Nach so langer Zeit - Gerlinde Meyer - E-Book

Nach so langer Zeit E-Book

Gerlinde Meyer

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Beschreibung

Jo ist 32 Jahre jung, wohnt in Ostfriesland und arbeitet in einer Kfz- Werkstatt. Mit 20 Jahren, hat Jo ihre Eltern verloren und musste lernen auf eigenen Beine zu stehen, da ihr Bruder sie nicht wirklich unterstützt, aber dafür hat sie einen besten Freund, mit dem sie auch zusammen wohnt. Jo ist zufrieden in ihrem Leben, was ihr jetzt noch fehlt wäre ein Partner an ihrer Seite, doch leider waren es bis jetzt nur Frösche die sie geküsst hat, oder war da vielleicht, doch schon ihr Traummann dabei? Um das herrauszufinden, solltet ihr das Buch lesen..... Viel Spaß dabei!

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EPUB
MOBI

Seitenzahl: 612

Veröffentlichungsjahr: 2023

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Gerlinde Meyer

Nach so langer Zeit

... und manchmal, ist plötzlich alles anders!

 

 

 

Dieses ebook wurde erstellt bei

Inhaltsverzeichnis

Titel

Prolog

Kapitel 1

Kapitel 2

Kapitel 3

Kapitel 4

Kapitel 5

Kapitel 6

Kapitel 7

Kapitel 8

Kapitel 9

Kapitel 10

Kapitel 11

Kapitel 12

Kapitel 13

Kapitel 14

Kapitel 15

Kapitel 16

Kapitel 17

Kapitel 18

Kapitel 19

Kapitel 20

Kapitel 21

Kapitel 22

Kapitel 23

Kapitel 24

Kapitel 25

Kapitel 26

Kapitel 27

Kapitel 28

Kapitel 29

Kapitel 30

Kapitel 31

Kapitel 32

Epilog

Impressum neobooks

Prolog

Nach so langer

Zeit.......

Die Kfz Mechatronikerin Jo, naja eigentlich heißt sie Johanna, doch so nennt sie kaum noch jemand, ist 32 Jahre jung,wohnt in einer Stadt in Ostfriesland, hat lange dunkelblonde Haare, ist 1,70 groß und vollschlank, also keine dünne Frau, aber auch nicht zu dick, früher in ihrer Schulzeit, war sie dicker, daher ist sie jetzt ganz zufrieden mit sich.

Mit 20 Jahren haben sie und ihr Bruder Thilo, der fünf Jahre älter ist als sie, ihre Eltern bei einem Verkehrsunfall verloren. Das war für beide ein harter Schicksalsschlag, Thilo hat sich voll in seiner Arbeit, als Lehrer rein gestürzt, ist kurz danach in eine andere Stadt gezogen, Dortmund ist ca.

300Km entfernt von Jo und seinem Elternhaus.

Dadurch fühlte sich Jo sehr von ihm alleine gelassen, doch auch vor dem Tod ihrer Eltern, hat er sich gegenüber Jo verändert. Früher hatten die beiden ein sehr guten Verhältnis, haben vieles zusammen unternommen. Thilo hat sie mitgenommen zu Partys, oder auch einfach, wenn er was mit seinen Freunden unternommen hat, für seine Freunde, gehörte Jo, da einfach zu. Jo fand es toll, einen großen Bruder zu haben, das beste daran war für sie, das sie so in der Nähe von ihrem heimlichen Schwarm sein konnte, Chris. Jo weiß bis heute nicht, wie Chris zu ihr stand, denn es ist

oft genug vorgekommen, das die beiden heimlich miteinander herumgeknutscht haben, doch gleich danach hatte er sich immer

entschuldigt und gesagt, das darf nicht nochmal passieren. Er ist der beste Freund von Thilo, auch er kümmerte und beschützte Jo immer. Warum auch immer, hörte das irgendwann auf, das ihr Bruder sie mitgenommen hat, Jo hatte das Gefühl, Thilo schämte sich wegen ihr, da sie doch sehr moppelig war.

Da Jo ihre Ausbildung zur Friseurin geschmissen hat und nur einen kleinen Kellnerjob hatte, konnte sie natürlich ihr Elternhaus alleine nicht halten, sie ist dann mit ihrem besten Freund Basti in eine Wohnung gezogen, die bezahlbar war.

Basti und Jo kennen sich seit dem Kindergarten, zwischen ihnen gelaufen ist nie was, sie hatten sich mal geküsst und gleich gemerkt, das sich komisch anfühlt, da sie sich schon fast als Geschwister sehen. Jo ist ihrem besten Freund so dankbar, das er ihr halt gegeben hat, in ihrer schwersten Zeit und ihr Mut zugeredet hat, die Lehre anzufangen für ihren Traumjob.

Autos reparieren macht sie nun schon einige Jahre, mit großer

Leidenschaft, jetzt besucht sie auch noch die Abendschule, um ihren Meister zu machen und steht kurz vor den Prüfungen.

Das einzige was Jo jetzt noch in ihrem Leben fehlt, ist der richtige Partner an ihrer Seite. Klar hat sie hin und wieder mal ein Date und hatte Freunde, doch das waren alles Frösche!

Ob Sie jemals den richtigen Frosch küsst und es ihr Traummann wird?

Oder hat sie ihren Traummann schon mal geküsst?

Um das heraus zu finden, werdet ihr das Buch lesen müssen....

Viel Spaß dabei....

Kapitel 1

„Jo, du übertreibst kaum bist du wieder zu Hause und schon sitzt du wieder mit deinem Kopf in deinen Büchern, du kommst doch gerade erst aus der Schule, mach eine Pause.“ schüttelt Basti den Kopf, während er zum Kühlschrank läuft, um sich was zu trinken zu holen. Jo, die den ganzen Küchentisch mit ihren Büchern belagert hat, lächelt ihm zu: „Du weißt doch nächste Woche sind die Prüfungen, ich will nicht durchfallen!“ Basti setzt sich zu ihr: „Das wirst du nicht, du machst dich schon wieder selbst verrückt! Denk mal dran, in der Schule hast du vor den Arbeiten auch immer so eine Panik geschoben, oder bei deiner Zwischenprüfung, oder bei der Abschlussprüfung in deiner Lehre und alles hast du mit sehr guten Noten gemeistert. Gehe mal wieder aus und amüsiere dich, lenke dich ab!“ „Vielleicht hast du ja ein kleines bisschen recht, aber ich habe wirklich das Gefühl noch nicht alles zu wissen! Ich habe keine Lust auszugehen.“ „Du kannst froh sein, das ich morgen zu meinen Eltern fahren muss, ansonsten hätte ich dich das ganze Wochenende von einem Club zum anderen geschleift.“ „Da hab ich, aber Glück gehabt!“ lacht Jo. Basti lächelt sie leicht an: „Ich meine es ernst, du musst das Wochenende von den Büchern weg, ansonsten wird das wirklich nichts mit der Prüfung, weil du dich so verrückt gemacht hast. Hat dein Bruder nicht morgen Geburtstag?“ „Ja, warum?“ „Fahr zu ihm, du arbeitest morgen, doch bestimmt nur bis Mittag und es ist dein freier Samstag, Überrasche ihn einfach!“ „Ich weiß nicht, ob er sich darüber freuen würde.“ „Ich weiß, ihr telefoniert höchstens alle vierzehn Tage miteinander, aber es ist doch eine

Ewigkeit her, das ihr euch gesehen habt, wäre doch eine ideale

Möglichkeit!“ grinst er sie an. Jo überlegt kurz, dann lächelt sie: „Das geht ja gar nicht!“ „Warum nicht?“ „Na, du hast doch das Auto!“ Basti lacht: „Da muss ich dich enttäuschen, ich nehme den Zug morgen früh. Pech gehabt, keine Ausrede!“ „Ach menno, ich bin mir wirklich nicht sicher, ob das so eine gute Idee ist!“ „Ich schon! Fahr einfach hin, überlege nicht immer so viel.“ „Okay, aber wehe das ist eine scheiß Idee, dann putzt du zwei Monate das Badezimmer!“ grins Jo. „Thilo freut sich bestimmt, seine kleine Schwester mal wieder zu sehen, da mache ich mir ums Bad putzen keine Sorge.“

Die beiden Freunde quatschen noch ein wenig miteinander, dann verabschiedet Basti sich, um schlafen zu gehen, da er schon um vier aufstehen muss. Jo ließt sich noch ein wenig durch ihre Bücher und macht dann auch Schluss für heute, räumt alles weg, geht ins Bad und dann ins Bett, ihr Wecker klingelt um sechs.

Geduscht und angezogen sitzt Jo in der Küche, um ihren Kaffee zu trinken, dabei denkt sie an ihren Bruder.

