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Beschreibung

Studienarbeit aus dem Jahr 2016 im Fachbereich Politik - Thema: Frieden und Konflikte, Sicherheit, , Sprache: Deutsch, Abstract: Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit dem Thema: Legitimation von Kriegen oder bewaffneten Konflikten unter ethischer Betrachtung – eine theoretische Studie zu ausgewählten Schwerpunkten entsprechend der Theorie des gerechten Krieges. Kann es Wege geben einen Krieg oder bewaffneten Konflikt zu legitimieren? Im Mittelpunkt stehen dafür ethische und moralische Gesichtspunkte. Die Aktualität der Thematik Krieg und Ethik ist angesichts der globalpolitischen Lage unbestritten. So gut wie täglich konfrontieren uns die Medien mit den Schrecken, den bewaffnete Konflikte, Kriege und Terrorismus in der Welt erzeugen. Gleichzeitig scheint im Alltag jedoch alles seinen gewohnten Gang zu gehen. Wie sollen wir die Tatsache werten, dass Gegenwart von Krieg beinahe zum Alltagsgeschehen geworden ist? Ist diese scheinbare Normalität purer Selbstschutz oder handelt es sich vielmehr um eine Form von Gleichgültigkeit, weil wir uns sicher fühlen? Was passiert mit unseren Werten und Normen, die wir bereits durch unsere Erziehung im Elternhaus und unseren eingeschlagenen Bildungsweg erhalten? Was also gibt uns die Philosophie an die Hand, um eine differenzierte Position zu den derzeitigen kriegerischen Ereignissen zu beziehen, während uns eigentlich meistens die Worte fehlen? Der Mensch scheint sich überwiegend Frieden zu wünschen und gleichzeitig scheint diese Friedliebigkeit stets von Feindseligkeiten bedroht. Gibt es dennoch Wege für einen globalen Frieden oder bleibt das für immer ein utopisches Sehnsuchtsmodell? Wenn wir die vorhergehende Frage mit nein beantworten. Kann es dann Wege geben einen Krieg oder bewaffneten Konflikt zu legitimieren? Dieses sind einige Fragen, die mich in meiner Arbeit leiten werden. Es ist darauf hinzuweisen, dass diese Arbeit auf Grund der Komplexität und der Fülle des Themas keineswegs abschließenden Charakter beansprucht, sondern einen ersten zwangsweise verkürzten Überblick geben will, der aber in einer weiterführenden Arbeit vertieft werden müsste.

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Veröffentlichungsjahr: 2016

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Inhaltsverzeichnis

 

1 Einleitung

2 Definitionsversuch zum empirischen Ereignis Krieg

2.1 Kriegsdefinition nach AKUF

2.2 Bewaffneter Konflikt

3 Die Idee des gerechten Krieges

3.1 Die Lehre vom Gerechten Krieg

3.1.1 Das Recht zum Kriegführen „Ius-ad-bellum“

3.1.2 Die rechtmäßige Kriegsführung Ius-in-bello

3.2 Die Charta der Vereinten Nationen

3.3 Zusammenfassung der Idee vom gerechten Krieg

4 Betrachtung einiger auserwählter Kriege

4.1 Der Erste Weltkrieg - Konflikt ohne Sieger 1914 - 1918

4.2 Der Zweite Weltkrieg

4.3 Der Kosovo Krieg

4.4 Zusammenfassung

5 Bilder des Krieges

5.1 Flucht

5.2 Gewalt gegen die Zivilbevölkerung

5.3 Verwundung

5.4 Tod

6 Resümee

Literaturverzeichnis

 

1 Einleitung

Im Rahmen meines berufsbegleitenden Studiums an der Hochschule Zittau / Görlitz, zum Bachelor of Arts, besteht im 2. Semester im Modul Wirtschaftsethik / Wirtschaftsgeschichte die Aufgabe eine Recherchearbeit zu erstellen. In Form einer schriftlichen Ausarbeitung soll die Arbeit bis Anfang Mai vollendet werden.

Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit dem Thema: „Legitimation von Kriegen oder bewaffneten Konflikten unter ethischer Betrachtung – eine Studie zu ausgewählten Schwerpunkten entsprechend der Theorie des gerechten Krieges.“ Die Themenwahl erfolgte eigenständig.

Die Aktualität der Thematik Krieg und Ethik ist angesichts der globalpolitischen Lage unbestritten. So gut wie täglich konfrontieren uns die Medien mit den Schrecken, den bewaffnete Konflikte, Kriege und Terrorismus in der Welt erzeugen. Gleichzeitig scheint im Alltag jedoch alles seinen gewohnten Gang zu gehen. Wie sollen wir die Tatsache werten, dass Gegenwart von Krieg beinahe zum Alltagsgeschehen geworden ist? Ist diese scheinbare Normalität purer Selbstschutz oder handelt es sich vielmehr um eine Form von Gleichgültigkeit, weil wir uns sicher fühlen? Was passiert mit unseren Werten und Normen, die wir bereits durch unsere Erziehung im Elternhaus und unseren eingeschlagenen Bildungsweg erhalten?

