Merlin´s Erzählungen I - Simon Mihelic - E-Book

Merlin´s Erzählungen I E-Book

Simon Mihelic

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Beschreibung

"Jede lange Reise beginnt mit dem ersten Schritt." Simon Mihelic

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Seitenzahl: 107

Veröffentlichungsjahr: 2016

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Inhaltsverzeichnis

Vorwort

Desiree´s Sehnsucht

An Angel´s Tale

Der Rat der Sinneseindrücke

Die Seele berühren

Wem die Stunde schlägt

Perfect World

Ro Laren

Die Analyse seiner Liebe

Verletzungen

Vollmond

Lincoln Park

Der Büffel & der Drache

Vellarin

S.t.e.f.a.n.i.e.

Der Füllfederhalter

Ein friesischer Name

Nina´s verlockendes Angebot

Petri´s Gabe

Eine verhängnisvolle tiefe Leidenschaft

Prinzessin Saba´s Gedanken

Gaardner´s Fund in Ägypten

Christian von der Bree

Aquanaris 6-9-1993

Ein fabelhaftes Bildnis

Janosch

Michel´s Schafe

Anca´s Verzauberung

Fiona´s Begegnung

Das Relikt aus dem Alten Testament

Ein Leben am Fluss

Sie bekam ein bayerisches Akzent

Parfüm der Erinnerung

Diffuses Licht

Franci´s Schlüssel

Jadzia

Ezri

Medieval Chronicles - Hermine und das Licht des Löwenherzens I

Medieval Chronicles - Hermine und das Licht des Löwenherzens II

Medieval Chronicles - Hermine und das Licht des Löwenherzens III

Als Gott mit uns war

Noch einige Worte des Verfassers

Ich widme dieses Buch an "Das Geschenk des Himmels"

Vorwort

"Jede lange Reise beginnt mit dem ersten Schritt."

So lautete das Motto zur ersten Auflage meines Buches "Merlin´s Erzählungen I". Daran hat sich bis heute nichts geändert.

Der Unterschied zur Ersten Auflage ist, dass die Anzahl auf 40 Erzählungen reduziert wurde. Korrekturen wurden in Rechtschreibung, Grammatik, Struktur, Formatierung und Herauslösen von "verletzenden Erzählungen" vorgenommen. Es liegt an der reifen Einsicht, zu der ich gelangt bin, dass ich Erzählungen, die sich negativ auswirkten, herauslöste, um mein Gesamtwerk letztendlich positiv auszurichten.

Nach wie vor sind die Erzählungen aus der Inspiration & den Erfahrungen, die ich und die Mitmenschen gesammelt haben, in diesem Buch aufgeschrieb. Meine Freude & Motivation sind entsprechend gut, so dass ich schon mit dem Zweiten Buch "Merlin´s Erzählungen II" begonnen, und die Erste Episode bereits veröffentlicht hatte. Es gibt die Trilogie, die "Medieval Chronicles", die ich aus der Inspiration von einem PC-Spiel "Medieval II - Total War", und der Frau Hermann, die in einer Bücherei in Brühl arbeitete, erfahren habe. Die Kombination aus Spielerfahrung und den Gesprächen mit ihr, beschrieb ich in dieser Trilogie.

Mit Ausnahme der "Medieval Chronicles" sind die Erzählungen nach chronologischen Ereignissen geordnet. Die vollständige Trilogie wurde komplett zum Ende hin eingeordnet, um ein zusammenhängendes Verständnis zu gewährleisten.

Die Finale Erzählung "Als Gott mit uns war", ist nach wie vor einer Frau gewidment, die ich persöpnlich kennenlernte, und aus Dankbarkeit zu ihr aufschrieb.

Zum Schluss möchte ich allen Lesern auf der Reise des Lesens folgenden Zitat mitgeben,

“Wir sehnen uns nicht nach bestimmten Dingen zurück, sondern nach den Gefühlen, die sie in uns auslösen.”

