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Seitenzahl: 844
Veröffentlichungsjahr: 2015
Kursbuch Doppler- und Duplexsonografie
Begründet von Kurt Huck
Beatrice Amann-Vesti, Christoph Thalhammer
Beatrice Amann-Vesti, Christoph Thalhammer, Markus Aschwanden, Robert Clemens, Bernhard Gaßmann, Marc Husmann, Christina Jeanneret-Gris, Thomas O. Meier, Daniela Reutter,
4., vollständig überarbeitete und erweiterte Auflage
1191 Abbildungen
GewidmetHerrn Prof. Dr. med. Alfred Bollinger(* 23. 01. 1932, † 03. 04. 2015)
Nur drei Jahre nach der 3. Auflage des Kursbuches Doppler- und Duplexsonografie erscheint aufgrund der grossen Nachfrage bereits die 4. Auflage mit einigen Neuerungen. Ein großer Teil der Ultraschallbilder wurde durch qualitativ hochwertigere Abbildungen ersetzt und widerspiegeln den technischen Fortschritt dieser Bildgebung. Sämtliche Kapitel wurden sorgfältig überarbeitet und mit einem neuen Layout übersichtlicher gestaltet. Ergänzt wurde das Buch durch ein Kapitel zur Diagnostik vaskulärer Malformationen. Da Ultraschalluntersuchungen vom bewegten Bild leben, wurden den Abbildungen fast 200 neue Videoclips zugeordnet, die für einen schnellen Online-Zugriff zum Teil im Buch über QR-Codes abrufbar sind.
Prof. D. Eugene Strandness, ein Pionier der Duplexsonografie, widmete in seinem Buch „Duplex Scanning in Vascular Disorders“ ein ganzes Kapitel dem Thema „Is there a gold standard for the diagnosis of vascular disease?“ Eine Frage, die wir uns auch heute immer wieder stellen sollten, wenn wir die Wertigkeit der Duplexsonografie beurteilen. Ist die Phlebografie der Goldstandard zur Diagnostik der Venenthrombose, obwohl sie Muskelvenenthrombosen gar nicht darstellen kann? Ist die CT-Angiografie von Aortenprothesen der Goldstandard zur Endoleak-Diagnostik, obwohl der kontrastmittelunterstützte Ultraschall kleinste Endoleaks findet, die im CT möglicherweise nicht abgebildet werden? Sowohl das CT als auch das MRI stellen uns morphologische Schnittbilder zur Verfügung, über die hämodynamische Bedeutsamkeit von Stenosen kann allein die Duplexsonografie verlässliche Aussagen machen. Der technische Fortschritt verbessert die Qualität unserer „high-end“-Geräte im rasanten Tempo, so dass die Sensitivität und Spezifität heute doch deutlich höher ist als dies in älteren Studien im Vergleich zum sogenannten Goldstandard publiziert wurde.
Ein besonders herzlicher Dank geht an Herrn Dr. Kurt Huck, dem Gründer des Kursbuches, der das Herausgeberteam aus persönlichen Gründen verlassen hat. Seine hervorragenden grafischen Darstellungen insbesondere der physikalischen Grundlagen sind aber selbstverständlich weiterhinein wichtiger Bestandteil des Buches. Ein weiterer Dank geht an Frau Dr. Anne Frohn und Frau Susanne Ristea vom Georg Thieme Verlag für ihre kompetente und kontinuierliche Unterstützung.
Das Buch soll einen aktuellen Überblick über die sonografische Diagnostik von Gefäßerkrankungen geben und dem erfahrenen „Ultraschaller“ als Nachschlagwerk dienen.
Wir wünschen Ihnen auch im Namen aller Autoren viel Freude mit der neuen Auflage und hoffen, dass die faszinierenden Bilder der Duplexsonografie der Gefäße Ihren Alltag noch bunter machen.
