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Hier habe ich drei wundervolle Kurzgeschichten veröffentlicht, einmal wird die Geburt meiner Tochter aus Ihrer Sicht beschrieben. Wie und warum der Abendstern zum Mond geht. Und ein kleines Mädchen erhält einen Wunsch und trifft eine schwere Entscheidung.
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Seitenzahl: 30
Veröffentlichungsjahr: 2015
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Stefan Häring
Kurzgeschichten
Zum Träumen und Sinnieren
Dieses ebook wurde erstellt bei
Inhaltsverzeichnis
Titel
Wie der Abendstern zum Mond kam
Der Wunsch
Die Geburt meiner Tochter
Impressum neobooks
Vor vielen tausend Jahren spielte sich an unserem Abendhimmel eine große Liebesromanze ab. Die Menschen, die zu der Zeit lebten, hatten das Gesehene nicht glauben wollen und so wurde es nie in Geschichtsbücher niedergeschrieben. Große Traurigkeit herrschte damals, denn der Abendhimmel war für einige Zeit völlig verändert.
Eines Tages, als die Sterne prächtig am Himmel glänzten und der Mond sich im vollen Glanz zur Schau stellte, bemerkte der Abendstern zum ersten Mal die Schönheit des Mondes. Er konnte sich nicht satt sehen und glitzerte ständig zu ihm herüber. Der Mond bemerkte schnell, dass er bestaunt wurde und bekam wunderschöne, rosarote Ohren. Er war es gewohnt, von der Sonne, den vielen Sternen und den Menschen auf der Erde bewundert zu werden, aber das gerade sein Lieblingsstern unablässig zu ihm hinüber glitzerte, irritierte ihn sehr. Er freute sich und zwinkerte mit beiden Augen zurück. Daraufhin zitterten beim Abendstern alle Sternzacken und er bekam ein ganz warmes Gefühl. Zwischen ihnen fand ein Blinzelaustausch statt und kleine, zarte Wellen der Freude verbanden Mond und Abendstern.
Die Menschen auf der Erde waren über dieses Gefunkel am Himmel sehr erstaunt und viele Gelehrte meinten, die Welt würde bald untergehen. Niemand wusste jedoch, was wirklich am Himmel geschah.
“So kann das nicht weitergehen; sagte sich eines schönen Nachts der Abendstern. Ich bin viel zu weit vom Mond entfernt, um auch nur ein Wort mit ihm wechseln zu können. Ich mußmich auf den Weg machen, um ganz nah bei ihm zu sein.”
Der Abendstern hatte blitzschnell eine Entscheidung getroffen, er erzählte allen von seinem Plan und nahm Abschied von seinen Freunden. Einige von ihnen wünschten ihm viel Glück und eine gute Reise, andere beschimpften ihn, wie er so einfach seinen Platz verlassen könne. So etwas gehöre sich nicht, denn jeder Stern, auch der allerkleinste, habe eine wichtige Aufgabe zu erfüllen. Der Abendstern ließ
