La Cucina Sarda - Herbert Taschler - E-Book

La Cucina Sarda E-Book

Herbert Taschler

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Beschreibung

Das erste Kochbuch zur Trauminsel Sardinien präsentiert 100 Originalrezepte zum Nachkochen und zeigt malerische Fotografien von der schönsten Insel Italiens. Traditionelle Gerichte stoßen auf neue Interpretationen und spiegeln so die kulinarische Vielfalt Sardiniens wider. Eine Rundreise entlang der Küste und durch das Landesinnere wird in diesem Buch auch von zu Hause aus möglich. Eine Inspiration zum Nachkochen und für den nächsten Urlaub.

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Seitenzahl: 149

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Herbert TaschlerFotografie: Udo Bernhart

La CucinaSarda

85 Originalrezepte aus Sardinien

Inhalt

Sardinien ist anders – Bunte Farben und betörende Gerüche

La cucina sarda – Eine Entdeckungsreise

Sardiniens Welt der Weine – Cannonau, Vermentino, Carignano …

La cucina marinara – Die Küche der Fischer und Küstenbewohner

An Sardiniens Küsten – Traumhafte Strände laden zum Erholen und Genießen ein

Ristorante »La Tavernetta« – San Teodoro, Spiaggia die Porto Taverna

Vermentino di Sardegna und Vermentino di Gallura – Sardiniens bekanntester Weißwein

Alghero – Die Stadt mit den katalanischen Wurzeln

Cristiano Andreini – Trattoria »Al Refettorio«

Olio extra vergine – Sardiniens flüssiges Gold

Cabras und sein Stagno – Bottarga und Flamingos

Bottarga aus Cabras – Der sardische Kaviar

Cecilia Meli – Agriturismo »Sa Crannaccia« – Solana di Cabras

Vernaccia di Oristano – Der sardische Sherry

Il Carciofo spinoso sardo – Die stachelige Artischocke Sardiniens

Reis aus Sardinien – Ausgezeichnete Qualitäten

Renzo Corona – Ristorante »Da Renzo« – Siamaggiore

I dolci di Elena Corona – Verführerische Süßigkeiten

La cucina pastorale e contadina – Die Küche der Hirten und Bauern

Im Landesinneren – Rauh und wild-faszinierend

Pane carasau – Das Brot der Hirten und Bauern

Hirten, Schafe und Pecorino – Mattia Moro – »Badu orgolesu«, Mamoiada

Pecorino sardo, Fiore sardo

Luigi Crisponi – Ristorante »Santa Rughe« – Gavoi, Barbagia

Cannonau di Sardegna – Der Rotwein Sardiniens

Sardische Gastfreundschaft – Ein Abendessen bei der Familie Sedilesu in Mamoiada

Ernte-Essen mit den »Mamojà-Winzern« – »Enoteca La Rossa« – Mamoiada

Rina Congiu – Dolceria »Antichi Sapori« – Mamoiada

Coltellaio Paolo Pinna – Der Meister der sardischen Messser – Mamoiada

Der Tanz der Mamuthones – Maschere Ruggero Mameli – Mamoiada

Experience Hotel »Su Gologone« – Oliena

Costumi della Barbagia – Die farbenprächtigen Trachten Sardiniens

Die Insel der Hundertjährigen – Das Geheimnis der Sarden

Hochburg der sardischen Webkunst – Genossenschaft »Su Trobasciu« von Frauen in Mogoro

