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Das Warum verstehen!
Das Verständnis der Pathophysiologie ist die Basis für eine begründete und präzise Diagnostik und Therapie. Das Wissen über die Entstehung der verschiedenen Krankheiten sowie über die Bedeutung von Mutationen und Störungen physiologischer Abläufe hat in den vergangenen Jahren enorm zugenommen. Die 11. Auflage des etablierten Standardwerks, begründet von Walter Siegenthaler, trägt dem Rechnung. Es eröffnet Ihnen den Zugang zu den grundlegenden medizinischen Fragestellungen. Durch seinen Praxisbezug schlägt es zudem die Brücke zur Klinik.
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Seitenzahl: 3186
Veröffentlichungsjahr: 2020
Hubert Erich Blum, Dirk Müller-Wieland
Beatrice Amann-Vesti, Christian Arnold, Robert Bals, Sebastian Bauer, Maik Behrens, Felix Beuschlein, Ann-Kathrin Birck, Michael Böhm, Stefan R. Bornstein, Anja Bosy-Westphal, Volker Brass, Ulrich Büttner, Marcus Deschauer, Arnold von Eckardstein, Fikret Er, Michael Fromm, Dagmar Führer-Sakel, Baptist Gallwitz, Steffen Gay, Matthias Gruber, Martin Halle, Michael Hallek, Peter Hasselblatt, Dieter Häussinger, Johannes Hensen, Olaf Hiort, Ulrich Hoffmann, Paul Martin Holterhus, Franz Josef Jakob, Lukas Jerrentrup, Lothar Kanz, Stefan Kaufmann, Karl Martin Klein, Sabine Kliesch, Olaf Krause, Karl-Anton Kreuzer, Frank Lammert, Peter Lamprecht, Ulrich Laufs, Andreas Link, Bettina Löffler, Michael Ludwig, Christoph Maack, Heinrich Mattle, Martin Merkel, Wolfgang Meyerhof, Lars Möller, Darius Moradpour, Manfred James Müller, Martin Müller, Ulf Müller-Ladner, Christoph Neumann-Haefelin, Wolfgang H. Oertel, Ulf Panzer, Thomas Pap, Eberhard Passarge, Hans-Hartmut Peter, Werner J. Pichler, Mathias Pletz, Martin Reincke, Felix Rosenow, Joachim Röther, Tom Schaberg, Bruno Scheller, Christoph Schindler, Erwin Schleicher, Jochen Schopohl, Maria Schubert, Hendrik Schulze-Koops, Henning Schwacha, Cornel Sieber, Hortense Slevogt, Barbara Sonntag, Rolf A. K. Stahl, Christian Strasburger, Federico Tatò, Rudolf Tauber, Friedrich Thaiss, Jonas Töle, Christian Ukena, Claus Franz Vogelmeier, Reinhard E. Voll, Klaus Warnatz, Katja C. Weisel, Ulrich Wenzel, Walter Zidek, Marek Zygmunt
11., unveränderte Auflage
670 Abbildungen
Die „Klinische Pathophysiologie“ erschien von der 1. Auflage 1970 bis zur 9. Auflage 2006 unter dem engagierten und kenntnisreichen Herausgeber Professor Walter Siegenthaler. In dieser Zeit ist die „Klinische Pathophysiologie“ zu einem Standardwerk und einer Brücke zwischen der Grundlagenforschung und der Klinik geworden. Das Buch erfreute sich sowohl bei Medizinstudierenden wie auch bei Ärztinnen und Ärzten großer Beliebtheit als didaktisch gelungenes Lehrbuch sowie als praxisorientiertes Nachschlagewerk.
Nachdem Professor Walter Siegenthaler im Jahr 2010 verstorben war, haben nun wir uns der Herausforderung gestellt, die Herausgabe der 10. Auflage zu übernehmen. Nach über zehn Jahren zwischen der letzten und der Ihnen jetzt vorliegenden Auflage war eine grundlegende Neubearbeitung des Werkes erforderlich. Grund dafür ist der zwischenzeitlich enorme biomedizinische Wissenszuwachses und die damit verbundene Relevanz für das aktuelle Verständnis der Pathogenese von Erkrankungen. Dazu gehört unter anderem die erfolgreiche Entschlüsselung des menschlichen Genoms durch das weltweite Human Genome Organization (HUGO)-Projekt und die damit verbundenen enormen methodischen Entwicklungen mit der Möglichkeit der automatisierten DNA-Sequenzierung von Einzelpersonen/Patienten und „Omics“-Analysen (Genomics, Transkriptomics, Proteomics, Metabolomics); oder die Genome-Wide Association Studies (GWAS) im Rahmen des ebenfalls weltweiten Haplotype Map (HapMap) Konsortiums, durch die bestimmte Einzelnukleotid-Polymorphismen (SNPs) im Genom die individuelle Disposition für bestimmte Erkrankungen bereits im Nabelschnurblut erkennen lassen. Weitere Beispiele sind das Human Microbiome Project (HMP), das die Bedeutung aller den Menschen in verschiedenen Ökosystemen (Haut, Luftwege, Intestinum u. a.) besiedelnden Mikroben (Bakterien, Archaea, Viren, Pilze) für Gesundheit und Krankheiten klären soll; oder das „International Cancer Genome Project“, in dessen Rahmen die genomischen Alterationen der verschiedenen Tumoren des Menschen identifiziert und die daraus folgenden klinischen Implikationen für Diagnostik, Prognose, Therapie und Prävention etabliert werden sollen.
Für die komplett überarbeitete Neuauflage konnten viele bewährte Autoren und zahlreiche neue Kolleginnen und Kollegen gewonnen werden. Ihnen allen gilt unser ganz großer Dank für ihr vorbildliches Engagement, mit dem sie neben ihren vielfältigen täglichen Aufgaben ihre Kapitel umfassend aktualisiert und neue Perspektiven aufgezeigt haben. Ein besonderer Dank gilt auch den im Laufe der Zeit verlagsseitig Beteiligten, die mit großem persönlichem Einsatz und eindrucksvoller Professionalität zum Erscheinen der Ihnen vorliegenden 10. Auflage der „Klinischen Pathophysiologie“ beigetragen haben. Stellvertretend für viele seien hier Dr. Susanne Ristea, Dr. Claudia Fischer und Cornelia Haase, Dr. Anne Frohn und Dr. Elisabeth Bouché sowie Marion Holzer und Katharina Weber genannt.
Wir hoffen, dass die 10. Auflage die bisherige große Tradition von Siegenthaler’s Klinischer Pathophysiologie fortsetzen und als Standardwerk für die nächste Generation von Medizinstudierenden sowie als nützliches Nachschlagewerk für praktizierende Ärzte dienen wird.
Wir sind fest davon überzeugt, dass trotz aller rasanten Entwicklungen, ein Verständnis pathophysiologischer Zusammenhänge die Diagnostik und Therapie von Krankheiten erleichtert und unsere tägliche klinische Praxis verbessert.
Im Mai 2018Hubert E. BlumDirk Müller-Wieland
AAT
α
1
-Antitrypsin
AAV
ANCA-assoziierte Vaskulitiden
ACCP
American College of Chest Physicians
ACD
Anämie der chronischen Erkrankung
ACE
Angiotensin-Converting-Enzym
Ach
Acetylcholin
ACHR
Acetylcholinrezeptor
ACOS
Asthma-COPD Overlap Syndrome
ACT
Atermisinin based Combination
ACTH
adrenokortikotropes Hormon
ADA
Adenosin-Deaminase
ADAM
A Disintegrin and Metalloproteinase
ADAMT
A Disintegrin and Metalloproteinase with Thrombospondin Motif
ADC
Wasserdiffusionskoeffizient (Apparent Diffusion Coefficient)
ADCC
Antigen-dependent cellular Cytotoxicity; Antibody-dependent Cell-mediated Cytotoxicity
ADH
antidiuretisches Hormon
ADL
Aktivitäten des täglichen Lebens
ADME
Adsorption, Distribution, Metabolismus, Exkretion
ADP
Adenosindiphosphat
AEE
Energieverbrauch für körperliche Aktivität (Activity Energy Expenditure)
aFAP
attenuierte Form der familiären adenomatösen Polyposis
AGE
Advanced Glycation End Product
AGEP
akute generalisierte exanthematische Pustulose
AgRP
Agouti-related Protein
AGS
adrenogenitales Syndrom
AHA
American Heart Association
AID
Activation induced Deaminase
AIDS
erworbenes Immundefektsyndrom (Acquired Immune Deficiency Syndrome)
AIHA
autoimmunhämolytische Anämie
AII
A. iliaca interna
AIMAH
ACTH-independent macronudular adrenal Hyperplasia
AIP
Aryl-Hydrocarbon-Rezeptor-interagierendes Protein
AIT
amiodaroninduzierte Hyperthyreose
AK
Antikörper
ALAS
Aminolävulinsäure-Synthetase
ALE
Advanced Lipoxidation End Product
ALL
akute lymphatische Leukämie
ALPS
autoimmunes lymphoproliferatives Syndrom
ALS
amyotrophe Lateralsklerose
ALT
Alanin-Aminotransferase
AM
Alveolarmakrophagen
AMA
antimitochondrialer Antikörper
AMH
Anti-Müller-Hormon
AMI
A. mesenterica inferior
AML
akute myeloische Leukämie
AMP
Adenosinmonophosphat
AMPK
AMP-Kinase
AMS
A. mesenterica superior
ANCA
anti-neutrophile zytoplasmatische Antikörper
ANF
atriales natriuretisches Peptid (Atrial natriuretic Factor)
Ang
Angiotensin
ANH
atriales natriuretisches Hormon
ANP
alkalische Neutrophilenphosphatase; atriales natriuretisches Peptid (Atrial natriuretic Peptide)
ANV
akutes Nierenversagen
AOPP
Advanced Oxidation Protein Product
AP
alkalische Phosphatase; Akzelerationsphase
APC
aktiviertes Protein C; antigenpräsentierenden Zelle (Antigen Presenting Cell); adenomatöse Polyposis coli
Apo
Apoprotein
APRIL
Activation and Proliferation-induced Ligand
APS
autoimmun polyglanduläres Syndrom
APUD
Amine Precursor Uptake and Decarboxylation
APZ
antigenpräsentierende Zelle
AQP
Aquaporin
AR
Adrenozeptor
ARDS
Acute Respiratory Distress Syndrome
ARMS
allelspezifische PCR-Amplifikation (Allele-specific Refractory Mutation System)
ARQ
Aldosteron-Renin-Quotient
AS
Angelman-Syndrom; ankylosierende Spondylitis
ASA
Arginin-Succinat-Säure
ASBT
Apical Sodium-dependent Bile Salt Transporter
ASS
Acetylsalicylsäure
ATC
anaplastisches Schilddrüsenkarzinom
ATGL
adipozytenspezifische Triglyzeridlipase
ATIII
Antithrombin III
ATN
akute tubuläre Nekrose
ATP
Adenosintriphosphat
ATRA
All-Trans-Retinolsäure
AV
atrioventrikulär
AVNRT
AV-Knoten-Reentry-Tachykardie (Atrioventricular nodal Reentry Tachycardia)
AVP
Arginin-Vasopressin
AZF
Azoospermiefaktor
BAT
braunes Fettgewebe (Brown adipose Tissue)
BC
Blastenkrise
BCG
Bacille Calmette-Guérin
BCM
Körperzellmasse (Body Cell Mass)
BCR
B-Zell-Rezeptor
BCRP
Breast Cancer Resistance Protein
BDNF
Brain-derived neurotropic Factor
BE
Basenüberschuss (Base Excess)
bFGF
basischer Fibroblastenwachstumsfaktor (Basic Fibroblast Growth Factor)
