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Ernteglück aus dem Hochbeet In ihrem neuen Buch bieten Die Stadtgärtner allen Selbstversorger-Fans die perfekte Anleitung, um das Hochbeet das ganze Jahr hindurch perfekt zu nutzen. Das Hochbeet ist auch für schlecht bepflanzbare Gärten oder Balkone ideal geeignet, man kann es angenehm im Stehen bearbeiten, und durch das in sich geschlossene Schicht-System kann die Aussaat früher als im Freibeet beginnen. Vom Bau und Anlage des Hochbeets bis hin zu Aussaat und Pflege sowie die besondere Behandlung in der Nachsaison wird alles anschaulich erklärt. Genießer können sich fünf Beete zu Themen wie "Grillmeister", "Salatglück" oder "Kleiner Italiener" anlegen, die das ganze Jahr frische Produkte liefert. Die Pflanzpläne werden mit stimmungsvollen Schritt-für-Schritt-Fotos detailliert erklärt. Als besonderes Extra liegt dem Buch ein Poster zur idealen Beetplanung bei.
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Seitenzahl: 153
Veröffentlichungsjahr: 2020
Impressum
Alle in diesem E-Book veröffentlichten Abbildungen sind urheberrechtlich geschützt und dürfen nur mit ausdrücklicher schriftlicher Genehmigung des Verlags gewerblich genutzt werden. Eine Vervielfältigung oder Verbreitung der Inhalte des E-Books ist untersagt und wird zivil- und strafrechtlich verfolgt. Das gilt insbesondere für Vervielfältigungen, Übersetzungen, Mikroverfilmungen und die Einspeicherung und Verarbeitung in elektronischen Systemen.
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EIN E-BOOK DER EDITION MICHAEL FISCHER
2. Auflage 2020
© 2020 Edition Michael Fischer GmbH, Donnersbergstr. 7, 86859 Igling
Text: Lotta Repenning
Covergestaltung: Anna-Maria Köperl
Produktmanagement: Anja Sommerfeld
Lektorat: Stefanie Syren, Freising
Layout: Anna-Maria Köperl
Satz: Sonja Bauernfeind
Herstellung: Laura Denke
Fotos: © Robert Schlossnickel, Hamburg, www.robertschlossnickel.de (alle außer S. 52: © Die Stadtgärtner)
Illustrationen/Shutterstock:Obst und Gemüse: © Svesla Tasla, © Marharyta Kovalenko, © Epine, © klerik78, © shooarts, © Nikitina Karina, © nikiteev_konstantin, © GoodStudio, © Qilli, © Victoria Sergeeva; Gartenelemente: © Polina Valentina, © Komarova Svetlana, © Meilun, © Kate Garyuk
ISBN 978-3-96093-915-3
www.emf-verlag.de
Inhalt
Vorwort
Vorteile eines Hochbeets
Hochbeet Crashkurs
Paletten-Hochbeet als Schnellbaukasten
Vor der Saison ist in der Saison
Die perfekte Planung
Die Pflanzzeit beginnt
Anzuchtschalen und -töpfe selber basteln
Kleines Einmaleins des Vorziehens
Ran ans Beet
Salatglück
Übersicht Pflanzen
Übersicht Kulturen
Bunter Sommersalat
Grillmeister
Übersicht Pflanzen
Übersicht Kulturen
Grillfest
Naschbeet
Übersicht Pflanzen
Übersicht Kulturen
Schokolade macht glücklich
Kleiner Italiener
Übersicht Pflanzen
Übersicht Kulturen
Italian Salsa
Superfood
Übersicht Pflanzen
Übersicht Kulturen
Superfood Smoothie
Nach der Saison ist vor der Saison
Geschenke für Gartenfans
Das kleine Garten-Wiki
Auf Wiedersehen!
Danksagung
Über die Stadtgärtner
Register
Vorwort
Hallo Gartenfreundin, hallo Gartenfreund,
willkommen zu deiner grünen Auszeit!
