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Steil in die Lernkurve! Das Kursbuch Endosonografie. Ist ideal zur Einarbeitung in die Methode sowie als Begleitbuch für den DEGUM- und DGVS-zertifizierten Kurs. Müheloser Einstieg - verständliche Einführung in die Gerätetechnik und Gerätefunktion - praxisnahe Darstellung der Untersuchungstechnik - umfassend: Vorbereitung, Untersuchungsablauf, Anatomie Wissen vertiefen - Indikation, Kontraindikation und Komplikationsmöglichkeiten - lückenlose Darstellung der Normalbefunde und pathologische Veränderungen - Endosonografisch gestützte Biopsie und endosonografisch gestützte Therapie Schneller Überblick - was wirklich wichtig ist: jedes Kapitel mit konkreten Lernzielen und übersichtlichen Checklisten - erstklassige Orientierung dank einheitlicher Kapitelstruktur - zahlreiche Merksätze und Praxistipps Plus - Über 600 brillante Abbildungen - Referenzbilder: typische Befunde, Vergleichsbilder zur Befundvariabilität, seltene Befunde und Varianten - Instruktive und bebilderte Fallbeispiele Jederzeit zugreifen: Der Inhalt des Buches steht Ihnen ohne weitere Kosten digital in der Wissensplattform eRef zur Verfügung (Zugangscode im Buch). Mit der kostenlosen eRef App haben Sie zahlreiche Inhalte auch offline immer griffbereit.
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Seitenzahl: 958
Veröffentlichungsjahr: 2018
Kursbuch Endosonografie
Christian Jenssen, Uwe Gottschalk, Guido Schachschal, Christoph Frank Dietrich
Christian Jenssen, Uwe Gottschalk, Guido Schachschal, Jouke T. Annema, Thomas Beyer, Iris Bittmann, Eike Burmester, Christoph Frank Dietrich, Markus Dollhopf, Siegbert Faiss, Manuela Götzberger, Dirk Hartmann, Walter Heise, Felix Herth, Michael Hocke, Stephan Hollerbach, Michael Hünerbein, Jan Janssen, Christian Jürgensen, Stefan Kahl, Christoph Kaiser, Birgitt Lucke, Silvia Maeting, Kathleen Möller, Jens Niehaus, Tobias Noll, Wilfried Pommerien, Lutz Welker, Uwe Will,
2., unveränderte Auflage
658 Abbildungen
Endlich ist es da: das Buch zum Kurs!
Die Endosonografie-Kurse der Herausgeber und Autoren des vorliegenden Kursbuchs genießen einen legendären Ruf. Mehr als 500 „Endosonografie-Lehrlinge“ und fortgeschrittene Anwender haben die Endosonografie in diesen Kursen erlernt, ihre Kenntnisse und Fähigkeiten erweitert und schließlich zum Segen ihrer Patienten angewendet.
Den Herausgebern ist es gelungen, zur Gestaltung des Kursbuchs Endosonografie mehr als 25 herausragende Methoden-Experten zu gewinnen. Die Autoren gehören zu den profiliertesten und engagiertesten Lehrern der Endosonografie, die sie mit großem Enthusiasmus und Erfolg betreiben und verbreiten. Das Resultat ist viel mehr als ein „Skript“ der Endosonografie-Kurse, sondern eine höchst solide Anleitung zum Erlernen, Verstehen und Anwenden der Endosonografie mit hohem Qualitätsanspruch. Die Lektüre des Kursbuchs macht Freude, lässt das leidenschaftliche Engagement der fleißigen Autoren ahnen, weckt das Interesse und die Freude an der Endosonografie. Die fundierten Quellenangaben machen Lust auf eine Vertiefung des Studiums.
Die Endoskopie-Gemeinde ist um ein wertvolles Lehrbuch reicher.
Ich beglückwünsche die Herausgeber und Autoren zu diesem wahrhaft gelungenen Werk, das vielen Lesern bei der Perfektionierung ihrer endosonografischen Fähigkeiten helfen wird!
Hamburg, August 2013 Friedrich Hagenmüller
Drei Jahrzehnte nach Markteinführung des ersten Echoendoskops hat sich die Endosonografie zu einer faszinierenden diagnostischen und interventionellen Methode auf hohem technologischem Niveau entwickelt. Sie führt die beiden diagnostischen Augen des Gastroenterologen und Pneumologen in einer Methode zusammen, kombiniert Informationen über Struktur und Funktion und ermöglicht die sehr risikoarme feingewebliche Diagnostik aus sonst nur chirurgischen Methoden zugänglichen Körperregionen. So ist sie – inzwischen gegründet auf valide Evidenz und verankert in zahlreichen Leitlinien – zu einer interdisziplinären Schlüsselmethode mit besonderer Bedeutung für onkologische Entscheidungsprozesse und ein „Gatekeeper“ für invasive und operative Methoden geworden. Nicht zuletzt hat die Endosonografie entscheidend dazu beigetragen, das Tabu der Wandüberschreitung in der therapeutischen Endoskopie zu brechen. So erscheint es nicht vermessen, von der Endosonografie als einer „Königsdisziplin“ der Endoskopie zu sprechen. Zahlreiche Paradigmenwechsel der Viszeralmedizin wurden erst durch die Endosonografie ermöglicht, denken wir an den Verzicht auf die ERCP als diagnostische Methode bei Verdacht auf Choledocholithiasis oder chronische Pankreatitis, die neoadjuvante Therapie lokal fortgeschrittener gastrointestinaler Karzinome und das minimal-invasive mediastinale Staging sowie die personalisierte Palliativtherapie von Tumorerkrankungen. In Deutschland ist die Endosonografie daher nicht nur in universitären Zentren, sondern auch in Kliniken der Breitenversorgung aus dem klinischen Alltag nicht mehr hinwegzudenken. Aber: jede Methode ist nur so gut wie diejenigen, die sie ausüben. Das Erlernen der Endosonografie stellt hohe Ansprüche. Zwei Methoden, Endoskopie und Ultraschall, müssen auf jeweils hohem Niveau beherrscht werden. Ausgezeichnete Kenntnisse der topografischen Anatomie, ein exzellentes 3-dimensionales Orientierungsvermögen, Kenntnisse zum klinischen Kontext der Indikation und ein stimmiges Zusammenspiel mit der Pflegeassistenz sind erforderlich. Genau darum haben wir dieses Buchprojekt in Angriff genommen. Das seit 2008 in Deutschland an bisher vier Standorten (München, Berlin, Lübeck, Borkum) praktizierte und seit 2010 gemeinsam von der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin (DEGUM) und der Deutschen Gesellschaft für Verdauungs- und Stoffwechselerkrankungen (DGVS) zertifizierte 2-stufige Kurssystem wird ergänzt durch Spezialkurse, in denen spezielle endosonografische Techniken und Interventionen im Vordergrund stehen. Referenten dieser Kurse haben versucht, Ihnen einen ermutigenden, praxisnahen und informativen Begleiter durch diese Kurse und auf dem langen Weg bis zur Expertise zusammenzustellen. Mit Videos und Abbildungen illustrierte praktische Fallbeispiele, Merksätze, Praxis-Tipps, Warnungen vor Fallstricken (derer es viele gibt!), Algorithmen und Checklisten sollen zum Verständnis von Untersuchungstechnik und Anatomie beitragen und Ihnen helfen, die klinischen Fragestellungen zu beantworten. Aufgezeigt wird der Weg von der Deskription der Befunde über ihre Wertung im klinischen Gesamtkontext hin zur Diagnose.
Wir sind den Autoren dieses Buches sehr dankbar, dass sie sich diesem Konzept mit hoher Zeitdisziplin untergeordnet, gleichzeitig aber ihre Individualität und spezifischen Sichtweisen nicht verleugnet haben. Ein besonderer Dank gilt GATE Berlin-Brandenburg e. V. und Hitachi Medical Systems für ihre Unterstützung, die die Publikation in der vorliegenden Form erst ermöglicht hat. Wertvolle Unterstützung und Beratung haben wir auch von DEGUM und DGVS erfahren, insbesondere von Professor Dr. Dieter Nürnberg, Professor Dr. Stefan Delorme, Privatdozent Dr. Siegbert Faiss und Dr. Eike Burmester. Dankbar sind wir auch Olympus Medical Systems für die angenehme Zusammenarbeit.
Besonders würdigen möchten wir die herausragende Unterstützung durch das Team des Thieme-Verlages. Insbesondere Frau Tenzer, Frau Dr. Tegude, Frau Holzer und Frau Dr. Bouché haben immer wieder mit uns gemeinsam nach guten Lösungen für alle sich im Verlaufe des Projektes auftuenden Probleme gesucht und diese auch gefunden. Außerdem danken wir dem Verlag für die gelungene Aufarbeitung des Bild- und Videomaterials. Eine besonders schöne Erfahrung war es für uns, wie im Prozess der Entstehung dieses Buches und der begleitenden DVD kollegial, partnerschaftlich, kreativ, kritisch und aus unserer Sicht erfolgreich unter allen Beteiligten um Konzeption, Positionen und Qualität gerungen wurde.
Daher: möge dieses Kursbuch Ihnen als alltagstauglicher „Kletterführer“ zu einer steilen persönlichen Lernkurve verhelfen!
Wriezen, Berlin, Hamburg und Bad Mergentheim im Juli 2013
Christian Jenssen, Uwe Gottschalk, Guido Schachschal und Christoph F. Dietrich
ADP
Adenosin-Diphosphat
AEG
Karzinom des gastroösophagealen Übergangs (Adenocarcinoma of the esophago-gastral Junction)
A-Scan
Amplituden-Scan, eindimensionale, nicht-anatomische Darstellung von Schallreflexionen an Grenzflächen als Amplituden
AGEUS
Arbeitsgemeinschaft für endoskopischen Ultraschall in Nordrhein-Westfalen
AIDS
Acquired Immuno Deficiency Syndrome
AIP
Autoimmunpankreatitis
AK EUS
Arbeitskreis Endosonografie
ALAT
Alanin-Aminotransferase
AMS
A. mesenterica superior
Ao
Aorta
AP
Alkalische Phosphatase
aPTT
Aktive partielle Thromboplastinzeit
ARP
Akute rezidivierende Pankreatitis (Acute recurrent Pancreatitis)
ARUS
Anorektaler Ultraschall (Synonym: rektale Endosonografie)
ASAT
Aspartat-Aminotransferase
ASGE
American Society for Gastrointestinal Endoscopy
ASS
Acetylsalicylsäure
B-Bild, B-Scan
Brightness-Mode-Bild (Grauwertbild)
BC
Bronchialkarzinom
BD-IPMN
IPMN vom Seitengangtyp (Branch Duct IPMN)
BfArM
Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte
BGH
Bundesgerichtshof
BMI
Body Mass Index
BRAF
B-Raf-Protein (Raf: Rapidly accelerated Fibrosarcoma)
BII
Billroth-II-Operation
CA 19–9
Carbohydrate-Antigen 19–9
CD
Cluster of Differentiation (Immunmarker, z. B. CD 34, CD45, CD56, CD 117)
cE
Chirurgische Exploration
CEA
Karzinoembryonales Antigen
CED
Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen
CE-EUS
Kontrastmittelverstärkter endoskopischer Ultraschall(Contrast-enhanced endoscopic Ultrasound)
CEH-EUS
Contrast-enhanced harmonic EUS
CEHMI-EUS
Kontrastmittelverstärkte Endosonografie im High-MI-Modus (Contrast-enhanced high mechanical Index endoscopic Ultrasound)
CELMI-EUS
Kontrastmittelverstärkte Endosonografie im Low-MI-Modus (Contrast enhanced low mechanical Index endoscopic Ultrasound)
CEUS
Kontrastverstärkte Sonografie (Synonyme: Kontrastmittelultraschall; Kontrastmittel-Sonografie) (Contrast-enhanced Ultrasound)
Ch.
Charrière
CK
Cytokeratin (z. B. CK5/6, CK7, CK20)
CMV
Zytomegalievirus
COPD
Chronisch-obstruktive Lungen„erkrankung
CP
Chronische Pankreatitis
CPB
Celiac Plexus Block
CPN
Celiac Plexus Neurolysis
CRM
Circumferential Resection Margin
CT
Computertomografie, Computer„tomogramm
CUP
Cancer of unknown Primary
cW-Doppler
Continuous-Wave-Doppler
DAB
Diaminobenzidin
DD
Differenzialdiagnose
DNA
Desoxyribonucleic Acid
DEGUM
Deutsche Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e. V.
DGVS
Deutsche Gesellschaft für Verdauungs-und Stoffwechselkrankheiten e. V.
