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Alle Chancen nutzen Moderne Krebstherapie reicht weit über die Schulmedizin hinaus. Wer heute an Krebs erkrankt, kann zahlreiche alternative und komplementäre Behandlungsmethoden für sich nutzen. Aber welche sind wirklich wirksam? Was kommt für Sie und Ihre Erkrankung infrage? Von welchen Maßnahmen sollten Sie besser die Finger lassen? Klartext auf dem Weg zur besten Therapie Professor Beuth leitet das Institut zur wissenschaftlichen Evaluation naturheilkundlicher Verfahren an der Universität Köln. Tagtäglich berät er Betroffene und informiert über die Wirksamkeit naturheilkundlicher und ergänzender Therapieverfahren. Diese Erfahrung gibt er in diesem Buch an Sie weiter: - Verlässliche Therapiebewertungen zu über 25 Krebsarten. - Kritischer Blick auf unseriöse Heilsversprechen. - Zahlreiche Tipps: So stärken Sie Ihr Immunsystem, lindern Nebenwirkungen und verbessern Ihre Lebensqualität. Prof. Dr. med. Josef Beuth ist Leiter des Instituts zur wissenschaftlichen Evaluation naturheilkundlicher Verfahren an der Uni Köln. Bei TRIAS sind von ihm u.a. erschienen: "Gut durch die Krebstherapie" und "Gesund bleiben nach Krebs".
Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:
Seitenzahl: 255
Veröffentlichungsjahr: 2014
Krebs ganzheitlich behandeln
Komplementäre Methoden - vom Experten bewertet
Prof. Dr. med. Josef Beuth
Unter der Mitarbeit von:Gabriele Angenendt, Verena Drebing, Heide Koula-Jenik, Ursula Schütze-Kreilkamp, Gerhard Uhlenbruck, Markus Vieten
4. Auflage
| plainpicture/Stephen Shepherd
rückblickend auf mehr als 30 Jahre Erfahrung in experimenteller Krebsforschung und klinischer Krebstherapie an der Kölner Uniklinik, möchte ich allen an Krebs erkrankten Patientinnen und Patienten signalisieren:
Das Wissen um die Behandlung von Krebserkrankungen hat sich um Quantensprünge erweitert. Das therapeutische Spektrum von Standardbehandlungen (z. B. mittels Operation, Chemotherapie, Strahlentherapie, Antihormontherapie, Antikörpertherapie sowie individualisierter Therapiekonzepte) und komplementärmedizinischer Maßnahmen (z. B. körperliche Aktivität, Ernährungsoptimierung, psychoonkologische/psychosoziale Betreuung sowie wirksamkeitsgeprüfte medikamentöse Behandlung) ist kurativ, also auf »Heilung« ausgerichtet, für die Mehrzahl aller Krebserkrankungen. Auch wenn das kurative Ziel nicht immer erreichbar ist, so können durch die leitliniengemäße Therapie etliche Krebskrankheiten ohne gravierende Nebenwirkungen über lange Zeit »in Schach gehalten werden«. Demzufolge können etliche Krebserkrankungen in ein chronisches Stadium überführt werden – ohne wesentliche Beeinträchtigung des Wohlbefindens.
Eine leitliniengemäße Therapie in spezialisierten Zentren ist heutzutage ein kurativer Ansatz für die Mehrzahl aller Krebserkrankungen!
Ich wünsche Ihnen, dass dieser komplett überarbeitete, erweiterte und aktualisierte Ratgeber für Sie ein Leitfaden im Dschungel der angebotenen komplementärmedizinischen Maßnahmen und Methoden sein kann.