BFU
Burst Forming Unit
BFU-E
Erythroid Burst Forming Unit
BGA
Blutgasanalyse
BIA
Bioimpedanzanalyse
Blys
B Lymphocyte Stimulator
BMI
Body Mass Index
BMP
Bone morphogenetic Protein
BNF
Brain natriuretic Factor
BNP
Brain natriuretic Peptide
bp
Basenpaar
BRC
B-Zell-Rezeptor
BSEP
Bile Salt Export Pump
BSG
Blutsenkungsgeschwindigkeit
BTK
Brutontyrosinkinase
BTLA
B and T Lymphocyte Attenuator
BWS
Beckwith-Wiedemann-Syndrom
CA
Carboanhydrase
cAMP
zyklisches Adenosinmonophosphat
cANCA
zytoplasmatischer Antineutrophilen-Antikörper
CaR
extrazelluläres Kalzium
CART
cocain- und amphetaminreguliertes Transkript
CaSR
Kalzium-Sensing-Rezeptor
CBAVD
kongenitale bilaterale Aplasie der Vasa deferentia
CBF
zerebraler Blutfluss; Core Binding Factor
CBG
Corticosteroid Binding Globulin/Transcortin
CBV
zentrales Blutvolumen
CCK
Cholezystokinin
CCP
zyklisches zitrulliniertes Peptid
CD
Cluster of Differentiation
CDA
kongenitale dyserythropoetische Anämie
CDC
Complement dependent Cytotoxicity; Center for Disease Control and Prevention
CDG
Congenital Disorders of Glycosylation
C. diff.
Clostridium difficile
cDNA
komplementäre DNA
CDR
Complementarity Determining Region
CDT
Carbohydrate-Deficient-Transferrin
CEACAM
Carcinoembryonic Cell Adhesion Molecule
CED
chronisch entzündliche Darmerkrankung
CESD
Cholesterylester-Speicherkrankheit
CETP
Cholesterinester-Transferprotein
CF
zystische Fibrose
CFTR
Cystic Fibrosis Transmembrane Conductance Regulator
CFU
Colony Forming Unit
CFU-E
Erythroid Colony Forming Unit
CFU-GEMM
Colony Forming Units – Granulocytes/Erythrocytes/Macrophages/Megakaryocytes
CFU-GM
Colony Forming Units – Granulocytes/Macrophages
CGA
Comprehensive geriatric Assessment
cGAS
GMP-AMP-Synthase
CGH
vergleichende Genomhybridisierung (Comparative Genome Hybridization)
cGMP
zyklisches Guanosinmonophosphat
CGRP
Calcitonin Gene related Peptide
CHH
kongenitaler hypogodatroper Hypogonadismus
ChREBP
Carbohydrate-Response-Element-Binding-Protein
CID
Zytomegaliesyndrom
CIMP
CpG Island Methylator Phenotype
CINCA
Chronic infantile, neurological, cutaneous and articular Syndrome
CIRCI
Critical Illness-related corticosteroid Insufficiency
CK
Creatinkinase
CK-MB
Creatinkinase-Myokardtyp
CLA
konjugierte Linolsäure
CLL
chronische lymphatische Leukämie
CLP
Common lymphoid Progenitor
CLR
C-Type-Lectin-Rezeptor
CmC
chronische mukokutane Candidiasis
CML
chronische myeloische Leukämie
CMP
Common myeloid Progenitors
CMV
Zytomegalievirus
CNP
C-natriuretisches Peptid (C-natriuretic Peptide)
CNV
Kopienzahlvariationen (Copy Number Variations)
CoA
Coenzym A
COMP
Cartilage oligomeric Protein
COMT
Katecholamin-O-Methyltransferase
COPD
chronisch obstruktive Lungenerkrankung
COX
Cyclooxygenase
CP
chronische Phase
CPAP
kontinuierlich positiver Atemwegsdruck (Continuous positive Airway Pressure)
CPEO
chronisch progrediente externe Ophthalmoplegie
CPT
Carnitin-Palmityl-Transferase
CR
kohlenhydratarme Reduktionsdiät
CRC
Clinical Research Center
CRF
Corticotropin-Releasing-Faktor
CRH
Corticotropin-Releasing-Hormon
CRP
C-reaktives Protein
CRS
kardiorenales Syndrom
CS
Connecting-Segment
CsA
Cyclosporin A
CSF
koloniestimulierender Faktor
CSR
Class Switch Recombination
CT
Computertomografie
CTFR
Cystic Fibrosis Transmembrane Conductance Regulator
CTGF
Connective Tissue Growth Factor
CTL
Cytotoxic T-Cells
CTLA
Cytolytic T Lymphocyte-associated Antigen
CTP
Cytosintriphosphat
CU
Colitis ulcerosa
CV
kryoglobulinämische Vaskulitis
CVI
chronisch venöse Insuffizienz
CVID
variables nicht klassifizierbares Immundefektsyndrom (Common variable Immunodeficiency)
CYP
Cytochrom P450
DAF
Decay Accelerating Factor
DAMP
Danger-associated molecular Pattern
DASH
Dietary Approach to Stop Hypertension
DBD
diastolischer Blutdruck
DC
dendritische Zellen
DCC
Deleted in Colon Cancer
DCCT
Diabetes Control and Complications Trial
DCSTAMP
Dendritic cell-specific transmembrane Protein
Dcytb
Duodenal Cytochrome b
DDAVP
Desmopressin
DDT
Dichlordiphenyltrichlorethan
del, DEL
Deletion
DEXA
Dual Energy X-Ray Absorptiometry
DG
Diacylglycerol
DGAT
Diacylglycerol-Acyltrasferase
DGE
Deutsche Gesellschaft für Ernährung
DGGE
Denaturierungs-Dichtegradienten-Gel-Elektrophorese (Denaturing Gradient Gel Electrophoresis)
DHEA
Dehydroepiandrosteron
DHEAS
Dehydroepiandrosteronsulfat
DHH
Desert Hedgehog
DHT
Dihydrotestosteron
DIC
disseminierte intravasale Gerinnung, disseminierte intravasale Koagulopathie
DIDMOAD
Diabetes insipidus, Diabetes mellitus, Optic Atrophy and Deafness
DIR
Deutsches IVF-Register
DIT
nahrungsinduzierte Thermogenese (Diet-induced Thermogenesis)
DLB
dorsolaterales Bündel
DM1
Diabetes mellitus Typ 1
DM2
Diabetes mellitus Typ 2
DNA
Desoxyribonukleinsäure
DNES
diffuses neuroendokrines System
DNS
Desoxyribonukleinsäure
DOHAD
Developmental Origins of Health und Disease
DPLD
diffuse parenchymatöse Lungenerkrankung
DPP
Diabetes Prevention Program
DPS
Finnish Diabetes Prevention Study
DRG
Diagnosis Related Groups
DSA
Donor specific Antibody
DSD
Störungen/Besonderheiten der Geschlechtsentwicklung (Disorders/Differences of Sex Development)
dsSNP
doppelsträngige SNP
DTC
differenziertes Schilddrüsenkarzinom
DTH
verzögerte allergische Immunreaktion (Delayed Type Hypersensitivity)
DUOX
Dualoxidase
DWI
diffusionsgewichtete Magnetresonanztomografie
DXA
Dual-Röntgenabsorptiometrie (Dual X-Ray Absorptiometry)
EAT
Exercise Activity Thermogenesis
EBM
evidenzbasierte Medizin
EBV
Epstein-Barr-Virus
ECL
enterochromaffin-like
ECM
extrazelluläre Matrix; extrazelluläre Masse
ECP
eosinophiles kationisches Protein
EDHF
endothelialer hyperpolarisierender Faktor (Endothelium-derived Hyperpolarization Factor)
EDN
Eosinophil-derived Neurotoxin
EDRF
Endothelium derived Relaxing Factor
EDS
Ehlers-Danlos-Syndrom
EDTA
Ethylendiamintetraazetat
EDV
enddiastolisches Volumen
EEG
Elektroenzephalografie
EGF
epidermaler Wachstumsfaktor (Epidermal Growth Factor)
EGFR
Epidermal Growth Factor Receptor
EGPA, eGPA
eosinophile granulomatöse Polyangiitis
EHEC
enterohämorrhagische E. coli
EIEC
enteroinvasive E. Coli
EKG
Elektrokardiografie
EL
endotheliale Lipase
ELISA
Enzyme Linked Immunosorbent Assay
EMA
European Medicines Agency
EMA/CO
Etoposid, Methotrexat, Actinomycin D, Cyclophosphamid und Vincristin
EMG
Elektromyografie
EMT
epitheliale mesenchymale Transition
ENaC
epithelialer Natriumkanal
eNOS
endotheliale NO-Synthetase
ENS
enterales Nervensystem
Env
Envelope Protein
EO
endokrine Orbitopathie
EPC
endotheliale Progenitorzelle
EPEC
enteropathogene E. coli
EPO
Erythropoietin; eosinophile Peroxidase
EPS
Epigastric Pain Syndrome
EPSP
exzitatorische postsynaptische Potenziale
ERα
Östrogenrezeptor α
ERCP
endoskopisch retrograde Cholangiopankreatikografie
ESV
endsystolisches Volumen
ET
essenzielle Thrombozythämie; erythrogenes Toxin; Extracellular Traps
ET
A
Endothelin A
ET
B
Endothelin B
ETEC
enterotoxinbildende E. coli
EVT
extravillöser Trophoblast
EZ
Ernährungszustand
EZM
extrazelluläre Matrix
FA
follikuläres Adenom
FACIT
Fibril associated Collagens with interrupted Triple Helices
FANC
Fanconi Anemia Complementation Group
FAP
familiäre adenomatöse Polyposis
FasL
Fas-Ligand
FAT
Fatty Acid Translocase
FATP
Fettsäuretransportprotein (Fatty Acid Transport Binding Protein)
FCHL
familiäre kombinierte Hyperlipidämie
FcR
Fc-Rezeptor
FDA
Food and Drug Adminstration
FDC
follikuläre dendritische Zellen
FDG-PET
Fluordesoxyglukose-Positronenemissionstomografie
FEV
1
exspiratorisches Volumen in der ersten Sekunde der Ausatmung
FFA
freie Fettsäure
FFEVF
familiäre fokale Epilepsie mit variablen Foci
FFF
Fresh Frozen Plasma
FFM
fettfreie Masse
FFMI
FFM-Index
FGF
Fibroblasten-Wachstumsfaktor (Fibroblast Growth Factor)
FH
familiäre Hypercholesterinämie
FHH
familiäre hypokalzurische Hyperkalzämie
fHLH
familiäre hämophagozytische Lymphohistiozytose
FHVP
Free hepatic venous Pressure
FISH
Fluoreszenz-in-situ-Hybridisierung
FM
Fettmasse
FMF
familiäres Mittelmeerfieber
FNP
Feinnadelpunktion
FPR
Formylpeptidrezeptor
FR
fettarme Reduktionsdiät
FRC
funktionelle Residualkapazität
FSH
follikelstimulierendes Hormon
FSHD
fazioskapulohumerale Dystrophie
FSSGN
fokal-segmental sklerosierende Glomerulonephritis
FTC
follikuläres Schilddrüsenkarzinom
FVC
forcierte Vitalkapazität
GABA
γ-Aminobuttersäure
GADA
Glutamatdecarboxylase
GALT
Gut-associated lymphoid Tissue
GAVE
gastrale antrale venöse Ektasie
Gb
Gigabase
GBA
Glukozerebrosidase
GCKR
Glukokinaserezeptor
G-CSF
Granulozyten-Kolonie-stimulierender Faktor
GDF
Growth Differentiation Factor
GEFS+
genetische Epilepsie mit Fieberkrämpfen plus
GEP
gastroenteropankreatisch
GERD
gastroösophageale Refluxerkrankung
GFR
glomeruläre Filtrationsrate
GGT
γ-Glutamyltransferase
GH
Wachstumshormon (Growth Hormone)
GHRH
Growth-Hormone-Releasing-Hormon
GHS
Growth-Hormone-Sekretagoga
GI
gastrointestinal; glykämischer Index
GINA
Global Initiative for Asthma
GIP
gastroinhibitorisches Peptid (Gastric Inhibitory Peptide); Glucose-dependent insulinotropic Peptide
GIST
gastrointestinaler Stromatumor
GK
Geschmacksknospe
GL
glykämische Last
GLP
Glucagon-like Peptide
GLUT
Glukosetransporter
GM-CSF
Granulozyten-Monozyten-Kolonie-stimulierender Faktor
GMP
Guanosinmonophosphat
GN
Glomerulonephritis
GnRH
Gonadotropin-Releasing-Hormon
GOLD
Global Initiative for Chronic Obstructive Lung Disease
GP
Glykoprotein; Globus pallidus
GPA
granulomatöse Polyangiitis
GPCR
G-Protein-gekoppelter Rezeptor
GPe
Globus pallidus externus
GPi
Globus pallidus internus
GPI
Glykosyl-Phosphatidylinositol
GRP
Gastrin-Releasing-Peptid
GSA
Guanidin-Succinat-Säure
GSH
Glutathion; glukokortikoidsupprimierbarer Hyperaldosteronismus
GTP
Guanosintriphosphat
GVH
Graft versus Host
GVHD
Graft-versus-Host-Disease
GWAS
genomweite Assoziationsstudie
GZ
Geschmackszelle
HAT
heteromerer Aminosäuretransporter
Hb
Hämoglobin
HbAS
heterozygote Form der Sichelzellanämie
HB-EGF
heparinbindender Hautwachstumsfaktor (Heparin-binding epidermal Growth Factor)
HbS
Sichelzellhämoglobin
HBV
Hepatitis-B-Virus
HC
schwere Kette
hCG
humanes Choriongonadotropin
HCl
Chlorwasserstoff
HCT
Hydrochlorothiazid
HCV
Hepatitis-C-Virus
HCy
Homocystein
HDL
High-Density-Lipoprotein
HDL-C
HDL-Cholesterin
HE
hepatische Enzephalopathie
HE-Färbung
Hämatoxylin-Eosin-Färbung
HEMPAS
Hereditary erythroblastic Multinuclearity with a positive Acid Serum Test
HGF
Hepatozytenwachstumsfaktor (Hepatocyte Growth Factor)
hGH
Human Growth Hormone
HH
hereditäre Hämochromatose
HHL
Hypophysenhinterlappen
HHRH
hereditäre hypophosphatämische Rachitis mit Hyperkalzurie
HHV
humanes Herpesvirus
HIF
Hypoxia-inducible Factor
HIT
heparininduzierte Thrombopenie
HIV
humanes Immundefizienz-Virus (Human Immunodeficiency Virus)
HL
hepatische Lipase
HLA
humanes Leukozytenantigen (Human Leucocyte Gene)
HLH
hemophagozytäre Lymphohistiocytosis
