Krankheiten der Katze -  - E-Book

Krankheiten der Katze E-Book

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Beschreibung

Die ganze Katzenmedizin zwischen zwei Buchdeckeln.

Hier finden Sie alles Wichtige, egal wie häufig oder selten eine Erkrankung ist: Dieser Wissensspeicher umfasst alle Krankheiten der Katze, von der Ätiologie bis zur Prognose – etablierte Diagnostikmethoden und Erfolg versprechende Therapiekonzepte inklusive.

Ein Buch, das die gesamte Katzenmedizin im Detail behandelt und dabei übersichtlich bleibt? Die renommierten Herausgeber Barbara Kohn, Hans Lutz und Franck Forterre beweisen, dass dies möglich ist: Gut verständlich, reich bebildert und klar strukturiert ist das Werk schnelle Entscheidungshilfe, Lehrbuch und Nachschlagewerk in einem.

In der 6. Auflage wurden alle Kapitel überarbeitet, u. a. folgende Themen:

  • Therapie von Verhaltensstörungen durch Verhaltenstraining und Pharmaka
  • Therapie von Virusinfektionen und mögliche Impfungen
  • Diagnose, Differenzialdiagnose und Therapie von bakteriellen und parasitologischen Infektionen

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EPUB

Seitenzahl: 3120

Veröffentlichungsjahr: 2019

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Krankheiten der Katze

Hans Lutz, Barbara Kohn, Franck Forterre

Michaele Alef, Stephanie Florian, Mark Flückiger, Simone Forterre, Urs Giger, Tony Glaus, Sandra Goericke-Pesch, Uwe Gränitz, Hansjoachim Hackbarth, Romy M. Heilmann, Reinhard Hirt, Lara Barron, Regina Hofmann-Lehmann, Madeleine Hubler, Konrad Jurina, Bruce W. Keene, Patrick R. Kircher, Peter Kook, Erika Michel, Reinhard Mischke, Karin Möstl, Claudia Müller, Beat Bigler, Hanspeter Nägeli, Reto Neiger, Stefanie Ohlerth, Steffen Rehbein, Iris Reichler, Claudia Reusch, Friedrich E. Röcken, Carla Rohrer Bley, Petra Roosje, Manuela Schnyder Gasparoli, Felicitas Boretti, Barbara Schöning, Nadja Sieber-Ruckstuhl, Nadja Sigrist, Sarah Steinbach, Jörg M. Steiner, Martina Stirn, Katrin Timm, Thomas W. Vahlenkamp, Rico Vannini, Katja Voss, Christiane Weingart, Claudia Braun, Reinhard Weiß, Jürgen Zentek, Iwan Burgener, Daniel Demuth, Peter Deplazes, Markus Eickhoff, Ilka Emmerich

6., aktualisierte Auflage

657 Abbildungen

Vorwort zur 6. Auflage

Katzen haben sich quasi selbst domestiziert, indem sie sich zur Zeit der ersten Sesshaftwerdung unserer Vorfahren vor etwa 8000 bis 10000 Jahren von Mäusen und Ratten ernährten. Diese taten sich am gespeicherten Getreide gütlich. Kürzlich haben neue Studien aufgedeckt, dass die Besiedelung Europas durch die Katze sich in zwei Phasen abspielte: In einer ersten Phase vor etwa 6500 Jahren gelangten Katzen aus dem Südwesten Asien zu uns. In einer zweiten Phase – vor etwa 4500 Jahren – drangen ägyptische Katzen nach Europa vor. Es ist zu vermuten, dass ägyptische Katzen über Eigenschaften verfügten, die sie für Menschen attraktiver machten, wie beispielsweise Zahmheit und soziales Verhalten. Solche Untersuchungen legen nahe, dass unsere Vorfahren Katzen wegen ihrer offensichtlichen Nützlichkeit auf alten Seewegen und Landrouten mit sich führten, damit diese Mäuse und Ratten unter Kontrolle hielten. Trotz des langen Zusammenlebens von Katze und Mensch, haben Katzen aber viele der ursprünglichen Verhaltensmuster bewahrt, was wir gut verstehen, wenn wir den Weg ihrer Domestikation im Auge halten.

Die Beliebtheit der Katze als Haustier ist immer noch im Zunehmen begriffen. Die Haltung von Katzen ist wesentlich einfacher, als jene von Hunden, und die Katze mit Auslauf braucht keine menschliche Begleitung. Katzenhalter – im Gegensatz zu Hundebesitzern – lieben ihre Haustiere gerade auch, weil sie so selbständig sind. Dennoch können Katzen sehr anhänglich sein, was sich gemäß neuerer wissenschaftlicher Literatur auch positiv auf die Gesundheit der Katzenhalter auswirkt. So ist das Risiko für einen Myokardinfarkt bei Katzenhaltern signifikant geringer, als bei Menschen in vergleichbarer Situation ohne Haustier. Katzenhalter schlafen besser und leben länger als unter gleichen Bedingungen lebende Menschen ohne Haustiere. Zudem zeigte eine neuere Studie auf, dass Kleinkinder, die im ersten Lebensjahr in einem Haushalt mit 2 Katzen (oder 2 Hunden) lebten, später eine um ca. 70% geringere Wahrscheinlichkeit haben, an einer Allergie gegen die üblichen Allergene zu erkranken. Selbstverständlich wollen wir ob all diesen positiven Aspekten nicht außer Acht lassen, dass man im Umgang mit Katzen Hygienemaßnahmen beachten muss.

Die zunehmende Beliebtheit von Katzen äußert sich nicht nur in der reinen Zahl der bei uns lebenden Tiere, sondern u.a. auch in der zunehmenden Vielfalt von Futtermitteln, Pflegeartikeln, katzenspezifischen Medikamenten und vielem mehr. In den letzten Jahrzehnten wurden die Katze, ihre Physiologie, und ihre Erkrankungen intensiv erforscht. Die veterinärmedizinische Spezialisierung wurde konsequent vorangetrieben. In Europa kennen wir 27 sog. Colleges of Veterinary Specialisation, von denen eines die Spezialisierung für Innere Medizin der Kleintiere im Fokus hat. Es ist abzusehen, dass es in naher Zukunft eine weitere Spezialisierung geben wird, nämlich jene für Katzenmedizin und -chirurgie. Diese Entwicklung wird quasi mit dem vorliegenden Buch dargelegt: Im Jahr 1963 hat Horst-Joachim Christoph die erste 1. Auflage dieses Werkes veröffentlicht; sie umfasste 327 Seiten. Die 3. Auflage, welche unter Mitwirkung von Frau Vera Schmidt, Marian C. Horzinek und Hans Lutz 2002 herausgegeben wurde, umfasste 880 Seiten, und die jetzt vorliegende, vollständig überarbeitete und erweiterte 6. Auflage ist – trotz starken Versuchen zur Kürzung – auf 1074 Seiten angewachsen.

Die Herausgeber sind ihren Vorgängern Proff. Marian Horzinek und Vera Schmidt verbunden für die früheren Auflagen des Buches, auf denen die hier vorliegende aufbauen konnte. Wir danken allen Autorinnen und Autoren sowie Frau D. Schwarz und Frau K. Biallaß und Frau M. Holzer vom Verlag sehr herzlich für die engagierte Mitarbeit. Möge dieses Buch mithelfen, den Enthusiasmus für Katzenmedizin bei Tierärztinnen und Tierärzten sowie den Leserinnen und Lesern weiterzuverbreiten.