DHC
Ductus hepatocholedochus
DIA
Digital Image Analysis
DLBCL
Diffuse large B-Cell Lymphoma
DNA
Desoxyribonukleinsäure (Deoxyribo„nucleic Acid)
DOG1
Discovered on GIST-1 (Immunmarker für GIST)
DPTS
Syndrom des „abgehängten“ Pankreasschwanzes (Disconnected pancreatic Tail Syndrome)
DRG
Diagnosis Related Groups
dTHI
Digital Tissue Harmonic Imaging
EAS
Externer Sphinkter (External anal Sphincter)
EBUS
Endobronchialer Ultraschall
EBUS-TBNA
EBUS-gestützte transbronchiale Nadelaspiration
EBV
Epstein-Barr-Virus
EFSUMB
European Federation of Societies for Ultrasound in Medicine and Biology
EGFR
Epidermal Growth Factor Receptor
EGILS
European Gastro-Intestinal Lymphoma Study Group
EHBD
Extrahepatic Bile Duct
EKG
Elektrokardiografie, Elektrokardiogramm
EML4
Echinoderm microtubule-associated protein-like 4
EMR
Endoskopische Mukosaresektion
EPT
Endoskopische Papillotomie
erbB2
Erythroblastic Leukemia Viral Oncogene Homolog 2
ERC
Endoskopische retrograde Cholangio„grafie
ERCP
Endoskopische retrograde Cholangiopankreatikografie
ERP
Endoskopische retrograde Pankreatografie
ESD
Endoskopische Submukosadissektion
ESGE
European Society of Gastrointestinal Endoscopy
EUS
Endoskopischer Ultraschall (Synonym: Endosonografie) (Endoscopic Ultrasound)
EUS-CPB
EUS-geführte Plexusblockade (Endoscopic ultrasound-guided Celiac Plexus Block)
EUS-CPN
EUS-geführte Plexusneurolyse (Endoscopic ultrasound-guided Celiac Plexus Neurolysis)
EUS-FNA
Endosonografisch gestützte Feinnadelaspiration
EUS-FNI
EUS-geführte Feinnadelinjektion
EUS-FNP
Endosonografisch gestützte Feinnadelpunktion (EUS-gestützte Feinnadelpunktion)
EUS-HE
EUS-gestützte Hepatikoösophagostomie
EUS-HG
EUS-gestützte Hepatikogastrostomie
EUS-HJ
EUS-gestützte Hepatikojejunostomie
EUS-PD
EUS-gestützte Pankreasgangdrainage
EUS-RV
EUS-Rendezvousverfahren
EUS-TCB
Endosonografisch gestützte Trucut-Biopsie
FDG
Fluor-Desoxyglukose
¹⁸F-FDG
¹⁸F-Fluor-Desoxyglukose
FISH
Fluoreszenz-in-situ-Hybridisation
FKDS
Farbkodierte Duplexsonografie (Farbdopplersonografie)
FNA
Feinnadelaspiration
FNH
Fokale noduläre Hyperplasie
FNI
Feinnadelinjektion
FNP
Feinnadelpunktion
FOLFIRI
Folinsäure-5-Fluorouracil-Irinotecan
Fr.
French
GATE
Gastroenterologie-Ausbildung Training-Endoskopie
GGT
Gamma-Glutamyl-Transferase
GIST
Gastrointestinaler Stromatumor
G
Gauge
GIT
Gastrointestinaltrakt
GOLD
Global Initiative for Chronic Obstructive Lung Disease
HBV
Hepatitis-B-Virus
HCC
Hepatozelluläres Karzinom
HCV
Hepatitis-C-Virus
HE
Hämatoxylin-Eosin-Färbung
HER2neu
Human epidermal Growth Factor2 neu
HF
Hochfrequenz(strom)
HPF
Mikroskopisches High Power Field (Gesichtsfeld bei 400-facher Vergrößerung)
IAP
Idiopathische akute Pankreatitis (Idiopathic acute Pancreatitis)
IAS
Interner Sphinkter (Internal anal Sphincter)
IASLC
International Association for the Study of Lung Cancer
IDUS
Intraduktaler Ultraschall
IFP
Inflammatorische fibroide Polypen
IgG4
Immunglobulin G4
IHBD
Intrahepatic bile duct
INR
International normalized Ratio
IOC
Intraoperative Cholangiografie
IPMN
Intraduktale papillär-muzinöse Neoplasie
Ki67
Immunhistochemischer Proliferationsmarker
K-RAS
Kirsten Rat Sarcoma 2 Viral oncogene homologue Gene, Tumorsuppressor-Gen (zuerst isoliert von W. H. Kirsten et al. in einem Rattensarkom-Virus)
LA
Levator ani
LDH
Laktatdehydrogenase
Li VH
Linker Vorhof
LK
Lymphknoten
LV
Linker Ventrikel
LWK
Lendenwirbelkörper
M
Mukosa
MALT
Mucosa-associated lymphoid Tissue
MD-IPMN
IPMN vom Hauptgangtyp (Main Duct IPMN)
MEN
Multiple endokrine Neoplasie
MESK
Mediastinoskopie
MGG
May-Grünwald-Giemsa-Färbung
MHz
Megahertz
MI
Mechanischer Index
MIB-1
Mindbomb E3 ubiquitin protein ligase 1
MP
Muscularis propria
MPBetreibV
Medizinproduktebetreiberverordnung
MPG
Medizinproduktegesetz
MRCP
Magnetresonanz-Cholangiopankreatikografie
MRT
Magnetresonanztomografie, Magnet„resonanztomogramm
MTI
Microbubble Tracing Imaging
MZBCL
Marginal Zone B-Cell Lymphoma
MZA
Muzinöses Zystadenom
MZN
Muzinös-zystische Neoplasie (Synonym: muzinös-zystisches Adenom)
NaCl
Natriumchlorid
NET
Neuroendokriner Tumor
NHL
Non-Hodgkin-Lymphom
NOAK
Neue orale Antikoagulanzien
NOTES
Natural orifice transluminal endoscopic Surgery
NPV
Negativer prädiktiver Wert (Negative predictive Value)
NSCLC
Nicht kleinzelliges Lungenkarzinom (Non-small Cell Lung Cancer)
O2
Sauerstoff
ÖGD
Ösophagogastroduodenoskopie
OP
Operation, Operationssaal
pANCA
Perinukleäre anti-neutrophile zytoplasmatische Antikörper
PBC
Primär biliäre Zirrhose
PCR
Polymerasekettenreaktion (Polymerase Chain Reaction)
PET
Positronen-Emissionstomografie
PET-CT
Positronen-Emissionstomografie-CT
P-NET
Neuroendokriner Tumor des Pankreas
POEM
Perorale ösophageale endoskopische Myotomie
PPV
Positiver prädiktiver Wert (Positive predictive Value)
PRF
Pulsrepetitionsfrequenz
PSC
Primär sklerosierende Cholangitis
PTC
Perkutane transhepatische Cholangiografie
PTCD
Perkutane transhepatische Cholangiodrainage
PTT
Partielle Thromboplastinzeit
PUV
Vv. pulmonales
pW-Doppler
Pulsed-Wave-Doppler
RCT
Radiochemotherapie
RDG-E
Reinigungs- und Desinfektionsgerät für Endoskope
RI
Resistive Index (Widerstandindex nach Pourcelot)
RKI
Robert-Koch-Institut
ROI
Region of Interest
ROSE
Rapid On-site Evaluation
RR
Blutdruck nach Riva Rocci
SCLC
Kleinzelliges Lungenkarzinom (Small Cell Lung Cancer)
SEL
Subepitheliale Läsion
SEM
Selbstexpandierender Metall-Stent (Self expanding Metal Stent)
SET
Subepithelialer Tumor
SFED
French Society of Digestive Endoscopy
SHIP
Study of Health in Pomerania
SSL
Steinschnittlage
SM
Submukosa
SMA
Smooth Muscle Antikörper
SMPA
Seröses makrozystisches „Pankreasadenom
SPN
Solide pseudopapilläre Neoplasie
SQC
Squamous Cell Carcinoma
SZA
Seröses Zystadenom
SZN
Seröse zystische Neoplasie (Synonym: seröses zystisches Adenom)
TACE
Transarterielle Chemoembolisation
Tbc
Tuberkulose
TBNA
Transbronchiale Nadelaspiration
TC
Truncus coeliacus
TEM
Transanale endoskopische „Mikrochirurgie
TGC
Time Gain Control (Time Gain Compensation)
THI
Tissue harmonic Imaging
TNM
Onkologische Staging-Klassifikation „(Tumor Node Metastasis)
TRBA
Technische Regeln für Biologische „Arbeitsstoffe
TTF-1
Thyroid Transcription Factor 1
Tu
Tumor
TUS
Transkutaner Ultraschall
UICC
Union Internationale Contre le Cancer; Union for International Cancer Control
VAS
Visuelle Analogskala
VATS
Videoassistierte Thorakoskopie
VMS
V. mesenteria superior
WFUMB
World Federation for Ultrasound in Medicine and Biology
WHO
World Health Organization
ZNS
Zentralnervensystem
ZPL
Zystische Pankreasläsion
Geleitwort
Vorwort
Abkürzungen
Teil I Einführung und Grundkurs: Gerätekunde, Untersuchungstechnik, Indikationen, allgemeine EUS-Anatomie
1 Geschichte der Endosonografie
1.1 Anfänge der Endosonografie
1.2 Weichenstellung für EUS-Indikationen
1.3 Entwicklung von Minisonden
1.4 Revolutionärer Fortschritt: EUS-FNP unter Sicht
1.5 Neue Technologien und therapeutischer Einsatz
1.6 Weiterführende Literatur
1.7 Literatur
2 Wie lerne ich Endosonografie? Empfehlungen zur Qualifikation im EUS
2.1 Allgemeines
2.2 Empfehlungen und Richtlinien internationaler Fachgesellschaften
2.2.1 ESGE
2.2.2 EFSUMB
2.2.3 ASGE
2.3 Empfehlungen der DEGUM und der DGVS/GATE
2.3.1 DEGUM
2.3.2 DGVS/GATE
2.3.3 Kursinhalte der Fachgesellschaften (DEGUM/DGVS)
2.4 Praktische Empfehlungen
2.5 Das Wichtigste in Kürze
2.5.1 Schritte des EUS-Trainings
2.5.2 Quick-Info
2.6 Literatur
3 Indikationen, Kontraindikationen, Komplikationen, Qualitätssicherung
3.1 Begriffsbestimmung und klinische Bedeutung
3.2 Entscheidungsfindung und Indikationsübersicht
3.3 Kontraindikationen
3.4 Apparative, räumliche und personelle Voraussetzungen
3.5 Qualitätssicherung
3.6 Komplikationen
3.7 Patientenaufklärung
3.8 Das Wichtigste in Kürze
3.9 Weiterführende Literatur
3.10 Literatur
4 Geräte, Sonden und Equipment
4.1 Kurze Historie zur Geräteentwicklung
4.2 Ultraschallgeräte
4.3 Sonden
4.3.1 Radialscanner
4.3.2 Longitudinalscanner
4.3.3 Minisonden
4.3.4 Starre Sonden
4.4 Arbeitsplatz
4.5 Zubehör
4.5.1 Ballons
4.5.2 Nadeln
4.5.3 Weiteres Zubehör
4.6 Das Wichtigste in Kürze
4.7 Weiterführende Literatur
4.8 Literatur
5 Untersuchungsvorbereitung und Assistenz, Gerätevorbereitung, Gerätereinigung
5.1 Untersuchungsvorbereitung und Assistenz
5.1.1 Zeit- und Geräteplanung
5.1.2 Aufgaben des Assistenzpersonals
5.1.3 Lagerung
5.1.4 Sedierung
5.1.5 Vorbereitung des Untersuchungsraums
