Mikrotherapie - Wirbelsäule -  - E-Book

Mikrotherapie - Wirbelsäule E-Book

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Beschreibung

"micro is more" - Mikrotherapie interdisziplinär

Rückenschmerzen zählen zu den häufigsten Erkrankungen beim Menschen. In diesem Praxisbuch erfahren Sie, wie Sie Ihre Patienten durch Einsatz der Mikrotherapie erfolgreich und nachhaltig behandeln. Auch spezielle Verfahren der Schmerztherapie werden direkt umsetzbar beschrieben. Der Herausgeber ist Pionier auf dem Gebiet und vermittelt Ihnen gemeinsam mit einem internationalen Autorenteam das interdisziplinäre Expertenwissen zum mikrotherapeutischen Vorgehen.

Das Besondere: Der individuelle und interdisziplinäre Blickwinkel 

  • individueller Therapieplan für jeden Patienten, interdisziplinär erstellt
  • interdisziplinärer Behandlungsansatz: angesprochen sind Radiologen, Schmerztherapeuten, Orthopäden, Chirurgen, Neurochirurgen, Anästhesisten, Neurologen, Krankengymnasten, Osteopathen
  • gemeinsame Analyse des klinischen Beschwerdebilds im Expertenboard und Behandlungsplan

Schonendes und nachhaltiges Vorgehen im Detail

  • Behandlungspfad immer von leicht nach schwer: Schmerzauslöser nach Möglichkeit direkt unter Einsatz minimal- und mikroinvasiver Maßnahmen behandeln
  • Behandlung mit hochpräzisen mikrotherapeutischen Instrumenten
  • MRT als bevorzugtes Verfahren bei der Diagnostik und Beschreibung weiterer bildgebender Verfahren wie CT und Röntgen
  • Verknüpfung von HighTech bis Naturheilkunde: physiotherapeutische, traditionell chinesische, orthopädische, medikamentöse und andere Verfahren begleiten die Behandlung

Sehr anschaulich aufbereitet

  • Über 600 brillante Abbildungen aller wichtigen Methoden, Techniken und bildgebenden Verfahren sowie ergänzende Schemata und tabellarische Übersichten
  • Dieses Expertenbuch zeigt Ihnen den schonendsten Behandlungsweg bei Erkrankungen der Wirbelsäule.

Jederzeit zugreifen: Der Inhalt des Buches steht Ihnen ohne weitere Kosten digital in der Wissensplattform eRef zur Verfügung (Zugangscode im Buch). Mit der kostenlosen eRef App haben Sie zahlreiche Inhalte auch offline immer griffbereit.

Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:

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Seitenzahl: 875

Veröffentlichungsjahr: 2023

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Mikrotherapie - Wirbelsäule

Herausgegeben von

Dietrich Grönemeyer

Nicolas Amoretti, Friederike Grönemeyer, Kenneth Hartl, Adrian Kastler, Bruno Kastler, Dipl.-Phys. Ing. Ralf Klein, Stephan Klessinger, Therese Lincke, Yvonne Maratos, Serban Mateiescu, Carsten Moser, Juraj Artner, Turan Ocak, Gebhard Reiss, Victor Schulze-Zachau, Hans-Joachim Thiel, Thomas J. Vogl, Christoph Johannes Zech, Jan Becker, Daniel Boll, Jan Hendrik Busch, Martin Busch, Martin Deli, Marietta Garmer, Athour Gevargez

648 Abbildungen

Abkürzungen

2-D/3-D

zwei-/dreidimensional

A./Aa.

Arteria/Arteriae

ADC

apparenter Diffusionskoeffizient

ALARA

„As low as reasonably achievable“

a.-p.

anteroposterior

BMP

Bone morphogenetic Protein

CRP

C-reaktives Protein

CRPS

komplexes regionales Schmerzsyndrom

CT

Computertomografie

EKG

Elektrokardiografie

FGF

Fibroblast Growth Factor

FLASH

Fast low Angle Shot

GDF

rekombinanter humaner Wachstums- und Differenzierungsfaktor

GDNF

gliazelllinienabgeleiteter neurotropher Faktor

HASTE

Half-Fourier Acquisition Single Shot

HE

Hounsfield-Einheit

HGF

Hepatocyte Growth Factor

IGF

Insulin-like Growth Factor

IL

Interleukin

INR

International normalized Ratio

JOA-Score

Scoring-System für Rückenschmerzen des Japanischen Orthopädischen Verbands

Lig./Ligg.