Im Juli 2019,

Hans Lutz, Barbara Kohn, Franck Forterre

Inhaltsverzeichnis

Titelei

Vorwort zur 6. Auflage

1 Verhalten, störendes Verhalten und Verhaltensstörungen

1.1 Die Katze als Haustier

1.1.1 Allgemeines zu den Hauskatzen

1.1.2 Verhaltensstörungen und störendes Verhalten – Grundlagen

1.1.3 Allgemeines zur Behandlung von Verhaltensproblemen der Katze

1.2 Problemverhalten und Verhaltensstörungen im Überblick

1.2.1 Harnmarkieren (Harnspritzen)

1.2.2 Unsauberkeit

1.2.3 Innerartliche Aggression

1.2.4 Aggressives Verhalten gegen Menschen

1.2.5 Angst gegenüber Menschen

1.2.6 Krallenwetzen als Problemverhalten

1.2.7 Pica

1.2.8 Übermäßiges Putzen/Lecken – Psychogene Alopezie

1.2.9 Unerwünschte Fressgewohnheiten

1.2.10 Anknabbern von Zimmerpflanzen

1.3 Schlussbemerkungen

1.3.1 Kontaktadressen

1.4 Weiterführende Literatur

2 Management von Haltung und Zucht

2.1 Einleitung

2.2 Planung von Einrichtungen zur Haltung und Zucht von Katzen

2.3 Erfordernisse beim Bau von Katzeneinrichtungen

2.3.1 Zahl der maximal zu haltenden Katzen

2.3.2 Art der Haltung

2.3.3 Größe der gehaltenen Gruppen

2.3.4 Hygieneanforderungen und bauliche Maßnahmen

2.3.5 Raumtemperatur, Lüftung und Beleuchtung

2.3.6 Trennmöglichkeiten

2.3.7 Behandlungsraum

2.4 Management von Mehrkatzenanlagen

2.4.1 Gruppenbildung

2.4.2 Versorgung mit Futter und Wasser

2.4.3 Tierärztliche Versorgung

2.4.4 Besatzdichte, Zeitaufwand und Ergonomie

2.5 Management von Infektionen

2.5.1 Ausstellungen

2.5.2 Die tierärztliche Aufnahmeuntersuchung

2.5.3 Untersuchung auf Infektionserreger

2.5.4 Impfmaßnahmen

2.5.5 Quarantäne und Isolierung

2.5.6 Hygienemaßnahmen

2.6 Weiterführende Literatur

3 Ernährung der gesunden und kranken Katze

3.1 Einleitung

3.2 Energiebedarf

3.3 Eiweißbedarf

3.4 Fette und Kohlenhydrate

3.5 Sonstige Nährstoffversorgung

3.5.1 Mengenelemente

3.5.2 Spurenelemente

3.6 Vitamine

3.7 Fütterung

3.7.1 Fütterungspraxis

3.7.2 Fütterungsempfehlungen

3.7.3 Fütterungstechnik

3.8 Diätetik

3.8.1 Übergewicht

3.8.2 Hauterkrankungen

3.8.3 Chronische Niereninsuffizienz

3.8.4 Harnsteine

3.8.5 Rekonvaleszenz, Untergewicht

3.8.6 Resorptionsstörungen, Ausgleich bei unzureichender Verdauung

3.8.7 Nährstoffunverträglichkeit (Allergien)

3.8.8 Herzerkrankungen

3.8.9 Leberstörungen

3.8.10 Diabetes mellitus

3.8.11 Erhöhter Blutfettgehalt

3.9 Weiterführende Literatur

4 Klinische Allgemeinuntersuchung und Umgang mit der Katze

4.1 Umgang mit der Katze als Patient

4.1.1 Persönliche Einstellung zur Katze

4.1.2 Transport in die Praxis und Aufenthalt im Wartezimmer

4.1.3 Die Katze im Untersuchungsraum

4.1.4 Herausnehmen aus dem Transportbehälter

4.2 Anamnese

4.3 Allgemeinuntersuchung

4.3.1 Beobachtung

4.3.2 Der Patient auf dem Untersuchungstisch

4.3.3 Temperatur, Atmung, Puls, Gewicht (TAPG)

4.3.4 Systematische topografische Allgemeinuntersuchung

4.3.5 Weg zur Diagnose

4.4 Weiterführende Literatur

5 Klinische Labordiagnostik

5.1 Einleitung

5.2 Aussagekraft von Laborergebnissen

5.2.1 Zuverlässigkeit einer Methode

5.2.2 Diagnostische Spezifität und Sensitivität

5.2.3 Qualitätssicherung und -kontrolle

5.2.4 Referenzwerte

5.2.5 Spezialaspekte bei Laborproben der Katze

5.3 Entnahme, Verarbeitung und Lagerung von Laborproben

5.3.1 Blutentnahme

5.3.2 Gewinnung von Knochenmark

5.3.3 Uringewinnung

5.3.4 Kotgewinnung

5.3.5 Zytologische Präparate

5.3.6 Liquorentnahme

5.4 Point-of-Care-Geräte, Schnelltests

5.4.1 Hämatologiegeräte

5.4.2 Klinische Chemiegeräte

5.4.3 Immunologische Schnelltests

5.5 Interpretation von Laborbefunden aus Sicht der Labordiagnostik

5.5.1 Hämatologie

5.5.2 Elektrolyte und Säure-Basen-Haushalt

5.5.3 Niere und ableitende Harnwege

5.5.4 Magen-Darm-Trakt und exokrines Pankreas

5.5.5 Hepatobiliäres System

5.5.6 Lipidstoffwechsel

5.5.7 Immunsystem

5.5.8 Endokrine Organe und Stoffwechsel

5.5.9 Bewegungsapparat

5.5.10 Nervensystem

5.6 Referenzwerte

5.7 Weiterführende Literatur

6 Zytologische Diagnostik einschließlich Knochenmarkzytologie

6.1 Einleitung

6.2 Technik der Probengewinnung

6.2.1 Feinnadelpunktion

6.2.2 Tupftechnik (Abklatschtechnik)

6.2.3 Schabetechnik

6.2.4 Abstrich (Tupferprobe, Bürstenbiopsie)

6.2.5 Aufbereitung von Flüssigkeiten

6.2.6 Behandlung und Färbung zytologischer Präparate, Probenversand

6.3 Untersuchung und Beurteilung zytologischer Präparate

6.3.1 Entzündungstypen

6.3.2 Mikroorganismen

6.3.3 Herkunft von Gewebezellen

6.3.4 Malignitätskriterien

6.4 Knochenmarkzytologie

6.4.1 Indikationen, Komplikationen

6.4.2 Knochenmarkaspiration und Herstellung von Präparaten

6.4.3 Untersuchung des Präparates

6.5 Weiterführende Literatur

7 Bildgebende Untersuchungstechniken

7.1 Einleitung

7.2 Röntgenuntersuchung

7.2.1 Röntgentechnik

7.2.2 Lagerung der Patienten

7.2.3 Strahlenschutz

7.2.4 Röntgenbildbetrachtung

7.2.5 Röntgenanatomie der Katze

7.2.6 Weiterführende Literatur

7.3 Ultraschalldiagnostik

7.3.1 Grundlagen und Geräte

7.3.2 Abdomen

7.3.3 Thorax

7.3.4 Augen

7.3.5 Schilddrüse, Nebenschilddrüse

7.3.6 Muskulatur, Knochen

7.3.7 Ultraschallgeführte Gewebeentnahme

7.3.8 Weiterführende Literatur

7.4 Endoskopie

7.4.1 Einleitung

7.4.2 Respirationsapparat

7.4.3 Gastrointestinaltrakt

7.4.4 Weiterführende Literatur

7.5 Computertomografie (CT)

7.5.1 Technischer Hintergrund

7.5.2 Indikationen

7.5.3 Neurologische Erkrankungen

7.5.4 Bulla tympanica

7.5.5 Nasenhöhle

7.5.6 Kopfskelett

7.5.7 Thorax

7.5.8 Abdomen

7.5.9 Weichteiltumoren

7.6 Magnetresonanztomografie (MRT)

7.6.1 Technischer Hintergrund

7.6.2 Artefakte

7.6.3 Indikationen

7.7 Szintigrafie

7.7.1 Technischer Hintergrund

7.7.2 Indikationen

7.7.3 Weiterführende Literatur

8 Symptome, Syndrome und abnorme Laborwerte

8.1 Anorexie

8.1.1 Pathogenese und Pathophysiologie der Anorexie

8.1.2 Klinische Abklärung bei Anorexie

8.1.3 Symptomatische Behandlung der Anorexie

8.1.4 Weiterführende Literatur

8.2 Polyphagie

8.2.1 Pathogenese und Pathophysiologie der Polyphagie

8.2.2 Klinische Abklärung bei Polyphagie

8.2.3 Symptomatische Behandlung der Polyphagie

8.2.4 Weiterführende Literatur

8.3 Abmagerung, Kachexie

8.3.1 Pathogenese und Pathophysiologie der Abmagerung und Kachexie

8.3.2 Klinische Abklärung bei Abmagerung und Kachexie

8.3.3 Behandlung der Abmagerung und Kachexie

8.3.4 Weiterführende Literatur

8.4 Erbrechen

8.4.1 Pathogenese und Pathophysiologie des Erbrechens

8.4.2 Klinische Abklärung bei Erbrechen

8.4.3 Symptomatische Behandlung des Erbrechens

8.5 Durchfall

8.5.1 Pathogenese und Pathophysiologie des Durchfalls

8.5.2 Klinische Abklärung bei Durchfall

8.5.3 Symptomatische Behandlung des Durchfalls

8.6 Melaena (Teerstuhl)

8.6.1 Pathogenese und Pathophysiologie der Melaena

8.6.2 Klinische Abklärung bei Melaena

8.6.3 Symptomatische Behandlung von Melaena

8.7 Hypersalivation

8.7.1 Pathogenese und Pathophysiologie der Hypersalivation

8.7.2 Klinische Abklärung bei Hypersalivation

8.7.3 Behandlung der Hypersalivation

8.7.4 Weiterführende Literatur

8.8 Polyurie/Polydipsie

8.8.1 Pathogenese und Pathophysiologie der Polyurie/Polydipsie

8.8.2 Klinische Abklärung bei Polyurie/Polydipsie

8.8.3 Behandlung von Polyurie/Polydipsie

8.9 Hyperthermie, Fieber

8.9.1 Pathogenese und Pathophysiologie der Hyperthermie und des Fiebers

8.9.2 Klinische Abklärung bei Hyperthermie und Fieber

8.9.3 Symptomatische Behandlung von Hyperthermie und Fieber

8.9.4 Weiterführende Literatur

8.10 Veränderungen des Plasmaproteinspiegels

8.10.1 Pathogenese und Pathophysiologie von Veränderungen des Plasmaproteinspiegels

8.10.2 Klinische Abklärung bei Veränderungen des Plasmaproteinspiegels

8.11 Hypoglykämie, Hyperglykämie

8.11.1 Pathogenese und Pathophysiologie der Hypoglykämie und Hyperglykämie

8.11.2 Klinische Abklärung bei Hypoglykämie und Hyperglykämie

8.11.3 Symptomatische Behandlung von Hypoglykämie und Hyperglykämie

8.12 Hypokalzämie, Hyperkalzämie

8.12.1 Pathogenese und Pathophysiologie der Hypokalzämie und Hyperkalzämie

8.12.2 Klinische Abklärung bei Hypokalzämie und Hyperkalzämie

8.12.3 Symptomatische Behandlung von Hypokalzämie und Hyperkalzämie

8.13 Hypophosphatämie, Hyperphosphatämie

8.13.1 Pathogenese und Pathophysiologie der Hypophosphatämie und Hyperphosphatämie

8.13.2 Klinische Abklärung bei Hypophosphatämie und Hyperphosphatämie

8.14 Hypokaliämie, Hyperkaliämie

8.14.1 Pathogenese und Pathophysiologie der Hypokaliämie und Hyperkaliämie

8.14.2 Klinische Abklärung bei Hypokaliämie und Hyperkaliämie

8.14.3 Symptomatische Behandlung von Hypokaliämie und Hyperkaliämie

8.15 Hyponatriämie, Hypernatriämie

8.15.1 Pathogenese und Pathophysiologie der Hyponatriämie und Hypernatriämie

8.15.2 Klinische Abklärung bei Hyponatriämie und Hypernatriämie

8.16 Hypochlorämie, Hyperchlorämie

8.16.1 Pathogenese und Pathophysiologie der Hypochlorämie und Hyperchlorämie

8.16.2 Klinische Abklärung bei Hypochlorämie und Hyperchlorämie

8.17 Hypomagnesiämie, Hypermagnesiämie

8.17.1 Pathogenese und Pathophysiologie der Hypomagnesiämie und Hypermagnesiämie

8.17.2 Klinische Abklärung bei Hypomagnesiämie und Hypermagnesiämie

8.18 Hyperlipidämie, Hypercholesterinämie, Hypocholesterinämie

8.18.1 Pathogenese und Pathophysiologie der Hyperlipidämie, Hypercholesterinämie und Hypocholesterinämie

