Lady Whiskers' Reise beginnt - Maria Cramer - E-Book

Lady Whiskers' Reise beginnt E-Book

Maria Cramer

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Beschreibung

Eigentlich wollte die junge Witwe Lady Purrcilla Whiskers ihren Bruder in New Ozland besuchen, doch dann kommt alles ganz anders. Ihre Reise beginnt ganz friedlich auf dem Luftschiff "Mischief", allerdings gerät unterwegs alles aus den Fugen und Chaos bricht aus.

Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:

EPUB

Veröffentlichungsjahr: 2024

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Maria Cramer

Lady Whiskers' Reise beginnt

Diese Geschichte ist Teil der "Mischief & Vertigo"-Reihe und sie ist all meinen bunten Katzen gewidmet

Inhaltsverzeichnis

Vorwort

Die Reise beginnt

Impressum

Vorwort

Mehr oder weniger durch Zufall entstand meine kleine, bescheidene TikTok-Serie über die Crews der Luftschiffe Mischief und Vertigo und ihre Freunde.

Da meine Möglichkeiten bei TikTok begrenzt sind - von meinen Videokünsten ganz zu schweigen -, habe ich mich dazu entschieden, die Serie um eine Reihe von kurzen E-Books zu erweitern. So ist es mir möglich, den Videoclips etwas mehr Tiefe zu geben und die Hintergründe der Charaktere weiter auszuschmücken. Im Gegenzug ergänzen natürlich auch die Videos die E-Books.

Die Videos sind auf meinem TikTok-Kanal @schnoffikatz zu finden.

Die ersten Clips sind leider noch sehr unbeholfen und haben wenig Inhalt, aber wie auch die Story sich weiterentwickelt hat, haben es auch mein Fähigkeiten bei der Videoerstellung.

Also viel Spaß mit den Videos und den E-Books!

Die Reise beginnt

Purrcilla stand mit ihrem Gepäck am Lufthafen von Cheshire. Sie hatte einen Platz an Bord des Luftschiffs Mischief gebucht, um ihren Bruder in New Ozland zu besuchen.

Seit der Beerdigung ihres Mannes vor einem Jahr hatte sie ihren Bruder nicht gesehen und seine Familie schon seit drei Jahren nicht mehr.

Die beiden standen sich nie besonders nahe, aber sie hatte außer ihrem Bruder keine Familie mehr.

Pünktlich setzte die Mischief auf der Landeplattform auf. Beeindruckt bestaunte Lady Whiskers das Luftschiff. Es sah aus wie ein riesiger, geflügelter Drache aus Stahl, der in der Sonne glänzte.

“Eigentlich schade, dass dieses Schiff ein Frachter und kein Passagierschiff ist. Bei dieser imposanten Erscheinung würden bestimmt viele lieber mit der Mischief fliegen und nicht mit einem der gewöhnlichen Passagierschiffe”, überlegte Purrcilla, während sie zur Landeplattform hinüber ging.

Auf dem Lufthafen war es windig, sodass sie ihren breitkrempigen Hut festhalten musste. Ihr Gepäck wurde von einem Verladehelfer auf einem Wagen hinterher gebracht.

Als sie die Landeplattform erreichten, stand der Captain Mischief schon bereit, um Lady Whiskers zu begrüßen. Es war eine Ausnahme, dass sie auf dem Frachter von Fluffus McFluff mitreisen durfte. Es gab nur wenige Luftschiffe, die New Ozland ansteuerten, und die wenigsten von ihnen waren Passagierschiffe.

“Guten Morgen, Lady Whiskers. Es freut mich, Sie an Bord meines Schiffs begrüßen zu dürfen. Ich hoffe, Sie werden sich wohlfühlen, wenn Sie zwei Wochen nur von Männern umgeben sind. Meine Truppe mag zuweilen rau und auch etwas ungehobelt sein, aber sie haben alle das Herz am rechten Fleck”, begrüßte Fluffus seine Passagierin.

“Vielen Dank, Captain. Ich bin sicher, dass ich mit Ihrer Crew klarkommen werde. Mein Vater - Gott hab ihn selig - war bei der Marine und mein Bruder ist es auch. Ich bin es gewohnt, unter Männern die einzige Frau zu sein. Ich mag zwar dem Titel nach eine Lady sein, doch den habe ich von meinem verstorbenen Mann bekommen, vorher war ich eine einfache Frau.”

Ein fülliger Kater aus Captain McFluffs Truppe übernimmt das Gepäck von dem Verladehelfer. Dieser bekommt im Gegenzug diverse Kisten und Koffer, die in Cheshire ihr Ziel erreicht haben.

“Folgen Sie mir, Lady Whiskers. Ich zeige Ihnen das Schiff und Ihre Kabine. Sie ist einfach, aber für lebende Fracht, wenn ich Sie so bezeichnen darf, ist die Mischief nicht ausgelegt”, entschuldigte sich Fluffus McFluff, wobei er seine Augengläser abnahm, um sie zu putzen. Sie waren beim Aussteigen beschlagen.

“Ich brauche keinen Luxus.”