Ligamentum/Ligamenta

M.

Musculus

MAVRIC

Multi-Acquisition with variable Resonance Image Combination

MIP

Maximumintensitätsprojektion

MRT

Magnetresonanztomografie

N./Nn./nn.

Nervus/Nervi/nervorum

NF-κB

Nuclear Factor Kappa-light-Chain-Enhancer of activated B-Cells

NGF

Nerve Growth Factor

NRS

numerische Rating-Skala

NSAR

nicht steroidale Antirheumatika

ODI

Oswestry Disability Index

OPS

Operationen- und Prozedurenschlüssel

p.-a.

posteroanterior

PDGF

Platelet-derived Growth Factor

PET

Positronenemissionstomografie

R./Rr.

Ramus/Rami

RARE

Rapid Acquisition with Relaxation Enhancement

SEMAC

Slice-encoding Metal Artifact Correction

SF-36

Short-Form-36-Gesundheitsfragebogen

SPECT

Single Photon Emission computed Tomography

STIR

Short-tau Inversion Recovery

T1w/T2w

T1-/T2-gewichtet

TGF

Transforming Growth Factor

TIRM

Turbo-Inversion Recovery-Magnitude

TNF-α

Tumornekrosefaktor α

TSE

Turbo-Spin-Echo

V./Vv.

Vena/Venae

VAS

visuelle Analogskala

VEGF

Vascular endothelial Growth Factor

Vorwort

Wir leben in einem wundervollen Zeitalter der Synthese: Lowtech und Hightech verbinden sich. Das Wissen von gestern wird in Verbindung mit neuen Techniken und Produkten zum Know-how von morgen. Im medizinischen Alltag werden Patientinnen und Patienten, Ärztinnen und Ärzte und die Gesellschaft davon profitieren und die Ärztinnen und Ärzte von morgen werden weniger „Einzelkämpferinnen und Einzelkämpfer“, sondern „Teamplayerinnen und Teamplayer“ sein – auf Augenhöhe mit den Patientinnen und Patienten. Technische Neuerungen und interdisziplinäres Handeln machen es möglich. Vor allem die Menschen profitieren davon: weniger Krankenhaus, weniger Komplikation, weniger Schmerz, dafür aber: schnelle Genesung durch ein interdisziplinäres und integratives Zusammenspiel vieler Fachdisziplinen. Zunehmend wird dies in fachübergreifend organisierten themen- oder organspezifischen Kompetenzzentren erfolgen, die sich wie in meinem Institut für Mikrotherapie in Bochum und ehemaligen Lehrstuhl für Radiologie und Mikrotherapie der Universität Witten/Herdecke etablieren werden. Solche multidisziplinären ambulanten Kompetenzzentren z.B für die Behandlung von Wirbelsäulenerkrankungen als Brücke zwischen ambulanter und stationärer Versorgung fehlten bisher im Gesundheitssystem. Das wird häufig vergessen, wenn öffentlich über Innovationen diskutiert wird. Besonders auch aus diesem Grunde bin ich so begeistert über die Realisierung dieses zukunftsweisenden wissenschaftlichen Buchprojekts.

Ich danke Ihnen, liebe Kolleginnen und Kollegen, und Ihren Teams von ganzem Herzen, die Sie mit Ihrer großen medizinischen und wissenschaftlichen Erfahrung wesentlich zum Zustandekommen dieses so wichtigen Lehrbuches beigetragen haben. Eine hochkarätige Übersicht über den State of the Art mikroinvasiver Behandlungsmöglichkeiten der Wirbelsäule – eine hochmoderne Fortsetzung meines ersten Lehrbuches „Interventionelle Computertomographie“, das vor mehr als 30 Jahren erschienen ist.

Auch danke ich im Namen aller Autorinnen und Autoren sehr für die Geduld der verantwortlichen Personen des Georg Thieme Verlags, für die so gute Zusammenarbeit und die exzellente Ausstattung des Buchs. Ganz ganz herzlichen Dank, liebe Frau Susanne Huiss, stellvertretend für das gesamte Team!