8.18.2 Klinische Abklärung bei Hyperlipidämie, Hypercholesterinämie und Hypocholesterinämie

9 Maßnahmen bei Notfällen

9.1 Einleitung

9.2 Vorbereitende Maßnahmen

9.2.1 Praxis-Einrichtung und Team

9.2.2 Notfallmaterial

9.3 Triage

9.3.1 Telefontriage

9.3.2 Triage in der Praxis/Klinik

9.3.3 Triage am Patienten

9.4 Evaluation der Katze im Notfall: das ABC

9.4.1 Anamnese

9.4.2 Notfalluntersuchung (Erste Übersicht)

9.5 Atemnot

9.5.1 Einleitung

9.5.2 Klinische Untersuchung des Respirationstraktes

9.5.3 Lokalisation des Problems

9.5.4 Stabilisation

9.5.5 Weitere Diagnostik

9.5.6 Monitoring

9.6 Bewusstseinsstörungen

9.6.1 Einleitung

9.6.2 Klinik

9.6.3 Differenzialdiagnosen

9.6.4 Stabilisation

9.6.5 Weitere Diagnostik

9.6.6 Monitoring

9.7 Kreislaufstörungen: Schock

9.7.1 Einleitung

9.7.2 Ursachen

9.7.3 Pathogenese

9.7.4 Klinische Zeichen

9.7.5 Schockbehandlung

9.7.6 Weitere Diagnostik

9.7.7 Monitoring

9.8 Akutes Abdomen

9.8.1 Einleitung

9.8.2 Anamnese und klinische Untersuchung

9.8.3 Differenzialdiagnosen

9.8.4 Diagnostik

9.8.5 Stabilisation

9.8.6 Therapie

9.8.7 Septische Peritonitis

9.8.8 Urethraobstruktion

9.9 Polytrauma

9.9.1 Einleitung

9.9.2 Pathophysiologie des Polytraumas

9.9.3 Evaluation des Polytraumapatienten

9.9.4 Stabilisation der polytraumatisierten Katze

9.9.5 Thoraxtrauma

9.9.6 Schädel-Hirn-Trauma

9.9.7 Abdominales Trauma

9.9.8 Gliedmaßen-Trauma

9.10 SIRS und Sepsis

9.10.1 Einleitung

9.10.2 Ätiologie

9.10.3 Pathogenese

9.10.4 Klinik

9.10.5 Diagnose

9.10.6 Stabilisation und Therapie

9.10.7 Monitoring

9.11 Reanimation

9.11.1 Einleitung

9.11.2 Beatmung und Herzmassage

9.11.3 Weitere Maßnahmen

9.11.4 Monitoring

9.12 Weiterführende Literatur

10 Flüssigkeitstherapie

10.1 Einleitung

10.2 Physiologische Grundlagen

10.3 Klinische Symptome

10.3.1 Perfusion

10.3.2 Hydratation

10.4 Infusionslösungen

10.4.1 Kristalloide Infusionslösungen

10.4.2 Kolloidale Infusionslösungen

10.5 Applikation der Infusionslösung

10.5.1 Katheterwahl

10.5.2 Infusionsgabe

10.6 Dosierung der Infusionsmenge

10.6.1 Schockbehandlung

10.6.2 Rehydratation

10.6.3 Erhaltung

10.7 Flüssigkeitszusätze

10.8 Weiterführende Literatur

11 Ernährung hospitalisierter Patienten

11.1 Klinische Bedeutung

11.2 Untersuchung des Tieres

11.3 Ernährungsbedarf des hospitalisierten Patienten

11.4 Fütterungsplan

11.4.1 Auswahl der Fütterungsmethode

11.4.2 Stimulierte orale Fütterung/„Zwangsfütterung“

11.4.3 Appetitstimulanzien

11.4.4 Enterale Ernährung

11.4.5 Parenterale Ernährung

11.4.6 Kombinierte Ernährung

11.5 Komplikationen und ihr Management

11.6 Monitoring

11.7 Weiterführende Literatur

12 Wundversorgung und Verbrennungen

12.1 Prinzipien der Wundversorgung

12.1.1 Vorläufige Wundversorgung

12.1.2 Definitive Wundversorgung

12.1.3 Débridement

12.2 Störungen der Wundheilung

12.3 Antiinfektive Maßnahmen

12.3.1 Wundspüllösungen und Antiseptika

12.3.2 Topische Antibiose

12.3.3 Antibakterieller medizinischer Honig

12.3.4 Aktivkohle

12.4 Wundverbände

12.4.1 Trockene Wundversorgung

12.4.2 Feuchte Wundversorgung

12.5 Verbrennungen

12.6 Weiterführende Literatur

13 Vergiftungen

13.1 Einleitung

13.2 Anamnese und klinische Untersuchung

13.3 Toxikologische Analyse

13.4 Therapeutische Richtlinien

13.5 Erste Maßnahmen bei Vergiftungen

13.6 Vergiftungsursachen

13.6.1 Vergiftungen mit Tierarzneimitteln

13.6.2 Vergiftungen mit Schädlingsbekämpfungsmitteln

13.6.3 Vergiftung mit Pflanzen

13.6.4 Vergiftungen mit Humanarzneimitteln

13.6.5 Vergiftungen mit Haushalts- und Gewerbeprodukten

13.7 Weiterführende Literatur

14 Anästhesie(1)

14.1 Anästhesierisiko und Besonderheiten der Katze

14.2 Präanästhetische Untersuchung und Vorbereitung des Patienten

14.3 Injektionsanästhetika und Adjuvanzien

14.3.1 Anticholinergika

14.3.2 Sedativa

14.3.3 Analgetika

14.3.4 Intravenöse Hypnotika

14.3.5 Muskelrelaxanzien

14.4 Prämedikation, Injektionsanästhesie und Einleitung einer Allgemeinanästhesie

14.4.1 Prämedikation und Sedation

14.4.2 Injektionsanästhesie für kurze Eingriffe

14.4.3 Injektionsanästhesie für längere Eingriffe

14.4.4 Erhaltung und Vertiefung einer Injektionsanästhesie

14.4.5 Einleitung einer Inhalationsanästhesie mittels Injektionsanästhesie

14.5 Inhalationsanästhesie

14.5.1 Narkosesysteme

14.5.2 Inhalationsanästhetika

14.5.3 Sicherung der Atemwege

14.5.4 Anflutphase

14.5.5 Erhaltung der Anästhesie

14.5.6 Ausleitungsphase und Extubation

14.6 Atmung und Beatmung

14.6.1 Erkennen einer Atemdepression

14.6.2 Therapie der Atemdepression

14.7 Lokalanästhesie

14.7.1 Oberflächenanästhesie

14.7.2 Infiltrationsanästhesie

14.7.3 Leitungs- und Regionalanästhesie

14.8 Patientenüberwachung

14.8.1 Narkosetiefe

14.8.2 Atmung

14.8.3 Kreislauf

14.8.4 Körperinnentemperatur

14.8.5 Dokumentation (Anästhesieprotokoll)

14.9 Perioperative Versorgung und postoperative Überwachung

14.10 Schmerztherapie

14.10.1 Perioperative Analgesie

14.10.2 Therapie nichtoperationsbedingter Schmerzen

14.11 Zwischenfälle und Reanimation

14.11.1 Zwischenfälle und -komplikationen

14.11.2 Kardiopulmonale Reanimation

14.12 Weiterführende Literatur

15 Pharmakotherapie

15.1 Optimierung des Therapieplans

15.1.1 Wirkungseintritt

15.1.2 Wirkdauer und maximaler Wirkstoffspiegel

15.1.3 Orale Bioverfügbarkeit

15.1.4 Applikationsart

15.1.5 Umrechnung (Extrapolation) von Dosierungsangaben

15.2 Einfluss physiologischer Besonderheiten auf die Arzneimittelwirkungen

15.2.1 Verdauungstrakt

15.2.2 Zentralnervensystem

15.2.3 Veterinärpharmakologisch relevante Gendefekte

15.2.4 Putzverhalten

15.3 Pharmakotherapie bei Jungtieren

15.3.1 Absorption aus dem Gastrointestinaltrakt

15.3.2 Verteilungsvolumina

15.3.3 Blut-Hirn-Schranke

15.3.4 Biotransformation und Elimination

15.3.5 Dosierungsanpassungen

15.4 Pharmakotherapie bei alten Tieren

15.5 Pharmakotherapie bei Nieren- und Leberinsuffizienz

15.5.1 Niereninsuffizienz

15.5.2 Leberinsuffizienz

15.6 Pharmakotherapie bei Kreislaufinsuffizienz

15.7 Pharmakotherapie bei Adipositas

15.8 Weitere Faktoren der Pharmakotherapie

15.9 Weiterführende Literatur

16 Virusinfektionen

16.1 Allgemeines

16.2 Felines Herpesvirus (FHV)

16.3 Felines Calicivirus (FCV)

16.4 Felines Parvovirus (FPV)

16.5 Feline Coronaviren (FCoV)

16.5.1 Felines enterales Coronavirus (FECV)

16.5.2 Felines infektiöses Peritonitis-Virus (FIPV)

16.6 Feline Retroviren

16.6.1 Felines Leukämievirus (FeLV)

16.6.2 Felines Sarkomvirus (FeSV)

16.6.3 Felines Spumavirus (FSV)

16.6.4 Felines Immunschwächevirus (FIV)

16.7 Tollwutvirus

16.8 Aujeszky-Virus

16.9 Pockenvirus

16.10 Bornavirus

16.11 Feline spongiforme Enzephalopathie (FSE)

16.12 Hygienemaßnahmen, Desinfektionsmittel

16.12.1 Hygienemaßnahmen

16.12.2 Desinfektionsmittel

16.13 Vakzinierung

16.13.1 Vakzinierung von Freigängern

16.13.2 Vakzinierung von Katzen in Katzenzuchten

16.13.3 Vakzinierung von Katzen ohne Auslauf ins Freie

16.13.4 Vakzinierung von Katzen in Tierheimen (Katzen ohne Besitzer, verlassene Tiere)

16.14 Weiterführende Literatur

17 Bakterielle Infektionskrankheiten

17.1 Einleitung

17.2 Aktinomykose

17.3 Anaerobierinfektionen

17.4 Anthrax (Milzbrand)

17.5 Bordetella bronchiseptica-Infektionen

17.6 Borrelieninfektionen

17.7 Brucellosen

17.8 Campylobacter-Infektionen

17.9 Chlamydiosen

17.10 Clostridiosen

17.10.1 Gasödem

17.10.2 Tetanus

17.10.3 Botulismus

17.10.4 Tyzzer-Krankheit

17.10.5 Clostridium perfringens-assoziierte Enteropathie

17.10.6 Clostridium perfringens-bedingte Enterotoxämie

17.11 Corynebacterium-Infektionen

17.12 Coxiellose (Q-Fieber)

17.13 Dermatophilose

17.14 Ehrlichiosen

17.15 Escherichia coli- und andere enterobakterielle Infektionen

17.16 Helicobacter-Infektionen

17.17 Hämoplasmose

17.18 Katzenkratzkrankheit

17.19 Leptospirose

17.20 Listeriose

17.21 Mykobakteriosen

17.21.1 Tuberkulose

17.21.2 Opportunistische Mykobakteriosen und feline Lepra

17.22 Mykoplasmeninfektionen

17.23 Nokardiose

17.24 Pasteurelleninfektionen

17.25 Pseudomonas aeruginosa-Infektionen

17.26 Salmonelleninfektionen und Salmonellose

17.27 Staphylokokkeninfektionen

17.28 Streptokokkeninfektionen

17.29 Tularämie

17.30 Yersiniosen

17.30.1 Yersinia pseudotuberculosis-Infektion

17.30.2 Yersinia enterocolitica-Infektion

17.30.3 Yersinia pestis-Infektion

17.31 Septikämien unterschiedlicher Ätiologie

17.32 Weiterführende Literatur

18 Mykosen

18.1 Dermatophytosen

18.2 Sprosspilzmykosen

18.2.1 Kryptokokkose

18.2.2 Candida-Mykose

18.2.3 Malassezia-Mykose

18.3 Schimmelpilzmykosen

18.4 Mykosen durch dimorphe Pilze

18.4.1 Blastomykose

18.4.2 Histoplasmose

18.4.3 Kokzidioidomykose

18.4.4 Sporotrichose

18.5 Weiterführende Literatur

19 Parasitosen

19.1 Protozoen

19.1.1 Giardiose

19.1.2 Toxoplasmose

19.1.3 Kokzidiose (Cystoisospora-Infektion)

19.1.4 Tritrichomonose (Tritrichomonas foetus-Infektion)

19.2 Helminthen

19.2.1 Trematodenbefall

19.2.2 Zestodenbefall

19.2.3 Nematodenbefall

19.3 Ektoparasiten

19.3.1 Zeckenbefall

19.3.2 Cheyletiellose (Raubmilbenbefall)

19.3.3 Ohrräude

19.3.4 Kopfräude (Notoedres-Räude)

19.3.5 Haarlingsbefall

19.3.6 Myiasis (Fliegenlarvenkrankheit)

19.3.7 Flohbefall

19.4 Weiterführende Literatur

