Lonely Planet Reiseführer Neuseeland - Josephine Quintero - E-Book

Lonely Planet Reiseführer Neuseeland E-Book

Josephine Quintero

0,0
24,99 €

-100%
Sammeln Sie Punkte in unserem Gutscheinprogramm und kaufen Sie E-Books und Hörbücher mit bis zu 100% Rabatt.

Mehr erfahren.
Beschreibung

Lonely Planet E-Books sind besonders praktisch für unterwegs und sparen Gewicht im Reisegepäck. Einfach auf‘s Smartphone, Tablet oder den E-Book Reader laden und viele Zusatzfunktionen nutzen: - NEU: Karten und Grafiken aus dem WEB herunterladen, ausdrucken oder für später speichern - Einfaches Navigieren im Text durch Links - Offline-Karten und Google Maps-Links – zur schnellen Routenplanung - Weblinks führen direkt zu den Websites der Tipps Unser Tipp: Erstellen Sie Ihren persönlichen Reiseplan durch Lesezeichen und Notizen… und durchsuchen Sie das E-Book mit der praktischen Volltextsuche! E-Book basiert auf: 6. Auflage 2017 Etliche Monate Recherche stecken im Kultreiseführer für Individualreisende. Autoren geben sachkundige Hintergrundinfos zum Reiseland, liefern Tipps und Infos für die Planung der Reise, beschreiben alle interessanten Sehenswürdigkeiten mit aktuellen Öffnungszeiten und Preisen und präsentieren ihre persönlichen Entdeckungen und Tipps. Und auch Globetrotter, die abseits der ausgetretenen Touristenpfade unterwegs sein möchten, kommen auf ihre Kosten. Für jedes Reiseziel gibt es eine Auswahl an Unterkünften und Restaurants für jeden Geschmack und Geldbeutel. Abgerundet wird der Guide durch Übersichts- und Detailkarten und einem Farbkapitel zu den Top- Highlights. Der Lonely- Planet-Reiseführer ist ehrlich, praktisch, witzig geschrieben, liefert inspirierende Eindrücke und Erfahrungen und macht Lust auf Land und Leute. Ob Backpacker, Pauschalreisender oder 5-Sterne-Tourist - mit dem Lonely Planet im Rucksack oder Handschuhfach sind Sie bestens gerüstet.

Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:

EPUB

Seitenzahl: 1912

Veröffentlichungsjahr: 2017

Bewertungen
0,0
0
0
0
0
0
Mehr Informationen
Mehr Informationen
Legimi prüft nicht, ob Rezensionen von Nutzern stammen, die den betreffenden Titel tatsächlich gekauft oder gelesen/gehört haben. Wir entfernen aber gefälschte Rezensionen.



Inhalt

REISEPLANUNG

Willkommen in Neuseeland

Übersichtskarte

Neuseelands Top 20

Gut zu wissen

Was gibt’s Neues?

Wie wär’s mit …

Monat für Monat

Reiserouten

Wandern in Neuseeland

Skifahren & Snowboarden in Neuseeland

Neuseeland extrem

Essen & Trinken

Reisen mit Kindern

Neuseeland im Überblick

REISEZIELE IN NEUSEELAND

AUCKLAND

Auckland

Inseln im Hauraki Gulf

Rangitoto & Motutapu Islands

Waiheke Island

Great Barrier Island

Westlich von Auckland

Nord-Auckland

BAY OF ISLANDS & NORTHLAND

Whangarei District

Mangawhai

Whangarei

Tutukaka Coast & die Poor Knights Islands

Bay of Islands

Russell

Paihia & Waitangi

Kerikeri

Far North

Doubtless Bay

Cape Reinga & Ninety Mile Beach

Ahipara

Hokianga

Opononi & Omapere

Kauri-Küste

WAIKATO & COROMANDEL PENINSULA

Hamilton

Raglan

Te Awamutu

Cambridge

Matamata

Waitomo Caves

Thames

Coromandel (Stadt)

Whitianga

Waihi & Waihi Beach

TARANAKI & WHANGANUI

New Plymouth

Mount Taranaki (Egmont National Park)

Surf Highway 45

Whanganui

Whanganui National Park

Palmerston North

TAUPO & CENTRAL PLATEAU

Taupo

Turangi & Umgebung

Tongariro National Park

Whakapapa Village

National Park Village

Ohakune

ROTORUA & BAY OF PLENTY

Rotorua

Tauranga

Mount Maunganui

Whakatane

Opotiki

EAST COAST

Pacific Coast Highway

Gisborne

Te Urewera National Park

Napier

Hastings & Umgebung

Cape Kidnappers

WELLINGTON & UMGEBUNG

Wellington

Kapiti Coast

Die Region Wairarapa

MARLBOROUGH & NELSON

Picton

Marlborough Sounds

Queen Charlotte Track

Kenepuru Sound & Pelorus Sound

Blenheim

Kaikoura

Nelson

Motueka

Abel Tasman National Park

Golden Bay

Kahurangi National Park

Nelson Lakes National Park

WEST COAST

Murchison & Buller Gorge

Reefton

Rund um Westport

Rund um Karamea

Punakaiki & Paparoa National Park

Greymouth

Hokitika

Westland Tai Poutini National Park

Franz Josef Glacier

Fox Glacier

Region Haast

CHRISTCHURCH & CANTERBURY

Christchurch

Banks Peninsula

Hanmer Springs

Waipara Valley

Selwyn District

Methven

Mount Somers

Peel Forest

Timaru

Geraldine

Lake Tekapo

Twizel

Aoraki/Mount Cook National Park

DUNEDIN & OTAGO

Omarama

Waitaki Valley

Oamaru

Dunedin

Otago Peninsula

Naseby

Lauder, Omakau & Ophir

Alexandra

Clyde

Cromwell

QUEENSTOWN & WANAKA

Queenstown

Glenorchy & Umgebung

Arrowtown

Wanaka

Cardrona

Makarora

FIORDLAND & SOUTHLAND

Fiordland

Te Anau

Milford Sound

Manapouri

Doubtful Sound

Invercargill

Die Catlins

Stewart Island

NEUSEELAND VERSTEHEN

Neuseeland aktuell

Geschichte

Natur & Umwelt

Die Kultur der Māori

Kunst & Musik

PRAKTISCHE INFORMATIONEN

Allgemeine Informationen

Verkehrsmittel & -wege

Kartenlegende

SPECIALS

Wandern in Neuseeland

Skifahren & Snowboarden

Neuseeland extrem

Natur & Umwelt

Die Kultur der Māori

Zurück zum Anfang des Kapitels

Grafik herunterladen

Zurück zum Anfang des Kapitels

Willkommen in Neuseeland

Gerade weil sich das tatsächliche und das politische Klima auf der Erde immer weiter aufheizen, ist es tröstlich, dass ein Land wie Neuseeland existiert. Diese menschenleeren, grünen und friedlichen Inseln sind ideale Rückzugsorte.

Durch die Wildnis wandern

Neuseeland ist 268 021 km2 groß. Auf dieser Fläche leben 4,6 Mio. Menschen. Den Platz dazwischen füllen Wälder, Berge, Seen, Strände und Fjorde, die Neuseeland zu einer der schönsten Wanderregionen machen. Am besten, man nimmt sich einen der Great Walks vor (am bekanntesten sind Heaphy und Milford Track), oder man gönnt sich ein paar Stunden in der Natur, bei einer Strandwanderung, einer Kanufahrt oder einem Ausflug mit dem Mountainbike.

Entspannter Urlaub

Beim Vergleich mit anderen Urlaubszielen schneidet Neuseeland bestens ab – nicht zuletzt, weil das Reisen unbeschwert verläuft. Busse und Züge fahren pünktlich. Die Straßen sind in gutem Zustand. Nach Geldautomaten muss man nirgendwo suchen, und Taschendiebe oder Händler, die Fremde übers Ohr hauen, sind hier so rar wie verschmutzte Herbergsräume. Und wegen des Essens muss hier niemand auf die nächste öffentliche Toilette stürzen. Überdies gibt es keine Schlangen und nur eine einzige giftige Spinne, die seltene Rote Katipo.

Kultur der Māori

Wer sich auch nur entfernt für Rugby interessiert, hat sicher schon von der neuseeländischen Nationalmannschaft der All Blacks gehört, deren Weltruhm auch mit den unbesiegbaren Māori–Spielern zu tun hat. Das ist aber nur ein Beispiel dafür, wie die Kultur der Māori in den Alltag hineinwirkt: Überall hört man die Māori-Sprache, im Fernsehen gibt es Māori-Sender, an den Hauptstraßen stehen marae (Versammlungshäuser), man kann die hangi (Maori-Feste) besuchen oder Kulturveranstaltungen mit Māori-Liedern, Māori-Tänzen und dem einschüchternden haka (Kriegstanz) beiwohnen. Wer sehr mutig ist, entscheidet sich vielleicht sogar für ein ta moko, ein traditionelles Māori-Tattoo.

Essen, Wein & Bier

Die neuseeländische Küche war früher nur ein schwacher Abglanz britischer Sonntagsgerichte, doch heute suchen die Küchenchefs ihre Inspiration in den kulinarischen Gefilden der Neuen Welt, vor allem im Pazifikraum mit seinen Fischgerichten und den angrenzenden Küchen. Man sollte einige regionale Spezialitäten probiert haben: paua (Abalone), kina (Seeigel) und kumara (Süßkartoffeln). Für ein Picknick deckt man sich am besten auf einem der Bauernmärkte ein. Neuseelands Weingüter heimsen seit Jahrzehnten Preise für ihre Pinot Noirs und Sauvignon Blancs ein und auch die Craft-Beer-Szene boomt.

MATT MUNRO / LONELY PLANET ©

Aoraki/Mount Cook

Warum ich Neuseeland liebe

Von Charles Rawlings-Way, Autor

Als in England geborener Australier erlebe ich jede Reise nach Neuseeland als einen Mix aus Landschaften und Kulturen, die einerseits so vertraut und doch so andersartig wirken. Die sanften Hügel und Hecken entsprechen den ungezwungenen Einheimischen und wirken entwaffnend, ablenkend und unterhaltsam. Die Māori-Kultur ist stark, die Surfstrände sind Weltklasse und das Bier ist köstlich. Neuseeland verbindet das Beste aus der Alten und der Neuen Welt miteinander, und zwar auf sozial und ökologisch sensible Weise: vielleicht als Vorlage für eine neue Weltordnung? Jedenfalls liebe ich Neuseeland!