Die mehrfachen Lockdowns und COVID-19-Erkrankungen haben eine nicht unwesentliche Zeitverschiebung verursacht. Trotzdem ist der Zeitpunkt der Publikation sehr gut, da Rückenschmerzen nach wie vor die Volkskrankheit Nr. 1 sind und besonders unter den Lockdown-Verhältnissen stark zugenommen haben. Das viele Sitzen zuhause bzw. im Homeoffice und die eingeschränkte Bewegung sowie die chronischen Fehlhaltungen durch die Nutzung von Handy und Tablet haben zu einer Zunahme der Rückenschmerzen in der Bevölkerung geführt – erschreckenderweise auch in jungen Altersgruppen.

Besonders bei chronischen Rückenschmerzen können alle betroffenen Menschen hochgradig von der Mikrotherapie profitieren, vor allem, wenn sie interdisziplinär behandelt werden. Denn Physio- und Osteopathie, Psychologie, Massagen, Entspannungstechniken und eine wirbelsäulenspezifische Ernährung sowie weitere komplementäre Behandlungsmethoden wie z.B. aus der Heilpflanzenkunde oder dem Therapiespektrum der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) gehören zu einem ganzheitlichen mikrotherapeutischen Therapieansatz der Wirbelsäule dazu.

Das Anliegen aller Autorinnen und Autoren war und ist es, mit diesem Lehrbuch zu neuen und innovativen Wegen zur Veränderung der operativen und schmerz- bzw. lokaltherapeutischen Medizin beizutragen. Insbesondere zur weiteren Miniaturisierung lokaler Behandlungsmethoden.

Wir sind davon überzeugt, dass wir hierzu eine wesentliche Grundlage speziell für die nächsten Ärztegenerationen geschaffen haben und hoffen, dass viele Aus- und Fortzubildende der verschiedensten Fachdisziplinen unsere allgemeinen und speziellen Mikrotherapie-Methoden erlernen und weiterentwickeln werden. Zum Wohle aller erkrankten Rückenpatienten weltweit.

