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Wales ist ein Land, das voller Märchen und Sagen, Mythen, Legenden und bardischer Lieder steckt. Noch heute gibt es alljährlich in Wales einen Wettstreit der Barden und Märchenerzähler, das Eisteddford. Frederik Hetmann hat die vorliegende Sammlung in mehrere Kapitel eingeteilt. Unter der Kapitelüberschrift "Abenteuer, Schatzsuche und Zauber" stellt er Märchen und Mythen vor, die an die eigenständige Geschichte dieser keltischen Region der britischen Inseln erinnern, der Teil "Liebe und Leidenschaft" weist darauf hin, dass einige der großen Liebesgeschichten - so beispielsweise Tristan und Isolde - welche Dichter und Musiker in ganz Westeuropa beschäftigt haben, ihren Ursprung in Wales haben. Ein weiteres Thema sind die "Feen", die Bewohner der Anderswelt und ihr Eingreifen in das Leben der Sterblichen. Das ausführliche Vorwort über die Geschichte des Landes und die Tradition seiner Volksdichtung dürfte diesen Band nicht nur für Märchenleser interessant machen, sondern auch für Wales-Reisende eine reizvolle Anregung sein, das Land und seine Menschen auf diese Weise kennenzulernen.
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Seitenzahl: 243
Veröffentlichungsjahr: 2015
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Über dieses Buch
Wales, so wird behauptet, sei der schönste Teil Englands, mit seiner wilden Berglandschaft um die höchste Erhebung des Snowdon, der sandigen Westküste, den vielen Tälern und Schluchten, den Mooren und Seen. Wales ist aber auch ein Land, das voller Märchen und Sagen, Mythen, Legenden und bardischer Lieder steckt. Noch heute gibt es alljährlich in Wales einen Wettstreit der Barden und Märchenerzähler, das »Eisteddfod«.
Frederik Hetmann hat die vorliegende Sammlung in vier Kapitel eingeteilt. Im ersten Teil stellt er Märchen und Mythen vor, die an die eigenständige Geschichte dieser keltischen Region der Britischen Insel erinnern; ein zweiter weist darauf hin, dass einige der großen Liebesgeschichten, so z. B. »Tristan und Isolde«, welche Dichter und Musiker in ganz Westeuropa beschäftigt haben, ihren Ursprung in Wales haben. Der dritte Teil stellt die Feen, die Bewohner der Anderswelt und ihr Eingreifen in das Leben der Sterblichen dar. Das letzte Kapitel enthält Kostproben aus dem reichen Schatz bardischer Texte, und zwar solcher, in denen Wortwitz und Ironie aufblitzen, ebenso wie Beispiele der langen epischen Erzählungen.
Das ausführliche Vorwort über die Geschichte des Landes und die Tradition seiner Volksdichtung dürfte diesen Band nicht nur Märchenlesern interessant machen, sondern auch für Wales-Reisende eine reizvolle Anregung sein, das Land und seine Menschen durch sich selbst kennenzulernen.
Über den Herausgeber
Frederik Hetmann (Hans-Christian Kirsch), geboren 1934 in Breslau, studierte Sprachen und politische Wissenschaften in Frankfurt am Main, München und Madrid. Er war Mitglied des PEN-Clubs und lebte als Schriftsteller in Nomborn/Westerwald. Wichtige Veröffentlichungen u. a. »Amerika Saga« (Deutscher Jugendbuchpreis 1965), »Tilmann Riemenschneider. Ein deutsches Schicksal« 1981, »William Morris, ein Mann gegen die Zeit. Leben und Werk« 1983 und diverse Märchenbände, die bei Königsfurt bzw. Königsfurt-Urania erschienen sind. Er galt als profilierter Kenner der keltischen und indianischen Überlieferung. Am 1. Juni 2006 verstarb er in Limburg an der Lahn.
Herausgegeben von Frederik Hetmann
Neu zusammengestellte und erweiterte Erfolgsausgabe des Titels »Roter Drache, grünes Tal« von Frederik Hetmann.
Die Texte in dieser Neuauflage sind behutsam der neuen deutschen Rechtschreibung angepasst worden. Einige fragmentarische Geschichten wurden ersetzt durch wenige längere, auch aus Frederik Hetmanns Sammlung. Die durchaus variablen Schreibweisen im Walisischen (bei Namen und Orten) sind weitgehend beibehalten worden.
Bibliographische Information der Deutschen Nationalbibliothek Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliographie; detaillierte bibliographische Daten sind im Internet überhttp://dnb.d-nb.deabrufbar.