Um dir gleich vorweg deine Zweifel zu nehmen: Gärtnern ist ganz einfach und deine erste Ernte nur wenige Gießkannen entfernt. Du brauchst keinen eigenen Garten, du brauchst auch keinen grünen Daumen. Alles, was du zum Gärtnern mitbringen musst, ist die Lust aufs Grüne und ein wenig Zeit. Da du dieses Buch bereits in den Händen hältst, gehen wir davon aus, dass es dir an ersterem nicht mangelt. Du hast den Wunsch zu gärtnern und wir helfen dir dabei, ihn in die Tat umzusetzen. Doch warum eigentlich gärtnern? Dafür gibt es viele gute Gründe:
Gärtnern macht Spaß! Das wirst du ganz schnell feststellen. Es gibt nichts Schöneres, als an der frischen Luft zu sein und die Gedanken auf etwas zu fokussieren, was dank dir wächst und gedeiht. Dann entdeckst du ganz plötzlich das erste frische Gemüse im Beet von da an freust du dich täglich über die eigene Ernte. Alles bio, alles frisch, alles regional. Besser geht’s doch gar nicht!
Hast du bisher gedacht: „Ich habe gar keine Ahnung vom Gärtnern“, oder „Ich habe gar keinen Platz“, sagen wir dir: Alles Quatsch. Bereits Schiller hat gedichtet: „Raum ist in der kleinsten Hütte“ und hat die Hochbeete erfunden. Na gut, das war er vielleicht doch nicht, aber wer auch immer es war, derjenige war ein Genie!
Ein Stück Natur ganz für dich. Eine grüne Oase vor deiner Haustür. Ein Platz für kleine und große gärtnerische Träume. Ein Raum für bunte Experimente und grandiose Erfolgserlebnisse. Das alles bietet dir dein Hochbeet. Wir finden: Gärtnern im Hochbeet ist ideal für jeden. Punkt. Klar, einen Garten oder eine Fläche zum Aufstellen der Hochbeete braucht man schon. Aber dann erweist sich ein Hochbeet als äußerst empfehlenswert. Der Clou ist nämlich: Mit einem Hochbeet erzielst du auf kleinstem Raum den höchstmöglichen Ertrag. Nette Nebeneffekte: Die Arbeit ist vergleichsweise überschaubar, die Arbeitshöhe äußerst bequem und, dank unser vorbereiteten Beetideen, ist die Bepflanzung ein Kinderspiel!
Du liebst Pasta Bella Italia? Die Power heimischer Superpflanzen interessiert dich schon lange? Bei deftigen Grillrunden fühlst du dich am wohlsten? Oder bist du eher der Typ Naschkatze? Egal, wonach dir der Sinn steht: In diesem Buch findest du garantiert die passende Gestaltungsidee für dein Hochbeet! Und damit nicht genug: Die Gartensaison geht nämlich ab sofort von Januar bis Dezember. Wir haben dir tolle Ideen zusammengestellt, wie du auch vor und nach der Saison gärtnern kannst.
Also, Gummistiefel anziehen und dann ran ans Beet! Wir wünschen dir ein tolles Jahr voller Gartenfreuden und mit einer reichen Ernte!
Die Stadtgärtner
Vorteile eines Hochbeets
Alles hat Vor- und Nachteile. Wirklich alles? Das bezweifeln wir.Hier kommen sieben gute Gründe, warum du dir auf jeden Fall ein Hochbeet anschaffen solltest. Lies und überzeuge dich selbst.
# 1: Es ist gut für die Haltung
Vor etwa drei Millionen Jahren hat der Mensch sich aufgerichtet. Höchste Zeit also, dies auch bei der Gartenarbeit zu tun. Jeder, der schon einmal auf Knien robbend mühselig seinen Garten von Unkraut befreit hat, weiß, wovon wir reden. Gärtnern kann ganz schön auf den Rücken gehen. Nicht so das Gärtnern in einem Hochbeet! In aufrechter Haltung kannst du zukünftig ganz bequem im Beet buddeln und graben. Ergonomisch Gärtnern also – eine Wohltat für Rücken und Knie!
# 2: Es funktioniert überall
Ein Hochbeet kann überall aufgebaut werden! Im Garten, auf dem Kiesweg, auf der Steinterrasse oder auch auf dem Balkon – überall kannst du gärtnern. Selbst gebaute Hochbeete können außerdem perfekt in jede noch so kleine Ecke gezimmert werden. Die Hochbeete in diesem Buch haben übrigens eine Größe von 120 x 80 cm, entsprechen also genau der Größe einer Europalette.