hMG
humanes Menopausen-Gonadotropin
HMG-CoA
3-Hydroxy-3-methylglutaryl-Coenzym A
HMP
Human Microbiome Project
HMSN
hereditäre motorisch-sensible Neuropathie
HMV
Herzminutenvolumen
HNPCC
hereditäres nicht polypöses Kolonkarzinom
HOCM
hypertrophe obstruktive Kardiomyopathie
HP
Helicobacter pylori
HPA-Achse
Hypothalamus-Hypophysen-Nebennierenrinden-Achse
HPF
High Power Field
HPFH
hereditäre Persistenz von Fetalhämoglobin
hPL
humanes Plazentalaktogen
HPLC
Hochdruck-Flüssigkeits-Chromatografie (High Pressure Liquid Chromatography)
hPRL
humanes Prolaktin
HPV
humanes Papillomavirus
HPVG
Hepatic venous Pressure Gradient
HSL
hormonsensitive Lipase
HSP
Heat-Shock-Protein
HSV
Herpes-simplex-Virus
HT
Hormontherapie
HTGL
hepatische Triglyzeridlipase
HTLV
humanes T-Zell-Leukämie-Virus
HU
Hounsfield-Einheit
HUB
Hannover Unified Biobank
HUGO
Human Genome Organisation Nomenclature Committee
HUS
hämolytisch-urämisches Syndrom
HUV
hypokomplementämische Urtikaria-Vaskulitis
HVL
Hypophysenvorderlappen
HZI
Helmholtz Zentrum für Infektionsforschung
HZV
Herzzeitvolumen; Herzminutenvolumen
IAA
Insulinautoantikörper
IABP
intraaortale Ballongegenpulsation
IADL
instrumentelle Aktivitäten des täglichen Lebens
IAPP
Islet Amyloid Polypeptide
IBD
Inflammatory Bowel Disease
IC
inspiratorische Kapazität
ICAM
interzelluläres Adhäsionsmolekül
ICD
International Classification of Diseases
ICOS
Inducible Costimulator
ICSI
intrazytoplasmatische Spermieninjektion
ICW
Intracellular Water
IDF
International Classification of Functioning; International Diabetes Federation
IDL
Intermediate Density Lipoprotein
IE
Internationale Einheit
IF
Intrinsic-Faktor
IFG
abnorme Nüchternglukose (Impaired Fasting Glukose)
IFN
Interferon
Ig
Immunglobulin
IgA
Immunglobulin A
IgAV
IgA-Vaskulitis
IgCAM
Immunglobulin-Zelladhäsionsmolekül
IgE
Immunglobulin E
IGF
insulinähnlicher Wachstumsfaktor (Insulin-like Growth Factor)
IGFBP
Insulin-like Growth Factor Binding Protein
IgG
Immunglobulin G
IgM
Immunglobulin M
IGRA
Interferon-Gamma-Release Assay
IGT
eingeschränkte Glukosetoleranz (Inpaired Glucose Tolerance)
IHH
Indian Hedgehog
IL
Interleukin
ILAE
International League Against Epilepsy
ILC
natürliche lymphoide Zellen (Innate lymphoid Cells)
INF
Interferon
INH
Inhibitor
INO
internukleäre Ophthalmoplegie
iNOS
induzierbare NO-Synthetase
ins
Insertion
inv
Inversion
IPEX
Immunodysregulation, Polyendokrinopathie, Enteropathie, X-chromosomal vererbtes Syndrom
IPF
idiopathische Lungenfibrose
iPPSD
Inactivating PTH/PTHrP Signaling Disorder
IPS
idiopathisches Parkinson-Syndrom
IPSID
Immunoproliferative small intestine Disease
IPSP
inhibitorische postsynaptische Potenziale
IPSS
International Prognostic Scoring System
IRDS
Atemnotsyndrom Frühgeborener (Infant respiratory Distress Syndrome)
IRS
Insulinrezeptorsubstrat
ITAM
Immunrezeptor-tyrosinbasierte aktivierende Motive
ITEM
Fraunhofer Institut für Toxikologie und experimentelle Medizin
ITGV
intrathorakales Gasvolumen
ITIM
Immunrezeptor-tyrosinbasierte inhibierende Motive
ITP
Immunthrombopenie
IUGR
intrauterine Wachstumsretardierung
IVC
inspiratorische Vitalkapazität
IVF
In-vitro-Fertilisation
IVS
intervenierende Sequenz
JAK
Janus Family Tyrosin Kinase
JNL-Syndrom
Jerwell-Lange-Nielsen-Syndrom
KATP-Kanal
ATP-abhängiger Kaliumkanal
KDIGO
Kidney Disease Improving Global Outcomes
KEV
konstitutionelle Entwicklungsverzögerung
KGF
Keratinozytenwachstumsfaktor (Keratinocyte Growth Factor)
KHK
koronare Herzkrankheit
KI
Konfidenzintervall
KIR
Killer-Inhibitory-Rezeptor
KL
Kit-Ligand
KM
Kontrastmittel
KO
Knock-out
KR
Kit-Rezeptor
KRK
kolorektales Karzinom
KS
Klinefelter-Syndrom
LAD
Leukozyten-Adhäsionsdefekt
LAK
Lymphokine Activated Killers
LAL
lysosomale saure Lipase
LBM
Lean Body Mass
LBP
LPS-Binding-Protein
LC
leichte Kette
LCAT
Lecithin-Cholesterin-Acyl-Transferase
LC-MS
Liquid-Chromatografie-Massenspektometrie
LCMV
Lymphochoriomenigitisvirus
LCR
Low Copy Repeat; Locus-Kontrollregion
LD
Kopplungsungleichgewicht (Linkage Disequilibrium)
LDH
Laktat-Dehydrogenase
LDL
Low-Density-Lipoprotein
LDL-C
LDL-Cholesterin
LDL-R
LDL-Rezeptor
LE
Lupus erythematodes
LepR
Leptin-Rezeptor
LFA
Leukocyte Function Antigen
LGL
Large Granular Lymphocytes
LH
luteinisierendes Hormon
LIF
leukämiehemmender Faktor
LINE
Long interspersed Element
LOD
Logarithmus der Odds (Logarithmic Odds Ratio)
LOH
Verlust von Heterozygotie
LP
Lipoprotein
Lp(a)
Lipoprotein a
LPH
Lipotropin
LPL
Lipoproteinlipase
LPS
Lipopolysaccharid
LpX
Lipoprotein X
LQT
verlängertes QT-Syndrom (Long-QT-Syndrom)
LRP
LDL-Receptor-related-Protein
LT
Leukotrien; Lymphotoxin
LTA
Lipoteichonsäure
LTBI
latente tuberkulöse Infektion
LTD
Long Term Depression
LT-HSC
Long-Term Repopulating hematopoietic Stem Cells
LTi
Lymphoid Tissue-Inducer Cells
LTP
Langzeitpotenzierung (Long Term Potentiation)
LXR
Leber-X-Rezeptor
LV
linker Ventrikel
MABP
mittlerer arterieller Blutdruck
MAC
Membranangriffskomplex (Membrane Attack Complex)
MAC-IP
MAC-inhibierendes Protein
MAD
multiple Acyl-CoA-Dehydrogenase
MAF
Macrophage Activating Factor
MAIT
Mucosal associated invariant T Cells
MAK
membranattackierender Komplex
MALT
Mucosa associated lymphoid Tissue
MAO
Monoaminooxidase
MAP
mittlerer arterieller Blutdruck; MUTYH-assoziierte adenomatöse Polyposis
MAPK
mitogenaktivierende Proteinkinase
MAS
Makrophagenaktivierungssyndrom
MASP
mannoseassoziierte Serinprotease
matUPD
maternale uniparentale Disomie
Mb
Megabase
MBL
monoklonale B-Zell-Lymphozytose; mannosebindendes Lektin
MBP
Major Basic Protein
MC
mikroskopische Kolitis
MCAD
Mittelketten-Acyl-CoA-Dehydrogenase
MCGN
Minimal-Change-Glomerulonephritis
MCH
mittlerer korpuskulärer Hämoglobingehalt
MCM
Myosin heavy Chain
MCP
Monocyte Chemotactic Protein
M-CSF
Macrophage Colony Stimulating Factor
MCTD
Mischkollagenose (Mixed connective Tissue Disease)
MCV
mittleres korpuskuläres Volumen
MDF
Myocardial Depressant Factor
MDGF
Makrophagenwachstumsfaktor (Macrophage-derived Growth Factor)
MDR-TB
Multi Drug resistant Tuberculosis
MDS
myelodysplastisches Syndrom
MDSC
Myeloid-derived Suppressor Cells
MDS-U
unklassifizierte myelodysplastische Syndrom
MEF
25
exspiratorischer Fluss bei 75% ausgeatmeter Vitalkapazität
MEF
50
exspiratorischer Fluss bei 50% ausgeatmeter Vitalkapazität
MEF
75
exspiratorischer Fluss bei 25% ausgeatmeter Vitalkapazität
MELAS
Myopathie, Enzephalopathie, Laktazidose, Stroke-like-Episodes
MEN
multiple endokrine Neoplasie
MEP
Megakaryocyte Erythrocyte Progenitors
MERS
Middle East Respiratory Syndrome
MESA
mikrochirurgische epididymale Spermienasservation
M-FISH
Multiplex-FISH
MG
Molekulargewicht
MGAT
Monoacylglycerol-Acyltrasferase
MGL
Monoacylglycerid-Lipase
MGN
membranöse Glomerulonephritis
MGUS
monoklonale Gammopathie unbestimmter Signifikanz
MHC
Haupthistokompatibilitätskomplex (Major Histocompatibility Complex)
MHH
Medizinische Hochschule Hannover
MHK
minimale Hemmkonzentration
MHLW
Ministerium für Gesundheit, Arbeit und Soziales
MIDD
Maternally inherited Diabetes and Deafness
MIF
Müllerian Inhibiting Factor
MIF
50
maximaler inspiratorischer Fluss bei 50% der Vitalkapazität
MIRL
Membrane Inhibitor of reactive Lysis
miRNA
microRNA
MIS
Muellerian Inhibiting Substance
MLF
Fasciculus longitudinalis medialis
MLPA
multiplexe ligationsabhängige Sondenamplifikation (Multiplex Ligation-dependent Probe Amplification)
MLR
gemischte Lymphozytenreaktion (Mixed Leukocyte Reaction)
MM
Muskelmasse
MMK
migrierender Motorkomplex
MMP
Matrix-Metalloproteinase
MMR
Mismatch-Reparatur
MOD
Multiorgandysfunktion
MODS
Multiorgandysfunktionssyndrom (Multiple Organ Dysfunction Syndrome)
MODY
Maturity Onset Diabetes of the Young
MOV
Multiorganversagen
MPA
mikroskopische Polyangiitis
MPN
myeloproliferative Neoplasie
MPO
Myeloperoxidase
MPP
multipotente Vorläuferzelle
MR
Magnetresonanz; Mineralokortikoid-Rezeptor
MRFIT
Multiple Risk Factor Intervention Trial
mRNA
Messenger-RNA
MRP
Multidrug Resistance Protein
MRT
Magnetresonanztomografie
MS
Massenspektometrie
MSA
Multisystematrophie
MSA-C
Multisystematrophie mit überwiegender zerebellärer Symptomatik
MSA-P
Multisystematrophie mit überwiegender Parkinson-Symptomatik
MSC
multipotente mesenchymale Stammzelle
MSH
melanozytenstimulierendes Hormon
MSMD
Mendel’sche Empfänglichkeit für mykobakterielle Infektionen (Mendalian Susceptibility to mycobacterial Disease)
MTC
medulläres Schilddrüsenkarzinom
mtDNA
mitochondriale DNA
mTESE
mikrochirurgische testikuläre Spermienextraktion (Mikro-TESE)
mTLE-HS
mesiale Temporallappenepilepsie mit Hippokampussklerose
MT-MMP
Membrantyp-Matrix-Metalloproteinase
mTOR
mechanistic Target of Rapamycin
MTP
mikrosomales Triglyzerid-Transferprotein
MTX
Methotrexat
MuSK
muskelspezifische Tyrosinkinase
MWS
Muckle-Wells-Syndrom
MZ
Marginalzone
NADP, NADPH
Nicotinsäureamid-Adenin-Dinucleotid-Phosphat
NAFL
nicht alkoholische Fettleber
NAFLD
nicht alkoholische Fettlebererkrankung
NAHR
nicht allele homologe Rekombination
NANC
nonadrenergic, noncholinergic
NASH
nicht alkoholische Steatohepatitis
NC
Nucleus caudatus
NCAM
Neural Cell Adhesion Molecule
NCC
Natrium-Chlorid-Cotransporter
NCR
Natural Cytotoxicity Receptor
ncRNA
nicht codierende RNA
NEAT
Non Exercise Activity Thermogenesis
NEC
neuroendokrines Karzinom
NEN
neuroendokrine Neoplasie
NEP
neutrale Endopeptidase
NER
Nukleotid-Basen-Exzisions-Reparatur
NERD
nicht erosive Refluxerkrankung
NET
neuroendokriner Tumor; Neutrophil extracellular Trap
NFA
Nonfunctioning Adenoma
NF-κB
Nuclear Factor κB
NFP
natürliche Familienplanung
NGF
Nerve Growth Factor
NGS
Next-Generation-Sequenzierung
NHEJ
nicht homologe Endverbindung (Non-homologous End Joining)
NHL
Non-Hodgkin-Lymphom
NIH
National Institutes of Health
NIS
Natrium-Iodid-Symporter
NK-Zelle
natürliche Killerzelle
NLR
Leucine-rich-Repeat-Containing-Rezeptor
NLRP
NOD-like Rezeptoren
NMDA
N-Methyl-D-Aspartat
NMR
Kernspinresonanz
NNM
Nebennierenmark
NNR
Nebennierenrinde
NO
Stickstoffmonoxid
NOA
nicht obstruktive Azoospermie
Nod
Nucleotide-Binding Oligomerization Domain
NOMI
nicht okklusive mesenteriale Ischämie
NOS
neuronale Stickoxidsynthetase
NP
natriuretisches Peptid
NPH
Nephronophthise
NPR
NP-Rezeptor
NPV
Nucleus paraventricularis
NPY
Neuropeptid Y
NSAID
Non-steroidal anti-inflammatory Drug
NSAR
nicht steroidales Antirheumatikum
NSE
neuronspezifische Enolase
NSO
Nucleus supraopticus
NST
Nucleus subthalamicus
NSTEMI
Non ST Elevation myocardial Infarction
nt
Nukleotid
NT-BNP
endterminales BNP
NTCP
Sodium Taurocholate Cotransporting Polypeptide
NTM
„nicht tuberkulöse“ Mykobakterien
NYHA
New York Heart Association
OATP
Organic Anion Transporting Polypeptide
ObR
Leptin-Rezeptor
ODF
osteoklastendifferenzierender Faktor
ÖGD
Oesophago-Gastro-Duodenoskopie
oGTT
oraler Glukosetoleranztest
OHSS
ovarielles Überstimulationssyndrom
