139,99 €
Für die Weiterbildung und die Zeit danach! Systematischer Zugang: - Alle Lungenerkrankungen werden nach einheitlichem Raster dargestellt. - Eigene Kapitel für pneumologische Diagnostik und wichtige Leitsymptome. - Separate Boxen mit Hintergrundwissen zu Pathophysiologie oder wichtigen Studien. Maximale Praxisnähe: - Konkrete Handlungsanweisungen zu Diagnostik und Therapie. - Checklisten zum empfehlenswerten Vorgehen in Diagnostik und Therapie. - Serviceteil zu jedem Krankheitsbild: Selbsthilfegruppen, die wichtigsten Patientenfragen. Schneller Zugriff: - Synopsen der wichtigsten Erkrankungscharakteristika. - Zahlreiche zweifarbige Tabellen und Flussdiagramme. - Ausführlicher Anhang mit Therapieschemata, aktuellen Adressen/Links.
Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:
Seitenzahl: 1810
Veröffentlichungsjahr: 2013
Klinische Pneumologie
Herausgegeben von
Claus Kroegel, Ulrich Costabel
Mit Beiträgen von
Francesco Bonella, Santiago Ewig, Josune Guzman y Rotaeche, Gert Höffken, Nikolaus Konietzko, Dieter Köhler, Christoph Lange, Dennis Nowak, Uta Ochmann, Bernward Passlick, Mathias W. Pletz, Kurt Rasche, Angelika Reißig, Bernhard Schaaf, Wolfgang Schütte, Urte Sommerwerck, Heinz Steveling, Christian Stremmel, Dirk Theegarten, Tobias Welte, Thomas E. Wessendorf
475 Abbildungen
Unseren Familien und Freunden
Die „Klinische Pneumologie“ von C. Kroegel und U. Costabel unter Mitarbeit namhafter weiterer Autoren repräsentiert nach Inhalt und Umfang die Entwicklung eines Fachgebiets. In den letzten Jahrzehnten ist aus der Lungen- und Bronchialheilkunde mit dem historischen Schwerpunkt Tuberkulose, beheimatet im Heilstätten- und Sanatoriumsmileu („Zauberberg“) ein Schwerpunktfach der Inneren Medizin geworden. Das vorliegende Werk trägt diesem Anspruch Rechnung. Jeweils eigene Kapitel sind Überschneidungen mit der Kardiologie (pulmonale Hypertonie, Cor pulmonale), der Intensivmedizin (Beatmung), der Thoraxchirurgie und Onkologie (Bronchialkarzinom), der Allergologie/Immunologie, der Hals-Nasen-Ohrenheilkunde („One-Airway-Disease“), der Infektiologie (Pneumonie, Tbc) und der Schlafmedizin (OSAS) gewidmet. Ein allgemeiner Teil beschreibt das breite Spektrum der Untersuchungsmethoden sowie die Grundlagen der Therapie. Die Analyse von Leitsymptomen bezüglich ihrer differenzialdiagnostischen Bedeutung leitet über zu einer systematischen Beschreibung einzelner Krankheitsbilder. Die diagnostischen Schritte und die Vorgehensweisen bei Eingriffen werden so detailliert beschrieben, dass der jüngere Kollege eine zuverlässige Anleitung vorfindet. Da neben den „Volkskrankheiten“ auch seltene Formen pulmonaler Erkrankungen berücksichtigt sind, ist ein zuverlässiges Nachschlagewerk entstanden, das eine rasche Orientierung auf dem aktuellen Wissensstand erlaubt. Die Darstellung ist dank einer strengen Systematik übersichtlich, kurze Hinweise („Checkliste, Hintergrundwissen“) erleichtern das Verständnis. Dem angehenden Pneumologen ist dieses Buch zur Weiterbildung in seinem Fachgebiet, dem Erfahrenen als wertvolle Entscheidungshilfe bei der täglichen Arbeit zu empfehlen. Ich wünsche dieser wichtigen Neuerscheinung eine freundliche Aufnahme und weite Verbreitung.
Professor Dr. med. Ralf Wettengel
Jena, Oktober 2013
Die Pneumologie ist ein komplexes Fach innerhalb der Inneren Medizin mit weit über die Lunge hinausgehender Bedeutung. Dieses Spezialgebiet integriert zahlreiche Disziplinen wie Onkologie, Infektiologie, Allergologie, Immunologie, Intensivmedizin, Schlafmedizin und wichtige Bereiche der Arbeits- und Umweltmedizin. Weiterbildungsassistenten und Fachärzte unterschiedlicher Disziplinen der Inneren Medizin und angrenzender Gebiete werden daher häufig mit pneumologischen Krankheitsbildern konfrontiert.
Vor diesem Hintergrund soll dieses Buch einen systematischen Zugang zur Diagnostik und Differenzialdiagnostik sowie zu den therapeutischen Möglichkeiten in der Pneumologie vermitteln. Die unterschiedliche Betonung der einzelnen Themen innerhalb des Buches orientiert sich an der Bedeutung der Lungenerkrankungen im klinischen Alltag. So liegt ein Schwerpunkt des Buches auf häufigen Erkrankungen wie obstruktiven Atemwegserkrankungen und Lungenkrebs. Aber auch Pleuraerkrankungen gehören zu den täglichen klinischen Herausforderungen, so dass diesem Thema eine ausführliche Darstellung gewidmet ist. Ein weiteres Anliegen des Buches ist es, das breite Spektrum pulmonaler Krankheiten, einschließlich seltener Erkrankungen wiederzugeben, was das Buch zu einem Nachschlagewerk macht. Hierzu gehören z. B. die Lungengerüsterkrankungen oder die systemischen Krankheiten mit Lungenbeteiligung. Ein dritter Aspekt betrifft den Lehrbuchcharakter des Buches für Studenten und in Ausbildung befindliche Kollegen. Diesem Zweck dient ein umfangreicher allgemeiner Teil mit den Prinzipen der pneumologischen Diagnostik und Therapie sowie der Darstellung wichtiger Leitsymptome. Dabei sollen zahlreiche übersichtliche Tabellen die Aufnahme der Inhalte erleichtern.
Ausdrücklich gedankt sei an dieser Stelle Herrn Prof. Dr. Ralf Wettengel für seine freundliche Unterstützung des Projektes. Gedankt sei auch den zahlreichen Kollegen, Mitarbeitern und Freunden, die sich mit ihrem speziellen Wissen in den Dienst dieses Lehrbuches gestellt haben. Hier sind vor allem Ulrike John und Monika Möbius zu nennen. Wir danken ferner unseren Familien und Freunden für ihre anhaltende Unterstützung, Ursula und Walter, Nasim, Jasmin, Sarah-Catharina und Daniel Kroegel, ohne deren Begleitung das Projekt nicht möglich gewesen wäre.
Dieses Buch hätte niemals erscheinen können ohne die kompetente Unterstützung und Initiative von zahlreichen Mitarbeitern des Thieme Verlags. Namentlich erwähnen möchten wir Frau Susanne Ristea und Frau Carina Tenzer. Wir danken für ihre Geduld und Ausdauer bei der Verwirklichung dieses Buches.
Die Herausgeber, Dezember 2013
6MWT
6-Minuten-Gehtest
AAK
Autoimmunantikörper
AAT
α1-Antitrypsinmangel
ABMA
Antibasalmembran-Antikörper
ABPA
allergische bronchopulmonale Aspergillose
ACA
Anti-Zentromer-Antikörper
ACC
Azetylzystein
ACCP
American College of Chest Physicians
ACE
Angiotensin Converting Enzyme
ACR
American College of Radiology
AD
autosomal-dominant
ADH
antidiuretisches Hormon
AECOPD
akut exazerbierte chronisch obstruktive Lungenerkrankung
AEP
akute eosinophile Pneumonie
AFB
Autofluoreszenzbronchoskopie
AFP
α-Fetoprotein
AGS
Ausschuss für Gefahrstoffe
AGW
Arbeitsplatzgrenzwert
AHI
Apnoe-Hypopnoe-Index
AIDS
aquired immuno deficiency syndrome
AIP
akute interstitielle Pneumonie
AIS
Abbreviated Injury Scale
AK
Antikörper
AKA
Anti-Keratin-Antikörper
ALK
anaplastische Lymphomkinase
ALP
akute Lupuspneumonitis
AMV
Atemminutenvolumen
ANA
antinukleäre Antikörper
ANCA
antineutrophile zytoplasmatische Antikörper
ANP
Atrial natriuretic Peptide
APC
Argon-Plasma-Koagulation
APS
Antiphospholipidsyndrom
APT
Amiodaroninduzierte pulmonale Toxizität
AR
autosomal-rezessiv; allergische Rhinitis
ARDS
Adult respiratory Distress Syndrome
ARIA
Allergic Rhinitis and its Impact on Asthma
ASB
Assisted spontaneous Breathing
ASS
Azetylsalizylsäure
ATLS
Advanced Trauma Life Support
ATS
American Thoracic Society
AZ
Allgemeinzustand
AZA
Azathioprin
AZV
Atemzugvolumen
BAC
bronchoalveoläres Karzinom
BAL
bronchoalveoläre Lavage
BAR
berufliche allergische Rhinitis
BCG
Bacillus Calmette-Guerin
BDI
Baseline Dyspnea Index
BDP
Beclometasondipropionat
BE
Base Excess
BGA
Blutgasanalyse
BHR
bronchiale Hyperreaktivität
BK
Berufskrankheit
BLI
Beta-Laktamase-Inhibitor
BLVR
bronchoskopische Lungenvolumenreduktion
BMI
Body Mass Index
BMPR
Bone morphogenetic Protein Receptor
BNP
Brain natriuretic Peptide
BODE
Body Mass Index, Obstruction, Dyspnoea, Exercise capacity
BOLD
Burden of obstructive Lung Disease
BOOP
Bronchiolitis obliterans organisierende Pneumonie
BOS
Bronchiolitis-obliterans-Syndrom
BSG
Blutkörperchensenkungsgeschwindigkeit
BTS
British Thoracic Society
BWS
Brustwirbelsäule
cANCA
antineutrophile zytoplasmatische Antikörper vom zytoplasmatischen Typ
CAP
Community-aquired Pneumonia
CAST
Cellular-Antigen-Stimulation-Test
CAT
COPD-Assessment-Test
CCP
zyklisch-citrullinierte Peptide
CEA
karzinoembryonales Antigen
CEL
chronisch eosinophile Leukämie
CEP
chronische eosinophile Pneumonie
CF
zystische Fibrose
CFA
kryptogen fibrosierende Alveolitis
CI
cardiac index
CK
Kreatininkinase
CLL
chronisch lymphatische Leukämie
cMET
Mesenchymal-epithelial Transition Factor
CML
chronisch myeloische Leukämie
CMV
Zytomegalievirus
CNP
C-type natriuretic Peptide
CO
Kohlenmonoxid
CO
2
Kohlendioxid
COB
kryptogene obliterative Bronchiolitis
COP
kryptogene organisierende Pneumonie
COPD
chronisch obstruktive Lungenerkrankung
COX
Zyklooxygenase
CPAP
Continuous positive Airway Pressure
CR
Complete Response
CRP
C-reaktives Protein
CSA
Cheyne-Stokes-Atmung
CSF
Colony stimulating Factors
CSS
Churg-Strauss-Syndrom
CT
Computertomografie
CTA
CT-Angiografie
CT(E)PH
chronisch thrombembolische pulmonale Hypertonie
CTC
Common Toxicity Criteria
CVID
Common variable Immunodeficiency
DAD
Diffuse alveolar Damage, diffuse Alveolarschädigung
DAH
diffuse alveoläre Hämorrhagie
DALY
Disability adjusted Life Years
DCR
Disease Control Rate
DD
Differenzialdiagnose
DGP
Deutsche Gesellschaft für Pneumologie
DGSM
Deutsche Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin
DGUV
Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung
DIC
disseminierte intravasale Koagulation
DIOS
distales intestinales Obstruktionssyndrom
DIP
desquamative interstitielle Pneumonitis
DIVI
Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensivmedizin und Notfallmedizin
DLCO
Diffusionskapazität
DM
Dermatomyositis
DMP
Disease Management Program
DNA
Desoxyribonukleinsäure
DOAC
direkte orale Antikoagulanzien
DPB
diffuse Panbronchiolitis
DPI
Dry Powder Inhaler
DRESS
Drug Rash with Eosinophilia and systemic Symptoms
DRG
Diagnosis related Groups
EAA
exogen allergische Alveolitis
EAE
eosinophilenassoziierte Erkrankung
EBUS
endobronchialer Ultraschall
EBV
endobronchiale Ventile; Epstein-Barr-Virus
ECMO
extrakorporale Membranoxygenation
ECOG
Eastern Cooperative Oncology Group
ECP
kationisches Protein der Eosinophilen
EDN
Neurotoxin der Eosinophilen
EEG
Elektroenzephalografie
EELV
endexspiratorisches Lungenvolumen
EGFR
Epithelial Growth Factor Receptor
EKG
Elektrokardiografie
ELC
Emphysema-like Changes
ELISA
Enzyme-linked-Immunosorbent-Assay
