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Merle liebt die Weihnachtszeit – doch dieses Jahr fühlt sich alles anders an. Eine unerklärliche Sehnsucht begleitet sie, so als würde jemand in ihrem Leben fehlen. Als sie auf dem Weihnachtsmarkt Lukas begegnet, scheint ihr Herz die Antwort zu kennen, noch bevor sie es selbst begreift. Es beginnt ein romantisches Abenteuer voller prickelnder Momente und zarter Berührungen. Doch die aufkeimende Liebe wird auf die Probe gestellt, als Merles Ex-Freund auftaucht und die schmerzhaften Erinnerungen an ihre vergangene Beziehung sie zu blockieren drohen. Kann Lukas ihr zeigen, dass das Weihnachtswunder, auf das sie so lange gewartet hat, wirklich wahr geworden ist? Ein Roman über die Magie der Liebe, die in der zauberhaften Atmosphäre des Weihnachtsfestes geboren wird – und das Wunder, das zwei Herzen für immer verbindet.
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Seitenzahl: 75
Veröffentlichungsjahr: 2025
Emilia deLuca
Mein Weihnachtswunder mit dir
Merle liebt die Weihnachtszeit – doch dieses Jahr fühlt sich alles anders an. Eine unerklärliche Sehnsucht begleitet sie, so als würde jemand in ihrem Leben fehlen. Als sie auf dem Weihnachtsmarkt Lukas begegnet, scheint ihr Herz die Antwort zu kennen, noch bevor sie es selbst begreift. Es beginnt ein romantisches Abenteuer voller prickelnder Momente und zarter Berührungen. Doch die aufkeimende Liebe wird auf die Probe gestellt, als Merles Ex-Freund auftaucht und die schmerzhaften Erinnerungen an ihre vergangene Beziehung sie zu blockieren drohen. Kann Lukas ihr zeigen, dass das Weihnachtswunder, auf das sie so lange gewartet hat, wirklich wahr geworden ist?
Ein Roman über die Magie der Liebe, die in der zauberhaften Atmosphäre des Weihnachtsfestes geboren wird – und das Wunder, das zwei Herzen für immer verbindet.
Emilia deLuca
Mein Weihnachtswunder mit dir
tredition
Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek: Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über dnb.dnb.deabrufbar.
© 2025 Emilia deLuca, Website: https://emiliadeluca.de
Lektorat von: Annette Anirathak
Coverdesign von: Canva, https://canva.com
Covergrafik von: Canva
Verlagslabel: Emilia deLuca, https://emiliadeluca.de
Kontaktadresse nach EU-Produktsicherheitsverordnung: [email protected] Druck und Distribution im Auftrag der Autorin:
tredition GmbH,
Heinz-Beusen-Stieg 5
22926 Ahrensburg, Deutschland
Das Werk, einschließlich seiner Teile, ist urheberrechtlich geschützt. Für die Inhalte ist die Autorin verantwortlich. Jede Verwertung ist ohne ihre Zustimmung unzulässig. Die Publikation und Verbreitung erfolgen im Auftrag der Autorin, zu erreichen unter:
Emilia deLuca
c/o WirFinden.Es,
Naß und Hellie GbR
Kirchgasse 19
65817 Eppstein, Deutschland.
Softcover ISBN: 978-3-384-71265-3
E-Book ISBN: 978-3-384-71266-0
Für immer im Herzen.
Dieses Buch widme ich meiner Großmutter, die kurz vor Weihnachten verstorben ist.
Merle
Der Dezemberwind wehte sanft durch die Straßen unserer kleinen Stadt, und ich roch den Duft von Zimt, gebrannten Mandeln und frischem Tannengrün in der Luft. Die Lichterketten, die zwischen den alten Fachwerkhäusern aufgespannt waren, glitzerten im Dunkeln und schaukelten leicht im Wind. Überall um mich herum waren Menschen in festlicher Stimmung: Ich konnte ihr Lachen hören, das Klingen von Glöckchen, die überall verteilt waren und die Sinfonie vertrauter Geräusche im unaufhaltsamen Fluss von Weihnachtsfreude, der mich umgab.