Josef Beuth
Köln, August 2014
Liebe Leserin, lieber Leser,
Teil I Ganzheitliche Krebstherapie
1 Was heißt Komplementäronkologie?
2 Komplementäre Maßnahmen: Übersicht
2.1 Ernährung
2.2 Sport
2.3 Psychoonkologische Betreuung
2.4 Selentherapie
2.5 Enzymtherapie
2.6 Vitamin-D-Therapie
2.7 Vitamin-E-Therapie
2.8 Mistelextrakt-Therapie
2.9 Cannabisextrakt-Therapie
2.10 Therapie mit Vitaminen und Spurenelementen
2.11 Mikrobiologische Therapie
2.12 Tumorimpfung und dendritische Zelltherapie
2.13 Hyperthermie (Überwärmungstherapie)
2.14 Weihrauchextrakt-Therapie
2.15 Außenseitermethoden
2.15.1 Woran Sie unseriöse Aussagen erkennen
2.16 Studien und Statistik
2.16.1 Kontrollierte klinische Studie
2.16.2 Wie funktionieren Doppelblind-Versuche?
2.16.3 Was ist ein Placebo-Effekt?
2.16.4 Warum müssen so strenge Maßstäbe angelegt werden?
2.16.5 Anwendungsbeobachtung
3 Immundiagnostik
3.1 Die Bestimmung der Abwehrkraft (Immunstatus)
3.1.1 Welche Aufgaben hat unser Immunsystem?
3.1.2 Wann ist die Bestimmung des Immunstatus sinnvoll?
3.2 Wie funktioniert die Immundiagnostik?
3.2.1 Was sollte bestimmt werden?
3.2.2 Welche Blutwerte sind normal?
3.2.3 Wie sinnvoll ist eine erweiterte Immundiagnostik?
Teil II Empfehlenswerte Therapien
4 Ernährung
4.1 Ernährungstherapie bei Krebs
4.1.1 Mangelernährung – wie kommt es dazu?
4.1.2 Ziele der Ernährungstherapie
4.2 Die Nährstoffe – ein kurzer Überblick
4.2.1 Fett – wertvolle Kalorien
4.2.2 Eiweiß – wichtigster Baustoff im Körper
4.2.3 Kohlenhydrate
4.3 Beurteilung: Ernährungstherapie
4.3.1 Es gibt keine »Krebsdiät«, die die Standardtherapie ersetzen könnte
4.3.2 Mangelernährung bekämpfen
4.3.3 Fazit
4.4 »Künstliche Ernährung« bei Versorgungsproblemen
4.4.1 Trinknahrung – speziell auf die Situation zugeschnitten
4.4.2 Sondenkost – wenn der Appetit fehlt
4.4.3 Parenterale Ernährung – der direkte Weg für Nährstoffe
4.4.4 Kostaufbau nach Aussetzen der Ernährung (Nahrungskarenz)
4.5 Ernährung nach speziellen Eingriffen
4.5.1 Magenoperation
4.5.2 Darmoperationen
4.6 Ernährung bei Abwehrschwäche
4.6.1 Tipps zum Kostaufbau nach Immunsuppression
4.7 Ernährung bei Beschwerden
4.7.1 Ernährungstipps bei Beschwerden
5 Sport und Sauna
6 Warum ist gesunder Gewebestress so wichtig?
7 Sport bei Krebserkrankungen
7.1 So wirkt Sport auf das Immunsystem
8 Sport kann noch mehr
9 Beurteilung: Sport
9.1 Sport als krebspräventiver Lebensstil
9.2 Sport während der Krebsbehandlung
9.3 Sport in der Krebsnachsorge
9.4 Sport als Krebs auslösender oder Krebs fördernder Faktor
9.5 Fazit
10 Was Sie beachten sollten, bevor Sie Sport treiben
11 Sport in speziellen Gruppen
12 Vorbereitungen auf den Sport in einer Gruppe
12.1 Individuelles Sportprogramm
12.2 Verordnung von Sport
12.3 Kontraindikationen und Einschränkungen
12.4 Was mache ich, wenn ich in meiner Nähe keine Krebsnachsorgegruppen finde?
13 Sportarten
13.1 Wassergymnastik
13.2 Schwimmen
13.3 Aquajogging
13.4 Gymnastik
13.5 Ballsportarten
13.6 Rückschlagspiele
13.7 Kampfsportarten
13.8 Wintersport
13.9 Wandern
13.10 Walking
13.11 Dauerlauf
14 Sauna
14.1 Tipps
14.2 Sauna bei Lymphödem
14.3 Unterstützende Übungen
14.3.1 Übungen und Verhalten beim Lymphödem
14.3.2 Die Muskelpumpe unterstützen
14.3.3 Auf Folgendes sollten Sie bei einem Lymphödem achten
14.3.4 Übungen bei Inkontinenz – Beckenbodengymnastik
