Königin Orchidee - Dag Schuldig - E-Book

Königin Orchidee E-Book

Dag Schuldig

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Beschreibung

Die Elfenkönigin von Nikolin ist alt geworden. Blumen werden nicht mehr richtig befruchtet, das Gras schmeckt bitter und viele Tiere sind in andere Länder abgewandert. Da beschließt der Ältestenrat einen Machtwechsel. Da die Königin keine eigenen Kinder hat, ist der Rat bei der Tochter ihrer Cousine fündig geworden. Prinzessin Orchidee führte bis dahin ein unbebedarftes Leben und von Politik versteht sie gar nichts. Das einzige, von dem sie seit klein auf fest überzeugt ist und etwas versteht, ist das Elfen-Handwerk. Der Krönungstag vergeht, da steht bereits das Nächste Abenteuer ins Haus. Königin Orchidee ist ein, erotisches Märchen mit vielen politischen Verwicklungen, die ein Elfenreich an den Rand eines Krieges führen. Doch die junge und unerfahrene Königin ist nicht zu unterschätzen.

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Seitenzahl: 273

Veröffentlichungsjahr: 2016

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Dag Schuldig

Königin Orchidee

 

 

 

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Inhaltsverzeichnis

Titel

Vorwort

Krönungstag

Betrug!

König Hekkold der Weise

Ornella I

Hier kommt die Braut

Prinzessin von Nikolin

Kindermord

Blumenau

Kuscheltiere

Opa Belido

Die Wickold-Quelle

Impressum neobooks

Vorwort

Ist eine Elfengeschichte auch etwas für Erwachsene geeignet? Diese Frage stelle ich hier mal in den Raum. Es geht um Politik, Erotik, Intrigen und Magie. Diese Geschichte führt eine recht deutliche Sprache und ist daher für Kinder ungeeignet.

Doch am Anfang stand eine ungeklärte Frage in einem Manga-Forum: ‚Ist es möglich eine Erzählung, um dieses Charakterbild zu schreiben? Ein allgemeines Aufstöhnen um mein Bild war die Folge und man kam zur Antwort ‚Nein’ Trotzig sah ich mir mein Bild an und fragte mich ‚Warum eigentlich nicht?’ Ich begann zu schreiben und verfasste eine reizende Erzählung um den Krönungstag einer jungen Elfe zur Königin ihres Volkes.

Der Krönungstag verging, da stand bereits das Nächste Abenteuer ins Haus.

Königin Orchidee ist ein, erotisches Märchen mit vielen politischen Verwicklungen, die ein Elfenreich an den Rand eines Krieges führen. Doch die junge und unerfahrene Königin ist nicht zu unterschätzen.

Entgegen meiner ursprünglichen Vorstellung, habe ich nun doch die selbstverfasste Fanfiktion „Mirala und die Königin“ als Abschnitt in das Buch einfließen lassen.

Dadurch, dass es einst eine eigenständige Geschichte war, wird dieser Abschnitt einiges wiederholen, was aus der restlichen Geschichte bereits bekannt ist.

Ich überlegte mir, was man in einem Elfenreich wohl lesen könnte? Nichts lag näher, als eine Geschichte, die ich selbst illustrierte. Später wurde es zu einer Begegnung mit jener Elfe erweitert. Die Autorin gab mit Begeisterung ihr Einverständnis.

- +++ -

Krönungstag

Im Lande Nikolin, gleich hinter dem Horizont links, herrscht große Aufregung, denn heut' wird die neue Königin gekrönt. Sie ist eine noch sehr junge, beinahe kindliche Elfe und sehr verspielt, doch ist sie die letzte einer glorreichen Ahnenreihe und so sind auch die Hoffnungen des Elfenvolkes groß.

Währenddessen im Blütenpalast:

"Mirala, was ist das für ein Lärm?" "Prinzessin Orchidee - Ahhh, Du bist ja nackt!", entsetzt sich die Mirala, die Lieblingszofe der Prinzessin. "Natürlich bin ich nackt, ich schlafe immer nackt! Ich fragte, was das für ein Lärm ist? Es ist noch nicht mal Sonnenaufgang und ich kann wegen diesem Krach nicht schlafen.", murrt die Prinzessin schlaftrunken. "Eure Hoheit, Orchdee, Liebes, heute ist doch der Tag Deiner Krönung!" "Ach ja, die Krönung!", mault sie, während sie aus dem zarten Blütenbett steigt. Dabei berühren ihre Füße nur ganz leicht den Boden. Fast schwerelos, schafft sie es doch ins Badezimmer zu schlurfen. Mirala nimmt unter allen Kammerdienern und Zofen eine Sonderstellung ein, weil sie der Prinzessin Lieblingszofe ist. Deswegen duldet sie auch bei ihr- und nur bei ihr diesen freundschaftlichen, liebevollen Ton.

