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Unser Leben ist vielfältig und abwechslungsreich. So wie dieses Buch. Unser Leben gibt Rätsel auf und lässt Fragen offen. So wie dieses Buch. "Was zieht uns an, was stößt uns ab? Was will der Künstler uns denn damit sagen? Welche Farbe hat die Liebe? Bezwingen wir den Buchsbaumzünsler? Sind Straßenkehrer frohe Menschen? Gibt es ein Leben nach der Ernte? Welche ist wohl die meist-gestellte Frage?" – um nur einige Beispiele zu nennen. Dieses Buch liefert Antworten, mal ernst und mal heiter, doch längst nicht auf alle Fragen. Es lässt Raum und bietet Ansätze, für ganz persönliche und eigene Antworten. Doch mehr: Es löst auch neue Fragen aus. So ist's gewollt. Und davon wird so manche wieder ohne Antwort bleiben. Doch muss es denn auf jede Frage wirklich eine Antwort geben?
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Seitenzahl: 132
Veröffentlichungsjahr: 2014
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Inhalt
Impressum..6
Gewusst wie! 6
Über das Buch.7
Inhalt 7
Eindeutig zwischenmenschlich.8
Begegnungsträume.8
In Deinen Armen.9
Turbulenzen.11
Auslöser 12
Gewissensfragen.15
Liebesbeweis.17
Gut so.18
Metamorphose.20
Alles bleibt - anders.22
Von Künstlern und Kunst 24
Einfach nur Blau?.24
Meister Karl 25
Richtig oder falsch?.27
Über die Schulter geschaut 29
Unterwegs.30
Vernissage.30
Erzählkunst 35
Der Natur auf der Spur 36
Kalenderblicke.37
Liebenswerte Unterschiede.39
Zeitlos.41
Morgentau.42
Der Buchsbaumzünsler 45
Sex-Hühner 47
Der Hahn.47
Hautnah betrachtet 48
In anderer Haut | Vorwort 48
Wie alles begann.48
Glück auf! 49
Amen.51
Kommste mit?.52
Hallo Taxi! 53
Pressen und Atmen.57
Gute Nacht 59
Ganz oben rechts, bei Hoffmann.62
Schön ist der Morgen.64
Prise, Schuss und Messerspitze.66
Grün oder Blau?.69
Köbes, noch ’n Alt bitte.71
Gruppe 21, Reihe 6, Nr. 1.75
In anderer Haut | Nachwort 78
Häutungsgelüste.80
Rätselhaft und doppeldeutig.80
Mal Er, mal Sie, mal Es?.80
Der Regenbogenstern.82
Begierde.85
Mein lebenslanger Feind.87
Zeilen an eine unsichtbare Freundin.88
Im Bann der Phantasie.90
Der Name der Farbe.90
Traum im Traum..93
Weizengeflüster 99
Im zwölften Monat 106
Zeit 106
Gedanken.106
Himmlisch-Irdische Differenzchen.107
Tücken der Finsternis.108
Weihnachtsflocken.109
Das Weihnachtsmirakel 111
Silvesterputz.112
Jahreswechsel 114
Feuerwerkshunger 115
Dem Anlass geschuldet 117
Das Ja der Herzen.117
Die Drei steht 118
Fünfundsechzig Lenze in Dur und Moll 122
Für Annette.125
Gedanken und Wünsche eines Jubilars.126
Sei Du.127
Spiel, Satz und Sieg.130
Vertrauen auf Besserung.132
Zum Geburtstag.134
Zum Wiegenfest 135
Zu guter Letzt 136
Freundschaft 136
Warum?.137
Halbwertzeit 138
Und jetzt?.142
Einst, jetzt und irgendwann.143
Treibgut 147
Ruhestand.151
Ich bin bereit 152
Wendepunkt 154
Register 154
Alphabetisches Verzeichnis mit Entstehungsjahr 154
Danksagung.157
Über den Autoren
Klaus-Gunther Häuseler
Zwischensumme
Eine bibliophile Bilanz
Zwischensumme
Klaus-Gunther Häuseler
Copyright: © 2013 Klaus-Gunther Häuseler
published by: epubli GmbH, Berlin
www.epubli.de
ISBN: 978-3-8442-7295-6
Gefragt, ob Schreiben wirklich schwer,
ist meine Antwort schmunzelnd keck:
>>Bevorzug brauchbar Wörter mehr,
untaugliche lass einfach weg!<<
Unser Leben ist vielfältig und abwechslungsreich. So wie dieses Buch. Unser Leben gibt Rätsel auf und lässt Fragen offen. So wie dieses Buch.
