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Die erfolgreiche Strick-Designerin Claudia Laermann hat sich für dieses Buch vom Meer und seinen Mythen inspirieren lassen, um besondere, feminine Modelle zu entwerfen. Luftige Sommerkleider, leichte Cardigans, zarte Tücher und mehr laden dazu ein, sich in wunderschönen Blautönen zu verlieren und in eine magische Meereswelt wegzuträumen. Abgerundet wird das Buch durch atmosphärische Illustrationen und Texte zu maritimen Mythen und Legenden.
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Seitenzahl: 115
Veröffentlichungsjahr: 2025
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Claudia Laermann
Strickmodelle inspiriertvon der Magie des Meeresund seiner Mythen
Vorwort
Über die Autorin
Das Meer und die Frauen
Die Wirkung des Meeres auf Körper und Geist
Das Meer und der Klimawandel
Meer und Mythen
Techniken
Abkürzungen
Danke!
Bilder
Über die Fotografin
Impressum
Die Projekte
Neckholder Top
Weite Hose mit Seitenstreifen
Trägerkleid
Top im Ajourmustermix mit Fransen
Poncho im luftigen Mustermix
Minikleid
Hut
Kurzarmpullover mit Jacquardmuster
Kurzer Wickelrock
Strickkrawatte
Stola
Cardigan
Rock mit Fischschuppenmuster
Kleines Bandana
V-Ausschnitt-Pullover Top Down
Bikini Top
Panty
Rippensocken mit Bumerangferse
Langer Schal mit Wellenfallmaschen
Poncho
Guernsey Pullover
Zopfmustershorts
Schmales Schaltuch
Neckholder Top
Trägerkleid
Top im Ajourmustermix mit Fransen
Hut
Kurzarmpullover mit Jacquardmuster
Kurzer Wickelrock
Stola
Cardigan
Rock mit Fischschuppenmuster
V-Ausschnitt-Pullover Top Down
Poncho
Guernsey Pullover
….fasziniert Menschen seit jeher – die Weite bis zum Horizont, das Glitzern des Wassers, das Rauschen der Wellen, die Kraft der Gezeiten, die unendliche Tiefe. Der Geruch nach Algen und Salz beruhigt und wühlt gleichzeitig auf, weckt Sehnsucht und inspiriert zu freien Gedanken und Gefühlen.
Ich erinnere mich nicht mehr so genau, wann ich diese Faszination zum ersten Mal gespürt habe. Seit ich klein war, fuhr meine Familie – meine Eltern mit einem, zwei, drei und dann mit vier Kindern - mit Segelboot und Akkordeon auf dem Anhänger jeden Sommer vom Rheinland an die Ostsee, wo wir vier wunderbar sorglose Wochen verbrachten, mit Schwimmen, Segeln, Sandburgen bauen, Eis essen und ganz viel Freiheit. Irgendwann hatte ich Wolle und Stricknadeln dabei und habe im Strandkorb das ein oder andere Outfit-Update für den leider unvermeidlichen Schulanfang im Herbst angefertigt.
Diese Zeit hat zweifellos meine Liebe zum Meer geprägt. Egal, ob Ostsee, Nordsee, Mittelmeer oder der indische Ozean – der Blick auf und über das Meer entspannt mich, lässt mich träumen und macht mich mitunter auch sentimental. Das Stricken im Strandkorb ist dann noch das Sahnehäubchen der Entspannung – ein Genuss, den ich sicherlich mit ganz vielen Strickern und Strickerinnen teile.
Die Idee zu diesem Buch aber ist mir beim Besuch eines Balletts von John Neumeier zugeflogen. Es war »Odyssee«, in dem das Meer von Tänzerinnen in faszinierend weitschwingenden kobaltblauen Kleidern dargestellt wurde. Die Farben, die Bewegungen und die Musik haben mich auf die Spur zu den vielen Erzählungen, Mythen und Legenden geführt, die ihren Ursprung im und am Meer haben und von Nixen, Sirenen, Windsbräuten, Meeresgöttern und Piraten erzählen, die mich wiederum zu den Modellen in diesem Buch inspiriert haben.
