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"micro is more" - Mikrotherapie interdisziplinär
Rückenschmerzen zählen zu den häufigsten Erkrankungen beim Menschen. In diesem Praxisbuch erfahren Sie, wie Sie Ihre Patienten durch Einsatz der Mikrotherapie erfolgreich und nachhaltig behandeln. Auch spezielle Verfahren der Schmerztherapie werden direkt umsetzbar beschrieben. Der Herausgeber ist Pionier auf dem Gebiet und vermittelt Ihnen gemeinsam mit einem internationalen Autorenteam das interdisziplinäre Expertenwissen zum mikrotherapeutischen Vorgehen.
Das Besondere: Der individuelle und interdisziplinäre Blickwinkel
Schonendes und nachhaltiges Vorgehen im Detail
Sehr anschaulich aufbereitet
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Seitenzahl: 875
Veröffentlichungsjahr: 2023
Herausgegeben von
Dietrich Grönemeyer
Nicolas Amoretti, Friederike Grönemeyer, Kenneth Hartl, Adrian Kastler, Bruno Kastler, Dipl.-Phys. Ing. Ralf Klein, Stephan Klessinger, Therese Lincke, Yvonne Maratos, Serban Mateiescu, Carsten Moser, Juraj Artner, Turan Ocak, Gebhard Reiss, Victor Schulze-Zachau, Hans-Joachim Thiel, Thomas J. Vogl, Christoph Johannes Zech, Jan Becker, Daniel Boll, Jan Hendrik Busch, Martin Busch, Martin Deli, Marietta Garmer, Athour Gevargez
648 Abbildungen
2-D/3-D
zwei-/dreidimensional
A./Aa.
Arteria/Arteriae
ADC
apparenter Diffusionskoeffizient
ALARA
„As low as reasonably achievable“
a.-p.
anteroposterior
BMP
Bone morphogenetic Protein
CRP
C-reaktives Protein
CRPS
komplexes regionales Schmerzsyndrom
CT
Computertomografie
EKG
Elektrokardiografie
FGF
Fibroblast Growth Factor
FLASH
Fast low Angle Shot
GDF
rekombinanter humaner Wachstums- und Differenzierungsfaktor
GDNF
gliazelllinienabgeleiteter neurotropher Faktor
HASTE
Half-Fourier Acquisition Single Shot
HE
Hounsfield-Einheit
HGF
Hepatocyte Growth Factor
IGF
Insulin-like Growth Factor
IL
Interleukin
INR
International normalized Ratio
JOA-Score
Scoring-System für Rückenschmerzen des Japanischen Orthopädischen Verbands
Lig./Ligg.
Ligamentum/Ligamenta
M.
Musculus
MAVRIC
Multi-Acquisition with variable Resonance Image Combination
MIP
Maximumintensitätsprojektion
MRT
Magnetresonanztomografie
N./Nn./nn.
Nervus/Nervi/nervorum
NF-κB
Nuclear Factor Kappa-light-Chain-Enhancer of activated B-Cells
NGF
Nerve Growth Factor
NRS
numerische Rating-Skala
NSAR
nicht steroidale Antirheumatika
ODI
Oswestry Disability Index
OPS
Operationen- und Prozedurenschlüssel
p.-a.
posteroanterior
PDGF
Platelet-derived Growth Factor
PET
Positronenemissionstomografie
R./Rr.
Ramus/Rami
RARE
Rapid Acquisition with Relaxation Enhancement
SEMAC
Slice-encoding Metal Artifact Correction
SF-36
Short-Form-36-Gesundheitsfragebogen
SPECT
Single Photon Emission computed Tomography
STIR
Short-tau Inversion Recovery
T1w/T2w
T1-/T2-gewichtet
TGF
Transforming Growth Factor
TIRM
Turbo-Inversion Recovery-Magnitude
TNF-α
Tumornekrosefaktor α
TSE
Turbo-Spin-Echo
V./Vv.
