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Lonely Planet E-Books für dein Smartphone, Tablet oder E-Book Reader! Spare Gewicht im Gepäck und nutze viele praktische Feature auf deiner nächsten Reise: - Navigiere schnell und einfach im E-Book mit unseren hilfreichen Links - Weblinks führen dich direkt zu weiteren Infos - Offline-Karten (inkl. Zoom) + Google Maps Links zeigen dir den Weg NEU: Karten mit einem Klick downloaden, ausdrucken, mitnehmen oder speichern – vermeide Roaming im Ausland! - Durchsuche den Text in Sekunden nach beliebigen Stichworten - Mache Notizen und Lesezeichen und erstelle dir ganz einfach einen individuellen Reiseplan E-Book basiert auf: 7. Auflage 2018 Auch Globetrotter, die abseits der ausgetretenen Touristenpfade unterwegs sein möchten, kommen auf ihre Kosten. Wie wäre es beispielsweise mit Basaren? In Old Delhi gibt es auf den Basaren aus der Mogulzeit so ziemlich alles. Am Chandni Chowk warten einige der besten Straßenimbisse Indiens. Oder in den Bergen der unbarmherzigen Sonne entfliehen? Keralas nicht allzu touristische Hill Station Munnar ist von seltenen Tieren, Nebel sowie Tee- und Gewürzplantagen geprägt. Mutige können bei einer Safari durch die Nationalparks von Madhya Pradesh & Chhattisgarh Tiger erspähen. Wo übernachten und essen? Für jedes Reiseziel gibt es eine Auswahl an Unterkünften und Restaurants für jeden Geschmack und Geldbeutel. Der Lonely-Planet-Reiseführer Indien ist ehrlich, praktisch, witzig geschrieben und liefert inspirierende Eindrücke und Erfahrungen.
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Seitenzahl: 3410
Veröffentlichungsjahr: 2018
REISEPLANUNG
Willkommen in Indien
Karte
Indiens Top 17
Gut zu wissen
Wie wär’s mit …
Monat für Monat
Reiserouten
Zugtickets buchen
Trekking
Yoga, Spas & Spirituelles
Freiwilligenarbeit
Mit Kindern reisen
Indien im Überblick
REISEZIELE IN INDIEN
DELHI
Red Fort
RAJASTHAN
Jaipur
Bharatpur & Keoladeo National Park
Alwar
Sariska Tiger Reserve & National Park
Ajmer
Pushkar
Ranthambhore National Park
Bundi
Kota
Chittorgarh (Chittor)
Udaipur
Mt. Abu
Nawalgarh
Jhunjhunu
Fatehpur
Mandawa
Jodhpur
Jaisalmer
Bikaner
PUNJAB & HARYANA
Chandigarh
Pinjore Gardens
Morni Hills
Anandpur Sahib
Amritsar
Patiala
Sirhind
Pathankot
Bathinda
Faridkot
Kapurthala
Kurukshetra (Thanesar)
Sultanpur Bird Sanctuary
Surajkund
JAMMU & KASCHMIR (MIT LADAKH)
Ladakh
Leh
Markha-Tal & Rumbak
Nubra-Tal
Pangong Tso
Tso-Moriri-Rundfahrt
Kargil & Zanskar
Kargil
Suru-Tal
Zanskar
Kaschmir-Tal
Srinagar
Pahalgam & Aru
Gulmarg
Naranag & Gangabal-See
Sonamarg
Jammu
HIMACHAL PRADESH
Shimla
Naldehra & Umgebung
Kinnaur
Rampur
Sarahan
Sangla-Tal
Rekong Peo
Kalpa
Von Rekong Peo nach Sumdo
Mandi
Rewalsar-See
Tirthan- & Banjar-Tal
Bhuntar
Parvati-Tal
Kullu
Naggar
Manali
Dharamsala
McLeod Ganj
Von Dharamsala nach Mandi
Chamba-Tal
Lahaul
Spiti
AGRA & TAJ MAHAL
Agra
Fatehpur Sikri
Taj Mahal
Fatehpur Sikri
UTTAR PRADESH
Varanasi
Sarnath
Gorakhpur
Kushinagar
Sunauli & die nepalesische Grenze
Lucknow (Lakhnau)
Ayodhya & Umgebung
Allahabad
Mathura
Vrindavan
UTTARAKHAND
Rishikesh
Haridwar
Rajaji Tiger Reserve
Dehradun
Masuri (Mussoorie)
Char Dham
Yamunotri
Gangotri & Gaumukh-Gletscherwanderung
Kedarnath
Badrinath & Mana
Uttarkashi
Jyotirmath (Joshimath)
Auli
Valley of Flowers & Hemkund
Corbett Tiger Reserve
Nainital
Almora
Kasar Devi
Binsar
Jageshwar
Kausani
Bageshwar
Pithoragarh
Munsyari
KOLKATA (KALKUTTA)
WESTBENGALEN & DARJEELING
Südlich von Kolkata
Sunderbans Tiger Reserve
Mandarmani
Nördlich von Kolkata
Den Hooghly hinauf
Bishnupur
Shantiniketan
Nabadwip & Mayapur
Murshidabad & Berhampore
Westbengalisches Hügelland
Siliguri & New Jalpaiguri
Jaldapara Wildlife Sanctuary
Kurseong
Darjeeling
Singalila Ridge Trek
Kalimpong
BIHAR & JHARKHAND
Patna
Vaishali
Kesariya
Motihari
Raxaul
Gaya
Bodhgaya
Rajgir
Nalanda
Ranchi
Betla (Palamau) National Park
SIKKIM
Gangtok
Rumtek
Tsomgo-(Changu-)See
Von Gangtok nach Mangan
Äußerster Norden Sikkims
Namchi
Ravangla (Rabongla)
Temi Tea Garden
Pelling
Khecheopalri-See
Yuksom
Dzongri & Goecha La – Khangchendzönga Trek
Tashiding
Kuluk & Rinchenpong
NORDOSTSTAATEN
Assam
Guwahati
Tezpur
Nameri National Park
Kaziranga National Park
Jorhat
Majuli
Sivasagar
Dibrugarh
Manas National Park
Arunachal Pradesh
Itanagar
Nagaland
Dimapur
Kohima
Manipur
Imphal
Mizoram
Aizawl
Tripura
Agartala
Udaipur
Neermahal & Melaghar
Meghalaya
Shillong
Garo Hills & Jaintia Hills
Cherrapunjee (Sohra)
ODISHA
Bhubaneswar
Puri
Konark
Chilika-See
Gopalpur-on-Sea
Koraput
Rayagada
Pusphagiri-Ruinen
Bhitarkanika Wildlife Sanctuary
MADHYA PRADESH & CHHATTISGARH
Gwalior
Orchha
Khajuraho
Panna Tiger Reserve
Bhopal
Sanchi
Pachmarhi
Indore
Ujjain
Mandu
Maheshwar
Omkareshwar
Jabalpur
Kanha Tiger Reserve
Bandhavgarh Tiger Reserve
Pench Tiger Reserve
Chhattisgarh
Raipur
Sirpur & Umgebung
Jagdalpur
Sakralarchitektur
Tempel von Khajuraho
GUJARAT
Ahmedabad (Amdavad)
Vadodara (Baroda)
Saurashtra
Bhavnagar
Blackbuck National Park
Palitana
Diu
Somnath
Gir National Park & Wildlife Sanctuary
Junagadh
Gondal
Jamnagar
Kachchh
Bhuj
Mandvi
Kleiner Rann von Kachchh
MUMBAI (BOMBAY)
MAHARASHTRA
Nasik
Aurangabad
Ellora
Ajanta
Jalgaon
Nagpur
Konkanküste
Matheran
Lonavla
Höhlen von Karla & Bhaja
Pune
Kolhapur
GOA
Panaji (Panjim)
Old Goa (Velha Goa)
Mapusa
Candolim
Calangute & Baga
Anjuna
Assagao
Vagator & Chapora
Morjim
Aswem
Mandrem
Arambol (Harmal)
Margao
Chandor
Colva
Benaulim
Agonda
Palolem
Patnem
KARNATAKA & BENGALURU
Bengaluru (Bangalore)
Mysuru (Mysore)
Bandipur National Park
Nagarhole National Park
Distrikt Kodagu (Coorg)
Hassan
Belur (Beluru)
Halebid
Shravanabelagola (Sravanabelagola)
Mangaluru (Mangalore)
Dharmasthala
Udupi
Malpe
Jog-Fälle
Gokarna
Hampi
Hosapete (Hospet)
Hubballi (Hubli)
Badami
Vijayapura (Bijapur)
Bidar
Mysuru Palace
SÜdindische Strände
TELANGANA & ANDHRA PRADESH
Hyderabad
Bhongir
Warangal
Palampet
Vijayawada
Nagarjunakonda
Visakhapatnam
Tirumala & Tirupati
KERALA
Thiruvananthapuram (Trivandrum)
Kovalam
Varkala
Kollam (Quilon)
Alappuzha (Alleppey)
Kottayam
Periyar Wildlife Sanctuary
Munnar
Kochi (Cochin)
Thrissur (Trichur)
Kozhikode (Calicut)
Distrikt Wayanad
Kannur & Umgebung
Bekal & Umgebung
Lakshadweep
TAMIL NADU & CHENNAI
Chennai (Madras)
Mamallapuram (Mahabalipuram)
Kanchipuram
Vellore
Tiruvannamalai
Gingee (Senji)
Puducherry (Pondicherry)
Auroville
Chidambaram
Kumbakonam
Thanjavur (Tanjore)
Tiruchirappalli (Trichy)
Chettinadu
Madurai
Rameswaram
Kanyakumari (Kap Komorin)
Kodaikanal (Kodai)
Coimbatore
Coonoor
Kotagiri
Udagamandalam (Ooty)
Mudumalai Tiger Reserve
ANDAMANEN
Port Blair
Havelock Island
Neil Island
Middle & North Andaman
Little Andaman
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Der großartige indische Basar
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Red Fort in 3D
Taj Mahal in 3D
Fatehpur Sikri in 3D
Die Tempel von Khajuraho in 3D
Mysuru Palace in 3D
Indien beeindruckt mit uralten Traditionen, einem künstlerischen Erbe, prachtvoller Natur und kulinarischen Kreationen – es entfacht die Neugier, schüttelt alle Sinne durch und wärmt die Seele.
