Meditationstage -  - E-Book

Meditationstage E-Book

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Beschreibung

Zu 21 Themen gibt es Texte zahlreicher Autoren. Sie sollen als Eistimmung auf die Meditationen dienen.

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Seitenzahl: 153

Veröffentlichungsjahr: 2018

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Vorwort

Seit vielen Jahren gibt es in unserem Dorf eine kleine Meditationsgruppe, die sich 1x wöchentlich trifft. Vor einiger Zeit kam der Vorschlag, einen Meditationstag zu organisieren. Neben organisatorischen Details kam in der Planungsphase auch die Idee, dem Tag ein überspannendes Thema zu geben.

Einmal in Gang gesetzt kamen mir etliche Themen in den Sinn, zu denen ich dann passende Texte zusammengestellt habe. Die habe ich jeweils in 3 Blöcke gefasst. Wann und wie lange man Pausen einlegt, wann und wie oft man Körperübungen ( Yoga-Asanas oder Eutonie ) einschiebt, wie lange die einzelnen Meditationen sind, ob man das Programm auf einen oder eineinhalb Tage verteilt, all diese Details können flexibel gehandhabt werden.

Kurzanleitung Meditation

Worte wie Meditation, Kontemplation, Bewusstsein, Geist, Gewahrsein oder Erwachen können unterschiedliche Bedeutungen haben.

Hier ist mit Meditation das wache bewusste Verweilen in der Stille gemeint.

Mit Meditationsobjekt ist das Hilfsmittel zur Beruhigung des Geistes gemeint.

Wir beschränken uns auf Atem und Mantra. Mit Anspannung gelingt es nicht einzuschlafen. Entsprechend ist es auch für die Meditation sinnvoll, die Sache locker und entspannt geschehen zu lassen. Das Meditationsobjekt kann man mit einer Brücke zur Überquerung eines Flusses vergleichen. Man bleibt nicht auf der Brücke stehen, sondern geht zum anderen Ufer.

Für die Haltung gilt nur das allgemeine Grundprinzip der aufrechten Wirbelsäule sowie die Empfehlung, eine Haltung einzunehmen, in der man längere Zeit problemlos verweilen kann.

Für die Dauer werden 2 x täglich 20 – 30 Minuten Meditation empfohlen, wenn möglich in einem dafür reserviertem ruhigen Raum ohne Störungen. Bitte nicht meditieren, wenn man müde ist. Wenn man mit der Erfahrung der Stille des Reinen Gewahrseins vertraut ist, kann man tagsüber kurze Momente des Innehaltens einstreuen, um auch im Lärm des Alltags die Stille zu erfahren.

Bei der Atemmeditation richtet man seine Aufmerksamkeit auf die Atmung. Man beobachtet sie nur und lässt sie einfach geschehen. Stille ist leicht erfahrbar in den Pausen zwischen Ein- und Ausatmen. Wenn man sich in Gedanken verliert und das bemerkt, geht man zur Atmung zurück. Wenn das Gedankenkarussel rödelt, kann man die Aufmerksamkeit durch wiederkehrendes Zählen der Atemzüge ( 1 – 3 oder 1 – 10 oder 1 – 100 ) unterstützen. Ist man in der Stille, lässt man alles los, auch den Atem.

Als Mantra kann man „Om“ oder „Jesus Christus“ oder „Kyrie Eleison“ oder „Shalom“ oder „Om Nama Shivaya“ wählen. Man kann bei der Wiederholung des Mantras seine Aufmerksamkeit auf das Herz zentrieren. Das Mantra wird in Gedanken immer feiner/leiser wiederholt, bis es man es lauschend als eine zarte Energie wahrnimmt, die sich in der Stille auflöst – Loslassen. Kommen Gedanken, nimmt man das Mantra wieder auf.

Das Prinzip ist also: Üben (Meditationsobjekt) – Loslassen – Stille. Mit zunehmender Erfahrung gelingt es leichter, in der Stille zu verweilen. Irgendwann ist dieses Gewahrsein so stabil, dass es nie mehr verloren geht.

Patanjali drückt das so aus:

I.2: Yoga ist das Auflösen der Identifikation mit den Fluktuationen, die im Bewusstsein entstehen.

I.12: Durch Üben und Loslassen kommt es zum Aufhören der Fluktuationen des Bewusstseins.

I.3: Dann ruht der Sehende in seinem wahren Wesen.