Roberto Serra – Ristorante »Sardo Su Carduleu« – Abbasanta

Zafferano della Sardegna – Das rote Gold Sardiniens

Cagliari – die Hauptstadt der Sarden – Schmelztiegel der Farben und Gerüche

Perluigi Fais – Ristorante »Josto« – Cagliari

Mercato »San Benedetto« – Alles, was das Herz begehrt

Bottega »Sabores« – Treffpunkt für Einheimische und Gäste

Winebar »Cucina.eat« – Erlebnis für Gaumen und Augen

Pizzeria »Framento« – Die Pizza aus der Küche

Nuragus und Monica – Zwei Sarden zum Entdecken

Riccardo Porceddu – Osteria »Kobuta« – Cagliari

Bier in Sardinien – Italiens Biertrinker-Region Nummer eins

Luigi Pomata – Der Chef des Tonno rosso – Cagliari

Carignano del Sulcis – Von Meeresduft und Wind geprägt

Ristorante »Sa Cardiga e Su Schironi« – Auf dem Rost und am Spieß

Anhang

Adressen

Dank

Register der Rezepte

Bildnachweis und Impressum

Sardinien ist anders

Bunte Farben und betörende Gerüche

Wohl kaum jemand, der nach Sardinien kommt, kann sich dem Bann und der einmaligen Atmosphäre der Insel entziehen. Ein buntes Bild an Farben prägt bereits die ersten Eindrücke: Blau und Grün in allen Schattierungen stehen für das sardische Meer und seinen Himmel, Weiß und Grau für endlose Strände, Grün-Gelb-Braun für die faszinierende Landschaft, Grau-Rosa-Schwarz-Silber für ein Meer aus Steinen, ein schmutziges Weiß für riesige Schafherden, ein kräftiges Rot für Korkeichenstämme. Hinzu kommt ein Meer von Gerüchen und Düften: Myrte, Rosmarin und Thymian, mediterrane Macchia und Lorbeer …

Sardinien bietet mehr

Sardinien ist anders: Strände wie in der Karibik, die höchsten Dünen – bei Piscinas im Südwesten der Insel – und der tiefste Canyon Europas die Gola di Gorropu in den Bergen des Gennargentu, eine geheimnisumwitterte Vergangenheit, die archaischsten Feste und die ursprünglichsten Traditionen … Ein Land voll Geschichte, voll von sich anziehenden Gegensätzen und Widersprüchen, eine Insel voller Farben und voller Aromen, mit authentischer Küche und spannenden Weinen – Sardinien ist eine Insel, die mehr bietet als einen bloßen Urlaub.

Die zweitgrößte Insel des Mittelmeers ist über das Tyrrhenische Meer nur 202 Kilometer vom italienischen Festland getrennt. Von Tunesien im Süden trennen die Insel gar nur 184 Kilometer. Im Norden liegt Korsika in Sichtweite, nur zwölf Kilometer entfernt und durch die Straße von Bonifacio getrennt. Mit 1,65 Millionen Einwohnern und 68 Einwohnern pro Quadratkilometer ist Sardinien sehr dünn besiedelt. Ein knappes Drittel der Bevölkerung lebt in der Provinz Cagliari.

Hirten und Bauern, Fischer und Touristen

Sardinien ist heute nicht mehr die Insel der Hirten und Bauern wie noch vor wenigen Jahrzehnten. Aber mit fünf Millionen Schafen spielt die Viehzucht nach wie vor eine große Rolle. Die eigentlichen Einwohner Sardiniens sind ja die Schafe. So lange sind sie schon auf der Insel, dass sich die sardische Rasse fast bis auf die hier lebenden Mufflons zurückverfolgen lässt. Die Pecora sarda liefert bestes Fleisch und ausgezeichneten Käse. Die Hälfte des italienischen Schafskäses wird in Sardinien produziert. Zu den traditionellen Zuchttieren gehören auch die sardische Bergziege und die Rinderrasse Bue rosso aus dem Montiferru.

Wein- und Olivenanbau prägen die Landwirtschaft der Insel. Vom angebauten Gemüse werden vor allem die berühmten sardischen Artischocken exportiert. Im Campidano-Gebiet wird Getreide angebaut, an der Westküste sind es Zitrusfrüchte. Im Norden der Insel spielt die Korkproduktion eine wichtige Rolle. Beinahe die gesamte Korkproduktion Italiens kommt aus Sardinien.

In den vergangenen Jahrzehnten haben die Sarden auch den Fischfang für sich entdeckt: Thunfisch in Carloforte und Portoscuso, Langusten in Alghero und Santa Teresa, Meeräschen und Aale in den Lagunen von Oristano sowie Miesmuscheln in Olbia bereichern das vielfältige Angebot.

