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Dies ist die bewegende, spannende Liebesgeschichte zweier junger Menschen. Erschütternde Begebenheiten, die dem Autor immer wieder zugetragen wurden und die keinen so glücklichen Ausgang nahmen wie in diesem Roman, hatten ihm gezeigt: Eltern sind oft nicht so liberal und tolerant, wie sie sich selbst gerne sehen? Gibt es keine Vorurteile mehr gegenüber 'Kinderlieben', 'Schülerlieben', unehelichen Schwangerschaften? Dass es damit vorbei sei, war und ist die Hoffnung, die diesem Roman auf den Weg gegeben wird. Birgit und Uwe kämpfen um ihr Glück. Mit welcher Selbstsicherheit und Zielstrebigkeit sie das zum guten Ende bringen, hält diesen Roman, der vor fast 50 Jahren zum ersten Mal erschien, jung.
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Seitenzahl: 327
Veröffentlichungsjahr: 2015
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Felix Lützkendorf
Mädchen aus gutem Hause
Roman einer Jugendliebe
BsB
BestSelectBook_Digital Publishers
Alle Rechte vorbehalten
© 2015 by BestSelectBook_Digital Publishers
ISBN 978-3-86466-114-3
Felix Lützkendorf wurde 1906 in Leipzig geboren. Dort und später bei derBerliner Nachtausgabewar er journalistisch tätig. Als junger Lyriker und Dramatiker erregte er Aufsehen und wurde mehrfach ausgezeichnet. Er erhielt den Schiller-Preis der Stadt Leipzig 1932/33; den Biennale-Filmpreis 1937, den Dramatikerpreis der Kammerspiele München 1962. Für die großen Regisseure der Zeit – wie Gustaf Gründgens und Erich Engel – schrieb er die Drehbücher zu unvergesslichen Filmen. In seiner Romantrilogie »Jahre des Zorns«, zeichnet er die Geschichte seiner Generation in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts auf.
Die folgenden Romane des Autors erscheinen bis 30. Juni 2015 bei BsB_BestSelectBook_Digital Publishers und werden überall erhältlich sein, wo es E-Books gibt.
Ich Agnes, eine freie Amerikanerin
Milada Eine Liebe in Prag
Kein Frühling kommt zu spät
Mädchen aus gutem Hause
Die schöne Gräfin Wedel
Auf Wiedersehn Janine
Prusso und Marion
Die Muse von Paris
Florentiner Spitzen
Feuer und Asche
Märzwind
Franca
Dies ist die bewegende, spannende Liebesgeschichte zweier junger Menschen. Erschütternde Begebenheiten, die dem Autor immer wieder zugetragen wurden und die keinen so glücklichen Ausgang nahmen wie in diesem Roman, hatten ihm gezeigt: Eltern sind oft nicht so liberal und tolerant, wie sie sich selbst gerne sehen.
Gibt es keine Vorurteile mehr gegenüber »Kinderlieben«, »Schülerlieben«, unehelichen Schwangerschaften?
Dass es damit vorbei sei, war und ist die Hoffnung, die diesem Roman auf den Weg gegeben wird.
Birgit und Uwe kämpfen um ihr Glück. Mit welcher Selbstsicherheit und Zielstrebigkeit sie das zum guten Ende bringen, hält diesen Roman, der vor fast 50 Jahren zum ersten Mal erschien, jung.
Sie werden mir mein Kind nehmen. Sie werden es versuchen. Aber sie können es nicht. Ich werde es niemals zulassen. Niemals.
Heute ist es das dritte Mal – nun weiß ich es sicher. Es gibt keine Zweifel mehr. Und ich werde es ihnen sagen müssen:
Meinen Eltern, die mich noch immer wie ein Kind behandeln. Meiner Mutter, die keine Ahnung hat. Meinem Vater, der es nicht glauben wird. Es wird wie eine Explosion sein, die alles zerstört – unser ganzes friedliches Leben zu Hause, wie es bisher war. Aber ich kann nicht anders. Ich werde verrückt sonst. Ich muss die Wahrheit sagen.
Als ich es das erste Mal merkte, als ich zum ersten Mal ganz sicher war, blieb mir das Herz stehen. Ich dachte, ich müsste tot umfallen. Aber so schnell geht es nicht mit dem Umfallen. Und ich wagte mich nicht nach Hause.
Ich lief und lief. Immer am Fluss lang. Die Blätter fielen von den Bäumen in den Novembernebel hinein. Ich dachte, wär' ich doch auch so ein Blatt, das der Wind verweht. Irgendwohin. Spurlos.
Aber aus der Welt hinauslaufen kann man nicht. Und ich musste umkehren. Ich dachte, alle Leute auf der Straße müssten es mir ansehen. Aber niemand kümmerte sich um mich. Ich dachte, auch meine Mutter müsste es mir ansehen. Aber nichts. Sie fragte nur, wo ich so lange gewesen sei. Ich habe irgendwas gelogen, und die Sache war ausgestanden.
Aber nur bis jetzt – nur bis heute.
Die Zeit der Lügen ist vorbei.
Ich muss die Wahrheit sagen. Die Wahrheit, die in mir wächst – oder ich ersticke an mir selber.
Ob sie hier in der Klasse schon etwas wissen?
Ob sie es mir nur nicht sagen?
Mädchen sind grausam und schadenfroh.
In den letzten Tagen, wenn zwei hinter mir flüsterten oder drei andere in einer Ecke irgendwo laut lachten – immer dachte ich, dass sie mich meinten, von mir flüsterten, über mich lachten.
Aber ich glaube es nicht. Sie können nichts wissen von meiner Wahrheit. Dieser Wahrheit, dass ich kein Kind mehr bin. Sondern eine Frau. Seit drei Monaten schon. Eine Ewigkeit von Angst.
Nur Inge Westmann vielleicht, die mich immer von der Seite ansieht, die mich kennt, wie eben eine Freundin die andre kennt. Sie ist mit allen Wassern gewaschen. Sie fühlt auch das Ungesagte voraus. Auf ihren Lippen seh' ich die Frage, die sie nie ausspricht. Ob sie es ahnt?
Ich glaube, sie weiß es.
In einer Stunde wird es auch meine Mutter wissen. Ich werde es ihr sagen, bevor Vater zum Essen nach Hause kommt. Ich sehe sie vor mir. Sie wird ganz blass werden. Sie wird sich am Tisch festhalten. Vielleicht wird sie sogar anfangen zu weinen. Das ist schrecklich. Ich kann ihre Tränen nicht ertragen.
Und dann wird sie hingehen und wird es meinem Vater sagen. Denn sie ist nichts ohne ihn. Sie lebt nur für ihn und von ihm – sie ist sein Schatten.
Dann wird sie wieder herauskommen und wird mir sagen, dass er mich sprechen will. In seinem Zimmer, das mehr eine dunkle Höhle ist. Bücherwände bis unter die Decke, und ich werde hineingehen. Wie im Gericht, wo er seine Urteile über andere Menschen spricht, die sich gegen das Gesetz vergangen haben, wird er sehr aufrecht hinter dem großen Eichentisch sitzen und mir fremd entgegensehen. So fremd und streng wie ich ihn im Gericht gesehen habe in seiner schwarzen Robe.
Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!
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