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Beschreibung

Heilpraktiker werden! Das schulmedizinische Wissen ist die Basis für Ihren Erfolg als Heilpraktiker. Dieses umfassende Lehrbuch begleitet Sie zuverlässig durch die Ausbildung - damit Sie erfolgreich behandeln lernen. Didaktisch brillant und prüfungsrelevant: - die gesamte Bandbreite des amtsärztlichen Prüfungsstoffes in 32 Kapiteln - alle prüfungsrelevanten Inhalte sind farbig hervorgehoben - mit Hilfestellungen zu Differenzialdiagnosen Mit hohem Praxisbezug: - mit Tipps zur Patientenberatung - typische schulmedizinische Untersuchungen und Medikationen für wichtige Indikationen werden vorgestellt - mit einem Kapitel zu den wichtigsten Laborwerten - Einführung in die Arzneimittelkunde Diese epub Datei ist fast 120 MB groß. Bitte beachten Sie dies beim Herunterladen und Speichern.

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EPUB

Seitenzahl: 3985

Veröffentlichungsjahr: 2013

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Isabelle Guillou | Arne Schäffler | Markus Escher

Medizin für Heilpraktiker

Autoren

Kaymani Agarwal (Kap. Schmerzen) | Stefan Amberg (Kap. Haut) | Monika Beck-Weigand (Kap. Arzneimitteltherapie) | Michael Bedall (Kap. Orthopädie und Traumatologie) | Helmut Deinzer (Kap. Infektionen) | Markus Escher (Kap. Notfälle; Herz; Kreislauf und Gefäße; Atemwege; Magen und Darm; Leber, Gallenwege und Pankreas; Endokrinologie; Niere, Harnleiter und Harnblase) | Gerhard Friedrich (Kap. Andrologie; Gynäkologie; Schwangerschaft, Geburt und Stillzeit) | Siegfried Kämper (Kap. Hygiene) | Siegfried Locher (Kap. Orthopädie und Traumatologie); Nicole Menche (Kap. Immunologie und Allergien; Allgemeine Onkologie; Blut; Stoffwechsel; Rheumatologie; Neurologie) | Helmut Müller (Kap. Hals, Nase und Ohren; Neurologie) | Katharina Munk (Kap. Augen) | Maximillian Reinhard (Kap. Psychiatrie und Psychosomatik; Geriatrie) | Katrin Ruf (Kap. Allgemeine Krankheitslehre und diagnostische Methoden) | Arne Schäffler (Kap. Herz; Kreislauf und Gefäße; Niere, Atemwege; Magen und Darm; Leber, Gallenwege und Pankreas; Niere, Harnleiter und Harnblase; Labor) | Ortwin Schweizer (Kap. Pädiatrie) | Suzan Ulusal (Kap. Berufskunde)

mit Beiträgen von

Helmut Deinzer (Kap. Notfälle) | Cornelia Fichtl (Kap. Arzneimittel therapie) | Sandra Göbel (Kap. Geriatrie); Markus Kessel (Kap. Therapeutische Methoden) | Anke Kopacek (Kap. Berufskunde für Heilpraktiker; Therapeutische Methoden) | Katharina Munk (Kap. Rheumatologie) | Hans Reuter (Kap. Arzneitmitteltherapie; Therapeutische Methoden; Labor) | Arne Schäffler (Kap. Allgemeine Krankheitslehre und diagnostische Methoden; Therapeutische Methoden; Endokrinologie; Orthopädie und Traumatologie; Neurologie) | DieterSimon (Kap. Herz; Kreislauf und Gefäße) | Suzan Ulusal (Kap. Notfälle; Hygiene)

710 Abbildungen

Isabelle Guillou praktiziert seit 1994 als Heilpraktikerin mit den Schwerpunkten Klassische Homöopathie und Akupunktur in Berlin. Seit 2000 leitet sie mit ihrem Geschäftspartner Ralf Barenbrügge die Heilpraktikerschule Arche Medica – Akademie für Heilpraktiker – in Berlin-Friedenau und weiß die gegenseitigen Vorzüge von Didaktik und Praxis zu schätzen. Wenn sie nicht behandelt oder unterrichtet, spielt sie Klavier, joggt um einen Berliner See oder trainiert mit ihrem Labrador Emile.

Arne Schäffler ist Arzt und arbeitet als Autor für medizinische Fachverlage.

Als Herausgeber hat er marktführende Lehrwerke für die Krankenpflege und die Ausbildung anderer Gesundheitsberufe entwickelt, wie z. B. das in der Heilpraktikerausbildung eingeführte Lehrbuch „Mensch, Körper, Krankheit“. Er lebt in Augsburg und hat sechs Kinder im Alter zwischen 5 und 20 Jahren.

Markus Escher ist Internist und arbeitet als Funktionsoberarzt in einer renommierten Stuttgarter Klinik. Schwerpunkte seiner Arbeit sind die Gastroenterologie, Hepatologie, Sonografie und die Notfall- und Intensivmedizin.

Er lebt in Remseck am Neckar und hat drei Töchter im Alter zwischen 3 und 8 Jahren.

Vorwort

Liebe Leserin, lieber Leser!

Der schulmedizinische Stoff, den es für die amtsärztliche Heilpraktiker-Überprüfung zu beherrschen gilt, ist breit gefächert und zugleich anspruchsvoll in der Wissenstiefe.

Sie ganz gezielt darauf vorzubereiten, diese Herausforderung zu meistern, ist das erste Anliegen von „Medizin für Heilpraktiker“. Nicht nur behandeln die 32 Kapitel die gesamte Bandbreite des Prüfungsstoffs, sondern wir haben auch sämtliche schriftlichen Prüfungsfragen der letzten 12 Jahre in den Lehrbuchtext eingearbeitet. Damit Sie diese Texte sofort erkennen, sind sie farbig unterlegt. So sehen Sie auf einen Blick, was besonders prüfungsrelevant ist!

„Medizin für Heilpraktiker“ ist damit ein zuverlässiger Begleiter auf dem Weg zur Heilpraktiker-Überprüfung. Darüber hinaus ist dieses neuartige Lehrbuch aber auch ein treuer Gefährte für die spätere Praxis.

Nun fragen uns Heilpraktikeranwärter häufig, warum sie so viel von der ungeliebten „Schulmedizin“ verstehen und behalten sollen. Der Fokus liegt doch darauf, Patienten „komplementär“ und „ganzheitlich“ zu behandeln – oder?

Die Antwort ist eine zweifache.

Wichtig ist, was den Patienten vertrauen lässt

Erstens: Auch wenn wir als Heilpraktiker und Ärzte alternative Heilmethoden anwenden, eine Krankheit als ein Syndrom der Chinesischen Medizin oder als Konstitutionsmittel aus dem Arzneischatz der Homöopathie deuten und behandeln: Es gibt unter den verschiedensten Heilkundigen dieser Welt immer ein gemeinsames Grundverständnis, was eine Krankheit ausmacht und wie sie beschrieben werden kann. Dazu schöpfen wir aus den (Er-) Kenntnissen der Medizin über Pathoanatomie, Pathophysiologie und klinisches Erscheinungsbild eines jeden Leidens.

Die Forderung Samuel Hahnemanns, dem Begründer der Homöopathie, ist nach 200 Jahren immer noch gültig: „Sieht der Arzt deutlich ein, (…) was an jedem einzelnen Krankheitsfalle insbesondere zu heilen ist, (…) so versteht er zweckmäßig und gründlich zu handeln und ist ein ächter Heilkünstler“ („Organon der Heilkunst“, 6. Auflage, § 3).

Zweitens: Unsere Patienten vertrauen uns ihre Gesundheit an, ja noch mehr: ihr Leben! Dies fordert von uns Heilpraktikern ein hohes Maß an Verantwortung und die Bereitschaft, die medizinischen Zusammenhänge von Gesundheit und Krankheit nie außer Acht zu lassen.

Für den Patienten zählt, dass er sich hierauf verlassen kann. Und dass diese Verantwortung auf echtem Wissen und Verständnis gründet, ist zugleich die Basis des Vertrauens in unsere Profession. Und dieses zu vermitteln ist das zweite Anliegen dieses neuen Lehrbuchs: Es will Sie führen auf dem Weg zum echten Heilkünstler.

Ein besonderes Buch für eine erfüllende Profession

Der doppelte Nutzen dieses neuartigen Lehrbuchs…

den aktuellen Prüfungsstoff wiederzugeben zum Lernen auf die amtsärztliche Überprüfung sowie

die notwendige Wissensbasis für den Berufserfolg als Heilpraktiker zu vermitteln, dem der Patient Leib und Wohlergehen anvertraut, …

… macht „Medizin für Heilpraktiker“ zu einem besonderen Buch für einen ganz besonderen Beruf: Es ist eine erfüllende Profession, die Sie erwartet, und ein großartiges Gefühl, Menschen von Krankheit und Leid verantwortungsvoll befreien zu können.

Unser Wunsch: Ihr Feedback

Für dieses Lehrbuch hat der Verlag Neuland betreten, in dem er in uns drei Herausgebern das ganze Spektrum der notwendigen Kompetenzen vereint hat: die Ausbildungserfahrung aus einer überregional bekannten Heilpraktikerschule, die didaktische Qualitäten eines der erfolgreichsten medizinischen Lehrbuchautoren Deutschlands und die schulmedizinische State-of-the-Art Kompetenz im Bereich innerer und chronischer Krankheiten.

Ob das Ergebnis dieses Zusammenwirkens verschiedener Kompetenzen Ihre Erwartungen erfüllt, möchten wir gerne erfahren. Ganz herzlich bitten deshalb wir Herausgeber um Ihre Meinung, Ihre Kritik, aber auch Ihr Lob und Ihre Anregungen, am besten an die E-Mail-Adresse

[email protected].

Vielen Dank im Voraus!

Zur Arbeit mit dem Buch

1 Die Buchteile

Grundlagen

Dieser erste Buchteil befasst sich mit dem Heilpraktiker-Beruf und den relevanten Gesetzen (▶Kap. 1). Er gibt Einblick in die allgemeine Krankheitslehre (▶Kap. 2) und in die diagnostischen Möglichkeiten der Medizin – inklusive alternativer Diagnosemethoden (▶Kap. 2). Den Abschluss bilden Übersichten zur Arzneimitteltherapie und zu gängigen Arzneimitteln (▶Kap. 3) sowie zu den therapeutischen Methoden in der Medizin (▶Kap. 4).

Querschnittsthemen

Bei den Querschnittsthemen widmet sich das Buch jenen Schlüsselthemen, die sich in allen Fachgebieten wiederfinden. Wie muss der Heilpraktiker mit Notfällen umgehen (▶Kap. 5)? Welche Hygiene-Vorschriften muss er beachten (▶Kap. 6)? Auch das Immunsystem (▶Kap. 7), die Infektionen (▶Kap. 8), die allgemeine Onkologie (▶Kap. 9) und Schmerzen (▶Kap. 10) werden betrachtet.

Die medizinischen Fachgebiete

Aufgeteilt in die unterschiedlichen medizinischen Fachgebiete geht es im Hauptteil von „Medizin für Heilpraktiker“ um Organe und Organsysteme sowie ihre spezifischen Krankheiten (▶Kap. 11–27), um Erkrankungen der Psyche (▶Kap. 28) sowie im letzten Part um den Kreislauf des Lebens: Schwangerschaft, Geburt und Stillzeit (▶Kap. 29), die Pädiatrie (▶Kap. 30) und Geriatrie (▶Kap. 31).

Der Anhang

Der erste Teil des Anhangs führt kurz in die Labordiagnostik ein und erklärt wichtige Laborwerte und die Bedeutung von Abweichungen von der Norm (▶Kap. 32). Das Quellenverzeichnis der Abbildungen, das Abkürzungsverzeichnis und das Sachregister schließen den Anhang ab.

2 Die Gliederung der Kapitel

V. a. die medizinischen Fachkapitel folgen einem einheitlichen Aufbau.

In einer Einleitung wird in das Gebiet eingeführt und die medizinischen Fachberufe aufgeführt.

Im Kapitel Anatomie und Physiologie wird das Wichtigste der anatomischen und physiologischen Grundlagen wiederholt.

Im Abschnitt Leitsymptome und Differenzialdiagnose weisen differenzialdiagnostische Tabellen und entsprechende Einführungstexte den Weg von der Beschwerde hin zur richtigen Diagnose und zu den Seiten, auf dem die jeweilige Erkrankung beschrieben wird.

Anschließend werden die Diagnoseverfahren des jeweiligen Fachgebiets beschrieben, bevor dann die Abschnitte mit den Erkrankungen folgen.

Bei einigen Fachgebieten bietet sich eine andere Aufteilung an, so werden z. B. im Magen-Darm-Kapitel die Anatomie und Physiologie sowie die Diagnoseverfahren je Organ erklärt.

3 Die Textelemente

Damit Sie sich schnell im Buch zurechtfinden.

Definition: Hier finden Sie in wenigen Sätzen die Kurzerklärung jeder Krankheit. Da in der Praxis oft sowohl der Fachbegriff wie die üblichen Abkürzungen oder die deutsche Bezeichnung verwendet werden, finden Sie alle alternativen Begriffe im Definitionstext.

Warnhinweis: Alles, was der Heilpraktiker bei der Behandlung unbedingt tun oder unbedingt vermeiden sollte, weil besondere Risiken oder Komplikationen drohen.

Merke: Fakten, die der Heilpraktiker bei einer Krankheit im Auge haben sollte.

Praxistipp: Hinweise aus der Praxis erfahrener Heilpraktiker, die den Umgang mit dem Patienten, die Diagnose oder die Therapie erleichtern.

Information: Literaturhinweise und Links auf Webseiten.

Prüfungswissen

Alle Fakten, die in den letzten Jahren gefragt wurden, sind in dem Buch eingearbeitet und hell-orange hinterlegt.

Die Ampeln

Das Ampelsymbol zeigt Ihnen, welche Krankheiten der Heilpraktiker behandeln darf und welche nicht.

Rot: absolutes Behandlungsverbot. Entweder wegen lebensdrohlichen Zuständen, bei dem sofort ein Notarzt gerufen oder eine stationäre Aufnahme erfolgen muss, oder weil aus juristischen Gründen ein Behandlungsverbot besteht.

Rotgelb: Der Heilpraktiker darf behandeln, aber nur, wenn er die absehbar gefährlichen Verläufe im Auge behält – insbesondere im Hinblick auf die amtsärztliche Überprüfung.

Gelb: Hier darf der Heilpraktiker behandeln, wegen besonderer Haftung ist es aber sinnvoll, einen Facharzt hinzuzuziehen.

4 Die Häufigkeitsangabe

Am Balken können Sie erkennen, wie häufig eine Krankheit statistisch gesehen auftritt.