E-Book-Ausgabe2015 Krummwisch bei Kiel
© Frederik Hetmann c/o Montasser Media© 2015 by Königsfurt-Urania Verlag GmbHD-24796 Krummwischwww.koenigsfurt-urania.com
Umschlaggestaltung: Jessica Quistorff, Seedorf,unter Verwendung der folgenden Motive»legendary and famous sword Excalibur to King stuck between the r«© federicofoto - Fotolia.com
Satz: Stefan Hose, Götheby-HolmLektorat: Claudia Lazar, Kiel
ISBN 978-3-86826-305-3
Schon lange wünsche ich mir, Märchen einmal ganz anders vorzustellen, nicht mit der archäologischen Akribie der Erzählforscher, die für jede Geschichte eine Nummer haben oder aus ihren Handlungsteilen so etwas wie eine Formel ableiten. Was mir vorschwebt, ist die Verwandlung der Geografie eines Landes in einen Flickenteppich aus Mythen, Märchen und Sagen. Mir scheint diese Form angemessen, weil ich beobachtet habe: Viele Menschen wünschen sich ein Land zu erleben als Landschaft, hinter der Geschichten stehen, die ihrerseits wiederum die Landschaft beleben, als Geschichte, die mit Geschichten aus dieser Landschaft erzählt wird.
Wenn Märchen den Träumen nahe verwandt sind, so ist es nur einleuchtend, dass Menschen Geschichten einfallen, wenn sie durch eine Landschaft fahren oder wandern, ihre Flüsse, Berge, Moore, Wälder, Seen und Höhlen erblicken. Nie ist mir diese Vorstellung so nahe gewesen wie bei einer Wanderung entlang dem alten Grenzwall, dem Offa’s Dyke, der sich zwischen England und Wales hinzieht.
Unerfahren in Fußwanderungen kam ich von Bristol nur bis in die Black Mountains, im Süden von Wales. Dann folgten Ausflüge mit dem Bus nach Norden und Westen. Und immer waren es gewisse Szenen der Landschaft, die mir den Gedanken eingaben: Hier muss eine phantastische Geschichte oder ein Märchen spielen, oder wenn nicht – vielleicht sollte ich es erfinden.
Später in Archiven in Cardiff und Aberystwyth erfuhr ich: Viele dieser Geschichten sind schon geschrieben. Ich brauchte sie nur einzusammeln und zu übersetzen.
Durch die Forschungsergebnisse der Archäologie haben wir heute ein wesentlich genaueres Bild davon, wie sich die Vor- und Frühgeschichte von Wales und die Einwanderung der verschiedenen keltischen Stammesgruppen vom Kontinent auf die Britische Insel und nach Irland abgespielt haben mag.
Im Neolithikum zwischen 5000 und 2000 v. Chr. ließen sich Völker aus dem Mittelmeerraum und von der Iberischen Halbinsel in Wales nieder. Sie hielten Haustiere, stellten noch ziemlich grobe Töpferware her und besaßen polierte Steinäxte mit hölzernen Schäften. Sie hinterließen die Cromlechs, jene großen Grabkammern, die sich noch heute wie monumentale Plastiken in der Landschaft von Wales erheben.
1931 entwickelte C. F. C. Hawkes eine Theorie über die Einwanderung keltischer Stämme auf die Britische Insel und nach Irland, und zwar auf der Kulturstufe der Eisenzeit A (750 v. Chr.), Eisenzeit B (250 v. Chr.) und Eisenzeit C (75 n. Chr.). Nach dieser Theorie wurde auch die Verteilung der brythonischen und goidelischen Volksgruppen auf den beiden Inseln neu diskutiert.
Die lang umstrittene Frage über die Route, auf der die goidelischen Stämme in vorhistorischer Zeit nach Irland gekommen sein sollen – ob direkt übers Meer vom Kontinent oder über Britannien und von dort übers Meer –, ist im Hinblick auf die goidelischen Elemente in der Folklore von Wales von Bedeutung.
Während die früheste historisch erkennbare Schicht, die nachzuweisen ist, goidelischen und vorkeltischen Ursprungs zu sein scheint, deuten die goidelischen Elemente in den brythonischen Geschichten des Mabinogion darauf hin, dass es in einer nicht genauer zu datierenden Periode ein friedliches Zusammenleben beider Stammesgruppen in Wales gegeben zu haben scheint. Aus beiden Annahmen wird gefolgert, dass die goidelischen Siedlungen an der britischen Westküste den brythonischen vorausgingen.
Nach Rückschlüssen aus archäologischen Funden dürfte die goidelische Invasion Irlands hauptsächlich von der Bretagne über See und nicht mit einer Zwischenstation auf der englischen Insel vonstatten gegangen sein. Goidelische Siedlungsreste, die man in Llyn, in Dyfed, im südwestlichen Ceredigion, im Tal der Severn und im südwestlichen England gefunden hat, dürften von Rückwanderern aus Irland herrühren.
