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Die beiden Herausgeberinnen und Märchenerzählerinnen - Mutter und Tochter - haben mündlich und schriftlich überlieferte Märchen aus verschiedenen europäischen Ländern ausgewählt, die die Beziehungen von Müttern und Töchtern in großer Vielfalt widerspiegeln. Besonderen Wert haben sie darauf gelegt, auch solche Märchen aufzunehmen, in denen nicht nur klischeehafte Bilder zum Ausdruck kommen, wie etwa die zwei Rivalinnen oder die böse Stiefmutter. Je nach Charakter der Märchenheldinnen und ihrer Beziehung zueinander sind die Texte unterschiedlichen Themenbereichen zugeordnet: Die Hilfreichen und Beschützenden, Die Eifersüchtigen und Bedrohlichen und Die Mythischen und Magischen.
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Seitenzahl: 254
Veröffentlichungsjahr: 2014
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Was liegt näher, als dass sich Mutter und Tochter zusammentun und ein Buch zu dem Thema ›Märchen von Müttern und Töchtern‹ herausgeben. Sigrid Früh und Ulrike Krawczyk haben diese Idee umgesetzt und Märchen aus europäischen Ländern gesammelt. Sie haben mündlich überlieferte Geschichten gefunden – die auch mal gerne in der Dorfwirtschaft erzählt werden – und schriftlich aufgezeichnete, die zum Teil liebevoll übersetzt wurden. Unter Beibehaltung einiger mundartlicher Ausdrücke malen sie uns ein Bild von Landschaft, Traditionen und Sitten der jeweiligen Gegend, aus der die Märchen stammen.
In zwei Kapiteln haben sie Geschichten über gute, gelingende oder sehr spannungsreiche Beziehungen zusammengefasst. Im dritten Kapitel präsentieren sie uns Märchen von mythischen und magischen Müttern und Töchtern, von Großen Müttern und göttlichen Töchtern. – Wobei eine eindeutige Zuordnung oder Trennung all dieser Mütter und Töchter nicht immer vorgenommen werden kann, denn im Märchen sind – wie auch im Leben – Wandlungen möglich.
Sigrid Früh (geb. 1935, gest. 2016) studierte Germanistik und Volkskunde und war eine der bekanntesten Märchenerzählerinnen und Märchenforscherinnen Deutschlands. In zahlreichen Seminaren und Vorträgen brachte sie die Märchen einem breiten Publikum nahe.Weitere Informationen: www.sigrid-frueh.de.
Ulrike Krawczyk, geb. 1953, studierte Germanistik und Linguistik, zusätzliche Ausbildung in Sprecherziehung und Stimmbildung. Ihr besonderes Interesse an den Märchen wurde schon in der Kindheit geweckt. Seit 20 Jahren erzählt sie Märchen und Geschichten und hält Seminare in unterschiedlichen Bildungseinrichtungen.Veröffentlichungen in verschiedenen Verlagen, darunter einige mit ihrer Mutter, Sigrid Früh.
HerausgegebenvonSigrid FrühundUlrike Krawczyk
Überarbeitete und neu zusammengestellte Erfolgsausgabe
Bibliographische Information der Deutschen NationalbibliothekDie Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliographie; detaillierte bibliographische Daten sind im Internet über http://dnb.d-nb.de abrufbar.
E-Book-Ausgabe
Krummwisch bei Kiel 2018
© 2018 by Königsfurt-Urania Verlag GmbH
D-24796 Krummwisch
www.koenigsfurt-urania.com
Umschlaggestaltung: Jessica Quistorff, Seedorf unter Verwendungder Motive »Happy family« © Halfpoint - Fotolia.com und»Grüne Natur als Hintergrund« © Smileus - Fotolia.comLektorat und Redaktion: Claudia LazarSatz: Stefan Hose, Götheby-Holm
eISBN 978-3-86826-420-3
In Erinnerung an Luise
Die Hilfreichen und Beschützenden
Die drei Pomeranzen
Der Mutter Fluch und Segen
Annerl und der Hahnengiggerl
Der Goldapfel
Yann Rotkehlchen
Der silberne Falke
Spindel, Weberschiffchen und Nadel
Die gute Stiefmutter
Zwei Mütter
Die Eifersüchtigen und Bedrohlichen
Der Spielmann und die Grafentochter
Das Waldvögelchen
Die drei Aufgaben
Die Spinnerin im Mond
Die weiße Hirschkuh
Der Krautesel
Die drei Hirsche
Die drei Gaben
Die Mythischen und Magischen
Die Tochter der Blumenkönigin
Das Geschenk der Flussmutter
Das Kindlein findet eine Mutter
Liebschwestern
Die fleißigen Spinnerinnen
Die Mutter des Erotas