Indien ist von atemberaubenden Landschaften geprägt – von gewaltigen eisbedeckten Gipfeln der Berge im Norden bis zu sonnenverwöhnten Stränden an der Südküste. Zu den opulenten Naturschönheiten kommen prachtvolle Tempel, die sich majestätisch aus der Wüste erheben, und verfallene alte Forts, die über steilen Schluchten thronen. Naturfreunde können sich bei Regenwaldsafaris an große Katzen heranpirschen, an herrlichen Strände im schimmernden Wasser paddeln, anspruchsvolle Wanderungen im Himalaja machen oder einfach nur bei einem Waldspaziergang den würzigen Kiefernduft genießen.
Aufgepasst: Indien verspricht die vielfältigsten kulinarischen Erlebnisse, die auf Reisen überhaupt möglich sind. Ein köstliches, vielgestaltiges Repertoire von gebratenen, gesottenen und gedämpften Gerichten wartet darauf, gekostet zu werden. Hungrige Traveller dürfen sich auf viele regionale Spezialitäten in unzähligen traditionellen Zubereitungsformen und Darreichungen freuen – von meisterhaft mariniertem Fleisch und thalis bis hin zu schlichten, aber wundervollen vegetarischen Currys und Köstlichkeiten aus dem Meer.
Man sollte immer auf Überraschungen gefasst sein. Das kann anstrengend werden, gerade wenn man das Land zum ersten Mal besucht: Es gibt entsetzliche Armut, die Bürokratie kann einen verzweifeln lassen, und im Gedränge wird die kleinste Besorgung zu einem Abenteuer. Selbst erfahrene Traveller werden irgendwann die Nerven verlieren, aber das gehört einfach zu einer Indienreise. Das Land ist zugleich inspirierend, frustrierend, spannend und verwirrend: Wer nicht verrückt werden will, schwimmt hier besser mit dem Strom. Ob man die Unberechenbarkeit Indiens nun liebt oder hasst (die meisten Traveller schwanken da) – wer sich auf sie einlässt, versteht das Wesen des Landes.
Spiritualität ist das typische Bild, das man in dem riesigen, vielseitigen Gefüge des zeitgenössischen Indiens findet. Die vielen heiligen Stätten und Rituale zeugen von der alten, bunten und manchmal stürmischen religiösen Geschichte des Landes. Und dann sind da noch die Feste: Hier finden einige der weltweit eindruckvollsten religiösen Feste statt – von großen Umzügen durch die Städte anlässlich wichtiger Ereignisse im religiösen Kalender bis hin zu einfachen dörflichen Erntefesten zu Ehren einer Lokalgottheit.
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Taj Mahal
von Sarina Singh, Autorin
Immer wenn ich glaube, ich stünde kurz davor, eines der tiefsten Geheimnisse Indiens zu entschlüsseln, belehrt mich das Land auf unheimliche Weise, dass man dafür mehrere Leben brauchte. Indien zu enträtseln, bleibt eine nie endende Aufgabe. Und das macht für mich den größten Reiz des Landes aus: das ständige Erkunden, die ausgelassene Unberechenbarkeit. Wenn man das weiß, kann man hier gerade in Augenblicken, in denen man nicht damit rechnet, Erfahrungen machen, die die Sicht auf die Welt und auf sich selbst grundlegend verändern.
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1 Ein herrliches Grabmal, das nicht nur ein Monument des Todes, sondern auch der Liebe ist: Der Taj Mahal ist das vielleicht schönste Bauwerk auf Erden und wurde von Schriftstellern wie Tagore oder Kipling gerühmt. Der Großmogul Shah Jahan ließ das schneeweiße Marmormausoleum für seine geliebte dritte Frau Mumtaz Mahal errichten. Mit seinen eingelegten Kalligrafien, Edel- und Halbedelsteinen und den feinen Blumenmustern, die das Paradies symbolisieren, ist der Taj Mahal der Höhepunkt der Mogularchitektur und einer romantischen Liebe.
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2 In einer smaragdgrünen und rostroten Landschaft liegt das auch als Ruinenstätte prächtige Hampi, das einst das kosmopolitische Vijayanagar, die Hauptstadt eines mächtigen hinduistischen Königreichs, war. Die Tempel und Herrscherpaläste passen sich erhaben in die Umgebung ein: Nahe einem alten Elefantenstall balancieren Felsbrocken auf schmalen Sockeln, Tempel verstecken sich in den Klüften zwischen den Felsen, und Weidenboote ziehen an Reisfeldern und badenden Büffeln neben der riesigen Badewanne einer Königin vorbei. Wenn der Sonnenuntergang die Landschaft in rosigen Schimmer taucht, fühlt man sich auf einen anderen Planeten versetzt.
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3 Auf dem Weg nach Norden wird die Luft frischer. Man erreicht idyllische historische Hill Stations, von schneebedeckten Gipfeln umringte Sommerdomizile. Kulturelle Einflüsse gelangten nicht über die Küsten, sondern über Pässe nach Ladakh. Das Land ist vom tibetischen Buddhismus geprägt: Klöster erheben sich so poetisch über Wälder und Klippen wie die aufgehende Sonne über dem Kangchendzönga. Im Schatten des Himalaja flattern Gebetsfahnen im Wind, und der beruhigende Gesang der Mönche erklingt in Meditationshallen.
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Shanti Stupa
4 Die Mönche, die ab dem 2. Jh. v. Chr. diese Höhlen schufen, waren Asketen, hatten aber Sinn fürs Dramatische. Die 30 Grotten wurden in eine hufeisenförmige Felswand geschlagen und hatten einst Treppen, die zum Fluss führten. Dank ihrer Architektur und hoher Stupas wurden die Höhlen inspirierende Orte zum Meditieren, doch ihren eigentlichen Glanz erhielten sie Jahrhunderte später in Form herrlicher Reliefs und Malereien, die Szenen aus den Leben des Buddha darstellten. Nirgendwo zeigt sich die Abkehr vom irdischen Leben heiterer und kunstvoller.
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5 Geruhsam durch die tropisch leuchtenden Backwaters in Kerala zu schippern, ist traumhaft: Indiens entspanntester Bundesstaat verfügt über ein 900 km langes Netz miteinander verbundener Flüsse, Seen, Kanäle und Lagunen, gesäumt von den wogenden Palmen dichter Kokoshaine und malerischen Dörfern. Besonders schön lässt sich die Gegend auf einem Hausboot aus Teakholz und Palmblättern erkunden. Man treibt auf der Wasserstraße, sieht, wie die Sonne versinkt, genießt keralesisches Seafood und vergisst eine Zeit lang das Leben an Land.
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6 Auf typisch indische Art absorbiert Mumbai äußere Einflüsse und macht sie sich auf erfinderische Art zu eigen. So entstehen faszinierende Gebäude, die von einer berauschenden Melange der Stile geprägt sind. Cool wirkt die Stadt durch Art-déco-Türme und Hochhäuser, aber einen großen Teil ihrer Magie verdankt sie historistischen Bauten aus viktorianischer Zeit, die sich mal neugotisch, mal indo-sarazenisch präsentieren. Die Spitztürme, Giebel, Bögen und Kuppeln zwischen Palmen und Banyanbäumen stehen der Bollywood-Hochburg gut zu Gesicht.
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7 Tiger- oder Leopardensichtungen hängen in Indien von Zufall und Timing ab, dennoch haben Tausende dieses Glück. Selbst wenn man nicht zu jenen Glücklichen gehört, lohnt es, durch eines der schönen Waldreservate zu streifen und Axishirsche, Pfauen und Languren zu beobachten, während bunte Vögel und Schmetterlinge umherflattern. Ein anderes Safari-Erlebnis verspricht ein Trek auf einem „Wüstenschiff“. In Städten wie Jaisalmer oder Bikaner kann man auf einem Kamel durch die Wüste reiten und inmitten der Dünen unter den Sternen schlafen.
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Axishirsch im Bandipur National Park
8 Indiens Täler, Wüsten und palmengesäumte Strände sind wundervoll, aber im Sommer wird es drückend heiß. Indiens Fürsten und die britischen Kolonialherren zogen sich vor der Hitze in kühle Gebirgsdomizile wie Darjeeling; Bild oben links) zurück. Auch heute haben die Hill Stations üppige Wälder und klare Bergluft zu bieten. Man packt sich mit einer Tasse heißen Tees aus der Region unter eine Decke, blickt auf die Vögel, die über den Hängen kreisen, zu den düsteren Wolken über den Teesträuchern und schaut den Dorfkindern zu, die im Gebirgsnebel über blühende Wiesen rennen.
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9Varanasi ist eine Stadt des Lebens und des Todes und einer der heiligsten Orte Indiens. Pilger strömen hierher, um zu beten, im heiligen Ganges rituell zu baden oder um ihre Toten einzuäschern. Hindus glauben, dass das Wasser des Ganges von Sünden reinigt. Wer hier stirbt, hat besonders gute Aussichten, dem mühseligen Kreislauf der Wiedergeburten zu entkommen. Varanasi reißt Besucher schnell in einen atemberaubenden spirituellen Strom – also tief Atem holen und nachsinnen über die Bedeutung von Leben, Tod und Jenseits!
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Dashashwamedh Ghat
10 Sich im Wind wiegende Palmen, puderweißer Sand und sanft plätschernde blaue Wellen: Goas Küste ist gesäumt von wunderschönen Stränden und besitzt eine entspannt-hedonistische Atmosphäre wie sonst nirgendwo in Indien. Doch die Strände sind kein unentdecktes Paradies – hier drängen sich Traveller, Verkäufer und Strandimbisse. Goa ist also genau das richtige für gesellige Traveller, die auf Komfort bedacht sind, frische Meeresfrüchte lieben und in den Ferien gern relaxen.