Mehr Informationen über die Autoren

Zurück zum Anfang des Kapitels

Neuseelands Top 20

Waiheke Island & Hauraki Gulf

1 Der inselreiche Hauraki Gulf ist ein Paradies für Jachtbesitzer. Er schützt den Hafen und die Buchten an der Ostküste und bietet der Vergnügungsflotte der „Stadt der Segel“ reichlich Anlass, diese Segel zu setzen. Trotz des regen Schiffsverkehrs sind im Golf einige Wal- und Delfinschulen zu Hause. Wahrzeichen der Stadt ist Rangitoto Island; sein nahezu perfekter Vulkankegel bildet den Hintergrund so mancher Schnappschüsse. Waiheke hingegen gilt wegen der schönen Strände, Weingüter und Restaurants als beliebtestes Insel-Refugium Aucklands.

TROY WEGMAN / SHUTTERSTOCK ©

Matiatia Wharf, Waiheke Island

Auckland

2Auckland wird von zwei Häfen eingefasst. Das Stadtgebiet ist auf den Resten erloschener Vulkane erbaut. Die Stadt gelangt auch immer wieder auf die Liste der lebenswertesten Städte der Welt. Zwar kann Auckland so Großkalibern wie New York oder London nicht ganz das Wasser reichen, dafür aber ist Auckland mit Stränden reich gesegnet, von schönen Weinanbaugebieten umgeben und groß genug für eine blühende Gastronomie- und eine lebendige Musikszene. In der ethnisch bunten Stadt feiert man Kulturfestivals mit echter Inbrunst. Schließlich lebt hier die weltweit größte Bevölkerungsgruppe aus Ozeanien.

AMOS CHAPPLE / GETTY IMAGES ©

Wellington

3Wellington gilt als eine der coolsten kleinen Hauptstädte der Welt: Hier ist alles hip, dynamisch, aber auch traditionsverbunden. Die Stadt ist berühmt für ihre Kunst- und Musikszene. Eine Reihe kleiner Craft-Brauereien hat sich ebenfalls einen Platz in der Szene erobert. Wellington ist hektisch, aber dennoch gesellig, bunt, allerdings oft auch ganz in Schwarz gehüllt, und liebt das Unkonventionelle. Das wechselhafte Wetter gibt dem Ganzen noch zusätzlich einen besonderen Reiz.

TRAVEL INK / GETTY IMAGES ©

Die Skulptur The Albatross von Tanya Ashken am Meeresufer in Wellington

Bay of Islands

4 Türkisfarbenes Wasser glitzert in hübschen Buchten, Delfine treiben ihre Späße mit den Rudern der Boote, Orkas gleiten anmutig vorbei: Wahrscheinlich sind es diese Bilder, die die Besucher überhaupt erst nach Neuseeland gelockt haben – und hier in der Bay of Islands erlebt man diese Dinge hautnah. Egal, ob man nun ein harter Seebär oder ein überzeugtes Landei ist, es gibt Tausende Möglichkeiten, die rund 150 Inseln zu erkunden, die verstreut in dieser wunderschönen Bucht liegen.

DOUG PEARSON / GETTY IMAGES ©

Urupukapuka Island

Kaikoura

5Kaikoura (das bedeutet „Krebse essen“) wurde einst von den Māori wegen ihrer Vorliebe für Meeresfrüchte besiedelt und ist heute der ideale Ort, um die Meerestiere zu kosten. Langusten stehen immer noch an erster Stelle, aber auf Angeltouren kann man auch ganz andere essbare Wunder der Tiefen an den Haken bekommen. Wale, Delfine und Robben gehören definitiv nicht auf die Speisekarte – aber Bootstouren oder Flüge zu diesen Tieren sind hier ein ganz großes Geschäft. Solche Touren führen auch zu Diskussionen, aber die neuseeländischen Veranstalter halten sich strikt an die Vorgaben des staatlichen Umweltministeriums.

DARRYL TORCKLER / GETTY IMAGES ©

Delfin vor der Küste von Kaikoura

Die Westküste

6 Die Westküste wird vom wilden Tasmanischen Meer und den Südlichen Alpen umgeben und ist ganz anders als der Rest des Landes. Beide Eckpunkte dieser Küste vermitteln den Eindruck von Weltabgeschiedenheit. Im Norden liegt das verschlafene Karamea am Kahurangi National Park, am südlichen Ende der SH 6 liegt das Tor zu den Weltkulturerberegionen. Dazwischen finden sich die raue Küste, tiefe Wildnis, Sehenswürdigkeiten wie die Punakaiki Rocks sowie der Franz Josef und Fox Glacier und ganz viel Geschichte des Landes.

APEXPHOTOS / GETTY IMAGES ©

Franz Josef Glacier

Schwefelbad Rotorua

7 Das Erste, was man sofort bemerkt, wenn man nach Rotorua kommt, ist der Schwefelgeruch. Doch es sind gerade diese vulkanischen Nebenprodukte, die Besucher interessieren: Geysire, blubbernder Matsch, rauchende Erdspalten, Löcher mit siedendem mineralhaltigem Wasser … Rotorua ist einzigartig. Man braucht hier aber kein Vermögen auszugeben – es gibt viele erschwingliche (teilweise kostenlose) Möglichkeiten, der Naturgewalt aus dem Erdinneren zu begegnen. Und Māori-Dörfer liegen unmittelbar am Weg.

IAN WOOLCOCK / SHUTTERSTOCK ©

Champagne Pool

Waitomo Caves

8 Der Besuch von Waitomo ist ein Muss. Die Stadt selbst besteht vornehmlich aus einer Mikrobrauerei, einem Café, einem Ferienpark und einigen B&Bs. Attraktiver ist da eindeutig die Unterwelt: ein verblüffendes Labyrinth unterirdischer Höhlen, Schluchten und Flüsse, die die Ero-sion in den Kalkstein des nördlichen King Country gegraben hat. Raftings durch finstere Höhlen sind das Highlight, nicht weniger Spannung versprechen aber Grotten voller Glühwürmchen, unterirdische Abseil-Abenteuer und mehr Stalaktiten und Stalagmiten, als man je an einem Ort gesehen hat.

BEN LEWIS / ALAMY STOCK PHOTO ©

Tongariro Alpine Crossing

9 Mitten auf der Nordinsel bietet der Tongariro National Park eine außerirdisch anmutende Landschaft, aus der drei rauchende Vulkane aufragen. Dieser Weg ist der Inbegriff dessen, was der Park zu bieten hat. Er führt um den Fuß zweier Berge herum und ermöglicht einen Blick in die Krater. Dahinter erstrecken sich gefärbte Seen und die weite Ebene des Central Plateau. Genau deshalb gilt diese Wanderung als eine der schönsten eintägigen Touren der Welt.

23PICTURES / SHUTTERSTOCK ©

Emerald Lakes, Tongariro National Park

Rugby

10 Rugby ist Neuseelands Nationalsport. Mit gutem Timing hat man vielleicht das Glück, die Nationalmannschaft, die All Blacks (wiederholter und amtierender Weltmeister), in Aktion zu erleben. Die „Abs“ werden fast wie Götter verehrt: Empfehlenswert ist das New Zealand Rugby Museum in Palmerston North, es lohnt aber auch, den Vorstadtkindern beim Spiel zuzusehen oder mit den Einheimischen in einem Pub vor einem Bildschirm zu grölen, wenn die massigen Männer zusammenprallen.

GLYN KIRK / GETTY IMAGES ©

Die All Blacks feiern den Sieg der Weltmeisterschaft im Jahr 2015

Abel Tasman National Park

11 Auf Schritt und Tritt gibt es hier Natur pur: üppig bewachsene grüne Hügel mit goldenen Sandbuchten, die sanft abfallen, bevor sie dann ins kristallklare, himmelblaue Wasser übergehen. Der Abel Tasman National Park ist ein klassisches Postkartenparadies, wo man sich überall in immer anderen Posen für ein Foto aufstellen kann: beim Wandern, Kajakfahren, Schwimmen oder einfach nur beim Sonnenbaden. Diese traumhaft schöne landschaftliche Ecke von Neuseeland legt die Messlatte sehr hoch.

THOMAS PICKARD / GETTY IMAGES ©

Kultur der Māori

12 Wer die Kultur der Ureinwohner Neuseelands, der Māori, erleben möchte, sollte an einem haka (Kriegstanz) teilnehmen, bei einem traditionellen hangi (Festmahl) zulangen, einen Schmuckanhänger aus Knochen oder pounamu (Jade) schnitzen, einige Bruchstücke der Sprache erlernen oder eine authentische Kulturveranstaltung besuchen. In den großen Städten und Heimatmuseen ganz Neuseelands gibt es Kunsthandwerkliches und historische Gegenstände der Māori.

BLAINE HARRINGTON III / ALAMY STOCK PHOTO ©

Eine Frau und ein Mann der Māori grüßen mit einer traditionellen hongi

Otago Peninsula

13 Die Otago Peninsula ist der Beweis dafür, dass auf der Südinsel unzählige Outdoor-Aktivitäten möglich sind. Die Halbinsel bietet die landesweit beste Gelegenheit zur Beobachtung der Tierwelt. Dutzende Zwergpinguine sind besonders bei ihrem nächtlichen Strandwatscheln überaus niedlich. Ihr gelbäugiger Cousin, der hoiho, steht gern an verlassenen Stränden Wache. Seelöwen und Robben räkeln sich auf den Felsen, während die Albatrosse aus der Festlandkolonie über ihnen schweben.

DAVID WALL PHOTO / GETTY IMAGES ©

Drachenflieger über der Otago Peninsula

Heaphy Track

14 Der bei Wanderern und mittlerweile auch Mountainbikern (vornehmlich im Winter) beliebte vier- bis sechstägige Heaphy Track bildet die Attraktion im Kahurangi National Park, der großen Wildnis, die sich in der Nordwestecke der Südinsel ausbreitet. Weitere Highlights sind die geheimnisvollen Gouland Downs und die surreale Nikaupalmen-Küste, wohingegen die Städte an den jeweiligen Enden – bei Golden Bay und Karamea – die Besucher auf den Boden der Tatsachen zurückbringen.

DAVID WALL PHOTO / GETTY IMAGES ©

Central Otago

15 Per Zweirad rollt man entspannt den Otago Central Rail Trail entlang und radelt dabei durch einige der schönsten Landschaften Neuseelands und durch die denkmalgeschützten Straßen alter Goldgräberstädte. Unterwegs dient das sommerliche Steinobst, für das die Region bekannt ist, als Zwischenmahlzeit. In einem der vielen alten Pubs wartet dann das wohlverdiente Bier. Alternativ könnte man auch in den Weingütern der Region edle Tropfen verkosten.