Die gutherzige Bauerntochter vom Honighof
Des Nebelbergs König und die Mutter der Gräser
Die Waldfrau
Die zwölf Töchter
Der Ritter mit den Herbstzeitlosen
Wie die Freude zu den Menschen kam
Nachwort
Quellenverzeichnis
Es war einmal ein armes Weib, das hatte ein einziges Töchterlein, welches sie wie ihren Augapfel liebte. Obgleich das Mädchen erst neun Jahre alt war, so war es doch so verständig wie eine Erwachsene und sehr sanft und fromm. Eines Tages waren Mutter und Tochter im Wald gewesen, um Holz zu klauben, und als sie heimkehrten, sahen sie bei einem Baum drei Feen, die schon lange zu warten schienen und in gebieterischem Ton zur Mutter sagten: »Heute über ein Jahr führe dein Kind zu uns hierher auf diese Stelle!«
Voll Verzweiflung ging die Frau nach Hause. Wie viele Tränen weinte sie und wie traurig war sie stets! Aber das Mädchen suchte sie immer zu trösten. »Gott wird mir helfen, liebe Mutter«, sagte es oft, »du wirst sehen, dass ich bald wieder wohlbehalten zu dir zurückkehre.«
Als das Jahr abgelaufen war, führte die Mutter schweren Herzens ihre Tochter in den Wald. Dort warteten die drei Feen schon. Sie nahmen das Mädchen bei der Hand und entschwanden bald aus den Augen der Mutter, welche weinend nachschaute und tiefbetrübt nach Hause ging.
Die drei Frauen aber führten das Mädchen in ihre Wohnung tief im Walde und gaben ihm allerlei häusliche Dienste auf. Obwohl das Mädchen alles unverdrossen verrichtete, gelang es ihm doch nicht, sich die Gunst seiner strengen und unfreundlichen Gebieterinnen zu erwerben. Ja, es kam dahin, dass sie das Mädchen immer mehr hassten, und sie beschlossen, es ins Verderben zu schicken.
»Höre, Kind«, sagte eines Abends eine der drei Feen, »geh morgen an den Ort, den ich dir sage, da wirst du einen Palast finden. Dort tritt ein und nimm der Alten, welche du dort findest, die drei Pomeranzen weg und bringe sie uns her. Wehe dir, wenn du unser Gebot nicht erfüllst!«
Das arme Mädchen versprach es zu tun, aber es ahnte wohl selbst, wie gefährlich dieses Unternehmen sein werde. Es weinte die ganze Nacht, dachte immer an seine liebe Mutter und betete inbrünstig, dass ihm das aufgetragene Werk gelingen möge.
Am frühen Morgen machte es sich auf den Weg. Als es einige Stunden gegangen war, begegnete es einem alten Mann. »Wohin gehst du?«, fragte er mitleidig, als er das Kind mit den verweinten Augen sah.
»Ach, wenn du es wüsstest!«, erwiderte es und erzählte ihm treuherzig alles.
Da sprach der Alte: »Nimm diese Dinge, als Geschenk, sie werden dir einmal helfen, wenn du in Not geraten sein solltest.«
Und er gab dem Mädchen Nägel, ein Fläschchen Öl, einen Korb mit Brot, einen Besen und ein Seil. Das Mädchen nahm es, dankte recht herzlich dafür und machte sich, obwohl es an diesen Dingen ziemlich schwer zu tragen hatte, doch mit gutem Trost und besserem Mut wieder auf den Weg.
Bald kam es an den von den Feen bezeichneten Palast. Davor war ein tiefer Graben und darüber führte eine Brücke, die war so alt und zerbrochen, dass man beim ersten Schritt darauf in die Tiefe stürzen musste. Das Mädchen aber nahm die Nägel und befestigte damit ein Brett nach dem andern, so dass es bald hinüber war. Nun gelangte es zu einem großen Tor, das war mit Riegeln und Ketten verschlossen, und die waren so eingerostet, dass auch ein Riese mit all seiner Kraft sie nicht hätte zurückschieben können. Da nahm das Mädchen das Ölfläschchen und bestrich Riegel, Ketten und Angeln mit Öl, worauf sich das Tor wie von selbst öffnete. Gleich hinter dem Tor lag ein Rudel Hunde, die stürzten sich wütend auf das Mädchen, als wollten sie es zerreißen. Da griff es in den Korb, warf das Brot unter die Hunde und ging weiter über einen Hof. Da war ein Weib, welches den Hof mit seinem Kleide kehrte. Das Mädchen gab ihr den Besen. Ganz nahe war ein Brunnen, daran stand ein Weib und zog den schweren Wassereimer mit ihren Haarflechten aus der Tiefe herauf. Hurtig gab ihr das Mädchen das Seil.