Häufigkeit 5: sehr verbreitet

In jedem Mehrfamilienhaus findet sich statistisch gesehen immer wieder ein Erkrankungsfall. Bei Krankheiten im Erwachsenenalter auch in jedem Betrieb, selbst wenn er nur klein ist. Der zuständige Arzt sieht fast jeden Tag einen Fall.

Dem entspricht bei angeborenen Erkrankungen und chronischen Erkrankungen eine Betroffenheit von mindestens 10 % der Bevölkerung. Bei akuten Erkrankungen und bösartigen Tumoren bedeutet es, dass mind. 25 % der typischerweise betroffenen Altersgruppe mindestens einmal im Leben den Tumor bekommt.

Befällt eine Krankheit überwiegend ein Geschlecht oder eine bestimmte Personengruppe, z. B. Schwangere, bezieht sich die Häufigkeit auf diese Gruppe. Beispiele:

Fehlgeburten: 30 % aller Schwangerschaften enden mit einer Fehlgeburt, oft unbemerkt.

Prostatakrebs: 25 % der Männer erkranken daran

Windpocken: über 80 % der Kinder erkranken daran.

Häufigkeit 4: häufig

In der Nachbarschaft, in jeder mittelgroßen Firma, bei Älteren in jedem Altenheim und bei Kindern in der Kindergartengruppe oder Schulklasse findet sich immer wieder ein Erkrankungsfall. Der zuständige Arzt sieht sehr häufig die Erkrankten.

Dem entspricht bei chronischen Erkrankungen eine Betroffenheit von mind. 2 % und bei akuten Erkrankungen eine Erkrankungshäufigkeit von mind. 5 %. Beispiele:

Rheumatoide Arthritis: 3 % der Erwachsenen erkranken daran

akute Blinddarmentzündung (Appendizitis): 5 % haben einmal im Leben eine.

Häufigkeit 3: mäßig häufig

In jedem größerem Betrieb, bei Kindern in größeren Schulen findet sich gelegentlich ein Erkrankungsfall. Der zuständige Facharzt sieht mindestens einmal in der Woche einen Erkrankten.

Dem entspricht bei chronischen Erkrankungen eine Betroffenheit von mindestens 0,4 % (1: 250). Das sind in Deutschland, wenn die Gesamtbevölkerung als Basis dient, mindestens 400 000 Erkrankte.

Bei akuten Erkrankungen bedeutet das eine Erkrankungshäufigkeit von mindestens 1 % (1: 100). Das entspricht pro Jahr in Deutschland, wenn die Gesamtbevölkerung als Basis dient, mindestens 800 000 Erkrankungsfällen.

Beispiele:

Herzfehler: 1 % der Kinder werden damit geboren

Gonorrhö (Tripper): 2 % infizieren sich einmal im sexuell aktiven Leben damit.

Häufigkeit 2: ziemlich selten

Der zuständige Arzt oder die entsprechend spezialisierte Therapieeinrichtung behandelt im Durchschnitt mindestens einmal im Monat einen Erkrankten.

Dem entspricht bei chronischen Erkrankungen eine Betroffenheit von mindestens 0,1 % (1: 1000), das sind. mindestens 80 000 Erkrankte. Bei akuten Erkrankungen liegt die Häufigkeit bei mindestens 0,2 % (1: 500), also mindestens 16 000 Erkrankungsfällen jährlich. Beispiel: rund 40 000 Kolonkarzinome in Deutschland pro Jahr.

Häufigkeit 1: selten

Der Facharzt oder die entsprechend spezialisierte Therapieeinrichtung behandelt, wenn keine besondere Spezialisierung auf die entsprechenden Erkrankungen besteht, im Durchschnitt einmal im Jahr einen Erkrankten. Wenn der Patient eine solch seltene Erkrankung neu bekommt, wird sie leider sowohl vom Arzt (egal ob Haus- oder Facharzt) als auch vom Heilpraktiker häufig erstmal nicht bedacht, was den Weg bis zur Diagnose verzögern kann.

Dem entspricht bei chronischen Erkrankungen eine Betroffenheit von mindestens 0,02 % (1: 5 000) oder mindestens 16 000 Betroffenen. Bei akuten Erkrankungen beträgt die Häufigkeit mindestens 0,04 % (1: 2 500 oder 40 pro 100 000) bzw. mindestens 3 200 Erkrankungsfälle jährlich.

Noch seltenere Erkrankungen

Sehr seltene Erkrankungen werden in diesem Lehrbuch nicht behandelt, es sei denn sie müssen trotzdem im Auge behalten werden. Wie z. B. die Malaria, die mit jährlich 1 500 Erkrankungsfällen in Deutschland zwar extrem selten ist, aber für Fernreisende trotzdem eine große Gefahr darstellt.

5 Die Fachsprache

Fachbegriffe werden meist an Ort und Stelle erklärt und Synonyme in Klammern hinter das Fachwort gestellt, z. B. „Pankreatitis (Bauchspeicheldrüsenentzündung)“. Im Buch wurde für Begriffe mit „C“ durchgängig die K- und Z-Schreibweise verwendet, soweit der Duden dies vorsieht, z. B. „Kalzium“ statt „Calcium“. Bei nicht deutschen Begriffen bleibt das „C“ bestehen, z. B. „Staphylococcus aureus“, aber „Staphylokokkken“. Finden Sie im Index einen Begriff nicht unter „C“, schauen Sie bitte unter „K“ oder „Z“ nach. Zur besseren Lesbarkeit erscheint im Text die männliche Form, also der Heilpraktiker, der Patient, usw. Selbstverständlich sind Frauen – Heilpraktikerinnen und Patientinnen – gleichermaßen angesprochen.

