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Lonely Planet E-Books sind besonders praktisch für unterwegs und sparen Gewicht im Reisegepäck!
E-Book (ePub) basiert auf: 9. Auflage 2025
Mach die Welt zu deinem Abenteuer und entdecke mit dem Lonely Planet Reiseführer Schottland.
Ein wahres Paradies für Outdoor-Aktivisten und Naturliebhaber: Wildes Bergland und zerklüftete Küsten bieten Möglichkeiten zum Wandern, Mountainbiken, Surfen und Snowboarden. Wer es ruhiger haben möchte, kann jede Menge Historisches entdecken: prächtige Burgen und sagenumwobene Ruinen und Steinkreise – alle auf ihre Art einzigartig.
Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:
Seitenzahl: 701
Veröffentlichungsjahr: 2025
Reiseplanung
Willkommen in Schottland
Übersichtskarte
Unsere Favoriten
Städte & Regionen
Reiserouten
Beste Reisezeit
Bestens vorbereitet
Essen wie die Locals
Outdoor-Erlebnisse
Reiseziele
Edinburgh
Old Town
Holyrood & Arthur’s Seat
New Town
Rund ums West End
Stockbridge
Leith
South Edinburgh
Glasgow
Glasgow Zentrum
Merchant City
East End
Southside & Clyde
West End
Südschottland
Upper Tweed Valley
Rund um das Upper Tweed Valley
Dumfries
Rund um Dumfries
Galloway Forest Park
Rund um den Galloway Forest Park
Troon
Rund um Troon
Zentralschottland
Stirling
Rund um Stirling
Perth
Rund um Perth
Saint Andrews
Rund um Saint Andrews
Nordostschottland
Dundee
Rund um Dundee
Aberdeen
Rund um Aberdeen
Speyside
Rund um Speyside
Südliche Highlands & Inseln
Oban
Rund um Oban
Iona
Rund um Iona
Islay
Rund um Islay
Loch Lomond & The Trossachs National Park
Rund um Loch Lomond & The Trossachs National Park
Isle of Arran
Rund um die Isle of Arran
Papageientaucher, Treshnish 2 Isles (>>)
IM UHRZEIGERSINN VON LINKS OBEN: KASEFOTO/SHUTTERSTOCK ©
Inveraray Castle (>>)
HEARTLAND ARTS/SHUTTERSTOCK ©
Inverness & Central Highlands
Inverness
Rund um Inverness
Cairngorms National Park
Rund um den Cairngorms National Park
Glen Coe
Rund um Glen Coe
Fort William
Rund um Fort William
Road to the Isles
Rund um die Road to the Isles
Nördliche Highlands & Inseln
Isle of Skye
Rund um die Isle of Skye
Ullapool
Rund um Ullapool
Lewis & Harris
Rund um Lewis & Harris
Durness
Rund um Durness
Wick
Rund um Wick
Orkney & Shetland
Kirkwall
Rund um Kirkwall
Lerwick
Rund um Lerwick
Praktisches
Einreise
Unterwegs vor Ort
Geld
Übernachten
Reisen mit Kindern
Sicher reisen
Essen, Trinken & Feiern
Nachhaltig reisen
LGBTQ
Barrierefrei reisen
Kurz & knapp
Storybook
Die Geschichte Schottlands in 15 Orten
Triff die Schotten
Inselidentität: Verbunden durch Meer & Sprache
Renaturierung der Highlands
Glasgows School of Rock
DUNCAN ANDISON/SHUTTERSTOCK ©
Oben: National Museum of Scotland (>>); Unten: Wandern (>>) in den Highlands
HEDVIKAMICHNOVA.JPG/SHUTTERSTOCK ©
Iona (>>)
RICHARD KELLETT/SHUTTERSTOCK ©
Schottland bedeutet vielen Menschen eine ganze Menge: Manche spüren hier eine Art spirituelle Heimat und machen Erfahrungen, die ihr Leben verändern. Für mich ist Schottland vor allem: Heimat, aber auch Ruhe, Behaglichkeit und Abenteuer. „Glücksorte“ habe ich in vielen Winkeln des Landes gefunden, doch nirgendwo komme ich so zur Ruhe wie an der Küste. Ich liebe die schottischen Inseln, und wenn ich einmal ganz für mich allein sein will, wähle ich die Inneren Hebriden. Wenn die Zeit dort unmerklich verstreicht, ist das für mich pure Freude. Perfekt wird es mit weichem weißem Sand, dem Schatten der Berge im windzerzausten Haar; oder mit der rauchigen Wärme des Whiskys von Islay und einem Frösteln beim Bad im Meer. Jahrelang habe ich von einem Leben auf Inseln geträumt – dass daraus Wirklichkeit geworden ist, freut mich jeden Tag aufs Neue.
Kay Gillespie
@thechaoticscot
Die Reisejournalistin Kay aus Edinburgh erkundet das Land per ÖPNV und hat schon mehr als 60 schottische Inseln besucht.
Am liebsten betrachte ich den Sonnenuntergang im Norden von Iona (>>): Brandung auf weißem Sand und ein pastellfarbener Himmel über Staffa und den Treshnish Isles.
LIEBLINGSPLÄTZE
Hier schlägt für unsere Autorinnen und Autoren das Herz Schottlands.
GONZALO BUZONNI/SHUTTERSTOCK ©
Die Insel Hoy (>>) im Orkney-Archipel erinnert mich an eine faszinierende Woche, in der ich zum Wrack eines deutschen Kriegsschiffs getaucht bin, gefolgt von einer abenteuerlichen Besteigung des Old Man of Hoy (inklusive Nervenkitzel-Abstieg am Seil). Anschließend rollten wir unsere Schlafsäcke in der Schutzhütte der Rackwick Bay aus und blickten noch eine Weile in die Brandung, während die Dämmerung verblasste. Pure Magie!
Neil Wilson
@neil3965
Neil lebt in Perthshire; für Lonely Planet schreibt er schon seit mehr als 25 Jahren über Schottland.
IMAGEBROKER/MARKUS KELLER/GETTYIMAGES ©
Für mich kann man nicht durch Schottland reisen, ohne einmal auf dem Drumbeg Loop (>>) gefahren zu sein. Das ist leider nicht ganz einfach, denn er befindet sich im äußersten Nordwesten des Landes. Aber egal: Die atemberaubende Landschaft mit ihren zerklüfteten Bergen, leuchtend blauen „Lochs“ und den zahlreichen herrlich weißen Sandstränden ist die lange Anreise unbedingt wert.
Joseph Reaney
@JoeMReaney
Joseph ist Reisejournalist und Comedy-Autor; er lebt in Schottland und Tschechien.
MIT BEITRÄGEN VON:
Laurie Goodlad hat das Thema „Sprachen der Inseln“ übernommen. Laurie ist Reiseautorin und Historikerin – und hat ein ganzes Buch über Shetland geschrieben. @shetlandwithlaurie
Mike MacEacheran hat die Essays über die Renaturierung der Highlands und Glasgows School of Rock verfasst. Mike ist ein preisgekrönter Reisejournalist. @MikeMacEacheran
„Wer keinen Whisky mag, hat nur noch nicht den richtigen probiert“, sagen alle, die eine Schwäche für Single Malt und schottische Klischees haben. Whisky – das Wort stammt aus dem Gälischen uisge beatha und bedeutet „Wasser des Lebens“ – ist jedenfalls Schottlands Nationalgetränk. Whiskyproben sind ein Initiationsritus – am besten direkt in einer Destillerie. Hat man sein Lieblingsgetränk gefunden, erhebt man das Glas: sláinte!
VON LINKS: WILL DALE/SHUTTERSTOCK ©
Whisky-Regionen
Die Anteile variieren je nach Hersteller, doch zählen folgende Landesteile ganz oder teilweise zu Schottlands Whisky-Regionen: Highlands, Inseln, Lowlands, Speyside, Campbeltown und Islay.
TIM GRAHAM/GETTY IMAGES ©
Brennereien
Bei mehr als 130 Brennereien in Schottland dürfte es nicht schwer fallen, zumindest eine davon in den Reiseplan aufzunehmen.
Kosten für Führungen
Einstündige Standardführungen kosten zwischen 15 und 20 £; am Ende findet meist eine Verkostung statt. An manchen Orten gibt es auch exklusivere Führungen.
BARMALINI/SHUTTERSTOCK ©
Whisky verkosten
Bei einer Rundreise zu den weltberühmten Brennereien von Islay 1 (>>) begibt man sich auf die Suche nach der perfekten Whisky-Erfahrung.
Ganz neu in Edinburgh ist die interaktive „Journey of Flavour“-Führung bei Johnnie Walker Princes Street. 2 (>>)
Unterwegs zwischen Skye und Raasay locken gleich drei Insel-Brennereien: Torabhaig Distillery (>>), Isle of Raasay Distillery (>>) und Talisker Distillery 3 (Foto links; >>)
Auf einem Whisky-Trip durch Speyside 4 (>>) kann man an einem einzigen Tag ein halbes Dutzend Destillerien und die Speyside Cooperage entdecken.
Etwas Besonderes ist die Kombination aus Single Malt Whisky und handgemachten Pralinen aus der Region, zu erleben bei der Whisky and Arran Chocolate Pairing Tour in der Lochranza Distillery 5 (>>)
Mit Schottland verbindet man zwar zunächst eine romantische Highland-Kulisse, auf einer Reise dürfen aber auch die Städteziele nicht fehlen. Schottlands Städte sind nämlich durchaus modern und lebendig und bieten Unterhaltung, Kunst und Architektur. Hinzu kommen stolze Burgen auf erloschenen Vulkanen und jahrhundertealte Straßenzüge. Von den touristischen Hotspots bis zu den Kneipen – Schottlands Städte verzaubern und begeistern ihre Gäste.
VON LINKS: 4KCLIPS/SHUTTERSTOCK ©
Nahverkehr
Die acht schottischen Städte sind mit Zug und Bus zu erreichen und somit ideale Ausgangspunkte für Tagesausflüge ohne Auto.
DEG PHOTOGRAPHY/SHUTTERSTOCK ©
Mittagessen
Auch in den Top-Restaurants sind Mittagsmenüs eine gute Möglichkeit, exklusive Gerichte zu erschwinglichen Preisen zu genießen.