„Was zieht uns an, was stößt uns ab? Was will der Künstler uns denn damit sagen? Welche Farbe hat die Liebe? Bezwingen wir den Buchsbaumzünsler? Sind Straßenkehrer frohe Menschen? Gibt es ein Leben nach der Ernte? Welche ist wohl die meistgestellte Frage?“ – um nur einige Beispiele zu nennen.
Dieses Buch liefert Antworten, mal ernst und mal heiter, doch längst nicht auf alle Fragen. Es lässt Raum und bietet Ansätze, für ganz persönliche und eigene Antworten. Doch mehr: Es löst auch neue Fragen aus. So ist’s gewollt. Und davon wird so manche wieder ohne Antwort bleiben. Doch muss es denn auf jede Frage wirklich eine Antwort geben?
Eindeutig zwischenmenschlich
Von Künstlern und Kunst
Der Natur auf der Spur
Hautnah betrachtet
Rätselhaft und doppeldeutig
Im Bann der Phantasie
Im zwölften Monat
Zwei Hände treffen sich im Jetzt,
begegnen sich in einem ersten Händedruck
und fangen an zu träumen.
Wie schön wär‘s nun,
so Hand in Hand,
spazierend unter duftend Frühlingsbäumen.
Die beiden Hände bald schon schwärmen,
sie würden ach so liebend gern,
an einem knackig kalten Wintertag,
die andre Hand mal wohlig wärmen.
Eventuell im Kino sitzen
und Händchen haltend spürn
ein spannungsvolles Kribbeln,
bis in die feinsten Fingerspitzen.
Doch halt,
der Händedruck ermahnt zum Abschied.
Gibt es ein Wiederhändedrücken?
Zwei Hände treffen sich erneut,
der Händedruck schon forscher ist.
Rasant entwickeln sich die Träume:
Die eine Hand schläft sanft
umschlungen in der andren ein
und wird am nächsten Morgen wieder wach in ihr.
Zwei Hände brauchen keine Worte
und stellen keine Fragen.
Nicht die, was zwischendurch passierte,
nicht die, nach dem Wieso, Weshalb, Warum.
Zulässig nur die Antwort ist,
dass es geschah und sollt so sein.
Doch wieder steht der Abschied auf des Händedrucks Programm.
Und nochmals treffen sich zwei Hände.
Im Raum die Frage steht: >>Und nun?<<
Die Beiden können keine Antwort finden.
Zwei Hände lassen los im Jetzt,
verlieren sich im Bald, Vielleicht, Eventuell.
Belassen‘s bei dem Händedruck
und träumen einfach weiter.
>>Einst lande ich vielleicht in Deinen Armen.“<<
So klang es fast schon beiläufig aus ihrem Munde. Wirklich nur beiläufig? Etwa doch mit Kalkül und Berechnung? Auslotend? Prüfend? Gar Weibes List und Tücke? Oder doch mit Zuneigung? Erste Vorboten der Liebe?
Fortan bewegte ihn ausschließlich diese eine Frage: >>Wie würden wir gemeinsam uns ertragen - tagein, tagaus und Nacht für Nacht?<<
Bald plagte ihn manch sehnsuchtsvoller Traum. Gleichwohl, die Zeit verging, schritt weiter, nein, sie lief den beiden fort!
Der Frage Antwort stand noch aus. Die dunklen Traumbilder, sie blieben.
In Deinen Armen wäre ich so gern.
Einmal und dann nie wieder?
In Deinen Armen liebte ich so gern.
Flüchtig und ohne Zeit?
In Deinen Armen ruhte ich so gern.
Bedrückt von schweren Träumen?
In Deinen Armen stürbe ich so gern.
Verstummt und voller Gram?
Die Antwort blieb noch immer aus. Doch seine Träume wurden lichter.
In Deinen Armen wäre ich so gern.
Bestimmt unzählig oft!
In Deinen Armen liebte ich so gern.
Im Rausch der Leidenschaft!
In Deinen Armen ruhte ich so gern.
Fröhlich im süßen Schlummer!
In Deinen Armen stürbe ich so gern.
Geborgen und getröstet, bis hin zum Ende meiner Zeit!
Nun war es da, sein „Traumergebnis“. War es zugleich die Antwort auch auf seine Frage?
Während er noch sinnierte und grübelte, trat sie von der Seite an ihn heran und flüsterte charmant:
>>Einst lande ich bestimmt in Deinen Armen.<<
Im Kopf, da dreht sich alles
schnell und schneller.
Das Herz, es hüpft und hält Sekunden später inne.