Nun war das Mädchen an der Treppe. Vorsichtig und leise ging es hinauf und kam in ein großes Gemach. Da saß eine Alte halb wach und halb schlafend und spann. Auf einem Kasten lagen in einem goldenen Teller die drei Pomeranzen. Rasch ergriff sie das Mädchen und eilte hinweg. Allein, die Alte hatte es doch gemerkt und humpelte ihr nach. Als das Mädchen am Brunnen war, rief die Alte dem Weibe, welches dort Wasser schöpfte, zu: »Halt sie auf, sie hat mir die drei Pomeranzen gestohlen!«
Aber das Weib sagte: »Das tu ich nicht, seit so vielen Jahren zog ich den Wassereimer mit meinen Haarflechten herauf, und nun hat mir das gute Kind ein Seil gegeben.«
Als das Mädchen zum Weibe kam, welches den Hof kehrte, rief die Alte wieder: »Schlag sie zu Boden, sie hat mir die drei Pomeranzen gestohlen!«
Allein das Weib sagte: »Das tu ich nicht, seit so vielen Jahren kehrte ich den Hof mit meinem Kleide, und nun hat mir das gute Kind einen Besen gegeben.«
Das Mädchen war schon bei den Hunden, da schrie die Alte zornig: »Packt sie, Hunde, zerreißt sie, sie hat mir die drei Pomeranzen gestohlen!«
Allein die Hunde bellten nicht einmal, sondern sagten: »Das tun wir nicht, seit so vielen Jahren haben wir Hunger gelitten, und nun hat uns das gute Kind Brot gegeben.«
Schon war das Mädchen am Tor, da schrie die Alte noch stärker: »Schließ dich, Tor, zerquetsche sie, sie hat mir die drei Pomeranzen gestohlen!«
Aber das Tor rührte sich nicht, sondern sagte: »Das tu ich nicht, seit so vielen Jahren war ich rostig, und nun hat mich das gute Kind mit Öl bestrichen.«
Eben trat das Mädchen auf die Brücke, da schrie die Alte noch einmal im höchsten Grimm: »Falle, Brücke, wirf sie hinab, sie hat mir die drei Pomeranzen gestohlen!«
Die Brücke aber schwankte nicht einmal, sondern sagte: »Das tu ich nicht, seit so vielen Jahren war ich zerbrochen, und nun hat mich das gute Kind wieder heil gemacht!«
Nun konnte die Alte nicht mehr weiter, und das Mädchen war gerettet. Es dankte Gott und setzte freudig seinen Weg fort, bis es wieder zu den Feen kam. Diese waren nicht wenig erstaunt, das Mädchen wiederzusehen, noch erfreuter waren sie, als es ihnen die drei Pomeranzen überreichte. Nachdem es ihnen alles erzählt hatte, lobten sie es und fragten, was für eine Belohnung es wolle. Das Mädchen verlangte nichts anderes, als zu seiner Mutter zurückkehren zu dürfen. Die Feen gestatteten es ihm und überhäuften es überdies mit den reichsten und kostbarsten Geschenken.
Welch große Freude die Mutter hatte, ihre Tochter wiederzusehen, kann ich nicht beschreiben und will nur noch sagen, dass Mutter und Tochter seither glücklich zusammenlebten und all die frühere Armut und Not für immer ein Ende hatte.
Märchen aus Südtirol
Vor langer Zeit lebte einmal eine arme Frau mit ihren drei Töchtern. Eines Tages bat ihre älteste Tochter: »Mutter, schlachte mir einen Hahn, und backe mir einen Kuchen. Ich will hinausziehen in die Welt, um mein Glück zu suchen.«
Die Mutter schlachtete den Hahn, und sie backte ihrer Tochter einen Kuchen, und dann fragte sie: »Was willst du haben, meine Tochter? Die Hälfte mit meinem Segen oder das Ganze mit meinem Fluch?«
»Sei’s drum«, antwortete die Tochter, »das Ganze ist ja schon wenig genug.« So zog sie fort, und wenn die Mutter ihr auch nicht ihren Fluch mit auf den Weg gab, so gab sie ihr auch nicht ihren Segen. Das Mädchen wanderte und wanderte, bis es schließlich müde und hungrig war. Und als es sich niedergesetzt hatte und ihre Wegzehrung verspeiste, da kam ein kleines altes Weiblein vorbei und bat es um ein wenig Essen.
»Scher dich zum Teufel«, schrie das Mädchen, »es reicht kaum für mich selber, wie soll ich dir noch etwas abgeben.« Da zog das Weiblein traurig und bekümmert weiter. Zur Nacht fand das Mädchen Herberge auf einem Bauernhof. Als sich gerade alle niederlegen wollten, da versprach ihm die Bäuerin einen Spaten voller Gold und eine Schaufel voller Silber, wenn es ihr einen Dienst erweisen wolle. Das wolle sie für diesen Lohn schon tun, versicherte das Mädchen, aber was müsse sie denn dafür tun?