La cucina sarda

Eine Entdeckungsreise

»Der Inbegriff für die Identität eines Gebietes ist seine Küche«, schreibt Michela Murgia, die bekannteste junge Schriftstellerin Sardiniens, »egal, wo wir hingehen, wir wollen überall die typischen Sachen der Gegend essen – wobei die wirklich typischen Gerichte meist nur jene sind, die die Menschen zu Hause für sich selbst zubereiten.«

A fogu lentu – auf kleiner Flamme

Die Küche Sardiniens verkörpert in ihrer Tradition eine Philosophie der Einfachheit, der Unverfälschtheit und der Bodenständigkeit. In ihren Ursprüngen ist sie sparsam, bescheiden und genügsam. In ihren Grundprodukten aber kommt eine großartige Vielfalt von Geschmack und Intensität zum Ausdruck. Denken wir nur an die Würze des Pecorino sardo oder an den Duft frischen Brotes, die hausgemachte Pasta und das zarte, am offenen Feuer gegrillte Lammfleisch …

Bis vor einem halben Jahrhundert war in Sardinien an Typischem vor allem der Hunger zu Hause. Dieser wurde mit einfachen, armen Gerichten – vor allem auf der Basis von Hülsenfrüchten und Getreide – gestillt, ist Michela Murgia überzeugt: »Die lange Periode an Armut hat bei den Sarden ein geradezu rituelles Verhältnis zum Essen entwickelt, das an die oberste Stelle das Teilen stellt. Jedes Essen im Haus wird geteilt, immer und überall und mit jedem, der dazustößt.«

Das ist wohl auch das Geheimnis der sardischen Gastfreundschaft, die keine Grenzen kennt. Wer einmal bei einer sardischen Familie zum Essen oder zum Spuntino, einer lang anhaltenden, üppigen Jause auf dem Land, eingeladen ist, der kommt aus dem Staunen in Anbetracht der Vielfalt der angebotenen Spezialitäten nicht mehr heraus.

Typisch Sardinien?

Die vielen Touristen tummeln sich meist an den feinen Sandstränden Sardiniens und genießen in den Strandrestaurants Fische und Krustentiere. Der Sarde im Hinterland isst dagegen seine Schafe. Die über fünf Millionen Schafe sind nämlich die heimlichen Einwohner Sardiniens.

Die typischen Gerichte Sardiniens weisen deshalb meist ins Landesinnere, bestehen aus Pasta, Gemüse und Fleisch. Schaf, Schwein und Rind gehören mit ihrer Qualität zum Besten, was Italien zu bieten hat. Gemüse und Getreide sind von mediterraner geschmacklicher Vielfalt geprägt – ebenso wie das Olivenöl, das beinahe jedes Gericht anreichert.

Eine Ausnahme bilden da nur die beiden kleinen Inseln Sant'Antioco und San Pietro sowie Alghero. Den Fischfang haben die Sarden im Laufe der Geschichte meist den Einwanderern aus Ligurien, Kampanien und Spanien überlassen. Diese haben die Speisekarten des heutigen Sardiniens mit Thunfisch und Meeräschen, mit Bottarga und Langusten angereichert.

Fangfrisch und auf dem Holzkohlegrill geröstet, mit aromatischen Kräutern und etwas Knoblauch gewürzt, entfalten auch die weniger teuren Fische wie die Meeräsche und sogar die billigen Sardinen ein herrliches Aroma.

Brot und Pasta

Im Mittelpunkt der sardischen Küche steht das Brot in seinen vielfältigen Ausdrucksformen: Pane carasau – aus Hartweizen, hauchdünn und zweimal gebacken – ist das typische Brot der Hirten. Pane guttiau wird mit Olivenöl und Salz gewürzt. Pane pistoccu ist krosser und fester und wird vor dem Verzehr mit Wasser oder Olivenöl aufgeweicht. Civraxiu oder Moddizzosu, große, rustikale Brotlaibe, sind das Brot für den Alltag. Culurgiones, gefüllte Ravioli aus der Ogliastra, Malloreddus, kleine Gnocchi aus Hartweizengrieß, und Fregula, kleine, couscousähnliche Nudeln, zählen zu den traditionsreichsten sardischen Pasta-Gerichten.

Porceddu und Pecorino

Porceddu, das gebratene und mit Myrtenzweigen gewürzte Milchschwein, sowie Lammbraten und Spezialitäten vom berühmten Bue rosso aus dem Montiferru zählen zu den beliebtesten Fleischspeisen. A carraxiau, der in Touristenführern viel gepriesene Braten aus der Erde – das Tier gart auf der Glut in einer mit Erde bedeckten Grube –, ist in der sardischen Tradition kaum verwurzelt.