Festliche Zeit
Bei einem Besuch im Dezember locken Lichterzauber, Glühwein, Weihnachtsmärkte und zahlreiche Veranstaltungen – und die berühmten Silvesterfeiern in Edinburgh.
Calton Hill, Edinburgh (>>)
SHAIITH/SHUTTERSTOCK ©
STÄDTE ERLEBEN
Folgt man dem Glasgow Mural Trail 1 (>>), kann man in unscheinbaren Gassen, an Giebeln und alten Gebäuden Kunstwerke einheimischer Künstler entdecken.
Schön ist der Sonnenuntergang über der magischen Skyline von Edinburgh 2 auf dem Calton Hill (>>) oder oben auf Arthur’s Seat (>>).
Zunächst entspannt man sich in Inverness 3 (>>) bei einem gemütlichen Spaziergang am River Ness; anschließend besucht man die Old High Church, die Ness Islands und Inverness Castle.
In Dunfermline 4 (>>), Schottlands jüngster offiziell anerkannter „City“, besucht man die letzte Ruhestätte von König Robert the Bruce in Dunfermline Abbey.
Auf der Bustour Discover Dundee 5 (>>) fährt man durch die Straßen, lauscht dem Audiokommentar und steigt an den Sehenswürdigkeiten der Stadt ein und aus.
Viele sind überrascht, wenn sie erfahren, dass Schottland nicht weniger als 790 Inseln besitzt, von denen allerdings weniger als 90 bewohnt sind. Jeder Archipel und jede einzelne Insel ist wie eine kleine Welt: Schönheit, Ruhe und ein Gemeinschaftsgefühl findet man überall, Größe, Charakter und Zugänglichkeit sind sehr unterschiedlich. Man gelangt auf winzigen Booten oder großen Fähren dorthin, über historische Brücken oder natürliche Dämme, wenn die Gezeiten das zulassen: Die Inseln sind lohnende Ziele.
13THREEPHOTOGRAPHY/SHUTTERSTOCK ©
Fähren
Bei den meisten Fähren ist es sinnvoll, vorab Plätze für Fahrzeuge und Passagiere zu buchen. Einige kürzere Fährverbindungen kann man aber auch ohne Voranmeldung nutzen. Möglichst vorab buchen!
SERGEYDOLYA/SHUTTERSTOCK ©,
Insel-Hopping
Am besten wählt man zunächst eine „Hauptinsel“ als Standort und plant dann von dort Ausflüge und Tagestouren auf umliegende Inseln.
Reisezeit
Im Sommer reist man wegen der Strände und zum Wassersport auf die Inseln. Im Herbst und Winter geht es eher um den Sternenhimmel, einen guten Drink am Kamin und Spaziergänge entlang der Küsten.
St Martin’s Cross, Iona Abbey (>>)
13THREEPHOTOGRAPHY/SHUTTERSTOCK ©
AUF INSELN RELAXEN
Einfach zur Ruhe kommen und die Küste von Iona 1 (>>) erwandern – von abgeschiedenen Buchten bis zu Stränden mit weißem Sand vor türkisfarbenem Meer.
Schön ist der Nachthimmel über der Isle of Coll 2 (>>), einer ausgewiesenen „Dark Sky Community“. Ein Traum für alle Sternenfreunde!
Ein toller Rückzugsort ist die südlichste der Shetland-Inseln, die abgelegene Fair Isle 3 (>>). Hier kann man Vögel beobachten, wandern, die Einsamkeit genießen – und sich vielleicht einige der berühmten Strickwaren zulegen.
Auf Arran 4 (>>) gibt es eine kulinarische Inseltour. Die lokalen Produkte, hausgemachten Backwaren und Meeresfrüchte sind köstlich.
Berühmt ist der Flug von Glasgow nach Barra 5 (>>). Gelandet wird auf dem Sand von Traigh Mhòr – die einzige reguläre Strandlandung weltweit.
Stirling Castle (>>)
ROBIN DESSENS/SHUTTERSTOCK ©
Klischees sind oft zutreffend: Burgen sind Schottlands eigentliche Wahrzeichen – denn schottische Burgen sind etwas Besonderes: von protzigen Herrenhäusern bis hin zu uneinnehmbaren Festungen, vor denen man als Besucher selbst dann noch staunend steht, wenn nur noch Ruinen an die einstige Größe erinnern.
Eintritt
Der Eintritt kostet in der Regel zwischen 10 und 15 £. Man kann natürlich auch von draußen fotografieren und kleinere Burgruinen ansteuern, die frei zugänglich sind.
Reisesaison
Viele Attraktionen sind in den ruhigeren Monaten geschlossen oder reduzieren ihre Öffnungszeiten (vorab erkundigen) Stirling Castle und Edinburgh Castle sind ganzjährig geöffnet.
BURGEN & SCHLÖSSER
Wer die Bedeutung von Stirling Castle 1 (>>) verstehen will, besichtigt die Ausstellung oder bucht eine Führung.
Zauberhaft ist die Pracht von Culzean Castle 2 (>>) mit seinen Anlagen.
Lohnend ist Dunrobin Castle 3 (>>) mit schönem Park.
Eindrucksvoll sind die Ruinen von Gylen Castle 4 (>>) auf Kerrera.
An der Küste von Aberdeenshire wandert man vom Hafen bei Stonehaven zum Dunnottar Castle 5 (>>), einer eindrucksvollen Ruine.
Land, Meer und Himmel gehören in Schottland einer artenreichen Tierwelt – von einheimischen Vögeln und Säugetieren bis zu den hier brütenden Seevögeln und den Meeresbewohnern, die Jahr für Jahr vorbeiziehen. Beobachten kann man diese Tiere auf unbewohnten Inseln, an ruhigen Küsten, am Straßenrand oder auf einer Bootstour.
VON LINKS: MARK CHRISTOPHER COOPER/SHUTTERSTOCK ©
Papageientaucher
Tausende Seevögel verbringen die sommerliche Brutzeit gern in Schottland. Am besten zu sehen sind sie von Mai bis Juli.
DUNCAN A BROWN/SHUTTERSTOCK ©
Tierfotografie
Wer gestochen scharfe Fotos von Tieren mit nach Hause nehmen möchte, sollte mit einem Zoomobjektiv (200 mm oder mehr) anreisen.
Abstand halten
Immer Abstand halten und Wildtiere niemals füttern. Zudem gilt: Die Wege nicht verlassen, um nicht in die Lebensräume der Tiere einzudringen.
TIERE IN FREIER WILDBAHN
Bei einer Bootsfahrt von Mull oder Iona nach Staffa 1 (>>) kommt man den Papageientauchern besonders nahe.
Auf der Isle of Jura 2 (>>) hält man nach Hirschen Ausschau;hier leben mehr als 4000 Tiere.
Beim Sea Eagle Adventure trip 3 mit Mull Charters (>>) entdeckt man Seeadler, die hoch am Himmel kreisen.
Im Rahmen einer Führung mit Shetland Nature erkundet man die Küste von Unst 4 (>>). Mit etwas Glück sieht man sogar einen Fischotter.
Delfine entdeckt man am ehesten beim Scottish Dolphin Centre in Spey bay 5 (>>) oder am Chanonry Point gegenüber.
Schottlands Schönheit entstand nicht über Nacht, sondern wurde über Millionen von Jahren geformt. Vulkane wuchsen zu Bergriesen heran, Erosion durch Gletscher schuf daraus die heutigen Berge mit ihren Tälern, während die Kraft der Brandung die Konturen aus der Küste meißelte. Durchzogen wird die Landschaft von einem weiten Netz aus Wanderwegen – von kurzen Rundwegen bis zu Fernwanderwegen, auch auf Berggipfel. Über 3000 Feet (914 m) hohe Berge heißen „Munros“ – davon gibt es 282.
GEORGE BALIASOV/SHUTTERSTOCK ©
Streckenplanung
Am besten nutzt man Apps oder Online-Hilfen wie Walkhighlands (walkhighlands.co.uk); vor dem Start Routenkarten und -beschreibungen downloaden.
JAKUB STANEK/SHUTTERSTOCK ©
Ausrüstung
Wetter: Auch im Frühling und Sommer benötigt man wasserdichte Kleidung, Trinkwasser und Mückenschutzmittel. In den Bergen sind feste Wanderschuhe unerlässlich.
Führungen & Transfers
Mehrere Unternehmen bieten Gruppenwanderungen und private Führungen an. Für Fernwanderungen gibt es Pauschalangebote mit Unterkunft und Gepäcktransfer.
West highland Way (s. 301)
ALAN KRAFT/SHUTTERSTOCK ©
AUF WANDERSCHAFT
Der mächtige Ben Nevis 1 (>>) ist der höchste Berg Großbritanniens. Zum Gipfel führt eine lange und anspruchsvolle Wanderung durch eine großartige Landschaft.
Schottlands bekanntester Fernwanderweg, der 154 km lange West Highland Way 2 (>>), führt durch einige der schönsten Landschaften des Landes.
Gleich drei imposante Inselberge erklimmt man im Rahmen einer eintägigen geführten Wanderung auf die Paps of Jura 3 (>>), organisiert von Jura Guided.
Auf dem Arran Coastal Way 4 (>>) entlang der Küste entdeckt man bei einer mehrtägigen Wanderung Wasserfälle, Burgen und Höhlen.
Schön ist eine Klippenwanderung von der Rackwick Bay auf der Orkney-Insel Hoy zum berühmten Brandungspfeiler old Man of Hoy 5 (>>).
Die Vorstellung von der langen und ununterbrochenen Besiedlung des Landes ist faszinierend und verwirrend zugleich. Hier führt der Blick 4000 Jahre zurück ins Geheimnisvolle: Man wandert durch prähistorische Dörfer, sinniert über das Leben der einstigen Bewohner und betritt Steinkreise und Grabhügel, die nach Sonne, Mond und Sternen ausgerichtet wurden. Wo die eigene Fantasie an Grenzen stößt, liefert ein ortskundiger Führer die faszinierenden Fakten.