Vena/Venae
VAS
visuelle Analogskala
VEGF
Vascular endothelial Growth Factor
Wir leben in einem wundervollen Zeitalter der Synthese: Lowtech und Hightech verbinden sich. Das Wissen von gestern wird in Verbindung mit neuen Techniken und Produkten zum Know-how von morgen. Im medizinischen Alltag werden Patientinnen und Patienten, Ärztinnen und Ärzte und die Gesellschaft davon profitieren und die Ärztinnen und Ärzte von morgen werden weniger „Einzelkämpferinnen und Einzelkämpfer“, sondern „Teamplayerinnen und Teamplayer“ sein – auf Augenhöhe mit den Patientinnen und Patienten. Technische Neuerungen und interdisziplinäres Handeln machen es möglich. Vor allem die Menschen profitieren davon: weniger Krankenhaus, weniger Komplikation, weniger Schmerz, dafür aber: schnelle Genesung durch ein interdisziplinäres und integratives Zusammenspiel vieler Fachdisziplinen. Zunehmend wird dies in fachübergreifend organisierten themen- oder organspezifischen Kompetenzzentren erfolgen, die sich wie in meinem Institut für Mikrotherapie in Bochum und ehemaligen Lehrstuhl für Radiologie und Mikrotherapie der Universität Witten/Herdecke etablieren werden. Solche multidisziplinären ambulanten Kompetenzzentren z.B für die Behandlung von Wirbelsäulenerkrankungen als Brücke zwischen ambulanter und stationärer Versorgung fehlten bisher im Gesundheitssystem. Das wird häufig vergessen, wenn öffentlich über Innovationen diskutiert wird. Besonders auch aus diesem Grunde bin ich so begeistert über die Realisierung dieses zukunftsweisenden wissenschaftlichen Buchprojekts.
Ich danke Ihnen, liebe Kolleginnen und Kollegen, und Ihren Teams von ganzem Herzen, die Sie mit Ihrer großen medizinischen und wissenschaftlichen Erfahrung wesentlich zum Zustandekommen dieses so wichtigen Lehrbuches beigetragen haben. Eine hochkarätige Übersicht über den State of the Art mikroinvasiver Behandlungsmöglichkeiten der Wirbelsäule – eine hochmoderne Fortsetzung meines ersten Lehrbuches „Interventionelle Computertomographie“, das vor mehr als 30 Jahren erschienen ist.
Auch danke ich im Namen aller Autorinnen und Autoren sehr für die Geduld der verantwortlichen Personen des Georg Thieme Verlags, für die so gute Zusammenarbeit und die exzellente Ausstattung des Buchs. Ganz ganz herzlichen Dank, liebe Frau Susanne Huiss, stellvertretend für das gesamte Team!
Die mehrfachen Lockdowns und COVID-19-Erkrankungen haben eine nicht unwesentliche Zeitverschiebung verursacht. Trotzdem ist der Zeitpunkt der Publikation sehr gut, da Rückenschmerzen nach wie vor die Volkskrankheit Nr. 1 sind und besonders unter den Lockdown-Verhältnissen stark zugenommen haben. Das viele Sitzen zuhause bzw. im Homeoffice und die eingeschränkte Bewegung sowie die chronischen Fehlhaltungen durch die Nutzung von Handy und Tablet haben zu einer Zunahme der Rückenschmerzen in der Bevölkerung geführt – erschreckenderweise auch in jungen Altersgruppen.
Besonders bei chronischen Rückenschmerzen können alle betroffenen Menschen hochgradig von der Mikrotherapie profitieren, vor allem, wenn sie interdisziplinär behandelt werden. Denn Physio- und Osteopathie, Psychologie, Massagen, Entspannungstechniken und eine wirbelsäulenspezifische Ernährung sowie weitere komplementäre Behandlungsmethoden wie z.B. aus der Heilpflanzenkunde oder dem Therapiespektrum der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) gehören zu einem ganzheitlichen mikrotherapeutischen Therapieansatz der Wirbelsäule dazu.
Das Anliegen aller Autorinnen und Autoren war und ist es, mit diesem Lehrbuch zu neuen und innovativen Wegen zur Veränderung der operativen und schmerz- bzw. lokaltherapeutischen Medizin beizutragen. Insbesondere zur weiteren Miniaturisierung lokaler Behandlungsmethoden.