Und dann kommt die große Vielfalt an Käsespezialitäten an die Reihe: Pecorino sardo, Pecorino romano und Fiore sardo sind Interpretationen des einzigartigen sardischen Schafskäses. Casu axeddu ist ein Frischkäse vom Schaf oder von der Ziege, ebenso einzigartig wie der frische Ricotta. Den berüchtigten Casu marzu, den überreifen »Schafskäse mit Fliegenmaden«, gibt es offiziell nicht im Handel.

Dulcis in fundo

Nicht zu vergessen sind die Süßigkeiten, bei denen jede Ortschaft ihre jeweils eigenen Spezialitäten zu bieten hat: mit Mandeln und Nüssen, Pinienkernen, Honig und Traubenmost, mit Sultaninen und Zuckerglasur, mit Zitrusfrüchten und Frischkäse. Und auch der Honig Sardiniens überzeugt in all seinen faszinierenden Geschmacksrichtungen: von Orangenblüten, Eukalyptus, Akazien, mediterraner Macchia, Kastanien und Erdbeerbäumen …

Sardiniens Welt der Weine

Cannonau, Vermentino, Carignano …

Cannonau und Carignano, Monica und Nuragus, Vermentino und Vernaccia – Sardinien hat auch bei Weinen einiges zu bieten. Der sardische Weinmarkt ist zwar vor allem von einfachen, ehrlichen Weinen geprägt, die ausgezeichnet zu den schmackhaften Gerichten der Insel passen – die Qualität der Weine Sardiniens machte in den vergangenen Jahren aber immer mehr von sich reden.

Die Geschichte des Weinbaus reicht in Sardinien drei Jahrtausende zurück. Dabei hat die Insel Rebsorten kultiviert, die so eigenwillig sind wie die Sarden selbst. Heute zählen zwar die roten Cannonau und Carignano sowie der weiße Vermentino zu den wichtigsten und bekanntesten Weinen der Insel. Unbedingt probiert werden sollten aber auch urtypisch sardische Weine wie der rote Monica di Sardegna, die weißen Nuragus di Cagliari und Vernaccia di Oristano oder der süße Malvasia di Bosa, um nur einige zu nennen.

Den Cannonau haben vermutlich die Spanier mit auf die Insel gebracht. Er ist mit dem spanischen Garnacha und dem französischen Grenache verwandt und wird in ganz Sardinien angebaut. Am besten gedeiht der füllige Wein mit seiner Kraft und seinen reifen Aromen aber in der bergigen Provinz Nuoro. Der Carignano aus dem trockenen und heißen Sulcis-Gebiet im Südwesten der Insel ist mit der Rebsorte Carignan in Südfrankreich verwandt. Die Weine präsentieren sich gerbstoffreich und strukturiert mit vielen Fruchtaromen und erinnern im Geschmack oft etwas an den Mirto sowie an reife Pflaumen.

Der beste weiße Vermentino mit einem ganz eigenen Geschmacksprofil kommt aus der Gallura im hügeligen Nordosten. Hier wächst der erste und einzige sardische Wein, der die DOCG-Anerkennung (kontrollierte und geschützte Ursprungsbezeichnung) erhalten hat. Frische Fruchtaromen und Saftigkeit mit angenehmer Tiefe prägen den typischen Weißen Sardiniens.

Rebfläche

18 500 Hektar (2,85 % der gesamten Weinbaufläche Italiens) davon

Cannonau

29%

Vermentino

17 %

Carignano

9 %

Monica

7 %

Nuragus

7 %

Andere

31 %

La cucina marinara

Die Küche der Fischer und Küstenbewohner

An Sardiniens Küsten

Traumhafte Strände laden zum Erholen und Genießen ein

Es soll Menschen geben, die von Sardinien nur die Costa Smeralda kennen: ihre Strände mit azurblauem Meer, ihr mondänes Leben, ihre VIP-Lokale und ihr heißes Nachtleben. Die Costa Smeralda zwischen Golfo Aranci und Porto Cervo im Nordosten der Insel ist Symbol und Inbegriff für Exklusivität und Luxus sowie Treffpunkt für Stars und Sternchen. Sardiniens Küsten bieten aber weit mehr …

Traumhafte, kilometerlange Strände, versteckte Buchten, glasklares, tief azurblaues Meer, ein weitgehend naturbelassenes Hinterland und ein komfortables Feriendorf nach dem anderen – damit überrascht die Ostküste Sardiniens südlich von Olbia. Die Costa Rei im Südosten Sardiniens ist im wahrsten Sinne des Wortes eine Küste für Könige. Kilometerlange, feine Sandstrände werden nur durch kleine Buchten und Felsklippen unterbrochen. Sanfte Hügel mit grüner Macchia leuchten im Hintergrund – mit markanten Granitfelsen mittendrin.