Ist Dir nach Lachen oder Weinen?
Nach Leben oder Sterben?
Der Puls, er rast und droht zugleich in Trance zu fallen.
Geburt und Tod, sie scheinen liebevoll umarmt,
wie Mann und Frau in höchsten Glücksmomenten,
vereint und doch so unbeschreiblich fern.
Was ist hier los, ist das noch unser Stern?
Welch wilde Träume lassen keine Ruhe zu?
Die Lenden brennen, Erregung pur,
in Brust und Kopf nur Schmerzen.
Dir ist weiß Gott gar nicht nach Scherzen.
Dein heißer Atem wärmt die klirrend‘ Atmosphäre.
Derweil lässt Dich das Kopfchaos auch frösteln.
Welch fiebrig Krankheit zwingt Dich leiden
und zugleich fröhlich sein?
Ein Drogentrip? Entzückt? Betrübt?
Du glaubst es nicht, dass es das gibt.
Wachst auf, begreifst: Du bist verliebt!
Die erste Begegnung.
Welch entscheidender Moment!
Kritisches Mustern.
Misstrauisches Beäugen.
Was löst es aus?
Ablehnung? Abstoßende Diskrepanz?
Oder doch:
Zuneigung? Magische Harmonie?
Was zieht uns an? Was löst es aus? Ist es die Haut?
Glatt und sonnengebräunt,
zart behaart, aderndurchwoben.
Fleisch- und Sinneshülle
strapazierfähig und doch verwundbar.
Leicht erregbar.
Fast vollständig in Stoff gehüllt
nur phantasievoll zu erahnen.
Transportband der Berührungen.
Ein erogenes Meisterwerk.
Hier nettes Grübchen,
dort Leberfleck und Sommersprossen.
Und mittendrin: Der Lebensnabel,
zentraler Punkt der Bauchgefühle.
Verheilte Narben: Sichtbare Überbleibsel schmerzhaft gespürter Wunden.
Alterserfahren, mit Falten und mit Furchen.
Ob jung, ob alt: Ist es die Haut?
Was zieht uns an? Was löst es aus? Ist es das Haar?
Voll und gelockt,
glatt oder kraus,
gewachsen lang, geschnitten kurz.
Schütter und licht - mal da gewesen.
Preisgebend Kopfkonturen,
die einst verborgen unter einer üppig Haarespracht.
Steil hochtoupiert, im Stil der frühen 60er Jahre.
Vielleicht mit Zöpfen oder Pferdeschwanz?
Kess hochgesteckt - den Nacken frei gegeben –
für sanfte Zärtlichkeiten?
Das Haar, in seiner Farbenvielfalt strahlt:
Goldblond – wie engelhafter Schmelz.
Geraniumrot – frivoler Zauberglanz.
Pechschwarz – nachtdunkle Phantasien.
Schlohweiß – mit altersklugem Charme.
Ob jung, ob alt: Ist es das Haar?
Was zieht uns an? Was löst es aus? Sind es die Hände?
Prankenhafte Fingerhalter – handwerkerstark.
Geschmeidige Gebilde – hebammenfiligran.
Fleischig, knochig, behaart.
Quadratisch breit, elliptisch schmal.
Reichlich beringt, oft schmucklos schön.
Und erst die Finger: Zehn forschende Eroberer.
Rastlose Gesellen, neugierig unterwegs:
formend, tastend, streichelnd.
Auf fremder Haut Gemälde zeichnend,
ganz ohne Farbe,
mit Phantasie und sanftem Daumendruck.
Von allen Händen gehen Reize aus.
Ob jung, ob alt: Sind es die Hände?
Was zieht uns an? Was löst es aus? Sind es die Augen?
Schaufenster zur Seele.
Stimmungsverräter.
Tränenerfüllte Botschafter von Freude,
Glück und Leid.
Großkullerig naiv,
exotisch,
asiatisch,
lustvoll geöffnet,
liebeshungrig verklärt,
hingebungsvoll geschlossen.
Leselupen zum Herzen - in allen Farben.
Reinstes Spektral-Spektakel – verführerisch schön.
Liebende Augen dürfen schauen,
was sonst kein andres Auge
jemals erblicken wird.
Intimste Freunde unsrer Sinne.
Erotomanische Begleiter.
Seher im Liebeswahn.
Ob jung, ob alt: Sind es die Augen?
Was zieht uns an? Was löst es aus?
Sind es die Lippen, Arme, Beine?
Etwa der Busen oder Po?
Ist es die Stimme?
Gar der Geruch?
