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Eine moderne Schmerzanalyse auf der Basis der funktionellen Untersuchung ist die optimale Grundlage einer erfolgversprechenden Therapie.
Das evidenzbasierte Wissen zur Schmerztherapie der Halte- und Bewegungsorgane in allen Stadien wird umfassend dargestellt mit dem Ziel, dass die Leser mit diesem Wissen
Die vorliegende 3. unveränderte Auflage bietet Ihnen:
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Seitenzahl: 1843
Veröffentlichungsjahr: 2022
Herausgegeben von
Ulrich W. Böhni, Markus Lauper, Hermann A. Locher
Hermann A. Locher, Hans-Peter Bischoff, Mark Bitterli, Ulrich W. Böhni, Wilfrid Coenen, Roland Gautschi, Ekkehard Geipel, Michaela Habring, Wolfgang von Heymann †, Wilfrid Jänig, Hannu Luomajoki, Alfred E. Müller †, Winfried Neuhuber, Paul Nilges, Michael, Pfingsten, Marc Sager, Amir Tal, Walter Zieglgänsberger
3., überarbeitete Auflage
545 Abbildungen
Liebe Leserinnen, liebe Leser,
man muss kein Prophet sein, um vorauszusehen, dass das vorliegende Werk innerhalb kürzester Zeit zu dem Standardbuch der Manuellen Medizin werden wird.
Es handelt sich in der Tat um ein außergewöhnliches Werk, in dem nicht nur viel Arbeit steckt, sondern auch eine umfassende Expertise.
Präzise, prägnant und exakt, wie ein Schweizer Uhrwerk, stellt sich dieses Lehrbuch dar. Neben den Grundlagen, die auch von Grundlagenforschern verfasst wurden, sind sämtliche Kapitel der Manuellen Medizin mit Diagnostik und Therapie ausführlich und umfassend dargestellt. Die Gliederung ist klar, die Inhalte inWort und Bild umfassend, aber in keinster Weise redundant dargestellt. Das Buch begeistert sowohl den Einsteiger als auch den Experten durch seinen logisch konzipierten Aufbau und die konsequente Darstellung.
Die Klinik wird detailliert mit regionalen Beschwerdebildern und ihrem jeweiligen funktionellen Bezug zu strukturellen Pathologien in Differenzialdiagnose und -therapie dargestellt. Nach meiner Auffassung gibt es derzeit kein vergleichbares Lehrbuch im deutschsprachigen oder gar europäischen Raum. Die sonst oftmals übliche Floskel eines Vorwortes: „Möge das Buch eine weite Verbreitung finden“ ist hinfällig, da es zur Pflichtlektüre jedes manualtherapeutisch tätigen und interessierten Arztes und Therapeuten gehört. Dieses Buch ist aber nicht nur für den angehenden und erfahrenen Manualtherapeuten lehr- und hilfreich, vielmehr ist es für jeden, der sich mit Diagnostik und Therapie von Schmerzen des Haltungs- und Bewegungssystems beschäftigt, eine Pflichtlektüre. Selten habe ich in den letzten Jahren ein Buch mit diesem Genuss gelesen, in dem man fast auf jeder Seite auch die Liebe zum Detail spürt.
Im Namen der sogenannten „Community der Manualmediziner“ muss man Ulrich Böhni, Markus Lauper, Hermann Locher und ihren Mitherausgebern für dieses bemerkenswerte Werk danken. Dem Werk ist eine weitgehende Verbreitung und eine dankbare Leserschaft gewiss.
Mit freundlichen Grüßen
Prof. Wolfgang Beyer
Nachdem wir im Jahre 2009 die erste systematische Sammlung der manualmedizinischen Diagnose- und Behandlungstechniken als Handbuch publiziert und im Jahre 2011 beim Thieme Verlag als ersten Teil eines zweibändigen Handbuches herausgegeben haben, dürfen wir heute das Gesamtwerk vollenden. Das Erarbeiten eines Buches über die wissenschaftlichen Grundlagen der Manuellen Medizin, in dem gleichzeitig der Transfer des Wissens in die tägliche Praxis beim Umgang mit Schmerzen und Funktionsstörungen am Bewegungsorgan erfolgen soll, erwies sich als wesentlich aufwändiger als ursprünglich befürchtet.
Wir haben diesen Prozess eigentlich 2005 gestartet: Die Initiative „Grundlagenforschung trifft Manualmedizin“ die im Sommer 2005 in Bad Horn am Bodensee (Schweiz) namentlich von Ulrich Böhni, Wolfgang von Heymann und Hermann Locher ins Leben gerufen worden war, hat seither in zahlreichen Zusammenkünften, Symposien und Kongressbeiträgen mit namhaften internationalen Grundlagenforschern umfangreiche Datensammlungen angelegt, die ebenso umfangreich im Hinblick auf klinische Anwendung und Validität diskutiert und geprüft wurden.
Wir sind besonders dankbar, dass einige unserer Freunde aus den Reihen der Grundlagenwissenschaftler bereit waren, die vielen diskutierten Zusammenhänge, die gesicherten und vermuteten Grundlagen tatsächlich „zu Papier“ zu bringen. In diesem Sinne geht ein erster Dank an unsere Autorenschaft aus den Grundlagenwissenschaften Professor Winfried Jänig (Kiel), Professor Winfried Neuhuber (Erlangen) und Professor Walter Zieglgänsberger (München). Stellvertretend für viele andere seien auch erwähnt Professor Siegfried Mense (Heidelberg), Professor Paul Klein (Brüssel) und Professor Jürgen Sandkühler (Wien), die uns als langjährige kritische Gesprächspartner zur Seite standen.