Bochum, im Frühjahr 2023

Dietrich Grönemeyer

Inhaltsverzeichnis

Titelei

Abkürzungen

Vorwort

Teil I I Allgemeiner Teil

1 Einführung

2 Neuroanatomie der Wirbelsäule

2.1 Skelettelemente

2.2 Beweglichkeit der Wirbelsäule

2.2.1 Gesamtbeweglichkeit

2.2.2 Bewegungssegment

2.2.3 Bänder der Wirbelsäule

2.2.4 Zwischenwirbelscheibe

2.3 Wirbelkanal

2.3.1 Aufbau

2.3.2 Rückenmark

2.3.3 Liquor cerebrospinalis

2.3.4 Dura mater spinalis

2.3.5 Arachnoidea

2.3.6 Pia mater

2.3.7 Ligamentum flavum

2.3.8 Ligamentum longitudinale posterior

2.3.9 Fettgewebe

2.4 Leitungsbahnen

2.4.1 Arterien und Venen

2.4.2 Lymphgefäße

2.4.3 Nerven

2.5 Literatur

3 Diagnostik

3.1 Präinterventionelle bildgebende Diagnostik

3.1.1 Bildgebende Verfahren der Radiologie in der präinterventionellen Diagnostik

3.1.2 Bildgebende präinterventionelle Diagnostik beim voroperierten Patienten

3.2 Posttherapeutische bildgebende Diagnostik

3.2.1 Bildgebende Verfahren der Radiologie

3.2.2 Bildgebende Darstellung von Fremdmaterial

3.2.3 Reduktion von Artefakten in der Bildgebung

3.2.4 Bildgebende Hinweise auf Infektion

3.2.5 Diagnostik bei periradikulärer Therapie

3.2.6 Diagnostik bei diskusbezogener Therapie

3.2.7 Diagnostik bei Therapie von Facettengelenkserkrankungen

3.2.8 Diagnostik bei Therapie am Iliosakralgelenk

3.2.9 Diagnostik bei Therapie der Spinalkanalstenose

3.2.10 Diagnostik bei Vertebroplastie und Kyphoplastie

3.3 Literatur

4 Planung mithilfe tomografischer Bildsteuerung

4.1 Mikroinvasive interventionelle Verfahren (Mikrotherapie)

4.1.1 Steckbrief

4.1.2 Aktuelles

4.1.3 Verschiedene Verfahren der Mikrotherapie

4.1.4 Therapeutische Interventionserfahrung mit verschiedenen Bildgebungsmodalitäten

4.1.5 Rolle der Bildgebung

4.1.6 Vorteile der Bildsteuerung

4.1.7 Vergleich mit nicht bildgesteuerten Verfahren

4.1.8 Technische Probleme

4.1.9 Zusammenfassung

4.2 Computertomografiegeführte Intervention

4.2.1 Steckbrief

4.2.2 Grundlagen

4.2.3 Aktuelles

4.2.4 Technische Voraussetzungen der Computertomografie

4.2.5 Indikationen

4.2.6 Ablauf einer typischen computertomografisch gesteuerten periradikulären Therapie

4.2.7 Parameter und Einstellmöglichkeiten

4.2.8 Maßnahmen zur Reduktion der Strahlenbelastung

4.2.9 Diskussion

4.2.10 Zusammenfassung

4.3 Magnetresonanzgesteuerte Intervention

4.3.1 Steckbrief

4.3.2 Grundlagen

4.3.3 Magnetdesign

4.3.4 Assistenzsysteme

4.3.5 Iterative Magnetresonanzsteuerung

4.3.6 Thermische Ablation

4.3.7 Entwicklung der interventionellen Kernspintomografie am Grönemeyer Institut für Mikrotherapie

4.3.8 Interventionelle Magnetresonanztomografie am Beispiel der periradikulären Therapie

4.4 Navigationshilfen für bildgestützte Interventionen

4.4.1 Steckbrief

4.4.2 Indikationen

4.4.3 Materialien und Techniken

4.4.4 Fallbericht

4.4.5 Diskussion

4.4.6 Zusammenfassung

4.5 Literatur

5 Rolle der Mikrotherapie in der multimodalen Schmerztherapie

5.1 Definition der multimodalen Schmerztherapie

5.2 Durchführung und qualitative Merkmale der multimodalen Schmerztherapie

5.3 Stellenwert der interventionellen Verfahren beim chronifizierten Schmerz

5.3.1 Nachteile

5.3.2 Vorteile

5.4 Indikationen der multimodalen Schmerztherapie

5.5 Kontraindikationen der multimodalen Schmerztherapie

5.6 Ergebnisse der multimodalen Schmerztherapie

5.7 Perspektiven und Ausblick

5.8 Literatur

Teil II II Spezieller Teil

6 Tomografische periradikuläre Therapie

6.1 Tomografisch gestützte periradikuläre Therapie der Halswirbelsäule

6.1.1 Steckbrief

6.1.2 Synonyme

6.1.3 Definition

6.1.4 Indikationen

6.1.5 Kontraindikationen

6.1.6 Anästhesie

