Mein Bin im Spin - Metin Aysel - E-Book

Mein Bin im Spin E-Book

Metin Aysel

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Beschreibung

Im Labyrinth der Ratio, an den Grenzen des Denkens, wo das Sein sich in Zweifel und das Ich sich im Werden verliert, beginnt eine Reise, ein Tanz zwischen Philosophie und Poesie, zwischen Wissen und Weisheit. Mein Bin im Spin entfaltet sich als ein literarischer Wirbelwind, ein lyrisches Echo der ewigen Suche nach Sinn, Wahrheit und dem Unfassbaren. Tief verwurzelt in der Mystik, verwebt Metin Aysel die Fragen der Existenz mit den Antworten des Herzens, führt den Leser durch Abgründe des Zweifels und Gipfel der Erkenntnis. Mit einer Sprache, die zugleich sanft und fordernd ist, lädt dieses Buch ein, das eigene Denken in Frage zu stellen, zu verlieren und neu zu entdecken. Ist das Bin in der Drehung verloren oder ist es der Tanz der Seele auf dem Pfad zur Wahrheit? Ein literarisches Meisterwerk für jene, die fühlen, dass Wissen nicht das Ende, sondern der Anfang ist.

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Seitenzahl: 140

Veröffentlichungsjahr: 2025

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Demet Aysel

und

Jonas Bais Aysel

gewidmet

Inhalt

(

D)Ein-Leitung

(

B)In(-)tro-Spektion: Die Ausgangslage

(

Z)-Alim

Oh Thron

Das Streben im Zweifel

Die Suche als Dynamik im Werden

Die Frage aus dem Gestell

Der Rationalist und der Weise: Die Tafeln

Die erste Tafel

Die zweite Tafel

(

B)In(-)tro-Spektion: Die Einladung

Das offene Fenster

Die Perspek-tiefe

(

B)In(-)tro-Spektion: Die Begegnung

Der Rationalist und der Weise: das Kennenlernen

Der Vortrag

Der Kommentar

Die Verwandlung

Die Totenstille

(

B)In(-)tro-Spektion: Basiswissen

Der Mensch

Die Karavane der Liebe

Der Thron im Frohn

Das Wohl im Schatten

Die schicke Mühle

Der Snin

Der Schlüssel

Viel-Man ohn‘ Man

(

B)In(-)tro-Spektion: Leid

Das Feuer im Hie und Heuer

Die leidvolle Reise

Die Plage kam zu Wort

Der Besen

Last und Kausa

Last mit Wohl

Die Versöhnung

Der wandelnde Blick – eine therapeutische Option für die Opferarbeit

Die Gewaltspirale in der Täter-Opfer-Konstellation

Meta-Ebene der Rache-Mitleid-Spirale: Das Schicksals-Bewusstsein

Meta-Ebene der Rache-Mitleid-Spirale: Die Bedürfnisbürgschaft

Meta-Ebene der Rache-Mitleid-Spirale: Die Sinn-/ Hikmet-Perspektive

Meta-Ebene der Rache-Mitleid-Spirale: Handlungsoptionen

Meta-Ebene der Rache-Mitleid-Spirale: Die Transformation in Mitleid

Eine spirituelle Protektion

Die Zuflucht

(

B)In(-)tro-Spektion: Die Liebe

Der Rationalist und der Weise: Die Sehn, die sucht

Das Beharren

Der Diskurs

Der Traum

Die Post

Verfallen dem Verfall

Die Liebe nach dem Un und Ver

Wahre Liebe und die Kerze

Der Intimus I

Der Intimus II

Carmina Vertraute

Der Kummer der Liebe

(

B)In(-)tro-Spektion: Lebensführung

Die Vorbereitung

Das Bewachte Herz

Rat und Heil

Ein Leben im Geben

Das Geb‘ im Leb‘

(

Be-)Wirt larviert

Der Schöpflöffel

Nahm vom Mein