>>Ob es wirklich eine gute Idee ist, wenn ich überraschend heute Abend vor Thilos Tür stehe? Basti hat schon recht, das wir uns lange nicht gesehen haben, allerdings liegt das nicht nur an mir, Thilo hat ja nie Zeit, immer wenn ich ihn mal besuchen möchte hat er eine ausrede, und mich besucht er dreimal im Jahr, die Geburtstage von unseren Eltern und deren Todestag, wo wir gemeinsam zum Friedhof gehen, ganz selten das er noch einen Extratag hier her fährt, aber da habe ich mich schon mit abgefunden. Ich fühle mich in Thilos Nähe irgendwie immer fehl am Platz, vermutlich bilde ich mir das auch alles ein und einer sollte wirklich den Anfang machen. Was soll auch schon schief gehen? Oh mein Gott, ist es schon spät, ich muss mich beeilen, sonst komme ich zu spät zur Arbeit.<<

„Guten Morgen Schöne, da bist du ja endlich, der Chef wartete schon auf dich, du sollst ins Büro kommen.“ wird sie lächelnd von ihrem

Arbeitskollegen Matze begrüßt, als sie aus der Umkleide in die Werkstatt kommt. „Guten Morgen, Biest. Was will er von mir?“ lächelt sie zurück. „Keine Ahnung, er hat nur gesagt, wenn du da bist soll ich dich gleich zu ihm schicken.“ „Okay, dann gehe ich mal. Bis gleich.“

Jo klopft an der Bürotür und geht rein: „Guten Morgen Chef! Du wolltest mich sprechen?“ Franz Gruber schaut auf und lächelt sie an: „Guten Morgen Jo! Ja ich muss was mit dir besprechen, setzt dich!“ Jo setzt sich auf dem Stuhl vor dem Schreibtisch: „Ich hoffe, nichts schlimmes? Du klingst so ernst.“ „Keine Angst, wie läuft deine Schule?“ „Gut, denke ich, nächste Woche sind Prüfungen, hoffe das es dann erledigt ist und ich bestehe.“ „Natürlich bestehst du, da mache ich mir keine Sorgen. Dienstag bist du dann nicht da, wegen der Prüfung, oder?“ „Ja genau, es ist nur der eine Tag.“ „Könntest du ab Donnerstag, mich vertreten? Ich möchte mit meiner Frau für ein paar Tage Urlaub machen.“ Jo schaut ihn skeptisch an: „Urlaub? Du?“ Franz grinst: „Ja!“ „Ich bin schon 10 Jahre hier bei dir, du hast noch nie Urlaub gemacht!“ „Ich weiß, darum wird es jetzt endlich Zeit, meine Frau meckert deswegen schon die ganzen Jahre mit mir und nun habe ich ja eine perfekte Vertretung.“ „Es ist gut, das du dir endlich mal ein paar Tage Pause gönnst, das habe ich dir schon öfters gesagt.“ „Ja ich weiß, deshalb mache ich das jetzt auch, es sei denn du willst mich nicht Vertreten.“ „Ich? Bist du dir sicher? Ich meine die Jungs, sowie Kalle zum Beispiel ist doch viel länger hier, als ich.“ „Schon, aber ich würde mich wohler fühlen, wenn du das machst, erstens kennst du auch alles hier im Büro, du weißt wo was bestellt werden muss, was überhaupt hier im Büro anliegt, schließlich hat dich schon immer alles in der Werkstatt interessiert, nicht nur Autos reparieren, sondern auch, was hinter den Kulissen ist, zweitens weißt du wie Rechnungen geschrieben werden und drittens hast du bei mir gelernt. Ich würde mich freuen, wenn du das machst, die Überstunden zahle ich dir natürlich aus.“ Jo strahlt: „Natürlich mache ich das gerne, keine Frage, das weißt du doch, ich freue mich das du mir so vertraust.“ „Natürlich tue ich das! Ich hatte damals echt bedenken, dich hier deine Lehre anfangen zu lassen, aber heute bin ich froh, das du so hartnäckig warst.“ „Hab ich dir damals gesagt, du wirst es nicht bereuen und ich hab mich doch gut geschlagen, zwischen den Männern.“ „Ja, das hast du! Gut, ich erzähle es den anderen heute Mittag, in der Mittagspause, bin ja eh dran mit Pizza bestellen.“ „Okay, ach Chef, das ich heute um Zwei Uhr Feierabend machen kann, da bleibt es doch bei, oder?“ „Klaro, steht doch so auf dem Plan, oder? Ist doch dein freies Wochenende.“ „Super danke.“ „Was hat die Dame vor?“ „Ich möchte meinen Bruder besuchen.“ „Sehr gut, fahr vorsichtig!“ „Sicher doch, so ich mach mich an die Arbeit, muss den Mercedes noch fertig bekommen, der wird heute Mittag abgeholt.“ „Alles klar, bis später.“

Nach zwei Stunden, ist sie mit ihrem Auftrag durch und fährt das Auto auf dem Parkplatz und bringt die Schlüssel zur Anmeldung, nach Uschi. Sie ist für die Kunden zuständig und teilweise für Rechnungen. „Hallo Uschi, so das Bonzen Auto ist fertig für den Möchtegern

Casanova.“ „Hi Jo. Er hat auch schon angerufen, ob das wirklich bis heute Mittag was wird.“ „War klar, am liebsten hätte er ihn Mittwoch schon gleich ne Stunde später fertig haben wollen.“ antwortet Jo und setzt sich an den zweiten Computer neben Uschi. „Das glaube ich dir sofort, aber ich glaube er hat ein Auge auf dich geworfen, er fragte auch gleich, ob du auch da wärst heute.“ zwinkert Uschi ihr zu. „Bäh, niemals! Ich mag den Typen nicht, der ist so arrogant, außerdem wollte er auch am Anfang nicht, das eine Frau sein Auto repariert.“ „Ich finde ihn auch ekelhaft, aber den sind wir ja heute Mittag erst mal los. Er hat Glück, das wir ihn überhaupt so schnell einen Termin geben konnten, aber da haben wir auch echt einen tollen Chef, oder?“ „Ja, das haben wir, aber was hat das damit zu tun?“ fragt Jo. „Na er hatte doch zu den Typen gesagt, wenn er es einer Frau nicht zutraut, dann soll er sein Auto nehmen und wieder gehen, er wäre nicht auf seinem Auftrag angewiesen und soll jedem hier respektvoll behandeln, sonst würde er ihn gar nicht als Kunde annehmen.“ antwortet

Uschi. „Echt? Das hat Franz gesagt? Hab ich überhaupt nicht mitbekommen.“

Auf einmal geht die Werkstatttür auf und Matze kommt rein: „Hallo Mädels. Jo, wie sieht es aus, Zeit für unsere Kaffeepause?“ „Ja, sicher ich komme in zwei Minuten nach.“ „Alles klar, ich mache die Becher schon voll.“ „Danke.“ Jo, tippt noch schnell ihre Sachen ein im Computer und dreht sich zu Uschi: „Ich habe dir, alles eingetragen und die Rechnung schon fertig geschrieben, für den Mercedes, kannst es so ausdrucken.“ „Oh prima, danke schön. Dann lass dir deinen Kaffee schmecken.“ „Danke.“

Jo macht sich auf dem Weg, zum Pausenraum, es ist schon Routine, das Matze und sie ihre Kaffeepause zusammen machen. Matze ist zwei Jahre später seine Lehre in der Werkstatt angefangen, aber sind im gleichen Alter, von Anfang an haben sich sich super verstanden, sie arbeiten als Team ganz gut zusammen, machen Späße zusammen und arbeiten einfach gerne zusammen, da sie sich auch ohne Worte verstehen. An den Wochenenden gehen sie auch wohl mal zusammen unterwegs, etwas feiern, aber auch zwischen ihnen läuft da sonst nichts.

„Da bist du ja, na was wollte der Chef heute morgen von dir?“ „Kannst es wohl kaum erwarten mich zu sehen.“ lacht Jo. „Immer, das weißt du doch, ich weiß gar nicht, wie ich morgen den Tag ohne dich überstehen soll?“ grinst Matze. „Das schaffst du schon, um so mehr kann ich dich Montag wieder nerven.“ „Ja das befürchte ich auch.“ Beide müssen laut lachen. Jo erzählt ihm, was Franz heute morgen von ihr wollte, aber er das nicht weiter sagen soll, da der Chef es selber den Jungs sagen will. Matze erzählt ihr noch, das er ja heute Abend zum Jungessellenabschied muss, von seinem zukünftigen Schwager und was sie für den Abend geplant haben.

„Musst du morgen, denn nicht arbeiten?“ fragt Jo. „Nein, wir haben beide frei und Franz geht mit in die Werkstatt.“ „Ach so, das wusste ich nicht.