6.1.7 Patientenaufklärung und spezielle Risiken

6.1.8 Präinterventionelle Diagnostik

6.1.9 Materialien und Medikamente

6.1.10 Durchführung

6.1.11 Ergebnisse

6.1.12 Mögliche Komplikationen

6.1.13 Operationsbericht

6.1.14 Postinterventionelles Management

6.1.15 Fallbericht

6.2 Tomografisch gestützte Ganglion-stellatum-Neurolysen zur Behandlung regionaler Schmerzsyndrome

6.2.1 Steckbrief

6.2.2 Synonyme

6.2.3 Definition

6.2.4 Indikationen

6.2.5 Kontraindikationen

6.2.6 Anästhesie

6.2.7 Patientenaufklärung und spezielle Risiken

6.2.8 Präinterventionelle Diagnostik

6.2.9 Materialien und Medikamente

6.2.10 Durchführung

6.2.11 Ergebnisse

6.2.12 Mögliche Komplikationen

6.2.13 Operationsbericht

6.2.14 Postinterventionelles Management

6.3 Tomografisch gestützte periradikuläre, epidurale und periartikuläre Therapie der Brustwirbelsäule

6.3.1 Steckbrief

6.3.2 Aktuelles

6.3.3 Synonyme

6.3.4 Definition

6.3.5 Indikationen

6.3.6 Kontraindikationen

6.3.7 Anästhesie

6.3.8 Patientenaufklärung und spezielle Risiken

6.3.9 Präinterventionelle Diagnostik

6.3.10 Materialien und Medikamente

6.3.11 Durchführung

6.3.12 Ergebnisse

6.3.13 Mögliche Komplikationen

6.3.14 Operationsbericht

6.3.15 Postinterventionelles Management

6.3.16 Fallbericht

6.4 Tomografisch gestützte periradikuläre Therapie bei radikulärer Schmerzsymptomatik der Lendenwirbelsäule

6.4.1 Steckbrief

6.4.2 Aktuelles

6.4.3 Synonyme

6.4.4 Definition

6.4.5 Indikationen

6.4.6 Kontraindikationen

6.4.7 Anästhesie

6.4.8 Patientenaufklärung und spezielle Risiken

6.4.9 Präinterventionelle Diagnostik

6.4.10 Materialien und Medikamente

6.4.11 Durchführung

6.4.12 Ergebnisse

6.4.13 Mögliche Komplikationen

6.4.14 Operationsbericht

6.4.15 Postinterventionelles Management

6.4.16 Fallbericht

6.5 Literatur

7 Tomografische epidurale Therapie der Wirbelsäule

7.1 Steckbrief

7.2 Aktuelles

7.3 Synonyme

7.4 Definition

7.5 Indikationen

7.6 Kontraindikationen

7.7 Anästhesie

7.8 Patientenaufklärung und spezielle Risiken

7.9 Präinterventionelle Diagnostik

7.10 Materialien und Medikamente

7.11 Durchführung

7.11.1 Vor Beginn des Eingriffs

7.11.2 Anatomie und Zugangswege

7.11.3 Computertomografisch gestützte Infiltration der Halswirbelsäule

7.11.4 Computertomografisch gestützte Infiltration der Lendenwirbelsäule

7.11.5 Magnetresonanztomografisch gestützte epidurale Therapie

7.11.6 Technische Hinweise und Maßnahmen

7.12 Ergebnisse

7.12.1 Level of Evidence

7.12.2 Zeitpunkt und Häufigkeit der epiduralen Injektionen

7.13 Mögliche Komplikationen

7.14 Operationsbericht

7.15 Postinterventionelles Management

7.16 Zusammenfassung

7.17 Literatur

8 Schnittbildgestützte Diskografie

8.1 Steckbrief

8.2 Aktuelles

8.3 Synonyme

8.4 Definition

8.5 Indikationen

8.6 Kontraindikationen

8.7 Anästhesie

8.8 Patientenaufklärung und spezielle Risiken

8.9 Präinterventionelle Diagnostik

8.10 Materialien und Medikamente

8.11 Durchführung

8.11.1 Vor Beginn des Eingriffs

8.11.2 Anatomie und Zugangswege

8.11.3 Patientenvorbereitung und -lagerung

8.11.4 Behandlungsschritte

8.12 Ergebnisse

8.12.1 Vor- und Nachteile der Diskografie

8.12.2 Falsch-positiv-Rate

8.12.3 Prädiktiver Wert

8.12.4 Defekt durch die Punktion

8.12.5 Zytotoxisches Kontrastmittel

8.12.6 Magnetresonanztomografiegesteuerte Diskografie

8.13 Mögliche Komplikationen

8.13.1 Intrainterventionelle bzw. postinterventionelle Komplikationen

8.13.2 Strahlenbelastung

8.14 Operationsbericht

8.15 Postinterventionelles Management

8.16 Literatur

9 Intradiskale Verfahren

9.1 Intradiskale Injektionen

9.1.1 Steckbrief

9.1.2 Aktuelles

9.1.3 Synonyme