Ob jung, ob alt: Es wird schon was Besondres sein.
Die erste Begegnung.
Was wird daraus?
Was löst sie aus?
Die Antwort ist:
>>Find‘s selber raus.<<
Einst trafen sich beim Maskenball ein Mann und eine hübsche Frau. Zur Zeit des Karnevals wird dieses wohl gewesen sein. Schnell gab’s den ersten Blickkontakt. Dann folgten logisch Taten, ganz instinktiv und mit Gefühl: Der erste Tanz, der erste Kuss, der erste Abschieds-Augenblick.
>>Und nun? War’s das? Geht da nicht mehr?<< So drängte er und wollte mehr. >>O nein, heut nicht!<<, die Antwort war. Und sie verschwand im Faschingstreiben, wie’s allgemein so üblich ist. Nur an den Kuss, lustvoll gespürt, blieb die Erinnerung zurück.
Ein Jährchen später, zur Zeit des Karnevals wird dieses wohl gewesen sein, gab es ein nächstes Wiedersehen. Schön kostümiert und gut maskiert. Der zweite Tanz, der zweite Kuss, das zweite schmerzhaft‘ Abschieds-Muss.
Und auch im dritten Jahre, konstant in bunten Masken und Kostümen, hieß es nach Tanz und Kuss untröstlich Abschied nehmen. Die Fragen und die Antwort stets dieselben blieben. Und sie verschwand im Faschingstreiben, wie’s allgemein so üblich ist. Nur an den Kuss, lustvoll gespürt, blieb die Erinnerung zurück.
Es war erneut im Karneval, als man sich wieder traf. Auch war’s der eingespielte Brauch, mit Tanz und Kuss und Abschieds-Ritual.
Doch dieses Mal lief alles etwas anders ab. Sein Halten, fester Griff und „Sie-nicht-gehen-lassen-wollen“, ließ keinen Abschied zu.
>>Lass los, sonst siehst Du mich nicht wieder.<<
>>Warum, warum? Nur dieses eine Mal! Heißt doch „Einmal ist keinmal“ meine Zauberformel. Zier Dich nicht so! Lass Deine Maske und die Hüllen endlich fallen.<<
>>Nein, weit gefehlt. So geht das nicht. Einmal ist mehr als keinmal. Und willst Du wirklich mich? Für immer? Ewiglich? Bist etwa scharf nur auf den feschen Körper, versteckt in der gewagten Faschingsrobe? Einmal? Einmal und danach keinmal wieder?<<
Während er noch grübelte, verlegen dreinschaute und das Gewissen ihn zu plagen schien, nahm sie ihre Maske ab. Er blickte in ein Antlitz, wie er vorher noch nie eines gesehen hatte. Unbeschreiblich anders. Und sie sprach:
>>Ich bin nicht die, von der Du glaubst, dass sie es ist und annimmst, es zu sein. Die blieb zu Hause – klug und weise. Heute bin ich es - ausnahmsweise. Ich bin‘s wahrhaftig, Dein Gewissen. Wirst nunmehr Antwort finden müssen, auf meine Fragen. Dann wird es Antwort auch auf Deine Fragen geben. Vielleicht sogar noch mehr: Selbst das ersehnte Wiedersehen könnte folgen, ohne Gewissensbisse, in einem Jahr, wohl in der Zeit des Karnevals.<<
Und sie verschwand im Faschingstreiben, wie’s allgemein so üblich ist. Nur an den Kuss, lustvoll gespürt, blieb die Erinnerung zurück.
Tag für Tag dieselbe Frage:
>>Liebst Du mich… noch?<<
>>Zweifelst Du etwa?
Was fragst Du… noch?<<
>>So lass es mich wissen, immer wieder,
Tag für Tag aufs Neu.<<
>>Wie Recht Du hast, Geliebte,
ich sollte es Dir öfter sagen.<<
Drum schreib ich’s heute
schwarz auf weiß,
zum Nachlesen
von Zeit zu Zeit.
Du tust so gut,
bist Liebesflut,
wenn Deine Hand in meiner ruht.
Wenn Dein Knie sanft mein Knie berührt,
bin ich betört,
berauscht, entrückt.
Du bist mein unfassbares Glück
und machst mich stets aufs Neu‘ verrückt.
Du tust so gut,
und machst mir Mut,
wenn meine Hand in Deiner ruht.
Wenn meine Haut auf Deiner träumt,
erregt vibriert,
luftflirrend transpiriert,
und wir uns atmen.
Kommt hin.
Macht Sinn.
Lässt manches offen,
doch alles zu.