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Strand von Palolem
11 Als gigantische, goldene Sandburg ragt Jaisalmers aus dem 12. Jh. stammende romantisch-pittoreske Festung ((siehe >>); Bild unten) aus der Wüste Rajasthans, des „Landes der Könige“, auf wie eine Fata Morgana. Die Sandsteinfestung mit ihren Wällen und Türmen ist ein fantastisches Bauwerk, das elegant mit den goldenen Farben der Wüste verschmilzt. In der Festung sorgen ein Palast, alte havelis (traditionelle Wohnhäuser), fein gemeißelte Jain-Tempel und schmale Gassen für ein malerisches Stadtbild, in dem man sich gern verliert.
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12 Wer eine Neun-Personen-Orgie, fantasievoll verschlungene Paare oder scharfe Nymphen sehen will, ist in Khajuraho am richtigen Ort. Manche glauben, dass die sinnlichen Reliefs an Khajurahos Tempeln das Kamasutra bebildern oder tantrische Praktiken darstellen, Anschauungsmaterial für Kinder oder Allegorien für Gläubige sein sollen. Doch man entdeckt in ihnen auch manches Neckische. Aber schnell merkt man auch, dass die Architektur und Bildhauerarbeiten dieser Tempel bemerkenswert kunstvoll und facettenreich sind.
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13Eine Bahnreise durch Indien, von sonnenverbrannten Ebenen bis zu limettengrünen Reisfeldern, ist ein einziges Abenteuer. Flüge werden zwar beliebter, aber die vielfältige Landschaft kann man – wie die schätzungsweise 25 Mio. Menschen, die täglich mit dem Zug fahren, bestätigen werden – vom Flugzeug aus nicht würdigen und auch nicht mit so vielen Menschen in Kontakt kommen. Im Zug plaudert man bei einem Chai, blickt auf die vorüberfliegende Gegend und lauscht dem Klickklack des fahrenden Zuges.
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Nilgiri Mountain Railway
14Indiens Hauptstadt birgt mächtige Zeugnisse früherer Imperien, von Mogulgräbern bis hin zu pompösen Villen aus der Zeit der britischen Herrschaft. Es gibt viel zu sehen: die zerfallende Pracht von Old Delhi mit der Jama Masjid, dem Red Fort und seinen Havelis, die Forts Tughlabad und Purana Qila, die Wunder des Qutb Minar und des Mehrauli Archaeological Park. Hinzu kommen die tollen Restaurants der Stadt, von Imbissen bis hin zu moderner Küche, erstklassige Museen und prima Läden. Kein Wunder also, dass Delhi fasziniert.
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Jama Masjid
15Der Goldene Tempel in Amritsar ist der heiligste Schrein der Sikhs und besitzt magisches Flair. Er scheint auf dem funkelnden Teich zu schweben, der „Nektar der Unsterblichkeit“ genannt wird. Dieser Tempel ist wirklich golden, denn die lotusförmige Kuppel ist mit echtem Gold bedeckt. Selbst wenn viele Pilger kommen, herrscht eine freundliche Ruhe: Man hört den kirtan (die Andachtsgesänge der Sikhs), die zwitschernden Vögel und blickt auf den schimmernden heiligen Teich um den Tempel.
SAIKO3P / SHUTTERSTOCK ©
16 Eine Stadt, die Yoga, pain au chocolat, Hindu-Götter und koloniale Architektur zu bieten hat, ist schon mal très bien. Obendrein stehen in der ehemaligen französischen Kolonie gelbe Häuser, die großen Kirchen zeigen europäischen Architekturschmuck, und die Croissants schmecken prima. Puducherry ist aber auch eine tamilische Stadt mit Geschichte, Tempeln und dem typischen Trubel und überdies ein klassisches Ziel für Meditationsklausuren, deren Mittelpunkt der Sri Aurobindo Ashram bildet.
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Notre Dame des Anges
17 Indien besitzt viele prächtige Festungen, aber das auf einem Felsvorsprung thronende Fort Mehrangarh in Jodhpur zählt zu den schönsten. Die Tore wurden so gewaltig dimensioniert, dass auch Elefanten hindurchpassen, und die Zugänge so gestaltet, dass Eindringlinge verwirrt wurden. Damit steht Mehrangarh zwar nicht allein, das Fort gehört aber zu den imposantesten Anlagen dieser Art. Indische Forts ragen meist wie Traumbilder aus dem Märchen empor, aber das Fort Mehrangarh bietet zudem den Blick auf Jodhpur, die blaue Stadt Rajasthans.
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Indische Rupie (₹)
Hindi, Englisch
EU-Bürger und Schweizer brauchen ein 30 Tage gültiges elektronisches Touristenvisum; reguläre Touristenvisa sind normalerweise sechs Monate gültig.
In den meisten Städten gibt es Geldautomaten; etwas Cash sollte man immer dabeihaben. Mastercard und Visa sind die am häufigsten akzeptierten Kreditkarten.
In städtischen Gebieten ist der Empfang sehr gut, auf dem Land und im Himalaja schlecht. Prepaid-SIM-Karten sind überall erhältlich; die Überprüfungen, die dann noch fällig sind, dauern bis zu 24 Stunden.
Indian Standard Time (MEZ +4½ Std.)
Angenehmes Wetter – warme Tage, kühle Nächte. Viele Touristen, die höchsten Preise.
Im Dezember und Januar sind die Nächte im Norden kalt.
Ab Februar steigen die Temperaturen stetig.
Die Pässe nach Ladakh und in den Himalaja sind von Juli bis September offen.
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Der Monsunregen hält den September über an.
An der Südostküste und in Süd-Kerala regnet es von Oktober bis Anfang Dezember heftig.
Der April ist heiß; im Mai und Juni herrscht Affenhitze. Niedrige Hotelpreise.
Ab Juni rückt der Monsun von Süden nach Norden vor und bringt Regen mit.
Der Hitze (aber nicht den Menschenmassen) entkommt man in den Hügeln.
Lonely Planet
(
www.lonelyplanet.de/reiseziele/indien
) Infos zu Indien, Forum und mehr.
Incredible
India
(
www.incredibleindia.org
) Offizielle indische Tourismuswebsite.
Templenet
(
www.templenet.com
) Tempelgeflüster.
Rediff News
(
www.rediff.com/news
) Portal für Nachrichten aus ganz Indien.
World Newspapers
(
www.world-newspapers.com
) Links zu Indiens englischsprachigen Publikationen.
Von außerhalb Indiens wählt man 00, Indiens Landesvorwahl (91) und dann die Nummer (ohne die „0“ am Anfang, die nur bei Inlandsgesprächen benutzt wird).
Landesvorwahl
91
Vorwahl für internationale Gespräche
00
Notruf (Krankenwagen/Feuerwehr/Polizei)
112
Eurozone
1 €
77,22 ₹
10 ₹
0,13 €
Schweiz
1 SFr
66,72 ₹
10 ₹
0,15 SFr
Aktuelle Wechselkurse sind unter www.xe.com abrufbar.
B: 400–600 ₹
DZ in einem Budgethotel: 400–700 ₹
All-you-can-eat-Thalis (Platten): 120–300 ₹
Bus- und Zugtickets: 300–500 ₹
DZ im Hotel: 1500–5000 ₹
Mahlzeit im Mittelklasserestaurant: 600–1500 ₹
Eintritt zu Sehenswürdigkeiten und Museen: 500–1000 ₹
Lokale Taxis/Autorikschas: 500–2000 ₹
Zi. im Luxushotel: 5000–22 000 ₹
Mahlzeit im Spitzenklasserestaurant: 2000–5000 ₹
Bahnreise 1. Klasse: 1000–8000 ₹
Mietwagen mit Fahrer: ab 1800 ₹/Tag
Die Geschäftszeiten von Banken, Büros und Restaurants sind ganzjährig gleich; viele Attraktionen haben aber Sommer- und Winteröffnungszeiten.
Banken (staatlich)
Mo–Fr 10–14/16, Sa bis 12/13/16 Uhr; am 2. & 4. Sa des Monats geschl.
Bars & Clubs
12–0.30 Uhr
Geschäfte
10–19 od.20 Uhr, manche sind So geschl.
Restaurants
8–22 Uhr od. mittags 12–15, abends 19–22 od. 23 Uhr
Indira Gandhi International Airport
Prepaid-Taxis zum Zentrum kosten ab 450 ₹; Expressbusse fahren alle 20 Min. (100 ₹); die Airport-Express-Metrolinie (So/Mo–Sa 60/100 ₹) ist ans Metrosystem angeschlossen. Von Terminal 1 nach 3 müssen min. 3 Std. eingeplant werden; der Shuttle braucht bis zu 1 Std.
Chhatrapati Shivaji International Airport
Fürs Prepaid-Taxi nach Colaba und Fort zahlt man 680/820 ₹(ohne/mit Klimaanlage), nach Bandra 400/480 ₹. Ab Colaba kostet eine Fahrt mit UberGo außerhalb der Spitzenzeiten rund 385 ₹.
Kempegowda International Airport
Klimatisierte Taxis mit Taxameter zum Zentrum kosten 750 bis 1000 ₹. Klimatisierte Vayu-Vajra-Busse pendeln zwischen Flughafen und Zielen in der Stadt (ab 180 ₹).
Chennai International Airport
Vorstadtzüge ins Zentrum fahren von 4.53 bis 23.43 alle 15 Min. (10 ₹) ab Tirusulam am Flughafen. Prepaid-Taxi kosten 450 bis 600 ₹.
Der Nahverkehr ist günstig und regelmäßig verfügbar, wenn auch nicht immer flott. Inlandsflüge und Schlafwagen können Alternativen zu Busfahrten sein.
Flugzeug
Flüge zu Groß- und Bundeshauptstädten; günstig wird’s mit Billigfliegern.
Zug
Anbindung an die meisten Ziele; günstige Tickets gibt es sogar für Nachtzüge.
Bus
Busse fahren überallhin; manche Ziel werden rund um die Uhr angefahren, aber auf längeren Strecken verkehren oft nur ein oder zwei Busse pro Tag.
Mehr zu Verkehrsmitteln & -wegen gibt’s auf.
Bengaluru & Karnataka
Eine entspannende Tour um die Ruinen der Festung von Bidar und die nahegelegenen Gräber der Bahmani-Sultane.
Odisha
Mit dem Rad durch die Umgebung von Koraput fahren – über gute Straßen mit kaum Verkehr, umgeben von der schönen Landschaft Odishas.