9.1.4 Definition

9.1.5 Indikationen

9.1.6 Kontraindikationen

9.1.7 Anästhesie

9.1.8 Patientenaufklärung und spezielle Risiken

9.1.9 Präinterventionelle Diagnostik

9.1.10 Materialien und Medikamente

9.1.11 Durchführung

9.1.12 Ergebnisse

9.1.13 Mögliche Komplikationen

9.1.14 Operationsbericht

9.1.15 Postinterventionelles Management

9.1.16 Zusammenfassung und Schlussfolgerung

9.1.17 Fallbericht

9.2 Perkutane Laserdiskusdekompression der Lendenwirbelsäule

9.2.1 Steckbrief

9.2.2 Aktuelles

9.2.3 Synonyme

9.2.4 Definition

9.2.5 Indikationen

9.2.6 Kontraindikationen

9.2.7 Anästhesie

9.2.8 Patientenaufklärung und spezielle Risiken

9.2.9 Präinterventionelle Diagnostik

9.2.10 Materialien und Medikamente

9.2.11 Durchführung

9.2.12 Ergebnisse

9.2.13 Mögliche Komplikationen

9.2.14 Operationsbericht

9.2.15 Postinterventionelles Management

9.3 Chemonukleolyse von Bandscheibenerkrankungen mit Ozon

9.3.1 Steckbrief

9.3.2 Aktuelles

9.3.3 Synonyme

9.3.4 Definition

9.3.5 Indikationen

9.3.6 Kontraindikationen

9.3.7 Anästhesie

9.3.8 Patientenaufklärung und spezielle Risiken

9.3.9 Präinterventionelle Diagnostik

9.3.10 Materialien und Medikamente

9.3.11 Durchführung

9.3.12 Ergebnisse

9.3.13 Mögliche Komplikationen

9.3.14 Operationsbericht

9.3.15 Postinterventionelles Management

9.4 Literatur

10 Techniken zur Behandlung von Facettengelenkserkrankungen

10.1 Computertomografisch gesteuerte Interventionen an Facettengelenken

10.1.1 Steckbrief

10.1.2 Aktuelles

10.1.3 Synonyme

10.1.4 Definition

10.1.5 Indikationen

10.1.6 Kontraindikationen

10.1.7 Anästhesie

10.1.8 Patientenaufklärung und spezielle Risiken

10.1.9 Präinterventionelle Diagnostik

10.1.10 Materialien und Medikamente

10.1.11 Durchführung

10.1.12 Ergebnisse

10.1.13 Mögliche Komplikationen

10.1.14 Operationsbericht

10.1.15 Postinterventionelles Management

10.2 Radiofrequenzablation zur Behandlung von Facettengelenkserkrankungen

10.2.1 Steckbrief

10.2.2 Synonyme

10.2.3 Definition

10.2.4 Indikationen

10.2.5 Kontraindikationen

10.2.6 Anästhesie

10.2.7 Patientenaufklärung und spezielle Risiken

10.2.8 Präinterventionelle Diagnostik

10.2.9 Materialien und Medikamente

10.2.10 Durchführung

10.2.11 Ergebnisse

10.2.12 Mögliche Komplikationen

10.2.13 Operationsbericht

10.2.14 Postinterventionelles Management

10.2.15 Fallbericht

10.3 Literatur

11 Techniken zur Behandlung von Erkrankungen des Iliosakralgelenks

11.1 Computertomografisch gesteuerte Techniken zur Behandlung des Iliosakralgelenks

11.1.1 Steckbrief

11.1.2 Synonyme

11.1.3 Definition

11.1.4 Indikationen

11.1.5 Kontraindikationen

11.1.6 Anästhesie

11.1.7 Patientenaufklärung und spezielle Risiken

11.1.8 Präinterventionelle Diagnostik

11.1.9 Materialien und Medikamente

11.1.10 Durchführung

11.1.11 Ergebnisse

11.1.12 Mögliche Komplikationen

11.1.13 Operationsbericht

11.1.14 Postinterventionelles Management

11.2 Lasernavigierte Fixierung des Iliosakralgelenks

11.2.1 Steckbrief

11.2.2 Synonyme

11.2.3 Definition

11.2.4 Indikationen

11.2.5 Kontraindikationen

11.2.6 Anästhesie

11.2.7 Patientenaufklärung und spezielle Risiken

11.2.8 Präinterventionelle Diagnostik

11.2.9 Materialien und Medikamente

11.2.10 Durchführung

11.2.11 Ergebnisse

11.2.12 Mögliche Komplikationen

11.2.13 Operationsbericht

11.2.14 Postinterventionelles Management

11.3 Literatur

12 Minimalinvasive Behandlung des Bandscheibenvorfalls

12.1 Steckbrief

12.2 Synonyme

12.3 Definition

12.4 Indikationen

12.5 Kontraindikationen

12.6 Anästhesie

12.7 Patientenaufklärung und spezielle Risiken

12.8 Präinterventionelle Diagnostik