20 Reaktive Veränderungen des lymphatischen Systems (nichtmaligne Lymphknoten- und Milzerkrankungen)

20.1 Lymphknotenerkrankungen, Lymphadenopathien

20.1.1 Lymphknotenanatomie und -physiologie

20.1.2 Pathophysiologie der Lymphknoten

20.1.3 Lymphadenopathien

20.1.4 Literatur (inkl. weiterführende Literatur)

20.2 Nichtmaligne Erkrankungen der Milz

20.2.1 Milzanatomie und -physiologie

20.2.2 Leitsymptom Splenomegalie, Untersuchungsgang

20.2.3 Milzerkrankungen

20.2.4 Literatur (inkl. weiterführende Literatur)

21 Krankheiten des Blutes

21.1 Reaktive Veränderungen des weißen Blutbildes

21.1.1 Einleitung

21.1.2 Physiologie und Pathophysiologie der Leuko(zyto)poese

21.1.3 Neutrophile Granulozyten

21.1.4 Eosinophile Granulozyten

21.1.5 Basophile Granulozyten

21.1.6 Monozyten, Monozyten-Makrophagen-System

21.1.7 Lymphozyten

21.1.8 Literatur (inkl. weiterführende Literatur)

21.2 Anämie

21.2.1 Definition

21.2.2 Diagnostik der Anämie

21.2.3 Klassifizierung der Anämie

21.2.4 Blutungsanämien

21.2.5 Hämolytische Anämien

21.2.6 Nichtregenerative Anämien: Anämien infolge ungenügender/ineffektiver Erythropoese

21.3 Polyzythämie (Erythrozytose)

21.4 Störungen der Blutgerinnung (Hämostase), hämorrhagische Diathese

21.4.1 Grundlagen der Hämostase

21.4.2 Diagnostik von Gerinnungsstörungen

21.4.3 Thrombozytenbedingte Gerinnungsstörungen

21.4.4 Vaskuläre hämorrhagische Diathesen (Vaskulitis, Vasopathien)

21.4.5 Koagulopathien (plasmatische Gerinnungsstörungen)

21.5 Thrombozytose und Thrombozythämie

21.6 Thromboembolie

21.7 Transfusionsmedizin

21.7.1 Indikationen

21.7.2 Blutgruppen, Alloantikörper und Kreuzprobe

21.7.3 Neonatale Isoerythrolyse (NI)

21.7.4 Blutspender

21.7.5 Blutspende

21.7.6 Komponententherapie

21.7.7 Verabreichung von Blut und Blutkomponenten

21.7.8 Transfusionsreaktionen

21.7.9 Blutersatzstoffe

21.7.10 Xenotransfusion

22 Herz-Kreislauf-Erkrankungen

22.1 Einleitung

22.2 Manifestationen bei Herzinsuffizienz

22.3 Diagnostik bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen

22.3.1 Klinische Untersuchung

22.3.2 Weiterführende kardiologische Untersuchungsmöglichkeiten

22.3.3 Laboruntersuchungen bei Herzerkrankungen

22.4 Kardiovaskuläre Erkrankungen

22.4.1 Erworbene Herzerkrankungen

22.4.2 Erkrankungen des Perikards

22.4.3 Hypertonie

22.4.4 Angeborene Herzfehler

22.5 Weiterführende Literatur

23 Krankheiten des Respirationstrakts

23.1 Einleitung

23.2 Diagnostik

23.2.1 Anamnese und klinische Untersuchung

23.2.2 Leitsymptome

23.2.3 Auskultation

23.2.4 Perkussion

23.2.5 Weiterführende Untersuchungen

23.2.6 Funktionsdiagnostik

23.2.7 Endoskopie

23.2.8 Bronchoalveolarlavage (BAL)

23.2.9 Thorakozentese

23.2.10 Feinnadelaspiration

23.2.11 Thoraxchirurgie, Thorakoskopie

23.3 Erkrankungen der Nase (Planum nasale, Nares)

23.3.1 Neoplasien des Planum nasale

23.3.2 Sonstige Erkrankungen des Planum nasale

23.4 Erkrankungen der Nasenhöhlen, Nasennebenhöhlen und des Nasenrachenraums

23.4.1 Infektiöse (Virus-)Rhinitis

23.4.2 Bakterielle Rhinitis

23.4.3 Mykotische Rhinitis

23.4.4 Idiopathische chronische Rhinosinusitis

23.4.5 Nasopharyngeale Polypen

23.4.6 Neubildungen

23.4.7 Nasopharyngeale und nasale Fremdkörper

23.4.8 Gaumendefekte, nasopharyngeale Stenose

23.5 Erkrankungen des Kehlkopfs

23.5.1 Larynxödem, Laryngospasmus, akute Laryngitis, Fremdkörper, Traumata

23.5.2 Larynxparalyse

23.5.3 Neoplasien des Kehlkopfs und granulomatöse Laryngitis

23.6 Erkrankungen der Trachea

23.6.1 Tracheitis

23.6.2 Verletzungen der Trachea

23.6.3 Tracheale Obstruktion (Fremdkörper, Neoplasien, Stenose, Trachealkollaps)

23.7 Tracheotomie

23.8 Erkrankungen der Bronchien und Bronchiolen

23.8.1 Akute Bronchitis

23.8.2 Feline bronchiale Atemwegserkrankung, felines Asthma, chronische Bronchitis

23.8.3 Bronchiektasie

23.9 Erkrankungen des Lungenparenchyms

23.9.1 Bakterielle Pneumonie

23.9.2 Viruspneumonie

23.9.3 Mykotische Pneumonie

23.9.4 Aspirationspneumonie

23.9.5 Lungenödem

23.9.6 Rauchvergiftung

23.9.7 Parasitosen der Lunge

23.9.8 Lungenneoplasien

23.9.9 Idiopathische Lungenfibrose

23.9.10 Pulmonale Thrombembolie (Lungenembolie)

23.9.11 Pulmonale Hypertonie

23.9.12 Weitere Ursachen von Lungenkrankheiten

23.10 Erkrankungen des Mediastinums

23.10.1 Mediastinale Massen, Mediastinitis und Pneumomediastinum

23.11 Erkrankungen der Thoraxwand

23.11.1 Thoraxtraumata, Neoplasien und Trichterbrust

23.12 Erkrankungen des Zwerchfells

23.12.1 Zwerchfellruptur und Zwerchfellhernien

23.12.2 Zwerchfellparalyse

23.13 Erkrankungen der Pleurahöhle

23.13.1 Liquidothorax (Pleuralerguss)

23.13.2 Pneumothorax

23.14 Weiterführende Literatur

23.15 Thorakotomie

23.15.1 Thorakotomie von lateral

23.15.2 Ductus arteriosus persistens (Ductus arteriosus Botalli)

23.16 Chirurgie der Trachea

23.16.1 Zugang zur zervikalen Trachea

23.16.2 Tracheostomie (temporär oder permanent)

23.16.3 Trauma der zervikalen Trachea

23.16.4 Resektion der Trachea und Anastomose

23.16.5 Intrathorakaler Trachealabriss

23.16.6 Weiterführende Literatur

24 Krankheiten der Haut

24.1 Die normale Haut

24.1.1 Funktionen der Haut

24.1.2 Aufbau der Haut

24.1.3 Haarkleid

24.1.4 Hautmikrobiom

24.2 Bakterielle Infektionen

24.2.1 Pyodermie

24.2.2 Abszesse

24.2.3 Mykobakteriosen

24.2.4 Nokardiose

24.3 Mykosen

24.3.1 Dermatophytose

24.3.2 Malassezia-Dermatitis

24.3.3 Tiefe und systemische Mykosen

24.4 Autoimmundermatosen

24.4.1 Pemphigus-Syndrom

24.4.2 Lupus erythematodes

24.5 Miliare Dermatitis

24.6 Allergien

24.6.1 Felines Atopie-Syndrom (FAS)

24.6.2 Flohspeichelallergie

24.6.3 Mückenstichallergie

24.7 Eosinophiler Granulom-Komplex

24.7.1 Eosinophiles Ulkus

24.7.2 Eosinophile Plaques

24.7.3 Eosinophiles Granulom

24.8 Kutane Arzneimittelreaktionen

24.9 Erythema multiforme, Stevens-Johnson-Syndrom, toxische epidermale Nekrolyse

24.10 Herpesvirus-induzierte Dermatose

24.11 Plasmazelluläre Pododermatitis

24.12 Alopezie

24.12.1 Kongenitale Hypotrichose und Alopezie

24.12.2 Erworbene symmetrische Alopezie

24.13 Paraneoplastische Dermatosen

24.13.1 Nekrolytisches migratorisches Erythem

24.13.2 Paraneoplastische Alopezie

24.14 Neoplasien

24.14.1 Tumoren epithelialen Ursprungs

24.14.2 Tumoren mesenchymalen Ursprungs

24.15 Hauterkrankungen mit unterschiedlicher Ätiologie

24.15.1 Paronychia

24.15.2 Akne

24.15.3 Idiopathische Gesichtsdermatitis bei Perser- und Himalayakatzen

24.15.4 Schwanzdrüsenkomplex-Hyperplasie

24.15.5 Exfoliative Dermatitis

24.15.6 Xanthomatose

24.16 Weiterführende Literatur

25 Erkrankungen der Ohren

25.1 Anatomie

25.2 Untersuchungsgang

25.3 Erkrankungen der Pinna

25.4 Otitis externa

25.4.1 Prädisponierende Faktoren

25.4.2 Primäre Faktoren

25.4.3 Sekundäre Faktoren

25.4.4 Aufrechterhaltende Faktoren

25.4.5 Otitis-Operation (Gehörgangsresektion)

25.5 Otitis media (Mittelohrentzündung)

25.6 Otitis interna (Innenohrentzündung)

25.7 Ototoxizität

25.8 Schwerhörigkeit und Taubheit

25.9 Weiterführende Literatur

26 Krankheiten von Mundhöhle, Kiefer und Zähnen

26.1 Untersuchung der Mundhöhle

26.2 Narkose und Schmerzmanagement bei Zahnbehandlungen

26.2.1 Narkose

26.2.2 Schmerzmanagement

26.3 Parodontologie

26.3.1 Parodontitis

26.4 Spezifische Erkrankungen der Mundhöhle

26.4.1 Gingivostomatitis

26.4.2 Eosinophiler Granulom-Komplex (EGK)

26.4.3 Feline odontoklastische resorptive Läsionen (FORL) bzw. resorptive Läsionen (RL)

26.5 Tumoren

26.6 Zahnfrakturen und restaurative Zahnheilkunde

26.6.1 Wurzelbehandlung

26.6.2 Deckfüllung

26.6.3 Spezialfälle

26.7 Verletzungen von Mundhöhle und Kiefer

26.7.1 Ablederung der Unterlippe

26.7.2 Kieferfrakturen und -luxationen

26.7.3 Kiefergelenkluxation

26.7.4 Gaumenspalte

26.7.5 Prognose von Kieferfrakturen und -luxationen

26.8 Weiterführende Literatur

27 Krankheiten des Magen-Darm-Traktes

27.1 Erkrankungen des Ösophagus

27.1.1 Anatomie und Physiologie

27.1.2 Anamnese bei ösophagealen Erkrankungen

27.1.3 Klinische Untersuchung

27.1.4 Kongenitale ösophageale Erkrankungen

27.1.5 Ösophageale Fremdkörper

27.1.6 Megaösophagus

27.1.7 Ösophagitis

27.1.8 Neoplasien der Speiseröhre

27.1.9 Ösophagostomie-Sonde

27.1.10 Weiterführende Literatur

27.2 Erkrankungen des Magens

27.2.1 Klinische Symptomatik

27.2.2 Diagnostik

27.2.3 Akutes Erbrechen

27.2.4 Chronisches Erbrechen

27.2.5 Weiterführende Literatur

27.3 Erkrankungen des Dünndarms

27.3.1 Klinische Symptomatik

27.3.2 Diagnostik

27.3.3 Infektionskrankheiten

27.3.4 Ernährungsabhängige Erkrankungen des Intestinaltrakts

27.3.5 Dysbiose des Dünndarms

27.3.6 Entzündliche Darmerkrankung (Inflammatory Bowel Disease)

27.3.7 Darmtumoren

27.3.8 Fremdkörper

27.3.9 Darminvagination

27.3.10 Weiterführende Literatur

27.4 Erkrankungen des Dickdarms und Rektums

27.4.1 Kolitis

27.4.2 Feline intestinale eosinophile sklerosierende Fibroplasie

27.4.3 Dickdarmtumoren

27.4.4 Konstipation, Obstipation und Megakolon

27.4.5 Weiterführende Literatur

27.5 Chirurgie des Magen-Darm-Trakts

27.5.1 Grundlagen der Gastrointestinalchirurgie

27.5.2 Gastrotomie

27.5.3 Partielle Magenresektion

27.5.4 Enterotomie

27.5.5 Enterektomie

27.5.6 Subtotale Kolektomie

27.5.7 Kolopexie

27.5.8 Weiterführende Literatur

28 Krankheiten des hepatobiliären Systems

28.1 Einleitung

