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Pflegende arbeiten sehr körpernah mit Menschen. Sie helfen Patienten beim Waschen und Kleiden, unterstützen sie beim Essen, Trinken und Ausscheiden, lindern Schmerzen, geben Spritzen und legen Verbände an. - Doch welche Vorstellung vom Körper haben Pflegende? Wie gehen sie mit ihm um? Wie wirkt sich das auf Pflegeergebnisse aus? Welche Rolle spielt dabei der Begriff des Leibes? - Am Beispiel des Praxisproblems der Körperbildstörung werden diese und andere Fragen von kompetenten Fachleuten beantwortet. Pflegende begegnen täglich Menschen mit Körperbildveränderungen, einer jungen Frau, die sich einer Mastektomie unterziehen muss, einem älteren Mann, der mit einem Stoma aus dem OP kommt, einem Mann, der einen Schlaganfall erlitten hat. Pflegende treffen dabei auf Menschen, die sich wegen Behinderungen, Erkrankungen und Entwicklungskrisen mit negativ empfundenen Veränderungen ihres Körpers auseinandersetzen müssen, die sie verunsichern und erschüttern. All das vor dem Hintergrund einer Gesellschaft, die dem makellosen, perfekten und attraktiven Körper einen hohen Wert beimisst. Die Autoren des Fachbuchs zur Theorie und Praxis des Körperbildes für Pflege- und Gesundheitsberufe - klären die Konzepte: Körper, Leib, Körperbild sowie Körperbildstörungen und orientieren über deren Bedeutung für die Pflegepraxis - verdeutlichen, wie sich verschiedene Erkrankungen und Behinderungen auf das Körperbild auswirken - beschreiben, wie Amputationen, Bestrahlungen, Chemo- und Hormontherapien sowie Wund- und Stomabehandlungen das Körperbild verändern können Was verbirgt sich hinter dem Begriff der Körperbildes, wie kann sich dieses verändern und was können Pflegende zu dessen Verbesserung bis Körperbildstörungen tun?
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Seitenzahl: 707
Veröffentlichungsjahr: 2016
Körperbild und Körperbildstörungen
Andreas Uschok (Hrsg.)
Programmbereich PflegeBeirat:
Angelika Abt-Zegelin, DortmundJürgen Osterbrink, SalzburgDoris Schaeffer, BielefeldChristine Sowinski, KölnFranz Wagner, Berlin
Andreas Uschok (Hrsg.)
Körperbild und Körperbildstörungen
Handbuch für Pflege- und Gesundheitsberufe
unter Mitarbeit von
Alexander Risse
Andreas Fröhlich
Andrea Schmidt-Jungblut
Anna Katariina Koch
Charlotte Uzarewicz
Daniela Hayder
Erwin Lemche
Ilka Rühl
Hans-Joachim Hannich
Hartmut Remmers
Helga Schlichting
Ingrid Kollak
Jürgen Georg
Manfred Hülsken-Giesler
Martin W. Schnell
Robert Gugutzer
Sara Marquard
Saskia Schuppener
Tanja Legenbauer
Ulrike Buhlmann
Dr. Andreas Uschok (Herausgeber). Dr., Gesundheits- und Krankenpfleger, PflegewissenschaftlerWiesenweg, DE-5 79194 HeuweilerE-Mail: [email protected]
Wichtiger Hinweis: Der Verlag hat gemeinsam mit den Autoren bzw. den Herausgebern große Mühe darauf verwandt, dass alle in diesem Buch enthaltenen Informationen (Programme, Verfahren, Mengen, Dosierungen, Applikationen etc.) entsprechend dem Wissensstand bei Fertigstellung des Werkes abgedruckt oder in digitaler Form wiedergegeben wurden. Trotz sorgfältiger Manuskriptherstellung und Korrektur des Satzes und der digitalen Produkte können Fehler nicht ganz ausgeschlossen werden. Autoren bzw. Herausgeber und Verlag übernehmen infolgedessen keine Verantwortung und keine daraus folgende oder sonstige Haftung, die auf irgendeine Art aus der Benutzung der in dem Werk enthaltenen Informationen oder Teilen davon entsteht. Geschützte Warennamen (Warenzeichen) werden nicht besonders kenntlich gemacht. Aus dem Fehlen eines solchen Hinweises kann also nicht geschlossen werden, dass es sich um einen freien Warennamen handelt.