ANDREW BAIN / GETTY IMAGES ©

Der Otago Central Rail Trail bei Omakau

Skifahren & Snowboarden

16 Neuseeland besitzt einige hohe Berge, sodass man in der Wintersaison (Juni bis Okt.) immer irgendwo gute Schneeverhältnisse vorfindet. Die meisten Pisten befinden sich auf der Südinsel: Queenstown und Wanaka mit den Abfahrten am Coronet Peak, an den Remarkables und am Treble Cone sind beliebt. Zudem gibt es hier Reviere zum Snowboarden und Langlaufen. Auf der Nordinsel bietet der Mount Ruapehu die Chance, auf Vulkanhängen zu carven.

KYLE SPARKS / GETTY IMAGES ©

Snowboarder am Coronet Peak

Milford Sound

17 Mit etwas Glück kann man den Milford Sound an einem klaren Tag erleben. Nur dann zeigt sich das Zusammenspiel von Wasserfällen, grünen Klippen, Gipfeln und dunkelblauem Wasser in voller Pracht. Allerdings ist es wahrscheinlicher, dass man das Ganze in der typischen Mischung aus Dunst und Sprühregen antrifft und man die Umrisse des Mitre Peak nur mit Mühe ausmachen kann. Immer aber sollte man ein Auge auf Seehunde und Delfine haben, besonders wenn man den Fjord mit dem Kajak erkundet.

ANNA GORIN / GETTY IMAGES ©

Queenstown

18Queenstown mag die Geburtsstätte des Bungeespringens sein, doch Neuseelands Abenteuerstadt hat viel mehr zu bieten als Sprünge in die Tiefe. Vor dem zerklüfteten blauen Profil der Gebirgskette der Remarkables können Reisende tagelang Ski- oder Mountainbikefahren oder wandern, um dann am Abend in internationalen Restaurants zu speisen. Am nächsten Tag kann man dann Drachenfliegen, Kajak- oder Floßfahren oder einfach nur ruhige Ausflüge etwa nach Arrowtown oder Glenorchy unternehmen.

DONFINK / GETTY IMAGES ©

TranzAlpine Railway

19 Die TranzAlpine führt auf einer der weltweit schönsten Bahnstrecken in weniger als fünf Stunden quer durchs Land, vom Pazifik bis zur Tasmansee. Unterwegs steht ein mächtiges Gebirge im Weg: Nach den Canterbury Plains führt eine Reihe von imposanten Tunneln und Viadukten hinauf durch die Southern Alps zum Arthur’s Pass, wo der 8,5 km lange Otira-Tunnel sich direkt durch die Felsen von Neuseelands bergigem Rückgrat wühlt. Danach geht es (lediglich im Wortsinn) nur noch bergab bis ins verschlafene Greymouth.

AGE FOTOSTOCK / ALAMY STOCK PHOTO ©

Akaroa & Banks Peninsula

20 Das mit einer Prise französischer Atmosphäre gewürzte Akaroa umschließt einen der schönsten Häfen auf der Banks Peninsula. Der seltenste Delfin der Welt bevölkert die klaren Gewässer, die zudem ideal zum Kajakfahren und Segeln sind. Anderswo auf der Insel windet sich die Summit Road am Rand eines erloschenen Vulkans entlang, und viele Straßen schlängeln sich hinab zu versteckten Buchten. Tagelang kann man hier die vielen überraschenden Attraktionen erkunden.

WILLCAO911 / GETTY IMAGES ©

Leuchtturm, Akaroa

Zurück zum Anfang des Kapitels

Gut zu wissen

Weitere Informationen im Kapitel „Praktische Informationen”

Währung

Neuseeland-Dollar (NZ$)

Sprache

Englisch, Māori, Neuseeländische Gebärdensprache

Visum

Deutsche, Österreicher und Schweizer brauchen wie die Angehörigen von 57 weiteren Ländern kein Visum für Neuseeland (als Touristen). Unter www.immigration.govt.nz gibt es Infos.

Geld

In Städten und größeren Ortschaften gibt es überall Geldautomaten. In den meisten Hotels und Restaurants werden Kreditkarten akzeptiert.

Mobiltelefone

Viele europäische Handys funktionieren im neuseeländischen Netz. Per Roaming oder mit einer hiesigen Prepaid-SIM-Karte kann man sie benutzen.

Zeit

In Neuseeland gilt die MEZ plus 11 Stunden.

Reisezeit

Hochsaison (Dez.–Feb.)

Sommer: volle Strände, zahlreiche Outdoor-Aktivitäten, tolle Festivals und Sportereignisse.

Die Übernachtungspreise in den großen Städten steigen.

Die Hauptsaison in den Skigebieten ist naturgemäß im Winter (Juni–Aug.).

Zwischensaison (März–April)

Hauptreisezeit: gutes Wetter, wenig Betrieb, Kinder in der Schule und halbwegs warme Wassertemperaturen.

Lange Abende bei einem Glas Wein oder Craft Beer.

Auch der Frühling zählt zur Zwischensaison (Sept.–Nov.).

Nachsaison (Mai–Aug.)

Zum Skifahren in die Southern Alps mit einigen der besten Hänge auf der südlichen Halbkugel.

Keine Menschenmassen, gute Übernachtungsangebote und wohltuend leere Lokale.

Strandorte wirken jetzt oft etwas verschlafen.

Websites

100% Pure New Zealand

(

www.newzealand.com

) Seite des Tourismusverbandes.

Department of Conservation

(

www.doc.govt.nz

) Infos zu Parks und Campingplätzen des DOC.

Lonely Planet

(

www.lonelyplanet.com/new-zealand

) Infos zu den Reisezielen, Hotelbuchungen, Reiseforen und mehr.

Destination New Zealand

(

www.destination-nz.com

) Tourismus-Website mit Tipps.

DineOut

(

www.dineout.co.nz

) Restaurantempfehlungen.

Te Ara

(

www.teara.govt.nz

) Online-Nachschlagewerk zu Neuseeland.

Wichtige Telefonnummern

Reguläre Telefonnummern in Neuseeland haben eine zweistellige Vorwahl, gefolgt von einer siebenstelligen Durchwahl. Wenn man innerhalb einer Region telefoniert, muss man die Vorwahl mitwählen. Bei Anrufen aus dem Ausland die vordere 0 weglassen.

Landesvorwahl (von Europa aus)

0064

Notruf (Feuerwehr, Krankenwagen, Polizei)

111

Telefonauskunft

018

Internationale Telefonauskunft

0172

Wechselkurse

Euro-Zone

1 €

1,55 NZ$

Schweiz

1 SFr.

1,43 NZ$

USA

1 US$

1,39 NZ$

www.xe.com mit Wechselkursen.

Tagesbudget

Preiswert: unter 150 NZ$

Schlafsaalbett oder Campingplatz: 25−38 NZ$ pro Nacht

Hauptgericht in einem preiswerten Lokal: unter 15 NZ$

Erkundungstour per Naked Bus oder InterCity: fünf Fahrten ab 151 NZ$

Mittelteuer: 150–250 NZ$

Doppelzimmer in Mittelklasse-Hotel/-Motel: 120–200 NZ$

Hauptgericht in Mittelklasse-Restaurant: 15–32 NZ$

Auto ausleihen und weitere Rundfahrten: ab 30 NZ$ pro Tag

Teuer: über 250 NZ$

Doppelzimmer in Luxushotel: ab 200 NZ$

Drei-Gänge-Menü in einem erstklassigen Restaurant: 80 NZ$

Inlandsflug von Auckland nach Christchurch: ab 100 NZ$

Öffnungszeiten

Die Öffnungszeiten variieren je nach Saison (so ist es in Dunedin beispielsweise im Winter sehr ruhig), aber die folgenden Angaben können als grobe Orientierung dienen. Die meisten Einrichtungen haben an den Weihnachtstagen und Karfreitag geschlossen.

Banken

Mo-Fr 9.30–16.30, manche haben auch samstags von 9–12 Uhr geöffnet

Cafés

7–16 Uhr

Geschäfte & Unternehmen

Mo-Fr 9–17.30, Sa 9-12 oder 17 Uhr

Postämter

Mo-Fr 8.30–17; größere Filialen auch samstags 9.30–13 Uhr

Pubs & Bars

Von 12 Uhr bis spätabends (wie lange genau, hängt von der Region und dem Wochentag ab)

Restaurants

12–14.30 und 18.30–21 Uhr

Supermärkte

8–19 Uhr, in größeren Städten oft bis 21 Uhr oder länger

Ankunft in Neuseeland

Auckland Airport

Airbus-Express-Busse fahren rund um die Uhr alle 10 bis 30 Minuten in die Stadt. Shuttlebusse verkehren ebenfalls 24 Stunden von Tür zu Tür. Ein Taxi zur Innenstadt kostet 75 bis 90 NZ$ (45 Minuten).

Wellington Airport

Airport-Flyer-Busse fahren von 6.30 bis 21.30 Uhr alle 10 bis 20 Minuten in die Stadt. Shuttlebusse fahren 24 Stunden von Tür zu Tür. Ein Taxi zur Innenstadt kostet 30 NZ$ (20 Minuten).

Christchurch Airport

Die Purple Line der Metro fährt von 6.45 bis 23 Uhr in regelmäßigen Abständen in die Stadt. Shuttlebusse fahren 24 Stunden am Tag von Tür zu Tür. Ein Taxi zur Innenstadt kostet rund 50 NZ$ (20 Minuten).

Unterwegs vor Ort

Neuseeland ist lang und schmal. Viele Straßen sind zweispurige Landstraßen: Von A nach B zu kommen, erfordert Planung.

Auto

Man kommt im eigenen Tempo voran, kann abgelegene Gebiete erkunden und Regionen ohne öffentliche Verkehrsmittel besuchen. Mietwagen gibt es in größeren Städten. Es herrscht Linksverkehr!

Bus

Verlässliche, regelmäßige Verbindungen im ganzen Land (meist günstiger als fliegen).

Flugzeug

Schneller voran kommt man mit recht günstigen, regelmäßigen Inlandsflügen. An den CO

2

-Ausgleich denken!

Zug

Verlässliche, regelmäßige Verbindungen auf speziellen Strecken beider Inseln.

Mehr zum Thema Unterwegs vor Ort

Zurück zum Anfang des Kapitels

Was gibt’s Neues?

Old Ghost Road

Die 85 km lange Old Ghost Road ist eines der ehrgeizigsten Radwegprojekte Neuseelands. Der Weg führt über zwei historische Goldgräberrouten durch Berglandschaften und ist ein echtes Abenteuer.

Christchurch Art Gallery

Das erste Haus für Kunst am Platze! Die Kunstgalerie war wegen des Erdbebens seit 2011 geschlossen und wurde nun wiedereröffnet. Hier sind einige der schönsten Kunstwerke des Landes ausgestellt.

Auckland City Limits

Ersetzt das langjährige Rockfestival Big Day Out und lehnt sich an das berühmte Austin City Limits an: Beim ACL im März kommen die großen internationalen Künstler in den Western Springs Park.