28.2 Besonderheiten der felinen hepatobiliären Anatomie und Leberfunktion

28.3 Klinische Symptomatik

28.3.1 Hepatomegalie und Aszites

28.3.2 Ikterus

28.3.3 Bilirubinurie

28.3.4 Sterkobiline im Kot

28.4 Diagnostik

28.4.1 Diagnostik beim ikterischen Patienten

28.4.2 Klinisch-chemische Blutuntersuchung

28.4.3 Bildgebende Verfahren

28.4.4 Leberbiopsie, Feinnadelaspiration und Gallenblasenpunktion

28.5 Spezielle Erkrankungen des hepatobiliären Systems

28.5.1 Akute hepatische Nekrose

28.5.2 Hepatische Enzephalopathie

28.5.3 Angeborene Gefäßanomalien – portosystemischer Shunt

28.5.4 Hepatische Lipidose (HL)

28.5.5 Hepatische Amyloidose

28.5.6 Entzündliche Erkrankungen des hepatobiliären Systems

28.5.7 Tumoren des hepatobiliären Systems

28.6 Angeborener portosystemischer Shunt

28.6.1 Konservative Therapie

28.6.2 Chirurgische Therapie

28.7 Weiterführende Literatur

29 Krankheiten des exokrinen Pankreas

29.1 Einleitung

29.2 Pankreatitis

29.3 Exokrine Pankreasinsuffizienz

29.4 Neoplastische Erkrankungen

29.5 Weitere Erkrankungen des exokrinen Pankreas

29.5.1 Noduläre Hyperplasie

29.5.2 Pankreasblase

29.5.3 Flüssigkeitsansammlungen im Pankreas oder im peripankreatischen Gewebe

29.6 Weiterführende Literatur

30 Krankheiten der Niere und ableitenden Harnwege

30.1 Allgemeine Untersuchungen

30.1.1 Anamnese

30.1.2 Klinische Untersuchung

30.1.3 Blutanalyse

30.1.4 Harnanalyse

30.1.5 Bildgebende Verfahren

30.2 Spezielle Untersuchungsmethoden

30.2.1 Glomeruläre Filtrationsrate

30.2.2 Urin-Protein/Urin-Kreatinin-Quotient (U-P/C)

30.2.3 Renale Biomarker

30.2.4 Fraktionierte Elektrolytausscheidung

30.2.5 Blutdruckmessung

30.2.6 Zytologie/Biopsie

30.2.7 Zystoskopie

30.3 Problemorientierte Diagnostik/Leitsymptome

30.3.1 Azotämie

30.3.2 Polyurie/Polydipsie

30.3.3 Proteinurie

30.3.4 Hämaturie

30.3.5 Renomegalie

30.3.6 Dysurie/Strangurie/Harnwegsobstruktion

30.3.7 Harninkontinenz

30.4 Spezifische Erkrankungen

30.4.1 Akute Nierenschädigung

30.4.2 Chronische Nierenerkrankung

30.4.3 Glomerulonephritis

30.4.4 Polyzystische Nierenerkrankung

30.4.5 Nierenamyloidose

30.4.6 Perirenale Pseudozysten

30.4.7 Ureterobstruktion

30.4.8 Erkrankungen der unteren Harnwege

30.4.9 Harnwegsinfektionen

30.4.10 Nieren- und Blasensteine

30.4.11 Neoplasien der Harnwege

30.5 Operationen an den Harnorganen

30.5.1 Einleitung

30.5.2 Perineale Urethrostomie

30.5.3 Präpubische Urethrostomie

30.5.4 Zystotomie

30.5.5 Nephrektomie

30.5.6 Sphinkteroplastik des Blasenhalses – Therapie der Reflex-Dyssynergie nach Rückenmarkverletzung

30.6 Weiterführende Literatur

31 Krankheiten der Geschlechtsorgane und Geburtshilfe

31.1 Physiologie der Fortpflanzung beim weiblichen Tier

31.1.1 Eintritt der Geschlechtsreife

31.1.2 Physiologie des Sexualzyklus

31.1.3 Bestimmung des optimalen Deckzeitpunkts

31.1.4 Zyklusabhängige Veränderungen im Hormonprofil

31.2 Infertilität bei der Kätzin

31.2.1 Ausbleiben der Rolligkeit

31.2.2 Dauerrolligkeit

31.2.3 Rolligkeit normal, Deckakt kommt nicht zustande

31.2.4 Infertilität nach erfolgter Belegung

31.3 Erkrankungen des Uterus

31.3.1 Glandulär-zystische Hyperplasie

31.3.2 Endometritis

31.3.3 Pyometra

31.3.4 Uterustumoren

31.4 Trächtigkeit und Geburt

31.4.1 Normale Trächtigkeit

31.4.2 Normale Geburt

31.4.3 Störungen der Trächtigkeit und des Puerperiums

31.4.4 Störungen der Geburt

31.4.5 Ernährung trächtiger und laktierender Katzen

31.5 Zykluskontrolle

31.5.1 Kastration

31.5.2 Hormonelle Rolligkeitskontrolle

31.5.3 Nidationsverhütung und Abortinduktion

31.5.4 Induktion der Rolligkeit

31.6 Operationen an den weiblichen Geschlechtsorganen

31.6.1 Ovariektomie

31.6.2 Ovariohysterektomie

31.6.3 Sectio caesarea

31.6.4 En-Bloc-Resektion

31.7 Erkrankungen der Milchdrüse

31.7.1 Fibroepitheliale Hyperplasie

31.7.2 Mastitis

31.8 Mastektomie

31.8.1 Radikale Mastektomie

31.9 Physiologie der Fortpflanzung beim männlichen Tier

31.9.1 Anatomie der männlichen Geschlechtsorgane

31.9.2 Eintritt der Geschlechtsreife und Testosteronstatus

31.10 Gezielte Paarung und künstliche Besamung

31.10.1 Spermagewinnung

31.10.2 Spermabeurteilung

31.10.3 Konzeptionsrate

31.11 Fortpflanzungsstörungen beim Kater

31.12 Reproduktionskontrolle beim Kater

31.13 Kastration des Katers

31.13.1 Orchiektomie

31.13.2 Kastration bei Kryptorchismus

31.14 Weiterführende Literatur

32 Neonatologie

32.1 Physiologische Besonderheiten von Katzenwelpen

32.1.1 Immunsystem

32.1.2 Thermoregulation

32.1.3 Wasserhaushalt und Nierenfunktion

32.1.4 Leberfunktion und Glukosehomöostase

32.1.5 Herz-Kreislauf-System, Blutparameter

32.2 Der kranke Katzenwelpe

32.2.1 Untersuchung von Katzenwelpen

32.2.2 Erkrankungen bei Katzenwelpen und Therapiegrundsätze in der Welpenmedizin

32.3 Handaufzucht von Katzenwelpen

32.4 Weiterführende Literatur

33 Krankheiten des Nervensystems

33.1 Einleitung

33.2 Neurologische Untersuchung

33.2.1 Bewusstsein

33.2.2 Verhalten

33.2.3 Haltung

33.2.4 Gang

33.2.5 Kopfnervenfunktionen

33.2.6 Haltungs- und Stellreaktionen

33.2.7 Spinale Reflexe

33.2.8 Sensibilität

33.3 Lokalisation der Läsion

33.3.1 1. Schritt: Lokalisation peripher

33.3.2 2. Schritt: Lokalisation intrakranial

33.3.3 3. Schritt: Lokalisation im Vestibulärsystem

33.3.4 4. Schritt: Lokalisation spinal

33.4 Differenzierung neurologischer Störungen (VETAMIND)

33.5 Spezielle Untersuchungsmethoden

33.5.1 Blut- und Harnuntersuchung

33.5.2 Untersuchung des Liquor cerebrospinalis

33.5.3 Neuroradiologie

33.5.4 Elektroenzephalografie (EEG)

33.5.5 Akustisch evozierte Potenziale (AEP)

33.5.6 Elektromyografie (EMG) und Messung der Nervenleitungsgeschwindigkeit (NLG)

33.5.7 Muskel- und Nervenbiopsie

33.6 Monoparese/Monoplegie

33.6.1 Abriss/Kontusion von Plexus brachialis und N. radialis

33.6.2 Ischiadikusparese/-paralyse

33.6.3 Tumoren der peripheren Nerven

33.7 Paraparese/Paraplegie

33.7.1 Lokalisation zentral

33.7.2 Lokalisation peripher

33.8 Tetraparese/Tetraplegie

33.8.1 Lokalisation zentral

33.8.2 Lokalisation peripher

33.9 Generalisierte Ataxie und Kopfschiefhaltung

33.9.1 Otitis media/interna

33.9.2 Nasopharyngeale Polypen

33.9.3 Idiopathisches Vestibularsyndrom

33.9.4 Kongenitale Vestibularstörungen

33.9.5 Kleinhirnhypoplasie bei feliner Panleukopenie-Virusinfektion

33.10 Stupor und Koma

33.10.1 Intoxikationen

33.10.2 Schädel-Hirn-Trauma

33.10.3 Metabolische Enzephalopathien

33.10.4 Blutungen und Infarkte

33.10.5 Hypertensive Enzephalopathie

33.10.6 Intrakranielle Tumoren

33.11 Multifokale Erkrankungen (inklusive Ventroflexion)

33.11.1 Thiaminmangel und andere metabolische Enzephalopathien

33.11.2 FIP und andere infektiöse Enzephalitiden

33.11.3 „Psychische“ Erkrankungen

33.12 Epileptische Krampfanfälle

33.12.1 Feline Hippokampusnekrose, komplex partielle Clusteranfälle mit orofazialer Beteiligung

33.13 Taubheit und Abnormitäten von Gesicht, Zunge und Larynx/Pharynx

33.13.1 Taubheit

33.13.2 Feline Dysautonomie

33.13.3 Idiopathische Fazialisparese und hemifazialer Spasmus

33.13.4 Idiopathisches Horner-Syndrom

33.13.5 Laryngeale Paralyse

33.14 Weiterführende Literatur

34 Krankheiten der Augen

34.1 Krankheiten der Augenlider

34.1.1 Angeborene Erkrankungen und Anomalien

34.1.2 Ptosis

34.1.3 Entropium

34.1.4 Lidödem

34.1.5 Lidentzündung (Blepharitis)

34.1.6 Lidverletzungen und Lidwunden

34.1.7 Lidtumoren

34.2 Krankheiten der Bindehaut und Nickhaut

34.2.1 Bindehautdermoid

34.2.2 Symblepharon und Pseudopterygium

34.2.3 Konjunktivale und Nickhautzysten

34.2.4 Bindehautentzündung (Konjunktivitis)

34.2.5 Verletzungsbedingte Binde- und Nickhauterkrankungen

34.2.6 Konjunktivale Fremdkörper

34.2.7 Nickhautvorfall

34.2.8 Neubildungen der Binde- und Nickhaut

34.3 Krankheiten der Tränenorgane

34.3.1 Keratoconjunctivitis sicca (KCS)

34.3.2 Epiphora

34.4 Krankheiten des Augapfels und der Augenhöhle

34.4.1 Entwicklungsanomalien

34.4.2 Strabismus (Schielen)

34.4.3 Nystagmus (Augenzittern)

34.4.4 Phthisis bulbi

34.4.5 Glaukom

34.4.6 Bulbusverletzungen

34.4.7 Bulbusvorfall

34.4.8 Retrobulbäre Prozesse

34.4.9 Peri- und postoperative Analgesie

34.5 Krankheiten der Hornhaut und Limbusregion

34.5.1 Kongenitale Hornhauterkrankungen

34.5.2 Erworbene Hornhauterkrankungen

34.5.3 Hornhautverletzungen

34.5.4 Neubildungen der Hornhaut

34.6 Krankheiten der anterioren Uvea

34.6.1 Angeborene Erkrankungen und Anomalien

34.6.2 Erworbene Erkrankungen der Uvea

34.6.3 Tumoren der vorderen Uvea

34.7 Krankheiten der Augenlinse

34.7.1 Linsentrübung (Katarakt)

34.7.2 Lageveränderungen der Linse (Linsenluxation)

34.8 Krankheiten des Fundus und des Sehnervs

34.8.1 Angeborene und frühe Entwicklungsstörungen

34.8.2 Erbliche Stäbchen-Zapfen Dysplasien und Degenerationen (PRA)

34.8.3 Ernährungsbedingte Netzhautdegenerationen

34.8.4 Toxische Retinadegeneration

34.8.5 Entzündliche Erkrankungen des Fundus (Uveitis posterior)

34.8.6 Hypertensive Retinopathie

34.8.7 Seltene Retinopathien

34.8.8 Tumoren im Fundusbereich

34.8.9 Erkrankungen des Sehnervs

34.9 Weiterführende Literatur

35 Krankheiten der endokrinen Organe

35.1 Akromegalie (Hypersomatotropismus)

35.2 Diabetes insipidus

35.3 Hypothyreose

35.4 Hyperthyreose

35.4.1 Einleitung/Allgemeines

35.4.2 Thyreoidektomie

35.5 Hypoparathyreoidismus