»Du musst die ganze Nacht hindurch beim Leichnam meines Sohnes Wache halten«, antwortete die Bäuerin.
Das Mädchen setzte sich ans Feuer und warf von Zeit zu Zeit einen ängstlichen Blick auf den aufgebahrten Toten.
Als es nun Mitternacht schlug, erhob sich der Tote langsam und sprach: »Was tust du hier, so ganz allein, schönes Mädchen?«
Sie war starr vor Schrecken, wagte kaum zu atmen, und kein Wort kam über ihre Lippen. Als er sie zum dritten Mal gefragt hatte, da berührte er das Mädchen, und es verwandelte sich in einen grauen Stein.
Nach einiger Zeit machte sich die zweite Tochter auf den Weg, um ihr Glück zu suchen. Sie achtete den Segen der Mutter so gering wie ihre Schwester, und so geschah ihr auch das gleiche. Sie wurde in einen grauen Stein verwandelt.
Endlich wollte sich die jüngste Tochter auf den Weg machen, um ihre beiden Schwestern zu suchen. Sie aber ließ die Hälfte der Wegzehrung bei ihrer Mutter zurück und zog mit dem Segen der Mutter fort. Auch teilte sie ihr Mahl mit dem alten Weiblein, und das versprach ihr beim Abschied, ihr beizustehen, wenn es in Not geraten sollte. Die Jüngste fand, ebenso wie ihre Schwestern, Herberge auf demselben Bauernhof, und sie versprach der Bäuerin, Wache bei dem Toten zu halten. Sie setzte sich mit dem Hund und der Katze ans Feuer und briet die Äpfel und knackte die Nüsse, die ihr die Bäuerin gegeben hatte. Und als sie den Leichnam ansah, da bedauerte sie es sehr, dass der Aufgebahrte ein Toter war, denn er war ein schöner und stattlicher junger Mann gewesen.
Wieder erhob sich der Tote um Mitternacht und sprach: »Was tust du hier, so ganz allein, schönes Mädchen?« Sie aber antwortete sogleich:
»So ganz alleine bin ich nicht;
bei mir ist Fips der Hund und Puss die Katz,
an Äpfeln und Nüssen es mir nicht gebricht,
so ganz alleine bin ich nicht!«
»Hoho!«, sprach er. »Du hast wirklich Mut, schönes Mädchen! Aber hast du auch soviel Mut, mir jetzt zu folgen?
Denn wisse ich muss den schwankenden Sumpf und den flammenden Wald durchqueren, die Höhle des Schreckens durcheilen und den gläsernen Berg erklimmen, und zuletzt werde ich von seinem Gipfel hinunterspringen ins tote Meer.«
»Ich will dir folgen«, antwortete sie, ohne zu zögern, »denn ich habe versprochen, heute Nacht bei dir zu wachen.«
Er wollte sie daran hindern, aber so stark er auch war, so war sie doch noch ein klein wenig stärker als er.
Sie folgte ihm, bis sie zu den grünen Feenhügeln kamen, und dort sprach er: »Öffnet euch, ihr grünen Hügel, und lasst das Licht hindurch!«
Sogleich öffneten die Hügel sich, und sie wanderten beide hindurch, bis sie an den Rand des schwankenden Sumpfes kamen. Leichtfüßig schritt er über den Sumpf hinweg. Sie aber zögerte, und während sie noch darüber nachdachte, wie auch sie hinüberkommen solle, erschien das alte Weiblein, mit dem sie einst ihr Mahl geteilt hatte, und berührte ihre Füße mit ihrem Stock. Nun gelangte das Mädchen leicht über den schwankenden Sumpf. Am Ende des Sumpfes begann jedoch der flammende Wald. Als das Mädchen dort stand und wieder zögerte, kam abermals das alte Weiblein und legte dem Mädchen einen dichten, feuchten Mantel um. Nun durcheilte das Mädchen die Flammen, ohne sich auch nur ein einziges Haar zu versengen. Vor der Höhle des Schreckens verstopfte ihr die Alte die Ohren mit Wachs, und so durchschritt sie hinter dem Toten die Höhle, ohne das schaurige Schreien und Stöhnen dort zu hören. Als sie heraustraten, erhob sich vor ihnen der Glasberg. Wieder berührte die Alte die Füße des Mädchens mit ihrem Stock, und so gelang es ihr, den Gipfel des Glasberges zu erklimmen. Eine Meile unter ihnen lag nun das tote Meer.
