Liebe Erde, dann mach´s mal gut! - Erich Schröder - E-Book
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Liebe Erde, dann mach´s mal gut! E-Book

Erich Schröder

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Beschreibung

Kann die Menschheit den Klimawandel noch beherrschen? Müssen wir uns bei unseren Enkeln entschuldigen? Warum versagt die Politik in der Krise? Dieses Buch ist keine wissenschaftliche Abhandlung über den Klimawandel und andere Umweltprobleme. Es ist vielmehr eine sehr persönliche Reflexion über die aktuelle Situation der Menschen auf der Erde, inspiriert von Nachrichten und Diskussionen aus Printmedien, TV und Büchern aus dem Jahr 2020 und dem ersten Quartal 2021. Anschaulich und leicht verständlich wird die Analyse der sehr komplexen Lage anhand vieler Beispielen dargestellt. Der Autor, Arzt, Ingenieur und politischer Journalist, sieht die Menschheit technisch und intellektuell in der Lage, die Umweltprobleme zu lösen. Bei der Umsetzung erkennt er einige positive Bemühungen und Trends, aber auch eine politische Unfähigkeit der Weltgemeinschaft, Lösungen gemeinsam in die Wege zu leiten. Sein Appell und Vorschlag gelten einem pragmatischen Vorgehen der Politik, um die drohende Katastrophe für die Menschheit abzuwenden.

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Eine sehr persönliche Reflexion über die aktuelle Situation der Menschen auf der Erde, inspiriert von Nachrichten und Diskussionen aus Printmedien, TV und Büchern aus dem Jahr 2020 und dem ersten Quartal 2021.

INHALT

Liebe Erde

Die wunderbare Moderne

Corona ist nur der Anfang

Die Macht des Klimawandels

Migration

Die geheimnisvolle Welt der Ozeane

Ordnung im Weltraum

Ressourcen im Müll

Zeit für Wandel

Der Mensch – Ursache, und Lösung?

Das Versagen der Politik

Die Kraft von unten

Freiheit

Der Stand der Dinge

Ein Preis für CO

2

Energieverbrauch von Gebäuden

Elektromobilität

Haben wir genug Strom?

Chance Wasserstoff

Die Wandlung der Mineralölindustrie

Reisen

Wie geht es weiter?

Angst vor der Zukunft?

Liebe Erde,

ich muss dir jetzt erst einmal ein Kompliment machen: Du bist schön, wunderschön! Ich durfte viel von dir sehen und erfahren, und ich war immer wieder überwältigt von deiner Vielfalt und Schönheit. Deine Landschaften, Gebirge, Flüsse, Ozeane, Küsten, Wüsten, deine Vegetation, die Vielfalt der Wälder, Pflanzen, Blumen, die Artenvielfalt auch in der Tierwelt vom Elefanten bis zur Ameise und schließlich dein Klima, das wie wohl auf keinem anderen Stern eine Wohlfühlzone für Menschen, Tiere und Pflanzen bietet. Deine Einzigartigkeit, die unser Leben auf dir überhaupt erst möglich gemacht hat.

Leider haben wir in den letzten hundert Jahren – eine Sekunde in deinem Lebensalter - uns dir gegenüber nicht immer gut benommen. Deine scheinbar ewige Schönheit hat darunter gelitten, sie hat Falten bekommen, die stehen dir gerade gar nicht gut. Deine Ozeane und inzwischen auch deine Strände sind voll mit Plastikabfällen. Deine herrlichen Regenwälder werden abgeholzt, verbrannt oder durch defekte Ölbohrungen vergiftet. Deine Gewässer haben wir verschmutzt und mit unseren Abgasen haben wir deine Atmosphäre und dein Klima beschädigt. Seit einigen Jahrzehnten dämmert uns, dass unser hochgelobter Fortschritt, Konsum und Lebensstil deine Ressourcen und Kapazitäten bei weitem überfordern. Die Erkenntnis ist also keineswegs neu, wir haben sie nur lange erfolgreich verdrängt. Umso schwerwiegender zeigen sich inzwischen bereits die Folgen unserer Lebensweise über die gegebenen Verhältnisse.