ANGELA N PERRYMAN/SHUTTERSTOCK ©
Pässe
Wer gleich mehrere Attraktionen von Historic Scotland besuchen möchte, spart Geld mit einem Explorer Pass. Er gilt an sieben aufeinanderfolgenden Tagen.
EUAN CHERRY/GETTY IMAGES ©
Events
An Schottlands historischen Stätten finden ganzjährig Veranstaltungen statt. Die Websites informieren über Abendführungen, Lichtershows und Familienangebote.
Sonnenwende
Auf den Northern Isles und den Äußeren Hebriden versammelt man sich bei Sonnenaufgang und -untergang bei den Menhiren zur Sommersonnenwende.
Calanais Standing Stones (>>)
WESTEND61/GETTY IMAGES ©
BLICKE IN DIE FRÜHGESCHICHTE
Besonders viele frühgeschichtliche Zeugnisse bietet Heart of Neolithic Orkney 1 (>>), eine Unesco-Welterbestätte; zu ihr gehören u. a. Skara Brae (Foto links) und der Ring of Brodgar.
Bei den Machrie Moor Standing Stones 2 (>>) auf der Isle of Arran gibt es Menhire, Steinkreise und Grabmäler inmitten einer offenen Heidelandschaft.
Auf einer 64 km langen selbstgeführten Radtour auf Lewis 3 (>>) taucht man ein in eine 5000-jährige Geschichte. Am Wege liegen der eisenzeitliche Steinturm Dun Carloway und die Calanais Standing Stones.
Stimmungsvoll wirken die Hügelgräber, Menhire und Grabmonumente von Clava Cairns 4 (>>) in einem stillen Waldstück nahe Inverness.
Mit dem Schiff gelangt man zur unbewohnten Insel Mousa, um dort den 2000 Jahre alten Mousa Broch 5 (>>) zu bewundern; kein „Broch“ ist besser erhalten.
Wer bei „Road Trips“ an langweilige, beschwerliche Reisen von A nach B denkt, kennt Schottland nicht! Jede Route ist hier anders, und die Landschaft wechselt ständig: Hügelland und Küste, Berge, Moor- und Heideflächen, dazu Autobahnen, steile Anstiege und einspurige Sträßchen. Hier wird das Fahren selbst zum Erlebnis; das Ziel kann warten.
TOLLE ROAD-TRIPS
Eine Fahrt auf Harris 1 (>>) führt durch bergige Mondlandschaften und zu paradiesischen Stränden. Highlights sind die Golden Road selbst und die Westküste.
Der Road Trip über die Rhinns of Galloway 2 (>>) führt durch eine wilde Landschaft im äußersten Südwesten. Attraktion ist ein Leuchtturm, der Mull of Galloway Lighthouse (>>) in spektakulärer Lage.
Weniger bekannt ist die Westküste der Isle of Mull 3 zwischen phort (>>): eine Fahrt mit Kurven und weiten Meerblicken.
Ein 66 Meilen langer Weg auf der Kintyre 66 4 (>>) führt rund um die selten besuchte Halbinsel Kintyre.
Mit der Corran Ferry und anschließend auf einspurigen Straßen gelangt man zum Ardnamurchan Point 5 (>>), dem westlichsten Punkt auf dem britischen Festland.
VON LINKS: CORLAFFRA/SHUTTERSTOCK ©
Mietwagen
Den Wagen mietet man am Flughafen oder in einer der Städte; abgeben kann man ihn oft auch an einem anderen Ort.
TOMMY LEE WALKER/SHUTTERSTOCK ©
Haltebuchten
Auf einspurigen Straßen sind Ausweichstellen wichtig, um entgegenkommende Fahrzeuge vorbeizulassen.
Nicht rasen!
Wir sind nicht beim Autorennen! Schottland ist ein kleines Land, es gibt aber unglaublich viel zu sehen, selbst auf kurzen Strecken.
Cullen Viaduct (>>)
JR_Aerial_UK/SHUTTERSTOCK ©
Mit ihren historischen Häfen, den hübschen Cottages, bunten Fassaden und ausgetretenen Pflastersteinen sind Schottlands Küstenstädte eine wahre Augenweide und perfekte Fotomotive. Und so gelingen hier wunderbare Fotos von malerischen Fischerdörfern und lebendigen Hafenstädten, in denen Geschichte, Gewerbe und Ortscharakter vom Meer geprägt sind.
Touren per Schiff
Im Sommer kann man von allen Häfen aus Touren per Schiff unternehmen – zur Tierbeobachtung oder zu den Inseln.
Köstlichkeiten
Unabhängig vom Wetter sind Tage am Meer ideal für Fish ‘n’ Chips oder eine große Portion Eis am Wasser.
MEER ERLEBEN
In Tobermory 1 , Schottlands schönster Hafenstadt, stöbert man in den Läden und fotografiert die bunten Fassaden (>>).
In Ullapool 2 (>>) genießt man den Charme der Küste mit schönem Blick auf die Berge.
Das denkmalgeschützte Dorf Culross 3 wirkt wie eine Zeitkapsel aus dem 17. Jh. (>>).
Schön ist auch die Küste im Hafen von 4lerwick (>>) und die stimmungsvolle Commercial Street.
Tolle Ausblicke bietet die alte Eisenbahnbrücke von 5Cullen (>>).
Schotten verstehen etwas vom Feiern – und Anlässe dazu gibt es eigentlich ständig: Kultur, Erbe, Tradition oder einfach … das Wochenende! Quer durchs Land ist der Festkalender gut gefüllt mit unzähligen Events – von Musik, Tanz, Segeln, Comedy und Spielen bis hin zum Feuer: unter der flüchtigen Sommersonne, im tiefdunklen Winter und in gut gefüllten Pubs. Wer sich aufs schottische Feiern einlässt, gewinnt bald neue Freunde.
CATCHINGLIGHTPHOTOGRAPHY/SHUTTERSTOCK ©
Vorausschauend
Sobald die Termine für ein beliebtes Festival bekanntgegeben werden, sollte man schnell Karten und Unterkünfte buchen.
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Insel-Festivals
Im Sommer finden auf den schottischen Inseln einige der besten Folk-Festivals des Landes statt – und die Party beginnt schon auf der Fähre!
Livemusik
Man lauscht den Klängen der Geschichte in einem gälischen Song, genießt mitreißende Melodien in einem Pub oder tanzt bei einem traditionellen ceilidh.
Edinburgh Fringe (s. 59)
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FESTIVALS & MUSIK
Weltberühmt ist das Edinburgh Fringe 1 (>>). Die ganze Stadt ist dann eine große Bühne für Comedy, Tanz, Musik und Straßentheater – und Biergärten.
Großartig sind die Feierlichkeiten des Up Helly Aa 2 (Foto links; >>) in Lerwick: Wikinger, Livemusik und der Nachbau eines Langschiffs, das am Ende in Brand gesetzt wird.
Tanzschuhe braucht man bei der Ceilidh Night 3 (>>) im The View in Oban – gefeiert wird traditionell schottisch.
Maritim geht es zu beim Scottish Traditional Boat Festival 4 (>>) im Hafen von Portsoy – mit Segeln, Rudern, Kunsthandwerk und Musik.
Mitreißend ist die Livemusik-Szene von Glasgow 5 (>>) mit ihren Straßenmusikern, den Gigs bis hin zu Konzerten mit bekannten Künstlern.
Entdecke dein Sehnsuchtsziel.
Nördliche Highlands & Inseln
WINDGEPEITSCHTE SCHÖNHEIT
Eine umwerfende Gegend – im wahrsten Sinne des Wortes. Wanderungen entlang der wilden Nordküste, Strände mit übernatürlicher Schönheit, magische Momente auf Skye und Inselhüpfen in den faszinierenden Äußeren Hebriden. Den Reisenden erwarten Burgen, Berge, Whisky … und dazu die Geschichte der Highland Clearances.
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Orkney & Shetland
SCHOTTLANDS WAHRER NORDEN
Orkney und Shetland, physisch und kulturell vom Norden Schottlands getrennt, bieten eine faszinierende Tierwelt, Wanderwege und archäologische Stätten. Auf einer Reise in die Vergangenheit entdeckt man das neolithische Orkney oder wandert durch Shetlands Geopark und eine von Feuer und Eis geformte Landschaft.
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Inverness & die Central Highlands
DAS WILDE HERZ SCHOTTLANDS
Schottland aus dem Bilderbuch und dazu packende Geschichte – so stellt man sich Schottland vor. Geheimnisvolle Lochs, ungezähmte Wildnis, ein Nationalpark voll Berge, der höchste Gipfel Großbritanniens und der Touristenmagnet Glen Coe; hier fanden Schlachten, Begräbnisse und Massaker statt. Dazu kommen ruhige Inseln, weiße Strände … und Inverness, Hauptstadt der Highlands und Tor zum Abenteuer.
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Nordostschottland
KÜSTENSTÄDTE, BURGEN & WHISKY
Die Ostküste mit den Städten Dundee und Aberdeen und den Fischerdörfern im Moray Firth wird oft übersehen. In Aberdeenshire führen Wanderwege von einem Schloss zum nächsten, piktische Steinsymbole können in Angus bewundert werden. Die Region Speyside lockt Whisky-Liebhaber mit über 50 Brennereien.
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Südliche Highlands & Inseln
LANDSCHAFT, WHISKY, WILDE TIERE
Mit Auto und Fähre zu Abenteuer und Erholung: Wassersport, Naturbeobachtungen, historische Schätze, funkelnder Sternenhimmel und einsame Strände mit türkisfarbenem Wasser. Diese vielfältige Region bietet einen Nationalpark, abgelegene Halbinseln, beeindruckende Inseln und einige der besten Whiskys, Meeresfrüchte und regionales Essen.
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Zentralschottland
GESCHICHTE, BURGEN, WANDERWEGE
Zu allen Zeiten stand diese Region im Mittelpunkt des Geschehens. Hier gibt es kleine Städte, mächtige Burgen, ein Schloss, in dem früher Könige gekrönt wurden, Denkmäler und Schlachtfelder, aber auch bunte Fischerdörfer in Fife, fantastische regionale Erzeugnisse und die Heimat des Golfsports.
