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Lea kommt aus Ostfriesland und hat einen Auftrag in einem wunderschönen Hotel in Bayern, als Unternehmungsberaterin. Dort verliebt sie sich hals über Kopf in den Kellner, dabei ist sie doch verheiratet. Bei ihrem zweiten Besuch dort, ist sie geschieden, doch ihr Traummann ist jetzt leider vergeben und wird Papa! Dann bekommt sie noch ein überraschendes Jobangebot, weshalb Lea entscheidet nach Bayern zu ziehen!
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Seitenzahl: 674
Veröffentlichungsjahr: 2023
Gerlinde Meyer
Morgen ist endlich Morgen
Manchmal treffen sich zwei Menschen und alles passt. Außer der Zeitpunkt!
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Inhaltsverzeichnis
Titel
Prolog
Kapitel 1
Kapitel 2
Kapitel 3
Kapitel 4
Kapitel 5
Kapitel 6
Kapitel 7
Kapitel 8
Kapitel 9
Kapitel 10
Kapitel 11
Kapitel 12
Kapitel 13
Kapitel 14
Kapitel 15
Kapitel 16
Kapitel 17
Kapitel 18
Kapitel 19
Kapitel 20
Kapitel 21
Kapitel 22
Kapitel 23
Kapitel 24
Kapitel 25
Kapitel 26
Kapitel 27
Kapitel 28
Kapitel 29
Kapitel 30
Kapitel 31
Kapitel 32
Kapitel 33
Kapitel 34
Kapitel 35
Kapitel 36
Kapitel 37
Kapitel 38
Kapitel 39
Kapitel 40
Kapitel 41
Kapitel 42
Kapitel 43
Epilog
Impressum neobooks
Morgen ist endlich Morgen
Gerlinde Meyer
Inhaltsverzeichnis
Lea ist eine 30jahre junge Frau, blonde schulterlange Haare, blaue Augen, 1,78 groß und eine schlanke, aber nicht dünne Person. Seit 5Jahren mit ihrem Mann Ben verheiratet, er ist Medienangestellter in einer Werbeagentur, ist so groß, wie Lea, grüne Augen etwas rundliches Gesicht, schlank und braunes Haar.
Beide kommen aus einer kleinen Stadt in Niedersachsen.
Keiner hätte mal mitgerechnet, das Lea eine Karrierefrau wird, vor allem nicht ihre Familie, ihre Eltern haben sie beruflich nicht unterstützt.
Nach ihrer Ausbildung zur Floristin, konnte sie leider keine Arbeit in dieser Richtung finden. Lea hat sich dann mit Aushilfsjobs, über Wasser gehalten, hauptsächlich im Verkauf, über eine Zeitarbeitsfirma, aber auch als Kellnerin und Putzfrau, war sie sich nicht zu schade. Dadurch hat sie viel gelernt, viele verschiedene Arbeitsabläufe und auch das miteinander, war es sehr interessant zu erleben. Ihr ist immer mehr aufgefallen, das man einiges besser machen könnte, damit die Geschäfte besser laufen.
Deshalb ist Lea angefangen Schulungen zu absolvieren, über Unternehmungsberatung, IT und EDV, auch Kurse über Motivation hat sie teilgenommen. Sie hat zwei Jahre hart gekämpft für ihren Traum, ohne große Unterstützung, nur ihre beste Freundin Vera, hat ihr immer wieder zugeredet und Mut gemacht. Ihr Mann hat sie leider auch nicht Unterstützt, dran geglaubt hat er nie und das hat Ben sie auch immer merken lassen. Doch jetzt ist der Traum Wirklichkeit geworden und sie arbeitet nun selbstständig in ihrem Traumberuf. Ihre Richtung ist eher Gaststätten und Hotels geworden, das liegt ihr am Herzen. Erst waren es nur kleine Firmen in der Umgebung, doch mittlerweile hat sie auch schon in anderen Bundesländer, in größeren Hotels ihre Arbeit gemacht.
Ihr neuer Auftrag verschlägt sie ganz nach Bayern und wie das ihr Leben ändert, hätte Lea sich nie Träumen lassen, aber das lest ihr am Besten selber.
Viel Spas dabei....
„Wow, ist das schön hier! Ich fand die Umgebung unterwegs ja schon toll, aber Ben schau dir mal das Hotel an, sieht das nicht richtig schnuckelig aus?“ Ben parkt direkt vor dem Hotel und schaut Lea an: „Ja es ist ganz okay, sieht aber alles sehr altmodisch aus.“
Beide steigen aus dem Auto, nehmen ihre Taschen, gehen rein und checken ein. Allerdings mit Ben seinem Namen, damit noch keiner weiß, das Lea schon da ist, sie wird erst in zwei Tagen erwartet, somit hat sie Zeit genug, das Hotel und ihre Abläufe kennenzulernen. Einer der Gründe warum Lea ihren Mann gefragt hat, ob er sie begleitet.
Im Hotelzimmer schaut Lea sich alles ganz genau an. Es ist ein schönes großes Zimmer, gleich rechts gibt es eine Tür zu einem schönen kleinem Badezimmer. Im Zimmer selbst steht an der rechten Seite ein Bett und auf der linken Seite eine kleine gemütliche Sitzecke, daneben ein kleiner Schreibtisch mit Stuhl, aber das beste am Zimmer ist geradeaus, das große Fenster mit einem wunderschönen Ausblick auf die Wälder und Berge.
>>Es ist fantastisch hier, die Gegend hier ist ein Traum, dieses Zimmer ist total gemütlich eingerichtet, alles schön hell und sauber, bis jetzt gibt es nichts zu bemängeln und dieser Ausblick ist zum verlieben.<<
Ben und Lea packen ihre Taschen aus: „Schatz, wollen wir gleich runter gehen, einen Kaffee trinken?“ schaut Lea ihn fragend an, Ben schüttelt den Kopf: „Ganz bestimmt nicht, ich brauche jetzt eine Pause, ich bin gerade fünf Stunden Auto gefahren!“ Lea lächelt ihn leicht an: „Das weiß ich, bin schließlich auch im Auto gewesen und beim fahren habe wir uns abgewechselt.“ „So hab ich das gar nicht gemeint, du kennst mich doch, aber ich muss nun meine Emails überprüfen und noch etwas am Laptop arbeiten. Geh du ruhig, dafür gehen wir heute Abend zusammen essen, wenn du möchtest.“ Lea gibt Ben einen leichten Kuss auf den Lippen: “Alles klar, ich gehe mich mal umschauen, bis später.“
Lea nimmt die Treppe, anstatt den Fahrstuhl nach unten, so kommt man direkt wieder ins Foyer. Die Rezeption ist genau vor Lea, rechts der Eingang und links entlang einen Flur, mit einem Pfeilschild mit der Aufschrift Café& Restaurant.
Den Flur entlang, kommt Sie in einem großen Raum, geradeaus läuft man auf einem Tresen zu, rechts stehen lieblos Tische und Stühle, auf der linken Seite allerdings ist es gemütlicher eingerichtet, kleine niedliche Sitznischen an der Wand lang, um den ganzen Raum, mittig stehen Tische mit Stühlen, aber es sieht optisch passend aus.
Eine Kellnerin kommt auf Lea zu: „Guten Tag, kann ich Ihnen helfen?“ fragt diese sie freundlich. „Ich würde gerne einen Kaffee trinken, wenn es möglich ist.“ Die Kellnerin lächelt: „Natürlich gerne, ist gerade nicht viel los, somit haben sie freie Platzwahl, suchen sie sich einen Tisch aus, ich werde gleich zu Ihnen kommen.“
Lea nimmt in einer der Nischen platz, ganz hinten in der Ecke, bestellt sich einen großen Kaffee und holt ihren Laptop aus ihrer Tasche, um sich schon mal ein paar Notizen zu machen.
Wie immer ist Lea in ihrer Arbeit vertieft, bis sie gestört wird. Ein großer Mann mit dunklen Haaren und einer echt guten Figur steht plötzlich vor ihrem Tisch und lächelt sie an: „Entschuldigung Sie die Störung, ich bin Ihr Kellner des heutigen abends und wollte fragen, ob ich Ihnen noch was bringen kann?“ „ Wie Abend? Wie spät ist es denn schon?“ fragt Lea entsetzt. „Es ist gleich 19.00Uhr.“ Lea packt schnell ihre Sachen ein: „Ich hab voll die Zeit vergessen. Nein danke ich brauche also nichts mehr.“ „Schade, kein Abendessen heute?“ lächelt der Kellner Lea an. „Ja doch, aber ich muss erst aufs Zimmer, bekommt man so in einer Stunde noch einen Platz? Ich sehe gerade hier ist es ganz schön voll geworden.“ Lea ist irgendwie nervös, aber der Kellner lächelt sie weiter an: „Könnte schwierig sein, aber ich reserviere ihnen einen Tisch.“ „Super vielen dank, für zwei Personen bitte.“ „Gerne, kein Problem.“ sagt der Kellner etwas enttäuscht und macht sich wieder an die Arbeit.