Wir sind davon überzeugt, dass wir hierzu eine wesentliche Grundlage speziell für die nächsten Ärztegenerationen geschaffen haben und hoffen, dass viele Aus- und Fortzubildende der verschiedensten Fachdisziplinen unsere allgemeinen und speziellen Mikrotherapie-Methoden erlernen und weiterentwickeln werden. Zum Wohle aller erkrankten Rückenpatienten weltweit.
Bochum, im Frühjahr 2023
Dietrich Grönemeyer
Titelei
Abkürzungen
Vorwort
Teil I I Allgemeiner Teil
1 Einführung
2 Neuroanatomie der Wirbelsäule
2.1 Skelettelemente
2.2 Beweglichkeit der Wirbelsäule
2.2.1 Gesamtbeweglichkeit
2.2.2 Bewegungssegment
2.2.3 Bänder der Wirbelsäule
2.2.4 Zwischenwirbelscheibe
2.3 Wirbelkanal
2.3.1 Aufbau
2.3.2 Rückenmark
2.3.3 Liquor cerebrospinalis
2.3.4 Dura mater spinalis
2.3.5 Arachnoidea
2.3.6 Pia mater
2.3.7 Ligamentum flavum
2.3.8 Ligamentum longitudinale posterior
2.3.9 Fettgewebe
2.4 Leitungsbahnen
2.4.1 Arterien und Venen
2.4.2 Lymphgefäße
2.4.3 Nerven
2.5 Literatur
3 Diagnostik
3.1 Präinterventionelle bildgebende Diagnostik
3.1.1 Bildgebende Verfahren der Radiologie in der präinterventionellen Diagnostik
3.1.2 Bildgebende präinterventionelle Diagnostik beim voroperierten Patienten
3.2 Posttherapeutische bildgebende Diagnostik
3.2.1 Bildgebende Verfahren der Radiologie
3.2.2 Bildgebende Darstellung von Fremdmaterial
3.2.3 Reduktion von Artefakten in der Bildgebung
3.2.4 Bildgebende Hinweise auf Infektion
3.2.5 Diagnostik bei periradikulärer Therapie
3.2.6 Diagnostik bei diskusbezogener Therapie
3.2.7 Diagnostik bei Therapie von Facettengelenkserkrankungen
3.2.8 Diagnostik bei Therapie am Iliosakralgelenk
3.2.9 Diagnostik bei Therapie der Spinalkanalstenose
3.2.10 Diagnostik bei Vertebroplastie und Kyphoplastie
3.3 Literatur
4 Planung mithilfe tomografischer Bildsteuerung
4.1 Mikroinvasive interventionelle Verfahren (Mikrotherapie)
4.1.1 Steckbrief
4.1.2 Aktuelles
4.1.3 Verschiedene Verfahren der Mikrotherapie
4.1.4 Therapeutische Interventionserfahrung mit verschiedenen Bildgebungsmodalitäten
4.1.5 Rolle der Bildgebung
4.1.6 Vorteile der Bildsteuerung
4.1.7 Vergleich mit nicht bildgesteuerten Verfahren
4.1.8 Technische Probleme
4.1.9 Zusammenfassung
4.2 Computertomografiegeführte Intervention
4.2.1 Steckbrief
4.2.2 Grundlagen
4.2.3 Aktuelles
4.2.4 Technische Voraussetzungen der Computertomografie
4.2.5 Indikationen
4.2.6 Ablauf einer typischen computertomografisch gesteuerten periradikulären Therapie
4.2.7 Parameter und Einstellmöglichkeiten
4.2.8 Maßnahmen zur Reduktion der Strahlenbelastung
4.2.9 Diskussion
4.2.10 Zusammenfassung
4.3 Magnetresonanzgesteuerte Intervention
4.3.1 Steckbrief
4.3.2 Grundlagen
4.3.3 Magnetdesign
4.3.4 Assistenzsysteme
4.3.5 Iterative Magnetresonanzsteuerung
4.3.6 Thermische Ablation
4.3.7 Entwicklung der interventionellen Kernspintomografie am Grönemeyer Institut für Mikrotherapie
4.3.8 Interventionelle Magnetresonanztomografie am Beispiel der periradikulären Therapie
4.4 Navigationshilfen für bildgestützte Interventionen
4.4.1 Steckbrief
4.4.2 Indikationen