Padum Valley
Über ZAP in Zanskar kann man jetzt auch Mountainbikes mieten.
Indiens Architektur zeugt von Eroberung, Vorherrschaft und großem Reichtum.
Rajasthan
Dank Jaisalmer, Jodhpur, Amber und dem skurrilen Udaipur kann kaum eine andere Gegend es mit der romantischen Kraft des „Lands der Könige“ aufnehmen.
Maharashtra
Das Land des Shivaji bietet imposante Forts wie Daulatabad und Janjira, eine Inselfestung.
Hyderabad
Das schroffe Golconda Fort ergänzt die vielen himmlischen Paläste in der Stadt der Perlen.
Delhi
In dieser einst strategisch wichtigen Stadt gibt’s so viele Kaiserforts wie woanders Verkehrsinseln.
Ladakh
Die Paläste von Leh und Stok ähneln Miniaturversionen des märchenhaften Potala-Palasts in Tibet.
Mysore (Mysuru)
In dem majestätischen Palast lebten früher die Maharadschas von Mysore.
Indien hat einzigartige Tempel – von psychedelisch bunten hinduistischen Türmen über erhaben-stille buddhistische Höhlen bis hin zu Amritsars märchenhaft vergoldetem Sikh-Schrein.
Tamil Nadu
Ein Tempelparadies: An fantastischen hohen Bauten wölben sich hier Regenbogen aus bunten Götterfiguren Richtung Himmel.
Goldener Tempel
Der König der Sikh-Tempel schimmert wie ein Juwel über einem Wasserbecken in Amritsar.
Rajasthan
Die jainistischen Tempel in Jaisalmer, Ranakpur und am Mt. Abu betören mit aufwendigen Reliefs.
Khajuraho
Hier gibt’s herrliche Darstellungen von Gottheiten, Geistern, Musikern, Fabeltieren und Menschen zu sehen – plus jede Menge Sex.
Tawang Gompa
Das zweitgrößte buddhistische Kloster der Welt steht vor Arunachal Pradeshs verschneiten Gipfeln.
Südliches Sikkim
Gewaltige buddhistische und hinduistische Skulpturen erheben sich eindrucksvoll vor den weißen Gipfeln des Himalaja am Horizont über drei bewaldete Vorgebirgskämme bei Namchi und
Ravangla
.
Ajanta
Die uralten Höhlen sind mit Reliefs verziert, denn auch Mönche mögen wunderschöne Bildhauerkunst.
Delhi
Das fast psychedelisch wirkende Gebäude Akshardham steht in krassem Gegensatz zur Schlichtheit des Bahai House of Worship.
Odisha
Der Sonnentempel von Konark ähnelt einem steinernen Triumpfwagen des Sonnengottes Surya – und spart nicht mit detailreichen Darstellungen erotischer Posen.
Fünf Jahrtausende Zivilisation – da kommt schon so einiges an Ruinen zusammen. Die architektonischen Spuren zahlloser Kulturen und Reiche erlauben „Zeitreisen“.
Hampi
Die rosa Tempel und Paläste der einstigen Hauptstadt Vijayanagar verteilen sich zwischen außerirdisch anmutenden Felsen und Hügeln.
Mandu
Viele der Grabmale, Paläste, Monumente und Moscheen auf dem 20 km
2
großen und grünen Plateau von Mandu gehören zu Indiens schönsten Beispielen für afghanische Architektur.
Nalanda
An der 1600 Jahre alten Universität studierten einst 10 000 Wissbegierige und Mönche. Die Klöster, Tempel und Stupas wirken auch als Ruinen noch elegant.
Delhi
Nach Eroberungen und mehrmaligem Wiederaufbau in den letzten 3000 Jahren ähnelt Delhi mit seinen zahlreichen Ruinen einem subkontinentalen Rom.
Fatehpur Sikri
Eine geisterhaft wirkende Mogul-Stadt in der Nähe von Agra und dem Taj Mahal.
Maharashtra
Großartige, aus den Felsen geschlagene buddhistische Tempel.
ILONA SAPOZHNIKOVA / SHUTTERSTOCK ©
Buddhistischer Stupa in Padum
ALEXANDER MAZURKEVICH / SHUTTERSTOCK ©
Kailasa-Tempel, Ellora
Das Leben in Indiens Städten hat kaum etwas mit dem auf dem Land oder in Kleinstädten gemeinsam. Dank einer boomenden Wirtschaft und einer Traditon, die über Jahrtausenden hinweg reicht, bieten Indiens Städte eine lebendige Kunstszene, ausgezeichnete Restaurants und jede Menge Stil.
Mumbai (Bombay)
Die Heimat Bollywoods bietet Mode, Filmstars, unglaubliche Restaurants, glamouröse Lounges und (neben Delhi) die besten Kunstgalerien des Landes.
Delhi
Vielfältiges kulturelles Leben, regelmäßige Festivals, außergewöhnliche Einkaufsmöglichkeiten, Museen, Imbisse und Spitzenrestaurants sorgen für urbanen Lifestyle.
Kolkata (Kalkutta)
Die Stadt ist seit Langem für ihren poetischen und politischen Touch bekannt. Hinzu kommen prächtige Gebäude aus der Kolonialzeit und eine lebendige Kunstszene.
Bengaluru (Bangalore)
Das IT-Zentrum hat mit seinen Kleinbrauereien, Gastropubs, Rock-Bars und vielen Feierwütigen ein feuchtfröhliches Nachtleben zu bieten.
Chennai (Madras)
Boomende Stadt mit in den Himmel ragenden Tempeln, eleganten Bars, schicken Hotels, tollem Shopping-Angebot und einer großartiger Restaurantszene.
In Indien schießen riesige Shopping Malls wie Pilze aus dem Boden. Dennoch sind die traditionellen Basare mit all den Gewürzen, dem Gold, dem Trödel und den Blumen nicht zu toppen.
Old Delhi
Auf den Basaren aus der Mogulzeit gibt’s so ziemlich alles – u. a. auch einige von Indiens besten Straßenimbissen.
Goa
An der Nordküste gibt’s viele touristische Flohmärkte. Die Basare von Panaji (Panjim) und Margao sind dagegen super zum Bummeln.
Mumbai (Bombay)
Die stimmungsvollen, alten Märkte der Mega-Metropole sind praktischerweise thematisch getrennt: Mangaldas (Stoffe), Zaveri (Schmuck), Crawford (Agrarprodukte) und Chor (Antiquitäten aller Art).
Hyderabad
In den geschäftigen Straßen rund um das Charminar kann man Armreifen, Vögel, Gemüse, Hochzeitssaris, Antiquitäten und noch viel mehr kaufen.
Mysuru (Mysore)
Auf dem etwa 125 Jahre alten Devaraja-Markt gibt’s neben Obst und Gemüse ca. 125 Mio. Blumen.
Ahmedabad
In den Märkten um Manek Chowk gibt’s bei Tag frisches Gemüse, Obst, Blumen, und nach Sonnenuntergang Kupferwaren und Textilien.
Indien verfügt über einige atemberaubende und paradiesische Küstenabschnitte, mit hohen Palmen und pulvrig-weißem Sand, Anderswo laden schickere Küstenabschnitte zum Bummeln zwischen Imbissständen ein.
Kerala
Varkala wartet mit spektakulären Klippen und einer lebendigen Backpackerszene auf. Kovalam mit seiner goldenen Bucht ist ein
Traum.
Goa
Trotz der vielen Touristen sind die Strände noch immer reizvoll. Mandrem und Palolem gehören zu den schönsten.
Havelock Island
Diese Insel der Andamanen hat mit die großartigsten Strände der Welt: Klares, aquamarinblaues Wasser schwappt an weißen Pulversand.
Gokarna
Die tollen Strände des heiligen Dorfes sollten ursprünglich nur als eine Alternative zum überlaufenen Goa dienen.
Indiens Gewässer sind ein großartiger Rückzugsort, ob mit Kanu, Dampfer oder Hausboot: Die nasse Seite des Landes kann man auf viele Arten kennenlernen.
Kerala
Träges Schippern auf den Backwaters um Alappuzha (Alleppey;), Kanutouren ab Kollam (
Quilon
;) und Bambusfloßtrips im
Periyar Wildlife Sanctuary
.
Goa
Bei einer Tour auf dem Mandovi kann man Delfine und Krokodile beobachten; auf Auslegerfischerbooten erreicht man einsame Strände.
Andamanen
Im Mahatma Gandhi Marine National Park lassen sich Mangroven, Regenwälder und Riffe mit 50 Korallenarten bewundern.
Uttar Pradesh
Abendliche Törns zu Varanasis Ghats und Fahrten auf dem heiligen Fluss bei Chitrakut, Mathura oder Allahabad eignen sich prima, um das religiöse Durcheinander der Region zu erleben.
Assam
Auf seinem kurvigen Weg nach Nordosten bietet der mächtige Brahmaputra Gelegenheit zu vier- bis zehntägigen Dampferkreuzfahrten.
Odisha
Irawadidelfine bei einer Tour zum Chilika-See, Asiens größte brackige Lagune, entdecken.
Manchmal will man einfach nur noch Reisegefährten finden, Erfahrungen austauschen und über Darmprobleme diskutieren. Dafür sind die folgenden Orte genau das Richtige.
Hampi
Mit seiner herrlichen Landschaft und Architektur verleitet Hampi jeden zu einem längeren Aufenthalt.
Goa
Strandparadies und riesige Traveller-Enklave; Palolem und das preiswertere
Arambol
sind derzeit die Epizentren.
Rishikesh
Große, in den Bergen gelegene, internationale Yoga-Zentren für Neulinge und langjährige Verehrer gleichermaßen.
Sudder St, Kolkata (Kalkutta)
Die Unterkünfte an Kolkatas Touristenmeile sind zwar schäbig, aber ideal um andere Traveller zu treffen.
McLeod Ganj
Wer will nicht in der Nähe des Dalai Lama sein?
Pushkar
Traveller, Pilger, Kamele: in dieser Stadt in Rajasthan trifft sich so ziemlich alles auf dem Kamelmarkt, aber auch sonst ist die Stadt ein beliebter Treffpunkt. Das gilt besonders für den hübschen See.
