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Lonely Planet E-Books sind besonders praktisch für unterwegs und sparen Gewicht im Reisegepäck!
E-Book (ePub) basiert auf: 5. Auflage 2025
Mach die Welt zu deinem Abenteuer und entdecke mit dem Lonely Planet Reiseführer Kolumbien.
Ob beim Wandern in den Anden, Radfahren auf der sonntäglichen Ciclovía in Bogotá oder beim wilden Ritt über Wüstenpisten Richtung Küste – Kolumbien ist immer ein echtes Abenteuer.
Plane eine Reise, die in Erinnerung bleibt: Tauche ein in die Geschichte rund um die Plaza de Bolívar in Bogotá, geh auf eine Tour durch die Comuna 13 in Medellín, erlebe einen aktiven Vulkan im Nationalpark Puracé und beobachte Wale an der Pazifikküste Kolumbiens.
 
Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:
Seitenzahl: 491
Veröffentlichungsjahr: 2025
Oben: Valle de Cocora (>>), Salento
VON LINKS: WILLIAM RG/SHUTTERSTOCK, POSZTOS/SHUTTERSTOCK
Reiseplanung
Willkommen in Kolumbien
Übersichtskarte
Unsere Favoriten
Städte & Regionen
Reiserouten
Beste Reisezeit
Bestens vorbereitet
Essen wie die Locals
Outdoor-Erlebnisse
Reiseziele
Bogotá
Erste Orientierung
Perfekte Tage
La Candelaria
Centro Internacional
Chapinero
Rund um Zipaquirá & Choachí
Medellín & Zona Cafetera
Erste Orientierung
Perfekte Tage
Medellín
Rund um Medellín
Jardín
Manizales
Rund um Manizales
Salento
Rund um Salento
Boyacá & Santander
Erste Orientierung
Perfekte Tage
Villa de Leyva
Rund um Villa de Leyva
San Gil
Barichara
Cali & der Südwesten
Erste Orientierung
Perfekte Tage
Cali
Rund um Cali
Popayán
Rund um Popayán
San Agustín
Pazifikküste
Erste Orientierung
Perfekte Tage
El Valle
Rund um El Valle
Nuquí & die Nuquí-Küste
Parque Nacional Natural Isla Gorgona
Cartagena & die Karibikküste
Erste Orientierung
Perfekte Tage
Cartagena
Rund um Cartagena
Santa Marta
Rudn um Santa Marta
San Andrés, Providencia & Santa Catalina
Das Amazonasbecken
Erste Orientierung
Perfekte Tage
Leticia
Rund um Leticia
Puerto Nariño
Cartagena (>>)
Praktisches
Ankunft
Unterwegs vor Ort
Geld
Übernachten
Souvenir-Guide
Reisen mit Familie
Sicher reisen
Besuch der Kaffeezone
Essen, Trinken & Feiern
Nachhaltig reisen
LGBTQIA+
Barrierefrei reisen
Verantwortungsvoll reisen im Amazonasgebiet
Kurz & knapp
Sprache
Storybook
Die Geschichte Kolumbiens in 15 Orten
Die Menschen Kolumbiens
Indigene Völker Kolumbiens
Kolumbien im Fußballfieber
Die Jagd nach Kolumbiens Gold
Register
Mit der brujita (Motorrad-Draisine) nach San Cipriano (>>)
GABBRO/ALAMY STOCK PHOTO
Als ich Ende der 1990er-Jahre zum ersten Mal Kolumbien bereiste, verliebte ich mich sofort: Die majestätischen Berge, die bunten Städte und die lebensfrohen Menschen machten das Land zu einem meiner Lieblingsziele – und das ist es bis heute geblieben.
Obwohl ich seit über einem Jahrzehnt hier lebe, hat mich die Faszination, die ich bei meiner ersten Reise spürte, nie losgelassen. Jedes Mal, wenn ich aufbreche, wird mir bewusst, wie privilegiert ich bin, eine so traumhafte Landschaft direkt vor der Haustür zu haben.
Ob beim Wandern durch die stillen páramos (alpinen Hochlandsteppen) der Anden, beim Schlürfen eines heißen Getränks auf einem farbenfrohen Platz oder bei einem kühlen Bier in einer schwülen Kellerbar in Cali – in Kolumbien unterwegs zu sein bedeutet immer pure Freude. Und da viele der einstigen Probleme des Landes nun der Vergangenheit angehören, ist es heute zugänglicher denn je.
Alex Egerton
@alexetravel
Alex lebt in den Bergen Zentralkolumbiens. Die Themen des Journalisten sind das Reisen und die Länder Lateinamerikas und der Karibik. Die Kapitel über Cali & der Südwesten und das Amazonasbecken stammen aus seiner Feder.
Mein Lieblingserlebnis: ist die Fahrt mit einer brujita (Motorrad Draisine) durch den tropischen Dschungel zum kleinen Flussdorf San Cipriano (>>) – ein aufregendes Abenteuer in grandioser Kulisse.
LIEBLINGSP LÄTZE
Hier schlägt für unsere Autor:innen und Expert:innen das Herz Kolumbiens.
VON LINKS: ARTUSH/SHUTTERSTOCK,
Die Wanderung auf dem Camino Real (Foto; >>) war mein schönstes Erlebnis in Santander. Hinter Villanueva breiten sich sanfte Hügel und neblige grüne Felder aus, die an Galicien erinnern. Doch nach wenigen Stunden führt der Weg in eine tiefe Schlucht. Dort wachsen kleine Büsche und große Kakteen, während der Pfad grandiose Ausblicke eröffnet. Starte jedoch früh am Morgen, denn später steigt die Hitze stark an.
Manuel Rueda
@manueltravels
Manuel ist freiberuflicher Journalist. Er kombiniert Reisereportagen mit aktuellen Nachrichten. Von ihm stammt das Kapitel Boyacá & Santander.
VON LINKS: MEHDI33300/SHUTTERSTOCK
Jardín (Foto; >>) hat mich sofort in seinen Bann gezogen. Nach dem trubeligen Medellín und der Fahrt über schwindelerregende Bergstraßen wirkte die Ankunft in dieser charmanten Stadt wie ein tiefer Atemzug nach einem Sprint. Der Stadtplatz ist voller lebhafter Cafés und hungriger Tauben. Dahinter erstrecken sich enge Kopfsteinpflastergassen mit kleinen Läden, idyllische Wanderwege und farbenfrohe Naturschutzgebiete, in denen es von Blumen und Vögeln wimmelt.
Jackie Gutierrez-Jones
@jaxwriteswords
Jackie ist leitende Redakteurin an der Vanderbilt University. Sie hat die Kapitel über die Pazifikküste und über Medellín & die Zona Cafetera verfasst.
JHAMPIER GIRON M/SHUTTERSTOCK
Der Außenposten im Norden von La Guajira (Foto; >>) bietet eine außergewöhnliche Atmosphäre. Die holprige Fahrt über unbefestigte Wege in die Wüste zum Cabo de la Vela erschien mir im Vergleich zum Leben dort fast luxuriös. Ich wollte mehr über die Wayúu erfahren.
Laura Watilo Blake
@farflungtravels
Laura ist Autorin, Fotojournalistin und Filmemacherin und lebt in Cleveland (Ohio). Sie ist Autorin des Buches „Ohio: A Photographic Journey“ und ihr Dokumentarfilm „Tripped Up“ kann kostenlos auf Tubi gestreamt werden. Sie hat das Kapitel über Cartagena & die Karibikküste geschrieben.
JUAN ALEJANDRO BERNAL/SHUTTERSTOCK
Das Radfahren während der sonntäglichen Ciclovía in Bogotá (Foto; >>) eröffnet einen frischen Blick auf die Hauptstadt. Während der motorisierte Verkehr weichen muss, übernehmen Radfahrende und Fußgänger:innen die Straßen. Die Fahrt durch die Stadtkulisse hat fast schon filmreife Qualitäten – vorbei an Schnellstraßen mit Street-Art-Kunst, entlang kolonialer Fassaden und über Straßen, die sich bis in die Anden winden. Wer sich Zeit nimmt, wird belohnt: An Imbissständen gibt es knusprige arepas (Maisfladen) für die fröhlich radelnde Menge.
John Garry
@garryjohnfrancis
John ist Reisejournalist, Lehrer, Biker, Entdecker und Kulturliebhaber. Er schrieb das Kapitel über Bogotá.
Dieses außergewöhnlich artenreiche Land begeistert Naturliebhaber:innen. Sogar erfahrene Tierbeobachter:innen staunen über die Artenvielfalt, die sich selbst auf einer kurzen Reise zeigt. Dank der vielfältigen Topografie Kolumbiens musst du nicht weit reisen, um verschiedene Ökosysteme zu erkunden. Neben seiner berühmten Vogelwelt bietet das Land Lebensräume für Affen, Flussdelfine, Tapire, Bären und scheue Raubkatzen.
MILAN ZYGMUNT/SHUTTERSTOCK
Vogelparadies
Zuletzt zählte man in Kolumbien beeindruckende 1954 Vogelarten – rund 20 % aller Arten weltweit.
LOUIELEA/SHUTTERSTOCK
Schutzgebiete
Kolumbien verwaltet seine Schutzgebiete auf zwei Arten: Regionale Schutzgebiete sind restriktiver als Nationalparks und verlangen mitunter eine Genehmigung.
Großartige Tourguides
Eine neue Generation spezialisierter Naturguides arbeitet inzwischen an vielen Hotspots der Tierwelt. Sie kosten zwar etwas mehr, aber die Investition lohnt sich.
Buckelwal nahe Bahía Solano (>>)
MEMO OSSA/SHUTTERSTOCK
BESTE TIERBEGEGNUNGEN
Auf einer Bootsfahrt mit einem indigenen Guide entdeckst du rosa Flussdelfine und anmutige Seekühe auf dem 1 Lago Tarapoto (>>)
Von Oktober bis März ziehen Tausende rosa Flamingos in die flachen Lagunen des 2 Santuario de Fauna y Flora Los Flamencos (>>).
Halte bei einer Bootsfahrt in der 3 Bahía Solano (>>) nach Buckelwalen und ihren neugeborenen Kälbern Ausschau.
Begib dich im Morgengrauen auf Vogelbeobachtungstour in den Naturschutzgebieten um 4 Manizales (>>).