OI
Osteogenesis imperfecta
OMIM
Online Mendelian Inheritance in Men
OPG
Osteoprotegerin
OPSI
Overwhelming Post-Splenectomy Infection
OR
Odds Ratio; Odorantrezeptor
OT
Oxytocin
oxLDL
oxidiertes Low-Density-Lipoprotein
OXPHOS
oxidative Phosphorylierung
PACAP
Pituitary Adenylate Cyclase Activating Peptide
PAF
plättchenaktivierender Faktor (Platelet Activating Factor)
PAH
pulmonalarterielle Hypertonie
PAI
Plasminogenaktivator-Inhibitor
PAL
Physical Activity Level
PAMP
Pathogen-associated molecular Pattern
p-ANCA
perinukleärer antineutrophiler zytoplasmatischer Antikörper
PAR
pseudoautosomale Region
PAS-Reaktion
Periodic-Acid-Schiff-Reaktion
patUPD
paternale uniparentale Disomie
pAVK
periphere arterielle Verschlusskrankheit
PBC
primär biliäre Cholangitis
PBMAH
primäre bilaterale makronoduläre adrenale Hyperplasie
PCD
programmierter Zelltod
PCOS
polyzystisches Ovarsyndrom
PCR
Polymerase-Kettenreaktion (Polymerase Chain Reaction)
PDGF
Platelet derived Growth Factor
PDH
Pyruvatdehydrogenase
PDK
phosphoinositidabhängige Kinase
PDS
Paroxysmal Depolarization Shift
PDTC
gering differenziertes Schilddrüsenkarzinom
PE
Präeklampsie
PECAM
Platelet/Endothelial Cell Adhesion Molecule
PEF
exspiratorischer Spitzenfluss
PET
Positronenemissionstomografie
PFIC
progressive familiäre intrahepatische Cholestase
PG
Peptidoglycan
PGE
Prostaglandin E
PGF
Prostaglandin F
PGI
Prostazyklin
PGP
P-Glykoprotein
PHA
Pseudohypoaldosteronismus
PHAI
Pseudohypoaldosteronismus Typ I
PHM
Peptide Histidine Methionine
PHPT
primärer Hyperparathyreoidismus
Pi
Protease-Inhibitor
PICA
A. cerebelli inferior posterior
PIG-A
Phosphatidyl-Inositol-Glycan-Class-A
PlGF
Placental Growth Factor
PI-PLC
Phosphatidyl-Inositol-Phospholipase C
PIVKA
Protein induced by Vitamin K Absence
PK
Pyruvatkinase; Parkinson-Krankheit
PKA
Proteinkinase A
PL
Phospholipid
PLTP
Phospholipid-Transferprotein
PMDA
Pharmaceutical and Medical Devices Agency
PME
progressive Myoklonusepilepsie
PMF
primäre Myelofibrose
PMN
polymorphkernige Granulozyten
PMS
prämenstruelles Syndrom
PNH
paroxysmale nächtliche Hämoglobinurie
PNP
Polyneuropathie
POI
prämature Ovarialinsuffizienz
POMC
Proopiomelanocortin
POX
Peroxidase
PP
pankreatisches Polipeptid (Pancreatic Polypeptide)
PPAR
Peroxisom-Proliferator-aktivierter Rezeptor
PPI
Protonenpumpenhemmer; Protonenpumpeninhibitor
PPRF
paramediane pontine Formatio reticularis
pRB
Retinoblastomprotein
PRES
posteriores reversibles Enzephalopathie-Syndrom
PRL
Prolaktin
PROMM
proximale myotone Myopathie
PRR
Mustererkennungsrezeptor (Pattern Recognition Receptor); Pathogen Recognition Receptor
PSA
prostataspezifisches Antigen
PSC
primär sklerosierende Cholangitis
PSP
progressive supranukleäre Blickparese
PSTT
plazentanaher Trophoblasttumor (Placental Site trophoblastic Tumor)
PTC
papilläres Schilddrüsenkarzinom
Ptch
Patched
PTH
Parathormon
PTHrP
Parathormon related Protein; Parathyroid Hormone-related Peptide; Parathormon-related Peptide
PTK
Phosphotyrosin-Kinase
PTU
Propylthiouracil
Pu
Putamen
PV
Polycythaemia vera
PVR
pulmonalvaskulärer Widerstand
PWI
Perfusions-Magnetresonanztomografie
PWS
Prader-Willi-Syndrom
PXE
Pseudoxanthoma elasticum
PYY
Polypeptid YY
RA
refraktäre Anämie; rheumatoide Arthritis
RAAA
Renin-Angiotensin-Aldosteron-Achse
RAAS
Renin-Angiotensin-Aldosteron-System
RAEB
refraktäre Anämie mit übermäßigem Blastenanteil
RAG
Recombination-Activating Gene
RAGE
Advanced Glycosylation End-Products
RANK
Receptor-Activator of nuclear Factor κB
RANKL
Receptor-Activator of nuclear Factor κB Ligand
RANTES
Regulated on Activation, normal T-Cell expressed and secreted
RAR
Retinoic Acid Receptor
RARS
Ringsideroblasten
RAS
Renin-Angiotensin-System
R
AW
Atemwegswiderstand
RBF
renaler Blutfluss
RCMD
refraktäre Zytopenie mit multilineärer Dysplasie
RCMD-RS
refraktäre Zytopenie mit multilineärer Dysplasie und Ringsideroblasten
RDS
Reizdarmsyndrom (Colon irritabile)
REE
Ruheenergieverbrauch (Resting Energy Expenditure)
REM
schnelle Augenbewegungen (Rapid Eye Movement)
RES
retikuloendotheliales System
RFLP
Restriktions-Fragment-Längen-Polymorphismus
RHAMM
Receptor for Hyaluronan-mediated Motility
Rho
Ras homologue
RI
resistiver Index
RIG
Retinoic Acid inducible Gene
RLR
RIG-I-like-Rezeptor
RLS
Restless-Legs-Syndrom
RNA
Ribonukleinsäure
Ro
Reproduktionszahl
ROMK
Renal outer medullary Potassium (K) Channel
RPF
renaler Plasmafluss
RPGN
rasch progrediente Glomerulonephritis
RQ
respiratorischer Quotient
RR
relatives Risiko
rRNA
ribosomale RNA
RS
Residualvolumen
RSS
Recombination Signal Sequence
RSZ
Riechsinneszelle
RTA
renal tubuläre Azidose
RTC
Randomized clinical Trial
RT-PCR
reverse Transkriptions-PCR
RXR
Retinoid-X-Rezeptor
SAA
Serumamyloid A
SAE
subkortikale arteriosklerotische Enzephalopathie
SAM
Systolic anterior Motion
SARS
Severe acute Respiratory Syndrome
SAT
Subcutaneous adipose Tissue
SAVI
STING-associated Vasculopathy with Onset in Infancy
SBD
systolischer Blutdruck
SCA
spinozerebelläre Ataxie
SCC
Solitary Chemoreceptor Cell
SCCM
Society of Critical Care Medicine
SCF
Stammzellfaktor
SCID
schwerer kombinierter Immundefekt
SCIN
Staphylococcus Complement Inhibitor
SCO-Syndrom
Sertoli-Cell-only-Syndrom
sCT
Calcitonin vom Lachs
SCV
Small-Colony-Variants
SD
Segmentduplikation
sd-LDL, sdLDL
kleine, dichte LDL-Partikel (Small dense LDL)
SEB
Staphylokokken-Enterotoxin B
SERM
selektiver Östrogen-Rezeptor-Modulator
SETR
Serotonin-Transporter
SGLT
natriumgekoppelter Glukosetransporter (Sodium-Glucose linked Transporter)
SHBG
sexualhormonbindendes Globulin
SHM
somatische Hypermutation
SIADH
Syndrom der inadäquaten ADH-Sekretion
SIBO
Small intestinal bacterial Overgrowth
SIH
schwangerschaftsinduzierte Hypertonie
SIK
Salt inducible Kinase
SINE
Short interspersed Element
SIRS
systemische Inflammationsreaktion (Systemic inflammatory Response Syndrome)
SHH
Sonic Hedgehog
SKY
Spektralkaryotypisierung
SLE
systemischer Lupus erythematodes
SLRP
Small-Leucine-Rich-Proteoglycan
SMC
Structural Maintenance of Chromosomes
SMO
Smoothened
SN
Substantia nigra
SNc
Substantia nigra pars compacta
SND
sinunasale Dysosmie
SNP
Einzelnukleotid-Polymorphismus (Single Nucleotide Polymorphism)
SNr
Substantia nigra pars reticulata
snRNA
kleine nukleäre RNA
SOS
Sinusoidal Obstruction Syndrome
SPE
Streptococcus-pyogenes-Exotoxin
SPECT
Single Photon Emission computed Tomography
SPV
selektive proximale Vagotomie
SR
sarkoplasmatisches Retikulum
SRA
Scavenger-Rezeptor der Klasse A
SR-BI
Scavenger-Rezeptor BI
SREBP
Sterol-responsive-Element-Binding-Protein
SSRI
selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer
SSW
Schwangerschaftswoche
ST
Short-Term Repopulating hematopoietic Stem Cells
StAR
Steroid acute Regulatory Protein
STAT
Signal Transducers of Activation and Transcription
STEMI
ST Elevation myocardial Infarction
STH
somatotropes Hormon
STING
Stimulator of Interferon Genes
STR
Mikrosatellit (Short Tandem Repeat)
STRAW
Stages of Reproductive Aging
SUR
Sulfonylharnstoff-Rezeptor
SV
selektive Vagotomie; Schlagvolumen
SVR
systemisch-vaskulärer Widerstand
SW
Schlagarbeit
TA
titrierbare Azidität
TAAR
Trace-amine associated Receptor
TAL
Thick Ascending Limb
TAP
Transport associated Protein
TART
testikulärer adrenaler Resttumor
TB
Tuberkulose
TBG
thyroxinbindendes Globulin
TC
Transcobalamin
TcdA
Clostridium-difficile-Toxin A
TcdB
Clostridium-difficile-Toxin B
TCF
Ternary Complex Factor
TCGF
T-Cell Growth Factor
TCR
T-Zell-Rezeptor
TDF
testesdeterminierender Faktor
TdT
terminale Deoxynucleotidyltransferase
TEE
Total Energy Expenditure
TESE
testikuläre Spermienextraktion
TF
Transkriptionsfaktor; Gewebefaktor (Tissue Factor)
Tg
Thyreoglobulin
TGF
Transforming Growth Factor; Tumor Growth Factor
THF
Tetrahydrofolat; Tetrahydrofolsäure
TIA
transitorisch ischämische Attacke
TIMP
Tissue Inhibitor of Matrix-Metalloproteinase
TIPS
transjugulärer intrahepatischer portosystemischen Stent/Shunt
TIR
Toll/Interleukin-1-Rezeptor
TLC
totale Lungenkapazität
TLR
Toll-like-Rezeptor
TM
Thrombomodulin
TNF
Tumornekrosefaktor
TNM
Tumor, Nodus, Metastasen
TNSALP
gewebeunspezifische alkalische Phosphatase (Tissue non-specific alkaline Phosphatase)
t-PA
Tissue-Plasminogen-Aktivator
TPO
Thrombopoietin; Thyroperoxidase
TR
Thyroidhormonrezeptor
TRAK
TSH-Rezeptor-Antikörper
TRAIN
Translationsallianz in Niedersachsen
TRANCE
TNF-related Activation-induced Cytokine
TRE
Thyroid Hormone Response Element
T
reg
regulatorische T-Zelle
TRH
Thyrotropin-Releasing-Hormon
tRNA
Transfer-RNA
TRP-Kanal
Transient Receptor Potential Channel
TSH
Thyreotropin; thyreoideastimulierendes Hormon
TSI
TSH-Rezeptor-stimulierendes Immunglobulin
TSST
Toxic-Shock-Syndrom-Toxin
TT
Tetanustoxin
TTP
thrombotisch-thrombozytopenische Purpura
TTR
thyroxinbindendes Präalbumin (Transthyretin)
TV
trunkale Vagotomie
TXA
Thromboxan
UACL
Ulcer-associated Cell Line
UAW
unerwünschte Arzneimittelnebenwirkung
UDP
Uridindiphosphat
UICC
Union internationale contre le Cancer
UIG-Blutung
untere gastrointestinale Blutung
uPA
Urokinase
UPD
uniparentale Disomie
UPS
Ubiquitin-Proteasom-System
UTC
undifferenziertes Schilddrüsenkarzinom
UTR
Untranslated Region
UTS
Ullrich-Turner-Syndrom
VAT
viszerales Fettgebe (Visceral adipose Tissue)
VCAM
Vascular Cell Adhesion Molecule
VDR
Vitamin-D-Rezeptor
VDRE
Vitamin-D-Responsive-Element
VE-Cadherin
Vascular endothelial Cadherin
VEGF
vaskulärer Wachstumsfaktor (Vascular endothelial Growth Factor)
VEGFR
VEGF-Rezeptor
VFFBM
Venusfliegenfallen-Bindungsmotiv
VHL
von-Hippel-Lindau-Syndrom
VIP
vasoinhibitorisches Peptid (Vasoactive Intestinal Peptide)
vita-PAMP
Viability associated PAMP
VLA
Very-late-Antigen
VLCAD
Sehr-Langketten-Acyl-CoA-Dehydrogenase
VLDL
Very-Low-Density-Lipoprotein
VMB
ventromediales Bündel
VMS
Vanillinmandelsäure
VNTR
Minisatellit (Variable Number Tandem Repeat)
VOD
Veno-occlusive Disease
VOR
vestibulookulärer Reflex
V1R, V2R
Pheromonrezeptor Klasse 1 bzw. Klasse 2
VSG
variables Oberflächenglykoprotein (Variant Surface Glycoprotein)
vWF
von-Willebrand-Faktor
vWJS
von-Willebrand-Jürgens-Syndrom
VZV
Varizella-Zoster-Virus
WAGR
Wilms-Tumor, Aniridie, genitale Fehlbildung, mentale Retardierung
WAT
weiße Adipozyten (White adipose Tissue)
WDHA-Syndrom
Wässrige-Diarrhö-Hypokaliämie-Anaziditäts-Syndrom
WHI
Women’s Health Initiative
WHO
World Health Organization
WHVP
Wedged hepatic venous Pressure
WPW-Syndrom
Wolff-Parkinson-White-Syndrom
XDR
Extensive resistant Tuberculosis
XHIM
X-linked Hyper-IgM-Syndrom
YAC
Yeast artificial Chromosomes
ZAP
ζ-associated Protein
ZES
Zollinger-Ellison-Syndrom
ZNS
Zentralnervensystem
ZnTF
Transkriptionsfaktor mit Zinkfinger-Proteinmotiv
ZVD
zentraler Venendruck
γ-GT
γ-Glutamyltranspeptidase
δ-ALAS
δ-Aminolävulinsäure-Synthetase
Titelei
Vorwort
Abkürzungsverzeichnis
Teil I Genetik