14.3.5 Übungsbeispiel
14.3.6 Übung für zwischendurch
14.3.7 Atemgymnastik
14.3.8 Übungsbeispiel
15 Seelische Bewältigung und Psychoonkologie
15.1 Menschen reagieren unterschiedlich auf Krebs
15.1.1 Brauchen Sie Unterstützung?
15.2 Das Erleben der Diagnose Krebs
15.3 Beurteilung: Psychoonkologische Therapie
15.3.1 Stress und Depression schwächen die Abwehr
15.3.2 Kann Psychotherapie das Leben verlängern?
15.3.3 Aktive Krankheitsbewältigung wirkt positiv
15.3.4 Fazit
15.4 Bewältigungsanforderung an Krebskranke
15.5 Wie »funktioniert« ein Trauma?
15.5.1 Schockphase
15.5.2 Einwirkungsphase
15.5.3 Erholungsphase
15.5.4 Was kann ich tun, wenn die Erholungsphase ausbleibt?
15.6 Verlauf der psychoonkologischen Traumatherapie?
15.6.1 Beruhigung und Trost
15.6.2 Traumreisen und innere »Helfer«
15.6.3 Auseinandersetzung mit drängenden Fragen
15.6.4 Welche Gedanken und Verhaltensweisen sind heilsam für Sie?
15.6.5 Die Kontrolle zurückerlangen
15.7 Körperpsychotherapien
15.8 Psychosoziale Unterstützung
15.9 Übungen, die Ihnen guttun
15.9.1 Körperliche Beruhigung
15.9.2 Fantasiereise an einen sicheren Ort
15.9.3 Mein Körper und ich im Hier und Jetzt
16 Medikamente
16.1 Selen
16.1.1 Selenmangel
16.1.2 Selen und Krebs
16.1.3 Selenpräparate
16.1.4 Was Sie bei der Einnahme beachten sollten
16.2 Proteolytische Enzyme
16.2.1 Proteolytische Enzyme und Krebs
16.2.2 Was Sie bei der Einnahme beachten sollten
16.2.3 Beurteilung: Enzymtherapie
16.3 Mistelextrakte
16.3.1 Inhaltsstoffe
16.3.2 Anwendung
16.3.3 Mistelpräparate
16.3.4 Beurteilung: Mistelextrakte
16.4 Cannabis (Hanf)
16.4.1 Anwendung
16.4.2 Beurteilung: Dronabinol
16.4.3 Rezeptierung und Kostenerstattung
16.5 Narbentherapie
16.5.1 Behandlung von »Wulstnarben«
Teil III Weitere komplementäre Maßnahmen
17 Vitamine und Spurenelemente
17.1 Mikronährstoffe und Krebs
17.1.1 Antioxidanzien neutralisieren freie Radikale
17.2 Vitamin D
17.2.1 Beurteilung: Vitamin D
17.3 Vitamin E
17.3.1 Beurteilung: Vitamin E
17.4 Vitamin C
17.4.1 Wann droht ein Vitamin-C-Mangel?
17.4.2 Vitamin-C-Bedarf
17.4.3 Mögliche krebshemmende Wirkung
17.4.4 Beurteilung: Vitamin C
17.5 Bilanzierte Diäten und Nahrungsergänzungsmittel
17.5.1 Praktische Informationen
17.5.2 Beurteilung: Bilanzierte Diäten und Nahrungsergänzungsmittel
17.6 Enzym-Selen-lektinhaltiger Linsenextrakt
17.6.1 Praktische Informationen
17.6.2 Beurteilung: Enzym-Selen-lektinhaltiger Linsenextrakt
18 Mikrobiologische Therapie
18.1 Wie wirken Probiotika?
18.1.1 Welche Bakterien werden verwendet?
18.1.2 Autovakzine
18.2 Wirkung bei Krebs
18.2.1 Mikrobiologische Präparate
18.3 Praktische Informationen
18.4 Beurteilung: Mikrobiologische Therapie
19 Tumorimpfung
19.1 Aktiv spezifische Immuntherapie
19.2 Dendritische Zelltherapie
19.3 Anwendung
19.4 Praktische Informationen
19.5 Beurteilung: Tumorimpfung
19.5.1 Fazit
20 Hyperthermie
20.1 Hyperthermie und Krebs
20.2 Anwendungen
20.3 Praktische Informationen
20.4 Beurteilung: Hyperthermie
20.4.1 Fazit
21 Weihrauchextrakt
21.1 Anwendung
21.2 Praktische Informationen
21.3 Beurteilung: Weihrauchextrakt
21.3.1 Fazit
22 Traditionelle Chinesische Medizin (TCM)
22.1 Beurteilung: Traditionelle Chinesische Medizin
22.2 Akupunktur
22.2.1 Beurteilung: Akupunktur
Teil IV Behandlung verschiedener Krebsarten
23 Welche Therapien könnten Ihnen helfen?