>>Die Frau hab ich ja noch nie gesehen, muss wohl erst angereist sein, was für eine Ausstrahlung, die leuchtenden Augen, Hammer! Ich glaube ich sollte mich mal wieder auf die Arbeit konzentrieren.<<
„Hallo Ben, bin wieder da! Alles in Ordnung bei dir? Ich habe uns in einer Stunde einen Tisch im Restaurant reserviert.“ Ben liegt auf dem Bett und war eingeschlafen: „Da bist du ja wieder, bin wohl in schlaf gekommen. Essen ist eine gute Idee, ich gehe eben schnell duschen, dann können wir los.“ Ben springt aus dem Bett und verschwindet im Badezimmer.
>>Na ganz toll, dabei wollte ich doch duschen, Ben braucht ja immer so lange im Bad, na ja dann dusche ich eben, wenn wir wieder da sind, aber was frisches anziehen muss ich eben. Wie ich auch vorhin total die Zeit vergessen habe, aber ich musste mir dringend ein paar Verbesserungen aufschreiben. Die Angestellten sind ja bis jetzt alle ganz nett, nur weiß man hier gar nicht, wer hier arbeitet und wer nicht. Die haben keine Arbeitskleidung, nicht mal Namensschilder geht gar nicht.
Der Kellner hat mich voll nervös gemacht, der sieht echt süß aus, vor allem so groß und ich mag doch große Männer und diese Augen, dazu sein süßes lächeln. Bin ich nun eigentlich bescheuert? Was hab ich nur für Gedanken!<< schimpft Lea in Gedanken mit sich selber.
Nach dem Essen, trinken Ben und Lea noch ein Glas Wein, danach gehen sie auf ihr Zimmer.
„Das Essen war sehr lecker, oder was sagst du Ben?“ „Ja es schmeckte gut, aber die Portion hätte etwas größer sein dürfen.“ meint Ben, während er seine Schuhe auszieht. Lea zieht eine Augenbraue hoch: „Dein ernst? Ich fand das reichlich. So ich gehe schnell duschen.“ „Jetzt noch? Wollen wir nicht lieber gleich schlafen, bin echt müde.“ „Ja jetzt noch, ich bin auch müde, aber ich konnte vorher ja nicht mehr duschen.“ „Was bleibst du auch so lange weg, du musst dir deine Zeit besser einplanen, das sag ich dir immer wieder. Ich lege mich schon mal hin, das dauert mir zu lange, beeil dich.“
Lea kommt aus dem Bad und sieht ihren Mann der schon tief und fest im Bett liegt und schläft. Auch sie schlüpft schnell unter die Decke.
>>Eigentlich ist es schade, das uns der süße Kellner nicht bedient hat, doch leider hab ich ihn kaum gesehen, meiste Zeit, war er hinter der Theke, wenn ich das richtig mitbekommen habe. Was mache ich mir eigentlich schon wieder für Gedanken? So kenne ich mich überhaupt nicht, schließlich hab ich doch Ben. Ich freue mich schon auf morgen, bin schon so gespannt wie die Umgebung hier ist, was es alles so zu sehen gibt. Nur schade, dass ich alleine gehen muss, verstehe nicht warum Ben mich nicht einmal begleiten kann. Ich weis ja das er auch arbeiten muss, ich bin ja schon froh, das er seine Arbeit ein paar Tage online machen kann, aber er hätte doch jedenfalls zwei Stunden sich frei nehmen können. Ach egal, kenne ich ja auch nicht anders.<<
„Guten Morgen Schatz“ begrüßt Lea Ben, als sie aus dem Bad kommt und gibt ihn einen Kuss. „Guten Morgen Lea, gut geschlafen?“ „Ja danke und du?“ „Geht so, das Bett ist ziemlich weich, konnte Position nicht so finden, weil mein Rücken schmerzte.“ antwortet Ben, der gerade sein Laptop aufklappt. „Oh das tut mir leid, also ich finde das jetzt nicht, konnte gut drin liegen. Was machst du denn da? Wollen wir nicht erst runter zum Frühstücken?“ fragt Lea. „Du weißt doch ganz genau, das ich nicht frühstücke.“ „Eigentlich schon, aber ich dachte, so in einem Hotel mit Frühstücksbuffet wäre das was anderes, oder das du mich zumindest begleitest.“ sagt Lea etwas enttäuscht. Ben schaut sie an: „Lea ich bin gerade erst wach, da frühstücke ich wirklich nicht und essen kannst du doch auch alleine. Schließlich muss ich auch arbeiten, wir essen heute Abend wieder zusammen okay?“ versucht er sie etwas milde zu stimmen.
Lea schaut ihn etwas verwundert an: „Willst du jetzt wirklich bis heute Abend an deinem Laptop sitzen? Nicht mal heute Nachmittag raus? Wir könnten doch einen Spaziergang machen, damit du auch was vom Ort siehst.“ „Lea nicht nur du arbeitest, auch mein Job nimmt Zeit in Anspruch, erst recht, wenn ich nicht vor Ort bin. Du weißt das wir einen neuen Auftrag haben, deshalb habe ich heute Nachmittag eine Videokonferenz, die sehr sehr wichtig ist. Du bist auch echt nie zufrieden, sei froh das ich überhaupt geschafft habe dich zu begleiten.“
Lea ist leicht genervt: „ Okay, ich verstehe und ich dachte du möchtest ein bisschen Zeit mit mir verbringen, das ist ja wie zu Hause, du sitzt nur vor deinem Laptop oder bist im Büro.“ „Fängst du jetzt schon wieder an? Auch ich muss Geld verdienen! Wichtig ist doch das wir gemeinsam schlafen gehen und gemeinsam aufwachen.“ „Das ist für dich in der Ehe wichtig? Da gehört eigentlich ein bisschen mehr zu.“ Ben unterbricht sie: „Lea lass gut sein jetzt, ich muss echt arbeiten und will nicht rum diskutieren.“
Lea ist stinksauer: „Alles klar, ich mache mir einen schönen Tag im Dorf und reserviere uns gleich einen Tisch für heute Abend, dann hast du deine Ruhe!“
Lea zieht ihre Sneaker an, holt ihren Rucksack, packt sich ihr Notizheft, Portmonee, Handy und eine Strickjacke ein. „Ja mach das, wir sehen uns heute Abend, viel Spas.“ „Danke, bis später.“
Nach dem Frühstück, kann Lea auch durch die Gaststättentür raus, die ist neben dem Tresen. Draußen steht Lea sozusagen hinter dem Hotel. Rechts geht eine kleine Pflasterstraße runter, mit schönen alten Häusern, etwas links und dann geradeaus ist eine Straße die ins Dorf führt, das erfuhr sie an der Rezeption.
>>Es ist einfach wunderschön hier alles, schade nur das ich das wieder alleine genießen muss, andererseits keiner der nörgelt, so kann ich machen was ich will. Was ist Ben doch für ein Arsch geworden, denkt nur an sich. So kann das zwischen uns nicht mehr lange halten, ich hatte ja gehofft, das uns ein paar Tage hier zusammen, wieder etwas näher bringt, aber das wird wohl nichts.<<
Beim entlang laufen der Straße entdeckt Lea gleich am Anfang ein kleines süßes Café, viele alte wunderschöne Häuser, die Straße endet automatisch auf einem kleinen Dorfplatz, drumherum kleine verschiedene Geschäfte, zwei Eisdielen, zwei Restaurants und Cafés.
Es ist zwar schon Oktober, aber noch recht warm, daher sucht Lea sich in einem der Cafés draußen einen Platz, bestellt sich einen großen Kaffee und beobachtet die Menschen.
„Guten Morgen junge Frau“ Lea schau hoch, als sie eine Männerstimme hört, der Kellner von gestern steht plötzlich an ihrem Tisch. „Guten Morgen, junger Mann.“ lächelt Lea ihn leicht an. „Schon so früh unterwegs? Oder schmeckt der Kaffee nicht bei uns?“ fragt er. „Doch das hat er, wollte mir noch ein bisschen die Umgebung anschauen und pausen müssen auch sein.“ „Da haben Sie vollkommen recht. Darf ich mich vielleicht dazu setzen und Ihnen noch ein Kaffee ausgeben? Natürlich nur, wenn ich nicht störe oder es Ihnen unangenehm ist.“ Lea muss lachen: „Warum sollte es mir unangenehm sein? Setzen Sie sich ruhig.“ Er freut sich: „Danke schön. Warum lachen Sie, das hätte doch sein können, das Sie es unangenehm finden, da ich ja nur ein kleiner Kellner bin oder ihr Mann was dagegen hat.“ er setzt sich und bestellt den beiden einen Kaffee.
„Ich lache nun mal gerne. Ach, so ein quatsch, ist schön ein bisschen Gesellschaft zu haben.“ „Das freut mich. Ich bin übrigens Max.“ stellt er sich vor und reicht ihr die Hand, Lea schüttelt sie: „Schön Sie kennenzulernen Max, ich bin Lea.“
Die beiden verstehen sich sehr gut, Max erzählt ihr etwas von dem Dorf und was man sich noch anschauen könnte oder einfach interessant wäre.
