© 2010 E-Book-Ausgabe (EPUB)
© 2006 Verlag Bertelsmann Stiftung, Gütersloh
Verantwortlich: Jens U. Prager, André Schleiter
Lektorat: Heike Herrberg
Herstellung: Christiane Raffel
Umschlag gestaltung: Nadine Humann
Umschlagabbildung: Markus Vogel, Hamburg
Satz und Druck: Hans Kock Buch- und Offsetdruck GmbH, Bielefeld
ISBN : 978-3-86793-190-8
www.bertelsmann-stiftung.de/verlag
Inhaltsverzeichnis
Titel
Impressum
Vorwort
Einleitung
I. Beschäftigung in einer alternden Gesellschaft - Ein Überblick
Beschäftigungschancen für ältere Arbeitnehmer - Ein Ländervergleich
1 Einleitung
2 Problembefund
3 Volkswirtschaftliche Effekte der geringen Alterserwerbstätigkeit
4 Ansatzpunkte für mehr Beschäftigung Älterer
Literatur
Beschäftigung und sozialer Zusammenhalt - Ältere zwischen Markt und Staat
1 Einleitung
2 Diskurse des bürgerschaftlichen Engagements
3 Engagement in Deutschland - eine Situationsbeschreibung
4 Engagement im europäischen Vergleich
5 Zusammenfassung
Literatur
II. Älter werden in Wirtschaft und Gesellschaft - Ausgewählte Perspektiven
Arbeitsmarktpolitik für Ältere: Handlungsbedarf - Instrumente - Perspektiven
1 Einleitung
2 Die Arbeitsmarktsituation Älterer
3 Betriebliche Nachfrage nach älteren Arbeitskräften
4 Arbeitsmarktpolitik für Ältere
5 Herausforderungen für die Zukunft
Literatur
Sinkende Produktivität alternder Belegschaften? Zum Stand der Forschung
1 Einleitung
2 Individuelle Leistungsfähigkeit versus Leistungsfähigkeit im Umfeld
3 Arbeitswissenschaftliche Erkenntnisse
4 Volkswirtschaftliche Erkenntnisse
5 Ausblick
Literatur
Betriebliche Personalpolitik - Demographische Herausforderungen bewerten und annehmen
1 Einleitung
2 Auswirkungen des altersstrukturellen Wandels auf die Betriebe
3 Wie nehmen Unternehmen den demographischen Wandel wahr?
4 Personalpolitische Herausforderungen
Literatur
Gestaltung des demographischen Wandels als unternehmerische Aufgabe
1 Das Projekt »Demographischer Wandel«
2 Handlungsfelder des demographischen Wandels gestalten
3 Ausblick und Perspektive
Literatur
Gesellschaftliches Engagement älterer Menschen als Potenzial
1 Einleitung
2 Erwerbstätigkeit
3 Ehrenamtliche Tätigkeit
4 Pflegetätigkeiten
5 Betreuung von Enkelkindern
6 Instrumentelle und finanzielle Unterstützung
7 Fazit
Literatur
Senior Trainer - Das Erfahrungswissen älterer Menschen nutzen
1 Senior Trainer aktiv und innovativ im Gemeinwesen
2 Weiterbildung zu senior Trainern
3 Neue Rollenmodelle für bürgerschaftliches Engagement
4 Wo engagieren sich senior Trainer?
5 Intergenerative Projekte
6 Senior Kompetenzteam im örtlichen Netzwerk
7 Neue Kooperationskultur
8 Ausblick
Literatur
Lernen vom Ausland - Ein Blitzlicht auf Entwicklungen in sieben Ländern
1 Einleitung
2 Rahmenbedingungen und Aktivitäten in ausgewählten Ländern
3 Zentrale Aussagen
Fazit
Die Autorinnen und Autoren
Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet unter http://dnb.d-nb.de abrufbar.