Die Genug-samkeit

Mein und Fasten

Das immerwährende Abendmahl

Die Nacht Ohn(e)Macht

Die Wende

Im Nûr vom Ein

Das Werden als Erde

(

B)In(-)tro-Spektion: Die materielle Existenz

Im Sein doch Kein

Das elementare Quartett

Die Kein zu Ein Notwendigkeit

Ein und Zeit

Die Zeitperzeption und Potenzierung der Perspektive

Der Steinbrech in der Rille

Kausalisein

Die Sein-Löcher

Die Position nach dem Prä

(

B)In(-)tro-Spektion: Die Reise

Im Chor vom Sternenhimmel

Reflektionen zur unglaublichen Reise im Raum-Zeit-Kontinuum

Eine verhängnisvolle Entscheidung in gewusster Unwissenheit

Der freie Fall - eine intergalaktische Reise in Unwissenheit im Raum

Wie ein spriessender Samen

Der Besuch der ursprünglichen Heimat

Ich weiss, dass ich nichts weiss!

Der Rationalist und der Weise: Der Tee und die Reise in oder zur Erkenntnis

Die Mondlandung

Das Offensichtliche und das Nicht-Mehr-Offensichtliche

Die Deutung der Bedeutungen (mana) und der Transformationsprozesse

Der Download

Das Latente und das Manifeste im Werden

Das Erhabene, die Angst, die Last und die Hoffnungslosigkeit

Die Essenz und die Gestalten

Der Vorhang und die Kunst

Die Begegnung in der Erkenntnis

Das Limes der Ratio und der Trunk der Propheten

Eine kosmische Interaktion im Sein

Der Ursprung der wunderschönen Klänge- ein kosmisches Orchester

Eine besondere Form der Mengenlehre und Beziehungskonstellation

Das Mater Scripti – die Levh-i Mahfuz

Taklit – das unreflektierte Übernehmen von Gegebenheiten

(

B)In(-)tro-Spektion: Die einzigwendige Einzigartigkeit

Causa Causarum und die primordiale Singularität

Der einzigartige Apfel

Gewusste Unwissenheit

Das einzigwendige Wachstum in Unwissenheit

Die Einzigartigkeit der Allgemeinwendigkeit

Fall oder Aufstieg in bewusster Unwissenheit

(

B)In(-)tro-Spektion: War – Bin – Wird, oder das wahrhaftige Selbst

Die Bins im Werden

Dein Mich

Das wahre War

Verflossen mein Mein

Die Bergung

Die Räumung

Die Pupille

La Dolce Mortem - Der Tod vor dem Tot

(D)Ein-Leitung

Die Suche nach Orientierung ist eines der grössten Bestrebungen des Menschen. Vieles, ja wenn nicht sogar alles, was wir beabsichtigen, uns zum Ziel setzen, begehren und dann auch tatsächlich machen dient zum Grossteil diesem Zweck unserer Existenz. Damit erhoffen wir uns Ruhe im Ungleichgewicht unseres Werdens. Im stetigen Wandel unseres Selbst und der Veränderung der Umstände sind wir durchgehend angewiesen auf neue Definitionen, Erkenntnisse, Wissen, Erfahrung und damit Strategien auf der Betrachtungs- und Handlungsebene des Erlebten und des Erleben-Werdenden. Die einseitige Betrachtungsweise engt unseren Blick oftmals stark ein und wir finden uns in einer Kaskade der selbstreferenzierten Tatsachengenerierung. Anhand des als Gewusst-Geglaubten wird der jeweilige Zustand bewertet, aus der wiederum neue Tatsachen abgeleitet werden. Doch diese Ableitungen entspringen den Fakten, die wiederum selbst aus dem verzerrten und eingeengten Blickwinkel entstanden waren.