Die Zofe eilt der Prinzessin mit einem durchscheinenden blattgrünen Morgenmantel hinterher. "Prinzessin, Du bist ja immer noch nackt! Dein Morgenmantel!" "Natürlich bin ich nackt, liebste Mirala! Ich will ja auch baden“, lacht sie fröhlich zurück und rennt ins Bad. Wie weggewischt scheint plötzlich die Müdigkeit. Inzwischen hat ein Kammerdiener das königliche Bad eingelassen. Wie es im Elfenpalast so üblich ist, tragen auch die Diener und Zofen durchsichtige Gewänder. Nun, die ganze Dienerschaft ist mit den Prinzessinnen aufgewachsen und kennt sie von klein auf. Höflich hält der königliche Bademeister, der auch das Badewasser vorbereitet hat, die zarte Hand der zierlichen Prinzessin Orchidee. Nachdenklich seift sie sich ein. "Belido", fragt sie ihn, "bin ich schön?" "Eure Hoheit, Ihr seht hinreißend aus." "Keinen Schmus, Belido. Bin ich attraktiv für einen Mann? Du bist doch auch ein Mann und ich konnte keinen Hinweis erkennen, dass ich bei Dir Begehren wecke." "Eure Hoheit...!", empört sich Belido über die Vorwürfe. "Es ist doch wahr, dass man einem Mann schon von weitem Ansehen kann, ob er eine Frau attraktiv findet?", bohrt sie weiter und streichelt neugierig ihre straffen Brüste. "Hoheit, ihr solltet solche Dinge nicht fragen!" "Aber ich bin doch schon 16!", verteidigt sie sich. "Schau mich an, wecke ich ein Begehren bei Dir?", fragt die Prinzessin und posiert in der Badewanne. Das Rosenwasser perlt von ihrer zartgrünen Haut ab. "Nun?", fragt die eher kleine, sehr zierliche Prinzessin. Ihre schön geschwungenen Augen sehen ihn schon fast verärgert an. "Eure Hoheit, ihr seid umwerfend schön." "Das ist keine Antwort auf meine Frage!", ruft sie verärgert. Erschreckt sieht Belido zur Tür. "Du findet mich nicht attraktiv, weil ich nur so klein bin. Du bist viel größer als ich.", schleudert sie ihm aus ihrem sinnlichen Mund entgegen und flattert zornig erregt mit ihren klaren Flügelchen. "Hoheit, ihr seid für eine Elfe euren Alters schon sehr groß - und Prinzessin, ihr weckt in mir großes Begehren! Bitte glaubt mir doch! ...gerade, weil Ihr so klein und zierlich seid." "Nicht weinen, Belido, ich glaube Dir.", sagt Prinzessin Orchidee mit samtener Stimme. Denn gerade in diesem Moment erhält sie ihren Beweis dafür, dass Belido sie von ganzem Herzen begehrt. Denn gerade in diesem Moment, in dem er seine Verliebtheit gestand, hat sich von ihm unbemerkt sein Stab der Lust verhärtet. "Nachdem ich nun Schande über meine Familie, die der Euren seit Anbeginn ohne Tadel gedient hat, gebracht habe, dürft Ihr nun nach Belieben mit mir verfahren, Majestät.", gesteht er dem Mädchen mit erstickender Stimme und erinnert sie an die Macht, die die Prinzessin in Kürze über sein Leben haben würde. "Ich werde mir eine Strafe für euch ausdenken.", spricht sie mit gespielter Theatralik, "Vielleicht nehm’ ich Dich zu meinem Mann!", kichert sie albern und planscht vergnügt im Rosenwasser. „Belido, wie funktioniert das?“, fragt sie ernst und zeigt auf sein Glied. „Mhhh, Hoheit, zuerst müsst Ihr völlig nackt sein. Ihr legt euch in euer Bett und öffnet eure Schenkel weit genug, dass sich euer Gemahl dazwischen legen kann…“ Interessiert, mit leuchtendem Kopf hört sie ihm zu. „Wie unanständig! …und mein Mann…?“ „…euer Gemahl ist auch nackt. Dann gleitet er mit seiner Lustwurzel-, seinem Fruchtknoten zwischen eure Schenkel und dringt in euren königlichen Schoß ein.“ „Hier rein?“ fragt die Prinzessin ihren Diener neugierig und zeigt ohne Scham mit dem Finger auf ihre geschmeidigen Schamblätter. „Ich versteh das nicht… Zeig’s mir!“ „Naja,… Hoheit…!“ „Wasch mich, Belido.“, befiehlt die Prinzessin trocken. „Ja, Majestät.“ Mit sanften Händen seift er ihren zarten Körper ein. Den Rücken, die Schultern, die Arme… als die Achselhöhlen dran sind, pocht sein treues Herz, wie eine Basstrommel so laut; als es darum geht die zarten Brüste der Prinzessin einzuseifen, möchte er zu jubeln beginnen – doch der Anstand verbietet es ihm. Gehorsam steht die Prinzessin auf, damit ihr Bademeister sie auch unten herum einseifen könne. „Belido“, fragt sie neugierig mit zarter Stimme, „Bin ich die erste Frau, die Du nackt siehst?“ „Nein, Hoheit. Ihr seid nicht die Erste. Einst war ich sehr in die Zofe eurer Frau Mutter verliebt und wir waren oft nackt.“ „Ich verstehe. Bin ich so schön wie sie?“ „Prinzessin, ihr seid ein Mädchen – die Zofe eurer Frau Mutter war eine Frau. – Sicher, ihr werdet eines Tages ebenso schön werden.“ Behutsam seift er ihren straffen Bauch ein, dann die Beine… „Fertig, Hoheit“, sagt er, nachdem er den Po eingeseift hat. „Belido, ich muss Dich tadeln – Du hast einige Stellen ausgelassen!“ „Hoheit, Ihr könnt doch nicht…“ „Doch ich kann!“, fährt sie ihm grob ins Wort. Mit diesen Worten öffnet sie ihre Schenkel, damit ihr Kammerdiener bequem zwischen ihre Schenkel geraten kann. Widerwillig macht er sich ans Werk und seift ihre zarten Schamblätter ein. An den Fingerspitzen spürt er ihren Nektar, der wundervoll nach Vergissmeinnicht duftet. Wie verhext verhärtet sich wieder sein Liebesstab. Dabei öffnet Prinzessin Orchidee erneut ihre Schenkel ein Stückchen weiter, damit Belido sie auch zwischen den Blättern waschen könnte. Leidenschaftlich seufzt sie dabei. Auch Belido ist erregt, doch erliegt er seiner Disziplin. Dennoch streichelt er mit einem weichen Badehandschuh zärtlich ihre Schamblätter. Ein Klopfen unterbricht das zärtliche Spiel. „Hoheit, seid ihr soweit?“ „Ja, Augenblick!“ Hastig wäscht die Prinzessin den Seifenschaum ab und steigt mit einem verschwörerischen Grinsen an Belido aus dem Bad.