Zürich im Sommer 2015
Beatrice Amann-VestiChristoph Thalhammer
ABI
Ankle-Brachial-Index, Knöchel-Arm-Index
ACC
A. carotis communis
ACE
A. carotis externa
ACI
A. carotis interna
AFC
A. femoralis communis
AFS
A. femoralis superficialis
AIC
A. iliaca communis
AIE
A. iliaca externa
All
A. iliaca interna
APF
A. profunda femoris
AS
A. subclavia
AV
A. vertebralis
AVF
arteriovenöse Fistel
AVG
arteriovenöser Graft (für Hämodialyse)
CDE
Color-Doppler-Energy
CDV
Color-Doppler-Velocity
CW
Continuous Wave (Doppler)
DSA
digitale Substraktionsangiografie
FFT
Fast-Fourier-Transformation
FKDS
farbkodierte Duplexsonografie
FMD
fibromuskuläre Dysplasie
HPRF
High-Puls-Repetition-Frequency-Mode
HZV
Herzzeitvolumen
IMD
Intima-Media-Dicke
MI
mechanischer Index
NAST
Nierenarterienstenose
PAES
popliteal artery Entrapment-Syndrom
PAVK
periphere arterielle Verschlusskrankheit
PI
Pulsatilitäts-Index
PRF
Pulsrepetitionsfrequenz
PSV
Peak systolic Velocity
PTA
perkutane transluminale Angioplastie
PTRA
perkutane transluminale renale Angioplastie
PVR
Peak-Velocity-Ratio
PW
Pulsed Wave (Doppler)
RI
Resistance-Index
ROI
Region of Interest
TAV
Time Average Velocity
TAVMn
Time Average Velocity Mean
TAVMx
Time Average Velocity Maximum
TBRC
Truncus brachiocephalicus
TEA
Thrombendarteriektomie
TGC
Tiefenausgleich, Time Gain Compensation
TIA
transitorisch-ischämische Attacke
TIPS
transjugulärer intrahepatischer portosystemischer Shunt
TKD
transkranielle Dopplersonografie
TOS
Thoracic-Outlet-Syndrom
TTF
Truncus tibiofibularis
VCI
V. cava inferior
VIC
V. iliaca communis
VIE
V. iliaca externa
VII
V. iliaca interna
VMI
V. mesenterica inferior
VMS
V. mesenterica superior
Widmung
Vorwort zur 4. Auflage
Abkürzungen
1 Ultraschalldiagnostik bei Gefäßerkrankungen
1.1 Vorteile der modernen Ultraschallverfahren
1.2 Voraussetzungen für die Anwendung
2 Funktionell orientierte angiologische Untersuchung mit den verschiedenen Dopplerverfahren
2.1 Hämodynamik des arteriellen Gefäßsystems
2.1.1 Aufgaben des arteriellen Gefäßsystems
2.1.2 Lokale Volumenstromstärke und peripherer Widerstand
2.1.3 Arterieller Blutdruck
2.1.4 Segmentale Strömungsgeschwindigkeit
2.1.5 Strömungsgeschwindigkeit und Gefäßverlauf
2.1.6 Form des Strömungsgeschwindigkeitspulses
2.1.7 Indizes zur Quantifizierung des peripheren Widerstandes
2.1.8 Strömungsgeschwindigkeit, Gefäßquerschnitt und Strömungsprofil
2.2 Pathophysiologie des arteriellen Gefäßsystems
2.2.1 Volumenstromstärke und Stenosewiderstand
2.2.2 Poststenotisches Blutdruckverhalten
2.2.3 Strömungsgeschwindigkeit und Gefäßerkrankung
2.2.4 Strömungsverhalten in Kollateralgefäßen
2.3 Hämodynamik des venösen Gefäßsystems
2.3.1 Aufgaben des venösen Gefäßsystems
2.3.2 Gefäßfüllung und statischer Druck im Niederdrucksystem
2.3.3 Volumenverteilung und Druckverhalten im Niederdrucksystem
2.3.4 Volumentransport und Änderungen der Volumenverteilung durch Änderungen der transmuralen Druckkomponente
2.3.5 Mechanismen des venösen Rückflusses zum rechten Herzen
2.3.6 Kreislaufkomponenten Volumenstromstärke, Druck, Widerstand und Strömungsgeschwindigkeit im venösen Gefäßsystem
2.4 Pathophysiologie des Venensystems
2.4.1 Akute venöse Thrombose
2.4.2 Postthrombotische Entwicklungen
2.5 Dopplereffekt
2.5.1 Geschichtliches