Stadtzentrum von Christchurch

Mitten in der restaurierten Innenstadt von Christchurch entstehen neue Bars, Restaurants und Unterkünfte.

Hydro Attack

Was springt denn da aus den stillen Gewässern des Lake Wakatipu? Oh Gott, es ist ein riesiger Hai, oder zumindest ein mit Düsen angetriebenes, torpedoähnliches Wasserfahrzeug, das so aussieht.

Bill Richardson Transport World

Dieses riesige Automobilmuseum in Invercargill beherbergt eine Sammlung schön restaurierter historischer Trucks.

Museum of Waitangi

Das Erbe und der fortwährende Einfluss des Gründungsdokuments des modernen Neuseeland (Treaty of Waitangi von 1840) auf die Gegenwart wird in diesem Museum in der Bay of Islands ausgestellt.

Skyline MTB Gravity Park

Rotorua ist auf dem Wege, zum weltweit besten Ort für Mountainbiker zu avancieren, und das vor allem durch die zusätzlichen 10 km aufregender Bergab-Trails, die mit einer Gondel erreichbar sind.

My Kiwi Adventure

Dieser Veranstalter im Tongariro National Park ermöglicht Besuchern ein geführtes Abenteuer auf dem Stehpaddel-Board in den höchsten Höhen des Landes oder schickt sie auf die schönsten Mountainbike-Strecken im Inneren der Nordinsel.

Len Lye Centre

Der neuseeländische Künstler Len Lye (1901–1980) wusste genau, wie er die Neugier der Menschen mit seinen Kunstwerken wecken konnte. Einige finden sich in der neuen Galerie von New Plymouth.

Sunshine Brewery

In der Craft-Beer-Brauerei von Gisborne gibt es einen neuen Verkostungsraum direkt am Waikanae Beach. Hier kann man sich eine Degustationskelle, etwas zum Mitnehmen oder zu essen organisieren.

Pukeahu National War Memorial Park

Der neueste Park in Wellington ist ergreifend – ein großes Gelände unterhalb des alten Art-déco-National War Memorial (1932) zu Ehren der neuseeländischen Soldaten und Soldatinnen.

Weitere Tipps und Empfehlungen finden sich unterlonelyplanet.com/new-zealand

Zurück zum Anfang des Kapitels

Wie wär’s mit …

Städte

Auckland

Sydney für Anfänger? Oder besser gesagt „Seattle minus Regen”, dazu kommt die vitale pazifische Inselkultur.

Wellington

Bietet wirklich alle Verlockungen, die man in einer Hauptstadt erwarten kann, und das in einem kompakten Geschäftsviertel mit schöner viktorianischer Architektur an den Hängen mehrerer Hügel.

Christchurch

Absolut energiegeladen und schwungvoll wiederauferstanden nach den jüngsten Erdbeben, was größtenteils der Entschlusskraft und der Ausdauer der stolzen Einwohnerschaft zu verdanken ist.

Dunedin

Kunstbeflissenheit und ein feucht-fröhliches Ambiente (dank so vieler Studenten!); die nahe gelegene Otago Peninsula eignet sich sehr gut zur Wildbeobachtung.

Hamilton

Die Stadt ist zwar nur ein kleiner Lichtimpuls auf dem Radar, aber die zahlreichen Bars, Restaurants, Museen und der Fluss lohnen einen Besuch.

New Plymouth

Das perfekte städtische Zentrum der Region, mit fabelhaften Galerien, coolen Cafés und Bars sowie gut zugänglicher Wildnis rundherum.

Extremsport

Queenstown Bungy

Sich am atemberaubenden Shotover Canyon Swing oder Nevis Bungy festschnallen und anschließend wagemutig in die Tiefe stürzen.

Abel Tasman Canyons

Hier schwimmt man, rutscht, seilt sich ab und springt die Fluten des Torrnet River hinab, einfach atemberaubend.

Waitomo Black-Water Rafting

Ausgerüstet mit einem Neoprenanzug, einer Rettungsweste und einem Helm mit Lampe gleitet man auf einem unterirdischen Höhlenfluss dahin – eine echt wilde Zeit!

Extremsport in Auckland

Hier bieten SkyWalk und SkyJump am Sky Tower sowie EcoZip Adventures Nervenkitzel mit toller Aussicht.

Canyons

Beim Klettern und Abseilen durch den unberührten Busch bei Thames müssen Klippen, Wasserläufe und Wasserfälle überwunden werden.

Rafting auf dem Buller River

Gilt landläufig als Neuseelands klassisches Rafting-Abenteuer. In Murchison gibt es zwei hervorragende Anbieter.

Skydive Franz

Beim Fallschirmspringen kann man viel vom Gletscher sehen (aber auch den Aoraki/Mount Cook).

Geschichte

Waitangi Treaty Grounds

In der Bay of Islands wurde der umstrittene Vertrag von Waitangi (Treaty of Waitangi) von den Māori-Häuptlingen und der britischen Krone unterzeichnet.

Arrowtown

Diese Stadt aus der Ära des Goldrausches ist voller denkmalgeschützter Gebäude und den Überbleibseln einer der ältesten chinesischen Siedlungen Neuseelands.

Oamaru Victorian Precinct

Wunderschön restaurierte Gebäude und Lagerhäuser aus weißem Kalkstein, in denen heute ausgefallene Kunstgalerien, Restaurants und Kunsthandwerksläden untergebracht sind.

Denniston Plateau

Das ehemalige Bergbaustädtchen Denniston bei Westport erinnert an eine Geisterstadt und lädt zur Erkundung ein. Hier lebten einst 1500 Bergleute.

Te Papa

Wellingtons lebendiges Schatzhaus, in dem die Geschichte der Māori und Pākehā (Neuseeländer europäischer Herkunft) erklingt, erstrahlt und lebendig wird.

Dunedin Railway Station

Über 100 Jahre alt; die Wände sind mit Mosaiken versehen, die Fenster mit Glasmalereien; eines der meistfotografierten Gebäude Neuseelands.

Shantytown

Liegt südlich von Greymouth an der Westküste und ist eine authentische Nachbildung einer typischen Goldgräberstadt aus den 1860er-Jahren.

Māorikultur

Rotorua

Hier erleben die Besucher kulturelle Aufführungen, wie einen

haka

(Kriegstanz) und ein

hangi

(Māori-Festessen) mit traditionellen Gesängen, Tänzen und Geschichten.

Footprints Waipoua

An der Westküste Northlands kann man den umwerfend schönen Waipoua Kauri Forest mit einem Māori-Führer erkunden.

Te Ana Māori Rock Art Centre

In Timaru erfahren die Besucher viel über die traditionelle Felsmalerei der Māori, bevor sie dann die entlegenen Stätten bei South Canterbury erkunden.

Hokitika

Die wichtigste Quelle für neuseeländische

pounamu

; Heimat der Steinmetzmeister, Knochen- und Paua-Muschelschnitzer in traditionellen Māori-Mustern.

Toi Hauāuru Studio

Empfehlenswert ist ein Besuch in diesem Studio in Raglan, in dem es zeitgenössische Māori-Schnitzereien, bildende Kunst und

Ta Moko

(Tattoos) zu bestaunen gibt.

Pacific Coast Highway

In dieser lange verloren geglaubten Ecke Neuseelands bewegt sich das Leben im eher traditionell langsamen Schritt voran.

Erlebnisse abseits der Touristenpfade

Stewart Island

Endstation! Mit der Fähre geht es nach Oban, um dort einfach mal ein paar Tage abzutauchen.

Northern West Coast

Einige der schönsten Schauspiele bieten sich an der Küste im Nordwesten, darunter das staunenswerte Oparara Basin.

East Cape

Man sollte sich einige Tage Zeit nehmen, um diese doch sehr wenig touristische Ecke Neuseelands zu bereisen.

Whanganui River Road

Empfehlenswert ist eine Fahrt am Whanganui River entlang, vorbei an Māori-Städten und Baumgruppen sowie den Überresten von aufgegebenen Farmen der Pākehā (europäischen Neuseeländer).

Forgotten World Highway

155 einsame, bewaldete Kilometer zwischen Taumaranui und Stratford (oder in anderer Richtung).

Nordwestküste der Nordinsel

Dieser Teil Neuseelands ist echt dünn besiedelt – genau wie wir es alle mögen.

Molesworth

Neuseelands größte Viehfarm erstreckt sich in wirklich entlegenem Terrain – empfehlenswert ist eine Führung über das Gelände.

Wandern

Milford Track

Ein zu Recht so berühmter „Great Walk”: Auf 53,5 km gibt es großartige Fjorde, Klänge, Berggipfel und Regentropfen.

Routeburn Track

Diejenigen, die schon viele Kilometer der „Great Walks“ auf dem Buckel haben, finden den Routeburn am besten.

Banks Peninsula Track

Die sanften Hügel und die malerischen Buchten sehen vielleicht nicht aus wie die durch Erosion abgetragenen Überreste zweier Vulkane, sind sie aber. Braucht jemand vielleicht eine Nachhilfestunde in Geologie?

Mt Taranaki: Kurzwanderwege

Man kann um den Berg herumwandern oder seinen Gipfel direkt besteigen, aber auch ein Bummel auf den fotogenen Berghängen kann sehr reizvoll sein.

Lake Angelus Track

Der im Zickzack verlaufene Aufstieg auf dem Pinchgut Track ist ein bisschen wie ein raues Erwachen, aber die Ausblicke am Mount Robert Ridge vermitteln lang anhaltende Eindrücke.

Whanganui Journey

Dieser „Great Walk“ ist eigentlich eine 145 km lange Paddeltour auf dem größten befahrbaren Fluss des Landes und führt durch den Whanganui National Park.

Queen Charlotte Track

Hier erlebt man die Freuden des Campens (Meeresbrise, Wellenrauschen, sternenreiche Nächte) oder luxuriöse Lodges. Egal was und wie, es ist immer eine lohnende Sache.

Old Ghost Road

Egal, ob man diesen fesselnden Weg an der Westküste per Fahrrad oder zu Fuß nimmt, er strotzt nur so vor Spuren der Geschichte.

PHILLIP LEE HARVEY / LONELY PLANET ©

Wanderer auf dem Routeburn Track oberhalb des Lake Mackenzie.

Pubs, Bars & Bier

Craft Beer in Wellington

Garage Project und Golding’s Free Dive sind nur zwei von gut 20 Craft-Bierbraugaststätten in der Hauptstadt (ob das etwas mit durstigen Politikern zu tun hat?).

Queenstown

Der einzige Ort in Neuseeland, an dem man auch Montag- oder Dienstagabend ausgehen kann und dabei nicht alleine ist.