Derks Tipp
Achtung! Auf dem Balkon gilt es natürlich die maximal zulässige Traglast nicht zu überschreiten. Hier solltest du eher mit leichten Füllstoffen wie zum Beispiel Perlit arbeiten oder einen Hochbeet-Tisch verwenden.
# 3: Es ist dekorativ
Eine Holzkiste, naturbelassen, selbst gezimmert oder im Industrial Style mit Metallstecksystem zusammengesetzt. Ein Hochbeet sieht schick aus! Zum Stil deines Gartens oder deiner Veranda passend ausgesucht wird es die Umgebung optisch aufwerten. Natürlich kannst du dein Hochbeet auch selber bauen. Entscheidest du dich für die Marke Eigenbau, kannst du es voll und ganz nach deinen Vorstellungen herstellen. Verschiedenste Materialien wie Holz, Stein, Metall oder Kunststoff eignen sich zum Bau und auch die Größe kannst du individuell anpassen.
Geht die Gartensaison dann erst einmal los und die ersten frischen Kräuter und Salatblätter ragen oben über den Rand deines Hochbeets, werden deine Freunde Augen machen. Richtig prächtig steht das Beet nun da und überzeugt nicht nur durch knackiges Gemüse, sondern auch durch den dekorativen Charakter im Garten! Außerdempraktisch: Als Sichtschutz verdeckt dein Hochbeet den Komposthaufen oder schützt dich vor (mal wieder viel zu) neugierigen Nachbarn.
# 4: Es verlängert die saison
Hier kommt die revolutionäre Nachricht für alle Gartenfreunde: Die Erntesaison geht ab sofort vom Vorfrühling bis in den Winter hinein. Einzige Voraussetzung: Du besitzt ein Hochbeet. Durch die verschiedenen Schichten im Inneren des Beets stellt sich von ganz alleine der Prozess der Kompostierung ein. So entsteht Wärme im Beet. Du kannst dir dies wie eine Art Heizung vorstellen, die von innen heraus strahlt. Weil die „Heizung“ den Pflanzen unabhängig von der Außentemperatur Wärme spendet, kannst du mit dem Gärtnern im Hochbeet schon sehr viel früher im Jahr beginnen und musst sehr viel später erst wieder damit aufhören! Stattest du dein Hochbeet dann noch mit einem Dach aus, bist du gegen den ersten Frost bestens gerüstet.
# 5: Es schützt vor Schädlingen
Sie sind manchmal lästig, die kleinen Tiere im Garten. Wühlmäuse und Nacktschnecken graben sich durch die Beete oder knabbern die Blätter der gerade erst gepflanzten Rote Bete ab. Aber nicht bei dir, denn du hast ein Hochbeet! Allein durch die Höhe ist ein gewisser Schutz vor Schädlingen schon gegeben. Außerdem kannst du zusätzliche Vorkehrungen treffen. Das fängt schon beim Bau des Hochbeets an. Ein engmaschiges Drahtgeflecht am Boden des Hochbeets hält Wühlmäuse davon ab, von unten ins Beet zu kriechen. Wenn du gegen Schnecken auf Nummer sicher gehen willst, ist ein sogenanntes Schneckenblech um den Rand des Hochbeets eine gute Lösung. So bleiben die unwillkommenen Gäste garantiert fern!
Jans Tipp
Bitte kein Salz streuen! Nicht nur, dass die Plagegeister bei dieser Methode sehr qualvollsterben – auch die Pflanzen in unmittelbarer Nähe würden die Tortur nicht überleben. Denn Salzentzieht allen Organismen das Wasser. Wenn du Schnecken mit Hausmitteln bekämpfen willst, solltest du lieber auf Kaffee zurückgreifen. Einfach Kaffeesatz um die Pflanzen ausstreuen oder einen starken Kaffeemit Hilfe eines Zerstäubers auf die Pflanzensprühen. Nicht vergessen, die Pflanzen vor demVerzehr gut zu waschen! Sind viele Schnecken unterwegs, hilft aber nur das Absammeln.
# 6: Es erhöht den Ertrag
Es ist kein Gerücht, sondern die wunderbare Wahrheit. Wer ein Hochbeet hat, kann mit reichen Erträgen rechnen. Natürlich spielen äußere Faktoren wie das Wetter ebenfalls eine Rolle, aber mit einem Hochbeet schaffst du schon einmal die perfekte Grundlage.