35.6 Hyperparathyreoidismus

35.6.1 Primärer Hyperparathyreoidismus

35.6.2 Sekundärer (alimentärer) Hyperparathyreoidismus

35.7 Diabetes mellitus

35.8 Insulinom

35.9 Primärer Hypoadrenokortizismus

35.10 Hyperadrenokortizismus

35.11 Hyperaldosteronismus

35.12 Phäochromozytom

35.13 Weiterführende Literatur

36 Krankheiten des Immunsystems

36.1 Einleitung

36.2 Überempfindlichkeitsreaktion vom Typ I

36.2.1 Allergien vom Soforttyp

36.3 Überempfindlichkeitsreaktion vom Typ II

36.3.1 Alloantikörpererkrankungen und Autoimmunkrankheiten

36.4 Überempfindlichkeitsreaktion vom Typ III

36.4.1 Immunkomplexkrankheiten

36.5 Überempfindlichkeitsreaktion vom Typ IV

36.5.1 Pathologische zelluläre Immunreaktionen

36.5.2 Allergien vom Spättyp

36.5.3 Zellvermittelte Krankheiten unbekannter Genese

36.5.4 Granulomatöse Erkrankungen infektiöser Genese

36.6 Störungen des Immunglobulinhaushalts (Gammopathien)

36.6.1 Polyklonale Gammopathien

36.6.2 Monoklonale Gammopathien

36.7 Erkrankungen durch Immundefekte

36.7.1 Einleitung

36.7.2 Defekte der unspezifischen Abwehr

36.7.3 Defekte der spezifischen Abwehr

36.8 Weiterführende Literatur

37 Erbkrankheiten

37.1 Einleitung

37.2 Missbildungen

37.3 Angeborene Stoffwechselstörungen (metabolische Defekte)

37.4 Vererbung

37.5 Klinische Manifestationen und Screening-Tests

37.6 Hereditäre hämatologische Störungen

37.7 Hereditär bedingte Stoffwechselkrankheiten

37.8 Speicherkrankheiten

37.9 Strukturproteindefekte

37.10 Schlussfolgerungen

37.11 Weiterführende Literatur

38 Krankheiten des Bewegungsapparates

38.1 Einleitung

38.2 Lahmheitsdiagnostik bei der Katze

38.2.1 Klinische orthopädische Untersuchung

38.2.2 Weiterführende Untersuchungen

38.3 Erkrankungen des Bewegungsapparates

38.3.1 Angeborene Stoffwechselerkrankungen

38.3.2 Erworbene Knochenerkrankungen

38.3.3 Erkrankungen der Gelenke

38.4 Grundlagen der Frakturbehandlung

38.4.1 Frakturklassifikation

38.4.2 Erstversorgung

38.4.3 Konservative Frakturbehandlung

38.4.4 Operative Frakturbehandlung

38.4.5 Knochentransplantate

38.4.6 Postoperatives Vorgehen

38.4.7 Frakturkomplikationen

38.5 Grundlagen der Behandlung von Gelenkverletzungen

38.5.1 Diagnose und Klassifikation

38.5.2 Erstversorgung

38.5.3 Konservative Behandlung

38.5.4 Operative Behandlung

38.5.5 Postoperatives Vorgehen

38.5.6 Komplikationen nach Gelenkverletzungen

38.5.7 Arthrodesen

38.6 Verbände, Schienen und Schlingen

38.6.1 Verbände

38.6.2 Schienen und starre Immobilisationsverbände

38.6.3 Schlingen

38.7 Amputationen

38.7.1 Zehenamputation

38.7.2 Schwanzamputation

38.7.3 Vorderbeinamputation

38.7.4 Hinterbeinamputation

38.8 Therapie spezifischer Verletzungen des Bewegungsapparates

38.8.1 Schulterblattverletzungen

38.8.2 Schultergelenkverletzungen

38.8.3 Humerusfrakturen

38.8.4 Ellbogenverletzungen

38.8.5 Radius- und Ulnafrakturen

38.8.6 Karpalgelenksverletzungen

38.8.7 Metakarpal-/Metatarsalfrakturen und Zehenfrakturen

38.8.8 Wirbelsäulenverletzungen

38.8.9 Beckenfrakturen

38.8.10 Hüftgelenkverletzungen

38.8.11 Femurfrakturen

38.8.12 Kniegelenkverletzungen

38.8.13 Tibiafrakturen

38.8.14 Tarsalgelenkverletzungen

38.9 Danksagung

38.10 Weiterführende Literatur

39 Tumoren

39.1 Einleitung

39.2 Therapiemöglichkeiten

39.2.1 Chirurgie

39.2.2 Strahlentherapie

39.2.3 Chemotherapie

39.2.4 Photodynamische Therapie

39.3 Ernährung des Tumorpatienten

39.4 Tumoren der lymphatischen und blutbildenden Organe

39.4.1 Malignes Lymphom

39.4.2 Leukämien

39.4.3 Thymom

39.4.4 Multiples Myelom und Plasmazelltumoren

39.5 Tumoren der Haut und Unterhaut

39.5.1 Epitheliale Tumoren

39.5.2 Mastzelltumoren

39.5.3 Mesenchymale Tumoren

39.6 Mammatumoren

39.7 Tumoren der Maulhöhle

39.8 Gastrointestinale Tumoren

39.9 Tumoren des Skeletts

39.10 Gehirntumoren

39.11 Weiterführende Literatur

40 Die alte Katze

40.1 Einleitung

40.2 Allgemeiner Gesundheitscheck

40.2.1 Zusammenstellung eines Gesundheitschecks

40.2.2 Anamnese

40.2.3 Klinische Untersuchung

40.2.4 Laboruntersuchungen

40.2.5 Spezialuntersuchungen

40.2.6 Resultatbesprechung, Folgeuntersuchungen und Kontrollen

40.3 Laborbefunde bei geriatrischen Katzen

40.3.1 Basalwerte im mittleren Alter

40.3.2 Geriatrisches Laborprofil der Katze

40.4 Anästhesie und Analgesie

40.4.1 Auswahl der Mittel für eine Anästhesie

40.4.2 Postoperative Schmerzlinderung

40.5 Geriatrische Pharmakologie

40.6 Chronische Nierenerkrankung

40.7 Zahnerkrankungen

40.8 Vitamin-B12-Mangel (Cobalamin)

40.9 Kognitives Dysfunktionssyndrom (CDS)

40.10 Weiterführende Literatur

41 Rechtsfragen

41.1 Einleitung

41.2 Grundgesetz

41.3 Bürgerliches Gesetzbuch (BGB)

41.4 Zivilprozessordnung (ZPO)

41.5 Tierschutzgesetz (TSchG)

41.5.1 Grundsatz

41.5.2 Tierhaltung

41.5.3 Aussetzen

41.5.4 Töten

41.5.5 Eingriffe an Tieren

41.5.6 Tierversuche

41.6 Schutz von Tieren beim Transport

41.7 Bundesjagdgesetz

41.8 Bundesnaturschutzgesetz

41.9 Tierseuchengesetze

41.10 Tierkörperbeseitigungsgesetz

41.11 Die Katze im europäischen Recht

41.12 Die Katze im schweizerischen Recht

41.13 Die Katze im österreichischen Recht

41.14 Schlussbetrachtung

41.15 Weiterführende Literatur

Autorenvorstellung

Anschriften

Sachverzeichnis

Impressum

1 Verhalten, störendes Verhalten und Verhaltensstörungen

Barbara Schöning; frühere Bearbeitung durch Dennis C. Turner

1.1 Die Katze als Haustier

1.1.1 Allgemeines zu den Hauskatzen

1.1.1.1 Von der Domestikation zum populärsten Heimtier

Die Mensch-Katze-Beziehung ist nicht so alt wie diejenige mit Hunden, aber sie existiert schon einige Tausend Jahre. Unser Bild über die Domestikation der Katze ist inkomplett und beruht u.a. auf fossilen Funden und Überlieferungen z.B. aus Altägypten, wo die Katze, zumindest in der Spätzeit, auch als Gottheit verehrt wurde. Die heute am häufigsten zitierten Domestikationstheorien sind die des Kommensalismus (Tischgemeinschaft, Mitessertum) und die der Domestikation als „Heimtiere“ oder Kumpane des Menschen.

Die Theorie des Kommensalismus besagt, dass die Vorfahren der heutigen Katzen die frühen Agrarsiedlungen allmählich in ihre Reviere einschlossen. Diese nordafrikanische Wild- oder Falbkatze (Felis silvestris f. libyca) nutzte dort die Nagetiere in den Getreidekammern als Beute. Die Katzen wurden wegen dieser Dienste zuerst geduldet, später gefördert – sehr wahrscheinlich durch Zufütterung. Die Befürworter einer reinen „Selbst-Domestikationstheorie“ meinen, dass der Mensch nichts Weiteres zur Domestikation beitrug.

Für die Theorie, dass Katzen von Anfang an auch als Heimtiere – soziale Begleiter ohne ökonomischen Nutzen – domestiziert wurden, spricht u.a. die universale Tendenz des Menschen, junge oder kranke Wildtiere zu sich zu nehmen, zu pflegen und aufzuziehen; dazu kommt die enorme Geschwindigkeit, mit welcher die Katzen die Welt eroberten. Auf jeden Fall haben sich diese Tiere relativ schnell an das Zusammenleben mit Menschen gewöhnt, zumindest teilweise angepasst und sich von Nordafrika und dem Nahen Osten in den Norden (Europa), weiter nach Osten (z.B. Indien) und später mit den Seefahrern nach Westen in die Neue Welt ausgebreitet. Sehr wahrscheinlich erfolgte die Domestikation der Katze als Mischung aus diesen beiden Komponenten.

Düstere Zeiten erlebten die Katzen im mittelalterlichen Europa, als sie als Begleiter von Hexen verfolgt, gefoltert und mit den Hexen verbrannt wurden. Ein Hauch von Aberglauben über und um diese Tiere ist heute noch als Überbleibsel dieser Zeit zu spüren. Doch im 18. Jahrhundert mit der Invasion Europas durch die Wanderratte, Rattus norvegicus, gewann die Hauskatze als sehr sauberer Zimmergenosse und Verbündeter des Menschen gegen diesen Eindringling wieder neue Freunde und neue Popularität.

Danach wurden Katzen (aber auch andere Heimtiere wie der Hund, das Meerschweinchen, der Hamster, der Wellensittich, der Kanarienvogel und viele Arten von Aquariumsfischen) immer häufiger gehalten. Heute beherbergt jeder 2. Haushalt der industrialisierten Welt irgendein Heimtier, etwa jeder 4. mindestens 1 Katze, wenn nicht 2 oder mehr. Unter den Säugetieren sind gerade die Katzen zum beliebtesten Heimtier in vielen Ländern geworden (in Deutschland wurden Ende 2017 ca. 13 Mio. Katzen als Heimtier gehalten).

1.1.1.2 Normalverhalten

Jagdverhalten und Einfluss auf Beute

Katzen sind sogenannte „Ansitzjäger“. Sie können lange bewegungslos verharren und beobachten, um dann plötzlich abzuspringen und die Beute zu attackieren. Ein aufwendiges Suchen und langes Verfolgen (Hetzen) eines Beutetieres findet i.d.R. nicht statt. Das Jagdverhalten der Katze ist teils sehr eng genetisch fixiert und teils erlernt. Zum Beispiel wirken dunkle Löcher und Spalten – als potenzielle Beute-Baueingänge – sehr anziehend und laden zum Ansitzen ein. Jedes bewegte oder sich bewegende Objekt, das nicht zu groß, zu klein und nicht zu schnell ist, wird aufmerksam mit dem Blick verfolgt und eventuell „angegriffen“. Welche Objekte sich als Beute eignen, lernt die Katze bereits als Welpe. Eine genetische Prädisposition scheint für kleine, bepelzte bzw. befederte und bewegte Subjekte vorhanden zu sein. Typischerweise wird die Beute an der „schmalsten“ Stelle gepackt (Sanduhrmodell), d.h. die Katzen packen und töten durch Biss in den Nacken.