Setz dich im 5 Parque Santander (>>) in Leticia auf eine Bank und warte auf die Ankunft Tausender kreischender Papageien.
Kaffee war in Kolumbien schon immer ein einträgliches Geschäft. Doch lange Zeit gingen die besten Bohnen ins Ausland, oft in Mischungen. Damit ist Schluss! Die Globalisierung kurbelt die Nachfrage nach Gourmetkaffee an und fördert den Direktverkauf. Heute verkaufen Kleinbauern aus ganz Kolumbien ihre Ernte direkt an Cafés und Händler weltweit, während Kaffeeplantagen neugierige Gäste willkommen heißen.
FOTOS593/SHUTTERSTOCK
Bohnensorten
In Kolumbien werden nur Arabica-Bohnen angebaut, aber es gibt zahlreiche Sorten wie Típica, Borbón, Maragogipe, Tabi, Caturra und Castillo.
FERNEY AMAYA VELASQUEZ/SHUTTERSTOCK
Erntezeit
Die Anbauzeiten unterscheiden sich je nach Region, doch die tropischen Bedingungen ermöglichen an den meisten Orten zwei Ernten pro Jahr: die Haupternte und die kleinere mitaca.
Kaffeetouren
Bei Führungen über Kaffeeplantagen (>>) pflückt man Bohnen und verfolgt ihre Verarbeitung. Verkostungen laden dazu ein, die unterschiedlichen Geschmacksnoten zu entdecken. Viele Plantagen kombinieren beides.
BESTE ERLEBNISSE FÜR KAFFEE-FANS
Verfolge den Herstellungsprozess auf einer inhabergeführten Plantage in der Nähe von 1 Salento (>>).
Genieße Kaffee wie edlen Wein bei einer einstün digen Verkostung im 2 Jaguar Coffee (>>) in Bogotá.
Verbring die Nacht im Bauernhaus der 3 Hacienda Venecia (>>) bei Manizales und trinke am Morgen einen Kaffee aus eigenem Anbau.
Trinke heißen Arabica Kaffee aus der Region an einem wackeligen Holztisch und bestaune dabei die bunten Häuser am Hauptplatz von 4 Jardín (>>).
Probiere ein paar lokale Sorten in den Cafés von 5 Barichara (>>) und erkunde danach eine Bio-Plantage am Rand eines tropischen Waldes.
Ciudad Perdida (>>)
TRAVELSTONE PHOTOGRAPHY/SHUTTERSTOCK
Bevor die Konquistadoren Kolumbien erreichten, blühten dort zahlreiche Zivilisationen, über die wir heute kaum etwas wissen. Doch ihre geheimnisvollen Monumente öffnen ein Fenster in eine längst vergangene Welt. Erkunde versteckte Städte, steig in verborgene Gräber hinab und bewundere düstere Statuen.
Nicht vergessen
Einige der archäologischen Stätten sind ziemlich abgelegen, daher brauchst du festes Schuhwerk, eine Taschenlampe (für Gräber), Insektenschutzmittel und ausreichend Wasser.
Flexible Tickets
Die Tickets für die großen archäologischen Parks, die das Kulturministerium verwaltet, gelten meist mehrere Tage. Du kannst dir also Zeit lassen.
BESTE ARCHÄOLOGISCHE STÄTTEN
Reite zu gewaltigen Stein statuen und filigranen Felszeichnungen, die die Landschaft rund um die kleine Stadt 1 San Agustín (>>) prägen.
Wandere tagelang durch den dichten Dschungel, bis du die spektakulären Ruinen der 2 Ciudad Perdida in der Sierra Nevada erreichst (>>).
Steige hinab in dunkle Gräber und beleuchte ihre kunstvoll verzierten Wände mit deiner Taschenlampe im abgelegenen 3 Parque Arqueológico de Tierra dentro (>>).
Lass dich im riesigen 4 Museo del Oro (>>) in Bogotá, das sich der prä kolumbischen Metallkunst widmet, vom Goldrausch packen.
Entdecke im Muisca Observatorium des 5 Parque Arqueológico Zaquencipa (>>) die Geheimnisse der präkolumbischen Astronomie.
Kolumbien bietet zwei kontrastreiche Küsten und eine Vielzahl von idyllischen Inseln, die selbst verwöhnte Sonnenanbeter:innen in ihren Bann ziehen. An den Sandstränden der Karibikküste pulsiert das Leben: Hier entspannen sich die Gäste auf ihren Liegen zu dröhnenden Beats. Die Pazifikstrände hingegen strahlen Ruhe aus. Umgeben von wildem Dschungel hinterlässt du dort deine eigenen Fußspuren.
ALEXANDRE LAPRISE/SHUTTERSTOCK
Bademode
Die Kolumbianer:innen sind alles andere als prüde, du kannst dich am Strand also freizügig kleiden. Doch oben ohne oder FKK bleiben tabu.
IM VECTOR STUDIO/SHUTTERSTOCK
Erfrischungen
Bemühungen, den Alkoholkonsum am Strand zu verbieten, hat das Verfassungsgericht gekippt. Verkäufer bieten weiterhin eine breite Auswahl an Bier und Cocktails an.
Flexible Preise
An belebten Stränden wird dir alles angeboten, von gebratenem Fisch bis hin zu Massagen. Kläre jedoch den Preis immer im Voraus, um Ärger zu vermeiden.
Cabo San Juan del Guía, Parque Nacional Natural Tayrona (>>)
FOTOS593/SHUTTERSTOCK
BESTE STRÄNDE
Streife durch dichte Wälder und entdecke magische, von Felsbrocken gesäumte Strände im 1 Parque Nacional Natural Tayrona (>>).
Entspanne auf 2 San Andrés und Providencia (>>) unter Kokospalmen auf puderweichem Sand, während dich türkisfarbenes Wasser umspült.
Spül dir an den Wasserfällen, die die abgelegenen Strände bei 3 Nuquí (>>) säumen, das Meersalz vom Körper.
Lass die Seele auf den kleinen Karibikinseln der 4 Islas del Rosario (>>) baumeln.
Wandere von Südnach Mittelamerika und tauche ins erfrischende Wasser von 5 La Miel (>>) bei Sapzurro ein.
Cañon del Chicamocha (>>)
REISEGRAF.CH/SHUTTERSTOCK
Ob beim Wandern in Nationalparks, beim Floßfahren durch enge Schluchten oder beim Streifen durch dichte Tieflandwälder – Kolumbiens Landschaften beeindrucken auf Outdoor-Abenteuern mit ihrer atemberaubenden Kulisse. Mal entspannt, mal herausfordernd – Kolumbianer:innen genießen das Leben im Freien, und du wirst leicht eine freundliche Gruppe von Gleichgesinnten finden, die dich begleitet.
Hoch hinaus
Wandern in großen Höhen kostet mehr Kraft, und selbst kurze Strecken strengen an. Nimm dir Zeit, um dich zu akklimatisieren.
Majestätische Gletscher
In einigen Nationalparks ist es verboten, die Gletscher zu berühren. In anderen kannst du ihren Gipfel erklimmen. Erkundige dich bei den Parkbehörden.
SCHÖNSTE NATURERLEBNISSE
Bezwinge die Strom schnellen im atemberaubenden 1 Cañon del Chicamocha (>>), eingerahmt von kargen Bergen, wo vor allem Kakteen gedeihen.
Erklimme den eisbedeckten Nevado Santa Isabel auf einer mehrtägigen Wanderung durch das Herz des 2 Parque Nacional Natural Los Nevados (>>).
Sause mit dem Rad die Hänge eines Schwefelvulkans hinab, vorbei an Feldern voller Wildblumen im 3 Parque Nacional Natural Puracé (>>).
Paddle auf den ruhigen Nebenflüssen des 4 Río Yavarí (>>), begleitet von Vogelgezwitscher.
Steig durch Nebelwald voller Orchideen hinauf zum Gipfel des Picode Loro im 5 Parque Nacional Natural Farallones de Cali (>>).
Von den Wüstensiedlungen der Guajira über die Weiler der südlichen Anden bis zu den Dschungeldörfern in Chocó – in Kolumbien bewahren indigene und afrokolumbianische Gemeinschaften das Erbe ihrer Vorfahren. Mit Stolz zeigen sie Gästen ihre einzigartige Lebensweise und laden zu Vorträgen, Wanderungen und Workshops ein.
WISNU GARENG/SHUTTERSTOCK
Ethnische Vielfalt
In Kolumbien gibt es 87 indigene Gruppen, die etwa 3,5 % der Bevölkerung ausmachen und insgesamt 64 Sprachen sprechen.
SARAPONSPHOTO/SHUTTERSTOCK
Verhaltensregeln
Die Haltung gegenüber Fremden variiert. Manche indigene Gruppen mögen es nicht, fotografiert zu werden. Frage daher immer vorher.
Im Reich der Vorfahren
Indigene Gemeinschaften wohnen oft fernab der zentralen Regionen Kolumbiens – etwa im Departamento del Chocó, in den südwestlichen Anden, im Amazonasbecken oder auf der kargen Halbinsel La Guajira.
BESTE KULTURERLEBNISSE
Erlebe die lebendigen afrikanischen Traditionen der ersten freien Stadt Amerikas in 1 San Basilio de Palenque (>>).
Entdecke im 2 Jardín Botanico Las Delicias (>>) in den spektakulären Bergen bei Silvia die Heilkunst der Misak.
Schlafe unter dem Sternenhimmel und koste traditionelle Speisen in 3 Cabo de la Vela (>>), einer Wayúu Gemeinde, wo Wüste und Karibik aufeinandertreffen.
Besuche ein Ticuna-Dorf und tauche anschließend im 4 Museo Etnográfico Amazónico (>>) in Leticia in die Kulturen der Amazonasregion ein.
Fahre mit einer selbst gebauten Draisine durch den Dschungel ins faszinierende abgelegene afro kolumbianische Dorf 5 San Cipriano (>>).
Herrenhäuser aus der Kolonialzeit, mächtige Steinkirchen, die Jahrhunderte überstanden haben, und kreative urbane Konzepte – Kolumbien bietet Architekturund DesignFans eine Fülle beeindruckender Ziele, die sie nicht verpassen sollten.
KAREL STIPEK/SHUTTERSTOCK
Naturmaterialien
Viele ältere Gebäude wurden vor allem aus Lehm errichtet, verarbeitet in Bauweisen wie adobe, bahareque und tapia pisada.