Vorwort
»Mit vierzig fängt man an, das Wertvolle zu suchen, und mit fünfzig kann man anfangen, es zu finden.«
Thornton Wilder
Die Arbeitswelt in den industrialisierten Gesellschaften unterliegt seit längerem grundlegenden Veränderungsprozessen. Die in Deutschland geführte öffentliche Debatte um fortschreitende Globalisierung und Altern unserer Bevölkerung zeigt, dass die Probleme der Ökonomie und die des Alters bisher kaum im Zusammenhang gesehen wurden. Wirtschaft und Gesellschaft sehen sich dadurch schon heute und in absehbarer Zukunft noch verstärkt mit gravierenden Auswirkungen konfrontiert: mit der Beständigkeit des Generationenvertrages und des Sozialstaates sowie der Neubewertung gerade der späteren Lebensphasen.
In unserer Gesellschaft wächst mittlerweile ein breites Bewusstsein für die damit verbundene vielschichtige Problematik. Bedenklich stimmt aber die immer noch vorherrschende betriebliche Praxis, auf jugendzentrierte Personalpolitik zu setzen und ältere Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer über Frühverrentungs- und Vorruhestandsregelungen zu deaktivieren.
Der vorliegende Band betrachtet das Thema »Alter und Erwerbsleben« aus unterschiedlichen Blickwinkeln. Wie sieht die Arbeitsmarktsituation älterer Menschen in Deutschland aus? Welche Potenziale zeigen sich im Bereich des gesellschaftlichen Engagements? Werden die Persönlichkeitsmerkmale, die Kompetenzen und Erfahrungen der Älteren durch Betriebe angemessen wertgeschätzt? Welche Strategien gibt es, Unternehmen für den demographisch bedingten Strukturwandel zu sensibilisieren? Welche Potenziale bieten altersgemischte Belegschaften? Welche Herausforderungen stellen sich in diesem Zusammenhang für eine nachhaltige betriebliche Personalpolitik? Welche Chancen verbinden sich mit werteschaffenden Tätigkeiten in der Nacherwerbsphase? Was können wir hinsichtlich der Aktivierung und Förderung der Potenziale Älterer vom Ausland lernen?
Ein wichtiges Betätigungsfeld für ältere Menschen wird in Zukunft die Gesellschaft und das gesellschaftliche Engagement sein. Denn nicht zuletzt ist mit der wachsenden Unfähigkeit des Staates, die Verantwortung für das Gemeinwesen und das Soziale angemessen wahrzunehmen, das gesellschaftliche Interesse an neuen Funktionalitäten von bürgerschaftlichem Engagement gestiegen.
Die grenzüberschreitende Betrachtung ermöglicht ein »Lernen von den Besten« und damit völlig neue Sichtweisen für den Wirtschafts- und Sozialstandort Deutschland. Wir freuen uns, dass sich Experten unterschiedlicher Fachgebiete bereit erklärt haben, aus Sicht ihrer jeweiligen Disziplin Beiträge zu den künftigen Kernfragen der Beschäftigung älterer Menschen zu liefern. Unser Dank gilt allen beteiligten Autorinnen und Autoren! Wir verbinden mit dieser Publikation die Hoffnung, der Diskussion um innovative Lösungsansätze neue Impulse zu geben.
Dr. Johannes MeierMitglied des Vorstandes der Bertelsmann Stiftung
Dr. Stefan EmpterLeiter des Themenfeldes Wirtschaft und Soziales
Einleitung
Wie für die meisten hoch entwickelten Volkswirtschaften wird auch für Deutschland eine deutliche Alterung der Bevölkerung innerhalb der nächsten Jahrzehnte erwartet. Ihre möglichen ökonomischen Folgen erfahren in der gesellschaftlichen und politischen Diskussion große Aufmerksamkeit. Nicht selten verstellt jedoch das Negativszenario einer ergrauenden, schrumpfenden Bevölkerung allzu leicht den Blick auf die Möglichkeiten, die mit dem Zuwachs an Kompetenzen und Erfahrungen im Laufe eines Lebens verbunden sein können.
Die Menschen hierzulande werden nicht nur älter - sie sind im fortgeschrittenen Alter heute oft vitaler und leistungsfähiger als je zuvor. Doch ihre Potenziale werden nur unzureichend genutzt. Die »Kultur der Frühverrentung« hat unser gesellschaftliches Bild vom Menschen in der zweiten Lebenshälfte tief geprägt - und zu Mechanismen der Inaktivierung in der Berufswelt geführt, die nicht zukunftsfähig sind. Deutschland ist gefordert, einen Paradigmenwechsel hin zu längeren Tätigkeitsbiographien in allen Lebensbereichen zu forcieren.