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Hogrefe AG
Lektorat: Pflege
z.Hd.: Jürgen Georg
Länggass-Strasse 76
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Tel: 0041 31 300 45 00
Fax: 0041 31 300 45 93
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Internet: www.hogrefe.ch
Lektorat: Jürgen Georg, Fabian Bamatter, Ronny Scherwing
Herstellung: René Tschirren
Umschlagabbildung: Jürgen Georg, Schüpfen
Umschlag: Claude Borer, Riehen
Satz: Claudia Wild, Konstanz
Illustrationen: Angelika Kramer, D-Stuttgart (5-1, 13-3, 16-3, 18-1, 18-2)
Druck und buchbinderische Verarbeitung: Finidr s.r.o., Český Těšín
Printed in Czech Republic
1. Auflage 2016
© 2016 Hogrefe Verlag, Bern
(E-Book-ISBN_PDF 978-3-456-95520-9)
(E-Book-ISBN_EPUB 978-3-456-75520-5)
ISBN 978-3-456-85520-2
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Körper und Körperbild – ein paar Gedanken im Vorfeld des Professionellen
Andreas Fröhlich
Bin ich oder habe ich? Sein oder Haben?
Wie verhält es sich denn mit meinem Körper? Bin ich der, der da im großen Spiegel am Morgen vor mir steht?
Aber wenn ich ihn ansehe, dann bin ich doch schon gar nicht mehr er.
Ist dieses Ich, das da schaut, nicht eine andere Instanz, eine, die sich den eigenen Körper im Spiegel oder auch ganz direkt zum Objekt der Betrachtung machen kann?
Hat also mein Ich einen Körper?
Habe ich einen Körper, damit ich mich von einem Ort zu einem anderen bewegen kann, damit ich mich der Körperorgane bedienen kann, die mich sehen, spüren, hören und riechen lassen?
Sitzt das Ich irgendwo da drinnen, im Dunkeln und Stillen, Berührungslosen und bekommt die Welt vom eigenen Körper durchgereicht?
Oder gibt es das Ich nur, weil eben dieser Körper existiert und die Möglichkeit hat, über sich selbst auch nachzudenken?
Die Fragen sind alt, man findet sie schon in der antiken Philosophie, gelöst sind sie bis heute nicht, vielleicht lassen sie sich auch nie lösen.
Aber diese Fragen bestimmen den Umgang mit uns selbst und mit dem eigenen Körper und vor allem den professionellen, pflegerischen Umgang mit dem Körper anderer Menschen.
Mit dem Körper anderer Menschen? Oder einfach mit anderen Menschen?
Sie merken, wenn man einmal begonnen hat, sich die Frage nach Sein oder Haben zu stellen, dann lässt sie einen so schnell nicht mehr los und wir sehen, in wie vielen Situationen wir uns – meist unbewusst – für die eine oder die andere Sichtweise entscheiden.
Zum Glück haben Head und Holmes (1911) den Begriff und die Idee vom «Körperbild»begonnen zu entwickeln. Dieses Wort «Körperbild» und seine dahinterstehende Idee machen es uns leichter, das Dilemma von Haben und Sein zu umgehen. Wir können leichter darüber reden, was für ein Bild wir uns von unserem eigenen oder auch von anderen Körpern machen, was also in unserem Kopf (Gehirn) entsteht, wenn wir einen Menschen(körper) sehen, von ihm reden hören oder ihn uns vorstellen:
hinreißend schön, hässlich, unangenehm, begehrenswert, seltsam, befremdlich …
Wir haben meist ziemlich genaue Vorstellungen vom «erstrebenswerten Körper», ebenso von einem, den wir so nicht schätzen würden. Wir haben Bilder von unserem eigenen Körper im Kopf, wie er ist, wie er einmal war und wie er doch lieber sein sollte.
Dieses Bild vom eigenen Körper, unser Körperselbstbild, entspricht oft nicht dem Körper, wie ihn andere sehen, wie er gemessen und verglichen werden kann. Das Körperselbstbild ist gewissermaßen eigenständig.
Besonders auffällig wird dies bei Menschen, die an Ess-Störungen leiden. Sie kommen sich fett und unförmig vor, obwohl Waage und Maßband etwas ganz anderes zeigen, obwohl Andere einen ganz anderen Eindruck haben. Ihr Körperselbstbild hat sich «selbstständig» gemacht.