Sigmund Graff

Simon Mihelic

Brühl, den 11.10.2012

Desiree`s Sehnsucht

Prolog

„Die Kunst der Liebe ist wie eine Rose. Drückt man sie zu fest, zerbricht sie, und man verletzt sich dabei. Hält man sie richtig, blüht sie ewiglich.“

Die Löwen und die Scheren des Krebses

Desiree war erst 20 geworden. Als Azubi im Supermarkt hatte sie nicht gerade beruflich das Superlos gezogen. Schließlich hatten Andere schon in dem Alter das Abitur fast durch, und bewegten sich somit Karrieremäßig nach oben. Aber das trübte Desiree nicht. Die Arbeit, die sie Tag für Tag verrichtete, fiel ihr ab und mal leicht oder mal schwer. Ihre Sehnsucht richtete sich danach den richtigen Mann im Leben zu finden. Ihre Vorgehensweise war ohne Skrupel, denn sie hinterließ eine Spur von gebrochenen Männerherzen hinter sich. Ein Hund, der Emotionen schnüffeln könnte, würde weit mehr als 100 Meilen ihren Weg nach verfolgen können, die die blutenden Männerherzen hinterließen. Aber eigentlich kümmerte sie das nicht. Ihr zukünftiger Mann sollte genauso umwerfend attraktiv sein. Das gewisse Etwas haben. Aber weiter wusste sie es eigentlich auch nicht genau. Ihre Stimme hatte etwas laszives Erotisches, so dass jeglicher Mann wie angezogen von einer Sirene im Meer zu ihr hingezogen fühlte. Sie wusste und nutzte dies auch aus. Ihr Blick war der eines Vamps. Der Körper von Kopf bis Fuß einer Göttin gleich, die die Kunst der Verführung in allem Maße beherrschte. Wenn sie tanzte, dann war das eine Grazie der Bewegung, und ihre erotische Avancen, die sie vollzog, zogen die begehrlichen Blicke der Löwen auf sich.

Wie Motten vom Licht angezogen kamen die tanzenden Raubkatzen zu ihr. Die Nähe zu ihr war sehr aufwühlend. Emotionen, sprudelnd wie der Lava aus dem Krater eines Vulkans, flossen tief, und durchzogen unter der Haut vorbei. Kein Kuss wagte jemand, aber ihre Haut zu spüren war wie eine vom Meeresstrand gezogene Wellensanddüne, die sich bildete und langsam abebbte.

Desiree hatte ihr Ziel erreicht. Sie gewann die volle Aufmerksamkeit und Zuneigung. Die ganze Liebe wollten die Löwen erst nach und nach ihr geben. Denn sie wussten einfach, dass vielleicht irgendwann ihr Todestoß kommen könnte, und das Herz lange Zeit verloren sein würde. Nein, es musste mit Sorgfalt das Land der Begierde erobert werden. Die Löwen mussten die Scheren des Krebses umklammern, um es dann nach und nach mit Liebe zu umschlingen. Nur so hatten sie eine Möglichkeit Desiree ganz für sich zu gewinnen. Sie ließen ihr die ganze Freiheit, die sie zum ausgefüllten Leben brauchte. Aber ihre Liebe sollte letztendlich ihnen gehören. Desiree`s Sehnsucht sollte sich erfüllen. Die Zeit würde sich dann erweisen...

Epilog

Die Liebe kennt viele Wege das Herz zu erreichen. Aber jeder Mensch hat nur einen Zugang, für die sie sich öffnet.

An Angel`s Tale

Prolog

“Ihr Dasein ist ein Wesenszweck, welches ihre Anwesenheit in der Not verlangt.”

Sentara

Sentara war wieder mal unterwegs. Ihr Augenmerk widmete sie zu dieser Stunde eher einem unbedeutendem Ort. Ein ganz gewöhnlicher Ort, dass im Zentrum eines Landes lag, welches im Grunde genommen kulturell eine große Bedeutung hatte.

Sentaras Augen waren schärfer als die von allen Raubvogelarten. Zudem konnte sie sehr schnell und geschickt auf etwas zustoßen, so dass jeglicher Betrachter die Geschwindigkeit nicht verfolgen konnte. Die Kraft Sentaras hatte in gewissem Sinne keine Stärke, sondern die Liebe eine Magie zu entfachen, dass den Schutz ihrer Schützlinge gewährleistete. Dieser Protektionismus war ihr Daseinszweck. Ein geschaffenes geflügeltes agiles Wesen. Ein Schutzengel par Exellance, die stets überall ihre Blicke richtete. Ihr Sinn für Gefahren, die mittelbar bevorstanden, glich einem Kompass, dass ausschlug, wenn einer ihrer Schützlinge in Schwierigkeiten geriet.

