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MAIN YARD E-Book

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Beschreibung

Das Frankfurter Allerheiligenviertel hat eine wechselvolle Vergangenheit hinter sich, nun steht es am Anfang einer neuen Epoche. MAIN YARD ist eine der derzeit bedeutendsten Projektentwicklungen in Frankfurts Innenstadt. Die Quartiersentwicklung, die als Bindeglied zwischen Zeil und Frankfurter Ostend fungieren wird, wird das Stadt bild nachhaltig prägen und seine Geschichte bereichern. Ein inspirierender Mix aus Wohnungen, Hotel, Gastronomie und Einzelhandel soll der Stadt neuen Lebensraum schenken. Eine Publikation in 3 Bänden wird die richtungsweisende Umbildung des Areals begleiten, dokumentieren und dabei einen Einblick in die vielfältigen Überlegungen und den hohen Anspruch dieses Bauvorhabens geben. Der erste Band beschäftigt sich mit der langen und reichhaltigen Historie des Viertels: Wie alles begann, wer im Allerheiligenviertel wohnte und arbeitete, die jüdische Geschichte des Viertels sowie die kulturelle Vielfalt werden aus verschiedenen Blick winkeln beleuchtet.

Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:

EPUB
MOBI

Seitenzahl: 108

Veröffentlichungsjahr: 2022

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MAINYARD

Band 1 – Historie

Mit einer Einleitung von Petra Roth und Texten von Andrea Hampel, Rachel Heuberger, Marco Popp und Christian Setzepfandt sowie Fotos von Anna-Lena Günther

Vorwort des Herausgebers

Einleitung von Petra Roth

Kapitel 1Das Allerheiligenviertel – von der Steinzeit bis heute

Die Römer am Main

Die Merowinger auf dem Domhügel

Frankfurt im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation

Wie das heutige Allerheiligenviertel zum Stadtgebiet kam – die Stadtmauer

Die weitere Entwicklung des Allerheiligenviertels

Industrie und Gewerbe

Erhalten im Untergrund

Kapitel 2Stadtentwicklung und Städtebau

Frankfurt im Kreuzungspunkt wichtiger Wegeverbindungen

Der Auftakt des Allerheiligenviertels an der Konstablerwache

Das Allerheiligentor – ein wichtiges historisches Stadttor

Von der Allerheiligenkapelle zum Viertel – die Geschichte des Stadtviertels

Von der Allerheiligengasse zur Allerheiligenstraße

Entlang der Battonnstraße

Architektur im Viertel

Die Straßennamen im Allerheiligenviertel

Kapitel 3Das jüdische Leben

Das jüdische Frankfurt

Die Judengasse

Die Emanzipation der Juden im 19. Jahrhundert

Die Bedeutung der Juden in Frankfurt im 19. und frühen 20. Jahrhundert

Frankfurt im Nationalsozialismus

Gedenkstätte Neuer Börneplatz

Die Jüdische Gemeinde Frankfurt in der Gegenwart

Die Stolpersteine im Viertel

Kapitel 4Wirtschaft – Politik – Gesellschaft

Am Städelshof über zwei Jahrhunderte

Die ehemaligen Brauereikeller auf dem Areal des Projekts MAIN YARD

Der Frankfurter Bierkrawall 1873

Die Sonne von Mexico – die berühmte Ganovenspelunke

Das erste Frankfurter Gewerkschaftshaus

Das erste Hallenbad Südwestdeutschlands

Die Breite Gasse – eine Frankfurter Rotlichtstraße

Kapitel 5Bekannte und Unbekannte und ihre Verbindung zum Viertel

Johann Georg Battonn

Das Erbe des Johann Friedrich Städel

Friedrich Maximilian von Klinger

Gutle Rothschild

Friedrich Ludwig Jahn, besser bekannt als „Turnvater Jahn“

Ludwig Börne

Kapitel 6Dies und das – kleine Geschichten aus dem Allerheiligenviertel

Die E-Kinos

Mouson

Latscha liefert Lebensmittel

Die Aktienbaugesellschaft Stoltzestraße 14–24

Der Arbeiterturnverein

Elektro-Müns

Anhang

Vitae

Weiterführende Literatur

Bild- und Textnachweis

Impressum

Zu Abbildungen, die mit einem Internetlink versehen sind, ist Videomaterial mit weiterführenden Informationen verfügbar.

www.main-yard.com

Lassen Sie sich inspirieren …

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Vorwort

Warum ein Quartier entwickeln?

Warum darüber ein Buch schreiben?

Muss das sein?

Ja. Das muss sein!

