Mein bester Freund - Sandra Olsen - E-Book

Mein bester Freund E-Book

Sandra Olsen

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  • Herausgeber: BookRix
  • Kategorie: Erotik
  • Sprache: Deutsch
  • Veröffentlichungsjahr: 2021
Beschreibung

Der junge Manfred Beck ging noch auf die Uni, als er bereits ein Stellenangebot erhielt. Es war aber weit weg von seinem Wohnort, wo er mit einem der hübschesten Mädchen der Stadt liiert war. Man sprach bereits von Hochzeit. Es sollte eine Wochenendbeziehung werden, was aber nicht so klappte, denn als jüngster Mitarbeiter musste Manfred oft an Wochenenden arbeiten. Nach einem halben Jahr ließ er sich zurückversetzen, um wieder in seiner Heimat und bei seiner Angebeteten zu sein. Nach der Hochzeit suchten sie sich ein Haus außerhalb der Stadt und lebten dort glücklich. Was zur richtigen Familie aber gehörte, das fehlte noch, Kinder. Es sollten mehrere sein, aber es kam ganz anders. Nach dem ersten Kind schlossen sie ihre Familienplanung ab und Manfred ließ sich unfruchtbar machen. Dann passierte es, ein fürchterliches Unglück war schuld daran, dass die Ehe auseinanderbrach und Manfred von seiner Ehefrau verlassen wurde. Er hatte nur noch seinen treuen Freund, den Hund, den er nach dem Unglück aus dem Tierheim geholt hatte, damit seine Ehefrau nicht so allein war. Als dieser Hund ihn dann auch noch verließ, brach die Welt des Mannes total auseinander, sie war leer und trostlos für ihn geworden. Aber dann passierte etwas, was er seinem treuen Freund, dem Hund, eigentlich noch zu verdanken hatte, er lernte eine andere Frau kennen und die Welt sah auf einmal wieder rosig für ihn aus. Mehr wollen wir hier nicht verraten, nur noch das eine, dass Manfred sein neues Leben zwei Hunden zu verdanken hatte. So zeigte sich wieder einmal, dass der Hund der beste Freund des Menschen sein kann. Viel Spaß beim Lesen Sandra Olsen

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Seitenzahl: 69

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Sandra Olsen

Mein bester Freund

Nicht ohne meinen Hund

BookRix GmbH & Co. KG80331 München

Alle Rechte vorbehalten

Nicht ohne meinen Hund

 

 

 

 

 

 

 

Hallo, ich bin Manfred Beck, sechsunddreißig Jahre alt und lebe heute in der Nähe einer deutschen Großstadt.

 

In der Sonne sitzend genehmige ich mir eine Flasche Bier und denke zurück an die Zeit, wo ich noch große Träume hatte, die inzwischen alle wie Butter in der Sonne geschmolzen waren.

 

Langsam zieht noch einmal mein Leben an mir vorbei und ich sehe es so deutlich, als wäre alles nur wenige Tage her.

 

Was war geschehen, ich hatte Schönes und Unschönes erlebt?

 

Hier meine Geschichte wahre.

 

Als die Studienkonferenz vorbei war, schlossen sich mein Freund Pat und ich den Mädchen an.

 

Nachdem die gegenseitige Vorstellung vorbei war, setzten wir uns zusammen und lernten uns gegenseitig kennen.

 

Ungefähr eine Stunde nachdem wir Platz genommen hatten, fing Sara an, unter dem Tisch meine Hand zu halten, sodass es die anderen nicht sehen konnten.

 

Sara war ein Mädchen, etwas schüchtern aber sehr reizvoll.

 

Ich fand das nett, aber doch auch etwas seltsam, da ich noch nie zuvor eine so schöne Dame auf mich aufmerksam gemacht hatte, und jetzt hielt sie sogar heimlich meine Hand, als wollte sie mich nie mehr loslassen.

 

Später bekam ich von ihr die Telefonnummer und rief sie am nächsten Tag auch gleich an, um nach einem Date zu fragen.