„War es Dein Werk, Süße, dass Belido’s Rute so riesig wurde?“, fragt Mirala Prinzessin Orchidee mit amüsierter Stimme. Schmunzelnd nickt die Prinzessin. Die Zofe kichert dabei vergnügt. „Du solltest es nicht tun, Liebes. Er hat sich stets unter Kontrolle und ist sehr gewissenhaft, was das angeht.“, erzählt die Zofe der Prinzessin, während sie ein nachtblaues Gewand bereit legt. „Ich habe noch nie gesehen, dass er so unkontrolliert-, derart erregt gewesen sei!“, wundert sie sich, während sie die Elfe zum Frühstück ankleidet.

Nach dem Anziehen geht Orchidee zum Frühstück. „Uh, Obst! Schon wieder Obst!“, schmollt sie missmutig. „Ich möchte wetten, die Menschen…“ „Die Menschen töten Tiere um sie zu essen und wühlen nach Essen in der Erde!“, tadelt die Gouvernante. Nörgelig stochert sie in ihrem Obstteller. „Du duftest ja, Liebling.“, will die Mutter nun doch wissen. „Mutter, ich bin schon 16, das gehört sich doch an seinem Krönungstag so, dass man in Rosenöl badet?“, fragt sie unschuldig. „Nur Rosenöl?“, lacht ihre Mutter, „Belido hatte einiges auszustehen, während Deines Bades, Liebes!“ Zornig fährt Orchidee empor: „Er…er hat gepetzt…?!“ „Nein, Schatz, wir sind uns gerade begegnet und er schien sehr benommen- und verwirrt zu sein. Ganz abgesehen, von…!“, kichert sie nicht ohne Ernst.

„Das solltest Du nicht machen, mein Schatz, den guten Belido so in Verlegenheit zu bringen. Heute zum Sonnenuntergang wirst Du Königin über unser Volk werden. Dieses erfordert einen gewissen Ernst. Außerdem werden Prinzen aus aller Welt hofieren und werden um Deine Hand anhalten.“ Mürrisch setzt sich die Prinzessin wieder, und kaut an einem Apfel. „….MOMENT MAL! Eine Verbindung mit… mit Belido kommt nicht in Frage!“ Ertappt, sieht Orchidee enttäuscht ihre Mutter an. „Er ist ein MENSCH, Du eine ELFE! Sie jagen Tiere, wir beschützen das Leben! Wir haben grünliche Haut, ihre Haut ist bräunlich! Ein Mensch braucht viel mehr als Obst auf dem Teller, um satt zu werden, Du würdest sterben, wenn Du Fleisch äßest...“ „Mutter, ich liebe ihn!“, fährt Orchidee ihrer Mutter ins Wort und erschreckt selbst vor ihren Worten. „Kind, Du weißt ja nicht wovon Du redest!“ Enttäuscht stößt sie den Stuhl um, eilt schluchzend hinaus und flattert dabei eifrig mit ihren Flügelchen.

Die Mutter und die Gouvernante sehen sich seufzend an. „Was soll ich nur tun? Sie wächst mir langsam über den Kopf!“, klagt sie der Gouvernante. „Sie ist 16!“, lacht sie vergnügt. „Ja, 16!“, lacht die Mutter vergnügt und erinnerte sich an ihre eigene Jugend, wie sie die Erwachsenen um den Verstand brachte und die Diener betörte. Auch ihre erste Liebe gehörte einem Menschen und auch sie führte mit ihrer eigenen Mutter dasselbe Gespräch! „Oh, je – 16! Sie haben wohl recht.“, lachte sie amüsiert.

Traurig sitzt Orchidee im Garten, in dem sich zu dieser Morgenstunde Rehe und Hasen tummeln. Unter ihrer Trauer lassen die Blumen, an denen sie vorbei läuft ihre Blätter hängen und das Gras über das sie schwebte wirkt welk. Schluchzend fällt sie auf eine Wiese. Neugierig kommen die Tiere näher, um das traurige Kind zu trösten. Heute Abend werde ich Königin – und um Mitternacht soll die Hochzeit sein! Ich soll einen Prinzen heiraten, den ich nicht liebe!“, weint sie verbittert und umarmt verzweifelt ein Reh. „Nie wieder werde ich die Blumen früh morgens erblühen lassen und abends zur Ruhe schicken“, weint sie laut und tropft auf des Reh’s Fell. Schon bald ist Sonnenaufgang! Schau, das erste Morgenrot!“, ruft sie erstaunt und fängt an zu leuchten. Immer heller leuchtet ihr zarter Körper. Fröhlich läuft sie von Blume zu Blume, gerührt sie, tanzt durch den Garten und erweckt alle Blumen und Pflanzen aus ihrem nächtlichen Schlaf. „Heute früh bin ich noch eine richtige Elfe und kann nicht anders, als vollem Herzens voller Freude den Garten, jede Blume, jeden Strauch im Lande zu erwecken!“ Plötzlich reihen sich dutzende – hunderte anderer Elfen in den fröhlich- leichtfüßigen Tanz der Prinzessin ein und der Garten erwacht- wie auch das ganze Land Nikolin aus der Nacht. Freudig wischt sie die Wolken vom Himmel und der Morgen erwacht in einer Morgenröte, wie sie die Welt noch nie gesehen hat. Und als der Tag anbricht, ist der Garten prächtig wie nie zuvor erblüht und alle Vögel im Land loben ihren Namen und singen Lobeslieder auf Prinzessin Orchidee.