Auckland

Die größte Stadt des Landes entwickelt sich allmählich in ein Zentrum des Hopfengetränkes: Auf geht’s ins Galbraith’s Alehouse, Hallertau oder Brothers Beer!

Nelson Craft Beer

Nelson ist die Heimat des neuseeländischen Hopfens und kann sich mit seinem eigenen Craft-Beer-Trail brüsten, der eine ganze Menge Brauereien und legendäre Gasthäuser einschließt.

Invercargill Brewery

Braut nicht nur eigene Sorten, sondern auch im Auftrag einiger der besten Kleinproduzenten Neuseelands.

Dunedin

In Neuseelands bedeutendster Universitätsstadt gibt es viele tolle Bars, die die Menschen von den Straßen holen.

Mike’s

Die besten Craft-BeerSorten von Taranaki gibt es unweit von New Plymouth.

Pomeroy’s Old Brewery Inn

Das beste Pub in ganz Christchurch.

Erlebnis Essen

Essen in Auckland

Neue Restaurants, ethnische kulinarische Enklaven und eine ständig wachsende Imbisswagen-Szene, all das macht Auckland zur kulinarischen Hauptstadt Neuseelands.

Winzerrestaurants in Central Otago

In herrlichster Lage gibt es besten Wein und eine vorzügliche Küche.

Kiwifrüchte in der Bay of Plenty

Ein Dutzend köstliche, flaumige, reife Kiwifrüchte kann man an Straßenständen bereits für 1 NZ$ erstehen.

Die Szene im Zentrum von Christchurch

Die große Restaurant- und Barszene im südlichen Geschäftsviertel blüht (wieder) auf.

Stewart Island

Extrem guter Dorsch! Ist etwa jeder auf dieser Insel Fischer? (Die Antwort ist: Ja. Man sollte aber eigene Zitronen mitbringen).

Wellington Night Market

Freitags nach der Arbeit lockt hier der pure Essensgenuss; und dann nochmals abends nach dem freien Samstag.

Weinanbaugebiete

Marlborough

Die größte Weinregion des Landes hält einen superben Sauvignon Blanc (und andere Sorten) bereit: unbedingt probieren!

Martinborough

Das kleine, aber feine Weinanbaugebiet eignet sich vortrefflich für einen Tagesausflug von Wellington aus: Hier warten einfache Radtouren und ein süffiger Pinot Noir.

Waiheke Island

Das Lieblingsziel für Wochenendausflügler aus Auckland. Hier herrscht ein heißes, trockenes Mikroklima: perfekt für Bordeaux-ähnliche Rot- und Roséweine.

Central Otago

Central Otago zeichnet verantwortlich für einen Großteil der besten Pinot-Noir- und Rieslingweine des Landes.

Waipara Valley

Einen Katzensprung nördlich von Christchurch entfernt liegen ausgezeichnete Weingüter mit einem ebenso ausgezeichneten Riesling.

Hawke’s Bay

Die warmen Tage gehen an der sonnenverwöhnten Ostküste in Abende mit köstlichem Chardonnay-Wein über.

PETE SEAWARD / LONELY PLANET ©

Weingut Wither Hills, Marlborough

Märkte

Otago Farmers Market

Bio-Obst und -Gemüse, kräftiger Kaffee und hausgemachte Pies gibt es hier in Dunedin; eine gute Möglichkeit, sich für unterwegs mit Lebensmitteln einzudecken.

Nelson Market

Ein großer, geschäftiger Markt; hier findet man alles, von Doris’ traditioneller Bratwurst bis zu New-Age-Klamotten.

River Traders Market

Der Markt am Flussufer des Whanganui findet traditionell am Samstagmorgen statt: An mehr als 100 Ständen werden unter anderem besonders gute Produkte vom Lande feilgeboten.

Harbourside Market

Der ultimative Beweggrund, diesen wöchentlich stattfindenden Obst- und Gemüsemarkt zu besuchen, sind die Stände mit kulinarischen Leckereien aus aller Welt und der angrenzende City Market für Kunsthandwerk.

Otara Flea Market

Ein Hauch vom Südpazifik in Auckland.

Rotorua Night Market

Findet Donnerstagabend im Zentrum von Rotorua statt. Essen, Trinken, Straßenmusikanten … alles ein großer Hochgenuss.

Hastings Farmers Market

Einer der ursprünglichen und immer noch einer der besten Bauernmärkte in ganz Neuseeland.

Strände

Karekare

Klassischer Strand mit schwarzem Sand westlich von Auckland mit wilder Brandung für anspruchsvolle Surfer (Eddie Vedder wäre hier beinahe ertrunken!).

Hahei

Typisch neuseeländischer Strand an der Coromandel Peninsula, mit obligatorischem Abstecher zur Cathedral Cove.

Wainui

An der Ostküste der Nordinsel: Surfen, Sandburgen, Sonnenschein … Ideal zum Faulenzen.

Wharariki Beach

Hier gibt es keinen Parkplatz, keinen Eiswagen … Dieses einsame Fleckchen Erde bei Farewell Spit gehört nur Wanderern und Denkern.

Hillary Trail

Dramatische Schönheit und großer Abenteuerwert dieses Strands an der wilden Westküste sind kaum zu überbieten. Es sei denn, man drückt diesen Stempel irgendeinem nächsten und noch dem nächsten und dem übernächsten auf …

Manu Bay

Neuseelands berühmtester Surfspot (schon

Endless Summer

gesehen?); hier gibt es nicht viel Sand, aber man ist ja eigentlich auch nur wegen des Point Breaks hier.

Abel Tasman Coast Track

Die Fotos dieses postkartenreifen Paradieses muss man nicht mit Photoshop bearbeiten – die goldenen Strände, die blauen Buchten und grünen Hügel sind schon von Natur aus wunderschön.

7MICHAEL / GETTY IMAGES ©

Wharariki Beach

Zurück zum Anfang des Kapitels

Monat für Monat

TOP-EVENTS

Fringe NZ, FebruarWellington Sevens, FebruarBeervana, AugustMarlborough Wine & Food Festival, FebruarNZ Tattoo & Art Festival, November

Januar

Nach der Silvesternacht reibt sich Neuseeland kräftig die Augen, sammelt sich wieder und macht sich bereit für das kommende Jahr. Super Wetter, die Kricket-Saison ist in vollem Gang und die Einheimischen genießen in vollen Zügen die Ferien.

Festival of Lights

Der Pukekura Park von New Plymouth wird sowieso als „Juwel“ bezeichnet, aber auf diesem Festival (www.festivaloflights.co.nz) funkelt er in der Tat ganz besonders. Denn im Januar wird der Garten in zauberhaftes Licht getaucht: Die Wege leuchten und die Bäume sind mit Tausenden von Lämpchen geschmückt. Es gibt Livemusik, Tanz und Vorstellungen für Kinder.

World Buskers Festival

Christchurch ist während dieses zehntägigen sommerlichen Festivals Gastgeber für eine große Schar von Jongleuren, Musikern, Gauklern und Tänzern (www.worldbuskersfestival.com). Wer allerdings nicht gern als Zuschauer am Geschehen beteiligt wird, sollte die Veranstaltung meiden.

Februar

Die Sonne scheint, die Kinder gehen wieder in die Schule, und der Sauvignon Blanc wird kaltgestellt: Partyzeit in Neuseeland. Festival-Karten (und Betten) sollten im Voraus gebucht werden.

Wellington Sevens

Es ist zwar keine Rugby-Saison, aber Anfang Februar/Ende Januar treffen die sieben besten Rugby-Teams der Welt zu einem Wettkampf in Wellington beim HSBC Sevens World Series (www.sevens.co.nz) aufeinander: Anhänger aus Australien, Neuseeland und Südafrika, aber auch die „kleinen Fische“, beispielsweise die Cook Islands, Kenia und Kanada, sind dann hier zu bewundern. Immer eine gute Gelegenheit, um Party zu machen.

Waitangi Day

Am 6. Februar 1840 unterzeichneten Māori und Briten den Vertrag von Waitangi (www.nzhistory.net.nz). Noch heute ist der Waitangi Day ein Feiertag. In Waitangi (Bay of Islands) wird er besonders groß mit Führungen, Konzerten, Marktständen und Familienunterhaltung begangen.

Marlborough Wine & Food Festival

Neuseelands größtes und bestes Weinfest (www.wine-marlborough-festival.co.nz) wird bestens bestückt von rund 50 Marl-borough-Weingütern mit Weinständen, Snackbuden und Entertainment. Das Fest findet an einem Samstag zu Beginn des Monats statt. Perfekt für Freunde des Sauvignon Blanc!

New Zealand Festival

Kunstbegeistert? Dieses einmonatige Spektakel (www.festival.co.nz) findet von Februar bis März (in Jahren mit gerader Jahreszahl) in Wellington statt. Neuseelands Kulturhauptstadt ist kunstverrückt: Theater, Tanz, Musik, Literatur und Kunst werden hier geliebt und gefördert. Häufig treten hier internationale Künstler auf.

Fringe NZ

In Wellington geht es hoch her: Musik, Theater, Comedy, Tanz, Kunst etc. – aber es sind keine konventionellen Darbietungen, die man beim New Zealand Festival vorgeführt bekommt: Sie sind ungewöhnlich, avantgardistisch, kontrovers, ausgefallen und unorthodox – das trifft nicht jedermanns Geschmack (www.fringe.co.nz). Trotzdem großartig!

Art Deco Weekend

In der dritten Woche im Februar feiert Napier, das 1931 von einem Erdbeben dem Erdboden gleichgemacht und im Art-déco-Stil wiederaufgebaut wurde, sein architektonisches Erbe mit diesem tollen Fest (www.artdeconapier.com). Es gibt Musik, Essen, Wein, Oldtimer und Kostüme.

Splore

Splore (www.splore.net) ist ein topaktuelles, drei Tage dauerndes Outdoor-Sommerfest im Tapapakanga Regional Park an der Küste östlich von Auckland. Zeitgenössische Live-Musik, Darbietungen auf der Bühne, bildende Künste, Schwimmen, Pohutukawa-Bäume … Eltern würden ihren Kindern raten: Sonnenschutz, Hut und eine Flasche Wasser nicht vergessen!

März

Der März kommt mit einem Hauch von Herbst – Erntezeit in Weinbergen und Obstplantagen (toll, wenn man Arbeit sucht), langen Abenden und jeder Menge Festivals im Kalender.

Te Matatini National Kapa Haka Festival

Dieser fesselnde Wettkampf im Māori-haka (Kriegstanz) (www.tematatini.co.nz) findet Anfang März (oder Ende Februar) in ungeraden Jahren statt: Da wird viel gestikuliert, mit den Augen geglotzt und die Zungen werden herausgestreckt. Die Austragungsorte wechseln: Im Jahre 2017 wird der Wettbewerb in Kahungunu in Hawke’s Bay stattfinden. Und es gibt nicht nur haka: Traditionelle Gesänge, Tänze, Geschichten und andere darstellende Künste werden ebenfalls dabei sein.

