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In diesem Adventskalender zum Lesen sind wir eingeladen auf den Weg zur Krippe für die Menschen und in die Krippe hinein. In den Texten sind wir eingeladen, über die verschiedenen Personen und Situation der Weihnachtsgeschichte nachzudenken. Zu hören, dass Gott bei uns ist, ganz nah. Ein paar Mal können wir die Stimmen der Menschen hören, und uns dann auch selber in der Krippe wiederfinden. Eingestreut in die Tage des Advents, der Vorbereitung auf Weihnachten, sind Gebete für die Sonntage im Advent. Diese Gebete muss man ein wenig suchen, in den Tagen des Advents, da die Sonntage jedes Jahr ein wenig anders liegen. Und schließlich endet dieser Adventskalender nach Weihnachten an Sylvester und Neujahr mit je einem Gebet für das vergangene und für das kommende Jahr. Illustration des Titelbildes: Isabell Hemming
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Seitenzahl: 51
Veröffentlichungsjahr: 2017
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Gloria in excelsis Deo, et in terra pax hominibus bonae voluntatis
Vorwort
Ein Gebet für den 1. Sonntag im Advent
1. Bereitet dem Herrn den Weg
2. Johannes der Täufer
3. Die Weisen brechen auf
4. Der Engel der Verkündigung
5. Drei Weise und der Stern
6. Die Drei Weisen und der König
7. Herodes
Ein Gebet für den 2. Sonntag im Advent
8. Der Herbergswirt
9. Die Hirten
10. Einer der Hirten erzählt:
11. Die Engel leuchten in der Nacht
12. Josef
13. Josef erzählt
14. Maria
Ein Gebet für den 3. Sonntag im Advent
15. Maria singt von der Zukunft
16. Elisabeth
17. Ochs und Esel
18. Das Stroh in der Krippe
19. Die Weisen erzählen
20. Die Engel und wir
21. Myrrhe
Ein Gebet für den 4. Sonntag im Advent
22. Eigentlich erst nach Weihnachten: Simeon erzählt
23. Gott
24. Die Weihnachtsgeschichte nach Lukas
Ein Gebet für das vergangene Jahr
Ein Gebet für das kommende Jahr
Liebe Leserinnen und Leser
Creccio, eine kleines Dorf nordöstlich von Rom. Ein armes Dorf, mit armen Menschen. Hierher, in die Armut, zur Einfachheit und Bescheidenheit der Menschen, die aus der Not geboren war, zog sich der Heilige Franziskus immer wieder gerne zurück. Hier konnte er Ruhe finden, im Schweigen der Menschen das Sprechen der Schöpfung hören. Und er war den Menschen ganz nah, wegen deren er seine privilegierte Stellung als der verwöhnte Sohn eines reichen Tuchhändlers aufgegeben hatte, den Armen, den Hilfsbedürftigen. Diesen Menschen das Evangelium, die frohe Botschaft zu verkündigen, das hatte er als seine Aufgabe erkannt und angenommen.
Nun gibt es viele Geschichten, Erzählungen, Legenden darüber, was zu jenem Weihnachten in Creccio im Jahre 1223 führte. Sicher ist aber eines: Die Menschen, die an jenem Weihnachtsabend in die einfache Kirche des kleinen Dorfes gekommen waren, sahen dort zum ersten Mal in der Geschichte etwas, was von Weihnachten nicht mehr wegzudenken ist. Eine Krippe. Der Heilige Franziskus hatte Figuren aufgestellt, Marie, die Mutter mit dem Kind, Josef, der verwirrte Vater, die Hirten mit ihren Schafen, die heiligen Drei Könige. Und weil der Heilige Franziskus die Tiere liebte, und weil er sicher war, dass die Tiere das Wunder von Weihnachten besser verstünden als wir Menschen, waren ein Ochs und ein Esel dabei.
Es waren Figuren, in denen sich die Menschen wiedererkannten, Figuren, die so waren wie sie: die erschöpfte junge Mutter, nach der Geburt des ersten Kindes, der Vater, der sich Sorgen darum macht, wie er in der gegenwärtigen schweren wirtschaftlichen Lage seine kleine Familie durchbringen sollte, die Hirten, die für kargen Lohn harte Arbeit leisteten. Selbst die drei Könige, die zwar reich, aber als Fremde im fremden Land heimatlos und verloren waren. Sie alle standen in Anbetung um das Kind in der Krippe.
Mit seiner Krippe zeigte der Heilige Franziskus den Menschen damals und heute, dass sie in der Geschichte der Menschwerdung Gottes vorkommen. Dass sie, dass wir, dabei sind. Die Krippe zeigt, dass Gott wahrhaftig „Emmanuel“, Gott mit uns geworden ist, dass uns nichts keine Schranken und keine Hoheiten von Gott trennen. Nicht die Reichen und die Mächtigen, die Priester und Herrscher stehen an der Krippe, sondern Menschen wie du und ich, Menschen die Arm sind.
Wenn wir also zuhause eine Krippe aufstellen, wenn wir die Figuren in die Hand nehmen, dann soll uns das immer wieder daran erinnern: Gott wurde Mensch nicht in einem Palast, bei den Mächtigen, sondern in einem Stall bei den Menschen, die ihn brauchten.
In diesem Adventskalender zum Lesen sind wir eingeladen auf den Weg zu dieser Krippe für die Menschen und in die Krippe hinein. In den Texten sind wir aufgefordert, über die verschiedenen Personen und Situation der Weihnachtsgeschichte nachzudenken. Zu hören, dass Gott bei uns ist, ganz nah. Ein paar Mal können wir die Stimmen der Menschen hören, und uns dann auch selber in der Krippe wiederfinden.
Eingestreut in die Tage des Advents, der Vorbereitung auf Weihnachten, sind Gebete für die Sonntage im Advent. Diese Gebete muss man ein wenig suchen, in den Tagen des Advents, da die Sonntage jedes Jahr ein wenig anders lieben. Und schließlich endet dieser Adventskalender nach Weihnachten an Sylvester und Neujahr mit je einem Gebet für das vergangene und für das kommende Jahr.
Alle Jahre wieder:
werden Weihnachtslieder gesungen – vom Radio
wird es Licht - in den Kaufhäusern und den Fußgängerzonen
gibt es Plätzchen – zu kaufen, weil wir zu sehr im Stress sind, sie selber zu backen
Alle Jahre wieder:
Schweigen sie, die Sprachlosen
Verzweifeln sie, die Hoffnungslosen
Fürchten sie sich, die Mutlosen
Fliehen sie, die Kriegskinder
Weinen sie, die Witwen
Verirren sie sich, die Flüchtlinge
Schauen sie weg, die Satten
Fühlen sie sich sicher, die Reichen
Lachen sie, die Mächtigen
Alle Jahre wieder:
Gib uns Musik, singender Gott,
die wir singen können, für die ohne Sprache, Hoffnung, Mut!
Gib uns Licht, Gott des Morgens,
für die Kinder des Krieges, die Witwen der Gewalt, die Flüchtlinge der Armut!
Gib uns Ruhe, Nahrung zuzubereiten, Gott der Fülle, damit wir sie denen geben, die Hunger haben, die arm sind, die nichts zu lachen haben!
Alle Jahre wieder:
Lass uns erkennen, Kommender Gott, dass deine Ankunft nicht einfach geschieht,
sondern mit uns beginnt.
Amen
Jedes Tal soll sich heben, jeder Berg und Hügel soll sich senken. Was krumm ist, soll gerade werden, und was hügelig ist, werde eben. Baut in der Steppe eine ebene Straße für unseren Gott!
Jesaja 40,4