Mirala ist gerade dabei Wäsche in den Wirtschaftsbereich zu bringen, als sie ein leises Weinen hört. Besorgt öffnet sie die eine Kammertür. Zu ihrer Überraschung sitzt dort Belido und schluchzt herzzerreißend. „Unsere Kleine wird heute Abend zur Königin gekrönt und um Mitternacht heiratet meine kleine Orchidee irgendeinen Prinzen. Besorgt nimmt sie ihn in den Arm. „ICH habe sie aufwachsen sehen; hab sie gebadet, seit sie ‚Mama’ sagen kann! DER kennt sie doch nicht!“ „Du liebst sie!“, stellt Mirala fest. „Was denkst Du denn!? Aber unsere Kleine wird heute Nacht heiraten und wird tot unglücklich. Und wenn die Königin unglücklich ist, wird es regnen und Stürmen.“ „Ach Du bist ja süß!“, lacht Mirala. „Das können wir nicht zulassen, dass es immer nur regnet und stürmt.“, und drückt Belido tröstend. „Ich muss weiter. Mach Dir keine Sorgen mehr. Ich denk mir was aus!“, lacht sie aufmunternd und geht.

Auf dem Weg zur Wäscherei überlegt sie sich schon, was man da tun könnte. ‚Ich müsste aus dem treuen Belido einen Prinzen machen!’, reift auf dem Weg zur Wäscherei in Mirala der Gedanke heran. Sofort nachdem sie in der Wäscherei fertig ist, eilt sie in den Garten und kneift geschickt mit den Fingernägeln einige Blätter vom Baum und sammelt zwischen den Blumen die herabgefallenen Blütenblätter auf. Mit ihrer Sammlung läuft sie zu Belidos Quartier, das wie ihres im Prinzessinnen-Trakt des Palastes liegt.

Hastig stößt sie die Tür auf, so dass sich Belido und zwei Waldnymphen, die ihn becircen, mächtig erschrecken. Verschreckt verschwinden die Nymphen im Dunst. „Mirala, kannst Du nicht klopfen? Hast Du eine Ahnung wie viel Mühe es mich gekostet hat, die beiden Nymphen zu rufen?“ „Sie sind nicht die, die Du begehrst!“, verteidigt sich Mirala kurzer Hand. „Ich kann Dir helfen!“ Bei diesen Worten sieht er die Zofe ungläubig an. „Schau, ich habe was mitgebracht. Und damit machen wir einen Elfenprinzen aus Dir!“ Belido versteht und zeigt reges Interesse für Miralas Plan. „Lass uns gleich anfangen!“, ruft er begeistert. „Zuerst, Hoheit, solltet Ihr ein Bad nehmen.“, empfiehlt Mirala und lässt das Wasser ein, in dem sie duftende Rosenblätter verteilt. „Ein schmutziger Bademeister ist schon ein Unding – erst recht, ein schmutziger Prinz!“ Belido zieht rasch seine Kleidung aus und eilt ins Bad, wo die nackte Mirala bereits auf ihn wartet. Verdutzt bleibt er in der Tür stehen und taxiert die Zofe, die er nur mit ihrem Blütengewand kennt und wird rot dabei. „Ich werde euch baden, Hoheit!“, erklärt die Zofe. Irritiert gleitet Belido in die Badewanne und Mirala folgt ihm. Mit sanften Händen wäscht sie seinen straffen Körper und kniet dabei über ihm. Als sie bei seinem Oberkörper angekommen ist, senkt sie ihre Hüfte auf sein immer noch steifes Prachtstück und lässt es in sich eindringen. Erstaunt, sieht er sie an. Doch noch bevor er was sagen kann, legt sie ihm ihren Finger auf die Lippen. „Sag jetzt nichts!“ Wieder beginnt sie den schönen Bademeister, auf ihm sitzend, zu waschen. Dabei bewegt sie ihren ganzen Rumpf – bis hin zu den Hüften, so dass Belido mit seinem Stängel der Lust in ihrer Himmelspforte – auch bei geschlossenen Augen – jede ihrer Bewegungen miterlebt. Die langen Aufwärts- und Abwärts-Bewegungen ihrer pflegenden Hände führen unmittelbar zu Heraus- und Herein-Bewegungen ihres Liebestunnels. Seitwärtsbewegungen wiederum drücken seitlich gegen den Schaft. Genüsslich schließt Belido seine Augen und ergibt sich Mirlas Zärtlichkeiten. Deutlich spürt er ihre vollen Brüste auf seiner Haut. Er kann sich wunderbar entspannen, da hört sie auf und verlässt seine Hüfte. Verwirrt und neugierig öffnet er seine Augen und sieht Mirala, wie sie über ihm steht und sich sorgfältig einseift. Belido genießt den Anblick und lässt seinen Blick über ihren Körper streifen. Rückwärts kniet sie nun über ihm. „Wasch mich bitte!“, bittet sie mit sanfter Stimme. Belido rutscht nach hinten durch und kniet sich hinter sie. Ohne darüber nachzudenken, lässt er seinen feurigen Stab in ihre saftige Hüfte gleiten. Freudig jauchzt Mirala auf und auch Belido lässt sie jede seiner Bewegungen in ihrem Kätzchen miterleben, während er ihren Rücken wäscht. Gewissenhaft und voller Glut auf dem Schaft, wäscht er sie, ihre heiße Mieze streichelnd, ab und genießt die Entspannung und Freude. Er ist Mirala nicht mehr böse, dass sie ihn bei seinem Spiel mit den Nymphen gestört hatte. Seine Gedanken gleiten zu Prinzessin Orchidee, die er so liebt und erinnert sich an das Gefühl ihrer zarten, jungen Haut, da wird er selbst von einem Erguss in ungeahnter Fülle und Hitze überrascht, der mit großer Wucht aus ihm herausgeschossen kommt, dass er fast bewusstlos geworden wäre. Lachend dreht sich Mirala um und leckt auch noch den letzten Rest des Leben spendenden Saftes von seiner Eichel.