1 Genetik und Genomik
1.1 Physiologische Grundlagen
1.1.1 Allgemeine Grundlagen
1.1.2 Nukleäres Genom des Menschen
1.1.3 Mitochondriales Genom
1.1.4 Von der DNA zum Genprodukt: Decodierung genetischer Information
1.1.5 Genetischer Code
1.1.6 Genstruktur
1.1.7 Regulation der Aktivität von Genen
1.1.8 Zelluläre genetische Signalübertragung
1.1.9 Chromosomen
1.1.10 Kontrolle des Zellzyklus
1.1.11 Erbgänge nach den Mendel’schen Gesetzmäßigkeiten
1.1.12 Genetische Kopplung, Rekombination, Assoziation
1.2 Allgemeine Pathophysiologie
1.2.1 Bedeutung und Häufigkeit genetisch bedingter Erkrankungen
1.2.2 Typen von krankheitsauslösenden Mutationen
1.2.3 Funktionelle Auswirkungen von Mutationen
1.2.4 Defekte DNA-Reparatursysteme
1.2.5 Erkrankungen infolge Veränderungen in der mitochondrialen DNA
1.2.6 Grundlagen genomischer Krankheiten
1.2.7 Erkrankungen durch aberrante Chromatinstruktur
1.2.8 Erkrankungen durch gestörtes Imprint-Muster
1.2.9 Chromosomenaberrationen
1.2.10 Grundlagen der Analyse von Veränderungen der DNA
1.2.11 Genetische Diagnostik und Beratung
1.2.12 Pharmakogenetik
1.3 Spezielle Pathophysiologie
1.3.1 Genetische Grundlagen der Tumorentstehung
1.3.2 Genetische Aspekte von Alterungsprozessen
1.3.3 Stoffwechsel
1.3.4 Genetische Defekte in endokrinen Systemen (außer Diabetes mellitus)
1.3.5 Blut
1.3.6 Genetische Organisation des Immunsystems
1.3.7 Herz und Kreislauf
1.3.8 Genetisch bedingte Erkrankungen der Atmungsorgane
1.3.9 Genetische Störungen im Gastrointestinalsystem
1.3.10 Hepatobiliäres System
1.3.11 Niere und ableitende Harnwege
1.3.12 Hereditäre Erkrankungen des Bindegewebes
1.3.13 Muskeldystrophien
1.3.14 Neurogenetik
1.3.15 Mikrobiom
1.4 Literatur
2 Neoplasien
2.1 Allgemeine Pathophysiologie
2.1.1 Epidemiologie
2.1.2 Ursachen von Krebs
2.1.3 Pathobiologie: Krebs als genetische Erkrankung
2.2 Spezielle Pathophysiologie
2.2.1 Mutationen, Amplifikationen und Translokationen
2.2.2 Signaltransduktionswege und deren Störung bei Malignomen
2.2.3 Hallmarks of Cancer
2.3 Literatur
3 Altern
3.1 Physiologische Grundlagen
3.1.1 Verschleiß-Theorie („Wear-and-Tear Theory“)
3.1.2 Adaptative evolutionäre Theorien
3.1.3 Psychosoziale Aspekte des Alter(n)s
3.2 Allgemeine Pathophysiologie
3.2.1 „Anti-Aging“ und „Pro-Aging“
3.2.2 Der geriatrische Patient
3.2.3 Geriatrisches Assessment
3.2.4 Konklusionen
3.3 Spezielle Pathophysiologie
3.3.1 Frailty und Sarkopenie
3.4 Polypharmazie
3.5 Demenzerkrankungen
3.6 Entscheidungsfindung zur Diagnostik und Therapie bei älteren Menschen
3.7 Literatur
Teil II Stoffwechsel
4 Kohlenhydratstoffwechsel
4.1 Physiologische Grundlagen
4.1.1 Funktion und Bedeutung der Kohlenhydrate im Stoffwechsel
4.1.2 Glukose als zentraler Baustein für modifizierte Mono- und Polysaccharide
4.1.3 Aufnahme und Speicherung der Kohlenhydrate aus der Nahrung
4.1.4 Zelluläre Glukoseaufnahme
4.1.5 Glykolyse und Glukoneogenese und deren hormonelle Regulation
4.1.6 Glykogensynthese und Glykogenolyse und deren hormonelle Regulation
4.2 Allgemeine Pathophysiologie
4.2.1 Regulation der Glukosehomöostase
4.2.2 Aufbau der Langerhans’schen Inseln
4.2.3 Biosynthese und Sekretion des Insulins
4.2.4 Regulation der Insulinsekretion der β-Zelle durch Glukose und GLP-1
4.2.5 „Insulinsensitive“ Organe/Zellen und Insulinresistenz
4.2.6 Molekularer Mechanismus der Insulinsignalübertragung und Antagonisierung durch Glukagon
4.2.7 Glukagon und andere Hormone der Langerhans’schen Insel
4.2.8 Inkretinhormone
4.2.9 Glukokortikoide und Katecholamine
4.3 Spezielle Pathophysiologie
4.3.1 Diabetes mellitus
4.3.2 Diabetestherapie
4.3.3 Komplikationen des Diabetes
4.3.4 Diagnostisches Vorgehen bei Hypoglykämien von Nichtdiabetikern
4.3.5 Angeborene Störungen des Kohlenhydratstoffwechsels
4.4 Literatur
5 Proteinstoffwechsel
5.1 Physiologische Grundlagen
5.2 Allgemeine Pathophysiologie des Proteinstoffwechsels
5.2.1 Defekte der Proteinstruktur und ihre Ursachen
5.2.2 Störungen des Proteinabbaus auf zellulärer Ebene
5.2.3 Störungen des Proteinumsatzes (Protein-Turnover)
5.3 Spezielle Pathophysiologie
5.3.1 Plasmaproteine
5.3.2 Störungen zellulärer Struktur- und Funktionsproteine
5.3.3 Aminosäurestoffwechsel
5.4 Literatur
6 Fettstoffwechsel
6.1 Einleitung
6.2 Physiologische Grundlagen
6.2.1 Lipide
6.2.2 Lipoproteine
6.2.3 Wichtige Akteure und Regulatoren im plasmatischen Lipidstoffwechsel
6.2.4 Stoffwechsel der Lipoproteine
6.2.5 Regulation des Cholesterin- und Lipoproteinstoffwechsels
6.3 Allgemeine Pathophysiologie
6.3.1 Lipide und Lipoproteine als Risikofaktoren kardiovaskulärer Erkrankungen
6.3.2 Einflüsse auf die Plasmakonzentration der Lipoproteine
6.4 Spezielle Pathophysiologie
6.4.1 LDL-Hypercholesterinämie
6.4.2 Hypertriglyzeridämien
6.4.3 Störungen des HDL-Stoffwechsels
6.4.4 Lipoprotein-(a)-Hyperlipoproteinämie
6.4.5 Abeta- und Hypobetalipoproteinämien
6.4.6 Krankheiten der Synthese und des Abbaus von Lipiden
6.5 Literatur
7 Kalzium- und Knochenstoffwechsel
7.1 Physiologische Grundlagen
7.1.1 Einleitung und Hintergrund
7.1.2 Regulation der Kalziumhomöostase
7.1.3 Regelmechanismen der Kalziumhomöostase
7.1.4 Aufbau und Funktion des Knochens
7.2 Allgemeine und spezielle Pathophysiologie
7.2.1 Kalziumexzess, hyperkalzämische Erkrankungen
7.2.2 Kalziummangel (Hypokalzämien)
7.2.3 Skeletterkrankungen und ihr Zusammenhang mit dem Kalziumhaushalt
7.3 Literatur
8 Wasser- und Elektrolythaushalt
8.1 Physiologische Grundlagen der Volumenregulation
8.1.1 Intra- und Extrazellulärraum
8.1.2 Regulation des Plasmavolumens
8.1.3 Regulation des Zellvolumens
8.2 Allgemeine und spezielle Pathophysiologie des Volumenhaushalts
8.2.1 Hypovolämie
8.2.2 Hypervolämie
8.3 Physiologische Grundlagen der Osmoregulation
8.3.1 Plasmaosmolarität
8.3.2 Effektive Osmolarität
8.4 Allgemeine und spezielle Pathophysiologie der Osmoregulation
8.4.1 Hypoosmolarität/Hyponatriämie
8.4.2 Hyperosmolalität/Hypernatriämie
8.5 Physiologische Grundlagen des K+-Haushalts
8.6 Allgemeine und spezielle Pathophysiologie des K+-Haushalts
8.6.1 Hyperkaliämie
8.6.2 Hypokaliämie
8.7 Physiologische Grundlagen des Magnesiumhaushalts
8.8 Allgemeine und spezielle Pathophysiologie des Magnesiumhaushalts
8.8.1 Hypomagnesiämie
8.8.2 Hypermagnesiämie
8.9 Literatur
9 Säure-Basen-Haushalt
9.1 Physiologische Grundlagen
9.1.1 pH-Wert
9.1.2 Pufferung und Adaptation
9.1.3 Zelluläre pH-Regulation
9.2 Allgemeine Pathophysiologie
9.2.1 Bedeutung der Nierenfunktion
9.2.2 Funktion des proximalen Tubulus
9.2.3 Funktion des distalen Tubulus
9.2.4 Einfache Störungen im Säure-Basen-Haushalt
9.3 Spezielle Pathophysiologie
9.3.1 Metabolische Azidose
9.3.2 Metabolische Alkalose
9.3.3 Respiratorische Azidose
9.3.4 Respiratorische Alkalose
9.3.5 Kombinierte Störungen im Säure-Basen-Haushalt
9.4 Literatur
10 Ernährung
10.1 Einleitung
10.2 Ernährungszustand, Adipositas und Malnutrition
10.2.1 Physiologische Grundlagen
10.2.2 Allgemeine Pathophysiologie
10.2.3 Spezielle Pathophysiologie
10.3 Energiebedarf, Energieverbrauch und Energiebilanz
10.3.1 Physiologische Grundlagen
10.3.2 Allgemeine Pathophysiologie
10.3.3 Spezielle Pathophysiologie
10.4 Makronährstoffe
10.4.1 Physiologische Grundlagen
10.4.2 Allgemeine Pathophysiologie
10.4.3 Spezielle Pathophysiologie
10.5 Mikronährstoffe
10.5.1 Fettlösliche Vitamine
10.5.2 Wasserlösliche Vitamine
10.5.3 Mineralstoffe und Spurenelemente
10.6 Gesunde Ernährung und Diäten
10.6.1 Physiologische Grundlagen
10.6.2 Allgemeine Pathophysiologie
10.7 Literatur
Teil III Innere Sektion
11 Hypothalamus und Hypophyse
11.1 Physiologische Grundlagen
11.1.1 Anatomie
11.1.2 Bestimmungsmethoden
11.1.3 Regelmechanismen
11.1.4 Neurotransmitterkontrolle des Hypothalamus
11.1.5 Hypothalamische hypophyseotrope Hormone (Releasing-/Inhibiting-Hormone)
11.1.6 Hypophysenhinterlappenhormone
11.1.7 Hypophysenvorderlappenhormone
11.1.8 Biologische Rhythmen
11.1.9 Stress
11.2 Allgemeine Pathophysiologie
11.2.1 Hypophysenhinterlappenhormone
11.2.2 Hypophyseotrope und Hypophysenvorderlappenhormone
11.3 Spezielle Pathophysiologie
11.3.1 Diabetes insipidus
11.3.2 Hypophysenvorderlappeninsuffizienz, Panhypopituitarismus
11.3.3 Hypophysärer Kleinwuchs
11.3.4 Akromegalie und hypophysärer Großwuchs
11.3.5 Hyperprolaktinämie, prolaktinproduzierende Adenome (Prolaktinome)
11.4 Literatur
12 Schilddrüse
12.1 Physiologie und allgemeine Pathophysiologie
12.1.1 Hormonsynthese und -transport
12.1.2 Mechanismen der Schilddrüsenhormonwirkung
12.1.3 Wirkung der Schilddrüsenhormone im Organismus
12.1.4 Laboruntersuchungen
12.1.5 Bildgebende Verfahren
12.2 Spezielle Pathophysiologie
12.2.1 Schilddrüsenfunktionsstörungen
12.2.2 Non-thyroidal Illness (Low T3-Syndrom)
12.2.3 Krankhafte Veränderungen der Schilddrüsenmorphologie
12.2.4 Benigne Schilddrüsentumoren
12.2.5 Schilddrüsenkarzinome
12.2.6 Karzinome mit Follikelzelldifferenzierung
12.2.7 Karzinome mit C-Zelldifferenzierung
12.2.8 Autoimmunerkrankungen der Schilddrüse
12.3 Literatur
13 Nebennieren
13.1 Physiologische Grundlagen
13.1.1 Entwicklung von Nebennierenrinde und Nebennierenmark
13.1.2 Hormone der Nebennierenrinde
13.1.3 Hormone des Nebennierenmarks
13.2 Allgemeine und spezielle Pathophysiologie der Nebennierenrinde
13.2.1 Aldosteron
13.2.2 Cortisol
13.2.3 Adrenale Androgene
13.2.4 Tumoren der Nebennierenrinde
13.3 Allgemeine und spezielle Pathophysiologie des Nebennierenmarks
13.3.1 Unterfunktion
13.3.2 Überfunktion
13.4 Literatur
14 Sexualhormone
14.1 Testis
14.1.1 Physiologische Grundlagen
14.1.2 Allgemeine Pathophysiologie
14.1.3 Spezielle Pathophysiologie
14.2 Ovar
14.2.1 Physiologische Grundlagen
14.2.2 Allgemeine Pathophysiologie
14.2.3 Spezielle Pathophysiologie
14.3 Plazenta
14.3.1 Physiologische Grundlagen
14.3.2 Allgemeine und spezielle Pathophysiologie
14.4 Störungen/Besonderheiten der Geschlechtsentwicklung
14.4.1 Physiologische Grundlagen und allgemeine Pathophysiologie
14.4.2 Spezielle Pathophysiologie
14.5 Literatur
Teil IV Blut
15 Blut
15.1 Physiologische Grundlagen
15.1.1 Hämatopoese
15.1.2 Blutgerinnung
15.2 Allgemeine und spezielle Pathophysiologie
15.2.1 Nicht neoplastische Erkrankungen der Erythrozyten
15.2.2 Nicht neoplastische Erkrankungen der Leukozyten
15.2.3 Nicht neoplastische Erkrankungen der Thrombozyten
15.2.4 Neoplastische Erkrankungen der Hämatopoese
15.2.5 Neoplastische Erkrankungen des lymphatischen Systems
15.2.6 Thrombozytopathien und Koagulopathien
15.2.7 Porphyrien
15.3 Literatur
Teil V Immunsystem
16 Immunsystem
16.1 Physiologische Grundlagen der Immunfunktion
16.1.1 Gliederung und Funktion des Immunsystems
16.2 Allgemeine Pathophysiologie: Störungen der Immunfunktion
16.2.1 Immundefizienz
16.2.2 Diagnostik
16.3 Angeborene Immunität
16.3.1 Physikalische Faktoren
16.3.2 Chemische Faktoren