Ich wäre auch für dich eingesprungen, hoffe, das weißt du?“ „Klar, weis ich das, doch Franz wollte das gerne. Jo, kann ich dich was fragen?“ „Klar sicher.“ antwortet sie. „Ich habe da ein Problem und brauche deine Hilfe.“ „Okay, worum geht’s?“ „Du weißt doch, das Nancy und ich nicht mehr zusammen sind, aber meine Familie denkt ja immer noch ich habe eine Freundin, damit sie mich nicht nerven und nächstes Wochenende heiratet meine Schwester.“ „Nein, Matze rede nicht weiter! Ich werde dich nicht begleiten.“ unterbricht Jo ihn. „Bitte Jo! Es ist doch nur ein Tag, du hättest echt was gut bei mir. Wir hätten bestimmt eine menge Spaß zusammen, wir bekommen gutes Essen, können trinken und tanzen, wir gehen doch sonst auch zusammen feiern.“ fleht Matze sie an. „Nein.“ antworten Jo ihm. „Aber warum nicht?“ „Ganz einfach, deine Familie ist mir zu spießig und das weißt du auch, bin ja immer noch davon überzeugt, das du adoptiert bist. Weißt du noch deinen 30. Geburtstag? Das war so öde und wie sie alle auf uns Arbeitskollegen runter geschaut haben, war nicht schön.“ „Ich weiß, aber ich kann mir meine Familie leider nicht aussuchen, ich bin schließlich deren schwarzes Schaf in unserer Familie, deshalb darfst du mich da nicht alleine durchgehen lassen. Ich dachte wir sind Freunde?“ „Ja, sind wir ja auch, trotzdem geht das nicht.“ „Warum nicht?“

„Ganz einfach, weil ich nicht Nancy bin!“ „Gott sei dank! Wo ist jetzt das Problem?“ fragt Matze. „Erstens sehe ich nicht aus, wie Nancy und heiße auch nicht so, zweitens kennt deine Familie mich doch.“ „Macht doch nichts, ich habe ihnen nie gesagt, wie sie aussieht, woher ich sie kenne oder wie sie heißt, ich habe immer nur gesagt, dass ich eine Freundin habe, mehr nicht. Bitte komm schon, gebe dir einen Ruck, ich mache auch alles was du willst.“ „Alles?“ „Ja, alles! Lass mich da nicht alleine hingehen.“ Jo überlegt kurz: „Mhh, wenn das so ist. Deine nächsten freien Samstage, arbeitest du für mich, ich sag jetzt mal die nächsten vier die du frei hast und ich nicht, arbeitest du für mich und ich darf jeden blöden Auftrag mit dir tauschen, die ich nicht mag und das für drei Monate! Ach und du spendierst mir einen Friseur Termin für die Hochzeit!“ „Alles was du willst!“ „Das reicht mir, wenn du damit einverstanden bist, bin ich dabei!“ „Danke Jo, natürlich bin ich damit einverstanden.“ „Eins noch.“ „Und das wäre?“ „Keine Fummelei, kein küssen, Händchenhalten ist okay, mehr aber nicht.“ „Mist und ich dachte das wäre meine Chance bei dir.“ grinst er sie an.

Jetzt können sich beide nicht mehr vor lachen halten, bis sie vom öffnen der Tür unterbrochen werden und ihr Chef herein kommt: „Hier seit ihr, ihr habt ja mal wieder eine ausgelassene Stimmung.“ „Immer Chef!“ antwortet ihm Matze. „Ich weiß, deshalb arbeite ich so gerne mit euch beiden, immer gute Stimmung! Jo, wenn du willst kannst du Feierabend machen, den Rest schaffen die Jungs heute auch alleine, habe gesehen, das du eh noch Überstunden hast und da du ja noch weg fahren möchtest, kannst du ruhig schon Wochenende machen.“ „Cool, danke Chef.“ „Gerne, ach Matze vorne wartet eine junge Dame, die hat Probleme mit ihrer Lüftung im Auto, kannst du mal danach schauen?“ „Selbstverständlich, ich gehe mal hin. Jo, ich wünsche dir ein schönes Wochenende, wir sehen uns Montag.“

Jo, verabschiedet sich von allen und macht sich mit dem Rad auf dem Weg nach Hause, sie wohnt mit dem Rad nur fünf Minuten entfernt von der Werkstatt. Angekommen, stellt sie ihr Fahrrad in den Schuppen, schließt ihre Wohnungstür auf, als erstes stellt sie das Radio an und zieht ihre Arbeitskleidung aus.

Frisch geduscht, steht Jo in Unterwäsche vor ihrem Kleiderschrank. >>Wenn ich nur wüsste was ich anziehen soll? Am liebsten würde ich ja mein Jeansrock mit Top anziehen, aber dann schaut Thilo wieder so komisch, mit meiner Figur sollte ich so was nicht tragen, meint er ja, eigentlich sollte ich da nichts drauf geben und anziehen, womit ich mich wohl fühle, allerdings wünschte ich mir ein schönes wiedersehen, also besser was anderes, dann ziehe ich meine dunkelblaue Jeans an, dazu meine leichte Bluse, genau. Ach ich sollte mir noch Kleidung für morgen einpacken, am besten meine Shorts, ein Shirt und ein Top, soll schließlich morgen warm werden.<<

Mit gepackter Tasche steht sie im Flur und schaut sich nochmal um, ob sie an alles gedacht hat, dann noch ein kurzer Blick in den Spiegel. Sie ist voll zufrieden mit sich, ihre Haare trägt sie offen, ist etwas geschminkt, aber nur leicht, zu ihrer Jeans trägt sie ihre Sneaker, dann nimmt sie ihre Strickjacke vorsichtshalber mit und verlässt die Wohnung.

Kapitel 2

Jo parkt an der Straße, vor Thilos Haus.

>>Man hier scheint ja was los zu sein, anscheinend macht er ja eine richtige Geburtstagsparty, wie schön, dass er mich auch eingeladen hat. Nun ja, so fällt es auch nicht auf, das es schon fast neun Uhr ist, habe vier Stunden gebraucht, erst der Stau und dann musste ich anhalten um mir was zu essen zu holen, ich hatte aber auch einen Hunger. So, dann will ich mal, bin gespannt was er gleich sagt.<<

Sie läuft seine Auffahrt rauf und klingelt an der Haustür, nach einigen Minuten öffnet Thilo die Tür.

Er schaut sie erstarrt an, da er nichts sagt, macht Jo den Anfang: „Überraschung! Herzlich Glückwunsch zum Geburtstag! Ich wünsche dir alles alles Liebe!“ und umarmt ihn dazu.

„Danke, ja Überraschung, das ist wirklich eine Überraschung. Ist alles in Ordnung? Oder ist was passiert?“ fragt ihr Bruder sie überrascht. „Hä?

Nein, was sollte denn passiert sein, ich wollte meinen großen Bruder zum

Geburtstag gratulieren und dich einfach überraschen.“

Plötzlich gesellt sich eine hübsche Blondine dazu: „Schatz, was ist los, warum stehst du so lange an der Tür? Oh, wir haben ja noch einen Gast. Hallo, ich bin Silke.“ Sie reicht Jo die Hand, Thilo steht immer noch da und sagt nichts. „Hallo Silke, ich bin Jo.“ und reicht ihr auch die Hand. „Schön dich kennen zu lernen, komm rein.“ sagt sie zu Jo. „Ja Jo, komm rein, Silke das ist meine Schwester und das ist meine Freundin.“ macht er die beiden bekannt. „Endlich lerne ich mal deine Schwester kennen. Jo ich freue mich das du kommen konntest, fühl dich wie zu Hause.“ und drückt Jo fest in einer Umarmung. „Ich gehe mal und lass euch etwas in Ruhe.“ und so ist Silke verschwunden.

Jo dreht sich zu Thilo: „Ich wusste ja gar nicht das du eine Freundin hast, warum hast du mir nichts erzählt.“ „Das habe ich bestimmt mal erzählt, schließlich sind wir schon zwei Jahre zusammen, du hast garantiert nur nicht zugehört.“ „Ich höre dir immer zu, wenn du mit mir redest. Sie scheint wirklich nett zu sein, ich freue mich für dich.“ „Danke, ja das ist sie. Also warum bist du hier?“ „Das habe ich doch gesagt, ich wollte dich einfach überraschen, schließlich haben wir uns lange nicht gesehen.“ antwortet Jo, langsam genervt, lässt sich aber nichts anmerken. „Stimmt, haben uns lange nicht gesehen, aber so ist es, wenn beide ihre Arbeit lieben, außerdem bist du noch nie so aufgetaucht! Du hättest anrufen sollen.“ antwortet Thilo. „Dann wäre es keine Überraschung gewesen, du scheinst dich darüber ja nicht zu freuen.“ „Naja, wie du siehst feiern wir eine Party, hauptsächlich mit meinen Kollegen, da passt du nicht wirklich dazwischen.“ „Oh danke, ich verstehe. Ich gehe wohl lieber wieder, hab noch einen schönen Abend und keine Angst, dass passiert nicht noch einmal.“ Jo ist echt sauer, will sich das, aber nicht anmerken lassen, gerade als sie gehen will, kommt Silke wieder.

„Jo, wo willst du hin? Du wolltest doch wohl nicht gerade wieder verschwinden?“ „Silke, es ist glaub ich besser, ich gehe wieder.“ antwortet Jo ihr. Silke schaut sie skeptisch an: „Was? Warum?“ „Glaub mir es ist besser, dein Freund scheint es nicht so toll zu finden das ich da bin.“ „Ach Thilo kriegt sich schon wieder ein, komm wir gehen erst mal was trinken, du hast doch bestimmt Durst, nach der langen Fahrt.“ Jo überlegt kurz: „Okay, du hast recht ich könnte was zu trinken vertragen.“ „Na siehst du.“ Silke schleppt Jo mit zu einer Gruppe die an einem Küchentresen stehen, die als Bar heute Abend dient.

