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Morphodynamik in der Osteopathie: Erklärungsmodelle zur Gewebedynamik In diesem Werk finden Sie Antworten darauf, welche Einflüsse, Interaktionen und Gesetzmäßigkeiten die morphologischen Dynamiken bestimmen und wie dieses Wissen in die Praxis umsetzbar ist. Um die Ganzheit des Patienten zu erfassen, müssen neben der körperlichen Ebene auch die innerlichen Bewusstseinskomponenten berücksichtigt werden. Lesen Sie, wie Sie Gewebe-Energie-Bewusstseinsmuster im Patienten erkennen. Denn es reicht nicht aus, ausschließlich auf der körperlichen Ebene therapeutisch zu wirken. Nachhaltige Therapieerfolge erreichen Sie durch die Behandlung der subjektiven Bewusstseinsmuster. Am Beispiel der kranialen Sphäre lernen Sie die osteopathischen Techniken sowie die Entstehung und Bedeutung der Midline in der Osteopathie kennen. Die 2. Auflage ist aktualisiert. Darstellung der Einflüsse der dynamischen Morphologie auf die osteopathische Denk- und Behandlungsweise
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Seitenzahl: 1236
Veröffentlichungsjahr: 2013
Der Herausgeber:
Torsten Liem, D. O., Osteopath GOsC (GB). Osteopathieausbildungen in Belgien und Deutschland. Leiter der Osteopathie Schule Deutschland (OSD) und eines M. Sc. Programms in pädiatrischer Osteopathie. Registriert im General Osteopathic Council (England) und Mitglied der American Academy of Osteopathy. Darüber hinaus ist er ausgebildet in Psychotherapie, NLP und Hypnose sowie in Akupunktur, u. a. im Hospital für traditionelle chinesische Medizin, Beijing. Verfasser der „Kraniosakralen Osteopathie“ und „Praxis der Kraniosakralen Osteopathie“ sowie der DVD-Lehrreihe „Rhythmic Balanced Interchange I–V“, Koautor des Buches „Osteopathie – Die sanfte Lösung von Blockaden“, Koherausgeber der Titel „Leitfaden Osteopathie“ und „Leitfaden viszerale Osteopathie“, Mitbegründer und ehemaliger Chefredakteur der Zeitschrift „Osteopathische Medizin“. Mit Hingabe widmet er sich der Verwirklichung osteopathischer Prinzipien in der Praxis und ihrer Verknüpfung mit Prinzipien klassischer chinesischer Medizin, des Yoga sowie psychologischen und energetischen Gesichtspunkten.
Morphodynamik in der Osteopathie
Grundlagen und Anwendung am Beispiel der kranialen Sphäre
herausgegeben von Torsten Liem
Mit Beiträgen von
L. V. Beloussov, G. H. van der Bie, M.-O. Fessenmeyer, L. Fischer, M. Habecker, L. Janus, E. Lederman, T. Lederman, T. Liem, J. J. McGovern, R. J. McGovern, W. L. McKone, J. McPartland, M. M. Patterson, St. F. Paulus, P. Sommerfeld, E. M. Skinner, N. Trottier, J. C. van der Wal
Geleitworte von John Glover und Patrick Van Den Heede
Die „Morphodynamik in der Osteopathie“ ist in einer Weise geschrieben, die das traditionelle osteopathische Denken herausfordert und den Leser auffordert, in neue Dimensionen des osteopathischen Konzeptes vorzudringen. Die Einflüsse der dynamischen Morphologie sind in einzigartiger Weise dargestellt und in die osteopathische Denk- und Behandlungsweise integriert und umgesetzt. Dazu zählen rhythmische, physikalische, biologische, entwicklungsdynamische, emotionale, mentale und ebenso spirituelle Aspekte. Diskutiert werden auch die philosophischen Konzepte, die im Zusammenhang mit osteopathischen Maßnahmen stehen.
Der Leser wird Schritt für Schritt an die Erkenntnis herangeführt, dass es nicht ausreicht, die Einheit „Körper, Geist und Seele“ vorauszusetzen. Es ist unumgänglich, die feinen Differenziertheiten und dialektischen Dynamiken dieser subjektiven, intersubjektiven und objektiven Wirklichkeitsebenen bereits in unserem täglichen Handeln zu integrieren.