Inhalt

Vorwort

Zur Arbeit mit dem Buch

Inhaltsverzeichnis

Buchteil I Grundlagen

1 Berufskunde für Heilpraktiker

1.1 Der Heilpraktiker: Beruf und Berufung

1.1.1 Historische Entwicklung der traditionellen Naturheilkunde

1.1.2 Das Heilpraktikergesetz

1.1.3 Der Heilpraktiker als freier Beruf

1.1.4 Berufsorganisationen von Heilpraktikern

1.1.5 Die sektorale Heilpraktikererlaubnis

1.1.6 Ausbildungseinrichtungen und -wege

1.2 Behandlungsvertrag

1.2.1 Aufklärungspflicht

1.2.2 Behandlungspflicht

1.2.3 Sorgfaltspflicht

1.2.4 Dokumentationspflicht

1.2.5 Schweigepflicht und Datenschutz

1.3 Für den Heilpraktiker relevante Gesetze

1.3.1 Die Praxisanmeldung

1.3.2 Das Arzneimittelgesetz

1.3.3 Das Betäubungsmittelgesetz

1.3.4 Das Infektionsschutzgesetz

1.3.5 Die Hygieneverordnung

1.3.6 Das Transfusionsgesetz

1.3.7 Die Röntgenverordnung

1.3.8 Der Schwangerschaftsabbruch

1.3.9 Das Embryonenschutzgesetz

1.3.10 Das Kastrationsgesetz

1.3.11 Das Medizinproduktegesetz

1.3.12 Das Heilmittelwerbegesetz

1.3.13 Das Bestattungsgesetz

2 Allgemeine Krankheitslehre und diagnostische Methoden

2.1 Allgemeine Krankheitslehre

2.1.1 Grundbegriffe

2.1.2 Krankheitsursachen

2.1.3 Krankheitsverläufe

2.1.4 Klassifikationen

2.2 Angeborene Erkrankungen

2.3 Gewebeveränderungen und Gewebeschäden

2.3.1 Anpassungsreaktionen von Zellen und Geweben

2.3.2 Zell- und Gewebeschäden

2.4 Entzündung

2.4.1 Entzündungsursachen

2.4.2 Entzündungssymptome

2.4.3 Ablauf der Entzündungs reaktion

2.4.4 Formen von Entzündungen

2.5 Tumoren

2.6 Sterben und Tod

2.6.1 Der Tod

2.6.2 Sterbephasen

2.7 Statistik

2.7.1 Grundbegriffe

2.7.2 Wann ist ein Screening sinnvoll?

2.8 Diagnostische Methoden

2.8.1 Diagnoseprozess und Diagnosestrategie

2.8.2 Anamnese

2.8.3 Körperliche Untersuchung

2.8.4 Bildgebende Verfahren

2.8.5 Invasive Diagnostik

2.8.6 Labordiagnostik

2.8.7 Funktionsdiagnostik

2.8.8 Beispiele naturheilkundlicher Diagnoseverfahren

3 Arzneimittellehre

3.1 Einführung

3.2 Begriffe

3.3 Gesetze

3.3.1 Arzneimittelgesetz

3.3.2 Betäubungsmittelgesetz

3.4 Das Arzneimittel

3.4.1 Verabreichungsformen

3.4.2 Verpackung

3.4.3 Packungsbeilage

3.4.4 Entwicklung und Zulassung

3.5 Umgang mit Arzneimitteln

3.5.1 Vorrat, Aufbewahrung in der Praxis

3.5.2 Arzneimittel vorbereiten

3.5.3 Arzneimittel entsorgen

3.6 Pharmakokinetik und -dynamik

3.6.1 Grundbegriffe

3.6.2 Einflussfaktoren

3.7 Injektionen

3.7.1 Blutentnahme

3.7.2 Infusionstherapie

3.8 Unerwünschte Wirkungen

3.9 Anpassung an besondere Umstände

3.9.1 Kinderwunsch

3.9.2 Kontrazeption

3.9.3 Schwangerschaft und Stillzeit

3.9.4 Kinder

3.9.5 Ältere Personen

3.10 Arzneimittelgruppen von A–Z

3.10.1 Analgetika

3.10.2 Antazida, Ulkusmittel

3.10.3 Antiarrhythmika

3.10.4 Antibiotika

3.10.5 Antidementiva

3.10.6 Antidepressiva

3.10.7 Antidiabetika

3.10.8 Antiepileptika

3.10.9 Antihistaminika

3.10.10 Antihypertonika

3.10.11 Antikoagulanzien

3.10.12 Antimykotika

3.10.13 Antiparkinsonmittel

3.10.14 Antirheumatika

3.10.15 Antitussiva, Exspektoranzien

3.10.16 β-Rezeptoren-Blocker

3.10.17 Bronchospasmolytika

3.10.18 Diuretika

3.10.19 Fibrinolytika

3.10.20 Gichtmittel

3.10.21 Glaukommittel

3.10.22 Glukokortikoide

3.10.23 Herzglykoside

3.10.24 Immunsuppressiva

3.10.25 Kalziumantagonisten

3.10.26 Laxanzien

3.10.27 Lipidsenker

3.10.28 Lokalanästhetika

3.10.29 Mineralstoffe, Spurenelemente

3.10.30 Mutterkornalkaloide

3.10.31 Neuroleptika

3.10.32 Nitrate und Molsidomin

3.10.33 Opioide

3.10.34 Phytopharmaka

3.10.35 Plasmaersatzmittel

3.10.36 Schilddrüse

3.10.37 Sedativa und Tranquilizer

3.10.38 Sexualhormone

3.10.39 Sympathomimetika

3.10.40 Vasodilatatoren

3.10.41 Vasopressinanaloga

3.10.42 Virustatika

3.10.43 Zytostatika

4 Therapeutische Methoden

4.1 Ganzheitliche Therapie verfahren im Überblick

4.1.1 Begriffsdefinition

4.1.2 Einteilung der Naturheilverfahren

4.1.3 Wirkprinzipien

4.1.4 Komplementärmedizinische Diagnoseverfahren

4.2 Aus- und ableitende Verfahren

4.2.1 Aderlass

4.2.2 Baunscheidt-Verfahren

4.2.3 Blutegeltherapie

4.2.4 Cantharidenpflaster

4.2.5 Kolon-Hydro-Therapie

4.2.6 Schröpfen

4.3 Ernährungstherapien

4.3.1 Grundlagen der gesunden Ernährung

4.3.2 Heilfasten

4.3.3 Mayr-Kur

4.3.4 Mikrobiologische Therapie

4.3.5 Orthomolekulare Therapie

4.3.6 Enzymtherapie

4.4 Pflanzenheilkunde

4.4.1 Phytotherapie

4.4.2 Aromatherapie

4.5 Manuelle Medizin

4.5.1 Chiropraktik, Chirotherapie

4.5.2 Kraniosakraltherapie

4.5.3 Massagetherapien

4.5.4 Osteopathie

4.5.5 Wirbelsäulentherapie nach Dorn

4.5.6 Fußreflexzonen

4.6 Hydro- und physikalische Therapien

4.6.1 Hydrotherapie

4.6.2 Balneo- und Klimatherapie

4.6.3 Bewegungstherapie

4.6.4 Elektrotherapie

4.6.5 Sauerstoff- und Ozontherapie

4.6.6 Thermotherapie

4.6.7 Ultraschalltherapie

4.6.8 Soft-Laser-Therapie

4.6.9 Magnetfeldtherapie

4.7 Traditionell europäische Verfahren

4.7.1 Humoralpathologie

4.7.2 Paracelsusmedizin

4.7.3 Spagyrik

4.7.4 Hildegardmedizin

4.8 Anthroposophische Medizin

4.9 Homöopathie, Biochemie nach Schüßler

4.9.1 Homöopathie

4.9.2 Biochemie nach Schüßler

4.10 Traditionelle Chinesische Medizin

4.10.1 Grundprinzipien

4.10.2 Akupunktur

4.10.3 Akupunktur-Mikrosysteme

4.10.4 NPSO

4.10.5 Ohrakupunktur

4.10.6 Schädelakupunktur nach Yamamoto

4.10.7 Moxibustion

4.10.8 Shiatsu und Tuina-Massage

4.11 Ayurveda

4.12 Immunstimulierende Verfahren

4.12.1 Eigenbluttherapie

4.12.2 Eigenharntherapie

4.12.3 Mikroimmuntherapie

4.12.4 Thymustherapie

4.13 Hypnose und Entspannungs verfahren

4.14 Bach-Blütentherapie

4.15 Bioresonanztherapie

4.16 Edelsteintherapie

4.17 Neuraltherapie

Buchteil II Querschnittsthemen

5 Notfälle

5.1 Organisation des Rettungsdienstes

5.2 Notfall, Rettungs kette, Notruf

5.3 Rechtliche Aspekte

5.4 Retten, bergen, lagern

5.5 Kardiopulmonale Reanimation

5.5.1 Vitalfunktionen prüfen

5.5.2 Basismaßnahmen

5.5.3 Besonderheiten bei Säuglingen und Kleinkindern

5.5.4 Besonderheiten bei Schwangeren

5.5.5 Defibrillation

5.6 Atemnot

5.6.1 Asthmaanfall

5.6.2 Lungenödem

5.6.3 Lungenembolie

5.6.4 Pneumothorax

5.6.5 Aspiration und Bolusgeschehen

5.6.6 Hyperventilationssyndrom

5.6.7 Insektenstich im Mund

5.6.8 Zentrale Atemstörung

5.7 Brustschmerz

5.7.1 Akutes Koronarsyndrom

5.7.2 Aortenaneurysmaruptur

5.7.3 Ösophaguserkrankungen

5.8 Kreislaufstörung

5.8.1 Kreislaufkollaps, Synkope

5.8.2 Herzrhythmusstörungen

5.8.3 Hypertensive Krise

5.8.4 Akuter peripherer Arterien verschluss

5.8.5 Arm- und Beinvenenthrombose

5.9 Schock

5.9.1 Volumenmangelschock

5.9.2 Kardiogener Schock

5.9.3 Anaphylaktischer Schock, Quincke-Ödem

5.9.4 Septischer Schock

5.10 Akutes Abdomen

5.10.1 Akutes Abdomen

5.10.2 Gastrointestinale Blutung

5.11 Bewusstseinsstörung

5.11.1 Hypoglykämie

5.11.2 Diabetisches Koma

5.11.3 Thyreotoxische Krise

5.11.4 Hepatisches Koma

5.11.5 Urämisches Koma

5.11.6 Addison-Krise

5.12 Augen

5.12.1 Augenverletzung, Fremdkörper

5.12.2 Augenverätzung

5.12.3 Glaukomanfall

5.12.4 Netzhautablösung

5.12.5 Zentralarterienverschluss

5.12.6 Orbitaphlegmone

5.12.7 Hornhauterosion und Verblitzung

5.13 Ohren

5.13.1 Trommelfellverletzung

5.13.2 Knall- und Barotrauma

5.13.3 Hörsturz

5.13.4 Morbus Menière

5.14 Nasenbluten

5.15 Neurologie

5.15.1 Epileptischer Anfall

5.15.2 Schlaganfall

5.15.3 Meningitis, Enzephalitis

5.15.4 Kopfschmerzen

5.15.5 Schwindel

5.16 Psychiatrie

5.16.1 Akute Verwirrtheit (Delir)

5.16.2 Akuter Erregungszustand

5.16.3 Angedrohter Suizid und Suizidversuch

5.17 Gynäkologie und Geburtshilfe

5.17.1 Vaginale Blutung

5.17.2 Extrauterine Gravidität

5.17.3 Schwanger schafts hyper tonie

5.17.4 Vena-Cava-Kompressions syndrom

5.17.5 Geburt

5.18 Urologie

5.18.1 Akuter Harnverhalt

5.18.2 Hodentorsion

5.18.3 Paraphimose

5.18.4 Priapismus

5.19 Pädiatrie

5.19.1 Besonderheiten im Kindesalter

5.19.2 Fremdkörper in Ohr und Nase

5.19.3 Kruppanfall und Epiglottitis

5.19.4 Krampfanfall

5.19.5 Akutes Abdomen beim Kind

5.19.6 Exsikkose

5.19.7 Meningokokkensepsis

5.19.8 Plötzlicher Kindstod

5.20 Verletzung

5.20.1 Allgemeine Wundversorgung

5.20.2 Kanülenverletzung

5.20.3 Polytrauma

5.20.4 Amputation

5.20.5 Kopfverletzung

5.20.6 Epidurale, intrazerebrale und subdurale Blutung

5.20.7 Wirbelsäulen- und Becken verletzung

5.20.8 HWS, Schleudertrauma

5.20.9 Brustkorbverletzung

5.20.10 Bauchverletzung

5.20.11 Extremitätenverletzung

5.20.12 Zahnunfall

5.20.13 Verletzungen durch Tiere

5.21 Strom, Hitze, Verätzung

5.21.1 Verbrennungen

5.21.2 Stromunfall

5.21.3 Unterkühlung und Erfrierung

5.21.4 Hitzschlag und Sonnenstich

5.21.5 Unfall mit Säuren und Laugen

5.22 Ertrinken

5.23 Vergiftungen

5.23.1 Allgemeine Maßnahmen

5.23.2 Alkohol

5.23.3 Heroin, Opioide

5.23.4 Nikotin

5.23.5 Pflanzen

5.23.6 Pilze

5.23.7 Medikamente

5.23.8 Pflanzenschutzmittel

5.23.9 Reinigungsmittel

5.23.10 Kohlenmonoxid und -dioxid

5.23.11 Rauchgas

5.24 Notfallausrüstung

5.25 Notfallmedikamente

5.25.1 Azetylsalizylsäure (ASS)

5.25.2 Aktivkohlepulver

5.25.3 Clemastin

5.25.4 Dexamethason

5.25.5 Epinephrin

5.25.6 Fenoterol

5.25.7 Glukagon

5.25.8 Nitroglyzerin

5.25.9 Paracetamol

5.25.10 Prednison

5.26 Wichtige Notfall telefon nummern und Internet adressen Hygiene

6 Hygiene

6.1 Hygienelehre

6.1.1 Hygiene: Was ist das?

6.1.2 Hygienemaßnahmen

6.1.3 Abfallentsorgung

6.2 Richtlinien und Gesetze

6.2.1 Gesetzliche Vorgaben

6.2.2 Praxisbegehung

6.2.3 Hygienezertifizierung

6.3 Hygienemanagement, Hygieneplan

6.3.1 Hygienemanagement

6.3.2 Hygieneplan

6.4 Weiterführende Links

7 Immunologie und Allergien

7.1 Einführung

7.2 Anatomie und Physiologie

7.2.1 Zellen und Eiweiße des Immunsystems

7.2.2 Lymphatische Organe

7.2.3 Thymus

7.2.4 Milz

7.3 Leitsymptome und Differenzialdiagnose

7.4 Diagnoseverfahren

7.5 Allergien

7.6 Autoimmunerkrankungen

7.7 Immundefekte

7.8 Immunologisch mit bedingte Umweltsyndrome

7.8.1 Chronisches Erschöpfungssyndrom

7.8.2 MCS-Syndrom

7.9 Erkrankungen der Milz

7.9.1 Splenomegalie

7.9.2 Hypersplenismus

8 Infektionen

8.1 Einführung

8.1.1 Grundbegriffe der Infektiologie und Epidemiologie

8.1.2 Epidemiologische Begriffe

8.1.3 Infektionsquellen und Übertragungswege

8.1.4 Bakterien

8.1.5 Viren

8.1.6 Protozoen

8.1.7 Pilze

8.1.8 Parasiten

8.1.9 Prionen

8.2 Leitsymptome und Differenzialdiagnose

8.2.1 Übersicht

8.2.2 Fieber

8.2.3 Leitbeschwerden

8.2.4 Sepsis

8.3 Diagnoseverfahren

8.3.1 Blutuntersuchungen

8.3.2 Mikroskopie, Erregerkultur und Antibiogramm

8.3.3 Immunologie, Molekular genetik

8.4 Ärztliche Behandlungs verfahren

8.4.1 Antibiotika

8.4.2 Virostatika

8.4.3 Antimykotika

8.4.4 Antihelminthika

8.5 Impfungen

8.5.1 Die Wirkung von Impfungen

8.5.2 Impfrisiken

8.5.3 Impfberatung

8.5.4 Öffentlich empfohlene Impfungen

8.5.5 Reiseimpfungen

8.6 Infektionsschutzgesetz

8.7 Erkrankungen mit Melde pflicht für Heil praktiker nach § 6 (1) IfSG

8.7.1 Botulismus

8.7.2 Cholera

8.7.3 Diphtherie

8.7.4 Humane spongiforme Enzephalopathie

8.7.5 Akute Virushepatitis

8.7.6 Enteropathisches hämolytisch urämisches Syndrom

8.7.7 Virusbedingtes hämorrhagisches Fieber

8.7.8 Masern

8.7.9 Meningokokken-Meningitis oder -Sepsis

8.7.10 Milzbrand

8.7.11 Poliomyelitis

8.7.12 Pest

8.7.13 Tollwut

8.7.14 Typhus abdominalis und Paratyphus

8.7.15 Tuberkulose

8.7.16 Mikrobiell bedingte Lebensmittelvergiftung

8.8 Erkrankungen mit Melde pflicht nur bei Labor nachweis nach § 7 IFSG

8.8.1 Konjunktivitis epidemica

8.8.2 Rückfallfieber

8.8.3 Brucellose

8.8.4 Ornithose

8.8.5 Q-Fieber