 

Sie war wirklich überrascht, dass ich anrief und sagte aber sofort „Ja.“

 

Wir waren fast schon ein Jahr lang zusammen und am nächsten Valentinstag bat ich sie, mich doch zu heiraten.

 

Sie war stolz und willigte sofort ein, meine Frau zu werden.

 

Doch es gab noch einige Fliegen in der Suppe.

 

Wir waren zwar schon lange Zeit zusammen, aber sie war immer noch Jungfrau, und ich hatte nicht allzu viel Erfahrung, damit umzugehen.

 

Während unseres Jahres des Zusammenseins hatten wir nie Sex, oder auch nur darüber geredet.

 

Ich war mitten in meiner Lernphase und wollte gerade meinen Abschluss in Naturwissenschaft machen, als ich ein Angebot für einen Job in Hamburg angeboten bekam, der mehr als zweihundert Kilometer von Berlin entfernt war.

 

Wir hatten noch kein genaues Datum für unsere Hochzeit festgelegt, aber irgendwann sprachen wir vom nächsten Sommer.

 

Der Job in Hamburg bereitete mir einige Schwierigkeiten.

 

Da ich der Neuling war, bekam ich nachts und am Wochenende viele Aufträge, was bedeutete, dass ich nicht jedes Wochenende nach Hause kommen konnte.

 

Ich stellte fest, dass wir, als ich nach Hause kam, zu sehr versuchten, die Zeit mit allerlei Problemen zu füllen, und am Ende sogar viel miteinander stritten.

 

Wir haben sogar einmal im Zorn die Verlobung gelöst (für ca. sechs Stunden).

 

Nach ein paar Monaten im Job ergab sich eine Stelle an einer Schule in Berlin, das ja meine  Heimatstadt war.

 

Mein Chef wusste, dass ich in der Großstadt Hamburg nicht wirklich glücklich war, und bot mir die Umbesetzung nach Berlin an.

 

Nachdem er mir die schriftliche Zusage zum sofortigen Wechsel ausgehändigt hatte, habe ich in Berlin zugesagt und mir eine Woche freigenommen, um mir eine Wohnung zu suchen und  umzuziehen.

 

Ich hatte Sara noch nicht von der Rückkehr erzählt, ich habe ihr nur die Wohnung gezeigt und nachdem sie darin herumgelaufen war und sich umgeschaut hatte, bekam sie diesen fragenden Blick auf ihrem Gesicht und wollte von mir wissen, wem diese Wohnung gehörte und wo ich den Schlüssel dafür herbekommen hätte.

 

Sie meinte dann, dass es eine sehr schöngelegene Wohnung sei und sie sich vorstellen könnte, in einer solchen Wohnung zu leben.

 

Als ich ihr dann von meiner Rückkehr nach Berlin erzählte und dass ich diese Wohnung gemietet hätte, sprang sie auf mich zu und gab mir einen Kuss, an den ich mich noch zehn Jahre später erinnern kann.

 

Wir brachten ihre Sachen in jetzt „unsere“ Wohnung und begannen ein normales Eheleben.

 

Das Leben ging weiter und wir heirateten am ersten Juli des gleichen Jahres.

 

Da wir nicht so viel Geld hatten, verlegten wir unsere Flitterwochen auf das nächste Jahr.

 

Nach ein paar Monaten in meinem Job und nachdem ich richtig Fuß gefasst hatte, wollte Sara unbedingt schwanger werden, denn zu einer richtigen Familie gehöre ein Kind.

 

Sie sagte dann immer, dass wir erst dann eine richtige Familie seien, wenn ein Kind für Unordnung sorgen würde.

 

So sei die Wohnung immer so ordentlich sauber und aufgeräumt, als ob wir in einem Schaufenster wohnen würden.

 

Für Kinder war aber unsere jetzige Wohnung viel zu klein.

 

Also begann ich erneut mit einer Wohnungssuche, die größer war, als unsere jetzige.

 

Plötzlich kam sie auf die Idee, dass unsere Kinder nicht mitten in der Stadt groß werden sollten, sie sollten in gesunder Landluft aufwachsen.

