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Einen Freund in seiner Liebe zu Z. leiden zu sehen, erzeugt kein angenehmes Gefühl. Nein, es schlägt auf einen selbst zurück. Und so setzte bei mir das Nachdenken ein und führte zu dieser Lösung. Sein Leid musste veröffentlicht werden. Wenn der Körper und auch der Geist durch die quälende Liebe ohne Erwiderung verstopft sind, kann die Befreiung nur durch die Öffentlichkeit erfolgen. Und so suchte ich nach etlichen Wochen meinen Freund auf, den ich zu diesem Zeitpunkt in Linus umgetauft hatte. Linus, der Leidende. Ich sagte zu ihm: "Händige Deinem Freund den ganzen Mailverkehr an Z. aus!" "Was möchtest Du damit anfangen?" fragte er mich zurück? "In Deinem Namen veröffentlichen als eine Art Befreiungsschlag aus dieser vertrackten Situation, als eine Art der Entfesselung aus Deiner mentalen Trauer und Gebundenheit. Schließlich bist Du Schriftsteller und an den Umgang mit der Öffentlichkeit gewohnt. Es wird Dir helfen, zu überwinden!" Georg von Morgentau für Carsten Wolff.
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Seitenzahl: 126
Veröffentlichungsjahr: 2018
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Carsten Wolff
Mails an Z.
Chronologie einer unerwiderten Liebe
Dieses ebook wurde erstellt bei
Inhaltsverzeichnis
Titel
Widmung
Zitat
Vorwort
Beginn der Mailbeiträge
Impressum neobooks
Mit Dank an Anjelika, Daria, Conrad-Sebastian
Plötzlich bewegten sich ihre Lider und sie schaute mich mit großen Augen an… und wissen Sie, was sie mir im nächsten Augenblick sagte?« fragte mein Nachbar.
»Keine Ahnung!« und ich schüttelte mehrfach meinen Kopf.
»Sie sagte: „Ach, ich lebe? Dann wollte es Gott wohl so!“«
»Wie bitte?« erwiderte ich erstaunt.
»Ja, so sprach sie, zwar schwach aber geistig klar. Worauf ich antwortete: „Liebe Christine“, so heißt die junge Frau, „empfindest Du denn Schmerz an meiner Seite?“ „Wieso an Deiner Seite? Du bist doch der treueste und beste Freund!“ „Aber“, so wollte ich damals weitersprechen, doch sie unterbrach mich. „Aber, was bedeutet mein Leben für all die anderen?“ Ich war perplex, hielt inne und sagte schließlich: „Ganz viel, liebe Freundin! Denk doch an Deine Eltern, Geschwister, die Du liebst und die Dich genauso lieben. Und auch gibt es noch jemanden, der Dich fest in sein Herz geschlossen hat.“ Worauf sie mich merkwürdig und ohne Gefühlsausdruck ansah und hauchte: „Ach ja, ich liebe!“ Und dann griff Christine nach meinem Arm und sprach: „Ja, ich muss leben, um zu lieben. Du hast recht. Komm lass uns nach Hause gehen!“ Ich dachte, ich höre nicht richtig. Wir beide schwebten in höchster Lebensgefahr, irgendwo zwischen Himmel und Hölle, und führten ein philosophisches Gespräch…«
(Ausschnitt aus dem Roman "Camillus - Lebensnotizen von Carsten Wolff, noch nicht veröffentlicht)
Einen Freund in seiner Liebe zu Z. leiden zu sehen, erzeugt kein angenehmes Gefühl. Nein, es schlägt auf einen selbst zurück, zum Leid und auch Mitleid. Und so setzte bei mir das Nachdenken ein und führte zu einer Lösung, jedenfalls aus meiner Sicht. Das Leid musste veröffentlicht werden in einer Art der Reflexion oder auch Selbsthilfe. Wenn der Körper und auch der Geist durch die quälende Liebe ohne Erwiderung verstopft sind, kann die Befreiung nur durch die Öffentlichkeit erfolgen. Beistand der Menschen zu erlangen, die sich in Form von Mails, Kritik, Tipps oder allen möglichen Äußerungen formulieren und möglicherweise auf eigenen Erfahrungen basieren. Und so suchte ich nach etlichen Wochen meinen Freund auf, den ich zu diesem Zeitpunkt in Linus umgetauft hatte. Linus, der Leidende. Ich ergriff die Initiative, sagte zu ihm: „Händige Deinem Freund den ganzen Mailverkehr aus!“ „Was möchtest Du damit anfangen?“, fragte er mich zurück? „In Deinem Namen veröffentlichen als eine Art Befreiungsschlag aus dieser vertrackten Situation, als eine Art der Entfesselung aus Deiner mentalen Trauer und Gebundenheit. Schließlich bist Du Schriftsteller und damit an den Umgang mit der Öffentlichkeit gewohnt. Es gibt viele historische Beispiele von Kollegen, die ihr Problem auf diese Art und Weise gelöst bekommen und sich damit freigeschwommen haben!“ Es folgte ein kurzer Blickwechsel zwischen uns beiden, dann händigte er mir seinen Laptop aus, sodass ich die nahezu einseitige Kommunikation kopieren konnte, um sie der Allgemeinheit zugänglich zu machen. Als Lehre, Mutmacher, Ratgeber oder einfach lesenswerte Publikation. Jeder Leser kann sich vermutlich, zumindest mit Teilen, identifizieren, seine eigenen Schlüsse daraus ziehen. Nicht jeder Leser hingegen kann sich auf diesem Niveau schriftlich äußern. Dazu bedarf es gewiss einer literarischen Ausbildung.