Katzen gelten als effiziente Jäger, obwohl sie keineswegs immer Erfolg haben: 2–5 Versuche (Ansitzen mit Abspringen) sind für einen erfolgreichen Fang (und damit vollen Magen) nötig. Muttertiere bringen Beute (zuerst von ihnen getötete, später lebende) zu ihrem Wurf, damit die Jungtiere das Zerlegen und Fressen sowie das Jagdverhalten an sich üben können. Auch ohne Hilfe der Mutter werden die Welpen später zu Jägern – nur eventuell zu nicht ganz so erfolgreichen. Jagdverhalten gehört zum Normalverhalten von Katzen, aber viele Besitzer sind irritiert, wenn ihre Katze eine Maus oder einen Vogel fängt, tötet oder frisst. Vor allem 3 Aspekte des Jagdverhaltens der Hauskatze werden als störend empfunden:

das Spielen mit lebender Beute

das Zutragen von Beute nach Hause

die Vogeljagd

Auf einige Personen wirkt das Spielen mit lebender Beute wie ein grausames Spiel. Katzen zeigen dieses Verhalten aus 2 Gründen:

Erwachsene Tiere spielen mit Beute, wenn sie sich in einem Motivationskonflikt befinden, z.B. wenn sie gerne das Beutetier töten und fressen würden, aber irgendeine Eigenschaft der Beute (Größe oder Geschmack) dies schwierig macht. Auch die Anwesenheit eines potenziellen Konkurrenten um die Beute kann einen Konflikt auslösen. Die Katze kann diesen Konflikt durch das Hantieren der Beute lösen oder zumindest etwas reduzieren.

Jungtiere spielen mit lebender Beute, die ihre Mutter gefangen und zu ihnen in das Kernterritorium getragen hat. Die Welpen trainieren und verfeinern dadurch ihr Fähigkeiten bei der Jagd. Da Katzen solitär jagen, ist das intensive Üben in der Welpenphase unbedingt nötig, um später erfolgreich zu sein. Es gibt direkte Zusammenhänge mit den späteren jagdlichen Fähigkeiten und der Tatsache, wie intensiv der Welpe mit Beute bzw. potenzieller Beute hantieren konnte.

Oft fehlt es an menschlichem Verständnis für das Zutragen von Beutetieren nach Hause. Wenn Kätzinnen dieses Verhalten zeigen, liegt ein Bezug zu mütterlichem Verhalten nahe (Zutragen von Beutetieren für den Nachwuchs). Doch auch Kater (und Kastraten) zeigen dieses Verhalten. Aus den Beobachtungen von Kolonien verwilderter Katzen weiß man, dass auch Kater bei der Welpenaufzucht „helfen“.

Merke

Und für alle Katzen, die häufiger „Geschenke“ mitbringen, muss man berücksichtigen, dass hier auch ein Lernprozess stattgefunden hat: Die Katzen wurden durch vermehrte Aufmerksamkeit des Menschen (auch negative, wie z.B. Strafmaßnahmen) dafür belohnt und haben es somit gelernt.

Bezüglich der Jagd auf Vögel belegen zahlreiche Feldstudien aus der ganzen Welt, dass Katzen auf den Kontinenten keine Gefährdung der einheimischen Vogelarten darstellen, ihr Freigang auf Inseln aber tatsächlich problematisch ist. Es steht außer Frage, dass einzelne Katzen Vögel erbeuten – dies allerdings, ohne die Art ernsthaft zu gefährden. Die Katze ist ein natürlicher Bewohner unserer Breitengrade und die Population von Vögeln wird so natürlich bejagt. Probleme bestehen, wenn Katzen vom Menschen eingeführt wurden (z.B. auf Inseln) und die Arten nicht an das Bejagtwerden angepasst sind.

Ähnlich wie bei der zugetragenen Beute sollte man Katzen mit erbeuteten Vögeln ignorieren (auch nicht beschimpfen). Man kann aber Maßnahmen ergreifen, um die Vogeljagd zu erschweren. Beispielsweise sollte man Vögel nur in für Katzen unzugänglichen Vogelhäuschen füttern, die auch von allen den Katzen Deckung spendenden Gebüschen relativ weit weg sind. Eine andere Möglichkeit besteht darin, Baumstämmen metallische Schutzringe (im gärtnerischen Fachhandel erhältlich) anzulegen.

Merke

Intensiv diskutiert werden Halsbänder mit Glöckchen für besonders aktive Vogeljäger. Die Effizienz dieser Methode wurde nie getestet und die Halsbänder sind umstritten, weil das Verletzungsrisiko (z.B. durch Hängenbleiben) groß ist. Die Halsbänder müssen auf alle Fälle mit einem Gummiband und einer Sollbruchstelle ausgestattet sein, welche verhindern, dass die Katzen sich an einem Ast verfangen.

Verhalten gegenüber Artgenossen

Grundmuster der Kommunikation Sowohl soziale Katzen als auch Einzelgänger, die sich zufällig begegnen, müssen miteinander kommunizieren können. Kommunikation erfolgt hauptsächlich über optische, akustische und geruchliche Signale. Freundliche taktile Signale spielen nur bei sozial gut und positiv miteinander bekannten Katzen eine Rolle. Gegenüber Menschen zeigen Katzen die gleichen Signale wie gegenüber anderen Katzen. Für ein entspanntes Miteinander Katze(n) – Mensch ist es wichtig, dass der Mensch Katzenverhalten und ihre Kommunikationsweisen kennt und einordnen kann. Kommunikation dient der gegenseitigen Verständigung und damit im weitesten Sinne dem eigenen Wohlbefinden. Erfolgreiche Verständigung um Nutzung von Ressourcen wie Futter, Ruheplätze, Sozialpartner, Beute bzw. Territorium, wo Beute geschlagen werden kann, verhindert, dass man sich jeden Tag erneut „zanken“ muss. Katzen arrangieren sich mit Konkurrenten und Sozialpartnern nach dem Toleranzprinzip und versuchen, sowohl mit regelmäßig auftauchenden Konkurrenten als auch mit Sozialpartnern jeweils ein System einer räumlich-zeitlichen Organisation zu finden, bei der jedes Individuum seinen eigenen Zustand optimieren bzw. optimal halten kann. In der Anfangsphase des „Arrangierens“ kann es dabei auch zu aggressiven Interaktionen kommen; in der freien Natur kann es bei starken Konflikten auch bedeuten, dass eine der beteiligten Katzen „wegzieht“. Bei erst- bzw. einmalig auftauchende Konkurrenten wird i.d.R. (zumindest in der engeren Nähe zum Kernterritorium) stark und schnell aggressiv reagiert. Gerade beim Haustier Katze kommt es häufiger zu Kommunikationsproblemen zwischen Katzen oder Katze und Mensch, weil Menschen sich keine Gedanken über die Bedürfnisse von Katzen und ihre Kommunikationsformen machen, z.B. über das Bedürfnis nach einer (zumindest zeitweiligen) gewissen Distanz zu einem bestimmten Sozialpartner oder das Bedürfnis, mit den Krallen durch Kratzen optische und geruchliche Signale zu hinterlassen (z.B. ▶ [1]).

Leyhausen ▶ [2], ▶ [3] war einer der ersten Forscher, die sich intensiver mit Körpersprache und Kommunikation von Katzen beschäftigt haben. Er hat besonders das aggressive Verhalten und den Gegenpart „Flucht“ (Fight-Flight-System) untersucht. Eine gute Übersicht über das gesamte Ethogramm der Feliden geben Stanton et al. ▶ [7]. Für Besitzer ist es besonders wichtig, die verschiedenen mimischen und körperlichen Displays von Katzen zu kennen und zu erkennen ( ▶ Abb. 1.1, ▶ Abb. 1.2). Vor allem die Ausdruckselemente für Angst, Stress oder dezenteres Drohen sollten als solche erkannt werden können. Nur dann kann der Besitzer eine Eskalation von Konflikten verhindern.

Merke

Typische Fehlinterpretationen von Besitzern findet man z.B. für das „Sich-auf-den-Rücken-Legen einer Katze in einem Konflikt“. Dies stellt kein „Demutssignal“ dar, sondern ist Zeichen von hochgradigem Stress und Angriffsbereitschaft: Die Katze bringt ihre stärksten Waffen – die „krallenbewehrten Beine“ – in Position.

Abb. 1.1 Mimik. Die Abbildung zeigt links oben ein entspanntes Katzengesicht. Von links nach rechts nimmt das Angstdisplay zu und von oben nach unten aggressives Verhalten/Drohmimik. Unten links zeigt die Katze intensives Drohverhalten, während unten rechts starke Angst und eher Passivität bei den Bewegungen vorliegt.

(Quelle: Bradshaw JWS. The Behaviour of the Domestic Cat. Wallingford, Oxfordshire: CABI Publishing; 1992; Zeichnungen: Mike Toms)

Abb. 1.2 Körpersprache. In der oberen Reihe zeigt die Katze eine Entwicklung von neutral-aufmerksam (links) zu leicht angespannt (rechts). Eine derartige leichte Anspannung findet man z.B. auch beim Anschleichen an Beute. Auf der linken Seite von oben nach unten nimmt Angst zu und die Katze zeigt unten links Angstdisplay und Passivität. In der rechten Reihe von oben nach unten zeigt die Katze zunehmend aggressives Verhalten bis hin zu „kurz vor der Attacke“ (rechts unten).

(Quelle: Bradshaw JWS. The Behaviour of the Domestic Cat. Wallingford, Oxfordshire: CABI Publishing; 1992; Zeichnungen: Mike Toms)

Das Erkennen und Einordnen des Ausdrucksverhaltens einer Katze ist auch im Hinblick auf den Gesundheitsstatus wichtig. So wie Katzen (zumindest im Vergleich zu Hunden) eher reduzierte mimische Möglichkeiten haben, um leichten Stress oder Angst zu zeigen, gilt dies auch für das Zeigen von geringgradigem Schmerz. Die „Glasgow Composite Pain Scale for Dogs and Cats“ (aprvt.com/uploads/5/3/0/5/5305564/cmp_feline_eng.pdf) gibt hier Hilfestellung.

Revierverhalten Dank reichhaltiger, räumlich konzentrierter Nahrungsquellen (u.a. auch Zufütterung durch Menschen) und dadurch bedingtem engerem Zusammenleben mit intensiverer Sozialisation gegenüber Artgenossen (siehe unten, Sozialisation) sind die Mehrzahl der heutigen Katzen eher „soziale“ Tiere, die ohne Weiteres sowohl das Kerngebiet ihrer „home range“ als auch das erweiterte Territorium (Streifgebiet) einschließlich ihrer Jagdgründe teilen können. Während der direkten jagdlichen Streifzüge achten Katzen allerdings auf Distanz, d.h. ein bestimmter Bereich wird für die Jagd i.d.R. nicht gleichzeitig von mehreren Katzen benutzt. Oft sind die Tiere – vor allem die weiblichen – des gleichen Primärheims oder Kerngebiets eng miteinander verwandt und zeigen erkennbar sozio-positives Verhalten gegenüber ihren Mitbewohnern, z.B. Kontaktliegen oder Allogrooming; es werden teilweise sogar die Welpen anderer Muttertiere der Gruppe gesäugt („Tantenpflege“).

Die Streifgebiete der Weibchen vom gleichen Primärheim bzw. Kerngebiet überlappen sehr stark, allerdings nicht mit jenen der Tiere eines anderen Primärheims. Wenn sich Kätzinnen verschiedener Primärheime im Freien treffen, kommt es nicht selten zu aggressivem Verhalten mit dem Ziel, den anderen zu verjagen. Dies ist bei Kätzinnen sogar häufiger zu beobachten als bei Katern. Die Streifgebiete der erwachsenen Kater sind im Durchschnitt etwa 3- bis 3,5-mal größer als jene der Weibchen und überlappen i.d.R. die Streifgebiete mehrerer Weibchen, auch die von Weibchen verschiedener Primärheime. Die Streifgebiete der Kater von verschiedenen Haushalten oder Höfen zeigen meist mehr Überlappung als jene der Weibchen verschiedener Primärheime. Die Streifgebietsgröße hängt sehr stark (aber nicht nur) von den Nahrungsbedingungen ab und variiert zwischen 0,27 und 170 Hektar für Kätzinnen und zwischen 0,4 und 990 Hektar für Kater.