LEONID ANDRONOV/SHUTTERSTOCK
Leuchtende Farben
Die meisten Kolonialstädte Kolumbiens zeigen sich in dezenten Erdtönen, doch die Siedlungen im Departamento de Antioquia strahlen in kräftigen Farben.
Verborgene Fossilien
Betrachte die Steinböden und -wände der historischen Gebäude in den östlichen Anden genau – vielleicht entdeckst du winzige Fossilien, die im Gestein stecken.
SCHÖNSTE ARCHITEKTUR
Bummle durch die pastellfarbenen Straßen von 1 Cartagena (>>), vorbei an Holzbalkonen voller Geranien und begrünten Plätzen.
Steig hinab in die gewaltige 2 Catedral de Sal (>>), die durch den Abbau von 250.000 Tonnen Salz nahe Zipaquirá entstand.
Erkunde die jahrhundertealten Kirchen bei einem Spaziergang durch 3 La Candelaria (>>), das künstlerische Herz von Bogotá, das sich trotzig gegen die moderne Stadt behauptet.
Erlebe die stille Magie von 4 Barichara (>>), einer Stadt am Rande einer Schlucht, in der die Zeit stehen geblieben scheint.
Fahr mit den Rolltreppen die Hänge von Medellíns 5 Comuna 13 (>>) hinauf und erlebe, wie sich die Stadt erneuert.
Traditionelle Tänzerinnen, Festival Petronio Alvaréz (>>)
HAROLD DIAZ LARA/SHUTTERSTOCK
Musik und Tanz bedeuten den Kolumbianer:innen so viel, dass viele Stille kaum ertragen. Ob heimische Rhythmen oder Klänge der Antillen – jeden Tag umgibt dich eine überwältigende Vielfalt an Melodien. Und es wird von dir erwartet, dass du tanzt – Ausreden wie mangelndes Rhythmusgefühl zählen nicht.
Heimische Musikstile
Ein Großteil der kolumbianischen Musik wurzelt in der Karibik, wo indigene, afrikanische und europäische Einflüsse zu neuen Rhythmen wie Cumbia, Porro und Vallenato verschmelzen.
Lokale Superstars
Vergiss Lead-Gitarristen und Schlagzeuger: In Kolumbien zählen Akkordeonspieler, die Vallenato-Sänger begleiten, zu den größten Musikstars.
BESTE MUSIKERLEBNISSE
Verfeinere deine Tanztechnik bei einem privaten Salsa-Kurs in einer der zahlreichen Tanzakademien von 1 Cali (>>).
Groove zur mitreißenden Latinomusik einer Hausband im 2 Barrio Colombia (>>) in Medellín.
Tanze zu den fesselnden Trommelrhythmen und sanften Melodien der Marimba de Chonta beim pulsierenden 3 Festival Petronio Alvaréz (>>).
Entdecke 20 Räume mit jeweils eigenem Musikstil im 4 Theatron (>>) in Bogotá – dem größten LGBTQIA+-Nachtclub der westlichen Hemisphäre.
Genieße Cocktails zu traditionellen Salsa-Klängen und mit einer unschlagbaren Aussicht im 5 Portal de Los Dulces (>>) im Herzen der Altstadt von Cartagena.
Entdecke dein Sehnsuchtsziel.
Pazifikküste
NATUR, ABENTEUER & ERHOLSAME STR ÄNDE
Eine verborgene Welt, in der dschungelbedeckte Berge das Meer umrahmen und Buckelwale vor der Küste spielen. Die wilde Natur der kolumbianischen Pazifikküste verspricht großartige Erlebnisse. Erkunde die afrokolumbianische und indigene Kultur, koste frische Meeresfrüchte und entdecke versteckte Wasserfälle in diesem unberührten Paradies
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Cartagena & die Karibikküste
GESCHICHTE TRIFFT AUF SAND UND MEER
Die über 1000 km lange tropische Karibikküste Kolumbiens lockt mit Palmenstränden und Korallenriffen – ein Paradies aus der Ruhe und Erholung. Doch die Region hat weit mehr zu bieten als Sonne und Sand: Sie pulsiert vor Kultur, mit eigenen Musikstilen, dem größten Karneval des Landes und einer der köstlichsten Küchen Kolumbiens.
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Boyacá & Santander
KOLUMBIENS HISTORISCHES KERNL AND
Geschichte und Legenden prägen jeden Winkel dieser stolzen Region. In perfekt erhaltenen Kolonialstädten wie Villa de Leyva und Barichara scheint die Zeit stehen geblieben zu sein. Umgeben von schroffen Bergen und spektakulären Tälern bieten sie die ideale Bühne für zahlreiche Abenteuersportarten.
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Cali & der Südwesten
ZEITLOSE RHYTHMEN & URALTE RUINEN
Eine Reise durch den Südwesten, abseits der ausgetretenen Pfade, ist eine gute Möglichkeit, deine Reiseroute um eine echte Portion Kultur zu erweitern. Tanze in den pulsierenden Salsa-Bars von Cali, begegne den indigenen Gemeinden in den südlichen Anden und entdecke die rätselhaften Ruinen von San Agustín. Hier zeigt sich die faszinierende Vielfalt Kolumbiens in ihrer ganzen Pracht.
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Medellín & die Zona Cafetera
URBANER GL ANZ & KAFFEETRADITION
Mische dich unter die freundlichsten Menschen Kolumbiens in den angesagten Stadtvierteln von Medellín. Entdecke die erstklassigen Museen und die lebendige Kunstszene dieser modernen, pulsierenden Stadt. Reise dann weiter gen Süden ins Herz des Kaffeelandes. Verfeinere dort deine Barista-Fähigkeiten auf einer Plantage und genieße die entspannte Atmosphäre in den farbenfrohen Kleinstädten.
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Bogotá
GOLD, FAHRRÄDER & STRASSENKUNST
Kolumbiens Hauptstadt bildet das kulturelle Herz des Landes und zeigt eindrucksvoll die Vielfalt der nationalen Identität. Schlendere durch die historischen Gassen der Candelaria, entdecke die herausragenden Museen und Galerien und erklimme die steilen Stufen des Cerro de Monserrate, um den atemberaubenden Panoramablick zu erleben.
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Das Amazonasbecken
DSCHUNGEL, FLÜSSE & INDIGENE KULTUR
Entfliehe der Hyperkonnektivität und genieße pure Entspannung in den unendlichen Wäldern der beeindruckendsten Wildnis der Erde. Von der charmanten Regionalhauptstadt Leticia bis zum stillen autofreien Puerto Nariño birgt diese magi sche Region eine Fülle indigener Kultur und Legenden. Ein Paradies, das Naturliebende nicht verpassen dürfen.
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Villa de Leyva (>>)
JULIAN BOHORQUEZ/SHUTTERSTOCK
REISEROUTEN
Dauer: 7 Tage Strecke: 360 km
Für einen authentischen Eindruck vom Landesinneren miete dir ein Auto und fahr von Bogotá aus gen Norden. Genieße die zeitlose Atmosphäre der historischen Bergstädte Boyacás und Santanders. Auf dem Weg entdeckst du alte Ruinen und Klöster, gewaltige Fossilien, traditionelles Handwerk sowie aufregende Abenteuersportarten.
BYDRONEVIDEOS/SHUTTERSTOCK
1
BOGOTÁ 2 TAGE
Spaziere in Bogotá (Foto; >>) von Museum zu Museum und bewundere die Architektur des historischen Viertels Candelaria. Hast du dich an die Höhenlage gewöhnt, steig auf den Gipfel des Cerro de Monserrate (>>) und genieße den Panoramablick. Abends locken die feinen Restaurants und trendigen Bars im Norden. Meide die Stoßzeiten, wenn du nach Villa de Leyva fährst.
JAVIER CRESPO/SHUTTERSTOCK
2
VILLA DE LEYVA 2 TAGE
Checke in einem charmanten Landhotel nahe Villa de Leyva ein (Foto; >>) und erkunde die Stadt. Besuche die prähistorischen Fossilien (>>), die präkolumbischen Ruinen und das Kloster Ecce Homo. Verpass nicht den beeindruckenden Wasserfall La Periquera.
5-stündige Autofahrt
Abstecher: Wandere durch die Berge zurLaguna de Iguaque(>>).
VICTOR A ARGUELLO/SHUTTERSTOCK
3
SAN GIL 2 TAGE
Rund um San Gil (Foto; >>) bringt dich dein Auto zu unzähligen Wasserfällen,
erfrischenden Badestellen und spektakulären Höhlen. Entspanne im Parque El Gallineral (>>) oder bezwinge die Stromschnellen des mächtigen Río Suárez (>>). Lass dir die Cascada de Juan Curí (>>), einen der höchsten Wasserfälle Kolumbiens, nicht entgehen.
45-minütige Autofahrt
JHAMPIER GIRON M/SHUTTERSTOCK
4
BARICHARA 1 TAG
Streife durch die Altstadt von Barichara (Foto; >>), bewundere die charmanten Steinkirchen und genieße die weiten Ausblicke. Gönn dir ein lokales Bier in einem der vielen Kunstcafés. Später wagst du dich an eine regionale Spezialität: geröstete Ameisen. Anschließend wirst du in einer Handwerkswerkstatt selbst aktiv und folgst dem alten Steinpfad hinab ins Dorf Guane (>>).
Zentrum von Bogotá (>>)
SANTIAGO ROBAYO ESCOBAR/SHUTTERSTOCK
Piedra del Peñol, Guatapé (>>)
JHAMPIER GIRON M/SHUTTERSTOCK
REISEROUTEN
Dauer: 7 Tage Strecke: 540 km
Reise vom modernen Medellín durch die grünen Berge und Täler von Antioquia zu den lebhaften Städten der Zona Cafetera. Dieses Abenteuer führt zu idyllischen Kaffeeplantagen, vogelreichen Naturschutzgebieten, donnernden Wasserfällen, majestätischen Palmen und wohltuenden Thermalbädern.
BRUNOM PHOTOGRAPHIE/SHUTTERSTOCK
1
MEDELLÁN 2 TAGE
Genieße das ideale Klima Medellíns (Foto; >>) bei einem Spaziergang durch das Stadtzentrum. Im Museo de Antioquia (>>) und auf der Plaza Botero (>>) bestaunst du die Werke des heimischen Künstlers Fernando Botero. Danach bringt dich die Metro in die modernen Viertel der Comuna 13 (>>). Zum Abschluss geht’s per Seilbahn in die Bergwelt des Parque Arví (>>).