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Glasgow
TREND-CITY OHNE SCHNÖRKEL
Auf jeden Fall einen Besuch wert ist Glasgow – eine Stadt mit Herz und dem schottischen Sinn für Humor. Straßenkünstler auf der Buchanan Street sind nur ein Teil der bekannten Livemusik-Szene. Außerdem locken die Wandgemälde, Museen, das Flussufer und die Parks.
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Südschottland
Unbekanntes Land
Südschottland ist das perfekte Ziel für alle, die den Touristenströmen entgehen wollen – von sturmgepeitschten Klippen und tollen Mountainbike-Strecken bis zu sanften Hügeln, stillen Wäldern und funkelndem Sternenhimmel. Dazu kommen das reiche kulturelle Erbe, mittelalterliche Abteien und die Literatur von Robert Burns und Sir Walter Scott.
>>
Edinburgh
SCHOTTLANDS FACETTENREICHE HAUPTSTADT
Edinburgh gewinnt die Herzen aller Reisenden im Nu – mit fantastischen Gebäuden, gemütlichen Pubs, vulkanischen Aussichtspunkten, lebendiger Geschichte und dem kultigen Edinburgh Castle: dem Blickpunkt der Stadt hoch oben auf einem Felsen. Ein Spaziergang sollte unbedingt auf den Pflasterstraßen der Altstadt beginnen.
>>
Dauer: 2 Wochen+ Strecke: knapp 1500 km
Diese Strecke bietet ein überwältigendes Erlebnis mit einigen der schönsten Stadtansichten und Highland-Kulissen, atemberaubenden Stränden und faszinierenden Inseln. Jede Tour bietet neue Landschaften, spannende Erfahrungen und Kulturschätze. Hier zeigt sich das Beste von Schottland und man bekommt Lust auf mehr.
1
EDINBURGH 2 TAGE
Start ist in Edinburgh (>>). Man sollte sich ein paar Tage Zeit nehmen, um die Hauptstadt Symbolsteine und Grabhügel nördlichsten Ort in Schottland. zu erkunden: durch die Altstadt laufen, Sehenswertes und Pubs entdecken, einen erloschenen Vulkan besteigen und bei einer Tour durch die Gewölbe in die Legenden der Vergangenheit der Stadt eintauchen.
Weiterreise mit Mietwagen (Abholung in Edinburgh Zentrum); 3¼ Autostunden nach Inverness.
2
INVERNESS 2 TAGE
Nahe Inverness (>>) sind das Culloden Battlefield sowie Symbolsteine und Grabhügel aus der Bronzezeit zu sehen. Bei einer Bootstour auf dem Loch Ness kann man nach „Nessi“ Ausschau zu halten, während sich entlang des Flusses per Rad oder zu Fuß malerische Städtchen und Inseln erkunden lassen. Am Abend schottische Küche, Whisky und Live-Musik.
Nach Durness überDunrobinstle(S.362) undBettyhill(4½ Stunden).
3
DURNESS 2 TAGE
Hier bietet sich eine Tour nach Durness (>>) an, dem Von dort aus lässt sich der obere Abschnitt der „North Coast 500“-Route erkunden: paradiesische Strände, dramatische Küsten und Britanniens höchste Klippen am Cape Wrath.
Abstecher:Wanderung zur abgelegenenSandwood Bay(>>) nahe Durness; ein Ausflug zu einem der schönsten Strände Großbritanniens (4½ Stunden).
4
ULLAPOOL 1 TAG
Berge und Meer, frischen Fisch und Meeresfrüchte oder Fish & Chips gibt es in Ullapool (>>), dem Fischerort und Fährhafen zu den Äußeren Hebriden. Entspann dich am Ufer des Loch Broom, stöbere in den Läden, oder unternimm eine schöne Wanderung.
Abstecher:Auf dem Weg nach Ullapool kann man den einspurigenDrumbeg Loop(S.356) fahren, die atemberaubende Landschaften und weiße Sandstrände bewundern (1½ Stunden).
5
LEWIS & HARRIS 3 TAGE
Das Abenteuer der Äußeren Hebriden beginnt mit der Fähre nach Stornoway, von den kulturellen Sehenswürdigkeiten in Lewis (>>) im Norden zu den kontrastreichen Landschaften um Harris im Süden: altehrwürdige Menhire und Monumente, traditionelle „blackhouses“, Berggipfel, unberührte Strände und der berühmte Tweed.
Abstecher:Ein Bootsausflug von Leverburgh (Harris) zur verwunschenen und exponiert gelegenenInsel St.Kilda(>>; ganzer Tag).
6
SKYE 2 TAGE
Von Tarbert (Harris) über das Meer nach Skye (>>): beeindruckende Felsformationen, Wasserfälle und ein malerischer Hafen. Highlights: Seekajak-Tour entlang der Küste, Wanderung im Quiraing und Whisky-Verkostung. Weiterfahrt von Portree (Skye) nach Glencoe, inklusive 30-Minuten-Fähre von Armadale nach Mallaig (3 Std. 20 Min.).
Abstecher:Überfahrt (25. Min.) von Sconser (Skye) nach Raasay zu einerRaasay Distillery-Tour(>>; 3 Std.).
7
GLENCOE 2 TAGE
Zurück auf dem Festland geht es Richtung Süden auf der Road to the Isles vorbei an Stränden der Westküste und dem Glenfinnan-Viadukt. Von Glencoe (>>) lassen sich einige der eindrucksvollsten historischen Stätten und Landschaften der Highlands erleben; dann weiter von Glencoe nach Edinburgh (3 Stunden).
Abstecher:Über die Skye Bridge zum romantischenEilean Donan Castle(>>), dann zurück nach Skye mit der Fähre von Armadale (1 Stunde).
Glenfinnan-viadukt (>>)
ALJ AZVIDMAR/SHUTTERSTOCK ©
Dauer: 10 Tage Dauer: 650+ Kilometer
Sorgen und Stress adé bei einem ganz besonderen Inselhüpfen rund um die Inneren Hebriden! Bis zu sechs Inseln sind auf nur einer rundreise zu schaffen. ob per Fahrrad, zu Fuß oder beim Paddeln: Genieße lokalen Fisch und meeresfrüchte, beobachte die wilde Tierwelt und entdecke verborgene Strände – frische Seeluft inklusive!
1
GLASGOW 1 TAG
Glasgow (>>) ist der Ausgangspunkt der Westküsten-Tour, wo du einen ganzen Tag einplanen solltest, um die Stadt kennenzulernen: beeindruckende Straßenkunst, Museen, fantastisches Essen, Whisky-Bars, eine lebendige Musikszene und die älteste Kathedrale von Schottland.
2
INVERARAY 2 STUNDEN
Weiter westlich geht es am Ufer entlang nach Luss am malerischen Loch Lomond (>>). Von dort führt eine besonders schöne Route zum Aussichtspunkt „Rest and Be Thankful“ und weiter nach Inveraray (>>). Hier kannst du mit Blick auf den Loch Fyne zu Mittag essen und dich vom Stadtgefängnis oder der reizvollen Burg in den Bann der Geschichte ziehen lassen.
3
OBAN 2 TAGE
Oban (>>), das „Tor zu den Inseln“ und die „Seafood-Hauptstadt des Königreichs“: Spaziergang ab der Uferpromenade oder Burgen-Sightseeing. Zum Schlemmen: Fisch & Chips oder fangfrisches Seafood am Kai. Abends gibt’s Live-Musik und Ceilidh-Tänze.
Abstecher:Mit der Fähre (55 Min.) nach Lismore (>>) oder von Gallanach nachKerrera(>>; 5 Min.); ganzer/halber Tag
4
ISLE OF IONA 2 TAGE
Ab Fionnphort (Mull) geht es mit der Passagierfähre nach Iona (>>), um dort die Seele baumeln zu lassen. Die Insel lässt sich gut zu Fuß oder mit dem Rad erkunden. Hier kannst du lokale Handwerkskunst kaufen, die Iona Abbey besuchen oder Traumstrände genießen. Ein Bootsausflug zur Isle of Staffa (>>), vielleicht begleitet von Delfinen, führt zur Fingal’s Cave; im Sommer sind dort oft Papageientaucher zu sehen.
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ISLE OF MULL 2 TAGE
Mull (>>) ist ein Traumziel auf Roadtrips. Die dramatische Westküste bietet Wasserfälle und beeindruckende Bergpanoramen, während du mit etwas Glück Seeadler in den Lüften und Otter am Ufer entdecken kannst. Tobermory (>>) besticht durch bunte Häuser, Geschäfte, gemütliche Pubs und malerische Küstenpfade.
Abstecher:Fähre von Ulva Ferry (Mull) zurIsle of Ulva(>>) zum Seafood-Lunch im Boathouse (1 Stunde)
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ARDNAMURCHAN 1 TAG
Von Tobermory Rückkehr aufs Festland über Ardnamurchan (>>). Die abenteuerlichen Straßen schlängeln sich durch die Caldera eines erloschenen Vulkans zum westlichsten Punkt des britischen Festlandes, wo der beeindruckende Ardnamurchan-Leuchtturm mit dem roten Nebelhorn über dem Meer thront. Nicht verpassen: Ein Besuch der atemberaubend schönen Sanna Bay.
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FORT WILLIAM 2 TAGE
Abschluss der Rundfahrt können ein paar Tage in den Highlands sein, mit der Ausgangsbasis Fort William (S.303). Hier bietet sich eine Fahrt mit einem berühmten Dampfzug oder mit der Berg-Gondelbahn (Nevis Range Mountain Gondola) an; außerdem eine Klettertour auf den Ben Nevis, den höchste Berg im UK oder eine Wanderung zum zweitgrößten Wasserfall Schottlands.
Tobermory (>>), Isle of Mull
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Rosslyn chapel (>>)
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Dauer: 7 Tage Strecke: 350 km
Schottlands unterschätzte ostküste bietet vielfältige möglichkeiten zur Erkundung auf eigene Faust. Bei entspannendem reisen mit zug und Bus kann man sich zurücklehnen, die aussicht genießen, reizvolle orte und Fischerdörfer, historische Sehenswürdigkeiten, Städte entdecken und auf Küstenwanderungen gehen.