Ich hoffe, Sie, liebe Strickenden, auf diese geträumte Reise ans Meer mitnehmen zu können, und wünsche Ihnen anregende Strickstunden voller Meeresrauschen.
Wie sind Sie zum Strickdesign gekommen?
Claudia Laermann Übers Zeichnen kam ich zur Mode und von dort zum Strickdesign. Ich habe schon als Teenager viel gestrickt, denn ich war zierlich, meine Größe gab es praktisch nur in der Kinderabteilung. Mir gefielen aber die Looks, die in Modezeitschriften wie Brigitte gezeigt wurden, und die habe ich mir dann auf den Leib gestrickt. Aus dieser Zeit stammt meine Liebe zu Garn und Nadeln, mein Fokus war aber das Zeichnen und Fashion. Deshalb studierte ich Modedesign in Hamburg, im Nebenjob hatte ich jedoch schon mit Handarbeit zu tun: für die Kreativ-Zeitschrift Nicole fertigte ich die Modezeichnungen für den Anleitungsteil anhand der fertigen Modelle, da kam mir meine Handstrickerfahrung zugute. Nach dem Studium fing ich bei Jil Sander als Assistentin an, in dem damals noch kleinen Team war ich vor allem für Modezeichnungen zuständig. Dann fragte mich Jil Sander, ob ich mir Gedanken über Strick machen wollte. High Fashion mit sehr hohem Qualitätsanspruch, maschinell aus superhochwertigen Materialien gestrickt, gehörte danach für viele Jahre zu meinem Job. Als der Hamburger Standort der Marke aufgelöst wurde, habe ich mich selbstständig gemacht, für Labels wie Wunderkind von Wolfgang Joop, Iris von Arnim oder Prada als freie Designerin gearbeitet und auch eine eigene Kollektion vorgestellt. Als die Redaktion von Brigitte wieder mehr zum Thema Handstrick gemacht hat, habe ich dort eigene Designs angeboten. Das hat sich nach und nach weiterentwickelt, und heute beschäftige ich mich überwiegend mit Entwürfen für Garnfirmen, Handarbeitszeitschriften und eigenen Strickbüchern.
Was macht für Sie gutes Handstrickdesign aus?
Claudia Laermann Es müssen wertige Kleidungsstücke dabei herauskommen, die man gern und viel trägt und in denen man sich wohl- und gut gekleidet fühlt. Um solche viel getragenen Lieblingsstücke zu kreieren, muss die Kombination von Garn, Muster, Schnitt und die daraus resultierende Passform stimmig sein. Mein Ziel ist alltagstaugliche, gut sitzende Mode, tragbar und gleichzeitig interessant und up to date.
Wie beschreiben Sie Ihren Stil?
Claudia Laermann Natürlich hat mich meine Zeit mit Jil Sander geprägt, auch bei mir steht nicht das Muster im Vordergrund, sondern das Modell, dessen Aussage, Verarbeitung und Passform. Ein hoher Qualitätsanspruch und die minimalistische Ausprägung sind geblieben, wobei ich glaube, dass meine Entwürfe ein klein wenig femininer sind, und natürlich kommt der Charakter des Handgestrickten dazu. Außerdem bin ich nicht mehr so extrem perfektionistisch, das bringt das Selberstricken mit sich. Ich denke noch immer eher in Kollektionen als in Einzelstücken. Die Zusammenstellung der Modelle genauso wie jeder einzelne Look sind mir wichtig, daher gibt es in diesem Buch auch viele Accessoires, die ein Outfit ergänzen.
Weit draußen im Meer ist das Wasser so blau wie die Blätter der schönsten Kornblumen und so klar wie das reinste Glas.
H. C. Andersen, „Die kleine Meerjungfrau“