23.1 Unterstützung mit komplementären Maßnahmen
23.2 Analkarzinom
23.3 Bauchspeicheldrüsenkrebs (Pankreaskarzinom)
23.4 Brustkrebs (Mammakarzinom)
23.5 Dickdarmkrebs (Kolorektalkarzinom)
23.6 Eierstockkrebs (Ovarialkarzinom)
23.7 Gallenblasen- und Gallengangkrebs
23.8 Gebärmutterhalskrebs (Zervixkarzinom)
23.9 Gebärmutterschleimhautkrebs (Endometriumkarzinom)
23.10 Gehirntumoren (Tumoren des zentralen Nervensystems)
23.11 Harnblasenkrebs
23.12 Hautkrebs, schwarzer (malignes Melanom)
23.13 Hodentumor
23.14 Kopf-/Halstumor
23.15 Leberkrebs (hepatozelluläres Karzinom)
23.16 Lungenfelltumor (malignes Mesotheliom)
23.17 Lungenkrebs (Bronchialkarzinom, kleinzellig/nicht kleinzellig)
23.18 Magenkrebs
23.19 Neuroendokrine Tumore (NeT)
23.20 Nierenzellkrebs
23.21 Peniskrebs
23.22 Prostatakrebs
23.23 Sarkome (Osteosarkom/Ewing-Sarkom/Weichteilsarkom)
23.24 Scheidenkrebs/Krebs der äußeren weiblichen Geschlechtsteile (Vaginal-/Vulvakarzinom)
23.25 Schilddrüsenkrebs
23.26 Speiseröhrenkrebs (Ösophaguskarzinom)
Teil V Bedenkliche Methoden
24 Einführung
24.1 Dubiose Verkaufsmethoden
24.2 »Empfehlungen«, die Sie kritisch hinterfragen sollten
24.3 Woran Sie unseriöse Praktiken erkennen
25 Krebsdiäten
25.1 Fragen, die Sie sich zur Diät stellen sollten
25.2 Anti-Krebs-Ernährung
25.2.1 Beurteilung Anti-Krebs-Ernährung
25.3 Breuß: »Krebskur-total«
25.3.1 Beurteilung: Breuß: »Krebskur-total«
25.4 Burger: »Instinktotherapie«
25.4.1 Beurteilung: »Instinktotherapie«
25.5 Gerson: »Diättherapie bösartiger Erkrankungen«
25.5.1 Beurteilung: Gerson: »Diättherapie bösartiger Erkrankungen«
25.6 Ketogene Diät
25.6.1 Beurteilung: Ketogene Diät
25.7 Kuhl: »Milchsäurekost«
25.7.1 Beurteilung: Kuhl: »Milchsäurekost«
25.8 Moermann: »Krebsdiät«
25.8.1 Beurteilung: Moermann: »Krebsdiät«
25.9 Seeger: »Rote Bete als Heilmittel gegen Krebs«
25.9.1 Beurteilung: Seeger: »Rote Bete als Heilmittel gegen Krebs«
26 Weitere bedenkliche Maßnahmen
26.1 Bioelektrische Tumortherapie (Galvanotherapie)
26.1.1 Beurteilung: ECT
26.2 Biologische Kombinationstherapien
26.2.1 Beurteilung: Biologische Kombinationstherapien
26.3 »Neue Medizin«
26.3.1 Beurteilung: »Neue Medizin«
26.4 Organpeptidtherapie
26.4.1 Faktor AF2
26.4.2 Polyerga
26.5 Eigenblutzytokine
26.5.1 Beurteilung: Eigenblutzytokine
26.6 Flor Essence/Essiac
26.6.1 Beurteilung: Flor Essence/Essiac
26.7 Frischzellen- bzw. Frischextrakttherapie
26.7.1 Beurteilung: Frischzellen- bzw. Frischextrakttherapie
26.8 Megamin
26.8.1 Beurteilung: Megamin
26.9 Miracle Mineral Supplement (MMS)
26.9.1 Beurteilung: MMS
26.10 Nosoden-Therapie
26.10.1 Beurteilung: Nosoden-Therapie
26.11 Noni-Saft
26.11.1 Beurteilung: Noni-Saft
26.12 Recancostat
26.12.1 Beurteilung: Recancostat
26.13 Redox-Serumanalyse
26.13.1 Beurteilung: RSA
26.14 Thymusextrakte/Thymuspeptide
26.14.1 Beurteilung: Thymuspräparate
26.15 Vitamin B 17
26.15.1 Beurteilung: Vitamin B 17
26.16 Vitalpilze
26.16.1 Beurteilung: Vitalpilze
26.17 Übersicht über weitere bedenkliche Verfahren
Teil VI Service
Glossar
Weiterführende Literatur
Einführung in die Komplementäronkologie
Ernährung
Sport
Psychoonkologie
Enzyme, Linsenextrakt
Mikronährstoffe, Antioxidanzien, Selen
Misteltherapie
Mikrobiologische Therapie
Tumorimpfung
Hyperthermie
Außenseitermethoden
Adressen
Selbsthilfeorganisationen
Überregionale Informationsdienste
