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Der tägliche Wahnsinn mit dem Internet, in der Warteschleife im Callcenter oder ganz privat das Thema was ziehe ich heute an. Das Handy als Fluch oder Segen, das bevorstehende Weihnachtsfest und das Entsorgen der weihnachtlichen Dekoration. Wie sich die moderne Technik im Auto, als tückisch entpuppt. Geschichten die jeder kennt, amüsant und nachdenklich.
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Seitenzahl: 28
Veröffentlichungsjahr: 2014
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Cornelia Bienenstein-Hock
Meine Täglichkeit
Frau hat immer was zu sagen
Dieses ebook wurde erstellt bei
Inhaltsverzeichnis
Titel
4 Meter nichts anzuziehen...................
Dann schaun Sie doch mal ins Internet......
Blutspende.......
Haarmonie
Handy
Heiligs Blechle
Rentner
Ihre Verbindung wird gehalten.......
Umstellung
Auf einmal ist Vorweihnachtszeit
Kennen Sie Knut, oder wie entsorge ich Weihnachten
Gute Vorsätze, oder mein persönliches „Dinner for One“
Impressum neobooks
Wir Mädels, auch die älteren unter uns, kennen das, der Chef unseres Gatten hat zur zwanglosen Grillparty eingeladen. Samstag Nachmittag ca. 16:00 Uhr soll es losgehen. Jetzt ist es 13:00 Uhr und ich stehe vor meinen „4 Metern nichts anzuziehen“ (wer noch die Stirn runzelt, das ist mein 4 Meter langer Kleiderschrank).
Das rosa Chiffonkleid wäre schön, doch das ist wohl im laufe der Jahre eingegangen. Das blaue Chiffonetwas passt zwar, aber wird mit Spagettiträgern auf den Schultern gehalten. Früher trug ich das ohne BH, war kein Problem. Heute hindert mich die Erdanziehungskraft, es einfach überzustreifen. Einen trägerlosen BH besitze ich nicht. Der rot weiß karierte Rock ist lässig, doch da fehlt ein Knopf am Bund und die weiße Bluse ist nicht gebügelt. Soll ich vielleicht die Jeans anziehen mit der blauen Rüschchen-Bluse? Doch welche Schuhe? Turnschuhe sind zu lässig, die mit den Absätzen sinken garantiert in den Boden ein. So probiere ich noch die Marlene Dietrich Hose, die so schmale Hüften macht, leider hat sie das vergessen und beult sich im Bereich der Oberschenkel gnadenlos aus. Das zugehörige Jackett spannt über den Rücken.
Der Kleiderberg neben meinem Schrank hat etwa die Ausmaße der Zugspitze angenommen und ich stehe um 14:30 Uhr immer noch in Slip und BH da. Mein Gatte dagegen, hat inzwischen einen leichten legeren Sommeranzug angezogen, der scheinbar genau weiß an welcher Körperstelle, er die Figur betonen und an welcher er dezent verhüllen muss. So ein sensibles Kleidungsstück wünsche ich mir auch.
„Bist du noch nicht fertig!“ höre ich ihn ungeduldig. „Ich habe nichts anzuziehen“ meine Stimme droht vor Verzweiflung zu kippen. „Das haben wir gleich!“ und er erscheint als Retter neben meinem Kleiderchaos. Mit einem Griff hat er das lindgrüne Jersykleid vom Kleiderbügel gezogen, „anziehen“ befiehlt er. „Das macht einen dicken Po und mein Bauch steht hervor“ wende ich ein. Trotzdem schlüpfe ich in das Kleid, nehme dazu noch ein riesiges Tuch (lenkt den Blick von Bauch und Po ab). Dazu passen die flachen Riemchenschuhe. „Perfekt“ mustert er mich. Eilig schminken, Haare bändigen, fertig. Einigermaßen pünktlich, um 16:10 Uhr, öffnet uns sein Chef die Türe. „Schön, dass sie da sind und ihre Gattin sieht wie immer bezaubernd aus.
Es war mal wieder soweit, der Dichtungsring von meinem Schnellkochtopf kam seiner Aufgabe, nämlich den Dampf im Topf zuhalten, um mein Essen energiearm und nährstoffreich zu zubereiten, nicht mehr nach. Den alten Gummiring in der Hand, betrat ich ein exklusives Haushaltwarengeschäft.
Sogleich kümmerte sich eine gepflegte Verkäuferin um mein Anliegen einen neuen zu erwerben.