Nachdem sich Mirala selbst und Belido abgetrocknet hat, sagt sie zu ihm: „Nun bist Du sauber, um ein Prinz zu werden! Sorgfältig klebt sie die Blätter aus dem Garten mit Honig auf seinen Leib und die Haare und schminkt ihn und schon nach kurzer Zeit, sieht Belido wie verwandelt aus. Doch dauert es noch eine ganze Weile, bis sie freudig verkündet: „Noch die feinen Gewänder, die ich mitbrachte und schon seid ihr ein Prinz!“

„Ich komme später wieder“, sagt sie mit besorgtem Blick aus dem Fenster, denn die Dämmerung neigt sich dem Ende zu. „Und keine Nymphen mehr!“, lacht sie vergnügt, dass ihr Plan wohl gelingen würde, taucht einen Finger in ihren Schoss und leckt ihn mit genüsslichem „Mhhh!“ wieder ab.

Hastig ordnet Mirala noch ihre Kleidung, bevor sie der Prinzessin Gemächer betritt und erschreckt, denn die Prinzessin sitzt wie versteinert vor einem Frisiertischlein und ihre sonst so jugendlich grünlich schimmernde Haut hat braune Flecken. „Hoheit, Herzchen, Du darfst Dich nicht so quälen! Heute ist doch Dein Freudentag!“ „Ach, Mirala! Was ist das für eine Freude, wenn ich den Mann meines Herzens nicht heiraten darf?“, schluchzt sie los und wirft sich in die Arme der Zofe. „Nun beruhige Dich doch mal wieder, sonst wirst Du ganz welk! …und vielleicht ist ein Prinz mit dabei, der Deinem Bademeister ähnlich ist…“ „Ein Prinz, der Belido ähnlich…? Oh, Mirala, Du bist die Beste!“, freut sich die Prinzessin und drückt ihre Zofe überschwänglich. „Dann muss ich mir aber ein Rätsel ausdenken, dass nur er beantworten kann!“ „Es darf aber nicht manipuliert aussehen, sondern jeder muss eine faire Chance bekommen. Du riskierst sonst einen Krieg!“, belehrt Mirala die Prinzessin. „Was? Ja, natürlich!“, entgegnet die Prinzessin aus den Gedanken gerissen.

„Die erste Frage wird heißen: ‚Beklagst Du Dich, wenn Dich eine Rose sticht?’ Natürlich beklagt sich der Richtige nicht und meistert seine Antwort mit viel Humor und Poesie! Denn eine Rose ist etwas Wunderschönes – und kein Grund zu klagen! Als Zweites muss er mich unter zwölf Elfen, die mir zum verwechseln ähnlich sehen, erkennen und mir seine Ehre bekunden. Anschließend werde ich ihn fragen, was das teuerste auf der weiten Welt sei? Die Antwort wird sein: ‚Die Gesundheit von Feld, Wald und Wiese und allen Wesen, die darin Leben.’ Ich möchte kein Elfenreich mit unglücklichen Menschen oder kranken Tieren! Das wäre furchtbar! …Das wird wunderbar, Mirala! Wie werde ich ihn denn erkennen?“ „Prinzessin, er wird genauso husten, wie Du, als Du vor ein paar Jahren so krank warst. Nur wird er es auf seine Aufregung schieben.“ „Du hast immer wunderbare Ideen, Mirala!“, freut sich die kindliche Elfe. „Ich habe ihn schon wunderbar verkleidet. Er sieht schon beinahe wie ein Elf aus.“, schwärmt die Zofe während sie die Prinzessin für das Bankett mit der Königin zurecht macht.

Die kinderlose Königin ist in die Jahre gekommen und senil. Bäume erkrankten, das Gras wurde bitter und Wild wanderte in schönere Länder ab. Immer seltener wurden Blumen genügend bestäubt. Die Katastrophe schien besiegelt. So beschloss der Ältestenrat, eine neue Königin zu krönen. Fündig wurde der Rat bei einer Cousine der Königin. Die Cousine hatte eine Tochter. Ein Mädchen, gerade 16 Jahre, politisch völlig unerfahren, das ihre unbeschwerte Jugend genoss. Das Einzige, von dem sie viel verstand, war das Elfen-Handwerk. Deswegen, und weil sie so unerschütterlich an die Magie der Dämmerung und die Kraft der Jahreszeiten glaubte, wurde sie, Orchidee, vom Rat zur Kronprinzessin erhoben.