Auch wenn die Schönheit deiner Landschaften und der Tier- und Pflanzenwelt unter unserem schlechten Einfluss schwer leidet, du wirst es überleben – wir dagegen vielleicht nicht. Stephen Hawking war der wohl prominenteste Physiker unserer Zeit. Er gab bereits 2017, wenige Jahre vor seinem Tod, die Prognose ab, dass in 100 Jahren die Lebensgrundlagen der Menschen auf der Erde soweit zerstört wären, dass die Menschheit aussterben werde. Nur seine Schlussfolgerung, zum Erhalt der Menschheit doch auf einen fernen Planeten auszuwandern, kann ich so nicht nachvollziehen. Eine karge und unwirtliche Marslandschaft ohne Atmosphäre und lebensfähiges Klima ist ja wohl kaum ein wirklicher Ersatz für dich, unsere schöne Erde, auch wenn unsere Technik ein Überleben dort vielleicht möglich machen würde.

Denn du, liebe Erde, bist schon ein erstaunliches Gebilde mit geradezu fantastischen und für deine Lebewesen idealen Eigenschaften. Trotz deines hohen Alters von etwa 4,5 Milliarden Jahren steckt in deinem Inneren immer noch eine schier unerschöpfliche Glut, ein riesiges Reservoir an Energie. Gelegentlich, wenn mal wieder ein Vulkan ausbricht, können wir ein kleines Stück deiner Glut sehen und deine gewaltigen Kräfte erahnen. Kräfte, die im Laufe der Zeit Gebirge aufgetürmt und ganze Kontinente wie in einem Puzzle verschoben haben. Ebenso unermesslich sind deine Wasservorräte, ohne die unser Leben nicht möglich wäre und die auch maßgeblich dein Klima gestalten. Und schließlich gehört zu dir diese vergleichsweise dünne Atmosphärenschicht, die das Leben auf dem Festland möglich macht und in der sich dein Klima abspielt. Diese Kombination deiner Eigenschaften ist einzigartig, jede für sich und alle zusammen. Nach unserer bisherigen Kenntnis gibt es keinen vergleichbaren Stern im Universum mit diesen Eigenschaften in dieser Kombination.

Umso mehr sollten wir alle Anstrengungen unternehmen, dich zu schützen, zu pflegen und zu erhalten – nicht zuletzt auch um unsere eigenen Lebensgrundlagen zu sichern. Die meisten von uns haben das inzwischen auch verstanden. Dennoch gibt es offenbar einige Umstände, die es sehr schwierig machen, unser bisheriges und immer noch schädliches Verhalten zu ändern und eine weitere Zerstörung dieser Lebensgrundlagen zu verhindern. Und obwohl wir eigentlich intellektuell und technisch dazu in der Lage wären, ist es keineswegs sicher, dass uns der notwendige Wandel noch rechtzeitig gelingt. Die düstere Prognose von Stephen Hawking schwebt über uns.

Liebe Erde, dann lass uns die aktuelle Lage einmal nüchtern betrachten.

Die wunderbare Moderne

„Wir haben die Erde nicht von unseren Eltern geerbt – sondern von unseren Kindern geliehen.“ Dieser von Umweltaktivisten gern zitierte Satz wird als „alte Indianerweisheit“ verkauft, der tatsächliche Ursprung ist dagegen eher unbekannt. Die Botschaft der Weisheit ist klar, eine Warnung bezüglich der aktuellen Klima- und Umweltprobleme, die letztlich folgende Generationen belasten. Der Hinweis darauf ist ein wichtiger Appell und ein dazu passendes Bild, aber eben nur eine Seite der Medaille. Denn natürlich erbt jede Generation seine Lebensverhältnisse, zusammen mit dem Zustand der Erde, eben doch von den Eltern und gibt all das irgendwann an ihre Kinder weiter. Daraus sollte man auch keinen Konflikt der Generationen machen, das wäre ungefähr das Letzte was wir gerade brauchen. Schauen wir uns die aktuelle „Übergabe der Erde“ einmal etwas genauer an. Für einen Konflikt gibt es dabei auch kaum Anlass, denn die Bilanz ist unter dem Strich gar nicht so schlecht. Natürlich hat jede Bilanz neben positiven auch negative Saldi.

