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Ein Sommer, in dem sie lernt, wie es sich anfühlt, wirklich lebendig zu sein... Anna wollte Abstand. Von Berlin. Von ihrer gescheiterten Beziehung mit Markus. Von ihrem alten Leben. Doch in dem kleinen Haus am Meer wartet eine Versuchung, mit der sie nicht gerechnet hat: ihre Vermieterin Jasmin. Selbstbewusst, verführerisch und völlig unberechenbar zieht Jasmin Anna immer tiefer in ihre Welt – mit langen Abenden auf der Terrasse, heimlichen Berührungen und einer Leidenschaft, die Anna nicht mehr kontrollieren kann. Zwischen Meer, Wein und heißen Nächten beginnt für Anna ein Sommer, der alles verändert. Dieses Buch ist für Erwachsene gedacht und enthält sinnliche, erotische Szenen. Nicht geeignet unter 18 Jahren.
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Seitenzahl: 51
Veröffentlichungsjahr: 2026
Inhaltsverzeichnis
Impressum
Titelseite
Disclaimer
Kapitel 1: Ankunft
Kapitel 2: Ein Tag am Strand
Kapitel 3: Bittersüßer Abschied
© 2026
like-erotica
likeletters Verlag
Inh. Martina Meister
Sandgasse 19
63739 Aschaffenburg
www.like-erotica.de
like-erotica ist ein Imprint des likeletters Verlages.
Dieses Buch enthält sexuell anstößige Texte und ist für Personen unter 18 Jahren nicht geeignet.
Die Personen sind alle über 18 und wie der Inhalt frei erfunden.
Alle Rechte vorbehalten.
Autorin: Bernadette Binkowski
Cover: Midjourney/Canva
ISBN: 9783689793395
Teilweise kam für dieses Buch bzw. die Bilder künstliche Intelligenz zum Einsatz. Die Texte (und/oder Illustrationen) wurden dabei von der Autorin inhaltlich bearbeitet und weiterentwickelt.
Meine Vermieterin und ich
Prickelnde Kurzgeschichte
Bernadette Binkowski
Dieses Buch ist für Erwachsene gedacht und enthält sinnliche, erotische Szenen. Nicht geeignet unter 18 Jahren.
Alle dargestellten Personen und Handlungen sind frei erfunden. Sämtliche sexuellen Handlungen erfolgen einvernehmlich und freiwillig.
Anna Weber stieg aus dem klapprigen Taxi, das sie vom Bahnhof in das kleine Küstenörtchen gebracht hatte, und spürte sofort, wie die salzige Meeresluft ihre Lungen füllte. Der Fahrer, ein älterer Mann mit wettergegerbtem Gesicht und einem Akzent, der mehr nach Marseille als nach der Provence klang, hatte sie mit einem knappen «Voilà, Madame – votre maison pour les prochains mois» hier abgesetzt. Sie bezahlte, ohne ein Trinkgeld zu geben (nicht aus Geiz, sondern weil sie in Gedanken schon woanders war), und blieb einen Moment lang auf der staubigen Straße stehen, während das Taxi mit einem knatternden Motor davonfuhr.
Das Ferienhaus lag am Ende einer schmalen, von Pinien gesäumten Gasse, nur wenige Meter vom Strand entfernt. Es war genau so, wie es auf den Fotos ausgesehen hatte – ein altes Steinhaus mit blauen Fensterläden, die im Wind klapperten, und einer Terrasse, die direkt aufs Meer hinausging. Die Sonne stand tief und tauchte alles in ein goldenes Licht, das die weißen Wände des Hauses fast zum Leuchten brachte. Anna holte tief Luft. Drei Monate. Drei Monate nur für mich, das Meer und dieses verdammte Buch, das ich endlich fertigschreiben muss. Sie hatte sich diese Auszeit verdient – nach der gescheiterten Beziehung mit Markus, nach den endlosen Nächten, in denen sie sich gefragt hatte, warum sie sich immer für Männer entschied, die sie am Ende doch nur verließen. Hier würde sie zur Ruhe kommen. Hier würde sie schreiben. Hier würde sie vergessen.
Doch als sie die schwere Holztür aufstieß und ihren Koffer über die Schwelle zog, hörte sie plötzlich eine Stimme hinter sich.
«Sie müssen Anna sein.»