EMB
Ethambutol
EMG
Elektromyografie
EMS
Eosinophilie-Myalgie-Syndrom
ENA
extrahierbare nukleäre Antigene
EOG
Elektrookulografie
EORTC
European Organization for Research and Treatment of Cancer
EPP
extrapleurale Pneumonektomie
ERA
Endothelin-Rezeptor-Antagonist
ERS
European Respiratory Society
ERV
exspiratorisches Reservevolumen
ESBL
Extended-Spectrum-Betalaktamasen
ESC
Europäische Gesellschaft für Kardiologie
EUS
ösophagealer Ultraschall
EZ
Ernährungszustand
FDA
Food and Drug Administration
FDG
2-[18F]Fluor-2-desoxy-D-glukose
FNA
Feinnadelaspiration
FRC
funktionelle Residualkapazität
FVC
forcierte Vitalkapazität
GBM
glomeruläre Basalmembran
GCS
Glasgow Coma Scale
GERD
Gastroesophageal Reflux Disease
GPA
Granulomatose mit Polyangiitis
GINA
Global Initiative for Asthma
GM-CSF
Granulocyte Macrophage Colony-stimulating Factor
GOLD
Global Initiative for Chronic Obstructive Lung Disease
GPT
Glutamat-Pyruvat-Transaminase
GvHD
Graft versus Host Disease
HAP
Hospital-acquired Pneumonia
Hb
Hämoglobin
HCO
3
Hydrogenkarbonat
HELLP
Hemolysis, elevated Liver Enzymes, low Platelet Count
HES
hypereosinophiles Syndrom
HIT
heparininduzierte Thrombozytopenie
HIV
Human Immunodeficiency Virus
HLA
Human Leucocyte Antigen
HMB
Human Melanoma Black
HNO
Hals-Nasen-Ohren
HRA
Histamin-Release-Assay
HRCT
hochauflösende Computertomografie
HSV
Herpes-simplex-Virus
HWS
Halswirbelsäule
HZV
Herzzeitvolumen
IARC
International Agency for Research on Cancer
IC
inspiratorische Kapazität
ICD
Implantable Cardioverter Defibrillator (implantierbarer Cardioverter-Defibrillator), International Classification of Diseases
ICR
Interkostalraum
ICS
inhalative Kortikosteroide
ICU
Intensive Care Unit
IFN
Interferon
IFT
Immunfluoreszenztest
IHES
idiopathisches hypereosinophiles Syndrom
IIP
idiopathische interstitielle Pneumonie
IL
Interleukin
ILD
interstitielle Lungenerkrankung
ILO
International Labor Office
INH
Isoniazid
INR
International normalized Ratio
IPAH
idiopathische pulmonalarterielle Hypertonie
IPE
idiopathischer Pleuraerguss
IPF
idiopathische pulmonale Fibrose
IRIS
inflammatorisches Immunrekonstitutionssyndrom
IRV
inspiratorisches Reservevolumen
ISHLT
International Society of Heart and Lung Transplantion
ITBV
intrathorakales Blutvolumen
ITGV
intrathorakales Gasvolumen
IVC
inspiratorische Vitalkapazität
JArbSchG
Jugendarbeitsschutzgesetz
KHK
koronare Herzkrankheit
KLA
kutane leukozytoklastische Angiitis
KMR
krebserzeugend, keimzellmutagen und reproduktionstoxisch
KMTx
Knochenmarktransplantation
KRINKO
Kommission für Krankenhaushygiene und Infektionsprävention
LABA
lang und ultralang wirkendes Betamimetikum
LAM
Lymphangioleiomyomatose
LAMA
lang wirkendes Anticholinergikum
LAS
Lung Allocation Score
LCH
Langerhans-Zell-Histiozytose
LDH
Laktatdehydrogenase
LIP
lymphozytäre interstitielle Pneumonie
LOT
Langzeitsauerstofftherapie
LRT
Leukotrien-Release-Test
LST
Lymphozytenstimulationstest
LTBI
latente Tuberkuloseinfektion
LTOT
Langzeitsauerstofftherapie
LTRA
Leukotrienrezeptorantagonisten
LTT
Lymphozytentransformationstest
LTx
Lungentransplantation
LVR
Lungenvolumenreduktion
mAK
monoklonaler Antikörper
MAK
maximale Arbeitsplatzkonzentration
MAP
mittlerer arterieller Blutdruck
MBP
Major Basic Protein
MCH
mittleres korpuskuläres Hämoglobin
MCL
Medioklavikularlinie
MCTD
Mixed connective Tissue Disease
MDR
multi-drug resistent
MEF
maximaler exspiratorischer Fluss
MHC
Major histocompatibility Complex
MOTT
Mycobacteria other than Tuberculosis
MPA
mikroskopische Polyangiitis
MPM
malignes Pleuramesotheliom
MPO
Myeloperoxidase
MRC
Medical Research Council
MRE
multiresistente Erreger
MRSA
methicillinresistenter Staphylococcus aureus
MRT
Magnetresonanztomografie
MSB
Mineralstaub-Bronchiolitis
MST
Median Survival Time
MTBc
Mycobacterium-tuberculosis-Komplex
MTTP
Median Time to Progression
MTX
Methotrexat
MuSchG
Mutterschutzgesetz
MVV
maximale ventilatorische Kapazität
NAC
N-Azetylzystein
NADA
Nationale Anti Doping Agentur
NARES
nicht allergische Rhinopathie mit Eosinophilie
NAT
Nukleinsäure-Amplifikationstechniken
NAEB
nicht asthmatische eosinophile Bronchitis
NAT
Nukleinsäure-Amplifikationstechniken
NCI
National Cancer Institute
NINA
nicht infektiös, nicht allergisch
NIV
nicht invasive Beatmung
NKT
natürliche Killerzelle
NMH
niedermolekulares Heparin
NNH
Nasennebenhöhlen
NO
Stickstoffmonoxid
NSAID
nicht steroidale Antiphlogistika
NSAR
nichtsteroidale Antirheumatika
NSCLC
nicht kleinzelliges Bronchialkarzinom
NSE
neuronenspezifische Enolase
NSG
nekrotisierende sarkoidale Granulomatose
NSIP
nicht spezifische interstitielle Pneumonie
NTM
nicht tuberkulöse Mykobakterien
NYHA
New York Heart Association
O
2
Sauerstoff
OCD
Oxygen Cost Diagram
OCS
orale Kortikosteroide
ODTS
Organic Dust Toxic Syndrome
OHS
Obesitas-Hypoventilationssyndrom
ORM
Oszilloresistometrie
ORR
Overall Response Rate
OSAS
obstruktives Schlafapnoe-Syndrom
PAF
Plättchen-aktivierender Faktor
PAH
pulmonelle arterielle Hypertonie
PAK
polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe
PAM
pulmonale alveoläre Mikrolithiasis
pANCA
antineutrophile zytoplasmatische Antikörper vom perinukleären Typ
PAP
pulmonale Alveolarproteinose
PAR
perenniale allergische Rhinitis
PBM
peribronchioläre Metaplasie
pCO2
Kohlendioxidpartialdruck
PCD
primäre Ziliendyskinesie
PCH
pulmonale kapilläre Hämangiomatose
PCP
Pneumocystis-jiroveci-Pneumonie
PCR
Polymerasekettenreaktion
PCT
Prokalzitonin
PCV
Pressure Control Ventilation
PCWP
Pulmonary capillary Wedge Pressure (pulmonalkapillärer Verschlussdruck)
PD
Progressive Disease
PDGFR
Platelet-derived Growth Factor Receptor
PDT
fotodynamische Therapie
PEEP
positiver endexspiratorischer Druck
PEF
Peak expiratory Flow
PEG
perkutane endoskopische Gastrostomie
PEP
Positive exspiratory Pressure
PET
Positronenemissionstomografie
PFS
Progressive-free Survival
PHT
pulmonale Hypertonie
PLCH
pulmonale Langerhans-Zell-Histiozytose
PM
Polymyositis
PMN
polymorphkernige neutrophile Granulozyten
PNDS
Post-nasal Drip Syndrome
pO
2
Sauerstoffpartialdruck
PR
Partial Response
PR3-ANCA
antineutrophile zytoplasmatische Antikörper gegen Proteinase 3
PSA
prostataspezifisches Antigen
PSPTX
primärer Spontanpneumothorax
PSS
progressive systemische Sklerose
PTH
Parathormon
PTT
partielle Thromboplastinzeit
PTX
Pneumothorax
PVOD
pulmonale venookklusive Erkrankung
PVR
pulmonalvaskulärer Widerstand
PY
Pack Years (Packungsjahre)
PZA
Pyrazinamid
RA
rheumatoide Arthritis
RADS
Reactive Airways Dysfunction Syndrome
RAP
respiratorassoziierter Pneumothorax
RAST
Radio allergo sorbent Test
RAW
Atemwegswiderstand
RB-ILD
respiratory bronchiolitis interstitial lung disease, respiratorische Bronchiolitis mit interstitieller Lungenerkrankung
RECIST
responsive evaluation criteria in solid tumors
REM
Rapid Eyes Movement
RF
Rheumafaktor
RG
Rasselgeräusch(e)
RIFA, RMP
Rifampicin
RKI
Robert-Koch-Institut
RNA
Ribonukleinsäure
RPC
Relapsing-Polychondritis
RQ
respiratorischer Quotient
RR
Blutdruck nach Riva-Rocci
RSBI
Rapid-Shallow-Breathing-Index
RSV
Respiratory syncytial Virus
RV
Residualvolumen
SABA
kurz wirkendes Betamimetikum
SAMA
kurz wirkendes Anticholinergikum
SAR
saisonale allergische Rhinitis
SARS
Severe acute respiratory Syndrome
SBAS
schlafbezogene Atmungsstörung
SBS
sinubronchiales Syndrom
SCIT
subkutane Immuntherapie
SCLC
kleinzelliges Bronchialkarzinom
SD
Stable Disease
SGB
Sozialgesetzbuch
SIRS
Systemic inflammatory Response Syndrome
SIT
spezifische Immuntherapie
SLE
systemischer Lupus erythematodes
SM
Streptomycin
SMART
Single Maintenance And Quick Relief Therapy
SMRP
Soluble Mesothelin-related Protein
sRAW
spezifischer Atemwegswiderstand
SSc
systemische Sklerose
SSPTX
sekundärer Spontanpneumothorax
STIKO
ständige Impfkommission
SWT
Shuttle-Walking-Test
SZT
Stammzelltransplantation
T3
Triiodthyronin
T4
Tetraiodthyronin (Thyroxin)
TBB
transbronchiale Biopsie
Tbc
Tuberkulose
TBNA
transbronchiale Nadelaspiration
TDI
Transition-Dyspnoe-Index
TEE
transösophageale Echokardiografie
TEP
tropische eosinophile Pneumonie
TGV
thorakales Gasvolumen
THT
Tuberkulin-Hauttest
TNF
Tumornekrosefaktor
TIGRA
T-Zell-Interferon-gamma-Release-Assay
TKI
Tyrosinkinaseinhibitor
TLC
totale Lungenkapazität
TOS
Toxic Oil Syndrome
TPE
tropische pulmonale Eosinophilie
TRALI
Transfusion-related acute Lung Injury
TSC
Tuberöse Sklerose
UACS
Upper Airway Cough Syndrome
UAW
unerwünschte Arzneimittelwirkung
UFH
unfraktioniertes Heparin
UIP
gewöhnliche interstitielle Pneumonie
UVT
Unfallversicherungsträger
VAMLA
videoassistierte mediastinale Lymphknotendissektion
VAP
Ventilator-associated Pneumonia
VAS
Visual-Analogue-Skala
VATS
videoassistierte Thorakoskopie
VC
Vitalkapazität
VCDS
Vocal Cord Dysfunction Syndrome
VCV
Varizella-zoster-Virus
VEGF
Vascular endothelial Growth Factor
VKA
Vitamin-K-Antagonisten
VT
Atemvolumen
WHO
Weltgesundheitsorganisation
xANCA
atypische antineutrophile zytoplasmatische Antikörper
ZNS
zentrales Nervensystem
ZSAS
zentrales Schlafapnoe-Syndrom
ZVD
zentralvenöser Druck
ZVK
zentraler Venenkatheter
Widmung
Geleitwort
Vorwort
Abkürzungen
Teil I Pneumologische Diagnostik und Therapie
1 Häufigkeit pneumologischer Erkrankungen
1.1 Globale Situation
1.2 Situation in Deutschland
1.3 Die „großen“ Lungenkrankheiten
1.3.1 Bronchialkarzinom
1.3.2 Pleuramesotheliom
1.3.3 Asthma bronchiale
1.3.4 Chronisch obstruktive Lungenerkrankung/Emphysem (COPD)
1.3.5 Pneumonie
1.3.6 Tuberkulose
1.3.7 Schlafbezogene Atmungsstörungen
1.3.8 Lungenparenchymerkrankungen
1.3.9 Hereditäre Lungenkrankheiten
2 Prinzipien der pneumologischen Diagnostik
2.1 Anamnese
2.1.1 Aktuelle Anamnese
2.1.2 Voranamnese (Eigenanamnese)
2.1.3 Familienanamnese
2.1.4 Berufs-, Freizeit-, Hobby- und Genussanamnese
2.1.5 Reiseanamnese
2.1.6 Impfanamnese
2.2 Körperliche Untersuchung
2.2.1 Allgemeinzustand
2.2.2 Physikalische Untersuchungen der Lunge
2.3 Spezielle Labordiagnostik
2.4 Bildgebende Untersuchungsverfahren
2.4.1 Computertomografie (CT)
2.4.2 Transthorakale Sonografie
2.4.3 Endosonografie
2.4.4 Magnetresonanztomografie (MRT)
2.4.5 Pulmonalisangiografie (PA)
2.4.6 CT-Angiografie (CTA)
2.5 Nuklearmedizinische Verfahren
2.5.1 Ventilations-/Perfusionsszintigrafie (V/Q-Szintigrafie)
2.5.2 Positronenemissionstomografie (PET)
2.6 Kardiovaskuläre Diagnostik
2.6.1 Elektrokardiografie (EKG) und Belastungs-EKG
2.6.2 Echokardiografie
2.6.3 Belastungsechokardiografie
2.6.4 Transösophageale Echokardiografie (TEE)
2.6.5 Duplexsonografie der Beinvenen und Phlebografie