Besonders dann, wenn es sich um etwas Besonderes, Einzigartiges handelt. Wenn der Ort danach ruft, (wieder-)entwickelt zu werden. Das Frankfurter Allerheiligenviertel hat lange darauf gewartet, behutsam in ein neues urbanes Zeitalter überführt zu werden. Im Osten von Frankfurt gelegen, Jahrzehnte lang beinahe vergessen, als kleine Schwester des Bahnhofviertels bezeichnet. Rote Lampen, Prostitution, Kriminalität sowie Drogenhandel. Dies alles galt für ein Viertel inmitten von Frankfurt, das zentral, unweit der Zeil und einen Steinwurf vom Main entfernt noch innerhalb der alten Stadtmauern liegt.

Anfang des Jahres 2017 hatte ich die erste Begegnung mit diesem Quartier zwischen Lange- und Allerheiligenstraße sowie Breite Gasse, diesem Ort, der so vieles in sich birgt. Eine jahrhundertelange Geschichte, Vertreibung, Zerstörung und einen schnellen Wiederaufbau nach dem Zweiten Weltkrieg, der Funktionalität vor Architektur stellte. Die Chance, einen solchen Ort sensibel und rücksichtsvoll zu verändern, eröffnet sich nicht jedem jeden Tag – trotz der vielen Herausforderungen, die die meisten Verfasser eines Handbuchs für Projektentwicklung schaudern lassen würden. Aber mit viel Einsatz, Empathie, Offenheit sowie Ehrlichkeit allen Beteiligten gegenüber lassen sich die vielen Wenns und Abers bewältigen. Und mit der Gewissheit, ein großartiges Team an der Seite zu haben.

Es erschien uns wichtig, mit einem starken, eingängigen Projektnamen diesen Ort behutsam der Öffentlichkeit zu präsentieren. Mit einer Hommage an die Stadt Frankfurt den Bogen zu unserem Quartier zu spannen. So entstand MAIN YARD, ein Name, der in abgewandelter Form auch namensstiftend für die individuellen Zwischennutzungen auf dem Gelände und in verschiedenen Bestandsgebäuden bis zu deren Abbruch diente.

Eine Projekt- oder eine Quartiersentwicklung bedeutet neben einer hohen sozialen Verantwortung auch die Bereitschaft zum Dialog mit allen Beteiligten. Nur so entsteht etwas Besonderes, nur so kann es sich jeder zu eigen machen. Der eine mehr, der andere weniger – aber trotzdem alle. Oft entsteht dadurch Unerwartetes. Diese Eigendynamik, diese Kraft aus sich selbst heraus, ist bei MAIN YARD besonders spürbar.

Ein Beispiel ist der Dialog mit Künstlern aus Frankfurt. Durch den Abbruch von Bestandsgebäuden wurde die Giebelwand an der Allerheiligenstraße 20 „freigelegt“. Seit diesem Tag dient diese Wand als Zeichen für Gleichberechtigung, Vielfalt und gegen Ausgrenzung. Hier entstand auch mein persönlicher Ort der Solidarität.

Das Gestern, das Heute, aber auch das Morgen veranlassten mich, den Ort, seine Geschichte und Geschichten, aber auch die eigentliche Projektentwicklung mit insgesamt drei Büchern zu begleiten. Ein Buch allein hätte nie ausgereicht, um all die besonderen Momente, aber auch die Realisierung dieses Quartiers festzuhalten und über sie zu berichten. Das erste Buch erscheint im Jahr 2022, das zweite und dritte im Verlauf der weiteren Arbeiten an unserem MAIN YARD.

Mein Dank gilt bereits heute allen Projektbeteiligten sowie allen Autorinnen und Autoren für ihr Engagement, ihre Beiträge sowie ihr Wissen. Vor allem aber meinem fantastischen Team, ohne das dies alles nicht möglich wäre.

René Reif,München / Frankfurt am Main, im März 2022

Die OrT Group: Die Entwicklung von Quartieren, Grundstücken und Gebäuden ist unsere Passion. Neue Lebensstrukturen zu ermöglichen, die alle Facetten des modernen Zusammenlebens inkludieren, ist unser Anspruch.

Einleitung

Eine Stadt ist nie fertig. Das gilt auch für Frankfurt am Main. Und deshalb ist es eine der größten Herausforderungen, die Entwicklung der Stadt ständig vorausschauend und mit Bedacht zu gestalten und weiterzudenken. In einer wachsenden Stadt betrifft das nicht nur die Daseinsvorsorge im engeren Sinne für ihre Bürgerinnen und Bürger. Dazu gehört aktuell in allererster Linie die Schaffung von Wohnraum und die Gewährleistung des sozialen Zusammenhaltes der Stadtgesellschaft.