2-stündige Autofahrt
TORBEN KNAUER/SHUTTERSTOCK
2
GUATAPÉ 1 TAG
Auf dem Weg nach Guatapé (>>) steigst du 640 Stufen zur Spitze der Piedra del Peñol hinauf und genießt den 360-Grad-Blick auf den Embalse Guatapé und die um- liegenden Berge (Foto). Danach schlenderst du in die Stadt, isst direkt am Wasser und brichst zu einer Bootstour auf dem See auf.
5-stündige Autofahrt
Abstecher:Erkunde den klaren DschungelflussRío Claro(>>).
DAVIDAOTALORA/SHUTTERSTOCK
3
JARDÁN 1 TAG
Spüre den Charme von Jardín (Foto; >>) bei einem Kaffee auf dem zentralen Platz, umrahmt von bunten Häusern. Wandere durch die grüne Landschaft zu einem Aussichtspunkt. Am Nachmittag erkundest du die Cueva del Esplendor (>>) mit ihrem Wasserfall. Fahre danach über die Bergstraße nach Manizales.
5-stündige Autofahrt
WAMAYAR/SHUTTERSTOCK
4
MANIZALES 1 TAG
Greif frühmorgens im Naturschutzgebiet von Manizales (>>) zum Fernglas und beobachte Vögel. Danach brichst du zu den Gletschern im Parque Nacional Natural Los Nevados (>>) auf. Auf dem Rückweg entspannst du in einem Thermalbad, bevor du nach Manizales (Foto) zurückfährst, um den Sonnenuntergang zu genießen.
2-stündige Autofahrt
JAVARMAN/SHUTTERSTOCK
5
SALENTO 2 TAGE
Beende deine Tour durch das Kaffeeland in Salento (>>), der Perle der Zona Cafetera. Genieße auf dem Hauptplatz einen Kaffee aus lokalem Anbau, bevor du durch die verwinkelten Gassen zum Aussichtspunkt mit Panoramablick schlenderst. Am Nachmittag besteigst du einen alten Willys-Jeep und fährst ins Valle de Cocora (>>), wo du die tolle Landschaft mit ihren himmelhohen Wachspalmen bestaunst. Am letzten Tag besuchst du eine Kaffeeplantage (Foto; >>) und erfährst, wie dein Morgenkaffee vom Strauch in die Tasse gelangt.
4-stündige Autofahrt
Abstecher:Steige in die bewaldete Schlucht und beobachte die Brüllaffen in derReserva Natural Barbas-Bremen(>>).
Parque Nacional Natural Tayrona (>>)
BETO SANTILLAN/SHUTTERSTOCK
REISEROUTEN
Dauer: 6 Tage Strecke: 550 km
Diese Reise führt entlang der Karibikküste vom nördlichsten Punkt des Kontinents in der Guajira bis nach Cartagena, der prächtigen, von einer Stadtmauer umgebenen Küstenstadt. Sie lässt reichlich Zeit für Strandbesuche und umfasst Ausflüge in den Regenwald der Sierra Nevada sowie zu präkolumbischen Ruinen.
JHAMPIER GIRON M/SHUTTERSTOCK
1
CABO DE LA VELA 1 TAG
Das Cabo de la Vela (Foto; >>) beeindruckt mit seiner dramatischen Kulisse: karge, fotogene Landschaft trifft auf das glasklare Karibische Meer. Hier wohnen die indigenen Wayúu. Besuche den Leuchtturm von Punta Gallinas (>>), den nördlichsten Punkt Südamerikas, und gleite die steilen Dünen von Taroa (>>) hinab bis ans Meer.
5-stündige Autofahrt
JAZZMANY/SHUTTERSTOCK
2
PALOMINOm 1 TAG
Palomino (Foto; >>) ist Kolumbiens unkonventionellster Strandort. Er umfasst nur einige Häuserblocks zwischen Schnellstraße und Strand. Spaziere am langen Strand entlang oder folge dem Dschungelfluss und lass dich auf einem Reifen wieder zurücktreiben. Abends entspannst du in einem der vielen Cafés und Restaurants im lässigen Hippie Style.
2-stündige Autofahrt
JHAMPIER GIRON M/SHUTTERSTOCK
3
PARQUE NACIONAL NATURAL (PNN) TAYRONA 1 TAG
Auf der Fahrt von La Guajira nach Westen zeigt das trockene Land kaum Anzeichen von Fruchtbarkeit. Erst am Fuß der Sierra Nevada tauchen grüne Hügel am Horizont auf. Im PNN Tayrona (Foto; >>) kannst du auf Waldpfaden wandern oder an einem der vielen Sand strände die Ruhe genießen.
1-stündige Autofahrt
OSCAR GARCES/SHUTTERSTOCK
4
SANTA MARTA 1 TAG
Wähle eine Unterkunft im historischen Zentrum von Santa Marta (>>), um die Straßen und Plätze der ältesten Stadt Kolumbiens in Ruhe zu erkunden.
3-stündige Autofahrt
Abstecher:Fahr in die Ausläufer der Sierra Nevada zum erfrischend kühlen Dorf Minca.
ANTON GOTS/SHUTTERSTOCK
5
CARTAGENA 2 TAGE
Cartagena (Foto; >>) zählt zu den schönsten Städten Lateinamerikas. Schlendre durch pastellfarbene Gassen und genieße die Stimmung in der Altstadt. Gönn dir einen Sundowner auf den mächtigen Stadtmauern. Besuche das Castillo de San Felipe de Barajas (>>) und bewundere den Blick über die Stadt. Erfrische dich anschließend an den Stränden von Bocagrande.
4 ½-stündige Autofahrt
In Kolumbien herrschen das ganze Jahr über konstante Temperaturen. Du entscheidest lediglich zwischen Regen- und Trockenzeit.
Kolumbien liegt am Äquator, daher bleiben die Temperaturen das ganze Jahr über nahezu gleich. Wolken und Regen bestimmen das Klima.
In den Bergregionen regnet es besonders heftig von Ende März bis Anfang Juni und von Ende September bis Anfang Dezember. Diese Regenfälle stören oft den Straßen- und Flugverkehr.
An der Karibikküste dauert die Regenzeit von Mai bis Oktober. Sonnenhungrige finden dennoch fast das ganze Jahr über Orte, um Sonne zu genießen.
Kleines Budget?
Die Übernachtungspreise steigen in der Regel während der landesweiten Trockenzeit von Dezember bis Ende März. Dann ist eine Reservierung unerlässlich; in geringerem Maße auch während der Ferien in der Jahresmitte. Für günstige Preise und meist gutes Wetter solltest du eine Reise im Februar oder Ende August in Betracht ziehen.
Schneebedeckter Nevado del Tolima (>>), Parque Nacional Natural Los Nevados
IFEROL/SHUTTERSTOCK, WORLDPHOTOSADANIJS/SHUTTERSTOCK
LOCAL TIPP
FLUCHT IN WÄRMERE GEFILDE
Richard McColl ist Journalist und Moderator des Podcasts @colombiacalling
Ich besitze ein Haus und zwei kleine Hotels in Mompox. Nichts genieße ich mehr, als der Kälte Bogotás zu entkommen – besonders Anfang Oktober, wenn der Fluss Brazo de Mompox seine Farbe wechselt und am Nachmittag eine sanfte Brise aufkommt. Das Leben fließt hier ruhig dahin. Abends steigen lärmende Sittiche in die Luft und kündigen den prächtigen Sonnenuntergang über dem Río Magdalena an.
SCHNEEFALL
Die meisten Reisenden kommen der Sonne wegen nach Kolumbien, aber es gibt auch Gegenden in diesem tropischen Land, in denen gelegentlich Schnee fällt – vor allem in den Höhen der zentralen und östlichen Anden sowie der Sierra Nevada.
Reisewetter (Bogotá)
WETTER IN HÖHENLAGEN
Das Wetter in kolumbianischen Städten richtet sich nach der Höhenlage. Unter 1000 m ist es meist heiß, zwischen 1000 und 2000 m angenehm mild und über 2000 m wird es in der Regel kühl.
Kolumbiens wichtigste Feste
Das wichtigste Fest im Süden, der Carnaval de Blancos y Negros(carnavaldepasto.org), steigt in Pasto, südlich von Popayán (>>). Bei diesem Spektakel beschmieren sich die Feiernden mit Fett, Mehl, Talkumpuder und Kreide – lass deine beste Kleidung also besser im Hotel. Januar
Kolumbiens beste Party heißt Carnaval de Barranquilla (>>). Vier Tage lang trinken, tanzen und feiern die Menschen. Paraden ziehen durch die Straßen, Kostüme leuchten und ein Musikmix aus Cumbia, Merecumbé, Salsa und Champeta sorgt für Stimmung. Das Spektakel beginnt 40 Tage vor Ostern und endet am Faschingsdienstag. Februar bis März
Die Feria de las Flores ist das größte Fest in Medellín (>>). Trotz ihres Namens geht’s dort alles andere als ruhig zu: Zehn Tage lang wird getrunken, getanzt, es gibt Paraden und tolle Blumenarrangements. August
Die ausgelassenste Feier zum Jahresende ist die Feria de Cali (>>) mit Straßenfesten, Paraden und Konzerten. Dezember
Lokale & besondere Festivals
Das Festival de las Cometas (>>) in Villa de Leyva lockt Familien an, weil unzählige bunte Drachen über den Dächern der historischen Stadt schweben. August
Das einwöchige Festival Petronio Alvaréz (>>) feiert die mitreißende Musik der Pazifikregion. Wettbewerbe und Gastauftritte ziehen Massen von Fans an, die reichlich viche – einen Zuckerrohrschnaps – genießen. August
Auch das Festival Mundial de Salsa (>>) sprüht vor Energie. Die besten Tänzer:innen des Landes messen sich, begleitet von Konzerten herausragender Salsa-Künstler:innen. Oktober
Foto-Enthusiast:innen schwärmen vom Desfile de Yipao (>>) in der Zona Cafetera. Beladene Willys-Jeeps, vollgepackt mit Möbeln, Kunstwerken, Bananen und Kaffeesäcken, ziehen in einer farbenfrohen Parade durch die Straßen von Armenia. Oktober
LOCAL TIPP
UNTERWEGS IN DER TROCKENZEIT
Oscar Gilede ist Biologe und Wildtierfotograf @colombianhighlands
Ich reise oft nach Los Llanos. Die besten Touren erlebe ich im Januar und Februar, wenn die Region trocken, heiß und sonnig ist. Dann glitzern Flüsse und Bäche kristallklar und laden zum Schwimmen ein. Die Feuchtgebiete trocknen aus, was das Beobachten von Vögeln und Säugetieren erleichtert. Die Sonnen untergänge verzaubern – ein Fest für Foto-Fans.