Sie drehte sich um und sah eine Frau auf der Terrasse stehen, die Hände in den Taschen einer weiten, roten Leinenhose vergraben, ein Lächeln auf den Lippen, das sowohl einladend als auch ein wenig herausfordernd wirkte. Die Frau war groß – mindestens einen Kopf größer als Anna – und trug ihr schwarzes Haar offen, sodass es ihr bis zur Taille fiel. Ihre Haut war goldbraun, als hätte sie den ganzen Sommer in der Sonne verbracht, und ihre dunklen Augen musterten Anna mit einer Intensität, die sie sofort verunsicherte. Sie trug ein weißes, fast durchsichtiges Hemd, das ihre Schultern freiließ, und um ihren Hals hing eine dünne Goldkette, die im Licht der untergehenden Sonne funkelte.
«Jasmin Moreau», sagte die Frau und streckte eine Hand aus. «Ich bin die Besitzerin dieses Hauses. Und Ihre Nachbarin, wenn man so will – ich wohne nur ein paar Häuser weiter.»
Anna ergriff die Hand. Jasmins Griff war fest, warm, fast schon besitzergreifend. «Anna Weber», antwortete sie und versuchte, ihre Stimme ruhig zu halten. «Danke, dass Sie mich empfangen. Ich dachte, ich würde die Schlüssel einfach irgendwo finden.»
Jasmin lachte – ein tiefes, kehliges Lachen, das Anna sofort unter die Haut ging. «In Frankreich funktioniert das nicht so, chérie. Hier kümmert man sich um seine Gäste.» Sie trat einen Schritt näher, und Anna roch plötzlich den Duft von Jasmin – eine Mischung aus Salz, Zitrus und etwas Süßem, das sie nicht sofort einordnen konnte. «Kommen Sie, ich zeige Ihnen das Haus. Und dann trinken wir einen Wein. Sie sehen aus, als könnten Sie einen gebrauchen.»
Anna wollte protestieren – sie hatte eigentlich geplant, sich sofort an den Schreibtisch zu setzen und zu arbeiten –, aber etwas in Jasmins Blick ließ sie schweigen. Stattdessen folgte sie ihr ins Haus, während Jasmin ihr die Räume zeigte: das große, luftige Wohnzimmer mit den alten Holzbalken, die Küche mit dem gusseisernen Herd, das Schlafzimmer mit dem Blick aufs Meer, das Badezimmer mit der freistehenden Wanne. Alles war einfach, aber mit einer Eleganz eingerichtet, die Anna sofort gefiel. «Es ist perfekt», murmelte sie, während sie mit den Fingern über die kühle Marmorplatte der Küche strich.
«Ich wusste, dass es Ihnen gefallen würde», sagte Jasmin und öffnete eine Flasche Rotwein, die sie aus einer Tasche gezogen hatte. «Ein lokaler Wein. Nicht zu schwer, nicht zu leicht – genau wie das Leben sein sollte.» Sie goss zwei Gläser ein und reichte eines Anna. «Auf Ihre Zeit hier. Möge sie inspirierend sein.»
Anna nahm das Glas und trank einen Schluck. Der Wein war vollmundig, mit einer Note von Beeren und etwas Erde. «Er ist gut», sagte sie und spürte, wie die Wärme des Alkohols sich in ihrem Magen ausbreitete.
Jasmin lächelte. «Natürlich ist er das. Ich würde Ihnen nichts Schlechteres anbieten.» Sie setzte sich auf die Holzbank, die auf der Terrasse stand, und klopfte mit der Hand auf den Platz neben sich. «Kommen Sie. Setzen Sie sich zu mir. Das Meer bei Sonnenuntergang ist etwas, das man nicht verpassen sollte.»
Anna zögerte einen Moment, aber dann gab sie nach. Sie setzte sich neben Jasmin, und ihre Schultern berührten sich fast. Die Bank war schmal, und die Wärme von Jasmins Körper war sofort spürbar. Anna spürte, wie ihr Herz schneller schlug, aber sie sagte nichts. Stattdessen blickte sie aufs Meer hinaus, wo die Sonne langsam im Wasser versank und alles in ein rötliches Licht tauchte.
«Sie schreiben, oder?», fragte Jasmin nach einer Weile. Ihre Stimme war leise, fast schon vertraut, als würden sie sich schon Jahre kennen.
Anna nickte. «Ja. Einen Roman. Oder zumindest versuche ich es.»