4.4.3 Materialien und Techniken
4.4.4 Fallbericht
4.4.5 Diskussion
4.4.6 Zusammenfassung
4.5 Literatur
5 Rolle der Mikrotherapie in der multimodalen Schmerztherapie
5.1 Definition der multimodalen Schmerztherapie
5.2 Durchführung und qualitative Merkmale der multimodalen Schmerztherapie
5.3 Stellenwert der interventionellen Verfahren beim chronifizierten Schmerz
5.3.1 Nachteile
5.3.2 Vorteile
5.4 Indikationen der multimodalen Schmerztherapie
5.5 Kontraindikationen der multimodalen Schmerztherapie
5.6 Ergebnisse der multimodalen Schmerztherapie
5.7 Perspektiven und Ausblick
5.8 Literatur
Teil II II Spezieller Teil
6 Tomografische periradikuläre Therapie
6.1 Tomografisch gestützte periradikuläre Therapie der Halswirbelsäule
6.1.1 Steckbrief
6.1.2 Synonyme
6.1.3 Definition
6.1.4 Indikationen
6.1.5 Kontraindikationen
6.1.6 Anästhesie
6.1.7 Patientenaufklärung und spezielle Risiken
6.1.8 Präinterventionelle Diagnostik
6.1.9 Materialien und Medikamente
6.1.10 Durchführung
6.1.11 Ergebnisse
6.1.12 Mögliche Komplikationen
6.1.13 Operationsbericht
6.1.14 Postinterventionelles Management
6.1.15 Fallbericht
6.2 Tomografisch gestützte Ganglion-stellatum-Neurolysen zur Behandlung regionaler Schmerzsyndrome
6.2.1 Steckbrief
6.2.2 Synonyme
6.2.3 Definition
6.2.4 Indikationen
6.2.5 Kontraindikationen
6.2.6 Anästhesie
6.2.7 Patientenaufklärung und spezielle Risiken
6.2.8 Präinterventionelle Diagnostik
6.2.9 Materialien und Medikamente
6.2.10 Durchführung
6.2.11 Ergebnisse
6.2.12 Mögliche Komplikationen
6.2.13 Operationsbericht
6.2.14 Postinterventionelles Management
6.3 Tomografisch gestützte periradikuläre, epidurale und periartikuläre Therapie der Brustwirbelsäule
6.3.1 Steckbrief
6.3.2 Aktuelles
6.3.3 Synonyme
6.3.4 Definition
6.3.5 Indikationen
6.3.6 Kontraindikationen
6.3.7 Anästhesie
6.3.8 Patientenaufklärung und spezielle Risiken
6.3.9 Präinterventionelle Diagnostik
6.3.10 Materialien und Medikamente
6.3.11 Durchführung
6.3.12 Ergebnisse
6.3.13 Mögliche Komplikationen
6.3.14 Operationsbericht
6.3.15 Postinterventionelles Management
6.3.16 Fallbericht
6.4 Tomografisch gestützte periradikuläre Therapie bei radikulärer Schmerzsymptomatik der Lendenwirbelsäule
6.4.1 Steckbrief
6.4.2 Aktuelles
6.4.3 Synonyme
6.4.4 Definition
6.4.5 Indikationen
6.4.6 Kontraindikationen
6.4.7 Anästhesie
6.4.8 Patientenaufklärung und spezielle Risiken
6.4.9 Präinterventionelle Diagnostik
6.4.10 Materialien und Medikamente
6.4.11 Durchführung
6.4.12 Ergebnisse
6.4.13 Mögliche Komplikationen
6.4.14 Operationsbericht
6.4.15 Postinterventionelles Management
6.4.16 Fallbericht
6.5 Literatur
7 Tomografische epidurale Therapie der Wirbelsäule
7.1 Steckbrief
7.2 Aktuelles
7.3 Synonyme
7.4 Definition
7.5 Indikationen
7.6 Kontraindikationen
7.7 Anästhesie
7.8 Patientenaufklärung und spezielle Risiken
7.9 Präinterventionelle Diagnostik
7.10 Materialien und Medikamente
7.11 Durchführung
7.11.1 Vor Beginn des Eingriffs
7.11.2 Anatomie und Zugangswege
7.11.3 Computertomografisch gestützte Infiltration der Halswirbelsäule