Regenwolken, Parque Nacional Natural Tayrona (>>)
SCHIRM EINPACKEN!
Die kolumbianische Pazifikküste gehört zu den feuchtesten Regionen der Welt. An einigen Orten fallen dort bis zu 10.000 mm Regen im Jahr. Doch der viele Regen hat auch Vorteile: Er kühlt die Luft ab und fördert die Artenvielfalt.
Wanderweg, Valle de Cocora (>>)
FSVETLANA/SHUTTERSTOCK, PHOTO 12/ALAMY STOCK PHOTO
Nützliches zum Vorbereiten und Einstimmen.
Kleidung & Gepäck
Schichten Vom Gletscher im Hochgebirge bis zum Regenwald im Tiefland – Kolumbiens Klima ist extrem vielfältig und wechselt rasch. Zieh dich im Zwiebellook an. Pack leichte Kleidung ein, damit du dich unterwegs flexibel anpassen kannst.
Regenkleidung In Kolumbien regnet es heftig, oft ohne Vorwarnung. Eine leichte, wasserdichte Jacke ist daher unverzichtbar.
Leggings Nicht aus modischen Gründen, sondern für Wanderungen durch Flussläufe.
Wanderschuhe und Sneakers In der Natur brauchst du wasserdichte, bequeme Wanderschuhe. Fürs Rafting oder Höhlentouren eignet sich ein altes Paar Turnschuhe.
Trinkflasche In einigen Naturparks sind Plastikflaschen verboten.
Etikette
Einheimische legen Wert auf eine Begrüßung. Sag beim Eintreten stets buenos días oder buenas tardes.
Die Rechnung übernehmen. Beim Essen zahlt, wer eingeladen hat.
Ehrentitel sind wichtig. Erweise älteren Personen Respekt, indem du sie mit don (für Männer) oder doña (für Frauen) vor ihrem Vornamen ansprichst.
Extralanges Aufladekabel Busse haben zwar Ladeanschlüsse, aber die befinden sich häufig in der Gepäckablage.
LESEN
Hundert Jahre Einsamkeit (Gabriel García Márquez; 1967) Ein lebendiges Meisterwerk, das Mythen, Träume und Realität im ländlichen Kolumbien vereint. Originaltitel: Cien años de soledad.
¡Qué viva la música! (Andrés Caicedo; 1977) Ein Kultklassiker über die Abenteuer einer jungen Frau aus der Oberschicht in Cali in den 1970er-Jahren. Englischer Titel: Live forever!
La Vorágine (José Eustasio Rivera; 1924) Ein Dichter mit Fernweh flüchtet mit der Tochter einer wohlhabenden Familie in den Dschungel. Englischer Titel: The Vortex.
Magdalena: River of Dreams (Wade Davis; 2020) Der kanadische Anthropologe schildert Kolumbiens Geschichte, während er den mächtigen Río Magdalena bereist.
Sprechen
Hola: So sagt man „Hallo“.
Buenos días/Buenas tardes sind die gebräuchlichen Begrüßungen: „Guten Morgen“ oder „Guten Tag“.
Qué más? Bedeutet „Wie geht’s dir?“
Por favor heißt übersetzt„bitte“; es kann am Anfang/Ende einer Bitte stehen.
Gracias bedeutet „danke“.
Con (mucho) gusto bedeutet wörtlich „mit (viel) Vergnügen“ und steht für „Gern geschehen“.
Listo heißt eigentlich „bereit“, dient aber auch dazu, Zustimmung auszudrücken oder einen Satz in eine Frage zu verwandeln.
Donde está? So fragst du dem Standort von etwas; es meint „Wo befindet sich?“.
Entonces gehört zu den Wörtern, die du am häufigsten hörst. Es bedeutet „also“, überbrückt Gesprächspausen und dient zugleich als informeller Gruß.
Pues ist ein nützliches Wort, das oft eine Antwort einleitet, ähnlich wie „nun“. Am Satzende verstärkt es die Betonung, besonders in Antioquia, wo kein Gespräch ohne dieses Wort vollständig wirkt.
Chévere ist landesweit bekannt und bedeutet „toll“. Man nutzt es auch, um eine sympathische oder lustige Person zu beschreiben.
Parcero/a wird manchmal zu „parce“ verkürzt und bedeutet „Kumpel/Kumpeline“; es wird oft verwendet.
Ayuda heißt „Hilfe“ und passt immer, wenn du welche brauchst.
ANSCHAUEN
Der Schamane und die Schlange (Foto; Ciro Guerra; 2015) Ein Schamane begleitet Wissenschaftler bei der Suche nach einer heiligen Pflanze.
Die Rosenverkäuferin (Víctor Gaviria; 1998) Ein Film über Jugendliche in Medellíns Randbezirken.
Magia Salvaje (Mike Slee; 2015) Doku über die Artenvielfalt des Landes; auf Youtube abrufbar.
Chircales (Marta Rodríguez & Jorge Silva; 1972) Dokumentarfilm über Klassenunterschiede.
Birds of Passage – das grüne Gold der Wayuu (Cristina Gallego & Ciro Guerra; 2018) Eine indigene Familie in der Guajira verliert den Bezug zu ihren Traditionen.
REINHÖREN
A Prueba de Fuego (Grupo Niche; 1997) Salsa mit politischem Einschlag: Dieses kompromisslose Album thematisiert ethnische Herkunft und soziale Identität.
This is Gozar (Herencia de Timbiquí; 2014) Die mitreißenden Rhythmen und zauberhaften Melodien der traditionellen Musik des Pazifikraums entführen in eine faszinierende Klangwelt.
Amanecer (Bomba Estéreo; 2015) Das ideale Album, um eine der bekanntesten kolumbianischen Indie Bands kennenzulernen.
Mañana Será Bonito (Karol G; 2023) Kolumbiens populärster zeitgenössischer Künstler begeistert mit einer Mischung aus Reggaeton und Latin-Pop.
Bandeja paisa (Platte mit Fleisch, Würstchen, Bohnen und Beilagen)
JAVIERLIZARAZO/SHUTTERSTOCK
Geprägt von indigenen und europäischen Traditionen, besticht die kolumbianische Küche durch Frische, Herzhaftigkeit und Vielfalt.
Obwohl Kolumbien traditionell kein Reiseziel für Feinschmecker ist, hat die jüngste Welle von Reisenden und Einwandernden aus der ganzen Welt ein Gourmetfieber ausgelöst. In den meisten kolumbianischen Großstädten gibt es heute einige schicke Restaurants, die hervorragende Gerichte aus aller Welt servieren. Die interessantesten kulinarischen Erfahrungen bieten jedoch die innovativen Restaurants, die von jungen Talenten geführt werden, die die traditionelle Küche des Landes aufpeppen.
Da das Land mit fruchtbarem Vulkangestein, sehr unterschiedlichen Klimazonen und zwei Meeren gesegnet ist, haben die traditionellen Gerichte schon immer viele frische Produkte aufgewiesen. Von den raffiniert zubereiteten Meeresfrüchten an der Pazifik- und Karibikküste hin zu den herz haften Suppen und langsam gegrillten Spezialitäten im Bergland – die typische kolumbianische Küche ist gesund und lässt einen selten hungrig zurück.
Aber für das beste kulinarische Highlight muss man gar nicht viel zubereiten. Auf den Märkten im ganzen Land gibt es wunderbare, dir zum Teil unbekannte tropische Früchte. Gesundes Naschen hat noch nie so viel Spaß gemacht.
Magische Märkte
Die besten Orte, um ein Gefühl für die heimische Esskultur zu bekommen, sind zweifellos die Märkte in den Städten. Selbst in den größten und modernsten Städten gibt es noch galerías, auf denen täglich frische Produkte von Bauernhöfen aus der Umgebung angeliefert werden.
Unbedingt probieren!
SANCOCHO
Langsam gekochte, deftige Suppe aus Fleisch, Kochbananen und Gemüse
PARGO SUDADO
Red Snapper in einer Kokosnuss Tomaten-Zwiebel Soße
LECHONA
Am Spieß gebratenes Schwein, gefüllt mit gelben Erbsen
TAMALES
Maisteig, gefüllt mit Huhn oder Schwein, gegart im Bananenblatt
Die meisten Märkte verfügen über eine Frischwarenhalle, in der saisonales Obst und Gemüse bis unter die Decke gestapelt sind, und über einen Essbereich mit Snackbars und comedores – winzigen offenen Küchen mit Hockern und Bänken, von denen man die hektische Betriebsamkeit überblickt.
Hier zu speisen ist nicht nur ein kulinarisches, sondern auch ein kulturelles Erlebnis. Die beste Zeit für einen Besuch der Marktplätze ist früh am Morgen. Gegen 11 Uhr ebbt der Trubel ab, das Ambiente verliert an Reiz, und das Angebot wird spärlicher. In kleineren Städten gibt es galerías mit festen Markttagen, an denen Bauern aus der Region ihre Ernte anbieten.
Unumstößliche Mahlzeiten
Im gesamten Land nehmen die meisten Leute ihre Hauptmahlzeit in der Mitte des Tages ein: großzügige Portionen mit viel enProteinen, Reis, Hülsenfrüchten und Salat. Dem geht sogar häufig eine sättigende Schüssel Suppe voraus. Das Mittagsmahl wird sehr ernst genommen. Am Schreibtisch schnell ein Sandwich zu essen ist für viele unvorstellbar.
Auch das Frühstück ist in der Regel warm und ziemlich sättigend. Zur Wahl stehen zahlreiche Suppen, tamales und andere Spezialitäten. Das Abendessen hingegen ist in der Regel eher leicht und wird recht früh eingenommen, vor allem in ländlichen Gegenden, wo die Restaurants oft schon kurz nach Einbruch der Dunkelheit schließen.