Ando, der Junge aus dem Armenviertel der Stadt, verlor keine Zeit, und war dabei seinen Mut wieder mal an einem Gegner zu messen, der stärker, aber nicht schneller war als er.

Ando`s Sinn für Gerechtigkeit und Nächstenliebe verlangte die Aufmerksamkeit von einem Mädchen, für die er etwas empfand. Die Bedrohung, die von dem Gegner an Ando`s Mädchen kreiste, ließ ihn unvorsichtig werden.

Sentara wurde dieser bevorstehenden Eskalation der Gewalt bewusst. Sie stürzte aus schwindelerregender Höhe unmittelbar zu ihrem Schützling hin. Die Zeit dabei verstrich nicht in Minuten, sondern in Millisekunden, die sie durch die Luft benötigte, um an ihr Ziel zu gelangen.

Der Gegner Ando`s, in grenzenloser Gewaltbereitschaft mobilisiert, nahm seine Stichwaffe hervor, und wollte gerade zustechen. Es langte schon fast an Ando`s Körper heran, als Sentara dazwischen stürzte, und den spitzen Stoß in sich aufnahm. Das Messer verfehlte nicht sein Ziel, aber blieb an Ando`s Körper wirkungslos. Weitere Stöße des Aggressors verpufften ebenso. In Panik geraten, floh er sodann um die Ecke, und entschwand ungeschoren davon. Ando sah dagegen, dass der Stichversuch in der Luft vorbeizog, und seine Ziel nicht erreichte.

Sentara durchstreifte anschließend die nahe Gegend, und steuerte zum See hin, dass in der Abendfülle das Licht des Mondes wieder spiegelte.

Der Schutzengel labte seine Wunden an dem kühlen Wasser, wo sich die Verletzungen langsam wieder verschließen.

Epilog

Das Gespür für die Gefahr ist ein Leuchtsignal, dass sich in uns entzündet, wenn Hass die Liebe zu zerstören beginnt.

Der Rat der Sieben

Prolog

„Spüüüüüüüüüüüüüüüüüüüre Dich!!!!!!!!!!!!!!“

Die Glorreichen Sieben

Das Herz, der Magen, die Haut, die Zunge, die Nase, die Augen und Johnny B. hielten den ersten großen Rat zusammen. Die Sieben, alle gleichberechtigt versammelt, debattierten, wer der Wichtigste von Allen sei.

Die zwei Augen begannen anzuführen, "Wenn wir eine hübsche Frau sehen, dann erblicken wir die Schönheit des Weiblichen in all ihren Rundungen, Erhebungen und Tälern. Wenn wir nicht wären, dann könntet ihr alle schon mal gar nicht erkennen was vor euch steht!" Das Herz, da wo die Vernunft und der Verstand schon mal gar nicht aufzufinden sind, meinte daraufhin, "Also, nun mach mal nicht so den Prahlhans. Wenn ich anfange heftig an zu schlagen, dann bewegt sich nicht nur der Kreislauf des Körpers, sondern es geraten auch die Gefühle der Liebe in Wallung. Der das Verliebtsein ohne Kompromisse, und ohne Rücksicht auf alles Andere, die Kraft gibt. Wenn ich nicht poche, dann würdet ihr euch alle nicht mal regen!" "Jaja!", rief der Magen dazwischen frech, "Du, du Pocher ohne Hirn! Bei mir starten die Emotionen wie Flugzeuge im Bauch. Dann wird es Zeit, dass sich was dreht. Das ist wie, wenn Wühlmäuse voll am Rad drehen!" Die Haut schaltete sich dazu, und meldete gelassen, "Ihr hitzköpfigen Spacken, mein Sinnesorgan ist die Größte von euch Allen! Werde ich berührt, dann fließen erstmal so einige Wellen an Gefühlen vorbei. Und das so kräftig, dass ihr alle davon betäubt werdet! Somit bin ich der Stärkste und Größte von Euch!" "Du Großmaul!" rief die sinnliche Zunge, und fügte hinzu, "wenn ich die andere Zunge anfeuchte, dann ist das erstmal der erste intime Kontakt! Körperflüssigkeiten werden ausgetauscht. Und die Liebe wird zumal stärker! Das kann sehr intensiv werden!" Johnny B., das vorsitzende Glied der ersten Reihe, der immer im Dunkeln seine Zeit sich seine vertreibt, rief, "Alle mal die Klappe halten! Das ist ja nicht auszuhalten! Jeder glaubt im absoluten Recht zu sein. Das Wichtigste ist doch, dass alle zusammen erst zu einem Ganzen funktionieren. Ohne den Anderen ist jeder für sich allein relativ nutzlos. Ohne die Augen, könnt ihr nicht mal begehren. Ohne das Herz, existiert keiner von uns. Ohne den Magen, würden wir alle sterben. Ohne die Haut, könnten wir nicht fühlen. Ohne die Zunge nicht schmecken. Und ohne mich, dass zweite Ich des Mannes, nicht fortpflanzen und grenzenlosen Spaß haben." Die Nase, welches die ganze Zeit nur zuhörte, schaltete sich ein und wetterte, "Du notorischer Wichtigtuer und notgeiler Hengst! Willst du hier den Klugscheisser markieren?"

