LESESPASS mit MANNI und MIMMI - Mario Covi - E-Book

LESESPASS mit MANNI und MIMMI E-Book

Mario Covi

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Beschreibung

Kerstin und ihre Eltern ziehen in ein verträumtes Holzhaus am Waldrand. Niemand ahnt, dass sie sehr rätselhafte kleine Lebewesen als Nachbarn haben: die Mutzelmäuse. Diese putzigen Geschöpfe können nicht nur lesen und schreiben, nein, sie beherrschen sogar die Sprache der Menschen. Diesem Geheimnis kommt Kerstin zufällig auf die Spur. Als sie die kleinen Hosen und Kleidchen ihrer Spielmäuse und Spielbären wäscht, verschwinden diese über Nacht. Dafür tauchen plötzlich die Mutzelmäuse in frische gewaschenen Kleidern auf und suchen reumütig die Freundschaft des kleinen Mädchens. Die kurzweiligen Geschichten und liebevollen Illustrationen machen das Vorlesen oder Selberlesen zum spannenden Vergnügen mit Manni und Mimmi, den Haupthelden dieser abenteuerlichen Mutzelmaus-Geschichten.

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Seitenzahl: 35

Veröffentlichungsjahr: 2017

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Mario Covi, Hildrun Covi

LESESPASS mit MANNI und MIMMI

Mutzelmaus-Geschichten

 

 

 

Dieses ebook wurde erstellt bei

Inhaltsverzeichnis

Titel

1. MANNI UND MIMMI BEKOMMEN KLEIDER

2. MANNI UND MIMMI HELFEN MAX MÜMMLER

3. MANNI UND MIMMI AUF GROSSER FAHRT

4. MANNI UND MIMMI FLIEGEN HEIM

5. Falls euch dieses Vorlese-Bilderbuch gefallen hat,

Impressum neobooks

1. MANNI UND MIMMI BEKOMMEN KLEIDER

Mutzelmäuse? Du hast noch nie etwas von den Mutzelmäusen gehört? Na gut, das ist irgendwie schon verständlich. Denn Mutzelmäuse sind eigenartige Geschöpfe. Auf den ersten Blick sehen sie wie ganz normale Mäuse aus. Wie einheitsgraubraune Feld-, Wald- und Wiesenmäuse. Man kann sie auch mit jenen anderen bedauernswerten Lebewesen verwechseln, die von den Menschen mit leckeren Käsestückchen in grausame Fallen gelockt werden: mit den Hausmäusen...

Aber das ist alles nur eine oberflächliche Täuschung. Oder ist das sogar eine raffinierte Tarnung? Wollen Mutzelmäuse gar nicht erkannt werden? Oder wollen sie sich vielleicht nur ganz besonderen Menschen zu erkennen geben? Nur ihnen ihr Geheimnis verraten?

Wie dem auch sei, die rätselhaften Mutzelmäuse bauen ihre Wohnhöhlen gerne unter große und wohlgeformte Steine. Am liebsten mögen sie Findlinge. Das sind uralte Felsbrocken, die vor langer, langer Zeit von gewaltigen Eismassen blank und glatt gescheuert wurden. Diese Findlinge aus der Eiszeit sind ideale Kletterberge mit geheimen Felsspalten und tollen Spielflächen. Dort oben kann man herumtoben oder einfach ausgiebig dösen.

An sonnigen Tagen lassen sich Mutzelmäuse in der Nähe derartiger Felsgruppen beobachten. Und wenn man ganz leise ist, erfährt man vielleicht ihr Geheimnis. Die putzigen graubraunen Racker können nämlich sprechen. Ja, und nicht nur das. Sie können lesen und schreiben, verstehen sämtliche Tiere des Waldes – und sogar die Menschen.

Die verzweigten Wohnhöhlen der Mutzelmäuse sind sehr gemütlich eingerichtet. Und wenn der Platz nicht reicht, graben die kleinen Geschöpfe einfach ein neues behagliches Kämmerlein. Unter den riesengroßen Findlingen ist schließlich reichlich Platz für alle Mutzelmäuse.

Man möchte die Mutzelmäuse am liebsten mit Kobolden, mit Heinzelfrauen oder mit Wichtelmännern vergleichen. Denn sie lachen und zanken, erzählen sich Geschichten, kochen und putzen, arbeiten und faulenzen. Sie tanzen und musizieren sogar. Nur: sie haben keine Kleider...

Auch Manni und Mimmi haben keine Kleider. Wozu auch? Das Fell der niedlichen Tierchen ist so warm und wuschelig, dass sie noch nie auf die Idee gekommen sind, sich irgendwelche Kleidungsstücke zu nähen. Mit einem Kuschelfell auf dem Körper hat man eigentlich für den Rest seines Lebens ausgesorgt.

Da ist also dieser prächtige Felsblock, unter dem Manni und Mimmi mit ihren Eltern, mit den Geschwistern, mit Onkeln, Tanten, Oma und Opa leben. In der Nähe des großen Steins steht ein kleines Holzhaus, das leider immer mehr verfällt. Wind und Wetter nagen an den morschen Brettern. Die älteren Mutzelmäuse erinnern sich noch an die Zeit, als in diesem Häuschen ein fröhlicher, aber etwas komischer alter Mann wohnte. Allerdings waren es nur die anderen Menschen, die ihn komisch fanden. Und zwar deshalb, weil er mit den Tieren und Pflanzen des Waldes sprach, so, als seien sie seine Freunde. Aber das waren sie schließlich auch für den alten Mann. Selbstverständlich zählten die Mutzelmäuse zu seinen Freunden und er plauderte regelmäßig mit ihnen.

Auf den Findlingsblock streute der Mann jeden Tag Futter für die Vögel. Klar, dass die Mutzelmäuse kräftig von dem reichlichen Segen naschten und den Felsen bald den Wunderstein nannten.

An langen Abenden erzählt Oma gerne diese Geschichte. Und stets endet sie mit den Worten: "... Als dann der gute alte Mann starb, versiegte leider der Futtersegen auf dem Wunderstein. Und das Holzhäuschen, das einstmals so verträumt aussah, zerfiel immer mehr zu einer schäbigen, fast unheimlichen Bretterbude."

Eines Tages kommen Menschen in den Wald und rumoren in der alten Hütte. Sie poltern und tun sehr geschäftig. Sie reden darüber, was alles gemacht werden muss, um die zerfallene Waldhütte wieder bewohnbar zu machen. Neugierig beobachten die Mutzelmäuse, wie in den folgenden Wochen aus dem schäbigen Schuppen tatsächlich wieder ein schmuckes Häuschen entsteht.

Vor allem die Mutzelmauskinder begleiten die Betriebsamkeit an der Hütte mit viel Gekicher und schlauen Bemerkungen.

"Vielleicht wollen die Leute zu uns an den Waldrand ziehen", sagt Manni.

"Vielleicht haben wir dann wieder den Futtersegen auf dem Wunderstein", überlegt Mimmi und Manni fügt hinzu: ¨Das wäre echt cool!"