2.6.6 Rechtsherzkatheter
2.7 Lungenfunktion
2.7.1 Apparative Diagnostik
2.7.2 Indikationen
2.7.3 Kontraindikationen
2.7.4 Interpretation
2.7.5 Bronchospasmolyse/Reversibilität der Atemwegsobstruktion
2.7.6 Oszilloresistometrie (ORM)
2.7.7 Compliance
2.8 Blutgasanalyse
2.9 Alveoloarterielle Druckdifferenz (AaDPO2)
2.10 Berechnung des arteriovenösen Shuntvolumens
2.11 Oxygenierungsindex
2.12 Alveoloarterieller Sauerstoffquotient nach Benzer
2.13 Oxymetrie
2.14 Kapnometrie/Kapnografie
2.15 Peak-Flow-Messung
2.16 Polysomnografie
2.17 Spezifische Provokationen
2.17.1 Spezifische bronchiale Provokation
2.17.2 Rhinomanometrie
2.17.3 Unspezifischer Provokationstest
2.18 Belastungsuntersuchung
2.18.1 Spiroergometrie
2.18.2 6-Minuten-Gehtest (nach Guyatt)
2.18.3 Shuttle-Walking-Test (SWT)
2.18.4 BODE-Index
2.19 Messung der inspiratorischen Muskelfunktion
2.19.1 Zeichen der Erschöpfung der Atempumpe
2.19.2 Erfassung der Atempumpfunktion
2.20 Diffusionsanalyse (Diffusionskapazität)
2.21 Einschätzung der postoperativen Lungenfunktion
2.22 Allergiediagnostik
2.22.1 Ziel der Diagnostik
2.22.2 In-vitro-Diagnostik
2.22.3 In-vivo-Diagnostik
2.22.4 Integrierte Allergiediagnostik
2.23 Immundefektdiagnostik
2.23.1 Humorale Immundefekte
2.23.2 Zellulärer Immundefekt
2.24 Tuberkulin-Stempeltest und intrakutaner Tuberkulintest nach Mendel-Mantoux
2.25 Multitest Merieux (Multitest Immignost)
2.26 In-vitro-Testverfahren
2.26.1 T-Zell-Interferon-γ-Release-Assays (TIGRAs)
2.26.2 Histologischer Nachweis von Mycobacterium-tuberculosis-Komplex-RNA
2.27 Bronchoskopie
2.27.1 Formen der Bronchoskopie
2.27.2 Indikationen
2.27.3 Kontraindikationen
2.27.4 Komplikationen
2.27.5 Durchführung der flexiblen Bronchoskopie
2.27.6 Bronchoskopische Techniken
2.27.7 Sonderformen der Bronchoskopie
2.27.8 Bronchoalveoläre Lavage (BAL)
2.27.9 Ergänzende Techniken
2.27.10 Interventionelle Bronchoskopie
2.28 Transthorakale Punktionsmethoden
2.28.1 Nadeln und Kanülen
2.28.2 Koaxialtechnik
2.28.3 Patientenvorbereitung
2.28.4 Lokalisationsverfahren
2.28.5 Punktionsmöglichkeiten
2.28.6 Punktionstechnik
2.28.7 Zu aspirierende Ergussmenge
2.28.8 Komplikationen
2.29 Thoraxdrainageneinlage (siehe auch 3.8.3)
2.29.1 Vorgehensweise
2.29.2 Technik
2.29.3 Komplikationen
2.30 Thorakoskopie (siehe auch 3.8.5)
2.30.1 „Internistische“ Thorakoskopie
2.31 24-Stunden-pH-Metrie
2.31.1 Literatur
3 Prinzipien pneumologischer Therapie
3.1 Allgemeine Therapieprinzipien
3.2 Therapieformen
3.3 Voraussetzungen für eine Therapie
3.4 Therapierbarkeit pulmonaler Erkrankungen
3.4.1 Vollständige Therapierbarkeit (Kuration)
3.4.2 Partielle Therapierbarkeit
3.4.3 Keine Therapierbarkeit
3.5 „Falsche“ Therapie
3.6 Iatrogenität
3.7 Therapie von Erkrankungen unbekannter Diagnose
3.8 Chirurgische Therapie
3.8.1 Grundsätze der thoraxchirurgischen Therapie
3.8.2 Zugänge
3.8.3 Drainageneinlage (siehe auch Kap. 2.30)
3.8.4 Mediastinoskopie
3.8.5 Thorakoskopie (siehe auch Kap. 2.31)
3.8.6 Thoraxwandresektionen
3.8.7 Atypische Resektionen
3.8.8 Segmentresektionen
3.8.9 Lobektomie und bronchoplastische Resektionen
3.8.10 Pneumonektomien
3.8.11 Dekortikation/Thorakoplastik
3.8.12 Pleurodese
3.8.13 Lungentransplantation (siehe auch Kap. 20)
3.9 Definition der Therapieziele
3.10 Auswahl der Medikamente
3.11 Therapieeinleitung
3.12 Therapiefortführung und Verlaufskontrollen
3.13 Therapieversager
3.14 Nicht medikamentöse Therapie
3.14.1 Arztabhängige Faktoren
3.14.2 Berücksichtigung von Komorbidität und aggravierenden Faktoren
3.14.3 Etablierung adhärenzfördernder Maßnahmen
3.14.4 Karenzmaßnahmen
3.14.5 Patientenabhängige Faktoren
3.14.6 Patientenschulung
3.14.7 Selbsthilfegruppen
3.14.8 Selbstmanagement
3.14.9 Therapie-Aktionspläne
3.14.10 Therapieangst
3.15 Medikamentöse Therapie
3.15.1 Symptomatische Therapie
3.15.2 Antientzündliche Therapie
3.15.3 Immunmodulatorische Therapie
3.15.4 Antibiotische Therapie
3.15.5 Inhalationstherapie
3.15.6 Sekretolytische Therapie
3.16 Nicht medikamentöse Therapiemodalitäten
3.16.1 Prävention
3.16.2 Pneumologische Rehabilitation
3.16.3 Physiotherapie
3.16.4 Sekretelimination
3.16.5 Ernährung
Teil II Leitsymptome und Leitbefunde
4 Leitsymptome und Leitbefunde
4.1 Husten
4.1.1 Bedeutung des Hustens
4.1.2 Definition
4.1.3 Einteilung
4.1.4 Physiologie und Pathophysiologie
4.1.5 Klinik
4.1.6 Differenzialdiagnostik
4.1.7 Sonderformen
4.1.8 Diagnostik
4.1.9 Therapie
4.2 Auswurf
4.2.1 Definition
4.2.2 Einteilung
4.2.3 Physiologie und Pathophysiologie
4.2.4 Diagnostik
4.2.5 Therapie
4.3 Hämoptoe/Hämoptysen
4.3.1 Definition
4.3.2 Ätiologie und Pathogenese
4.3.3 Vorkommen und Ätiologie
4.3.4 Diagnostik
4.3.5 Therapie
4.4 Stridor
4.4.1 Definition
4.4.2 Einteilung
4.4.3 Diagnostik
4.4.4 Therapie
4.5 Dyspnoe
4.5.1 Definition
4.5.2 Einteilung
4.5.3 Quantifizierung
4.5.4 Organbeteiligung/Ätiologie
4.5.5 Klinik
4.5.6 Differenzialdiagnostik
4.5.7 Diagnostik
4.5.8 Therapie der Dyspnoe
4.6 Thoraxschmerzen
4.6.1 Ätiologie
4.6.2 Definition
4.6.3 Einteilung
4.6.4 Diagnostik
4.6.5 Literatur
Teil III Pneumologische Krankheitsbilder
5 Erkrankungen der Atemwege
5.1 Überblick und Einteilung
5.1.1 Anatomie
5.1.2 Klassifikation von Atemwegserkrankungen
5.2 Rhinitis
5.2.1 Grundlagen
5.2.2 Akute (infektiöse) Rhinitis
5.2.3 Chronische Rhinitis
5.3 Epistaxis nasi
5.3.1 Definition
5.3.2 Ätiologie
5.3.3 Diagnostik
5.3.4 Therapie
5.3.5 Komplikationen
5.4 Sinusitis
5.4.1 Definition
5.4.2 Klassifikation
5.4.3 Ätiologie und Pathogenese
5.4.4 Epidemiologie
5.4.5 Anamnese
5.4.6 Symptome
5.4.7 Diagnostik
5.4.8 Differenzialdiagnostik
5.4.9 Therapie
5.4.10 Komplikationen
5.5 Polyposis nasi
5.5.1 Definition
5.5.2 Epidemiologie
5.5.3 Ätiologie
5.5.4 Pathologie
5.5.5 Physiologische Bedeutung
5.5.6 Symptome
5.5.7 Diagnostik
5.5.8 Therapie
5.5.9 Komplikationen
5.5.10 Prognose
5.6 Sinubronchiales Syndrom
5.6.1 Definition
5.6.2 Epidemiologie
5.6.3 Ätiologie und Pathogenese
5.6.4 Symptome
5.6.5 Diagnostik
5.6.6 Differenzialdiagnostik
5.6.7 Therapie
5.6.8 Komplikationen
5.6.9 Prognose
5.7 Pharyngitis
5.7.1 Akute Pharyngitis
5.7.2 Chronische Pharyngitis
5.8 Laryngitis
5.8.1 Akute Laryngitis
5.8.2 Chronische Laryngitis
5.9 Laryngeale Nervenläsionen
5.9.1 Grundlagen
5.9.2 Läsionen des Nervus laryngeus superior
5.9.3 Läsionen des Nervus laryngeus inferior
5.9.4 Läsionen des Nervus laryngeus superior und inferior
5.10 Akute Bronchitis
5.10.1 Definition und Einteilung
5.10.2 Ätiologie und Ansteckung
5.10.3 Epidemiologie
5.10.4 Symptome
5.10.5 Diagnostik
5.10.6 Differenzialdiagnosen
5.10.7 Therapie
5.10.8 Prognose
5.10.9 Prophylaxe
5.11 Influenza
5.11.1 Definition
5.11.2 Ätiologie und Ansteckung
5.11.3 Epidemiologie
5.11.4 Symptome und Verlauf
5.11.5 Komplikationen
5.11.6 Diagnostik
5.11.7 Therapie
5.11.8 Prävention
5.12 „Vogelgrippe“ (aviäre Influenza) des Menschen
5.12.1 Definition
5.12.2 Epidemiologie
5.12.3 Ätiologie und Ansteckung
5.12.4 Laborparameter
5.12.5 Symptome
5.12.6 Komplikationen
5.12.7 Diagnostik
5.12.8 Therapie
5.12.9 Prophylaxe
5.12.10 Meldepflicht
5.13 Bronchiolitis
5.13.1 Grundlagen
5.13.2 Akute (infektiöse) Bronchiolitis
5.13.3 Kryptogene Bronchiolitis
5.13.4 Respiratorische Bronchiolitis/respiratorische Bronchiolitis mit interstitieller Lungenerkrankung
5.13.5 Mineralstaub-Bronchiolitis (MSB)
5.13.6 Follikuläre Bronchiolitis
5.13.7 Diffuse Panbronchiolitis
5.14 α1-Antitrypsinmangel
5.14.1 Definition
5.14.2 Epidemiologie
5.14.3 Pathophysiologie und Pathogenese
5.14.4 Genetik
5.14.5 Klinik
5.14.6 Organmanifestationen
5.14.7 Körperlicher Untersuchungsbefund
5.14.8 Laborparameter
5.14.9 Bildgebung
5.14.10 Lungenfunktion, BGA
5.14.11 Diagnostik
5.14.12 Therapie
5.14.13 Prophylaxe
5.14.14 Prognose
5.15 Primäre Ziliendyskinesie
5.15.1 Definition
5.15.2 Epidemiologie
5.15.3 Pathogenese
5.15.4 Klinik
5.15.5 Diagnostik
5.15.6 Therapie
5.15.7 Prophylaxe
5.16 Zystische Fibrose
5.16.1 Definition
5.16.2 Epidemiologie
5.16.3 Ätiologie und Pathogenese
5.16.4 Anamnese
5.16.5 Symptome
5.16.6 Laborparameter
5.16.7 Körperliche Untersuchung
5.16.8 Bildgebung
5.16.9 Genomische Diagnostik
5.16.10 Diagnostik und Differenzialdiagnostik
5.16.11 Therapie
5.16.12 Prophylaxe
5.16.13 Prognose
5.17 Bronchiektasen
5.17.1 Definition
5.17.2 Epidemiologie
5.17.3 Ätiologie
5.17.4 Klassifikation
5.17.5 Pathogenese
5.17.6 Mikrobiologie
5.17.7 Klinik
5.17.8 Diagnostik
5.17.9 Differenzialdiagnostik
5.17.10 Therapie
5.17.11 Prophylaxe
5.17.12 Prognose
5.18 Bronchitis plastica
5.18.1 Definition
5.18.2 Epidemiologie
5.18.3 Ätiologie und Pathogenese
5.18.4 Klinik
5.18.5 Diagnostik
5.18.6 Differenzialdiagnostik
5.18.7 Therapie
5.18.8 Prognose
5.19 Asthma bronchiale
5.19.1 Einteilung und begriffliche Abgrenzung
5.19.2 Epidemiologie
5.19.3 Auslöser (Trigger)
5.19.4 Pathologie, Pathogenese und Pathophysiologie
5.19.5 Klinische Einteilung
5.19.6 Diagnostik
5.19.7 Differenzialdiagnostik
5.19.8 Asthmatherapie
5.19.9 Komplikationen
5.19.10 Prognose und Heilung
5.20 Chronisch obstruktive Bronchitis (COPD)
5.20.1 Definition
5.20.2 Epidemiologie
5.20.3 Ätiologie
5.20.4 Pathophysiologie
5.20.5 Pulmonale und extrapulmonale Manifestationsformen
5.20.6 Klassifikation des Lungenemphysems
5.20.7 Natürlicher Verlauf
5.20.8 Diagnostik
5.20.9 Differenzialdiagnosen
5.20.10 Komplikationen
5.20.11 Schweregrade
5.20.12 Therapie
5.20.13 Prognose
5.20.14 Häufige praktische Aspekte
Teil IV
6 Interstitielle Lungenerkrankungen
6.1 Grundlagen
6.1.1 Einteilung und Differenzialdiagnostik
6.1.2 Diagnostik
6.2 Idiopathische interstitielle Pneumonien
6.2.1 Klassifikation
6.2.2 Idiopathische Lungenfibrose (IPF)
6.2.3 Idiopathische nicht spezifische interstitielle Pneumonie (NSIP)
6.2.4 Desquamative interstitielle Pneumonie (DIP)
6.2.5 Kryptogene organisierende Pneumonie
6.2.6 Akute interstitielle Pneumonie
6.3 Exogen allergische Alveolitis
6.3.1 Definition
6.3.2 Klassifikation und Ätiologie
6.3.3 Epidemiologie
6.3.4 Pathologie und Pathogenese
6.3.5 Anamnese und Klinik
6.3.6 Diagnostik und Differenzialdiagnosen
6.3.7 Therapie
6.3.8 Verlauf und Prognose
6.4 Sarkoidose
6.4.1 Definition
6.4.2 Epidemiologie
6.4.3 Ätiologie und Pathogenese
6.4.4 Anamnese und Klinik
6.4.5 Diagnostik
6.4.6 Differenzialdiagnosen
6.4.7 Therapie
6.4.8 Verlauf und Prognose
6.5 Medikamentös induzierte und iatrogene Lungenparenchymerkrankungen
6.5.1 Einführung und diagnostische Kriterien
6.5.2 Krankheitsbilder/Reaktionsmuster
6.5.3 Amiodaroninduzierte pulmonale Toxizität