Die Einwanderungswelle in der Eisenzeit B (ca. 250 v. Chr.) berührte die Küste Cornwalls und breitete sich nordwärts nach Wales, Irland, Schottland und der Isle of Man aus. Ihre Siedlungen an der irischen Küste der Irischen See waren dünn gestreut und kulturell schwach, im Gegensatz zu starken Spuren, die sich im gesamten Bereich von Wales finden. Ihre Existenz auf beiden Seiten der Irischen See, in Nordirland wie auch in Wales, zusammen mit späteren goidelischen Siedlungen in Llyn, Dyfed und anderswo ist verantwortlich für die nicht zu übersehenden goidelischen Elemente in der Folklore von Wales und für die weniger bekannten brythonischen Elemente in der irischen Literatur und Folklore. (Arthur ap Gwynn im Vorwort zu Welsh Folklore and Folk-Custom, Reprint 1979, XIII, f.)
Die goidelische Besiedlung des Gebietes von Llyn hatte ein Ende, als die Goidelen um 400 n. Chr. von brythonischen Stämmen aus dem Süden Schottlands und dem Nordwesten Englands vertrieben wurden. Bei dieser brythonischen Gruppe handelt es sich um die Söhne von Cundda, die auch in Sagentexten auftauchen (siehe Kapitel I, Hu Gadarn). Damit scheint sich das brythonische Element unter den Kelten in Wales entscheidend verstärkt zu haben. Es war diese Einwanderungsgruppe, von der ein blondhaariger, blauäugiger, untersetzter Menschentyp abstammt, wie man ihn heute noch in Wales häufig antrifft.
Wenn diese Fragen der Abstammung hier erwähnt werden, so selbstverständlich nicht zur Wiederbelebung irgendwelcher rassistischen Theorien, sondern weil sie für die Aufklärung der Ursprünge von bestimmten Bildern und Motiven in der Folklore dieses Landes von entscheidender Bedeutung sind.
Man kann also davon ausgehen, dass im historisch überschaubaren Bereich zwei keltische Sprachen in Wales gesprochen wurden: eine goidelische und eine brythonische. Aus dem Goidelischen entstand das Gälische (Irisch oder Schottisch) und die Sprache der Inseln (Manx); aus dem Brythonischen das Cymrische (auch Kymrisch), das Brythonische (Bretonisch) und das Cornische (Kornisch). (Letzteres ist heute eine tote Sprache.)
Als die Römer 34 v. Chr. auf der Britischen Insel landeten, stießen sie auf eine Stammesgesellschaft mit weit zurückreichenden Sitten und Gewohnheiten. Die Menschen lebten in runden Holzhütten, in befestigten Lagern auf den Gipfeln der Berge und Hügel. Die Römer betrachteten sie als Barbaren, obwohl ihre Handwerker beispielsweise Schmuckstücke von großer Schönheit hervorbrachten, die auch von jenen geschätzt wurden.
Boadicea ist das Symbol des britischen Widerstandes gegen die römischen Legionen. Ihr cymrischer Name lautete Buddug; sie war eine Stammesfürstin, die ihr Volk zu heroischen Taten anstachelte. Vor der Entscheidungsschlacht fuhr sie auf einem Streitwagen durch die Reihen ihrer Armee und erinnerte ihre Krieger an die Untaten der Römer. Als sie schließlich von diesen besiegt wurde, vergiftete sie sich. Nach ihrem Sieg überzogen die Römer das Land mit einem ausgeklügelten Verteidigungssystem und stationierten in einem Hauptlager bei Caerleon (lateinisch: Isca) 6000 Legionäre.
Die Tatsache, dass über Jahrhunderte hinweg zwei der drei in Britannien stationierten Legionen an der walisischen Grenze bei Caerleon (Chester) und Dever standen, beweist, dass sich die Unterworfenen durchaus nicht in ihr Schicksal fügten, sondern eine ständige Bedrohung für die Besatzungsmacht darstellten. Nach der Eroberung des Nordwestens von Wales errichteten die Römer ein Lager bei Caernarfon (Segontium). Römisch-britische Städte sind Silchester und Bath, aber die einzige zivile Siedlung von Bedeutung nahe der Grenze zum heutigen Wales war Caerwent (Ventasilurum bedeutet »Marktflecken der Siluren«). Gegen Ende der römischen Herrschaft, im 5. und 6. Jahrhundert, begann das Christentum langsam in Wales Fuß zu fassen. Die Angelsachsen, die weiter nach Osten hin lebten und territoriale Ansprüche erhoben, waren Heiden, mit denen die keltischen Stämme von Wales bald in Konflikt gerieten. »Wer solche Barbaren ins Land führt«, heißt es in einem alten Kanon der keltischen Kirche, »soll dreizehn Jahre Buße tun.« Und von dem heiligen Goino hören wir, dass er, als er bei Berriew in Powys vom andern Ufer der Severn her die Stimme eines Engländers hörte, seinen Anhängern sofort befahl, alles zusammenzupacken und die Gegend zu verlassen.