Obst- und Gemüsestand, Medellín (>>)
MALEO PHOTOGRAPHY/SHUTTERSTOCK
Regionale Rivalitäten
Die Mahlzeiten unterscheiden sich stark je nach Region, und jede preist ihre Küche als die beste des Landes. Während ei nige Snacks und Gerichte landesweit beliebt sind, bleiben viele Spezialitäten auf ihre Ursprungsorte beschränkt.
Festival Petronio Álvarez (>>)
DANIEL ROMERO/VWPICS/ALAMY STOCK PHOTO
FOOD FE STIVALS
Congreso Gastronómico de Popayán (>>) Bestes Gourmetfestival des Landes mit Märkten, Workshops und Degustationsmenüs von Spitzenköchen.
Alimentarte Food Festival (>>) Bogotás großes kulinarisches Ereignis im Parque El Virrey, bei dem mehr als 200 Restaurants ihre Spezialitäten anbieten.
Festival Petronio Álvarez (>>; Foto) Das Musikfestival präsentiert die besten Gerichte der Pazifikküste.
Coffee Master(coffeemastercolombia.com) Zwei Wochen lang gibt es in Bogotá Workshops, Verkostungen und Aktionen rund um den Kaffee.
La Feria Piscícola del Amazonas (>>) Zu Ostern bietet der Fischmarkt in Leticia die Gelegenheit, lokale Gerichte zu probieren.
ASADO HUILENSE
Schweinefilets, mariniert in Orangensaft, Lorbeer und Thymian
BANDEJA PAISA
Antioquias berühmte Platte mit Fleisch, Würsten, Bohnen und Beilagen
AJIACO
Cremige Hühner Kartoffel-Suppe, verfeinert mit Kapern
HELADO DE PAILA
Handgemachtes Eis, zubereitet in einer Bronzeschale über Eiswürfeln
Kaffeeverkäufer, Bogotá (>>)
FOTOS593/SHUTTERSTOCK
Wie zu erwarten, dominieren an den Küsten Fischgerichte. In der Karibik serviert man sie oft mit süßem Kokosreis, während an der Pazifikküste gebratene Kochbananen oder gekochter Maniok als Beilage gereicht werden.
Je weiter man ins Landesinnere vordringt, desto deftiger werden die Speisen: Dicke Suppen, Bohnen und andere Hülsenfrüchte begleiten langsam gegartes Fleisch. Diese kalorienreichen Gerichte, die einst Landarbeiter in der Kälte bei Kräften halten sollten, veranlassen weniger aktive Reisende oft zu einer ausgedehnten Siesta im Hotel.
In den fruchtbaren Regionen Huila und Tolima im Süden, locken traditionelle Spezialitäten wie gegrilltes Schweinefleisch und sättigende tamales – mit Fleisch und Gemüse gefüllte Maisteigtaschen. Westlich der Anden steht das Valle del Cauca für fritanga valluna, frittierte Snacks, die zwar ungesund, aber köstlich sind, sowie für käsiges Brot aus Maniokmehl.
Im äußersten Süden prägen Andearomen die Küche: Meerschweinchen und handgemachtes Eis gehören im Departamento Nariño auf den Tisch. In den flachen Amazonasgebieten sind gegrillte Flussfische die Hauptproteinquelle, oft begleitet von Säften aus Dschungelfrüchten.
Die Kaffeerevolution
Lange Zeit deckten die meisten Kolumbianer:innen ihren täglichen Kaffeebedarf ausschließlich bei tinto-Verkäufern, die mit Wagen voller Thermoskannen durch die Straßen zogen und Büroangestellten, Laden besitzer:innen und Passant:innen wässrigen Kaffee in kleinen Gläsern anboten.
Und obwohl die tinto-Verkäufer in den Städten des Landes nach wie vor gute Geschäfte machen, gibt es heutzutage viel mehr Auswahl, sowohl was die Vielfalt der angebotenen Kaffeesorten angeht als auch die Orte, an denen man sie genießen kann. Inzwischen gibt es hippe Cafés, die heiße und kalte Gourmetgetränke aus sortenreinen Bohnen servieren, während lokale Ketten mit regionalen Arabica Spezialitäten für Abwechslung sorgen.
Vegetarisch & vegan
Vegetarismus und Veganismus sind in Kolumbien noch junge Bewegungen. Nur etwa 5 % der Bevölkerung bezeichnen sich als fleischlos. Aber das bedeutet nicht, dass es keine schmackhaften fleischlosen Gerichte gibt. Selbst in kleineren Städten gibt es in der Regel mindestens ein paar rein vegetarische Restaurants, während fast alle guten Restaurants und sogar viele beliebte Ketten mehrere vegetarische Hauptgerichte anbieten.
Lokale Spezialitäten
Halte Ausschau nach diesen typischen Gerichten und Snacks.
Frittierte Snacks & Streetfood
Empanadas: frittierte herzhafte Teigtaschen aus Maismehl
Aborrajados: frittierte reife Kochbananen, mit Käse gefüllt.
Papas rellenas: frittierte, meist mit Hühnerfleisch gefüllte Kartoffelbällchen
Marranitas: frittierte Kugeln aus Kochbananen, mit Schweinebauch gefüllt
Carimañolas: frittierte Teigtaschen aus Maniokmehl
Arepa de huevo: frittierter Maisfladen, gefüllt mit Ei und manchmal auch Fleisch
Chontaduro: gekochte Frucht der Pfirsichpalme, soll aphrodisierende Wirkung haben
Patacones: frittierte grüne Kochbananen in Scheiben, als Beilage oder Snack serviert
Arepas rellenas: das Grundnahrungsmittel der Nation, herzhaft gefüllte Maisfladen
Meeresfrüchte
Viudo de bocachico: Fisch auf Kochbananen
Piangua: köstliche kleine Muschel, die in Mangrovenwäldern wächst
Coctel de Camarón: ein kühl servierter Krabbencocktail (oder Garnelen), mariniert in Limettensaft
Ceviche: frischer roher Fisch (oder Garnelen), mariniert in Limettensaft
Fingerfood zum Drink
Buñuelos: frittierte Käsebällchen aus Maismehl
Almojábana: fluffige Quarkbrötchen.
Pan de bono: Brötchen aus Maniokstärke, Maismehl, Käse.
Pan de Yuca: Käsebrötchen aus Maniokmehl
Nachtisch & Getränke mit Früchten
Bocadillo: süße Guavenpaste, gepresst zu einem Fruchtblock
Salpicón de frutas: Fruchtcocktail
Cocadas: Kokosmakronen
Cholado: zerstoßenes Eis, Sirup, Kondensmilch und Obst
Lulada: zerstoßenes Eis, Limette und lulo (eine Frucht)
Für Mutige
Hormigas Culonas: frittierte Ameisen
Cuy: gegrilltes oder gebratenes Meerschweinchen
Chunchullo: gegrillte oder frittierte Rinderdärme.
Chigüiro: über offenem Feuer gegrilltes Cabybara (Wasserschwein)
GESCH MACKS-ERLEB NI SSE
Elvia (>>) In Barichara serviert dieses gemütliche Restaurant schmackhafte Gerichte, verfeinert mit Ameisen.
Andrés Carne de Res (>>) Ein Muss nahe Bogotá. Nach dem Studium der 75-seitigen Speisekarte greifst du vermutlich zum Steak.
Platillos Voladores (>>) Eine Institution in Cali, die traditionelle Rezepte aus der Pazifikregion modern interpretiert.
Leo (>>) Fünf-Sterne-Ethnogastronomie in Bogotá, meisterhaft kreiert von Leonor Espinosa, einer der Star-Köchinnen Lateinamerikas.
Carmen (>>) Dieses moderne Bistro in Medellín verbindet innovative Techniken mit traditionellen kolumbianischen Rezepten und hat so die Gastronomieszene der Stadt revolutioniert.
SAISONALE KÜCHE
A LA GATO STUDIOS/SHUTTERSTOCK
JANUAR–MÄRZ
Erfrischende Wasser melonen und Mandarinen gibt es überall auf den Märkten. Zu Ostern serviert man traditionelle Gerichte: gekochten, gesalzenen Fisch und fruchtige Süßspeisen.
LUCKYSTEP/SHUTTERSTOCK
APRIL–JUNI
Avocado-Fans genießen die Vielfalt der Sorten, die landesweit auf den Märkten angeboten wer den. Jetzt ist die perfekte Gelegenheit, Kolumbiens köstlichste Früchte wie Stachelannonen und Guaven zu probieren.
KR_PHOTO/SHUTTERSTOCK
JULI–SEPTEMBER
Saftige, süße Orangen und Himbeeren in Hülle und Fülle gibt es auf vielen Märkten. Die Fiesta de San Pedro in Huila bietet die perfekte Gelegenheit, einen langsam gegarten asado huilense zu genießen.
CAMILO TURBAY/SHUTTERSTOCK
OKTOBER–DEZEMBER
Zwei der köstlichsten Früchte für frische Säfte wachsen jetzt im Überfluss: tomate de arból und lulo (Foto). Überall im Land genießt man natilla, einen süßen Flan aus Mais.
Paragliding, Cañon del Chicamocha (>>)
LUZ ANDINA FILMS/SHUTTERSTOCK, RAINAGAOKA/SHUTTERSTOCK
Reißende Flüsse, einsame Berggipfel, fischreiche Lagunen und tiefe Höhlen – in Kolumbien ist das nächste Abenteuer nie weit entfernt.
Mit seinen zwei Küsten, prächtigen Gebirgen und üppigem Regenwald lockt Kolumbien mit einer Mischung aus entspannten und abenteuerlichen Outdoor-Aktivitäten. Die endlosen Strände der wilden Karibikküste laden zum Schwimmen, Schnorcheln, Tauchen und Kitesurfen ein, während am Pazifik Surf- und Tauch-Fans auf ihre Kosten kommen. Im gebirgigen Inland bieten sich ideale Bedingungen für Wanderungen, Klettertouren, Radtouren sowie Rafting, Paragliding und Höhlentrekking.