Delhi
Diese Stadt liebt man oder hasst man. Fast jeder Indienreisende besucht früher oder später Paharganj. Die Hostels der Hauptstadt sind die neuesten Hot Spots für Traveller.
Puducherry
(Pondicherry) Dank seiner französischen Vergangenheit überrascht dieser beliebte Yoga-Treffpunkt mit europäischem Ambiente, schönen Boutiquen und entspannenden Cafés.
Parvati-Tal
Nicht Wenige bleiben gleich mehrere Wochen oder gar Monate hier und genießen die ruhigen Freuden und die ätherische Schönheit dieses Himalaja-Tals.
TERESHCHENKO DMITRY / SHUTTERSTOCK ©
Elefant am Strand, Havelock Island
Bihar
Bodhgaya ist der Ort der Erleuchtung Buddhas, mit Tempeln aus aller Welt und buddhistischen Meditationskursen.
Kerala
Der südliche Staat ist der Ursprungsort des Ayurveda; auf Kräuteröl basierende Behandlungen gibt’s also an fast jeder Ecke.
Rishikesh
Einer der beliebtesten Orte Indiens, um der Sonne zu huldigen, mit Unterricht für jedes Level.
McLeod Ganj
Heimat des Dalai Lama und Indiens Hauptstadt des tibetischen Buddhismus, mit vielen Angeboten für Meditation, Yoga, Philosophie und ganzheitlichen Medizin.
Mysuru (Mysore)
Hier entwickelte K. Pattabhi Jois einst das Ashtanga Yoga: Egal, wie viel Erfahrung man mitbringt, hier findet man immer großartige Kurse jeder Dauer.
Puducherry
(Pondicherry) Großes Yoga- und Ashram-Zentrum, mit diversen Schulen, Ausbildungsangeboten für Lehrer und einem Yoga-Festival.
Ladakh
Viele Orte bieten Meditationskurse an oder ermöglichen das Leben in einem buddhistischen Kloster.
Praktisch jede Stadt, jeder Ort und jede Nachbarschaft pflegt eigene Traditionen der religiösen Malerei, Seidenweberei, Pailettenstickerei oder Kamelhaut-Verzierung. Manches findet man nirgendwo sonst.
Gujarat
In den Dörfern von Kachchh sind einige der feinsten Textilien und Stickereien Indiens zu finden. Das traditionelle Handwerk wird hier seit Jahrhunderten gepflegt.
Rajasthan
In Indien gibt es was Kleidung und Stoffe angeht, unzählige lokale Traditionen. Die Näher in den Dörfer in Rajasthan haben sich auf Stickerei mit kleinen Pailetten spezialisiert … auf Schmuck für Kleidung sozusagen.
Bihar
Mithila sind Folkloremalereien von Dorfszenen und tatsächlich leichter in Delhi zu bekommen als direkt vor Ort.
Tamil Nadu
Seit 1000 Jahren werden hier traditionell Bronzefiguren des kosmischen Tänzers Nataraja hergestellt. Auch die Seiden und Saris aus Kanchipuram haben sich einen guten Ruf erworben.
Kashmir
Berühmt für seine handgewebten Teppiche und sein wunderschön funkelndes Pappmaschee.
Nach dem Monsun ist es im ganzen Land kühl (und in den Bergen richtig kalt). Das angenehme Klima und verschiedene Feste machen den Januar zu einem beliebten Reisemonat; in Delhi finden die Feierlichkeiten zum Tag der Republik statt.
Am Tag der Republik gedenkt man der Gründung der Republik Indien am 26. Januar 1950. Das größte Fest gibt es in Delhi, wo eine gigantische Militärparade auf dem Rajpath und drei Tage später das zeremonielle Beating of the Retreat stattfinden. In Old Delhi werden Taubenrennen veranstaltet. (siehe >>)
Das hinduistische Fest Sankranti (14. oder 15. Jan.) ist dem Übergang der Sonne ins Tierkreiszeichen des Steinbocks gewidmet und wird in Indien auf vielfältige Weise gefeiert, von Bananen-Gaben bis hin zu Hahnenkämpfen. Doch das Massen-Drachensteigenlassen in Gujarat, Andhra Pradesh, Uttar Pradesh und Maharashtra übertrifft alles.
Das Pongalfest ist das Pendant der Tamilen zum Sankranti und wird zum Ende der Erntezeit gefeiert. Familien bereiten Töpfe voller pongal (Mix aus Reis, Zucker, dhal und Milch) zu, ein Symbol für Reichtum und Überfluss, und verfüttern es dann an die festlich geschmückten Kühe.
Die riesige hinduistische Wallfahrt Kumbh Mela findet alle drei Jahre abwechselnd an vier verschiedenen Orten statt – und lockt zig Millionen Gläubige an. Das nächste rituelle Gruppenbaden gibt’s in Prayag (2019) und Haridwar (2021/22). (siehe >>)
Ein geeigneter Monat, um Indien zu besuchen. In den meisten nicht gebirgigen Regionen herrscht gutes Wetter. Es ist noch immer Hauptreisezeit; man kann sowohl Sonnenbaden als auch Skifahren.
Zu Vasant Panchami tragen die Hindus gelbe Kleidung und legen Bücher, Musikinstrumente und andere Bildung symbolisierende Gegenstände vor den Abbildern Saraswatis, der Göttin des Lernens, nieder, um ihren Segen zu erhalten. Der Festtag kann auch in den Januar fallen.
Losar wird von tantrischen Buddhisten in ganz Indien gefeiert, vor allem in Himachal Pradesh, Sikkim, Ladakh und Zanskar. Das Neujahrsfest dauert 15 Tage und liegt meist im Februar oder März, kann je nach Region aber im Datum variieren.
In Jammu und Kaschmir, Himachal Pradesh und Uttarakhand kommen Ski- und Snowboard-Fans jeden Levels auf ihre Kosten. Die Saison geht üblicherweise von Januar bis März; im Februar ist man also auf der sicheren Seite.
Der hinduistische Fastentag erinnert an den tandava (Siegestanz) Shivas. Nach Tempelprozessionen werden Mantras gesungen und Salbungen von Lingams (phallische Shiva-Symbole) vorgenommen. Shivaratri kann auch in den März fallen.
Der zehntägige Karneval der Kultur, der Kochkunst und des Kunsthandwerks ist die größte und beste Party Agras. Auf dem Fest in Shilpgram bieten über 400 Kunsthandwerker aus ganz Indien ihre Arbeiten feil. Zu hören und zu sehen sind auch eine bunte Mischung aus Volks- und klassischer Musik sowie Tänze aus verschiedenen Regionen. Es gibt ebenfalls genügend indisches Essen, um danach in ein Curry-Koma zu fallen.
Im letzten Monat der Reisesaison ist es im größten Teil des Landes schon richtig heiß und im Nordosten beginnt es zu regnen. Der März ist eine gute Zeit zur Tierbeobachtung, denn viele Tiere begeben sich auf die Suche nach Wasser.
Eines der ekstatischsten Feste Nordindiens: Im Februar oder März feiern die Hindus den Frühlingsanfang nach dem Mondkalender, indem sie sich gegenseitig mit Wasser und gulal (Farbpulver) überschütten. Freudenfeuer in der Nacht zuvor symbolisieren den Tod der Dämonin Holika. Termine: 2. März 2018, 21. März 2019 und 10. März 2020.
Wenn es wärmer wird, trocknen viele Wasserstellen aus und die Tiere wagen sich ins offene Gelände – eine gute Chance, um Elefanten und Rotwild oder, mit etwas Glück, Tiger und Leoparden zu sehen. Infos gibt es auf www.sanctuaryasia.com.
Zu Ramanavami, das einen bis neun Tage dauern kann, feiern Hindus die Geburt Ramas mit Prozessionen, Musik, Fasten, Schlemmerei und Szenen aus dem Ramayana. In einigen Tempeln werden „Hochzeiten“ von Rama und Sita gefeiert. Termine: 26. März 2018, 14. April 2019 und 2. April 2020.
Mahavir Jayanti erinnert an die Geburt des 24. und bedeutendsten tirthankar (Lehrer und erleuchtetes Wesen) des Jainismus. Tempel werden geschmückt und besucht, Mahavir-Statuen werden rituell gebadet, es gibt Umzüge und Spenden für die Armen. Termine: 29. März 2018, 17. April 2019 und 6. April 2020.
Viele Feste richten sich nach dem indischen Mondkalender (ein komplexes astrologisches System) oder dem islamischen Kalender (der jedes Jahr etwa um elf Tage vorrutscht), weshalb sich ihr Datum im gregorianischen Kalender jedes Jahr ändert. Die genauen Daten der Feiertage lassen sich in den Touristeninformationen vor Ort erfragen.
Nun ist es fast überall heiß. Traveller können jetzt Schnäppchen machen und das Land ohne Touristengedränge besuchen. Im Nordosten ist es nass, doch für Sikkim und das Westbengalische Bergland ist dies die beste Reisezeit.
Der christliche Feiertag, der der Kreuzigung und Auferstehung Jesu Christi gedenkt, wird in christlichen Gemeinden schlicht und mit Gebeten und gutem Essen gefeiert. Termine: 1. April 2018, 21. April 2019, 12. April 2020.
Im größten Teil des Landes herrscht jetzt Hitze – richtige Hitze. Es gibt immer weniger Feste, denn mit zunehmender Luftfeuchtigkeit kündigt sich der Regen an. In den Hill Stations wird es lebhaft, und in den Bergen hat die Vormonsun-Trekkingsaison begonnen.
Buddha Jayanti, das Fest zu Buddhas Geburt, Nirwana (Erleuchtung) und parinirwana (totale Befreiung vom Kreislauf der Existenz), ist still, aber bewegend: Die Gläubigen kleiden sich schlicht, essen vegetarisch, lauschen Vorträgen und besuchen Klöster und Tempel. Termine: 22. Mai 2018, 12. Mai 2019, 30. April 2020.
Im neunten Monat des islamischen Kalenders wird 30 Tage lang von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang gefastet. Die Muslime richten ihre Aufmerksamkeit auf Gott, dem sie durch Gebete und Enthaltsamkeit Ehre erweisen. Der Ramadan beginnt um den 16. Mai 2018, um den 6. Mai 2019 und um den 24. April 2020.
