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Begleiten Sie den Autor, er nimmt Sie mit auf eine fotografische Reise durch dieses unfassbare Universum! Mit eigenen Bildern, die zeigen, was da draußen los ist! Ein bisschen ein Blick hinter die Kulissen der Astrofotografie. Und das Wichtigste: leicht verständliche Erklärungen astronomischer und historischer Zusammenhänge; wir reden auch über die großen Fragen. Ein Erlebnis für Sterngucker und alle, die sich vom Kosmos einfach nur verzaubern lassen wollen.
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Veröffentlichungsjahr: 2025
Seite 1
Kosmos.Licht.Farben
Eine fotografische Entdeckungsreise vom kleinen blauen Planeten bis zu den Sternen
Franz Rettenbacher
Seite 2
Technische Details:
Seite 1
Franz Rettenbacher
Kosmos.Licht.Farben
Eine fotografische Entdeckungsreise
vom kleinen blauen Planeten
bis zu den Sternen
Coverfoto:
Das Sagittarius Triplett, die Dreiergruppe im Sternbild des Schützen mit den Objekten Trifidnebel M20, Lagunennebel M8 und dem Nebel NGC6559, aufgenommen von der Gartensternwarte des Autors im Salzburger Pongau.
Verlag INNSALZ, Munderfing 2025
[email protected] · www.innsalz.eu
1. Auflage
Gesamtherstellung & Druck:
Aumayer druck + media GmbH, Munderfing
Printed in The European Union
Dieses Werk einschließlich aller seiner Teile ist urheberrechtlich
geschützt. Jede Verwertung außerhalb der engen Grenzen des
Urheberrechtsgesetzes ist unzulässig und strafbar.
(c) 2025 Franz Rettenbacher, fascinationcosmos.com
ePub ISBN: 978-3-903496-53-8
Seite 2
Bild mit Blick vom Preber/Lungau, Bild: EOSRa-21-12800-0252
Zu diesem Buch
Jeden Abend das Gleiche und doch meist beeindruckend: die Sonne geht unter. Aber nicht einfach nur weg, da verwan-delt sich der Himmel in ein Farbenmeer, als hätte jemand den Farbkasten umge-kippt – Gold, Rot, Orange. Ein Schauspiel, und wir stehen hier auf unserer kleinen blauen Kugel und schauen zu.Und manchmal spüren wir dabei die-sen Hauch vom ganz Großen. Wir sind mittendrin in einem kosmischen Tanz, der seit viereinhalb Milliarden Jahren hier aufgeführt wird: Sonne hoch, Sonne run-ter, Mond rauf, Mond runter, dieser ewi-ge Rhythmus. Das war das Erste, was den Menschen Sicherheit gab. Kein Kalender, keine Uhr – der Himmel war die Uhr! Wann säen? Wann ernten? Blick nach oben, fantastisch. Und wer diesen Code knacken konnte, wer den Himmel lesen konnte, der hatte Macht! Die Pharaonen wussten das. Die Azteken wussten das. Die nutzten das Wissen vom Kosmos, um ihre Herrschaft zu sichern. Ein grandioses Zusammenspiel von Himmel und Erde, von Wissen und Macht.
Aber für uns Himmelsgucker, da ist der Sonnenuntergang der Startschuss. End-lich wird‘s dunkel. Und wenn kein Mond und kein Lichtsmog stört, dann sehen Sie es: dieses schimmernde, milchige Band, das sich über den Himmel spannt, die Milchstraße, unsere Heimatgalaxie! Das Licht von Milliarden von Sternen, die da zusammengehören. Und der Name? Erzählt die Geschichte der Griechen von
der Hera und der verschütteten Milch. „Galaxie“? Das war ursprünglich mal nur unsere Milchstraße. Aber heute wissen wir: Der Kosmos ist voll davon, Milliarden solcher Inseln!Und dieser Begriff „Kosmos“ oder Univer-sum, Weltall, das ist der Überbegriff für alles. Für all diese Galaxien, Sterne, Pla-neten, Nebel, einfach alles. Und das Wort selbst kommt aus dem Griechischen. Es heißt Ordnung, nicht Chaos, Ordnung! Da draußen, in diesem unendlichen Raum, da gibt es Regeln, Gesetze, Physik.
