Mit 70 Rindern von Leer nach Chile -  - E-Book

Mit 70 Rindern von Leer nach Chile E-Book

0,0
3,99 €

-100%
Sammeln Sie Punkte in unserem Gutscheinprogramm und kaufen Sie E-Books und Hörbücher mit bis zu 100% Rabatt.

Mehr erfahren.
Beschreibung

Das Buch schildert die Erlebnisse eines jungen Ostfriesen bei einem Viehtransport von Leer-Ostfriesland nach Chile. Geschrieben hat es Heinrich Gruis (1910-1941), der Onkel des Herausgebers. Er begleitete im Herbst 1930 als einer von sechs jungen Bauernsöhnen aus Ostfriesland einen Viehtransport mit 70 Rindern von Leer nach Chile und umrundete dabei Südamerika mit dem "Dampfschiff Göttingen".

Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:

EPUB
MOBI

Seitenzahl: 31

Veröffentlichungsjahr: 2021

Bewertungen
0,0
0
0
0
0
0
Mehr Informationen
Mehr Informationen
Legimi prüft nicht, ob Rezensionen von Nutzern stammen, die den betreffenden Titel tatsächlich gekauft oder gelesen/gehört haben. Wir entfernen aber gefälschte Rezensionen.



INHALT

Vorwort

Zur Person Heinrich Gruis

Das Visum für Chile von 1930

Tagebuch und Fotoalbum

Die Reiseroute

Das Schiff

Der Brief

Das Tagebuch

Nachwort

Anhang

Quellen

VORWORT

Mit dieser Veröffentlichung eines kleinen Buches möchte ich ein interessantes Tagebuch von 1930 vorstellen, das ich schon vor Jahren in meiner Familie verteilt hatte. Es beschreibt die ungewöhnlichen Erlebnisse eines jungen Ostfriesen bei einem Viehtransport von Leer-Ostfriesland nach Chile.

Geschrieben hat es mein Onkel Heinrich Gruis (1910-1941). Er begleitete im Herbst 1930 als einer von sechs jungen Bauernsöhnen aus Ostfriesland für die Viehhändler Julius Meyer und A. Haken aus Amdorf/Loga bei Leer einen Viehtransport mit 70 Rindern von Leer nach Chile und umrundete dabei Südamerika mit dem „Dampfschiff Göttingen“.

Das Tagebuch fand ich im Nachlass meiner Mutter, Alma Kok, geb. Gruis (Heinrichs Schwester). Sie hatte auch noch sein damaliges Visum für Chile und einen Brief aus Südamerika aufbewahrt. Leider konnte ich die deutsche Schrift nicht recht entziffern. Deshalb schlummerte das Tagebuch jahrelang zusammen mit den anderen Unterlagen in meinem Schreibtisch, bis sich eine Möglichkeit des Transkribierens ergab. Mein Dank dafür geht an Angela Roselius aus Hamburg, die den Text vollständig entziffert und aufgeschrieben hat. Den Reisebericht stellte ich dann zunächst einigen Verwandten und Bekannten zur Verfügung. Einige Zeit danach bekam ich von meinem Cousin Daniel Gruis (Ebenfalls Neffe von Heinrich Gruis) ein weiteres Exemplar des Tagebuches. Es ähnelt meinem, enthält aber auch den Rest der Reisebeschreibung von Südamerika zurück bis nach Hamburg, der bei meinem Exemplar fehlte. Des Weiteren bekam ich den leicht überarbeiteten aber vollständigen Reisebericht in Form von drei Zeitungsartikeln, veröffentlicht im „Leerer Anzeigeblatt“ beginnend am 17. Dezember 1930, Heinrichs Fotoalbum mit den Fotos der Reise, den „Taufschein“ der Äquatortaufe sowie ein Buch über den Panamakanal, so dass ich mich entschlossen habe, diesen 1930 in der Zeitung veröffentlichten Text wiederzugeben und mit den Fotos, dem Brief, dem Visum und dem Äquator-Taufschein zu illustrieren. Mein Dank gilt Daniel Gruis für seine Unterstützung.

Ich habe den Text unverändert als Dokument der Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg wiedergegeben. Die Rechtschreibung entspricht nicht den heutigen Regeln. Wir erkennen heute so manche Formulierung und auch die Verwendung der Bezeichnungen „Neger“ oder „Negerboy“ als rassistisch. Auch sollte noch erwähnt werden, dass der Hannoversche Bahnhof in Hamburg kurze Zeit später (19401945) als Deportationsbahnhof diente. „In 20 Transporten wurden mindestens 7.692 Juden, Roma und Sinti aus Hamburg und Norddeutschland in die Ghettos und Vernichtungslager Ost- und Mitteleuropas verschleppt – für die allermeisten ein Weg in den Tod.“1

Ich möchte das Tagebuch nun einer größeren Öffentlichkeit und in neuer Form darbieten, da ich finde, dass es sich um einen der kleinen Schätze aus der Vergangenheit handelt, die es uns ermöglichen, in frühere Zeiten einzutauchen. Es stellt ein zeitgeschichtliches Zeugnis dar und sollte erhalten bleiben.

Allen Interessierten wünsche ich ein schönes Leseerlebnis, auch wenn es sehr traurig ist, dass mein Onkel sein junges Leben dem Wahnsinn des 2. Weltkrieges opfern musste.

Heino Kok im April 2021

1https://de.wikipedia.org/wiki/Hamburg_Hannoverscher_Bahnhof, zuletzt überprüft am 2.2.2021

ZUR PERSON HEINRICH GRUIS

Vater:

Daniel Jakobus Gruis (1872-1935)

Mutter:

Aaltje Margarethe Gruis, geb. Swalve (1880-1957)

Geburt:

13. März 1910 in Eisinghausen, Kr. Leer

Beruf:

Landwirt in Eisinghausen/Kr. Leer

Am 21. September 1941 starb er in Bukarest an den Folgen einer Verwundung.