Das Selbst, oder hier in dem vorliegenden Buch als “Bin” bezeichnete Subjekt, fängt an sich im Kreis der eingeschränkten Blickweise zu drehen. Doch es handelt sich zunächst um eine Drehung im Kreise einer Abwärtsspirale. Zerrissenheit und Suche, zunächst in Verzweiflung, ermöglichen im Gleichgewicht angetrieben von Neugier die Begegnung. Erkenntnisse und Sichtweisen aus Weisheiten in Zusammenführung und universeller Ausarbeitung erlauben es die Drehung in einen Spin zu verwandeln, diesmal einem Spin mit einer Aufwärtsspirale nach oben. Ein Oben ohne Grenzen, ein Oben, welches das Potenzial der Seele alles umfassen zu können belebt und eine unglaubliche Reise vorantreibt in die Tiefen des Universums in Unkenntnis und Neugier parallel zu einer Sichtweise in die gleichsam unendlichen Tiefen des Bin. Eine scheinbar gegensätzliche Erkenntnisreise zwischen der Tiefe und Weite beginnt, welches im entstehenden Reim zwischen der Ratio und dem Herzen begleitet wird von einem Wohlgefühl und stets weiter belebender Faszination.

Lassen Sie Ihrem Selbst eine abwechslungsreiche Sprache erleben in einer Begegnung von Philosophie und Sufismus in Form von Gedichten und lyrischer Aufarbeitung. Erleben Sie eine Choreographie im Tanz Ihres Bin’s im wechselnden Schritt zwischen Lyrik und Prosa und taktvoller Führung zwischen Herz und Verstand in einer Symphonie von erlesenen Weisheiten. In den als “(B)In(-)tro-Spektion” bezeichneten Abschnitten nehme ich als Autor mit Ihnen Kontakt auf. Ihr Bin kann sich auf der Reise der neuartigen Erkenntnis bei einem Glas Tee erholen, aber auch nur um im nächsten Abschnitt einige Schlüsselaspekte des jeweiligen Abschnittes kurz erläutert zu bekommen. Ihre Ratio und Ihr Herz, mit denen Ihr Bin die Reise grundsätzlich betritt, erhalten einen kurzen Rück- und Einblick in die dargestellten Weisheiten und einen kleinen Ausblick in welche Richtung der nächste Spin erfolgt.

Erleben Sie wie sich Definitionen verändern, der Blick sich weitet, das Empfinden gestärkt wird und Ihr Bin unter diesen neueartigen Ansätzen einen Spin erhält. Ein Spin, der Ihrem Bin eine Drehung verleiht und Sie in die Tiefen des Selbst eine ganz wundersame Reise in umfassender Erkenntnis beschreiten.

In vorzüglicher Drehung

Metin Aysel, 26.02.2025

(B)In(-)tro-Spektion: Die Ausgangslage

Das über uns Selbst Erinnerte definiert unser Selbst und die Bewertung dieser Erinnerungen. Daraus resultieren Betrachtungsweisen und konkrete Handlungsentscheidungen für die anstehenden Herausforderungen im Leben. Dabei spielen unsere Konzepte, unser Glauben, unsere Grundsätze eine tiefgreifende Rolle. Hoffnungslosungskeit, also die Überzeugung, dass das ursprünglich Ersehnte nicht mehr realisiert werden kann, wird zur treibenden Kraft unseres nicht enden wollenden Zweifelns. Dies löst unweigerlich Frustration aus und bewirkt wiederum selbst schlechte Laune. Aus der Forschung wissen wir, dass unsere Erinnerung eng mit unserer Laune korreliert. Wenn wir uns schlecht fühlen, erinnern wir uns an negative Aspekte unseres Lebens und wenn wir uns gut fühlen wiederum an positive Aspekte. Das Resultat dieses Zusammenspiels zwischen der Erinnerung und unserer Stimmung führt zur Verwirrung der Ratio, die uns ja den richtigen Weg in der Entscheidungsfindung zur Bewältigung der anstehenden Herausforderungen und Entwicklungsschritte im Leben ermöglichen soll. Das unweigerliche Resultat dieses Zustandes ist oft eine emotionale Belastung in verschiedensten Facetten. Fragen über Fragen, die keine Antworten finden und die Suche nach der Lösung wird erschwert.