5.1.6 Kommunikation
5.2 Gerätevorbereitung
5.2.1 Allgemeines
5.2.2 Transport des Echoendoskops
5.2.3 Vorbereitung des Echoendoskops
5.2.4 Aufziehen und Befüllen des Ballons
5.2.5 Funktionskontrolle des Echoendoskops
5.3 Gerätereinigung
5.3.1 Begriffsbestimmung und klinische Bedeutung
5.3.2 Aufbereitungszyklus eines Echoendoskops
5.4 Das Wichtigste in Kürze
5.5 Weiterführende Literatur
5.6 Literatur
6 Mediastinum und oberer Verdauungstrakt: Vorbereitung, Untersuchungsablauf, allgemeine radiale EUS-Anatomie
6.1 Vorbereitung
6.2 Untersuchungsablauf
6.3 Allgemeine EUS-Anatomie
6.3.1 Oberer Gastrointestinaltrakt
6.3.2 Mediastinum
6.3.3 Periduodenale und perigastrale Organsysteme
6.4 Das Wichtigste in Kürze
6.5 Literatur
6.6 Videos
6.6.1 Radiale Endosonografie: Untersuchungsablauf und Normalanatomie
7 Mediastinum und oberer Verdauungstrakt: allgemeine longitudinale EUS-Anatomie
7.1 Grundlagen und Voraussetzungen
7.2 Optisch orientierter EUS
7.3 Anatomisch orientierter EUS
7.4 Anatomische Orientierung
7.5 Klassische Schnitte aus dem Ösophagus ins Mediastinum
7.5.1 Leitstruktur Trachea – Schallkopf nach ventral
7.5.2 Leitstruktur Aortenbogen – Aorta – Schall nach dorsal
7.5.3 Mediastinale Lymphknotenstationen der IASLC
7.6 EUS-Anatomie aus dem Magen – paragastraler Raum
7.6.1 Abgang der Viszeralarterien
7.6.2 Pankreaskorpus
7.6.3 Proximaler Pankreaskopf – Pankreaskorpus aus dem Antrum
7.7 EUS-Anatomie aus dem Duodenum – pankreatobiliäres System
7.7.1 Schnitte aus dem Bulbus duodeni und Antrum
7.8 Das Wichtigste in Kürze
7.9 Weiterführende Literatur
7.10 Literatur
7.11 Videos
7.11.1 Longitudinale Endosonografie: europäische versus US-amerikanische Darstellung
7.11.2 Longitudinale Endosonografie: Untersuchungsablauf und Normalanatomie
8 Anorektaler EUS: Vorbereitung, Untersuchungstechnik und -ablauf, allgemeine EUS-Anatomie, Indikationen
8.1 Allgemeines
8.1.1 Vorbereitung des Patienten
8.1.2 Gerätetechnologie
8.1.3 Untersuchungstechnik
8.2 Anatomie
8.2.1 Wandaufbau
8.2.2 Umgebende Strukturen
8.3 Indikationen
8.4 Das Wichtigste in Kürze
8.5 Literatur
8.6 Videos
8.6.1 Rektale Endosonografie: Untersuchungsablauf und Normalanatomie
9 Endobronchialer Ultraschall: Vorbereitung, Untersuchungsablauf, Anatomie, Indikation, Normalbefunde
9.1 Indikationsübersicht
9.2 Geräte und Untersuchungstechnik
9.3 Untersuchungsablauf
9.4 Aufarbeitung des Materials
9.5 Studienlage
9.6 Komplikationen
9.7 Kontraindikationen
9.8 Das Wichtigste in Kürze
9.9 Weiterführende Literatur
9.10 Literatur
10 Ösophagus, Magen, Peritoneum, Retroperitoneum: Normalbefunde, Indikationen
10.1 Indikationen und Grenzen der Methode
10.1.1 Ösophagus und Magen
10.1.2 Peritonealraum
10.1.3 Retroperitoneum
10.2 Das Wichtigste in Kürze
10.3 Weiterführende Literatur
10.4 Literatur
10.5 Videos
10.5.1 Normalbefund des Magens: radiale Endosonografie
10.5.2 Ösophaguskarzinom: Longitudinale Endosonografie
10.5.3 Fortgeschrittenes Magenkarzinom: Longitudinale Endosonografie
10.5.4 Endosonografische Darstellung der linken Nebenniere: longitudinaler und radialer EUS
10.5.5 Endosonografische Darstellung der rechten Nebenniere: Longitudinaler EUS
10.5.6 EUS-FNP einer Raumforderung der linken Nebenniere: Longitudinaler EUS
11 Pankreas, biliäres System und Leber: Einstellungen, Normalbefunde, Varianten, Indikationen
11.1 Pankreas
11.1.1 Darstellung und verwendete Gerätetypen
11.1.2 Normalbefunde
11.1.3 Normvarianten
11.1.4 Indikationen
11.2 Gallenwege
11.2.1 Darstellung
11.2.2 Normalbefunde
11.2.3 Normvarianten
11.2.4 Indikationen
11.3 Leber
11.3.1 Darstellung
11.3.2 Normalbefunde
11.3.3 Normvarianten
11.3.4 Indikationen
11.4 Das Wichtigste in Kürze
11.5 Weiterführende Literatur
11.6 Literatur
11.7 Videos
11.7.1 Endosonografischer Normalbefund Papille, pankreatobiliäres Gangsystem und Pankreas
11.7.2 Endosonografischer Befund eines normalen, aber stark septierten Pankreas: longitudinale Endosonografie
11.7.3 Erweiterter Pankreasgang und Verkalkungen bei chronischer Pankreatitis: longitudinale Endosonografie
11.7.4 Ektopes Pankreasgewebe in der Magenwand: Longitudinale Endosonografie
11.7.5 Linker Leberlappen und Aszites: longitudinale Endosonografie
11.7.6 Metastasen im linken Leberlappen: longitudinale Endosonografie
12 Lymphknoten, Ganglion coeliacum, Milz: Einstellungen, Normalbefunde, Varianten, Charakterisierung
12.1 Lymphknoten
12.1.1 Stellenwert und Normalbefund
12.1.2 Charakterisierung
12.1.3 Lymphknotenselektion zur EUS-FNP
12.2 Ganglion coeliacum
12.2.1 Stellenwert
12.2.2 Anatomie, Topografie, Funktion
12.2.3 Endosonografie
12.3 Milz
12.3.1 Anatomie, Topografie
12.3.2 Normalbefund und Nebenmilz
12.3.3 Pathologische Befunde
12.4 Das Wichtigste in Kürze
12.5 Weiterführende Literatur
12.6 Literatur
12.7 Videos
12.7.1 Endosonografische Lymphknotendarstellung und Klassifikationskriterien
12.7.2 Endosonografische Diagnose einer mediastinalen Sarkoidose: longitudinale Endosonografie (Fallbeispiel 12.1)
12.7.3 Endosonografische Darstellung der Ganglien des Plexus coeliacus: longitudinale und radiale Endosonografie
12.7.4 Endosonografische Milzdarstellung
Teil II Spezielle EUS-Pathologie
13 Ösophagus, Magen, Rektum: subepitheliale Läsionen
13.1 Begriffsbestimmung und klinische Bedeutung
13.2 Stellenwert der Endosonografie
13.3 Praktische Aspekte
13.4 Befundbeschreibung
13.5 Klassifikation und Artdiagnose
13.6 Extrinsische Impressionen
13.7 Vaskuläre subepitheliale Läsionen
13.8 Zystische und zystisch-solide subepitheliale Läsionen
13.9 Echoreiche SEL: Lipome und fibrovaskuläre Polypen
13.10 SEL mit gemischter Echogenität: Pankreasheterotopie
13.11 Echoarme subepitheliale Tumoren
13.11.1 Problemfall gastrointestinale Stromatumoren
13.11.2 EUS-Kriterien für die artdiagnostische Differenzierung
13.11.3 EUS-Kriterien für die Einschätzung des Malignitätsrisikos
13.12 Limitationen der endosonografischen Klassifikation
13.13 Gewebediagnostik echoarmer SET
13.13.1 Indikation
13.13.2 Materialverarbeitung
13.13.3 Nadelwahl
13.13.4 Technik
13.13.5 Prädiktoren
13.13.6 Risiken
13.14 Algorithmus für das SEL-Management
13.14.1 Symptomatische subepitheliale Läsionen
13.14.2 Asymptomatische subepitheliale Läsionen
13.15 Das Wichtigste in Kürze
13.16 Weiterführende Literatur
13.17 Literatur
13.18 Videos
13.18.1 Leiomyom der Cardia: radiale und longitudinale Endosonografie im Vergleich
13.18.2 Milzimpression des Magenfundus: longitudinale Endosonografie
13.18.3 Leiomyom des Ösophagus: radiale Endosonografie
13.18.4 Kleiner GIST des Magens: longitudinale Endosonografie
13.18.5 Duodenaler GIST: longitudinale Endosonografie
14 Ösophagus- und Magenkarzinom, gastrointestinale Lymphome: Diagnose und Staging
14.1 Begriffsbestimmung und klinische Bedeutung
14.2 Primärdiagnose
14.3 Endosonografisches Staging
14.3.1 Entscheidungsfindung und Indikationsübersicht
14.3.2 Praktische Aspekte
14.3.3 Limitationen
14.4 Ösophagus- und Magenkarzinom
14.4.1 Klassifikation
14.4.2 Besonderheiten
14.4.3 Treffsicherheit und Methodenvergleich
14.5 Magenlymphome
14.5.1 Endoskopisches und endosonografisches Erscheinungsbild
14.5.2 Klassifikation
14.5.3 Praktische Aspekte und Befundinterpretation
14.5.4 Diagnostik des Lymphknotenbefalls
14.5.5 Treffsicherheit
14.5.6 Stellenwert des EUS im Follow-up
14.6 Das Wichtigste in Kürze
14.7 Weiterführende Literatur
14.8 Literatur
14.9 Videos
14.9.1 Szirrhöses Magenkarzinom: Primärdiagnose durch Endosonografie und EUS-FNP
14.9.2 Benignes Magenulkus: radiale Endosonografie
14.9.3 Staging-Punktion einer nicht regionalen Lymphknotenmetastase bei fortgeschrittenem Ösophaguskarzinom: longitudinale Endosonografie
14.9.4 Lokal fortgeschrittenes Ösophaguskarzinom, radiale Endosonografie
14.9.5 Magenkarzinom uT2 uN0: radiale Endosonografie
14.9.6 Differenzierung lokal fortgeschrittener Magenkarzinome nach dem Ausmaß der Wandüberschreitung
14.9.7 Magenkarzinom u T4aN+
14.9.8 Frühkarzinome des oberen Verdauungstrakts
14.9.9 Non-Hodgkin-Lymphom des Duodenums: longitudinale Endosonografie
14.9.10 Marginalzonenlymphom des Magens vom MALT-Typ: radiale Endosonografie
15 Rektumkarzinom und benigne anorektale Erkrankungen
15.1 Grundlagen und erweiterte technische Möglichkeiten
15.1.1 Grundlagen
15.1.2 Erweiterte Techniken
15.2 Evaluation neoplastischer Läsionen
15.2.1 Rektumkarzinom
15.2.2 Analkarzinom
15.2.3 Subepitheliale Tumoren