Um 500 n. Chr. beginnt in Wales das Zeitalter der Heiligen, die als Einsiedler auftauchen und die ersten klösterlichen Gemeinden gründen. Das walisische Wort Ilan bezeichnet ursprünglich eine Einfriedung mit einer Kirche und Klosterbauten. Eine der wichtigsten Ausbildungsstätten für den christlichen Klerus wurde von dem heiligen Illtud, zwanzig Meilen von Cardiff entfernt im Tal von Glamorgan, gegründet. Hier soll auch der heilige Gildas studiert haben; von hier brachen die Missionare in alle Himmelsrichtungen auf. Einer der Schüler von Gildas war Maelgwn Gwynedd, ein Prinz aus dem königlichen Hause von Gwynedd. Dies ist die Zeit des historischen Arthur, eines siegreichen Heerführers der Briten im Kampf gegen die Sachsen, von dem, außer der Tatsache, dass er der Anführer eines Reiterheeres gewesen sein soll, so gut wie nichts bekannt ist.
Allmählich schieden sich die keltischen Volksstämme im westlichen Britannien von den Sachsen, und Wales wurde der letzte Stützpunkt jener Briten, die die alte brythonische Sprache sprachen. Sie wandelte sich bis ins 14. Jahrhundert in der literarischen Überlieferung ins Frühwalisische. Was König Arthur betrifft, so entwickelte sich als Reflex auf volkstümliche Überlieferung und die mythologische Tradition im 12. Jahrhundert eine pseudo-historische und romantische Literatur. Nennius, ein walisischer Kleriker, verfasste im Jahre 826 einen wenig vertrauenswürdigen Bericht über die Schlachten und Wunder um die Gestalt Arthurs.
In der walisischen Romanze von Kilhwch und Olwen, die um 1100 entstand und eine auffallende Ähnlichkeit mit der griechischen Sage um Jason und Medea aufweist, ist Arthur schon ein ritterlicher König, der an den Questen (Suchmissionen) und Abenteuern seiner Männer teilnimmt. Die aus der Mythologie bezogenen Eigenschaften sind die Unsterblichkeit und die Vorstellung einer messianischen Wiederkehr, die zur Wiederaufrichtung des Reiches der Briten führen soll. Beide Motive tauchen zum ersten Mal um das Jahr 1113 auf.
Im 9. Jahrhundert begannen die ersten Wikingerüberfälle an den Küsten von Wales, die dann über zweihundert Jahre anhielten. 999 beispielsweise wurde St. Davids überfallen, geplündert und der dort residierende Bischof erschlagen. Andererseits hatten sich in dieser Zeit die Feindseligkeiten zwischen den Walisern und Angelsachsen dadurch vermindert, dass Offa, König von Mercia, einen Grenzwall zwischen den englischen und walisischen Territorien errichtet hatte.
Es war Rhodri der Große, Herrscher des alten Königreichs im Nordwesten von Wales, der in Anglesey die plündernden und Menschen in die Sklaverei verschleppenden Dänen, die schwarzen Heiden, entscheidend schlug. Sein Enkel Hywel Dda ließ in dem weißen Haus an der Tough in Hendy-Gwyn innerhalb von sechs Wochen eine erste Gesetzessammlung zusammenstellen, durch die sich auch viele Sitten und die Anfänge des walisischen Rechtes erhalten haben. (Heute ausgestellt in der Nationalbibliothek von Aberystwyth.)
Wales ist ein Land der Burgen und Schlösser. Aber wer baute sie und für wen? 1066 kam Wilhelm der Eroberer auf den englischen Thron. Von ihren neu erworbenen Ländereien an der Grenze zu Wales blickten die normannischen Ritter voller Begehrlichkeit nach Westen. Sie sahen auf ein Land, das durch Bürgerkriege geschwächt war. Ruchlos und geübt im Kriegshandwerk drangen sie nun durch die Küstenebenen ein und bauten Schlösser und Burgen zur Aufrechterhaltung ihrer Macht. Die Eroberung von Wales zog sich über mehrere Generationen hin. Die Waliser schlugen zurück und bewiesen dabei eine Kühnheit, die sich in vielen geschichtlichen Sagen spiegelt. So erstieg Ivor Bach, der walisische Landherr von Senghennydd eines Nachts die Burgmauern von Cardiff und entführte den Earl und die Gräfin von Gloucester samt ihrem jungen Sohn in das Hügelland.
Die Frau eines der normannischen Lords von Caerphilly verliebte sich, während ihr Mann auf einem Kriegszug war, in einen walisischen Prinzen. Als dies entdeckt wurde, schickte man sie ins Exil, aber ihr Geist spukt noch heute auf den Wällen des Schlosses.