»Geh nach Hause zu meiner Mutter«, sprach der Leichnam, »und berichte ihr, wie weit du mir gefolgt bist. Lebe wohl, schönes Mädchen!« Mit diesen Worten sprang er kopfüber ins Meer. Ohne einen Augenblick zu zögern, folgte ihm das Mädchen. Sie wurden von einem mächtigen Strudel umschlungen und hinabgezogen, immer weiter und weiter, bis auf den Grund des Meeres. Dort lagen sie beide auf einer schönen Wiese, und das Meer wölbte sich wie ein grüner Himmel über ihnen. Schläfrig lehnte sie ihren Kopf an seine Seite und fiel in einen tiefen, tiefen Schlummer.
Als sie aber endlich zu sich kam, lag sie daheim in ihrem Bett, und der junge Mann und seine Mutter saßen an ihrer Seite und wachten bei ihr. Ja, wie war denn das alles gekommen? – Eine Hexe grollte dem jungen Mann, weil er sie nicht heiraten wollte. So brachte sie ihn in ihre Gewalt und hielt ihn in einem Zustand zwischen Leben und Tod, bis einmal eine junge Frau den Mut finden sollte, all die Prüfungen und Schrecknisse zu bestehen und ihn damit zu erlösen.
Die beiden jungen Leute fielen sich nun in die Arme und hatten sich von Herzen lieb, und bald schon wurde die Hochzeit mit großer Pracht gefeiert.
Auf Bitten der Frau erhielten ihre beiden Schwestern ihre frühere Gestalt zurück und wurden wieder zu ihrer Mutter geschickt, mit ihren Spaten voll Gold und ihren Schaufeln voll Silber. Vielleicht sind sie nach alledem besser geworden, aber man wird es bezweifeln. Die Jüngste lebte mit ihrem Mann sicherlich lange und glücklich zusammen, und wenn sie nicht glücklich waren – nun, dann wollen wir es wenigstens sein.
Märchen aus Irland
Es war einmal ein armer Holzknecht, der hat mehr schlecht und als recht sich und seine Familie mit seiner Hände Arbeit durch das Leben gebracht. Und seines Tages schönster Feierabend war es, wenn er sein Kind Annerl auf den Schoß setzen und ihr Märchen von verwunschenen Prinzen und deren armen Erlöserinnen erzählen konnte, und das Mädchen hat sich auf diese Stunde stets gefreut. Aber eines Tages ist es aus gewesen mit diesen schönen Abendstunden, denn ein Baum hat den Vater erschlagen, und weinend ist Annerl mit ihrer Mutter hinter dem Sarg zum Friedhof gegangen. Die gute Zeit hat nun ein Ende gehabt sowohl für die Mutter als auch für das Kind. Die Mutter hat wieder ins Dorf gehen müssen, um für sich und das Kind den Unterhalt im Taglohn zu verdienen. Und wenn sie heimgekommen ist, da ist sie grantig gewesen mit dem Kind, hat dem Annerl vorgeworfen, dass sie ihretwegen so viel arbeiten müsse, und ihr ein Stück Brot und ein Schüsserl Geißmilch gegeben als Mittags- und Nachtmahl zugleich. Im Winter musste Annerl Holz im Walde lesen und auf dem schwachen Rücken heimtragen, im Sommer aber Beeren und Pilze sammeln, die dann die Mutter verkaufte.
Eines Tages nun war die Mutter übellaunig wie nie bisher, hat dem Kind als Nachtmahl nur ein hartes Stück Brot gegeben und am Morgen nichts. Und wie Annerl um ein Stückerl Brot bat, trieb sie das Kind aus der Hütte und trug ihr streng auf, nur schöne Beeren zu pflücken. Weinend ging das Mädchen durch den Wald und begann Erdbeeren ins Körblein zu pflücken. Dann schlich sie weiter in der Hoffnung, schönere Beeren zu finden. Dabei kam ihr die trostlose Gegenwart in den Sinn und wie schön es gewesen war, als der Vater noch lebte. Tief seufzte sie auf: »Ach, wenn der Vater lebte!«
Rechts und links vom Steig wuchsen die schönsten Beeren, aber Annerl beachtete sie nicht. Pilze luden zum Pflücken ein, aber das Kind ging vorbei, langsam und nachdenkend, und trat aus dem Wald in eine sonnenumflossene Waldwiese hinaus.
Nun sah das Mädchen auf. Inmitten der Wiese stand ein hölzernes Häuschen, nicht größer als eine Köhlerhütte, doch ein gemauerter Rauchfang überragte das Bretterdach und wirbelte dunklen Rauch empor. Ein einziges, winziges Fenster lugte dem Kinde entgegen. Vorsichtig und langsam ging Annerl dem Häuschen zu und spähte durch das Fenster. Da stand drinnen in der dunklen, schwarzen Küche ein uraltes Weiblein vor einem großen Kessel, der an einer Kette über offenem Feuer hing, rührte mit einem langen Kochlöffel herum und sprach dabei Zauberworte, wobei die lange, spitze Nase fast mit dem Kinn zusammenstieß. Eine Krähe aber saß auf ihrer Schulter und wiegte sich.