Die ersten Gedichte und Weisheiten sollen die Ausgangslage näher bringen und erste Ansätze und Unterschiede in der Betrachtungsweise der Geschehnisse unterbreiten. Die Ratio ist dabei reduziert auf Fakten und messbare Aspekte des Erlebten. Der Weise hat eine Betrachtungsweise, die das Herz und die Sinnebene mit einbezieht. Diese umfassendere oder komplementäre Urteilsbildung eröffnet bereits neue Aspekte und verändert im ersten Schritt die Ausgangslage.

(Z)-Alim

Zalim1dachten wir, ist jener Âlim’,

Als Âlim2stellte sich heraus der Zalim.

Oh Thron

Wie viele Helden hast du verstört?

Auch Familien du hast zerstört?

Wie vielen Staaten wurdest du zur Hölle?

Deine Fallen so zahlreich in Fülle!

Das Streben im Zweifel

Könnte

Würde,

Hätte,

Sollte!

Möchte,

Bürde,

Stätte,

Wollte!

Verlangen,

Erlangen,

und

Begierde.

Anliegen

Erliegen

und

In Zierde.

Die Suche als Dynamik im Werden

Willst du was wissen über dein Werden,

Willst du wissen, was du wirst werden?

Das, was du suchst im Werden,

Das, bist du auch auf Erden.

Suchst du die Liebe,

Wirst du selbst zur Liebe.

Suchst du ein Opfer,

Wirst du selbst zum Opfer.

Willst du nur jagen,

Wird man dich bald jagen.

Deine Suche im Werden,

Bestimmt dein Eigen auf Erden!

Suche die Suche!

Finde die Suche!

Wer suchet, der findet.

Werde zur Suche, die nicht erblindet.

Bleib die Suche, die dein Herz entbindet.

Die Frage aus dem Gestell

Hast du dich gefragt?

Woher kommen deine Fragen?

Hat dich was geplagt?

Woher stammen deine Plagen?

Hast du dich beklagt?

Woher kommen deine Klagen?

Hast du dich besorgt gefühlt?

Woher kommen die Gefühle voll mit Sorgen?

Hast du in deiner Vergangenheit gewühlt?

Woher kommt das Wühlen um die vergangene Heit?

Hast du deine Erinnerungen gespült?

Was beschwert das Spülen und bringt dich zum Ranken?

Deine Fragen zeigen die Klagen!

Deine Klagen zeigen die Plagen!

Deine Plagen zeigen Gefühle!

Deine Gefühle zeigen Gedanken!

Deine Gedanken zeigen dein Ranken!

Und hast mal gestellt die erste Frage,

Zeigt sich das Gestell für deine Lage.

Fragen zu stellen, das ist uns allgemein bekannt,

Gibt Hinweise über dein’ ist und geheimen Stand.3

Der Rationalist und der Weise: Die Tafeln

Als ich4entschieden hatte mich zu entsagen vom Weltlichen,

kamen einige Freunde zu mir, um mich zurückzuholen zu

meinen alten Verpflichtungen.

„Gebt mir eine Nacht noch Zeit, damit ich mich noch widmen

kann der Istihare5“

In der Früh kamen mir folgende Tafeln in den Sinn.

Habe sie so belassen um deren Reinheit Willen.

Sie gleichen zwar einem Gedicht,

doch sind sie keines,

sie enthalten Wahrheiten

in sich sehr dicht:

Die erste Tafel

Die Wahrnehmung des Rationalisten:

Ruf mich nicht zum weltlichen,

war gekommen, hab´ nur Vernichtung gesehen.

Unwissenheit war stets ein Schleier,

die Nur des Ein blieb verborgen daher.

Hab´ gesehen in Allem Sein,

Schädliche Vergänglichkeit in sich verein‘.

Die materielle Existenz hab´ angelegt,

Auch dort ein Nichts, was mich zerlegt.

Meinst du das Leben?

Hab´ es gekostet,

dort auch die Plage in der Last verkostet.

Die Ratio selbst, wurde zur Klage.

Die Endlichkeit, für jeden eine Plage.