Übersicht

Sein

Liebe

Rein

Vergebung

Maya

Meditation

Stille

Dankbarkeit

Himmel

Amritabindu

Dualität

Jesusgebet

Wünsche

Zeuge

Vorübergehende

Hingabe

Lichtgedanken

15 Verse

Eckhart

Tejobindu

Patanjali

1-Sein

Spiritualität ist das Wissen um die Einheit allen Seins. Meditation ist das Verschmelzen mit dem SEIN.

Teil I

NUN IST DER Augenblick der Verschmelzung gekommen. Die Kraft und das Wunder dieses Moments sind unbeschreiblich.

Jetzt strahlt Die Essenz reine Liebe aus und die vor ihr schwebende Seele erfährt etwas, was man nur als Gefühl von … Umfangensein oder Umhülltsein beschreiben kann.

In diese Offenheit, in der einst Scham und Stolz gemeinsam existierten, ergießt sich jetzt ein neues Gefühl. Vorher fühlte es sich so an, als ob die Außenseite der Seele umhüllt würde, jetzt fühlt es sich so an, als würde das Innere der Seele gefüllt. Auch hier lassen sich wiederum keine Worte finden, um dieses Gefühl angemessen zu definieren oder genau zu beschreiben - zum Teil auch deshalb, weil es so gewaltig ist. Es könnte als ein einziges, überragendes Gefühlskonglomerat geschildert werden, das tausend einzelne Gefühle umfasst, die nun langsam die Seele erfüllen. Man könnte einen schwachen Versuch machen und sagen, es ist das Gefühl, herzlich umarmt, zutiefst getröstet, grundlegend geachtet, wirklich geschätzt, sanft genährt und absolut verstanden zu werden, voll und ganz Vergebung erlangt und vollständige Absolution erhalten zu haben, schon lange erwartet worden zu sein, voller Glück willkommen geheißen, absolut geehrt, voller Freude gefeiert und total beschützt zu werden, zu sofortiger Vollkommenheit gelangt zu sein und bedingungslos geliebt zu werden - alles auf einmal.

Die Seele, die ohne das geringste Zögern oder Bedauern aber auch alles an Gefühl von individuellem Selbstsein aus sich entlässt, begibt sich in Das Licht. Dort geht sie in so etwas Wunderbares ein, dass sie jeglichen Wunsch verliert, je etwas anderes kennen zu lernen; sie schmilzt hinein in die atemberaubende Herrlichkeit der unendlichen Großartigkeit, unvergleichlichen Schönheit und unübertroffenen Vollkommenheit des Seins.

Nun bist du mit diesem Licht verschmolzen und fühlst dich aufgelöst. Dieses »Verschmelzen« vollendet den Wandel in deiner Identität. Du identifiziert dein Selbst nicht mehr auf irgendeine Weise oder irgendeiner Ebene mit dem gesonderten Aspekt des Seins, den du in deinem physischen Leben dein «Ich« genannt hast.

Du erkennst und weißt endlich, dass du nicht ein Körper und nicht ein Geist und noch nicht einmal nur eine Seele, sondern dass du alles drei bist. Darum geht es beim ganzen Todesprozess. Entsinne dich, dass ich sagte, beim Todesprozess geht es um die Wiederherstellung deiner Identität. Das erste Stadium des Todesprozesses befreit dich von deinem Körper und allen dir möglicherweise noch innewohnenden Gedanken, die dich, deine Identifikation mit deinem Körper und seinem Erscheinungsbild aufrechterhalten ließen.

Das zweite Stadium des Todesprozesses befreit dich von deinem Geist und allen dir möglicherweise noch innewohnenden Gedanken, die dich deine Identifikation mit deinem Geist und seinen Inhalten aufrechterhalten ließen.

Das dritte Stadium des Todesprozesses befreit dich von deiner Seele und allen dir möglicherweise noch innewohnenden Gedanken, die dich deine Identifikation mit deiner Seele und ihrer Individualität aufrechterhalten ließen.

Hier, in der Totalen Verschmelzung des Selbst, gelangst du an einen Ort, wo Wissen und Erfahren eins sind, und wo du Weißt und Erfährst, dass du nicht dein Körper, nicht dein Geist und nicht deine Seele bist. Du bist etwas sehr viel Größeres. Du bist die Gesamtsumme der Energien, die alle drei hervorbringen.

Im Tod werden alle deine individuellen Identitäten abgelegt, und das Getrenntsein deiner selbst von dir selbst hat schließlich ein Ende.