Darüber hinaus darf aber die Stadt als Verkehrsknotenpunkt, als Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort, als Ort von herausragenden Kunst-, Kultur- und Freizeiteinrichtungen, als Bewahrer des Zusammenhalts einer vielfältigen Stadtgesellschaft und als Ort des Diskurses zwischen den diese Gesellschaft prägenden Akteuren nicht vernachlässigt werden. Für Städte, die wie Frankfurt am Main ganze Regionen prägen, heißt das auch, Verantwortung zu übernehmen für das Umland und die Berücksichtigung des Wettbewerbs zwischen den Städten und den von ihnen gesetzten Rahmenbedingungen, z. B. für die sogenannten Wissensnomaden oder für Kunst- und Kulturschaffende, die sich dort ansiedeln, wo ihnen die besten Chancen für ihre Arbeit oder Kreativität geboten werden.

Petra Roth mit René Reif auf der MAIN YARD-Baustelle.

Betrachtet man unter diesen Gesichtspunkten das Frankfurter Stadtgebiet, so fallen einzelne Bereiche auf, die sich deutlich von denen unterscheiden, in denen die Stadt sich als Anziehungspunkt unter wirtschaftlichen, kulturellen oder wissenschaftlichen Aspekten darstellt. Bewegt man sich z. B. von der Hauptwache kommend auf der Zeil über die Konstablerwache und die Kurt-Schumacher-Straße in das Allerheiligenviertel, so wurde schon in der Vergangenheit stets deutlich, welchen Nachholbedarf bei der Stadtentwicklung es dort gab und gibt. Es galt und gilt, diesen Bereich aufzuwerten und zu einem Anziehungspunkt in der Stadt zu machen, der wohnlich, wirtschaftlich und kulturell sowie mit anspruchsvollen Angeboten zur Freizeitgestaltung mit anderen Bereichen der Stadt mithalten kann.

Ein gutes Beispiel, wie die Aufwertung eines Stadtviertels geschehen kann, ist die neue Frankfurter Altstadt – ein während meiner Amtszeit beschlossenes städtebauliches Großvorhaben, dessen Entwicklung den Zeitraum von 2012 bis 2018 beansprucht hat. Heute zeigt sich dort, dass eine bauliche Besinnung auf die Historie der Stadt sich durchaus verbinden lässt mit einem modernen Nutzungskonzept, das Wohnen und anspruchsvolles Gewerbe verbindet. Vergleicht man aber unter diesem Aspekt und unter Berücksichtigung der jeweiligen Rahmenbedingungen das Dom-Römer-Areal und das Allerheiligenviertel, so wird deutlich, dass Letzteres zwar auf dem „Wunschzettel“ einer modernen Stadtentwicklung stehen soll und muss, aber die Möglichkeiten einer Stadt, diesbezügliche Überlegungen umzusetzen, oftmals an den Grenzen scheitern, die das Privateigentum setzt. So gesehen ist das Allerheiligenviertel kein von der Politik vergessenes Stadtquartier, sondern ein Bereich, dessen Charakter auch von den Freiräumen bestimmt wurde und wird, die unsere Rechts- und Gesellschaftsordnung prägen.

Wenn dem Einsatz öffentlicher Mittel unter diesen Gesichtspunkten Grenzen gesetzt sind, bleibt die Möglichkeit, mithilfe entsprechender Bebauungspläne Anreize und Grenzen zu setzen, die ein städtebauliches Großprojekt für Projektentwickler und private Investoren attraktiv macht und gleichzeitig unerwünschte kerngebietstypische Nutzungen verhindert.

Für den Bereich Breite Gasse ist der seit 2006 rechtskräftige Bebauungsplan Nr. 546 Grundlage der planungsrechtlichen, stadtgestalterischen, grünplanerischen und wohnungspolitischen Ziele und soll außerdem den Belangen des Umwelt- und Klimaschutzes, der stadtverträglichen Mobilität sowie den Bedarfen an sozialer Infrastruktur Rechnung tragen – Überlegungen und Vorgaben, denen ich mich als Frankfurter Oberbürgermeisterin in der politischen Verantwortung für die Stadtentwicklung stets verpflichtet gesehen habe.