Während der Ausflüge außerhalb des Kerngebiets ihrer „home ranges“, sei es auf Erkundungstouren oder Jagdausflügen, markieren die Tiere beiderlei Geschlechts (auch Kastraten, obwohl weniger häufig) Gegenstände mit ihrem Urin: Harnmarkieren. Intakte Kater markieren am häufigsten und fast immer durch „Spritzen“ kleiner Mengen von Harn auf meist senkrechte Objekte; intakte Kätzinnen können aber auch ihren Harn „spritzen“. Auch die kastrierten Tiere markieren mit kleineren Harnmengen, allerdings öfter aus einer kauernden Körperhaltung. Bei rein drinnen lebenden Katzen hat man beobachtet, dass die beim Markieren abgesetzten Urinmengen teilweise sogar der Menge des üblichen „Ausscheidungsurinierens“ entsprechen können. Katzen markieren im Normalfall seltener Gegenstände im Kerngebiet (oder im Haus oder in anderen Gebäuden) ihrer „home ranges“, auch nicht besonders häufig an den Grenzen ihrer Streifgebiete, sondern überall entlang ihrer Ausflugswege. Studien zeigen, dass Katzen die Harnmarken von Katern und Kätzinnen, von kastrierten und intakten sowie von ihnen bekannten und unbekannten Tieren unterscheiden können. Manchmal „übermalen“ sie die Marke eines anderen Tieres mit ihrem eigenen Harn; gelegentlich kratzen sie einen senkrechten Gegenstand vor oder nach dem Bespritzen mit Harn und setzen damit eine weitere Markierung. Mit dem Kratzen wird neben einer optischen auch eine geruchliche Markierung durch pheromonproduzierende Drüsen zwischen den Pfotenballen gesetzt.

Sozialisation Während der „primären Sozialisation“ von Jungtieren werden die sozialen Verbindungen zu anderen Artgenossen geknüpft: zunächst die sehr enge Bindung zur Mutter und den Wurfgeschwistern, aber auch schon Bindung an Individuen anderer Arten (Mensch, Hund etc.). Daneben werden soziale Verhaltensweisen und Kommunikation bzw. Kommunikationsmuster zwischen Sozialpartnern geübt. Bei Katzen setzt die Sozialisierungsphase einige Wochen nach der Geburt ein (ca. Mitte der 3. Lebenswoche) und dauert einige Wochen über die Zeit hinaus, nachdem die Jungtiere das Nest oder den Bau verlassen haben. Die primäre Sozialisationsphase ist mit ca. Ende der 7., Beginn der 8. Lebenswoche abgeschlossen. Dies bedeutet, dass Katzen, die später eng mit Menschen zusammenleben sollen, in dieser Zeit unbedingt Menschen (mehrere Individuen) kennenlernen müssen und auch intensiverer Kontakt (Handling) stattfinden muss.

Jungkatzen, die während dieser Phase mit Katzen aufwachsen, z.B. auf einem Bauernhof mit mehreren erwachsenen Katzen, die freundliches Verhalten den Jungtieren gegenüber zeigen, und/oder die mit Wurfgenossen relativ lange zusammen sind, bleiben ihren Artgenossen gegenüber sozial positiv eingestellt. Umgekehrt sind Jungkatzen, die praktisch alleine aufwachsen oder immer wieder negative Erfahrungen mit einigen wenigen adulten Artgenossen machen, als Erwachsene eher Einzelgänger.

Je weniger Erfahrungen (auch mit der unbelebten Umwelt) oder je einseitigere Erfahrungen ein Katzenwelpe macht, desto größer ist das Risiko, dass diese Katze später einen ängstlichen bis sehr ängstlichen Grundcharakter besitzt. Deshalb müssen Welpen auch über die primäre Sozialisation hinaus noch vielfältige Erfahrungen mit der belebten und unbelebten Umwelt machen. Diese „sekundäre Sozialisationsphase“ spielt ebenfalls eine wichtige Rolle für die Entwicklung des Charakters und damit für das Wohlbefinden der Katze im späteren Leben. Züchter von Edelkatzen, die ihre Welpen oft erst mit 16 Wochen abgeben, haben hier eine wichtige Aufgabe zu leisten.

Die Mutter-Kind-Beziehung bei Hauskatzen war Gegenstand vieler Untersuchungen. Ab Ende der 2. Lebenswoche sind Mutter und Geschwister optisch lokalisierbar, vorher spielten Gerüche die größere Rolle. Erste Gehversuche finden jetzt ebenfalls statt. Das erste soziale Spiel (mit der Mutter und den Wurfgeschwistern) beginnt mit etwa Ende der 3. Woche. Erwachsenenähnliche Reaktionen auf soziale Reize entwickeln bzw. festigen sich zwischen der 6. und 8. Lebenswoche. Jungkatzen beginnen mit etwa 4 Wochen, feste Nahrung zu sich zu nehmen, dann bringen die Muttertiere ihren Jungen erste von ihnen selbst getötete Beutetiere (etwas später lebende Beute). Die Entwöhnung ist meistens bis zur 8. Lebenswoche abgeschlossen, obwohl die Jungtiere vom längeren Kontakt mit ihrer Mutter und ihren Wurfgenossen profitieren.

Merke

Heute wird empfohlen, Jungtiere frühestens mit 10, besser sogar mit 12 Wochen abzugeben. Parallel muss aber sichergestellt werden, dass die Katzen gut an Menschen sozialisiert werden. Ist dies nicht der Fall, ist eine frühere Abgabe sinnvoll.

Wie erwähnt, entwickelt sich bei Jungkatzen zuerst das soziale Spielen. Etwa ab der 7./8. Lebenswoche kommt das Spielen mit Objekten (Solitärspiel), wie z.B. einem vom Wind verwehten Blatt, dazu. Diskutiert wird nach wie vor, ob es einen Zusammenhang zwischen Qualität und Quantität des frühen Objektspiels und späterem Jagdverhalten an sich gibt. Erfolgreichere Jäger sind allerdings die Katzen, die relativ früh lebende Beute zugetragen bekommen haben und bei denen das eigentliche Abstillen (d.h. die Mutter gibt keine Milch mehr) dann aber relativ spät erfolgt ist. Weitere Untersuchungen haben gezeigt, dass erwachsene Katzen individuelle Präferenzen entweder für das Spielen mit (vom Menschen bewegten) Objekten oder den Körperkontakt mit Menschen (gestreichelt werden, auf dem Schoß liegen) zeigen, selten sind beide Tendenzen bei derselben Katze gleich stark ausgeprägt.

1.1.1.3 Verhalten gegenüber Menschen

Sozialisation

Die Sozialisation gegenüber Menschen und Artgenossen kann parallel und gleichzeitig stattfinden. Katzen, die in der primären Sozialisationsphase viel gestreichelt werden und Kontakte mit verschiedenen Menschen haben, entwickeln sich zu menschenfreundlichen, zutraulichen Tieren. Jungkatzen, die ohne diesen Kontakt aufwachsen, bleiben dagegen scheu und ängstlich, zumindest den meisten Menschen gegenüber. Für eine ausreichende Sozialisierung an die Sozialpartner Mensch und Katze müssen Jungkatzen wiederholt Kontakt zu verschiedenen Individuen haben. Die Katze lernt, wer Sozialpartner ist, unabhängig davon, zu welcher Art dieses Individuum gehört. Die Sozialisierung ist ein offener Prozess, der es erlaubt, Katzen, die im Verlauf der Haustierwerdung vergleichsweise wenig verändert wurden, an den Menschen als Sozialpartner zu binden. Versäumte Sozialisierung führt zu ängstlichem Verhalten bei adulten Tieren, das kaum reversibel ist. Wenn versucht wird, „verwilderte Katzen“ zu Hauskatzen zu machen, wird man höchsten erreichen können, dass sich diese Tiere u.U. an eine oder wenige Personen gewöhnen, aber sie werden immer Angst vor Fremden haben.

Für den Aufbau einer ersten Beziehung zwischen Jungkatzen und Menschen spielen weitere Faktoren eine Rolle. Ein genetischer Einfluss des Katers auf das Erkundungsverhalten seines Nachwuchses, welcher zu schnelleren ersten Kontakten mit den Menschen in ihrer Nähe führt und gleichzeitig von Menschen oft als „Freundlichkeit“ interpretiert wird, wurde schon bestätigt. Genetische Einflüsse des Muttertieres sind sicher auch vorhanden, jedoch schwer von modifikatorischen Einflüssen ihrerseits zu trennen. Schon die Anwesenheit der Mutter während der ersten Kontakte der Jungkatzen mit fremden Menschen wirkt beruhigend und zugleich ermunternd auf die Jungen (sofern die Mutter gut an Menschen sozialisiert ist). Versuche haben auch gezeigt, dass die Fütterung der Katze den Kontakt zur fütternden Person fördert (diese Person wird bevorzugt), reicht aber allein nicht aus, um die Beziehung aufrechtzuerhalten. Dazu braucht es freundliche taktile und akustische Kommunikation bei Annäherung eines Tieres etc. Das initiale Sozialisationsergebnis aus der sensiblen Phase bleibt die Haupteinflussgröße für die Sozialität der Katze gegenüber Menschen.

Ethologie und Psychologie der Mensch-Katze-Beziehung

Es gibt verschiedene Persönlichkeitstypen unter den Katzen. Aufgrund der ursprünglichen Sozialisation gibt es die menschenscheuen und die zutraulichen Tiere. Die im Grunde genommen menschenfreundlichen Katzen können weiter eingeteilt werden in eher zurückhaltend-freundliche und initiativ-freundliche. Erstere warten auf ein Zeichen des Menschen, bevor sie interagieren. Letztere ergreifen selbst die Initiative für erste soziale Kontakte. Im Weiteren können die Tiere aus diesen beiden Gruppen wiederum in 2 Typen eingeteilt werden: Tiere, die lieber mit „ihren“ Menschen spielen, und solche, die den Körperkontakt vorziehen, lieber gestreichelt werden wollen.

Obwohl sich die verschiedenen Tiere gut – auch statistisch gesehen – in Klassen oder Charaktertypen einteilen lassen, sind 2 Parameter als stärkste Einflussgrößen auf ihr Verhalten immer wieder und in allen Studien zu erkennen: das Verhalten des menschlichen Partners (ob er überhaupt interagiert) und noch wichtiger die Individualität jeder Katze, ihr eigener Verhaltensstil. Weder das Geschlecht der Katze noch der Personentyp des Partners (Geschlecht, Alter) beeinflussen signifikant das spontane Verhalten der Katzen. Jedoch gibt es Verhaltensunterschiede bei Menschen abhängig von Geschlecht und Alter – und diese beeinflussen dann das interaktive Verhalten der Katzen, was zum Eindruck führen kann, dass Katzen z.B. eher „Frauentiere“ sind (weil ggf. Frauen durch Stimme und Habitus weniger bedrohlich wirken oder weil Katzenwelpen eher von Frauen versorgt werden als von Männern).

Reine Stubenkatzen verwenden mehr Zeit für soziale Interaktionen mit dem Besitzer als Freilaufkatzen, wobei unterschiedliche Anwesenheitszeiten der Halter schon berücksichtigt wurden. Interaktionen gingen zumeist von den Katzen aus, was auf eine seitens der Katze mögliche Kompensation für fehlende (weniger) Umweltreize im Hause hindeutet. Der Halter selbst wird zu einer wichtigen Quelle von Reizen, ein lebendiger Ersatz für fehlende Umweltstimuli.

Einzeln gehaltene Katzen weisen eine etwa 10% höhere Interaktionszeit mit dem Halter auf als Tiere in Mehr-Katzen-Haushalten. Dieses Phänomen ist aber eher auf das Verhalten der Halter in beiden Haushalttypen zurückzuführen und nicht auf das der Katzen. Wenn mehrere Katzen in einem Haushalt leben, wird insgesamt mehr Zeit mit ihnen interagiert, pro Katze bleibt aber etwas weniger Zeit. (Katzen kompensieren ihr Bedürfnis nach Sozialkontakten in der Interaktion mit ihren „Mitkatzen“, wenn eine entsprechende Sozialisierung stattfand.)

Kotrschall et al. ▶ [2], Turner ▶ [11], ▶ [10] und Bateson ▶ [8] sowie Turner und Stammbach-Geering ▶ [9]