Mai und Juni, die Monate vor dem Regen in den Bergen Nordindiens, sind eine gute Zeit zum Trekken – mit viel Sonnenschein und gemäßigtem Klima. Himachal Pradesh, Kaschmir (aber nicht Ladakh) und Uttarakhand bieten sich hierfür an.
Mangos kommen ursprünglich aus Indien, weshalb sie hier so unfassbar lecker sind (ernsthaft, sie schmecken in Indien wirklich köstlich!). Die Saison beginnt im März; im Mai ist die Frucht süß, saftig und einfach überall zu haben.
Der Juni bietet sich nur zum Trekking im Norden an. Die Regenzeit bzw. die extreme Hitze vor dem Monsun breitet sich nun überall sonst aus.
Muslime feiern das Ende des Ramadans mit einem dreitägigen Fest, zu dem Gebete, Shopping, Geschenke und für die Mädchen und Frauen mehndi (Hennamalereien) gehören können. Termine: 15. Juni 2018, 5. Juni 2019 und 24. Mai 2020.
Meistens regnet es nun überall und viele abgelegene Straßen sind überspült. Am besten besucht man Ladakh, wo das Wetter überraschend gut ist, oder geht, wie nach uralter indischer Tradition, in ein Meditationsrefugium.
Während des Rath Yatra (Wagenfest) werden riesige, bunte Wagen mit Abbildern Jagannaths (Vishnus Inkarnation als Herrscher der Welt) und seiner Geschwister durch die Straßen gezogen. Am berühmtesten sind die Feiern in Puri im Bundesstaat Odisha, die Millionen Menschen anlocken. Termine: 14. Juli 2018, 4. Juli 2019 und 23. Juni 2020.
Die Monsunzeit ist noch nicht vorbei, aber dies ist die beste Zeit für einen Besuch Ladakhs. Mancher liebt die tropischen Gebiete wie Kerala oder Goa gerade jetzt, wenn die grünen, üppigen Wälder im Regen funkeln – der Regen fällt zudem manchmal nur für ein paar Stunden am Tag.
Dieser allgemeine Feiertag, der 15. August, ist der Jahrestag der Unabhängigkeit Indiens von Großbritannien (1947). Der Tag wird landesweit mit Zeremonien des Fahnenhissens und Paraden begangen. Die größten Feierlichkeiten finden in Delhi statt, wo sich der Premierminister vom Red Fort aus ans Volk wendet. In Old Delhi werden Taubenrennen veranstaltet und Drachen steigen in die Lüfte.
In Krishnas Geburtsort Mathura kann Janmastami eine Woche dauern. Anderswo beinhalten die Feierlichkeiten Fasten, puja (Gebete), die Gabe von Süßigkeiten und das Zeichnen kunstvoller rangoli (Muster aus Reismehlpaste). Janmastami wird im August/September gefeiert. Termine: 25. August 2018, 3. September 2019 und 23. August 2020. (siehe >>)
Besonders in Mumbai (Bombay) feiern die Parsen Pateti, das zoroastrische Neujahrsfest. Die Häuser werden geputzt und mit Blumen und rangoli geschmückt. Die Familien kleiden sich festlich, essen spezielle Fischgerichte und Süßigkeiten, und bringen Opfergaben zum Feuertempel.
Muslime gedenken Ibrahim (Abraham), der bereit war, Gott seinen Sohn zu opfern. Sie schlachten eine Ziege oder ein Schaf und teilen das Fleisch mit ihrer Familie, der Gemeinde und den Armen. Termine: 22. August 2018, 12. August 2019, 31. Juli 2020.
Im August oder September feiert ganz Kerala 10 Tage lang das goldene Zeitalter des mythischen Königs Mahabali. Termine: 24. August 2018, 10. September 2019, 30. August 2020.
Das Hindu-Fest Naag Panchami verehrt die Schlangen, die als Totem gegen Überschwemmungen und anderem Bösen gelten. Das Fest ist der Schlange Ananta gewidmet, auf der Vishnu zwischen den Universen ruhte. Frauen kehren in ihr Elternhaus zurück und fasten. Termine: 15. August 2018, 5. August 2019, 25. Juli 2020.
Am Raksha Bandhan (Narial Purnima – „schützende Verbindung“) binden Mädchen rakhis (Amulette) um die Handgelenke ihrer Brüder und engen, männlichen Freunde, um sie im kommenden Jahr vor Unglück zu bewahren. Die Brüder machen Geschenke und versprechen, sich um ihre Schwester zu kümmern. Termine: 26. August 2018, 15. August 2019, 3. August 2020.
Der Regen lässt bei immer noch recht hohen Temperaturen nach, und Gebiete wie Rajasthan haben den Monsun fast hinter sich. Mitte September beginnt im Himalaja die zweite Trekkingsaison, sie dauert bis Ende Oktober.
Hindus feiern im August oder September Ganesh Chaturthi, den Geburtstag des von vielen geliebten Gottes mit dem Elefantenkopf. Besonders hoch her geht es in Mumbai, Hyderabad und Chennai (Madras). Lehmfiguren von Ganesha werden bei Paraden durch die Straßen getragen und dann in Flüsse, Reservoirs oder das Meer getaucht. Termine: 13. September 2018, 2. September 2019, 2. August 2020.
In diesem Monat der Trauer und Erinnerung gedenken die schiitischen Muslime mit Prozessionen dem Martyrium (Ashura) von Imam Hussain, dem Enkel des Propheten Mohammed. Sunnitische Muslime begehen diesen Tag ebenfalls. Sie erinnern sich mit Fasten und Festen an die Fastenzeit von Moses, der Speise und Trank entsagte, weil Allah die Israeliten von ihrem Feind in Ägypten gerettet hatte. Termine: 21. September 2018, 10. September 2019, 29. August 2020.
Jetzt fängt die Reisesaison an. Im Oktober, der Zwischensaison, gibt es Feste, meist gutes Wetter mit angenehmen Temperaturen – und alles blüht und gedeiht.
Gandhi Jayanti ist eine würdevolle Feier des Geburtstags von Mahatma Gandhi am 2. Oktober. Am Ort seiner Einäscherung in Delhi (Raj Ghat) finden Gebetstreffen statt.
Die Gewässer sind nach dem vielen Regen gefüllt und es gibt spektakuläre Wasserfälle – die beste Zeit zum Rafting in einigen Gebieten. Infos gibt’s unter www.indiarafting.com.
Der Sieg der Göttin Durga über den Büffel-Dämon Mahishasura steht für die Bezwingung des Bösen durch das Gute. Das Fest findet in der Zeit um Dussehra (s. u.) statt und wird ganz besonders in Kolkata aufwendig begangen. Dabei werden Tausende von Abbilder der Göttin zur Schau gestellt und anschließend in Flüsse und Wasserbecken geworfen.
Das überschwängliche hinduistische „Fest der neun Nächte“ im Vorfeld von Dussehra gilt der Göttin Durga in all ihren Inkarnationen. Die Festivitäten sind besonders lebendig in Westbengalen, Maharashtra und Gujarat. In Kolkata werden die Durga-Bilder in Flüsse und Wassertanks getaucht. Termine: 9. Oktober 2018, 29. September 2019, 17. Oktober 2020. (siehe >>)
Dussehra feiert den Sieg des Hindu-Gottes Rama über den Dämonenkönig Ravana und den Triumph des Guten über das Böse. Groß gefeiert wird Dussehra in Kullu, wo über 200 Dorfgottheiten auf Sänften durch den Ort getragen werden und die Feierlichkeiten eine Woche andauern. Termine: 19. Oktober 2018, 8. Oktober 2019, 25. Oktober 2020. (siehe >>)
Im Monat Kartika, dem achten Mondmonat (normalerweise im Okt. oder Nov.), zieht der Markt rund 200 000 Besucher an, und mit ihnen ca. 50 000 Kamele, Pferde und Kühe. Es ist ein Wirbel aus Farbe, Zauber und Chaos, mit Musikern, Mystikern, Travellern, Kamerateams, Händlern, Fans und Tieren. (siehe >>)
JULIAN LOVE / GETTY IMAGES ©
Snowboarden in Gulmarg, Kaschmir
Fast überall ist das Wetter herrlich, zwar heiß, aber nicht unangenehm heiß – doch über Tamil Nadu und Kerala fegt der südliche Monsun.
Im Mondkalender-Monat Kartika feiern Hindus nach großer Vorfreude endlich das fünftägige Diwali (Lichterfest). Mit Geschenken, kleineren Feuerwerken und Butter- und Öllampen oder Laternen begleiten sie Rama auf dem Heimweg aus dem Exil. Eines der lautesten und schönsten Feste Indiens. Termine: 7. November 2018, 27. Oktober 2019, 14. November 2020.
Nanak Jayanti, der Geburtstag des Gründers der Sikh-Religion Guru Nanak, wird drei Tage lang mit Gebeten, kirtan (religiöse Gesänge der Sikh) und Prozessionen gefeiert, vor allem im Punjab und Haryana. Das Fest kann auch am 14. April stattfinden, der als tatsächlicher Geburtstag Nanaks im Jahre 1469 gilt.
Jetzt ist die touristische Hauptsaison, denn das Wetter ist toll (außer in den kühlen Bergen), die Luftfeuchtigkeit niedrig, die Atmosphäre feierlich und am Strand ist es herrlich.
Beim islamischen Fest Eid-Milad-un-Nabi wird die Geburt Mohammeds mit Gebeten und Prozessionen gefeiert, vor allem in Jammu and Kaschmir. Termine: jeweils um den 1. Dezember 2018, 21. November 2019 und 10. November 2019.
Viele der über 1250 indischen Vogelarten begeben sich von November bis Januar oder Februar auf den winterlichen Vogelzug, dann gibt es im ganzen Land tolle Möglichkeiten zur Vogelbeobachtung. Viele Infos unter: www.birding.in.
Der kühle Winter (Nov.– Feb.) ist die richtige Zeit, um von Jaisalmer oder Bikaner aus auf einem Kamel durch die Wüste Rajasthans zu reiten. Beim Beobachten von Gazellen, beim Kochen am offenen Feuer und beim Campen in den Dünen kann man die Thar-Wüste ganz neu erleben. (siehe >>)
Im christlichen Goa gibt es am 24. Dezember Mitternachtsmessen und am 1. Weihnachtsfeiertag Feste und Feuerwerke.