Dieser Sammelband analysiert die Ausgangssituation der Älteren im wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Leben. Neben der Darstellung aktueller Problemlagen in Deutschland und im internationalen Vergleich umreißen Experten1 aus Wissenschaft und Praxis in ihren Einzelbeiträgen die Herausforderungen, die sich aus den aktuellen demographischen Entwicklungen ergeben. Es ist offensichtlich, dass in vielen Bereichen, gerade auch auf dem Arbeitsmarkt, grundlegende Veränderungen notwendig sind. Vor diesem Hintergrund diskutieren die Autoren aus verschiedenen Perspektiven heraus Strategien, die Menschen befähigen, ihre Potenziale auch im fortgeschrittenen Lebensalter zu entfalten und aktiv an Wirtschaft und Gesellschaft zu partizipieren.
Einleitend nehmen Lothar Funk (Fachhochschule Düsseldorf) und Susanne Seyda (Institut der deutschen Wirtschaft, Köln) eine Bestandsaufnahme der Arbeitsmarktsituation älterer Menschen in Deutschland vor. Neben der Darstellung und Bewertung der Rahmenbedingungen tariflicher und gesetzlicher Art, die Arbeitsangebot und -nachfrage beeinflussen, zeigen sie die volkswirtschaftlichen Effekte der geringen Alterserwerbstätigkeit in Deutschland auf. Mithilfe von Ergebnissen ausgewählter Überblicksstudien verschiedener Länder wird analysiert, was Deutschland vom Ausland lernen kann. Dabei identifizieren die Autorin und der Autor drei Grundbedingungen, die sich als zielführend für eine bessere Integration Älterer in den deutschen Arbeitsmarkt erweisen könnten.
Welche Rolle das Engagement der Älteren gegenwärtig in der Gesellschaft spielt und inwiefern ausbaufähige Potenziale vorhanden sind, steht im Fokus des Beitrags von Eckhard Priller (Wissenschaftszentrum Berlin). Neben einer empirischen Bestandsaufnahme des bürgerschaftlichen Engagements in Deutschland skizziert er aktuelle Entwicklungstrends und verweist auf Grundmuster sowie internationale Unterschiede. Deskriptive Diagnosen geben Aufschluss darüber, mit welchen Veränderungen bei der Engagemententwicklung der Älteren künftig zu rechnen ist und inwieweit auf Prozesse der Engagementgestaltung eingewirkt werden kann. Als wichtigen Einflussfaktor stellt Priller die Funktionstüchtigkeit des Sozialstaates heraus.
Der Beitrag von Lutz Bellmann, Martin Dietz und Ulrich Walwei (Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, Nürnberg) beleuchtet die aktuellen Arbeitsmarktprobleme Älterer und die Erwartungen, die in Zukunft an ihre Leistungsfähigkeit geknüpft werden. Dabei diskutieren die Autoren die längerfristige Arbeitsmarktentwicklung vor dem Hintergrund der qualitativen und quantitativen Entwicklung des Erwerbspersonenpotenzials sowie die daraus resultierenden Beschäftigungsperspektiven älterer Arbeitnehmer. Sie beleuchten zunächst die betriebliche Nachfrage und identifizieren die Wertschätzung der Persönlichkeitsmerkmale Älterer durch die Unternehmen als elementare Voraussetzungen für eine Erhöhung der Erwerbstätigkeit. Dabei gehen sie auch der Frage nach, inwiefern sich diese Wertschätzung tatsächlich auf die Einstellungsbereitschaft der Betriebe auswirkt. Zusätzlich evaluieren sie die im Zuge der Hartz-Reformen eingeführten Instrumente hinsichtlich ihres Nutzens zur Integration älterer Arbeitnehmer, um dann abschließend Wege aufzuzeigen, wie eine stärkere Einbeziehung in den Produktionsprozess gewährleistet werden kann.