Aber Schluss mit dieser Vorrede, denn Sie als Rezipient kommen nunmehr zu Ihrem Recht: Dem Lesen! Ich habe die „Posts“ meines Freundes chronologisch geordnet, um diese besser nachvollziehen zu können. Die wenigen Äußerungen seiner Geliebten habe ich farblich gekennzeichnet. Die Lücken, die durch viele Telefonate der beiden nicht erfasst werden konnten, bleiben ihr gemeinsames Geheimnis beziehungsweise fordern die Kreativität des Lesers heraus und darf jeder für sich nach seinem Erfahrungsschatz selbst auffüllen.
Mein eigener Name bleibt im Hintergrund, denn er hat nichts Wesentliches mit dem Text zu tun. Aus diesem Grund ist der Autor des Werks mit Carsten Wolff angegeben. Mein kleiner Beitrag beschränkt sich auf das Vorwort und die bereits erwähnte Sortierarbeit.
Ich wünsche meinem Freund gute Besserung und eben den mentalen Befreiungsschlag. Ich bin mir jedoch nicht sicher, ob dieses noch augenblickliche Leiden nicht eine Fortsetzung erfährt.
Ihr Georg von Morgentau.
Mein Freund zitiert in seiner Kommunikation diverse Autoren, hat sie in der Regel auch kenntlich gemacht. Sollte jemand aus Unachtsamkeit vergessen worden sein, bittet er um Entschuldigung.
Von mir sind etliche Textpassagen unkenntlich (durch Punkte) gemacht worden, weil diese nichts zur Aussage beitragen beziehungsweise die Privatsphäre verletzen.
Orthografische Fehler sind in der Regel nicht korrigiert worden. Sie basieren auf der Spontanität der schriftlichen Beiträge.
Dass der Name seiner Geliebten nicht ausgeschrieben steht, sondern Mit Z. angegeben wird, ist aus Gründen der Diskretion nachvollziehbar.
Sollte etwas vergessen worden sein: Jedenfalls beharrt das Werk nicht auf Vollständigkeit. Es ist ein kleiner zeitlicher Leidensabschnitt meines Freundes Carsten Wolff.
23.04.2018
Hi Z.,
heute ist der Tag des Buches!
Wenn Du mich bzw. meine Bücher googlen möchtest, findest Du diese
unter meinen Pseudonymen
Herbert von Lemgo
Carsten Wolff
Info zu mir findest Du dort auch.
Schreib mir bitte, was Du genau machst. Ich möchte Dich weiterempfehlen.
Aus der Erinnerung heraus wolltest Du Dich von der aktuellen Arbeit bereits dieses Jahr trennen.
Ansonsten Danke für Deine Adresse.
Dass ich Dich "cool" finde, weißt Du.
01.05.2018
Hallo Z.,
bedauerlich warst Du heute nicht an der Alster, jedenfalls nicht zu der gewöhnlichen Zeit. Und da Du, jedenfalls nach Deinem Sagen, ganz offensichtlich unter Zeitmangel leidest, ich nenne es „unorganisiert“, schicke ich Dir einen kleinen Vorschlag, um Zeit zu sparen. Dieser befindet sich in dem u.a. Buch von mir (selbstverständlich habe ich Dir den Amazon-link mit angefügt!)