„Kosmos.Licht.Farben“, dieser Blick von hier, von der Erde aus in den unendlichen Kosmos. Da sehen wir die Wolken, den Mond, die Planeten, winzige Punkte aber-doch ganze Welten. Das Licht der Sterne, kosmische Nebel und Galaxien, deren Licht Jahrmillionen unterwegs war, nur um hier in unserem Auge zu landen.
Dann wird uns bewusst: Dieser Planet hier, unsere kleine blaue Murmel, unter Abermilliarden Planeten da draußen. Und ja wir suchen , aber bisher keiner, der unserer Erde auch nur annähernd das Wasser reichen könnte, was Lebens-freundlichkeit angeht. Was Schönheit angeht, ein absolutes Einzelstück, ein Juwel im Dunkeln!
Franz Rettenbacher
Pongau/Salzburg im Herbst 2025
Vorwort
Seite 3
Seite 4
Technische Details:
Vom einfachen Sehen und Staunen9
Sonne und Erde10
Abendhimmel mit Venus und Jupiter12
Unser Sonnensystem14
Sonne14
Sonnenhalo16
Mond 18
Mars19
Venus19
Jupiter20
Saturn20
Sonnenfinsternis21
Mondfinsternis21
Flussdelta am Mars?22
Die Erde, eine blaue Murmel24
Unsere Erde26
Erderwärmung28
Der Kosmos im (nördlichen) Sommer
Rund um die Milchstraße30
Das „Quartett“ der Milchstraße33
Adlernebel (M16)34
Schwannebel (M17)35
Trifidnebel (M20)38
Lagunennebel (M8)39
Blasen- und Hummernebel in bunter Gesellschaft44
Hummernebel (NGC 6357)44
Blasennebel (NGC 7635)45
Kokonnebel (IC 1546)mit Dunkelwolke (Barnard 168)49
Rho Ophiuchi Region (IC4604)51
Ein kosmischer Diamant mit Himmels-blüte (WR-134 und Sh2-101) 52
... mit dem Mondsichelnebel (NGC 6888)55
Der Schrei sterbender Sterne (NGC6960 bis NGC 6995)62
Nordamerika- und Pelikannebel (NGC 7000, IC5070 )64
Hantelnebel (M27)68
Das Auge Gottes (NGC 7293)69
DunkelnebelLDN53471
Der Tintenfleck (Barnard 86)und ein fun-kelnder Sternhaufen (NGC 6520)72
Dunkelnebel LDN23873
Sternenwiege und Gasnebel (NGC6823 und Sh2-86)74
Emissionsnebel Sh2-112+11576
Elefantenrüsselnebel (IC 1396 bzw. vdB 142)78
Muschelnebel (Sh2-119)80
Supernova der Steinzeit: Spaghetti- nebel (Sh2-240)83
Fliegender Drachennebel Sh2-11484
Der Kosmos im (nördlichen) Winter
Rund um das Sternbild des Orion88
Orionnebel (M42)88
Pferdekopf- und Flammennebel (IC443, NGC2024)92
Eine gigantische Explosion im Jahre 1054 n.Chr.: Krebsnebel (M1)94
Krebsnebel (M1)95
Spektakuläre Aufnahme des Krebs-nebels (M1)mit dem JWT96
Flammenstern- und Kaulquappenne-bel (IC 405 mit IC 410 und IC 417)99
Spinnennebel (IC 417) mit 100
InhaIt
Sternhaufen (M36,M37 und M38) 100
Kalifornien Nebel (NGC 1499)102
Engelsnebel (NGC 2170)108
Weihnachtsbaum-Sternhaufen (NGC 2264)110
Blaue Lagune (NGC 6726ff)112
Herznebel (IC 1805)114
Seelennebel (IC 1848)116
Rosettennebel (NGC 2237)118
Möwennebel (IC 2177 mit RCW 2)120
Der Löwennebel (Sh2-132)122
Der Kürbiskopfnebel (Sh2-232)124
Quallennebel (IC443, Sh2-248)126
... mit riesiger Emissionsregion (Sh2-249)127
Emissionsnebel NGC 2174mit Galaxie NGC 2175128
Galaxien130
Unsere Erde ist nicht der Mittelpunkt des Kosmos ...130
Silbersplitter-Galaxie (NGC891)131
Galaxien des Leo Triplett (M66-Gruppe)132
Andromedagalaxie, die 134
galaktische Nachbarin134
Dreiecksnebel (M33), lokale Gruppe138
Whirlpoolgalaxie (M51)140
Bode´s Galaxien (M81 und M82)142