Weißt du was? Ich dachte, du würdest sagen, dass ich hier die Erfahrung von Gott machen würde, der gekommen ist mich zu begrüßen.

GENAU DAVON REDE ich.

Aber du sagtest eben...

DU DENKST IMMER noch in den Begriffen einer Trennung zwischen dir und Gott, und ich sage - wieder einmal -‚ dass es sie nicht gibt.

Du magst das zwar in diesem Augenblick deines physischen Lebens nicht glauben, im Moment der Verschmelzung aber wirst du nicht den geringsten Zweifel daran haben.

Du kannst die Erfahrung dieses Eingehens und Verschmelzens und dieser Erkenntnis und Verwirklichung auch schon in deinem physischen Leben machen.

Es gibt Menschen, die sich willentlich in diese Erfahrung des Einsseins begeben und darin verweilen können. Das ist einfach eine Sache der Konzentration, der Fokussiertheit oder der Zentrierung von ganzheitlicher Präsenz.

Du kannst deinen Geist von allem anderen abziehen und ganz «gegenwärtig« sein.

Die drei Stadien des Todes sind dazu angelegt, dich so sanft und rasch, wie du vorgehen möchtest, durch den Reidentifikationsprozess zu geleiten.

Diese drei Stadien des Todes kannst du auch während deines physischen Lebens erfahren.

Wir sprechen über das Gleiche. Wir sprechen über den Tod des Gedankens der Getrenntheit. Das ist es, was sich im Moment deines physischen Todes ereignet, und das kann sich jederzeit ereignen.

Die drei Stadien des Todes sind ganz einfach die Drei Stufen der Reidentifikation. Diese sind:

1. Das Aufgeben der Identifikation mit dem Körper.

2. Das Aufgeben der Identifikation, mit dem Geist.

3. Das Aufgeben der Identifikation mit der Seele.

Sobald du denkst, dass du etwas bist oder dass du dieses nicht bist, stellst du dir dich selbst als begrenzt vor. Doch Die Essenz ist in keiner Weise irgendwie begrenzt. Im Augenblick der Verschmelzung identifiziert du dich mit Dem Allem - was heißt, du identifizierst dich mit nichts im Besonderen. Mit gar nichts.

Neale Donald Walsch (Zuhause in Gott)

1. Meditation - Gehen

Vor deinem Angesicht herrscht Freude in Fülle, zu deiner Rechten Wonne für alle Zeit.

Psalm 16

2. Meditation – Gehen

Der Wille GOTTES für dich ist vollkommenes Glück.

Die Reise zu GOTT ist lediglich das Wiedererwachen der Erkenntnis dessen, wo du immer und was du ewig bist.

Tief in dir liegt alles, was vollkommen ist, bereit, durch dich hindurch und hinaus in die Welt zu strahlen.

Ein Kurs in Wundern

3. Meditation – Gehen

Gott allein ist wirklich, und da wir alle auf Dauer im Göttlichen Geliebten verweilen, sind wir alle eins.

Das Glück der Gott-Verwirklichung ist das Ziel der gesamten Schöpfung. Um dieses Glückes Willen trat die Welt in Erscheinung.

Meher Baba

4. Meditation – Gehen

Das Bewusstsein der Glückseligkeit ist gleichbedeutend mit dem Bewusstsein Gottes. Unser begrenztes Bewusstsein erweitert sich und erhebt sich über alle Gegensätze, Zuneigung und Abneigung, Lust und Schmerz.

Paramahansa Yogananda

5. Meditation

Teil II

e) Im Dunkel zu Hause sein: das „Nichtwissen“

Für den Anfänger ist es normal, nichts wahrzunehmen als ein gewisses Dunkel, das das Bewußtsein umhüllt wie eine Wolke, in der man nichts erkennt. Manche denken: „Jetzt döse ich vor mich hin“. Sie können noch nicht unterscheiden zwischen Dösen und einem entspannten Bewußtsein ohne Gedanken. „Du scheinst weder etwas zu erkennen noch zu spüren, außer einem reinen Verlangen nach Gott, das im Innersten deiner Seele lebendig ist. Du bist enttäuscht zunächst, denn du kannst Gott weder mit deinem Denken erfassen, noch fühlst du dich von seiner Liebe überströmt. Versuche, dich in diesem Dunkel zu Hause zu fühlen“ (S. →). Das ist der erste Schritt: im Dunkel zu Hause fühlen. „Abgeschiedenheit“ nannte es Meister Eckhart. Jesus sagt in seiner Gebetsanleitung: „Gehe ins Verborgene, denn im Verborgenen ist der Vater.“ Also sich im Dunkel zu Hause fühlen und darin gegenwärtig sein.