7.11.4 Computertomografisch gestützte Infiltration der Lendenwirbelsäule
7.11.5 Magnetresonanztomografisch gestützte epidurale Therapie
7.11.6 Technische Hinweise und Maßnahmen
7.12 Ergebnisse
7.12.1 Level of Evidence
7.12.2 Zeitpunkt und Häufigkeit der epiduralen Injektionen
7.13 Mögliche Komplikationen
7.14 Operationsbericht
7.15 Postinterventionelles Management
7.16 Zusammenfassung
7.17 Literatur
8 Schnittbildgestützte Diskografie
8.1 Steckbrief
8.2 Aktuelles
8.3 Synonyme
8.4 Definition
8.5 Indikationen
8.6 Kontraindikationen
8.7 Anästhesie
8.8 Patientenaufklärung und spezielle Risiken
8.9 Präinterventionelle Diagnostik
8.10 Materialien und Medikamente
8.11 Durchführung
8.11.1 Vor Beginn des Eingriffs
8.11.2 Anatomie und Zugangswege
8.11.3 Patientenvorbereitung und -lagerung
8.11.4 Behandlungsschritte
8.12 Ergebnisse
8.12.1 Vor- und Nachteile der Diskografie
8.12.2 Falsch-positiv-Rate
8.12.3 Prädiktiver Wert
8.12.4 Defekt durch die Punktion
8.12.5 Zytotoxisches Kontrastmittel
8.12.6 Magnetresonanztomografiegesteuerte Diskografie
8.13 Mögliche Komplikationen
8.13.1 Intrainterventionelle bzw. postinterventionelle Komplikationen
8.13.2 Strahlenbelastung
8.14 Operationsbericht
8.15 Postinterventionelles Management
8.16 Literatur
9 Intradiskale Verfahren
9.1 Intradiskale Injektionen
9.1.1 Steckbrief
9.1.2 Aktuelles
9.1.3 Synonyme
9.1.4 Definition
9.1.5 Indikationen
9.1.6 Kontraindikationen
9.1.7 Anästhesie
9.1.8 Patientenaufklärung und spezielle Risiken
9.1.9 Präinterventionelle Diagnostik
9.1.10 Materialien und Medikamente
9.1.11 Durchführung
9.1.12 Ergebnisse
9.1.13 Mögliche Komplikationen
9.1.14 Operationsbericht
9.1.15 Postinterventionelles Management
9.1.16 Zusammenfassung und Schlussfolgerung
9.1.17 Fallbericht
9.2 Perkutane Laserdiskusdekompression der Lendenwirbelsäule
9.2.1 Steckbrief
9.2.2 Aktuelles
9.2.3 Synonyme
9.2.4 Definition
9.2.5 Indikationen
9.2.6 Kontraindikationen
9.2.7 Anästhesie
9.2.8 Patientenaufklärung und spezielle Risiken
9.2.9 Präinterventionelle Diagnostik
9.2.10 Materialien und Medikamente
9.2.11 Durchführung
9.2.12 Ergebnisse
9.2.13 Mögliche Komplikationen
9.2.14 Operationsbericht
9.2.15 Postinterventionelles Management
9.3 Chemonukleolyse von Bandscheibenerkrankungen mit Ozon
9.3.1 Steckbrief
9.3.2 Aktuelles
9.3.3 Synonyme
9.3.4 Definition
9.3.5 Indikationen
9.3.6 Kontraindikationen
9.3.7 Anästhesie
9.3.8 Patientenaufklärung und spezielle Risiken
9.3.9 Präinterventionelle Diagnostik
9.3.10 Materialien und Medikamente
9.3.11 Durchführung
9.3.12 Ergebnisse
9.3.13 Mögliche Komplikationen
9.3.14 Operationsbericht
9.3.15 Postinterventionelles Management
9.4 Literatur
10 Techniken zur Behandlung von Facettengelenkserkrankungen
10.1 Computertomografisch gesteuerte Interventionen an Facettengelenken
10.1.1 Steckbrief
10.1.2 Aktuelles
10.1.3 Synonyme
10.1.4 Definition
10.1.5 Indikationen
10.1.6 Kontraindikationen
10.1.7 Anästhesie
10.1.8 Patientenaufklärung und spezielle Risiken
10.1.9 Präinterventionelle Diagnostik
10.1.10 Materialien und Medikamente
10.1.11 Durchführung