Als inzwischen ehemalige Oberbürgermeisterin der Stadt freue ich mich, dass sich mit der Münchner OrT Group ein mehrfach von renommierten nationalen und internationalen Design-Gremien ausgezeichneter Entwickler gefunden hat, der sich dieser Verpflichtung in gleicher Weise stellt. Es entsteht ein neuer „Lebensraum, der Wohnen, Einkehren, Genießen sowie Einkaufen zusammenbringt – aber vor allem Menschen, Ideen und Visionen verknüpft“. Und – wie ich es eingangs als notwendiges Merkmal moderner Stadtentwicklung herausgestellt habe – dem Ort mit dem Namen MAIN YARD „die Freiheit geben soll, sich zu wandeln, sich frei zu entfalten“. So decken sich meine Vorstellungen als – frühere – Oberbürgermeisterin der Stadt Frankfurt am Main und der OrT Group in Bezug auf die Rahmenbedingungen des Projektes MAIN YARD.

Angesichts des aktuell erhöhten Bedarfes an Wohnraum sehe ich allerdings einen deutlichen Entwicklungsschwerpunkt. Die Stadt braucht angesichts ihres Wachstums dringend Wohnraum. Und es muss ein angemessener Anteil bezahlbarer Wohnungen dabei sein, der auch den berechtigten Ansprüchen junger Lebensgemeinschaften Rechnung trägt.

Gewerbliche Nutzung ist in der Stadt vielfach zu finden. Nicht alle Nutzungen tragen zur qualitativen Verbesserung des Stadtbildes bei. Ich würde mir wünschen, dass sich die konzeptionelle Struktur der gewerblichen Nutzung einschließlich der Gastronomie und das Angebot zur Freizeitgestaltung an den Grundsätzen orientieren, die für die Neue Frankfurter Altstadt gelten.

In die richtige Richtung weisen auch die Hinweise der OrT Group, dass die Kunst, die seit langer Zeit ihren festen Platz im Allerheiligenviertel hat, Gelegenheit bekommen muss, „ihren Spielraum im wahrsten Sinne zu erweitern“. Der Kunst noch mehr Bedeutung und Aufmerksamkeit zu ermöglichen, um „den bejahenden Effekt von Kultur auf urbane Lebensräume nachhaltig zu gewährleisten“, ist für eine moderne Stadtentwicklung, in der im Wettbewerb stehende Städte auch Anziehungspunkte aus aller Welt sein müssen, unverzichtbar. Dazu gehört auch die Verfügbarkeit von innerstädtischem Raum für Kunstschaffende – frei von kommerziellen oder institutionellen Zwängen.

Die geplante „lebendige, autofreie Grüne Gaß’“ ist ein begrüßenswerter Beitrag, der Nachhaltigkeit und Umweltschutz signalisiert. Wichtiger noch ist nachhaltiges Bauen insgesamt.

Ich bin überzeugt, dass mit der richtigen Weichenstellung der Projektentwicklung MAIN YARD ein Stadtgebiet entstehen wird, das unter den vorstehend angesprochenen Gesichtspunkten entsprechend beispielhaft sein wird für eine urbane Stadtentwicklung, die der Wettbewerbsfähigkeit der Stadt Frankfurt dient, die positive Anziehungskraft der Stadt vergrößert und – last but not least – die in der Stadt lebenden Menschen stolz macht auf ihre Stadt, der ich mich als ehemalige Oberbürgermeisterin und Ehrenbürgerin Frankfurts zutiefst verbunden fühle.

Das Allerheiligenviertel – von der Steinzeit bis heute

Wo heute die Stadt Frankfurt mit ihrer berühmten Hochhaussilhouette liegt, siedelten schon im 6. Jahrtausend v. Chr. die ersten sesshaften Bauern. Zahlreiche archäologische Nachweise zeigen eine Vielzahl von kleinen Weilern entlang von Bächen und Flüssen und belegen eine ausgedehnte landwirtschaftliche Nutzung in unserem Gebiet. Der Gunstraum, die fruchtbare Ackerfläche, wurde, soweit erkennbar, ohne Unterbrechung seit der Steinzeit besiedelt und seine Ressourcen wurden genutzt. Auch für die nachfolgende Bronze- und Eisenzeit ist durch archäologische Ausgrabungen eine große Zahl von Siedlungszeigern bekannt. Für die Eisenzeit zeigt sich in Frankfurt erstmals eine sozial gegliederte Gesellschaft mit der Herausbildung von Eliten. Der „Fürst vom Eichlehen“ besaß verschiedene herausragende Beigaben in seinem Hügelgrab, die weitreichende Kontakte bis in das Mittelmeergebiet belegen. Zum Ende der Eisenzeit kam es durch die Expansion des Römischen Reichs nach Osten auf die rechte Rheinseite zu ersten Kontakten der einheimischen Bevölkerung mit den Eroberern. Eines der seltenen frührömischen Lager ist im Ortsteil Höchst nachgewiesen und hat hier als wichtiger Vorposten des Legionslagers in Mainz bis mindestens 14 n. Chr. bestanden.

Die Römer am Main