Beginnen wir mit dem positiven Saldo. Die scheidende Nachkriegsgeneration hinterlässt in fast jeder Hinsicht die besten Lebensbedingungen, die es in Deutschland jemals gegeben hat – und das aufgebaut auf den Trümmern des Zweiten Weltkriegs. Der wohl wichtigste Faktor ist dabei eine bereits 75jährige Friedensperiode, einzigartig in Deutschland und Europa. Aber auch sonst hat sich eigentlich fast alles in dieser Periode zum Besseren entwickelt. Ich erspare mir hier eine Aufzählung der vielen Verbesserungen und verweise auf die Bücher des Schweizer Journalisten Guido Mingels („Früher war alles schlechter“, Deutsche Verlags-Anstalt), der im Vorwort seines ersten Buchs (2017) schreibt:

„Vieles spricht dafür, dass es der Mensch niemals besser hatte auf Erden als eben jetzt, in der Gegenwart. Die Gesundheit verbessert sich. Die Lebenserwartung steigt. Die Kindersterblichkeit sinkt, fast überall auf der Welt. Der Wohlstand nimmt zu, auch fast überall. Die Geburtenraten nehmen ab, ebenso wie die Müttersterblichkeit. Die Armut wird weniger, sie ist in den letzten 50 Jahren stärker zurückgegangen als in den 500 Jahren davor. Die Bildung verbessert sich, vier von fünf Menschen können heute lesen und schreiben. Die Kriegstoten werden weniger, die Mordraten sinken. Impfquoten steigen, Krankheiten verschwinden. Die landwirtschaftlichen Erträge pro Fläche wurden vervielfacht. Der Wald wächst. Der Hunger schwindet. Die Arbeitszeit schrumpft. Es gibt weniger Opfer von Naturkatastrophen, weniger Aids-Tote und weniger arbeitende Kinder. Deutsche trinken weniger Alkohol, rauchen weniger und bringen sich seltener um. Die Liste ist lang.“

Auch wenn es in wenigen Punkten heute (2021) wieder rückwärtsgeht, z.B. was den Wald betrifft, ist die Gesamtentwicklung doch überwältigend positiv. An 115 eindrucksvollen Beispielen zeigt Guido Mingels in seinen zwei Büchern akribisch auf, worin im Einzelnen die Verbesserungen bestehen. Und dann gibt es auch bahnbrechende Innovationen, die die Welt verändert haben, wie das Internet und das Smartphone. Eine Welt ohne Google, Amazon, Facebook & Co.? Heute kaum mehr vorstellbar! Und wer möchte heute noch auf die Annehmlichkeiten seines Smartphones verzichten, z.B. mit manchen Apps von überall aus jederzeit kostenlos in die ganze Welt zu telefonieren? Ich erinnere mich noch gut an die Zeit, als ein Telefongespräch mit einer Freundin in Peru 50 DM für die ersten drei Minuten kostete. Und weitere bahnbrechende Erfindungen stehen vor der Tür: Die Chance, in einigen Jahren den Krebs zu besiegen, steht z.B. nicht schlecht.

Und damit kommen wir zum negativen Saldo. Beginnen wir hier gleich mit dem Internet, das inzwischen auch seine vielen dunklen Seiten offenbart hat. Es bietet für alles erdenklich Schlechte entsprechende anonyme Foren zur Kommunikation und zum Handel: Waffen, Drogen, Kinderpornographie und noch vieles mehr. Computerviren ermöglichen in großem Maßstab Betrug, Diebstahl, Sabotage und Erpressung mit kaum zu ermessenden Schäden. Plattformen wie Facebook mit Milliarden Kunden führen mit ihren Algorithmen in gewaltigem Umfang zu Meinungsmanipulationen und durch Missbrauch ihrer Strukturen sogar zu politischen Veränderungen z.B. durch Wahlmanipulation.