12.9 Materialien und Medikamente

12.10 Durchführung

12.10.1 Vor Beginn des Eingriffs

12.10.2 Anatomie und Zugangswege

12.10.3 Patientenvorbereitung und -lagerung

12.10.4 Behandlungsschritte

12.11 Ergebnisse

12.12 Mögliche Komplikationen

12.13 Operationsbericht

12.14 Postinterventionelles Management

12.15 Literatur

13 Techniken zur Behandlung von Frakturen der Wirbelsäule

13.1 Steckbrief

13.1.1 Vertebroplastie

13.1.2 Kyphoplastie

13.1.3 Sakroplastie

13.2 Synonyme

13.3 Definition

13.3.1 Vertebroplastie

13.3.2 Kyphoplastie

13.3.3 Sakroplastie

13.4 Indikationen

13.4.1 Vertebroplastie

13.4.2 Kyphoplastie

13.4.3 Sakroplastie

13.5 Kontraindikationen

13.5.1 Vertebroplastie und Kyphoplastie

13.5.2 Sakroplastie

13.6 Anästhesie

13.7 Patientenaufklärung und spezielle Risiken

13.8 Präinterventionelle Diagnostik

13.9 Materialien und Medikamente

13.9.1 Vertebroplastie

13.9.2 Kyphoplastie

13.9.3 Sakroplastie

13.10 Durchführung

13.10.1 Vor Beginn des Eingriffs

13.10.2 Anatomie und Zugangswege

13.10.3 Patientenvorbereitung und -lagerung

13.10.4 Behandlungsschritte

13.11 Ergebnisse

13.11.1 Effizienz und Outcome von Vertebroplastie und Kyphoplastie

13.11.2 Vorteile der Kyphoplastie gegenüber der Vertebroplastie

13.11.3 Komplikationen, Morbidität und Mortalität

13.11.4 Outcome bei Kümmel-Frakturen (Kümmel-Verneuil-Frakturen) und aseptischen Osteonekrosen

13.11.5 Outcome anderer mikrotherapeutischer, adjuvanter Behandlungen

13.11.6 Zusammenfassung

13.12 Mögliche Komplikationen

13.13 Operationsbericht

13.14 Postinterventionelles Management

13.15 Fallbericht

13.16 Literatur

14 Potenzielle biotechnologische Therapien zur Behandlung von Wirbelsäulenerkrankungen

14.1 Steckbrief

14.1.1 Rolle der Zytokine und Wachstumsfaktoren

14.1.2 Rolle der Bandscheibendegeneration

14.2 Therapeutische Ziele und Strategien

14.3 Proteintherapie

14.3.1 Wachstumsfaktoren

14.3.2 Antikatabole Zytokine

14.3.3 Autologe Blutzubereitungen

14.3.4 Neurotrophe Faktoren

14.3.5 Inhibitoren des Nervenwachstumsfaktors

14.4 Tissue Engineering

14.5 Zelltherapie

14.5.1 Autologe Bandscheibenzelltransplantation

14.5.2 Mesenchymale Stammzellen

14.5.3 Embryonale Stammzellen

14.6 Gentherapie und Gentransfer

14.6.1 Prinzip

14.6.2 Hintergrund

14.6.3 Studienergebnisse

14.6.4 Diskussion

14.7 Matrizes bzw. Scaffolds (morphogenetische Stimuli)

14.7.1 Prinzip

14.7.2 Hintergrund

14.7.3 Studienergebnisse

14.7.4 Diskussion

14.8 Mechanische Stimulation

14.9 Zusammenfassung und Diskussion

14.10 Literatur

15 Mikrotherapie und Mikrotherapieoperationsraum der Zukunft

15.1 Status quo und Perspektive

15.2 Integrative Bildgebung

15.3 Mikrotherapeutischer Routinearbeitsplatz mit dem Computertomografen als Basis

15.4 Strahlenschutz

15.5 Patientenliege und Umfeld

15.6 Monitoring

15.7 Physiologische Messungen in der Mikrotherapie

15.8 Bedienraum

15.9 Überwachungsraum

15.10 Vor- und Nachteile der computertomografischen bzw. magnetresonanztomografischen Steuerung

15.11 Tomografisches Behandlungsverfahren

15.12 Zweidimensionale Bildgebung im Vergleich zur dreidimensionalen bei interventionellen Eingriffen

15.13 Mikrotherapeutische Workstation zur Integration von elektronischem Equipment

15.14 Mobile Magnetresonanztomografie- und Computertomografie-Scanner

15.15 Zusammenfassung und Schlussfolgerung

15.16 Literatur

Anschriften

Sachverzeichnis

Impressum/Access Code

Teil I I Allgemeiner Teil

1 Einführung

2 Neuroanatomie der Wirbelsäule

3 Diagnostik

4 Planung mithilfe tomografischer Bildsteuerung

5 Rolle der Mikrotherapie in der multimodalen Schmerztherapie

1 Einführung