„Sagen sie mal Max, ich bin vorhin hinterm Hotel die Straße runter gelaufen und hier angekommen, gibt es noch einen anderen weg zurück, oder muss ich den gleichen nehmen?“ fragt sie ihn. „Lea viele Wege führen nach Rom. Spaß, klar mehrere sogar, aber wenn sie etwas Zeit haben, dann empfehle ich Ihnen, den Waldweg. Dafür laufen sie hier gleich links den Weg lang, da kommen Sie automatisch zum Wald, da nehmen Sie wieder den linken Weg, wenn Sie denn immer nachlaufen, kommen sie wieder aus dem Wald heraus und sehen schon das Hotel, die Strecke ist zwar etwas weiter, aber total schön, viele gemütliche Picknick Plätze, ach das sehen sie dann ja alles selbst. Es lohnt sich auf jeden Fall.“ antwortet Max ihr. „Vielen dank, dann werde ich den Weg nehmen.“ „Bin gespannt, wie es Ihnen gefällt. Leider muss ich nun los, die Arbeit ruft.“ „So früh heute schon?“ fragt Lea. „Ist nur eine Besprechung, heute Abend arbeite ich wieder, vielleicht sieht man sich ja.“ „Ganz bestimmt.“ freut Lea sich. Beide verabschieden sich und machen sich in unterschiedlichen Richtungen auf dem Weg.
>> Ich könnte Max stundenlang zu hören, warum auch immer, der hat so eine schöne ruhige sympathische Stimme. Seine braunen dunklen Augen, da könnte ich mich drin verlieren und er hat ein wunderschönes lächeln. Ich weiß ja das ich vergeben bin, aber schauen, darf ich doch, oder?
Oh da vorne ist eine Bäckerei, ich könnte mir ja noch was leckeres mitnehmen, wenn auf dem Weg eh Picknick Plätze sind.<<
Lea muss selbst schmunzeln über ihre Gedanken, schüttelt den Kopf und geht in die kleine Bäckerei. Sie kauft sich ein belegtes Brötchen und eine Flasche Wasser, stopft es in ihrem Rücksack und wandert in den Wald hinein.
Der Waldweg ist wunderschön, viele kleine versteckte Picknick Plätze, einen großes Spielplatz hat sie entdeckt, am begeisterten ist Lea über ein großes Gehege mit kleinen Bergziegen. Auch hier sind einige Sitzplätze.
>>Genau der richtige Ort, für mein Mittagessen, neben bei kann ich die süßen Ziegen beobachten.<<
Lea nimmt an einem der Picknick Tische platz. Geniest ihr Brötchen und schaut zu wie die Ziegen miteinander spielen.
Nach dem sie ihr Brötchen verspeist hat, nimmt sie sich ihren Notizblock raus und macht sich einige Notizen, wie sie das Frühstück fand und so weiter.
>>Jetzt sitze ich aber schon wieder eine ganze Weile hier, oh es ist ja schon drei Uhr, ich sollte mich mal wieder auf dem Weg machen, wer weiß wie lange ich noch brauche, außerdem habe ich Kaffeedurst.<< und so macht sich Lea, weiter auf dem Weg.
>>Jetzt bin ich schon eine Stunde wieder unterwegs, so langsam dürfte ich mal ankommen, oder? Das hätte Max auch sagen können, das dieser Weg über zwei stunden länger ist als der andere. Ich mag so langsam nicht mehr, dann trifft man natürlich auch auf einmal keine anderen Fußgänger mehr, das ist ja mal wieder typisch für mich. Zum Glück, da kommt ein Radfahrer, den frag ich mal, ob ich noch auf dem richtigen Weg bin.<<
Lea traut ihren Augen nicht, da kommt Max auf dem Fahrrad angeradelt. Er bleibt bei ihr stehen, steigt vom Rad und grinst sie frech an: „Na, haben wir uns verlaufen?“ „Keine Ahnung, eigentlich habe ich mich an das gehalten was Sie gesagt haben und mich immer links gehalten.“ „Das kann nicht, dann würden Sie nicht hier sein. Ich schätze mal, ich weiß warum Sie hier gelandet sind, lassen Sie mich raten.“ grinst Max, Lea legt den Kopf etwas schief: „Ach ja? Nun bin ich gespannt, welche Ausrede Sie mir auftischen, weil Sie mir den falschen Weg genannt haben.“ Max muss laut lachen: „Ich habe Ihnen gesagt halten sie sich immer links, oder?“ Lea nickt: „Das stimmt und da hab ich mich auch dran gehalten.“ „Bis Sie das Ziegengehege entdeckt haben, das auf der rechten Seite ist und wenn man an den Tischen sitzt und wieder los läuft, und links runter läuft, sind Sie vom eigentlichen Weg rechts abgebogen.“ Grinst Max weiter und zuckt mit den Schultern. Lea überlegt und wird ein bisschen rot im Gesicht: „Oh.... Das ist mir jetzt aber peinlich, ich hab da gar nicht drüber nachgedacht und bin einfach losgelaufen. Entschuldigung das ich dich beschuldigt habe. Ich hoffe, du kannst mir verzeihen.“ schmunzelt Lea.
Max schaut sie fröhlich grinsend an: „Natürlich, ich hätte es ja auch erwähnen können, aber wollte nicht die Überraschung mit den Ziegen verderben.“ Lea schaut ihn fragend an: „Warum grinst du so?“ Max lächeln wird immer breiter: „Weil Sie mich jetzt schon zweimal geduzt haben und ehrlich gesagt, klingt das viel besser.“ Lea wird schon wieder rot: „Oh, Entschuldigung. Ist mir gar nicht aufgefallen.“ „Nein, nicht entschuldigen, mir gefällt das, mach ruhig weiter.“ „Ich mag das gesiezte auch nicht, aber das würde doch blöd aussehen, wenn wir uns später, wenn du arbeitest mich duzt, ich glaube mein Mann würde es auch nicht toll finden.“ sagt Lea.
„Mhh, da könntest du recht haben, aber solange uns hier niemand anderes hört, wäre es doch okay oder? Ach ja, dein Mann, den gibt es ja auch noch.“ versucht Max zu lächeln, damit man seine Enttäuschung nicht merkt. „Okay abgemacht, aber danach ist Schluss mit dem du. Kannst du mir jetzt helfen hier aus dem Wald wieder raus zu kommen?“ fragt Lea. „Ja, komm setz dich hinten aufs Rad.“ Max zeigt auf sein Fahrrad. Lea schaut skeptisch: „Was? Ich soll mich hinten auf dem Gepäckträger setzen? Bist du verrückt?“ Max muss lachen: „Ja, manchmal bin ich das, aber komm, da ist doch nun nichts bei, setz dich drauf.“ Lea schüttelt den Kopf: „Das geht nicht, da falle ich ja runter und außerdem bin ich viel zu schwer.“ „So ein Blödsinn, sei kein Angsthase! Drauf setzen und dich an mir festhalten.“ Max sitzt auf sein Fahrrad, Lea atmet tief ein, was ihm wieder zum schmunzeln bringt: „Beeil dich, ich glaube es gibt gleich regen, wird so dunkel am Himmel. Dir passiert schon nichts, ich fahre vorsichtig.“
Lea nimmt ihren Mut zusammen und setzt sich vorsichtig seitlich auf den Gepäckträger, sie versucht sich irgendwo festzuhalten, bis Max ihre Hände nimmt, um sie um seinen Bauch zulegen, damit sie sich festhalten kann, dann fährt Max vorsichtig los.
>>Mist fühlt sich das gut an und er riecht so lecker, von mir aus können wir ewig so weiter fahren.<<
Max holt Lea aus ihren Gedanken: „Es fängt an zu regnen, da vorne ist eine kleine Hütte, da könnten wir uns kurz unterstellen, wenn das okay ist.“ „Okay, gerne.“ mehr bekommt Lea gerade nicht raus, sie hatte ja nicht mal mitbekommen das es angefangen hatte zu regnen.
Bei der Hütte angekommen, stellen sie sich unter dem kleinen Vordach, damit sie nicht so nass werden, Lea holt ihre Jacke aus der Tasche, weil es jetzt doch ganz schön frisch wird.
„Komm Lea setzt dich zu mir auf die Bank, der Regen hört bestimmt gleich wieder auf.“ Lea setzt sich zu ihm und schweigend schauen beide dem Regen zu.
