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Das Leben ist wie ein bunt gewebter Teppich. Es finden sich viele Farben und Muster. Jedes "Lebensgeflecht" ist einmalig. Orientiert an der Vielfalt der Textilien – mal grob und mal fein – geht es auch in Lesestoff sehr abwechslungsreich zu. Die zahlreichen "Wortgeflechte" behandeln unterschiedlichste Themen unseres Daseins: frech und anspielungsreich, mehrdeutig, heiter und traurig. In Prosa und Lyrik entdecken wir den Alltag neu: teils offen und ehrlich, teils phantasievoll verträumt. Der Leser wird das Buch studieren, die Texte durch die Bank kapieren, sich vielleicht kurz mal echauffieren, doch schließlich köstlich amüsieren. Wer gerne liest, wird Freude haben und anderen bestimmt nicht schaden.
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Seitenzahl: 121
Veröffentlichungsjahr: 2017
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Inhalt
Impressum
Der Autor
Das Buch
Widmung
Vorwort
Neuankömmlinge
Die Kapitel
Kapitel 1: Quer durch den Alltag
Wenn Du Geburtstag hast
Keine Lust auf Arbeit
Hamsterrad
Preiswerter Rat
Lob und Tadel
Selbstverantwortung
Mit anderen Worten
Zur rechten Zeit
Ungleichbehandlung
Auf den Ton kommt es an
Einer spinnt immer
Mein Mann mag das nicht
Fröhlich und frei
Hochnotpeinlich
Mit der Liese auf der Wiese
Urlaubstipp
Der Abteilungsumzug
Riskantes Manöver
Geburtstagsausblick
Stundenglück
Erste Klasse einmal anders
Die Qual der Wahl
Naturschauspiel
So soll es bleiben
Zeitvertreib
Wozu?
Stundenschlag
Kapitel 2: Von Mensch zu Mensch
Die Schönheit liegt im Unterschied
Des Wesens Kern
Alles hat seine Zeit
C’est la vie
Durch die Blume
Nächstenliebe
Lösbar
Augenblicklich
Für dich
Menschen im Leben
Nah und fern
Hautkontakt
Mit dir
Im Wandel der Zeit
Für Frischvermählte und Altgetraute
Kreuzkümmel
Kapitel 3: Knapp formuliert
Gedankenkomprimierung
Aphorismen
Kurz und bündig
Achtsilbig einzeilig
Wortspielereien
Zwischenbescheid
Sprichwörtliches
Des Rätsels Lösung
Wechselwirkung
Sinnig
Kapitel 4: Zu wahr um schön zu sein
Sternchenjäger
Morgensorgen
Links rein, rechts raus
Protestnote
Dear Mr. Hanke
Nase voll!
Spaltpilze
Wahlpanne
Reimlichkeiten
Amerikas Leid
Gewählt ist gewählt
Große Koalition
Böses Erwachen
Ihr Kinderlein kommet …
Leider, leider Pänzje
Morgen, Kinder, wird’s was geben
Advent, Advent
Weihnachtsfrieden
Mit dem Zweiten sieht man besser
Studiengebühren
Kapitel 5: Erinnerungszeichen
Holundergelee
Grippale Entdeckung
Am Nordkap
Die Bärenreise
Der Reiseleiter
Ach Evelyn …
Wenn’s an der Zeit ist
Das Ende der Strände
Etwas geht immer
Sinnesgartenerwachen
Gemischtes Sextett
Wohlan
Fabryiöse Nachlese
O Fortuna
Erste Wohngemeinschaft
Vorausgegangen
Kapitel 6: Licht und Schatten
Alt und Jung
Altersvorsprung
Haarige Zeiten
Halb und halb
Zeit für Gedanken
Fensterputzen
Naturgesetz
Zukunftsgedanken
Tagesliturgie
Lebensmelodien
Ohne Gackern, ohne Muhen
Kinder Gottes
Lebensrobe
Unentschlossen
Unbeantwortet
Dies- und Jenseitsoptionen
Grenzerfahrungen
Wie wär es wohl?
