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Wie ist das möglich, Amerika: Donald Trump wiedergewählt? Erinnerst du dich nicht an seine erste Amtszeit? Und daran, dass es damals noch einen anderen gab: Ronny Trampel, der von sich behauptete, ein noch größerer Trampel als Donald zu sein? Hier der ungeschönte Bericht seiner ersten Amtszeit als Präsident ...
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Seitenzahl: 83
Veröffentlichungsjahr: 2025
Rainer Bartelt
MEIN GOTT, AMERIKA!
Schon vergessen? Ronny Trampels erste Amtszeit
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Inhaltsverzeichnis
Titel
MEIN GOTT, AMERIKA!
Vorwort
Ich bin der Größte
Ich bin immer noch der Größte
Wie ich meinem Daddy die Wirtschaft erklärt habe
So was Doofes!
Ja, ich bin der Größte!
Die Angie is’n fixe Deern
Tatjana und der Papst
Der Papst erzählt einen Witz
Ich bin der Schönste von den Schönen
Die Sache mit Donald
Was ICH gemacht habe
Die Wahrheit über Romana
Der Franzmann ist nicht ganz dicht
Ich, der Menschenfreund
Sac Golderberg
Was, mit Romana?
Mit der eigenen Frau schlafen?
40 Jahre Steuernachlass
Wie man reich wird
Wie man wirklich reich wird
Durch Schrott zu Reichtum
Bei Tiffany’s
Mein großer Bruder, der Nichtsnutz
Gesundheit!
Ich bin ja sowas von sozial
58 statt 68, was nun?
Übrigens ...
Romana nervt – weg damit!
Warum ich Präsident geworden bin?
Wahre Sparsamkeit
This Is The End, My Friend!
Nachwort
Diverses
Impressum neobooks
Schon vergessen?
Ronny Trampels erste Amtszeit.
Sein Motto (Zitat Norman Mailer):
„Im Leben kommt es darauf an, Hammer oder Amboss zusein – aber niemals das Material dazwischen.“
Für eine bessere Welt
Die ganze Welt wundert sich: Was ist nur in Amerika los, hat Donald Trump tatsächlich zum zweiten Mal die Präsidentschaft übernommen? Ein Präsident, der im eigenen Land nicht nur verdächtigt wird, ein Straftäter zu sein, sondern dessen Geisteszustand von anerkannten Psychiatern noch bis kurz vor der Wahl ausgesprochen kritisch betrachtet wurde? (Inzwischen trauen sie sich nicht mehr ...)
Die überraschende Wahrheit ist jedoch: Wir haben noch großes Glück gehabt, denn in der Tat hätte alles noch viel schlimmer kommen können! Dann nämlich, wenn Ronny Trampel, sein Bruder im Geiste, anstelle von Donald Trump die Amtsgeschäfte übernommen hätte:
Ronny Trampel, dem eigenen Selbstverständnis nach der größte Trampel aller Zeiten, stellt den derzeit erneut amtierenden US-amerikanischen Präsidenten noch in den Schatten, wenn es um Selbstbewusstsein, Immobiliengeschäfte und Frauen geht! Lesen Sie hier die Lebensgeschichte von Ronny Trampel, die erstaunliche Parallelen zur Lebensgeschichte von Donald Trump aufweist.
Sie kennen Ronny nicht und fragen sich nun bang, wie das ganz Tohuwabohu jenseits des Atlantiks enden soll? Keine Sorge! Ganz sicher gut, denn Ronnies Absichten sind stets über jeden Zweifel erhaben: „Make Trampel great again!“, ist sein Motto, und dabei ist ihm jedes Mittel recht:
„Ich Hammer, du Amboss!“ (Ronny Trampel)
Gestatten, mein Name ist Trampel, Ronny Trampel. Ich bin der Größte: Ich führe die tollste Nation der Erde, und der Papst ist mein Freund. Glaubt es oder glaubt es nicht! Da gibt es zwar noch einen anderen, der nennt sich Donald Trump und denkt, ER sei der Größte und ER sei der Präsident der Vereinigten Staaten. Aber das stimmt nicht: ICH bin der Größte! ICH, ich, ich – ich allein!