Ein recht genaues Bild über das Wales des 12. Jahrhunderts ist uns durch Giraldus Cambrensis oder Gerald aus Wales, einen Priester, überliefert, der sowohl von walisischen wie von normannischen Familien abstammte und 1188 mit dem Erzbischof Baldwin nach Wales kam, um Männer für einen Kreuzzug anzuwerben. Er war 1145 auf Manorbier Castle geboren worden, hatte in Paris studiert und fand als Schriftsteller Beachtung durch seine detailreiche Beschreibung von Wales und den Sitten seiner Bewohner. Während der Reise mit dem Erzbischof lebte er mit den einfachen Leuten in ihren aus Zweigen hergestellten Hütten.
»Ihre Zähne waren wie Elfenbein, weil sie sie mit grüner Haselnuss putzten. Und sie sprachen kühn selbst in Gegenwart ihrer Häuptlinge. Selbst wenn sie unbewaffnet sind, wagen sie ihre bewaffneten Feinde anzugreifen. Hafer, Milch, Käse und Butter sind ihre Hauptnahrungsmittel, und sie essen mehr Fleisch als Brot.«
An Handel waren sie offenbar nicht interessiert, denn Giraldus schreibt: »Sie kümmern sich nicht um Schiffahrt und Handwerk.« Aufgefallen war ihm auch ihre besondere Vorliebe für Gedichte und Musik: »Sie singen nicht unisono wie die Einwohner anderer Länder, sondern vielstimmig.«
Als das 12. Jahrhundert sich seinem Ende zuneigte, befanden sich große Teile von Wales noch unter dem Einfluss eingeborener Fürsten. Der mächtigste von ihnen, Rhys von Deheubarth aus Südwestwales, besaß solche Macht und solchen Einfluss, dass ihm Heinrich II. den Titel eines Lord von Ystrad Tywi verlieh. Unterdessen hatten die Waliser auch wirksame Maschinen und Rammböcke erfunden, um den bis dahin fast uneinnehmbaren Festungen der Normannen auf den Leib zu rücken. Die normannischen Herren, die Breos, Clares, Corbets und FitzHamons waren zwar mächtig, aber sie blieben Fremde in einem Land, das seine Freiheit liebte und vor dessen Einwohnern man immer auf der Hut sein musste.
Im 13. Jahrhundert versuchte Llywelyn der Große, der den pompösen Titel Prinz von Aberffraw und Lord von Snowdon führte, noch einmal, Wales zu einigen. Tatsächlich gelang es ihm durch die Schwäche Englands, weite Teile des Landes in seine Macht zu bringen, und er war es, der den Titel eines Prinzen von Wales annahm. 1267 wurde er im Vertrag von Montgomery durch die Engländer bestätigt.
Als aber 1272 ein neuer König den englischen Thron bestieg, verlangte dieser, von den Waliser Fürsten anerkannt zu werden. Als sich Llywelyn weigerte, griff ihn Edward an und zwang ihm die erniedrigenden Bedingungen des Friedensvertrages von Conwy auf. Der walisische Adel musste sich im tiefen Winter nach London auf den Weg machen und hatte an den Zuständen dort mancherlei auszusetzen. Beispielsweise schmeckte ihnen der Wein nicht, das Londoner Ale war ihnen verhasst, der Pöbel starrte sie wie wilde Tiere an – dies nahmen sie als Kränkungen, für die es galt, sich zu rächen.
In Cilmeri, anderthalb Meilen westlich der kleinen Stadt Builth Wells in Powys, steht am Straßenrand ein Denkmal zur Erinnerung an Llywelyn ap Gruffudd, den letzten eingeborenen Prinzen von Wales. Bei einem Gefecht im Jahre 1282 rammte ihm, ohne zu wissen, wen er da vor sich hatte, ein englischer Soldat eine Lanze durch den Leib. Als man die Identität des Toten aufgeklärt hatte, schnitt man ihm den Kopf ab und überbrachte diesen seinem Erzfeind, König Edward I. Mit dem Tod von Llywelyn dem Letzten, wie dieser Prinz genannt wurde, endete der Widerstand gegen König Edward, der bei seiner Thronbesteigung den Entschluss gefasst hatte, das walisische Problem ein für alle Mal zu lösen.