Die Koautoren, die alle Experten auf ihrem Gebiet sind, vervollständigen dieses Werk durch Vertiefung verschiedener Aspekte. Die in diesem Buch vorgestellte Fülle an Implikationen für das osteopathische Denken und Handeln sowie für den Zugang zum Patienten ist so groß und tief greifend, dass wir sie wohl erst in der Zukunft vollständig erfasst werden.
Torsten Liems „Morphodynamik in der Osteopathie“ ist ein bedeutender Meilenstein der osteopathischen Literatur!
John Glover D.O., F.A.A.O., ehem. Präsident der American Academy of Osteopathy, Professor und Leiter der Sektion Osteopathische Manipulative Medizin an der Touro Universität in Cypress, Kalifornien
Wenn man sich die osteopathische Literatur des vergangenen Jahrzehnts anschaut, findet man bemerkenswerte Re-Evaluierungen und Neubetrachtungen der Schriften und Gedanken der wichtigsten Begründer und Wegbereiter der Osteopathie. Schriften und Lehren von Still, Sutherland, Becker, Fulford und vielen anderen wurden studiert, neu bewertet und in ihrem konzeptuellen und historischen Kontext eingebettet. Es zeigt sich, dass alle diese Lehrer nach einer wissenschaftlichen Erklärung für ihre Form der Heilkunst gesucht haben. Sie versuchten, die Grundsätze der Osteopathie durch anatomische und physiologische Erkenntnisse zu untermauern.
Mehr denn je versucht die moderne Osteopathie durch qualifizierte und quantifizierende wissenschaftliche Experimente voranzukommen. Durch die Anwendung der wissenschaftlichen Methodik wurde diese Tendenz in den vergangenen zwanzig Jahren enorm verstärkt.
Andererseits hat das Interesse an den philosophischen, historischen und empirischen Ergebnissen unserer Vorreiter und deren Nachfolgern allmählich abgenommen. Viele ihrer Denkergebnisse werden als Randerscheinungen betrachtet, die nicht zu den wissenschaftlichen Tendenzen in der modernen Osteopathie zu passen scheinen.
Es ist das Verdienst einiger Osteopathen und Herausgeber, die Forschung in diesen „Randgebieten“ der Osteopathie zu unterstützen. Diese Gebiete sind die „verblühenden Gebiete des osteopathischen Interesses“. Denn wo bleiben die Philosophie, der Vitalismus und Begriffe wie: Breath of Life, Potency, Tide oder Midline? Oder etwas praxisnäher: Worin besteht der Nutzen eines „inneren Bildes“ für die Patientenbehandlung? Von welchem Bild hat Sutherland gesprochen? Und woraus besteht das Bild, auf das sich andere Autoren, wie Becker, Chila und Jealous zur Qualifizierung ihrer Behandlung stützen?
Es ist Torsten Liem zu verdanken, dass er es wagte, so viele verschiedene Gebiete und „wunde Punkte“ der Osteopathie zu untersuchen und sie in einem Buch unter dem Titel „Morphodynamik“ zu bündeln. Ein frischer Wind weht durch die bereits bekannten und untersuchten Gebiete der Osteopathie. Alle Mitautoren verfügen in dem von ihnen behandelten Fachgebiet offenbar über große Erfahrungen.
Das Buch verhält sich wie ein axonaler Wachstumskegel. Es sucht nach dem richtigen Bereich, um die endgültige Synapse einzufügen. Währenddessen integriert es Informationen und tauscht sie mit den Gebieten aus, an denen es vorbeizieht. Philosophie, Biodynamik, Embryologie, Perinatologie und zahlreiche andere Bereiche werden sorgfältig analysiert und mit vielen, vielen Literaturverweisen versehen, die den Leser zu einer tiefergehenden Erforschung einladen.
Wie die Stammväter der Osteopathie glauben auch wir, dass die Osteopathie gleichermaßen Wissenschaft und Kunst ist.