Du brauchst mir nicht zu antworten. An Deinen Augen, beim nächsten Treffen, sehe ich Dir an, ob Du den kleinen Text gelesen hast!
Ich wünsche Dir einen „Schönen 1. Mai“.
Carsten
Carsten Wolff
Über die Liebe und….
Wissenswertes, Unbekanntes, Elegien, Aphorismen, Unvollkommenes rund um das Thema Liebe herumgedacht.
Liebe und…. die Antwort heißt 42
Warum immer diese lästigen Fragen beantworten müssen, den ganzen Tag lang. Und zumeist werden immer sehr ähnlich lautende Fragen gestellt: Nach der Uhrzeit, Wetter, Nachrichten und Politik. Der allseits beliebte Leierkastenmann meldet sich und dreht und dreht an seiner Kurbel, tagein, tagaus!
Denken wir doch einmal anders herum, irgendwie entgegengesetzt der Kurbeldrehung! Und geben wir uns eine Antwort vor, oder besser sogar eine Generalantwort nach „allem und jedem“ vor. Mein Vorschlag: Wählen sie eine Zahl zwischen 10 und 99. Warum zwischen diesen Zahlen, werden sie vielleicht intuitiv fragen? Schlechte Fragestellung! Wir denken ja anders herum! Also spontan fällt mir die Zahl 42 dazu ein. Bitte nicht jetzt nach dem „Warum gerade diese Zahl“ fragen? Einfach so: 42. Nachdem das geklärt ist, ich setze ihr Einverständnis im Folgenden voraus, müssen wir an die Fragen gehen. Die Antwort halten wir nun parat. Also wieder: Uhrzeit, Wetter, Nachrichten und Politik. Das tagtägliche hätten wir damit bereits abgedeckt. Und das nicht-alltägliche auch, denn es handelt sich um eine Generalantwort.
Stellen sie sich vor, ihre Chefin kommt zu ihnen und fragt, ob sie ihre Arbeit erledigt haben. 42! Welch Vorteil: Keine aufkeimende langweilige Diskussion. Ganz simple: 42. Oder auch in so genannten Meetings: 42 und die Sache ist erledigt. Kollegenfragen: 42. Zuhause: 42.
Wie zeitsparend wäre diese Generalantwort! Wie viel „Mehr-Zeit“ hätten sie jetzt für sich: Für Erholung, Lesen, Sport, Schönheitspflege, Liebe. Und um wie viel interessanter würde sich ihr Leben gestalten? Sinnfreiheit durch Sinnhaftigkeit ersetzt! Und alles hätten sie dieser einfachen, unschuldigen Zahl 42 zu verdanken, die verschiedentlich von etlichen Lesern anfangs noch bezweifelt worden ist. Eine Siegessäule der mentalen Befreiung sollte man ihr bauen!
Nur ein kleiner Haken hängt an dieser Zahl. Der Konjunktiv Irrealis: Wäre, hätte etc.!
(der Autor lehnt sich an den Roman / Hörspielreihe „Per Anhalter durch die Galaxis“ von Douglas Adams an. Im Roman ist „Zweiundvierzig“ die per Computer errechnete Antwort auf die Frage „nach dem Leben, dem Universum und dem ganzen Rest“)
07.05.2018
Hi und Guten Morgen, Z.,
leider machst Du Dich im Augenblick ein wenig unsichtbar.
Schade!
Ich hoffe, ich öffne mit meinen kleinen Geschichten Dein Herz einen Spalt.
Vielleicht sehen wir uns in den nächsten Tagen beim Laufen. Ich würde mich sehr freuen!
Carsten
Liebe und…. die Fensterscheibe I
Beim Antiquitätenhändler um die Ecke.
Das Schaufenster ist groß und stets geputzt. Und bereits stehe ich vor einer sonderbaren musealen, antiquarischen, vergangenen kleinen Welt. Der Wirklichkeit entrückt erscheinen die Dinge, die zu betrachten sind. Dicht gedrängt und manuell zusammengerückt, zweidimensional; und nicht augenscheinlich aufgereiht, so wie das Leben abläuft. Eine Perlenschnur der Zeiten und auch Erinnerungen. Linear! Hier beherrscht nur der Raum das breite Angebot an Erinnerungen, an Gedanken.