Den brauchte Purrcilla wirklich nicht. Bevor sie Lord Whiskers kennengelernt hatte, hatte sie als Näherin in einer Schneiderei gearbeitet. Von Luxus war sie damals weit entfernt gewesen. Nur der Zufall hatte aus ihr eine Lady gemacht. Zwei Jahre bevor sie Lord Whiskers in der Schneiderei getroffen hatte, war er in einen schrecklichen Unfall verwickelt gewesen. Dabei war er schwer verletzt worden. Außerdem hatte der adlige Kater seine Frau und seinen Sohn verloren. Während Lord Whiskers von tiefer Trauer überwältigt war, hatte seine Familie sich nur Gedanken über sein Erbe gemacht. Der Lord war nicht mehr der Jüngste gewesen und ohne seinen Sohn wäre das Erbe unter seinen Geschwistern aufgeteilt worden. Diese hatten versucht, sich nach allen Regeln der Kunst bei ihm einzuschmeicheln, um möglichst viel vom Erbe zu bekommen.

Um dem Ganzen einen Riegel vorzuschieben, hatte Lord Whiskers sich auf eine Zweckehe mit Purrcilla eingelassen. Sie war dadurch seine Erbin geworden.

Es war eine rein platonische Beziehung zwischen den Beiden gewesen, die sie aus einer unangenehmen Lage befreit hatte.

“Pawel wird Ihr Gepäck in Ihre Kabine bringen, sobald wir alles verladen haben”, verkündete Captain McFluff, bevor er fragte, “möchten Sie in Ihrer Kabine speisen oder möchten Sie meiner Truppe und mir Gesellschaft leisten?”

“Es wäre mir ein Vergnügen, mit Ihnen und der Crew zu essen. Ich habe zu viele einsame Mahlzeiten hinter mir”, erwiderte Lady Whiskers, die Mantel und Hut in ihrer Kabine ablegte.

“Gut, dann teile ich das unserem Koch mit. Ich werde Sie abholen, wenn es Essen gibt, damit Sie sich nicht auf dem Schiff verlaufen”, antwortete Fluffus und ging.

Als sie allein war, sah Purrcilla sich in der Kabine um. Sie hatte schon schlechter gehaust.

Einige Minuten später klopfte es an der Tür.

“Herein!”

Ein großer, orange getigerter Kater brachte Purrcillas Koffer. Das musste Pawel sein, der schielend vor ihr stand.

“Guten Tag, Lady Whiskers. Ich bringe Ihre Sachen”, sagte der übergewichtige Kater nervös.

“Danke … Pawel?”

“Ja, ich bin Pawel”, erwiderte der Kater nur und ging wieder.

“Wenn die ganze Crew so ist, kann die Reise ja heiter werden”, dachte Purrcilla seufzend und packte ihre Koffer aus. Sie legte ihre Kleidung ordentlich gefaltet in den Schrank, der sowohl am Boden als auch an der Wand festgeschraubt war. Fast alles im Raum war festgeschraubt und was nicht festgeschraubt werden konnte, wurde von Magneten an Ort und Stelle gehalten. Fasziniert betrachtete Purrcilla den Becher auf einem Tischchen am Fenster. Sie nahm den Metallbecher hoch und spürte den Widerstand des starken Magneten in der Tischplatte.

Kurze Zeit später startete die Mischief mit einem sanften Ruck. Purrcilla hielt sich am Schrank fest, bevor sie es sich in einem Sessel neben dem Tisch gemütlich machte. Sie sah zu, wie sich das Luftschiff in den Himmel erhob und die Häuser unter ihnen immer kleiner wurden. Die Reise begann.

Um 18 Uhr klopfte es wieder. Es war Captain McFluff, der sie zum Abendessen abholen wollte.

“Wie gefällt Ihnen die Reise bisher?”, fragte der Kater.

“Der Flug ist angenehm ruhig. Ich hatte mit mehr Turbulenzen gerechnet. Meine ersten beiden Flüge mit einem Luftschiff waren deutlich holpriger”, stellte Purrcilla fest.

Sie mochte keinen Smalltalk, doch in den letzten Jahren an der Seite von Lord Whiskers hatte sie sich daran gewöhnen müssen.

“Das freut mich zu hören. Die Mischief ist wirklich ein ganz außergewöhnliches Schiff - nicht nur äußerlich - wissen Sie? Mein Chefingenieur Doodles und ich haben bei der Konzeption und der Konstruktion massiv mitgewirkt, damit alles unseren Ansprüchen entspricht”, erzählte Fluffus McFluff, während er Purrcilla durch enge Gänge zu einem Gemeinschaftsraum führte.

“Wirklich sehr interessant”, antwortete die Katze höflich.

Im Gemeinschaftsraum saßen bereits vierzehn Kater an einem langen Tisch, die auf das Essen warteten. Sie waren eine bunte Truppe ohne Uniformen, wie sie das Personal der Passagierluftschiffe trug.

“Ein chaotischer Haufen”, war der erste Gedanke, der Purrcilla in den Sinn kam. Der zweite war, dass sie in jeder x-beliebigen Kneipe ein ähnlicher Anblick erwartete und sie fragte sich, ob sie die richtige Entscheidung getroffen hatte. Die Crew der Mischief machte nicht unbedingt den besten ersten Eindruck.

---ENDE DER LESEPROBE---