16.3.3 Antimikrobielle Peptide (Defensine)
16.3.4 Antimikrobielle Plasmaproteine
16.3.5 Zellen des angeborenen Immunsystems
16.3.6 Mechanismen der Pathogenerkennung und Immunaktivierung im angeborenen Immunsystem
16.4 Adaptive Immunität
16.4.1 Antigenpräsentation und das HLA/MHC-System
16.4.2 Antigenpräsentierende Zellen
16.4.3 T-Lymphozyten
16.4.4 B-Lymphozyten
16.4.5 Immunglobuline – Effektormoleküle der B-Lymphozyten
16.5 Entzündungsreaktion
16.5.1 Lokale Entzündungsreaktion mit Leukozytenextravasation
16.5.2 Systemische Entzündungsreaktion/Akute-Phase-Reaktion
16.5.3 Autoinflammatorische Krankheiten
16.6 Zytokine des Immunsystems
16.6.1 Charakteristika und Funktionen
16.6.2 Wachstumsfaktoren
16.6.3 Proinflammatorische Zytokine
16.6.4 Immunregulatorische Zytokine
16.6.5 Zytokine mit regulatorischer Wirkung auf Effektorzellen der Entzündung
16.6.6 Chemokine
16.6.7 Autoantikörper gegen Zytokine
16.7 Immunität gegen Infektionserreger
16.8 Autoimmunität und Autoimmunkrankheiten
16.8.1 Mechanismen der Selbsttoleranz
16.8.2 Autoimmunreaktion und Autoimmunkrankheit
16.9 Allergie und pseudoallergische Reaktion
16.9.1 Allergische bzw. hypererge Immunreaktionen
16.9.2 Pseudoallergische Reaktionen
16.10 Literatur
Teil VI Infektion
17 Infektionen
17.1 Physiologische Grundlagen
17.1.1 Begriffsbestimmungen
17.2 Allgemeine Pathophysiologie
17.2.1 Bestandteile des Immunsystems
17.2.2 Angeborenes und adaptives, erworbenes Immunsystem
17.3 Spezielle Pathophysiologie
17.3.1 Extrazelluläre bakterielle Infektionen
17.3.2 Intrazelluläre bakterielle Infektionen
17.3.3 Virusinfektionen
17.3.4 Parasitäre Infektionen
17.3.5 Pilzinfektionen
17.4 Literatur
Teil VII Kreislauf
18 Herz und Koronarkreislauf
18.1 Elektrische Erscheinungen des Herzens
18.1.1 Physiologische Grundlagen
18.1.2 Pathophysiologie von Rhythmusstörungen
18.2 Kontraktile Funktion des Herzens
18.2.1 Physiologische Grundlagen
18.2.2 Pathophysiologie myokardialer Funktionsstörungen – Herzinsuffizienz
18.3 Klappenmechanik
18.3.1 Physiologische und pathophysiologische Grundlagen
18.3.2 Pathophysiologie spezieller Vitien
18.4 Koronarkreislauf
18.4.1 Physiologische Grundlagen des Koronarkreislaufs
18.4.2 Pathophysiologie der koronaren Herzkrankheit
18.5 Literatur
19 Blutdruck
19.1 Physiologische Grundlagen
19.1.1 Größen, die den Blutdruck bestimmen
19.1.2 Faktoren, die den Blutdruck regulieren
19.2 Allgemeine Pathophysiologie
19.2.1 Hypertonie
19.2.2 Hypotonie
19.3 Spezielle Pathophysiologie der Hypertonie
19.3.1 Primäre Hypertonie
19.3.2 Sekundäre Hypertonie
19.4 Spezielle Pathophysiologie der Hypotonie
19.4.1 Primäre Hypotonie
19.4.2 Sekundäre Hypotonie
19.5 Folgen der Hypertonie
19.5.1 Endorganschäden
19.6 Literatur
20 Periphere Zirkulation
20.1 Physiologische Grundlagen des arteriellen Systems
20.1.1 Einteilung des Gefäßsystems
20.1.2 Biophysik der intravasalen Strömung
20.1.3 Beziehungen zwischen biophysikalischen Faktoren und Gefäßwand
20.1.4 Regulation der peripheren Zirkulation
20.1.5 Regulation der Hautdurchblutung
20.2 Allgemeine Pathophysiologie des arteriellen Systems
20.2.1 Hämodynamische Folgen von arteriellen Stenosen und Verschlüssen
20.2.2 Störungen der kleinen Gefäße und Kapillaren
20.3 Spezielle Pathophysiologie des arteriellen Systems
20.3.1 Ursachen arterieller Durchblutungsstörungen
20.3.2 Pathogenese der Arteriosklerose
20.3.3 Periphere arterielle Verschlusserkrankung
20.3.4 „Steal“-Syndrome
20.3.5 Gefäßspasmen
20.3.6 Aortendissektion
20.3.7 Aneurysmen
20.3.8 Arteriovenöse Fisteln
20.4 Physiologische Grundlagen des venösen Systems
20.4.1 Anatomie
20.4.2 Funktionen der Venen
20.4.3 Regulation der venösen Kapazität
20.4.4 Physiologie des venösen Rücktransports
20.5 Allgemeine Pathophysiologie des venösen Systems
20.5.1 Störungen der Regulation der venösen Kapazität
20.5.2 Akute venöse Verschlüsse
20.5.3 Chronische venöse Insuffizienz
20.6 Spezielle Pathophysiologie des venösen Systems
20.6.1 Tiefe Becken- und Beinvenenthrombosen
20.6.2 Postthrombotisches Syndrom
20.6.3 Primäre Varikose
20.7 Literatur
21 Lymphsystem
21.1 Anatomische und physiologische Grundlagen
21.1.1 Anatomie
21.1.2 Physiologie
21.1.3 Darstellung der Lymphgefäße
21.2 Allgemeine Pathophysiologie
21.2.1 Ödem
21.3 Spezielle Pathophysiologie
21.3.1 Überlastung des Lymphsystems
21.3.2 Lymphödem: eingeschränkte Transportkapazität des Lymphsystems
21.3.3 Chylöser Reflux und Lymphfisteln
21.3.4 Lymphangiom, Lymphzysten und Lymphangiosarkom
21.4 Literatur
Teil VIII Bewegung
22 Sportphysiologie
22.1 Einleitung
22.2 Begriffsdefinitionen
22.3 Klinische Effekte durch körperliche Aktivität und Training
22.3.1 Einfluss auf die Insulinresistenz/Diabetes mellitus
22.3.2 Einfluss auf Dyslipoproteinämie
22.3.3 Einfluss auf die arterielle Hypertonie
22.3.4 Einfluss auf das Myokard
22.3.5 Einfluss auf die Sarkopenie
22.3.6 Körperliche Aktivität und Tumorerkrankungen
22.4 Literatur
Teil IX Schock
23 Schock
23.1 Allgemeine Pathophysiologie
23.1.1 Definitionen
23.1.2 Pathogenese
23.1.3 Kompensationsmechanismen
23.1.4 Schockfolgen
23.1.5 Klinik und Therapie
23.2 Spezielle Pathophysiologie
23.2.1 Hypovolämischer Schock
23.2.2 Septisch-toxischer Schock
23.2.3 Kardiogener Schock
23.2.4 Obstruktiver Schock
23.2.5 Anaphylaktischer Schock
23.2.6 Endokriner Schock
23.2.7 Neurogener Schock
23.3 Literatur
Teil X Lunge und Atmung
24 Lunge und Atmung
24.1 Physiologische Grundlagen und allgemeine Pathophysiologie
24.1.1 Atemregulation
24.1.2 Einfluss von Muskeln, Skelett und Nerven
24.1.3 Ventilation
24.1.4 Pathologische Atmungsformen und Atmungsstörungen
24.1.5 Analyse der Ventilation
24.1.6 Lungenkreislauf
24.1.7 Blutgasuntersuchung
24.1.8 Belastungstests
24.1.9 Verhältnis von Ventilation zu Perfusion
24.1.10 Leitsymptome der respiratorischen Insuffizienz
24.2 Spezielle Pathophysiologie
24.2.1 Respiratorische Insuffizienz
24.2.2 Obstruktive Ventilationsstörungen
24.2.3 Restriktive Lungenerkrankungen
24.2.4 Lungenentzündung, Pneumonie
24.2.5 Erkrankungen der Lungenperfusion
24.2.6 Schlafbezogene Atmungsstörungen
24.2.7 Erkrankungen der Pleurahöhle
24.3 Literatur
Teil XI Verdauung
25 Ösophagus
25.1 Physiologische Grundlagen
25.1.1 Anatomie
25.1.2 Oberer und unterer Ösophagussphinkter
25.1.3 Schluckakt
25.1.4 Untersuchungsmethoden
25.2 Allgemeine Pathophysiologie
25.2.1 Schmerz und Sodbrennen
25.2.2 Dysphagie
25.2.3 Regurgitation
25.3 Spezielle Pathophysiologie
25.3.1 Anlagebedingte und strukturelle Ösophaguserkrankungen
25.3.2 Motilitätsstörungen
25.3.3 Entzündliche Ösophaguserkrankungen
25.3.4 Gastroösophageale Refluxerkrankung
25.3.5 Ösophagustumoren
25.3.6 Sonstige Erkrankungen des Ösophagus
25.4 Literatur
26 Magen
26.1 Physiologische Grundlagen
26.1.1 Anatomie
26.1.2 Sekretion
26.1.3 Motilität
26.2 Allgemeine und spezielle Pathophysiologie
26.2.1 Kongenitale Anomalien des Magens
26.2.2 Motilitätsstörungen
26.2.3 Gastritis und Gastropathien
26.2.4 Peptische Erkrankungen (Ulcus ventriculi, Ulcus duodeni)
26.2.5 Akute Magenschleimhautläsionen
26.2.6 Zollinger-Ellison-Syndrom
26.2.7 Magentumoren
26.3 Literatur
27 Dünndarm
27.1 Physiologische Grundlagen
27.1.1 Anatomie und Histologie
27.1.2 Motilität und Sekretion
27.1.3 Transport, Transportproteine und Transportmechanismen
27.1.4 Verdauung und Absorption ausgewählter Nährstoffe
27.1.5 Neuroendokrine Stimulation des Dünndarms
27.1.6 Intestinale Schutzmechanismen und Immunsystem
27.2 Allgemeine und spezielle Pathophysiologie
27.2.1 Störungen der Dünndarmfunktion
27.2.2 Erkrankungen des Dünndarms
27.3 Literatur
28 Dickdarm
28.1 Physiologische Grundlagen
28.1.1 Motilität
28.1.2 Transportphysiologie
28.1.3 Darmflora (Mikrobiota) und Darmbarriere
28.2 Allgemeine Pathophysiologie
28.2.1 Diarrhö
28.2.2 Obstipation
28.2.3 Meteorismus und Flatulenz
28.2.4 Untere gastrointestinale Blutung
28.3 Spezielle Pathophysiologie
28.3.1 Durchblutungsstörungen – Mesenterialischämie
28.3.2 Entzündung
28.3.3 Funktionelle Darmerkrankungen – das Reizdarmsyndrom
28.3.4 Tumorerkrankungen des Dickdarms
28.4 Literatur
29 Leber
29.1 Physiologische Grundlagen
29.1.1 Leberstruktur
29.1.2 Zelluläre Strukturen und Funktionen
29.1.3 Gefäß- und Nervenstrukturen
29.2 Allgemeine und spezielle Pathophysiologie
29.2.1 Stoffwechselstörungen bei Lebererkrankungen
29.2.2 Reaktionsmuster und Leitsyndrome bei Lebererkrankungen
29.2.3 Hereditäre Stoffwechselerkrankungen der Leber
29.3 Literatur
30 Gallenwege und exokrines Pankreas
30.1 Einleitung
30.2 Physiologische Grundlagen der Gallenwege
30.2.1 Zusammensetzung und Bildung der Galle
30.2.2 Abgabe der Galle
30.3 Allgemeine Pathophysiologie der Gallenwege
30.3.1 Bildung von Gallensteinen
30.3.2 Cholestase
30.3.3 Schmerz
30.4 Spezielle Pathophysiologie der Gallenwege
30.4.1 Steinerkrankungen
30.4.2 Cholezystitis
30.4.3 Cholangitis
30.4.4 Zystische Anomalien der Gallengänge
30.4.5 Tumoren der Gallenwege
30.5 Physiologische Grundlagen des Pankreas
30.5.1 Zusammensetzung des Sekrets
30.5.2 Regulation der Pankreassekretion
30.6 Allgemeine Pathophysiologie des Pankreas
30.6.1 Angeborene Fehlbildungen
30.6.2 Pankreatitis
30.7 Spezielle Pathophysiologie des Pankreas
30.7.1 Pankreatitis
30.7.2 Zystische Fibrose
30.7.3 Pankreaskarzinom
30.8 Literatur
Teil XII Niere und ableitende Harnwege
31 Niere und ableitende Harnwege
31.1 Physiologische Grundlagen
31.1.1 Anatomie und Funktion der Niere
31.1.2 Regulation und Störung der renalen Durchblutung und der glomerulären Ultrafiltration
31.2 Allgemeine und spezielle Pathophysiologie
31.2.1 Tubuläre Erkrankungen
31.2.2 Renovaskuläre Hypertonie
31.2.3 Akutes Nierenversagen
31.2.4 Toxische Nephropathien
31.2.5 Zystennieren
31.2.6 Glomeruläre Erkrankungen
31.2.7 Urämie
31.2.8 Nierenassoziierte Erkrankungen in der Schwangerschaft
31.2.9 Immunbiologie des Nierentransplantats
31.2.10 Steine und obstruktive Veränderungen von Niere und ableitenden Harnwegen
31.3 Literatur
Teil XIII Bewegungsapparat
32 Bindegewebe
32.1 Physiologische Grundlagen
32.1.1 Strukturen des Bindegewebes
32.1.2 Physiologische Regulation
32.2 Allgemeine Pathophysiologie
32.2.1 Gestörte Matrixhomöostase
32.2.2 Gestörte Regulation der mesenchymalen Zellproliferation
32.2.3 Veränderte Angiogenese
32.2.4 Störungen der Synovialflüssigkeit
32.3 Spezielle Pathophysiologie
32.3.1 Produktive Krankheitsbilder
32.3.2 Dysplastische Krankheitsbilder
32.3.3 Destruktive Krankheitsbilder
32.3.4 Entzündliche Krankheitsbilder
32.4 Literatur
33 Muskulatur
33.1 Physiologische Grundlagen
33.1.1 Aufbau und Funktion der Skelettmuskulatur
33.2 Allgemeine Pathophysiologie
33.2.1 Leitsymptome und Diagnostik
33.3 Spezielle Pathophysiologie
33.3.1 Muskeldystrophien
33.3.2 Stoffwechselmyopathien (metabolische Myopathien)
33.3.3 Maligne Hyperthermie
33.3.4 Entzündliche Myopathien (Myositiden)