„Ich werd verrückt Jo, bist du das?“ auf einmal steht Tammo neben ihr und nimmt sie in den Arm. Tammo ist der frühere Mitbewohner von Thilo, aus der Studienzeit. „Hallo Tammo, wie schön dich mal wieder zu sehen.“ „Ja, das gebe ich gerne zurück, man du wirst auch immer schöner.“ Jo lacht: „Ja ne, ist klar, du alter Schmeichler, darin hast du dich wohl nicht verändert. Wie geht es dir?“ „Danke gut und dir?“ „Mir geht’s auch gut. Wir haben uns doch ewig nicht mehr gesehen, oder?“ „Viel zu lange her, um so schöner dich mal wieder zu sehen.“ „Das finde ich auch. Ist Julia auch da? Ihr seit doch noch zusammen, oder?“ „Ja, das sind wir, so eine

Klasse Frau bekomme ich nie wieder. Julia ist zu Hause und passt fürs

Baby auf.“ „Baby? Sag bloß ihr seit Eltern geworden? Junge oder Mädchen, wie alt?“ „Ja sind wir, ganz frisch gebackene Eltern, von einer kleinen Prinzessin, sie ist jetzt ein Monat alt, möchtest du sie mal sehen?“ „Oh wow, Glückwunsch! Ja sehr gerne.“ Tammo holt sein Handy aus der Tasche und zeigt ihr ein paar Fotos.

„Sie ist wirklich süß, du musst unbedingt Julia von mir grüßen.“ „Das mache ich sehr gerne, da wird sie sich freuen. Wir haben vor ein paar Tagen noch von dir gesprochen, das wir dich so gerne mal wieder sehen möchten, schließlich haben wir uns immer gut verstanden, vor allem Julia und du. Hast du nicht mal Lust uns zu besuchen? Wir hatten Thilo auch schon ein paar mal angesprochen wie es dir geht und ob er uns deine Nummer gibt, oder zumindest sagt wo wir dich finden, aber irgendwie hat er es immer geschafft nicht zu antworten.“ „Ja sehr gerne würde ich das. Gib mir bitte dein Handy noch mal, dann speichere ich dir meine Nummer ein, dann können wir ja mal was ausmachen.“ „Sehr gerne.“ Tammo gibt ihr das Handy. „So erledigt, jetzt könnt ihr euch ja melden, ich würde mich

freuen.“ „Das machen wir auf jeden Fall. Schön das du zur Verlobungsfeier deines Bruders gekommen bist, so haben wir uns zumindest wieder gesehen.“ Jo, wollte sich gerade einen Schluck Bier nehmen und hätte sich fast verschluckt: „Wie bitte? Was für eine Feier?“ „Jo, alles okay? Verlobungsfeier, habe ich gesagt, nun sag mir nicht, das wusstest du gar nicht.“ Tammo schaut sie besorgt an. „Alles okay. Ehrlich gesagt, wusste ich das wirklich nicht, hab ja nicht mal gewusst das er eine Freundin hat, das habe ich gerade erst erfahren.“ „Oh, das tut mir leid. Wie kommt es dann das du hier bist?“ Jo lächelt ihn an: „Ich wollte ihn nur überraschen zu seinem Geburtstag, er wusste nicht das ich komme, fand er auch gerade nicht so witzig.“ „Das ist nicht sein Ernst? Was stimmt, denn nicht mit ihm?“ „Keine Ahnung.“ „Sorry, aber ich muss mal kurz mein Bier wegbringen, ich bin sofort wieder da, nicht weg laufen.“ „Okay, nein ich warte hier.“

Während Jo wartet schaut sie so in der Runde, alle sehen so glücklich aus und man merkt, das sich alle sehr gut kennen, nur sie ist als Fremde dazwischen und das obwohl sie Thilos Schwester ist. Sie fühlt sich total fehl am Platz, ist traurig und wütend. Gerade will sie die Toiletten suchen, da stellt sich ein Typ vor sie. „Na hallo, hübsche Frau, dich kenne ich ja noch gar nicht. Ich bin Konrad, der Bruder von der Zukünftigen Braut.“ „Hallo Konrad, schön dich kennen zu lernen. Ich bin Jo, die Schwester vom zukünftigen Bräutigam.“ „Was? Ich wusste gar nicht, das Thilo eine Schwester hat.“ „Ja hat er wohl.“ „Warum hat er das, denn nie erzählt?“

„Du, das kann ich dir auch nicht sagen, das musst du ihn schon selber

Fragen. Aber du könntest mir einen gefallen tun und mir den Weg zur Toilette erklären?“ „Na sicher, aber hinterher trinken wir noch einen, oder?“ „Ja sicher.“ antwortet sie ihm schnell, sie will gerade nur von diesem Idioten weg und kurz alleine sein. Konrad erklärt ihr den Weg ins Bad. Auf dem Weg dahin, rennt sie in jemanden rein, schaut aber gar nicht hoch: „Entschuldigung!“ murmelt sie und verschwindet im Badezimmer.

Dort lehnt sie sich an die Wand und auch, wenn sie sehr dagegen ankämpft, laufen ihr einige Tränen die Wange herunter.

>>Mist, ich wollte doch nicht weinen, das ist das doch alles nicht wert, aber ich muss gestehen, es trifft mich sehr, das er mich anscheinend überall verleugnet, als wenn es mich gar nicht gibt. Ich glaube es ja nicht, das er sich verlobt hat und mir nichts gesagt hat. Ich muss hier weg, ich will nach Hause, wer weiß was für Überraschungen sonst noch kommen.<< Jo macht noch schnell Pippi, wäscht sich ihre Hände, bringt ihr Gesicht wieder in Ordnung und öffnet die Badezimmertür. Gegenüber an der Wand lehnt ein großer Mann, mit schwarzen Haaren und grinst sie an, Jo blickt sofort in seinen wunderschönen blauen Augen, in die sich früher schon verlieren konnte und darin verliebt hat, doch gleichzeitig auch gehasst hat. Er kommt auf sie direkt zu: „Hummelchen, ich wusste doch das du es bist, da hab ich mich doch nicht getäuscht. Wie schön, dich endlich mal wieder zu sehen.“ sagt Christian zu ihr. Er ist der beste Freund, von Thilo, zumindest früher. „Nenn, mich nicht so!“ „Mensch Jo, ich hab dich doch schon immer so genannt. Du siehst toll aus, hast dich ganz schön verändert. Wie lange haben mir uns nicht mehr gesehen?“ fragt er sie. „12Jahre.“ „Wow, sehr lange. Das du das so genau weißt.“ „Ja, das war der Tag, an dem meine Eltern Beerdigt wurden, das war das letzte mal das ich dich gesehen habe.“ „Stimmt, leider bist du seit dem nicht mehr oft bei deinem Bruder gewesen. Wollen wir beide in den Garten gehen, dann können wir in ruhe ein wenig reden, dort ist es leiser, wie hier.“ „Warum? Worüber willst du reden?“ fragt Jo ihn. „Mich würde interessieren, wie es dir geht, was du die Jahre so gemacht hast, was du nun so machst.“ „Lass gut sein Chris, das hat dich die ganzen Jahre nicht interessiert, nun braucht es dich auch nicht mehr interessieren, außerdem muss ich gehen.“ Bevor Christian ihr antworten kann, kommt Thilo um die Ecke: „Hier bist du Chris, ich hab dich gesucht, du musst dringend mit mir kommen.“ „Ich komme gleich nach, ich unterhalte mich gerade mit deiner Schwester, die angeblich schon wieder gehen will.“ „Ach lass sie doch, komm das kann nicht warten.“ Als Chris sich wieder zu Jo umdreht, ist sie schon weg. „Thilo, was wolltest du denn von mir?“ fragt Christian. „Einen mit dir trinken.“ „Dein Ernst jetzt? Alter was ist los mit dir?“ „Nichts, aber es ist schließlich meine Verlobungsfeier, da darf ich doch mit dir einen trinken dürfen und nicht zu vergessen mein Geburtstag.“ antwortet Thilo ein bisschen patzig und angetrunken. „Doch schon, aber es ist deine

Schwester, ihr seht euch so selten, sie war ewig nicht mehr auf einer Feier von dir, warum freust du dich da nicht drüber? Außerdem habe ich sie lange nicht mehr gesehen und freue mich sie zu treffen.“ meint Chris irritiert. „Ganz einfach, ich will sie nicht hier haben. Das alles sind meine Freunde nicht ihre!“ „Was ist das für ein quatsch, wir sind alle miteinander befreundet!“ So lässt Chris, seinen besten Freund stehen und versucht, ob er Jo noch wiederfindet.