„Mirala, werde ich eine gute Königin sein?“ „Herzchen, das liegt an Dir selbst. Ich kenne Dich schon Dein ganzes Leben lang, und bin überzeugt, dass Du eine gute Königin wirst.“

Das Bankett mit der Königin ist ein öffentliches Ereignis. Das Erste, am Krönungstag einer Königin. Die Königin mustert argwöhnisch die junge Prinzessin. „Na ja, Du wirst also meine Nachfolgerin. Ich weiß nicht was sich der Rat dabei gedacht hat. Du bist doch viel zu klein! Und schlecht gekleidet! Unterhältst Du diplomatische Beziehungen zu anderen Ländern?“ „Nein, Tante Magaritta“ Wie ein gieriges Raubtier umkreist sie das Mädchen. „...vor allem möchte ich Dich bitten, mich nicht Tante zu nennen! Ich bin Deine Königin und Du hast mir gegenüber gefälligst die Form zu waren. Deine Haare sind ganz wild! Hat Dich denn niemand frisiert? In Deinem Alter wusste ich, wie ich einer Hoheit entgegenzutreten hatte – und kam nicht einfach so lustlos hereingeschlurft. Deine Augen sind ganz matt! Sicher bist Du kränklich. Nach fremden Sprachen brauche ich ja nicht zu fragen. Bestimmt wirst Du nicht eine kennen! Ich werde mich mit dem Ältestenrat beraten müssen, was dieser Witz zu bedeuten hat, fürchte ich.“ „Majestät, Ich bin frisch frisiert und machte, als ich eintrat einen tiefen Hofknicks. Meine Augen funkeln strahlend hell und ich strotze vor Gesundheit! Außerdem kann ich mit den meisten Tieren des Waldes, der Felder und der Luft reden.“, entgegnet Orchidee der Königin aufgebracht.

„…schön, schön. Nur Dein Betragen bleibt ungebührlich.“

Mit einer schönen Geste öffnet die Königin die Tür zum Speisesaal, in dem sich Gäste aus dem ganzen Land versammelt haben. Prinzessin Orchidee folgt zwei Schritte hinter der Königin. „Kind, pass bitte auf, dass Du nicht auf mein Kleid trittst. Ich habe nicht vor, nackt am Tisch zu erscheinen!“ Ehrfürchtig knickst sie, als sich die Königin setzt und nimmt anschließend am anderen Ende der Tafel platz. Die Vorspeise wird gereicht. Eine atemberaubende Früchtetorte wird aufgefahren. Dazu wird herrlicher Kirschlikör gereicht. „Möchtest Du lieber einen Apfelsaft?“, fragt die Königin gering schätzend mit besorgter Stimme. „Vielen Dank, Majestät, ich bevorzuge den Likör.“ Anmutig, nimmt die Prinzessin von dem Tortenstück und schaut sich interessiert die Gäste an, die sie offenbar wohlwollend beobachteten. Da entdeckt sie auch ihre Mutter unter den Gästen, die ermutigend lächelt. Langsam kommt Orchidee zur Ruhe und zeigt ihr bestes Benehmen. „Was würdest Du dagegen unternehmen, dass es immer weniger Wiesenblumen gibt? Einige Arten sind schon vom Aussterben bedroht.“, fragt die Königin prüfend. „Es ist dringend erforderlich, die Population der bestäubenden Insekten zu erhöhen, die dann bevorzugt die seltenen Blumen anfliegen und dann erst die häufigen Arten. Wespen und Hornissen müssten ermutigt werden, in der Nähe seltener Pflanzen zu siedeln.“, erklärt die junge Prinzessin der Königin mit fester Stimme. „Hornissen? Mit diesen aggressiven Tieren willst Du reden?“ „Sie sind keines Wegs aggressiv, sondern friedlich wie die Bienen!“, verteidigt Orchidee ihren Plan. Ein anerkennendes Raunen ging durch den Saal. Gebieterisch klatscht die Königin in die Hände und sofort kommen die Diener und räumen den Tisch ab. Als Hauptgang wird Kürbissuppe gereicht, zu dem es süßen Apfelwein gibt. „Ist Dir schon aufgefallen, dass die Fische aus dem Süden immer seltener ihren Weg hierher finden?“, nimmt die Königin das Gespräch wieder auf. „Ja, das habe ich gemerkt.“ Prüfend sieht sie ihre Mutter an, die zuversichtlich lächelt, bevor sie fortfährt: „Die Menschen! Die Menschen bauen aus Stein Mauern in den Fluss. Aber ich bin mir sicher, wenn man den Morgen kühler-, mit höherer Luftfeuchtigkeit und mehr Taubildung gestalten würde, wäre das bald kein Problem, denn Feuchtigkeit und Kälte lassen Mauern zerbrechen.“ „Willst Du Dich mit den Menschen anlegen?“, fragte die Königin entsetzt. „Majestät, die Menschen wissen doch gar nichts von uns! Elfen sind für Menschen Märchenwesen! Das hatte mir meine Zofe schon beigebracht, als ich noch ein kleines Mädchen war.“, entgegnet die Prinzessin ihrer Tante. Missmutig löffelt die Königin dabei ihre Suppe. „Gerade die Politik der Duldung führte dazu, dass die Menschen immer mehr Raum beanspruchen. Doch können sie nicht überall sein und wenn wir auf unsere Stärken und Tugenden vertrauen, werden wir siegen.“, erklärt Orchidee kämpferisch und erntet großen Applaus.

Abermals wird der Tisch abgeräumt. Zum Nachtisch wird ein Frucht-Eis serviert.