8.8.6 Tularämie

8.8.7 Frühsommer-Meningo-Enzephalitis

8.8.8 Gelbfieber

8.8.9 Erkrankungen durch Haemophilus influenza

8.8.10 Influenza

8.8.11 Legionellose

8.8.12 Leptospirose

8.8.13 Listeriose

8.8.14 Lepra

8.8.15 Erkrankungen durch Rickettsien

8.8.16 Trichinose

8.8.18 Echinokokkose

8.8.18 Malaria

8.8.19 Toxoplasmose

8.8.20 MRSA-Infektion

8.9 Erkrankungen mit Schul besuchverbot nach § 34 IFSG

8.10 Sexuell übertragbare Erkrankungen

8.10.1 Gonorrhö

8.10.2 Syphilis

8.10.3 Ulcus molle

8.10.4 Chlamydieninfektion

8.10.5 Herpes genitalis

8.10.6 HIV und AIDS

8.10.7 Trichomonadeninfektion

8.10.8 Feigwarzen

8.10.9 Genitale Mykosen

8.10.10 Mykoplasmeninfektion

8.10.11 Zytomegalie

8.10.12 Filzlaus

8.11 Weitere wichtige Erkrankungen

8.11.1 Arthropoden

8.11.2 Borreliose

8.11.3 Gasbrand

8.11.4 Leishmaniose

8.11.5 Mononucleosis infectiosa

8.11.6 Pseudomonaden

8.11.7 Schlafkrankheit

8.11.8 Tetanus

8.11.9 Würmer

9 Allgemeine Onkologie

9.1 Einführung

9.2 Entstehung von Tumoren

9.2.1 Gut- und bösartige Tumoren

9.2.2 Pathogenese und Verlauf bösartiger Tumoren

9.2.3 Risikofaktoren, Vorbeugung und Früherkennung

9.3 Leitsymptome und Differenzialdiagnose

9.4 Spezielle Tumordiagnostik

9.5 Behandlungsverfahren

9.5.1 Chirurgie

9.5.2 Chemotherapie mit Zytostatika

9.5.3 Zielgerichtete Therapien

9.5.4 Hormonbehandlung

9.5.5 Strahlentherapie

9.5.6 Weitere Therapien

9.5.7 Komplementärmedizinische Therapieansätze

9.6 Psychologische Betreuung

9.7 Behandlung besonders belastender Beschwerden

10 Schmerzen

10.1 Einführung

10.2 Die Nozizeption

10.3 Klassifizierung von Schmerz

10.3.1 Akuter Schmerz

10.3.2 Chronischer Schmerz

10.3.3 Nozizeptiver Schmerz

10.3.4 Neuropathischer Schmerz

10.3.5 Gemischter Schmerz

10.3.6 Tumorschmerz

10.4 Diagnoseverfahren

10.4.1 Allgemeine Anamnese

10.4.2 Spezielle Anamnese

10.4.3 Körperliche Untersuchung

10.5 Therapie

10.5.1 Medikamentöse Therapie

10.5.2 Nichtmedikamentöse Optionen

10.5.3 Interventionelle Schmerz therapie

Buchteil III Medizinische Grundlagen

11 Herz

11.1 Einführung

11.2 Anatomie und Physiologie

11.3 Leitsymptome und Differenzialdiagnose

11.4 Diagnoseverfahren

11.4.1 Anamnese

11.4.2 Klinische Untersuchung

11.4.3 Elektrophysiologische Untersuchungen

11.4.4 Bildgebende Untersuchungs verfahren

11.5 Durchblutungsstörungen des Herzens

11.5.1 Koronare Herzkrankheit, stabile Angina pectoris

11.5.2 Akutes Koronarsyndrom, instabile Angina pectoris und Herzinfarkt

11.5.3 Plötzlicher Herztod

11.6 Herzinsuffizienz

11.6.1 Akute Herzinsuffizienz

11.6.2 Chronische Herzinsuffizienz

11.7 Herz rhythmus störungen

11.7.1 Übersicht

11.7.2 Extrasystolen

11.7.3 Tachykarde Rhythmusstörungen

11.7.4 Reizleitungsstörungen

11.7.5 Bradykarde Rhythmusstörungen

11.8 Entzündliche Herz erkrankungen

11.8.1 Myokarditis

11.8.2 Perikarditis

11.8.3 Endokarditis

11.9 Herzklappenfehler, Herz fehler

11.9.1 Erworbene Herzklappenfehler

11.9.2 Angeborene Herzklappen- und Herzfehler

11.10 Kardiomyopathien

12 Kreislauf und Gefäße

12.1 Einführung

12.2 Anatomie und Physiologie

12.2.1 Blutgefäße

12.2.2 Die Gefäßwände

12.2.3 Blutdruck

12.3 Leitsymptome und Differenzialdiagnose

12.4 Diagnoseverfahren

12.5 Blutdruck

12.5.1 Arterielle Hypertonie

12.5.2 Arterielle Hypotonie und orthostatische Dysregulation

12.6 Arterielles Gefäßsystem

12.6.1 Arteriosklerose

12.6.2 Periphere arterielle Verschlusskrankheit

12.6.3 Arterielle Verschluss krankheit der Darmgefäße

12.6.4 Aortenaneurysma

12.6.5 Aortendissektion

12.6.6 Nierenarterienstenose

12.7 Venöses Gefäßsystem

12.7.1 Varikosis

12.7.2 Akute Thrombophlebitis

12.7.3 Tiefe Venenthrombose

12.7.4 Chronisch-venöse Insuffizienz und offenes Bein

12.8 Lymphe und Lymphgefäße

12.8.1 Anatomie und Physiologie

12.8.2 Lymphangitis

12.8.3 Reaktive Lymphadenitis

12.8.4 Primäres und sekundäres Lymphödem

13 Blut

13.1 Einführung

13.2 Anatomie und Physiologie

13.2.1 Blut

13.2.2 Hämostase

13.2.3 Fibrinolyse

13.3 Leitsymptome und Differenzialdiagnose

13.3.1 Erkrankungen der Erythrozyten

13.3.2 Erkrankungen der Leukozyten

13.3.3 Störungen der Blutgerinnung

13.4 Diagnoseverfahren

13.4.1 Anamnese und körperliche Untersuchung

13.4.2 Hämatologische Labor unter suchungen

13.4.3 Blutgerinnungstests

13.4.4 Knochenmarkuntersuchung

13.5 Bluterkrankungen

13.5.1 Anämie

13.5.2 Polyglobulie und Polyzythämie

13.5.3 Hämochromatose

13.5.4 Porphyrie

13.5.5 Leukämien

13.5.6 Myeloproliferative Erkrankungen

13.5.7 Myelodysplastische Syndrome

13.5.8 Maligne Lymphome

13.5.9 Agranulozytose

13.5.10 Blutungsneigung und Blutgerinnungsstörungen

13.5.11 Erhöhte Gerinnungsneigung

14 Atemwege und Lunge

14.1 Einführung

14.2 Anatomie und Physiologie

14.3 Leitsymptome und Differenzialdiagnose

14.3.1 Übersicht

14.3.2 Akute Dyspnoe, Apnoe

14.3.3 Chronische Dyspnoe

14.3.4 Atemabhängige Brustschmerzen

14.3.5 Husten und Reizhusten

14.3.6 Auswurf

14.3.7 Veränderte Atemfrequenz, -intensität und -tiefe

14.3.8 Atemgerüche

14.4 Diagnoseverfahren

14.4.1 Anamnese und körperliche Untersuchung

14.4.2 Apparative Verfahren

14.5 Atemwege und Lunge

14.5.1 Erkältungz

14.5.2 Influenza

14.5.3 Vogelgrippe

14.5.4 Schweinegrippe

14.5.5 Akute Bronchitis

14.5.6 Chronische Bronchitis und COPD

14.5.7 Asthma bronchiale

14.5.8 Lungenemphysem

14.5.9 Bronchiektasen

14.5.10 Pneumonie

14.5.11 Tuberkulose

14.5.12 Bronchialkarzinom

14.6 Interstitielle Lungenerkrankungen

14.6.1 Idiopathische Lungen fibrose

14.6.2 Sarkoidose

14.6.3 Exogen allergische Alveolitis

14.6.4 Pneumokoniose

14.7 Pleuraerkrankungen

14.7.1 Pleuritis und Pleuraerguss

14.7.2 Pleuraempyem

14.7.3 Pneumothorax

14.7.4 Lungenödem

14.7.5 Lungenembolie

14.7.6 Pulmonale Hypertonie, Cor pulmonale

14.8 Ateminsuffizienz und ARDS

14.8.1 Akute Ateminsuffizienz

14.8.2 ARDS

14.8.3 SARS

14.8.4 Chronische Ateminsuffizienz

14.9 Respiratorische Alkalose und Azidose

14.9.1 Respiratorische Alkalose

14.9.2 Respiratorische Azidose

14.10 Schlafapnoe, Schnarchen

14.10.1 OSAS und andere Schlafapnoe-Syndrome

14.10.2 Primäres Schnarchen

15 Magen und Darm

15.1 Einführung

15.2 Anatomie und Physiologie

15.3 Leitsymptome und Differenzialdiagnose

15.3.1 Übersicht

15.3.2 Mundgeruch

15.3.3 Schluckbeschwerden

15.3.4 Appetitlosigkeit und Gewichtsverlust

15.3.5 Gesteigerter Appetit und Heißhungerattacken

15.3.6 Gewichtszunahme ohne gesteigerten Appetit

15.3.7 Übelkeit und Erbrechen

15.3.8 Unklare Oberbauchschmerzen, akutes Abdomen

15.3.9 Unklare Unterleibsschmerzen

15.3.10 Hämatemesis

15.3.11 Diarrhö

15.3.12 Blut im Stuhl

15.3.13 Analprobleme

15.4 Diagnoseverfahren

15.4.1 Anamnese und körperliche Untersuchung

15.4.2 Stuhluntersuchungen

15.4.3 Ultraschalldiagnostik

15.4.4 Röntgenuntersuchungen

15.4.5 Endoskopien

15.4.6 CT und Kernspin

15.5 Zähne

15.5.1 Gingivitis

15.5.2 Parodontitis

15.5.3 Karies

15.5.4 Bruxismus

15.6 Ösophagus

15.6.1 Anatomie und Physiologie

15.6.2 Spezielle Diagnostik

15.6.3 Refluxkrankheit und Refluxösophagitis

15.6.4 Nicht refluxbedingte Ösophagitis

15.6.5 Ösophagusmotilitätsstörung

15.6.6 Ösophagusdivertikel

15.6.7 Singultus

15.6.8 Hiatushernie

15.6.9 Ösophagusvarizen

15.6.10 Ösophaguskarzinom

15.6.11 Globusgefühl

15.7 Magen und Zwölffinger darm

15.7.1 Anatomie und Physiologie

15.7.2 Spezielle Diagnostik

15.7.3 Funktionelle Dyspepsie

15.7.4 Gastritis

15.7.5 Ulkuskrankheit

15.7.6 Magenpolypen

15.7.7 Magenkarzinom

15.8 Dünn- und Dickdarm

15.8.1 Anatomie und Physiologie

15.8.2 Spezielle Diagnostik

15.8.3 Infektiöse Gastroenteritiden und Lebensmittelvergiftung

15.8.4 Meteorismus

15.8.5 Obstipation

15.8.6 Kolon irritabile

15.8.7 Darmkandidose

15.8.8 Chronisch entzündliche Darm erkrankungen

15.8.9 Nahrungsmittelunverträglichkeiten und -allergien

15.8.10 Divertikulose und Divertikulitis

15.8.11 Dickdarmpolypen

15.8.12 Kolon- und Rektumkarzinom

15.8.13 Appendizitis

15.8.14 Ileus

15.9 Enddarm und Anus

15.9.1 Anatomie und Physiologie

15.9.2 Spezielle Diagnostik

15.9.3 Hämorrhoiden

15.9.4 Perianalthrombose

15.9.5 Analabszess und Analfisteln

15.9.6 Anal- und Rektumprolaps

15.10 Bauchgefäße und Peritoneum

15.10.1 Anatomie und Physiologie

15.10.2 Mesenterialinfarkt und Angina abdominalis

15.10.3 Peritonitis

15.10.4 Hernie

16 Leber, Gallenwege und Pankreas

16.1 Einführung

16.2 Anatomie und Physiologie

16.3 Leitsymptome und Differenzialdiagnose

16.3.1 Übersicht

16.3.2 Aszites

16.3.3 Hepatomegalie

16.3.4 Ikterus

16.4 Diagnoseverfahren

16.5 Gallenblase und Gallenwege

16.5.1 Gallensteine

16.5.2 Gallenkolik

16.5.3 Gallenblasenentzündung

16.5.4 Nicht eitrige chronisch destruierende Cholangitis und primär biliäre Zirrhose

16.5.5 Primär sklerosierende Cholangitis

16.6 Leber

16.6.1 Virushepatitis

16.6.2 Nicht virusbedingte akute Hepatitis

16.6.3 Autoimmunhepatitis

16.6.4 Chronische Hepatitis

16.6.5 Alkoholische Leberschädigung

16.6.6 Leberzirrhose

16.6.7 Tumoren von Gallenwegen, Gallenblase und Leber

16.7 Pankreas

16.7.1 Akute Pankreatitis

16.7.2 Chronische Pankreatitis und Pankreasinsuffizienz

16.7.3 Pankreaskarzinom

17 Stoffwechsel

17.1 Einführung

17.2 Grundlagen der Ernährung

17.2.1 Energiehaushalt

17.2.2 Makronährstoffe

17.2.3 Kohlenhydratstoffwechsel

17.2.4 Fettstoffwechsel

17.2.5 Proteinstoffwechsel

17.2.6 Purinstoffwechsel

17.2.7 Mikronährstoffe

17.2.8 Vitamine

17.2.9 Mineralstoffe

17.2.10 Funktionelle Nahrungsbestandteile

17.2.11 Ballaststoffe

17.2.12 Was ist „gesunde Ernährung“?

17.3 Diagnoseverfahren

17.3.1 Gewichtsbeurteilung

17.3.2 Laboruntersuchungen

17.4 Übergewicht und Adipositas

17.4.1 Übergewicht bei Erwachsenen

17.4.2 Adipositas bei Erwachsenen

17.4.3 Metabolisches Syndrom

17.4.4 Fettstoffwechselstörungen

17.4.5 Hyperurikämie und Gicht

17.5 Diabetes mellitus

17.5.1 Diabetes mellitus

17.5.2 Diabetisches Koma

17.5.3 Hypoglykämie und hypoglykämischer Schock

17.5.4 Diabetische Folgeschäden

17.6 Unterernährung und Untergewicht

17.7 Seltene Stoffwechselerkrankungen

17.7.1 Amyloidose

17.7.2 Morbus Wilson

18 Endokrinologie

18.1 Einführung

18.2 Anatomie und Physiologie

18.3 Diagnoseverfahren

18.4 Hormondrüsen

18.4.1 Hypophysen vorder lappen-Unterfunktion

18.4.2 Hypophysenadenome

18.4.3 Diabetes insipidus

18.5 Schilddrüse und Nebenschilddrüsen

18.5.1 Anatomie und Physiologie

18.5.2 Spezielle Diagnostik

18.5.3 Struma

18.5.4 Hyperthyreose

18.5.5 Hypothyreose

18.5.6 Hashimoto-Thyreoiditis

18.5.7 Subakute Thyreoiditis

18.5.8 Riedel-Struma

18.5.9 Schilddrüsenkarzinom

18.5.10 Hyperparathyreoidismus

18.5.11 Hypoparathyreoidismus

18.5.12 Multiple endokrine Neoplasie

18.6 Nebenniere

18.6.1 Anatomie und Physiologie

18.6.2 Cushing-Syndrom

18.6.3 Nebennierenrinden insuffizienz

18.6.4 Hyperaldosteronismus

18.7 Seltene endokrine Tumoren

18.7.1 Neuroendokrine Tumoren

18.7.2 Phäochromozytom

19 Niere, Harnleiter, Harnblase

19.1 Einführung

19.2 Anatomie und Physiologie

19.3 Leitsymptome und Differenzialdiagnosen

19.3.1 Übersicht

19.3.2 Schmerzen im Nierenlager

19.3.3 Polyurie, Oligurie und Anurie

19.3.4 Dysurie, Strangurie, Pollakisurie

19.3.5 Nykturie

19.3.6 Hämaturie

19.3.7 Übermäßiger Durst

19.3.8 Exsikkose

19.3.9 Hyperhydratation

19.3.10 Harnretention

19.3.11 Residualharn

19.3.12 Farbveränderung und Trübung des Urins

19.3.13 Geruchsveränderung des Urins

19.3.14 Inkontinenz und verstärkter Harndrang

19.3.15 Protein-, Leukozyt-, Bakteriurie

19.4 Diagnoseverfahren

19.4.1 Anamnese und körperliche Untersuchung

19.4.2 Urindiagnostik

19.4.3 Bildgebende Verfahren

19.4.4 Nierenbiopsie