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EDINBURGH 2 TAGE
Nach der Erkundung von Edinburgh (>>) bietet sich ein Ausflug mit dem Lothian Bus 37 (55 Min.) nach Rosslyn Chapel (>>) an, wo es kunstvolle Steinmetzarbeiten zu bestaunen gibt. Zudem kannst du dort den Mythen über die Tempelritter und den Heiligen Gral nachgehen.
Zug von Edinburgh Waverley nach Leuchars (1 Stunde), von dort mit dem Bus nach Saint Andrews (10 Minuten).
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SAINT ANDREWS 1 TAG
Saint Andrews (>>), bekannt als die „Heimat des Golfsports“, beeindruckt mit seinem weltberühmten Old Course und der ältesten Universität Schottlands. Unternehmungen: Foodie-Tour, Wanderungen an wunderschönen Stränden, Burgruinen sowie die Überreste der ehemals größten Kathedrale Schottlands.
Tagesausflug zum East Neuk of Fife mit dem Stagecoach-Bus (1 Stunde).
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EAST NEUK OF FIFE 1 TAG
Auf dem Fife Coastal Path (>>) gibt es malerische Fischerorte mit idyllischen Häfen zu entdecken. Die Wanderung beginnt in Elie und führt nach Crail (18 km), mit den Haltestellen St. Monans, Pittenweem und Anstruther, wo es Fish & Chips, Eis oder heiße Schokolade zu schlemmen gibt. Man kann auch früher aus dem Bus aussteigen, um kürzere Strecken zu laufen.
Bus nach Saint. Andrews (1 Stunde) und anschließend nach Dundee (25 Minuten).
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DUNDEE 1 TAG
Von Sain Andrews aus fährt der Bus nach Dundee (>>). Bei einer Fahrt im offenen Bus kann man alles Sehenswerte erkunden und etwas über die Industriegeschichte der Stadt erfahren. Weitere Highlights: Galerien, Museen und ein berühmtes Schiff sowie der höchste Aussichtspunkt mit Blick über den River Tay,
Zug nach Stonehaven (55 Minuten).
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STONEHAVEN 1 TAG
Im Küstenort Stonehaven (>>) führt der Weg in den Hafen, wo eine Eispause eingelegt werden kann. Von dort führt ein herrlicher Klippenweg zu den gewaltigen Burgruinen des Dunnottar Castle. Im Ort gibt es Fisch und Meeresfrüchte, Pubs und Fish & Chips.
Abstecher: Die Seefahrtsgeschichte lässt sich inAberdeenerkunden (>>): in 20 Minuten vonStonehavenmit dem Zug (4 Stunden).
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STIRLING 1 TAG
Vor der Rückkehr zum Start bietet sich ein Tagesausflug mit dem Zug nach Stirling (>>) an. Gepäckaufbewahrung gibt es bei „Radical Storage“, siehe radicalstorage.com, nahe am Bahnhof. Von dort geht’s durch die Altstadt hinauf zum Stirling Castle. Wenn Zeit und Energie es erlauben, kannst du mit dem Bus 51 oder 52 noch zum Wallace Monument fahren.
Zug nach Edinburgh (50 Minuten).
Dauer: 5 Tage Strecke: ca. 650 km
Eine spontane autoreise abseits der touristischen Hotspots entführt dich nach Südschottland. Hier erwarten dich die weitläufige, dramatische Westküste und die historische Grenzregion, die mit ihren Wäldern, malerischen Städtchen, sanften Hügeln, alten Klosterruinen und einsamen Leuchttürmen ein unvergessliches Erlebnis bietet.
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GLASGOW 1 TAG
Nach ein bis zwei Tagen in Glasgow (>>) geht es auf der Küstenstraße nach Südwesten, durch Ayrshire – mit perfekter Aussicht auf den Firth of Clyde – zum Vulkankegel von Ailsa Craig. Eine lohnende Unterbrechung der Tour ist das Culzean Castle. Weiter geht es dann Richtung Dumfries und Galloway.
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RHINS OF GALLOWAY 1 TAG
Die Halbinsel Rhins of Galloway (>>) bietet den malerischen Hafenort Portpatrick, schöne Gärten, unberührte Strände und Schottlands südlichsten Punkt, den mull of Galloway (>>), mit grandiosen Klippen, dem Leuchtturm und Ausblicken bis nach Irland, Cumbria und die Isle of Man.
Abstecher:Küstenpfad von Portpatrick zu den Burgruinen vonDunksey Castle(1 Stunde) oder zumKillantringan Lighthouse (4 Stunden).
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GALLOWAY FOREST PARK 1 TAG
Am Tag locken die Wander- und Fahrradwege im Galloway Forest Park (>>) sowie die reizvollen Städtchen der Region: Buchläden und Cafés in Wigtown (>>; Schottlands erste offizielle Bücherstadt) und das bunte Kirkcudbright (>>) an der Solway-Küste. Nach Einbruch der Dunkelheit bietet sich ein Blick in den sternenübersäten Nachthimmel im Dark Sky Park.
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DUMFRIES 3 STUNDEN
In Dumfries (>>) kannst du den Spuren des schottischen Nationaldichters, Robert Burns, folgen: Besichtigung des Hauses, wo er seine letzten Jahre verbrachte; Mittagessen in seinem Lieblingspub und Besuch des Robert Burns Centre, wo Interessantes über ihn zu erfahren ist. Dann geht es durch die Ettrick and Yarrow Valleys.
Abstecher: Caerlaverock Castle(>>), dreieckige Wasserburg mit Burggraben, eineinhalb Stunden von Dumfries entfernt.
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MELROSE 2 TAGE
Ein paar Tage solltest du dir Zeit nehmen für die Erkundung der Grenzklöster (>>) und Ortschaften in den Scottish Borders: Melrose (>>), Dryburgh, Jedburgh und Kelso; erkunde die reiche Geschichte, durchstreife herrliche Landschaften und besuche das Abbotsford House (ehemaliges Zuhause von Walter Scott) und das nahe Floors Castle.
Abstecher:Fahrt zu Berwickshire Coast:St. Abbs Head National Nature Reserve, Coldingham Bay und Eyemouth (6 Stunden).
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UPPER TWEED VALLEY 6 STUNDEN
Rückkehr zum „Central Belt“ durch das Upper Tweed Valley (>>), wo eine pulsierende Outdoor-Szene und erstklassige Mountainbike-Trails sich um den mächtigen River Tweed herum entfalten. Lass die Tour ausklingen mit einem Nachmittag in der Natur und einem Geschichtserlebnis im Traquair House, dem ältesten noch bewohnten Haus in Schottland, in der Nähe von Peebles.
Schottland ist ein Ganzjahres-reiseziel. Jede Jahreszeit bietet ihre Besonderheiten.
Seien wir ehrlich, es ist nicht das Klima, weshalb man nach Schottland reist. Die langen Tageslicht-Stunden im Sommer gestatten zwar mehr Erkundungsszeit, aber es gibt keine Sonnen-Garantie. Für den Winter kann man Kälte und Dunkelheit voraussagen. Der Frühling sorgt für Kirschblüte in Edinburgh, Blauglöckchen-Teppiche in den Wäldern und Wildblumen-Trampelpfade auf den Inseln, während im Herbst Land und Bäume in eine feurige Farbpalette getaucht sind. Jede Jahreszeit bietet neue Wunder und Kontraste zur vorhergehenden. Man sollte einfach losreisen. Schönes Wetter ist ein Bonus.
Die Vermeidung der Hochsaison wird mit Sparpreisen belohnt; wenn die Nachfrage nachlässt, tun dies auch die Übernachtungspreise. Es gibt vorteilhafte Herbst-/Winter-Übernachtungs-Angebote im ganzen Land: ermäßigte Aufenthalte und Hotel-Pakete inklusive Frühstück und Abendessen.
Lerwick (>>), Shetland
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LOCAL TIPP
FRÜHLING AM MEER
Gus Newman ist Whisky-Sammler und Direktor der islay Sea adventures und islay Storm pods @islay_sea_adventures
„Im Frühling fahre ich gerne mit dem Boot auf den Mull of Oa. Es ist ein Anblick, dessen ich nie müde werde: die Klippen und die Felsnadel von Soldier’s Rock, oder die Seevogel-Brut-Kolonien, hin und wieder überflogen von Steinadlern. Mit dem Boot kann ich in eine Seehöhle mit einem Wasserfall hineinfahren, in deren Felswänden grünes Kupfererz glitzert.“
SONNE TANKEN
Die Insel Tiree, als „Hawaii des Nordens“ tituliert, ist einer der sonnigsten Orte im Vereinigten Königreich mit einem Durchschnitt von 1524 jährlichen Sonnenstunden; der beste Monat ist der Mai mit durchschnittlich 240 Sonnenstunden. Dundee soll Schottlands sonnigste Stadt sein.
NASSER WESTEN
Im Gegensatz zur landläufigen Meinung regnet es nicht immer in Schottland – ortsabhängig jedenfalls. Wobei die Westküste sehr nass ist; Teile des westlichen Hochlands erreichen über 4000 mm Regen im Jahresdurchschnitt. Tipp: ein modischer Regenmantel!