>>Was ist bloß los mit mir, die Frau verdreht mir total den Kopf, dabei kenne ich sie kaum, aber sie ist so hübsch, solche strahlenden Augen hab ich noch nie gesehen, so sympathisch, fröhlich und ein wunderschönes lächeln besitzt sie. Ich beneide ihren Mann, was für ein Glück der doch hat. <<
„Hallo Max, träumst du? Ich rede mit dir!“ Lea gibt ihm einen kleinen Seitenhieb. „War in Gedanken, was hast du denn gesagt?“ fragt Max. Lea lacht: „Das hab ich gemerkt. Ich wollte wissen, warum du überhaupt hier unterwegs warst? Oder hast du dir Sorgen um mich gemacht?“ fragt Lea als Scherz. Max wird etwas verlegen: „Wenn ich ganz ehrlich bin ja, ich hatte dich nicht ankommen sehen im Hotel, du hättest ja schon längst zurück sein müssen und da dachte ich, es wäre vielleicht besser, mal nach zu sehen.“ Lena lächelt: „Echt, das ist dir aufgefallen? Hast du dir Sorgen um mich gemacht?“ „Natürlich! Nicht das dir was passiert.“
Lea steht auf und lehnt sich an einem Holzpfahl: „Wie süß von dir, aber mir passiert schon nichts und ich hätte dir auch keine Schuld gegeben, das ich zu blöd bin, den linken Weg zu laufen.“ Max steht ebenfalls auf, läuft in ihrer Richtung und bleibt genau vor ihr stehen, schaut ihr tief in die Augen: „Keiner hat gesagt das du blöd bist! Ganz im gegen teil, aber süß ist nur einer von uns und das bist du! Du darfst mir nicht böse sein, aber ich kann nicht widerstehen.“ „Warum sollte ich böse sein?“ fragt Lea verwundert. Doch anstatt das Max antwortet, steht er nun ganz nah Lea gegenüber, mit seiner Hand streichelt er ihr über die Wange, hebt ihr Kinn etwas hoch und bedeckt ihren Mund mit seinem. Lea kann nicht wieder stehen und öffnet leicht ihre Lippen und ihre Münder verschmelzen zusammen. Irgendwann löst Max sich von ihr, lächelt und sagt: „Darum!“
Lea ist noch etwas benommen und schockiert über sich selbst und geht ein Stück an die Seite: „Das hätten wir nicht tun dürfen! Mist, ich bin doch so was von bescheuert!“ „Es tut mir leid! Ich wollte dich nicht verärgern und du bist ganz bestimmt nicht bescheuert! Du machst irgendwas mit mir, du ziehst mich einfach magisch an, verdrehst mir den Kopf.“ „Ich?“ „Ja du!“ „So ein quatsch, ich mache nun wirklich nichts, du bist doch derjenige der mich geküsst hat und vorher haben wir uns ganz normal unterhalten.“ die beiden werden etwas lauter und hitziger in ihrer Diskussion. Max schaut sie mit einer hochgezogenen Augenbraue an: „Ja unterhalten haben wir uns, geflirtet hast du mit mir, immer wieder!“ Lea ist empört: „Hab ich gar nicht, ich war und bin nur freundlich.“ Max lacht: „Ja das bist du auch und außerdem hast du den Kuss erwidert und mich nicht weggedrückt.“ Mittlerweile stehen die beiden wieder direkt voreinander, diesmal ist es Lea, die Max am Shirt zieht, damit er ganz nah bei ihr ist, sie legt ihre arme um seinen Nacken und küsst ihn. Max legt seine Arme um ihre Hüften und zieht sie noch näher an sich heran, ihr Kuss wird immer leidenschaftlicher. Beide sind leicht außer Atem, als sie sich endlich etwas voneinander lösen.
„Das hätte nicht passieren dürfen.“ Lea ist die erste, die ihre Sprache wieder findet, Max lächelt sie leicht an: „Das hast du vorhin auch schon mal gesagt.“ Lea schaut etwas traurig: „Ich weiß! Aber das hätte wirklich nicht passieren dürfen, ich weiß nicht warum das passiert ist. Bitte Max, können wir das vergessen?“ Er schaut sie ernst an: „Nein, das kann ich nicht! Dafür war es zu schön.“ Lea versucht etwas zu lächeln: „Das war es wirklich, aber es wird nicht noch mal passieren! Kann es jedenfalls unser Geheimnis bleiben bitte? Das darf keiner erfahren!“ Max nimmt sie in den Arm: „Hey, beruhige dich, keine Panik. Wenn du es nicht möchtest, erzähle ich natürlich keinem was, das ist doch selbstverständlich!“ Lea löst sich aus der Umarmung, geht ein schritt zurück, damit sie sich nicht mehr so nahe sind: „Danke, das ist für mich sehr wichtig! Ich sollte dir vielleicht noch was über mich erzählen.!“ Max lächelt sie an: „Es ist doch selbstverständlich, ich verstehe das. Du brauchst mir nichts erklären. Wir sollten lieber zum Hotel fahren, bevor dein Mann eine Vermisstenanzeige aufgibt und regnen tut es auch nicht mehr.“ Lea stimmt ihm zu und sie machen sich auf dem Weg.
Den ganzen Weg haben sie sich an geschwiegen, kurz vor dem Hotel, bei einem großen Busch bleibt Max stehen: „Möchtest du hier absteigen? Ist dir ja bestimmt nicht recht, wenn ich bis vors Hotel fahre.“ Lea steigt ab, lächelt ihn vorsichtig an: „Ja super, vielen Dank. Ich danke dir nochmal für alles.“ Max lächelt zurück und fährt los.
„Hallo Ben, ich bin wieder da!“ ruft Lea ins Zimmer. Ben sitzt an seinem Laptop: „Das ist gut, dann können wir ja gleich runter zum Essen, ist schließlich gleich 19 Uhr! Hattest du einen schönen Tag?“ „So spät ist es schon? Ich gehe noch ganz schnell duschen und mich umziehen. Ja danke hatte ich, wie war dein Tag?“ fragt Lea. „Sehr Arbeitsreich, aber da können wir ja beim Essen drüber reden. Beeile dich bitte.“ „Okay, ja mach ich.“
Lea geht in Windeseile duschen, steckt ihre Haare zusammen, damit sie die nicht trocken muss, etwas schminke ins Gesicht, dann entscheidet sie sich für eine dunkle leichte Bluse und ihren Jeansrock, der bis zu den Knien geht und ihre Sommersandalen in schwarz.
Im Restaurant bekommen Ben und Lea, einen schönen Platz, in einer der hintersten Sitznischen. Sie bestellen bei einer Kellnerin sich jeder ein Glas Wein und natürlich was zu Essen.
>>Ob Max sauer ist auf mich, ich war aber auch bescheuert, wie konnte ich mich nur so hinreißen lassen, das ist mir ja noch nie passiert, er schaut nicht mal zu mir rüber, nicht mal als wir ins Restaurant gekommen sind, hat er hoch geguckt. Eigentlich kann ich ja froh drüber sein, leider muss ich mir eingestehen bin ich das nicht, aber es darf nicht sein, das gefährdet alles mein Job und natürlich meine Ehe. Ich bin echt unmöglich, sitze hier mit meinen Mann und denke an jemand anderes, ich fühle mich schrecklich.<<
„Ben, hast du viel geschafft heute?“ „Leider nicht so viel, wie ich hätte müssen, dauernd kamen Anrufe von Kunden und so. Ich muss dir auch noch was sagen.“ „Was denn?“ fragt Lea. „Mein Chef rief heute späten Nachmittag an und besteht darauf, das ich morgen Nachmittag um drei in der Firma bin, zur Konferenz mit unseren neuen Kunden. Das bedeutet ich werde morgen früh um Acht Uhr gleich los fahren.“ Lea schaut ihn überrascht an: „Was? Ist das dein ernst?“ „Ja sicher.“ „Und ich?“ Ben ist irritiert: „Was und du? Dein Job fängt ja übermorgen erst an.“ Lea wird sauer: „Wir sind doch zusammen hergefahren, da kannst du doch nicht einfach ohne mich nach Hause fahren.“ „Wir haben beide unsere Arbeit, das werde ich wohl müssen.“ lächelt Ben sie an. „Ach und wie soll ich, wieder nach Hause kommen?“ „Ich habe schon geschaut, es gibt Zug Verbindungen zu uns, brauchst nur drei mal umsteigen, insgesamt wärst du acht Stunden unterwegs.“ „Das hast du alles schon nach geschaut? Warum fährst du nicht mit dem Zug? Außerdem machst du das jetzt alles klar, aber kannst da vorher nicht mit mir drüber reden?“ „Lea nun reg dich doch nicht auf, es gibt doch gar kein Grund. Wir reden doch nun drüber.“ Ben versteht nicht, weshalb sie sich aufregt, er hat doch alles geklärt und die Arbeit ist doch Pflicht. Lea versucht ihre Wut ruhig zu halten: „Wo reden wir denn darüber, du stellst mich doch einfach vor vollendete Tatsachen. Normalerweise bequatscht man das zusammen und findet gemeinsam eine Lösung.“ „Komm Lea es ist jetzt gut, lass uns den Abend nun genießen.“ Sie schüttelt leicht den Kopf: „Du verstehst es nicht. Ich frag jetzt nochmal, warum fährst du nicht mit dem Zug? Ich hab das gleiche recht auf unser Auto.“ Ben lacht: „Warum sollte ich, du schaffst die ganze Strecke nicht, mit dem Auto, viel zu gefährlich für dich!“ Jetzt muss sogar Lea lachen: „Ja, ne ist klar und das obwohl wir beide wissen, das ich besser fahre wie du!“ ein kleines bisschen wird Ben so langsam sauer: „Träum weiter, Lea. Nun lass uns endlich in ruhe Essen.“ Lea steht auf: „Nein danke, mir ist der Appetit vergangen. Ich brauche frische Luft, lass es dir schmecken.“ „Du kannst doch jetzt nicht gehen, setzt dich wieder, wie sieht das denn aus.“ Lea dreht sich noch mal um, beugt sich etwas zu ihm runter, damit es nicht alle hören: „Doch kann ich! Außerdem ist es mir scheißegal was andere denken!“ so dreht sie sich um und verlässt das Restaurant, durch den Ausgang beim Tresen.