Lebensfragen
Himmlisch weit fort
Schaum des Lebens
Gezeitentränen
Kapitel 7: Mit Humor und Phantasie
Stichwörtlich
Brotlose Kunst
Anders ausgedrückt
Handwerklicher Unterschied
Lebenslehren
Parallelen
Schwere Lehre
Wirkungsvoll
Eng verwandt
Träger-Rätsel
Mit Spannern leben
Gut und edel
Elfmeter
Vorbei, die stumme Zeit
Verhängnisvoll
Eine ohrige Angelegenheit
Papagei und Mamagei
Und herzlich dankt das Murmeltier
Tierische Lösung
Probanden gesucht
Spatzenkummer
Begrenzte Redezeit
Zwei linke Hände
Zuckerwatte
Eine neue Erkenntnis
O Tannenbaum
Elektrisierende Gedanken
Zwischen Sinn und Klimbim
Bereits erschienen
Klaus-Gunther Häuseler
Lesestoff
Wortgeflechte – mal grob und mal fein
Texte und Covergestaltung:
Copyright © 2017 Klaus-Gunther Häuseler
Druck und Verlag:
epubli ein service der neopubli GmbH, Berlin
www.epubli.de
ISBN: 978-3-7418-8140-4
Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek: Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://dnb.d-nb.de abrufbar.
Klaus-Gunther Häuseler, 1950 in Minden geboren, lebt seit 1954 in Hilden im Rheinland und bezeichnet sich selbst gerne als „Rheinische Frohnatur“. In seinen zahlreichen Aphorismen, Kurzgeschichten und Gedichten beschreibt er das Leben in all seinen Facetten: Heiter und ironisch, ernst und ehrlich, stets mit Phantasie. Bislang veröffentlicht sind seine beiden Bücher Zwischensumme (2013) und Positivsaldo (2015). Regelmäßig nimmt er an öffentlichen Vorlesungen teil.
Das Leben ist wie ein bunt gewebter Teppich. Es finden sich viele Farben und Muster. Jedes „Lebensgeflecht“ ist einmalig.
Orientiert an der Vielfalt der Textilien – mal grob und mal fein – geht es auch in Lesestoff sehr abwechslungsreich zu. Die zahlreichen „Wortgeflechte“ behandeln unterschiedlichste Themen unseres Daseins: frech und anspielungsreich, mehrdeutig, heiter und traurig. In Prosa und Lyrik entdecken wir den Alltag neu: teils offen und ehrlich, teils phantasievoll verträumt.
Der Leser wird das Buch studieren,
die Texte durch die Bank kapieren,
sich vielleicht kurz mal echauffieren,
doch schließlich köstlich amüsieren.
Beim neuen Buch ist’s wie beim Kind,
das just erblickt das Licht auf Erden.
Beide noch Unbekannte sind
Quer durch den Alltag
Von Mensch zu Mensch
Knapp formuliert
Zu wahr um schön zu sein
Erinnerungszeichen
Wenn Du heute Geburtstag hast,
sei Dir das Freude, niemals Last.
So gräm Dich nicht, sei lieber froh,
denn älter wirst Du sowieso.
Und dieser Tag zählt auch nicht mehr
als alle anderen vorher.
Drum wechsle das Kalenderblatt
Ich möchte heut die Arbeit schwänzen.
Warum? Ich habe Turbulenzen.
Würd gerne hüpfen, tanzen, springen
und übermütig Lieder singen.
Ich möchte heut die Arbeit meiden.
Warum? Ich kann sie grad nicht leiden.
Will lieber raus in die Natur,
genießen Luft und Sonne pur.
Drum drehe ich mich noch mal rum,
schau dann aufs Kalendarium
nach einer angemessenen Frist
Der Hamster sich im Rade dreht
von morgens früh bis abends spät.