Jo öffnet gerade die Autotür, als sie plötzlich eine Hand auf ihrer Schulter spürt, sie dreht sich um und schaut wieder in diese leuchtenden blauen Augen. „Hummelchen, wo willst du hin, verschwinde doch nicht wieder so, bitte.“ „Hör zu es ist schon spät und ich habe noch mindestens drei Stunden Autofahrt vor mir, daher wird es Zeit, das ich los fahre.“ „Du solltest nicht fahren!“ „Warum nicht?“ fragt Jo. „Du siehst müde aus, nicht das du hinter dem Lenkrad einschläfst.“ „Werde ich schon nicht.“ „Ich würde dir ja sonst anbieten bei mir zu übernachten, aber ich wohne heute Nacht in einem Hotel, wir könnten ja mal nachfragen gehen, ob sie noch ein Zimmer frei haben. Bitte, du scheinst wirklich nicht so auszusehen, als solltest du heute Nacht noch fahren.“ Jo muss lächeln: „So, wie ich dich kenne, es sei denn du hast dich verändert, gibst du eh nicht auf und lässt mich nicht fahren, oder?“ „So ist es, kennst mich ja doch noch gut genug.“ grinst Chris. „Okay, mach dir keine Sorgen, geh weiter feiern, ich verspreche dir, ich fahre nur in die Stadt und suche mir dort ein

Hotelzimmer.“

Chris läuft um ihr Auto herum und setzt sich auf den Beifahrersitz, Jo schaut ihn fragend an: „Was soll das?“ „Ich fahre mit, um mich zu vergewissern, komm Hummelchen, steig ein.“

Da Jo so langsam wirklich keine Lust mehr hat zu diskutieren und echt erschöpft ist, steigt sie ein und fährt in die Stadt. Chris zeigt auf ein Hotel, wo sie parkt und glücklicherweise auch noch ein Zimmer bekommt, das es natürlich genau das Hotel ist, wo Chris wohnt und ihrer Zimmer genau nebeneinander liegen, bekommt sie zu spät mit. Vor der Zimmertür bleiben die beiden stehen, Chris streicht mit einer Hand über ihre Wange: „Es ist so schön dich wieder zu sehen. Erzählst du mir, was vorgefallen ist, das du so schnell von der Party weg wolltest?“ Jo geht ein Stück zurück, damit er sie nicht mehr berührt: „Ich wollte nur nach Hause, war ein langer Tag!“ „Das glaube ich dir nicht, es muss doch irgendwas sein, schon alleine das ich dich vorher nie wieder getroffen habe bei ihm.“ „Weißt du, am besten fragst du das deinem besten Freund selber, weil ich weiß es nicht. Ich gehe nun schlafen.“ „Ich merke schon, du willst nicht mit mir reden.

Frühstücken wir morgen früh zusammen? Mich würde wirklich interessieren, was du die Jahre so gemacht hast, ob du jetzt schon eine eigene kleine Familie hast, wir könnten in ruhe uns ein wenig unterhalten.“

„Ja, okay.“ „Das freut mich, um neun Uhr, hier?“ „Ja, um neun Uhr. Gute Nacht.“ „Bis Morgen, schlaf gut.“ Chris wartet noch bis Jo in ihrem Zimmer verschwunden ist, bevor er in seins geht.

>>Wow, sie ist noch hübscher geworden, wie ich sie in Erinnerung habe. Ich hatte nicht mehr gehofft, sie noch mal wieder zu sehen, jetzt wo ich Jo wieder getroffen habe, darf ich sie nicht noch mal aus den Augen verlieren. Ich möchte echt zu gerne wissen, was Thilo für ein Problem hat. Ich habe damals schon nicht verstanden, wie er sein Elternhaus verkauft hat, damit er von dort wegziehen konnte und seine Schwester einfach zurück gelassen hat. In den Jahren habe ich ihn öfter mal nach Hummelchen gefragt, aber irgendwie ist er meine Fragen immer ausgewichen, wenn ich da jetzt so drüber nachdenke, bei seinen Geburtstagen, sagte er meistens, sie hätte keine Zeit. Alles sehr komisch, ich werde ihn morgen mal direkt darauf ansprechen. Hätte ich sie nicht vor einem Jahr schon wieder treffen können? Ich bin wirklich gespannt, was sie in den letzten Jahren so gemacht hat, ob sie Verheiratet ist und schon Mutter ist? Ganz bestimmt,

wer würde so eine Klasse Frau nicht haben wollen?<< Mit diesen Gedanken, schläft Chris ein.

Jo konnte kaum schlafen, ihre Gedanken haben sie nicht in Ruhe gelassen, deshalb beschließt sie gegen sechs Uhr aufzustehen, damit sie duschen gehen kann, doch ihre Gedanken bleiben.

>>Ich bin immer noch so sauer auf Thilo und verstehe in einfach nicht, ich habe doch nichts getan, was ihn mal verärgert haben kann. Verstehe es einfach nicht, das will nicht in meinen Kopf, wie Arschig er zu mir ist, aber jetzt ist auch für mich Schluss, ich komme nicht mehr zu ihm an gekrochen. Doch, wenn ich ehrlich bin, ist das schlimmste am ganzen Abend, das ich ausgerechnet auf Chris treffen muss, wäre ich doch nur gleich wieder los gegangen. Er ist immer noch so sexy, wie vor zwölf Jahren und seine Augen strahlen immer noch so, das ist echt gemein. Es hat so lange gedauert, bis ich über ihn hinweg war und dann steht er plötzlich vor mir. Meine Schmetterlinge im Bauch fingen gleich wieder an zu tanzen und ich hatte nur einen Gedanken, ob er immer noch so Küssen kann wie früher. Ich bin so was von bescheuert. Geht gar nicht! Deshalb, werde ich ganz bestimmt nicht mit ihm Frühstücken gehen gleich, sondern vorher schon fahren. Obwohl es mich schon interessieren würde, was er die Jahre so gemacht hat und vor allem warum er sich nie wieder gemeldet hat. Ob er vergeben ist? Ich muss dringend aufhören an ihn zu denken.<<

Zum Glück, gibt es in dem Hotel schon ab sieben Uhr Frühstück, so kann Jo erst sich stärken bevor es nach Hause geht, während des Essens schaut sie auf ihr Handy, dort befinden sich zwei Nachrichten, eine von Basti und eine von Thilo.

Basti: Hey Jo! Überraschung gelungen? Oder bist du doch nicht gefahren?

Jo: Guten Morgen, doch ich bin gefahren, aber die Überraschung ist ganz und gar nicht gelungen, bin in seiner Verlobungsfeier rein geplatzt. Lange Geschichte, habe im Hotel übernachtet, aber fahre gleich nach Hause, erzähle dir alles in ganzer Ruhe, wenn du wieder da bist. Genieße deine Zeit, bei deiner Familie. Hab dich lieb!

Thilo: Ist das jetzt dein Ernst? Verabschiedest dich nicht mal von Silke, wenn du verschwindest? Unmöglich dein Verhalten! Vielen Dank, das du mich gegenüber meinen Gästen doof da stehen lassen hast! Ich möchte nicht, das du hier noch ein mal unerwartet vor der Tür stehst, melde dich vorher an!

Jo: Mein Verhalten? Nicht dein Ernst, oder? Fass dir lieber an deine eigene Nase. Keine Angst, wird nicht wieder vorkommen, das kannst du mir glauben!

>>Ich fasse es nicht, was bildet sich Thilo eigentlich ein und so was soll mein Bruder sein? Diese Nachricht hätte er sich schenken können, das macht mich echt sauer, ich muss hier weg!<<

Jo ist endlich wieder zu Hause, stellt ihre Tasche an die Seite und macht sie sich einen Kaffee und setzt sich an den Küchentisch, damit sie ihren Kaffee genießen kann und ihr Handy checken kann.

Basti: Oh, das klingt nicht gut. Ich war wirklich davon überzeugt, das er sich freuen würde, das tut mir leid. Du musst mir alles erzählen, wenn ich wieder da bin! Bitte lass dich nicht hängen! Hab dich auch lieb! Bis dann...

Jo: Braucht dir nicht leid tun, du hast es ja nur gut gemeint. Na sicher, ob du willst oder nicht, werde ich dir alles erzählen. Freue mich, wenn du wieder da bist.

Thilo: Ich muss mir nicht an meiner eigenen Nase fassen, du bist diejenige die alles kaputt macht, mit deinem Verhalten! Suche dir eigene Freunde und das in deinem Alter!

Jo: Ich??? Warum was soll ich getan haben? Ich habe eigene Freunde! Was soll der quatsch? Was willst du mir damit sagen?

Thilo: Das du meine Freunde in Ruhe lassen sollst! Es sind meine Freunde! Du hast gestern die Stimmung unserer Party versaut, weil alle nicht verstanden haben, das ich ihnen nichts von dir erzählt habe, aber ich will nicht über dich reden! Ich habe mein eigenes Leben! Da musst du nicht immer zwischen funken!

Jo: Okay, das ist mir echt zu doof gerade! Wenn du dich beruhigt hast und mir genau sagen kannst was dein Problem ist, dann melde dich gerne bei mir, denn aus deinem Geschreibe werde ich nicht schlau. Wie gesagt, du brauchst keine Angst haben, ich werde dich nicht noch einmal belästigen und halte mich von dir fern! Machs gut. Thilo: Hoffentlich!!!