Der Boden steckt voller wichtiger Nährstoffe, Wärme kann gut gespeichert werden und vor Staunässe braucht man keine Angst zu haben, denn übermäßiges Regenwasser fließt problemlos nach unten hin ab. Wer seinen Pflanzen, Kräutern und Gemüse gute Bedingungen bieten will, ist mit einem Hochbeet auf jeden Fall auf dem richtigen Weg!
# 7: Es ist ganz und gar „bio“
Gemüse aus eigener Ernte. Ohne Pestizide, biologisch und regional angebaut. Klingt gut, oder? Mit einem Hochbeet kannst du dir genau das selbst schaffen. Weil du den Prozess von Beetvorbereitung über Anbau, Pflege und Düngung bis hin zur Ernte selbst in der Hand hast, kannst du dir immer sicher sein: Dein Gemüse ist durch und durch „bio“. Wir finden: Das schmeckt man auch!
Hochbeet Crashkurs
Elegant, rustikal oder ganz natürlich. Für den kleinen Geldbeutel oder hochwertig. Selbst konstruiert oder als Schnellbaukasten. Für welches Hochbeet du dich entscheidest, hängt nicht nur von deinem Geschmack ab, sondern auch von den Gegebenheiten vor Ort.
Material
Pro
Contra
Holz
+ auch preisgünstig erhältlich (Kiefernholz)
+einfacher Auf- und Abbau
+ individuelle Gestaltungsmöglichkeiten mit Farbe
– relativ kurze Lebenszeit von einigen Jahren
–muss zum Schutz vor Nässe/Feuchtigkeit regelmäßig mit Holzlasur behandelt werden
Kunststoff
+ gutes Preis-Leistungsverhältnis
+sehr witterungsbeständig
+ einfacher Transport, da leichtes Material
+ große Auswahl an Zubehör (z. B. Schneckenschutz)
+ leichte Montage, da als Baukasten oder „aus einem Guss“ erhältlich
–sieht meist nicht besonders schön aus
– in der Regel nicht nach-haltig bei Produktion und Entsorgung
Stein/Beton
+ sehr langlebig
+ kann dem Umfeld angepasst werden, Aufbau auch in Hanglage möglich
– aufwendig im Auf- und Abbau
– sollte gut geplant sein, da praktisch unverrückbar
– teuer, wegen umfassender Planung und individueller Umsetzung
–benötigt ein frostsicheres, ausreichend tiefes und tragfähiges Fundament
Metall
+ sehr langlebig
+ stylisches Aussehen: Rohstahlplatten bilden schnell eine schöne rostfarbene Patina
– Metallwände müssen unbedingt mit Styroporplatten/Styrodur isoliert werden, sonst besteht die Gefahr, dass die Wurzeln bei Sonnen- einstrahlung verbrennen
Materialkombination
+ noch vorhandenes Material sinnvoll nutzen
+kreative, individuelle Gestaltungsmöglichkeiten
+ stylisches Aussehen: Mix aus Holz und Metall
– man muss selbst aktiv werden
– benötigt etwas Zeit und Aufwand in Planung und Aufbau
Standort und Füllung
Die meisten Gemüse und Kräuter brauchen viel Licht. Deshalb solltest du für dein Hochbeet einen vollsonnigen Standort auswählen und das Beet in Nord-Süd-Ausrichtung aufstellen. So beschatten sich die Pflanzen in den Reihen nicht gegenseitig.
Auch die fünf Beete in diesem Buch sind mit lichthungrigen Pflanzen bestückt. Falls dein Beet nur einen halben Tag lang in der Sonne liegt, solltest du das Beet „Superfood“ oder „Grillmeister“ ausprobieren. Die darin vorgeschlagenen Arten gedeihen auch im Halbschatten. Büsche und Bäume ringsherum, die die Sonne „verdecken“, solltest du auf jeden Fall vor der Gartensaison zurückschneiden.
Die Füllung – Schicht für Schicht
Dein Hochbeet füllst du mit System und unterschiedlichen Schichten. Weil du dafür Gartenabfälle und Grünschnitt wie Zweige und Äste brauchst, füllst du das Hochbeet am besten im Frühjahr oder Herbst. Wir zeigen dir, wie das in nur vier Schritten geht. Der Grundsatz lautet: Die Füllung sollte nach oben hin immer feiner werden.