10.1.12 Ergebnisse
10.1.13 Mögliche Komplikationen
10.1.14 Operationsbericht
10.1.15 Postinterventionelles Management
10.2 Radiofrequenzablation zur Behandlung von Facettengelenkserkrankungen
10.2.1 Steckbrief
10.2.2 Synonyme
10.2.3 Definition
10.2.4 Indikationen
10.2.5 Kontraindikationen
10.2.6 Anästhesie
10.2.7 Patientenaufklärung und spezielle Risiken
10.2.8 Präinterventionelle Diagnostik
10.2.9 Materialien und Medikamente
10.2.10 Durchführung
10.2.11 Ergebnisse
10.2.12 Mögliche Komplikationen
10.2.13 Operationsbericht
10.2.14 Postinterventionelles Management
10.2.15 Fallbericht
10.3 Literatur
11 Techniken zur Behandlung von Erkrankungen des Iliosakralgelenks
11.1 Computertomografisch gesteuerte Techniken zur Behandlung des Iliosakralgelenks
11.1.1 Steckbrief
11.1.2 Synonyme
11.1.3 Definition
11.1.4 Indikationen
11.1.5 Kontraindikationen
11.1.6 Anästhesie
11.1.7 Patientenaufklärung und spezielle Risiken
11.1.8 Präinterventionelle Diagnostik
11.1.9 Materialien und Medikamente
11.1.10 Durchführung
11.1.11 Ergebnisse
11.1.12 Mögliche Komplikationen
11.1.13 Operationsbericht
11.1.14 Postinterventionelles Management
11.2 Lasernavigierte Fixierung des Iliosakralgelenks
11.2.1 Steckbrief
11.2.2 Synonyme
11.2.3 Definition
11.2.4 Indikationen
11.2.5 Kontraindikationen
11.2.6 Anästhesie
11.2.7 Patientenaufklärung und spezielle Risiken
11.2.8 Präinterventionelle Diagnostik
11.2.9 Materialien und Medikamente
11.2.10 Durchführung
11.2.11 Ergebnisse
11.2.12 Mögliche Komplikationen
11.2.13 Operationsbericht
11.2.14 Postinterventionelles Management
11.3 Literatur
12 Minimalinvasive Behandlung des Bandscheibenvorfalls
12.1 Steckbrief
12.2 Synonyme
12.3 Definition
12.4 Indikationen
12.5 Kontraindikationen
12.6 Anästhesie
12.7 Patientenaufklärung und spezielle Risiken
12.8 Präinterventionelle Diagnostik
12.9 Materialien und Medikamente
12.10 Durchführung
12.10.1 Vor Beginn des Eingriffs
12.10.2 Anatomie und Zugangswege
12.10.3 Patientenvorbereitung und -lagerung
12.10.4 Behandlungsschritte
12.11 Ergebnisse
12.12 Mögliche Komplikationen
12.13 Operationsbericht
12.14 Postinterventionelles Management
12.15 Literatur
13 Techniken zur Behandlung von Frakturen der Wirbelsäule
13.1 Steckbrief
13.1.1 Vertebroplastie
13.1.2 Kyphoplastie
13.1.3 Sakroplastie
13.2 Synonyme
13.3 Definition
13.3.1 Vertebroplastie
13.3.2 Kyphoplastie
13.3.3 Sakroplastie
13.4 Indikationen
13.4.1 Vertebroplastie
13.4.2 Kyphoplastie
13.4.3 Sakroplastie
13.5 Kontraindikationen
13.5.1 Vertebroplastie und Kyphoplastie
13.5.2 Sakroplastie
13.6 Anästhesie
13.7 Patientenaufklärung und spezielle Risiken
13.8 Präinterventionelle Diagnostik
13.9 Materialien und Medikamente
13.9.1 Vertebroplastie
13.9.2 Kyphoplastie
13.9.3 Sakroplastie
13.10 Durchführung
13.10.1 Vor Beginn des Eingriffs
13.10.2 Anatomie und Zugangswege
13.10.3 Patientenvorbereitung und -lagerung
13.10.4 Behandlungsschritte
13.11 Ergebnisse
13.11.1 Effizienz und Outcome von Vertebroplastie und Kyphoplastie
13.11.2 Vorteile der Kyphoplastie gegenüber der Vertebroplastie