Jo legt ihr Handy beiseite und holt sich einen zweiten Kaffee.

>>Das ist mir wirklich gerade alles zu doof, ich weiß immer noch nicht, was sein Problem mit mir ist, aber es fängt gerade an mir egal zu werden, schließlich hatten wir nur kaum Kontakt, die letzten Jahre auf die drei Besuche im Jahr kann ich auch verzichten, den ein Bruder ist er schon lange nicht mehr für mich. Ich habe die letzten Stunden genug Tränen, wegen ihm verloren und mir mein Tag versaut, außerdem hab ich mich noch nie so unerwünscht gefühlt, wie gestern Abend. Ob Chris sauer war, das ich schon gefahren bin? Ich weiß, es sollte mir egal sein, ist es nur leider nicht. Was Matze heute Abend macht, ich muss mich nämlich ablenken, ganz dringend.<<

Jo:Hey Biest, wie war dein Abend gestern?

Matze: Hey Schöne, ganz okay, sind halt langweilige Spießer, lach. Mit dir hätte ich mehr Spaß gehabt. Wie war der Geburtstag bei deinem Bruder? Bist du noch da, oder schon zurück?

Jo: Klingt ja nicht so berauschend. Der war beschissen, wenn ich noch mal auf so eine Idee komme, dann halte mich bloß davon ab! Ich bin wieder zu Hause.

Matze: Was war los?

Jo: Erzähle ich dir mal in aller ruhe. Was machst du heute Abend?

Matze: Okay, bis jetzt nichts und du?

Jo: Auch nichts, wollen wir was trinken gehen?

Matze: Sehr gute Idee! Ich hole dich um neun Uhr ab, passt dir das?

Jo: Ja, perfekt. Bis später freue mich. Matze: Bis später, ich mich auch.

>>Bin ich froh, das Matze heute Zeit hat und wir ausgehen, sonst würde ich bestimmt nur grübeln und das will ich nicht, ich möchte Spaß haben, lachen und vielleicht das ein oder andere Schnäpschen trinken. Da es gerade erst Mittag ist, versuche ich noch ein bisschen zu schlafen, damit ich heute Abend fit bin.<<

Kapitel 3

Gegen neun steht Jo vor ihrer Haustür und wartet auf Matze, ihre Haare trägt sie offen, hat sich leicht geschminkt, dazu trägt sie einen Jeansrock, der ihr bis zu den Knien geht, schwarze Pumps, so kommen ihre lange Beine gut zu Geltung und ihr Lieblings Shirt, in einem hellem Blau, der ihre Oberweite gut aussehen lässt.

Matze kommt angelaufen, er wohnt nur eine Straße weiter, wie Jo, deshalb holt er sie meistens ab, wenn sie zusammen in die Stadt gehen. Er grinst sie an: „Wow, du siehst aber heiß aus heute, ich hoffe nicht für mich? Du weißt doch, ich stehe nicht auf dich, nur auf rothaarige kleinere Frauen, Sorry!“ „Ich nehme das mal als Kompliment, danke. Du bist echt fies, ich kann machen was ich will, du gibt’s mir nicht mal eine Chance, immer wieder gibt’s du mir einen Korb!“ lacht Jo. „Ach Schöne, sei nicht traurig, ich weiß es ist schwer auf einen Mann, wie mich zu verzichten, aber du musst darüber wegkommen.“ grinst er. „Ich versuche es immer wieder, aber es fällt mir so schwer, Biest!“ Beide können sich nun nicht mehr halten vor lachen. „Lass uns los laufen, Schöne. Mal sehen, vielleicht finden wir ja einen Ersatz von mir, für dich!“ Sie setzten sich in

Bewegung, Richtung Stadt. „Wir hätten damals nie zusammen, die Schöne und das Biest schauen sollen, unsere Spitznamen werden wir wohl nie wieder los.“ grinst Jo. „Ich finds gut! Wollen wir, als erstes in unsere

Stammkneipe, dann kannst du mir erzählen was los war, mit deinem Bruder.“

Matze und Jo, bestellen sich ein Bier und suchen sich eine ruhige Ecke, um sich zu setzen. Jo erzählt ihm die Geschichte mit ihrem Bruder, wie er sich verhalten hat und was er so gesagt hat.

„Was ist das für ein Idiot?“ fragt Matze. „Ich weiß auch nicht, wo sein Problem ist.“ zuckt Jo mit den Schultern. „Ich weiß, es ist bestimmt nicht einfach, aber lass dich deshalb nicht runter ziehen, lass ihn sein Leben leben, dir geht’s doch gut mit uns, oder nicht, sind wir nicht auch alle, irgendwie eine Familie, vor allem Basti, das ist doch auch irgendwie dein Bruder.“ „Das stimmt, das ist er. Ich lasse mich deshalb bestimmt nicht runter ziehen, natürlich war der gestrige Abend, wie ein schlag ins Gesicht, aber du hast recht, ich kann auf ihn verzichten, das muss ich mir nicht antun.“ „Genau! Richtige Einstellung und du weißt auch ich bin immer für dich da!“ „Ja, das weiß ich, danke.“ „Und was ist noch passiert?“ „Nichts, reicht das nicht?“ „Jo, ich kenne dich nun schon so lange, mach mir nichts vor, da ist noch was, das merke ich doch!“ „Alter, dir kann ich auch nichts verschweigen.“ lächelt sie. Er lächelt zurück: „Nein, andersrum ja auch nicht anders, du merkst auch immer, wenn ich was habe und bohrst so lange rum, bis ich es erzähle, also was war los?“ „Okay, ich habe mein Jugendschwarm wieder getroffen, es ist weiter nichts gewesen, er wollte mit mir reden, wissen wie es mir geht und was ich die Jahre so gemacht habe, aber ich wollte nicht mit ihm reden und habe ihn versetzt.“ „Du Luder, das tut man aber nicht! Spaß bei Seite, warum nicht?“ „Weil, ach ich weiß auch nicht so genau, lass uns von was anderem reden, ich will dich damit nun nicht nerven, erzähl mir lieber von gestern Abend.“ Matze schüttelt lächelnd den Kopf: „Vergiss es, erst erzählst du weiter, wenn wir das ausdiskutiert habe, nerve ich dich.“ Jo muss lachen: „Sicher?“ „Und wie, du hast mich neugierig gemacht, nun will ich wissen warum nicht?“ „Ich hätte schon gerne gewusst was er jetzt so macht und ob er schon eine eigene Familie hat, aber andererseits bin ich auch sauer auf ihn.“ „Sauer? Wieso?“ „Ich habe ihn zuletzt an dem Tag gesehen, an dem die Beerdigung war, von meinen Eltern, danach nie wieder, er hat sich nicht einmal gemeldet und das obwohl wir die Nacht, vor dem Unfall meiner Eltern, miteinander verbracht haben, seit dem haben wir nie wieder miteinander geredet.“ „Oh, okay, ich verstehe, warum du sauer bist. Woher kennst du ihn denn?“ „Er ist der beste Freund von meinem Bruder, so haben wir uns immer gesehen, sogar heimlich herumgeknutscht haben wir öfters mal, aber danach hat er sich immer entschuldigt und gesagt, das hätte nicht sein dürfen.“ „War bestimmt eine blöde Situation für ihn, wenn er mit der Schwester von seinem besten Freund rum macht, so wie es sich anhört, konnte er aber auch nicht die Finger von dir lassen.“ Jo überlegt kurz, muss dann leicht lächeln: „So habe ich das noch nie gesehen, ich habe immer gedacht, er schämt sich für mich, das es ihm peinlich ist, da ich so dick war und dazu das ich ja jünger bin, er ist schließlich fünf Jahre älter.“

„Ach das ist doch quatsch, warte ich bin gleich wieder da.“

Nach ein paar Minuten ist Matze wieder da, mit einer Flasche Schnaps und zwei Gläsern: „Ich habe gerade beschlossen, wir brauchen Alkohol.“ er schenkt ihnen einen ein und dann stoßen sie an, Jo stellt ihr Glas wieder zu ihm, da die beiden immer gleich zwei nacheinander trinken.