Das Leben, eine unnütze Begierde.

Die Reife, nur eine unnütze Zierde.

Handlung, einzig zum Zwecke der Schau.

Mühe, demnach ein Schmerz, nur „Au!“

Die Vereinigung, der Anfang vom Ende.

Die Heilung, die Krankheit selbst in Wende.

Das Licht ins Dunkle hat sich verwandelt,

Geliebte Freunde wurden wie Waise behandelt.

Geräusche, als Lieder des Todes erklingen.

Lebende Wesen, zuwider wie Viecher verklingen.

Das Wissen, dem Schein sein Herz verloren,

Im Sinne nichts als zur Krankheit erkoren.

Genuss, wurde sobald zu unendlich Verdruss,

Im Sein ersehnt das Nicht-Sein zum Schluss.

Den Geliebten hab’ ich sodann gefunden,

In der Sehnsucht den Schmerz hab’ ich empfunden.

Die zweite Tafel

Die Wahrnehmung des Weisen:

Unwissenheit wurde stets zur Geschichte,

Die Nur des Ein zeigte sich im Lichte.

In Allem Sein erkannte ich stets den Ein.

Das Leben war der Beweis für die Existenz des Ein‘.

Ratio, ein Schlüssel zum Schatz,

Vernichtung, ein Portal der Unendlichkeit.

Erloschen das Funkeln der Weisheit im Sein,

Doch weiter bestrahlt von der Sonne im Schein.

Das Ende wurde die Vereinigung ja selbst,

Die Mühe wurde zum Genuss des Selbst.

Das Leben wurde an sich zur Tat,

Die Unendlichkeit das Leben selbst vertrat.

Das Dunkle war das Kuvert des Lichtes,

Im Tod ist versteckt das wahre Leben,

sieh es.

Alles im Sein das wurde zum Freunde,

Jedes Geräusch ein Zikr6im Munde.

Jedes Teilchen im gesamten Sein,

Ein Zakir7, im Sinne stets erwähnend den Ein.

Armut ist das Geheimnis des Reichtums!

In Hilflosigkeit unendlich Kraft ist versteckt.

Wenn du hast, dann Ihn gefunden,

Das ganze Sein gehört dann dir.

Denn dienst du dem Besitzer aller Besitze,

Dann besitzt du alles, was Er auch besitze.

Doch bist du egozentrisch und nur dein Nefs du besitzest,

Nur unzählig’ Lasten du in Wahrheit besitzest.

Unzählig Leid, du wirst dann schmecken,

Unendlich schwer,

so, dass du kannst dich nicht mehr recken.

Wenn du bist, ein wahrer Diener des Ein,

Unendlich Wohl wird überkommen dein Mein.

Unberechenbarer Bonus, der dich erwartet,

Unendlich Glück, das auf dich wartet.8

1. Der Grausame

2. Der Gelehrte

3. Achtsamkeit, bestärkt durch die resultierende Wachsamkeit, lässt Dinge ausserhalb der Dimension von Zeit und Raum betrachten. Es sind Dynamiken, bei entsprechender Reflektion, die einen dimensionalen Switch erlauben und die Gesamtheit, das Zusammenspiel, die Einheit und Einzigartigkeit entdecken lassen. Die Externale Betrachtung und Erkenntnisreise führt unweigerlich zu einer Veränderung der internalen, subjektiven, selbst-bezogenen Betrachtungsweise.

4. Bediüzzaman Said Nursi

5. Bei der Istihare handelt es sich um einen spirituellen Schlaf, in dem man Antworten auf seine Fragen sucht.

6. Zikr=Die Andacht.

7 Zakir=der in Andacht sich Befindende.

8. 17. Wort, Bediüzzaman

(B)In(-)tro-Spektion: Die Einladung

Die verwirrte Ratio hat unserem Herzen Verdruss, Schmerz und Sehnsucht serviert. In weiser Betrachtung der selben Tatsachen erleben wir, wie Vernichtung in der Existenz zu einem Portal der Unendlichkeit wird, sich Unwissenheit in Wissen verwandelt und das vermeintliche Ende zur eigentlichen Vereinigung mutiert. Somit wird unsere scheinbare Einsamkeit zur Zweisamkeit und Alles in der Existenz wird zu unserem Begleiter, Freund und Helfer. Hilflosigkeit wandelt sich bereits hier um zur unendlichen Kraft und über die Kenntnis der Sinnebene werden der Schmerz und ihre Klage zu Balsam.