Dabei stamme ich aus ganz armen Verhältnissen: Mein Vater war nur ein einfacher Multimillionär. Und dennoch war er der tollste Vater der Welt. Und meine Mutter die tollste Mutter der Welt. Nur mein Bruder war ein Nichtsnutz. Der geborene Loser. Doch davon später.
Wir lebten in der tollsten Stadt der Welt – in New York. Dennoch gab es ein großes, großes Problem für mich, als ich noch klein war: Wir lebten nicht in dem tollsten Haus der Stadt! Zwar hatte ich mein eigenes Kinderzimmer. Und mein eigenes Kindermädchen. Das Jimmy, mein nichtsnutzer Bruder mit mir teilen durfte. (Das Kindermädchen natürlich, nicht das Zimmer!)
Trotzdem war ich unzufrieden: Denn unser Haus hatte nur zwei Dutzend Zimmer. Und das war entschieden zu wenig. Im Stadtzentrum von New York gab es Häuser, die waren viel, viel größer und viel, viel höher als Daddys Haus und hatten so viele Stockwerke, wie unser Haus Zimmer hatte. Das ging gar nicht, und daher beschloss ich sofort, das zu ändern, gleich nachdem ich mein Kindermädchen aufgeklärt und in das Leben eingeführt hatte.
Der Papst hat angerufen und gefragt, ob ich ihn nicht wieder besuchen kann. Er braucht dringend einen Freund. Einen, mit dem er so richtig über alles reden kann. Der ihm die Religion erklärt. Und den Sinn des Lebens.
Ich muss mal meine Tochter Tatjana fragen, selbstverständlich die tollste Tochter der Welt, ob sie nicht wieder Lust hat, in Rom shoppen zu gehen. Das Damenprogramm des Vatikans hat ihr damals, bei unserem ersten Besuch, sehr gefallen. Sie hat sich nur etwas daran gestört, dass ihre Begleiterinnen alle in so einer Art Burka herumliefen. Und von ihrer (Stief-)Mutter wollten, dass sie sich eine schwarze, gestickte Serviette auf den Kopf legte, als der Papst unsere Familie begrüßen wollte. Wer macht denn sowas? Wie strange ist das denn? Sah jedenfalls total bescheuert aus!
Oder war es in Wirklichkeit eine Kutte, was alle Frauen aus dem großen Harem des Papstes, der erstaunlicherweise noch viel größer ist als der Harem von Scheich Salmi aus Saudi Arabien, anhatten? Oder eine Tracht? Egal, Burka ist Burka, und irgendwie ist Religion doch eigentlich ziemlich Scheiße. Das muss ich dem Papst unbedingt mal sagen. Sobald er wieder anruft und mich mit Friede, Freude und Eierkuchen nerven will.
Ich hab’s: Ich glaube, wenn er wieder anruft, stell ich den Papst einfach zum Dalai Lama durch! Ich hoffe, der Kongress macht mir keine Schwierigkeiten, wenn ich den NSA bitte, für mich dem seine Handynummer zu googeln. Denn der Dalai Lama hat Verständnis für alles. Und daher sicherlich auch dafür, dass sich einer für Gottes Vertreter auf Erden hält. Ja, gibt es das? So etwas Verrücktes, wo doch jeder weiß, dass ich das bin: Gottes Vertreter und Gottes Abbild auf Erden! Yes it’s true: I’m the greatest man on earth!
Ich könnte auch sagen:
„Lieber Gott gib endlich zu, dass ich schlauer bin als du!”
Oder auf Englisch:
„Yes it’s true, I’m so very much schlauer than you!“
Daddy war eigentlich sehr lieb. Er suchte immer ganz persönlich die hübschesten Kindermädchen für mich aus, damit ich schon frühzeitig lernen konnte, wie man schöne Frauen flachlegt. Aber von Wirtschaft hatte er keine Ahnung.