13.11.3 Komplikationen, Morbidität und Mortalität
13.11.4 Outcome bei Kümmel-Frakturen (Kümmel-Verneuil-Frakturen) und aseptischen Osteonekrosen
13.11.5 Outcome anderer mikrotherapeutischer, adjuvanter Behandlungen
13.11.6 Zusammenfassung
13.12 Mögliche Komplikationen
13.13 Operationsbericht
13.14 Postinterventionelles Management
13.15 Fallbericht
13.16 Literatur
14 Potenzielle biotechnologische Therapien zur Behandlung von Wirbelsäulenerkrankungen
14.1 Steckbrief
14.1.1 Rolle der Zytokine und Wachstumsfaktoren
14.1.2 Rolle der Bandscheibendegeneration
14.2 Therapeutische Ziele und Strategien
14.3 Proteintherapie
14.3.1 Wachstumsfaktoren
14.3.2 Antikatabole Zytokine
14.3.3 Autologe Blutzubereitungen
14.3.4 Neurotrophe Faktoren
14.3.5 Inhibitoren des Nervenwachstumsfaktors
14.4 Tissue Engineering
14.5 Zelltherapie
14.5.1 Autologe Bandscheibenzelltransplantation
14.5.2 Mesenchymale Stammzellen
14.5.3 Embryonale Stammzellen
14.6 Gentherapie und Gentransfer
14.6.1 Prinzip
14.6.2 Hintergrund
14.6.3 Studienergebnisse
14.6.4 Diskussion
14.7 Matrizes bzw. Scaffolds (morphogenetische Stimuli)
14.7.1 Prinzip
14.7.2 Hintergrund
14.7.3 Studienergebnisse
14.7.4 Diskussion
14.8 Mechanische Stimulation
14.9 Zusammenfassung und Diskussion
14.10 Literatur
15 Mikrotherapie und Mikrotherapieoperationsraum der Zukunft
15.1 Status quo und Perspektive
15.2 Integrative Bildgebung
15.3 Mikrotherapeutischer Routinearbeitsplatz mit dem Computertomografen als Basis
15.4 Strahlenschutz
15.5 Patientenliege und Umfeld
15.6 Monitoring
15.7 Physiologische Messungen in der Mikrotherapie
15.8 Bedienraum
15.9 Überwachungsraum
15.10 Vor- und Nachteile der computertomografischen bzw. magnetresonanztomografischen Steuerung
15.11 Tomografisches Behandlungsverfahren
15.12 Zweidimensionale Bildgebung im Vergleich zur dreidimensionalen bei interventionellen Eingriffen
15.13 Mikrotherapeutische Workstation zur Integration von elektronischem Equipment
15.14 Mobile Magnetresonanztomografie- und Computertomografie-Scanner
15.15 Zusammenfassung und Schlussfolgerung
15.16 Literatur
Anschriften
Sachverzeichnis
Impressum/Access Code
1 Einführung
2 Neuroanatomie der Wirbelsäule
3 Diagnostik
4 Planung mithilfe tomografischer Bildsteuerung
5 Rolle der Mikrotherapie in der multimodalen Schmerztherapie
Dietrich Grönemeyer
„Es ist, als würde man ein Zimmer durch ein Schlüsselloch tapezieren …“
Dietrich Grönemeyer, 1999
Die Medizin verändert sich weltweit: Infektionskrankheiten sowie psychosomatische und degenerative Erkrankungen nehmen zu. Ehemals invasive Operationsmethoden werden zunehmend durch minimal- oder mikroinvasive Eingriffstechniken ersetzt. Präventive Diagnostik ermöglicht es, Erkrankungen und regionale pathomorphologische Veränderungen in einem frühen Stadium zu erkennen. Gezielte bildgesteuerte Maßnahmen helfen, die Invasivität oder Größenzunahme eines Krankheitsherds frühzeitig zu reduzieren. Ambulant durchführbare Eingriffe werden zunehmend stationäre Operationen ersetzen. Je kleiner der Befund, desto kleiner der Eingriff!