Auf der Ebene der Metakognition und Meta-Emotion, also dem Denken und der Gefühlswelt hinter dem Denken und Empfinden, wird zunächst die Phantasie angeregt. Eine zu Beginn neutrale Regung, ausgelöst durch einen externalen Reiz (z.B. Sinne) oder intrinsische Regung trifft auf unsere innere Dynamik oder besser gesagt Kraft, nämlich dem Zweifel. Zweifel, tatsächlich eine Dynamik, um uns vor Scheinfakten zu schützen beginnt diese Regung zu modifizieren, oder anders gesagt zu konkretisieren. Sie bekommt eine Form, wird in der Phantasie immer weiter ausdifferenziert. Danach folgt die Phase der Bilanzierung. Hat man einmal die Faktenlage oder Tatsachenebene ausformuliert beginnt man sich zu überlegen, ob und wann und wieso man etwas tun soll oder nicht. Schliesslich kommt es zu einer ersten Beurteilung und somit Entscheidungsfindung, die dann von der emotionalen Ebene aufgegriffen wird. Denn hat man sich erst einmal entschieden beginnen sich die Emotionen, somit unser Herz an zu regen. Die Absichtsbildung zur Durchführung der ersten Schritte erfolgt. Mit der darauf folgenden Handlung werden schliesslich Erkenntnisse gesammelt, die zur tiefgründigeren Ebene der Überzeugung wandern. Aus diesen Überzeugungen heraus führen wir im Anschluss, sei es nun bewusst oder unbewusst, unsere Handlungen aus und leiten unsere Bewertungen ab. Diese Meta-Ebenen der Überzeugungsentstehung: Phantasie, Konkretisierung, Bilanzierung, Beurteilung, Absichtsbildung, Handlung und Überzeugung, können in umgekehrter Reihenfolge auch bewusst durchlaufen werden.

Zumindest haben jetzt unsere Ratio und unser Herz einen kleinen Einblick über alternative Betrachtungsweisen erhalten. Auf unserer Reise unseres Bin’s nehmen wir nun unsere Phantasie, neben unserer Ratio und unserem Herzen mit. Es folgt eine Einladung am Fenster der Seinwarte9Platz zu nehmen und die Erkenntnisreise unseres Selbstes mit Hilfe unserer Phantasie zu bestaunen.

Das offene Fenster

Komm,

Nimm Platz am Fenster im Werden des Sein’.

Bestaune entspannt das Wirken des Ein’.

Ein Fenster im Sein, was sieht man nicht,

Betrachten kannst’ das Werden mit Licht.

So das Licht erhellt den Tag

Dies dann klärt unzählig’ Frag’.

Plötzlich wurde er aus seinem tranceartigen Zustand erweckt. Beide Arme verschränkt, ganz nah an seine Brust gedrückt, der Körper halb hineingelegt, stehend und vollends am Fensterbrett beim offenen Fenster beinahe erstarrt. Er war vertieft im Geiste und hypnotisiert durch das Vogelzwitschern und der leichten Brise, die über sein Haar streifte. Es schien, als ob er mit den Augen seiner Seele einfach in die Tiefen zoomte, die Tiefen des Scheines, welcher sich ihm präsentierte und praktisch all seine Sinne in den Bann gezogen hatte. Er war eigentlich allein und es gab auch niemanden sonst, den er erwartete. „Das muss ich mir wohl eingebildet ha…“ dachte er, als plötzlich all seine Gedanken und sein Atem verstummten. Auch die Vögel schienen verstummt zu sein. Einzig die Schweissperle, die von seiner Stirn über