Wandern
Ob du einen gemütlichen Spaziergang an einem klaren Gebirgsbach machen und Vögel beobachten möchtest oder eine anspruchsvolle mehrtägige Tour in die Anden planst – Kolumbien hält für alle das Richtige bereit. Während die Küste oft zu heiß und schwül für längere Wanderungen ist, herrschen in den Bergen ideale Bedingungen. Nahe der Karibik lockt die Sierra Nevada mit der berühmten viertägigen Wanderung zur Ciudad Perdida. Die Nationalparks im Inland werden von einem Netz von Wegen durchzogen, die durch Regenwälder, Savannen, die Hochlandsteppe páramo und vorbei an Gletschern führen.
Für den schneebedeckten Gipfel des Nevado de Santa Isabel oder die ruhige Laguna del Otún im Parque Nacional Natural Los Nevados (PNN) brauchst du einen Guide. Wer lieber allein unterwegs ist, kann die archäologischen Stätten von Tierradentro erkunden, eingebettet in eine spektakuläre Berglandschaft. Alternativ locken die historischen Steinpfade von Santander, die tief in den imposanten Cañon del Chicamocha hinabführen.
Für Adrenalin-Junkies
PARAGLIDEN
Gleite mit der Thermik und genieße grandiose Ausblicke auf Medellín und den Cañon de Chicamocha (>>).
KITESURFEN
Zieh deine Bahnen über das Karibische Meer am Cabo de la Vela (>>) oder über den Lago Calima (>>) in den Bergen nördlich von Cali.
DOWNHILL
Rase im Parque Nacional Natural Puracé bei Popayán (>>) den Hang eines aktiven Vulkans hinunter.
FAMILIEN ABENTEUER
Steht früh auf und lauscht in der Reserva Natural Acaime (>>) im Valle de Cocora nahe Salento den Gesängen der bunten Kolibris.
Bewundert beim Schnorcheln die bunten Fische im Acuario Natural vor San Andrés (>>).
Unternehmt eine Bootstour auf dem Lago Tarapoto (>>) – hier schwimmen Manatis und rosa Delfine.
Radelt in der Hauptstadt bei der Ciclovía (>>).
Beobachtet Buckelwale in Nuquí (>>) und Bahía Solano (>>) vom Boot oder von der Küste aus.
Steigt in eine Höhle voller Stalagmiten und Stalaktiten hinab und entdeckt die Nachtvögel vom Río Claro (>>).
Gleitet auf Reifen in San Cipriano (>>) den Fluss hinab.
Tauchen & Schnorcheln
Unter Wasser ist Kolumbien ebenso beeindruckend wie an Land. In der Karibik erwarten dich farbenprächtige Korallenriffe im klaren, warmen Wasser, während im Pazifik Haie aller Arten um abgelegene, unbewohnte Inseln kreisen. Klassische Tauchabenteuer mit hervorragender Sicht, bunten Fischschwärmen und faszinierenden Schiffswracks findest du auf San Andrés und Providencia, den beliebtesten Tauchrevieren des Landes.
Schnorchler, San Andrés (>>)
BESTE SPOTS
Für die besten Outdoor-Spots und Routen siehe Karte >>.
Gut erreichbare Schnorchel- und Tauch plätze liegen auf den Islas del Rosario vor Cartagena, die von Korallenriffen umgeben sind. Taganga gilt als einer der besten Orte Südamerikas, um den PADI-Freiwasser-Tauchschein zu machen. Hier kannst du kostengünstige Tauchgänge im kristallklaren Wasser unternehmen. Für ein außergewöhnliches Erlebnis empfiehlt sich ein Aufenthalt auf der ehemaligen Gefängnisinsel Isla Gorgona oder ein Abstecher ins entlegene Bahía Solano.
Rafting
Kolumbiens große Flüsse entspringen oft als kleine Rinnsale in den Bergen, gespeist von Gletschern und eisigen Seen. Auf ihrem Weg ins Tal gewinnen sie an Kraft und verwandeln sich in reißende Ströme, die Neulinge wie erfahrene Rafter:innen begeistern. Das Zentrum der Rafting-Szene ist San Gil. Der ruhige Río Fonce eignet sich für Neulinge, während der wilde Río Suárez und der Río Chicamocha Nervenkitzel versprechen. Beliebt sind auch die sanften Stromschnellen des Río Claro, der durch einen dschungelartigen Canyon fließt, sowie der Oberlauf des Río Magdalena, der bei San Agustín dramatische Schluchten durchbricht.
ABSEILEN
Seile dich von Felswänden ab, während die Wasserfälle Cascada de Juan Curí (>>) und La Escalera tosend an dir vorbeistürzen.
ZIPLINEN
Gleite an einem Seil über die Baumkronen in Los Yarumos (>>) bei Manizales oder in Tanimboca (>>) nahe Leticia.
KLETTERN
Stelle dein Können an den Felswänden über dem Cañon de Chicamocha (>>) oder in den Bergen rund um Medellín auf die Probe.
HÖHLENWANDERN
Krieche durch enge Passagen und schwimme durch überflutete Tunnel in der Cueva de la Vaca (>>) bei San Gil.
Die besten Outdoor-Erlebnisse in Kolumbien
KOLUMBIEN
Cartagena & die Karibikküste >>
Boyacá & Santander >>
Pazifikküste >>
Medellín & die Zona Cafetera >>
Bogotá >>
Cali & der Südwesten >>
Das Amazonasbecken >>
In jeder Region starten wir vom perfekten Standort aus, um die Umgebung zu erkunden. Unsere Autor:innen und Expert:innen teilen ihre einzigartigen Erlebnisse, Tipps, Hintergründe und Empfehlungen.
Wandern, Boyacá (>>)
JOERG STEBER/SHUTTERSTOCK
Recherchiert von John Garry
KOLUMBIENS PULSIERENDE HAUPTSTADT
Wo uralte Traditionen und moderne Coolness unter dem wachsamen Blick der Anden zusammentreffen, schlägt das Herz Kolumbiens.
Bogotá nimmt einem den Atem – im wahrsten Sinne des Wortes. Kolumbiens Hauptstadt liegt auf einem Plateau 2600 m über dem Meer. Doch auch wenn du dich an die Höhe gewöhnt hast, wirst du immer noch nach Luft schnappen, denn das Tempo hier kann gnadenlos sein.
Als Gonzalo Jiménez de Quesada und seine spanischen Konquistadoren 1537 die sabana (Savanne) erreichten, fanden sie eine ganz andere Landschaft vor. Die Region war ein fruchtbares Hochland, das von einer der fortschrittlichsten Volksgruppen des prä kolumbischen Amerikas beherrscht wurde, den Muisca. Sie lebten in der nahen Hauptstadt. Bacatá, woraus sich später der Name Bogotá ableitete. Die Ankunft der Konquistadoren führte zum Untergang der Muisca – und zur Gründung der neuen Stadt durch Quesada im Jahr 1538.
In den folgenden Jahrhunderten wuchs Bogotá rasant – erst als Hauptstadt des Vizekönigreichs Neugranada und der Republik Großkolumbien unter Simón Bolívar, später als Symbol der heutigen stabilen Nation. Die geballte Macht verwandelte die Stadt in ein politisches Pulverfass. Nach der Ermordung des Liberalen Jorge Gaitán 1948 brach hier El Bogotazo aus – ein Aufstand, der jahrelange politische Unruhen nach sich zog. 1985 stürmten Guerillakämpfer des Revolutionskommandos M19 (Movimiento 19 de Abril) den Palacio de Justicia, wobei über 100 Menschen starben. Erst 2016 beendete ein Friedensabkommen zwischen dem Staat und den Revolutionären Streitkräften Kolumbiens (FARC) die Jahrzehnte der Gewalt. Seitdem lockt Bogotá als kulturelle Metropole.
Über 8 Mio. Menschen leben in Bogotá, die Einheimischen nennen sich selbst rolos. Die Stadt teilt sich in 20 Bezirke, doch die meisten Besuchenden starten ihren Rundgang in Candelaria. Dort prägen Museen und Häuser aus der spanischen Kolonialzeit das Bild, die Einheimische mit kunstvollen Graffiti zurückerobern. Weiter nördlich lockt Chapinero, ein trendiges Viertel und Zentrum der boomenden Gastroszene. Im Süden und Südwesten zeigt Bogotá seine düstere Seite. Verirrst du dich, orientiere dich an den Cerros Orientales, den östlichen Hügeln. Von ihren Gipfeln genießt du einen grandiosen Blick auf die Skyline der Stadt.
JESS KRAFT/SHUTTERSTOCK
DIE HAUPTREGIONEN
LA CANDELARIA
Kunst und Architektur in historischer Umgebung
>>
CENTRO INTERNACIONAL
Faszinierende Museen, Märkte und Wolkenkratzer
>>
CHAPINERO
Neokolumbianische Küche, Nightlife und Shopping
>>
RUND UM ZIPAQUIRÁ & CHOACHÁ
Grüne Nebelwälder und heilige Stätten
>>
Unterkünfte in Bogotá siehe >>
Links: Catedral Primada (>>), Plaza de Bolívar; oben: Zentrum von Bogotá
BYDRONEVIDEOS/SHUTTERSTOCK
Von den historischen Straßen in La Candelaria bis zu den grünen Alleen in El Chicó ist Bogotá voller kleiner Viertel, die sich zu Fuß erkunden lassen. Doch die Stadt ist 1500 km2 groß – du kannst nicht alles schaffen. Mach es wie die Locals: Nutze die Busse von TransMilenio, nimm dir ein Taxi oder fahr mit dem Rad – das ist schwer angesagt in Bogotá.
VOM FLUGHAFEN
Am einfachsten ist Bogotá vom Aeropuerto Internacional El Do rado aus per Taxi zu erreichen. Geh zum Taxistand oder winke selbst einen Wagen heran. Rechne mit rund 45 Minuten für die Fahrt nach La Candelaria. Günstiger wird es, wenn du einen der Busse von TransMilenio nimmst. Besorge dir im Ankunftsbereich eine tarjeta tullave, also eine aufladbare Karte.
TRANSMILENIO
Auch wenn die Schnellbusse in Bogotá in der Rushhour oft überfüllt sind und abends zu selten fahren, lässt sich nicht leugnen, dass sie ihren Zweck erfüllen. Die Gelenkbusse von TransMilenio (transmilenio.gov.co) verkehren auf 114 km Strecke, und die zwölf Linien halten an 152 Stationen. Besorge dir eine tarjeta tullave (8000 COP).