Den letzten Atemzug vollzog der alte Mann im Sterben. Und der Rat der Sieben sodann zusammenbrach.

Epilog

Selbst kurz vor dem Sterben können die Sinne und Gefühle im Feuerwerk enden.

Die Seele berühren

Prolog

„Kein Mensch ist unsterblicher, als der, der das Gefühl der Seele kennt und berührt…“

El Dorado

Im Lande, wo der sagenhafte Goldtempel der Inkas lag, der berüchtigte Schatz, das El Dorado, da waren vier junge Männer unterwegs. Aber es gab auch andere Suchende. Sie hörten von dem Gerücht des Schatzes, und suchten danach. Jeder für sich kämpfte sich durch den Dschungel des Lebens. Die einen Härter, die anderen Sanfter. Das El Dorado bedeutete in ihnen die Liebe und das Geliebt werden, wonach eigentlich jeder Mensch suchte und strebte. Der Erste fand den Schatz, liebte es, verlor diesen wieder nicht ganz, weil er diesen beschützte und bewahrte. Der Zweite fand es auch, aber verlor es schnell wieder, weil er es zu begierig bewachte und niemanden daran ließ. Der Dritte liebte den Glanz, verkannte jedoch den Wert des Schatzes, und verlor den gewonnenen Besitz. Der Vierte baute ein Zelt davor, zündete ein Lagerfeuer der Geselligkeit an, und verführte den Schatz durch Geschichten von Liebe, Romantik, Humor und den Mysterien des Lebens. Daraufhin berührten und vereinigten sich die beiden Seelen. Die Unsterblichkeit des Augenblickes der Beiden vollzog das Schicksal sie zu vereinen und in Sehnsucht zu verbleiben.

Epilog

Die Kunst des Zaubernden liegt nicht im Materiellen, sondern sein Blick auf das Wesentliche ist das Ziel. Die Seele zu berühren…

Wem die Stunde schlägt...

Prolog

„Wenn die Nacht nur Dunkelheit wäre…“

Stand by me

Angelo und sein Freund liefen ununterbrochen in rasender Panik durch den Wald. Sie hetzten wie durch einen schnellen Sprint in andauernden Laufschritt. Schmerzen, die durch die Muskeln in den Waden zogen, quälten deren Vorwärtskommen. Die Atmung der Lungen keuchten wild nach mehr Sauerstoff, die sie für ihre Körper dringend benötigten. Sein Gefährte rief zu Angelo, "Ich kann nicht mehr weiter!" Angelo, der ausdauernder war, blickte ihm in die Augen und ermutigte ihn, " Wir schaffen das! Wir müssen weiter…, komm schon, nicht aufgeben!" Und zog ihn mit der Hand mit sich. Nach einer Weile, als die Lauferei seinen Höhepunkt annahm, stolperte Angelo über eine verborgene Wurzel, und verstauchte sich den Fußknöchel. Er schrie nicht, aber hatte dennoch Schmerzen, die er nicht zeigen wollte. Der Freund schaute die Verstauchung an, wusste aber nicht so genau was er machen sollte. Die annähernde vermeintliche Bedrohung veranlasste den Helfer schnell zu handeln.