19.5 Nieren und Harnleiter

19.5.1 Akute Pyelonephritis

19.5.2 Chronische Pyelonephritis

15.5.3 Glomerulonephritis

19.5.4 Nephrotisches Syndrom

19.5.5 Akute Niereninsuffizienz

19.5.6 Chronische Niereninsuffizienz

19.5.7 Nierenersatztherapien

19.5.8 Nieren-, Harnleiter- und Blasensteine, Nierenkolik

19.5.9 Nierenarterienstenose

19.5.10 Nierenzellkarzinom

19.5.11 Nephroblastom

19.5.12 Nierenverletzungen

19.5.13 Nierenfehlbildungen und -fehllagen

19.6 Harnblase

19.6.1 Vesikorenaler Reflux

19.6.2 Zystitis

19.6.3 Interstitielle Zystitis

19.6.4 Reizblase

19.6.5 Harninkontinenz

19.6.6 Harnblasenkarzinom

20 Andrologie

20.1 Einführung

20.2 Anatomie und Physiologie

20.3 Leitsymptome und Differenzialdiagnose

20.4 Diagnoseverfahren

20.5 Harnröhre und Penis

20.5.1 Harnröhrenklappen

20.5.2 Harnröhrenverengung und -striktur

20.5.3 Urethritis

20.5.4 Hypospadie, Epispadie und andere Harnröhrenfehlbildungen

20.5.5 Phimose

20.5.6 Paraphimose

20.5.7 Priapismus

20.5.8 Balanitis

20.5.9 Peniskarzinom

20.5.10 Induratio penis plastica

20.5.11 Penisverletzungen

20.6 Prostata

20.6.1 Akute Prostatitis

20.6.2 Chronische Prostatitis und Beckenbodenmyalgie

20.6.3 Gutartige Prostatahyperplasie

20.6.4 Prostatakarzinom

20.7 Hoden und Nebenhoden

20.7.1 Lageanomalien des Hodens

20.7.2 Hodenentzündung und Nebenhodenentzündung

20.7.3 Hodentorsion

20.7.4 Varikozele

20.7.5 Hydrozele und Spermatozele

20.7.6 Hodenkarzinom

20.7.7 Androgeninsuffizienz und PADAM-Syndrom

20.8 Männliche Brust

20.8.1 Gynäkomastie

20.8.2 Mammakarzinom des Mannes

20.9 Sexuelle Funktions störungen beim Mann

20.9.1 Orgasmusstörungen

20.9.2 Erektionsstörungen

20.10 Unfruchtbarkeit beim Mann

21 Gynäkologie

21.1 Einführung

21.2 Gynäkologische und Allgemeinbeschwerden

21.3 Diagnoseverfahren

21.3.1 Gynäkologische Anamnese

21.3.2 Gynäkologische Untersuchung

21.3.3 Apparative Diagnostik in der Gynäkologie

21.4 Die weibliche Mamma

21.4.1 Anatomie und Physiologie

21.4.2 Leitsymptome und Differenzialdiagnostik

21.4.3 Mastopathie

21.4.4 Gutartige Tumoren des Brustgewebes

21.4.5 Milchgangpapillom

21.4.6 Mammakarzinom

21.4.7 Mastitis nonpuerperalis

21.5 Weibliche Geschlechtsorgane

21.5.1 Anatomie und Physiologie

21.5.2 Leitsymptome und Differenzialdiagnostik

21.5.3 Akute Adnexitis

21.5.4 Chronische Adnexitis

21.5.5 Endometriose

21.5.6 Funktionelle Ovarialzysten

21.5.7 Ovarialtorsion

21.5.8 Gutartige Ovarialtumoren

21.5.9 Ovarialkarzinom

21.5.10 Myome

21.5.11 Uteruspolypen

21.5.12 Endometriumkarzinom

21.5.13 Zervixkarzinom

21.5.14 Gebärmuttersenkung und Gebärmuttervorfall

21.5.15 Störung des Scheidenmilieus und bakterielle Fehlbesiedelung

21.5.16 Unspezifische bakterielle Scheideninfektion

21.5.17 Scheidenpilzinfektion

21.5.18 Follikulitis der Vulva

21.5.19 Vulvodynie

21.5.20 Bartholinitis

21.6 Menstruationszyklus und Wechseljahre

21.6.1 Physiologie

21.6.2 Leitsymptome und Differenzialdiagnostik

21.6.3 Dysmenorrhö

21.6.4 Prämenstruelles Syndrom

21.6.5 Zyklus-, Menstruationsstörungen

21.6.6 Toxinschocksyndrom

21.6.7 Klimakterium

21.6.8 Klimakterisches Syndrom

21.6.9 Östrogenmangel-Kolpitis

21.7 Sexuelle Funktions störungen der Frau

21.7.1 Überblick

21.7.2 Sexuelles Desinteresse und sexuelle Erregungsstörungen

21.7.3 Dyspareunie

21.7.4 Orgasmusstörung

21.8 Kontrazeption

21.8.1 Natürliche Verhütung

21.8.2 Hormonelle Verhütung

21.8.3 Sterilisation der Frau

21.8.4 Refertilisation

21.9 Ungewollte Kinderlosigkeit

21.9.1 Fruchtbarkeitsstörungen

21.9.2 Sterilitätsdiagnostik

21.9.3 Sterilitätstherapie

22 Rheumatologie

22.1 Einführung

22.2 Was sind rheumatische Erkrankungen?

22.3 Leitsymptome und Differenzialdiagnose

22.3.1 Übersicht

22.3.2 Gelenkschmerzen und Gelenkschwellung

22.3.3 Hautveränderungen

22.4 Diagnoseverfahren

22.4.1 Anamnese und körperliche Untersuchung

22.4.2 Blutuntersuchungen

22.4.3 Gelenkpunktion

22.4.4 Bildgebende Diagnostik

22.5 Behandlungsverfahren

22.5.1 Systemische medikamentöse Therapie

22.5.2 Medikamentöse Lokaltherapien

22.5.3 Operative Eingriffe

22.5.4 Physikalische Therapien

22.5.5 Physio- und Ergotherapie

22.5.6 Ernährungstherapie

22.6 Entzündlich-rheumatische Gelenkerkrankungen

22.6.1 Rheumatoide Arthritis

22.6.2 Juvenile idiopathische Arthritis

22.6.3 Morbus Bechterew

22.6.4 Psoriasis-Arthritis

22.6.5 Reaktive Arthritis

22.7 Kollagenosen

22.7.1 Sjögren-Syndrom

22.7.2 Systemischer Lupus erythematodes

22.7.3 Progressive systemische Sklerose

22.7.4 Polymyositis und Dermatomyositis

22.7.5 Mischkollagenose

22.7.6 Antiphospholipid-Syndrom

22.8 Vaskulitiden

22.8.1 Polymyalgia rheumatica und Arteriitis temporalis

22.8.2 Panarteriitis nodosa

22.8.3 Wegener-Granulomatose

22.8.4 Thrombangiitis obliterans

22.9 Raynaud-Syndrom

22.10 Primäres Fibromyalgiesyndrom

23 Orthopädie und Traumatologie

23.1 Einführung

23.2 Anatomie und Physiologie

23.2.1 Knochen

23.2.2 Knorpel

23.2.3 Gelenke

23.2.4 Muskeln

23.2.5 Skelett

23.3 Leitbeschwerden und Differenzialdiagnose

23.4 Diagnoseverfahren

23.4.1 Anamnese, Basisuntersuchung

23.4.2 Bildgebende Diagnostik

23.5 Behandlungsverfahren

23.5.1 Operative Behandlung

23.5.2 Medikamentöse Therapie

23.5.3 Physiotherapie, physikalische Therapie

23.5.4 Gips, Verbände und ortho pädische Hilfsmittel

23.6 Knochen

23.6.1 Frakturen

23.6.2 Osteoporose

23.6.3 Osteomalazie

23.6.4 Akute und chronische Osteomyelitis

23.6.5 Aseptische Knochennekrosen

23.6.6 Knochentumoren

23.6.7 Knochenmetastasen

23.6.8 Chondrokalzinose

23.7 Gelenke

23.7.1 Arthrose

23.7.2 Arthritis

23.7.3 Luxation

23.7.4 Ganglien

23.8 Sehnen, Bänder, Schleimbeutel und Muskeln

23.8.1 Kontusion

23.8.2 Bursitis

23.8.3 Sehnenschäden

23.8.4 Bandverletzungen

23.8.5 Myopathien

23.9 Sportverletzungen

23.9.1 Akutmanagement von Sportverletzungen

23.9.2 Chronische Sportverletzungen

23.10 Wirbelsäule und Thorax

23.10.1 Leitbeschwerden der Wirbelsäule und ihre Differenzialdiagnose

23.10.2 HWS-Syndrom, Schleudertrauma und Schulter-Arm-Syndrom

23.10.3 BWS-Syndrom

23.10.4 LWS-Syndrom

23.10.5 Kokzygodynie

23.10.6 Bandscheibenschäden

23.10.7 Spinalstenose

23.10.8 Skoliose

23.10.9 Morbus Scheuermann

23.10.10 Spondylolisthese

23.11 Schulter und Oberarm

23.11.1 Anatomie und Physiologie

23.11.2 Leitbeschwerden: akute und chronische Schulterschmerzen

23.11.3 Periarthropathia humeroscapularis

23.11.4 Omarthrose

23.11.5 Schulterluxation

23.12 Ellenbogen und Unterarm

23.12.1 Anatomie und Physiologie

23.12.2 Leitbeschwerden

23.12.3 Epicondylitis humeri radialis und ulnaris

23.12.4 Bursitis olecrani

23.12.5 Chassaignac-Lähmung

23.13 Hand

23.13.1 Anatomie und Physiologie

23.13.2 Leitbeschwerden und Differenzialdiagnose

23.13.3 Nervenkompressionssyndrome der oberen Extremität

23.13.4 Morbus Dupuytren

23.13.5 Tendovaginitis an Unterarm und Hand

23.13.6 Arthrosen des Handgelenks und der Fingergelenke

23.13.7 Frakturen an der Hand

23.13.8 Kapsel- und Sehnenverletzungen an Hand und Fingern, Nagel- und Nagelbett verletzungen

23.14 Hüfte und Oberschenkel

23.14.1 Anatomie und Physiologie

23.14.2 Leitbeschwerden

23.14.3 Koxarthrose

23.14.4 Coxitis

23.14.5 Trochantertendinose, Coxa saltans

23.14.6 Hüftluxation und Hüftdysplasie

23.14.7 Epiphyseolysis capitis femoris

23.14.8 Hüftkopfnekrose und Morbus Perthes

23.14.9 Adduktoren-Tendopathie

23.14.10 [Ober-]Schenkelhalsbruch

23.15 Knie und Unterschenkel

23.15.1 Anatomie und Physiologie

23.15.2 Leitbeschwerden

23.15.3 Gonarthrose

23.15.4 Vorderer Knieschmerz

23.15.5 Bursitis praepatellaris

23.15.6 Bakerzyste

23.15.7 Morbus Osgood-Schlatter

23.15.8 Meniskusverletzung

23.15.9 Kreuzbandverletzung

23.15.10 Muskelfaserriss in der Wade

23.16 Sprunggelenk und Fuß

23.16.1 Anatomie und Physiologie

23.16.2 Leitbeschwerden

23.16.3 Fersensporn und Achillodynie

23.16.4 Fußdeformitäten

23.16.5 Ballen-, Hammer- und Krallenzehen

24 Haut

24.1 Einführung

24.2 Anatomie und Physiologie

24.2.1 Aufbau der Haut

24.2.2 Hautdrüsen

24.2.3 Hautalterung

24.3 Leitsymptome und Differenzialdiagnose

24.3.1 Übersicht

24.3.2 Flache Hauteffloreszenzen ohne Fieber

24.3.3 Erhabene Hauteffloreszenzen ohne Fieber – Hautverdickung und Schuppen

24.3.4 Erhabene Hauteffloreszenzen ohne Fieber – Quaddeln, Bläschen und Blasen

24.3.5 Erhabene Hauteffloreszenzen ohne Fieber – Knötchen, Pusteln und Wucherungen

24.3.6 Hautveränderungen mit Fieber bei Erwachsenen

24.3.7 Knoten unter der Haut

24.3.8 Generalisierter Hautjuckreiz

24.3.9 Hyperhidrosis

24.4 Diagnoseverfahren

24.4.1 Blickdiagnose

24.4.2 Hautbiopsie, Hautabstrich

24.4.3 Dermatologische Allergiediagnostik

24.5 Behandlungsverfahren

24.6 Hyperhidrosis

24.7 Hauterkrankungen mit Hornhautveränderungen und/oder Schuppenbildung

24.7.1 Psoriasis

24.7.2 Ichthyosen

24.7.3 Pityriasis rosea

24.7.4 Pityriasis versicolor

24.8 Hauterkrankungen mit Ekzembildung

24.8.1 Neurodermitis

24.8.2 Seborrhoisches Ekzem

24.8.3 Sonnenbrand und Sonnenallergie

24.8.4 Urtikaria

24.8.5 Allergisches Kontaktekzem

24.8.6 Toxisches Kontaktekzem

24.8.7 Arzneimittelexanthem

24.9 Entzündliche, nichtinfektiöse Hauterkrankungen

24.9.1 Rosazea

24.9.2 Erythema nodosum

24.9.3 Lichen ruber planus

24.10 Infektiöse Haut- und Parasitenerkrankungen

24.10.1 Verrucae

24.10.2 Herpes

24.10.3 Herpes zoster

24.10.4 Follikulitis, Furunkel und Karbunkel

24.10.5 Erysipel

24.10.6 Phlegmone

24.10.7 Akne vulgaris

24.10.8 Erythrasma

24.10.9 Dermatomykosen

24.11 Pigmentveränderungen

24.11.1 Naevi

24.11.2 Naevus flammeus

24.11.3 Hämangiom

24.11.4 Vitiligo

24.12 Gutartige und bösartige Tumoren

24.12.1 Keloide

24.12.2 Atherom

24.12.3 Verruca senilis

24.12.4 Lipom

24.12.5 Xanthelasmen und Xanthome

24.12.6 Malignes Melanom

24.12.7 Basalzellkarzinom

24.12.8 Spinaliom

24.12.9 Aktinische Keratose

24.12.10 Phakomatosen

24.12.11 Seltene bösartige Tumoren

24.13 Haare

24.13.1 Anatomie und Physiologie

24.13.2 Leitsymptome und Differenzialdiagnose

24.13.3 Hypertrichose

24.13.4 Pityriasis simplex

24.13.5 Androgener und diffuser Haarausfall

24.13.6 Alopecia areata

24.13.7 Hirsutismus

24.14 Narbenkorrekturen

25 Hals, Nase und Ohren

25.1 Einführung

25.2 Mundhöhle und Pharynx

25.2.1 Anatomie und Physiologie

25.2.2 Leitsymptome und Differenzialdiagnose

25.2.3 Spezielle Diagnostik

25.2.4 Aphthen

25.2.5 Mundsoor

25.2.6 Angina tonsillaris

25.2.7 Peritonsillarabszess

25.2.8 Mononucleosis infectiosa

25.2.9 Rachenpolypen

25.2.10 Pharyngitis

25.3 Kopfspeicheldrüsen

25.3.1 Anatomie und Physiologie

25.3.2 Leitsymptome und Differenzialdiagnose

25.3.3 Spezielle Diagnostik

25.3.4 Sialoadenitis acuta

25.3.5 Sialolithiasis

25.4 Larynx und Stimmapparat

25.4.1 Anatomie und Physiologie

25.4.2 Leitsymptome und Differenzialdiagnostik

25.4.3 Spezielle Diagnostik

25.4.4 Räusper- und Schluckzwang

25.4.5 Laryngitis

25.4.6 Larynxkarzinom

25.4.7 Funktionelle Dysphonien

25.4.8 Stimmlippenlähmung

25.5 Nase und Sinus paranasales

25.5.1 Anatomie und Physiologie

25.5.2 Leitsymptome und Differenzialdiagnose

25.5.3 Spezielle Diagnostik

25.5.4 Verabreichung von Nasenmedikamenten

25.5.5 Nasenfurunkel

25.5.6 Polyposis nasi

25.5.7 Tumoren der äußeren Nase

25.5.8 Epistaxis

25.5.9 Nasenbeinfraktur

25.5.10 Septumdeviation

25.5.11 Rhinitis sicca

25.5.12 Rhinitis

25.5.13 Allergische Rhinitis

25.5.14 Vasomotorische Rhinitis

25.5.15 Sinusitis

25.6 Ohr, Gehör und Gehörgang

25.6.1 Anatomie und Physiologie

25.6.2 Leitsymptome und Differenzialdiagnose

25.6.3 Spezielle Diagnostik

25.6.4 Behandlungsverfahren