 

Sara kam immer mehr auf den Öko-Trip, sie kaufte nur noch Bio-Waren, was unseren Geldbeutel immer mehr schmälerte.

 

Plötzlich wollte sie keine Wohnung mehr, denn in einem Haus hätten unsere Kinder noch viel mehr Platz und sogar ihre eigenen Zimmer.

 

Warum aber ein Haus mieten, wenn man es auch kaufen könnte, meinte sie dann.

 

Unser Problem aber war, dass wir sehr wenig Geld für eine Anzahlung hatten und die Preise in der Gegend, in der wir wohnten, schneller stiegen, als das Einkommen von uns.

 

Nach mehreren Wochen fand ich in einer Anzeige einen Bungalow mit zwei Schlafzimmern auf einem großen Grundstück, weit außerhalb der Stadt und wir zogen Ende Februar um und Jacob, unser erster Sohn, er wurde im Juli des gleichen Jahres geboren.

 

 

 

2. Kapitel

 

 

 

 

 

 

 

Das Leben war gut, normal und verlief routiniert.

 

Wir lebten uns sehr schnell ein und wurden von den Nachbarn respektiert und anerkannt.

 

Ich ging täglich zur Arbeit und Sara fand einen Teilzeitjob in der größten Bank der Stadt.

 

Nachdem unser Kind geboren war, ging sie in Elternzeit und blieb zu Hause.

 

Sara und ich entschieden, dass ein Kind genug sei und dass die Operation für mich weniger riskant wär als für sie.

 

Da unsere Familienplanung somit abgeschlossen war, unterzog ich mich einer Vasektomie.

 

Diese Vasektomie wurde ambulant in einer urologischen Arztpraxis durchgeführt.

 

Während dieser Operation durchtrennte der Arzt unter örtlicher Betäubung beide Samenleiter im Hodensack.

 

Die Spermien können nun nicht mehr in die Samenflüssigkeit gelangen und mit einem Orgasmus herausgeschossen werden.

 

Der Eingriff dauert etwa dreißig Minuten und dann konnte ich wieder nach Hause gehen.

 

Als ich nach Hause kam, stand der Rettungswagen vor unserem Haus.

 

Was war passiert, warum stand er da, fragte ich mich und rannte los.

 

Als ich das Haus betrat, hörte ich meine Ehefrau weinen und die Sanitäter redeten nicht gerade leise.

 

Mit unserem Kind musste etwas passiert sein, so jedenfalls konnte ich die Worte herausfiltern.

 

In der Wohnung erfuhr ich dann, was während meiner Abwesenheit passiert war.

 

Als meine Ehefrau Sara in das Kinderzimmer kam, fand sie unseren Sohn leblos im Bett liegen.

 

Der Notarzt sagte mir dann, dass ein plötzlicher Kindstod nicht so selten sei, man wisse immer noch nicht, woher dies käme und was der Verursacher sei.

 

Der Begriff plötzlicher Kindstod bedeutet, dass ein Kind ohne Vorwarnung und ohne erkennbare Ursache verstirbt, es liegt einfach tot im Bettchen.

 

Mediziner und Wissenschaftler stellen die Diagnose SIDS, wenn sie selbst nach gründlicher Untersuchung keine andere Todesursache erkennen können.

 

Selbst eine sorgfältige Obduktion (innere Leichenschau), liefert in der Regel keine einheitlichen Ursachen für den plötzlichen Kindstod.

 

Anzeichen oder Warnzeichen lassen sich dabei ebenso wenig finden wie auslösende Umstände.

 

Für die betroffenen Eltern ist ein plötzlicher Kindstod eine Katastrophe und so war es auch für uns.

 

In diesem Moment wurde mir noch nicht klar, dass ich gerade von einer Vasektomie kam, ich also nie mehr ein Kind haben werde.

 

Meine augenblicklichen Gedanken waren anders eingeordnet und galten unserem Kind.

 

 

 

3. Kapitel