„Wir wollen den Unterschied herausstellen zwischen Kontemplation und dem, was äußerlich so ähnlich aussieht, nämlich Träumen, Phantasieren und Gedanken nachhängen. Diese entspringen einem verträumten, phantasievollen und wißbegierigen Kopf, während die Regung der Liebe einem offenen und hingegebenen Herzen entspringt“ (S. →). Die Neigung zum Träumen und Phantasieren muß also unter Kontrolle genommen werden, soll sich die kontemplative Liebe voll im Herzen entfalten.

f) Gefährliche Aktivität

Nun setzt sich der Mensch hin und sagt entschlossen: das mach ich jetzt. Doch die „Wolke“ warnt: „Manche hören davon und versuchen, durch eigene Anstrengung das zu erreichen. Sie quälen ihren Verstand und überanstrengen ihre Phantasie. Was dabei herauskommt, ist eine selbstgemachte Liebe, die weder wirklich menschlich ist, noch göttlich ist. Es ist gefährlich, sie auf diese Weise zu erzwingen; ich fürchte, ein solcher Mensch wird eines Tages seinen Verstand verlieren oder durch den Widersacher des Lebens seelischen Schaden davontragen, falls nicht Gott selbst eingreift und erkennen läßt, wie falsch das ist, was er tut - und er bereit ist, Rat anzunehmen“ (S. →/→).

Ein wichtiger Punkt: der Schüler muß Rat annehmen. Das ist das Kriterium für lautere Gesinnung. „Sei also um Gottes willen vorsichtig, und quäl dich nicht ab. Laß Sinne und Verstand ruhen. Ich sprach von Dunkel und Wolke. Wenn ich vom Dunkel spreche, meine ich: keinerlei bewußtes Erkennen ist mehr vorhanden“ (S. →). Die Wolke des Nichtwissens ist ein Dunkel des bewußten Erkennens, entspanntes Wachsein ohne Gedanken. „In diese Wolke einzutreten, rate ich dir, und dich dort zu Hause zu fühlen in schweigender Hingabe der Liebe“ (S. →).

g) Die Wolke des Vergessens

Damit das aber gelingt, bedarf es einer zweiten Wolke, der Wolke des Vergessens. Wer sich hinsetzt zum Meditieren, dem fällt vielerlei ein. All die Verpflichtungen und Verantwortlichkeiten und vieles mehr. In der Wolke des Nichtwissens kannst du dich nur aufhalten, wenn du in der Wolke des Vergessens bist (vgl. S. →).

Nochmals zur Gelassenheit: „Ich bitte dich also, sei vorsichtig, und übe nicht krampfhaft. ...Übst du krampfhaft, wird das Ergebnis nur Überspannung sein."... „Meide jede Übertreibung und lerne, an Leib und Seele entspannt, heiter und gelassen dich in dieser Übung Gott hinzugeben“ (S. →). Heiter, gelassen und entspannt, das ist die Hesychia (griech. „Ruhe“). „Warte geduldig und bescheiden auf sein Wirken in dir - und lechze nicht gierig wie ein ausgehungerter Hund nach seiner Gnade“ (S. →)! „Halb im Scherz sage ich: Versuche, das schreiende, begierige Verlangen in deiner Seele zu zähmen und die Sehnsucht deines Herzens selbst vor Gott zu verstecken“ (S. →). Mit einem Kinderherzen soll man zu ihm kommen.

h) Störende Gedanken

Da fragt nun der Schüler: Wie soll ich mich von meinen Gedanken, von meinen Plänen und all dem, was in mir lebt, lösen? Der erste Rat dazu lautet: Schlag dich mit keinem Gedanken herum, sonst bist du ständig in Streit verwickelt. Tu so, als gäbe sie es nicht. Schau ihnen über die Schulter, als wenn dich etwas anderes interessiere (vgl. S. →). Manchmal geht dies ganz gut, doch manchmal sind die Gedanken so aufsässig, daß man mit dieser Art des Übersehens gar nicht weiterkommt. Wenn sie einen überfallen, wie eine Schulklasse über einen auf dem Schulhof herfällt, dann strecke die Waffen, ergib dich und sag, ich kann nicht mehr. Dann geben sie auf (vgl. S. →).