Wildfoods Festival

Wie wäre es mit Würmern, Hasenhoden oder Krabben? Auf solche Herausforderungen muss man sich auf diesem Food-Festival in Hokitika einstellen (www.wildfoods.co.nz) – das ist etwas für hartgesottene Mägen. Aber es macht auch Spaß, einfach nur das bunte Treiben zu beobachten. Außerdem gibt es tolle Getränke, um die Speisen hinunterzuspülen.

WOMAD

Einheimische und internationale Musik, Kunst- und Tanzaufführungen (World of Music, Arts and Dance) füllen die Bowl of Brooklands in New Plymouth (www.womad.co.nz). Das World-Music-Festival wurde maßgeblich von Peter Gabriel beeinflusst, der das erste UK-Konzert 1990 ins Leben rief. Es ist nicht ganz so laut – ideal für Familien.

Pasifika Festival

Mehr als 140 000 Māori sowie zahlreiche Tonganer, Samoaner, Cook Islander, Niueaner, Fidschianer und andere Völker des Südpazifiks finden sich in Auckland ein, wo die weltweit größte polynesische Gemeinde lebt. Diese lebhaften Inselbewohner mit ihrer jeweiligen Kultur kommen bei dem alljährlich stattfindenden Festival (www.aucklandnz.com/pasifika) im Western Springs Park der Stadt zusammen.

Auckland City Limits

Zeit für viel Spaß! Auckland City Limits (www.aucklandcitylimits.com) ist ein neues internationales Indie-Rock-Festival, das sich an die Austin City Limits in den USA anlehnt – die neuseeländische Version findet an einem Tag im März auf vier Bühnen im Western Springs Stadium statt.

April

Im April kommen die klugen Reisenden her: Im Meer kann man noch schwimmen, das Wetter ist mild – und keine Warteschlangen sind in Sicht (… anders aber über Ostern, wenn Unterkünfte ziemlich teuer sind).

National Jazz Festival

An Ostern ist Tauranga Schauplatz für das längste Jazzfestival (www.jazz.org.nz) der südlichen Hemisphäre. Das Aufgebot an Künstlern ist beeindruckend (Kurt Elling, Keb Mo) und es gibt ausgezeichnetes Essen und tolle Weine.

Clyde Wine & Food Festival

Zu Ostern ist rund um Clyde in Central Otago Erntezeit; nun füllt sich die historische Hauptstraße mit Tischen und Ständen, an denen die besten Speisen und der beste Wein der Region angeboten werden (www.promotedunstan.org.nz).

Mai

Die schönen Herbsttage neigen sich dem Ende zu. Ein frostiger Kiwi-Winter steht vor der Tür. Gott sei Dank gibt es das Comedy Festival! Es ist auch die letzte Möglichkeit, Fiordland und Southland bei erträglichem Wetter aufzusuchen. Bauernmärkte haben nun Hochkonjunktur.

Bluff Oyster & Food Festival

Bluff und Austern passen zusammen wie, nun ja, die Hälften einer Muschel. Also ab in den tiefen Süden, um die salzigen Häppchen zu kosten (www.bluffoysterfest.co.nz). Im Mai ist es kühl, aber Musik und Wettbewerbe im Austernessen/-öffnen wärmen das Herz.

New Zealand International Comedy Festival

Drei Wochen lang lachen, lachen und nochmals lachen (www.comedyfestival.co.nz) – und das in Auckland, Wellington und anderen Städten: von Whangarei bis Invercargill und in allen mittelgroßen Orte dazwischen. Bekannte Comedians (Arj Barker, Danny Bhoy) treten neben vielen hoffnungsvollen Talenten auf.

Juni

Ab in den Süden! Die Skisaison hat begonnen, vor allem in Queenstown und Wanaka. Für alle anderen gilt: hoch in den Norden. In der Bay of Plenty ist es immer sonnig. Warum wird Northland eigentlich so unterschätzt?

Matariki

Das Māori-Neujahr wird von Matariki (dem Sternhaufen der Plejaden) angekündigt, der im Mai erscheint, und durch den Neumond im Juni. Drei Tage lang wird mit Gedenken, Musik, Film und Baumpflanzungen gefeiert, vor allem um Auckland und Northland (www.teara.govt.nz/en/matariki-maori-new-year).

New Zealand Gold Guitar Awards

Wir mögen beide Musikrichtungen: Country und Western! Diese Auszeichnungen (www.goldguitars.co.nz) werden im kühlen Gore vergeben, wo eine Woche lang Country-Klänge zu hören sind. Zahlreiche Konzerte und Straßenkünstler.

Juli

Wellingtons Einwohner krempeln den Kragen hoch, frieren und hocken in Buchhandlungen herum. In Auckland ist es nicht so schlimm. Es ist Skisaison, und wenn es in Queenstown überfüllt ist, fährt man zum Mount Ruapehu.

Queenstown Winter Festival

Dieses Schneefestival (www.winterfestival.co.nz) auf der Südinsel gibt es nun schon seit 1975. Es lockt rund 45 000 Skibegeisterte an. Die zehn Tage dauernde Party erfreut mit Feuerwerk, Jazz, Straßenparaden, Comedy, Maskenball und jeder Menge Wintersport auf den Berghängen. Manchmal beginnt das Fest schon Ende Juni.

New Zealand International Film Festival

Nachdem es Filmfestivals (www.nzff.co.nz) in Wellington, Auckland, Dunedin und Christchurch gibt, werden einige Streifen zwischen Juli und November auch in kleineren Städten gezeigt (Filmfans in Gore und Masterton lieben es!).

Russell Birdman

Birdman-Rallies sind typisch für die 1980er-Jahre, aber sie sind noch immer sehr lustig. Bei dieser hier in Russell (www.russellbirdman.co.nz) trotzen einige Verrückte – für kurze Zeit – der Schwerkraft und stürzen sich mit ihren Kisten ins Wasser. Bonuspunkte gibt es, wenn man Russell heißt.

August

Außerhalb der Wintersportorte kann man jetzt überall ziemlich günstig übernachten. Der Winter ist fast vorbei, doch unter freiem Himmel gibt es noch relativ wenige Events: Musik und Kunst sind die Rettung – oder eben das beliebte Rugby!

Beervana

Bei diesem in Wellington alljährlich stattfindenden Bier- und Fleischfest taumelt man ins alkoholische Nirvana (draußen ist es eiskalt – also, was soll man sonst tun?). Aber ganz im Ernst, die Craft-Beer-Szene boomt in Neuseeland – dies ist die Gelegenheit, die besten Sorten zu probieren (www.beervana.co.nz).

Taranaki International Arts Festival

Unterhalb der verschneiten Hänge des Mount Taranaki herrscht im August eine Zeit der Ruhe und des Kräftesammelns. Allerdings nicht lange: Dieses schwungvolle Kulturfestival (www.taft.co.nz) vertreibt den Winter aus New Plymouth – mit jeder Menge Musik, Theater, Tanz, Kunst und Paraden.

Bay of Islands Jazz & Blues Festival

Manche Leute sind der Ansicht, dass man in der Bay of Islands außer Sonnenbaden allenfalls noch Delfine beobachten kann. Das ist nicht ganz richtig, denn im Spätwinter gibt es dieses tolle kleine Festival (www.jazz-blues.co.nz).

September

Der Frühling ist da! Die fantastische und überraschende World of Wearable Art Award Show ist immer wieder großartig. Und vielleicht wird ja jemand mal Canterbury im ITM-Rugby-Pokalfinale schlagen?

Artists Open Studios & Festival of Glass

Whanganui hat seine künstlerische Auszeichnung als Zentrum einer hinreißenden Glaskunst verdient: Jedes Jahr im September bereiten sich Heerscharen von einheimischen Künstlern und Kunsthandwerksbetrieben auf dieses erstklassige Fest (www.openstudios.co.nz, www.wanganuiglass.co.nz) vor. Hier können die Besucher viele kunsthandwerkliche Vorführungen, Ausstellungen und offene Ateliers bestaunen.

World of Wearable Art Awards Show

Das bizarre zweiwöchige Event in Wellington (www.worldofwearableart.com) zeigt erstaunliche handgefertigte Kleidung. Neuheiten der Show werden danach im World of Wearable Art & Classic Cars Museum in Nelson ausgestellt. Zieht sich manchmal bis in den Oktober hinein.

Oktober

Auf Rugby folgt Kricket – dazwischen ist für Sportfans Däumchendrehen angesagt. Aber vielleicht kann Kaikoura für Abwechslung sorgen? Im Rest von Neuseeland ist im Oktober Zwischensaison – günstige Übernachtungsmöglichkeiten, wenig Touristen und kein Wettlauf um die besten Plätze.

Nelson Arts Festival

Auch wenn in Nelson die Sonne für Ablenkung genug sorgt, gibt es viel künstlerisch wertvolles Zeug – drinnen wie draußen. Eine Ahnung von der heimischen Produktion bekommt man zwei Oktoberwochen lang (www.nelsonartsfestivals.co.nz).

Kaikoura Seafest

Die Stadt Kaikoura ist auf Langusten erbaut. Nun, nicht wirklich, aber das Meer ist hier voller Krustentiere, von denen viele während des Meerfestes auf den Tellern landen (www.seafest.co.nz). Gelegenheit zu trinken und zu tanzen.

November

Überall in Northland, auf der Coromandel Peninsula, in der Bay of Plenty und an der East Coast blühen die Pohutukawa-Bäume. Das Wetter wird von Tag zu Tag besser. Jetzt treffen die ersten Touristen ein.

NZ Tattoo & Art Festival

Das größte Tattoo-Festival in ganz Australasien (www.nztattooart.com) lockt jedes Jahr im November Tausende Tattoo-Fans nach New Plymouth. Es ist skurril, ausgefallen, sexy und extrem beliebt (aber nicht unbedingt bei Familien).

Toast Martinborough

Ein Tag voll weinseliger Hingabe. Dann hetzen die weinverliebten Einwohner Wellingtons über den Rimutaka Hill nach Martinborough (www.toastmartinborough.co.nz). In der Wairarapa-Region wird guter Pinot Noir produziert!

Oamaru Victorian Heritage Week

Die gute alte Zeit … Als Queen Victoria noch auf dem Thron saß, die Rocksäume lang waren, die Hemdkragen hoch standen und Anstand keine hohle Phrase war! Old Oamaru genießt im November eine leicht ironische Huldigung der viktorianischen Vergangenheit (www.historicoamaru.co.nz): Man wirft sich in Schale, trägt Rennen auf dem Hochrad aus, es gibt Chorgesang und kulturhistorische Führungen.