„So Schöne, nun rede weiter, wie ist es dann zu eurer gemeinsamen Nacht gekommen?“ „Reicht dir das noch immer nicht? Das ist doch bestimmt total langweilig für dich!“ „Nein ganz und gar nicht, also weiter.“ grinst Matze. Jo erzählt weiter: „Es fing langsam an, das mein Bruder mich nirgends mehr mit hingenommen hat, deshalb hatte ich ihn auch nicht mehr viel gesehen, umso mehr haben wir uns gefreut, als wir uns zufällig, bei unserem jährlichen Stadtfest getroffen haben, worauf hin wir die ganze Nacht zusammen gefeiert haben, er war die ganze Nacht, mir nicht von der Seite gewichen, dann wollte er mich nach Hause bringen, doch plötzlich standen wir grinsend vor seiner Haustür. Ich hatte den besten Sex meines Lebens mit ihm! Ich war so glücklich, denn ich war doch die ganze Zeit schon in ihn verliebt und ich dachte er auch in mich, aber da hatte ich mich wohl getäuscht. Am nächsten morgen klingelte mein Handy, es war unsere Nachbarin, die meinte ich soll sofort nach Hause kommen, weil ich...“ Jo muss schlucken, Matze merkt das ihr gerade das weiter reden schwer fällt und schenkt ihnen noch einen ein: „Hier trink, es ist okay, wenn du es mir nicht erzählen möchtest.“ Jo nimmt dankend den Schnaps entgegen und trinkt, das Glas leer: „Es geht schon wieder. Meine Nachbarin meinte, es stehen zwei Polizisten vor unserer Tür, deshalb hatte ich mich schnell angezogen und mich verabschiedet, er wollte mich begleiten, doch ich meinte das braucht er nicht. Seit dem haben wir nicht mehr geredet, ein paar Tage später, war die Beerdigung, wo ich ihn zuletzt gesehen haben. Und dann stand er gestern auf einmal vor mir, als wenn nichts gewesen ist. Sorry, aber du weißt fange ich erst einmal an zu quatschen, kann ich nicht aufhören.“ Matze nimmt ihre Hand: „Entschuldige dich nicht, schließlich wollte ich doch alles wissen, ich danke dir für dein vertrauen, es mir erzählt zu haben. Aber jetzt mal ganz ehrlich, er ist ein Arschloch, gerade in der Situation, hätte er dir beistehen sollen.“ „Ja, oder? Er ist ein Arsch!“ lacht Jo. „Ich kann das total verstehen, das du gestern nicht mehr mit ihm reden wolltest! Schnaps?“ „Jaaa!“ beide müssen laut lachen.

Jetzt ist Matze dran und erzählt von seinem Abend. „Geplant war eine Stadttour, von Kneipe zu Kneipe und der zukünftiger sollte Sachen verkaufen und anschließend wollten wir mit ihm in einem Strip lokal. Doch es lief alles ganz anders, wir waren erst in einem Restaurant, was essen, das war ja noch einigermaßen okay, dann sind wir in eine Kneipe, aber das war den meisten nicht gut genug, verkaufen wollte mein Schwager auch nichts. Darauf hin hatten sie beschlossen, zu einen von meinem Schwagers Kumpels zu fahren, dort haben sie Fußball geschaut und Kaffee getrunken.“ „Was ist das denn für ein beschissener

Junggesellenabschied?“ „Ja, oder? Das war so langweilig, ich war schon um Mitternacht zu Hause, den ganzen Abend habe ich nur drei Bier gehabt, nicht mal einen Kurzen gab es.“ „Dann hätten sie auch gar keinen machen brauchen, was für ein quatsch!“ „Danke, das du das auch so siehst! Ich mag gar nicht dran denken, wie langweilig die Hochzeit erst werden kann! Ich bin so was von froh, das du mit mir gehst, mit dir kann ich jedenfalls über die anderen lästern.“ „Stimmt, das können wir beide doch ganz gut, über Menschen die wie nicht mögen!“

So quatschen die beiden weiter, bis es an der Zeit ist weiter zu gehen, in einem Club.

„Ist ziemlich viel los, heute.“ meint Jo, als sie am Tresen sich was zu trinken holen. „Stimmt, hab es hier schon lange nicht mehr so voll gesehen.“ Viel mehr können die beiden sich nicht unterhalten, da es so laut ist, sie trinken ihr Bier leer und gehen tanzen.

Nach einer weile stehen sie wieder am Tresen, beide sind sehr beschwipst, vom Alkohol. Jo bestellt ihnen noch was zu trinken, während Matze mit einer Frau rum flirtet, die neben ihm steht. Doch auch sie bekommt neben sich Besuch. „Hallo, wie schön Sie zu treffen.“ Jo schaut zu der Stimme und denkt sie sieht nicht richtig, es ist der Besitzer vom Bonzen Mercedes. „Hallo.“ antwortet sie und trinkt ihr Bier weiter. „Leider habe ich Sie am Freitag nicht mehr getroffen, als ich mein Auto abgeholt habe. Ich wollte mich noch mal persönlich bedanken, er fährt wieder eins A.“ „Das freut mich zu hören.“ antwortet sie kurz und knapp. „Ja, Sie haben gute Arbeit gemacht.“ „Na sicher, ich verstehe was von meinem Handwerk, mache das schließlich nicht erst seit gestern.“ „Das merkt man, ach darf ich Ihnen mein Bruder vorstellen? Das ist Michael.“ Jo, wollte erst gar nicht hinschauen, um nicht noch so einen Lackaffen zu sehen, jetzt ist sie froh es doch getan zu haben. Vor ihr steht ein großer blonder Mann, mit einem hinreißendem lächeln, der das totale Gegenteil von seinem Bruder ist, er trägt Sneaker, Jeans und ein Shirt, nicht wie sein Bruder, so hässliche Lackschuhe, Anzughose, mit Hemd. Jo schaut in seine Augen und lächelt ihm zu: „Hi Michael, ich bin Jo.“ „Hallo Jo, du kannst ja doch lächeln.“ „Ja, natürlich, warum auch nicht?“ „Na die ganze Zeit schaust du so genervt.“ „War mir gar nicht bewusst.“ „Das lächeln steht dir auf jeden Fall besser. Ich hab gehört, du reparierst Autos?“ fragt Michael. „Danke. Ja das mach ich, wieso hast du da auch ein Problem mit?“ „Hää? Nein, warum sollte ich?“ „Dein Bruder, war da erst nicht mit einverstanden, das eine Frau sein Auto repariert.“ Michael lacht: „Das kann ich mir vorstellen! Er ist, ach lassen wir das, reden wir nicht über ihn. Ich zumindest finde es gut, ich bewundere dich dafür.“ „Bewundern? Warum ist ein ganz normaler Job.“ „Schon, trotzdem kann ich mir vorstellen, das der Anfang schwer war, in einem leider klassischen Männerberuf und dann noch solche Idioten, von Kunden, wie mein Bruder!“ „Er steht genau neben dir.“ „Macht nichts, er weiß das ich seine Einstellung zum Leben nicht mag.“ „Oh, okay.“ „Magst du noch was trinken?“ „Ja gerne, noch ein Bier.“ Michael bestellt ihnen ein Bier, dreht sich wieder zu Jo und sie unterhalten sich über alles mögliche, er erzählt ihr unter anderem das er im Einzelhandel arbeitet. Irgendwann steht er ganz nah ihr gegenüber:

„Verrätst du mir deinen richtigen Namen, Jo ist doch bestimmt die Abkürzung für irgendwas, oder?“ „Stimmt, ich heiße eigentlich Johanna, aber so nennt mich zum Glück keiner mehr.“ „Dabei ist der Name doch gar nicht so schlecht.“ „Geht gar nicht.“ lacht Jo. Michael streichelt Jo´s Gesicht mit der Hand, legt sie unter ihrem Kinn und hebt es an, damit sie ihn anschaut, dann streicht er mit einem Finger über ihre Lippen, beugt sich runter und ihre Münder treffen aufeinander. Jo öffnet ihre Lippen und ihre Zungen treffen aufeinander, um wild miteinander zu tanzen. Nach dem sie den Kuss beenden, müssen beide nach Luft schnappen. Plötzlich steht Matze neben Jo und redet ihr ins Ohr, damit es keiner mitbekommt: „Hey Schöne, alles okay?“ Genauso antwortet sie auch: „Ja sicher und bei dir?“ „Auch, du scheinst dich ja auch zu amüsieren.“ „Ja, wenn du schon seit stunden, mit deinem Flirt rummachst, wundert mich, das ihr noch nicht verschwunden seit, muss ich mich ja auch beschäftigen. Das ist übrigens der Bruder vom Bonzen Benz.“ „Echt? Krass voll das Gegenteil von seinem Bruder.“ „Ja, oder?“ „Kaum zu glauben. Sag mal, meinst du ich kann dich alleine lassen?“ „Klar! Will dir schließlich nicht deine Chance auf dein Bettsport vermasseln.“ grinst Jo. „Danke, ist es wirklich okay?“ „Ja natürlich, ist es doch sonst auch und ja ich schreibe dir, wenn ich zu Hause bin.“ „Okay, dir viel Spaß noch und pass für dich auf.“ „Mach ich, dir auch noch viel Spaß.“ Matze gibt ihr noch einen Kuss auf die Wange und verschwindet dann.

Jo dreht sich wieder zu Michael: „Entschuldige die Störung, das war mein Arbeitskollege, wollte sich nur bei mir verabschieden.“ Michael lächelt: „Dachte schon, ich muss eifersüchtig werden. Wollen wir noch was trinken?“ „Gerne.“ lächelt Jo ihn zurück an.

Sie trinken, tanzen und knutschen zwischendurch immer mal wieder, gegen zwei Uhr beschließen die beiden zu gehen, vor dem Eingang, genießen die beiden, die frische Luft.