2.5.2 Anwendung in der Medizin
2.6 Dopplerverfahren
2.6.1 Continuous-Wave-Dopplersonografie
2.6.2 Pulsed-Wave-Dopplersonografie
2.6.3 Duplexsonografie
2.6.4 Farbkodierte Duplexsonografie mit Frequenzwiedergabe – Color-Doppler-Velocity
2.6.5 Farbkodierte Duplexsonografie mit Amplitudenwiedergabe – Color-Doppler-Energy
2.7 Dopplerphänomene
2.7.1 Arterielle Gefäße
2.7.2 Venöse Gefäße
2.8 Zusammenfassende Wertung der Dopplerverfahren
2.8.1 Möglichkeiten und Grenzen der einzelnen Dopplerverfahren
2.8.2 Zusammenspiel der einzelnen Dopplerverfahren
2.8.3 Dopplersymptome und Dopplerverfahren
3 Doppler- und Duplexsonografie – Gerätebedienung
3.1 Dopplergerät
3.1.1 Senden
3.1.2 Optimierung der Signalgewinnung am Gefäß
3.1.3 Optimierung des Signalempfangs
3.1.4 Darstellung der Dopplerfrequenzen
3.1.5 Preprocessing
3.1.6 Postprocessing
3.1.7 Automatisierte Optimierung
3.2 Doppleruntersuchung
3.2.1 Allgemeine Untersuchungsvoraussetzungen
3.2.2 CW-Dopplersonografie im Sondenbetrieb mit Nulldurchgangszähler
3.2.3 Gepulste Dopplersonografie und Duplexsonografie
3.2.4 Farbdopplersonografie
3.3 Kontrastmittelsonografie
3.3.1 Erfordernis oder Luxus?
3.3.2 Physikalisch-technische Grundlagen
3.3.3 Verfahren zur Kontrastmittelbildgebung
3.3.4 Untersuchungsablauf und Anwendungsbeispiele
3.4 B-Flow
3.4.1 Ergänzung zur Dopplersonografie
3.4.2 Physikalisch-technische Grundlagen
3.4.3 Anwendungsbeispiele
3.5 Neue Entwicklungen
4 Ultraschalldiagnostik bei Erkrankungen der peripheren arteriellen Gefäße
4.1 Periphere arterielle Verschlusskrankheit
4.1.1 Ätiologie und Symptome
4.1.2 Lokalisation
4.1.3 Prävalenz und Prognose
4.1.4 Abklärung der peripheren arteriellen Verschlusskrankheit
4.2 Morphologische Untersuchung der Arterien der unteren Extremitäten im B-Bild
4.2.1 Anatomie der Arterienwand
4.2.2 Morphologie der Arterien im Ultraschall (B-Bild)
4.2.3 Pathogenese arterieller Gefäßerkrankungen
4.2.4 B-Bild bei Erkrankungen der Arterien
4.2.5 Prinzipien der B-Bild-Sonografie
4.3 Hämodynamik gesunder und pathologisch veränderter Arterien der unteren Extremitäten
4.3.1 Hämodynamik gesunder Arterien
4.3.2 Pathologische Hämodynamik
4.4 Anatomie der Arterien und Venen der unteren Extremitäten speziell im Hinblick auf die Ultraschalluntersuchung
4.4.1 Beckengefäße
4.4.2 Arterien und Venen in der Leiste und am Oberschenkel
4.4.3 Arterien und Venen der Knieregion
4.4.4 Arterien und Venen des Unterschenkels
4.5 Untersuchung und Befunde bei peripherer arterieller Verschlusskrankheit der unteren Extremitäten
4.5.1 Methodisches Vorgehen
4.5.2 Diagnose der PAVK durch dopplersonografische Erfassung eines Druckabfalls
4.5.3 Lokalisation der Gefäßpathologie durch die etagenweise dopplersonografische Erfassung poststenotischer Geschwindigkeitsprofile
4.5.4 Genaue Lokalisation sowie morphologische und funktionelle Charakterisierung der Obstruktion
4.5.5 Untersuchung der Beckengefäße
4.5.6 Art und Häufigkeit von Kontrolluntersuchungen nach peripheren Bypass-Operationen
4.5.7 Differenzialdiagnosen: Möglichkeiten des Ultraschalls
4.6 Periphere arterielle Verschlusskrankheit der oberen Extremitäten
4.6.1 Häufigkeit und Ursachen
4.6.2 Ultraschallanatomie
4.6.3 Ultraschalluntersuchung der Arterien der oberen Extremitäten