Früher hatte ich diese Zeit des Jahres geliebt. Weihnachten hatte für mich immer etwas Magisches gehabt: Die kurzen Tage, die langen, gemütlichen Nächte, das Funkeln der Lichter – alles hatte sich angefühlt wie eine warme Umarmung. Doch dieses Jahr war es anders. Etwas fehlte. Seit einigen Wochen war etwas in mir, das ich nicht benennen konnte. Es war ein Gefühl der Unruhe, der Sehnsucht – aber wonach, das konnte ich nicht sagen.
Ich zog meinen Mantel enger um mich und lief weiter durch die Gassen. Die Kälte, die mir ins Gesicht schlug, spürte ich kaum; mein Kopf war zu sehr mit Gedanken gefüllt, die ich einfach nicht ordnen konnte. Seit Wochen trage ich dieses Gefühl in mir – eine Mischung aus Verwirrung und unerklärlicher Sehnsucht. Es ist, als würde ich auf etwas warten. Doch ich weiß nicht, worauf. Oder auf wen.
„Merle, kommst du?“ Lenas Stimme riss mich aus meinen Gedanken. Sie stand vor unserem kleinen Lieblingscafé und winkte mir fröhlich zu, bereits die Tür in der Hand, um einzutreten.
Wir hatten uns auf einen heißen Kakao verabredet, wie wir es jedes Jahr zur Weihnachtszeit taten. Dieses Café war unser Zufluchtsort gewesen, seit wir uns in der Schule kennengelernt hatten. Hier hatten wir über alles gesprochen, was uns bewegte – die Liebe, das Leben und all die Dramen, die zum Erwachsenwerden dazugehören. Das hatte mir Sicherheit gegeben. Doch heute fühlte sich alles anders an.
„Ja, ich komme“, rief ich zurück und beschleunigte meine Schritte - und wäre beinahe über meine eigenen Füße gestolpert: Dieses Gefühl, das mich seit Wochen verfolgt hatte, war plötzlich wieder da. Es war, als hätte ich etwas verloren, ohne zu wissen, was es war. Das machte mich nervös. Ich hatte das Gefühl, im Nebel zu wandeln, ohne den Weg erkennen zu können.
Aber ich ließ mich nicht verwirren. Ich öffnete die Tür des Cafés, und sofort schlug mir der warme Duft von Zimt und Schokolade entgegen.
Drinnen war es gemütlich und ruhig. Das vertraute Gefühl, hier an diesem sicheren Ort entspannen zu können, beruhigte mich ein wenig, und ich ließ meinen Blick zu Lena schweifen, die schon an unserem Stammplatz am Fenster saß.
Ihr Lächeln war wie immer warm und einladend, doch ich fühlte mich seltsam entfernt, als ich auf sie zuging und mich setzte.
„Du siehst aus, als hättest du was auf dem Herzen“, sagte sie sofort. Lena hatte diese Gabe, immer genau zu wissen, wenn etwas mit mir nicht stimmte.
„Ist es die Arbeit? Oder… ein Typ?“
Ich lachte, aber es klang hohl.
„Ich wünschte, es wäre so einfach.“ Ich griff nach meiner Tasse, die bereits dampfend vor mir stand und rührte langsam darin herum.
„Ich habe dieses Gefühl, als wäre ich in jemanden verliebt… Aber da ist niemand.“
Lena zog eine Augenbraue hoch.
„Du bist verliebt, aber weißt nicht in wen?“
Ihr skeptischer Blick verriet mir, dass sie mich für verrückt hielt. „Merle, das klingt… merkwürdig.“
Ich zuckte mit den Schultern und nahm einen Schluck von meinem Kakao, der heiß und süß war.
„Ich weiß. Es klingt verrückt. Aber genau so fühlt es sich an. Ich wache morgens auf und habe das Gefühl, dass da jemand ist, an den ich denke, aber ich weiß nicht, wer. Es ist, als würde ich mich nach jemandem sehnen, den ich noch nie getroffen habe, oder… an den ich mich vielleicht nicht mehr erinnere.“
Lena lehnte sich in ihrem Stuhl zurück und musterte mich. „Vielleicht bist du nicht wirklich verliebt, sondern du hast dich einfach in die Idee der Liebe verliebt.“
Ich starrte in meine Tasse und ließ ihre Worte auf mich wirken. „Vielleicht“, sagte ich schließlich leise. „Aber es fühlt sich so echt an. So, als ob diese Person schon immer da gewesen wäre, nur… nur irgendwo verloren in meinem Leben.“
Lena nahm einen Schluck von ihrem Kakao und sah mich nachdenklich an.