Weitfeldaufnahme Galaxien M100,M99+M98146
Feuerradgalaxie mit Supernova 2023 (M101 mit SN2023ixf)148
Blasengalaxie (NGC 3521)152
Hamburger Galaxie (NGC 3628)154
Nadelgalaxie (NGC 4565)155
Markarian´s Kette157
Trio in Virgo (ARP286)159
Andere Objekte
Sterne und Sternhaufen161
Doppelsternhaufen (NGC869 + NGC884)162
Herkules-Kugelsternhaufen (M13)164
Wir sind aus Sternenstaub gemacht (M35)167
Kometen169
Komet Neowise, 2020169
Komet C/2023-A3 (Tsuchinshan-AT-LAS)170
Komet Leonard, 2021172
Komet C2022/E3 ZTF173
Südliche Erdhalbkugel174
Große (und kleine)Magellansche Wolke oder: Brolgas und Wiringin175
Das kosmische Riff (NGC2014-2040)178
Kosmischer Garten180
Der Fackelträger (NGC 3576)183
Eta Carina (NGC 3372)184
Schädel - und Knochennebel (RCW 16)187
Garnelennebel (IC4628)188
Kämpfende Drachen (NG6188 in RCW108)...190
... und das Drachenei (NGC 6164/6165)191
Aufnahme- und Verarbeitungsbei-spiele
Vom Unsichtbaren zum Sichtbaren194
Infrarot mit einfachen Mitteln „sehen“195
Einfache Farbkameraausrüstung für Einsteiger196
Monochrome Kamera mit Filterrad und 420mm Newton Teleskop197
Seite 5
Seite 6
mit dem Lacerta 1200/300 mm mit Celestron CGX198
Monokamera QHY268M mit individu-ellem Reiseset199
Aufnahmen mit Farbkameras200
Einfache Aufnahmen von Nebeln200
Einzelaufnahme mit 30 Sekunden201
Einfache Bearbeitung mit Photoshop202
Ergebnis mit 33 Einzelbilder203
Zusätzliche Entwicklungswerkzeuge204
Aufnahmen mit einer Monochrom-kamera 206
Monokamera und Farbfilter206
Wasserstofffilter (H-alpha)207
Wasserstofffilter (H-alpha) 208
Sauerstofffilter (OIII)208
Schwefelfilter (SII)209
alle 3 Kanäle summiert209
Zusammengefügt: die Dreiergruppe aus 3 Farbkanälen210
Vergleich einiger Aufnahmegeräte212
vom Handy ... 212
... zur Astromonokamera213
Wegbereiter der modernen Astrofo-tografie214
Galileo Galilei, erste Fernrohre214
Johannes Kepler, um 1600214
Die erste Fotografie, 1826215
Erster Computer der Welt215
Vom VLT bis zum JWT: bedeutendste Teleskope216
Am Rande der Atacamawüste220
ALMA-Observatorium auf 5100m Höhe222
ALMA-Rechenzentrum auf 3000m Höhe223
Observatorien, für jedermann via Internet bedienbar226
Kleine Astronomiegeschichte229
Als der Polarstern „Thuban“ hieß229
Observatorien antiker Kulturen231
Begriffe und Erklärungen232
Software232
Wichtige Begriffe233
Stichwortregister239
Nachwort und Danksagung244
Über den Autor246
Bild vorige Seite: NGC891-25Jan-Wfw-QHY268M-TS420-HEM27EC-40LRGB120s-MFsMB-APP-LRGB1+PI+PS25aBuch
Bild diese Seite: M65-66-LeoTriplet-SPG0-Wfw-QHY268M-TS420-HEM27EC-9Ha450s-40LRGB90s-MFsMB-APP-PI PS23b
Erklärungen folgen im Buch
Seite 7
Seite 8
Technische Details:
Seite 9
Was für Zeiten, was sich getan hat, allein durch die Digitalisierung. Das hat ja nicht nur unser Leben umgekrempelt, sondern auch die Wissenschaft und ganz beson-ders die Astronomie.Früher? Unvorstellbar für die meisten: tonnenweise Technik, sündhaft teuer, jahrelang lernen. Und heute? Ja, heute kann ein Hobbyastronom mit bezahlba-rer Technik, mit smarter Software, Dinge sehen und festhalten, wovon die alten Meister nur träumen konnten! Fantas-tische Bilder, Details – das ist für viele zugänglich geworden.