Ich glaube, seine Millionen hat er in der Lotterie gewonnen. Oder einfach so auf der Straße aufgesammelt. Denn wenn wir über’s Geschäft sprachen, sagte er immer zu mir:
„Junge, das Geld liegt auf der Straße!“
Daddy war der Einzige, der so etwas zu mir sagen durfte. Jeden anderen, der „Junge“ zu mir gesagt hätte, hätte ich sofort in Grund und Boden getrampelt. Aber das andere, was er zu mir gesagt hatte, war auch ausgemachter Blödsinn. Das mit dem Geld auf der Straße nämlich: Denn kaum hatte mein supa-dupa Daddy das damals zu mir gesagt, bin ich sofort rausgelaufen, um das Geld aufzusammeln. Aber so eine totale Pleite! Da lag überhaupt nichts auf der Straße. Nichts von dem Geld, das Daddy mir versprochen hatte.
Was war ich enttäuscht: Nicht einmal Müll lag da. Auf der Straße vor unserem Haus. Nur ein paar Oldtimer waren die Straße entlang geparkt. [Anmerkung des Autors: Wir sind schließlich in den fünfziger Jahren. Komischerweise fuhren damals alle Leute nur so mit den schönsten Oldtimern umher, als ob das gar nichts wäre. Aber einem Ronny Trampel fällt natürlich sofort auf, dass die Autos damals total veraltet waren – selbst als unerfahrenes Kind!]
Tatsächlich wohnten wir in einem so armen Viertel, dass wir uns nicht einmal leisten konnten, Müll wegzuwerfen. Müll, der in anderen Vierteln zu Hauf auf der Straße lag. Welch eine Verschwendung! Wieder einmal war ich total neidisch und beschloss, unbedingt etwas dagegen zu tun.
„Daddy“, sagte ich, „du musst mir unbedingt Geld geben, damit ich mein eigenes Geschäft aufmachen kann!“
Und schon wieder sagte Daddy etwas unsagbar Doofes zu mir:
„Mein Junge, was willst du mit meinem Geld? Geld ist nicht wichtig. Wichtig ist nur, dass du Ma und Pa lieb hast. Richtig lieb!“
Natürlich hatte ich Daddy lieb. Und Ma auch. Lieber als alle anderen Kinder auf der Welt. So richtig uhuhu-uh-lieb. Aber ihr Geld hatte ich noch lieber!
Natürlich, denn Geld ist wichtig. Da lag Daddy wie immer, wenn es um die wirklich tief in den finstersten Kellern liegenden Geheimnisse der freien Wirtschaft ging, völlig falsch. Selbst die rattenscharfe Miriam, unser Kindermädchen von vielen vor ihr und nach ihr, wollte sich erst von mir in das Leben einführen lassen, nachdem ich ihr einige von diesen grünen Präsidentenbildchen zugesteckt hatte.
Damals erfuhr ich zum allerersten Mal, welchen Eindruck es in Amerika macht, Präsident zu sein: Als Präsident – oder wenn du auch nur genügend amerikanische Präsidenten in der Tasche hast – kannst du mit jedem Kindermädchen auf der Welt vögeln. Jederzeit und so oft du willst. Daher beschloss ich schon damals, unbedingt auch einmal Präsident zu werden.
Aber erst einmal musste ich Geld verdienen. Weil, Ma und Pa hatten ja nur ein paar lumpige Millionen. Und dafür kann man sich Amerika nicht kaufen und auch sonst nicht viel. Ja, nicht mal ein richtig großes und ein richtig schönes Haus. Das hässliche alte Haus meiner Eltern im total antiquierten Tudorstil ohne Internetanschluss oder total vernetzter Musikanlage und Fernsehen auf dem Klo war der beste Beweis dafür. Unser Telefon hatte damals sogar noch eine Wählscheibe. Unglaublich, aber wirklich ganz wahr, so wahr ich lebe: So arm waren wir damals tatsächlich, ich und mein Daddy!
Sogar die Angie tanzt nach meiner Pfeife: Gerade waren wir auf dem G7-Gipfel zusammen. Angie ist eine von diesen adligen Staatshäuptern aus good ol’ Europe. Völlig hochnäsig und versnoppt, aber total verarmt, wie man schon an ihren Klamotten erkennen kann. Das Sakko war vielleicht auch von der Fifth Avenue, aber da höchstens aus’m H&M. Oder doch eher aus Gelsenkirchen und dort vom Reduziert-Ständer im Schlussverkauf bei C&A.