5 Ultraschalldiagnostik venöser Gefäßerkrankungen
5.1 Venöse Erkrankungen
5.2 Anatomie der Arm- und Beinvenen
5.2.1 Neue Nomenklatur der Beinvenen
5.2.2 Anatomie der Beinvenen
5.2.3 Anatomie der Hals- und Armvenen
5.3 Morphologie der Venen im B-Bild
5.3.1 Anatomischer Aufbau der Venenwand
5.3.2 Ultraschallmorphologie gesunder Venen
5.4 Funktionelle Untersuchung mit der Pulsed-Wave-Dopplersonografie
5.4.1 Venenfluss in der Doppleruntersuchung
5.4.2 Provokationstests zur Prüfung der Klappenfunktion
5.5 Beinvenenthrombosen
5.5.1 Direkte Thrombosezeichen – Kompressionsphlebosonografie
5.5.2 Indirekte Thrombosezeichen in der Dopplersonografie
5.5.3 Restthrombus und postthrombotische Venenveränderungen
5.5.4 Beckenvenenthrombose
5.5.5 Unterschenkelvenenthrombosen
5.5.6 Oberflächliche Venenthrombosen
5.6 Arm- und Halsvenenthrombosen
5.6.1 Ultraschalluntersuchungen an den Gefäßen des Halses und der oberen Extremitäten
5.7 Varikose
5.7.1 Morphologische Untersuchung im B-Bild und funktionelle Untersuchung im Pulsed-Wave-Doppler-Mode
5.7.2 Primäre und sekundäre Varikose
5.7.3 Stammvarikose und Perforansveneninsuffizienz
5.8 Venen-Mapping
5.9 Dokumentation und Qualitätskontrolle
6 Ultraschalldiagnostik der extrakraniellen supraaortalen Gefäße
6.1 Bedeutung zerebrovaskulärer Erkrankungen
6.1.1 Häufigkeit, Symptome und Stadien
6.1.2 Ursachen
6.1.3 Zielsetzungen der Ultraschalluntersuchungen
6.2 Morphologisch orientierte Untersuchung mit dem B-Bild
6.3 Normale Hämodynamik des zerebrovaskulären Versorgungsgebietes
6.4 Spezielle Ultraschallanatomie der extrakraniellen supraaortalen Gefäße
6.5 Untersuchung der extrakraniellen supraaortalen Gefäße mit dem Continuous-Wave-Doppler
6.5.1 Untersuchung der Karotiden
6.5.2 Untersuchung der A. subclavia und A. vertebralis
6.5.3 Untersuchung der Ophthalmikakollateralen
6.6 Duplex- und farbdopplersonografische Untersuchungen der extrakraniellen supraaortalen Gefäße
6.6.1 Untersuchung der Karotiden im Querschnitt
6.6.2 Untersuchung der Karotiden im Längsschnitt
6.6.3 Untersuchung der A. subclavia und A. vertebralis
6.6.4 Untersuchung der Ophthalmikakollateralen
6.7 Pathologische Befunde an den extrakraniellen supraaortalen Gefäßen
6.7.1 Stenosen der A. carotis interna
6.7.2 Gefäßprozesse der A. carotis communis
6.7.3 Gefäßprozesse der A. carotis externa
6.7.4 Gefäßprozesse der A. subclavia
6.7.5 Gefäßprozesse des Truncus brachiocephalicus
6.7.6 Gefäßprozesse der A. vertebralis
6.7.7 Aneurysmata und Dissektionen
6.7.8 Vaskulitis
6.7.9 Weitere Befunde und Flussphänomene
7 Ultraschalldiagnostik von Aorta, Mesenterialarterien und Nierenarterien
7.1 Symptomatik und diagnostische Fragestellungen
7.2 Spezielle Ultraschallanatomie der großen abdominellen und retroperitonealen Gefäße
7.2.1 Aorta abdominalis und Arterien der großen Oberbauchorgane
7.2.2 Nierenarterien
7.2.3 Varianten
7.3 Normale Hämodynamik der abdominellen und retroperitonealen Gefäße
7.4 Untersuchung bei Verdacht auf Erkrankungen der abdominellen und retroperitonealen Gefäße sowie typische Befunde
7.4.1 Aorta abdominalis
7.4.2 Truncus coeliacus und A. mesenterica superior und inferior
7.4.3 Nierengefäße
7.5 Farbkodierte Duplexsonografie nach Nierentransplantation
7.5.1 Untersuchungsablauf