Und worum geht‘s da? Um „Astro“, das kommt aus dem Griechischen, „αστρό“, das heißt schlicht und einfach: Stern.Astronomie? Die Wissenschaft von den Sternen, die Lehre vom Kosmos. Und Astrofotografie? Ganz einfach: Wir halten diese Himmelserscheinungen mit Bildern fest: wir „malen“ mit Licht.Aber das Entscheidende, das Faszinieren-de, was ja auch mein geschätzter Harald Lesch immer wieder betont: Sie schauen nicht ins Jetzt, Sie schauen in die Ver-gangenheit. Das Licht braucht seine Zeit, Sekundenschlaf vom Mond, Minuten von der Sonne, aber dann: Lichtjahre! Das Licht, das Sie heute Abend von einem fer-nen Stern sehen – wer weiß, was auf der Erde los war, als das losgeschickt wurde, Astronomie ist also Ahnenforschung!
Und stellen Sie sich vor: Ein chinesi-scher Astronom, 1054, beobachtet eine Supernova, eine Sternenexplosion, tausend Jahre her. Und was sehen wir
heute noch davon? Den Krebsnebel (M1). Den können Sie heute noch mit einem Amateurteleskop finden. Ein Ereignis von vor tausend Jahren und wir sehen heute noch die Überreste.
Die Auswahl der Objekte orientiert sich an dem, was wir Hobbyastronomen am Himmel finden können, was gut zugäng-lich ist. Und natürlich spielen die Jah-reszeiten mit und besondere Ereignisse. Ein Komet zum Beispiel wie der Neowise 2020: den konnte man mit bloßem Auge sehen. Es gibt hier auch Infos zu den Ob-jekten, was sehen wir da überhaupt? Und ja, auch ein bisschen Technik, für die, die es genauer wissen wollen. Und was für Entfernungen: das sprengt doch unseren Maßstab. Mond? 400.000 Kilometer, kann man sich gerade noch vorstellen. Aber der Orionnebel? 1350 Lichtjahre! Das Licht, das da ankommt, ist gestartet, als bei uns vielleicht gerade die Romanik begann, 1350 Jahre unterwegs. Und die Andromedagalaxie, unsere galak-tische Nachbarin? Zweieinhalb Millionen Lichtjahre, und nur ein winziger, winziger Fleck in diesem Kosmos. Das ist schwer zu fassen, ja, aber es macht neugierig und auch demütig.
Diese Faszination, dieses Staunen, das möchte ich mit Ihnen teilen. Auf eine Rei-se mit meinen Bildern und spannenden Geschichten.
Mit diesem ersten Blick in den Himmel - die Milchstraße über dem Lungau - be-ginnen wir unsere fotografische Reise.
Vom einfachen Sehen und Staunen
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Bild: Sonnenuntergang nördliche Adria, August 2022, Sony RX100VII
Astronomie beginnt vor der Haustür: Der Sonnenuntergang, er bedeutet nicht einfach das Verschwinden der Sonne hinterm Horizont. Die Erdrotation dreht uns von der Sonne weg, das ist der physi-kalische Grund. Dann beginnt die Däm-merung: zuerst die „bürgerliche“, noch hell genug für Alltagsdinge, danach die „nautische“ und schließlich die „astro-nomische“ Dämmerung, perfekt für uns Sternenbeobachter.Die Sonne ist nicht nur ein Lichtpunkt, sie ist lebensnotwendig! Sie ist das Herzstück unseres Sonnensystems. Sie liefert uns alles: Licht, Wärme, Tag-Nacht-Rhyth-mus, unser Wetter – alles hängt von ihr ab. Sie ermöglicht die Photosynthese in Pflanzen, die Grundlage für fast alles Le-ben hier. Astronomie ist also keine ferne Wissenschaft, sie ist Teil unseres Lebens, jeden Tag!Unsere Sonne ist nur ein Stern, der Mit-telpunkt unseres Systems. Aber da drau-ßen im Universum gibt es noch unzählige, Milliarden Sterne in Milliarden Galaxien.Der Sonnenuntergang zeigt uns also: Wir sind Teil eines unfassbar gewaltigen kosmischen Zusammenhangs.