6.5.4 Methotrexat-Pneumonitis
6.5.5 Bleomycinfibrose
6.5.6 Neuere Substanzen
6.5.7 Strahleninduzierte Pneumonitis und Fibrose
6.6 Eosinophilenassoziierte Erkrankungen (EAE)
6.6.1 Definition
6.6.2 Klassifikation
6.6.3 Pathologie
6.6.4 Körperliche Untersuchung
6.6.5 Diagnostik
6.6.6 Diagnostisches Vorgehen
6.6.7 Therapie
6.6.8 Extrinsische eosinophile Syndrome
6.6.9 Intrinsische eosinophile Syndrome
6.7 Pulmonale Langerhans-Zell-Histiozytose (PLCH)
6.7.1 Definition
6.7.2 Klassifikation
6.7.3 Epidemiologie
6.7.4 Pathologie und Pathogenese
6.7.5 Anamnese und Klinik
6.7.6 Diagnostik
6.7.7 Differenzialdiagnose
6.7.8 Therapie
6.7.9 Verlauf und Prognose
6.8 Pulmonale Lymphangioleiomyomatose (LAM)
6.8.1 Definition
6.8.2 Epidemiologie
6.8.3 Ätiologie und Pathogenese
6.8.4 Anamnese und Klinik
6.8.5 Diagnostik
6.8.6 Differenzialdiagnosen
6.8.7 Therapie
6.8.8 Prognose
6.9 Pulmonale Alveolarproteinose (PAP) und pulmonale alveoläre Mikrolithiasis (PAM)
6.9.1 Pulmonale Alveolarproteinose (PAP)
6.9.2 Pulmonale alveoläre Mikrolithiasis (PAM)
6.10 Idiopathische Lungenhämosiderose (Morbus Ceelen)
6.10.1 Definition
6.10.2 Epidemiologie
6.10.3 Anamnese und Klinik
6.10.4 Diagnostik
6.10.5 Therapie
6.10.6 Verlauf und Prognose
7 Infektiöse Lungenerkrankungen
7.1 Pneumonien
7.1.1 Klinische Herausforderung
7.1.2 Ambulant erworbene Pneumonie („community acquired pneumonia“, CAP)
7.1.3 Nosokomiale Pneumonie („hospital-acquired pneumonia“, HAP, „ventilator-associated pneumonia“, VAP)
7.1.4 Pneumonien bei Immunsuppression
7.2 Tuberkulose
7.2.1 Definition
7.2.2 Epidemiologie
7.2.3 Krankheitsformen und Nomenklatur
7.2.4 Infektion
7.2.5 Organmanifestation
7.2.6 Diagnostik
7.2.7 Infektiosität
7.2.8 Therapie
7.3 Nicht-tuberkulöse Mykobakteriosen
7.3.1 Definition
7.3.2 Einteilung der NTM
7.3.3 Epidemiologie
7.3.4 Infektion
7.3.5 Klinik
7.3.6 Diagnostik
7.3.7 Therapie
8 Bronchopulmonale Tumoren
8.1 Grundlagen
8.1.1 Epidemiologie
8.1.2 Ätiologie
8.1.3 Pathogenese
8.2 Definition und Einteilung
8.2.1 Definition
8.2.2 Histopathologie und molekularpathologische Klassifikation
8.2.3 Stadieneinteilung (Staging)
8.3 Klinik des Bronchialkarzinoms
8.3.1 Symptomatik
8.3.2 Paraneoplastische Syndrome
8.3.3 Prognose
8.3.4 Früherkennung
8.4 Diagnostik und Differenzialdiagnostik
8.4.1 Diagnostik
8.4.2 Diagnostik beim solitären Lungenrundherd
8.4.3 Vorgehen bei fehlender histologischer Klärung
8.4.4 Differenzialdiagnosen
8.5 Therapie des Bronchialkarzinoms
8.5.1 Einleitung und Therapieprinzipien
8.5.2 Stadienabhängige Therapie des nicht kleinzelligen Bronchialkarzinoms
8.5.3 Stadienabhängige Therapie des kleinzelligen Bronchialkarzinoms
8.5.4 Therapie des Karzinoids
8.5.5 Therapie lokaler Komplikationen
8.5.6 Best supportive Care
9 Erkrankungen der Pleura
9.1 Klinische Herausforderung
9.2 Grundlagen
9.2.1 Definition
9.2.2 Epidemiologie
9.2.3 Anatomie und Physiologie
9.2.4 Normalwerte der Pleuraflüssigkeitsparameter
9.2.5 Ätiologie und Pathogenese
9.2.6 Einteilung
9.2.7 Klinik
9.2.8 Diagnostik
9.2.9 Generelle therapeutische Maßnahmen
9.3 Spektrum der Pleuraerkrankungen
9.4 Pleuraerguss
9.4.1 Definition
9.4.2 Ätiologie
9.4.3 Einteilung der Pleuraergüsse
9.4.4 Anamnese
9.4.5 Körperliche Untersuchung
9.4.6 Diagnostik
9.4.7 Differenzialdiagnosen
9.4.8 Therapie
9.4.9 Verlauf und Prognose
9.5 Idiopathischer Pleuraerguss (IPE)
9.5.1 Definition
9.5.2 Epidemiologie
9.5.3 Ätiologie
9.5.4 Diagnostik
9.5.5 Therapie
9.6 Chylothorax und Pseudochylothorax
9.6.1 Definition
9.6.2 Ätiologie
9.6.3 Diagnostik
9.6.4 Differenzialdiagnostik
9.6.5 Therapie
9.7 Urinothorax
9.7.1 Definition
9.7.2 Diagnostik
9.7.3 Therapie
9.8 Pleuraempyem
9.8.1 Definition
9.8.2 Epidemiologie
9.8.3 Ätiologie
9.8.4 Erregerspektrum
9.8.5 Pathogenese
9.8.6 Symptomatik
9.8.7 Diagnostik
9.8.8 Differenzialdiagnostik
9.8.9 Therapie
9.8.10 Verlauf und Prognose
9.9 Pleuritis tuberculosa, Pleuratuberkulose (Tbc, Tb)
9.9.1 Definition
9.9.2 Diagnostik
9.9.3 Therapie
9.10 HIV-assoziierter Pleuraerguss
9.10.1 Definition
9.10.2 Ätiologie
9.10.3 Klinik
9.10.4 Therapie
9.11 Kollagenosenassoziierte Pleuropathie
9.11.1 Definition
9.11.2 Rheumatoide Arthritis
9.11.3 Systemischer Lupus erythematodes (SLE)
9.12 Benigne Asbestpleuritis
9.12.1 Definition
9.12.2 Epidemiologie
9.12.3 Klinik
9.12.4 Diagnostik
9.12.5 Differenzialdiagnostik
9.12.6 Berufskrankheit
9.13 Medikamentenassoziierte Pleuropathie
9.13.1 Definition
9.13.2 Ätiologie
9.13.3 Pathogenese
9.13.4 Klinik
9.13.5 Diagnostik
9.13.6 Therapie
9.14 Gefesselte Lunge („Trapped Lung“)
9.14.1 Definition und Ursache
9.14.2 Ätiologie
9.14.3 Pathophysiologie
9.14.4 Klinik
9.14.5 Diagnostik
9.14.6 Therapie
9.15 Benigne pleurale Raumforderungen
9.15.1 Definition
9.15.2 Pleuraschwielen
9.15.3 Pleuraplaques
9.15.4 Fibrothorax
9.15.5 Benigne Pleuratumoren
9.16 Maligne Pleuratumoren
9.16.1 Metastasen
9.16.2 Maligne mesenchymale Tumoren
9.16.3 Maligne Lymphome
9.17 Malignes Pleuramesotheliom (MPM)
9.17.1 Definition
9.17.2 Epidemiologie
9.17.3 Ätiopathogenese
9.17.4 Anamnese
9.17.5 Symptomatik
9.17.6 Klinische Manifestation und Tumorausdehnung (Stadieneinteilung)
9.17.7 Körperliche Untersuchung
9.17.8 Diagnostik
9.17.9 Differenzialdiagnostik
9.17.10 Therapie
9.17.11 Nachsorge
9.17.12 Prognose
9.18 Pneumothorax (PTX)
9.18.1 Definition
9.18.2 Epidemiologie
9.18.3 Ätiopathogenese
9.18.4 Formen des Pneumothorax
9.18.5 Anamnese
9.18.6 Klinik
9.18.7 Stadieneinteilung
9.18.8 Diagnostik
9.18.9 Differenzialdiagnosen
9.18.10 Therapie
9.18.11 Verlauf und Prognose
10 Erkrankungen des Mediastinums
10.1 Klinische Herausforderung
10.2 Grundlagen
10.2.1 Anatomische Einteilung des Mediastinums
10.2.2 Mediastinalerkrankungen
10.2.3 Therapie
10.3 Mediastinaltumoren
10.3.1 Grundlagen
10.3.2 Zysten
10.3.3 Thymustumoren (Thymom, Thymuskarzinom)
10.3.4 Lymphome
10.3.5 Teratome
10.3.6 Mesenchymale Tumoren
10.3.7 Andere Tumoren
10.4 Mediastinitis
10.4.1 Akute Mediastinitis
10.4.2 Chronische Mediastinitis
10.5 Mediastinale Pseudotumoren
10.5.1 Grundlagen
10.5.2 Krankheitsbilder
10.5.3 Literatur
11 Erkrankungen des Diaphragmas
11.1 Grundlagen
11.1.1 Anatomie
11.1.2 Ätiologie
11.1.3 Pathophysiologie
11.1.4 Mortalität und Morbidität
11.1.5 Anamnese
11.1.6 Körperliche Untersuchung
11.1.7 Klinik
11.1.8 Diagnostik
11.1.9 Therapie
11.2 Diaphragmale Fehlpositionen
11.2.1 Definition
11.2.2 Ätiologie
11.2.3 Diagnostik
11.2.4 Therapie
11.3 Zwerchfellagenesie
11.4 Zwerchfellhernien
11.4.1 Hiatushernie
11.4.2 Traumatische Zwerchfellhernie
11.5 Zwerchfelltumoren
11.6 Diaphragmitis
11.6.1 Literatur
12 Erkrankungen der Thoraxwand
12.1 Grundlagen
12.2 Knöcherne Thoraxanomalien
12.2.1 Anomalien des Schultergürtels
12.2.2 Rippenanomalien und ‑frakturen
12.2.3 Anomalien des Sternums
12.2.4 Anomalien der Brustwirbelsäule
12.3 Tumoren der Thoraxwand
12.3.1 Weichteiltumoren
12.3.2 Knochentumoren
12.4 Thoraxwandabszesse
12.5 Funktionsstörungen
12.5.1 Grundlagen
12.5.2 Pickwick-Syndrom (Adipositas-Hypoventilationssyndrom)
12.5.3 Literatur
13 Respiratorische Insuffizienz
13.1 Definition und Pathophysiologie
13.1.1 Hypoxämisches und hyperkapnisches Versagen
13.1.2 Sauerstofftransport
13.1.3 Bedeutung in der Praxis
13.2 Hypoxämisches Versagen
13.2.1 Krankheitsbilder
13.2.2 Klinik
13.2.3 Therapie
13.2.4 ARDS
13.3 Hyperkapnisches Versagen
13.3.1 Pathophysiologie
13.3.2 Krankheitsbilder
13.3.3 Therapie
13.4 Mischformen zwischen hypoxämischem und hyperkapnischem Versagen
13.5 Literatur
14 Kardiopulmonale Erkrankungen
14.1 Klinische Herausforderung
14.2 Akute Lungenarterienembolie
14.2.1 Klinische Herausforderung
14.2.2 Definitionen und Einteilung
14.2.3 Epidemiologie und Mortalität
14.2.4 Risikofaktoren
14.2.5 Ätiologie
14.2.6 Pathogenese und Pathophysiologie
14.2.7 Anamnese und Klinik
14.2.8 Diagnostik
14.2.9 Differenzialdiagnostik
14.2.10 Therapie
14.2.11 Ursachensuche
14.2.12 Prophylaxe
14.2.13 Komplikationen, Verlauf und Prognose
14.3 Pulmonale Hypertonie (PHT)
14.3.1 Definition
14.3.2 Klassifikation
14.3.3 Anamnese und Symptome
14.3.4 Körperliche Untersuchung
14.3.5 Diagnostik
14.3.6 Diagnostisches Vorgehen
14.3.7 Differenzialdiagnostik
14.3.8 Therapie
14.4 Pulmonale venookklusive Erkrankung (PVOD)
14.4.1 Definition
14.4.2 Terminologie
14.4.3 Epidemiologie
14.4.4 Pathophysiologie
14.4.5 Anamnese
14.4.6 Symptomatik
14.4.7 Körperliche Untersuchung
14.4.8 Diagnostik
14.4.9 Differenzialdiagnostik
14.4.10 Therapie
14.4.11 Prognose
15 Schlafbezogene Atmungsstörungen
15.1 Klinische Herausforderung
15.2 Grundlagen
15.3 Obstruktives Schlafapnoe-Syndrom
15.3.1 Definitionen und Einteilung
15.3.2 Epidemiologie
15.3.3 Risikofaktoren
15.3.4 Ätiologie
15.3.5 Pathogenese und Pathophysiologie
15.3.6 Anamnese und Klinik
15.3.7 Diagnostik
15.3.8 Differenzialdiagnostik
15.3.9 Therapie
15.3.10 Prophylaxe
15.3.11 Komplikationen, Verlauf und Prognose
15.3.12 Mortalitätsrisiko
15.3.13 Gutachterliche Aspekte
15.4 Schlafbezogene Hypoventilation
15.4.1 Definitionen und Einteilung
15.4.2 Epidemiologie und Mortalität
15.4.3 Risikofaktoren
15.4.4 Ätiologie
15.4.5 Pathogenese und Pathophysiologie
15.4.6 Anamnese und Klinik
15.4.7 Diagnostik
15.4.8 Differenzialdiagnostik
15.4.9 Therapie
15.4.10 Prophylaxe
15.4.11 Komplikationen, Verlauf und Prognose
15.5 Zentrale Schlafapnoe
15.5.1 Definitionen und Einteilung
15.5.2 Epidemiologie und Mortalität
15.5.3 Risikofaktoren
15.5.4 Ätiologie
15.5.5 Pathogenese und Pathophysiologie
15.5.6 Anamnese und Klinik
15.5.7 Diagnostik
15.5.8 Differenzialdiagnostik
15.5.9 Therapie
15.5.10 Prophylaxe
15.5.11 Komplikationen, Verlauf und Prognose
16 Lungen- und Thoraxverletzungen
16.1 Klinische Herausforderung
16.2 Grundlagen
16.2.1 Definition
16.2.2 Anatomie
16.2.3 Physiologische Funktion des Thorax
16.2.4 Epidemiologie
16.2.5 Letalität
16.2.6 Formen und Ätiologie
16.2.7 Verletzungsmuster
16.2.8 Pathophysiologie
16.2.9 Schweregrad
16.2.10 Komplikationen des Thoraxtraumas
16.2.11 Symptomatik
16.3 Diagnostik
16.3.1 Primärdiagnostik
16.3.2 Sekundärdiagnostik
16.3.3 Klinische Diagnostik
16.3.4 Weiterführende technische Diagnostik
16.4 Erstmaßnahmen und Therapie
16.4.1 Stabilisierung der Vitalfunktionen
16.4.2 Medikation
16.4.3 Wundversorgung/Wundbehandlung
16.4.4 Transport und Überwachung des Patienten
16.4.5 Situationen und Maßnahmen am Unfallort
16.4.6 Therapie von Organverletzungen
16.4.7 Prognose
16.5 Traumatische Erkrankungen
16.5.1 Rippenfrakturen
16.5.2 Instabiler Thorax bei Rippenserienfraktur („Flail Chest“, Dreschflegel-Thorax)