Der Widerstand aber im keltischen Rückzugsgebiet zog sich noch eine Weile hin. Eine legendenumwobene Gestalt ist Owain Glyndwr oder Owen Glandower in der englischen Schreibweise. Bis heute ist nicht ganz klar, ob es sich bei den Konflikten, die er auslöste, lediglich um einen Streit zwischen Nachbarn oder um eine nationale Erhebung handelte. Als eine große Armee der Engländer in Schnee und Hagelschauern in einen Hinterhalt der Waliser geriet, schrieb man diese Tatsache seinen Zauberkräften zu, und die legendäre Überlieferung war noch zwei Jahrhunderte später lebendig, als Shakespeare von ihm schrieb: »Bei meiner Geburt standen am Himmel wilde Erscheinungen, Ziegen stürmten herab aus den Bergen, und die Herden waren seltsam erregt.« Owain stammte väterlicher- und mütterlicherseits von walisischen Prinzen ab, hatte aber an der berühmten Rechtsschule des Inns of Court studiert und besaß die Umgangsformen eines englischen Höflings. 1412 verschwand er plötzlich. Über die Umstände seines Todes und seiner Beisetzung ist nichts bekannt. Die Rebellion, die er angeführt hatte, brach zusammen, das Land lag am Boden. Strenge Gesetze wurden den Walisern aufgezwungen, und die Kriege der Rose brachten weiteres Blutvergießen und Zwist unter Verwandten. Dann kam ein walisisches Adelsgeschlecht, die Tudors, auf den britischen Thron.
Henry Tudor stammte aus einer Grundbesitzerfamilie in Anglesey. Er hatte eine Waliser Amme gehabt und sprach wahrscheinlich die Sprache der Waliser. Nachdem ihm seine Landsleute nach seiner Landung 1485 in Milford Haven noch im selben Jahr zum Sieg bei Bosworth über Richard III. verholfen hatten und im Krieg der Rose das Haus Lancester über York triumphierte, wurde er als Heinrich VII. englischer König.
Das Christentum hatte sich, als es Wales erreichte, mit religiösen Kulten, in denen druidische Vorstellungen fortlebten, auseinanderzusetzen. Die religiösen Vorstellungen, die noch aus vorkeltischer Zeit stammten, hinterließen in der überlieferten Mythologie und Folklore klar erkennbare Spuren. Wie immer sich die Missionierung Wales im Einzelnen abgespielt haben mag – aus der Folklore des Landes lässt sich ersehen, dass der neue Glaube eine Vielzahl alter Vorstellungen und Rituale übernahm. So ist es beispielsweise bezeichnend, dass in der im ersten Teil wiedergegebenen Heiligenlegende um Baglan, den Schüler des heiligen Illtud, Anspielungen auf einen alten Baumkult vorkommen. Ja, man kann gerade an dieser Geschichte erkennen, wie solche Überlieferungen vom Christentum geschickt assimiliert wurden. Der katholische Glaube breitete sich zunächst vor allem in der herrschenden Schicht aus. Die meisten der Heiligen von Wales waren Töchter und Söhne von Prinzen oder Adeligen. Viele Brunnen und Quellen im Land, die heute den Namen von Heiligen tragen, sind mit Erinnerungen an vorchristliche Mythen verbunden: Orte, an denen keltische Quellheiligtümer bestanden haben mochten.
Ein zweiter großer Einschnitt im religiösen Leben von Wales kam in der Reformation. Die Mehrzahl der Grundeigentümer nahm den vom englischen Königshaus verordneten Glauben ohne Murren hin, während die einfachen Leute zumindest insgeheim am Katholizismus festhielten.
Auch nach der völligen Unterdrückung des Katholizismus in der Regierungszeit Elizabeths I. blieben religiöse und politische Probleme eng miteinander verbunden. Die Führer der walisischen Puritaner kamen aus der Mittelschicht, und die Quäker hatten ihre Anhänger meist in den alten Familien, während die Anführer der später gegründeten Sekten aus der Unterschicht stammten. Jene Erweckungsbewegungen, die sich im Wales des 18. und 19. Jahrhunderts abspielten und uns wahrscheinlich um die Überlieferung vieler Volksmärchen brachten, scheinen ihre Vorläufer in viel früherer Zeit gehabt zu haben. Schon Giraldus Cambrensis berichtet von ekstatischen Ausbrüchen unter dem Volke, bei denen man seine Sünden bekannt habe. An anderer Stelle erwähnt er Wahrsager, deren Beschreibung uns stark an moderne Sektenprediger erinnert.
1534 wurde auch in Wales eine anglikanische Staatskirche eingerichtet. Elizabeth I. ließ jedoch Cymrisch als Kirchensprache zu, und somit konnte diese keltische Sprache als Hochsprache überleben.
Um die Wende vom 18. zum 19. Jahrhundert begannen sich die Waliser wieder ihrer eigenen Ethnizität, Geschichte und Kultur bewusst zu werden. Mit der Entwicklung der industriellen Gesellschaft entstand in Wales eine keltische Romantik, die die walisische Identität gegen das fremde England abgrenzte. Man bestand nun auf einer eigenen Geschichtsschreibung, einer eigenen Kultur der Feste und des Feierns, auf der cymrischen Sprache und auf einem eigenen Schulsystem. Mit den Eisteddfod belebte das romantische Wales die mittelalterliche Form des Dichter- und Musikantenwettstreites wieder, und dieses Nationalfest wurde zugleich zum Treffpunkt all jener, die nationalen Widerstand leisten wollten.