Tomografische Bildsysteme ermöglichen in Kombination mit anderen bildgebenden Methoden wie Endoskopie oder Durchleuchtung und robotischen Navigationshilfen 3-D-Eingriffe (dreidimensionale Eingriffe). Durch ihren Einsatz können perkutane Eingriffe in schwer zugänglichen Körperabschnitten erfolgen, die bisher nur durch große Invasivität erreichbar waren. Bisheriges taktiles Handling des Operateurs bzw. Behandlers kann (und sollte!) beibehalten bleiben. Das Instrumentarium allerdings verkleinert sich und auch der lokale Aktionsradius für den Interventionalisten, ebenso wie es bereits bei der Umstellung von klassischen Operationsmethoden auf endoskopische Eingriffe in den letzten Jahrzehnten geschehen ist. Eine weitere Miniaturisierung der Schlüssellochtechniken findet statt, ein neues Zeitalter invasiver Behandlungstechniken hat begonnen.
Die medizinische Mikrosystemtechnik und die digitale Mechatronik ermöglichen Hilfsmittel, Operationswerkzeuge und Kleinstmaschinen bis in den Mikro- und Nanobereich hinein, die bisher undenkbar erschienen. Mikroinstrumente wie Scheren, Zangen oder Fräsen kombinieren in Zukunft auf kleinstem Raum das mechanische Schneiden, Abtragen und Einbringen von Medikamenten, (Stamm-)Zellen oder Füllmaterialien, das sensorische Erfassen von Hindernissen, die lokale biochemische Analyse und die Mikrobildgebung.
Weniger belastende, hochpräzise mikroinvasive Eingriffe in Lokalanästhesie lösen veraltete Routinemaßnahmen ab – auch bisher noch operativ durchgeführte Bandscheibenoperationen beispielsweise. Gerade im Anfangsstadium eines Bandscheibenvorfalls oder bei Chronifizierung des Schmerzes können nicht selten gezielte schnittbildgesteuerte injektorische Maßnahmen eine Operation unter Vollnarkose ersetzen. Ebenso ist das Einbringen von Zement im Rahmen einer mikrotherapeutischen Vertebroplastie zur Stabilisierung von fakturierten (auch tumorös veränderten) Wirbelkörpern nicht selten außerhalb des Operationssaals und in Lokalanästhesie durchführbar – ein sehr guter, wenig invasiver Ersatz einer Stabilisierungsoperation, besonders für alte oder morbide Patienten.
Stärkere Schonung des Patienten, Reduktion von Komplikationen und Nebenwirkungen, Beschleunigung der Wiedereingliederung, Reduzierung von Kummer, Kosten und Leid, z.B. der Unfähigkeit, am sozialen und Arbeitsleben teilnehmen zur können: Das sind die Vorteile moderner Mikrotherapie.
Merke
Mikrotherapie: weniger Schmerz, weniger Arzt, weniger Komplikationen, weniger Krankenhaus!
Hans-Joachim Thiel
Rückenschmerzen haben sich in der heutigen Zivilisation zu einer Volkskrankheit entwickelt. Aufrechter Gang, Bewegungsmangel, Übergewicht und inadäquate Belastung der Wirbelsäule forcieren die physiologischen Alterungsprozesse der Bandscheiben und die Degeneration der übrigen Strukturen als Ursache des Leidens ▶ [46]