15.3 Transrektale Punktion
15.4 Fisteln und Abszesse
15.5 Das Wichtigste in Kürze
15.6 Weiterführende Literatur
15.7 Literatur
15.8 Videos
15.8.1 Endosonografisches Staging des Rektum- und Analkarzinoms
15.8.2 Endosonografische Diagnostik entzündlicher Erkrankungen des Anorektums
15.8.3 EUS-gestützte Diagnostik einer unklaren Rektumstenose (Fallbeipiel 15.1)
15.8.4 Rektale Endosonografie bei Morbus Crohn (Fallbeispiel 15.2)
16 Biliäres System: Cholelithiasis und Cholangitis
16.1 Cholelithiasis
16.1.1 Klinische Bedeutung
16.1.2 Diagnostik von Gallensteinen mittels EUS
16.1.3 EUS bei Choledocholithiasis im Vergleich mit anderen Methoden
16.1.4 Leitliniengerechte Indikation zur Diagnostik einer Choledocholithiasis mittels EUS
16.2 Cholangitis
16.2.1 Ätiologie, Pathogenese und Klassifikation
16.2.2 Diagnostik
16.2.3 Stellenwert des EUS in der Therapie von Cholangitiden
16.3 Das Wichtigste in Kürze
16.4 Weiterführende Literatur
16.5 Literatur
16.6 Videos
16.6.1 Intrapapilläres Konkrement: longitudinale Endosonografie
16.6.2 Choledocholithiasis: longitudinale Endosonografie
16.6.3 Intrahepatische Choledocholithiasis: longitudinale Endosonografie
16.6.4 Kleines Gallengangskonkrement: longitudinale Endosonografie
17 Biliäres System und Papille: unklare Cholestase und Tumoren
17.1 Begriffsbestimmung und klinische Bedeutung
17.2 Entscheidungsfindung und Indikationsübersicht
17.3 Benigne Ursachen einer mechanischen Cholestase
17.3.1 Postoperative Stenosen, Choledocholithiasis und Mirizzi-Syndrom
17.3.2 Biliäre Varizen
17.3.3 Infektionen
17.3.4 Primär sklerosierende Cholangitis, eosinophile Cholangitis
17.3.5 Gallengangsanomalien (Caroli-Syndrom, Choledochuszyste)
17.3.6 Parasiten und Fremdkörper
17.3.7 Nicht neoplastische Papillenerkrankungen
17.4 Neoplastische Ursachen einer mechanischen Cholestase
17.4.1 Allgemeines
17.4.2 Gallengangstumoren
17.4.3 Papillentumoren
17.4.4 Endoskopische Feinnadelpunktion
17.5 Das Wichtigste in Kürze
17.6 Weiterführende Literatur
17.7 Literatur
17.8 Videos
17.8.1 Gallengangsadenom: longitudinale Endosonografie
17.8.2 Papillenadenom: longitudinale Endosonografie
17.8.3 Darstellung und Staging eines hilären Gallengangkarzinoms: longitudinale Endosonografie
17.8.4 Diagnose und Staging eines Pankreaskopfkarzinoms mit obstruktiver Cholestase: longitudinale Endosonografie
18 Pankreas: zystische Läsionen
18.1 Einführung
18.2 Systematik zystischer Pankreasläsionen
18.3 Pseudozysten
18.4 Intraduktale papilläre muzinöse Neoplasien
18.5 Muzinöse zystische Neoplasien
18.6 Seröse zystische Neoplasien
18.7 Solide pseudopapilläre Neoplasie
18.8 Limitationen, Potenzial und Methodenvergleich
18.9 Differenzialdiagnose: praktisches Vorgehen
18.10 Das Wichtigste in Kürze
18.11 Weiterführende Literatur
18.12 Literatur
18.13 Videos
18.13.1 Chronisch-kalzifizierende Pankreatitis mit Stent und Pseudozyste: radiale Endosonografie
18.13.2 Seitenast-IPMN: radiale Endosonografie
18.13.3 Differenzierung intraduktale Muzin- und Proteinpräzipitate versus papilläre Proliferationen
18.13.4 Diagnosekriterien IPMN vom Seitenast-Typ (BD-IPMN): radiale und longitudinale Endosonografie
18.13.5 Diagnosekriterien IPMN vom Hauptgangtyp (MD-IPMN): longitudinale Endosonografie
18.13.6 Diagnosekriterien muzinös-zystischer Neoplasien (MZN): longitudinale Endosonografie
18.13.7 Diagnosekriterien und Phänotypen serös-zystischer Adenome (SZA): longitudinale Endosonografie
19 Pankreas: solide Tumoren
19.1 Fokale solide Pankreasläsionen und Pankreastumoren
19.2 Detektion und Ausschluss von soliden Pankreastumoren
19.2.1 Akute Pankreatitis als Maske für Tumoren
19.2.2 Abklärung unklarer bildgebender Befunde
19.3 Charakteristik und Differenzialdiagnose
19.3.1 Duktale Adenokarzinome
19.3.2 Neuroendokrine Tumoren
19.3.3 Intrapankreatische Metastasen
19.3.4 Lymphome
19.4 Endosonografisch gestützte Feinnadelpunktion
19.5 Das Wichtigste in Kürze
19.6 Weiterführende Literatur
19.7 Literatur
19.8 Videos
19.8.1 Duktales Adenokarzinom des Pankreas: longitudinale und radiale Endosonografie (Fallbeispiel 19.2)
19.8.2 Neuroendokriner Pankreastumor: longitudinale Endosonografie (Fallbeispiel 19.3)
19.8.3 Intrapankreatische Metastase eines Nierenzellkarzinoms: longitudinale Endosonografie (Fallbeispiel 19.5)
19.8.4 Intrapankreatische Metastase eines Endometriumkarzinom: longitudinale Endosonografie (Fallbeispiel 19.6)
20 Pankreas: entzündliche Erkrankungen
20.1 Chronische Pankreatitis
20.1.1 Begriffsbestimmung und Stellenwert
20.1.2 Endosonografische Kriterien
20.1.3 Limitationen und Untersucherübereinstimmung
20.1.4 Klassifikation
20.1.5 Methodenvergleich und Korrelationen
20.1.6 Ergänzende Methoden
20.1.7 Differenzialdiagnosen
20.1.8 Komplikationen
20.1.9 Praktisches Vorgehen
20.2 Akute Pankreatitis
20.2.1 Stellenwert
20.2.2 Endosonografische Befunde
20.2.3 Verdacht auf biliäre Pankreatitis
20.2.4 Idiopathische und akute rezidivierende Pankreatitis
20.3 Autoimmunpankreatitis
20.3.1 Diagnostische Kriterien
20.3.2 Stellenwert der Endosonografie
20.3.3 Endosonografische Feinnadelbiopsie
20.4 Das Wichtigste in Kürze
20.5 Weiterführende Literatur
20.6 Literatur
20.7 Videos
20.7.1 Endosonografische Kriterien und Klassifikation der chronischen Pankreatitis: longitudinale und radiale Endosonografie
20.7.2 Obstruktive chronische Pankreatitis: longitudinale Endosonografie
20.7.3 Komplikationen der chronischen Pankreatitis
20.7.4 Endosonografische Befunde bei akuter Pankreatitis
20.7.5 Endosonografische Befunde bei akuter biliärer Pankreatitis
20.7.6 Endosonografische Befunde bei Autoimmunpankreatitis
21 Mediastinum: Bronchialkarzinom und mediastinale Lymphadenopathien
21.1 Begriffsbestimmung und klinische Bedeutung
21.2 Bronchialkarzinom
21.2.1 Nodales Staging
21.2.2 Tumordiagnose, T-Staging und Typisierung
21.2.3 M-Staging: Nebennieren und infradiaphragmale Lymphknoten
21.2.4 Endosonografie im Staging-Algorithmus des Bronchialkarzinoms
21.2.5 Praktische Aspekte
21.3 Mediastinale und andere thorakale Raumforderungen
21.4 Mediastinale Lymphadenopathie
21.4.1 Mediastinales M-Staging bei maligner extrathorakaler Tumorerkrankung
21.4.2 Mediastinale Lymphadenopathie bei Patienten ohne Tumoranamnese
21.5 Pneumologisches Endosonografietraining
21.6 Das Wichtigste in Kürze
21.7 Weiterführende Literatur
21.8 Literatur
21.9 Videos
21.9.1 Endosonografische Primärdiagnose eines zentralen Bronchialkarzinoms
21.9.2 Endosonografisches Staging des nicht kleinzelligen Bronchialkarzinoms (Fallbeispiel 21.4)
22 EUS-FNP: Indikationen, Kontraindikationen, Risiken
22.1 Begriffsbestimmung und klinische Bedeutung
22.2 Entscheidungsfindung und Indikationsübersicht
22.3 EUS-FNP bei onkologischen Fragestellungen
22.3.1 Primäre Tumordiagnostik
22.3.2 N-Staging
22.3.3 M-Staging
22.3.4 „Roadmap“ der EUS-FNP im onkologischen Staging
22.4 Indikationen der EUS-FNP
22.4.1 Indikationen am Pankreas
22.4.2 Weitere gastroenterologische Indikationen
22.4.3 Bronchialkarzinom und andere mediastinale Indikationen
22.4.4 Weitere Indikationen
22.5 Kontraindikationen der EUS-FNP
22.6 Komplikationen und Risiken von EUS und EUS-FNP
22.6.1 Perforation
22.6.2 Aspiration
22.6.3 Bakteriämie und infektiöse Komplikationen
22.6.4 Gallige Peritonitis und Cholangitis
22.6.5 Akute Pankreatitis und Pankreasgangleckage
22.6.6 Blutungen
22.6.7 Schmerzen, Pneumothorax und Pneumoperitoneum
22.6.8 Hämatogene Tumorzelldissemination
22.6.9 Impfmetastasen durch Tumorzellverschleppung im Nadeltrakt
22.6.10 Postoperative Komplikationen
22.6.11 Falsch-positive und falsch-negative Befunde
22.6.12 Sicherheit biliopankreatischer Tandemeingriffe und Einfluss vorherigen biliären Stentings auf das Risiko der EUS-FNP
22.6.13 Komplikationen der Sedierung
22.6.14 Risikofaktoren für Komplikationen der EUS-FNP
22.7 Das Wichtigste in Kürze
22.8 Weiterführende Literatur
22.9 Literatur
22.10 Videos
22.10.1 EUS-FNP einer Lebermetastase und eines großen Pankreastumors mit Infiltration der A. lienalis (Fallbeispiel 22.1)
22.10.2 US-FNP zur Charakterisierung einer für ein duktales Adenokarzinom nicht typischen kleinen Pankreasraumforderung (Fallbeispiel 22.2)
22.10.3 EUS-FNP eines subepithelial wachsenden Ösophagusmelanoms (Fallbeispiel 22.3)
22.10.4 Primärdiagnose, Subtypisierung und Staging eines fortgeschrittenen Bronchialkarzinoms durch EUS-FNP (Fallbeispiel 22.4)