Die weitere Entwicklung kann hier nur angedeutet werden: In unseren Tagen entstand mit der Welsh Language Society (Cymdithas Yr Iaith Gymraeg) 1962 ein neuer aktionistischer Nationalismus. Hauptkonfliktpunkt war das Absterben der cymrischen Sprache. Ihre Zulassung als Kirchensprache hatte sie zwar vor dem Schicksal der anderen keltischen Sprachen bewahrt, doch ruhte auf Wales der wachsende Druck einer übermächtigen englischen Nachbarschaft. Englische Einwanderer waren ins Land gekommen, 1870 war das Schulwesen mit dem englischen gleichgeschaltet worden. Der Kampf für die Gleichstellung des Cymrischen war zugleich auch ein Protest gegen die britische kapitalistische Gesellschaft. Heutzutage wird dieser Protest mit gewaltlosem Widerstand in Form von Demonstrationen und Sit-ins bei Behörden und Rundfunkanstalten geführt. Seit 1966 ist ein zunehmendes Übermalen britischer Ortsschilder in Wales zu beobachten. 1967 brachte das cymrische Sprachengesetz erste Erfolge. In den cymrischen Sprachgebieten liegt der Prozentsatz der diese Muttersprache sprechenden Bevölkerung immerhin bei 70 Prozent.
Vielleicht war es gerade die politische Unterdrückung, die dazu führte, dass die Menschen jedes Tal und jeden Berg ihrer Heimat mit phantastischen Geschichten umgaben, denen keltische Tradition und keltisches Bewusstsein nur zu deutlich anzumerken sind. Selbst das sogenannte Methodist Revival des 18. Jahrhunderts, mit der ein strenger Puritanismus durchgesetzt werden sollte, vermochte eines nicht: die Sprache des Landes auszulöschen.
In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts sprechen 600 000 Menschen in England diese Sprache, und das Cymrische ist weiter im Kommen. Die Kraft der walisischen Kultur drückt sich auch aus in der Beliebtheit des königlich-nationalen Eisteddfod, der zeremoniellen Zusammenkunft von Musikern, Dichtern und Handwerkern in der ersten Augustwoche, deren Ort in einem komplizierten Ritual ein Jahr und einen Tag zuvor bestimmt wird. Hier präsidiert der Erzdruide von der Gesellschaft der Barden. Hier wird jedem deutlich, dass Engländer im Land des Roten Drachen, in der Landessprache Cymru genannt, immer Fremde bleiben werden.
Der erste Teil enthält jene für Wales typischen Texte, die an die eigenständige Geschichte dieser keltischen Region der Britischen Insel erinnern.
Ein zweiter Teil weist darauf hin, dass einige der großen Liebesgeschichten beispielsweise »Tristan und Isolde«, welche Dichter und Musiker in ganz Westeuropa beschäftigt haben, ihren Ursprung in Wales haben.
Der dritte Teil stellt die Taten der Feen, der Bewohner der Anderswelt, und ihr Eingreifen in das Leben der Sterblichen dar.
Das letzte Kapitel enthält Kostproben aus dem reichen Schatz bardischer Texte, und zwar kürzere, in denen Wortwitz und Ironie aufblitzen, und längere romantische Werke.
Charakteristisch für die Folklore dieses keltischen Landes sind epische Stoffe: so »Die Vier Zweige des Mabinogion«, die aus dem »Weißen Buch von Rhydderch« (beziehungsweise aus dem »Roten Buch von Hergest«) stammen und dort um das Jahr 1325 zum ersten Mal in schriftlicher Form niedergelegt worden sind (siehe Branwen, die Tochter des Llyr, Manawydan, Sohn des Llyr). Davor kann eine lange Periode mündlicher Überlieferung angenommen werden. Verbunden mit dem Mabinogion sind eine Anzahl anderer Texte, für die sich die Bezeichnung »Walisische Romanzen« eingebürgert hat. Zu ihnen gehören »Lludd und Llewelys« sowie »Peredur«, eine walisische Fassung des Parceval-Stoffes. Von der Romanze »Gereint und Enid«, gibt es unter dem Titel »Erec und Enite« eine mittelhochdeutsche Version von Hartmann von der Aue.
Wichtig für die folkloristische Überlieferung in Wales sind zudem die sogenannten Triaden, eine dreisätzige Gruppierung von Namen, Ereignissen, Todesfällen, Personen, berühmter Waffen und ungewöhnlicher Ereignisse, die von den Cyfarwyddiaid (Geschichtenerzählern) als Stichwortverzeichnis für ihr Repertoire benutzt wurden.