Sonne und Erde
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Blick von der Caldera des Teide Richtung Gomera, Einzelaufnahme 19. März 2023, 19:54 Uhr mit Handy Samsung Galaxy S10+. Bild: Venus Jupiter Teneriffa 20230319_195432
Abendhimmel mit Venus und Jupiter
Jetzt wird’s für Astronomiebegeisterte spannend: Die nautische Dämmerung beginnt. Je nach Jahreszeit tauchen die ersten Sterne und hellen Planeten auf. Da sehen wir oft die Venus, den hellsten inneren Planeten. Und etwas darun-ter, meist schwächer, den Jupiter – viel größer, aber mit 778 Millionen Kilome-tern viel, viel weiter weg als die Venus. Denken Sie dran: Selbst die Sonne ist „nur“ 150 Millionen Kilometer entfernt. Der Jupiter ist also von uns aus gesehen weiter weg als die Sonne selbst.Aber wie wissen wir, was wir da eigentlich sehen? Da helfen Apps wie „Sky Safari“ oder das kostenlose „Stellarium“, das auch ohne Installation in einem Web-browser läuft. Sie zeigen uns genau, wel-che Himmelskörper gerade am Himmel zu sehen sind.
So entdecken wir den Kosmos mit Hilfe der Technik. Faszinierend.
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Bild mit größeren Sonnenaktivitäten erstellt am 19. August 2025 mit Acuter Elite Phoenix 40/400 und QHY5III678M, 45 Sek. SER mit 7ms und Gain 0, verarbeitet mit SharpCap · AutoStakkert · PixInsight · ImPPG · Photoshop. Mit freundlicher Genehmigung von Daniel Nimmervoll, www.astro-fotgrafie.at
Mitte 2024, Nordlichter in Österreich? In Mitteleuropa? Mitte 2024 sah man tatsächlich in Österreich, also bis nach Mitteleuropa Nordlichter. Was war da los?
Das war die Sonne, sie hat uns einen Gruß geschickt! Oder besser gesagt: Einen Schwall energiereicher, geladener Teilchen, die 150 Millionen Kilometer durchs All gerast sind. Und dann bei der Erde angekommen, stoßen sie mit den obersten Schichten unserer Atmosphäre zusammen. Deren Luftteilchen bringen sie schließlich zum Leuchten: Grün, Rot, das ist die Aurora!
Und diese Teilchen, woher kommen die? Das sind die Auswirkungen von gewaltigen Ausbrüchen auf der Sonne, sogenannte Flares oder koronale Massen-auswürfe. Stellen Sie sich das vor: Mate-rieausbrüche, die mehr als das Zehnfache der Erdgröße erreichen können, riesige Eruptionen auf unserem Stern. Und die sind nicht zufällig, die haben oft einen Rhythmus, so einen elfjährigen Zyklus, in dem die Sonne mal mehr, mal weniger aktiv ist.
Unvorstellbar viel Energie! Aber wieviel davon kriegen wir auf der Erde ab? Heu-te reichen wenige Quadratmeter Solarzel-len, um Energie gleich der Leistung eines Pferdes oder besser „1 PS“ zu erzeugen.
Was ist die Sonne denn überhaupt? Ein riesiger Gasball, hauptsächlich Wasser-
stoff und Helium. Und in ihrem Inneren... da passiert das Entscheidende: da wird Wasserstoff unter unfassbarem Druck und Hitze zu Helium verschmolzen. Kernfusion, das ist der Prozess, der diese gewaltige Energie freisetzt, als Wärme, als Licht!
Wie ist dieser riesige Ofen entstanden? Vor ungefähr 4,6 Milliarden Jahren, da war hier nichts als eine riesige Wolke aus Gas und Staub. Wahrscheinlich die Überreste von Sternen, die davor gelebt haben. Und dann hat die Schwerkraft zugeschlagen: die Wolke ist unter ih-rem eigenen Gewicht kollabiert, immer dichter, immer heißer, im Zentrum... ein Protostern. Als die Temperatur und der Druck hoch genug waren... Zündung! Die Kernfusion setzte ein, ein Stern war gebo-ren, unsere Sonne.Aber auch dieser Stern lebt nicht ewig. In so ungefähr 5 Milliarden Jahren ist der Wasserstoff im Kern verbraucht. Was passiert dann? Dann bläht sich die Sonne auf, wird ein Roter Riese. So riesig, dass sie die inneren Planeten... Merkur, Ve-nus... und ja... vielleicht auch die Erde... verschlingen wird, ein heißes Ende! Bevor sie dann ihre äußeren Schichten ins All abstößt und als kleiner, heißer Rest... ein Weißer Zwerg... zurückbleibt. Ein kosmi-sches Drama über Jahrmilliarden. Und wir? Wir dürfen für ein paar Jährchen dabei zusehen und uns die Nordlichter anschauen, wenn die Sonne mal wieder kräftig niest!