22.10.5 Diagnosesicherung eines pigmentierten retroperitonealen Schwannoms durch EUS-FNP (Fallbeispiel 22.5)
22.10.6 Punktion eines Pankreaskarzinoms durch ein interponiertes Blutgefäß
23 EUS-FNP: Vorbereitung, Nadeln, Techniken
23.1 Voraussetzungen
23.1.1 Patient
23.1.2 Gerätetechnik
23.1.3 Team
23.1.4 Zeitplanung
23.2 Nadeln für die EUS-FNP
23.2.1 Nadeltypen
23.2.2 Nadelwahl
23.2.3 Nadelaufbau
23.3 Ablauf der endosonografisch gestützten Feinnadelbiopsie
23.3.1 Vorbereitung des Patienten
23.3.2 Prämedikation
23.3.3 Durchführung des Punktionsvorgangs
23.3.4 Materialverarbeitung
23.4 Erfolgsfaktoren
23.4.1 Gewebeeigenschaften der Zielläsion
23.4.2 Lokalisation der Zielläsion
23.4.3 Größe der Zielläsion
23.4.4 Anzahl der Nadelpassagen
23.4.5 Wahl der Nadel
23.4.6 Verwendung eines Mandrins
23.4.7 Lernkurve, Kommunikation mit dem Zytopathologen
23.5 Das Wichtigste in Kürze
23.6 Weiterführende Literatur
23.7 Literatur
23.8 Videos
23.8.1 Lymphknotenbiopsie mit einer ProCore-Nadel
23.8.2 EUS-FNP einer Lebermetastase mit einer 22-G-Aspirationsnadel
24 EUS-FNP: Materialverarbeitung, Befundung, Interaktion Endosonografiker/Zytopathologe
24.1 Einführung
24.2 Grundsätze der morphologischen Diagnostik
24.3 Gewinnung des Materials
24.3.1 Feinnadelaspiration
24.3.2 Flüssiges Aspirationsgut
24.3.3 Zellblocktechnik
24.3.4 Materialverarbeitung für molekulare Techniken
24.4 Leistungsfähigkeit und Grenzen der morphologischen Befundung
24.5 Interaktion Endosonografiker/Zytopathologe
24.6 Das Wichtigste in Kürze
24.6.1 Voraussetzungen für den Erfolg
24.6.2 Mögliche Gründe für das Scheitern
24.7 Weiterführende Literatur
24.8 Literatur
24.9 Videos
24.9.1 Materialverarbeitung nach EUS-FNP: Ausstriche und „natürlicher Zellblock“
24.9.2 Teil 2: Materialverarbeitung nach EUS-FNP: „natürlicher Zellblock“
Teil III Adjuvante EUS-Bildgebung, EUS-gestützte Biopsie, EUS-gestützte Therapie
25 Spezielle bildgebende Verfahren: Farbdopplersonografie, CE-EUS, Elastografie, 3-D
25.1 B-Bild-Sonografie und spezielle bildgebende Verfahren
25.1.1 B-Bild-Sonografie
25.1.2 Farbdopplersonografie und Spektralanalyse
25.1.3 Kontrastmittelsonografie
25.1.4 Elastografie
25.2 Klinische Anwendungen
25.2.1 Pankreas
25.2.2 Lymphknoten
25.2.3 Subepitheliale (submuköse) Gastrointestinaltumoren
25.2.4 Gastrointestinaltrakt, Anorektum
25.3 3-D-EUS
25.3.1 Für welche Sonden?
25.3.2 CT und MRT
25.3.3 Welche Ebenen?
25.3.4 Welche Methoden?
25.3.5 Positionszuordnung
25.3.6 Kontrastverstärkte 3-D-Methoden
25.3.7 Limitationen und Artefakte
25.3.8 Einsatzgebiete
25.3.9 Perspektiven
25.4 Das Wichtigste in Kürze
25.5 Weiterführende Literatur
25.6 Literatur
25.7 Videos
25.7.1 Fortgeschrittene endosonografische Untersuchungstechniken zur Gewebedifferenzierung Beispiel: intraluminal polypös wachsendes Gallengangsadenom
25.7.2 Fortgeschrittene endosonografische Untersuchungstechniken zur Gewebedifferenzierung Beispiel: Charakterisierung einer Pankreasraumforderung
26 EUS-Therapie: Pseudozysten-, Abszess- und Nekrosedrainagen
26.1 Einführung
26.2 Technische Grundlagen
26.2.1 Apparative Ausstattung
26.2.2 Zubehör
26.3 Allgemeine Zugangstechniken
26.3.1 Zugang durch Punktion ohne Verwendung der HF-Elektrochirurgie
26.3.2 Zugang durch Punktion mit Verwendung der HF-Elektrochirurgie
26.4 Pseudozysten
26.4.1 Doppel-Pigtail versus gerade Stents
26.4.2 Zwei Stents versus ein Stent
26.5 Pankreasnekrosen
26.6 Postoperative Leckagen
26.7 Abszesse
26.8 Das Wichtigste in Kürze
26.9 Weiterführende Literatur
26.10 Literatur
26.11 Videos
26.11.1 EUS-gestützte Drainage eines abgekapselten Verhalts nach Pankreaslinksresektion
26.11.2 Transösophageale Stent-Fehlplatzierung bei der EUS-gestützten Pseudozystendrainage
27 Endosonografisch gestützte Gallengangs- und Pankreasgangdrainagen
27.1 Indikationen und Terminologie
27.2 Grundlagen und Techniken der EUS-gestützten Cholangiodrainage
27.3 Voraussetzungen zur EUS-BD und allgemeines technisches Vorgehen
27.3.1 EUS-Rendezvousverfahren
27.3.2 EUS-geführte transhepatische interne antegrade Drainage ohne Rendezvous
27.3.3 EUS-HE, EUS-HG und EUS-HJ
27.3.4 EUS-CD und EUS-CG
27.4 Postinterventionelle Betreuung
27.5 Ergebnisse der EUS-BD, Langzeiterfahrungen und Ausblick
27.6 EUS-geführte Pankreasgangdrainage
27.7 Das Wichtigste in Kürze
27.8 Weiterführende Literatur
27.9 Literatur
28 EUS-Therapie: Blockade und Neurolyse des Plexus coeliacus
28.1 Klinische Bedeutung der Plexus-coeliacus-Injektionstherapie
28.1.1 Hintergrund, Entwicklung und Begrifflichkeiten
28.1.2 Endosonografiegesteuerte Plexus-coeliacus-Blockade und -Neurolyse
28.2 Indikationen zur Infiltration der Plexusregion
28.3 Kontraindikationen zur Plexusblockade und -neurolyse
28.4 Voraussetzungen zur EUS-FNI des Plexus coeliacus
28.5 Material und Technik
28.5.1 Nadeln zur Infiltration des Plexus coeliacus
28.5.2 Medikamente zur Plexusblockade und -neurolyse
28.6 Vorbereitung des Eingriffs
28.7 Technische Durchführung der EUS-FNI des Plexus coeliacus
28.7.1 Standardvorgehen (zentrale anteriore Injektion)
28.7.2 Zweiseitige EUS-CPN und direkte Ganglienapplikation
28.8 Probleme und Komplikationen
28.9 Nachsorge/Kontrollen
28.10 Das Wichtigste in Kürze
28.11 Literatur
28.12 Videos
28.12.1 Endosonografische Feinnadel-Injektionstherapie (EUS-FNI) des Plexus coeliacus
28.12.2 Endosonografisch gestützte Plexusneurolyse (EUS-CPN)
29 EUS-Therapie: Tumorablation und vaskuläre Eingriffe
29.1 Endosonografische Tumortherapie
29.1.1 Theoretische Überlegungen
29.1.2 Endosonografische Tumortherapie durch Injektion von Alkohol
29.1.3 Andere EUS-gesteuerte tumorablative Verfahren
29.2 EUS-gesteuerte vaskuläre Eingriffe
29.2.1 Arterielles System
29.2.2 Venöses System
29.3 Das Wichtigste in Kürze
29.4 Weiterführende Literatur
29.5 Literatur
30 Endosonografische Fallstricke und ihre Vermeidung
30.1 Möglichkeiten und Grenzen der Bildgebung
30.2 Typische Fehlerquellen bei häufigen Fragestellungen
30.2.1 Subepitheliale Raumforderung im oberen Gastrointestinaltrakt
30.2.2 Solide Raumforderungen des Pankreas
30.2.3 Endosonografisches Staging maligner Erkrankungen des Ösophagus
30.2.4 Zystische Neoplasien des Pankreas und chronische Pankreatitis
30.3 Das Wichtigste in Kürze
30.4 Literatur
Anschriften
Sachverzeichnis
Impressum
1 Geschichte der Endosonografie
2 Wie lerne ich Endosonografie? Empfehlungen zur Qualifikation im EUS
3 Indikationen, Kontraindikationen, Komplikationen, Qualitätssicherung
4 Geräte, Sonden und Equipment
5 Untersuchungsvorbereitung und Assistenz, Gerätevorbereitung, Gerätereinigung
6 Mediastinum und oberer Verdauungstrakt: Vorbereitung, Untersuchungsablauf, allgemeine radiale EUS-Anatomie
7 Mediastinum und oberer Verdauungstrakt: allgemeine longitudinale EUS-Anatomie
8 Anorektaler EUS: Vorbereitung, Untersuchungstechnik und -ablauf, allgemeine EUS-Anatomie, Indikationen
9 Endobronchialer Ultraschall: Vorbereitung, Untersuchungsablauf, Anatomie, Indikation, Normalbefunde
10 Ösophagus, Magen, Peritoneum, Retroperitoneum: Normalbefunde, Indikationen
11 Pankreas, biliäres System und Leber: Einstellungen, Normalbefunde, Varianten, Indikationen
12 Lymphknoten, Ganglion coeliacum, Milz: Einstellungen, Normalbefunde, Varianten, Charakterisierung
C. Kaiser, C. Jenssen
Schon wenige Jahre nach der Einführung des zweidimensionalen transabdominellen Ultraschalls durch Howry und Bliss im Jahre 1952 erfolgten in Pionierarbeit die ersten Einsätze der Endosonografie (EUS: endoskopischer Ultraschall)▶ [14]. 1956 kam es durch Wild und Reid zur ersten Anwendung eines blinden radialen Endosonografiescanners in der medizinischen Diagnostik. Der eindimensionale Radialscanner (A-Scan) wurde rektal eingeführt und diente zur Beurteilung der Wanddicke des Rektums und zur Untersuchung der Prostata ▶ [36]. Die Idee des intraluminalen Ultraschalls fand großes Interesse, da damit Hindernisse wie Knochen oder lufthaltige Strukturen umgangen werden konnten. Darüber hinaus erhoffte man sich Fortschritte in der Tumordetektion, da höherfrequente Schallsonden eine bessere Auflösung ermöglichten. Eine zweidimensionale Darstellung der Prostata (B-Scan) gelang 1967 Watanabe mittels transrektaler Ultraschalldiagnostik ▶ [31]. Die damalige Technik der starren und blinden Endosonografie findet heute noch in verfeinerter Form in der transrektalen und -vaginalen Untersuchung Anwendung.
Für die transgastrale und transduodenale Endosonografie ist eine flexible Untersuchungsmethode notwendig. Anfang der 1960er-Jahre gab es die ersten kommerziellen flexiblen Fibergastroskope, die neue Aspekte in der Diagnostik ermöglichten. Aus dieser Grundlage entwickelte sich im Verlauf der Einsatz von flexiblen Ultraschallsonden im Gastrointestinaltrakt (GIT). Lutz und Rösch führten 1976 als Erste in Deutschland die Echoendoskopie mit einem flexiblen Endoskop und einer eindimensionalen Ultraschallsonde (3 mm Durchmesser, 4 MHz) durch. Vergleichbar zu den heutigen Minisonden (B-Scan) wurde damals die A-Scan-Sonde (Siemens) über den Arbeitskanal des Gastroskops (Olympus TGF) eingeführt und diente zur Unterscheidung zystischer und solider Pankreasläsionen. Als Einsatzgebiet war die Unterstützung der transgastralen endoskopischen Pseudozystendrainage angedacht ▶ [17]. Aufgrund der nur geringen Aussagekraft des eindimensionalen Ultraschallverfahrens wurde die Methode des A-Scan-Verfahrens jedoch nicht weiter verfolgt.
An der Mayo-Klinik in Rochester präsentierte DiMagno 1980 ein ACMI-Seitblick-Gastroduodenoskop (FX-5) mit 13 mm Durchmesser und einer 80 mm rigiden Spitze ( ▶ Abb. 1.1). Beginnend im Jahre 1978, wurden die ersten Untersuchungen zunächst an Hunden durchgeführt ▶ [8] ( ▶ Abb. 1.2). Das B-Bild wurde durch ein 64-Element-Linear-Array (10 MHz) mit einer Eindringtiefe von 40 mm und einem Bildfeld von 30 mm erzeugt. Die Miniaturisierung eines elektronischen Schallkopfes war eine technische Meisterleistung, die Vereinigung der „beiden Augen“ des Gastroenterologen in einem Gerät eine Idee von visionärer Kraft. 1982 publizierte DiMagno einen Artikel zur transgastralen Ultraschalldiagnostik des Pankreas: „Human endoscopic ultrasonography“. Für seine Untersuchungen verwendete er dabei ebenso eine Seitblickoptik (ACMI FX-8) mit einer 35 mm rigiden Spitze und einem 10-MHz-Linear-Array ( ▶ Abb. 1.3, ▶ Abb. 1.4). Veröffentlicht wurden 32 Untersuchungen an 22 Patienten, wobei in 50% die Duodenumpassage gelang ▶ [9].
Abb. 1.1 ACMI-Seitblick-Gastroduodenoskop (FX-5) mit 13 mm Durchmesser und einer 80 mm rigiden Spitze, Linear Array, Ende der 1970er-Jahre (mit freundlicher Genehmigung von Herrn Dr. DiMagno).
Abb. 1.2 Pionierarbeit in der Endosonografie, Ende der 1970er-Jahre (mit freundlicher Genehmigung von Herrn Dr. DiMagno).
Abb. 1.3 ACMI-Seitblick-Gastroduodenoskop (FX-8) mit 13 mm Durchmesser und einer 35 mm rigiden Spitze, Linear-Array 10 MHz, Anfang der 1980er-Jahre (mit freundlicher Genehmigung von Herrn Dr. DiMagno).
Abb. 1.4 EUS Anfang der 1980er-Jahre: Eine neue Methode etabliert sich (mit freundlicher Genehmigung von Herrn Dr. DiMagno).
Auch in Japan und in Deutschland wurden insbesondere mit dem Ziel der Pankreasbeurteilung Anfang der 1980er-Jahre flexible Echoendoskope mit elektronischen Linear-Arrays getestet, die u. a. in Zusammenarbeit der Firmen Toshiba und Machida bzw. Siemens und Pentax entstanden. Die damaligen Echoendoskope konnten sich aber – trotz ihrer hohen Ortsauflösung – wegen der geringen anatomischen Übersicht nicht durchsetzen ▶ [2], ▶ [12], ▶ [18]. Die Stunde der longitudinalen Endosonografie sollte erst später schlagen, als miniaturisierte Konvex-Transducer (Curved Array) mit gegenüber linearen Schallköpfen deutlich verbesserter Übersicht zur Verfügung standen.
Nahezu zeitgleich berichteten 1980 Classen et al. in Deutschland ▶ [22] sowie eine japanische Arbeitsgruppe ▶ [13] über die ersten endosonografisch-radialen B-Bild-Untersuchungen ( ▶ Abb. 1.5, ▶ Abb. 1.6). Die deutsche Arbeitsgruppe nutzte einen durch einen Elektromotor angetriebenen mechanischen 5-MHz-Radialscanner, der damals noch ein 90°-Bild erzeugte (Aloka), in Verbindung mit einem Standard-Seitblick-Gastroskop (Olympus GFB3, Durchmesser 13 mm). Ermöglicht wurde dabei eine Eindringtiefe von 30 mm. Ein mit 2–3 ml Olivenöl gefüllter Ballon auf der Schallsonde diente einer besseren Ankopplung an die Schleimhaut. Publiziert wurden damals Untersuchungen an 18 Patienten mit biliär-pankreatischen Fragestellungen ▶ [22]. Oftmals war aufgrund der starren Spitze von 80 mm die Pyloruspassage bzw. die Passage in das Duodenum auch unter Röntgenkontrolle nicht möglich.