Schlimm ist, dass niemand ihn befragt,
ob er das gerne tut und mag.
So wie’s beim Hamster fraglich ist,
wird’s auch bei Menschen sein gewiss.
Die kreiseln gleichfalls Tag für Tag,
drehen am Ende nur am Rad.
Dann ist es allerdings zu spät.
Denk früher nach, wie’s um sie steht,
egal ob Menschen oder Tier!
Ich kannt ’nen Mann, den Möchtegerne,
der griff zeitlebens Richtung Sterne.
Jedoch am Ende half das nicht.
Er blieb ein unbedeutend’ Wicht.
Ich kannt ’ne Frau, die wollte immer
von allem mehr. Die Gier wurd schlimmer.
Kaum einer konnte sie mehr leiden.
Fast jeder tat sie eisern meiden.
Mein Rat an Dich und an die meisten
ist: Schuster, bleib bei deinen Leisten.
Ob Mann, ob Frau, Zwerg oder Riese:
Ein ernstgemeintes Kompliment
tut gut, wie jedermann sich denkt.
Es lässt den Menschen fröhlich strahlen.
Vergessen sind rasch Müh und Qualen.
Jedoch ein Lob fällt oftmals aus.
Gezielter aus dem Stand heraus,
stattfindet leider mehr das Tadeln,
was schmerzt und sticht wie tausend Nadeln.
Ob in der Ehe, im Büro,
wird kritisiert gerade so.
Kaum nette Worte, welch ein Fluch.
Zerschnitten wird des Tisches Tuch.
Dabei ist Würdigung nicht schwer,
beglückt zugleich Mitmenschen sehr.
Doch eines sollte niemals sein:
Unehrlich’ Lob, nur so zum Schein.
Wird jemand dabei erst ertappt,
ist längst die Falle zugeschnappt.
Denn wer glaubt solchem Lügenschnabel,
Ich stehe klar zu meinem Dreck,
feg ihn gefälligst selber weg.
Ich mach mir feige nicht die Mühe,
zu kehren ihn vor Nachbars Türe.
Ich stehe fest zu meinen Taten,
auch die, die schon einmal missraten
und hüte mich, frei nach Belieben,
sie andren in die Schuh zu schieben.
So sollten alle sich verhalten,
und zwar die Jungen und die Alten.
Verantwortung zu übernehmen,
Meist nenn die Dinge ich beim Namen,
fall damit schon mal aus dem Rahmen.
Dann wiederum, mit viel Geschick,
halt ich an Deutlichkeit zurück.
Ich formuliere drum herum,
was je nach Lage gar nicht dumm.
Bin mit den Worten indirekt,
was unterm Strich meist nicht verletzt.
Ich sage nicht, dass einer spinnt.
Er geht halt seinen eignen Weg.
Ich sag auch nicht, dass jemand faul.
Er lässt halt lieber Hände ruhen.
Ich sage nicht, der hat gepupst.
Er hat sich einfach Luft gemacht.
Ich sag auch nicht, der hat verloren.
Er ist im Spiel halt zweiter Sieger.
Wenn ich umschreibe so die Dinge,
nicht selten ich am End gewinne.
Was Du nun denkst, ich weiß es nicht.
Geh nicht zu hart nun ins Gericht.
Vielleicht kommt kurz Dir in den Sinn,
dass ich eventuell doch spinn?
Dann denk daran, bevor’s zu spät:
Anfällig ist der Hahn im Korb
für allerlei Geplänkel.
Er kräht lautstark in einem fort,
ist scharf auf Brust und Schenkel.
Er mischt das gackernd Völkchen auf,
bandelt mit jeder Henne an.
Die Hühner nehmen wild Reißaus,
von Nachbars Hahn sehr angetan.
So mancher Hahn bemerkt gar nicht,
dass seine Zeit längst ist vorbei
und auch gefragt er nicht mehr ist.
Kein Huhn mehr interessiert sein Schrei.