Schritt 1: Die unterste Schicht Starte mit grobem Material wie Baum- und Heckenschnitt. Äste, Zweige, verblühte Sonnenblumen und Staudenstängel bilden eine gute Drainage. Sie verhindert, dass sich am Boden Wasser ansammelt und es zu Staunässe kommt. Klettere zwischendurch ruhig mal ins Beet und verdichte diese Schicht mit deinen Füßen. Dann sackt der Beetinhalt später nicht zu sehr zusammen, wenn das Material nach und nach verrottet. Diese grobe Schicht sollte rund 35 cm dick sein.
Schritt 2: Die mittlere Schicht Jetzt geht es ans Eingemachte! Die mittlere Schicht sollte etwa 20 bis 30 cm dick sein und aus angerottetem Kompost, Laub und Rasensoden bestehen. Der Kompost darf noch einige gröbere Stücke beinhalten. Auch Häckselgut kann hier verwertet werden. Durch die kontinuierliche Zersetzung der mittleren Schicht werden immer wieder Nährstoffe freigesetzt.
Schritt 3: Die obere Schicht Jetzt kommt verrotteter Kompost gemischt mit Pflanzenerde auf dein Hochbeet. Diese Schicht sollte etwa 20 cm dick sein.
Schritt 4: Auffüllen Zum Schluss füllst du dein Hochbeet bis etwa 10 cm unter den Rand mit guter Pflanzenerde
Derks Tipp
Du hast nicht genug Füllmaterial zur Hand? Dann frag Nachbarn, Bekannteoder den nächstgelegenen Kleingartenverein. Viele Leute sind dankbar, wenn sie den Rückschnitt und andere Grünabfälle umsonst loswerden. Zum Kompost: Dieser wird bei Ebay-Kleinanzeigen oft verschenkt oder du kannst ihn bei den örtlichen Kompostieranlagen günstig kaufen.
Hochbeet instand halten
In erster Linie entscheidet das Material über die Lebensdauer deines Hochbeetes. Während Stein praktisch „für die Ewigkeit“ ist, verwittert und zersetzt sich Holz mit der Zeit. Trotzdem kannst du natürlich einiges tun, damit dein Beet länger hält. Hier verraten wir dir ein paar Tipps und Tricks.
Materialpflege
Entferne regelmäßig Schmutz, Erde oder Moos von der Beetwand. Ein Holz-Beet solltest du am besten jedes Jahr mit umweltfreundlichem Holzschutzmittel streichen. So schützt du das Material vor Feuchtigkeit und erhöhst die Lebensdauer deutlich!
Erneuern und ausbessern
Ein Hochbeet aus Holz hält zwar nicht ewig, die ersten morschen Bretter bedeuten allerdings nicht, dass du dein ganzes Hochbeet erneuern musst. Sei kreativ! Durch kleine Reparaturen kannst du den Austausch ganzer Bretter hinauszögern.
Winterschutz
Wenn sich die Gartensaison dem Ende zuneigt, solltest du die oberste Schicht mit leichtem, also noch nicht vollständig zersetztem Kompost anreichern. Dafür den Kompost ins Beet füllen und mit der oberen Schicht vermischen. Auch die Zugabe von Hornspänen eignet sich an dieser Stelle, um den Boden fürs nächste Jahr vorzubereiten. Die Düngung im Spätherbst sorgt für einen nährstoffreichen Boden im Folgejahr. Zum Schluss kannst du das Beet mit einer ausrangierten Plane abdecken und vor Verwitterungen schützen.
Tipp von den Stadtgärtnern: Für die Erde ist Laub die perfekte Abdeckung und ein leichter Winterschutz für Pflanzen, die dort noch wachsen. Wenn du nicht genug Laub hast, kannst du einfach mit einem Müllsack oder einer Schubkarre in der Nachbarschaft oder im Park frisches Laub sammeln. Wichtig: Vorsichtshalber fragen, aber die meisten Leute sind froh, wenn ihnen einen Teil des Laubs abgenommen wird.
Befüllung aufpeppen:
Weil Grünschnitt und Gartenabfälle im Beet verrotten, wird die Erde mit der Zeit absinken. Sorge einfach dafür, dass das Beet zum Anfang der Gartensaison mit frischer Erde aufgefüllt wird. Optimal wäre es, wenn du in diesem Schritt wieder etwas Komposterde und damit Nährstoffe unter die Erde mischst. Trotz guter Pflege: Alle fünf bis sieben Jahre solltest du die Füllung einmal komplett erneuern.