33.3.5 Endokrine und toxische Myopathien
33.4 Literatur
Teil XIV Nervensystem und Sinnesorgane
34 Nervensystem
34.1 Neuromuskuläre Endplatte
34.1.1 Aufbau und Transmitter
34.1.2 Störungen der neuromuskulären Überleitung
34.2 Peripherer Nerv
34.2.1 Aufbau und Transportvorgänge
34.2.2 Neuropathien
34.3 Rückenmark
34.3.1 Anatomie und physiologische Grundlagen
34.3.2 Läsionen des Rückenmarks
34.4 Hirnstamm und Hirnnerven
34.4.1 Anatomie und Funktionen
34.4.2 Störungen der Okulomotorik
34.4.3 Periphere versus zentrale Hirnnervenläsion
34.4.4 Syndrome
34.5 Vegetatives Nervensystem
34.5.1 Sympathikus und Parasympathikus
34.5.2 Störungen des vegetativen Nervensystems
34.6 Kleinhirn
34.6.1 Anatomie und Funktionen
34.6.2 Funktionsstörungen des Kleinhirns
34.6.3 Kleinhirnerkrankungen
34.7 Basalganglien
34.7.1 Anatomie
34.7.2 Afferenz, Efferenz und Projektionssysteme
34.7.3 Basalganglienbedingte Störungen der Motorik
34.7.4 Basalganglienerkrankungen
34.8 Epilepsie
34.8.1 Grundlagen
34.8.2 Allgemeine Pathophysiologie
34.8.3 Spezielle Pathophysiologie
34.9 Zerebrale Ischämie
34.9.1 Physiologische Grundlagen
34.9.2 Allgemeine Pathophysiologie
34.9.3 Zelluläre Pathophysiologie der Ischämie
34.10 Literatur
35 Chemische Sinne
35.1 Physiologische Grundlagen
35.1.1 Geschmackssinn
35.1.2 Geruchssinn
35.1.3 Trigeminalsystem
35.1.4 Multimodale Integration
35.2 Allgemeine und spezielle Pathophysiologie
35.2.1 Störungen des Geruchssinns
35.2.2 Störungen des Geschmackssinns
35.3 Literatur
Teil XV Anhang
36 Individualisierte Medizin und personalisierte Medikamente
36.1 Einleitung
36.1.1 Definition
36.1.2 Voraussetzungen
36.1.3 Potenzial
36.2 Prädiktive genetische Diagnostik
36.3 Weitere Methoden der individualisierten Medizin
36.3.1 Datenverarbeitung und Bioinformatik
36.4 Klinische Studien zur Entwicklung individualisierter Diagnostika und Therapeutika
36.4.1 Infrastruktur für frühe klinische Forschung
36.4.2 Klassische Wirkstoffentwicklung versus „Quick-Win-Fast-Fail“-Entwicklung in der individualisierten Medizin
36.4.3 Biomarker in der frühen klinischen Forschung
36.5 Literatur
Anschriften
Sachverzeichnis
Impressum
1 Genetik und Genomik
2 Neoplasien
3 Altern
E. Passarge. Frühere Bearbeitung: E. Passarge, J. Kohlhase
The story behind
Der 1906 von William Bateson geprägte Begriff Genetik bezeichnet ein damals neues biologisches Wissenschaftsgebiet, das sich auf Erblichkeit (Heredität) und biologische Unterschiedlichkeit (Variation) bezog.
Der Terminus Genomik wurde 1987 von V. A. McKusick und F. H. Ruddle eingeführt. Er bezieht sich auf den 1920 von Hans Winkler geprägten Begriff Genom.
Das Genom umfasst im Gegensatz zur Genetik sämtliche an der Steuerung von Lebensvorgängen beteiligten Moleküle. Es steuert u. a. zentrale Funktionen wie die Embryonalentwicklung mit Differenzierung in eine von etwa 200 verschiedenen Zelltypen, die Kontrolle der Zellteilung, genetische Signalübertragung, Funktion von Nervenzellen, Sinnesorganen, Muskelzellen, Stabilität von Knochen und Bindegewebe, Energiegewinnung aus der Nahrung, Immunabwehr, Bildung, Transport und Abbau von biologisch wichtigen Molekülen sowie die Regulation dieser Vorgänge (weiterführende Informationen bei ▶ [42], ▶ [62], ▶ [76], ▶ [90], ▶ [96], ▶ [103], ▶ [115]).
Genetische Information entspricht einem linear angelegten, codierten Text im Zellkern in den Chromosomen. Er wird mittels komplexer biochemischer Vorgänge im Zellkern und im Zytoplasma decodiert, bevor er eine intra- oder extrazelluläre biologische Funktion steuern kann. Ein Beispiel für einen codierten, nicht unmittelbar lesbaren Text ist:
AMANFANGSCHUFGOTTHIMMELUNDERDE.
Decodiert ist er leicht lesbar:
AM ANFANG SCHUF GOTT HIMMEL UND ERDE.
Tatsächlich besteht eine genetische Information aber nur aus 4 Buchstaben: A, C, G, T, den Anfangsbuchstaben der 4 Nukleotidbasen Adenin, Cytosin, Guanin, und Thymin in dem die genetische Information tragenden Molekül, der DNA (Desoxyribonukleinsäure).
In der genetischen Information besteht jedes zu einem Inhalt beitragende Wort aus 3 Buchstaben (ein Codon). Ein tatsächlicher Abschnitt einer genetischen Information ist z. B. ATGGTGCACCTGACTCCTGAGGAGAAGTCT..., entsprechend den ersten 27 codierenden DNA-Nukleotiden der β-Kette von ▶ Hämoglobin A, nummeriert ab dem Startcodon ATG. Lesbar wird diese Sequenz, wenn sie in der Abfolge ihrer 9 Codons, bestehend aus je 3 Nukleotidbasen, nach dem Startcodon geschrieben wird: ATG GTG CAC CTG ACT CCG GAG GAG AAG TCT ... Jedes der Codons ist der Code für den Einbau einer der 23 Aminosäuren in ein Polypeptid in der in der DNA festgelegten Sequenz (genetischer Code).
Das von der in der DNA-Sequenz niedergelegten Information gebildete Polypeptid wird auch als Genprodukt bezeichnet. Sequenzierung bezieht sich auf die Feststellung der Abfolge der einzelnen Bausteine der DNA, die die genetische Information feststellt. Dennoch ist dies nicht in jedem Fall gleichbedeutend mit der Kenntnis der individuellen zellulären biologischen Funktion. Die lineare genetische Information wird mittels computergestützter Verfahren gespeichert. Die Länge von DNA-Sequenzen wird nach Anzahl ihrer Basen bzw. Basenpaare (bp) angegeben (1 kb – 1000 bp; 1 Mb – 1 Mio. bp).
Die Menge bekannter genetischer Informationen ist extrem umfangreich und daher in verschiedenen Datenbanken dokumentiert. Dies hat zu einem neuen Berufsbild geführt: der genomischen Bioinformatik. Für die DNA-Sequenzierung sind in den vergangenen 5 Jahren automatisierte, höchst effiziente Verfahren entwickelt worden, die eine Sequenzierung des gesamten Genoms im Zeitraum von einigen Tagen zu relativ niedrigen Kosten erlauben.
Ein Gen wird operational als ein DNA-Abschnitt bezeichnet, der eine genetische Information trägt. Jedoch bezieht diese Definition auch die Aktivität (Expression) eines Gens durch regulierende DNA-Sequenzen ein. Diese liegen sowohl in der Nähe als auch weit entfernt. Je nach Gewebe und Zelltyp sind in einer Zelle zu einem bestimmten Zeitpunkt nur bestimmte Gene aktiv, andere sind vorübergehend oder permanent abgeschaltet. Die korrekte Regulation der Aktivität jedes Gens (Genexpression) ist die Voraussetzung für seine physiologische Funktion.
Die jeweilige genetische Information wird als Genotyp bezeichnet; ihre beobachtbare Auswirkung kann alsPhänotyp in der Medizin gleichbedeutend mit einer krankhaften Störung sein. Eine erkennbare unterschiedliche genetische Auswirkung auf den Phänotyp durch ein und dasselbe Gen wird Allel genannt. Die Lokalisation eines Gens ist einGenlocus. Bei diploiden Organismen können beide Allele gleich sein (homozygot) oder sich unterscheiden (heterozygot).
Das Genom besteht aus der Gesamtheit aller Informationen mit ihren zugehörigen molekularen Bestandteilen. Das Genom jeder gegebenen Art von Lebewesen hat einen speziesspezifischen Inhalt und eine definierte Größe. Man unterscheidet 2 Arten: dasnukleäre Genom im Zellkern und das mitochondriale Genom in den Mitochondrien (Kap. ▶ 1.1.3).
Merke
Das nukleäre Genom des Menschen besteht aus etwa 3,2 Milliarden DNA-Basenpaaren (3,2 × 109 bp oder 3,2 Megabasen [Mb] bzw. 3,2 Gigabasen [Gb]). Dies würde in einem Text von je 1 mm breiten Buchstaben aneinandergereiht einer Länge von 3200 km entsprechen.
Das Genom enthält erheblich mehr DNA, als für die Gene tatsächlich benötigt wird (s. u.). Beim Menschen ist das Genom aufgeteilt in 24 lineare DNA-Moleküle in den 24 Chromosomen (22 Autosomen sowie X und Y) (Kap. ▶ 1.1.9).
Das Genom des Menschen enthält etwa 21 000 proteincodierende Gene. Diese im Vergleich zu anderen Organismen niedrige Anzahl wird dadurch erhöht, dass fast jedes Gen für mehrere variante Genprodukte codiert. Die Anzahl der Gene einiger anderer Organismen beträgt ca. 1000–5000 für viele Bakterien, ca. 6200 für Hefe (S. cerevisiae), ca. 13600 für Drosophila melanogaster, 20 000 für C. elegans, einen 1 mm transparenten Nematoden. Die komplette DNA-Sequenz des menschlichen Genoms ist seit etwa 2004 bekannt ▶ [38], ebenso wie für jedes Chromosom.
Wie der Begriff Genom die Gesamtheit der DNA umfasst, existieren ähnliche Bezeichnungen wie Proteom für die Gesamtheit aller Proteine, Exom für die Gesamtheit aller proteincodierenden Abschnitte (Exons) aller Gene – vgl. ▶ Exomsequenzierung –, Transkriptom für die Gesamtheit aller mit der ▶ Transkription im Zusammenhang stehenden Moleküle, Metabolom für die Gesamtheit aller Stoffwechselmetaboliten sowie funktionelle Genomik, vergleichende Genomik etc.
Informationen über des Genom des Menschen sind öffentlich zugänglich (z. B. National Center for Bioinformatics: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/projects/genome/guide/human/; www.proteinatlas.org/; Wellcome Trust Sanger Institute: www.sanger.ac.uk/; Human Protein Atlas: www.proteinatlas.org/; Online Mendelian Inheritance in Man [OMIM]: www.ncbi.nlm.nih.gov/omim).
Das hervorstechende Merkmal des Genoms ist dessen ausgeprägte Variabilität. Jedes Genom ist infolge zahlreicher interindividueller Unterschiede (DNA-Polymorphismen) ein Unikat. Diese Variabilität ist manifest auf mehreren Ebenen:
in der DNA-Sequenz als Unterschiede in je einer einzelnen Nukleotidbase (SNP: Single Nucleotide Polymorphism)
Unterschiede in der Abfolge einfacher Di-, Tri- oder Tetra-Nukleotid-Repeats (Wiederholungen), meistens CA-Repeats CAn (z. B. CACA, CACACA, CACACACA etc.)
Copy Number Variations (CNV) als größere Blöcke von einigen Hundert bis Tausend Nukleotidbasen-Wiederholungen
Etwa 3–5% des Genoms besteht aus den o. g. einfachen Repeats. Etwa alle 2 kbp genomischer Sequenz findet sich 1 DNA-Repeat. Da diese varianten Formen multiallelisch auftreten, unterscheiden sie sich bezüglich ihrer Herkunft von der väterlichen und mütterlichen DNA. Man kann sie deshalb zur Identifizierung ihrer elterlichen Herkunft verwenden und ggf. eine krankheitsauslösende Region identifizieren. Die meisten dieser polymorphen DNA-Abschnitte betreffen nicht für Gene codierende Sequenzen.
SNP stellen den weitaus größten Anteil genetischer Varianten dar. Sie bestehen aus einer varianten Stelle der DNA-Sequenz in nicht codierenden Bereichen, z. B. CCGATAC/TATTATGC (variantes C und T) in einem Einzelstrang. Etwa alle 300 Nukleotide findet sich 1 SNP. Dies ist ohne funktionelle Bedeutung, kann aber zur Identifizierung eines gegebenen DNA-Abschnitts und dessen elterlicher Herkunft verwendet werden, vgl. hierzu den Abschnitt ▶ Genomweite Assoziationsstudien. SNP desselben DNA-Abschnitts werden als Haplotyp bezeichnet. Jedes Individuum hat 2 Haplotypen, einen väterlicher und einen mütterlicher Herkunft. Unterscheiden die Haplotypen sich an einer gegeben Stelle, sind sieheterozygot, sind sie gleich, sind sie homozygot.