›Das ist eine Hexe‹, sagte Annerl zu sich, ›die könnte wohl wissen, wo ein verwunschener Prinz zu finden wäre.‹ Denn um der Qual daheim ein Ende zu bereiten, hätte Annerl sich an einen Zauberprinzen gewagt. Und so ging das Kind um das Häuschen herum. Ein schwarzes Kätzchen saß vor der offenen Tür und putzte sich im Sonnenschein. Wie es das Mädchen sah, sprang es auf ihre Schultern und rief: »Miau, miau!« Da flog denn auch schon die Krähe aus der Hütte, nahm Platz auf der anderen Achsel und schrie: »Kroa, kroa, kroa!«
Das vernahm nun das Weiblein, neugierig trat es unter die Tür und sah das Kind.
»Ei, ein Mäderl ist da, sag, mein liebes Kind, was willst denn du von der Waldmutter?«
Vertrauensvoll bat Annerl die Alte: »Ja, Waldmutter, wisst Ihr mir keinen verwunschenen Prinzen?«
»Oh, ein Prinz, mein liebes Kind, ist selten. So hör zu! Geh hinab durch den Wald, und breche Farnkraut ab, ein ganzes Bündel. Dann suche die steinige Stelle bei der kleinen Mühle im Graben auf, mitten in der Wiese liegt sie und heißt des Teufels Tanzplatz. Dort lege von den Farnkräutern einen Kreis auf, und sieh zu, dass jeder Wedel den anderen berührt. Dann setze dich in den Kreis, kümmere dich nicht, wie das Wetter werden mag, und sage mutig: ›Hutschi hatschi, komm herbei!‹ Dann kommt einer, fürchte dich nicht, er kann dir nichts anhaben, solange du im Kreise bleibst. Verhandle mit ihm, aber verkauf deine unsterbliche Seele nicht!«
»Vergelt’s Gott!«, rief das Kind. Freundlich winkte die Alte ihr zu und ging mit ihren Tieren ins Häuschen zurück. Annerl aber sprang hinab in den Wald. So lustig war sie schon lange nicht gewesen. Ein ganzes Bündel Farnkraut pflückte sie und legte die Wedel auf den steinigen Fleck im Graben in der Form eines Kreises auf. Bis dahin war noch heller Sonnenschein. Doch da stiegen über den Waldbergen dunkle Wolken auf, immer dunkler wurde es, unaufhaltsam nahte das Gewitter. Schon rollte es in der Ferne, immer düsterer wurde es, bald war es ganz dunkel, da blitzte es plötzlich auf, und in den Bergen hallte der Donner. Ängstlich saß Annerl im Kreise und stieß mit zitternder Stimme hervor: »Hutschi hatschi, komm herbei!« Da ein Blitz und ein Krach, ein Lärchbaum brannte lichterloh auf und leuchtete weithin über die Wiese. Und aus einem Strauch lief ein winziger Mann hervor, so groß wie der Haushahn des Nachbarn, rot bekleidet, rote Kappe, roter Rock, rote Hose, fingerdünne Haxen und rote Hände, hinten hinaus aber einen riesigen Hahnenschweif.
»Hohohoho! Der Hahnengiggerl ist do!«, lachte die kleine Gestalt und lief um den Kreis herum. Mit einem Male blickte er auf und nahm nun Annerl wahr.
»Ah, da ist ja a Dirndel! Ja, was willst du denn vom Hahnengiggerl?«
»Reich möcht’ ich halt gern werden«, hauchte das Kind.
»Reich? Was gibst du mir denn dafür, wenn ich dich reich mach?«
»Ich hab ja nichts, sonst hätte ich dich ja nicht gerufen.«
»Ei wohl«, lachte der Kleine, »du hast ja eine schöne Seele.«
»Die kann ich dir nicht geben, wenn ich die verlöre, würde mich das ganze Geld nicht freuen«, entgegnete das Kind.
»Weißt’ was, Mädchen, machen wir’s so: In zehn Jahren komme ich wieder und frage dich um meinen Namen. Wenn du ihn bis dahin noch weißt, dann muss ich abziehen, wenn aber nicht, dann gehört deine Seele mir. Einverstanden?«
Das gefiel auch dem Mädchen, und der kleine Wicht sagte noch, sie solle nur dies kleine Trühle ausräumen, das neben der großen Truhe der Mutter auf dem Dachboden stehe. Alles, was sie wünsche, werde sie darin finden.
»Troll dich nun davon, hatschi, hutschi«, sagte das Kind und entließ den geheimnisvollen kleinen Mann.