Dezember

Endlich ist der Sommer da! Auf den Kricket-Spielfeldern ist die Saison nun in vollem Gange, und die Nation fiebert mit. Bald ist Weihnachten – die überfüllten Einkaufszentren sollte man also am besten meiden.

Rhythm & Vines

Wein, Musik und Gesang zu Silvester – und zwar im sonnigen Ostküstenstädtchen Gisborne (www.rhythmandvines.co.nz): Top-DJs, Hip-Hop-Acts, Bands und Liedermacher wetteifern um die Gunst der Zuschauer. Man kann sich aber auch bei einem Gläschen Wein genussvoll ein paar schöne, romantische Stunden am Strand gönnen.

Zurück zum Anfang des Kapitels

Reiserouten

Vom Norden in den Süden

Grafik herunterladen

Ein Kurzüberblick über die schönsten Seiten Neuseelands, vom hohen Norden bis halb hinunter in den Süden: Am besten beginnt man in Auckland. Neuseelands größte Stadt lockt mit tollen Restaurants, Bars, Kunstgalerien, Boutiquen, Stränden und Buchten. Wer nicht so für Städte ist, bricht zur nördlich gelegenen Bay of Islands auf, um dort einige Tage lang Ruhe und Erholung zu finden.

Dann geht es südwärts nach Rotorua, einem Ort mit einzigartiger geothermaler Aktivität: Geysire, Schlammlöcher, vulkanische Dämpfe und Māori-Kultur sorgen für fesselnde Erlebnisse. Noch weiter südlich hat das fortschrittliche Taupo den nahe gelegenen schönen Tongariro National Park zu bieten. Hier lässt sich Wandern, Mountainbiken oder Fallschirmspringen. Dann fährt man die Aktivitäten wieder runter und begibt sich nach Wellington, eine hippe kleine Stadt mit einer unerschütterlichen Kunstszene. Jenseits der Cook Strait kann man dann erleben, warum so viel Wirbel um die Marlborough Wine Region gemacht wird. Wer keinen Wein mag, findet in der Nähe jedoch die stillen Buchten, Bergzüge und Wasserwege der Marlborough Sounds. Weiter in südlicher Richtung geht es dann nach Christchurch, um etwas südliche Kultur und Gastfreundschaft zu genießen.

Kiwi-Klassiker

Grafik herunterladen

Städte, Geysire, Thermalquellen, Wein, Māori, Gletscher, Extremsport, Strände und Wälder: Das sind nur einige der bekanntesten Stichworte, die für Neuseeland stehen.

Das oft als „City of Sails“ bezeichnete Auckland ist ein Schmelztiegel. Wer dort ein paar Tage verbringt, shoppen geht, Restaurants und Bars besucht, wird feststellen, dass dies die kosmopolitischste Stadt Neuseelands ist. Man sollte vom Hafen aus mit der Fähre oder einer Jacht eine Tagestour nach Waiheke Island mit seinen Stränden und Weingütern unternehmen. Gen Norden erreicht man die Bay of Islands, wo man auf dem und im Wasser Spaß haben kann. Dann geht es gen Südosten; dort warten die Wälder und Urlaubsstrände der Coromandel Peninsula. Noch weiter südlich, in Rotorua, nimmt man eine Nase voll Schwefelgeruch. Sehenswert sind 10 m hohe Geysire, Schlammlöcher und Aufführungen von Māori-Tänzen. Im Anschluss wartet das an der East Coast gelegene Napier, eine Art-déco-Stadt. Hier muss man die edlen Tropfen des Hawke’s Bay Wine Country probieren. Unten in Wellington ist der Kaffee heiß und das Bier kalt. Neuseelands Kapitale ist auch die Kunsthauptstadt des Landes. Eine Liveband, Straßenkünstler, eine Galerieeröffnung oder ein Theaterstück ansehen!

Dann geht es für einige Wochen hinüber zur Südinsel, um dort das Beste zu erleben, was der Süden zu bieten hat. Am Anfang steht eine Tour durch das Zentrum der Marlborough Wine Region, danach entspannt man sich einige Tage im legeren Kaikoura und genießt dort die Berge und die Wale vor der Küste. Das nächste Ziel ist die Hauptstadt des Südens, Christchurch, die nach den Erdbeben schnell wieder auf die Beine kommen will. Dann geht es an der Küstenstraße südwärts zu der für ihren Wildreichtum bekannten Otago Peninsula, die von der schottisch angehauchten Studentenstadt Dunedin mit ihren viktorianischen Fassaden ins Meer hineinragt. In der Stadt lockt viel Livemusik. Auf der SH 8 geht es ins Inselinnere in die bungee- und skibesessene Stadt Queenstown. Wer noch etwas Zeit hat, macht einen Umweg hinüber ins Fiordland, um den unvergesslichen Milford Sound zu erleben, bevor man zurück nach Queenstown und von dort per Flugzeug zum Ausgangspunkt nach Auckland reist.

DOUG PEARSON / GETTY IMAGES ©

Kaikoura und die schneebedeckte Seaward Kaikoura Range

Auckland erkunden

Grafik herunterladen

Gibt es noch eine andere Stadt mit 1,4 Millionen Einwohnern, die an zwei Meeren liegt und von einer lebendigen polynesischen Kultur geprägt ist? In Auckland gibt es auch herausragende Bars und Restaurants, Museen, Inseln und Strände. Im Auckland Museum sind die Exponate über die Māori und die Bewohner des Südpazifiks einen Blick wert, bevor es durch die Domain zum Essen in die K Rd geht. Dann stattet man der Auckland Art Gallery und dem Sky Tower einen Besuch ab. Der Tag endet mit Essen und Drinks in Ponsonby. Mit der Fähre geht es nach Rangitoto Island. Devonport bietet sich für ein Essen an. Im Waitakere Ranges Regional Park kann man die Baumriesen, bei Karekare und Piha die Brandung bestaunen, in Britomart einkehren. Nach dem Frühstück in Mount Eden besteigt man den Maungawhau und schippert nach Waiheke Island. Einen Katzensprung entfernt locken Schnorcheln im Goat Island Marine Reserve, Segeln in der Bay of Islands, aufs Meer schauen am Cape Reinga, Riesenbäume im Waipoua Kauri Forest bestaunen, die Waitomo Caves erkunden, Surfen bei Raglan oder Sonnenbaden am Strand von Whitianga.

Durch den Norden

Grafik herunterladen

Ausgangspunkt ist Auckland, die größte Stadt des Landes. Straßen mit Restaurants gibt es viele: die Ponsonby Road in Ponsonby, die K Road in Newton und die New North Road in Kingsland. Danach bietet sich eine Wanderung auf den One Tree Hill (Maungakiekie) an. Nicht versäumen sollte man die Auckland Art Gallery und das Auckland Museum. Nun geht es südwärts durch das Venture nach Rotorua mit den geothermischen Aktivitäten. Dann fährt man zur sonnenverwöhnten Ostküste. Am Meer liegt das Art-déco-Städtchen Napier eingebettet in die Hawke’s Bay Wine Country mit seinen Chardonnay-Weinen. Auf der SH 2 Richtung Süden erreicht man die von Schafzucht und Weinbau geprägte Region Wairarapa. Danach geht es über die Rimutaka Range ins kunstbesessene Wellington. Auf der Nordwestroute zurück nach Auckland bieten sich Stops an: am New Zealand Rugby Museum in Palmerston North, im von der Glaskunst geprägten Städtchen Whanganui oder am Mount Taranaki, der sich wie der Olymp hinter New Plymouth erhebt. Alternativ geht es in den Waitomo Caves in die Tiefe oder man surft die Point Breaks bei Raglan.

Rund um die Südinsel

Grafik herunterladen

Wer nach Christchurch fliegt, findet eine lebendige Stadt vor, die sich nach den Erdbeben um ihren Wiederaufbau bemüht. Nach einem Kaffee (z. B. im Addington Coffee Co-op oder Supreme Supreme) besucht man das Canterbury Museum und geht zum Avon River, der sich durch die Botanic Gardens windet. Danach besucht man die geologisch und kulturell interessante Banks Peninsula, anschließend geht es nordwärts nach Kaikoura zur Tier-Beobachtung. Weiter geht es durch die Marlborough Wine Region und zu den Wasserwegen der Marlborough Sounds (einen Tag). Ein Abstecher westwärts führt vom kunstbeflissenen Nelson in den Abel Tasman National Park und in die Golden Bay. In Richtung Süden geht es die schöne Westküste mit ihrer ganzen Wildheit und den Gletschern Franz Josef und Fox hinunter. Weiter im Inselinneren erstrecken sich die Skigebiete von Wanaka und dem Zentrum des Wintersports Queenstown. Von hier aus fasziniert der Doubtful Sound, und in den waldreichen Catlins im tiefen Süden herrscht ein kühles Klima. Zurück nach Christchurch geht es an der Ostküste durch Dunedin ins hippe Oamaru.

OLIVER STREWE / GETTY IMAGES ©

Wanderer auf dem Fox Glacier

Winterfreuden

Grafik herunterladen

Zunächst fliegt man nach Christchurch, um sich zu akklimatisieren. Dann folgt ein Tagesausflug auf die Banks Peninsula, danach zum schneebedeckten Aoraki/Mount Cook. Weiter im Süden bietet Queenstown Skigebiete der Weltklasse, super Restaurants und ein berauschendes Nachtleben. Der Coronet Peak ist das älteste Skigebiet der Region mit baumlosen Skipisten, gleichmäßigem Gefälle und guten Bedingungen (auch für Snowboarder gut geeignet). Die Remarkables sind familienfreundlich. Wer genug vom Schnee hat, fährt um den Lake Wakatipu ins herrliche Glenorchy oder verlebt einen Nachmittag in den Weingütern im Gibbston Valley. Andererseits kann man sich durch den Extremsport von Queenstown die winterliche Kälte vom Leibe halten. Als Alternative zu Queenstown bietet sich ein Besuch in Wanaka (dem kleinen Bruder von Queenstown) an. Die Skigebiete hier heißen etwa Treble Cone, Cardrona und Snow Farm New Zealand (Skilanglaufgebiet). Von Wanaka aus macht man einen Ausflug mit Übernachtung in den Westland Tai Poutini National Park an der Westküste, um den Franz Josef Glacier und Fox Glacier zu erkunden; dann zurück nach Queenstown.

Zurück zum Anfang des Kapitels

Reiseplanung

Wandern in Neuseeland

Wandern (auch Buschwandern, Trekking oder Tramping genannt) ist die perfekte Art, um die Natur-Highlights des Landes kennenzulernen. Es gibt Tausende Kilometer Wanderwege – einige gut ausgeschildert (u. a. die Great Walks), einige nur eine Linie auf einer Karte – und ein tolles Netz von Hütten und Campingplätzen.