Ein wenig betrifft uns das alle: unser Körperselbstbild stimmt oft nicht mit dem Körperfremdbild – das Andere von uns haben – überein. Warum? Wohl, weil wir immer auch unser eigener Körper selbst sind, weil wir uns nie einfach nur als Objekt betrachten können.
Der Körper ist unsere Existenzform in dieser Welt. Menschen ohne Körper gibt es nicht, zumindest sind sie nicht bekannt. Wir wissen nicht, wo wir das Ich ansiedeln können. Heute denken wir an unser Gehirn. Es gab Zeiten, da fand man, das Herz sei der Ort des Ich oder früher noch, es befände sich in der Gegend des Zwerchfells. Das hat dann auch viel mit der Feststellung des Todes zu tun: Wann erlöscht das Ich? Der Hirntod ist ein neuzeitliches Konstrukt, das auch mit unserer Vorstellung vom Körper zu tun hat.
In jedem Fall aber: Ohne einen Körper können wir uns heute kein Ich, keine Person vorstellen. Geister, körperlose Seelen, ein Pneuma – das liegt nicht (mehr) in unserer Vorstellungswelt.
Pflegende begegnen anderen Menschen körperlich: sie berühren, sie bewegen, sie lagern und positionieren, sie waschen, reiben ein, halten und führen. Dabei setzen sie immer auch den eigenen Körper ein – und werden dadurch berührt und spüren dadurch ihre eigene Körperlichkeit.
Pflege kann nicht ohne Körper. Sie braucht die Körper der Pflegenden als «Werkzeug», und ohne den Körper der Patienten wäre Pflege absurd.
Was also liegt näher, als sich pflegefachlich intensiv mit der Idee vom Körper zu beschäftigen. Das ist bislang oft nur sehr einseitig geschehen. Der Patientenkörper als Trägervon Pflegebedürftigkeit –das ist gängige Sichtweise. Auch wenn schon seit längerem vom ganzen Menschen, von einer die Person ins Zentrum stellenden Pflege, die Rede ist, so bleibt es doch meist bei einer im übertragenen Sinne sehr körperfernen und damit körperfremden Pflege.
Dieses Buch könnte Abhilfe schaffen, dem Körper seine ganz eigene Dynamik zurückgeben und dazu beitragen, ihn als Existenzform des Menschen in der Welt ernst zu nehmen.
Andreas Fröhlich
«… erleben wir den Leib, der wir sind,als den Körper, den wir haben.» *
Wer sich als Pflegende/r in Deutschland zum Thema Körperbild informieren möchte, kann sich glücklich schätzen, wenn er oder sie noch ein Exemplar des 1999 von Angelika Zegelin und Jürgen Georg herausgegebenen Bandes «Körperbild und Körperbildstörungen» der britischen Pflegeexpertin Mave Salter ergattert – in der deutschen Pflegeliteratur fehlt bis heute ein Buch zu diesem Thema. Aus zumindest zwei gewichtigen Gründen ist dies kaum nachvollziehbar:
Die Praxisrelevanz ist unübersehbar: Die Patientin, die sich aufgrund einer Brustkrebserkrankung einer Mastektomie unterziehen muss, der junge Mann, der durch eine Rückenmarksverletzung im Rollstuhl sitzt oder derjenige, der nach der Operation auf ein Stoma blicken muss oder die Patientin, die durch eine Essstörung abgemagert in der Psychiatrie aufgenommen werden muss – sie alle müssen sich leider auch mit den äußerlichen Veränderungen ihres Körpers auseinandersetzen. Die negative Veränderung des Körperbildes kann die Betroffenen bis in den Kern ihrer Persönlichkeit in Frage stellen.Die Liste der Betroffenen ließe sich noch verlängern, wie Salter (1999) sehr detailreich darstellt. Die Diagnose eines negativ veränderten Körperbildes spielt damit im Alltag der Pflege eine immer größere Rolle – denn in unserer Gesellschaft wird dem (gesunden und attraktiven) Körper hohe Bedeutung beigemessen.