Musik ist der ultimative Stimmungsaufheller, und Celtic Connections (>>; Foto rechts) ist Glasgows Kur gegen den Mittwinter-Blues. Dieses bekannte Folkmusik-Festival bringt Musik-Liebhaber und Musiker mit keltischen Wurzeln zusammen. Januar Tiree music Festival (>>) ist eine Mischung aus traditioneller Musik, Camping-Trödelmarkt und Familien-Unterhaltung in der Strandlandschaft der Hebriden. Juli
Highland Games sind legendäre kulturelle Veranstaltungen, und das Braemar Gathering (>>) ist das berühmteste von allen: eine wahre Explosion von Tartans, Dudelsäcken, Highland-Tänzen und traditionellen Sportarten wie Tauziehen, Baumstamm-Werfen oder Hammerwerfen. September
Ceilidh feiern, ein Fackel-Umzug, Live-Bands und eine Straßen-Party bilden den Edinburgh’s Hogmanay (>>), mit einem Feuerwerk über dem Edinburgh Castle als Höhepunkt, um den Jahresbeginn zu begehen. Dezember
Das „Outdoor-Zentrum des Vereinigten Königreichs“ ist der Gastgeber für ein jährliches Event: Das Fort William mountain Festival (>>) ist ein Rummel von Filmen, Auszeichnungen, Rednern und Outdoor-Fankultur. Februar
Das St magnus international Festival ist eine Kunstveranstaltung zur Sommersonnenwende auf den Orkney-Inseln. Das Programm bietet Musikveranstaltungen, Geschichten, Theater, Tanz und bildende Kunst. Juni The Common Ridings (>>), eins der ältesten Reitturniere der Welt, verteilt sich über mehrere Städte entlang der schottischen Grenze: ein traditioneller Rückblick auf den jahrhundertealten Grenzkonflikt zwischen Schottland und England. Juni/August Bücherfreunde können ihrer Leidenschaft beim 10-tägigen Wigtown Book Festival (>>) frönen: mit Diskussionen, Spaziergängen und Filmen in und über die Stadt und ihren Buchläden. September
LOCAL TIPP
HERBST-STIMMUNG
Die Fotografin und visuelle geschichtenerzählerin claire Ferguson teilt reise-eindrücke aus ganz Schottland
@alittlebitofclaire
Der Herbst ist eine ruhige Zeit in einem prachtvollen Land voller Farben. Die Kunst des ‚colsie’ („Gemütlichkeit“) lässt mich die Freuden des Herbstes wertschätzen, wenn alles gemächlicher abläuft: Backen, Kerzenschein, knisternde Feuer, warme Getränke, trockene Blätter ...Bergwandern in der frischen Luft, und später im Clachaig Inn Folkmusik, Essen und Glühwein genießen.
Am längsten Tag des Jahres dauert das Tageslicht auf Schottlands nördlichsten Inseln 19 Stunden, und richtig dunkel wird es nicht. Die Sonne verschwindet kaum hinter dem Horizont — ein mystisches Dämmerlicht, das die Einheimischen „simmer dim“ nennen.
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Nützliches zum Vorbereiten und Einstimmen
Zwiebellook: Der sehr verbreitete Spruch „Alle Jahreszeiten an einem Tag” ist oft wahr, deswegen braucht man in Schottland von allem etwas; Shorts und T-Shirts für warme Tage, warme Kleidung für wechselhaftes Wetter. Eine Regenjacke ist ein absolutes Muss; wer sie vergisst, muss mit Dauerregen rechnen. Für kalte, windige Tage ist eine warme Kopfbedeckung sinnvoll.
Abendkleidung: Wer nicht gerade in ein Sterne-Restaurant oder in einen schicken Club geht oder in inem Spitzenhotel übernachtet, kommt mit legerer Kleidung zurecht. Lokale auf dem Land oder den Inseln sind völlig unkompliziert und akzeptieren alles.
Etikette
Immer freundlich, oft mit sarkastischem Humor, Schotten beleidigen eher, als dass sie beleidigt sind.
Gespräche über Fußball (in Glasgow) oder die Unabhängigkeit Schottlands können hitzig werden. Einheimische Taxifahrer setzen zu Schimpftiraden an, wenn das Gespräch auf Edinburgh Trams kommt. Am einfachsten: Gespräche über das Wetter.
Schlange stehen ist üblich.
Schuhe: Beim Erobern von Stadt und Land ist Komfort wichtiger als Schick. Wasserdichte Wanderschuhe sind geradezu unentbehrlich.
LESEN
The Lost Lights of St Kilda (Elisabeth Gifford; 2020) Die Liebesgeschichte fängt das Leben auf der Insel Saint Kilda ein.
Corrag (Susan Fletcher; 2010) Eine Darstellung des Massakers von Glencoe (1692) aus der Sicht einer angeklagten Hexe.
A History of Scotland (Neil Oliver; 2011) Leicht zu lesen und eine gute Einführung in die Geschichte Schottlands.
The Lewis Trilogy (Peter May; 2011, 2012, 2013) Eine packende Thriller-Serie, die auf den entlegenen Äußeren Hebriden spielt.
Sprechen
Aye – Schottisch für „ja”.
Naw – das Gegenteil von „aye, also „nein”.
Wee (wi) – bedeutet „klein”. „A wee lassie” ist ein kleines Mädchen.
Edinburgh (Ed-in-brah) – die korrekte Aussprache der Hauptstadt ist wichtig; es heißt nicht „Edinburg” oder „Edinburro”.
Glasgow – das Gleiche gilt für Glasgow: Einheimische lachen über die Aussprache „Glaz-GOW”.
Bonnie – eine hübsche schottische Floskel für das Wort „schön”. Eine Landschaft ist „bonnie” oder „she is a bonnie lassie” – ein schönes Mädchen.
Eejit (ii-jit) – heißt „Idiot”, oft scherzhaft gemeint.
Braw (br-oah) – ein begeisterter Ausdruck für „gut, toll”.
Dreich (dr-iik) – die beste Möglichkeit, nasses, düsteres, schlechtes schottisches Wetter zu beschreiben. Dinnae (dinn-ay) – Ostküsten-Slang für „don’t”, normalerweise gefolgt von „ken” (wissen). Wenn man auf eine Frage keine Antwort weiß, sagt man „I dinnae ken”.
Cannae (cann-ay) – das Gleiche wie oben, aber mit „can’t” (können): „I can’t do it” heißt dann „I cannae dae it”.
Nae (nay) bother – Slang für „kein Problem”, wahrscheinliche Antwort auf ein „thank you”.
Ceilidh (kei-li) – Gälisches Wort für eine traditionelle schottische Zusammenkunft oder Party.
Steamin’ – Slang für „betrunken”. „I got steamin’ at the ceilidh last night”.
Wheesht (whisch-t) – typisch schottische Art „sei ruhig” zu sagen; die Steigerung davon ist „haud yer wheesht“.
ANSCHAUEN
Freut euch des Lebens (Alexander Mackendrick; 1949) Filmklassiker, der auf der wahren Geschichte eines Schiffbruchs nahe Eriskay und einer kostbaren Fracht basiert.
Outlander (Ronald D Moore; 2014–) TV-Serie nach den Romanen von Diana Gabaldon, in denen Fiktion auf die Geschichte der Jakobiten trifft.
Braveheart (Mel Gibson; 1996) Gute Unterhaltung, allerdings ohne Anspruch auf historische Genauigkeit und echte schottische Landschaften.
Trainspotting – Neue Helden (Danny Boyle; 1996) Düsterer, harter schottischer Kult-Klassiker mit tollem Soundtrack.
REINHÖREN
Sunshine on Leith (The Proclaimers; 1988) Das zweite Album mit den bekanntesten Hits der schottischen Rock-Zwillinge.
The Last Dance – Farewell Concert (Runrig; 2018) Live-Album der schottischen Keltic-Rockband von ihrem letzten Konzert in Stirling.
Wild for Scotland (Kathi Kamleitner; 2021–) Anregende Podcast-Episoden mit Geschichten über Schottland und die Schotten.
The Man Who (Travis; 1999) Beliebtes Album aus den 90ern von der Glasgower Rock-Band Travis unter Fran Healy.
Cullen Skink
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Entgegen den verbreiteten Klischees geht die schottische Küche weit über Haggis, Irn Bru und frittierte Speisen hinaus.
Frittierter Haggis zum Abendessen? Ja, das gibt es. Wenn die Pubs und Clubs am Abend schließen, folgt man den Einheimischen und geht zur nächsten Frittenbude („chippy“). Der Genuss von Schottlands salzigem, knusprigem und saftigem Fast Food ist zu empfehlen. Man sollte die Geschmacksnerven an die Genüsse aus der regionalen Speisekammer gewöhnen: hochwertige Fleisch- und Milchprodukte, Obst und Gemüse der Saison sowie Meeresfrüchte der Weltklasse, die oft vor Ort an Land gezogen wurden. Deftige Hausmannskost und hausgemachte Backwaren sorgen dafür, dass der große Hunger und Naschkatzen auf ihre Kosten kommen. Es gibt für jeden Geschmack, jedes Portemonnaie und jeden Anlass das Richtige: von einfachen Cafés bis hin zu ausgefallenen Restaurants mit gehobener Küche, Meeresfrüchtebuden, Street-Food-Ständen, skurrilen Teestuben, Bäckereien, Imbissbuden mit Honesty Boxes und romantischen Restaurants.
Schottische Winter sind lang und dunkel. Wenn das Essen nicht das essbare Gegenstück einer herzlichen Umarmung ist, dann ist es nicht gut. Haggis ist das Nationalgericht, aber es steht wohl kaum auf der Wocheneinkaufsliste, es sein denn, es geht um ein Frühstücksbrötchen. Die traditionellen Familienmahlzeiten bestehen aus Grundnahrungsmitteln wie Fleisch, Bratensoße und Gemüse (der Deckname für Kartoffeln). Am Herd steht die schottische Oma, die berühmt-berüchtigte Ernährerin, mit ihren eigenen Suppenrezepten: Variationen schottischer Brühen, Linsensuppe, Kartoffelsuppe („tattie soup“) oder Hühner-Lauchsuppe.
Unbedingt probieren!
HAGGIS
Traditionell aus Schafsinnereien, Haferflocken, Talg und Gewürzen zubereitet.
CULLEN SKINK
Eine Cremesuppe aus geräuchertem Schellfisch mit Zwiebeln und Kartoffeln.
SCHOTTISCHES FRÜHSTÜCK
Würstchen, Kartoffelküchlein, Haggis und Blutwurst.
RÄUCHERLACHS
Zum Frühstück mit Eiern, Suppe, Pasta und Tarts.
PORRIDGE
Ein wärmendes tradionelles Frühstück aus schottischem Haferbrei.
CRANACHAN
Dessert aus frischen Himbeeren, Sahne, Haferflocken und Whisky.
SHORTBREAD
Knuspriges Buttergebäck mit sehr langer Tradition; in der Regel wird es in Dosen mit Schottenmuster verkauft.
SCOTTISH TABLET
Klassische Süßigkeit: fester als Fudge und sehr süß.
