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In der Intimität des Internatslebens treffen sie aufeinander, verlieben und versenken sich ineinander. Junge Körper beben und zittern vor Aufregung - und vor Lust. In diesem Band sind zehn Autoren versammelt, die die intimsten Details des Internatslebens kennen und dem Leser verraten. Manche Jungs wollen zu zweit die Liebe erkunden, manche machen es zu zehnt unter der Dusche nach dem Sport, und manchmal muss auch der Lehrer Druck ablassen ...
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Seitenzahl: 260
Veröffentlichungsjahr: 2013
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Die in diesem Buch geschilderten Handlungen sind fiktiv.
Im verantwortungsbewussten sexuellen Umgang miteinander gelten nach wie vor die Safer-Sex-Regeln.
Junxx in Uniform
Tilman Janus
Erwischt, beim Wichsen erwischt, haargenau direkt beim Abspritzen! Nun saß Dorian eingekerkert im Karzer, der Arrestzelle im düsteren Keller des Internats Freienburg. Der Name Freienburg war der reinste Hohn. Alle Jungs hatten hier schon mal eine Strafe abgesessen, stundenweise oder sogar einen ganzen Tag lang, weil sie gegen eine der vielen strengen Regeln verstoßen hatten – außer Thomas, der Streberleiche, natürlich. Der kannte dieses Verlies gar nicht von innen.
Dorian schaute zu dem winzigen, vergitterten Luftloch hinauf, das drei Meter über dem Boden lag. Er kam sich jämmerlich verloren vor. Früher, als die alte Trutzburg noch von mutigen Rittern und schönen Knappen bewohnt war, hätte ihn so ein stark bewaffneter Kerl vielleicht aus dem Verlies befreit, in sein Schlafgemach mitgenommen und mit seiner scharfen Lanze zärtlich durchbohrt. Heute wurde hier der männliche Nachwuchs der Reichen lediglich geistig hart rangenommen, damit die Jungs später als Manager, Politiker oder Offiziere ihren Mann stehen konnten.
Rastlos wanderte Dorian an den feuchten Feldsteinwänden entlang. Vier Stunden Haft hatte er bekommen, ohne Essen und Trinken, ohne zusätzliches Licht, ohne Bücher zur Ablenkung … und ohne Handy natürlich. Handys waren im ganzen Internat generell verboten. Überhaupt war fast alles verboten außer lernen, lernen, lernen. Die Kleinen, die ab der fünften Klasse nach Freienburg geschickt wurden, durften immerhin ab und zu Besuch von ihren Eltern bekommen. Die Großen, die Achtzehn- oder Neunzehnjährigen, hatten es fast geschafft, sie freuten sich schon auf das pralle Leben außerhalb der Internatsmauern. Aber die Sechzehnjährigen – Dorian und Carl, Johannes, Lennart und Matthias – litten am meisten, fand Dorian jedenfalls. Sie sollten Mathe und Englisch und alles Mögliche pauken, noch jahrelang, und dabei hatten sie so viel anderes im Kopf … und in der Hose. Dorian wusste wirklich nicht, wo er alles lassen sollte, was sich da in seinen jungen, prallen Eiern ansammelte. Er hätte sich morgens, mittags, abends und auch noch in der Nacht einen abrubbeln können … aber es war verboten. Vier Stunden Karzer gab es fürs Wichsen, wenn man erwischt wurde. Dauernd waren die Lehrer unterwegs, um die Jungs zu kontrollieren, die Klotüren konnte man nicht abschließen, und nachts patrouillierten die verdammten Bluthunde durch die Schlafsäle. Klar, dass da so manche verdrängte Ladung unter geilen Träumen in die Pyjamahose ging. Das wurde dann mit verschärftem Küchen- oder Putzdienst geahndet, Klosetts säubern oder Burgzinnen polieren oder sonst was Idiotisches. Ja, tatsächlich wurden also auch die Schlafanzüge und Bettlaken jeden Morgen inspiziert, und sogar in der Gefängniszelle konnte man jederzeit beobachtet werden. Nie hätte Dorian sich vorstellen können, dass es solche Folteranstalten im 21. Jahrhundert wirklich noch gab – aber es gab sie. Zumindest gab es Freienburg.
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