Unter Berücksichtigung zahlreicher Studien diskutieren Axel Börsch-Supan, Ismail Düzgün und Matthias Weiss (Mannheimer Forschungsinstitut Ökonomie und Demographischer Wandel) den Zusammenhang zwischen Alter und Leistungsfähigkeit. Sie geben einen umfassenden Überblick über den Stand der Forschung und erörtern die Notwendigkeit einer neuen Sicht der Produktivitätsmessung. Kern ihres Beitrags ist die Kritik, dass bisherige Studien sich fast ausschließlich mit der Messung der individuellen Produktivität beschäftigt hätten, obwohl sich in einer modernen arbeitsteiligen Gesellschaft die Arbeitsproduktivität weniger in der Einzelperson als vielmehr in der Gemeinschaft realisiert. Den Befürchtungen einer sinkenden Produktivität durch alternde Belegschaften setzten sie ein Plädoyer für ein Zusammenwirken von jüngeren, vielleicht innovativeren, und älteren, zumeist erfahreneren Mitarbeitern entgegen.
Der Aspekt der betrieblichen Personalpolitik wird von Hartmut Buck (Fraunhofer Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation, Stuttgart) und Jörg Weidenhöfer (Deutscher Industrie Service AG, Düsseldorf) beleuchtet. Sie geben einen umfassenden Überblick über den Zusammenhang zwischen Altern und Leistungsfähigkeit, Auswirkungen des altersstrukturellen Wandels auf die Betriebe und die Wahrnehmung des demographischen Wandels und seiner Konsequenzen durch die Unternehmen. Im Mittelpunkt ihres Beitrags steht die Aufforderung zu einer an die aktuellen Entwicklungen angepassten alterns- und altersgerechten Personalpolitik. Die Autoren argumentieren, dass mit dem Übergang von der Industrie- zur Wissensgesellschaft das Wissen und seine Anwendung zum entscheidenden Produktionsfaktor werden. Doch obwohl die demographische Entwicklung sich zukünftig immer stärker auch auf das Alter der Belegschaften auswirken wird, stellen sie heraus, dass Unternehmen auf diesen Trend kaum vorbereitet sind. Sie verweisen auf die Notwendigkeit verstärkter Gesundheitsförderung, angepasster Personalpolitik sowie verstärkter Bildungsanstrengungen und fordern die breite und rasche Durchsetzung von entsprechenden Konzepten.
An diesen Beitrag anknüpfend, gewährt Werner Widuckel (Audi AG) einen direkten Einblick in ein Unternehmen, das der Aufforderung zu einer altersgerechten Personalpolitik bereits nachkommt. So initiierte die Unternehmensleitung der Audi AG gemeinsam mit dem Gesamtbetriebsrat das Projekt »Demographischer Wandel« als mehrdimensionales Interventions- und Gestaltungskonzept alternsgerechter Personalstrategie. Handlungsfelder umfassen die Förderung der Beschäftigungsfähigkeit der Mitarbeiter sowie die Unterstützung ihrer Eigenverantwortung, ihres Engagement und ihrer »Selbstwirksamkeit« auf allen Ebenen. Der Autor fordert einen »kulturellen Wandel« in der Personalpolitik, für dessen Realisierung er eine beidseitige Verpflichtung als Grundvoraussetzung sieht.
Länger zu leben bedeuten jedoch nicht nur, länger zu arbeiten bzw. klassischer Erwerbsarbeit nachzugehen, sondern auch werteschaffende Tätigkeiten in der Nacherwerbsphase zu finden. Das Alter verändert sein Image, die Menschen werden später »alt«. Sie wollen sich weiterbilden und mitreden, ihre Erfahrungen weitergeben und die Welt erleben. Diese Entwicklungen greift Harald Künemund (Universität Vechta) in seinem Beitrag auf. Er weist darauf hin, dass Ruhestand heute keine »Restzeit« mehr ist, die eine kleine gesellschaftliche Gruppe durchlebt, sondern ein eigenständiger Lebensabschnitt von erheblicher Dauer, in dem sich bald fast ein Drittel der deutschen Bevölkerung befindet. In seinem Artikel stellt er Tätigkeiten »produktiven« Alterns vor und skizziert die Entwicklungen auf diesem Sektor. Obwohl freiwilliges Engagement zwar mit zunehmendem Alter seltener ausgeübt wird, beobachtet Künemund, dass auch die Älteren noch in erstaunlich hohem Maße in einem oder mehreren Tätigkeitsfeldern aktiv sind.