Und wie’s im Tierreich gehen kann,
etwa beim Gockel und beim Huhn,
es auch passiert bei Frau und Mann.
Da sollte man sich nicht vertun.
Wohl dem, der rechtzeitig erkennt,
wann seine Zeit gekommen ist,
den richt’gen Zeitpunkt nicht verpennt,
Was macht der Mensch für ein Buhei
und oftmals unnötig Geschrei.
Wobei es häufig kommt drauf an,
wer was und wo grad hat getan.
Erscheint der Presse jemand wichtig,
wird pausenlos von ihm berichtet.
Ist er weitgehend unbekannt,
erfährt man nichts in Stadt und Land.
Sitzt bei der Queen der Pups mal quer,
hört man davon gewöhnlich mehr,
als wenn ich krumm aufm Lokus hocke.
Das interessiert meist keine Socke.
Ob Filmstar oder Präsident,
ob kleiner Bub im Unterhemd,
werden sie doch beim Zähneputzen,
auch nur ’ne Zahnbürste benutzen.
Natürlich macht’s ’nen Unterschied,
wer wann und wo sich grade liebt.
Gleichwohl ist Sex von Prominenten
nicht anormaler als bei Enten.
Warum soll Schnupfen von Herrn Gere,
wichtiger sein als der von mir.
Toilettengänge von Herrn Sanders
sind wie bei dir und mir. Nicht anders!
Und trotzdem, je nach Sachverhalt,
liest man es in der Zeitung halt.
Man sieht es täglich im Programm,
und Twitter, Facebook, Instagram.
Tötet ein Mann die Ehefrau,
wandert zu Recht er in den Bau.
Politikern, die ständig morden,
verleiht man manchmal sogar Orden.
Warum wird dauernd unterschieden,
willkürlich und frei nach Belieben?
Nur fürchte ich, nichts wird sich ändern.
Weder bei uns noch andern Ländern.
Wird’s mir zu viel mit dem Buhei
und allzu heftig das Geschrei,
hab ich ’ne eigene Strategie.
Die hat versagt bisher noch nie.
Wenn mir wer auf den Senkel geht,
denk ich, dass nackt er vor mir steht.
Ein jeder Ton Bedeutung hat.
Auch ist die Wirkung längst nicht gleich.
Mal hell, mal dunkel, blass statt satt,
dann ziemlich hart anstelle weich.
Der Hinweis auf den guten Ton,
bekanntlich nur ein Beispiel ist.
Denn relevant war immer schon,
von welchem Ton die Rede ist.
So kleidet sie sich Ton in Ton,
trägt hierzu häufig bunte Ketten.
Und er sucht meist den richt’gen Ton
vergeblich, darauf könnt man wetten.
Die beiden, an den Wochenenden,
greifen beherzt zum Klumpen Ton
und formen, mit geschickten Händen,
Körper mit bester Proportion.
So ist der Ton verschieden. Richtig!
Entscheidet oft den Augenblick.
Ton ist nicht Ton, doch jeder wichtig,
Spinne am Morgen bringt Kummer und Sorgen.
Spinne am Abend erquickend und labend.
Wer dieses Sprichwort hat gedichtet,
ist unbekannt, wird nicht berichtet.
Der es jedoch einstmals ersonnen,
hat allerhand zurechtgesponnen.
Wie dem auch sei, das kleine Tier,
kann letzten Endes nichts dafür.
Gemeint war spinnen mit der Spindel,
durch Edelfrauen und Gesindel.
Bleibt übrig für uns heutzutage
und das steht fest ganz ohne Frage,
ob morgens, abends, jeder Spinner,
Das Leben hält immer wieder Geschichten bereit, die man eigentlich nicht glauben möchte. Kürzlich erzählte mir eine gute Bekannte folgende Episode.
Wie schon häufig war sie mit ihren Freundinnen unterwegs, und zwar mit dem Auto. Die Damen befanden sich auf der Heimfahrt von einem Ausflug. Anja fuhr, Beate saß auf dem Beifahrersitz und Corinna döste mit etwas Restalkohol im Blut auf der Rückbank.