In Konkurrenz stehn Lieb und Trieb.
Ohne Tabu.
Du tust so gut,
erregst mein Blut,
wenn meine Wange weich und warm
auf Deinem Schenkel ruht.
Wenn unsre glücksbetrunknen Herzen fliegen,
wie schwer ist wohl ein Herz mit Schmerz?
Und wie viel leichter wiegt es ohne?
Das Prüfen unsres Herzgewichts macht wenig Sinn,
denn unsre Lieb‘ ist längst schon ausgewogen.
Für uns stellt sich vielmehr die Frage:
Wie leben wir die Ewigkeit?
Nacht für Nacht und alle Tage.
Wir tun uns gut,
spenden uns Glut,
wenn Dein Kopf still an meiner Schulter ruht.
Wenn Dein und Mein innig verschmelzen,
und unsre Lippen sich berühren,
ist lustvolle Vereinigung
ganz ohne Halbwertzeit zu spüren.
Ich fühl Dich zart
und Du mich hart.
Ein Näher als im Jetzt wird's niemals geben.
Wenn unsere Verlangen Wahrheit werden
und unsere Versprechen uneingeschränkt gelingen,
sich unsre beiden Körper bedingungslos bezwingen,
die Seelen sich aufzehren und verschlingen
im Sog der Leidenschaften.
Dann liegt die Zukunft längst schon hinter uns.
Die „sexte“ Dimension ergriff Besitz von unsren Herzen.
Wir zwei sind Sehnsucht.
Wir träumen uns.
Das tut so gut.
Unendlich gut.
Will immer wieder mehr davon.
Am Anfang stehn sich gegenüber:
Frau und Mann.
Sie fragen sich:
>>Was fangen wir wohl miteinander an?<<
Die beiden schaun sich vorsichtig in ihre Augen,
noch zaudernd, unentschlossen, irritiert,
bis - zögerlich - die eine Hand, die andere berührt.
Der Puls steigt an.
Ein sanfter Strom elektrisiert die Körper.
Ein leichtes Kribbeln kriecht über die Haut.
Die Voltzahl ist noch ziemlich niedrig,
die Temperatur des Bluts
mit Celsius 37 leicht erhöht.
Das Herz, es pocht, mit Rhythmus 85 schon erregt.
Doch alsbald wird die Sache heißer.
Die Lippen finden zueinander,
Zungen erobern sich.
Die eine Hand liegt zärtlich auf der Brust,
die andre wandert forschend hin zur Hüfte,
weiter behutsam Richtung Schoß.
Und plötzlich ist der Teufel los.
Der Rest ist Tosen, Taumeln, Fliegen.
10.000 Volt sind‘s mittlerweile,
einhundertzwanzig Fahrenheit.
Der Puls, er rast im Rausch bei hundertzehn.
Katapultierte Glücksgefühle.
Die Eruption ist programmiert,
wie ein Vulkan,
der heißen Dampf und Asche sprüht.
Nur Zischen, Krachen, Brennen.
Zwei glühend‘ Lavaströme haben sich vereint
und gleiten gleichmäßig ins Tal.
Doch nach und nach, von ganz allein,
befinden Spannung, Gradzahl und der Puls,
sich wieder auf Normalniveau.
Und im Verlauf' der Abkühlung,
erhärten Zeit um Zeit die Lavaströme.
Noch wenig Volt, Puls 55 und 28 Réaumur.
Ist dies das Ende einer Leidenschaft?
Final wie das Verglühen eines Sterns?
Wie der Titanic Untergang?
Wie das Verwelken einer Rose?
Nein weit gefehlt,
es ist der Lebensliebe
Metamorphose.
Aus weich wird hart.
Aus heiß wird kalt.
Aus jung wird alt.
Aus flüchtig fest und ewiglich.
Die Liebe einigt sich in größter Harmonie,
zu Stein erstarrt und edel-kühl,
weißem Carrara-Marmor gleich.
Untrennbar.
Unsprengbar.
Leicht ergraut.
Und sicher nicht auf Sand gebaut.
- Stationen einer Beziehung -
Die erste Begegnung
Schüchterne Blicke
Ein verlegenes „Hallo“
Kribbeln im Bauch
Danach ist es nicht mehr, wie es vorher mal war.
Das erste Glas Cola
Der erste Tanz
Eine zaghafte Umarmung
Der erste Kuss
Danach ist es nicht mehr, wie es vorher mal war.
Das erste Adieu
Abschiedstränen
Trennungsschmerz
Sehnsüchtiges Warten
Danach ist es nicht mehr, wie es vorher mal war.