Damit berühren wir den zweiten wichtigen Grund: Die Pflege hat eine spezifische berufliche Nähe zum Körper, sie ist sozusagen eine «Körperprofession» und der Körper eine Kernkategorie. Kaum eine andere Profession ist zeitlich und räumlich so intensiv, so dicht mit dem menschlichen Körper beschäftigt wie die Pflege. Wir halten die Hand des Patienten zum Trost und zur Ermutigung, wir waschen ihn, wir sind bei ihm, wenn er erbricht, wir führen ab und dringen mit Sonden und Kathetern in ihn ein.In unserer Gesellschaft und damit auch bei Pflegenden dominiert das dualistische Denken, also die Vorstellung von der Existenz zweier voneinander verschiedener Substanzen: Körper (Materie) und Geist (Seele). Hierbei wird der Körper des Menschen als Maschine aufgefasst, die repariert, ersetzt und geformt werden kann. Mit dem Begriff «Leib» anstelle «Körper» aber lässt sich – insbesondere in der deutschen Sprache – ein anderer Blick auf dieses Verhältnis werfen, wie das eingangs angeführte Zitat zeigt.
In der Philosophie hat die Auseinandersetzung mit der Thematik Dualismus, Körper/Geist und Leibbegriff eine lange Tradition. Sie ist eine der philosophischen Grundfragen. Auf den Unterschied zum Begriff der Ganzheitlichkeit kann an dieser Stelle nicht ausführlicher eingegangen werden, siehe hierzu: Richter (1998) und Richter/Saake (1996). In pflegetheoretischen Zusammenhängen gibt es zur Körper-Leib-Debatte erste Beiträge, die sich jedoch bisher wenig mit pflegepraktischen Problemen koppeln konnten.
Aus diesem Zusammenhang entstand die grundlegende Idee und Motivation zu diesem Buch. Am Beispiel des Körperbildes als pflegerelevantem Praxisproblem sollen auch Betrachtungen zu dem dahinter liegendem Körper/Leibbegriff dargestellt werden. Dieses Buch vereint also theoretische Beiträge zur Körper-Leib Debatte und zur Körperbildproblematik mit vielen Beispielen und konkreten Praxistipps, verbunden mit der Hoffnung, dass sie sich gegenseitig durchdringen mögen.
Durch eine kurze Vorstellung der Buchbeiträge soll der Überblick und Zugang erleichtert werden.
Kapitel 1.Hartmut Remmers setzt sich gleich im ersten Beitrag mit der Relevanz des Körpers für die Pflege auseinander. Er widmet sich grundlagentheoretischen Überlegungen, in denen deutlich wird, dass sich die Entwicklung der Pflegeprofession selbst blockiert, wenn der Körper als eine Art Maschine angesehen wird. Diesem Körperverständnis stellt er den Begriff des Leibes als subjektive Erlebnis- und Empfindungswelt an die Seite. Ein beeinträchtigtes Körperbild beschreibt er als Störung der Lebendigkeit des Körpers und betont die entscheidende Bedeutung, die Rückmeldungen der Umwelt für die Aufrechterhaltung des Körperselbstbildes haben. Remmers macht die Körper- und Körperbildproblematik an verschiedenen pflegepraxisrelevanten Beispielen wie Schlaganfall, Tumorerkrankungen oder Organtransplantationen plastisch und kommt zu dem Schluss, dass die Konzeptentwicklung der Pflege eine Neu- bzw. Wiederaneignung des Körpers erfordert, bei der ein besonderes Augenmerk auf den Leib (hier vor allem psychogene Störungen der Leiblichkeit) gerichtet werden soll. Denn sonst, so führte er an früherer Stelle bereits aus (Remmers, 1997), drohe die Gefahr einer «subtilen Fremdbemächtigung» des Körpers des Patienten durch eine reparaturfreudige Pflege.
Kapitel 2. Ausführlich geht Martin W. Schnell dem Begriff des Leibes aus der phänomenologischen Richtung der Philosophie und seiner Relevanz für die Pflege in seinem Beitrag nach. (Die Phänomenologie ist die Lehre von den Erscheinungen im Sinne einer reinen Wesenschau. «Ich bin, alles Nicht-Ich ist bloß Phänomen».)
Er kommt zu der Auffassung, dass die Leiblichkeit zu einem wesentlichen Teil die Identität des Menschen konstituiert.
An anderer Stelle beschreibt der «Leibphilosoph» Schmitz (1998) den Unterschied zwischen Körper (als der wahrgenommene) und Leib (als der wahrgenommene und wahrnehmende) mit dem Begriff des «Spürens». Körperliche Sinne können sich täuschen, das eigene leibliche Spüren aber nicht; Wahrnehmen besteht noch vor dem Denken. Die «dicke Luft» in einem Raum, eine angespannte Situation spüren wir, noch ehe unsere Sinne die Situation gerastert haben oder bewusstes Denken einsetzt (Uzarewicz, 2003).
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