7.5.2 Vaskuläre Komplikationen
8 Das portalvenöse System
8.1 Anatomie
8.2 Ultraschallanatomie des portalvenösen Systems
8.3 Normalbefunde
8.4 Pathologien mit Auswirkung auf die Leberperfusion
8.4.1 Trikuspidal- bzw. Rechtsherzinsuffizienz
8.4.2 Portale Hypertonie
9 Ultraschalldiagnostik von Aneurysmata
9.1 Klassifikation der Aneurysmata
9.1.1 Aneurysma verum
9.1.2 Dissektion und Aneurysma dissecans
9.2 Ultraschalluntersuchung von Aneurysmata
9.3 Ultraschalluntersuchung der einzelnen Aneurysmatypen
9.3.1 Untersuchung des Aneurysma verum
9.3.2 Untersuchung bei Dissektion und Aneurysma dissecans
9.4 Verlaufskontrollen nach operativ und interventionell behandelten Aneurysmata
10 Komplikationen nach endovaskulären Interventionen
10.1 Pathophysiologie
10.2 Klinik
10.3 Farbkodierte Duplexsonografie
10.4 Therapie
11 Ultraschalldiagnostik von arteriovenösen Fisteln und Hämodialyseshunts
11.1 Arteriovenöse Fisteln
11.1.1 Systematik arteriovenöser Fisteln
11.1.2 Akute Anpassungsmechanismen bei arteriovenösen Fisteln
11.1.3 Chronische Anpassungsmechanismen bei arteriovenösen Fisteln
11.1.4 Ultraschalluntersuchung arteriovenöser Fisteln
11.2 Hämodialyseshunts
11.2.1 Arterielles und venöses „Mapping“ vor Shuntanlage
11.2.2 Shuntreifung (native Fistel)
11.2.3 Duplexsonografie bei Shuntdysfunktion
12 Ultraschalldiagnostik vaskulärer Kompressionssyndrome an den Extremitäten
12.1 Definitionen und Einteilungen
12.2 Diagnostik beim vaskulären Schultergürtelkompressionssyndrom
12.2.1 Diagnostische Kriterien
12.2.2 Duplexsonografie beim Thoracic-Outlet-Syndrom
12.3 Diagnostik beim poplitealen Entrapmentsyndrom
12.3.1 Diagnostische Kriterien
12.3.2 Duplexsonografie beim poplitealen Entrapmentsyndrom (PAES)
13 Vaskuläre Malformationen
13.1 Einleitung
13.1.1 Klassifikation
13.2 Duplexsonografie vaskulärer Malformationen
13.3 Vaskuläre Malformationen mit tiefem Fluss (low-flow)
13.3.1 Venöse Malformationen
13.3.2 Glomuvenöse Malformation
13.3.3 „Blue Rubber Bleb Nevus“-Syndrom
13.3.4 Lymphatische Malformationen
13.3.5 Kombinierte langsam fließende Malformationen
13.4 Vaskuläre Malformationen mit hohem Fluss (high-flow)
13.4.1 Arteriovenöse Malformationen
13.4.2 Arteriovenöse Fisteln
13.4.3 Arterielle Stenosen
13.4.4 Kapilläre Malformation mit arteriovenösen Fisteln und Überwuchs
14 Duplexquiz
14.1 Fall 1
14.1.1 Lösung Fall 1
14.2 Fall 2
14.2.1 Lösung Fall 2
14.3 Fall 3
14.3.1 Lösung Fall 3
14.4 Fall 4
14.4.1 Lösung Fall 4
14.5 Fall 5
14.5.1 Lösung Fall 5
14.6 Fall 6
14.6.1 Lösung Fall 6
14.7 Fall 7
14.7.1 Lösung Fall 7
14.8 Fall 8
14.8.1 Lösung Fall 8
14.9 Fall 9
14.9.1 Lösung Fall 9
14.10 Fall 10
14.10.1 Lösung Fall 10
14.11 Fall 11
14.11.1 Lösung Fall 11
14.12 Fall 12
14.12.1 Lösung Fall 12
14.13 Fall 13
14.13.1 Lösung Fall 13
14.14 Fall 14
14.14.1 Lösung Fall 14
14.15 Fall 15
14.15.1 Lösung Fall 15
14.16 Fall 16
14.16.1 Lösung Fall 16
14.17 Fall 17
14.17.1 Lösung Fall 17
14.18 Fall 18
14.18.1 Lösung Fall 18
14.19 Fall 19
14.19.1 Lösung Fall 19
14.20 Fall 20
14.20.1 Lösung Fall 20
14.21 Fall 21
14.21.1 Lösung Fall 21
14.22 Fall 22
14.22.1 Lösung Fall 22
14.23 Fall 23
14.23.1 Lösung Fall 23
14.24 Fall 24
14.24.1 Lösung Fall 24
14.25 Fall 25
14.25.1 Lösung Fall 25
14.26 Fall 26