Ach! Guck die Lampe da vorn! Die hatten doch meine Eltern im Wohnzimmer hängen. Und dort das kleine Schränkchen: Mutters geheimes Kästchen, welches nicht angerührt werden durfte. Welches wir Kinder immer bettelnd umkreisten, ob es uns nicht wenigstens einmal sein Inneres zeigen könnte.
Und sieh dort hinten in der Ecke! Wo? Dort links etwas abgesetzt. Steht da nicht angelehnt Vaters Geige? Verstaubt und lange Zeit unangetastet. Wie schön hat sie immer geklungen, auch wenn der eine oder andere Ton ein wenig danebengelegen hat. Ich bin mir ganz gewiss: Die ersten Töne werden den Glanz zurückbringen.
Und dort im zarten Eichenbord lehnen sich stützend, austauschend einige wenige Bücher. Guck! Laufen da nicht etliche Buchstaben von einem zum anderen und wieder zurück? Fast scheint es so zu sein.
Und sieh die alte Metalleisenbahn. Als Kinder durften sie nicht anfassen, sondern mussten uns ganz still hinsetzen, wenn Opa damit gespielt und sie uns erklärt hat.
Ach, und die vielen anderen Teile dort im Fenster: Behälter, Töpfe, Borde, Bestecke, Lampen, Spielzeuge, Erinnerungen!
Ganz hinten, fast unscheinbar der Dunkelheit nahegerückt, sitzt ein Puppenpärchen fest umschlungen. Still betrachtend, fixiert nur auf sich selbst, einen schwachen, silbernen Mondschein, flüchtig nur, bereits verblassend in den Augen tragend. Ab und zu scheint sich unter das Licht ein verirrtes Sternchen zu mischen, welches sich aufmüpfig durch einen kleinen Reflex sichtbar macht. Augenblicklich, vergänglich und doch stets wahrnehmbar!
Dann kann ich das Lächeln der beiden ganz deutlich erkennen. Doch wer genau hinsieht, kann von ihren unbeweglichen, schmallippigen Mündern ein gegenseitiges „Ich liebe Dich!“ ablesen.
8.05.2018
Hi,
hier hast Du.
ich wünsche Dir viel Freude beim Lesen.
Aus meiner Sicht: es lohnt sich
"erstens ich bin nicht unorganisiert, ich setzte nur Prioritäten. Nur zur Klärung."
(Antwort von Z.)
Oh, oh!
Am Donnerstag laufe ich wieder.
Gute Nacht!
13.05.2018
es war vorhin sehr schön!
42
14.05.2018
Liebe Z.,
ich hatte Dir die Adresse von meinem Maler-Freund versprochen, zu senden.
hier hast Du:
…………………………….
Die Ausstellung ist ca. 6.- 8. Juli auf dem Kiez.
Guck mal, ob Du kommen kannst.
Mein Favorit ist: "Der brennende Dornbusch" + "Das Jüngste Gericht"
Etliche seiner Bilder sind zu dunkel. ich habe immer ihm gesagt: Sollte ich mir das Leben nehmen wollen, schau ich mir zuvor stundenlang seine Bilder an.
(kleiner Scherz, hab es ihm aber dennoch gesagt!)
Ich wünsche Dir einen schönen Restabend. Lass von Dir hören.
Carsten, der an Dich denkt.
16.05.2018
Hallo Carsten,
lässt sich sicher einrichten….mal unter uns, seine Bilder sind mir auch zu duster und es fehlt mir an Tiefe…zu viele Grautöne, Sie entstehen wenn man zu viel probiert und zu unentschlossen ist…zu 2-dimesional für meinen Geschmack.
Mit freundlichen Grüßen
( Antwort von Z.)
16.05.2018
Hallo Z.,
puuuuuuhh! Glück gehabt.
Habe von Dir in der Mail, außer einer fachfraulichen Äußerung/ Beurteilung Piro’s Bilder, noch etwas anderes erwartet, nach dieser Abfuhr/Grenzziehung von heute Morgen.
Ich mochte diese erst gar nicht öffnen, weil...
Ist trotzdem sehr lieb von Dir, wenn Du sagst, wir könnten dort hingehen, besser "lässt sich sicher einrichten", auch wenn wir zumindest in dieser Sache mental "gleichschwingen".
In diesem Zusammenhang möchte ich Dir auch etwas zusenden, eine Ansicht aus meinem Lieblingsort Ahrenshoop.
Ich habe vor kurzem angefangen, in einer mir völlig ungeübten Technik "Aquarell", Bilder zu gestalten.