25.6.5 Entzündungen der Ohrmuschel

25.6.6 Otitis externa acuta

25.6.7 Zeruminalpfropf

25.6.8 Fremdkörper im Gehörgang

25.6.9 Tubenbelüftungsstörung und Paukenerguss

25.6.10 Otitis media acuta

25.6.11 Otitis media chronica mesotympanalis

25.6.12 Cholesteatom

25.6.13 Otosklerose

25.6.14 Trommelfellruptur

25.6.15 Presbyakusis

25.6.16 Innen-, Mittelohr schwerhörigkeit, Gehörlosigkeit und Taubheit

25.6.17 Hörsturz

25.6.18 Tinnitus

25.6.19 Menière-Krankheit

25.6.20 Neuritis vestibularis

25.6.21 Gutartiger paroxysmaler Lagerungsschwindel

26 Augen

26.1 Einführung

26.2 Anatomie und Physiologie

26.3 Leitsymptome und Differenzialdiagnose

26.4 Diagnoseverfahren

26.4.1 Untersuchung von äußerem Auge und Tränenapparat

26.4.2 Untersuchung des inneren Auges und der Sehleistung

26.5 Behandlungsverfahren

26.6 Äußeres Auge

26.6.1 Konjunktivitis

26.6.2 Sicca-Syndrom

26.6.3 Keratitis

26.6.4 Hyposphagma

26.6.5 Iritis

26.7 Lider und Tränenwege

26.7.1 Hordeolum

26.7.2 Chalazion

26.7.3 Blepharitis

26.7.4 Entropium

26.7.5 Ektropium

26.7.6 Blepharochalasis

26.7.7 Ptosis

26.7.8 Lidödem

26.7.9 Dakryozystitis

26.8 Sehfehler

26.8.1 Myopie und Hyperopie

26.8.2 Presbyopie

26.8.3 Astigmatismus

26.8.4 Farbuntüchtigkeit

26.8.5 Nachtblindheit

26.8.6 Strabismus

26.8.7 Sehbehinderung und Blindheit

26.9 Inneres Auge

26.9.1 Katarakt

26.9.2 Glaukom

26.9.3 Ablatio retinae

26.9.4 Altersbedingte Glaskörperveränderungen

26.9.5 Glaskörpereinblutungen

26.9.6 Vitritis und Uveitis

26.9.7 Altersbedingte Makuladegeneration

26.9.8 Neuritis nervi optici

26.9.9 Diabetische Retinopathie

26.9.10 Zentralarterien- und Zentralvenenverschluss

27 Neurologie

27.1 Einführung

27.2 Anatomie und Physiologie

27.3 Leitsymptome und Differenzialdiagnose

27.3.1 Kopfschmerzen

27.3.2 Gesichtsschmerzen

27.3.3 Lähmungen und Muskelschwäche

27.3.4 Myoklonien und Muskelkrämpfe

27.3.5 Sensibilitätsstörungen

27.3.6 Koordinationsstörungen

27.3.7 Tremor

27.3.8 Sprechstörungen

27.3.9 Sprachstörung: Aphasie

27.4 Neurologische Diagnoseverfahren

27.4.1 Klinischneurologische Untersuchung

27.4.2 Liquoruntersuchung

27.4.3 Medizintechnische Diagnostik

27.5 Kopf schmerz syndrome

27.5.1 Spannungskopfschmerz

27.5.2 Migräne

27.5.3 Clusterkopfschmerz

27.5.4 Kopf- und Gesichtsneuralgien

27.5.5 Anhaltender idiopathischer Gesichtsschmerz

27.6 Vaskuläre Erkrankungen des Gehirns

27.6.1 Apoplexie

27.6.2 Hirnarterien aneurysmablutung

27.6.3 Chronische Subduralblutung

27.6.4 Sinusvenenthrombose

27.7 Entzündungen von Gehirn, Rückenmark und Nerven

27.7.1 Meningitis

27.7.2 Enzephalitis

27.7.3 Frühsommer-Meningoenzephalitis

27.7.4 Gehirnabszess

27.7.5 Idiopathische Fazialisparese

27.7.6 Multiple Sklerose

27.7.7 Guillain-Barré-Syndrom

27.8 Degenerative Erkrankungen von Gehirn und Rückenmark

27.8.1 Parkinson-Krankheit

27.8.2 Huntington-Krankheit

27.8.3 Amyotrophe Lateralsklerose

27.9 Anfallskrankheiten

27.9.1 Epileptischer Anfall und Okkasionsanfall

27.9.2 Epilepsie

27.10 Weitere Erkrankungen des Nervensystems

27.10.1 Polyneuropathie

27.10.2 Restless-Legs-Syndrom

27.10.3 Tics und Tourette-Syndrom

27.10.4 Creutzfeldt-Jakob-Krankheit

27.10.5 Myasthenia gravis

24.10.6 Muskeldystrophien

27.10.7 Hirndrucksteigerung

27.10.8 Hydrozephalus

27.10.9 Gehirntumoren

27.10.10 Spinale Tumoren

27.11 Schlafstörungen

27.11.1 Primäre Schlafstörung

27.11.2 Sekundäre Schlaf stö run gen

28 Psychiatrie und Psychosomatik

28.1 Einführung

28.1.1 Risiko- und Schutzfaktoren psychischer Erkrankungen

28.1.2 Klassifikation psychischer Krankheiten

28.2 Leitsymptome und Differenzialdiagnose

28.2.1 Übersicht

28.2.2 Krankhafte Angst

28.2.3 Depressive Verstimmung

28.2.4 Nervosität und Reizbarkeit

28.2.5 Sinnestäuschungen, Halluzinationen und Wahn

28.2.6 Gedächtnis- und Konzentrationsstörungen, Vergesslichkeit

28.2.7 Denkstörungen

28.2.8 Bewusstseinsstörungen

28.2.9 Verwirrtheit und Desorientierung

28.3 Diagnoseverfahren

28.3.1 Elementarfunktionen

28.3.2 Anamnese

28.3.3 Körperliche Untersuchung

28.4 Behandlungsverfahren

28.4.1 Psychotherapie

28.4.2 Psychopharmaka

28.5 Affektive Störungen

28.5.1 Depression

28.5.2 Depressive Verstimmung

28.5.3 Winterdepression

28.5.4 Manie und manischdepressive Erkrankung

28.6 Kontaktstörungen

28.7 Intelligenzstörungen

28.8 Störungen der Psychomotorik

28.9 Angsterkrankungen

28.9.1 Generalisierte Angststörung

28.9.2 Phobien

28.9.3 Panikattacken

28.10 Zwangsstörungen

28.11 Dissoziative Störung

28.12 Schizophrene Störungen

28.13 Belastungs- und Anpassungsstörungen

28.13.1 Akute Belastungsreaktion

28.13.2 Posttraumatische Belastungsstörung

28.13.3 Anpassungsstörung

28.14 Persönlichkeitsstörungen und Borderline-Syndrom

28.14.1 Persönlichkeits störungen

28.14.2 Borderline-Störung

28.15 Abhängigkeitserkrankungen

28.15.1 Alkoholkrankheit

28.15.2 Nikotinabhängigkeit

28.15.3 Cannabisabhängigkeit

28.15.4 Abhängigkeit von harten Drogen

28.15.5 Spielsucht

28.16 Essstörungen

28.16.1 Anorexia nervosa

28.16.2 Bulimie

28.16.3 Binge Eating

28.17 Somatoforme Störungen

28.17.1 Somatisierungsstörung, hypochondrische Störung und somatoforme Schmerzstörung

28.17.2 Hyper ventilations syndrom

28.17.3 Burn-out-Syndrom

28.18 Organische psychische Erkrankungen

28.18.1 Akute organische Psychose

28.18.2 Chronische organische Psychose

28.19 Suizidalität

29 Schwangerschaft, Geburt und Stillzeit

29.1 Einführung

29.2 Physiologische Schwanger schaft

29.2.1 Diagnose: schwanger

29.2.2 Entwicklung des Kindes

29.2.3 Entwicklung der Plazenta

29.2.4 Schwangerschaftsbedingte Ver änderungen im mütterlichen Organismus

29.3 Schwangerschaftsvorsorge und Pränataldiagnostik

29.3.1 Gesetzliche Schwanger schaftsvorsorge

29.3.2 Pränataldiagnostik

29.3.3 Pränatale Entwicklungs störungen des Kindes

29.3.4 Pränatale Infektionen des Kindes

29.4 Pathologische Schwangerschaft

29.4.1 Vaginalblutungen

29.4.2 Übermäßiges Schwangerschafts erbrechen

29.4.3 Extrauteringravidität

29.4.4 Zervixinsuffizienz

29.4.5 Zystitis und Pyelonephritis

29.4.6 Pilzinfektionen in der Schwangerschaft

29.4.7 Gestations diabetes

29.4.8 Schwangerschafts hyper tonie

29.4.9 Venacava-Kompressionssyndrom

29.5 Störungen der Schwangerschaftsdauer

29.5.1 Vorzeitige Wehen

29.5.2 Abort

29.5.3 Fehlgeburtlichkeit

29.5.4 Frühgeburt

29.5.5 Übertragung

29.5.6 Vorzeitiger Blasensprung

29.6 Störungen der Plazenta, Nabelschnurprobleme und Lageanomalien des Kindes

29.6.1 Placenta praevia

29.6.2 Plazentainsuffizienz

29.6.3 Vorzeitige Plazentalösung

29.6.4 Nabelschnurumschlingung

29.6.5 Nabelschnurvorfall

29.6.6 Lageanomalien des Kindes

29.7 Physiologische Geburt und geburtshilfliche-Operationen

29.7.1 Vorboten einer Geburt

29.7.2 Die Geburtsphasen

29.7.3 Geburtsüberwachung

29.7.4 Perinealriss

29.7.5 Sectio caesarea

29.8 Physiologisches Wochenbett

29.9 Pathologisches Wochenbett

29.9.1 Lochiometra

29.9.2 Endometritis puerperalis

29.9.3 Probleme der Episiotomie

29.9.4 Psychiatrische Erkrankungen nach der Geburt

29.10 Probleme in der Stillzeit

29.10.1 Schlafmangel

29.10.2 Milchmangel

29.10.3 Milchüberschuss

29.10.4 Milchstau

29.10.5 Brustwarzen-Rhagaden

29.10.6 Mastitis puerperalis

30 Pädiatrie

30.1 Einführung

30.2 Kindlicher Körper

30.2.1 Entwicklungsabschnitte im Kindesalter

30.2.2 Perzentilkurven

30.2.3 Reifung des Immunsystems

30.2.4 Vegetarismus und Veganismus

30.3 Leitsymptome und Differenzialdiagnose bei Säuglingen und Kleinkindern

30.3.1 Appetitlosigkeit bei Kindern

30.3.2 Gedeihstörung

30.3.3 Fieber

30.3.4 Vermehrtes Schreien im Säuglingsalter

30.3.5 Hals- und Ohrenschmerzen mit Fieber

30.3.6 Husten bei Kindern

30.3.7 Dyspnoe bei Kindern

30.3.8 Diarrhö bei Kindern

30.3.9 Bauchschmerzen, Übelkeit und Erbrechen

30.3.10 Hautveränderungen und Hautausschläge

30.3.11 Mund schleimhaut veränderungen

30.4 Angeborene Erkrankungen, Geburtstraumata und geburtsassoziierte Spätfolgen

30.4.1 Phenylketonurie

30.4.2 Angeborene Hypothyreose

30.4.3 Adrenogenitales Syndrom

30.4.4 Mukoviszidose

30.4.5 Infantile Zerebralparese

30.4.6 Geburtsverletzungen

30.5 Störungen im Säuglingsalter

30.5.1 Icterus neonatorum

30.5.2 Dreimonatskoliken

30.5.3 Invagination

30.5.4 Milchschorf

30.5.5 Zahnungsschmerzen

30.5.6 Gastroösophageale Refluxkrankheit

30.5.7 Pylorusstenose

30.5.8 Windeldermatitis

30.5.9 Andere Hautausschläge im Säuglingsalter

30.5.10 Stomatitis aphthosa

30.5.11 Plötzlicher Kindstod

30.6 Kinderkrankheiten und andere akute Störungen im Kindesalter

30.6.1 Varizellen

30.6.2 Masern

30.6.3 Mumps

30.6.4 Pertussis

30.6.5 Röteln

30.6.6 Erythema infectiosum

30.6.7 Scharlach

30.6.8 Pseudokrupp

30.6.9 Epiglottitis

30.6.10 Exanthema subitum

30.6.11 Impetigo

30.6.12 Pedikulose

30.6.13 Scabies

30.6.14 Fieberkrämpfe

30.6.15 Purpura Schönlein-Henoch

30.6.16 Infektionsneigung

30.7 Chronische Störungen im Kindes- und Jugendalter

30.7.1 Schulprobleme

30.7.2 Legasthenie

30.7.3 Sprachentwicklungs störung

30.7.4 ADS und ADHS

30.7.5 Essunlust und Anorexie

30.7.6 Übergewicht und Adipositas bei Kindern

30.7.7 Nägelkauen

30.7.8 Schlafstörungen bei Kindern

30.7.9 Albträume

30.7.10 Schlafwandeln

30.7.11 Enuresis

30.7.12 Nabelkoliken

30.7.13 Phimose

30.7.14 Klein- und Großwuchs

30.7.15 Fehlhaltung, Haltungsschwäche und Fehlstellung

30.7.16 Pubertas praecox

30.7.17 Pubertas tarda

30.7.18 Gynäkomastie

30.7.19 Akne

30.7.20 Störungen der Menstruation im Jugendalter

30.7.21 Kindesmisshandlung

30.8 Bösartige Tumoren im Kindesalter

31 Geriatrie

31.1 Einführung

31.2 Physiologie des Alterns

31.2.1 Altern: Entwicklung, Reifung, Abbau

31.2.2 Physiologische Veränderungen

31.3 Leitsymptome und Differenzialdiagnose

31.4 Therapiemethoden mit besonderer Relevanz für den älteren Menschen

31.4.1 Ernährung

31.4.2 Phytotherapie

31.5 Krankheitsbilder im Alter

31.5.1 Demenz

31.5.2 Dekubitus

31.5.3 Kontrakturen

31.5.4 Infektionen und Ent zündun gen in Mund und Rachen

31.5.5 Harninkontinenz

31.5.6 Stuhlinkontinenz

31.5.7 Mangelernährung

31.5.8 Exsikkose

31.5.9 Überwässerung

31.6 Altersbedingte Einschränkungen

31.6.1 Schlafstörungen

31.6.2 Stürze und Sturzprophylaxe

31.6.3 Immobilität

31.6.4 Vereinsamung

Buchteil IV Anhang

32 Labor

32.1 Laboruntersuchungen

32.1.1 Hämatologische Untersuchungen

32.1.2 Klinischchemische Untersuchungen

32.1.3 Serologisch-immunologische Untersuchungen

32.1.4 Mikrobiologische Untersuchungen

32.2 Laborwerte A–Z

32.2.1 α-Amylase

32.2.2 γ-GT

32.2.3 AFP

32.2.4 Albumin

32.2.5 ANA

32.2.6 Antioxidative Gesamtkapazität

32.2.7 AP

32.2.8 Autoantikörper

32.2.9 Bilirubin, Urobilinogen

32.2.10 Blei (Pb)

32.2.11 Blut im Stuhl

32.2.12 Blutbild, großes

32.2.13 Blutbild, kleines

32.2.14 Blutgasanalyse

32.2.15 Blutgerinnungsuntersuchungen

32.2.16 Blutkultur

32.2.17 BSG

32.2.18 Cadmium

32.2.19 CDT

32.2.20 CEA

32.2.21 Chlorid

32.2.22 Cholinesterase

32.2.23 CK

32.2.24 CRP, hsCRP

32.2.25 Differenzialblutbild

32.2.26 Eisen

32.2.27 Eiweißelektrophorese

32.2.28 Erythrozyten

32.2.29 Erythrozytenindizes

32.2.30 Ferritin

32.2.31 Fibrinogen

32.2.32 Fibrin[ogen]spaltprodukte und D-Dimere

32.2.33 Folsäure

32.2.34 FSH

32.2.35 Gesamtcholesterin (Cholesterin)

32.2.36 Gesamteiweiß

32.2.37 GLDH

32.2.38 GOT

32.2.39 GPT

32.2.40 Hämatokrit und Hämoglobin

32.2.41 Hämaturie

32.2.42 Haptoglobin

32.2.43 Harnsäure

32.2.44 Harnstoff

32.2.45 HbA1 und HbA1c

32.2.46 HDL-Cholesterin

32.2.47 HIV-Antikörper

32.2.48 HLA-System, HLA und MHC-Moleküle

32.2.49 Homozystein

32.2.50 Immunglobuline