16.5.3 Pneumothorax
16.5.4 Spannungspneumothorax
16.5.5 Mediastinalemphysem
16.5.6 Hämatothorax
16.5.7 Spannungshämatothorax
16.5.8 Hämatopneumothorax
16.5.9 Lungenkontusion
16.5.10 Myokardkontusion (Contusio cordis)
16.5.11 Herzbeuteltamponade
16.5.12 Herzkontusion
16.5.13 Ruptur der Aorta thoracica
17 Pulmonale Manifestationen extrapulmonaler Systemerkrankungen
17.1 Klinische Herausforderung
17.2 Grundlagen
17.2.1 Einteilung
17.2.2 Klinik
17.2.3 Diagnostik
17.3 Kollagenosen
17.3.1 Rheumatoide Arthritis
17.3.2 Systemischer Lupus erythematodes
17.3.3 Sjögren-Syndrom
17.3.4 Polymyositis/Dermatomyositis
17.3.5 Anti-Jo-1-Syndrom (Anti-Synthetase-Syndrom)
17.3.6 Systemische Sklerose (Sklerodermie)
17.3.7 Mischkollagenose
17.3.8 Ankylosierende Spondylitis (Morbus Bechterew)
17.3.9 Relapsing-Polychondritis
17.4 Granulomatose mit Polyangiitis und andere Vaskulitiden
17.4.1 Granulomatose mit Polyangiitis (GPA)
17.4.2 Mikroskopische Polyangiitis
17.4.3 Churg-Strauss-Syndrom
17.4.4 Riesenzellarteriitis
17.4.5 Takayasu-Arteriitis
17.4.6 Kutane leukozytoklastische Angiitis
17.4.7 Purpura Schönlein-Henoch
17.4.8 Morbus Behçet
17.4.9 Nekrotisierende sarkoidale Granulomatose
17.4.10 Goodpasture-Syndrom
17.4.11 Lymphomatoide Granulomatose
17.5 Sonstige Systemerkrankungen
17.5.1 Bronchopulmonale Amyloidose
17.5.2 Primäre Ziliendyskinesie
17.5.3 Entzündliche Darmerkrankungen
17.5.4 Neurofibromatose
17.5.5 IgG4-assoziierte sklerosierende Erkrankung
17.5.6 Literatur
Teil V Spezielle Aspekte
18 Arbeitsmedizinische Aspekte in der Pneumologie
18.1 Klinische Herausforderung
18.2 Arbeitsschutz
18.3 Arbeitsbedingte Erkrankungen – Berufskrankheiten
18.4 Grenzwerte in der Arbeitsmedizin
18.5 Berufsbedingte Bronchitis
18.6 Berufsbedingtes Asthma bronchiale
18.7 Berufsbedingte chronisch obstruktive Bronchitis/Lungenemphysem
18.8 Anorganische Pneumokoniosen
18.9 Organische Pneumokoniosen
18.10 Berufsbedingte Tumorerkrankungen
18.11 Berufsbedingte pleurale Veränderungen
18.12 Berufsbedingte Infektionskrankheiten der Lunge
18.13 Praktisches Vorgehen beim Verdacht auf eine Berufskrankheit
18.14 Begutachtung
18.14.1 Literatur
18.14.2 Internetadressen
19 Pneumologische Erkrankungen während der Schwangerschaft
19.1 Klinische Herausforderung
19.2 Physiologische Veränderungen während der Schwangerschaft
19.3 Krankheitsbilder
19.3.1 Lungenembolie
19.3.2 Lungenödem
19.3.3 Asthma bronchiale
19.3.4 Pneumonie
19.3.5 Tuberkulose
19.3.6 Pleuraerkrankungen
19.3.7 Interstitielle Lungenerkrankungen
19.3.8 Zystische Fibrose
19.3.9 Pulmonale Hypertonie
19.3.10 Obstruktives Schlafapnoe-Syndrom
19.3.11 Bronchialkarzinom
19.4 Medikamente in der Schwangerschaft
19.4.1 Pharmakologie
19.4.2 FDA-Risikoklassifizierung
19.4.3 Antiasthmatika
19.4.4 Antitussiva und Expektoranzien
19.4.5 Antiallergika
19.4.6 Antikoagulanzien
19.4.7 Antibiotika
19.4.8 Antituberkulöse Medikamente
19.4.9 Virostatika
19.4.10 Immunsuppressive und immunmodulatorische Therapie
19.5 Ionisierende Strahlen
19.6 Impfungen
19.6.1 Literatur
20 Lungentransplantation
20.1 Klinische Herausforderung
20.2 Grundlagen
20.2.1 Häufigkeit von Lungentransplantationen
20.2.2 Lung Allocation Score
20.2.3 Klinische Bedeutung der Lungentransplantation
20.3 Indikationen und Kontraindikationen
20.3.1 Indikationen der Lungentransplantation
20.3.2 Kontraindikationen der Lungentransplantation
20.4 Durchführung der Lungentransplantation
20.4.1 Diagnostik vor Lungentransplantation
20.4.2 Listung
20.4.3 Organverteilung (Allokation)
20.4.4 Lungentransplantationsverfahren
20.4.5 Nachsorge nach Lungentransplantation
20.5 Fazit für die Praxis
20.5.1 Literatur
Teil VI Anhang
21 Anhang
21.1 Klassifikationen
21.1.1 Obstruktive Atemwegserkrankungen
21.1.2 Bronchiale Hyperreagibilität
21.1.3 Ventilationsstörungen
21.1.4 Graduierung einzelner Lungenfunktionsparameter
21.1.5 Säue-Basen-Haushalt
21.1.6 Sonstige
21.2 Klinisch relevante Berechnungsindizes
21.2.1 Berechnung der täglichen Variabilität der Amplitude des PEF-Wertes
21.2.2 Berechnung der täglichen Variabilität des exspiratorischen Spitzenflusses
21.2.3 Berechnung der hypothetischen Dosierung von Omalizumab
21.2.4 Standardisierung des PaO2 bei Hyperventilation
21.2.5 Blutgasanalyse
21.2.6 Berechnung des Body Mass Index
Autorenvorstellung
Anschriften
Sachverzeichnis
Impressum
1 Häufigkeit pneumologischer Erkrankungen
2 Prinzipien der pneumologischen Diagnostik
3 Prinzipien pneumologischer Therapie
Nikolaus Konietzko, Claus Kroegel, Heinz Steveling
Pneumologische Erkrankungen gehören weltweit im Hinblick auf Morbidität und Mortalität zu den häufigsten Krankheiten überhaupt. In der Rangliste der 10 häufigsten, zum Tode führenden Krankheiten befanden sich Ende des 20. Jahrhunderts 4 „große Lungenkrankheiten“: Pneumonie, COPD, Tuberkulose und Bronchialkarzinom► [8], ► [14]. In den kommenden Jahren wird die Inzidenz und Prävalenz pulmonaler Krankheiten noch weiter zunehmen. Bis zum Jahre 2020 werden die Lungenkrankheiten in der Reihenfolge der „großen Killer“ neben den Herz-Kreislauf-Erkrankungen die führenden Positionen einnehmen (COPD auf Platz 3, Pneumonie auf Platz 4, Bronchialkarzinom auf Platz 5, Tuberkulose auf Platz 7) (► Tab. 1.1).
Tab. 1.1
Reihenfolge der 10 weltweit häufigsten, zum Tode führenden Erkrankungen/Ereignisse.
Nr.
Erkrankungen 1990
Erkrankungen 2020
1
Herzkranzgefäßerkrankung
Herzkranzgefäßerkrankung
2
Schlaganfall
Schlaganfall
3
Pneumonie
COPD
4
Durchfallerkrankung
Pneumonie
5
Säuglingssterblichkeit
Bronchialkarzinom
6
COPD
Verkehrsunfall
7
Tuberkulose
Tuberkulose
8
Masern
Magenkrebs
9
Verkehrsunfall
HIV/AIDS
10
Bronchialkarzinom
Suizid
Die Ursachen hierfür sind vielfältig und liegen hauptsächlich
im ungenügenden Erfolg bei der weltweiten Kontrolle von Infektionskrankheiten, wie Pneumonie, Tuberkulose und AIDS,
im zunehmenden Tabakkonsum als der wesentlichen Ursache für COPD und Lungenkrebs,
in der sich ändernden Altersstruktur der Weltbevölkerung mit zunehmender Überalterung.
Global auftretende Seuchen, hervorgerufen durch Bakterien, sowie Pandemien durch Viren stellten immer schon eine Bedrohung für die Menschheit dar. Ein Beispiel bildet die „Spanische Grippe“ (Erreger Influenza Virus A-H1N1), die von 1918–1920 bis zu 50 Mio. Todesopfer forderte. Sie haben aber in unserer zunehmend mobilen Welt eine völlig neue Dimension erhalten. Erinnert sei an die
Influenzawelle der Jahre 2002/2003, von der weltweit 10–20% der Bevölkerung betroffen waren und die allein in Deutschland zu 5 Mio. Grippeerkrankungen, 24000 Krankenhauseinweisungen und 16000 Todesfällen führte,
„Vogelgrippe“ (aviäre Influenza, Virus-Subtyp Influenza A/H5N1), die nach Erhebungen der WHO seit 2003 zwar „nur“ zu 367 bestätigten Todesfällen führte, jedoch 2006 nicht nur in Deutschland eine Welle der Angst verursachte ► [26] und der zur Eindämmung unzählige Geflügelbestände betroffener Tierhalter zum Opfer fielen.
Der mittels der „interkontinentalen“ Mobilität der Menschen möglichen relativ raschen Ausbreitung von Pathogenen stehen die von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) koordinierten Maßnahmen gegenüber. Diese haben aufgrund einer intensivierten internationalen Kooperation in den letzten Jahren an Effizienz zugenommen. Als Beispiel sei an dieser Stelle die Eindämmung der „Severe-acute-respiratory-Syndrome“ (SARS)-Pandemie im Jahre 2002/2003 genannt. Die von der WHO koordinierten globalen Schritte haben zu einer raschen Eindämmung dieser Pandemie geführt ► [2]. Auch bei der Bekämpfung anderer Erkrankungen entstanden globale Initiativen. Beispiele sind die „Global Initiative for Asthma“ (GINA) oder die „Global Initiative for chronic obstructive Lung Disease“ (GOLD). Auf nationaler Ebene kann die Leitlinie der Deutschen Atemwegsliga und der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungstherapie ► [22] oder die koordinierte Initiative gegen den Tabakmissbrauch (Aktionsbündnis Nichtraucher, ABNR) genannt werden.
Hintergrundwissen
Severe acute respiratory Syndrome (SARS)
Bei SARS handelt es sich um eine virale Lungenerkrankung, die sich klinisch als atypische Pneumonie darstellt. Sie wird durch ein bis 2002 unbekanntes Coronavirus verursacht, das als SARS-assoziiertes Coronavirus (SARS-CaV) bezeichnet wird. Die ersten Fälle der Erkrankung traten im November 2002 in der chinesischen Provinz Guangdong auf. Die Erkrankung breitete sich innerhalb kürzester Zeit auf mindestens 24 Länder aus, einschließlich Nord- und Südamerika, Europa und über weite Teile Asiens, bevor sie 2004 eingedämmt werden konnte. Etwa 1000 Menschen starben an der Erkrankung. Die WHO stufte SARS als weltweite Bedrohung ein und koordinierte die Maßnahmen zur Eindämmung der Erkrankung mithilfe des sog. „Global Outbreak Alert and Response Network“ (GORAN), das Informationen aus existierenden Institutionen und Netzwerken verschiedenster Länder zusammenträgt. Auf dieser Grundlage beruhten die WHO-Empfehlungen zum Umgang mit SARS. Seit 2004 sind keine weiteren Fälle von SARS bekannt geworden.
In Deutschland und den meisten Industrieländern haben Lungenerkrankungen epidemiologisch sowie sozioökonomisch einen vergleichbaren hohen Stellenwert. Jeder Zehnte stirbt in Deutschland an einer Erkrankung der Atmungsorgane. Damit nehmen Lungenerkrankungen in der Statistik der Todesursachen hinter den Herz- und Tumorerkrankungen die dritte Position ein (► Abb. 1.1). Die Akzente liegen allerdings stärker auf den tabakinduzierten und weniger auf den infektiösen Erkrankungen (► Tab. 1.2).
Die wichtige sozialmedizinische Bedeutung der Pneumologie zeigen die Statistiken der Berufsgenossenschaften sowie der Kranken- und Rentenversicherungsträger. Hiernach betreffen knapp 60% der erstmals entschädigten Berufserkrankungen die Lunge. Bei den Erkrankungen bereits Verstorbener stehen die durch Asbest induzierten Tumoren von Lunge, Kehlkopf und Pleura im Vordergrund (asbestinduziertes Bronchialkarzinom sowie Pleuramesotheliom). Auch die sozioökonomische Bedeutung von Lungenerkrankungen durch Morbidität und Mortalität ist erheblich. So führen diese nicht nur zu einer früheren Berentung, sondern auch zu einem früheren Tod (vor dem Eintritt ins Rentenalter) als beispielsweise Herzkrankheiten. In gleichem Maße von signifikanter sozioökonomischer Bedeutung sind Lungenerkrankungen als Ursache für Arbeitsunfähigkeit. Sie sind für etwa ein Drittel der beruflichen Ausfälle verantwortlich ► [8].