Es ist ein Entwurf mit vielen Mängeln, die sehe ich auch selbst, jedoch, wenn man ungeübt und zugleich seit nahezu zwanzig Jahren den Griffel nicht mehr in die Hand genommen hat, sich zutraut, wieder mit der Malerei anzufangen, muss man, zumindest am Anfang, mit eben der Unreife/Unerfahrenheit der Hände leben können. Zukünftig möchte ich die cover meiner Bücher selbst gestalten. Was für ein Satz! schwitz!
Nimm es als einen Schönen Gruß von mir
und bis bald beim Laufen.
23.05.2018
Liebe Z.,
dass Du Dich nicht meldest, finde ich sehr schade.
Vielleicht erwarte ich zu viel?
Ich jedenfalls vermisse unsere Gespräche und vor allem Dich!
Ich hoffe, dass Du wenigstens ein wenig im Text liest?
23.05.2018
ich schicke Dir noch ein Kleinod für das Herz:
(selbstverständlich ist es von mir)
Ode an die Liebe
Warum versteckst Du Dich vor mir?
hinter all dem donnernden Anderem,
Ach, wie gern hätt ich, jetzt Dich zu sehen,
So wie ein kleines Kind,
mit unschuldigem Blick, mit unsicherem Gang,
alles ergreifend, ohne Vorbehalt,
so zuckersüß klar und rein,
nicht fordernd, stets suchend,
dem schönen Pfad des Lebens auf der Spur.
Ach, wer verbirgt Dich vor mir?
Ist es der Sonnenstrahl, der meine Augen blendet?
Ist es der Schatten, so dunkel und tief?
Oh, Hypnos, Thanatos, ihr Brüder in Eintracht
steht fest, wo der Tag die Nacht berührt,
Bist Du es Eros, der den brüderlichen Einklang trennt,
für einen leuchtroten Spalt mit Deinen herkulischen Armen?
Für einen Augenblick taucht der Kopf ab in Bienengeschwirr,
Und auch die Ameisen kribbeln im Bauch, wie angenehm,
Es fällt der Vorhang, der Gott tritt ab,
hat seiner Pflicht Genüge getan. Ach ja?
Bin ich es selbst, der Dich nicht erkennen kann?
Bin ich Dir blind, taub und versagt mir die Stimme?
Oh, wie voller Glück wär ich,
Dich nur einen Tag, was rede ich,
nur eine Sekunde zu sehen,
so machtest Du aus mir den Glücklichsten
unter all den Schwärmern, ich vermute:
All die Natur stünde im prachtvollsten Kleid,
wie neugeboren und unschuldig schön!
Ach, Liebe, wie verzehre ich mich nach Dir!
28.05.2018
hier hast Du:
Debbie Wiseman - Wilde Suite (Musik)
vorher auch sehr schön; ab min 3.18 ist bei mir taschentuchalarm
danach tanzt mein Paar.
schreib mir, wie Du es empfindest!
28.05.2018
Leide nicht so viel.
Liebe Grüße
(Antwort von Z.)
29.05.2018
Bevor Du ins Bett gehst, schreibe ich Dir noch ein paar Zeilen.
Ich habe ganz klare Gedanken bei dieser Romanze. Natürlich endet sie tragisch. Mehr erzähle ich nicht!
und wenn ich, wie hier, diese Musik als “pas de deux" anlege und in Worte umsetze, muss ich spüren, wie sich die Körper berühren,
wie Haut auf Haut trifft, Atem in das Gesicht fließt..................... nur dann kann ich schreiben.
Dann leide ich, dem Schreiben verpflichtet.
Und eines weiß ich auch: Du fühlst die Musik!
Leiden und Tod gehören zusammen, die Erlösung folgt darauf.
ich wünsche Dir eine Gute Nacht und träume etwas Schönes!
30.05.2018
Liebe Z.,
hier hast Du die ersten beiden (unfertigen) Strophen:
Der liebliche Schwan
Noch einsam zieht er seinen Kreis auf dem stillen See,
mit langsamen Zügen nähert sich des Beckens Saum,
der lange Hals mit dem zarten Gefieder,
wendet den Kopf dem sich darbietenden Zweig,
das übervolle Herz läuft ihm mit kleinen Schritten,
so zögerlich freudig in die Weite der Schöpfung,
dort erhofft er durch den Hain mit sanften Blicken,