Schottische Hausmannskost kommt in vielen ähnlichen Gerichten daher. So genannte „stovies“ sollten nicht nach ihrem Aussehen beurteilt werden. Es sind sättigende Eintöpfe mit Fleisch, halb gestampften Kartoffeln, Zwiebeln, Bratensaft, Salz und Pfeffer; sie werden oft mit Haferfladen serviert. Ursprünglich wurde „stovies“ aus Bratenresten zubereitet, aber heutzutage werden auch Würstchen oder Corned Beef verwendet. Ein weiteres beliebtes Gericht ist „mince and tatties“: Rinderhack, Möhren, Zwiebeln und Rinderbrühe mit Kartoffeln. Manchmal gibt es noch Erbsen dazu, aber häufiger Weißbrot mit dick Butter darauf.
Wenn der Hauptgang nicht ausreicht, kann ein gedämpfter Pudding Abhilfe schaffen. Ein „Clootie“-Knödel ist ein reichhaltiger, warm gewürzter Nachtisch mit Trockenfrüchten, der traditionell vor dem Kochen in ein Tuch („clootie“) eingeschlagen wird. Ideal mit „clotted cream“.
Überall in Schottland ist die vegetarische Küche im Aufwind – eine Verlockung auch für pflanzenhungrige Allesesser. In den Städten werden Veganer und Vegetarier mit eigenen Speisekarten, speziellen Restaurants und veganen Essensfestivals sehr gut versorgt. Wer sich in ländliche und abgelegenere Gegenden begibt, hat weniger Auswahl, aber mancherorts gibt es kulinarische Kleinode. Man sollte seine Essensstopps im Voraus planen: Speisekarten online nachschauen und zur Sicherheit noch vorher anrufen. Und Snacks mitnehmen.
Clootie-Knödel
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KULINARISCHE FESTIVALS & WEINFESTE
Fèis Ìle (>>; Foto) Islays Tribut an alles, was von den Hebriden kommt: Whisky, traditionelle Musik und Gastfreundschaft. Es wird im Mai in Destillerien und anderen Veranstaltungsorten auf der ganzen Insel gefeiert.
Scottish Wild Food Festival Ein Festival für gesundes Essen mit Workshops und Banketten im Cairngorms National Park.
Spirit of Speyside (>>) Jährlich stattfindendes Whiskyfestival in der Speyside; ein Hoch auf den Single Malt der Speyside!
Tarbert Seafood Festival (Juli) Umzüge, Livemusik, Kochvorführungen und Meeresfrüchte als Tribut auf das Fischereierbe des Dorfes.
Loch Lomond Food & Drink Festival (September) Bauernmärkte, Street Food, Kochkurse und Gin- und Whiskyverkostungen an den Ufern von Loch Lomond.
Arran Festival of Food & Drink (September) Auf der schottischen Feinschmeckerinsel; es gibt regionale Leckerbissen.
Regionale Gerichte
Arbroath Smokie: ein Gericht aus einem kleinen Schellfisch von der Ostküste; nach tradionellen Methoden heiß geräuchert.
Stornoway Black Pudding: hochgelobte zartschmelzende Blutwurst von der Isle of Lewis.
Wildbret: Dank der übermäßigen Population von Rothirschen in den Highlands ist Wildbret das nachhaltigste Fleisch des Landes. Mager und lecker!
Reestit-Hammelfleisch: salziges, luftgetrocknetes Hammelfleisch, das in Suppen oder Eintöpfen vorkommt.
Chicken Tikka Masala: Dieses klassische, auf den westlichen Geschmack ausgerichtete indische Curry kommt aus Glasgow, der „Curry-Hauptstadt Schottlands”.
Süße Leckereien
Frittierter Mars-Riegel: Der Name sagt eigentlich schon alles. Schmeckt besser als erwartet.
Puffin Poo: köstliche Pralinen von den Shetland-Inseln aus weißer belgischer Schokolade,
Schellfisch-Räuchern
Malve und geröstetem Reis. Irn Bru: Dieses sprudelnde, leuchtend orangefarbene Erfrischungsgetränk ist so süß, wie es nur eben geht, aber bei Schotten sehr beliebt.
Aus dem Meer
Fischessen: pannierter Schellfisch oder Kabeljau mit Pommes, am besten in einer Pappschachtel zum Mitnehmen für den Verzehr im Freien.
Meeresfrüchte: handgefangene Jakobsmuscheln, frische Austern, in Weißwein und Knoblauch gekochte Muscheln, angemachte Krabben, Langusten und Hummer.
Hausgemachtes Eis: besondere Eissorten sind die Geschmacksrichtungen Scottish Tablet (Toffee) und Irn Bru.
GESCHMACKS ERLEBNISSE
Globe Inn, Dumfries (>>) Im einstigen Lieblingslokal von Robert Burns, das auf das Jahr 1610 zurückgeht, genießt man ein fünfgängiges Degustationsmenü. Eine Führung durch Burns’ Zimmer lohnt.
Rockpool Cafe, Cullen (>>) Reisende sollten die Suppe „Cullen skink”, in einem kleinen Café in genau dem Dorf, in dem sie erfunden wurde, probieren.
Three Chimneys, Skye (>>) Man sollte in eins der renommiertesten Feinschmeckerrestaurants Schottlands an den Ufern von Loch Dunvegan einkehren.
Seafood BBQ, Islay Sea Adventures (>>) Hier können Urlauber sich ihre eigenen Meeresfrüchte fangen und direkt auf den schiffseigenen Grill grillen.
SAISONALE KÜCHE
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FRÜHLING
Wer zum Essen ausgeht, kann sich an Gemüse laben: Schnittlauch, Petersilie, Grünkohl, Spargel, Lauch, Frühkohl und Frühlingszwiebeln haben wieder Saison. Ab März steht auch Rhabarber auf der Dessertkarte.
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SOMMER
Der Sommer ist ideal für frische Produkte, und saftige Früchte stehlen allen anderen die Show. Auf den Märkten und in den Bauernläden kann man Erd- und Himbeeren kaufen oder selbst welche pflücken.
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HERBST
Nun ist Erntezeit und es gibt Meeresfrüchte, Schalentiere und dunkle Früchte in Hülle und Fülle: Brombeeren, Heidelbeeren und Pflaumen. Vor Halloween erstrahlen überall die Kürbisfelder (und auch auf Instagram).
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WINTER
Ideal, um eine Suppe, einen Eintopf oder „stovies“ zu genießen. Wildbret, Kohl- und Wurzelgemüse sind reichlich zu finden. Auf Festtagsmärkten kann man sich mit Whisky und Glühwein aufwärmen.
Haggis, Neeps und Tatties
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Wie man …
Haggis Isst
Man mag ja Misstrauen gegen dieses optisch wenig ansprechende schottische Gericht hegen, aber es gar nicht zu probieren, käme einem Vergehen an diesem Nationalgericht gleich – und wäre eine verpasste Gelegenheit. Als Erstes ist eine Frage zu klären: Was ist Haggis überhaupt? Traditioneller Haggis ist eine Kombination aus gehackten Schaftsinnereien, Zwiebeln, Haferflocken, Gewürzen, Talg und Salz, zusammengemischt und im Schafsmagen gekocht. Haggis ist erstaunlich lecker. Man könnte es sich wie eine krümelige Wurst vorstellen: pfeffrig, deftig und sättigend. Traditionell wird er mit “neeps and tatties” (Steckrüben und Kartoffeln) serviert und mit einer Whisky-Sahne-Soße übergossen. Überzeugt?
In den meisten schottischen Cafés, Straßenimbissen und Restaurants in Stadtzentren und touristischen Gegenden steht Haggis selbstverständlich auf der Speisekarte. Man sollte auf jeden Fall eines dieser Esslokale aufsuchen. Verständlicherweise möchte man beim ersten Rendevous mit diesem seltsamen Nationalgericht diese nicht gleich als ein ganzes Hauptgericht wählen. Besser ist es, nach Haggis als Vorspeise Ausschau zu halten oder sich eventuell ein Hauptgericht mit einem Mitreisenden zu teilen. Alternativ kann man natürlich auch den Tag auf schottische Weise beginnen: Zu jedem anständigen schottischen Frühstück gehört eine Scheibe Haggis oder man bestellt einfach ein Haggisbrötchen.
Haggis gibt es in vielen Arten und Formen, und niemand wird Gäste verurteilen, die sich gegen die traditionelle Art und Weise wehren, denn viele Schotten tun das auch. Das Nationalgericht geht auch ganz anders: auf Pizza, in Pasta, auf Paninis, in Pasteten, Pakoras, Tacos, Nachos, Bonbons und Frühlingsrollen. Überall, wo Kohlenhydrate im Spiel sind, gibt es auch ein Zuhause für Haggis.
Vegetarier? Kein Problem. Vegetarisches Haggis ist auch eine ganz tolle Sache: ein nussiger, pflanzlicher Ersatz aus Gemüse, Hülsenfrüchten, Hafer und Körnern. Besonders empfehlenswert zum Brunch: Eier Benedict mit vegetarischem Haggis.
WILDER HAGGIS
Schelmische Schotten erzählen Geschichten über den wilden Haggis. Diese kleine pelzige Kreatur, die in den schottischen Highlands beheimatet ist, hat nur drei Beine, die auf der einen Seite länger sind, damit sie die steilen Hügel besser durchstreifen kann, aber eben nur in eine Richtung. Bei der Jagd auf den Haggis wird das scheue Tier auf seinen Runden um den Hügel so erschreckt, dass es sich schnell umdreht, um in die andere Richtung zu laufen. Nun fehlt ihm die Stütze durch das kürzere Bein und so kullert es bergab, geradewegs in ein Netz hinein. Diese Geschichte ist der Inbegriff von schottischem Humor.
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In Schottland entdeckt jeder sein persönliches Outdoor-Paradies. Man lässt sich einfach von der Natur inspirieren und findet gute Erholung und reichlich Abenteuer.
Schottlands große Outdoor-Erlebnisse übertreffen alle Erwartungen. Es gibt 282 Munros (Berge über 3000 Fuß/914 m), fast 10000 km Küstenlinie auf dem Festland und eine große Vielfalt an Landschaften dazwischen. Man kann es langsam angehen lassen oder sich direkt ins Abenteuer stürzen. Es gibt die Möglichkeit, barfuß über den weichen weißen Sand zu gehen oder sich die Wanderschuhe zu schnüren, um durch die wilde Natur zu wandern. Ob man nun spazieren geht, klettert, in die Pedale tritt oder paddelt, schwimmt oder nur zuschaut, das Erlebnis ist immer beruhigend und anregend. Überall warten Abenteuer, die entdeckt werden wollen.