Tipp von den Stadtgärtnern: Freu dich über Regenwürmer in deinem Beet! Sie lockern den Boden auf und reichern ihn mit feinstem Dünger an – ganz natürlich! Du kannst dir auch Regenwürmer kaufen und in deine Beete setzen. Diese gibt es z. B. beim Anglershop deines Vertrauens.
Paletten-Hochbeet als Schnellbaukasten
Die Hochbeete in diesem Buch sind aus Paletten mit Aufsatzrahmen gefertigt. Dieses Hochbeet lässt sich schnell, unkompliziert und günstig nachbauen. Die Maße betragen 120 x 80 cm. Die Höhe ist variabel und kann der eigenen Körpergröße angepasst werden. Zum bequemen Arbeiten empfehlen wir, drei bis vier Aufsätze zu stapeln.
Das brauchst du:
– 3 bis 4 Aufsatzrahmen für Paletten – 1 Europalette – 1 engmaschiges Gitter – ca. 5 m2 Unkrautschutzvlies – Tackerpistole oder Hammer und Nägel – Holzlasur
Und so geht̕s:
Schritt 1:Wer ein Hochbeet plant, hat sicher schon einen Standort dafür im Kopf. Entscheide zuerst, wo dein Hochbeet stehen soll und bestimme die Ausrichtungdeines Hochbeetes. Hast du den Platz festgelegt,kannst du mit dem Aufbau beginnen. Lege die Europalette auf den Boden. Wenn sie wackelt, solltest du sie wieder wegnehmen und Unebenheiten ausgleichen, bevor du die Rahmen darauf setzt.
Schritt 2: Nun kannst du bereits den ersten Aufsatzrahmen aufklappen und mit den Scharnieren nach unten auf die Europalette setzen. Dies sollte ganz problem- und gewaltlos gehen, die Aufsätze passen nämlich perfekt auf die Europalette.
Schritt 3: Bevor du die weiteren Aufsätze aufbaust, solltest du den Wühlmaus-Schutz auf den Boden des Hochbeets legen. Schneide dafür einfach das Gitter mit einer Zange in die richtige Größe. Die Seiten können ruhig etwas hochgebogen werden.
Schritt 4: Stecke die Aufsätze nach und nach aufeinander – am besten klappt dies zu zweit. Die Anzahl der Aufsätze bestimmt die Höhe deines Beetes und damit auch den Grad der Bequemlichkeit beim Gärtnern und die Menge der benötigten Füllmaterialien. Überlege dir also vorher, wie hoch dein Hochbeet sein soll. Mindestens zwei Aufsätze solltest du aber nutzen.
Schritt 5: Geschafft! Das Hochbeet steht. Damit du länger etwas von deinem Hochbeet hast, solltest du es mit Holzlasur behandeln. Achte bei der Wahl des Produkts unbedingt darauf, dass es umweltfreundlich und ungiftig ist! Die Giftstoffe geraten vom Holz in die Erde, dann von der Erde in die Pflanzen und schlussendlich in deinen Magen. Im Baumarkt findest du zum Beispiel „Auro Holzlasur“, die sowohl für die Umwelt als auch für dein Gemüse und dich völlig unschädlich ist! Lass dich gegebenenfalls von einem Fachmann beraten.
Schritt 6:Damit der Inhalt des Beets nicht durch die Löcher im Palettenboden rutscht, musst du das Hochbeet jetzt noch mit Vlies auslegen. Schneide es dafür in die richtige Größe und tackere es an den Innenseiten des Beets fest. Wer keinen Tacker zur Hand hat, kann auch einfach kleine Nägel mit dem Hammer einschlagen.
Schritt 7: Jetzt hast du noch einmal die Chance zu prüfen, ob der Standort so wirklich perfekt ist. Denn wenn du das Hochbeet erst einmal befüllt hast, lässt es sich nicht mehr so leicht verrücken. Es sei denn, du kennst jemanden mit einem Gabelstapler. Also, steht das Hochbeet an dieser Stelle gut? Ist es richtig ausgerichtet? Dann nur noch wie auf S. 12 beschrieben befüllen und das große Gärtnern kann beginnen!
Vor der Saison ist in der Saison