Abb. 1.1 Anteil der Lungenkrankheiten an der Mortalität in Deutschland im Jahre 2002 (Quelle: ► [8]).
Tab. 1.2
Raucher- und Aussteigerquoten in Deutschland in Abhängigkeit von Alter und Geschlecht (Quelle:
► [12]
).
Alter (Jahre)
Raucher- und Aussteigerquoten
Männer
Frauen
Raucher (%)
Aussteiger (%)
Raucherin (%)
Aussteigerin (%)
18–19
53,7
8,8
48,4
2,8
20–29
47,4
12,1
42,6
14,6
30–39
49,1
27,0
41,0
32,9
40–49
40,4
41,5
30,9
43,3
50–59
31,1
52,6
19,7
46,8
60–69
18,3
72,6
12,0
49,2
70–79
16,3
78,7
10,0
51,2
Insgesamt
37,3
43,1
27,9
35,6
Das Bronchialkarzinom steht bei den „pneumologischen“ Todesursachen mit einem Anteil von mehr als 40% an vorderer Stelle und ist bei Männern der am häufigsten zum Tode führende maligne Tumor. Die bronchialkarzinomassoziierte Mortalität zeigt bei Männern eine moderate Zunahme, während bei Frauen seit Jahren ein deutlicher Anstieg der Mortalität zu erkennen ist. Im Jahr 2002 erlagen der Erkrankung in Deutschland 28724 Männer und 10381 Frauen. Im Jahre 2011 waren es 29627 Männer und 14281 Frauen (► Abb. 1.2). Sollte dieser Trend anhalten, werden im Jahr 2025 mehr als 20000 Frauen am Bronchialkarzinom sterben. Darüber hinaus wird das Bronchialkarzinom bei Frauen, wie bereits in USA der Fall, auch in Deutschland zur Tumorerkrankung mit der höchsten Mortalität „avancieren“.
Abb. 1.2 Lungenkrebs in Deutschland: Absolutzahlen der Todesfälle von 1980–2002 (Quelle: ► [8]).
Die Hauptursache für das Bronchialkarzinom ist das inhalative Zigarettenrauchen. Das Karzinomrisiko korreliert mit der Anzahl der gerauchten Zigaretten. Berufliche Faktoren wie beispielsweise die Asbest- oder Radonexposition sowie andere Kanzerogene wie etwa 6-wertiges Chrom, Nickel oder Siliciumdioxid spielen statistisch gesehen nur eine untergeordnete Rolle. Allerdings steigt das Risiko an einem Bronchialkarzinom zu erkranken bei Exposition mit Asbest mit zunehmendem Tabakkonsum multiplikativ an.
Hintergrundwissen
Effekt von Tabakabusus auf die Lunge
Der Tabakabusus ist eine der wichtigsten Ursachen für die Entwicklung des Bronchialkarzinoms und der mit Abstand häufigste Auslöser einer chronisch obstruktiven Lungenerkrankung (COPD). Zudem ist inhalativer Tabakgenuss mit der Entwicklung interstitieller Lungenerkrankungen assoziiert, wie z.B. der idiopathischen pulmonalen Fibrose (IPF/UIP) und der Langerhans-Zell-Histiozytose. Andererseits finden sich aber auch indirekte Hinweise darauf, dass Rauchen einen protektiven Effekt bei der Entwicklung granulomatöser Entzündungen besitzt ► [15]. Zumindest findet sich bei Personen mit Hypersensitivitätspneumonitis (EAA) oder Sarkoidose ein geringerer Anteil an Rauchern verglichen mit der Allgemeinbevölkerung.
Inzidenz und Mortalität des asbestinduzierten Pleuramesothelioms steigen derzeit in Deutschland und in Europa deutlich an. Berücksichtigt man die Latenz zwischen Exposition und Manifestation der Erkrankung von im Mittel 35 Jahren, lässt sich die weitere Entwicklung recht genau vorhersehen. Es ist wahrscheinlich, dass Mitte des nächsten Jahrzehnts Inzidenz und Mortalität einen Gipfel erreichen ► [8]. Der Rückgang steht mit dem in Deutschland seit 1993 geltenden Verbot der Herstellung und Verwendung von Asbest im Zusammenhang. Ein EU-weites Verbot gilt erst seit 2005, sodass die Inzidenz des asbestassoziierten Mesothelioms auf europäischer Ebene noch für etwa 15 Jahre weiter ansteigen wird, bevor sie langsam wieder abnehmen wird.
Asthma bronchiale (Kap. ► 5.19) gehört zu den Volkskrankheiten, von der allein in Deutschland bis zu 5 Mio. Menschen betroffen sind (5% der Erwachsenen; ca. 10% der Kinder und Jugendlichen) ► [8]. Im Kindesalter ist Asthma die häufigste chronische Erkrankung überhaupt. Die Asthmamortalität, die im Jahr 1980 in Deutschland im internationalen Vergleich mit 5229 Todesfällen noch recht hoch lag, ist in den letzten 25 Jahren rückläufig. Als Ursache hierfür wird die zunehmende Verbreitung der antientzündlichen Basistherapie diskutiert.
Auf globaler Ebene variieren die Zahlen erheblich. Der World Health Survey (WHS) ermittelte auf der Grundlage von 178215 Probanden aus 70 Ländern im Alter von 18–45 Jahren ► [21], die auf einen auf asthmaspezifizierten Fragebogen antworteten, eine globale Prävalenz von 4,3% (Diagnose eines Arztes), 4,5% (Patienten unter antiasthmatischer Therapie) und 8,6% (Patienten mit Giemen). Die Angaben variierten zwischen den verschiedenen Ländern bis zum 21-Fachen. Die höchste Prävalenz fand sich in industrialisierten Ländern (Australien: 21,0%, 21,5% bzw. 27,4%). Nach dieser Studie liegt auch in Deutschland die Prävalenz über dem Durchschnitt (7,6%, 7,5% bzw. 9,2%). Allerdings waren etwa ein Viertel der Befragten aktive Raucher, sodass die Symptome bei einem Teil durch eine COPD verursacht sein dürften.
Der Terminus COPD (Chronic obstructive pulmonary Disease, Kap. ► 5.20) hat sich in den letzten Jahren durchgesetzt und bezeichnet die durch inhalative Noxen (meist Rauchpartikel) ausgelöste chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COLD, „Raucherbronchitis“).
Hintergrundwissen
Global Initiative for obstructive Lung Disease – GOLD-Initiative
Die GOLD-Initiative wurde 1998 ins Leben gerufen (1. Consensus-Report 2001) mit den Zielen,
auf die Bedeutung die COPD aufmerksam zu machen,
auf den verfügbaren wissenschaftlichen Grundlagen Prävention, Diagnostik und Therapie der Erkrankung zu verbessern,
die mit der COPD assoziierten Morbidität und Mortalität zu reduzieren,
die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit der COPD zu stimulieren.
Der erste Consensus-Report erschien 2001, überarbeitete Revisionen 2006 sowie 2011. Während die ersten beiden Consensus-Berichte die COPD aus der Sicht der Krankheitsschwere (vor allem auf dem Boden der Lungenfunktionsstörung) betrachteten, berücksichtigt die aktuelle Revision darüber hinaus den Einfluss der Erkrankung auf den Gesundheitsstatus des Patienten und das Risiko zukünftiger Ereignisse (Exazerbationen, Hospitalisierungen, Tod) bei der Therapie der Erkrankung.
Internet: http://www.goldcopd.org
Wie Asthma zählt auch die COPD zu den Volkskrankheiten und auf globaler Ebene zu den häufigsten Erkrankungen überhaupt. Die Weltgesundheitsorganisation WHO schätzt die Zahl der Erkrankten auf 210 Mio. (Jahr 2007). Nach Prognosen der WHO wird die COPD bis zum Jahr 2020 zu den 3 führenden letalen Erkrankungen gehören (► Tab. 1.1). Die aktuellsten Zahlen zur Entwicklung der COPD in Deutschland gehen von 6,8 Mio. Erkrankungen aus (Jahr 2010). Bis zum Jahr 2030 wird mit einem Anstieg auf 7,9 Mio. Betroffene gerechnet.
Die bisher umfangreichste Studie zur Prävalenz von COPD ist die internationale BOLD-Studie („Burden of obstructive Lung Disease“, ► [6]). In Deutschland (n = 683) wurde bei 13,3% der über 40-Jährigen eine COPD diagnostiziert (7,4% mit leichter und 5,9% mit mittelschwerer bis schwerer Obstruktion GOLD II–IV). Die Daten aus allen 12 beteiligten Ländern (n = 9425) wiesen für die COPD der Schweregrade II–IV eine Prävalenz von 10,1% (11,8% für Männer; 8,5% für Frauen) auf.
Die Pneumonie stellt nach epidemiologischen und sozioökonomischen Gesichtspunkten weltweit ein beträchtliches Problem dar. Schätzungen der WHO beziffern die Zahl der pneumonieassoziierten Todesfälle auf 3–4 Mio. pro Jahr, wobei Kinder und ältere Menschen überproportional beteiligt sind. In Deutschland waren epidemiologische Informationen zur Pneumonie lange Zeit begrenzt. Dank des Kompetenznetzwerks „Ambulant erworbene Pneumonie“ (CAPNET) hat sich die Situation in der Zwischenzeit geändert ► [18]. Im Zeitraum von 2005–2007 wurden pro Jahr jeweils 200000 Patienten mit ambulant erworbener Pneumonie (Community acquired Pneumonia, CAP) registriert, die einer Behandlung im Krankenhaus bedurften. Bei einer Hospitalisierungsrate von 30–50% ► [16] lässt sich auf eine jährliche Inzidenz von 400000 bzw. 600000 Patienten mit CAP schließen. Die Letalität der CAP gilt mit 0,6% (3/538 Patienten) als eher gering ► [3]. Sie nimmt jedoch bei schweren, stationär behandelten Patienten deutlich auf 14% zu und steigt mit zunehmendem Alter noch weiter an ► [11].
Die Zahlen zur Häufigkeit der nosokomialen Pneumonien (Hospital acquired Pneumonia, HAP) werden weniger systematisch erfasst. Nach vorsichtigen Schätzungen ist die Lunge in 20% der pro Jahr auftretenden, etwa 600000 nosokomialen Infektionen beteiligt. Hiernach kommt es in Deutschland zu 120000 Fällen einer nosokomialen Pneumonie. Die Mortalität der nosokomialen Pneumonie ist generell höher als die der ambulant erworbenen Pneumonie, da bei den meisten Patienten Vorerkrankungen bestehen. Sie wird mit 20–25% der Erkrankung angegeben. Bei einer Pneumonie unter maschineller Beatmung (Ventilator-associated Pneumonia, VAP) beträgt sie bis zu 70%. Nach den Angaben des Statistischen Bundesamtes kommt es durch CAP und HAP pro Jahr zu knapp 38000 Todesfällen ► [8].
Epidemiologische Daten zur infektiösen Exazerbation einer COPD (AECOPD) aus Deutschland sind aufgrund der unterschiedlichen Definitionen nicht verlässlich. Die Häufigkeit akuter Exazerbationen wird auf 0,6–2,7 Exazerbationen pro Patient und Jahr geschätzt ► [17]. Bei etwa 7 Mio. COPD-Erkrankungen errechnet sich eine jährliche Inzidenz der AECOPD von 4–18 Mio. Ereignissen.
Die Tuberkulose ist heute neben HIV/AIDS weltweit die häufigste tödliche Infektionskrankheit des Erwachsenen ► [25]. Etwa ein Drittel der Weltbevölkerung ist mit Mykobakterien infiziert (1,6 Mrd. Menschen) und jede Sekunde kommt ein weiterer Fall hinzu. Pro Jahr erkranken knapp 9 Mio. Menschen an Tuberkulose und etwa 1,6 Mio. sterben an der Erkrankung.
Die Inzidenz der Tuberkulose unterscheidet sich erheblich zwischen einzelnen Ländern und Kontinenten. In Europa und Amerika beträgt die jährliche Inzidenz etwa 4 per 100000 Einwohner. In anderen Ländern, wie z.B. in Asien (56% aller Erkrankungen) und Afrika (29%) südlich der Sahelzone, beträgt sie z.T. das 100-Fache. Damit im Zusammenhang stehen die länderabhängigen Unterschiede bei der tuberkuloseassoziierten Letalität.
In Deutschland nimmt die Inzidenz seit 1850 stetig ab (► Abb. 1.3), sodass die Tuberkulose inzwischen zu den seltenen Erkrankungen zu rechnen ist ► [13]. Hierfür dürften die medizinischen Fortschritte ebenso wie die verbesserten sozialen und ökonomischen Verhältnisse, die diagnostischen und therapeutischen Möglichkeiten sowie die etablierte Tuberkulose-Surveillance verantwortlich sein. 2005 und 2006 waren es insgesamt 6045 bzw. 5372 Erkrankungen. In den Jahren 2010 und 2011 wurden noch 4388 bzw. 4317 gemeldete Tuberkulose-Fälle deutscher Staatsbürger (Inzidenz von 5,4 bzw. 5,3) registriert ► [5], ► [20] (► Abb. 1.4). Davon erkrankten 179 Kinder und Jugendliche unter 15 Jahren an Tuberkulose (2009: 142 Fälle; 2010: 160 Fälle), entsprechend einer Inzidenz von 1,7/100000 (2009: 1,3/100000 Kinder; 2010: 1,5/100000 Kinder).
Abb. 1.3 Mortalität an Tuberkulose in Deutschland seit 1750 (Quelle: ► [23]).
Abb. 1.4 Inzidenz der Tuberkulose getrennt nach Kindern und Erwachsenen in den Jahren 2001–2010 (Quelle: ► [5]).
Die Inzidenz bei ausländischen Staatsbürgern betrug 22,1 pro 100000 Einwohner und war damit 6,5-mal so hoch wie in der deutschen Bevölkerung (Inzidenz 3,4 pro 100000 Einwohner). Die Inzidenz der Tuberkulose bei Kindern mit ausländischer Staatsangehörigkeit ist um das 10-Fache höher als bei Kindern deutscher Herkunft (10,0 vs. 1,0). Der Anteil im Ausland geborener Infizierter betrug 39,5%. Sie stammten überwiegend aus der Türkei und einem der Nachfolgestaaten der ehemaligen Sowjetunion (GUS). Bei den im Lande Geborenen erkranken überwiegend ältere Personen (Reaktivierungsneigung bei abnehmender Immunkompetenz), während sich unter den Migranten die Tuberkulose im mittleren Lebensalter manifestiert (Neuinfektionen). Überproportional häufig ist die Tuberkulose bei Obdachlosen sowie Alkohol- und Drogenabhängigen.