Sonne
Unser Sonnensystem
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Technische Details: Dies Einzelaufnahme entstand am 7. April 2025 als Schnappschuss mit einem Samsung Galaxy S10+ Smartphone im Salzburger Pongau und wurde mit Adobe Photoshop nachbearbeitet. Mit Hinweisen aus 6, 24.4.2025
Ein seltenes Schauspiel am Himmel: ein strahlender Sonnenhalo, entstanden in etwa 10km Höhe, wo es richtig kalt ist. Das Sonnenlicht traf dabei auf Millionen winziger sechseckiger Eiskristalle. Diese schweben in der Luft und bilden die dün-nen Zirrus- oder Cirrostratuswolken.
Bei einem perfekten Zusammenspiel von Temperatur und Einfallswinkel des Sonnenlichts entstehen dabei Licht- und Farbeffekte von unzähligen kleinen Ei-sprismen. Das ist Physik und Astronomie zum Anfassen oder besser gesagt: zum Anschauen.
Sonnenhalo
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Einzelaufnahme: 9. Mai 2022, Gartensternwarte Pongau, Canon EOS Ra mit Canon 2x800mm, 1 CR3 Aufnahme mit 1/5 Sekunde, f/22, ISO 100.. Mit Hinweisen aus 1, 5/2024
Mond
Vor meiner warmen und gemütlichen Schreibstube aus sehe ich Schneeflocke für Schneeflocke auf den Boden sinken. Es ist Ende November, der erste Schnee, alles wird weiß, die Farben des Herbstes sind weg! Aber warum ist das eigentlich so? Jedes Kind weiß, das sind die Jahres-zeiten. Aber wie entstanden die?
Es ist die Schieflage der Erde! Die Jah-reszeiten entstehen durch die 23,5 Grad geneigte Erdachse. Diese Neigung führt dazu, dass die Sonneneinstrah-lung im Laufe des Jahres variiert, was unterschiedliche Temperaturen und Tageslängen zur Folge hat. Je weiter man vom Äquator entfernt ist, desto größer sind diese Unterschiede. Für meinen 47. Breitengrad bedeutet das etwa 8 Stun-den Tageslicht im Winter und 16 Stunden im Sommer. Auf der Südhalbkugel ist es genau umgekehrt: Wenn bei uns Winter ist, ist dort Sommer (und umgekehrt). Der 21. Dezember markiert dort den Sommerbeginn.
Aber was hat das nun alles mit dem Mond zu tun? Der Mond entstand nach der gängigen Kollisionstheorie durch den Aufprall des marsgroßen Planeten Theia mitder jungen Erde. Dabei wurden Teile beider Körper ins All geschleudert, die sich dann zum Mond formten. Dieser war anfangs auch viel näher an der Erde. Der Zusammenstoß führte letztlich zur Schief-lage der Erdachse.
Aber: der Mond ist wichtig. Ohne den Mond gäbe es keine Gezeiten, eine mögli-cherweise veränderte Evolution, eine viel schnellere Erdrotation und eine instabile Erdachse mit Polwanderungen.Der Mond selbst ist nur ein Gesteins- und Metallkörper (ca. 3.474 km Durchmes-ser) mit Kratern, Tälern und Hügeln. Die dunklen Flecken („Mare“) sind durch frühere Meteoriteneinschläge entstan-den. Der Mond hat keine Atmosphäre und extreme Temperaturschwankungen. Menschen betraten den Mond erstmals 1969 mit der Apollo 11 Mission.
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Der rote Mars: Seine rötliche Farbe ist schon lange bekannt und führte in vielen Kulturen zur Benennung nach Kriegs-göttern. Er ist der vierte Planet von der Sonne aus gezählt und der zweitkleinste Planet in unserem Sonnensystem, nur Merkur ist kleiner. Er gehört zu den Gesteinsplaneten und wird oft als „Roter Planet“ bezeichnet, da seine Oberfläche durch Eisenoxide (Rost) eine charakteris-tische rötliche Farbe hat.Mit einem Durchmesser von knapp 6.800 Kilometern ist er etwa halb so groß wie die Erde. Ein Marsjahr dauert etwa 687 Erdtage, ein Marstag ist mit etwa 24,6 Stunden nur geringfügig länger als ein Erdentag. Der Mars hat eine sehr dünne Atmosphäre, die hauptsächlich aus Koh-lendioxid besteht. Der atmosphärische Druck ist sehr niedrig.