i) Mantra-Technik

Ein zweiter Rat lautet: Nimm ein einfaches Wort - übe also Mantra-Meditation, die sich in der christlichen Form des Jesusgebetes so hoch entwickelt hat - nimm ein Wort, ein ganz kurzes, und laß dieses Wort ganz. Versuche nicht zu begreifen, was es meint. Nimm zum Beispiel das Wort „Gott". Aber denk nicht daran, was es meint. Werde eins mit dem Wort. „Deshalb rate ich dir, zerlege diese Worte nicht, laß sie ganz in ihrer Einheit. “ „Habe nichts anderes im Bewußtsein als dich selbst, doch keine Einzelheit an dir“ (S. →). Das heißt also, werde ganz eins, ohne nachzudenken. Die innere Identifikation mit diesem Wort selbst soll man benutzen wie einen Schild gegen aufsteigende Gedanken. Das ist der eine Aspekt: Abwehr störender Gedanken. Der andere ist das Bündeln der Aufmerksamkeit, die er Sehnsucht nennt. Daher spricht man von Bewußtseinsspitze, one-pointedness, wo das Bewußtsein gebündelt ist.

j) Der entscheidende Schritt: sich vergessen

Das waren die Vorstufen. Gelingt es dem Schüler, alles auszublenden und nur im Bewußtsein zu weilen: ich bin - er ist, dann kommt der nächste Schritt: sich selbst als Gegenüber zu vergessen, um ganz aufgenommen zu werden in die Einheit. Der entscheidende Schritt ist das Vergessen seiner selbst. „Du mußt jetzt lernen, nicht nur alle Geschöpfe und was sie betrifft, zu vergessen, sondern auch dich selbst mit allem, was du je in Gottes Dienst getan hast. Wer wirklich liebt, liebt nicht nur den, den er liebt, mehr als sich selbst, sondern er vergißt sich selbst um dessentwillen, den er liebt“ (S. →). „Lerne vor allem, dich selbst zu vergessen, denn alles Wissen und Erfahren stammt aus dem Wissen und Erfahren deiner selbst. Es ist viel leichter, die Geschöpfe zu vergessen, als dich selbst. . . . Nachdem es dir schließlich gelungen ist, alle Geschöpfe und was sie betrifft zu vergessen, wird noch immer deutlich und unverhüllt die Erfahrung und Wahrnehmung deines eigenen Seins zwischen dir und Gott stehen. Glaube mir, deine Liebe wird nicht vollkommen sein, bis nicht auch das überwunden ist“ (S. →).

Willi Massa

1. Meditation – Gehen

Yoga ist das Auflösen der Identifikation mit den Fluktuationen, die im Bewusstsein entstehen. Dann ruht der Sehende in seinem wahren Wesen.

Patanjali

2. Meditation – Gehen

Wenn du betest, stelle dir nicht Gott unter einem sichtbaren Bilde in dir gegenwärtig vor. Lass deinen Verstand auch nicht die Spur irgendeines Gedankens fassen, sondern sei körperlos vor dem Körperlosen, und du wirst erkennen.

Evagrios Pontikos

3. Meditation - Gehen

Sei still, und lege alle Gedanken darüber, was du bist und was GOTT ist, weg, alle Konzepte über die Welt, die du gelernt hast, alle Bilder, die du von dir selber hast. Mach deinen Geist von allem leer, was er für wahr oder falsch, gut oder schlecht hält, von jedem Gedanken, den er als würdig beurteilt, und allen Vorstellungen, deren er sich schämt. Halte an nichts fest. Bringe nicht einen Gedanken mit, den die Vergangenheit gelehrt hat, noch eine Überzeugung, die du jemals gelernt hast von irgend etwas. Komm mit völlig leeren Händen zu deinem GOTT.

Inwendig in dir ist der ganze HIMMEL.

»Ich bin, wie GOTT mich schuf«. Dieser eine Gedanke würde reichen, dich und die Welt zu erlösen, wenn du nur glaubtest, dass er wahr ist.

Ein Kurs in Wundern

4. Meditation - Gehen

Die Seele, die ohne das geringste Zögern oder Bedauern aber auch alles an Gefühl von individuellem Selbstsein aus sich entlässt, begibt sich in Das Licht.

Neale DonaldWalsch

5. Meditation

III Abschluss