14.26.1 Lösung Fall 26
15 Archivierung, Dokumentation und Befundbericht
15.1 Archivierung
15.2 Dokumentation
15.3 Befundbericht
Autorenvorstellung
Anschriften
Sachverzeichnis
Impressum
B. Amann-Vesti
Die technische Entwicklung der Ultraschallgeräte ermöglicht heute die Darstellung peripherer, zerebraler, abdomineller und retroperitonealer Gefäße in ausgesprochen hoher Qualität. Die Bildauflösung von „High-End“-Geräten konnte bis heute weder von der Computertomografie noch von der MR-Angiografie erreicht werden, insbesondere bei der Untersuchung von oberflächlichen Gefäßen mit hochfrequenten Schallköpfen (z.B. Plaque der Karotiden). Die Ultraschalluntersuchung ermöglicht eine rasche und nebenwirkungsfreie Gefäßdiagnostik mit hoher Sensitivität und Spezifität und sollte im Rahmen der bildgebenden Diagnostik in der Regel an erster Stelle stehen. Ein entscheidender Vorteil des Ultraschalls liegt darin, dass er direkt am Krankenbett angewendet werden kann, in der Regel keine spezielle Vorbereitung des Patienten nötig ist und die Untersuchung jederzeit kurzfristig wiederholt oder ergänzt werden kann. Sowohl die CT als auch die MR-Angiografie sind auf eine Applikation von Kontrastmitteln angewiesen. In den letzten Jahren hat sich die kontrastmittelverstärkte Sonografie auf verschiedenen Gebieten (z.B. Endoleak-Diagnostik) durchgesetzt. Ultraschallkontrastmittel sind – abgesehen von sehr seltenen allergischen Reaktionen – sehr gut verträglich und auch bei Niereninsuffizienz problemlos einsetzbar (s. Kap. ). Weitere neue Ultraschalltechniken (z.B. B-Flow) konnten die Bildqualität verbessern und verschiedene Limitationen der Sonografie ausgleichen.
Selbstverständlich sind an die Ultraschalldiagnostik dieselben Ansprüche an Qualität von Gerät und Untersucher zu stellen wie an andere bildgebende Verfahren. Insbesondere da der Ultraschall sehr untersucherabhängig ist, muss auf eine sorgfältige Dokumentation und Archivierung der Befunde geachtet werden. In den USA wird die Qualität von Ultraschalllabors regelmäßig über Zertifizierungen kontrolliert. In einigen europäischen Ländern wird die minimale Anzahl an Untersuchungen pro Gefäßgebiet festgelegt, die zur Erlangung einer Facharztbezeichnung oder eines Fähigkeitsausweises in Ultraschall notwendig ist, und es werden regelmäßige Fortbildungen verlangt. Die deutschen, schweizerischen und österreichischen Gesellschaften für Ultraschall in der Medizin (DEGUM, SGUM und OEGUM) haben vergleichbare Richtlinien zur Ausbildung und Qualitätssicherung erarbeitet. In der aktuellen Auflage werden weiterhin die Ausbildungsrichtlinien im Gefäßultraschall der DEGUM und der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) berücksichtigt.
Neben der Qualität der Untersuchung ist die korrekte Indikationsstellung für eine Ultraschalluntersuchung mit einer genau formulierten Fragestellung entscheidend. Dies setzt neben der sicheren Beherrschung der Methode umfangreiche klinische Kenntnisse angiologischer Erkrankungen voraus. Im vorliegenden Buch werden die wichtigsten Krankheitsbilder der einzelnen Gefäßgebiete im jeweiligen Kapitel kurz beschrieben, wobei es sich dabei um eine Zusammenfassung handelt und ein angiologisches Lehrbuch nicht ersetzt werden kann.