TAXI
Wenn du nicht gerade am Flughafen bist, dann vermeide es, in eines der Taxis zu steigen. Apps wie Cabify oder Uber sind sicherer. Wundere dich nicht über Verspätungen bei Regen – dann kommt nämlich die ganze Stadt zum Erliegen. Fahrten zur Rushhour (7–9 und 17–20 Uhr) solltest du reservieren oder dich auf Wartezeiten einstellen.
FAHRRAD
Mit über 550 km an ausgeschilderten Radwegen namens ciclorutas kann Bogotá sich rühmen, über eines der längsten und benutzer freundlichsten Radwegenetze der Welt zu verfügen. Hier lässt sich der Verkehr auf schnelle und effiziente Weise umgehen – vor allem während der sonntäglichen Ciclovía (>>), wenn 127 km Straße für Motorfahrzeuge gesperrt werden. Leih dir ein Rad bei Bogotá Bike Tours (>>).
Nachdem du dich mit einem echten kolumbianischen Kaffee gestärkt hast, solltest du die erst klassigen Museen in La Candelaria und im Centro Internacional besuchen. Die besten Restaurants und das beste Nachtleben findest du in Chapinero.
La Candelaria (>>)
DOTMILLER1986/SHUTTERSTOCK
Tag 1
Vormittag
Tauche in Jahrhunderte voller Geschichte ein – rund um die
Plaza de Bolívar
(
>>
) im Zentrum von La Candelaria. Dies ist der Ort, an dem die Stadt 1538 gegründet wurde. Setz dich anschließend auf einen Hocker im
La Puerta Falsa
(
>>
) und genieße die berühmte Hühnersuppe von Bogotá.
Nachmittag
Verbring ein paar Stunden im Museumskomplex der
Banco de la República
(
>>
) mit seiner beeindruckenden Sammlung an Gemälden von Fernando Botero. Leg eine Pause im
Jaguar Coffee
ein (
>>
) und gönne dir exzellenten Kaffee aus kolumbianischen Bohnen.
Abend
Iss im
Restaurante Madre
(
>>
), spaziere dann über den lebhaften
Chorro de Quevedo
(
>>
) und probiere schwarz gebrannte
chicha.
Nicht verpassen
Besichtige spannende Museen, fahr mit bei der Ciclovía, genieße die Stadtlandschaft und probiere tropische Früchte.
MACH MIT BEI DER CICLOVÁA
Mach es wie Millionen andere: Spaziere, jogge oder radle sonntags mit, wenn von 7 bis 14 Uhr die Hauptstraßen für Autos gesperrt sind und Fahrräder das Kommando übernehmen. Eine Fiesta ganz ohne Motorkraft.
BEWUNDERE DIE ARCHITEKTUR
Schau dir die von Rogelio Salmona entworfenen Meisterwerke aus Backstein an (>>), betrachte die Goldsterne an der Decke des Museo Santa Clara (>>) und genieße vom Skydeck des Torro Colpatria aus den Blick über die Stadt (>>).
ENTDECKE GESCHICHTE
Studiere indigene Artefakte im Museo Arqueológico (>>), entdecke spanische Einflüsse im Museo Colonial (>>) und erweise am Mahnmal Fragmentos (>>) den Frauen die Ehre, die vom Bürgerkrieg betroffen waren.
Tag 2
Vormittag
Wache mit den Lerchen auf und erklimme den
Cerro de Monserrate
(
>>
), während über Bogotá die Sonne aufgeht. Hinunter geht’s mit dem
teleférico.
Probiere leckere
arepas
mit Käse in der Markthalle
La Perseverancia
(
>>
).
Nachmittag
Bewundere antike Gegenstände aus Gold im prächtigen
Museo del Oro
(
>>
). Begib dich danach auf eine Zeitreise durch die kolumbianische Geschichte im
Museo Nacional
(
>>
), das in einem Gefängnis aus dem 19. Jh. untergebracht ist.
Abend
Reserviere einen Tisch in einem angesagten kolumbianischen Restaurant wie dem
Leo
(
>>
), wo jedes Gericht die kulinarischen Traditionen eines bestimmten Landesteils widerspiegelt. Beende den Abend bei Cocktails und Kuchen im
Jardín Tragos y Pasteles
(
>>
).
Tag 3
Vormittag
Atme tief durch bei einer Wanderung durch den Kiefernwald oder zum
páramo
von
Quebrada La Vieja
in den Cerros Orientales (
>>
). Gönn dir danach köstliches Gebäck im
Árbol del Pan
(
>>
).
Nachmittag
Mach einen Spaziergang durch Chapinero: Strecke in den
Parks von El Chicó
(
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) alle viere von dir, besichtige eine
historische Hacienda
(
>>
), erkunde die Shops und Cafés von
Quinta Camacho
(
>>
) oder die
Kunstgalerien von San Felipe
(
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).
Abend
Schlag dir im
Mini-Mal
(
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) den Bauch mit leckerem kolumbianischem Essen voll, damit du für den Rest des Abends eine solide Grundlage hast. Lerne Salsa-Schritte im
Quiebra Canto
(
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) oder feiere mit der queeren Community im
Theatron
(
>>
).
ERLEBE KULINARISCHEN MAXIMALISMUS
Diniere, tanze und mix dir deine eigene michelada im einzigartigen Andrés Carne de Res (>>). Lass es an diesem Party-Hotspot, wo fast alles möglich ist, auf kolumbianische Art so richtig krachen.
ISS HEIMISCHE FRÜCHTE
Gewöhne deine Geschmacksnerven an saftige granadillas, lulos und guanabanas auf dem Paloquemao (>>) – einem Markt, auf dem Fleisch, Obst und Gemüse aus dem ganzen Land zu haben sind.
BETRACHTE TOLLE GRAFFITI
Seit Bogotá 2011 das Sprühen von Graffiti legalisiert hat, blüht die Kunstszene auf. In La Candelaria (>>) kannst du die Werke der bekanntesten Street Artists bewundern. Ihre Werke bedecken hier ganze Häuserblocks.
GEH AUF DEN FLOHMARKT VON USAQUÉN
Jedes Wochenende stellen Kunsthandwerker:innen in Usaquén (>>) ihre Stände auf, um Kunst, Kleidung und andere handgefertigte Stücke zu verkaufen. Hier gibt es einzigartige Souvenirs.
GESCHICHTE | STREET-ART | NACHTLEBEN
UNTERWEGS VOR ORT
La Candelaria zieht sich von der Calle 6 bis zur Avenida Jiménez de Quesada und von der Carrera 10 bis zur Avenida Circunvalar. Das Viertel lässt sich gut zu Fuß erkunden – vorausgesetzt, du scheust weder steile Anstiege noch schmale Gehwege. Schlenderst du von der Plaza de Bolívar auf der Calle 10 nach Osten, passierst du beeindruckende Kolonialbauten wie das Teatro Colón.
In der Nähe des Museumskomplexes der Banco de la República an der Calle 11 bieten Straßenhändler:innen bunte Waren an. Doch Vorsicht: Schlaglöcher und Hundehaufen erfordern Aufmerksamkeit. Nach Einbruch der Dunkelheit wird es hier unsicher. Nimm besser ein Taxi.
Die Geschichte Bogotás beginnt hier – in Straßen mit bonbonfarbenen Häusern aus dem 16. Jh. und unter himmelhohen Kirchtürmen. Genau hier gründete Gonzalo Jiménez de Quesada den Ort, der später Bogotá heißen sollte. Die spanischen Kolonisten legten ein Straßenmuster an, das bis heute das Stadtbild prägt. Als Bogotá nach Norden wuchs, wurde dieses Viertel mehr als nur ein Stadtteil: Es entwickelte sich zum Herz der Metropole und schließlich der ganzen Nation. Rund um die riesige Plaza de Bolívar spielt sich fast alles ab: Im Süden erlässt der kolumbianische Präsident in der Casa de Nariño seine Dekrete, im Osten ziehen Fernando Boteros üppige Figuren die Blicke auf sich, und auf der Carrera 7 (La Séptima) drängen sich fast immer Menschen, die Richtung Norden einkaufen. Tagsüber herrscht hier reges Treiben, doch abends wirkt die Gegend wie ausgestorben – außer rund um den Chorro de Quevedo, einem Shabby-Chic-Treffpunkt der örtlichen Boheme mit Street-Art und Restaurants.
Der Gründungsort der modernen Stadt
Auf der Plaza de Bolívar
Beginne deine Tour im Herzen von Bogotá, nämlich auf der Plaza de Bolívar. Der Platz wurde 1539 angelegt – ein Jahr nachdem Gonzalo Jiménez de Quesada die Stadt gegründet hatte. Im Nordosten erhebt sich die zwischen 1807 und 1823 erbaute Catedral Primada(catedral.arquibogota.org.co) wie ein Leuchtturm des Glaubens. An dieser Stelle fand wahrscheinlich die erste in Bogotá gefeierte Messe statt. Manche glauben jedoch, dies habe weiter östlich auf der Plazoleta del Chorro stattgefunden (>>). Quesada liegt rechts vom Altar begraben.
Südlich des Platzes liegt das Capitolio Nacional de Colombia(www.senado.gov.co; kostenlose Führungen auf Anfrage), in dem der Kongress beheimatet ist. Das Gebäude ist ein Symbol für Kolumbiens turbulente Geschichte: 1847 wurde mit dem Bau begonnen, doch da politische Aufstände ihn verzögerten, wurde er erst 1926 vollendet. Dahinter liegt die Casa de Nariño, der neoklassizistische Präsidentenpalast (visitas.presidencia.gov.co; kostenlose Führungen auf Anfrage). Den westlichen Abschluss des Platzes bildet der 1902–1907 im Stil der Renaissance errichtete Palacio Lié vano, in dem der Bürgermeister residiert.
Plaza de Bolívar
DIEGO GRANDI/SHUTTERSTOCK
TOP TIPP
Willst du mehr Insider Tipps zu La Candelaria und Bogotá? Schließ dich einer Gran Colombia Tour an (grancolombiatours.com; kostenlos, ein Trinkgeld von etwa 40.000 COP wird empfohlen) oder steigaufs Fahrrad und erkunde mit Bogotá Bike Tours(bogotabiketours.com, 60.000 COP) historische Stätten. Beide Anbieter stellen englischsprachige Guides.