„In welcher Richtung musst du? Vielleicht können wir uns ja ein Taxi teilen.“ fragt Michael. „Ich muss rechts runter, aber ich brauche kein Taxi, ich laufe. Kennst du den kleinen Fahrradladen Bartels?“ „Ja, den kenne ich.“ „In der Richtung muss ich, da in der Nähe wohne ich und du?“ „Ich wohne zwei Straßen davon entfernt, dann können wir ja zusammen laufen, es sei denn du hast was dagegen.“ „Nein natürlich nicht.“ Gemeinsam gehen sie die Straße entlang, Michael legt den Arm um Jo: „Ist dir nicht kalt?“ „Nein überhaupt nicht, der Alkohol wärmt noch und jetzt deine Nähe. Dir etwa?“ „Nein, mir ganz bestimmt nicht, Männer frieren nie!“ „Ach ne? Ich kenne genug, denen auch mal kalt ist.“ Beide lachen, dann bleiben sie stehen und Michael zieht Jo ganz dicht an sie heran, beugt sich runter und küsst sie, deren Kuss, wird zu einer wilden Knutscherei, mittlerweile steht Jo mit dem Rücken an einer Hauswand, Michael streichelt mit einer Hand ihren Hintern, mit der anderen ihr Bein, auch Jo´s Hände sind auf Wanderschaft und massieren seinen Hintern.

Irgendwann können sie sich endlich etwas lösen und Michael nimmt ein kleines bisschen Abstand: „Wir sollten lieber aufhören, sonst kann ich mich gar nicht mehr zurück halten.“ Jo grinst: „Du hast recht! Komm wir gehen weiter.“ Er nimmt ihre Hand, damit sie weiter gehen können.

Plötzlich bleibt Jo stehen. „Was ist los?“ fragt Michael. „Ich wohne hier.“ „Ach so, dann muss ich mich jetzt von dir verabschieden?“ „Es sei denn, du möchtest noch mit rauf kommen.“ „Wenn du das wirklich willst, würde ich sehr gerne mit rein kommen.“ „Dann komm, sonst hätte ich schließlich nicht gefragt.“

Jo schließt die Tür auf: „Ich wohne im ersten Stock, also sind es nur ein paar Stufen.“ „Okay, das ist gut.“

In ihrer Wohnung angekommen, zieht Michael sie gleich wieder an sich und sie küssen sich wild. Beide lassen die Hände auf den Körper des anderen wandern, Jo nimmt den Saum, seines Shirts und zieht es ihm über den Kopf und streichelt seine Brust. Michael macht es ihr nach, zieht ihr ebenfalls das Shirt über den Kopf aus und öffnet ihren BH, streichelt ihre Brüste.

Irgendwie schaffen sie es zu ihrem Schlafzimmer, dort ziehen sie sich gegenseitig aus, jeder streichelt den Körper des anderen, bis sie es vor verlangen nicht mehr aushalten können. Michael zieht sich ein Kondom, über seinen Schwanz und Jo setzt sich auf ihn rauf und lässt ihn in ihren Körper gleiten, sie reitet ihn, bis beide ihren Höhepunkt erreichen. Erschöpft legt sie sich neben ihn. Er nimmt sie in den Arm, da beide wirklich erledigt sind schlafen sie direkt ein.

Irgendwann wird Jo wach, weil ihre Blase drückt, sie schleicht sich aus dem Bett, nimmt sich eine Shorts, Unterwäsche und ein Top mit ins Badezimmer. Nach ihrem Toilettengang, zieht sie sich an und versucht sich etwas zurecht zu machen, damit keiner ein schock bekommt, wenn man sie anschaut, danach geht sie in die Küche, um sich Kaffee zu machen. >>So erst einmal brauche ich einen starken Kaffee, das war wohl doch ein bisschen zu viel Alkohol gestern Abend, ich hab sie doch nicht alle, nimm ich den fremden Typ einfach mit nach Hause, so ein Mist! Obwohl der Sex war schon gut. Wer klopft, denn so früh schon bei mir an der Tür?<<

Jo öffnet ihre Haustür, da steht Matze vor ihr: „Was machst du denn schon so früh hier?“ Er nimmt sie fest in den Arm: „Gott sei dank, dir geht es gut.“ „Hää? Natürlich geht es mir gut.“ „Du blöde Kuh, weißt du was ich mir für Sorgen gemacht habe, das schlimmste hab ich mir schon ausgemalt und das nur, weil ich dich alleine gelassen habe.“ Plötzlich versteht Jo, seine Sorge: „Oh Matze, das tut mir leid, ich hab voll vergessen dir zu schreiben, das ich zu Hause bin. Komm rein, ich habe gerade Kaffee gemacht, magst du auch einen?“ „Ja, bitte. Du hast mir echt einen Schrecken eingejagt. Die ganze Zeit habe ich versucht dich zu erreichen.

Warum flüstern wir eigentlich?“ Sie setzten sich an den Küchentisch und

Jo stellt ihnen einen Kaffee hin: „Weil, ich nicht alleine bin.“ „Ich dachte

Basti ist bei seinen Eltern?“ „Ja ist er auch, aber ich habe ein

Übernachtungsgast.“ Matze schaut sie überrascht an: „Du? Ich fasse es nicht, du hast jemanden mit nach Hause genommen? Was ist denn mit dir los, das machst du doch nie!“ Jo wird etwas rot, weil es ihr peinlich ist: „Ja ich weiß auch nicht, es ist halt irgendwie so passiert, außerdem machen du und Basti das fast immer, wenn wir auf Tour gehen, dann darf ich das doch auch wohl mal.“ „Meine Schöne, natürlich, so war es gar nicht gemeint, das kennt man halt nicht von dir, ich war überrascht. War es jedenfalls gut?“ Jo grinst: „Kann mich nicht beklagen.“ „Das freut mich wirklich für dich! Doch nicht etwa Bonzen Benz Bruder, oder?“ „Doch, wenn denn sonst?“ „Das muss ich unbedingt morgen früh Uschi erzählen.“ lacht Matze. „Biest, ich warne dich, wehe du machst das!“ Plötzlich steht

Michael angezogen in der Küche: „Guten Morgen.“ „Guten Morgen.“ begrüßen die beiden ihm im Chor. „Magst du auch einen Kaffee, dann setzt dich.“ fragt Jo. „Gerne.“ antwortet Michael und setzt sich dazu. Matze steht auf: „Ich lasse euch, besser alleine und gehe.“ „Ich wollte euch nicht stören.“ meint Michael zu Matze. „Tust du nicht, ich muss dringend nach Hause und ein paar Stunden schlafen. Jo, wir sehen uns morgen, grüß Basti noch.“ verabschiedet sich Matze. „Alles klar, bis morgen. Schlaf gut, mach ich. Ach und noch mal Entschuldigung.“ „Alles gut, Hauptsache es ist nichts passiert.“ mit diesen Worten verabschiedet sich Matze.

„Ich hoffe, wir haben dich nicht geweckt.“ meint Jo. „Nein, habt ihr nicht, das Bett, war nur so leer neben mir. Du bekommst ja ganz schon früh Besuch auf einem Sonntag morgen.“ „Er hat sich sorgen gemacht und wollte wissen, ob es mir gut geht, weil eigentlich sollte ich ihm schreiben, das ich zu Hause gut angekommen bin und das habe ich wohl irgendwie vergessen und da er mich nicht erreichen konnte, ist er vorbei gekommen.“ „Ah, ein Beschützer.“ „So in der Art.“ „Die Nacht mit dir war schön.“ meint Michael. „Finde ich auch.“ lächelt sie. „War es für dich eine einmalige Sache, oder habe ich eine Chance dich wieder zu sehen?“ „Möchtest du das denn?“ fragt Jo. „Ja, auf jeden Fall.“ „Okay, warum nicht. Ich gebe dir meine Nummer, aber ich muss dir leider sagen, die Woche hab ich keine Zeit, die ist voll ausgebucht.“ „Danke, das wäre toll. Nicht mal für ein Abendessen?“ „Sieht schlecht aus, ich habe Prüfung, muss noch lernen und danach unseren Chef vertreten, da weiß ich auch nie, wann ich raus bin.“ „Prüfung?“ „Ja, ich bin dabei Meister zu machen, in der Werkstatt.“ „Wow, nicht schlecht und am Wochenende?“ „Da muss ich auf einer Hochzeit, von Matze´s Schwester.“ „Okay, wirklich volles Programm. Vielleicht können wir ja zwischendurch mal schreiben.“ „Gerne.“ „Freut mich, dann werde ich mal gehen.“ „Okay, wir schreiben.“ Michael verabschiedet sich mit einem leichten Kuss auf den Mund bei ihr.

Kapitel 4

Den restlichen Sonntag verbringt Jo über ihre Schulbücher, um alles noch einmal durch zu lesen, gegen Abend geht sie duschen, als sie aus dem Badezimmer kommt, öffnet sich gerade die Eingangstür und Basti kommt rein.

Jo geht auf ihm zu und umarmt ihn: „Basti, schön das du wieder da bist.“