Auch der zunehmende Wohlstand und Lebensstandard sowie die Mobilität haben erhebliche Nebenwirkungen, die sich immer deutlicher und inzwischen bereits sehr gravierend auswirken: Der Klimawandel mit allen seinen Folgen, die Überfischung der Meere bei ihrer gleichzeitiger massiver Vermüllung insbesondere durch Plastikabfälle und Öl, sowie ungesteuerte und damit konfliktreiche Migrationsbewegungen in Richtung auf die Wohlstandsnationen. Diese unerwünschten Nebenwirkungen des zunehmenden Wohlstands wurden viel zu lange nicht wahrgenommen oder ignoriert.

Unter dem Strich starten jüngere Generationen seit gut 50 Jahren auf einem bisher nie gekannten und ständig weiterwachsenden Niveau des Wohlstands und der Lebensqualität in ihr Leben als erwachsene Bürger. Für dieses Leben haben sie eine Auswahl an Möglichkeiten und Chancen wie noch keine andere Generation zuvor. Zugleich gibt es aber auch aktuell eine Reihe sehr ernster Probleme, die kurzfristige und nachhaltige Lösungen erfordern, um die Stabilität unserer Lebensbedingungen auf der Erde nicht ernsthaft zu gefährden.

Um eines gleich hier klarzustellen: Das ist keine außergewöhnliche Belastung einer nachwachsenden Generation. Auch die Nachkriegsgeneration hatte zu Beginn ihre schweren Probleme, die vorherrschende Armut, den kalten Krieg zwischen Ost und West mit einer akut vorhandenen atomaren Bedrohung, sowie massive Umweltverschmutzungen durch eine rasch und ohne Schutzmaßnahmen wachsende Industrie. All dies wurde ganz befriedigend gelöst. Beispiele dafür sind Rüstungskontrollverträge und Verbesserungen der Luftqualität im Ruhrgebiet oder der Wasserqualität im Rhein. Noch weit massivere und existenzielle Probleme hatten die Generationen vor, während und zwischen den Weltkriegen zu bewältigen. (Nachzulesen in den authentischen Tagebüchern einer Familie, veröffentlicht von Gerd Schröder in „Werth und Overhoff“, Books on Demand, 2020)

Ich halte die aktuellen Probleme bei gemeinsamer Anstrengung intellektuell und technisch durchaus für lösbar. Warum ich bei allem Vertrauen in unsere Wissenschaft und Technik dennoch Bedenken habe, ob der Menschheit tatsächlich die notwendigen kurzfristigen und nachhaltigen Problemlösungen gelingen werden, das werden wir in den folgenden Kapiteln erörtern.

Corona ist nur der Anfang

Die Corona-Pandemie hat nahezu die gesamte Welt getroffen und aus ihrem bisherigen Alltag gerissen. Dringende andere Probleme wie der Klimawandel gerieten dadurch leider aus dem Fokus der Aufmerksamkeit. Die Zahl der an Corona Verstorbenen geht in die Millionen, eine vielfach größere Zahl von Menschen waren oder sind erkrankt oder werden noch erkranken. Die medizinische Versorgung der Kranken ist vielerorts am Limit oder bereits darüber hinaus. Auch die wirtschaftlichen und sozialen Folgen der Pandemie sind gewaltig. Die Luftfahrt, ein wichtiger Faktor bei der Verbreitung der Pandemie, wurde in kürzester Zeit marginalisiert und wird sich davon so schnell nicht erholen – wenn überhaupt wird es Jahre dauern. Die bislang blühende Tourismusindustrie liegt am Boden. Die zuletzt so beliebten, wenn auch umweltschädlichen Kreuzfahrtschiffe dümpeln teilweise leer auf dem Meer herum, weil die Parkplätze für die Schiffe teurer wären. Was für ein grober Unfug! Die gesamte Gastronomie, Hotels und Restaurants, kämpft ums Überleben, musste entweder schließen oder hat praktisch kaum noch reisende Gäste. Theater und Kinos mussten schließen, Konzerte und Ausstellungen wurden abgesagt, die gesamte Kulturszene ist stillgelegt, bis auf wenige Straßenmusiker. Kultur findet nicht mehr statt. Kleine Unternehmen und Einzelunternehmer haben ebenso wie Künstler ihre letzten Kunden durch Streichungen und Sparmaßnahmen verloren.