Die Lunge ist weiterhin mit großem Abstand das am häufigsten betroffene Organ (► Abb. 1.5). Im Jahr 2011 erkrankten insgesamt 3346 Fälle (79,6%) an einer Lungenmanifestation► [5]. Davon wurde bei 2586 Erkrankungen (Inzidenz 3,2 pro 100000 Einwohner) eine offene und bei 760 Fällen (Inzidenz 0,9 pro 100000 Einwohner) eine geschlossene Form der Lungentuberkulose diagnostiziert (► Abb. 1.6), gefolgt von der Pleuramanifestation (3,6% der Fälle).
Abb. 1.5 Verteilung der Organmanifestation der Tuberkulose bei Erwachsenen (n = 4030) (Quelle: ► [5]).
Abb. 1.6 Zeitlicher Verlauf der Tuberkulose von 2001–2010, Inzidenz pro 100000 Einwohner mit dem jeweiligen Anteil offener und geschlossener Tuberkulose sowie extrapulmonaler Formen (Quelle: ► [5]).
Im Jahr 2011 verstarben 162 Patienten an Tuberkulose (2010: 161 Fälle; 2009: 164 Fälle). Diese Zahl korrespondiert mit einer Mortalität von 0,2 Todesfällen pro 100000 Einwohner (2010: 0,17 pro 100000 Einwohner). Die Letalität in Deutschland lag bei 3,8% (2010: 3,2%) und ist damit vergleichbar der aus dem Jahr 2009 (3,8%).
Hintergrundwissen
„Dunkelziffer“ – nicht diagnostizierte Tuberkulose
Bei der Zahl der gemeldeten Tuberkuloseerkrankungen muss berücksichtigt werden, dass einige Infektionen aufgrund der unspezifischen Symptome nicht diagnostiziert werden und daher die „wahre“ Inzidenz der Tuberkulose höher liegt („Dunkelziffer“). Nach einer Autopsie-Studie aus Deutschland an 926 Fällen der Jahre 1997 und 1998 wurde nur bei einem Drittel die postmortal diagnostizierte Tuberkulose bereits während Lebenszeit gestellt (Quelle: ► [10]).
Im Hinblick auf die Resistenz von Mykobakterien gegenüber antituberkulösen Medikamenten zeichnet sich ein zunehmendes Problem ab. Die Zahl neuer Infektionen einer „Multidrug-resistant“ (MDR)-Tuberkulose weltweit wird von der WHO auf gegenwärtig 500000 pro Jahr geschätzt. Das sind 5,5% aller Neuerkrankungen. Davon ist etwa ein Drittel (150000 Menschen) an der MDR-Tuberkulose verstorben. In einigen Ländern beträgt der Anteil der MDR-Fälle jedoch bereits 20% aller Tuberkulose-Neuinfektionen. Angaben zur Inzidenz der „Extensively Drug-resistant“ (XDR)-Tuberkulose liegen nicht vor. Im Jahr 2010 wurden bereits in 58 Ländern Neuerkrankungen registriert.
In Deutschland ist die Resistenz gegen antituberkulöse Medikamente noch überschaubar. Der Anteil an Mykobakterien, die gegen mindestens eines der 5 Erstrangmedikamente resistent sind (sog. „jegliche Resistenz“), ist von 11,5% im Jahr 2009 auf 12,6% im Jahr 2010 (381 Fälle) zunächst angestiegen und 2011 wieder auf 11,9% (341 Fälle) leicht zurückgegangen ► [5]. Dagegen blieb der Anteil multiresistenter Stämme (MDR-PB-Resistenz gegenüber Isoniazid und Rifampicin) in den letzten Jahren in etwa konstant (2008: 1,6%, 49 Fälle; 2009 2,1%, 63 Fälle; 2010, 1,7%, 52 Fälle; 2011 2,0%, 56 Fälle). Die überwiegende Zahl der an multiresistenter Tuberkulose erkrankten Personen stammte aus den GUS-Staaten.
Hintergrundwissen
Meldepflicht bei Tuberkulose
Tuberkulose gehört zu den Krankheiten, bei denen eine namentliche Meldung an das Gesundheitsamt erfolgt (§6 Meldepflichtige Krankheiten, §7 Meldepflichtige Nachweise von Krankheitserregern). Wie bei allen anderen meldepflichtigen Erkrankungen enthält die seit Januar 2001 gültige (und im Januar 2004 aktualisierte) Falldefinition klinische, epidemiologische und labordiagnostische Kriterien, die eine gemeldete Erkrankung für die anonymisierte Übermittlung vom Gesundheitsamt an die zuständige Landesgesundheitsbehörde und von dort an das Robert-Koch-Institut (RKI) erfüllen muss. Zur Meldung verpflichtet ist der feststellende Arzt bzw. das feststellende Labor.
Nach dem gültigen Infektionsschutzgesetz (IfSG) muss das zuständige Gesundheitsamt innerhalb von 24 Stunden darüber informiert werden. Meldepflichtig sind
die Tuberkulose-Erkrankung,
der Tod durch eine Tuberkulose,
der Nachweis von Mycobacterium tuberculosis aus Sputum, bronchoalveolärer Lavageflüssigkeit oder anderen Körpersekreten,
der Verdacht auf eine Tuberkulose, der zu einer Therapie geführt hat, auch ohne dass die Diagnose mikrobiologisch gesichert werden konnte.
Schlafbezogene Atmungsstörungen mit Obstruktion der Atemwege sind in Deutschland weit verbreitet ► [9]. Etwa ein Viertel der erwachsenen deutschen Bevölkerung schnarcht, bei Kindern sind es 7–8%. Ein obstruktives Schlafapnoe/Hypopnoe-Syndrom findet man bei 2% der Frauen und 4% der Männer im Alter von 30–60 Jahren. Frauen erkranken vornehmlich nach dem Klimakterium. Auch etwa 0,7% aller Kinder haben eine behandlungsbedürftige Schlafapnoe.
Besonderes Interesse findet in den letzten Jahren eine Sonderform der zentralen Schlafapnoe, die Cheyne-Stokes-Atmung. Sie steht im Zusammenhang mit fortgeschrittener Herzinsuffizienz der NYHA (Stadien III und IV) ► [8], bei denen bis zu 50% der Patienten diese Form der schlafbezogenen Atmungsstörung aufweist ► [27].
Generalisierte Lungenparenchymerkrankungen sind vergleichsweise selten. Die häufigste Erkrankung ist die Sarkoidose, die etwa ein Drittel aller Fälle einer generalisierten Lungenparenchymerkrankung ausmacht. Die Prävalenz der Erkrankung in Deutschland wird auf 40/100000 Einwohner, die Inzidenz auf 10/100000 Einwohner geschätzt. Die übrigen zwei Drittel generalisierter Lungenparenchymerkrankungen verteilen sich auf eine heterogene Gruppe interstitieller Lungenerkrankungen, deren Einteilung in den letzten Jahren modifiziert wurde. Zuletzt wurde eine Klassifikation der Erkrankungen im Jahre 2011 durch ein revidiertes ATS/ERS-Statement erstellt ► [19]. Eine deutsche Leitlinie wurde Anfang 2013 veröffentlicht ► [4]. Die größte Bedeutung hat hierbei die idiopathische pulmonale Fibrose (IPF/UIP), deren Inzidenz auf 10 Fälle pro 100000 Einwohner geschätzt wird ► [8]. Andere interstitielle Erkrankungen sind noch seltener. Ihre Diagnose bedarf ebenso wie die der IPF einer interdisziplinierten Beurteilung in spezialisierten Zentren.
Erbliche Krankheiten der Lunge zählen zu den häufigsten angeborenen Stoffwechselerkrankungen überhaupt ► [8]. Zu den wichtigsten gehören die zystische Fibrose (Mukoviszidose) und der homozygote α1-Antitrypsinmangel.
Bei der zystischen Fibrose liegt die Inzidenz bei 1/2500 Neugeborenen, die Häufigkeit von klinisch gesunden Genträgern wird in der Bevölkerung auf 2–5% geschätzt. Bis vor wenigen Jahren starb die Mehrzahl der Betroffenen bereits im Kindesalter. Heute hat ein Kind, das 1990 mit dieser Stoffwechselstörung geboren wurde, eine Chance von gut 90%, das Erwachsenenalter zu erreichen. Im Jahr 2002 lag der Anteil erwachsener Patienten mit zystischer Fibrose bei 48% ► [7].
Die Prävalenz des schweren, homozygoten α1-Antitrypsinmangels mit einem Serumspiegel von < 11 μmol (= 0,8 g/l = 35% des Sollmittelwertes) wird in der europäischen Bevölkerung mit 0,01–0,02% angegeben. Weltweit rechnet man mit 3,4 Mio. Menschen mit einem schweren α1-Antitrypsinmangel (PiZZ, PiSS und PiSZ) und 117 Mio. mit einem leichten, heterozygoten Defekt ► [1]. Bei den meisten der geschätzten 12000 Betroffenen in Deutschland ist der Gendefekt noch gar nicht identifiziert, sie wissen nichts von ihrer Erbkrankheit. Ein Drittel davon dürfte manifest erkrankt sein, wenn auch unter anderer Diagnose, meist unter „COPD“. Das Auftreten eines Lungenemphysems, der häufigsten Folge des schweren α1-Antitrypsinmangels, ist ebenso wie die Lebenserwartung des Betroffenen ganz wesentlich von äußeren Bedingungen abhängig: Nichtraucher beispielsweise haben eine nahezu normale Lebenserwartung, dagegen sterben Raucher im Durchschnitt mit 50 Jahren.
[1] ATS/ERS-Statement. Standards for the diagnosis and management of individuals with alpha-1 antitrypsin deficiency. Am J Respir Crit Care Med 2003; 168: 818–900
[2] Barclay WS, Zambon M. Pandemic risks from bird flu. BMJ 2004; 328: 238–239
[3] Bauer TT, Ewig S, Marre R et al. CRB-65 predicts death from community-acquired pneumonia. J Intern Med 2006; 260: 93–101
[4] Behr J, Günther A, Ammenwerth W et al. Deutsche Leitlinie zur Diagnostik und Therapie der idiopathisch-pulmonalen Fibrose. Pneumologie 2013; 67: 81–111
[5] Brodhun B, Altmann D, Hauer B et al. Bericht zur Epidemiologie der Tuberkulose in Deutschland für das Jahr 2011. Berlin: Robert-Koch-Institut; 2013
[6] Buist AS, McBurnie MA, Vollmer WM et al. BOLD Collaborative Research Group. International variation in the prevalence of COPD (the BOLD Study): a population-based prevalence study. Lancet 2007; 370(9589): 741–750
[7] Dockter GE, Lindemann H, Tümmler B et al. Mukoviszidose. Stuttgart, New York: Thieme Verlag; 2000
[8] Fabel H, Konietzko N, Hrsg. Weißbuch Lunge 2005. Stuttgart: Thieme Verlag; 2005
[9] Fischer J, Raschke F. Kosten-Nutzen-Analyse bei Patienten mit schlafbezogenen Atmungsstörungen. Biomed Technik 2003; 47: 245–251
[10] Forßbohm M, Kropp R, Loytved G et al. Tod an behandlungsbedürftiger Tuberkulose oder an Begleitkrankheiten? Ein Beitrag zur Letalität und Mortalität der Tuberkulose in Deutschland. Pneumologie 2011; 65: 607–614
[11] Höffken G, Lorenz L, Kern W et al. Epidemiologie, Diagnostik, antimikrobielle Therapie und Management von erwachsenen Patienten mit ambulant erworbenen unteren Atemwegsinfektionen sowie ambulant erworbener Pneumonie – Update 2009. Pneumologie 2009; 63: e1–e68
[12] Junge B, Nagel M. Das Rauchverhalten in Deutschland. Gesundheitswesen 1999; 61: 121–125
[13] Loddenkemper R, Diel R, Schaberg T. Tuberculosis – historical development, current status, future prospects. Pneumologie 2010; 64: 567–572
[14] Lopez AD, Murray CC. The global burden of disease, 1990–2020. Nat Med 1998; 4: 1241–1243
[15] Maier LA. Is smoking beneficial for granulomatous lung diseases? Am J Respir Crit Care Med 2004; 169: 893–895
[16] Marrie TJ, Lau CY, Wheeler SL et al. A controlled trial of a critical pathway for treatment of community-acquired pneumonia. CAPITAL Study Investigators. Community-Acquired Pneumonia Intervention Trial Assessing Levofloxacin. JAMA 2000; 283: 749–755
[17] Nowak D, Dietrich ES, Oberender P et al. Krankheitskosten von COPD in Deutschland. Pneumologie 2004; 58: 837–844
[18] Pletz MW, Rohde G, Schütte H et al. Epidemiologie und Erreger bei ambulant erworbener Pneumonie (CAP). Dtsch Med Wochenschr 2011; 136: 775–780
[19] Raghu G, Collard HR, Egan JJ et al. An official ATS/ERS/JRS/ALAT statement: idiopathic pulmonary fibrosis: evidence-based guidelines for diagnosis and management. Am J Respir Crit Care Med 2011; 183: 788–824
[20] Robert-Koch-Institut. Eckdaten zur Tuberkulose in Deutschland für das Jahr 2009. In: Epidemiologisches Bulletin. Nr. 11, März 2011
[21] To T, Stanojevic S, Moores G et al. Global asthma prevalence in adults: findings from the cross-sectional world health survey. BMC Public Health 2012; 12: 204
[22] Vogelmeier C et al. Leitlinie der Deutschen Atemwegsliga und der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungstherapie zur Diagnostik und Therapie von Patienten mit chronisch obstruktiver Bronchitis und Lungenemphysem (COPD). Pneumologie 2007; 61: e1–e40
[23] Weise HJ. Epidemiologie der Infektionserkrankungen in der Bundesrepublik. Die gelben Hefte 1984; 5: 58–69. Quelle: Statistisches Bundesamt Wiesbaden, Gerhard Buchwald, S. 63
[24] WHO. Global Tuberculosis Database; http://www.who.int/tb/country/data/download/en/index.html
[25] WHO. http://www.who.int/tb/publications/2010/factsheet_tb_2010.pdf
[26] WHO. Influenza at the human-animal interface. Summary and assessment as of 15 February 2013. who.int (PDF; 388 kB)
[27] Zeller J, Hetzenecker A, Arzt M. Schlafbezogene Atmungsstörungen bei Patienten mit Herzinsuffizienz: Epiphänomen oder wechselseitige Krankheitsbeeinflussung. Pneumologie 2013; 67: 150–156
Claus Kroegel
Die Diagnostik bildet die Grundlage für jedes medizinische Gebiet. Die hierbei angewendeten diagnostischen Verfahren sind von den anatomischen Gegebenheiten des jeweiligen Organs abhängig und unterscheiden sich dabei grundsätzlich. Selbst die jeder Diagnostik vorangehende Erhebung der Anamnese oder der körperliche Untersuchungsbefund lässt fachspezifische Aspekte erkennen. In diesem Kapitel sollen die Grundlagen der für die Pneumologie wesentlichen diagnostischen Verfahren dargestellt werden. Grundkenntnisse zu allgemein üblichen Verfahren werden dabei vorausgesetzt (z.B. Röntgen-Thorax, EKG etc.).