Lea lehnt sich an die Wand, den Kopf in den Nacken.
>>Wäre es wirklich zu viel verlangt gewesen, wenn Ben vernünftig mit mit darüber geredet hätte, anstatt alles einfach alleine zu entscheiden? Jetzt darf ich, wenn ich diesen Job erledigt habe, alleine mit dem Zug zurück fahren, ganz toll. Warum war ich eigentlich so doof und habe ihn überhaupt gefragt, ober er mich begleitet. Ich hätte besser alleine fahren können. Es interessierte ihn nicht mal, warum ich erst so spät wieder da war heute. Oder habe ich jetzt überreagiert?<<
Lea wird aus ihren Gedanken gerissen, als sie plötzlich spürt, das sie jemand über ihren Arm streicht. Max steht neben ihr und schaut sie fürsorglich an: „Was ist los? Ist was passiert?“ Sie versucht zu lächeln: „Nein, alles okay, ich brauchte nur frische Luft.“ „Ja genau, deshalb sahst du so traurig aus und bist fast raus gerannt, außerdem habe ich gesehen, wie du mit deinem Mann diskutiert hast. Mach mir nichts vor, erzähl mir was los ist.“ Lea muss schmunzeln: „Du hast mich doch angeschaut?“ Max ist irritiert: „Was?“ „Oh, hab ich das gerade laut gesagt?“ „Ja! Wie soll ich es auch schaffen, dich nicht anzuschauen?“ „In dem du nicht schaust.“ Max muss lachen: „Du machst mich fertig! Du lenkst vom Thema ab, erzähl mir was los ist, ich kann gut zu hören.“ „Es ist schon alles gut, wirklich, außerdem musst du bestimmt wieder an die Arbeit, deine Kollegen suchen dich bestimmt schon.“ Max überlegt kurz: „Warte hier, bitte. Ich bin gleich wieder da.“ Er dreht sich um und verschwindet durch die Tür.
>>Ich sollte bestimmt besser wieder rein gehen, Ben wartet garantiert noch auf mich, nicht das er mir nach kommt. Was Max vorhat? Ich weiß, ich muss mich von ihm fern halten, bevor wir uns nochmal küssen und genau deshalb Lea bewegst du dein Arsch jetzt wieder rein.<<
Sie will gerade die Tür öffnen, als Max heraus kommt: „Na, wo wollen wir denn hin?“ fragt er, Lea lächelt leicht: „Rein!“ „Da wäre ich nun nicht drauf gekommen, aber warum? Hab doch gesagt, ich komme gleich wieder.“ „Mein Mann wartet bestimmt noch auf mich und dich möchte ich nicht von der Arbeit abhalten.“ „Ich mag dir das gar nicht sagen, aber dein Mann sitzt nicht mehr an seinem Platz, er hat gegessen und ist dann anscheinend aufs Zimmer. Von dir lasse ich mich gerne von der Arbeit abhalten, aber um dich zu beruhigen, ich hab jetzt eh Feierabend. Lass uns ein Stück spazieren gehen.“
Lea ist etwas angepisst, wegen Ben: „Er ist einfach gegangen? Unfassbar! Na ja was solls. So gerne ich deine Gesellschaft mag, das geht nicht. Was wenn uns jemand sieht? Ich glaub ich muss dich wirklich mal aufklären, warum ich überhaupt hier bin, dann verstehst du mich vielleicht.“
Max schaut ihr tief in den Augen und lächelt sie an: „Bin ich dir peinlich, das du nicht mit mir gesehen werden möchtest?“ „Was? Nein natürlich nicht, es ist wegen meinem Job und auch wegen meinem Mann.“ Max nimmt ihre Hand: „ Okay, ich mache dir einen Vorschlag! Wir vergessen mal alles drumherum, ich kenne einen Ort da sieht uns keiner und du erzählst mir was du erzählen möchtest, ohne Arbeit. Nur du und ich, alles was heute Abend passiert bleibt unter uns, wir tauchen quasi unter, wenn du drauf bestehst, tun wir morgen so, als wenn es diesen Abend nicht gegeben hat, okay?“ „Ich sollte dir wirklich erst verraten, was ich beruflich mache, sonst gibt es irgendwann eine böse Überraschung und du bist sauer.“ „Das macht mich neugierig, aber nein, es ist alles in Ordnung und ich werde bestimmt nicht sauer. Lass uns gehen, oder hast du Angst vor mir?“ Max zieht Lea an der Hand, damit sie mitkommt und so laufen sie nebeneinander her, Max lässt ihr Hand nicht los, was Lea gefällt: „Warum sollte ich Angst haben vor dir?“ „Könnte doch sein, das du angst bekommst, das ich dir zu Nahe komme,aber keine Angst, ich benehme mich, möchte nur das du nicht mehr so traurig bist.“
Max führt sie zu einem kleinen See, mit ganz vielen Büschen und Bäumen drumherum, auch hier, wie im Wald stehen immer mal wieder kleine Picknick Tische.
Beide setzen sich nebeneinander auf einem der Tische und die Füße auf der Bank. Max nimmt seinen Rucksack von der Schulter, und holt zwei Flaschen Bier raus, reicht eins davon Lea: „Ich weiß zwar nicht, ob du überhaupt Bier magst, aber was anderes habe ich nicht mit.“ Lea schmunzelt: „Danke! Ja, ich trinke gerne mal ein Bier oder zwei. Hast du immer Bier in deiner Tasche?“ „Natürlich nicht, nur manchmal. Ich komme ab und zu mal nach Feierabend hierher und trinke ein Feierabendbier, bevor ich nach Hause gehe. Einer meiner Lieblingsplätze.“ „Das kann ich verstehen, es ist schön hier, zeigst du mir es nochmal, wenn es hell ist? Oder zumindest wie ich hier herkomme, das würde ich nicht wiederfinden.“ „Ja sicher gerne.“ „Danke! Was für ein schöner Anblick, wie der Mond sich im Wasser spiegelt.“ „Das stimmt.“
Schweigend sitzen sie nebeneinander und trinken ihr Bier, bis Max sein Pullover plötzlich auszieht,
schaut Lea ihn skeptisch an: „Was machst du da?“ Max schaut sie fürsorglich an und hält ihr den Pullover hin: „Dir meinen Pullover geben, du zitterst ja schon.“ Sie schüttelt den Kopf: „Nein so schlimm ist es gar nicht, du hast sonst ja nur ein T-Shirt an, dann wird dir kalt.“ „Lea, ich bin ein Mann, Männer frieren nie!“ lacht Max sie an, auch Lea muss lachen: „Ach so, das ist mir neu, das wusste ich nicht. Mir ist wirklich nicht so kalt, trotzdem danke.“ „Du bist ein Sturkopf, hat dir das schon jemand gesagt? Nun stell dich nicht so an und zieh ihn dir an, du zitterst wirklich.“ „Na gut, danke.“
Lea zieht sich den Pullover an. >>Wie angenehm, tut das gut, scheiße mir war aber auch wirklich kalt. Riecht der Pulli gut, voll nach Max, genau deshalb wollte ich den nicht. Ich bin so durcheinander, ich fühle mich so sehr zu ihm hingezogen, aber ich muss mich zusammen reißen, so schwer es mir auch fällt. Hoffentlich ist Max nicht sauer, wenn er rausbekommt, warum ich überhaupt hier bin. Was Ben wohl macht? Das er mich nicht mal anruft und fragt, wo ich bin.<<
Max holt sie aus ihren Gedanken: „Alles gut bei dir? Wird dir schon wärmer?“ „Alles gut, ja danke dein Pullover wärmt.“ „Freut mich. Möchtest du jetzt vielleicht drüber reden was los war?“ fragt Max vorsichtig. Lea lächelt ihn an: „Also, wenn ich ganz ehrlich bin, nein. Ich möchte gar nicht reden, können wir einfach noch kurz hier sitzen bleiben.“ „Natürlich, alles was dich glücklich macht.“ „Danke.“
Lea schaut wieder auf dem See und muss grinsen. Max wundert sich: „Warum grinst du plötzlich so?“ Sie kann gar nicht auf hören zu grinsen: „Nichts besonderes alles okay.“ „Raus mit der Sprache.“ Sie versucht sich zusammen zu reißen: „ Ist schon gut, wirklich, musste nur an was denken.“ „An was?“ „Sag ich nicht.“ „Spielverderberin, muss ein interessante Gedanke gewesen sein, das du plötzlich so grinst. Soll ich dich ein bisschen kitzeln, damit du mir es verrätst?“ grinst Max sie jetzt an. Lea versucht ihn ernst anzuschauen: „Nein, wag es dich nicht!“
Doch Max kann nicht widerstehen, fängt an sie im Nacken zu kitzeln, Lea muss lachen: „Hör auf lass das!“ „Oh, da ist ja jemand wirklich kitzelig.“ Er kann nicht aufhören und kitzelt sie immer mehr, an den Armen, an ihren Seiten, vom Oberkörper, mittlerweile liegt Lea mit dem Rücken auf dem Tisch und Max beugt über sie. Lea bekommt fast keine Luft mehr, vor Lachen: „Hör auf, ich kann nicht mehr!“ „Nur, wenn du mir sagst, woran du vorhin gedacht hast.“ antwortet er ihr, während er sie weiter kitzelt.