Die japanischen EUS-Pioniere modifizierten eine zuvor für die transösophageale Echokardiografie entwickelte, flexible, aber nicht optische Sonde mit einem in einer ölgefüllten Hülle rotierenden mechanischen Schallkopf (2,25 und 3,5 MHz) in Verbindung mit einer Toshiba-Plattform und konnten an 16 gesunden Probanden erste transgastrische Pankreasdarstellungen erzielen ▶ [13]. Die radialen Echoendoskope ermöglichten bald eine 360-Grad-Darstellung mit guter anatomischer Orientierungsmöglichkeit im Ösophagus und Mediastinum, die leicht mit der radiologischen Schnittbildgebung zu vergleichen war.
Abb. 1.5 Erster Prototyp von Olympus (1980) (mit freundlicher Genehmigung von Olympus).
(3rdparty)
Abb. 1.6 EUS-Bild des ersten Prototyps von Olympus (1980) (mit freundlicher Genehmigung von Olympus).
(3rdparty)
Nachdem die technische Durchführung der transgastrischen Endosonografie möglich war, folgten Anfang der 1980er-Jahre Untersuchungen zur topografischen Orientierung. Es wurde untersucht, welche Organe endosonografisch zugänglich sind, was damals noch oft unter Durchleuchtungskontrolle erfolgte ▶ [20], ▶ [24]. Mehrere Publikationen widmeten sich der Frage, ob die transgastrische Ultraschalldiagnostik im Vergleich zur transabdominellen Sonografie zusätzliche Informationen liefern kann ▶ [23] ( ▶ Abb. 1.7). Schon bald zeigten sich die Vorteile einer besseren Auflösung aufgrund der höheren Frequenz im Vergleich zur transabdominellen Ultraschalldiagnostik. Um eine topografische Orientierung zu erleichtern, wurden Standardpositionen für die Endosonografie erstellt, auf die sich bis heute die endosonografische Weiterbildung bezieht ▶ [12].
Abb. 1.7 Transgastrale im Vergleich zur transabdominellen Sonografie Anfang der 1980er-Jahre: Die in der transabdominellen Sonografie dargestellte Pankreasraumforderung konnte auch mittels EUS detektiert werden (Quelle: ▶ [22]).
Abb. 1.7a Transgastrale Sonografie.
Abb. 1.7b Transabdominelle Sonografie.
Abb. 1.8 Bereits Anfang der 1980er-Jahre ermöglichte die damals verfügbare Ultraschalltechnik die Differenzierung der 5 Magenwandschichten als Grundlage für das Tumor-Staging (Quelle: ▶ [23]).
Zunehmend verbesserte sich die Gerätetechnik und die anfänglichen Prototypen wurden durch kommerziell erhältliche Echoendoskope abgelöst. Dabei setzte sich zunächst die radiale Technik durch (1983 Olympus GF-UM1/EU-M1, 7,5- und 12-MHz-Sendefrequenz, 360°-Bildfeld). Die gesammelten Erfahrungen und erfolgversprechende Ergebnisse mit der Endosonografie erzielten eine zunehmende Akzeptanz, was zu einem häufigeren Einsatz und zu einer weiteren Verbreitung dieser neuen Methode führte. Mitte der 1980er-Jahre wurden wesentliche Studien mit mechanischen Radialscannern zur Korrelation der endosonografischen mit histologischen Befunden und zur Absicherung der EUS-Indikationen durchgeführt ▶ [19], ▶ [26], ▶ [27] ( ▶ Abb. 1.8), die heute noch die Grundlage der aktuellen Hauptindikationen des radialen diagnostischen EUS darstellen.
Ausgehend von der intrakoronaren Sonografie entwickelte sich die Minisondentechnik, die seit 1990 als weiteres Verfahren für die Diagnostik des GIT dient ▶ [21], ▶ [25]. Die ersten Minisonden hatten eine Frequenz von 7,5 MHz, einen Durchmesser von 3,7 mm und ein 360°-Radialbild. Wie auch heute wurde damals die Minisonde über den Arbeitskanal eines Gastroskops eingeführt. Die Minisonden sind im Verlauf dünner geworden und weisen inzwischen höhere Frequenzen bis 30 MHz auf. Auch im Rahmen der Bronchoskopie (intrabronchialer Ultraschall) und für den intraduktalen Ultraschall (IDUS) der Gallenwege kamen bereits 1990 Minisonden zum Einsatz ▶ [10], ▶ [15]. Obwohl die Minisondentechnik initial äußerst vielversprechend war, hat sie sich im klinischen Alltag nicht so durchgesetzt, wie es erwartet worden war. Die Gründe hierfür sind aus heutiger Sicht eine relativ kurze Lebensdauer und eine relativ schwierige Handhabbarkeit der sehr empfindlichen Instrumente ▶ [6].
Der Durchbruch für die longitudinalen elektronischen Echoendoskope vollzog sich erst Anfang der 1990er-Jahre mit dem ersten Curved-Array-Echoendoskop mit prograder Optik, das 1989 von einer dänischen Arbeitsgruppe gemeinsam mit Pentax und Picker entwickelt worden war ▶ [28]. Damit konnten an elektronische Arrays gebundene technische Entwicklungen der abdominellen Sonografie wie die Doppler-Duplex-Funktion▶ [32] und das THI (Tissue harmonic Imaging) in die Endosonografie integriert werden. Die Anordnung der Schallebene in der Längsachse des Endoskops eröffnete aber 1992 nach Wechsel von prograder auf Seitblickoptik einen revolutionären Fortschritt: die Möglichkeit einer endosonografisch gesteuerten Feinnadelpunktion (EUS-FNP)▶ [29] ( ▶ Abb. 1.9, ▶ Abb. 1.10, ▶ Abb. 1.11). Die unter sonografischer Sicht durchführbare Punktion extraluminaler oder submuköser Prozesse erweiterte das Indikationsspektrum der Endosonografie erheblich. Die Möglichkeit der endosonografisch gestützten Real-Time-Punktion hat den EUS von der rein bildgebenden Methode hin zum interventionellen diagnostischen Verfahren weiterentwickelt und auch die Tür zum therapeutischen Einsatz geöffnet.
Abb. 1.9 Punktionsnadel Typ Hancke-Vilmann, Hitachi FG38UX (1992) (mit freundlicher Genehmigung von Hitachi).
Abb. 1.10 Elektronisches Glasfiber-Echoendoskop FG 38UX (Hitachi), Anfang der 1990er-Jahre (mit freundlicher Genehmigung von Hitachi).
Abb. 1.11 Erste endosonografisch gesteuerte Punktion unter Sicht 1992 (Quelle: ▶ [30]).
Als weitere EUS-Meilensteine ( ▶ Tab. 1.1) wurden 1996 jeweils von der Arbeitsgruppe um Maurits Wiersema in Indianapolis die erste endosonografisch gesteuerte Cholangiopankreatografie▶ [35], Pankreaspseudozystendrainage▶ [33] und Plexusneurolyse (CPN) ▶ [34] beschrieben. Die Endosonografie des GIT mit dem Longitudinalscanner und der Punktionsmöglichkeit unter Sicht war die Voraussetzung auch für die Entwicklung des endobronchialen Ultraschalls (EBUS). Seit 2002 gibt es auch im Rahmen der Bronchoskopie die Möglichkeit zur transbronchialen Real-Time-Biopsie (EBUS-TBNA) unter Verwendung eines Seitblickgeräts mit Mikrokonvex-Transducer.
2002 lösten elektronische Radialscanner die zuvor in der Diagnostik des GIT üblichen mechanischen Radialscanner ab. Bisher waren bei der Verwendung eines mechanischen Radialscannners und eines elektronischen Longitudinalscanners zwei verschiedene Prozessoren notwendig. Als Vorteil des elektronischen Radialscanners erwies sich die Kompatibilität des Prozessors mit dem elektronischen Longitudinalscanner, vorausgesetzt beide Echoendoskope waren vom selben Hersteller. Darüber hinaus zeigten sich die elektronischen Radialscanner weniger verschleiß- und wartungsanfällig als die mechanischen Scanner und wiesen eine höhere Bildqualität auf. Im Vergleich zu den mechanischen Vorgängermodellen konnte die Schallfrequenz auf 5 MHz reduziert werden, was die Eindringtiefe bis auf 10 cm erhöhte. Die Frequenz konnte auch auf 10 MHz angepasst werden, um oberflächlicher gelegene Strukturen besser beurteilen zu können. Mit der Einführung des elektronischen Radialscanners wurde die Farbdopplersonografie auch in die radiale EUS-Technik integriert.
Entscheidend für die therapeutische Nutzung war die Entwicklung von Echoendoskopen mit großem Arbeitskanal (3,7 bzw. 3,8 mm) und Albarran-Hebel (benannt nach dem kubanischen Urologen Joaquin Maria Albarrán [1860–1912], Nobelpreisnominierung 1912). 2003 wurden die ersten Fallbeschreibungen an Patienten mit maligner Gallengangsstenose veröffentlicht, bei denen endosonografisch gesteuerte Cholangiodrainagen erfolgreich platziert werden konnten ▶ [4]. Seither besteht dieses Verfahren bei malignen Gallengangsstenosen als mögliche Alternative zur PTCD (perkutane transhepatische Cholangiodrainage) nach frustraner ERC (endoskopische retrograde Cholangiografie) mit nicht sondierbarem Gallengang.
Die ersten Schritte der Anwendung von Echosignalverstärkern in der Endosonografie erfolgten 1997 am Schweinemodell ▶ [3]. Mit dem Einsatz des Echosignalverstärkers Levovist (Schering) erreichte man eine Verstärkung des Farbdopplersignals, was der Verbesserung der Gefäßdiagnostik bei der Beurteilung von Tumorgefäßen oder Thrombosen diente. Weitere technische Verbesserungen ermöglichen seit 2005 die Kontrastmittelanwendung mit SonoVue (Bracco) im Low-MI-Modus (MI: mechanischer Index)▶ [5], wie sie schon zuvor in der Abdomensonografie etabliert wurde. Durch die Darstellung mit niedrigem MI ist seither der kontrastmittelverstärkte Ultraschall ohne Farbdoppler auch in der Endosonografie möglich (CELMI-EUS: kontrastmittelverstärkte Endosonografie im Low-MI-Modus). 2006 wurde die Real-Time-Elastografie als weitere neue Methode in der Endosonografie erstmalig beschrieben. Diese Zusatzfunktion ermöglicht die Unterscheidung von härterem und weicherem Gewebe und ist damit eine weitere Option zur Charakterisierung solider Läsionen ▶ [11].
Neben dem früher vorrangigen Tumor-Staging bietet die Endosonografie aktuell ein breites Spektrum an weiteren diagnostischen Möglichkeiten bei überzeugender wissenschaftlicher Evidenz und Erwähnung in aktuellen Leitlinien. Im klinischen Alltag ist die Endosonografie heute routinemäßig im Einsatz und hat in Deutschland eine relativ breite Verfügbarkeit ▶ [6], ▶ [16]. Etabliert haben sich in den letzten Jahren aufgrund der technischen Weiterentwicklung zunehmend auch therapeutische Optionen ▶ [7].
Tab. 1.1
Meilensteine der Endosonografie.
Jahr
Meilenstein
1956
starre und blinde endokavitäre Ultraschallsonden (transrektal), A-Scan
1980
B-Bild-Endosonografie
1983
erste kommerziell verfügbare mechanische radiale Echoendoskope
1984
erster Bericht zum Staging von Karzinomen des oberen GIT
1984–1992
systematische Studien zur Endosonografie
1990
Minisonden (endoluminal, intraduktal, endobronchial)
1991
serienreife elektronische Longitudinalscanner
1992
erste EUS-FNA, endosonografisch gesteuerte Punktion unter Sicht
1995
Farbdoppler-EUS
1996
erste endosonografisch gesteuerte Pankreaszystendrainage
1997
echosignalverstärkter EUS (Farbdoppler)
2002
elektronische Radialscanner
2003
erste endosonografisch gestützte Cholangiodrainage
2005
kontrastmittelverstärkter EUS (Low-MI-Modus)
2006
EUS-Elastografie
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E. Burmester, S. Faiss, W. Pommerien
Die diagnostische und die therapeutische Endoskopie erfordern vom Untersucher ein hohes Maß an fachlicher und technischer Kompetenz. Dabei scheint der klinisch gut etablierte EUS wegen der Kombination aus Endoskopie und Ultraschall innerhalb der endoskopischen Techniken eine Sonderstellung einzunehmen. So ist es unstrittig, dass die Lernkurve des EUS im Vergleich zu anderen endoskopischen Techniken extrem flach ist und dass das Training im EUS als ausgesprochen schwierig angesehen wird ▶ [53].