Dann lief aber, als das Gewölk sich verzogen und der Himmel sich aufgeheitert hatte, das Mädchen der heimatlichen Hütte zu. Als Annerl sich dem Häuschen nahte, kam gerade die Mutter heim und fuhr das Mädchen von Weitem an, wo die Beeren seien. Annerl zeigte ihr den leeren Korb, kam ihr aber nicht nahe. Erst als mit einem Schmähwort die Mutter in der Hütte verschwunden war, wagte Annerl sich hinein und eilte sogleich über die Stiege hinauf, warf den wenigen Plunder aus dem Trühlein in einen Winkel und wünschte sich ein so himmelblaues Kleid, wie sie es bei einem vornehmen Kinde gesehen, und vierzig Gulden obendrein. Vorsichtig hob sie den Deckel. Ei, wie glänzten des Kindes Augen, als es ein Bündel herausheben konnte, während ein Beutelchen in die Truhe zurückfiel. Mit dem gefundenen Schatz lief Annerl die Stiege hinab, hinaus und hinab zum verschwiegenen Waldtümpel und breitete das Tuch auseinander. Da fehlte nichts, was sich das Kind gewünscht hatte. Zitternd vor Freude warf sie die armseligen Kleider von sich und stieg in das beschattete Bad, dann aber kleidete Annerl sich an vom Scheitel bis zur Sohle. Alles war neu, das lichtblaue Kleidchen stand ihr prächtig, der Hut auf den blonden Locken, blaue Strümpfe und Schühlein an den Füßen, und Goldschmuck an Ohren, Fingern, Arm und Hals. Bebend vor Freude beschaute sie sich im Spiegel des Waldweihers. Dann aber lief sie heim zur Mutter. Bei der Stubentür hielt sie an und klopfte sachte. Wie dann Annerl eintrat, sah die Mutter erstaunt auf das Mädchen hin und erkannte sie nicht: »Ei, Komtesse von der Stadt, was gibt mir die Ehre?«, fragte sie.
»Aber Mutter, erkennt Ihr mich denn nicht?«, rief Annerl aus. »Schaut, wie schön, und alles habe ich ehrlich erworben. Nun hat die Not ein Ende, und Ihr braucht nicht mehr ins Tagwerk zu gehen. Doch sagt, was braucht Ihr vom Krämer im Dorf? Ich will einkaufen gehen.«
Da sagte freilich die Mutter so mancherlei und sah sich nicht genug satt an ihrem Kinde.
Bald schlüpfte Annerl wieder hinaus, lief zum Tümpel im Walde und zog ihr Bettelkleid an. Das blaue Kleid jedoch verwahrte sie in der Truhe der Mutter. Dann nahm sie das Beutelchen mit Geld und den Buckelkorb und eilte zu Tal. Beim Krämer kaufte sie Kaffee, Zucker, Salz, Gewürz, Semmeln, Würste, Eier und Schmalz, auch Kattun für die Mutter zu einer Schürze und beim Wirt eine Flasche guten Wein. Staunend sahen die beiden dem Kind nach, das alles bar bezahlt hatte, und droben in der Hütte packte Annerl ihre Schätze vor der Mutter aus. Da war freilich aller Ärger aus den Augen der Mutter verflogen, als sie mit ihrem Kind aß und trank.
So ging in sorgenlosem Tun in dem Häuschen am Walde ein Jahr dahin. Und der Hahnengiggerl hatte viel zu tun, die Wünsche von Mutter und Kind zu befriedigen.
Und wieder einmal saßen sie beisammen. Da fing die Mutter an: »Wie wäre es, mein liebes Kind, wenn wir in die Stadt zögen und ein Haus mieteten?«
»Ach nein«, erwiderte Annerl, »ich will von hier nicht fort. Aber sagt mir, gefiel es Euch nicht, wenn wir hier ein Schloss bauen und mit viel Dienerschaft beziehen würden?«
»Ein Schloss! Du denkst nicht, was das kostet«, meinte die Mutter. »Geh hinab zum Wirt ins Dorf, der kann dir sagen, was ein Schloss kostet.«
Das Mädchen tat, wie die Mutter es geheißen. Doch der Wirt wusste nicht Bescheid und wies das Kind hinein ins Gastzimmer zum Baumeister. Der stand gerade beim Fenster und vertrieb sich die Zeit mit Fliegenfangen.