Lea gibt sich geschlagen: „Okay okay, ich sag es dir.“ lacht sie, Max hört auf, bleibt aber gebeugt über sie, damit er vielleicht noch mal los legen kann, er stützt sich mit seinen Händen neben sie ab und grinst sie an: „Geht doch,“ „Ähm... also gut. Du hast vorhin gesagt, alles was dich glücklich macht... und genau der Moment hat mich glücklich gemacht und dann habe ich mich daran erinnert, wie wir uns geküsst haben heute Nachmittag, dabei muss ich gegrinst haben.“ Max schmunzelt: „Du wirst ja rot, das ist süß!“ Lea versucht unter ihm weg zukommen, doch Max hält sie fest, schaut ihr in die Augen, Lea vertieft sich in seinem Blick, versucht gar nicht mehr sich zu befreien, sie flüstert leise: „Steht das Angebot noch?“ Max runzelt die Stirn: „Welches Angebot?“ „Das heute Abend heute Abend ist und wir morgen so tun, als wenn das alles nicht passiert ist.“ „Ja natürlich, ich habe dir mein Wort gegeben.“ Lea lächelt ihn an: „Danke.“
Sie legt die Arme um seinen Nacken, damit sie ihn an sich ziehen kann, Max streichelt mit einer Hand ihr Gesicht, ihre Lippen treffen sich, sie küssen sich langsam und leidenschaftlich. Doch die Küsse werden immer leidenschaftlicher und wilder, zwischendurch küsst er ihren Hals entlang, ihre Hände streicheln seinen Rücken, wandern zum Oberkörper, streichelt seine Brust, durch sein Shirt.
Lea kann es kaum erwarten, das sein Mund wieder auf ihren ist, ihre Zungen tanzen miteinander, seine Hände wandern über ihren Körper.
Abrupt hört Max auf schaut sie mit glasigen Augen an: „Wir sollten aufhören, wenn wir jetzt weitermachen, hab ich mich nicht mehr unter Kontrolle und kann mich nicht mehr zurück halten.“ „Du hast recht.“ ist das einzige was Lea raus bekommt, sie muss sich kurz sammeln.
Beide stehen auf, richten ihre Kleidung. Lea geht auf Max zu: „Danke.“ er schaut sie fragend an: „Wofür?“ Sie lächelt ihn an: „Für einfach alles! Für diesen wunderschönen Abend, die Ablenkung, deine Verschwiegenheit, deine Vernunft und für deine fantastischen Küsse.“ Er nimmt ihr Gesicht in beide Hände und anstatt ihr zu Antworten, gibt er ihr einen kleinen leidenschaftlichen Kuss, anschließend nimmt er wieder ihre Hand und bringt sie zum Hotel zurück.
>>Diese Frau bringt mich noch ins Grab, was macht sie nur mit mir? Wie soll ich diesen Abend bloß vergessen, das war ja mal wieder einen absolute dämliche Idee von mir. Am liebsten würde ich sie gar nicht mehr gehen lassen. Dabei kenne ich sie erst seit Gestern, vor allem weis ich nichts von ihr, außer natürlich, was für eine wundervolle Küsserin sie ist, ich darf gar nicht dran denken, sonst wird die Hose wieder so eng. Wenn ich allerdings daran denke, das sie gleich mit ihrem Mann im Bett liegt, könnte ich kotzen. Oh wir sind ja schon da.<<
„Da sind wir wieder in der Realität. Du musst den Haupteingang benutzen, die anderen Türen sind schon abgeschlossen.“ Lea nickt: „Ja, danke für den schönen Abend.“ „Ich danke dir. Du solltest schnell rein gehen, es ist schon weit nach Mitternacht.“ Lea lächelt leicht: „Ich trau mich nicht!“ Max schaut sie besorgt an: „Wegen deinem Mann?“ „Ja auch, können wir nicht einfach die Zeit anhalten?“ „Das wäre schön, wenn das ginge. Lea, wenn du nicht zu ihm möchtest, dann komm mit mir.“ „Das kann ich nicht machen, ich habe meine Grenzen schon überschritten. Für deine Küsse hat es sich aber gelohnt, seit Jahren bin ich nicht mehr so geküsst worden.“ Max ist verwirrt: „Wirklich? Was ist mit deinem Mann, Küsst er dich nicht so?“ Lea muss lachen: „Nein, wenn ich ganz viel Glück habe, bekomme ich mal ein angehauchtes Küsschen, das ist dann auch alles.“ „Du verarscht mich doch.“ „Würde ich nie tun, darüber macht man keine Scherze.“ versucht Lea ihn an zu lächeln. Max schüttelt den Kopf: „Mir fehlen gerade die Worte, ich kann deinen Mann nicht verstehen.“ „Lassen wir das! Wie gesagt, vielen lieben Dank für den wunderschönen Abend, ich sollte jetzt schlafen gehen.“ Max zieht Lea in seine Arme: „Er war wirklich schön. Schlaf gut und mach dir nicht zu viele Sorgen.“ Sie löst sich etwas aus seiner Umarmung, schaut ihn in die Augen und verabschiedet sich bei Ihm, mit einem leidenschaftlichen Kuss.
Lea schaut nochmals auf die Uhr, wie die ganze Nacht schon, sie hat kein Auge zu bekommen. Da es jetzt halb sechs morgens ist, steht sie auf, schleicht sich leise ins Badezimmer, auf dem Weg dorthin, nimmt sie sich frische Unterwäsche, eine Jeans und ein Shirt mit.
>>Wie gut doch eine Dusche sein kann, himmlisch. Was für ein verrückter Abend gestern, erst der Stress mit Ben und dann den schönsten Abend meines Lebens mit Max. Was für ein Mann! Max ist so einfühlsam, seine ganze Art ist zum verlieben süß, seine Küsse schmecken nach so viel mehr. Ich bin schon lange nicht mehr so geküsst worden, wie von Max gestern. Vielleicht sollte ich den Auftrag besser absagen! Fang ich was mit einem Angestellten an, geht doch gar nicht, wenn das meine Auftraggeber rausbekommen, kann ich eh gehen, ist ja auch klar, das ist ein absolutes No Go!
Wenn ich mit Ben zurückfahre, könnten wir alles klären miteinander. So will ich unsere Ehe nicht weiterführen, denn eins ist mir absolut klar geworden heute Nacht, das zwischen uns ist keine Liebe mehr. Doch mit ihm abreisen kann ich nicht, ich mag diesen Ort und das Hotel, eigentlich will ich hier nicht so verschwinden, wäre auch nicht meine Art.<<
Zurecht gemacht und angezogen, geht Lea leise wieder ins Zimmer zurück, doch Ben ist schon wach und sitzt auf dem Bett. „Endlich, ich dachte du wirst nie fertig, warum hast du mich nicht geweckt? Muss noch duschen, meine Sachen zusammen packen.“ „Guten Morgen erst einmal! Woher soll ich wissen, wann du aufstehen wolltest.“ „Stimmt konntest du nicht wissen, weil die kleine Lea ja gestern trotzig war.“ „Es reicht Ben, das muss ich mir nicht geben lassen von dir, rede vernünftig mit mir, das ist doch wohl nicht zu viel verlangt.“ „Ich muss mich jetzt fertig machen.“ „Mach das, ich bin unten, wir sehen uns vor dem Eingang.“ Somit schlüpft Lea in ihre Sneaker und verlässt das Zimmer.
Lea besorgt sich beim Frühstücksbuffet einen großen Becher Kaffee, nimmt ihn mit zum Haupteingang, da sind drei kleine Bänke aufgebaut, sie sucht sich eine in der Sonne aus.