Die Diskussion über die Ursachen ist jedoch überraschend gering und die Vorstellungen über Trainingskonzepte sehr heterogen. Die zu erfüllenden Voraussetzungen oder Inhalte für die Endosonografieausbildung beschränken sich überwiegend auf die Angabe von Untersuchungszahlen pro Organ, die eine vermeintliche Kompetenz erwarten lassen.
Die erhebliche Varianz der angegebenen Zahlen lässt vermuten, dass die zu erbringende Untersuchungszahl nicht als einziges Kriterium eines ausreichenden Trainings angesehen werden kann. Vielmehr sind Kenntnisse in der Interpretation von Ultraschallbildern sowie in den Grundlagen in der Ultraschalltechnologie inkl. der Bedienung der Geräte eine zwingende Voraussetzung für das Beherrschen des EUS. Die grundsätzliche Forderung nach einem Ultraschalltraining vor der EUS-Ausbildung ist jedoch nicht generell akzeptiert ▶ [53].
Für die Interpretation von EUS-Bildern sind sehr gute Kenntnisse in der Schnittbildanatomie erforderlich. Dabei stellt der EUS mit der speziellen, sektorbegrenzten anatomischen Darstellung der periluminalen Regionen eine besondere Herausforderung dar, da die Strukturen dem anatomischen Kontext entzogen werden, was die Orientierung erheblich beeinträchtigt. Während beim transkutanen Ultraschall (TUS) eine visuelle Kontrolle der Schnittrichtung möglich ist, verliert der Untersucher beim EUS die Kontrolle über den Transducer, der sich mit allen denkbaren Freiheitsgraden innerhalb des gastrointestinalen Lumens bewegt. Eine endoskopisch-optische Kontrolle der Lage des Transducers und der damit verbundenen Schallrichtung ist nur begrenzt möglich, da eine Luftinsufflation erforderlich wäre. Die zwischen den Schallkopf und die Gastrointestinalwand dringende Luft verhindert jedoch durch ihre Totalreflexion eine sonografische Bildgebung. Folglich ist der Untersucher gezwungen, sich nahezu ausschließlich am endosonografischen Bild zu orientieren (Kap. ▶ 6, Kap. ▶ 7).
Betrachtet man die unterschiedlichen EUS-Techniken, so muss aus didaktischen Gründen zwischen radialem und longitudinalem Ultraschall differenziert werden. Die Transversalschnitte des radialen Ultraschalls sind dem Arzt eher vertraut, da ähnliche Schnittbilder z. B. per Computertomografie (CT) oder Magnetresonanztomografie (MRT) erzeugt werden ( ▶ Abb. 2.1, Kap. ▶ 6). Der parallel zur Geräteachse verlaufende Schallkegel der longitudinalen Ultraschallgeräte führt dahingegen zu vollkommen ungewohnten und atypischen anatomischen Schnitten. Folglich ist der longitudinale EUS wesentlich schwieriger erlernbar.
Abb. 2.1 Radiales 360°-Bild des Magens.
Abb. 2.2 Longitudinale EUS-Bilder aus dem Trainingsprogramm „EUS meets VOXEL-MAN“ .
Abb. 2.2a Bildausrichtung kranial links.
Abb. 2.2b Bildausrichtung kranial rechts.
Hinzu kommt ein bisher ungelöstes Problem, da beim longitudinalen EUS je nach Anwender unterschiedliche Bildausrichtungen gewählt werden. So kann die kraniale Körperrichtung bei dem einen Anwender entweder links im Bild ausgerichtet sein oder bei einem anderen dagegen rechts im Bild ( ▶ Abb. 2.2). Die unterschiedlichen Bildorientierungen sind darin begründet, dass es logisch erscheint, die rechte Bildseite entsprechend der Lage des Kopfes des Patienten zu orientieren, da der Untersucher das Gerät z. B. beim Zurückziehen in Richtung Kopf, also zur rechten Seite der Untersuchungsliege, zieht. Andererseits weicht diese Orientierung von der im transkutanen abdominellen Ultraschall üblichen ab. Dort ist definitionsgemäß die kraniale Körperrichtung links im Bild zu erwarten. Diese Differenzen erschweren aber zusätzlich das Training und das Wiedererkennen von Leitstrukturen. Innerhalb des Arbeitskreises Endosonographie (AK EUS) der DEGUM (Deutsche Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e. V.) besteht überwiegend Einklang darin, dass sich die Orientierung an der üblichen Nomenklatur des transkutanen Schalles ausrichten sollte (Kap. ▶ 7).
Strukturierte Trainingskonzepte sind deshalb zwingend erforderlich, wobei das Training am Patienten in der frühen Phase erhebliche Risiken bietet. Die Empfehlungen der European Society of Gastrointestinal Endoscopy (ESGE) zu Ethik in der Lehre der Endoskopie fordern ein Training des Endoskopikers auf hohem Niveau, ohne dem Patienten zu schaden ▶ [37].
Merke
Kenntnisse in fortgeschrittener Endoskopie und Ultraschalltechnologie, ein sehr gutes Orientierungsvermögen in anatomischen Schnittbildern anhand von Leitstrukturen sowie die sichere Interpretation von Ultraschallbildern sind zwingende Voraussetzungen für das Erlernen der Endosonografie.
Strukturierte Ausbildungen dienen dem Training „in sicherer Umgebung“ für den Lernenden und sollen den Patienten in allen Trainingsphasen höchstmögliche Sicherheit bieten.
Die European Society of Gastrointestinal Endoscopy (ESGE) fordert als Voraussetzung für das Erlernen des EUS Erfahrungen und Training in transkutan-abdomineller Sonografie sowie in der oberen gastrointestinalen Endoskopie mit Seitblickinstrumenten. Das Training sollte Lehrbücher, Atlanten, Videos, Kurse – möglichst mit Hands-on-Training – sowie Hospitationen in spezialisierten EUS-Abteilungen beinhalten. Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass eine Festlegung auf evtl. erforderliche Untersuchungszahlen nicht möglich ist, da zu viele Variable den Weg zur technischen Fertigkeit und Erfahrung im EUS beeinflussen ▶ [44].
Diese Empfehlungen wurden durch eine weitere Leitlinie ergänzt, die das Training, die Untersuchungstechnik und die Komplikationen der endosonografischen Feinnadelaspiration (EUS-FNA) beinhalten ▶ [51].
Die European Federation of Societies for Ultrasound in Medicine and Biology (EFSUMB) empfiehlt ein dreistufiges Konzept (Level 1–3), wobei jede Stufe auf der vorausgegangenen basiert:
In Stufe 1 werden Erfahrungen in der gastrointestinalen Endoskopie vorausgesetzt, um mit dem Training in EUS zu beginnen. Es werden 1–3 Untersuchungen/Woche unter Supervision (Level 2) sowie eine Gesamtzahl von 100 Untersuchungen in radialem, longitudinalem EUS und mit Minisonden verlangt. Das Training beinhaltet die Ultraschalltechnologie, Untersuchungstechnik, normale Anatomie und pathologische Befunde, die in einem Katalog definiert sind. Der Lernende soll in der Folge 30–50 Untersuchungen/Jahr durchführen und regelmäßig EUS-Fortbildungen besuchen.
Die Stufe 2 verlangt eine minimale Untersuchungszahl von 2 pro Woche über ein Jahr unter Supervision (Level 2 mit 2 Jahren Erfahrung) sowie eine Gesamtuntersuchungszahl von 300 in radialem, longitudinalem und Minisonden-EUS mit Interventionen (EUS-FNA, EUS-geführte Plexusneurolyse [EUS-CPN] und zystogastrische Drainage). Inhaltlich soll das Wissen in der detaillierten Anatomie und das Verständnis für komplexe Pathologien im EUS vertieft werden. Die Elastografie und die Rolle von Ultraschallkontrastverstärkern sollen ebenfalls vermittelt werden.
Die Stufe 3 definiert den EUS-Experten, der nahezu ausschließlich diagnostische/therapeutische Endoskopie und EUS praktiziert und Lehre sowie Forschung auf diesem Gebiet betreibt. Ferner wird eine regelmäßige Durchführung transkutan-abdomineller Sonografien gefordert. Eine kontinuierliche Weiterbildung, Teilnahme an multidisziplinären Treffen sowie detaillierte Literaturkenntnisse im EUS sind weitere Bedingungen ▶ [47].
Die Trainingsrichtlinien der American Society of Gastrointestinal Endoscopy (ASGE) wurden erstmals 1999 festgeschrieben, gefolgt von einer Revision in 2001. Neben allgemeinen Stellungnahmen zu den Voraussetzungen und Inhalten wurden auch Zahlen festgelegt, um Kompetenz zu erreichen. So wurden 75 Untersuchungen mukosaler Tumoren, 40 submuköse Läsionen, 75 pankreatikobiliäre Fälle sowie 50 EUS-FNA gefordert, aufgeteilt in 25 pankreatische und 25 nicht pankreatische EUS-FNA. Desgleichen sollten 150 supervidierte Untersuchungen dokumentiert werden. 2012 wurde ein „EUS Core Curriculum“ publiziert, in dem Ziele des Trainings, Ausbildungsverlauf und Rahmenbedingungen (Patientensicherheit, allgemeines medizinisches Wissen, interdisziplinäres Handeln) beschrieben werden. Als Voraussetzungen werden 18 Monate Erfahrung in diagnostischer und therapeutischer Ösophagogastroduodenoskopie (ÖGD) und Koloskopie, die Teilnahme an EUS-Untersuchungen sowie eine ausreichende Fallzahl für das Training angesehen.
Die wichtigsten Lernziele betreffen die Prinzipien des Ultraschalls und des Dopplers, der Ausrüstung, der radialen und longitudinalen muralen und extraluminalen Anatomie und Pathologie und die Beherrschung von Komplikationen. Die EUS-FNA sowie der fortgeschrittene interventionelle EUS (EUS-geführte Plexusneurolyse [EUS-CPN], Pseudozysten- und Abszessdrainagen, Ablation von zystischen und soliden Neoplasien, Gefäßembolisation) sollen in Abhängigkeit des Urteils des Ausbilders begonnen werden. Während die Inhalte klar definiert sind, werden im Gegensatz zu den Vorpublikationen keine Angaben über Untersuchungszahlen oder Zeiträume gemacht. Allerdings ist ein dreistufiges Vorgehen festgelegt ▶ [38], ▶ [48], ▶ [55]:
EUS ohne EUS-FNA
EUS mit EUS-FNA/EUS-geführte Injektionen
EUS mit EUS-FNA/EUS-geführte Injektionen/EUS-geführte Drainage-Prozeduren
Eine kürzlich publizierte Analyse der EUS-Lernkurven für Ärzte in der Weiterbildung zur fortgeschrittenen gastrointestinalen Endoskopie in 3 US-amerikanischen Zentren hat gezeigt, dass die von der ASGE bisher zur Erlangung von Kompetenz in EUS/EUS-FNA geforderten Untersuchungszahlen nicht ausreichend sind. 2 von 5 Assistenten erreichten ausreichende Kompetenz nach 255 bzw. 295 supervidierten Endosonografien, 2 näherten sich dieser Bewertung nach 175 bzw. 225 Untersuchungen an, ein Assistent hatte dagegen nach 402 Untersuchungen noch Supervisionsbedarf ▶ [56].
Leitlinie
Die Trainingsempfehlungen und -richtlinien internationaler Fachgesellschaften beinhalten überwiegend mehrstufige Ausbildungskonzepte mit klar definierten Inhalten, in Einzelfällen auch mit Festlegung der zu fordernden Untersuchungszahlen.
Die Empfehlungen zum EUS-Training der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin (DEGUM) und der Deutschen Gesellschaft für Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS) bzw. Gastroenterologie-Ausbildung Training-Endoskopie (GATE) basieren auf einer engen Absprache zwischen den Fachgesellschaften und sind gegenseitig anerkannt. Während die Grundmodule des Trainings inhaltlich identisch sind, bestehen Unterschiede in der Definition der Voraussetzungen für Lernende und Lehrende sowie in der Möglichkeit der Erweiterung der Module.
2008 wurden durch den Arbeitskreis Endosonografie (AK EUS) der DEGUM ein Ausbildungs-Curriculum für durch die DEGUM zertifizierte Endosonografiekurse sowie die Qualitätsvoraussetzungen für Ausbilder bzw. Kursleiter für Endosonografiekurse der DEGUM verabschiedet. Das Ausbildungs-Curriculum Endosonographie orientiert sich an dem bereits bewährten Stufenkonzept für Ultraschallkurse der DEGUM und berücksichtigt die Ausbildungsinhalte und Empfehlungen der EFSUMB, der ASGE, der AGEUS (Arbeitsgemeinschaft für endoskopischen Ultraschall in Nordrhein-Westfalen) sowie der SFED (French Society of Digestive Endoscopy)▶ [39], ▶ [48], ▶ [50], ▶ [55].