Schweigend und sichtlich enttäuscht stochert die Königin in ihrem Eis. „Man merkt gleich, dass Du keine geborene Prinzessin bist. Du hast von Diplomatie keine Ahnung und glaubst die Dinge mit chicen Ideen, die das Volk begeistern, lösen zu können. Aber das lernst Du noch. Nur dann wird es zu spät sein, und auf unserer Aue steht so eine Scheußlichkeit! So ein Parkhaus!“, ereifert sich die Königin, „Oder so ein Supermarkt und zwischen den Blumen liegt der Plastikmüll!“ Entsetzen geht durch die Menge. „Kind, wir sehen uns dann auf dem Ball.“ Wortlos erhebt sich die Königin. Auch Orchidee erhebt sich und knickst höfisch, wie überhaupt jeder der Königin Ehre erweist.

Nachdem die Königin gegangen ist, zerstreut sich die Menge. Gäste, die nicht im Palast leben schauen sich das Schloss an oder gehen in den Garten. Freudig kommt der Prinzessin Mutter auf ihre Tochter zugeeilt. „Orchidee, Du warst großartig!“ „Diese alte, vertrocknete Schachtel!“, schimpft die Prinzessin halblaut. Sanft lacht ihre Mutter auf. „Diese Schachtel, ist Deine Königin!“, ermahnt sie. „Och! Zum Glück nicht mehr lange! ‚…Vor allem möchte ich Dich bitten, nicht Tante zu mir zu sagen!’’’, äfft Orchidee die Königin nach, „Ab Morgenfrüh bekommt sie jeden Tag ‚Tante’ um die Ohren gehauen!“, nörgelt das Kind aufgebracht. „Hahaha! - Nein, das ist ungezogen! Die Königin hat ab Mitternacht einen neuen Titel. Und Du, sei so lieb, wirst sie als ‚Ehrwürdige Mutter’ anreden.“, ermahnt sie ihre Mutter amüsiert, doch auch nicht ohne Strenge. „Ehrwür… - Mama! Am liebsten würde ich sie an einer Kette neben meinem Thron platz haben lassen!“ Entrüstet flattert Prinzessin Orchidee mit ihren Flügelchen. Da muss die Mutter doch über ihre aufgebrachte Tochter lachen und nimmt sie liebevoll in die Arme.

In der Zwischenzeit hat sich Mirala zu Belido gesellt und erzählt ihm vom Plan der Prinzessin, den Freiern Rätsel aufzugeben. Interessiert hört er zu. „Rätsel raten kann ich gut. Was sind das für welche?“ „Die Rätsel sind nicht einfach. 1. Frage: ‚Würdest Du Dich beklagen, dass Dich die Rose sticht?’; 2. Vor Dir erscheint 12-mal nebeneinander die Elfenkönigin, doch nur eine ist die Richtige! Und 3.: ‚Was ist das teuerste auf der Welt?’“ „Mehr nicht? Ich würde Orchidee unter Hundert Elfen erkennen! Das teuerste für Sie ist die Gesundheit von Flora und Fauna – und die wahre Liebe. Eine Rose ist wunderschön, da ist ein Bisschen Pieken schnell vergeben.“, erklärt Belido während Mirala ihn gänzlich zum Elfen schminkte. „Achja: Du sollst vor Aufregung husten! Und zwar so, wie die Prinzessin als sie vor paar Jahren schwer krank war.“ „Ah, das kann ich!“, freut sich Belido. „So! So gefällst Du mir!“, lobt sie schließlich ihr eigenes Werk, „Nun muss ich aber auch gleich los. Die Prinzessin wird bald da sein und ich muss sie ja zum Ball zurecht machen!“ Eilig macht sie sich auf den Weg.

Verärgert geht sie in ihre Räume, wo Mirala bereits auf sie wartet um sie für das Bankett umzuziehen. Orchidee versucht sich zu beruhigen und sieht sich die heraus gelegte Kleidung an. „Das sieht ja alles hochoffiziell aus!“ „Das ist es auch! Heute Nachmittag ist der große Empfang. Prinzen werden später ihre Aufwartung machen – und einer…“ „Ja, ja, einen muss ich heiraten!“, mault Orchidee. „Hahaha, das wird nicht so schlimm, wie Du glaubst.“, lacht Mirala vergnügt, während sie die Prinzessin ankleidet. „Du erinnerst Dich an unseren Plan?“ „Ja!“, freut sich Orchidee erleichtert. „So, Süße, Du gehst nun da raus und schlägst diese Bande!“ „Ja, Mirala!“ Mit einem geheimen Handschlag – geheim, weil niemand davon erfahren darf - macht sich Prinzessin Orchidee in einem hinreißenden Blütenkleid auf den Weg in den Ballsaal. Mit jedem Schritt wurde sie leichtfüßiger und anmutiger. Als sie endlich die Tür zum Ballsaal erreicht, ist sie wieder eine Prinzessin voller Würde und Anmut und kein zorniger 16 jähriger Teenager mehr.