Auch wenn Struktur und Aufbau der Anamnese in verschiedenen medizinischen Bereichen ähnlich ist, ergeben sich für die Pneumologie einige markante Aspekte, die nachfolgend herausgestellt werden sollen.
Definition Die Anamnese (gr.: Erinnerung) bezeichnet das Erfragen der Vorgeschichte einer Krankheit, meist im Gespräch mit dem behandelnden Arzt. Bei der Anamnese wird die Krankengeschichte in Form eines Gesprächs mit dem Kranken (Eigenanamnese) oder dessen Angehörigen (Fremdanamnese) erfragt. Neben der aktuellen Anamnese (Art, Beginn und Verlauf der aktuellen Beschwerden) lassen sich allgemeine, soziale und biografische Informationen erhalten und vorausgegangene sowie familiäre Krankheiten ermitteln (schwere Erkrankungen/frühere Operationen: Wann? Warum?).
Quellen Die der Anamnese zugrunde gelegten Quellen lassen sich unterteilen in
den Patienten selbst (Eigenanamnese),
Angehörige und/oder Bekannte (Fremdanamnese),
Dokumente (alte Arztbriefe, Röntgenaufnahmen, Lungenfunktion und andere Befunde).
Im Idealfall stehen Informationen aus allen 3 Quellen zur Verfügung. Auch wenn es z.T. zeitaufwendig ist, sollte stets der Versuch unternommen werden, potenziell relevante Befunde anzufordern bzw. einzusehen.
Am Anfang steht die Erfassung der aktuellen Beschwerden, die in aller Regel den Anlass des Arztbesuches darstellen:
Husten
Auswurf (Expektoration)
Dyspnoe
thorakale Schmerzen
Die Leitsymptome werden im Hinblick auf Intensität, Häufigkeit und zeitliche Dimension weiter charakterisiert (s.u.) sowie durch weitere Fragen ergänzt.
Hintergrundwissen
Gliederung der aktuellen pneumologischen Anamnese
aktuelle Beschwerden: möglichst genaue schriftliche Dokumentation der Symptombeschreibung durch den Patienten (z.B. wörtliche Zitate übernehmen)
Leitsymptom: Welches Leitsymptom steht bei den aktuellen Beschwerden im Vordergrund?
ergänzende Leitsymptome: Lassen sich unabhängig von den aktuellen Symptomen und ggf. einem Leitsymptom weitere pneumologische Leitsymptome (Dyspnoe, Husten, Auswurf, Thoraxschmerz) ermitteln?
klärende und vertiefenden Fragen zur Definition des oder der Leitsysmptome
Nebenerkrankungen: aktuelle oder vorbestehende Nebenerkrankungen bzw. ‑symptome
Vorerkrankungen: schwerwiegende/eingreifende Vorerkrankungen (z.B. Tuberkulose, Allergien, Thorax/Lungenoperation, Pleuritis)
Genussmittel: Rauchgewohnheiten, Drogen-, Alkoholabusus
Eine Reihe von relevanten Fragen zur Voranamnese kann bei der Zuordnung der aktuellen Beschwerden hilfreich sein (► Tab. 2.1).
Tab. 2.1
Voranamnestisch relevante Aspekte als mögliche Hinweise für eine aktuelle Lungenerkrankung.
Zu ermittelnder Aspekt
Pneumologische relevante Informationen
frühere Erkrankungen (z.B. Tuberkulose), Traumata, Operationen
Besteht eine mögliche Beziehung zwischen diesen Erkrankungen und den aktuellen Symptomen? (Reaktivierung? Rezidiv?)
Krankheiten in der Kindheit
Lungenkrankheiten, z.B. Giemen? Häufige Infekte?
virale Bronchiolitis des Kleinkindes oder Asthma?
Milchschorf und/oder Heuschnupfen? → allergische Diathese?
schwere Bronchitis/Pneumonie? → Entwicklungsstörung der Lungen (Sywer-James-Syndrom)?
Auftreten und Häufigkeit respiratorischer Infekte (ungefähre/durchschnittliche Zahl pro Jahr)
Antikörpermangelsyndrome (IgG- und IgA-Mangel)?
zystische Fibrose?
α1-Antitrypsin (α1-Proteinase-Inhibitor)-Mangel?
Morbus Osler
frühkindlich erworbene strukturelle Defekte der Lunge (Virusinfekte, Tuberkulose, Bronchiektasen)?
Bestand zu einem früheren Zeitpunkt eine Tuberkulose?
frühkindlich erworbene strukturelle Defekte der Lunge?
aktive bzw. latente Tuberkulose (evtl. Reaktivierung)?
Besteht „störendes“ Schnarchen oder treten Atempausen im Schlaf auf? (Fremdanamnese, Ehepartner)
OSAS
Besteht eine Raucheranamnese? Wenn ja, wie viele Jahre? Jahr des Beginns?
Quantifizierung in „Packyears“: 1 PY = 1 Zigarettenpäckchen (20 Stück)/d × Anzahl der Jahre
COPD/Emphysem
Bronchialkarzinom
Bestehen Hinweise für einen Drogenkonsum (welche?) oder einen (übermäßigen) Alkoholgenuss?
OSAS
HIV-Infektion
Larynxkarzinom
Bestand zu früheren Zeitpunkten eine regelmäßige Einnahme von Medikamenten? Welche? Warum?
pulmonale Vorerkrankungen?
pulmonal-relevante Medikation bei Hypertonus, Herzinsuffizienz und Glaukom (ACE-Hemmer, Betablocker)
Kam es zu vorausgegangenen Hospitalisierungen oder längeren ambulanten Behandlungen? Welche?
Besteht eine mögliche Beziehung zwischen diesen Erkrankungen und den aktuellen Symptomen?
Vergleich mit älteren Befunden
OSAS: obstruktive Schlafapnoe
Fragen zur Familienanamnese können wichtige Informationen liefern (► Tab. 2.2).
Tab. 2.2
Familienanamnestische Hinweise für pulmonale Erkrankungen.
Zu ermittelnder Aspekt
Pneumologische relevante Informationen
Gehäuft familiär auftretende Erkrankungen (akut/chronisch)? Blutungsneigung? Thrombosen?
allergische Diathese?
intrinsisches/extrinsisches Asthma bronchiale?
α1-Antitrypsinmangel?
rezidivierende Thrombosen?
Sind zu einem früheren Zeitpunkt infektiöse Erkrankungen in der Familie/bei Verwandten (akut/chronisch) aufgetreten?
aktive bzw. latente Tuberkulose (evtl. Reaktivierung)?
Sind hereditäre Erkrankungen in der Familie bekannt?
Antikörpermangelsyndrome (IgG-, IgA-Mangel)?
zystische Fibrose?
α1-Antitrypsin (α1-Proteinase-Inhibitor)-Mangel?
Morbus Osler?
rezidivierende Thrombosen?
Tätigkeiten in Beruf und Freizeit sowie der Gebrauch von Genussmitteln können bei der Einschätzung von pulmonalen Erkrankungen wichtig sein (► Tab. 2.3).
Tab. 2.3
Anamnestische Hinweise für pulmonale Erkrankungen aus den Bereichen Beruf, Freizeit, Hobby und Genussmittel.
Zu ermittelnder Aspekt
Pneumologische relevante Informationen
Besteht oder bestand Kontakt mit Dämpfen, Stäuben, Asbest, Chemikalien, Verbrennungsrauch?
Silikose?
Schweißerlunge?
Asbestose?
Reactive Airways Distress Syndrome (RADS)?
unspezifische chronische Bronchitis?
BOOP?
allergisches Asthma und Isozyanidasthma?
Berylliose?
Liegt möglicherweise eine zeitliche bzw. örtliche Beziehung zwischen Symptomen und beruflicher oder anderen Tätigkeiten vor (Wochentage, Wochenende, Freizeitbeschäftigung, im Urlaub)?
exogen allergische Alveolitis?
berufsassoziiertes Asthma bronchiale?
Beschwerden bei körperlichen Belastungen des Berufs oder in der Freizeit (z.B. Tätigkeiten in großer Höhe, beim Tauchen etc.)?
bronchiale Hyperreagibilität mit Husten und Dyspnoe (Asthma bronchiale)?
Besteht ein signifikanter chronischer Nikotinabusus?
Bronchialkarzinom?
COPD/Emphysem?
respiratorische Bronchiolitis (RB-ILD/DIP)?
Histiozytose X (Langerhans-Zell-Histiozytose)?
Hierzu gehören vor allem folgende Fragen (► Tab. 2.4):
Aufenthalt in Regionen erhöhter Erregerresistenz (Osteuropa, Spanien: Pneumokokkenresistenz!)
übertragbare, regional auftretende Erkrankungen (Nordamerika: Legionellose, pathogene Pilze; Afrika, Subtropen und Tropen: Tropenkrankheiten; Türkei: Echinokokkose)
Tuberkulin-Reagibilität (Beurteilung des Tuberkulin- bzw. Mendel-Mantoux-Tests (PPD) (Voruntersuchung? → Konversion, zeitlicher Rahmen?)
BCG-Impfung (Zeitpunkt, vor wie vielen Jahren?)
Ergebnis eines ELI-Spot (Enzyme linked Immuno Spot Technique) Bluttests: ELI-Spot oder Quantiferon-Untersuchung?
Impfungen gegen respiratorische Infekte (Pneumokokken, Haemophilus influenzae, Influenza-Virus)
► Tab. 2.4 führt die wesentlichen Komponenten und Aspekte der pneumologischen Anamnese mit den assoziierten Krankheiten zusammen.
Tab. 2.4
Wesentliche Komponenten der pneumologischen Anamnese.
Art der Anamnese
Spezielle Angaben
Mögliche Erkrankungen
Aktuelle Anamnese (primärer Grund der Konsultation)
Dyspnoe
akut (< 4 Wochen)
akute Lungenembolie
akute Herzinsuffizienz (Myokardinfarkt)
chronisch (> 4 Wochen)
chronisch rezidivierende Lungenembolien (Kap. ► 4.5, ► Tab. 4.25, ► Tab. 4.27)
Husten
produktiv vs. nicht produktiv
Bronchiektasen
Virusinfektion der Atemwege
Asthma bronchiale
Auswurf
akut
chronisch
putride vs. hellfarben/glasig
hämorrhagisch
Kap. ► 4.2
Kap. ► 4.3
Thoraxschmerz
akut vs. chronisch
lokalisiert vs. diffus
Kap. ► 4.6
Eigenanamnese
Nikotinabusus (inhalativ)
Wie viele Jahre?
Wie viele Zigaretten pro Tag? (Packungsjahre)
COPD, respiratorische Bronchiolitis (RB-ILD; Kondensatpneumopathie), DIP, Bronchialkarzinom, Langerhans-Zell-Histiozytose, IPF/UIP
Tuberkulose
Pleuraschwarte, Lungenrundherd
respiratorische Infekte
AK-Mangelsyndrom
Bronchiektasen
Schnarchen, Atempausen, Tagesmüdigkeit pulmonale Hypertonie, Polyglobulie
pulmonale Hypertonie
Polyglobulie
Alkohol- und Drogenabusus
Aspiration
HIV
hämatogene Pneumonie
Medikamente
welche, warum, wie lange, ggf. welche Nebenwirkungen
Kap. 6.5
operative Thoraxeingriffe
wann, weshalb, welches Ergebnis?
restriktive Ventilationsstörung
vorausgegangene Röntgenuntersuchungen
wann, weshalb, welches Ergebnis?
Lungenrundherd
Pneumonie
Familienanamnese
hereditäre Erkrankungen
zystische Fibrose
α1-PI-Mangelsyndrom
Morbus Osler
allergische Diathese
zystische Fibrose
α1-PI-Mangelsyndrom
Morbus Osler
Manifestation einer allergischen Sensibilisierung (z.B. allergisches Asthma)
thromboembolische Ereignisse
Thromboembolien, Phlebothrombose, Lungenembolie
familiär übertragbare Erkrankungen
Fälle von Tuberkulose
andere besondere Erreger
Tuberkulose
Mykoplasmenpneumonie
akuter Virusinfekt
Kontakt mit Schafen
Q-Fieber
allergische Erkrankungen
allergische Rhinitis, Sinusitis, Konjunktivitis
Asthma bronchiale
Berufs-/Hobbyanamnese
Assoziation zwischen Symptomen und Tätigkeit
Umgang mit Mehl bzw. Mehlwaren, Blumen
Vogelhaltung, Tierhaltung
Bäckerasthma
Pollenasthma
exogen allergische Alveolitis
Umgang mit Rohbaumwolle, Rohflachs oder Rohhanf (z.B. Hecheln der Rohfasern)
Byssinose („Baumwollfieber“)
Asbest
Pleuramesotheliom, Pleuraergüsse (mit eosinophilen Granulozyten), pulmonal narbige Prozesse
Umgebungserkrankungen am Arbeitsplatz: Blumen (Floristin), chemische Industrie etc.
Umgang mit Blumen, anderen Pflanzen
Umgang mit Stäuben
allergisches Asthma
Umgang mit Dämpfen, Chemikalien
Diisozyanat-Asthma
Reiseanamnese
Osteuropa, Spanien
Penicillinresistenz
Pneumokokkenpneumonie mit Penicillinresistenz
Nordamerika
Legionellen
pathogene Pilze
Legionellose
Mykosen
Afrika, Subtropen und Tropen
Tropenkrankheiten
Malaria
Parasiten