D. Reutter und C. Thalhammer (Kapitel begründet von K. Huck und B. Huck)
Das Kapitel beschreibt zunächst die normalen und pathologischen hämodynamischen Befunde in den Arterien und Venen. Dabei steht die Strömungsgeschwindigkeit als direkt messbarer Parameter im Vordergrund. Im arteriellen Abschnitt werden die Veränderungen der Strömungsgeschwindigkeit, die physiologischerweise während des Herzzyklus auftreten, sowie die Anpassungen bei Gefäßverengungen und -verschlüssen prä-, intra- und poststenotisch sowie in Kollateralen aufgezeigt. Im venösen Abschnitt werden die Anforderungen an den venösen Rücktransport sowie dessen Mechanismen und Störungen dargestellt. Danach wird die Entdeckung und Bedeutung des Dopplereffektes skizziert. Im Abschnitt Dopplerverfahren werden die Grundlagen der CW-Dopplersonografie, der gepulsten Dopplersonografie, der Duplex- und der Farbdopplersonografie erläutert. Die Darstellung folgt dabei systematisch den Punkten „Senden“ und „Empfangen“, „Signalverarbeitung“, „Signalauswertung“ und „Signaldarstellung“. Im Abschnitt Dopplersymptome wird gezeigt, wie hämodynamische Phänomene mit den verschiedenen Dopplerverfahren erfasst werden können. Im letzten Abschnitt dieses Kapitels werden die diagnostischen Möglichkeiten und Grenzen der einzelnen Verfahren besprochen.
Windkesselfunktion und Transport Das arterielle Gefäßsystem erfüllt zwei wesentliche Aufgaben. Einerseits, die kardial in der Systole erzeugte Druckentwicklung und Volumenverschiebung des Blutes kontinuierlich in die Peripherie weiterzuleiten. Diese Aufgabe wird durch die elastischen Wandeigenschaften der arteriellen Gefäße des Körperstammes ermöglicht und als Windkesselfunktion bezeichnet. Dieser allgemeinen, im Dienste des Gesamtkreislaufsystems stehenden Funktion steht die spezielle Aufgabe jedes arteriellen Gefäßes gegenüber, nämlich die Versorgung des dazugehörigen Organs mit der aktuell notwendigen Menge Blut.
Ohmsches Gesetz Die Menge Blut, die pro Zeiteinheit durch ein Gefäß zu einem Organ fließt, wird als lokale Volumenstromstärke Ilok bezeichnet und in der Einheit [ml/s] oder [ml/min] angegeben. Ihre Anpassung an den jeweiligen Funktionszustand eines Organs erfolgt über die Änderung des lokalen peripheren Widerstandes Rlok, der im Wesentlichen durch die Arteriolen und präkapillären Sphinkter des zu versorgenden Organs bestimmt wird. Bei hohem Bedarf sind diese kleinen Gefäße weit gestellt und ermöglichen einen hohen Einstrom aus der Versorgungsarterie in das zugehörige Kapillarbett. Ist der Bedarf niedrig, wird durch eine entsprechende Engstellung der Zufluss aus den Arterien gedrosselt. Das Ohmsche Gesetz▶ Formel 2.1 beschreibt die Beziehung zwischen dem lokalen Zustrom und dem peripheren Widerstand.
(2.1)
Die lokale Volumenstromstärke Ilok ist umgekehrt proportional zum lokalen peripheren Widerstand Rlok und direkt proportional zu Δpsystemisch, der Differenz zwischen dem mittleren Aortendruck und dem Druck im rechten Vorhof.
Die lokale Volumenstromstärke zeigt, wie alle arteriellen Kreislaufparameter, einen pulsatilen Verlauf und ist systolisch/diastolisch moduliert (▶ Abb. 2.1). Für die Einschätzung der Durchblutungssituation wird der über die Zeit gemittelte Wert angegeben.
Pulsatiler Verlauf der Volumenstromstärke in der Aorta.
Abb. 2.1
Kontinuitätsgleichung Blut ist wie jede Flüssigkeit inkompressibel und der Blutstrom kann in einem intakten arteriellen Gefäß nicht abreißen. Deswegen findet sich in jedem erhaltenen Querschnitt des Kreislaufsystems in beliebiger Entfernung von der Aortenklappe dieselbe Volumenstromstärke. Das gilt für unverzweigte und verzweigte Gefäße. Diese Gesetzmäßigkeit wird durch die Kontinuitätsgleichung beschrieben (▶ Abb. 2.2).
Kontinuitätsgleichung.
Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!
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