Ausgewählte Fachkliniken
Baden-Württemberg
Bayern
Berlin
Brandenburg
Hessen
Mecklenburg-Vorpommern
Niedersachsen
Nordrhein-Westfalen
Rheinland-Pfalz
Saarland
Sachsen
Sachsen-Anhalt
Schleswig-Holstein
Thüringen
Kliniken mit komplementäronkologischer Kompetenz
Mitarbeiter
Autorenvorstellung
Sachverzeichnis
Impressum
| plainpicture/Stephen Shepherd
1 Was heißt Komplementäronkologie?
2 Komplementäre Maßnahmen: Übersicht
3 Immundiagnostik
Die Krebstherapie umfasst viele Disziplinen, z. B. die Komplementäronkologie. Verschaffen Sie sich einen Überblick über die geprüften komplementären Verfahren.
Die Komplementäronkologie ergänzt die Standardtherapien der Krebsbehandlung. Sie darf keinesfalls mit »alternativen Therapieformen« verwechselt werden.
Das Ziel der komplementären Therapien ist es, die Standardtherapien der Krebsbehandlung (Operation, Chemo-, Strahlen-, Hormon- und Antikörpertherapien) zu unterstützen und im Idealfall zu verbessern. Keine der Methoden kann einen Krebs heilen, aber sie können durch die richtige Kombination mit den Standardtherapien vor allem die Lebensqualität erhöhen und möglicherweise die Chancen auf Heilung oder auf ein längeres Leben verbessern.Chemo- , Strahlen- und Hormontherapien schwächen das Immunsystem und haben noch andere zum Teil schwere Nebenwirkungen. Wenn man jedoch ausgewählte komplementäre Maßnahmen mit den Standardtherapien zeitlich abstimmt, werden deren Nebenwirkungen mitunter erheblich abgemildert.
Wirksamkeit und Nebenwirkungen von Krebsstandardtherapien beruhen darauf, dass durch Chemo- und Strahlentherapien schnell wachsende Krebszellen am Wachstum gehindert werden und absterben. Da Krebszellen aus körpereigenen Zellen entstanden sind, haben diese Therapien auch Auswirkungen auf gesunde Körperzellen, insbesondere auf solche, die sich schnell teilen bzw. sehr aktiv sind. Dies erklärt das Auftreten und die Ausprägung der häufigsten unerwünschten Nebenwirkungen, die bevorzugt Haut, Schleimhäute, Knochen und Gelenke betreffen, z. B. Appetitlosigkeit, Erbrechen, Übelkeit, Durchfall, Blutbildveränderungen, Haarausfall, Müdigkeit, Nervenstörungen (Missempfindungen), Hautveränderungen, Muskel- und Gelenkbeschwerden. Adjuvante Hormontherapien unterdrücken die körpereigene Hormonproduktion, was ebenfalls mit Nebenwirkungen einhergehen kann, z. B. Hitzewallungen, Knochen- und Gelenkschmerzen.
Derartigen Nebenwirkungen ist ein Patient jedoch nicht hilflos ausgeliefert, sondern er/sie kann mit komplementären Maßnahmen gegensteuern. Wichtigstes Ziel der Komplementärmedizin ist die Stabilisierung der Lebensqualität. Da bei erhaltener Lebensqualität die Krebsstandardtherapien in der optimalen Dosierung und Zeitabfolge verabreicht werden können, kann die Chance auf Heilung gesteigert werden.
In den letzten Jahren wurden die zuvor kontrovers diskutierten komplementärmedizinischen Maßnahmen durch Grundlagenforschung und klinische Studien wissenschaftlich überprüft, um so die Spreu vom Weizen zu trennen und die Erfolg versprechenden Maßnahmen mit den Standardtherapien zu kombinieren. Manche Menschen, auch behandelnde Ärzte, verwechseln die Komplementäronkologie mit wissenschaftlich nicht überprüften Außenseitermethoden (auf die wir am Ende des Buches gesondert eingehen) und lehnen sie dann völlig zu Unrecht ab.