Der südliche Zipfel Sardiniens besticht durch Natur und Kultur, Beschaulichkeit und Lebensfreude. In den Süden und Westen der Insel kommen Touristen wegen der zauberhaften Strände, der unberührten Natur und der Ursprünglichkeit der Gegend. Im Nordwesten Sardiniens können die einmalige weiße Kalkfelsenlandschaft und die berühmte Grotta di Nettuno bewundert werden.

Ristorante »La Tavernetta«

San Teodoro, Spiaggia di Porto Taverna

Das ehemalige Fischerdorf San Teodoro südlich von Olbia hat sich zu einem der beliebtesten Tourismuszentren an der Ostküste Sardiniens entwickelt. Der Landstrich ist für seine einmaligen Strände bekannt.

Die zauberhafte Lage in der kleinen Bucht direkt am Strand von Porto Taverna ist auf jeden Fall einen Besuch wert. Pino Manfredi führt hier seit 1999 mit großer Leidenschaft sein einladendes Restaurant »La Tavernetta« – mit Blick aufs Meer und auf die gegenüberliegende Insel Tavolara. Sein Erfolgsgeheimnis: hochwertige Produkte aus der unmittelbaren Umgebung, originelle, aber nicht abgehobene Gerichte, Liebe zum Detail und ein effizienter Service.

Als erfrischend einladenden Antipasto präsentiert Küchenchef Cristian Vadacà dieses einfache und schnell zuzubereitende Tatar vom Schattenfisch mit Feigen.

Tartare di ombrina con fichi

Tatar vom Schattenfisch mit Feigen

Für 4 Personen · Zubereitung: 20 Minuten · Schwierigkeitsgrad: leicht

4 Schattenfisch- oder Adlerfischfilets (à 120 g)

1 Bund frischer Schnittlauch

Salz

frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

etwas Olivenöl extra vergine zum Beträufeln

4 frische Feigen

Die Fischfilets kurz unter fließendem kaltem Wasser waschen, trocken tupfen und mit dem Messer in kleine Würfel schneiden. Den Schnittlauch waschen, trocken tupfen und in feine Röllchen schneiden. Drei Viertel mit den Fischwürfeln mischen, den Rest zum Garnieren beiseitestellen. Salzen, pfeffern und gut mit Olivenöl beträufeln.

Die Feigen schälen und in größere Stücke schneiden. Drei Viertel mit den Fischwürfeln vermischen, den Rest zum Garnieren beiseitestellen.

Das Tatar auf vier Tellern anrichten und mit den restlichen Schnittlauchröllchen und den beiseitegestellten Feigenstücken garnieren. Dazu passt Pane carasau oder getoastetes Weißbrot.

Olbia eilt zu Recht der Ruf voraus, das sardische Zentrum der Miesmuschelzucht zu sein. In der flachen Bucht vor der Stadt werden die delikaten Meeresfrüchte geerntet, die zum Symbol der lokalen Küche geworden sind.

Guazzetto del golfo

Miesmuscheln nach Olbia-Art

Für 4 Personen · Zubereitung: 15 Minuten · Kochzeit: 10 Minuten · Schwierigkeitsgrad: leicht

1,5 kg Miesmuscheln (Cozze)

2 Knoblauchzehen

5 Stängel frische Petersilie plus etwas frisch

gehackte Petersilie zum Bestreuen

Olivenöl extra vergine zum Braten plus etwas

Olivenöl zum Beträufeln

250 g Tomatensauce (aus der Dose)

Die Miesmuscheln gründlich putzen: Unter fließendem Wasser von eventuell anhaftenden Kalkresten befreien und noch vorhandene Barthaare herausziehen. Vor dem Garen bereits geöffnete Muscheln wegwerfen.