>> Ich könnte heulen, nein Lea reiß dich zusammen! Was ist bloß mit Ben los? Ich meine gut, in letzter zeit wurde er ja immer komischer, aber seit mindestens einer Woche wird es immer schlimmer. Wie er mich behandelt, vor allem wie er mit mir spricht das geht gar nicht! Irgendwie bin ich doch froh, das wir ein paar Tage getrennt sind, damit ich kraft sammeln kann ihn gegenüber, was glaubt er eigentlich wer er ist? Nicht mal einen Guten morgen, hab ich bekommen. Nicht mal die Frage, wo ich den ganzen Abend war. Das macht mich alles so sauer! Da kommt er ja schon.<<
Ben kommt mit seinem Koffer aus dem Hotel, schaut sich um, Lea kommt auf ihn zu, er stellt seinen Koffer ab: „Da bist du ja, ich mach mich jetzt auf dem Weg, muss ja noch einige Stunden fahren. Wir sehen uns ja in ein paar Tagen, wenn du zu Hause bist.“ so nimmt Ben seinen Koffer und läuft zum Parkplatz. Lea steht fassungslos da und schaut ihn hinterher, den Tränen nahe.
>>Nicht mal richtig verabschiedet hat der Idiot sich von mir!<<
Nachdem sie sich wieder gefangen hat, Ben davon gefahren ist geht sie wieder ins Hotel, holt sich noch einen Kaffee und macht sich auf dem Weg ins Zimmer.
Von dort aus telefoniert sie erst einmal mit ihrer besten Freundin Vera, leider sehen die beiden sich nicht viel, da Vera und ihr Mann Paul, noch im Aufbau ihrer eigenen Catering Firma sind. Doch Gott sei dank gibt es Telefone!
Lea berichtet ihrer besten Freundin die ganze Sache mit Ben, wie er sich verhalten hat, bzw., mit ihr umgegangen ist und das er sie hat hier sitzen lassen und mit dem Auto wieder Richtung Heimat gefahren ist.
Vera ist fassungslos, versucht sie zu trösten, redet ihr zu, das sie Ben doch gar nicht braucht und alleine viel besser dran wäre, auch wenn es ein schwerer Schritt ist, soll sie sich jetzt die Zeit nehmen, um da in ruhe drüber nachzudenken und das sie jederzeit anrufen kann.
Lea kann es nicht lassen und muss ihr alles von Max erzählen, was er in ihr auslöst, was für einen schönen Abend sie gestern mit ihm hatte und natürlich das es ihr auch Schwierigkeiten bringen könnte, wegen ihrem Auftrag. Doch Vera beruhigt sie: „Lea, vertraust du ihm?“ „Ja!“ „Dann hast du doch nichts zu befürchten, du sagst das er dir versprochen hat nichts zu sagen, also wird er es bestimmt auch nicht tun. Mach dir nicht immer so ein Kopf! Tust du mir ein gefallen?“ „Natürlich jeden.“ „Dann denk mal nicht so viel drüber nach was tu tust. Schalte mal deinen Kopf aus! Genieße deine Zeit einfach, denn jetzt wo du mir von Max erzählt hast, ist es doch eigentlich ganz klar, das es mit dir und Ben vorbei ist, wenn du mal ehrlich zu dir selber bist, oder?“ „Du hast ja recht, wir haben eh nur aneinander vorbei gelebt zuletzt, aber das weißt du ja.“ „Genau, ich hab dir schon ein paar mal gesagt, das du alleine besser dran bist.“ „Ja ich weiß, aber ich wollte es wohl nicht wahr haben, doch jetzt habe ich es auch gemerkt.“ „Das ist sehr gut, ach eins noch.“ „Was denn?“ „Solltest du dich noch mal mit diesem Max treffen, was ich für dich hoffe, dann musst du ein Foto von ihm machen.“ „Ein Foto?“ Vera lacht: „Jo, ich muss wissen, wie der Typ aussieht, der dir den Kopf verdreht und die Augen öffnet!“ Nun muss auch Lea lächeln: „Das ist wieder so typisch du, allerdings kann ich nicht einfach ein Foto von ihm machen, wie sieht denn das aus?“ „Das schaffst du schon, sag ruhig das deine Freundin unbedingt sehen wollte wer er ist.“
Sie lachen beide ins Telefon, Lea fragt noch nach wie es mit der Firma läuft, Vera gibt ihr einen ausführlich Bericht, wie es läuft und dann verabschieden sie sich langsam.
>>Das Gespräch mit Vera tat gut, nun geht’s mir schon viel besser, obwohl ich noch sauer bin auf Ben, aber das bleibt auch, weil sein Verhalten war einfach unter aller Sau. So nun ist aber Schluss mit dem Gegrübel, ich muss was tun. Die Arbeit ruft, hab jetzt schon zwei Tage meine Emails nicht nachgeschaut und für morgen muss ich mich auch noch vorbereiten.<<
Lea macht sich an die Arbeit, beantwortet ihre Mails, unter anderem ist dort auch eine Nachricht von den Inhabern des Hotels dabei, ob es bei dem Termin morgen um zehn Uhr bleibt, sie bestätigt diesen Termin. Dann macht sie sich an ihren Notizen und bereitet sich auf ihren Termin vor, zwischenzeitlich bestellt sie sich noch was zu Essen auf ihr Zimmer, weil ihr Magen angefangen hat zu knurren.
>>Das war lecker, wurde auch Zeit das ich was Esse, heute morgen war mir der Appetit vergangen und irgendwie hab ich den ganzen Tag am Laptop gesessen und die Zeit vergessen. Nun bin ich auch echt platt, aber ich habe alles erledigt und für morgen ist alles vorbereitet. Am liebsten würde ich ja runter gehen, um zu schauen, ob Max da ist, ihn nur kurz sehen, Nein Lea bleib stark, es ist erst mal besser so. Ich glaube ich kuschel mich mal lieber schon ins Bett, damit ich morgen fit bin. Da fällt mir ein, ich habe Max Pullover ja noch.<<
Lea holt sich den Pullover von Max, zieht sich bis auf ihre Unterwäsche aus und den Pullover an und klettert ins Bett. Stellt ihren Wecker, macht sich über ihren Laptop, einen Film an. Immer wieder riecht sie am Pullover und atmet den Duft von Max ein, bis sie irgendwann einschläft.
Lea fährt nervös mit dem Fahrstuhl nach unten, in der Hand ihren Notizblock und ihr Tablet. Sie geht in Richtung Restaurant, weil da hat sie sich mit den Inhabern verabredet, dort schaut sie sich um.
>>Ich war noch nie so nervös, bei einem neuen Auftrag, wie heute. Bin gespannt, ob irgendwas mit Max durchgesickert ist. Scheiße da sitzt Max, was macht er hier? Nicht das es mich jetzt noch nervöser macht. Ob das seine Eltern sind die bei ihm sitzen? Warum kommt die Frau auf mich zu? Nein, das sind doch nicht die Inhaber, oder? Mist, mir kommt gerade ein ganz komisches Gefühl.<<
„Guten Tag. Frau Lea Janssen?“ lächelt die Frau Sie an, „Guten Morgen, Ja das bin ich.“ antwortet sie. „Wie schön das Sie da sind, ich bin Thea Jakobs. Freut mich das alles geklappt hat und Sie zu uns gefunden haben. Kommen Sie, wir sitzen da vorne.“ Lea versucht zu lächeln: „Danke für die Einladung, schön Sie kennenzulernen.“
„Darf ich Vorstellen, das ist mein Mann Bernd und das sind unser Söhne Sam und Max. Jungs darf ich vorstellen, das ist unsere Beraterin Lea Janssen.“
Max trinkt gerade einen Schluck von seinem Kaffee, als er hoch schaut und sieht wer das steht, hätte er sich fast verschluckt. Lea begrüßt alle und gibt Ihnen die Hand, auch Max, der so tut, als wenn sie sich noch nie gesehen haben, das beruhigt Lea ein wenig.
„Frau Janssen, setzten Sie sich, darf es auch einen Kaffee sein?“ fragt Bernd Jakobs. Da nur noch der Platz neben Max frei ist, muss sie sich neben ihm setzten: „Ja den nehme ich sehr gerne.“
Herr und Frau Jakobs erzählen von ihrem Hotel, wie sie angefangen haben, das es ihr ganzer Lebensinhalt ist, so einiges dafür zu kurz gekommen ist, vor allem das Privatleben, aber das sie es immer mit voller Leidenschaft getan haben. Ihr Sohn ist jetzt mittlerweile der Chefkoch im Hotel und der andere Sohn zur Zeit Kellner, aber das wusste Lea ja schon.
Sie erkundigt sich darüber, wie sie mit ihren Mitarbeitern klar kommen, warum und wieso sie ihre Hilfe benötigen.
Frau Jakobs erzählt ihr das alle miteinander ein gutes Verhältnis haben, bis jetzt gab es zumindest noch nie irgendwelche Schwierigkeiten. Da beide die sechziger schon durchbrochen haben, kennen sie sich nicht so mit den modernen Sachen aus und würden das Hotel gerne auf den neusten Stand bringen.