Jeder bekannte SNP hat eine genaue chromosomale Lokalisation und eine Identifizierungsnummer (z. B. rs71900220) in öffentlichen Datenbanken. Das rs bedeutet Referenz-SNP, die Zahl ist eine individuelle Seriennummer, die offiziell vergeben und weltweit für den betreffenden SNP verwendet wird (www.ncbi.nlm.nih.gov/projects/SNP/). Mehrere 100 000 doppelsträngige SNP (dsSNP) mit bekannter Lokalisation sind über das Genom verteilt und einzeln identifiziert (International HapMap Project: http://hapmap.ncbi.nlm.nih.gov/).
Merke
Das Genom des Menschen ist extrem variabel und enthält verschiedene Typen sich wiederholender (repetitiver) DNA-Sequenzen.
Nur etwa 10% des Genoms besteht aus intragener DNA mit codierender Information für die Bildung von Proteinen. Die extragene DNA besteht aus großen Blöcken repetitiver Sequenzen ohne bekannte codierende Funktion, entsprechend etwa 50% des Genoms. Diese Repeats gehören 4 Kategorien an:
Repeats aus transponiblen DNA-Sequenzen (Transposons, s. u.)
inaktive Kopien früherer zellulärer Gene (Pseudogene)
Segmentduplikationen (SD) (etwa 5% des Genoms): duplizierte Abschnitte von DNA mit hoher Sequenzidentität (über 95%) in Größen von 1000–200 000 bp (1–200 kbp)
Tandem-Wiederholungen (kleine Blöcke von sich wiederholenden Basenpaaren, z. B. CACACA etc.) im Bereich des Zentromers der Chromosomen und im Telomer
Repetitive Sequenzen aus tandemartigen kurzen Wiederholungen (12–100 Nukleotide) werden als Minisatelliten (VNTR: Variable Number Tandem Repeats) bezeichnet. Mikrosatelliten sind sehr kurze Sequenzwiederholungen von 2–4 Nukleotiden an der gleichen Stelle (STR: Short Tandem Repeats). Segmentduplikationen tragen wesentlich zur Entstehung von ▶ CNV bei.
Transponible genetische Elemente (Transposons) sind mobile DNA-Abschnitte, die im Laufe der Evolution durch Transposition ihre Position verändert haben (dies gilt teilweise vermutlich noch heute). Man unterscheidet, ob die Transposition über eine RNA-Zwischenstufe erfolgt oder nicht. Die auf Transposition zurückgehende eingestreute (interspersed) repetitive DNA kann 4 Typen zugeordnet werden:
lange Abschnitte vom Typ LINE (Long interspersed Elements), etwa 20% des Genoms
kurze Abschnitte (SINE: Short interspersed Elements), etwa 14% des Genoms
lange terminale Repeat-Retrotransposons (LTR-Retrotransposons) (mit RNA-Zwischenstufe), etwa 9% des Genoms
DNA-Transposons (ohne RNA-Zwischenstufe), etwa 7% des Genoms
Jeder dieser Typen besteht aus Untergruppen. LINE-1 ist mit 17,3% des Genoms und etwa 600 000 Kopien die häufigste und der einzige Typ, der zur Transposition befähigt ist. Die Verteilung von DNA-Repeats entlang der Chromosomen ist sehr unterschiedlich, teils sehr viele, teils sehr wenige. Die häufigste Form von SINE im Genom von Primaten sind etwa 1,2 Mio. Kopien von Alu-Sequenzen, benannt nach einem DNA-schneidenden Enzym (Restriktionsenzym Alu I). Sie bestehen aus 2 annähernd gleichen Hälften von je 120 bp, aber mit einer für den Menschen spezifischen 32-bp-Insertion in der rechten Hälfte. Repetitive DNA kann zu bestimmten krankheitsauslösenden Situationen führen (Kap. ▶ 1.2.6).
Pseudogene sind Relikte früher existierender Gene, die durch verschiedene strukturelle Veränderungen ihre Fähigkeit zur Funktion eingebüßt haben. Sie werden danach unterschieden, ob sie durch Änderung der Nukleotidsequenz entstanden sind (konventionelles Pseudogen) oder durch reverse Transkription (prozessiertes Pseudogen). Das Genom des Menschen enthält ca. 12 000 Pseudogene, die z. T. in der Nähe von normal funktionierenden Genen oder Genfamilien liegen.
Die Gesamtlänge der DNA des diploiden Genoms beträgt etwa 2 × 1 m. Bei einem durchschnittlichen Durchmesser von 10μm wäre ein Zellkern viel zu klein, um DNA unverpackt in den Chromosomen unterzubringen. Die DNA-Länge muss also durch Verpackung um etwa das 10 000-Fache vermindert werden. In der Interphase (Kap. ▶ 1.1.10) ist DNA im Chromatin des Zellkerns eng mit Histonproteinen in charakteristischen Strukturen assoziiert, den Nukleosomen.
Merke
Jedes Nukleosom besteht aus einem Oktamer von 8 Histonen, je zwei H2A, H2B, H3 und H4. DNA ist außen in 1,7 Windungen von 147 bp um ein Nukleosom gewunden. Nukleosomen sind durch H1-Verbindungshistone von 20–60 bp Länge miteinander verbunden.
Im Chromatin sind Nukleosomen in mehreren hierarchischen Organisationsstufen angeordnet. Man unterscheidetEuchromatin undHeterochromatin. Euchromatin ist weniger eng verpackt und im Elektronenmikroskop als Fäden von 30–300 nm sichtbar. Es enthält mehr Gene als Heterochromatin. Heterochromatin ist eng verpackt und enthält weniger Gene, die praktisch alle inaktiv sind. Entlang jedes Chromosoms lassen sich unterschiedlich große Abschnitte überwiegend aus Euchromatin und Heterochromatin unterscheiden. Diese longitudinale Differenzierung jedes Chromosoms lässt sich mit bestimmten Verfahren lichtmikroskopisch als quer angeordnete helle und dunkle Bänder darstellen (Bandenmuster) (Kap. ▶ 1.1.9). Elektronenmikroskopische Befunde sprechen dafür, dass im Chromatin jedes Chromosom bzw. bestimmte Chromosomenabschnitte eine bestimmte Position hat/haben.
Drei Stufen der Faltung von DNA in Chromatin lassen sich strukturell und funktionell unterscheiden:
Compartments von aktiven und inaktiven Bereichen,
jedes Compartment besteht aus topologisch assoziierten Domänen (TADs),
innerhalb eines TAD bilden sich Schleifen aus Chromatin-DNA-Bereichen, durch die Enhancer und Transkriptionsfaktoren zusammengebracht werden und die Aktivität eines Gens steuern.
Jedes TAD ist vom benachbarten durch Proteine abgegrenzt. TADs bilden ein Cis-regulatorisches System. Durch fehlerhaftes Zusammenwirken über die Grenzen eines TAD hinaus können eine Reihe genetisch bedingter Erkrankungen mit Fehlbildungen entstehen ▶ [76].
Merke
Jede Zelle enthält Hunderte von Mitochondrien im Zytoplasma. Das 1981 von Anderson, Bankier und Barrell sequenzierte mitochondriale Genom (mtDNA) des Menschen steuert die Zentrale für ATP-Bildung (Adenosintriphosphat, der universelle intrazelluläre Energieträger) bei der intrazellulären Energiegewinnung und dem Energietransfer. Es besteht aus nur 16 569 bp zirkulärer DNA in jedem Mitochondrion (ca. 10 pro Mitochondrium, einige Tausend pro Zelle).
Die mtDNA enthält 37 Gene. Jedoch ist eine große Zahl weiterer Gene mit relevanten mitochondrialen Funktionen über das nukleäre Genom verstreut. In der Eizelle befinden sich etwa 100 000 Mitochondrien, in einem Spermatozoon nur etwa 100 mtDNA-Moleküle. Deshalb erfolgt die mitochondriale Vererbung maternal, d. h., nur über die Mutter. Jedoch kann familiäres Auftreten gelegentlich den Mendel’schen Gesetzmäßigkeiten ähneln. Andererseits tritt in vielen Fällen eine mitochondrial bedingte Erkrankung nicht familiär auf. Die mtDNA ist vermutlich bakterieller Herkunft aus einer sehr frühen Phase der Evolution. Da sich der genetische Inhalt in dieser Vielzahl mitochondrialer DNA-Moleküle unterscheidet, sind mitochondriale Erkrankungen extrem variabel (Kap. ▶ 1.2.5).
Die mtDNA des Menschen enthält 13 proteincodierende Gene für verschiedene Untereinheiten von Enzymen der oxidativen Phosphorylierung (OXPHOS): Cytochrom-c-Oxidase-Komplex-Untereinheiten 1, 2 und 3, Cytochrom b, ATPase-Komplex-Untereinheiten 6 und 8 sowie 7 Untereinheiten von NADH-Dehydrogenase (ND1, ND2, ND3, ND4, ND4L, ND5 und ND6). Dies entspricht etwa 60% der mitochondrialen codierenden Kapazität. Ihre Genprodukte interagieren mit mehr als 60 nukleär codierten Polypeptiden, um die mitochondriale Atmungskette zu bilden. Die anderen Gene codieren für 22 tRNAs (Transfer-RNA) und 2 rRNAs ▶ (ribosomale RNA). Verschiedene Störungen der Struktur und Funktion der mtDNA verursachen eine Vielzahl von Erkrankungen (Kap. ▶ 1.2.5).
Die meisten mitochondrialen Gene liegen auf dem in der Dichtezentrifugation schweren H-Strang, die anderen auf dem leichten L-Strang. Der mitochondriale genetische Code unterscheidet sich von nukleärer DNA durch Verwendung von UGA als Codon für Tryptophan (in nukleären Genen ein Stopp-Codon) und Verwendung von AGA und AGG als Stopp-Codon (in nukleären Genen Codons für Arginin, Kap. ▶ 1.1.5). In mtDNA findet keine Rekombination statt. Deshalb werden alle auf demselben Strang liegenden Gene gemeinsam als Haplotyp vererbt (ein Haplotyp ist eine Serie von Allelen benachbarter Genloci). Die Mutationsrate in mtDNA ist hoch, weil ein DNA-Reparatursystem fehlt (Kap. ▶ 1.2.4). Deshalb akkumulieren Nukleotidsubstitutionen relativ rasch.
Die in der Nukleotidbasensequenz der DNA enthaltene genetische Information wird in 2 prinzipiellen aufeinanderfolgenden Schritten decodiert: Transkription undTranslation. Dies geschieht in komplexen intrazellulären biochemischen Reaktionen, aber nach einfachen genetischen Prinzipien auf der Grundlage der Struktur der beteiligten Moleküle, DNA und RNA.
Merke
Die 1953 von Watson und Crick aufgrund kristallografischer Röntgendiffraktionsmuster aufgeklärte Struktur der DNA-Doppelhelix als lineares polymeres Molekül mit außen liegenden aneinandergereihten, über eine Phosphatgruppe verbundenen Zuckerresten (Desoxyribose) und innen liegenden Nukleotidbasen ist das genetische Information tragende Molekül ( ▶ Abb. 1.1).
Je 2 Zuckerreste sind über die Phosphatgruppe an Position 3 (3’) bzw. Position 5 (5’) verbunden. Die Richtung der Basenabfolge der beiden Stränge ist antiparallel, jeweils 5’ nach 3’ in gegenläufiger Richtung. Die Abfolge (Sequenz) der innen liegenden Nukleotidbasen ist strikt komplementär: Aus stereochemischen Gründen kann nur Adenin (A) einem Thymin (T) und nur Guanin (G) einem Cytosin (C) gegenüberliegen. So entstehen Basenpaare aus Adenin und Thymin (A-T, meistens einfach AT geschrieben) und aus Guanin und Cytosin (GC). Adenin und Guanin gehören zu den Purinen, Thymin und Cytosin zu den Pyrimidinen. Die Spezifität der Basenpaarung beruht auf Wasserstoffbrücken, 2 zwischen A und T, 3 zwischen G und C. Die Doppelhelix muss sich vor einer Zellteilung öffnen.
Durch Öffnung der Doppelhelix in 2 Einzelstränge erfolgen 2 grundsätzliche biologische Funktionen: Bildung eines komplementär identischen neuen Strangs (Replikation) oder Übertragung der genetischen Information durchTranskription undTranslation ( ▶ Abb. 1.1). Bei der Replikation dient jeder Einzelstrang als Vorlage zur Bildung eines komplementär identischen neuen Einzelstrangs. Dadurch entstehen 2 identische Doppelhelices. Durch ▶ Transkription und Translation wird ein Genprodukt (Polypeptid) mit der in der DNA vorgegeben Abfolge von Aminosäuren gebildet.
Genetische Informationsübertragung durch DNA.
Abb. 1.1
Die komplementäre Struktur der beiden Stränge der Doppelhelix kann in vitro durch Änderung der Temperatur reversibel geöffnet und in Einzelstrang-DNA überführt werden(Denaturierung). Kontrollierte DNA-Denaturierung ist ein wichtiges Prinzip bei DNA-Untersuchungen: Ein kleiner Abschnitt von Einzelstrang-DNA mit bekannter Sequenz (eine DNA-Sonde) verbindet (hybridisiert) sich mit einem komplementären Abschnitt nur an der Stelle, an der er exakt komplementär ist. Dies kann z. B. mittels fluoreszenzmarkierter DNA der Sonde sichtbar gemacht werden und so die gesuchte Stelle identifiziert werden(DNA-Hybridisierung).
RNA (Ribonukleinsäure) ist ein strukturell der DNA ähnliches Molekül, das in der Regel einsträngig in labiler Form vorkommt. Jedoch besteht eine Nukleotidbase aus Uracil (U) anstatt Thymin und der Zuckerrest besteht aus Ribose, einer Pentose mit 5 C-Atomen. RNA kommt in verschiedenen Sekundärstrukturen vor, z. T. durch Rückfaltung als Doppelstrang. RNA-Moleküle üben in verschiedener Struktur unterschiedliche Funktionen aus: als mRNA (Messenger-RNA) bei