32.2.51 Insulin, C-Peptid und HOMA-Index

32.2.52 Kalium

32.2.53 Kalzitonin

32.2.54 Kalzium

32.2.55 Ketone im Urin

32.2.56 Kortisol

32.2.57 Kreatinin

32.2.58 Kreatinin-Clearance und Cystatin C

32.2.59 Laktat

32.2.60 LDH

32.2.61 LDL-Cholesterin

32.2.62 LDL-HDL-Quotient

32.2.63 Leukozyten

32.2.64 LH

32.2.65 Lipase

32.2.66 Lipoprotein [a]

32.2.67 Magnesium

32.2.68 Multi-IgE-Suchtest mit Nahrungsmittelscreen und Inhalationsscreen

32.2.69 Natrium

32.2.70 Nüchternblutzucker

32.2.71 oGTT

32.2.72 Estradiol und Estriol

32.2.73 Pankreas-Elastase 1 im Stuhl

32.2.74 Phosphat und Phosphat-Clearance

32.2.75 Prolaktin

32.2.76 PSA

32.2.77 PTT

32.2.78 PTZ

32.2.79 Quecksilber

32.2.80 Quick-Wert und INR

32.2.81 Retikulozyten

32.2.82 Rheumafaktoren

32.2.83 Schilddrüsen-Autoantikörper

32.2.84 T3

32.2.85 T4 und TBG

32.2.86 Testosteron und SHBG

32.2.87 Thrombozyten

32.2.88 Thyreoglobulin (Tg)

32.2.89 Transferrin und Transferrin-Sättigung

32.2.90 Triglyzeride

32.2.91 Troponine

32.2.92 TSH und TRH-Stimulationstest

32.2.93 Tumormarker

32.2.94 Vitamine

Bildnachweis

Abkürzungen

Sachverzeichnis

Grundlagen

1 Berufskunde für Heilpraktiker

1.1 Der Heilpraktiker: Beruf und Berufung

1.1.1 Historische Entwicklung der traditionellen Naturheilkunde

1.1.2 Das Heilpraktikergesetz

1.1.3 Der Heilpraktiker als freier Beruf

1.1.4 Berufsorganisationen von Heilpraktikern

1.1.5 Die sektorale Heilpraktikererlaubnis

1.1.6 Ausbildungseinrichtungen und -wege

1.2 Behandlungsvertrag

1.2.1 Aufklärungspflicht

1.2.2 Behandlungspflicht

1.2.3 Sorgfaltspflicht

1.2.4 Dokumentationspflicht

1.2.5 Schweigepflicht und Datenschutz

1.3 Für den Heilpraktiker relevante Gesetze

1.3.1 Die Praxisanmeldung

1.3.2 Das Arzneimittelgesetz

1.3.3 Das Betäubungsmittelgesetz

1.3.4 Das Infektionsschutzgesetz

1.3.5 Die Hygieneverordnung

1.3.6 Das Transfusionsgesetz

1.3.7 Die Röntgenverordnung

1.3.8 Der Schwangerschaftsabbruch

1.3.9 Das Embryonenschutzgesetz

1.3.10 Das Kastrationsgesetz

1.3.11 Das Medizinproduktegesetz

1.3.12 Das Heilmittelwerbegesetz

1.3.13 Das Bestattungsgesetz

1.1 Der Heilpraktiker: Beruf und Berufung

Der Beruf des Heilpraktikers wurzelt im alten Wissen über die Heilkräfte der Natur. Diese versteht er auf dreifache Weise zu nutzen:

als Heilungspotenzial, das in Natur und Pflanzen steckt

als Selbstheilungskräfte des Patienten und schließlich

als Heilbegabung in sich selbst.

Krankheiten betrachtet der Heilpraktiker nie isoliert, sondern zielt mit seiner Therapie immer auf das geistig-seelisch-körperliche Gleichgewicht des Patienten.

Eine solche Ganzheitlichkeit im Verständnis von Mensch, Gesundheit und Krankheit ist die Basis, auf der der Heilpraktiker seine Heilbegabung und sein therapeutisches Wissen entfalten kann.

Potenzial und Nutzen der Naturheilkunde

Die Heilbegabung ist Fundament und Berufung für den Heilpraktikerberuf, genügt aber nicht allein, um den Anforderungen als Heilpraktiker gerecht zu werden. Verantwortungsbewusstes Handeln bedeutet auch, sein Potenzial und seine Grenzen als Heilpraktiker zu kennen und daraus die richtigen Konsequenzen zum Wohle des Patienten zu ziehen.

▶Abb. 1.01 Die Kneippkur. [WKY Pawel Drozd]

In der Praxis ist die Ausübung des Heilpraktikerberufs deshalb untrennbar mit der Fähigkeit verknüpft, sich selbst und sein berufliches Können sowie Nichtkönnen realistisch einzuschätzen. Dafür muss der Heilpraktiker sich selbst und seine Arbeit stets von Neuem überdenken und reflektieren. Er muss sich im Klaren darüber sein, welche Behandlung und welche Therapie für den Patienten die beste ist und ob er über die dafür notwendigen Kenntnisse und Fähigkeiten verfügt.

Fühlt sich der Heilpraktiker nicht befähigt, die optimale Behandlung selbst durchzuführen, muss er in der Lage sein, dem Patienten geeignete Alternativen zu vermitteln, und ihn z. B. an einen Kollegen überweisen. So wird der homöopathisch spezialisierte Heilpraktiker Patienten mit Fehlhaltungen etwa an einen chiropraktisch ausgebildeten vermitteln. Der Heilpraktiker sollte aber stets auch die Möglichkeit einer schulmedizinischen Behandlung als alternative Therapie in Betracht ziehen. Insbesondere bei medizinischen Notfällen und schweren akuten Gesundheitsstörungen ist dies unerlässlich.

1.1.1 Historische Entwicklung der traditionellen Naturheilkunde

Das Bestreben, Kranke zu heilen und Gesundheit zu erhalten, ist so alt wie die Menschheit selbst. Viele Jahrhunderte lang gab es dabei keine Unterscheidung zwischen Naturheilkunde und der an den Schulen gelehrten wissenschaftlichen Medizin. Sie begann sich erst im Mittelalter herauszubilden.

Die Tradition der westlichen Heilkunde reicht bis in die Antike zurück. Sie beruft sich auf die Säftelehre oder Humoralpathologie der Hippokratiker und des römischen Arztes Galen. Diese Lehre geht von einem Gleichgewicht im Zusammenspiel der vier Körpersäfte – Blut, schwarze Galle, gelbe Galle und Schleim – aus, das verantwortlich ist für die Gesundheit. Krankheiten entstehen, wenn die vier Säfte aus dem Gleichgewicht geraten.

Der einflussreichste Kritiker der Vier-Säfte-Lehre war Theophrast Bombast von Hohenheim, besser bekannt als Paracelsus. Er wirkte im 16. Jahrhundert als Mediziner, Alchimist, Astrologe und Philosoph. Obwohl er die Medizin an einer italienischen Universität studierte, gilt er doch zugleich als Begründer der Naturheilkunde im engeren Sinne. Er war von der Heilkraft der Pflanzen überzeugt, die jedoch in der Paracelsus-Medizin erst durch alchimistische Zubereitungen – wie Kochen, Destillieren oder Pulverisieren – zu Arzneien wurden. Dabei kam es vor allem auf die Dosis an, denn der gleiche Wirkstoff konnte Arznei oder Gift sein, je nachdem, in welcher Dosis der Patient ihn zu sich nahm.

Merke: Dosis facit venenum – „Die Dosis macht das Gift“.

Die Unterscheidung zwischen akademischen Medizinern und heilkundigen Laien begann sich im Mittelalter auszuprägen. Mit der Gründung von Universitäten im 12. und 13. Jahrhundert begann die scholastische Medizin, also die auf der Wissenschaft basierende Heilkunde, ihren Siegeszug. Jetzt standen die studierten Mediziner den Naturheilkundigen aus dem Volke gegenüber, die sie als Quacksalber und Kurpfuscher in Verruf brachten. Was das Praktizieren anbetraf, waren die Ärzte klar im Vorteil, da sie die alleinige staatliche Erlaubnis dafür hatten. Inhaltlich jedoch waren sich die zwei Disziplinen bis ins 19. Jahrhundert sehr ähnlich – beide fußten noch immer auf der Säftelehre Galens. Daneben spielte vor allem die Heilkräuterkunde der Klostermedizin eine wichtige Rolle, wie sie etwa Hildegard von Bingen betrieb.

▶Abb. 1.02 Porträts von Paracelsus (links), Rudolf Virchow (Mitte) und Sebastian Kneipp (rechts). [WKY]

Erst im 19. Jahrhundert brach die europäische Ärzteschaft mit diesen Traditionen. Der Mediziner Rudolf Virchow entwickelte die Zellularpathologie und begründete damit die moderne Medizin auf der Grundlage naturwissenschaftlicher Erkenntnisse. Die Vorstellung, dass Krankheiten auf Zerstörungen von Körperzellen beruhen, verdrängte in der akademischen Medizin die Humoralpathologie. Die Entdeckung von Bakterien und Viren als Krankheitserreger und die wachsende Popularität von Naturwissenschaften sowie die Erfolge der Medizintechnik – etwa durch die Erfindung von Desinfektionsmitteln und Narkosegasen – taten ein Übriges. Nicht mehr der Mensch als Ganzes stand im Mittelpunkt, sondern einzelne Störungen und kranke Organe. Dabei geriet ein großer Schatz traditionellen Heilwissens in Vergessenheit, in der Phytotherapie (▶S. 891) sogar innerhalb kurzer Zeit.

Die Bewegung der Naturheilkunde

Als Reaktion auf die Fortschrittsgläubigkeit der Schulmedizin formierte sich auch die traditionelle Heilkunde neu als Naturheilbewegung. Ihr Ziel war es, möglichst der Natur gemäß zu behandeln und die Ganzheit des Patienten aus Körper und Seele zu achten. Die Naturheilkunde blieb dabei der medizinischen Tradition der Antike treu und wurde zudem im 19. Jahrhundert von großen Persönlichkeiten der Volksmedizin um neue Therapieverfahren erweitert: Dazu zählt etwa der Theologe Sebastian Kneipp, der die bis heute beliebte Hydrotherapie (▶S. 174) begründete. Eigene Verfahren mit Wassergüssen entwickelten auch seine Zeitgenossen Vinzenz Prießnitz,Johann Schroth und Carl Baunscheidt, nach dem das bis heute angewandte ableitende Baunscheidtverfahren (▶S. 151) benannt ist.

Kurierverbot versus Kurierfreiheit

All diese Heilkundigen sahen sich einem großen Problem gegenüber: Sie mussten mehr oder weniger heimlich therapieren – das seit 1851 bestehende Kurierverbot ließ ihnen keine andere Wahl. Es untersagte allen Heilkundigen, die keine studierten Ärzte waren, jegliche Heilbehandlung am Menschen. So wurde Kneipp mehrfach wegen „Kurpfuscherei“ angeklagt und zu Geldstrafen verurteilt. Die erzwungene Erklärung, das Kurierverbot künftig zu beachten und auch Armen nicht mehr zu helfen, brach er, als 1854 in dem Ort Boos – wo Kneipp als Kaplan tätig war – eine Choleraepidemie ausbrach.

18 Jahre nach seiner Einführung fiel das Kurierverbot wieder, zunächst in den norddeutschen Staaten und 1872 im ganzen Deutschen Reich. Im Rahmen der neuen Kurierfreiheit durften jetzt auch nicht approbierte Heilkundige praktizieren, sich allerdings nicht als Ärzte bezeichnen. Damit wurde die Trennung beider Berufe offiziell.

Für die Naturheilkunde bedeutete die Kurierfreiheit zudem, dass sich Heilkundige der verschiedensten Disziplinen – Homöopathen, Pflanzenheilkundler, Hydrotherapeuten und andere – professionell organisieren konnten. Dies war auch dringend notwendig, um in der Auseinandersetzung mit den approbierten Ärzten, denen die Kurierfreiheit ein Dorn im Auge war, besser bestehen zu können. Rasch gründeten die Heilkundigen Verbände und Zusammenschlüsse. Der erste heilkundliche Berufsverband im engeren Sinne war der 1888 gegründete Verein Deutscher Magnetopathen. 1903 entstand der Schutzbund der Heilkundigen – schon im Namen wird seine Aufgabe deutlich: die Angriffe auf die Kurierfreiheit abzuwehren. Es entwickelten sich in dieser Zeit außerdem die ersten Schulen, in denen Heilkundige ihr Wissen vermitteln konnten. 1892 entstand die Freie Hochschule für Naturheilkunde in Berlin. Ein erfolgreicher Abschluss solch einer Schule war jedoch keine Voraussetzung zur Ausübung des Heilberufs. Die Kurierfreiheit garantierte jedem die Möglichkeit, ohne Ausbildung und ohne Prüfung zu praktizieren.

In den Wirren des Ersten Weltkriegs und der darauf folgenden Weimarer Republik war auch die Entwicklung des Berufsstands der Heilpraktiker eingeschränkt. Das führte zu einer Umstrukturierung und Neuorganisation in der Vereinslandschaft. In den 1920er-Jahren war der stärkste Berufsverband der Heilpraktiker der Verband der Heilkundigen Deutschlands e. V. Höhepunkt dieser Entwicklung war 1931 in Berlin die Gründung einer Hochschule, mit dem Ziel, den Berufsstand zu einen und durch die Ausbildung auch einer gesetzlichen Ordnung anzunähern.

▶Abb. 1.03 HPG Reichsgesetzblatt. [FRG]

Ende im Nationalsozialismus

Diese Bemühungen scheiterten jedoch mit dem Beginn des Nationalsozialismus. Das Naziregime hatte kein Interesse an einem starken und unabhängigen Berufsstand der Heilpraktiker, der nicht nur der Schulmedizin kritisch gegenüberstand. Es schaffte alle bestehenden Verbände ab und etablierte stattdessen den straff kontrollierten Heilpraktikerbund Deutschland, in dem die Mitgliedschaft verpflichtend war. Auch die Ausbildung wurde 1935 zentralisiert in einer einzigen Heilpraktikerschule in München, das sich damals als „Hauptstadt der NS-Bewegung“ titulierte.