Im ersten Teil des Buches werden die Grundlagen zur Biomechanik, Neuroanatomie und Neurophysiologie der Schmerzperzeption und –verarbeitung umfassend dargelegt, immer in enger Verzahnung mit praktischen klinischen Aspekten. Im zweiten Teil findet das alle Ebenen des „neuropsychomuskuloskelettalen“ Systems umfassende diagnostische Assessment seine Darstellung. Im dritten Teil werden die therapeutischen Aspekte erarbeitet.
Im vierten Teil werden alle Körperregionen mit allen anatomischen und neuroanatomischen Aspekten im Sinne der funktionellen Pathologie mit differenzialdiagnostischen Übersichten unter dem Blickwinkel einer umfassenden Schmerzanalyse einzeln dargestellt. Jede Region wird auch aus neurologischer Sicht kommentiert. Die abschließenden Kapitel werfen einen Blick auf Risiken und Evidenz in der Manuellen Medizin. Großen Wert wurde gelegt auf tabellarische Übersichten und Merksätze, auf algorithmische Darstellungen, auf instruktive klinische Beispiele und auf die integrierten Literaturzitate.
Die Herausgeber schätzen sich glücklich, so viele kompetente Autoren aus Forschung und Klinik an Bord zu wissen. Es haben sich im Laufe der Jahre zahlreiche professionelle und persönliche Freundschaften entwickelt. Mit großer Freude durften wir wahrnehmen, dass auch sehr viel klinisches Wissen und Erfahrung aus dem Lager der praktischen Versorger am Patienten in die Gedanken der Forscher Eingang gefunden hat.
Unser herzlicher Dank geht an den Georg Thieme Verlag, insbesondere an die Verlagsleitung, Programmplanung, das Projektmanagement und die Herstellung sowie die Redakteurin und die Grafiker.
Wir danken unseren verehrten Freunden, Mentoren und Lehrern, ohne deren Vorarbeiten, Publikationen und persönliche Hinweise das Verfassen dieses Werkes nicht möglich gewesen wäre. Von der Schweizerischen Ärztegesellschaft für Manuelle Medizin SAMM sind dies stellvertretend für viele andere Dr. Hubert Baumgartner, Dr. Beat Dejung, Prof. Dr. Jiří Dvořák, Dr. Werner Schneider (†) und Thomas Tritschler. Von der Deutschen Gesellschaft für Manuelle Medizin DGMM sind dies wiederum stellvertretend für viele andere Prof. Dr. Wolfgang Beyer, Dr. Hans-Peter Bischoff, Prof. Dr. Johannes Buchmann, Dr. Egon Frölich (†), Dr. Michael Graf, Dr. Wolfgang von Heymann, Dr. Alfred Möhrle, Dr. Matthias Psczolla, Dr. Karla Schildt, Renate Streeck und Prof. Ulrich Smolensky. Bedanken möchten wir uns auch bei unseren Mitdozenten und Kollegen unserer Manualmedizinischen Schulen, die mit Ihren kritischen Hinweisen und Diskussionen über unsere Referate und Publikationen viel beigetragen haben: Stellvertretend für viele andere erwähnen wir Dr. Marcus Baumann, Dr. Mark Bitterli. Dr. Christoph Reich, Dr. Mark Sager, Dr. Horst Moll, Dr. Michael Frey, und aus dem österreichischen Kollegenkreis Dr. Michaela Habring, Prof. Hans Tilscher, Dr. Alexander Lechner und nicht zuletzt aus der interdisziplinären Gesellschaft für orthopädische und unfallchirurgische Schmerztherapie, Prof. Hans-Raimund Casser, Prof. Jörg Jerosch, Dr. Martin Strohmeier und Dr. KlausWolber sowie Dr. Fritjof Bock und u. a. m.
Das Buch öffnet die Zusammenschau einer durchaus neuartigen Seh- und Herangehensweise von und an Schmerzen und Funktionsstörungen des Bewegungsorgans bzw. muskuloskelettaler Problemstellungen und möchte in allen Fachgruppen, die damit täglich konfrontiert sind wie: Orthopäden und Unfallchirurgen, Neurologen, Rheumatologen, Psychologen und Psychotherapeuten, Rehabilitationsmediziner, HNO-Ärzte, Allgemeinärzte, Kinderärzte und Sozialmediziner zahlreiche Leser finden. In jeder Phase der Entwicklung des Werkes war der interdisziplinäre Ansatz Impulsgeber und Leitschnur.
Manuelle Medizin versteht sich als eine ärztliche, interdisziplinäre, fachgebietsübergreifende Kompetenz. Aus historischen und berufspolitischen Gründen existieren Begriffe aus anderen Schulen und Berufsgruppen wie Osteopathie, Chiropraktik, Chirotherapie und manuelle Therapie. Das Buch beantwortet fast alle Fragen, die im Umkreis der genannten Begriffe aufgeworfen sind und richtet sich somit an alle diese Gruppen.
Abschließend überreichen wir unseren Frauen einen großen Blumenstrauß für die vielen zeitlichen Entbehrungen, die dieses Buch zur Folge hatte. Es ist nicht selbstverständlich, dass wir trotzdem immer wieder motiviert worden sind, „dran“ zu bleiben und das Projekt abzuschließen.
Neben einem Zuwachs an Erkenntnis wünschen wir unseren Leserinnen und Lesern auch viel Freude bei der Lektüre!
Schaffhausen, Bern, Tettnang
Herzlich Ihre Herausgeber
Ulrich Böhni, Markus Lauper, Hermann Locher
1 Biomechanische und kinematische Grundlagen
2 Neuroanatomische und -physiologische Grundlagen von Schmerzperzeption und -verarbeitung
3 Assessment als Grundlage der Schmerzanalyse
4 Wie funktioniert Manuelle Therapie?