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Die Route mag zwar abgedroschen sein, aber das hat seinen Grund: Das Goldene Dreieck – Delhi, Agra und Jaipur – umfasst einige der atemberaubendsten Attraktionen Indiens.
Den Anfang macht Delhi mit den Sehenswürdigkeiten aus der Mogulzeit wie dem Red Fort und der Jama Masjid mitten im Old Delhi, gefolgt von einem Besuch der Lodi Gardens und des Humayun-Mausoleums. Dann geht’s mit dem Zug nach Agra, wo man den Taj Mahal und das Agra Fort bestaunt. Die nahegelegene, geisterhafte Mogulstadt Fatehpur Sikri verdient einen weiteren Tag. Nun geht’s für mehrere Tage in die „Rosa Stadt“ Jaipur mit Basartrubel, dem City Palace, dem Hawa Mahal und dem Amber Fort.
Dann reist man zurück nach Delhi oder weiter nach Pushkar, wo man am Seeufer mit den Tempeln einige Tage verbringt. Anschließend erkundet man ausgiebig Udaipur, steigt am See ab und unternimmt Bootstouren. Die Bergfestung Kumbhalgarh und der Tempel von Ranakpur liegen auf dem Weg nach Jodhpur, wo die Mauern des Mehrangarh den besten Blick auf die „Blaue Stadt“ bieten. Den Abschluss bilden Jaisalmer und eine Kamelsafari durch die Dünen mit Übernachtung. Zurück in Delhi steht eine Radtour durch Old Delhi, die Qutb Minar und ein Bummel durch Kaufhäuser, Märkte und Boutiquen an.
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Mit einem Touristenvisum für sechs Monate lässt sich Indien ausgiebig erkunden.
Nach der Erkundung von Delhi geht’s per Zug nach Amritsar zur heiligsten Stätte der Sikh, dem Goldenen Tempel. Über Chandigarh führt die Reise weiter in die klassische Hill Station Shimla und von dort nach Dharamsala, Sitz des Dalai Lama, oder nach Manali, dem Ausgangspunkt zur schönen, aber strapaziösen Überlandreise in Ladakh (Juli–Sept.), das Tor zum Himalaja. Wer genug Bergluft geschnuppert hat, reist südwärts nach Rishikesh, um etwas Yoga auszuprobieren, und hinunter nach Agra, um den Taj Mahal zu erkunden. Als nächstes geht’s südwärts nach Khajuraho mit seinen Tempeln und zum Bandhavgarh National Park, wo man im Urwald Ausschau nach Tigern halten kann. Nun folgt eine Bootsfahrt auf dem heiligen Ganges in Varanasi.
Auf dem Weg nach Osten per Zug Richtung Kolkata, der Hauptstadt Westbengalens, bieten sich diverse Abstecher an. In Darjeeling oder Sikkim lockt ein weiter Blick auf den Himalaja; die Küste hinunter warten die Tempelstädte Konark und Puri in Odisha. Nach dem Flug in den Süden erlebt man in Chennai (Madras) ein völlig anderes Indien.
Von hier kann man den Süden kennenlernen: die Tempelreliefs von Mamallapuram (Mahabalipuram), das kolonialzeitliche, charmante Puducherry (Pondicherry) und die mit Gottheiten verzierten Tempeltürme von Madurai. Nach einem längeren Aufenthalt an Keralas Stränden, geht es nach Mysuru, um zu sehen, wie die Maharadschas lebten.
Danach geht’s nordwärts nach Hampi, wo sich Tempel und Ruinenstädte zwischen den Felsen verstecken, und an die Küste von Goa. Wein, Essen und Bollywood-Vernarrtheit erlebt man in Mumbai (Bombay), der schnelllebigen Hauptstadt der Westküste. Und in Ajanta und Ellora bewundert man die herrlichen Höhlenmalereien und Reliefs.
Zum Schluss geht’s nach Rajasthan zu den drei bunten Städten Jaipur (rosa), Jodhpur (blau) und Udaipur (weiß). Vielleicht bleibt auch noch Zeit für einen Abstecher zu den faszinierenden Tempeln, den für ihre Stickereien berühmten Dörfern und den Naturschutzgebieten von Gujarat. Die Rundreise endet mit einer letzten Zugfahrt zurück nach Delhi.
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Sikkim und die Nordoststaaten sind trotz ihrer unglaublichen Berglandschaft für viele Traveller noch ein gut gehütetes Geheimnis. Aufstände und Genehmigungsauflagen haben lange Zeit Besucher ferngehalten, doch langsam öffnet sich die letzte Grenzregion Indiens wieder der Außenwelt. Von Kolkata aus kann man nach Darjeeling reisen, in Sikkim den Blick auf den Himalaja genießen und dann in die Welt der Bergvölker Indiens eintauchen. Wegen der Genehmigungen und der Sicherheitsrisiken muss man gut vorausplanen.
Nach dem Start in Kolkata ist Darjeeling der erste Stopp: Hier probiert man Indiens feinste Tees und holt sich eine Genehmigung für das ruhige Sikkim. In der Hauptstadt Gangtok beginnen Jeeptouren zu buddhistischen Tempeln. In Namchi stehen die riesigen Statuen von Shiva und Padmasambhava, und Pelling punktet mit dem Blick auf den Gipfel des Kangchendzönga und mit der Pemayangtse-Gompa, die von Gärten und Mönchshütten umringt ist. Ein einwöchiger Trek führt von Yuksom zum 4940 m hohen Pass Goecha La mit toller Aussicht. Hinaus aus Sikkim geht’s über Tashiding, wo noch mehr Ausblicke und eine Gompa warten. Die Reise geht über Siliguri weiter nach Osten.
Touren durch die Nordoststaaten sowie Genehmigungen für Arunachal Pradesh gibt’s in Guwahati oder online. Von Guwahati geht’s weiter nach Arunachal Pradesh, wo man das buddhistische Kloster in Tawang und rund um Ziro die Dörfer der Bergvölker erkundet, in denen die Ältesten Gesichtstätowierungen und Piercings tragen. Ein Besuch in Nagaland gewährt Zugang zu den Bergdörfern rund um Mon und zur Hauptstadt Kohima mit ihren Relikten aus dem Zweiten Weltkrieg. Noch weiter südlich kann man in Manipur und in Mizoram die Kultur der Meitei bzw. der Mizo kennenlernen, bevor es per Flugzeug zurück nach Kolkata geht.
Eine Alternative ist die klassische Rundreise von Guwahati zum Kaziranga National Park, wo man Nashörner beobachten kann (eine Arunachal-Genehmigung ist nicht nötig). Man kann einen Abstecher nach Shillong machen und zu den Wasserfällen und den Brücken aus Wurzeln in Cherrapunjee wandern. Die Fahrt führt weiter zu Tripuras Hauptstadt Agartala und per Flugzeug oder auf dem Landweg über Bangladesch nach Kolkata.
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Diese Tour durch die Ebenen führt zu einigen der sagenumwobensten Tempel Indiens.
Nach dem Start mitten im kulturell reichen Kolkata weicht das Großstadtchaos der Ruhe in Buddhas Erleuchtungsort Bodhgaya. Dann geht’s quer durch die Ebenen nach Sarnath, wo Buddha erstmals das Dharma lehrte.
Nach den Ritualen am Gangesufer in der heiligen Stadt Varanasi, widmet man sich den Hindu-Tempeln von Khajuraho mit ihren erotischen Reliefs. Im südwestlich gelegenen Sanchi fand Kaiser Ashoka zum Buddhismus. Über Bhopal geht’s nach Jalgaon, dem Sprungbrett zu den mit Reliefs übersäten Höhlen von Ajanta.
Nächste Station ist Rajasthan: Im skurrilen Udaipur gibt’s Seen und Paläste, dann folgen die jainistischen Tempel in Ranakpur oder Mt. Abu. Weiter geht’s nach Pushkar an einem heiligen See und zur nahe gelegenen islamischen Pilgerhochburg Ajmer. Letzter Zwischenstopp ist das stimmungsvolle Jaipur, bevor der Trip in Delhi mit seinen prächtigen muslimischen Ruinen und dem Hazrat-Nizamuddin-Schrein endet.
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Die Rundreise durch die Berge punktet mit tollen Blicken auf die Gipfel des Himalaja.
Per Zug geht’s von Delhi nach Kalka, wo die Schmalspurbahn zum kolonialen Shimla abfährt. Von hier macht man einen Streifzug durch die Berge und schließt sich dann der Traveller-Wallfahrt nach Norden ins Kullu-Tal für einige Bergabenteuer an.
Im Gebirgsresort Manali beginnt die zweitägige Reise nach Leh in Ladakh (Juli–Sept.), wo man zu buddhistischen Klöstern wandert und Gipfel erklimmt. Für eine kleinere Runde fährt man von Leh nach Kargil und weiter nach Kaschmir (vorher Sicherheitslage checken). In Srinagar übernachtet man in einem Hausboot, dann geht’s über Jammu ins elegante Dalhousie, wo man vor der Rückkehr nach Delhi im nahegelegenen Dharamsala in die buddhistische Kultur eintaucht.
Wer mehr Zeit hat, fährt von Leh nach Südosten ins Spiti-Tal, wo uralte Klöster mit der trockenen Landschaft verschmelzen. Mit dem klapprigen Bus geht’s nach Kinnaur mit Stopps in Dehra Dun und Rishikesh, wo man die Hindu-Kultur kennenlernt. Die Tour endet wieder in Delhi.
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Der Trip führt zu einigen der besten Strände und schönsten Küstenorte in Indien.
Los geht’s in Mumbai mit einer Portion bhelpuri (knackiger Nudelsalat) am Strand Girgaum Chowpatty, wo man Leute beobachten und umherschlendern kann. Danach fährt man mit dem Boot zu den Tempeln auf der Insel Elephanta und mit dem Zug nach Süden ins Strandparadies Goa.