Man muss kein eingefleischter Wanderer oder Bergsteiger sein, um sich an den atemberaubenden Landschaften zu erfreuen. Die Täler, die Kurven und Küsten, die versteckten Winkel und die Höhenzüge des Landes sind mit Pfaden und Wegen durchsetzt, um Hunderte Kilometer zu laufen. Ob man nur am Meer spazieren geht oder sich an den Klippen festklammert, es ist für jeden etwas dabei: leichte Wanderungen, große Wanderrouten und schmale, karge Bergkämme.
Wer Fernwanderwege liebt, sollte unter Scotland’s Great Trails (scotlandsgreattrails.com) nachschauen; Routen für jedes Niveau, jeden Ort und jede Länge findet man mit WalkHighlands (walkhighlands.co.uk) oder man lädt sich die App AllTrails (alltrails.com) herunter. Um Menschenmassen und (vor allem!) Mückenschwärme zu meiden, sollten Wanderer Anfang April/Mai oder Ende September/Oktober unterwegs sein. Es lohnt sich auch zu Sonnenaufgang oder -untergang zu wandern. Man sollte gut vorbereitet sein und das Wesentliche dabei haben: Wanderschuhe, Regenkleidung, warme Kleidung nach dem Zwiebelprinzip, Handy, Kopflampe, ausreichend zu essen und zu trinken und eine Karte/sowie einen Kompass zur Orientierung.
Einfach ausprobieren
SURFEN
Wind und Wellen des Atlantiks bei einer Surfstunde auf der flachen und dem Wetter ausgesetzten Isle of Tiree (>>) genießen.
LANDYACHTING
In West Sands (>>) in St Andrews auf Sand segeln; eine wirklich überraschende Erfahrung!
ANGELN
Mit der Angel in der Hand geht es zum Fliegenfischen im lachsreichen River Tay (>>).
STAND-UP PADDLING
Das Gleichgewicht und gleichzeitig ein neues Hobby bei einer geführten SUP-Tour auf Loch Lomond (>>) finden.
GOLF SPIELEN
Die sieben Golfplätze an der Küste von Ayrshire (>>) gelten als eine der besten und lohnenswerten Golfdestinationen der Welt.
FATBIKING
Mit Leichtigkeit an den Stränden von Islay entlang radeln (>>) – das ist dank der klobigen und robusten Fatbike-Räder kein Problem.
KAJAK FAHREN
Eine Paddeltour entlang der atemberaubenden Küste auf den Shetland Islands (>>) machen und dabei Höhlen und Felsbögen entdecken.
FAMILIENABENTEUER
Mit der Nevis Range Gondola Auf Den Aonach Mòr fahren (>>) Wandern im Frühling/Sommer oder Skifahren / Snowboarden im Winter. Die Cairngorm Reindeer Herd in Aviemore besuchen (>>). Eine geführte Bergwanderung unternehmen und die einzige frei lebende Rentierherde des Landes kennenlernen.
Einen Bootsausflug zur Isle of Staffa buchen (>>). Während der Brutzeit Papageientauchern begegnen (Mai bis Juli) und Delfine beobachten. Den Nachmittag am Achmelvich Beach an der North Coast 500 verbringen (>>). Am Sandstrand nach Muscheln suchen und in der Bucht schwimmen.
Die Sterne im Galloway Forest Park beobachten (>>). Mit einem Ranger des Sternenparks (Dark Sky Park) den grandiosen Nachthimmel betrachten.
Wildes Schwimmen gilt als gesund, und Schottland ist eine Quelle der Kaltwasserthe rapie. Im Winter liegen die Wassertemperaturen bei 5 bis 8 °C, in den Sommermonaten erreichen sie maximal 15 bis 17 °C. Diese kühlen Temperaturen steigern die Vorteile für das Wohlbefinden: Sie fördern die Durchblutung, lindern Schmerzen, machen den Kopf frei und setzen stimmungsaufhellende Endorphine frei. Inzwischen werden sogar immer mehr Saunas direkt an Seen und Küsten eingerichtet.
Die wilden Gewässer Schottlands sind ein Freiluft-Kurort für Körper und Seele; allein die Umgebung wirkt beruhigend, bevor man auch nur einen Zeh hineingetaucht hat. Man stelle sich Seen vor, die von Bergen und Bäumen umgeben sind, tiefe Becken, die von den Wasserfällen ausgewaschen werden, und geschützte Strände mit klarem und tiefblauem Wasser. Sicheres Schwimmen gelingt am besten, wenn man sich Schwimmlehrer und -kurse fürs Freiwasserschwimmen vor Ort sucht.
Abenteuer auf zwei Rädern werden immer beliebter. Von April bis Oktober sind die Temperaturen am angenehmsten und die Tage lange hell. Unabhängig von Fitness oder Adrenalinpegel und Ausdauer gibt es immer ein passendes Fahrrad und eine passende Strecke. Nehmen Sie einen Mountainbike-Trail durch den Wald in Angriff, treten Sie bei einer Küstentour in die Pedale oder schwingen Sie sich auf ein E-Bike für einen leichten, aber windigen Inselausflug; die Turbo-Einstellung ist ein Segen! Es lohnt sich, das National Cycle Network, das von Sustrans (sustrans.org.uk) verwaltet wird, nach Radwegen zu durchstöbern.
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Die besten Outdoor-Erlebnisse in Schottland
Urquhart Castle (>>)
WALLOPHOTO/SHUTTERSTOCK ©
SCHOTTLAND
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FACETTENREICHE HAUPTSTADT
Die mittelalterlichen Gassen, die herrschaftlichen klassizistischen Straßenzüge und die avantgardistischen Festivals machen Edinburgh zu einer Kulturmetropole mit zeitlosem Charme.
Alles begann mit Feuer und Lava. Die hügelige und teilweise zerklüftete Stadtlandschaft entstand durch drei Vulkane, die vor ca. 350 Mio. Jahren aktiv waren. Der erste Vulkan (Castle Rock) ist am deutlichsten sichtbar. Auf dem lange erloschenen Basaltkegel thront heute das mächtige Edinburgh Castle. Der zweite Vulkan (Calton Hill) befindet sich östlich der New Town und ist ideal für ein Picknick im Umfeld seiner wuchtigen Monumente. Der dritte Vulkan (Arthur’s Seat) lockt Wanderer, Mountainbiker, Hundefreunde und Drachenflieger an. Vom felsigen Gipfel schweift der Blick weiter über Holyrood Park hinaus.
Rund 1000 Jahre lang wurde die Stadtentwicklung von diesen Vulkanen geprägt: Die Old Town entstand auf dem Rücken des Castle Rock im Westen. Arthur’s Seat im Osten und Calton Hill im Norden waren natürliche Begrenzungen. Erst mit dem Bau der New Town im 18. Jh. begann Edinburgh, sich über seine natürlichen Grenzen hinweg auszudehnen. 250 Jahre später sind die einst dominierenden Gipfel nur noch einfache Erhebungen inmitten der Stadt.
STEFANO EMBER/SHUTTERSTOCK ©
Die meisten Besucher der Stadt beschränken sich auch heute auf das Dreieck zwischen den Vulkanen. Das ist verständlich, denn die Old Town verfügt über einen nahezu unwiderstehlichen Charme mit ihrem faszinierenden Netz an schmalen und steilen Gassen sowie den tiefen Kellergewölben. Der August ist der Monat für das weltweit größte Kulturfestival, das eigentlich aus mehreren international renommierten Einzelfestivals besteht. Die Straßen werden dann für Tausende Künstler und Hunderttausende Gäste zur großen Bühne.
Ein Spaziergang auf die Gipfel der drei Vulkane zeigt jedoch, wie weit sich das moderne Edinburgh über die Altstadt hinaus ausgeweitet hat. Die grünen Plätze der New Town und die großartige Architektur im West End, der Wochenmarkt von Stockbridge und die schicken Restaurants von Leith, die Hipster-Bars von Holyrood und die Studi-Kneipen im Süden – Edinburgh ist eine große, bunte und lebendige Stadt, die darauf wartet, erkundet zu werden.
DIE WICHTIGSTEN STADTVIERTEL
OLD TOWN
Burg und gepflasterte Gassen. >>
HOLYROOD & ARTHUR’S SEAT
Geschichte erleben und bergan wandern. >>
NEW TOWN
Von Läden gesäumte georgianische Straßen. >>
WEST END & UMGEBUNG
Moderne Kunst und verborgene Schätze. >>
STOCKBRIDGE
Wochenmärkte und Gärten. >>
LEITH
Pubs und Restaurants am Flussufer. >>
SOUTH EDINBURGH
Grüne Parks und Hügel. >>
Links: Palace of Holyroodhouse (>>); Oben: St Giles Cathedral (>>)
RUEDIGER ETTL/SHUTTERSTOCK ©
Aufgrund der engen mittelalterlichen Gassen (den Wynds und Closes) der old town, den großzügig angelegten Straßenzügen der new town sowie den gut markierten Pfaden hinauf zum arthur’s Seat ist Edinburgh eine Stadt für Fußgänger. um die Erkundung zu erleichtern, werden die wichtigsten Sehenswürdigkeiten und Stadtviertel hier ausführlich präsentiert.
VOM/ZUM FLUGHAFEN
Vom Flughafen nimmt man am besten die Tram (alle 5−10 Min.) in die Stadt. Zur Princes Street sind es gut 30 Minuten. Der Expressbus AirLink 100 von Lothian Buses benötigt genauso lange ins Zentrum.
ZU FUSS
Eine kompakte Stadt wie Edinburgh erkundet man am besten zu Fuß − vor allem während der Festivalsaison, wenn große Teile des Zentrums autofrei sind. Es ist leicht, von der Old Town in die New Town und viele andere Stadtviertel zu gelangen, auch wenn es teilweise ziemlich hügelig ist.
BUS