»Was ein Schloss kostet, willst du wissen?«, lachte er dem Mädchen entgegen. »Soviel Geld kannst du dir gar nicht vorstellen! Sechstausend blanke Dukaten muss der mir zahlen, dem ich ein Schloss bauen soll.«
»Nun gut, ich zahl’s«, erwiderte das Kind. »Das bringe ich leicht zustande.«
Halb erstaunt und halb belustigt drehte er sich dem Mädchen zu: »Echte Dukaten, sage ich, nicht Katzengold, wie man es im Bach sieht.«
»Ja, echte Goldstücke, sechstausend biete ich, wenn Ihr mir ein Schloss bauen wollt. Kommt mit mir hinauf zu unserem Häuschen am Walde!«
Und weil der Herr gerade nichts zu tun hatte, dachte er: ›Einen Spaziergang mache ich ganz gern‹, und ging mit ihr. Der Weg in der Sonne war schön, aber die Hütte am Walde war so elend, dass es ihn fast verdross, mit dem Kinde mitgegangen zu sein. Wie arm war alles bei dem Häuschen und erst darinnen. Aber wie gut war der Kaffee, den Ännchens Mutter ihm vorsetzte. Das Mädchen war mittlerweile auf den Dachboden gestiegen und hatte sich zehntausend Dukaten gewünscht. Und wie sie den Deckel hob, lagen da zehn große, schwere Bündel. Mit harter Mühe zog sie einen nach dem andern aus der Truhe bis zur Stiege und warf sie hinab. Schwer trug die Mutter die Dukaten dem Baumeister zu. Einen Sack nach dem anderen schüttete dieser auf dem Tisch aus und zählte die ersten tausend Goldstücke. In die anderen vergrub er nur die Finger und fragte ganz erstaunt: »Wohin, gnädiges Fräulein, soll ich das Schloss bauen?«
Annerl bestimmte den Platz neben der Hütte als Bauplatz für das Schloss.
Die Woche darauf ging die Arbeit an, und den ganzen Sommer bauten und mauerten viele Arbeiter daran und den halben Winter die Zimmerleute; und ein Jahr darauf stand das Schloss da. Das bezogen denn auch bald Ännchen und ihre Mutter mit vieler Dienerschaft, und sie gingen nun in Samt und Seide.
Wieder gingen ein, zwei Jahre dahin. Da fuhr eines Tages der Prinz von Italien in seinem Wagen die Landstraße herauf, und vorn auf dem Bock saß der Kutscher. Plötzlich sprang ein Wicht aus dem Busch hervor und gab dem Wagen einen Tritt – der Kutscher hatte es ganz deutlich gesehen -, und der Wagen brach zusammen, die Achse brach ab.
Der Dorfschmied erklärte, er müsse die ganze Nacht arbeiten, wenn er den Schaden beheben wolle.
»Wo kann ich die Nacht verbringen?«, fragte der Prinz.
»Oh, im Dorf hat’s nichts«, entgegnete der Schmied, »aber dort drüben beim Wald steht ein schönes Schloss, eine Mutter mit einem allerliebsten Töchterlein wohnt darin. Die nehmen Euch gern auf. Da bekommt Ihr gutes Essen und ein warmes Bett.« Das ließ sich der Prinz nicht zweimal sagen, stieg auf eines der Kutschpferde und ritt hinauf zum Schloss.
Die Mutter saß gerade am Söller und sah nach einem königlichen Gemahl für ihr Ännchen aus. Und so entging ihr der stattliche Reiter nicht.
»Annerl, beeile dich«, rief da die besorgte Mutter. »Das schönste Kleid zieh an, den schönsten Schmuck leg um, ein Prinz will kommen!«
Schlicht und rein, wie Ännchen war, legte das Mädchen nur die Schürze ab, während die Mutter aufgedonnert wie ein Pfau daherkam. Sie kam gerade zurecht, wie der Prinz durch das Tor ritt und Ännchen die Hand zum Gruße bot. In ihrer Aufregung machte die Mutter eine Verneigung, dass nicht viel fehlte und sie hätte die Nase an einem Prellstein angeschlagen. Im Schlosse fand der Prinz freilich des Schmiedes Wort wahr, denn es gab gutes Essen und ein weiches Bett. Was ihn aber am meisten erfreute, war Annerls Augen heller Schein, der auch im Traumbild nicht von ihm wich.
Am nächsten Tag aber zog er beim Abschied vor dem Tor einen Ring vom Finger, gab ihn dem Mädchen und sagte: »Keine andere als du, und wenn ich zurückreise über einen Monat, hole ich dich als meine Braut heim.«
Da gab es freilich viel Arbeiten. Die Zimmer füllten sich mit Schneiderinnen, und der kleine rote Wicht hatte genug zu tun, all das Leinen und die Seide herbeizuschaffen. Als aber nach einem Monat der Prinz zurückkam, da saßen Ännchen und ihre Mutter im gleichen Wagen mit einer Krone geschmückt und fuhren nach Italien.
Dass es dort festlich zuging bei der Prinzenhochzeit, könnt ihr euch denken. Übers Jahr übergab der König dem Prinzen die Regierung, der Prinz wurde König und Ännchen Königin. Den Winter verbrachten sie in Italien, wenn es aber zu warm wurde, nahmen sie Wohnung im Schloss am Waldesrand. So vergingen ein paar glückliche Jahre.