Strand pur findet man in Arambol, Vagator und Palolem. Dann geht’s an der Küste weiter zur heiligen Stadt Gokarna. Zur Abwechslung kommt nun das Binnenland: Hampi punktet mit den Ruinen von Vijayanagar, und die Hoysala-Tempel von Belur und Halebid verkörpern mittelalterliche Steinmetzkunst. Mit dem Zug geht’s zurück nach Mangaluru, genießt dort Seafood und tuckert südwärts nach Kochi (Cochin), einem Schmelztiegel mit Einflüssen aus China und dem Nahen Osten.
Ab Alappuzha (Alleppey) macht man eine Bootsfahrt auf Keralas Backwaters, bevor man in Varkala oder Kovalam die Zehen ins Wasser taucht. Letzter Stopp vor dem Flug nach Mumbai ist Thiruvananthapuram (Trivandrum) mit den Museen.
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Chennai ist der einfachste Ausgangspunkt für die Erkundung von Indiens Südspitze. Die ideale Reisezeit ist von Oktober bis Februar – milde Temperaturen, kein Monsun.
Den Anfang macht Chennai mit seinen feurigen Thalis, gefolgt von kunstvollen Tempelreliefs in Mamallapuram, wo einst die Pallava-Könige residierten.
Als nächstes geht’s ins französisch geprägte Puducherry, bevor man landeinwärts zu den Tempelstädten von Tamil Nadu reist, wo Trichy (Tiruchirappalli) mit seinen Felsen und Madurai mit seinen hohen, von Gottheiten bedeckten gopurams (Tempeltürmen) warten. Von hier ist es einfach nach Kanyakumari, den südlichsten Punkt Indiens, zu kommen.
Nach dem Relaxen an der Küste in Kovalam oder Varkala, tauscht man den Strand gegen wilde Tiere im Periyar Wildlife Sanctuary. Möglich ist auch ein Abstecher nach Munnar für einen Streifzug in den Hügeln in diesem Zentrum der Teeplantagen Keralas. Auf dem Weg zurück nach Chennai besucht man das bunte Mysuru mit dem Maharadschapalast und dem riesigen steinernen Nandi (Shivas Reitbulle).
Indien mit dem Zug zu erkunden, hat seinen ganz besonderen Reiz. Indische Züge schlängeln sich so ziemlich durch das ganze Land, sie fahren fast zu jeder Zeit und haben Plätze für jeden Geldbeutel. Aber das Buchen kann recht mühsam sein – am besten bucht man online.
Abteile mit abschließbaren Türen und zwei oder vier Schlafwagenplätzen; Mahlzeiten inklusive.
Zu Vierer- und Zweiergruppen zusammengefasste doppelstöckige Schlafkojen, keine abgegrenzten Abteile; die Kojen werden tagsüber zu Sitzen umgebaut, Vorhänge sorgen für Privatsphäre.
Dreistöckige Schlafkojen in Sechsergruppen, keine abgegrenzten Abteile, keine Vorhänge; beliebt bei indischen Familien.
Hauptsächlich in Shatabdi-Expresszügen; bequeme Liegesitze mit viel Platz.
Ähnlich wie AC Executive Chair, aber weniger luxuriöse Sitze.
Dreistöckige Kojen, keine abgegrenzten Abteile, keine Klimaanlage; offene Fenster mit Aussicht.
Holz- oder Plastiksitze und Gedränge – aber sehr preiswert!
Fernzüge können üblicherweise ab 120 Tage vor Abreise (das soll sich aber ändern) gebucht werden, Kurzstrecken manchmal nicht ganz so früh. Da die Plätze schnell vergeben sind, sollte man – wenn möglich – mindestens eine Woche im Voraus buchen, Kurzstrecken stellen meistens kein allzu großes Problem dar.
Express- und Postzüge bilden das Rückgrat des indischen Bahnverkehrs. Nicht in allen Zügen findet man alle Klassen, aber in den meisten Fernzügen gibt’s Abteile der 2. Klasse ohne Reservierung und komfortablere Abteile mit Reservierung. Nachtzüge verfügen im Allgemeinen über Liegewagen. In Zügen mit Schlafwagen kann man große Entfernungen zurücklegen und zahlt kaum mehr als für ein Zimmer in einem Mittelklassehotel.
Die nur tagsüber verkehrenden Shatabdi-Expresszüge haben nur Sitzplätze. Die Rajdhani-Expresszüge sind Fernzüge, die nachts zwischen Delhi und den Hauptstädten der Bundesstaaten verkehren. In diesen Zügen hat man die Wahl zwischen den Klassen 1AC, 2AC, 3AC und 2. Klasse. In den teureren Schlafwagenklassen wird Bettzeug gestellt. Man sollte sein Gepäck mit einer mitgebrachten Kette und einem Schloss an der Gepäckablage befestigen, egal in welcher Klasse man reist.
Die folgenden Websites sind für internationale Onlinebuchungen recht hilfreich.
Cleartrip
(
www.cleartrip.com
) Diese zuverlässige Privatagentur akzeptiert internationale Master- und Visakarten – es ist die einfachste Art, eine Reservierung vorzunehmen. Es können nur Direktverbindungen gebucht werden. Wenn man noch nicht in Indien ist und noch keine indische Handy-Nummer hat, kann man hilfsweise irgendeine beliebige Nummer angeben; zur Kommunikation verwendet man dann nur die E-Mail-Adresse.
IRCTC
(
www.irctc.co.in
) Auf dieser vom Staat verwalteten Website kann man reguläre Züge und Touristen-Luxuszüge buchen; Mastercard und Visa werden akzeptiert.
Make My Trip
(
www.makemytrip.com
) Die seriöse private Agentur Make My Trip akzeptiert ebenfalls internationale Karten. Auch hier benötigt man eine indische Handy-Nummer. Außerdem muss man sich eine IRCTC User ID erstellen: Dafür wählt man einfach eine User ID (Nutzername) und gibt Name, Geburtsdatum und Anschrift ein. Als „Pincode“ (Postcode) funktioniert auch „123456“. Bei der Angabe des Bundesstaates „Other“ angeben.
Yatra
(
www.yatra.com
) Auf dieser Website kann man Flug- und Zugbuchungen vornehmen; internationale Karten werden akzeptiert.
Bei Touren mit einem indischen Luxuszug kann man sich wie ein Maharadscha fühlen: Man wohnt an Bord, Ausflüge, Eintrittsgelder und Mahlzeiten sind im Ticketpreis enthalten.
Palace on Wheels(www.palaceonwheels.net) Die acht- bis zehntägigen Luxusreisen durch Rajasthan beginnen in Delhi. Die Züge fahren von September bis April an festen Terminen. Die Fahrt kostet pro Person für sieben Nächte ab 6500/4890/4325 US$ (1er-/2er-/3er-Abteil). Möglichst zehn Monate im Voraus buchen.Royal Rajasthan on Wheels(www.royalrajasthanonwheels.co.in) Die großartigen einwöchigen Fahrten beginnen und enden in Delhi. Sie werden von Oktober bis März angeboten. Die Fahrt kostet pro Person und Nacht ab 875/625 US$ (1er-/2er-Deluxe-Suite).Deccan Odyssey(www.deccan-odyssey-india.com) Tour mit sieben Übernachtungen zu den wichtigsten Touristenzielen in Maharashtra und Goa. Die Preise pro Person beginnen bei 5810/4190 US$ (indische Touristen 371 900/268 360 ₹) für 1er-/2er-Abteil. Es werden auch mehrere kürzere Luxustrips angeboten.Golden Chariot(www.goldenchariottrain.com) Luxuriöse Tour durch den Süden mit sieben Übernachtungen (Okt.–März). Los geht’s in Bengaluru (Bangalore). Die Preise pro Person beginnen bei 5530/4130 US$ (indische Touristen 182 000/154 000 ₹).Mahaparinirvan Express(auch bekannt als Buddhist Circuit Special; www.railtourismindia.com) Die achttägige Tour zu buddhistischen Stätten wird von September bis März angeboten. Start ist in Delhi, übernachtet wird in Hotels. Die Preise pro Person beginnen bei 1155/945 US$ für die 1. Klasse/2AC. Die Fahrt geht auch nach Nepal (Visagebühren sind nicht im Preis enthalten).Für alle Waggons der Klassen Chair, Executive Chair, Sleeper Class, 1AC, 2AC und 3AC ist eine Reservierung nötig. Bei Fahrten in Abteilen der 2. Klasse gilt das nicht. Fahrten in Nachtzügen sowie während Feiertagen und Festen sollte man weit im Voraus buchen. Mit der Buchung nicht bis zum Reisetag warten!
IndRail-Pässe erlauben unbegrenzte Zugreisen in einem bestimmten Zeitraum (½–90 Tage), aber man spart nicht viel und muss immer noch reservieren. Preisbeispiele liegen bei 19/43/95 US$ (Sleeper Class/2AC, 3AC & Chair/1AC) für 24 Stunden. Am leichtesten lassen sich die Zugpässe über das IndRail-Büro im Heimatland buchen – weitere Details finden sich unter „Passenger Info/Tourist Information“ auf der Website www.indianrailways.gov.in/railway-board.
Indien bietet tolle Wandermöglichkeiten, besonders im Himalaja, wo schneebedeckte Berge, Stammesdörfer, heilige Hindu-Stätten, buddhistische Klöster und Wildblumenfelder nur einige der Highlights sind. Also die Wanderstiefel schnüren und auf geht’s – ob nun zu einfachen Halbtagesausflügen oder zu anstrengenden mehrwöchigen Expeditionen.
Anders als im benachbarten Nepal ist der Trekkingtourismus in Indien weniger kommerzialisiert. Deshalb wirken viele Regionen wild und unberührt. Ungeachtet dessen kann man auf den meisten Routen zum Schleppen der Ausrüstung Träger oder Lasttiere anheuern. Alternativ kann man sich einem Veranstalter anvertrauen, der meist auch einen Teil der Ausrüstung stellt. Vor Vertragsunterzeichnung alle Wünsche deutlich machen und möglichst schriftlich festhalten!
Egal, wohin es gehen soll – vor Aufbruch sollte man immer prüfen, ob man alle nötigen Genehmigungen eingeholt hat.
Insbesondere sollte man die Gesundheit im Auge behalten – in Höhen über 3000 m ist die Höhenkrankheit eine ernst zu nehmende Gefahr.