Top-Wanderungen

Top 5: Mehrtägige Wanderungen
Lake Waikaremoana Track, Te Urewera National ParkAbel Tasman Coast Track, Abel Tasman National ParkHeaphy Track, Kahurangi National ParkRouteburnTrack, Fiordland und Mount Aspiring National Park Milford Track, Fiordland National Park
Top 5: Tageswanderungen
Rangitoto Island Loop, AucklandTongariro Alpine Crossing, Tongariro National ParkMount Robert Circuit, Nelson Lakes National ParkAvalanche Peak, Arthur’s Park National ParkKey Summit, Fiordland National Park
Wanderungen für Anfänger
Coromandel Coastal Walkway, Coromandel PeninsulaMauao Summit Track, Mount MaunganuiQueen Charlotte Track, Marlborough SoundsAbel Tasman Coast Track, Abel Tasman National ParkRob Roy Glacier Track, Mount Aspiring National Park

Reiseplanung

Reisezeit

Mitte Dez.–Ende Jan.

Hauptsaison für Wanderer ist während der Sommerferien, wenige Wochen vor Weihnachten − am besten meiden!

Jan.–März

Das Sommerwetter hält meist bis in den März an: Am besten wartet man bis Februar, dann sind die Wanderwege nicht mehr so überlaufen. Die meisten tief gelegenen Pfade kann man ab Oktober und bis in den April nutzen.

Juni–Aug.

Der Winter ist ungeeignet, um sich in die Wildnis hinauszuwagen, vor allem in größerer Höhe − einige Pfade sind wegen Lawinengefahr und der Einschränkungen beim Service gesperrt.

Unbedingt einpacken

Erste Priorität haben die Füße und der Rücken. Festes und bequemes Schuhwerk und ein gut sitzender, nicht zu schwerer Rucksack sind eine Grundvoraussetzung. Warme und wasserdichte Kleidung ist wichtig, egal wohin die Wanderung führt. Auch eine wärmende Mütze und ein Sonnenhut sollten im Gepäck sein. Wer campen oder in Hütten ohne Kochmöglichkeit übernachten möchte, sollte an einen Campingkocher denken. Ein Insektenspray gegen Gnitzen und andere Insekten leistet gute Dienste (obwohl lange Ärmel und bedeckte Beine den besten Schutz darstellen). Studentenfutter mit der Mischung aus Trockenfrüchten und Nüssen (plus etwas Schokolade) liefert Kraft und Energie für unterwegs.

SICHERHEIT

Viele Tausend Menschen wandern unfallfrei durch Neuseeland, aber jedes Jahr erwischt es immer noch zu viele, besonders in den Bergen. Einige Pfade sind nur für geübte Wanderer geeignet, die zudem noch fit und bestens ausgerüstet sind. Diese Wege sollte man unbedingt meiden, wenn man diesem Anforderungsprofil nicht entspricht. Deshalb sollte man sich nur gesund und topfit auf eine solche Tour begeben.

Je nach Höhenlage herrscht in Neuseeland ganz unterschiedliches Klima, sodass man selbst im Sommer damit rechnen muss, durch Schnee, Eis oder rasch anschwellende Flüsse zu stapfen. Daher sind vor einer Tour unbedingt aktuelle Informationen über das Wetter und die Beschaffenheit der Wege einzuholen. Unter Umständen muss man dann seine Pläne ändern oder das schlechte Wetter erst einmal aussitzen. Infos gibt es unter anderem hier:

www.doc.govt.nzInfos des DOC zu Wegen, Gefahren und vielem mehr.www.adventuresmart.org.nzHier kann man seine Wandervorhaben online eintippen (zusätzlich sollte man die geplante Wegstrecke einem Freund oder Einheimischen mitteilen!).www.mountainsafety.org.nzSicherheitshinweise für Wanderer.www.metservice.co.nzWettervorhersagen.

Bücher & Informationen im Internet

Bevor man in die Wildnis aufbricht, sollte man sich bei der zuständigen Behörde – in der Regel dem DOC (Department of Conservation; www.doc.govt.nz) – oder bei den i-SITEs vor Ort mit den aktuellsten Infos eindecken. Dazu gehören nicht nur der aktuelle Zustand der Wege und das Wetter, das DOC gibt auch Bücher mit Details zu Flora und Fauna, zur Geologie und zur Geschichte der Nationalparks heraus; außerdem publiziert es Broschüren (max. 2 NZ$) zu Hunderten Wanderwegen überall in Neuseeland.

Hiking & Tramping in New Zealand von Lonely Planet beschreibt über 50 Wege unterschiedlicher Länge und verschiedenen Schwierigkeitsgrads.

101 Great Tramps von Mark Pickering und Rodney Smith gibt Anregungen zu zwei- bis sechstägigen Touren. Ein anderer Führer aus der gleichen Reihe, 202 Great Walks: The Best Day Walks in New Zealand von Mark Pickering, nennt Tipps für kürzere, familiengerechte Ausflüge.

A Walking Guide to New Zealand’s Long Trail: Te Araroa von Geoff Chapple ist der Wanderführer schlechthin für Neuseelands längsten Wanderweg, der von Norden nach Süden durchs ganze Land führt.

Das Handbuch Bushcraft Manual der Mountain Safety Council will Wanderern Sicherheit auf ihren Wegen geben und den Abenteurer in jedem herauskehren.

Tramping von Shaun Barnett und Chris Maclean ist eine akribisch recherchierte Geschichte der beliebtesten neuseeländischen Outdoor-Abenteuer der Vergangenheit.

Die Bird’s Eye Guides von Potton & Burton Publishing enthalten fabelhafte topografische Karten. Daneben gibt es unzählige Bücher, die sich mit den Wanderstrecken oder kürzeren Stadtspaziergängen in ganz Neuseeland beschäftigen − einfach ein bisschen in den Buchhandlungen stöbern.

Karten

Die topografische Kartenserie NZ Topo50 von Land Information New Zealand (LINZ; www.linz.govt.nz) sind die meist verwendeten. Leider haben viele Buchläden keine gute Auswahl dieser Karten, aber auf der LINZ-Website findet sich eine Liste aller Einzelhändler, und die DOC-Büros verkaufen oft die neuesten Karten für Wanderstrecken der jeweiligen Region. Auch in Outdoorläden sind die Karten erhältlich. NZ Topo Map ( www.topomap.co.nz) hat eine interaktive topografische Karte, die bei der Planung hilft.

Websites

www.doc.govt.nz

Bietet Beschreibungen, Warnungen und erschöpfende Angaben zu Flora und Fauna auf allen Wanderwegen des Naturschutzgebiets.

www.tramper.co.nz

Artikel, Fotos, Foren und hervorragende Infos über Wege und Hütten.

www.teararoa.org.nz

Die offizielle Website zu Neuseelands 3000 km langem Weg von Cape Reinga bis Bluff.

www.topomap.co.nz

Onlinekarten zur Topografie des ganzen Landes.

www.mountainsafety.org.nz

Hinweise zu Sicherheit und Ausrüstung sowie Kurse.

www.freewalks.co.nz

Beschreibungen, Karten und Fotos von langen und kurzen Wanderungen im ganzen Land.

www.trampingnz.com

Regionenbezogene Informationen über Wanderwege und hilfreiche Erfahrungsberichte.

Wegekategorien

Die Wege in Neuseeland sind nach verschiedenen Merkmalen klassifiziert, u. a. auch nach dem Schwierigkeitsgrad. Weit verbreitet ist das folgende Klassifizierungssystem:

Short Walk (am leichtesten)

Gut angelegt; möglicherweise auch für Rollstuhlfahrer zugänglich oder mit normalen Schuhen zu bewältigen (keine Wanderschuhe notwendig). Geeignet für Menschen jeden Alters und für jeden Trainingszustand.

Walking Track

(leicht)

Gut angelegter längerer Wanderweg; Wanderschuhe empfohlen. Geeignet für Menschen der meisten Altersklassen und Trainingsstufen.

Great Walk

oder Easier Tramping Track

(mittelschwer)

Gut angelegt; die meisten Stellen, an denen ein Wasserlauf kreuzt, sind mit Brücken versehen, die Wegkreuzungen sind markiert. Leichte Wanderschuhe sind erforderlich und eine mittlere Fitness ist von Vorteil.

Tramping Track (für Fortgeschrittene)

Verlangt Können und Erfahrung; Wanderschuhe erforderlich. Geeignet für Menschen von durchschnittlicher körperlicher Fitness. Einige Wasserläufe müssen durchwatet werden.

Route (für Profis)

Verlangt ein hohes Maß an Können, Erfahrung und Navigationsfähigkeiten. Stabile Wanderschuhe erforderlich. Nur für gut ausgerüstete und trainierte Wanderer.

VERANTWORTUNGSBEWUSST WANDERN

Einige dieser Regeln mögen für routinierte Wanderer lächerlich und selbstverständlich erscheinen, aber der eine oder andere Hinweis ist vielleicht doch ganz brauchbar. Wer mehr zum Thema wissen möchte, kann sich online auf www.lnt.org informieren. Camper finden auf der Website des DOC ( www.camping.org.nz) Tipps zum umweltbewussten Zelten. Im Zweifel bei einem DOC- oder i-SITE-Büro nachfragen.

Lächerlich und selbstverständlich:

Möglichst nicht in der Hauptsaison auf Tour gehen, denn weniger Leute bedeuten weniger Stress für die Natur – und weniger Schnarcher in den Hütten!

Alle Abfälle mitnehmen und niemals vergraben: Das Graben beeinträchtigt das natürliche Gleichgewicht des Bodens und der Vegetation und fördert die Erosion. Zudem wird vergrabener Abfall wahrscheinlich von Tieren wieder ausgebuddelt.

Keine Reinigungsmittel, Shampoos oder Zahnpasta in oder in der Nähe von Seen und Wasserläufen verwenden – auch nicht, wenn sie biologisch abbaubar sind.

Zum Kochen kein offenes Feuer benutzen, sondern einen leichten, mit Kerosin, Alkohol oder Naphta betriebenen Kocher; keine Einweg-Butankanister verwenden!

Wo es eine Toilette gibt, sollte diese benutzt werden. Wenn keine vorhanden ist: Notdurft vergraben (min. 15 cm tief und 100 m von Wasserläufen entfernt).

Wenn ein oft benutzter Weg durch eine matschige Stelle führt, trotzdem hindurchlaufen. Versuche, sie am Außenrand zu umgehen, werden die Stelle nur unnötig vergrößern.

Vielleicht ganz brauchbar: