KRÜMEL - Ein kleiner Hund erzählt - Mario Covi - E-Book

KRÜMEL - Ein kleiner Hund erzählt E-Book

Mario Covi

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Beschreibung

Eigentlich ist Krümel nicht glücklich über seinen Hundenamen. Dann aber überlegt er, dass ihn sein Herrchen Hans-Werner auch hätte Brösel nennen können. Andererseits ist Ha-We der liebste Mensch, den man sich als kleiner Hund nur wünschen kann. Auch wenn er dick und schrullig ist und sich selbst als musizierenden Lebenskünstler mit praktischen Händen bezeichnet. Krümel entpuppt sich als liebenswerter Kinderhund, der mit den Nachbarskindern Antje und Rolf allerlei Abenteuer besteht. Krümel versteckt nicht nur Hans-Werners Stinkesocken, er verschwindet auch einfach und landet im Tierheim, wo ihn das Elend der Tiere anrührt. Krümel befreit schließlich seinen Papa, der als gefürchteter Kettenhund Rambo ein trostloses Leben führen muss. Und er schafft es sogar, einen Einbrecher zu überführen. Ein ideales Buch zum Vorlesen, aber auch für Leseanfänger geeignet. Die geschmackvollen Illustrationen unterstreichen die kurzweiligen Geschichten.

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Seitenzahl: 34

Veröffentlichungsjahr: 2018

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Mario Covi, Hildrun Covi

KRÜMEL - Ein kleiner Hund erzählt

 

 

 

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Inhaltsverzeichnis

Titel

KRÜMEL

1. KRÜMEL STELLT SICH VOR

2. KRÜMEL VERSCHWINDET

3. KRÜMEL BEFREIT RAMBO

4. KRÜMEL LÖST DEN FALL

Falls euch ...

Impressum neobooks

KRÜMEL

KRÜMEL

Ein kleiner Hund erzählt

von

Mario Covi (Text) & Hildrun Covi (Bilder)

Ein Buch zum Vorlesen

oder Selberlesen

1. KRÜMEL STELLT SICH VOR

Hallo, liebe Kinder! Ich heiße Krümel. Wie bitte? Ihr meint, dass sei ein ziemlich komischer Name für einen Hund? Na, hört mal! Würde ich Brülli-Wuffwuff von Kreischki oder Kuschi-Wuhuku heißen, das wäre bestimmt komisch. Aber gut, ehrlich gesagt bin ich auch nicht gerade begeistert, Krümel genannt zu werden. Doch wenn ich so überlege, gibt es Schlimmeres im Leben als einen Namen zu haben, der ein bisschen ausgefallen ist. Ich habe mich jedenfalls damit abgefunden. Außerdem lasse ich mich lieber Krümel rufen als Waldi, Hasso, Bello oder mit einem dieser Allerwelts-Hundenamen. Schließlich kann ich froh sein, dass mich Ha-We nicht Brösel genannt hat.

Ach du allerletztes Bratwurstende! Ihr wisst ja gar nicht, wer Ha-We ist. Und Dolli kennt ihr natürlich auch noch nicht. Wo fange ich nur an?

"Immer der Reihe nach, und zwar von vorne nach hinten", würde Ha-We sagen. Also gut. Ha-We ist Hans-Werner. Und Dolli ist meine Mama, eine bildhübsche und immer fidele Hundedame.

Meine Mama und ich wohnen bei Hans-Werner. Die Menschen würden sagen, Ha-We ist unser Herrchen. Dass ich nicht kichere – von wegen Herrchen! Ha-We ist ein Riesenkerl, ein Trum von einem Mann. Groß ist er, und dick. Und er ist, obwohl er manchmal brummig sein kann, sehr lieb und freundlich. Das kommt bestimmt daher, weil Ha-We so eine Art schrulliger Künstler ist.

"Ich bin ein musizierender Lebenskünstler mit praktischen Händen", sagt er gerne, wenn ihn jemand nach seinem Beruf fragt. Tatsächlich spielt er lauter ausgefallene Musikinstrumente, die ebenso viel Platz benötigen wie Ha-We selbst. Er zupft die dicke Bassgeige, und zwar so fetzig, dass ihn viele für einen ausgeflippten Rockmusiker halten. Er kann natürlich mühelos urigen Rock-n-Roll spielen ohne gleich ausgeflippt sein zu müssen. Und er bläst die Tuba, so schräg, dass andere wiederum behaupten, er sei der absolut richtige Mann für die Feuerwehrkapelle. Dabei spielt er ja längst in einem halben Dutzend Kapellen und Musikgruppen. Außerdem fegen seine dicken Wurstfinger mit spielerischer Leichtigkeit über die Klaviertasten. Er schlägt auf Trommeln aus aller Welt, seien sie aus Afrika oder aus Südamerika oder von der örtlichen Schützenfestkapelle ausgeliehen. Und er fummelt auf allerlei irrwitzigen Musikgeräten herum, denen man nicht ansieht, dass man sie überhaupt zum Klingen bringen kann.

In der Wohnung ist es deshalb immer sehr eng. Das ist auch einer der Gründe, weshalb wir Hans-Werner Ha-We nennen.

"Für einen längeren Namen ist in dieser vollgepackten Musikantenbude einfach kein Platz mehr", behauptet Dolli, meine fidele Mama.

Ha-We also verdanke ich meinen krümeligen Namen...

Als meine Mama mich und einen ganzen Schwung von Geschwistern geboren hatte, schaute Hans-Werner in den Hundekorb. Kaum erblickte er mich, da sagte er zu meiner Mama: "Ach herrje! Was hast du denn da für einen Krümel geboren!"

Schwupps! Und schon lag ich in Ha-Wes großer Tubabläserhand und wurde ganz sanft gestreichelt. Es muss Liebe auf den ersten Blick gewesen sein. Denn Ha-We verschenkte alle Hundebabys. Nur mich gab er nicht weg. Selbst als die Kinder aus der Nachbarschaft um mich bettelten blieb Ha-We hart. "Nein", sagte er. "Den Kleinen gebe ich nicht her. Krümel bleibt bei Dolli und mir!"

Ganz gut, dass mein Vater nicht weiß, wie man mich nennt. Ich bin nämlich mit der gefürchteten Kettenhundfamilie Bell-und-Heul verwandt. Mein Papa ist ein echter Bell-und-Heul: groß, stark, wild und bissig! Rambo von Bell-und-Heul heißt er und kann furchtbar grimmig aussehen. Wenn er wüsste, dass man mich Krümel nennt, würde er sicherlich vor Scham und Kummer nur noch mit dem Schwanzende aus der Hundehütte schauen.

Armer Papa! Er muss den bösen Hofhund spielen, weil die Menschen es so von ihm wollen.