Der Mars hat zwei kleine, unregelmäßig geformte Monde: Phobos und Deimos.Er ist einer der am intensivsten erforsch-
ten Himmelskörper. Zahlreiche Raum-sonden, Lander und Rover wurden und werden dorthin geschickt, um seine Geo-logie, Atmosphäre und die Möglichkeit vergangenen oder gegenwärtigen Lebens zu untersuchen.
Die heiße Venus ist der zweitnächste Planet zur Sonne und der Erde in Größe und Masse sehr ähnlich, weshalb sie oft als „Schwesterplanet“ bezeichnet wird. Sie ist ein Gesteinsplanet, aber mit einer extrem dichten und giftigen Atmosphäre, die hauptsächlich aus Kohlendioxid und Schwefelsäurewolken besteht. Aufgrund eines starken Treibhauseffekts ist Venus der heißeste Planet im Sonnensystem. Sie dreht sich sehr langsam und entge-gen der Rotationsrichtung der meisten anderen Planeten. Ein Venustag ist länger als ein Venusjahr. Venus ist ein sehr helles Objekt am Himmel, oft als Morgen- oder Abendstern sichtbar.
Quelle: OSIRIS_Mars_true_color von ESA Raumsonde Osetta, Venus-NASA-Mariner10-PIA23791_fig2
Texte aus 6, 22.4.2025
Venus
Mars
Seite 20
Der Saturn ist von der Sonne aus ge-sehen der sechste Planet des Sonnen-systems und mit einem Äquatordurch-messer von etwa 120.500 Kilometern (9,5-facher Erddurchmesser) nach Jupiter der zweitgrößte. Mit 95 Erdmas-sen hat er jedoch nur 30 % der Masse Jupiters. Wegen seines auffallenden und schon im kleinen Fernrohr sicht-baren Ringsystems wird er oft auch der Ringplanet genannt, obwohl auch bei den anderen drei Gasplaneten Ringsys-teme gefunden wurden.
Der Saturn hat eine durchschnittliche Entfernung zur Sonne von gut 1,43 Milliarden Kilometern, seine Bahn ver-läuft zwischen der von Jupiter und der des sonnenferneren Uranus. Er ist der äußerste Planet, der auch mit bloßem Auge gut sichtbar ist, und war daher schon Jahrtausende vor der Erfindung des Fernrohrs bekannt.
Derzeit, also 2025 sind die Ringe durch seinen Beobachtungswinkel nur als Striche erkennbar.
Quellen, gemeinfrei aus: http://photojournal.jpl.nasa.gov/catalog/PIA02873, Saturn: NASA-Bild gemeinfrei aus https://de.wikipedia.org/wiki/Saturn_(Planet)#/media/Datei: Saturn_from_Cassini_Orbiter_(2004-10-06).jpg. Bild: Saturn_from_Cassini_Orbiter_(2004-10-06).jpg. Texte aus 1, 5/2024
Jupiter, der Gasriese: mit einem Äquator-durchmesser von rund 143.000 Kilometern ist er der größte Planet des Sonnensys-tems. Mit einer durchschnittlichen Entfer-nung von 778 Millionen Kilometern ist er von der Sonne aus gesehen der fünfte Pla-net. Gemäß seiner Bedeutung als größter Planet wurde er auch nach dem römischen Hauptgott Jupiter benannt.
Er hat – wie auch Saturn, Uranus und Neptun – keine feste Oberfläche und zählt somit zu den Gasplaneten. Die schon im kleinen Fernrohr sichtbaren, fast parallelen Streifen sind farbige Wolkenbänder.
Seit 2023 sind 95 Jupitermonde bekannt. Die vier größten sogenannten Galileischen Monde Ganymed, Kallisto, Io und Europa haben Durchmesser zwischen 5262 und 3122 km und wurden bereits 1610 von Galileo Galilei entdeckt. Jupiter ist das dritthellste Objekt des Nachthimmels nach Mond und Venus.
Saturn
Jupiter
Seite 21
Wer eine totale Sonnenfinsternis einmal persönlich erlebt hat - meine letzte er-lebte ich 1999 - wird die fast unheimliche Stimmung nicht mehr vergessen. Sobald sich der Mond zur Gänze vor die Sonne schiebt, bricht eine tiefe Dämmerung he-rein, die Tiere der Umgebung hören auf Laute und Geräusche von sich zu geben, es ist plötzlich ganz still.