Lea überlegt kurz: „Was bedeutet, denn für Sie auf den neusten Stand?“ „Diese Frage ist schwer zu beantworten, wir machen eigentlich alles, wie wir es vor Jahren auch schon gemacht haben, das einzige was wir jetzt schon mal bekommen haben, ist eine Internetanlage, damit unsere Gäste Internet, bzw. WLAN haben, wir selber benutzen es aber noch nicht. Wir haben auch keine Ahnung, was ein Hotel heutzutage haben sollte.“ sagt Frau Jakobs. Lea macht sich einige Notizen: „Okay,...“ Sie wird von einer Kellnerin unterbrochen: „Es Tut mir leid, das ich Stören muss, aber Herr und Frau Jakobs, es sind Gäste an der Rezeption die unbedingt mit Ihnen Beiden reden möchten und der Chefkoch wird dringend in der Küche verlangt.“ „Danke fürs Bescheid geben, wir kommen sofort. Es tut mir leid Frau Janssen, wir müssen einmal schauen, was dort los ist. Wir versuchen gleich wieder da zu sein.“ Lena lächelt: „Kein Problem, die Gäste gehen immer vor.“
Nun sitzen nur noch Max und Lea am Tisch, er redet etwas leise, damit es kein anderer hört: „So ist das also.“ „Ja so ist das und du gar kein normaler Kellner.“ „Hab ich auch nie behauptet.“ „Stimmt.“ beide müssen lachen. Sie wird wieder etwas ernster: „Bist du mir böse, das ich es nicht gesagt habe?“ Max lächelt: „Nein, wegen so was doch nicht, aber ich verstehe jetzt was du meintest, mit der Angst, wegen der Arbeit. Bist du mir böse, das ich verschwiegen habe wer ich bin?“ „Nein, absolut nicht, denn ich hab ja nicht mal gefragt wer du bist.“ „Stimmt auch wieder. Ich dachte schon, du wärst abgereist, weil ich dich seit unseren Abend nicht mehr gesehen habe.“ Lea lächelt: „Wie du siehst ich bin noch da.“ „Das freut mich wirklich. Gab es ärger mit deinem Mann, weil du so spät nach Hause gekommen bist?“
Lea wollte gerade antworten, da kommen Max Eltern zurück.
„So da sind wir wieder, wir hoffen, sie mussten nicht zu lange warten und unser Sohn hat Sie etwas unterhalten.“ „Alles gut, ja das hat er.“
„Wir haben Ihnen einen schönes Zimmer reserviert, sie bleiben ja garantiert ein paar Tage bei uns, oder?“ fragt Herr Jakobs, Lea lächelt ihn an: „Danke, da ich aber schon ein paar Tage hier bin, brauche ich kein Zimmer, meins finde ich schön.“ Er ist erstaunt: „Sie sind schon ein paar Tage hier? Warum haben sie nichts gesagt?“ „Sollte ja keiner wissen, dann benehmen sich meist alle anders und ich wollte wissen, wie Ihr normaler Ablauf hier ist.“ Frau Jakobs ist neugierig: „Ist Ihnen schon viel aufgefallen?“ „Ein ganz großes Problem sofort! Man weiß nicht, wer hier arbeitet, oder in welcher Abteilung, beschweren könnte man sich auch nicht über jemanden, weil keiner ein Namensschild trägt. Keine Panik, bis jetzt gab es keinen Grund zur Beschwerde.“ „Da bin ich aber beruhigt, ja das meinte Max auch schon, aber wir haben wirklich gedacht, das bräuchte nicht.“ seufzt Frau Jakobs. Max richtet sich gerade hin: „Siehst du Mama, würdest du oder Ihr mal auf mich hören. Jetzt bin ich ja mal gespannt, was Sie noch für Vorschläge machen, Frau Janssen. Vielleicht hören meine Eltern mehr auf sie, als auf mich.“ Lea schaut Ihn an: „Das hoffe ich doch, das ist mein Job.“ lacht sie, dann dreht sie sich wieder zu seinen Eltern: „Als erstes möchte ich Ihnen sagen, wie sehr mir Ihr Hotel gefällt, ich liebe es hier, auch der Ort ist wunderschön, Ihre Mitarbeiter waren auch soweit freundlich, die ich gesehen habe. Ich sehe soviel Potenzial in diesem Haus, ich hätte sehr viele Vorschläge, was man ändern könnte, um es noch attraktiver zu machen, das würde allerdings auch einen Umbau in Anspruch nehmen, aber wie gesagt es wären nur Vorschläge.“ „Na, dann schießen sie mal los, wir sind neugierig und für alles offen.“ sagt Herr Jakobs.
Lea fängt an, ihre Vorschläge auszubreiten, Wichtig wäre erst mal, das alle Mitarbeiter Namensschilder bekommen, wer sie sind und was genau ihre Tätigkeit ist. Eine Geschäftsführung, wäre wichtig, dazu auch ein passendes Büro, weil eigentlich gehört auch dieses Gespräch nicht in der Öffentlichkeit. Den Frühstücksbereich, sollte man dringend ändern, weil es abends dort so trostlos aussieht. Hier im Restaurant, sollte man mal schauen, ob es die Möglichkeit besteht, an der Seite einen Durchbruch nach draußen zu machen, weil leider haben die Gäste, keine Möglichkeit, ihr Essen oder den Nachmittags Kaffee draußen zu genießen, außerdem würde es hier auch gleich viel heller sein. Dann gibt sie Ihnen noch ein paar kleine Tipps, vielleicht kleine Wanderungen anzubieten, oder allgemein zu präsentieren, was man vor Ort sich ansehen kann.
Alle haben ihr gespannt zu gehört, Max ist der erste der sich zu Wort meldet: „Das sind interessante neue Ideen, auf einige bin ich auch schon gekommen, sind aber auch welche dabei, wo ich noch gar nicht drüber nachgedacht habe. Mama, Papa was sagt ihr?“ „Sehr interessant, ja mein Sohn, wir hätten vielleicht doch auf dich mal hören sollen.“ sagt Herr Jakobs. Frau Jakobs nickt: „Glaub ich auch, die Ideen finde ich toll.“ Lea freut sich: „Danke, das höre ich gerne. Vielleicht sollten Sie sich, falls wirklich Interesse besteht, einfach mal mit einem Architekten in Verbindungen setzen, was der für Vorschläge hat, oder wie es umzusetzen ist.“ Alle drei müssen schmunzeln „Gut, das wir den in der Familie haben, Max hier ist Architekt!“ erzählt Frau Jakobs stolz. „Du bist Architekt? Oh, ich meine natürlich Sie, Entschuldigung! Ich dachte sie seien Kellner.“ Lea ist leicht etwas irritiert. Max grinst: „Das bin ich auch, seit ich denken kann und darf, kellnere ich immer mal wieder hier, es macht mir Spaß, aber ja mein Hauptberuf ist Architekt.“ „Wow hätte ich nicht gedacht.“ staunt Lea. „Ja wir damals auch nicht, das er diesen beruflichen Weg geht, er kann aber auch nicht ganz hierauf verzichten, Max ist immer zwischendurch hier. So nun aber noch mal zurück zu unserem Thema. Wie machen wir denn jetzt weiter, Frau Janssen?“ fragt Herr Jakobs. „Eine gute Frage, darf ich ganz ehrlich zu Ihnen sein?“ fragt Lea. „Ja natürlich immer.“ meint Frau Jakobs. „Gut, also ich finde, wenn sie sich wirklich für einen Umbau entscheiden, dann bin ich jetzt fehl am Platz, da wäre es sinnvoller, ich schaue wieder vorbei, wenn der Umbau erledigt ist und einen Architekten haben sie, ich vermute mal mit ihm werden sie sich einig.“ „Das ist einleuchten, nur haben sie jetzt den weiten Weg gemacht, wegen einem zwei Stunden Gespräch.“ Max fällt seinem Vater ins Wort: „Also ich würde mich gerne nochmal mit Ihnen zusammen setzten Frau Janssen, um noch etwas detaillierter, über ihre Ideen, wegen den Umbau zu sprechen, wäre das möglich?“ „Ja natürlich gerne, sagen sie mir einfach wann und wo.“ „Wie wäre es mit morgen, um die gleiche Zeit hier?“ fragt Max, Lea nickt: „Das ist gut. Frau und Herr Jakobs kann ich für sie auch noch was tun, oder haben sie noch fragen?“ „Nein, zumindest fällt mir gerade nichts ein oder dir Schatz?“ fragend schaut Herr Jakobs seine Frau an, die schüttelt den Kopf: „Nein mir auch nicht, aber hätten sie überhaupt Interesse dran, nochmal hier her zu kommen?“ „Ja natürlich, schon aus reiner Neugier, wie es geworden ist.“ „Das freut mich zu hören, ich würde sie einfach dann anrufen und bleiben sie ruhig noch ein paar Tage bei uns, sie sind unser Gast.“ „Danke, aber ich vermute mal, das ich morgen Nachmittag abreise.“
Lea verabschiedet sich freundlich von allen und macht sich wieder auf dem Weg zu ihrem Zimmer, dort angekommen, schmeißt sie ihre Schuhe aus und schmeißt sich aufs Bett.