Was also gibt uns die Philosophie an die Hand, um eine differenzierte Position zu den derzeitigen kriegerischen Ereignissen zu beziehen, während uns eigentlich meistens die Worte fehlen? Der Mensch scheint sich überwiegend Frieden zu wünschen und gleichzeitig scheint diese Friedliebigkeit stets von Feindseligkeiten bedroht. Gibt es dennoch Wege für einen globalen Frieden oder bleibt das für immer ein utopisches Sehnsuchtsmodell? Wenn wir die vorhergehende Frage mit nein beantworten. Kann es dann Wege geben einen Krieg oder bewaffneten Konflikt zu legitimieren? Dieses sind einige Fragen, die mich in meiner Arbeit leiten werden.

Es ist darauf hinzuweisen, dass diese Arbeit auf Grund der Komplexität und der Fülle des Themas keineswegs abschließenden Charakter beansprucht, sondern einen ersten zwangsweise verkürzten Überblick geben will, der aber in einer weiterführenden Arbeit vertieft werden müsste.

Die vorliegende Arbeit gliedert sich in fünf Kapitel. Im ersten Kapitel steht die Auseinandersetzung zum empirischen Ereignis Krieg. Es gibt oft unterschiedliche Auffassungen darüber, was Krieg ist. Deshalb ist es wichtig eine Definition für Krieg zu finden.

Das zweite Kapitel beschreibt den „gerechten Krieg“. Hierzu wird ein kurzer historischer Überblick über den “gerechten Krieg” erstellt, um die notwendigen Kriterien seiner Legitimation aufzuzeigen. Anschließend wird die Umsetzung des gerechten Krieges in der UN Charta dargestellt.

Der Hauptteil der Arbeit im Kapitel 3, beschäftigt sich mit 2 Kriegen und 1 bewaffneten Konflikt des 20. Jahrhunderts. Einleitend wird jeweils der Konflikt mit seinen wichtigsten Fakten beschrieben. Wichtig sei zu erwähnen, dass im weiteren Verlauf die historischen Ereignisse in den Hintergrund treten. Im Mittelpunkt stehen dafür ethische und moralische Gesichtspunkte.

2 Definitionsversuch zum empirischen Ereignis Krieg

 

Gewaltsame Auseinandersetzungen zwischen Menschen gab es zu allen Zeiten. Aber würde man einen steinzeitlichen Kampf auch heute noch als Krieg bezeichnen? Definitionen versuchen eine bestimmte Sache so kurz und treffend wie möglich zu beschreiben. Dabei hat man immer mit der Schwierigkeit zu kämpfen, dass die Wirklichkeit sehr viel komplizierter ist, als dass sie sich mit wenigen Sätzen hinreichend beschreiben ließe.

 

Im Falle des Krieges kommt noch hinzu, dass eine Definition nicht zeitlos gültig sein kann, da sich mit den stetigen kulturellen und technologischen Veränderungen auch die Formen der gewaltsamen Konfrontation wandeln. Ein weiteres Problem besteht außerdem darin, dass der Begriff »Krieg« aus politischen Gründen stark umstritten ist.

 

In unserem Kriegsverständnis spielte lange Zeit der Staat die entscheidende Rolle, weil im 18. und 19. Jahrhundert die klassischen Kriege zwischen Staaten der Normalfall waren. Krieg diente damals als ein Mittel zur Durchsetzung von staatlichen Interessen oder, wie der Kriegstheoretiker General Carl von Clausewitz (1780–1831), der im Zeitalter der napoleonischen Kriege über Krieg und Strategie nachdachte, es formulierte: „Die politische Absicht ist der Zweck, der Krieg ist das Mittel.“[1]

 

Mit dem Ende der Ost-West-Konfrontation, die für einen kurzen Augenblick sich als der Beginn eines dauerhaften und stabilen Friedens ausgenommen hatte, wurde der Krieg wieder führbar gemacht.[2] Während der Blockkonfrontation galten innerstaatliche Gewaltkonflikte als Stellvertreterkriege. An die Stelle dieser schon damals fragwürdig gewordenen Erklärung trat danach der Begriff der Neuen Kriege.[3][4]

Sie unterschieden sich, so die Vertreter des Ansatzes, von Staatenkriegen wie von klassischen Bürgerkriegen.[5]

 

Zu den von einigen Wissenschaftlern als neue Kriege bezeichneten Formen zählen Ressourcenkriege, Befriedungskriege und der moderne Terrorismus.