Dietrich Grönemeyer

„Es ist, als würde man ein Zimmer durch ein Schlüsselloch tapezieren …“

Dietrich Grönemeyer, 1999

Die Medizin verändert sich weltweit: Infektionskrankheiten sowie psychosomatische und degenerative Erkrankungen nehmen zu. Ehemals invasive Operationsmethoden werden zunehmend durch minimal- oder mikroinvasive Eingriffstechniken ersetzt. Präventive Diagnostik ermöglicht es, Erkrankungen und regionale pathomorphologische Veränderungen in einem frühen Stadium zu erkennen. Gezielte bildgesteuerte Maßnahmen helfen, die Invasivität oder Größenzunahme eines Krankheitsherds frühzeitig zu reduzieren. Ambulant durchführbare Eingriffe werden zunehmend stationäre Operationen ersetzen. Je kleiner der Befund, desto kleiner der Eingriff!

Tomografische Bildsysteme ermöglichen in Kombination mit anderen bildgebenden Methoden wie Endoskopie oder Durchleuchtung und robotischen Navigationshilfen 3-D-Eingriffe (dreidimensionale Eingriffe). Durch ihren Einsatz können perkutane Eingriffe in schwer zugänglichen Körperabschnitten erfolgen, die bisher nur durch große Invasivität erreichbar waren. Bisheriges taktiles Handling des Operateurs bzw. Behandlers kann (und sollte!) beibehalten bleiben. Das Instrumentarium allerdings verkleinert sich und auch der lokale Aktionsradius für den Interventionalisten, ebenso wie es bereits bei der Umstellung von klassischen Operationsmethoden auf endoskopische Eingriffe in den letzten Jahrzehnten geschehen ist. Eine weitere Miniaturisierung der Schlüssellochtechniken findet statt, ein neues Zeitalter invasiver Behandlungstechniken hat begonnen.

Die medizinische Mikrosystemtechnik und die digitale Mechatronik ermöglichen Hilfsmittel, Operationswerkzeuge und Kleinstmaschinen bis in den Mikro- und Nanobereich hinein, die bisher undenkbar erschienen. Mikroinstrumente wie Scheren, Zangen oder Fräsen kombinieren in Zukunft auf kleinstem Raum das mechanische Schneiden, Abtragen und Einbringen von Medikamenten, (Stamm-)Zellen oder Füllmaterialien, das sensorische Erfassen von Hindernissen, die lokale biochemische Analyse und die Mikrobildgebung.

Weniger belastende, hochpräzise mikroinvasive Eingriffe in Lokalanästhesie lösen veraltete Routinemaßnahmen ab – auch bisher noch operativ durchgeführte Bandscheibenoperationen beispielsweise. Gerade im Anfangsstadium eines Bandscheibenvorfalls oder bei Chronifizierung des Schmerzes können nicht selten gezielte schnittbildgesteuerte injektorische Maßnahmen eine Operation unter Vollnarkose ersetzen. Ebenso ist das Einbringen von Zement im Rahmen einer mikrotherapeutischen Vertebroplastie zur Stabilisierung von fakturierten (auch tumorös veränderten) Wirbelkörpern nicht selten außerhalb des Operationssaals und in Lokalanästhesie durchführbar – ein sehr guter, wenig invasiver Ersatz einer Stabilisierungsoperation, besonders für alte oder morbide Patienten.

Stärkere Schonung des Patienten, Reduktion von Komplikationen und Nebenwirkungen, Beschleunigung der Wiedereingliederung, Reduzierung von Kummer, Kosten und Leid, z.B. der Unfähigkeit, am sozialen und Arbeitsleben teilnehmen zur können: Das sind die Vorteile moderner Mikrotherapie.

Merke

Mikrotherapie: weniger Schmerz, weniger Arzt, weniger Komplikationen, weniger Krankenhaus!

3 Diagnostik

3.1 Präinterventionelle bildgebende Diagnostik

Hans-Joachim Thiel

Rückenschmerzen haben sich in der heutigen Zivilisation zu einer Volkskrankheit entwickelt. Aufrechter Gang, Bewegungsmangel, Übergewicht und inadäquate Belastung der Wirbelsäule forcieren die physiologischen Alterungsprozesse der Bandscheiben und die Degeneration der übrigen Strukturen als Ursache des Leidens ▶ [46]