„Vielleicht hast du diesen Jemand ja schon getroffen und es nicht realisiert. Oder du verwechselst dieses Gefühl mit etwas anderem.“
Ich schüttelte den Kopf.
„Es ist mehr als das. Jedes Mal, wenn ich auf dem Weihnachtsmarkt bin, habe ich dieses Gefühl, als wäre er dort, nur ein paar Schritte entfernt. Als ob ich nur um die nächste Ecke biegen müsste, um ihn zu finden.“
Lena hob jetzt beide Brauen, was sie nur selten tat.
„Wow, das klingt ziemlich romantisch. Aber irgendwie auch traurig, weil er ja nicht zu finden ist. Du kannst doch nicht dein Leben damit verbringen, auf jemanden zu warten, den du nicht mal kennst!“
Ich lächelte leicht und spürte, wie sich eine inzwischen vertraute Melancholie in mir breitmachte. „Ich weiß. Aber ich kann dieses Gefühl nicht abschütteln. Es verfolgt mich, egal was ich tue. Und je mehr ich versuche, es zu ignorieren, desto stärker wird es. Es ist fast so, als würde mein Herz wissen, dass da draußen jemand ist, der zu mir gehört - und ich kann ihn einfach nicht finden.“
„Vielleicht solltest du aufhören zu suchen“, befand Lena und legte ihre Hand auf meine. „Manchmal findet die Liebe einen, wenn man es am wenigsten erwartet.“
Ich nickte, fühlte mich aber immer noch verloren. Es war schwer, dieses Gefühl zu erklären, sogar gegenüber Lena, die mich seit vielen Jahren kannte und alles über mich wusste. Vielleicht lag es daran, dass ich es selbst nicht wirklich verstand. Aber eins war sicher – dieser Jemand war da draußen, und ich würde ihn finden! Oder er würde mich finden.
„Merle, ich weiß, das letzte Jahr war nicht einfach für dich. Die Trennung von Simon war echt nicht leicht.“ Lena holte Luft. Ich war gerührt; es war wirklich eine schwere Zeit für mich gewesen und sie, die die ganze Zeit über an meiner Seite gestanden hatte, konnte das offenbar noch immer nachempfinden. „Ich bin so froh, dass du es geschafft hast, dich von ihm zu trennen! Das war keine gesunde Beziehung zwischen euch. Der Kerl hat dich sowas von manipuliert und kontrolliert. Wir konnten ja nicht einmal so wie heute zusammen einen Kakao trinken gehen.“ Sie hatte recht, und ich versuchte ja nach und nach, nach vorne zu blicken. Aber ehrlich gesagt hatte ich auch Angst: Wie sollte ich jemals wieder jemandem vertrauen? Was wäre, wenn ich wieder in so eine Beziehung geriete und es einfach nicht merkte? Und jetzt kam ich auch noch mit diesem nicht einzuordnenden Gefühl um die Ecke, das mich selbst ratlos dastehen ließ, und nervte Lena damit. Aber sie fand schon wieder ermunternde Worte.
„Hey, du findest wieder jemanden! Du wirst schon sehen.“ Mein Mundwinkel zuckte: Lena hatte leicht reden, sie selbst war ja schon seit einer Ewigkeit vergeben. Selbst eine Zeit der Fernbeziehung hatten die zwei gemeistert.
Nachdem wir den Kakao ausgetrunken hatten, blieben wir noch eine Weile schweigend sitzen. Ich starrte aus dem Fenster. Der Weihnachtsmarkt draußen schien förmlich zu leuchten, die Lichter spiegelten sich in den Fensterscheiben und das sanfte Schneetreiben verstärkte die Magie des Abends, die mich trotz meiner wehmütigen Stimmung bezauberte.