Für die Nazis blieb ein letztes Problem: Die noch immer bestehende Kurierfreiheit widersprach dem Ziel der totalen Kontrolle und Gleichschaltung aller freien Berufe im NSStaat. Um die Kurierfreiheit abzuschaffen und die Zugehörigkeit zum Heilpraktikerberuf gesetzlich zu regeln und zu begrenzen, wurde im Februar 1939 das Gesetz über die berufsmäßige Ausübung der Heilkunde ohne Bestallung erlassen: die Ur-Version des heute gültigen sogenannten Heilpraktikergesetzes. Auch wenn das Naziregime die Ausübung der Heilkunde im Dritten Reich stark reglementierte, so hatte dies doch einen positiven Nebeneffekt: Mit dem Beruf des Heilpraktikers entstand in Deutschland – neben den Ärzten – ein zweiter rechtsgültiger freier Heilberuf, der selbstständig ausgeübt werden konnte.

Das ist eine Besonderheit im deutschen Berufsrecht, die bis heute die Lage der Heilpraktiker prägt. In anderen Ländern, etwa in Österreich, blieb die Ausübung der Heilkunde Nichtärzten untersagt. Das Ärztegesetz und das Ausbildungsvorbehaltegesetz sichern dort allein den approbierten Ärzten die Erlaubnis zum Heilberuf. Dieses Verbot hat der Europäische Gerichtshof bereits geprüft und als zulässig bestätigt. In der Schweiz dagegen gibt es analog zu Deutschland einen gesetzlich anerkannten Beruf, der in einigen Kantonen „Heilpraktiker“, in anderen „Naturarzt“ oder „Naturheilkundiger“ heißt.

1.1.2 Das Heilpraktikergesetz

Die Entstehung eines Berufs, der verhindert werden sollte

Das Heilpraktikergesetz (HPG) begrenzte erstmals den Zugang zum Heilpraktikerberuf. Dies erfolgte vor allem über eine Zugangsqualifikation, die amtsärztliche Überprüfung, die ab 1941 vorgeschrieben war. Es definiert die Zugehörigkeit zum Beruf und legt die Bezeichnung „Heilpraktiker“ als offizielle Berufsbezeichnung fest.

Auch wenn der Wortlaut des Heilpraktikergesetzes dem Heilpraktikerberuf erstmals Gesetzesrang verschaffte – sein Ziel war nicht dessen Festigung, sondern im Gegenteil seine Abschaffung. Denn das Gesetz sicherte zwar bestehenden Heilpraktikern das Recht zur Berufsausübung, erschwerte aber jegliche Neuzulassung. Es zielte darauf ab, den Beruf des Heilpraktikers innerhalb kürzester Zeit aussterben zu lassen. Daher wurden auch alle Ausbildungsstätten geschlossen. Die bereits praktizierenden Heilpraktiker mussten einen Zulassungsantrag stellen, um weiterhin tätig sein zu dürfen – von den 12 000 Antragstellern erhielten jedoch nur 3 000 einen positiven Bescheid.

Nach dem Untergang des Nazi-Regimes blieb das Heilpraktikergesetz im Prinzip in Kraft. Sein eigentlicher Kern jedoch, das Ausbildungsverbot, hatte sich erübrigt. Mit den Gesetzen der neuen Bundesrepublik Deutschland war es mit dem im Grundgesetz festgeschriebenen Recht der freien Berufswahl nicht mehr vereinbar. Das bestätigte auch das Bundesverfassungsgericht nochmals im Jahre 1988. Dieser Passus und andere nationalsozialistische Inhalte wurden also gestrichen, und es blieb ein noch heute gültiges Gesetz, das die Arbeit der Heilpraktiker als freien Beruf anerkennt.

Zusammengefasst besagt das Heilpraktikergesetz, dass, wenn man nicht Arzt ist, die Heilkunde nur nach entsprechender Erlaubnis ausgeübt und nicht im Umherziehen ausgeübt werden darf. Zusätzlich definiert das Gesetz den Strafrahmen bei Verstoß gegen diese Vorschriften.

Grundlegend für das heutige Selbstverständnis des Heilpraktikers ist § 1.

HPG § 1

(1) Wer die Heilkunde, ohne als Arzt bestallt zu sein, ausüben will, bedarf dazu der Erlaubnis.

(2) Ausübung der Heilkunde im Sinne des Gesetzes ist jede berufs- oder gewerbsmäßig vorgenommene Tätigkeit zur Feststellung, Heilung oder Linderung von Krankheiten, Leiden oder Körperschäden bei Menschen, auch wenn sie im Dienste von anderen ausgeübt wird.

(3) Wer die Heilkunde bisher berufsmäßig ausgeübt hat und weiterhin ausüben will, erhält die Erlaubnis nach Maßgabe der Durchführungsbestimmungen; er führt die Berufsbezeichnung „Heilpraktiker“.

Die Bezeichnung „bestallter Arzt“ in § 1 Absatz 1 HPG geht auf den Begriff „in ein Amt bestellt“ zurück. Heute spricht man von approbierten, also „geprüften“ Ärzten und Heilberuflern, denn auch Apotheker, psychologische Psychotherapeuten und Tierärzte werden approbiert. Im Gegensatz dazu übt der Heilpraktiker seinen Beruf zwar selbstständig, aber ohne Approbation aus. Er hat die Pflicht, bei der Ausübung die Bezeichnung „Heilpraktiker“ zu führen.

Der Begriff „Ausübung“ aus § 1 Absatz 2 HPG lässt sich nach zwei Kriterien präzisieren. Berufsmäßig übt die Heilkunde jeder aus, dessen Heiltätigkeit nicht einmalig, sondern dauerhaft angelegt ist. Dies trifft bereits zu, sobald auch nur die Absicht besteht, sie zu wiederholen. Auch ob er die Tätigkeit in Rechnung stellt oder unentgeltlich ausübt, spielt dafür keine Rolle. Anders bei der gewerbsmäßigen Ausübung, die vorliegt, sobald die Tätigkeit in irgendeiner Weise entlohnt wird. Nicht zu verwechseln ist die gewerbsmäßige Ausübung mit einem Gewerbe, auch wenn der Begriff daran erinnert.

Bei Ausübung der Heilkunde übt der Heilpraktiker kein Gewerbe aus, der Heilpraktiker ist Freiberufler.

§ 3 des Heilpraktikergesetzes regelt auch, dass der Heilpraktiker ohne festen Praxissitz und ohne Begründung einer Niederlassung nicht arbeiten darf, er darf also z. B. nicht ein Zimmer einer Gaststätte zum Sprechzimmer umfunktionieren, um dort dann Sprechstunde abzuhalten.

Ausübung der Heilkunde im Sinne des Gesetzes liegt auch vor, wenn die Tätigkeit nur einmal ausgeübt wird. Der Gesetzgeber unterstellt eine Wiederholungsabsicht. Auch wenn die Behandlung innerhalb der engen Familie oder unentgeltlich erfolgt, liegt Ausübung der Heilkunde vor, wenn die Behandlung ärztliche oder heilkundliche Fachkenntnisse voraussetzt und gesundheitliche Schäden verursachen kann.

Die genaue Bedeutung der „Tätigkeit zur Feststellung, Heilung und Linderung von Krankheiten, Leiden oder Körperschäden“ ergibt sich aus der Definition der einzelnen Begriffe. So bedeutet:

Feststellung

die Diagnose und Anamnese

Heilung

die Behebung der Krankheit oder des Leidens und

Linderung

die Besserung des Gesundheitszustands.

Nicht zur Tätigkeit der Heilung und Linderung zählen prophylaktische Maßnahmen, d. h. Empfehlungen, die zur Vermeidung von Krankheiten gegeben werden.

Eine Krankheit ist aus Sicht der Rechtsprechung seitens des Bundesgerichtshofs klar umrissen als „jede auch noch so unerhebliche oder vorübergehende Störung der normalen Beschaffenheit oder der normalen Körpertätigkeit, die geheilt werden kann“.

Leiden sind lang anhaltende, häufig kaum oder gar nicht mehr therapeutisch beeinflussbare Funktionsstörungen. Körperschäden hingegen umfassen irreparable Störungen der normalen Körperbeschaffenheit und -tätigkeit wie Blindheit, Amputation oder Querschnittslähmung. Da sie nicht heilbar sind, werden sie nicht als Krankheiten betrachtet.

Das Heilpraktikergesetz ist ein Verbotsgesetz; das bedeutet, dass der Heilpraktiker im Grundsatz alles behandeln darf, was ihm nicht ausdrücklich verboten ist (▶Tab. S. 35).

Beschränkungen

Die Berufs- und Tätigkeitsbeschränkungen des Heilpraktikers lassen sich in einer Negativliste zusammenfassen, denn er kann alle Tätigkeiten ausüben, die nicht ausdrücklich durch Gesetz verboten sind (Missbrauchsprinzip, kein Verbotsprinzip). Der Heilpraktiker muss also alle Gesetze kennen, die seine Tätigkeit einschränken.

Beschränkungen nach dem Heilpraktikergesetz:

keine Berufsausübung unter einer anderen Bezeichnung als der Bezeichnung „Heilpraktiker“ (§§ 1, 3)

keine Ausübung der Heilkunde im Umherziehen

keine Ausübung der Zahnheilkunde.

Beschränkungen nach Durchführungsverordnung über die Vereinheitlichung im Gesundheitswesen:

Verbot, bei gelegentlichen Vorträgen oder im Anschluss daran Heilkunde auszuüben oder Arznei- oder Geheimmittel feilzubieten oder zu verkaufen (§ 2)

keine Durchführung der Leichenschau, keine Ausstellung von Totenscheinen.

Beschränkungen nach dem Infektionsschutzgesetz vom 1.1.2001:

kein Ausstellen von Impfausweisen (§ 22)

indirekt: keine Durchführung von Schutzimpfungen (§ 20–22)

Verbot der Arbeit ohne Erlaubnis mit vermehrungsfähigen Keimen (§ 44)

Behandlungsverbot für Personen, die an einer der in § 6 Absatz 1 oder § 34 Absatz 1 genannten/aufgeführten übertragbaren Krankheiten erkrankt oder dessen verdächtig sind oder die mit einem Krankheitserreger nach § 7 infiziert sind (§ 24 IfSG)

Behandlungsverbot für sexuell übertragbare Krankheiten und für Krankheiten oder Krankheitserreger, die durch eine Rechtsverordnung … in die Meldepflicht einbezogen sind (§ 24 IfSG).

Beschränkungen nach dem Gesetz über den Verkehr mit Arzneimitteln vom 24.08.76:

Verbot der gewerbs- oder berufsmäßigen Herstellung oder Abgabe von Arzneimitteln ohne Erlaubnis (§ 13)

Verbot der Verschreibung von Arzneimitteln, deren Verordnung ausdrücklich Ärzten vorbehalten ist (§ 48).

Weitere Berufseinschränkungen oder zu beachtende Verbote aus verschiedenen Gesetzen und Verordnungen:

Gesetz über die Werbung auf dem Gebiet des Heilwesens:

Verbot, unzulässige, irreführende Werbung im Zusammenhang mit der Berufsausübung zu betreiben

Betäubungsmittelgesetz

(BtMG) vom 28.7.1981: Verbot der Verordnung von Betäubungsmitteln. Ausnahme: Opium ab D 6

Hebammengesetz

vom 2.3.1974 § 4: Verbot, Geburtshilfe zu leisten. Ausnahme: Notfälle

StPO § 81: Verbot, im Zusammenhang mit strafbaren Handlungen Blut zu entnehmen und/oder zu untersuchen, sowie körperliche Untersuchungen durchzuführen

Reichsversicherungsordnung (RVO) §§ 122, 182: Verbot der Durchführung von Heilbehandlungen nach der RVO, also keine Behandlung auf Krankenschein

Verbot der Benutzung des Rotkreuzzeichens oder des schweizerischen Staatswappens ohne besondere Erlaubnis im Zusammenhang mit der Berufsausübung

Verbot der Führung eines akademischen Titels ohne Genehmigung einer deutschen Behörde, auch wenn er von einer ausländischen Hochschule verliehen wurde

Abfallbeseitigungsgesetz:

Verbot, in der Praxis anfallenden Müll oder Abfall anders als durch die Ortsbehörde vorgeschrieben zu beseitigen. Die Übergabe an die öffentliche Müllabfuhr ist zwingend vorgeschrieben.

Medizinproduktegesetz

und

Eichgesetz:

Verbot der Benutzung von Medizingeräten, die nach dem 14.6.1998 erstmalig in den Handel gebracht wurden, ohne „CE“-Kennzeichnung. Eine Ausnahmeregelung erlaubt aber den Verkauf von Medizinprodukten ohne CE-Kennzeichen bis zum Jahre 2001. Bereits in Gebrauch befindliche Medizinprodukte ohne CE-Kennzeichnung dürfen weiter betrieben werden bis zu ihrem natürlichen Ende.

Unterbringungsgesetz:

Verbot der zwangsweisen pflegerischen Einweisung in eine psychiatrische Anstalt. Diese ist nur Ärzten in Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft gestattet.

Röntgenverordnung

(RöV) §§ 20, 21: Verbot der Anwendung von Röntgenstrahlen am Menschen ohne ausdrückliche Erlaubnis

Kastrationsgesetz

BGBl I

S. 1 143

/GVBl

S. 1 347

: Verbot der Kastration.

Da der Heilpraktiker alles darf, was nicht durch Gesetz verboten ist, dürfte er einen entzündeten Wurmfortsatz – Blinddarm ist eigentlich anatomisch nicht korrekt – operieren. Andererseits darf er nicht grob fahrlässig handeln und muss demzufolge das Operieren gelernt haben und eine dem Stand der Technik und Hygiene entsprechende Ausrüstung besitzen.

Wie wird man nun Heilpraktiker?

Die Voraussetzungen, um die im Heilpraktikergesetz festgeschriebene Erlaubnis zur Berufsausübung zu erhalten, sind in der 1. Durchführungsverordnung (DVO) zum HPG geregelt.

Um als Heilpraktiker überhaupt zugelassen werden zu können, muss der Antragsteller vier grundlegende Voraussetzungen erfüllen:

Er muss mindestens 25 Jahre alt sein.

Er muss mindestens einen Hauptschulabschluss vorweisen.

Er muss seine sittliche Zuverlässigkeit nachweisen.

Er muss seine ausreichende völlige körperliche und seelische Gesundheit belegen.

Das festgelegte Mindestalter von 25 Jahren wird in Fachkreisen kritisch gesehen und als wenig verfassungskonform betrachtet, da es die Berufausübung möglicherweise ohne triftigen Grund einschränkt – vor allem, da seit 2008 für andere Heilberufe wie Hebammen oder Physiotherapeuten die Mindestaltersgrenze aufgehoben wurde. Lediglich für Rettungsassistenten gilt ein Mindestalter von 18 Jahren.

Weitere Ausschlusskritereien sind Drogenabhängigkeit und Approbation als Arzt.