Während Wales an eigentlichen Volksmärchen nicht sehr reich ist, haben sich Ortssagen und Feengeschichten erhalten. Daneben steht die bardische Tradition, also jene Literatur, die von höfischen Dichtern und Minstrels, wandernden Sängern und Geschichtenerzählern, geschaffen wurde. Sie steht der Folklore nahe beziehungsweise hat sie viele dieser Stoffe übernommen.
Nomborn im Mai 1986
Frederik Hetmann
Nach dem Verrat der Langen Messer rief König Vortigern seine zwölf weisen Männer zusammen und fragte sie, was er tun solle. Sie sprachen:
»Ziehe dich in die entlegenste Ecke deines Königreiches zurück. Errichte dort eine Burg und verteidige dich. Die Sachsen, die hergekommen sind, sinnen auf Verrat und trachten danach, dich mit Ränken zu umgarnen. Noch während deiner Lebzeiten wollen sie sich alle Länder, über die du gebietest, aneignen. Erst recht werden sie das nach deinem Tode versuchen.«
Der König bedachte diesen Rat und brach mit seinen Weisen auf, um nach einem geeigneten Ort Ausschau zu halten, an dem er die Burg würde errichten lassen. Sie reisten lange umher und kamen schließlich in das Gebirge von Eryri in Gwynedd. Auf einem der Gipfel, den man Dinas Ffaraon nennt, sprachen die Räte zum König:
»Baue hier eine befestigte Stadt, und du wirst dich gegen die Barbaren behaupten können.«
Da schickte der König seine Baumeister, Zimmerleute und Steinmetze aus und hieß sie alles herbeibringen, was es zu einem so großen Bau bedarf. In der Nacht aber verschwand alles, was mühsam auf die Spitze des Berges hinaufgeschafft worden war. Noch einmal befahl der König, Holz, Steine und Mörtel hinauftragen zu lassen. Aber am Morgen war alles wieder wie durch Zauber verschwunden. Auch noch ein drittes Mal ging es so. Da wurde Vortigern zornig und forderte von seinen Räten, ihm die Ursache solchen Zaubers aufzudecken. Sie sprachen:
»Lass ein Kind suchen, dessen Vater nicht bekannt ist. Töte es und lass sein Blut auf das Stück Boden sprengen, auf dem die Festung gebaut werden soll. Anders wirst du nie zum Ziel kommen.«
Ein solcher Rat kam dem König nicht so seltsam vor, wie er uns vielleicht erscheinen mag. In jenen Zeiten wurde ein so grausiges Opfer häufig dargebracht, um einem Bauwerk eine besondere Festigkeit zu geben. Der König hielt somit den Rat seiner Weisen für gut und ließ überall im Land nach einem Kind suchen, das geboren worden war, ohne einen Vater zu haben. Nachdem man sich lange Zeit vergeblich umgeschaut hatte, traf einer der Boten auf eine Gruppe von Knaben, die auf einem Feld bei Bassaleg Ball spielten. Dabei entstand ein Streit, und einer von ihnen sagte zum anderen:
»Was soll schon aus einem werden, von dem man nicht weiß, wer sein Vater ist.«
Der Kundschafter meinte nun, er habe das Kind gefunden. Er ergriff den Jungen und nahm ihn mit zum König. Am folgenden Tag versammelte sich der ganze Hofstaat, die Soldaten und die Baumeister, die Zimmerleute und die Steinmetze. Es war beschlossen, dass der Junge würde sterben müssen. Als dieser nun aber vor den König geführt wurde, fragte er ganz furchtlos:
»Wie kommen Eure Diener dazu, mich hierher zu schleppen?«
»Ich werde dich töten lassen«, erwiderte der König. »Du tust mir zwar leid, aber ich bin der König, und es bleibt keine andere Wahl. Ich muss hier eine Burg errichten lassen, und es sieht so aus, als sei das nur möglich, wenn man zuvor den Boden mit dem Blut eines Kindes tränkt, über dessen Vater nichts bekannt ist.«
Der Junge schien über diese Eröffnung überhaupt nicht erschrocken, vielmehr fragte er: »Wer hat Euch das geraten?«
»Meine Weisen«, erwiderte der König.
»Erlaubt mir«, sagte der Junge, »dass ich ihnen einige Fragen stelle.«
Den König belustigte der Mut des Jungen, und er sagte sich: »Was habe ich dabei schon zu verlieren.«
»Frag sie nur, was du sie fragen willst«, sagte er also.
Der Junge trat vor die Räte und sprach: »Was liegt unter dem Stück Boden, auf dem die Burg stehen soll?«
»Was soll dort schon liegen?«, sagten sie. »Wenn man lange genug gräbt, wird man wohl auf Gestein stoßen.«