Die Knoblauchzehen abziehen und etwas andrücken. Die Petersilienstängel waschen, trocken tupfen und leicht andrücken. In einer großen Pfanne das Olivenöl erhitzen und die Knoblauchzehen darin anschwitzen. Die leicht angedrückten Petersilienstängel dazugeben. Die Tomatensauce hinzufügen und 5 Minuten aufkochen lassen. Die Miesmuscheln in die Tomatensauce geben und kochen, bis sich die Muscheln öffnen.

Auf vier Tellern anrichten, mit gehackter Petersilie bestreuen und mit etwas Olivenöl beträufeln. Dazu getoastete Weißbrotscheiben reichen.

Die sardischen Nudeln Maccarones de busa werden neben den Malloreddus in vielen sardischen Rezepten verwendet. Sie ähneln kurzen Makkaroni mit einem Schlitz und wurden früher mit einer Nadel oder einem Draht (busa) gerollt.

Maccarones de busa con cozze

Maccarones mit Miesmuscheln

Für 4 Personen · Zubereitung: 15 Minuten · Kochzeit: 10–15 Minuten · Schwierigkeitsgrad: leicht

400 g Miesmuscheln

2 Knoblauchzehen

Olivenöl extra vergine zum Braten

100 g Tomatensauce (aus der Dose)

400 g Maccarones (oder eine andere Pasta)

Salz

frisch gehackte Petersilie zum Bestreuen

frisch gehacktes Basilikum zum Bestreuen

Die Miesmuscheln gründlich putzen: Unter fließendem Wasser von eventuell anhaftenden Kalkresten befreien und noch vorhandene Barthaare herausziehen. Vor dem Garen bereits geöffnete Muscheln wegwerfen.

Die Knoblauchzehen abziehen und etwas andrücken. In einer großen Pfanne das Olivenöl erhitzen und die Knoblauchzehen darin anschwitzen. Die Tomatensauce hinzufügen und 5 Minuten aufkochen lassen. Miesmuscheln in die Tomatensauce geben und kochen, bis sich die Muscheln öffnen.

In der Zwischenzeit die Pasta in kochendem Salzwasser bissfest garen. Durch ein Sieb abgießen und in der Pfanne gut mit der Miesmuschelsauce vermischen.

Auf vier Tellern anrichten, mit Petersilie und Basilikum bestreuen und heiß servieren.

Risotto ai frutti di mare ist ein klassisches Rezept der Mittelmeerküche. Hier die Interpretation von »La Tavernetta«-Küchenchef Cristian Vadacà.

Risotto ai frutti di mare

Risotto mit Meeresfrüchten

Für 4 Personen · Zubereitung: 20 Minuten · Kochzeit: 25–30 Minuten · Schwierigkeitsgrad: mittel

1 kleiner Oktopus (ca. 500 g)

1 kg Mies- und Teppichmuscheln

1 kleines Goldbrassenfilet (ca. 200 g)

2 Knoblauchzehen

1 kleine weiße Zwiebel

5 Stängel frische Petersilie plus etwas frisch

gehackte Petersilie zum Bestreuen

Olivenöl extra vergine zum Braten plus etwas

Olivenöl zum Abschmecken

240 g Reis (Vialone nano)

200 ml Vermentino (oder anderer trockener Weißwein)

500 ml Fischfond

Salz

frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

einige kleine Tintenfische und Garnelen (verzehrfertig gekauft)

etwas Peperoncino (Chiliflocken; nach Belieben)

Den Oktopus gründlich putzen, abbrausen, trocken tupfen und in Streifen schneiden. Die Muscheln ebenfalls gründlich putzen: Unter fließendem Wasser von eventuell anhaftenden Kalkresten befreien und noch vorhandene Barthaare herausziehen. Vor dem Garen bereits geöffnete Muscheln wegwerfen.

Das Goldbrassenfilet unter fließendem kaltem Wasser abbrausen, trocken tupfen und in Stücke schneiden.

Die Knoblauchzehen abziehen und etwas andrücken. Die Zwiebel abziehen und in kleine Würfel schneiden. Die Petersilienstängel waschen, trocken tupfen und leicht andrücken. In einem Topf das Olivenöl erhitzen, Knoblauch, Zwiebel und Petersilienstängel darin anschwitzen. Den Reis hinzufügen und darin anrösten, dann mit dem Wein ablöschen. Den Reis köcheln lassen, dabei immer wieder gut umrühren und bei Bedarf etwas heißen Fischfond angießen. Nach Belieben mit Salz und Pfeffer würzen.