Konkrete Beispiele für den kreativen Umgang mit dem demographischen Wandel und gesellschaftlichen Engagement Älterer liefern Stefan Bischoff und Silke Brauers (Institut für Sozialwissenschaftliche Analysen und Beratung, Köln) mit ihrem Beitrag über die »seniorTrainer«. Dieses Konzept zur Nutzung der Ressourcen Älterer wurde im Rahmen des Bundesmodellprogramms »Erfahrungswissen für Initiativen« 2002 vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend entwickelt. Es eröffnet älteren Menschen eine neue Perspektive, ihr Erfahrungswissen für sich und die Gesellschaft nutzbar zu machen. Auf der Grundlage eines innovativen Weiterbildungskonzeptes werden Ältere zu so genannten seniorTrainern ausgebildet und anschließend im Gemeinwesen aktiv. Dass ein Interesse an dieser Form der Förderung von Engagement besteht, spiegelt sich in den inzwischen rund 1000 bundesweit agierenden seniorTrainer und Nachahmungsprojekten im Ausland wider.
Einen Blick ins Ausland werfen Andreas Heimer und Kai Gramke (Prognos AG, Basel). Sie stellen in ihrem Beitrag Rahmen und Aktivitäten zur Gestaltung sinnvoller Tätigkeitsbiographien in sieben Ländern vor. Denn nicht nur Deutschland steht vor großen demographischen Herausforderungen, auch in anderen Ländern sucht man nach neuen Optionen für Wirtschaft und Gesellschaft im Umgang mit den Konsequenzen des demographischen Wandels. Von diesen internationalen Erfahrungen kann Deutschland lernen. Inhaltlich werden in den untersuchten Ländern vier zentrale Themen angesprochen: die demographischen Ausgangsbedingungen, die jeweilige Gestaltung der Erwerbs- und Nacherwerbsphase, die institutionellen und soziokulturellen Rahmenbedingungen und die Ausprägung des bürgerschaftlichen Engagements.
Wir danken den beteiligten Autorinnen und Autoren für ihr großes Engagement und die konstruktive und vertrauensvolle Zusammenarbeit. Unser besonderer Dank gilt darüber hinaus Nadine Ehrenbrusthoff, die sich erfolgreich der aufwändigen redaktionellen Arbeit für diesen Band gewidmet hat.
Dr. Jens U. Prager, André Schleiter
I. Beschäftigung in einer alternden Gesellschaft - Ein Überblick
Beschäftigungschancen für ältere Arbeitnehmer - Ein Ländervergleich
Lothar Funk, Susanne Seyda
1 Einleitung2
Studien zur Verbesserung der Arbeitsmarktlage älterer Menschen stoßen in den letzten Jahren auf großes Interesse. Dies ist verständlich, denn die Arbeitsmarktbeteiligung der 55- bis 64-Jährigen liegt in vielen hoch entwickelten Ländern stark unter dem Durchschnitt, in anderen - ansonsten vergleichbaren - Staaten dagegen relativ hoch. Eine hohe Erwerbsbeteiligung Älterer kann wesentlich dazu beitragen, die mit einer zunehmenden Alterung der Gesellschaft verbundenen Finanzierungsprobleme aufzufangen; dies gilt vor allem für umlagefinanzierte Alterssicherungs-, Krankenversicherungs- und Pflegeversicherungssysteme sowie damit verbundene mögliche negative Effekte auf Wirtschaftswachstum und Innovationsfähigkeit (European Commission 2006).
Paradigmenwechsel in der Beschäftigungspolitik
Ein Paradigmenwechsel zur Erhöhung der Beschäftigung über 55-Jähriger ist auch in Deutschland eingeleitet worden - nach vielen Jahren einer Politik, die faktisch das vorzeitige Ausscheiden der Älteren aus dem Arbeitsmarkt herbeigeführt hat. Die neue Bundesregierung hat zudem die Förderung der Beschäftigung Älterer im Koalitionsvertrag zu einem wichtigen Thema gemacht (CDU, CSU und SPD 2005: 29 ff.).
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