Der Staat versucht das Elend mit verschiedenen Unterstützungszahlungen zu mildern, die die Betroffenen leider häufig verspätet erreichen. Daneben erschleichen sich allerdings auch Ganoven diese Gelder. Insgesamt steigt die Staatsverschuldung ins Gigantische.

Der einzelne Bürger träumt seit gut einem Jahr davon, dass doch alles wieder so werde wie es vor der Pandemie einmal war. Aber das kann noch dauern, sicher bis Ende 2021, vielleicht auch noch bis ins nächste Jahr. Die Pandemie und die Maßnahmen zu ihrer Bekämpfung haben massiv in das tägliche Leben der Bürger eingegriffen. Die Menschen werden unter den erheblichen Einschränkungen des täglichen Lebens unruhig, gereizt, viele auch aggressiv. Bereits im November 2020 redeten alle davon, dass doch das Weihnachtsfest stattfinden müsse. Die Politik knickte schnell ein und erlaubte private Weihnachtsfeiern mit bis zu 10 Personen plus Kindern – und das gleich mit für Silvester und Neujahr. Ein Weihnachtsfest im warmen Wohnzimmer mit drei Generationen und mehr als 10 Personen, möglichst auch mit gemeinsamem Singen von Weihnachtsliedern? Wohl wissend, dass sich das Virus über Aerosole aus der Atemluft verbreitet? Glücklicherweise hat die Politik angesichts stark steigender Anzahl der Infektionen und der Todesfälle dann doch noch etwas strengere Regeln für die Festtage erlassen. Inwieweit die Bevölkerung sich daran gehalten hat, ist eine andere Frage. Für das Virus wurde es jedenfalls erwartungsgemäß ein „frohes Fest“, die Infektionszahlen stiegen deutlich an. Einige Wochen später, im Januar, wurden täglich mehr als 1.000 Opfer des Virus gezählt – ein hoher Preis für eine verzagte Politik, die sich nicht traute, dem Volk die bittere Realität, den notwendigen Verzicht auf das traditionelle Weihnachtsfest, zuzumuten.

Dann wurden erste Mutationen des Virus entdeckt, einige davon noch viel ansteckender als die ursprüngliche Version. Obwohl inzwischen, nach sensationell schnellen Forschungs- und Entwicklungsprozessen, erste zugelassene Impfstoffe in begrenzter Menge zur Verfügung stehen, bleibt die Sorge um ein erneutes Aufflammen der Pandemie in weiteren und immer stärkeren Wellen. Werden die Impfstoffe auch vor diesen und weiteren Mutanten des Virus schützen? Selbst wenn das so ist, werden aber noch ein oder zwei Jahre vergehen, bis ein wesentlicher Teil der Menschheit vorläufig geschützt ist. Wahrscheinlich werden, ähnlich wie bei der Grippeimpfung, jährliche Auffrischungen mit Schutz vor neuen Mutanten erforderlich sein.

Aber wird es überhaupt wieder so werden wie es vor der Pandemie einmal war? Und wollen wir das wirklich? Oder besteht nach den schweren Erschütterungen durch die Pandemie nicht sogar die Chance für einen Neuanfang, der bisherige Fehlentwicklungen vermeidet? Gäbe es dafür ein Konzept, einen Masterplan?

Ein Zurück zum Vorher entspricht natürlich der aktuellen Sehnsucht der Mehrheit. Aber das wäre wahrscheinlich nur ein Zwischenzustand. Denn über kurz