Das Curriculum beinhaltet 3 Kurse, die entweder im Sinne eines Stufentrainings oder bei entsprechender Erfahrung auch unabhängig voneinander gewählt werden können. Grund- und Aufbaukurs sind fester Bestandteil des Kursangebots, der Spezialkurs gilt als optional. Wegen der bekannten hohen Anforderung an die Untersuchungsmethode sollen die Kurse durch ein überwachtes Training an der eigenen Institution unter Anleitung eines DEGUM-EUS-Ausbilders oder -Kursleiters bzw. durch eine zweiwöchige Hospitation an einem DEGUM-assoziierten Trainingscenter zur Vertiefung des praktischen Inhalts des Lehrstoffs ergänzt werden.
Die Kurse können entweder an einem Zentrum komplett abgeleistet werden oder an mehreren Zentren, allerdings unter Einhaltung der pro Kurs geforderten Gesamtstundenzahl von 12,25 Stunden. Das Verhältnis praktisch zu theoretisch soll bei 1:1 liegen, unter Einbeziehung von Simulatoren (Computer z. B. Simbionix, EUS meets VOXEL-MAN ▶ [43]), Training an Tiermodellen, Videotraining und Live-Demonstrationen ( ▶ Abb. 2.3, ▶ Abb. 2.4, ▶ Abb. 2.5). Jeder Kurs schließt mit einer Lernerfolgskontrolle ab. Detaillierte Angaben zu den Kursinhalten sind in Kap. ▶ 2.3.3 angegeben und der Internetseite des Arbeitskreises auf der DEGUM-Homepage www.degum.de zu entnehmen.
Abb. 2.3 Training am Computersimulator (Simbionix).
Abb. 2.4 Training an Tiermodellen.
Abb. 2.5 Live-Demonstrationen im Rahmen von Kursen.
Voraussetzungen für den Grundkurs sind fundierte Kenntnisse in der abdominellen Sonografie und Training in gastrointestinaler Endoskopie unter Einbeziehung von prograden und Seitblicktechniken (Richtwerte: > 500 ÖGD, > 100 Koloskopien und > 50 ERCP [endoskopisch retrograde Cholangiopankreatikografie]). Die wesentlichen Inhalte bestehen in der Vermittlung von Grundlagen, Indikationen und Kontraindikationen sowie der Normalanatomie und typischen EUS-Pathologie des radialen und longitudinalen EUS und der Miniprobeuntersuchung des oberen und unteren Gastrointestinaltrakts (GIT).
Voraussetzungen für den Aufbaukurs sind ein abgeschlossener Grundkurs und/oder gleichwertige Erfahrung in fortgeschrittener Sonografie und Endoskopie sowie der Nachweis von 100 selbstständig durchgeführten EUS-Untersuchungen. Die Inhalte betreffen neben der speziellen EUS-Pathologie vorwiegend die Technik der EUS-FNA mit Vermittlung zytopathologischer Grundkenntnisse. Der interventionelle EUS wird theoretisch, in Live-Untersuchungen und am Ex-vivo-Modell vermittelt (Pseudozystendrainage).
Der optional angebotene Spezialkurs vermittelt ausschließlich interventionelle EUS-Techniken.
Die Qualifikationsvoraussetzungen für DEGUM-Ausbilder/Kursleiter orientieren sich an dem Stufenkonzept der DEGUM:
Stufe 1: Anwender
Stufe 2: Ausbilder
Stufe 3: Kursleiter
Der DEGUM-Ausbilder ist berechtigt, die Aus- und Weiterbildung in der Endosonografie in seinem Fachgebiet oder auch fachgebietsübergreifend durchzuführen und Ärzte in Weiterbildung bis zur eigenverantwortlichen endosonografischen Diagnostik auszubilden. Er ist gehalten, sich aktiv an qualitätssichernden Maßnahmen zu beteiligen. DEGUM-Ausbilder sind gleichzeitig Ausbilder an ihrer Institution.
Der DEGUM-Kursleiter ist berechtigt, die Aus- und Weiterbildung in der Endosonografie in seinem Fachgebiet oder auch fachgebietsübergreifend durchzuführen und Ärzte in Weiterbildung bis zur eigenverantwortlichen endosonografischen Diagnostik und ggf. Therapie auszubilden. Der Kursleiter ist weiterhin berechtigt, Ausbilder auszubilden. Er ist befugt und verpflichtet, in regelmäßigen Abständen Endosonografiekurse oder gleichwertige Veranstaltungen (z. B. Workshops oder Fortbildungskongresse) durchzuführen. Der Kursleiter ist verpflichtet, seinen Wissensstand ständig zu aktualisieren und sich aktiv an qualitätssichernden Maßnahmen zu beteiligen. Die Teilnahme am jährlichen Kursleitertreffen des AK EUS, mindestens einmal innerhalb von 3 Jahren, ist Pflicht.
Die genauen Richtlinien für Stufe 2 und 3 sind der Internetseite des AK-EUS der DEGUM www.degum.de zu entnehmen ▶ [41].
Die EUS-Kurse der DGVS/GATE sind als Kursreihe in die allgemeinen endoskopischen Trainingskurse der DGVS integriert ▶ [49]. Es werden 2 Module, nämlich Grund- und Aufbaukurs, unterschieden, die inhaltsgleich mit den DEGUM-EUS-Kursen sind.
Wichtiger Bestandteil beider Kurse sind die Videodemonstrationen mit einer hohen Anzahl klinischer Beispiele. Bei den Trainingskursen müssen allgemeine, für alle Kurse verbindliche Anforderungen eingehalten werden. Dazu zählen die Dauer der Kurse, die Gruppengröße mit Festlegung der Trainingszeiten pro Teilnehmer, das Angebot von Kursmaterialien, die fachliche Qualifikation der Tutoren sowie die Evaluation in Form eines Testats. Die genauen Inhalte sind in Kap. ▶ 2.3.3 wiedergegeben und den Internetseiten von DGVS (www.dgvs.de) und GATE (www.gate-endoskopiekurse.de) zu entnehmen.
Der Grundkurs besteht aus zweitägiger Vermittlung theoretischer Basiskenntnisse in Kombination mit praktischen Übungen.
Theoretischer Teil:
Gerätekunde (longitudinales und radiales Echoendoskop, Rektumsonden, Minisonden)
Indikationen des EUS, allgemeine EUS-Anatomie (Wandaufbau)
Orientierung und Referenzpositionen
allgemeine EUS-Pathologie am oberen Verdauungstrakt
Mediastinum (Einstellungen, Normalbefund, häufige pathologische Befunde)
Ösophagus (Einstellungen, Normalbefund, häufige pathologische Befunde)
Magen (Einstellungen, Normalbefund, häufige pathologische Befunde)
Pankreas (Einstellungen, Normalbefund, häufige pathologische Befunde)
Gallenwege (Einstellungen, Normalbefund, häufige pathologische Befunde)
rektaler EUS (Untersuchungstechnik, Anatomie, normale/pathologische Befunde)
Grundlagen der endosonografisch gestützten Feinnadelpunktion (EUS-FNP)
Komplikationen
Praktischer Teil:
Übungen an Phantomen, Computersimulatoren und Biomodellen, ggf. EUS-FNP
Videotraining
Live-Demonstrationen an Patienten
Der zweitägige Kurs soll auf den Inhalten des Grundkurses aufbauen, wobei die komplexere EUS-Pathologie sowie die Grundlagen der EUS-Interventionen im Vordergrund stehen.
Theoretischer Teil:
Indikationen, Kontraindikationen, Komplikationen des diagnostischen und therapeutischen EUS
subepitheliale Prozesse im oberen GIT (Beschreibung, Schichtenzuordnung, Klassifikation)
transmurale tumoröse Prozesse im GIT (Differenzialdiagnose und Staging)
Pankreas (Pankreaskarzinom und andere solide Tumoren, Diagnosealgorithmus und Staging, chronische Pankreatitis [CP])
Gallenwege (Choledocholithiasis, Gallenwegs- und Papillentumoren, benigne Papillenstenose)
EUS-FNA: Materialverarbeitung und zytologisch-histologische Diagnose
Grundlagen der EUS-gestützten therapeutischen Intervention
Praktischer Teil:
Übungen an Phantomen und Biomodellen, ggf. EUS-FNP und Interventionen
Videotraining
Live-Demonstrationen an Patienten
Da die Fähigkeit der Interpretation von Ultraschallschnitten eine unabdingbare Voraussetzung für das Erlernen des EUS ist, ist es angeraten, zunächst grundlegende Basiskenntnisse der transkutanen abdominellen Sonografie zu erlernen. Desgleichen sollten die genannten Empfehlungen eines ausreichenden allgemeinen endoskopischen Trainings, insbesondere im Umgang mit Seitblickoptiken, ernst genommen werden.
Um sich auf das praktische Erlernen dieser endoskopischen Technik vorzubereiten, empfiehlt es sich zunächst, sich die theoretischen Grundlagen und wichtigsten pathologischen Befunde anhand von Lehrmaterial anzueignen. Dabei sollten auch anatomische Atlanten hinzugezogen werden, um die komplexen anatomischen Leitstrukturen nachzuvollziehen. Digitale Trainingsprogramme erleichtern es, den anfänglich „steinigen“ Weg zu gehen. Hierzu sei auf die weiteren, in der Litereraturliste aufgeführten Lehrmaterialien verwiesen ▶ [40], ▶ [42], ▶ [45], ▶ [46], ▶ [52], ▶ [54].
In der Folge wird das zur Verfügung stehende Instrumentarium darüber bestimmen, ob man mit dem etwas leichter zu erlernenden radialen Ultraschall beginnt oder primär mit dem longitudinalen Ultraschall.
In jedem Fall sollte einer der angebotenen Grundkurse wahrgenommen werden, bevor Patientenuntersuchungen erfolgen. Nach dem Besuch eines Grundkurses sollten neben dem Training in der eigenen Institution regelmäßige Hospitationen an entsprechenden Referenzzentren stattfinden, um von der „unberechtigten Sicherheit“ in den Status der „berechtigten Sicherheit“ zu gelangen. Hierbei sind auch die angebotenen Aufbaukurse hilfreich. „Königsdisziplinen“ stellen die EUS-FNP und interventionelle Techniken dar, die erst am Ende der Trainingsphase stehen sollen und idealerweise am Ex-vivo-Modell ausgiebig geübt werden sollten.
Die gesamte Endosonografie des oberen GIT „lebt“ vom Erlernen der anatomischen Leitstrukturen. Dabei hat es sich bewährt, spezielle Referenzpositionen aufzusuchen, an denen die jeweiligen Leitstrukturen aufgesucht werden können ( ▶ Abb. 2.6, Kap. ▶ 6, Kap. ▶ 7, Kap. ▶ 8, Kap. ▶ 9). Diesen können erfahrungsgemäß auch Zentimeterangaben am Endoskop zugeordnet werden, gemessen an der vorderen Zahnreihe.
Abb. 2.6 Referenzpositionen des endoskopischen Ultraschalls (Quelle: ▶ [46]).
Voraussetzungen prüfen: Grundlegende Kenntnisse im transkutanen abdominellen UItraschall und in der Endoskopie
Erlernen der theoretischen Kenntnisse mit Lehrmaterialien
Grundkurs besuchen
Training an der eigenen Institution unter Anleitung: Leitstrukturen und „einfache“ Pathologie
Hospitationen an Trainingszentren
Aufbaukurs besuchen
Training an der eigenen Institution unter Anleitung: „schwierige“ Pathologie
Training von EUS-FNP und Interventionen am Ex-vivo-Modell
Training von EUS-FNP und Interventionen: Hospitationen und eigene Institution
Wegen der Komplexität der Untersuchungsmethode und der damit verbundenen Risiken für den Patienten ist ein strukturiertes Training im EUS zwingend erforderlich.
Die angebotenen Kurse bieten in hoher Qualität ausreichende Möglichkeiten des Trainings unter Einbeziehung von Simulatoren, Training an Tiermodellen, Videositzungen und Live-Demonstrationen.
[37] Aabakken L. Recommendations of the ESGE Workshop on ethics in teaching and learning endoscopy; 1st European Symposium on ethics in Gastroenterology and Digestive Endoscopy, Kos, Greece, June 2002. Endoscopy 2003; 35: 761–64
[38] ASGE Training Committee. EUS core curriculum. Gastrointest Endosc 2012; 76: 476–81
[39]