Der Zeremonien-Meister öffnete die Tür und ruft „Prinzessin Orchidee von Nikolin!“ Mit einem Mal verstummt der ganze Ballsaal und beobachtet sie, wie sie leichtfüßig, fast schwerelos herein geschwebt kommt. Neugierig betritt die Prinzessin den Ballsaal und sieht sich die vielen Fremden an, die wiederum sie erwartungsvoll ansehen. Würdig begrüßt sie mit einer anmutigen Handbewegung die Gäste und Würdenträger. Sie schreitet auf den Thron zu und verbeugt sich ehrfürchtig vor der Königin, die den Gruß knapp erwidert. Neugierig nimmt Prinzessin Orchidee neben ihrer Mutter platz, als auch schon die Musik einsetzt. Nach einer alten Sitte, muss die Kronprinzessin mit allen jungen Männern tanzen. Es dauert auch nur einen kurzen Augenblick, bis ein hübscher junger Elfen-Mann seine Aufwartung macht. Schmunzelnd schaut sie ihre Mutter an, die ihre Tochter stumm ermutigt. Prinzessin Orchidee erwidert die Verbeugung des jungen Prinzen und nimmt sein Angebot zum Tanz an. So reiht sich ein Prinz an den Anderen, denn zu jeder neuen Musik tanzt sie mit einem anderen. Einer von ihnen sieht irgendwie merkwürdig aus, doch höflich übersieht sie sein lustiges Äußeres. Zweige und Blätter scheinen irgendwie an ihn angeklebt zu sein. Schmunzelnd schaut sie sich den Prinzen an. Die Blätter scheinen aus dem Schlossgarten zu stammen. Plötzlich hustet der Prinz. „Fehlt euch etwas, geschätzter Prinz?“ „Danke, edle Prinzessin, ich bin wohlauf. Ich bin nur so aufgeregt.“ Belustigt schaut sie sich den Prinzen mit verliebten Augen an, etwas verlegen und ruhelos antworteten seine Augen. „Euer Anblick ist so verwirrend. Eure Blätter im Haar, sehen aus, wie die aus unserem Garten.“, gesteht sie ihm verlegen. „Das liegt wohl daran, dass sie aus unserem Garten stammen, Liebes.“ Mit offenem Mund und leuchteten Augen sieht sie den Prinzen an, während ihre Lippen stumm seinen Namen aussprechen. Lächelnd gibt er ihr Zuversicht. Glücklich verliebt schaut sie während des restlichen Tanzes ihren Prinzen an.

Die Musik verstummt und Prinzessin Orchidee nimmt wieder ihren Platz neben dem Thron ein und die Prinzen machten ihre Aufwartung.

Ein junger, etwas pummeliger Mann verbeugt sich vornehm. Gelangweilt lächelt die Prinzessin ihn an. „Der Prinz von Pedolia“, verkündet der Zeremonien-Meister. „Ahhhh!!!“, raunt die Menge. Als nächster verbeugt sich ein langer, dünner Mann auf umständliche Weise. „Der Prinz von Amosen!“ Die Prinzessin kann sich das Lachen kaum verkneifen. Als nächster kommt einer, der schon einpaar Blätter hinter sich streut und das Gelächter auf seiner Seite hat. „Der Prinz von Silok!“ „SILOK? Wo ist Silok?“, fragen die Gäste. Dieser Mann ist hoch gewachsen und gut gebaut. Während er sich verbeugt, brechen einpaar kleine Zweiglein ab. Besorgt schaut sich die Prinzessin den unbekannten Prinzen an. „Also der kommt ja gar nicht in Frage!“, empört sich die Königin.

„Ich freue mich über euer Erscheinen.“, begrüßt die Prinzessin die Prinzen, „so wie Ihr ausseht, könnte jeder König sein.“ Verärgert sieht die Königin zur Prinzessin herüber, die offensichtlich die Fremden verspottet und einen Krieg heraufbeschwört. „Doch wenn einer mein Gemahl werden möchte, muss er drei Rätsel lösen.“ „RÄTSEL??? Wieso bestimmt nicht die Königin den Gemahl?“, wundern sich die Gäste über die junge Prinzessin.

„Die Rätsel sind nicht einfach.“, erhebt Prinzessin Orchidee ihre Stimme, „1. Frage: ‚Würdest Du Dich beklagen, dass Dich die Rose sticht?“ Der Prinz von Pedolia ergreift zuerst das Wort. „Königliche Hoheit, die Rosen sind nicht das Problem – wenn man aufpasst. Dann pieken auch nicht die grässlichen Dornen!“ „Rosen gibt es bei uns keine!“, töhnt der Prinz von Amosen, „Das hat den Vorteil, dass sich kein Elf die Kleidung zerreißt!“ Enttäuscht schaut die Prinzessin die Kandidaten an. „Was sagt ihr, Prinz von Silok?“ Entsetzt, dass dieser Fremde überhaupt gefragt wird, drehen sich die anderen Prinzen zu ihm um. „Nun Prinzessin“, beginnt der Prinz, „Ist es nicht wunderschön, dass sogar die Dornbüsche Rosen tragen?“ Plötzlich bricht der ganze Ballsaal in schallendes Gelächter aus. Sogar die Prinzessin fängt vor lauter Freude an zu leuchten! „Nun, ich danke Euch! Bevor ich nun zum nächsten Rätsel komme, eine Tanzvorführung.“ Sofort eilen 11 Elfen hinein, denen sich die Prinzessin anschließt und einen wundervollen Tanz vorführt; leichtfüßig als würden sie frühmorgens Blumen erwecken. Als sich der Tanz zum Ende neigt, verzaubert die Prinzessin sie unauffällig zu ihren Ebenbildern. Am Ende des Tanzes stehen alle zwölf Elfen in einer Reihe.

„Das zweite Rätsel ist kaum zu lösen, es sei denn der Mann hat ein liebendes Herz. Der Prinz muss unter allen Elfen, die völlig gleich aussehen, die echte Prinzessin herausfinden.“, erklärt die Mutter der Prinzessin.