Eine Sonnenfinsternisse hat auch früher besonders starke Eindrücke hinterlassen. Da war eine Sonnenfinsternis am 28. Mai 585 v. Chr.: die am Fluss Hadys gegenein-ander kämpfenden Meder und Lydier sa-hen plötzlich die Sonne „verschwinden“., da stellten sie abrupt ihre Kämpfe ein. Und nicht nur das: Sie schlossen nach 5 Jahren Krieg sogar Frieden!
Die nächste totale Sonnenfinsternis in Eu-ropa findet am 12. August 2026 statt und ist bspw. in Nordspanien zu sehen!
Und in dieser Geschichte taucht ein
Name auf: Thales von Milet! Ein griechi-scher Gelehrter und ein früher Astronom! Ihm wird nachgesagt, er hätte diese Fins-ternis sogar vorausgesagt, im 6. Jahrhun-dert vor Christus! Ohne Computer, ohne all unser Wissen, das zeigt, wie weit die Astronomen damals schon waren. Der hat sich intensiv mit der Bewegung der Sonne beschäftigt, mit den Jahreszeiten, sogar die Anzahl der Tage im Jahr auf 365 festgelegt, ein brillianter Kopf! Und damit wir ihn nicht vergessen, gibt es heute ei-nen Krater auf dem Mond, der nach ihm benannt ist.
Ein schöner astronomischen Vorgang ist auch die Mondfinsternis. Hier ist es genau umgekehrt: Die Erde schiebt sich zwischen Sonne und Mond. Da der Mond selbst kein Licht sendet, kommt es bei völliger Überlappung des Erdschattens mit dem Mond zur kompletten Mondfins-ternis. Eine Animation der Mondfinster-nis 7.Sept. 2025 hier per QR-Code.
Quelle: NASA GFSC https://www.flickr.com/photos/gsfc/48266495966/in/photostream/
Bild: SonnenfinsternisNASA GSFC Total Solar Eclipse - July 2, 2019 _ The diamond ring effect… _ Flickr.JPG. Die Mondfinsternis ist eines meiner ersten Astrobilder aus dem Jahre 2001, genauer am 9. Jänner. Aufgenommen mit meiner ersten Digitalkamera Kodak DSC330, Auflösung damals: 3MB . Bild: Mondfinsternis-2011Jan09-A165-KodakDCS330C-300mm0.03sF22-ausM8LX2364.jpg
Mondfinsternis
Sonnenfinsternis
Technische Details:
Quelle: Screenshot aus der interaktiven Marskarte https://murray-lab.caltech.edu/CTX/V01/SceneView/MurrayLab-CTXmosaic.html. Hier der Jerzerokrater mit der gezeigten Flußmündung, in deren Nähe der Marsrover am 18. Febru-ar sicher gelendet ist. Credit: NASA, JPL, MSSS und Caltech
Erinnern Sie sich noch? Anfang 2021, da erreichte die Begeisterung für unbemannte Marsflüge einen Höhepunkt: Der Marsro-boter Perseverance landete im Jerzerokra-ter. Aber nicht allein, sondern zusammen mit seinem Kleinhelikopter Ingenuity.
In verschiedenen Missionen wurde der Mars aber bereits länger erkundet. Dabei entstanden auch Bilder, die mich elekt-risierten: mechanische Spuren, die nur Wasser hinterlassen kann, vielleicht ein vertrocknetes Flussdelta. Dieses mündet in einen Krater, dessen Spuren ebenfalls wie von Wasser geschaffen aussehen. Man nennt diesen Bereich nach dem sloweni-schen Wort „See“ Jerzerokrater. Eine Land-schaft also die vielleicht so klimafreundlich war, dass sich über längere Zeit sogar flüssiges Wasser bilden konnte, von dem wir heute nur mehr die Abdrücke im Sand und sogar im Gestein sehen.
Was ist passiert? Wo ist das Wasser hin? Ist das Klima gekippt? Endgültige Gewissheit sollen Gesteinsproben geben, die bereits vom Marsrover gesammelt und für einen späteren Abtransport abgelegt wurden.
Die Höhe vom Boden zum Rand des Sees beträgt übrigens etwa 2.700 Meter.
Flussdelta am Mars?
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