Die Außentemperatur lag bei ca. 30 Grad Celsius, die Autobahn war proppenvoll und das alles bei zähfließendem Verkehr. Die Sonne knallte voll auf die Windschutzscheibe und die alljährliche Frage lautete: Warum müssen Rückfahrten eigentlich immer so stressig sein?
Dann dieses! Auf der Autobahn A3 in Richtung Norden, ca. zwischen Idstein und Bad Camberg, ergab sich folgende Unterhaltung.
»Boah ey, mir ist sooo heiß. Haste keine Klimaanlage?«
»Klaro doch, der runde blaue Knopf, da vorne in der Mitte.«
Weiter kamen die beiden nicht. Eine Verkehrsdurchsage des WDR 2 unterbrach den Dialog. Wie zu befürchten, waren es keine guten Nachrichten. Zehn Kilometer Stau am Dreieck Heumar.
Für Beate war das kein Problem mehr. Sie wusste schließlich, dass es in diesem Auto eine Klimaanlage gab. Und da ihr bekannt war, wo sich der passende Knopf dafür befand, ging es ihr kurz darauf viel besser. Sie betätigte zielstrebig das „runde Etwas“. Erleichterung! Bald strömte wohlkühlende Luft die Windschutzscheibe empor, erfüllte die ganze Fahrgastzelle.
Doch dann geschah das Unglaubliche! Anja, eher robust und insensibel, spürte den kühlen Luftzug. Sie beendete den „Spuk“ umgehend. Ein Druck auf den runden blauen Knopf vorne in der Mitte genügte. Wohlgefühlte 20 Grad verwandelten sich zurück in eine Sauna.
Beate fand keine Erklärung für diese Maßnahme. Sie schluckte kurz. Etwas ungläubig schaute sie Anja an, fragend, was denn nun los sei. Es folgte ein kurzer Satz, der unverstanden noch ewig haften bleiben wird:
»Mein Mann mag das nicht.“
So lasst uns also fröhlich sein,
in allen Sprachen, auch Latein,
laut singen nur, statt Moll in Dur.
Gaudeamus igitur!
Lasst Gläser klingen, hell und rein,
gefüllt mit Schampus oder Wein,
grenzenlos feiern, kein Verdruss.
Uni ergo bibamus!
Lasst allzeit hoch die Freiheit leben,
beharrlich mutig danach streben,
vorurteilsfrei, wachsam parat.
Wenns Wasser bis zum Halse steht,
die Blase voll ist und gar sticht,
es allzeit einem schrecklich geht,
ist kein Toilettenhaus in Sicht.
Um 10:00 Uhr öffnet das WC,
ist auf dem Hinweisschild zu sehn.
Es ist erst neun. Ojemine!
Das könnte in die Hose gehn.
So bangt ein Mensch an jenem Ort,
wird zappelig und leichenblass.
Nervös ahnt er schon sehr besorgt,
dass gleich es könnte werden nass.
Langsam pressiert’s, es wird ihm bunt,
die Blase quält mit großer Pein.
Der Mensch denkt sich: Wär ich doch Hund
und könnte heben rasch das Bein.
Noch während es ihn zwackt und kneift,
dreht sich im Schloss der Schlüssel.
Die Klofrau ihm die Richtung weist,
rettend zur nahen Lokusschüssel.
Was ist hier unverhofft geschehn,
das ihn aus seiner Not befreit?
Einst zogen Opa und die Liese
fröhlich umher auf einer Wiese.
Sie hüpften über Stock und Stein.
Es herrschte eitel Sonnenschein.
Der Zustand änderte sich bald,
nicht etwa, weil es wurde kalt.
Doch Liese wollte plötzlich wissen:
»Bekommt man Kinder auch vom Küssen?«
Der Opa, den das überraschte,
wich aus, indem er zunächst lachte.