Krebserkrankungen sind in der Regel individuell unterschiedlich und nicht direkt vergleichbar. Anstatt aber darüber zu verzweifeln, lohnt es sich, einmal genau nachzuforschen, welche Therapiemöglichkeiten es gibt und wie man diese kombinieren und verbessern kann. Für manche Krebserkrankungen gibt es inzwischen neue wirksame therapeutische Maßnahmen, sodass aus der ehemals kurzfristig lebensbedrohlichen Krebserkrankung eine überwiegend chronische Erkrankung geworden ist. Diese gilt es in den Alltag zu integrieren, da man auch mit der Erkrankung zuweilen eine annähernd normale Lebenserwartung erreicht.
Erfolge durch komplementärmedizinische Maßnahmen
Die Symptome der Krebserkrankung nehmen ab.
Die Nebenwirkungen der Therapie nehmen ab.
Die Lebensqualität verbessert sich.
Die Standardtherapie kann in der optimalen Dosis und Zeitabfolge verabreicht werden, was die Chance auf Heilung erhöht.
Dank der intensiven Kampagnen von verschiedenen Krebsgesellschaften, wie z. B. der Deutschen Krebshilfe/Dr. Mildred-Scheel-Stiftung oder der Deutschen Krebsgesellschaft e. V., wissen die meisten Menschen heute, wie wichtig es ist, Krebserkrankungen vorzubeugen. Dass aber auch Diagnose, Therapie und Nachsorge bei Krebserkrankungen noch verbessert werden können, ist noch nicht Teil des öffentlichen Bewusstseins. Eine der möglichen Verbesserungen ist die Kombination der herkömmlichen Diagnostik und Therapie mit den hier vorgestellten komplementären Maßnahmen. Wissenschaftlich sorgfältig durchgeführte klinische Studien belegen, dass bestimmte komplementäre Therapien hilfreich sind. Einen Überblick zur schnellen Orientierung gibt Ihnen die folgende Tabelle:
Übersicht über anerkannte und nicht anerkannte Behandlungsmethoden bei Krebs
anerkannte Standardtherapien
anerkannte komplementäre Maßnahmen
bislang nicht anerkannte komplementäre Verfahren (Auswahl)
nicht anerkannte Außenseitermethoden (Auswahl)
Operation
Chemotherapie
Strahlentherapie
Hormontherapie
Antikörpertherapie
▶ Ernährung
▶ Sport
▶ Psychoonkologie
▶ Enzymtherapie
▶ Selentherapie
▶ Cannabis-Extrakttherapie
▶ Hyperthermie
▶ Mistelextrakt-Therapie
▶ Vitamin- und Spurenelementtherapie
▶ Weihrauchextrakt-Therapie
▶ Homöopathie
▶ Mikrobiologische Therapie
▶ Traditionelle Chinesische Medizin
▶ Tumorimpfung
▶ bioelektrische Tumortherapie
▶ biologische Kombinationstherapien
▶ Eigenblutzytokine
▶ Flor Essence/Essiac
▶ Ernährungstherapie
▶ Megamin
▶ Miracle Mineral Supplement (MMS)
▶ »Neue Medizin«
▶ Noni-Saft
▶ Nosodentherapie
▶ Organpeptidtherapie
▶ Redox-Serumanalyse
▶ Thymustherapie
▶ Vitalpilze
Welche komplementären Therapien und Maßnahmen gibt es? Welche sind wissenschaftlich anerkannt? Verschaffen Sie sich einen Überblick.
Die in diesem Kapitel aufgeführten komplementärmedizinischen Maßnahmen wurden klinischen Studien unterzogen, die nach wissenschaftlichen Maßstäben durchgeführt worden sind. Alle hier aufgeführten Therapiekonzepte werden derzeit in kontrollierten klinischen Studien weiter erforscht. Der Wirksamkeits- und Unbedenklichkeitsnachweis muss jeweils für einzelne Tumorarten und für einzelne Stadien erbracht werden. Wenn eine Substanz z. B. nachweislich bei Brustkrebs, der schon weiter fortgeschritten ist, hilfreich ist, muss sie es deswegen nicht auch bei Darmkrebs im Anfangsstadium sein. Deshalb sind weitere Studien erforderlich, damit die viel versprechenden komplementärmedizinischen Therapiekonzepte den Standardtherapien in der Krebsbehandlung angegliedert werden können. Detaillierte Ausführungen zu den einzelnen Maßnahmen finden Sie in den Folgekapiteln.
Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!
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