht kurz vor der Einschulung und Cornelia R. kennt das erhöhte Risiko von Kindern mit einer Störung in der Sprachentwicklung, eine Teilleistungsstörung in Form einer Lese- und Rechtschreibstörung auszubilden, und so beschließt sie, ein zusätzliches Verfahren zur Früherkennung von Lese- und Rechtschreibstörungen in ihr weiteres diagnostisches Vorgehen einzubauen.

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