Patrick Van Den Heede, D. O. MRO (B)
„Unsere Ganzheit ist an ihrem greifbaren Teil der Leib, mit allem, was er an Vorgängen und Instanzen in sich schließt. Wir leben in ihm wie in einem verwunschenen Schloss, das der beklemmenden Phantasie Kubins oder Kafkas entstammen könnte. Wir sind zwar Herren, aber was gehorcht uns? Wir sitzen in der Kammer unseres Bewusstseins, durch ihre Fenster gewahren wir draußen die Welt, durch ihre Tür kommt das Innere des Schlosses an uns heran. Wir geben Befehle und werden bedient, aber oft von fremden Gesichtern und auf eine befremdende wirre Weise. Man bringt uns, was wir nicht wünschen, und was wir verlangen, erhalten wir oft nicht, oder spät und ungelegen. Das Haus ist verwunschen, wir kennen uns nicht aus in seiner verschlungenen Weitläufigkeit. Oft scheint es, die dienenden Geister sind gegen uns verschworen, sind ausgeflogen oder feiern Feste für sich. Vor Aufständen sind wir nicht sicher. Es spukt, Geräusche dringen durch die Wand, poltern Geister? Sind Gäste nebenan, die wir nicht baten? Ist's das Gesinde mit Flüstern und Streit? Wie leben eigentlich diese Leute, und wie viele sind es?“
Heinrich Zimmer*
Eine der Kernfragen in diesem Buch ist, welche Einflüsse, Interaktionen und Gesetzmäßigkeiten die Dynamiken der Morphologie bzw. die morphologischen Dynamiken bestimmen und die Anwendung dieser Erkenntnisse in der osteopathischen Praxis.
Der Mensch ist mehr als die Summe aus Soma und Psyche, er bildet eine untrennbare psychosomatische Einheit. Das Gewebe als das Äußerliche ist bis ganz nach oben, bis zum höchsten Innerlichen, d.h. dem höchsten Bewusstsein präsent. Die in der Evolution auftretende zunehmende Komplexität der materiellen Form geht einher mit einer zunehmenden Verfeinerung von Energien und innerlicher Bewusstheit: Je komplexer die grobstofflichen Formen, desto subtiler die begleitenden Energiemuster und -felder und desto größer die innerliche Bewusstheit. In dieser phylo- wie ontogenetischen Dynamik ist die Materie (inkl. der an die Materie gebundenen Energiefelder) durchgängig präsent als das äußerlich Objektive bzw. die äußerliche Form bis zum höchsten innerlichen Subjektiven, dem höchstmöglichen Bewusstsein. Der objektiven Realität der Gewebestrukturen und der dazugehörigen Energien steht die subjektive Realität des inneren Bewusstseins gegenüber, eingebettet in interobjektive (soziobiologisches Umfeld) und intersubjektive (Kultur/Familie) Realitäten.
Es darf jedoch nicht der Fehler begangen werden, innerliche Erfahrungen auf die energetische Ebene oder das Körperliche zu reduzieren. Um adäquat die „Ganzheit“ des Patienten zu behandeln, reicht es nicht aus, nur das Gewebe- oder Energiekorrelat zu behandeln. Ebenso erforderlich ist die Fähigkeit, die auftretende innerliche Bewusstseinskomponente erfahren und berücksichtigen zu können.
Der Bewusstseinsgrad bzw. das Gewahrsein des Osteopathen gegenüber seinen eigenen sensomotorischen, vitalen, emotionalen, mentalen und spirituellen Innerlichkeiten und denen seiner Patienten bestimmt, inwieweit er in der Lage ist, Gewebe-Energie-Bewusstseinsmuster im Patienten zu erkennen bzw. Gewebemuster und energetische Muster mit den inneren Dimensionen in Verbindungen zu setzen und zu berücksichtigen. Je stärker er dazu in der Lage ist, desto größer ist zudem die Wahrscheinlichkeit, dass durch die Behandlung keine neuen dissoziativen Muster hervorgerufen werden.
Entsprechende Ausdifferenzierungen osteopathischer Sichtweisen und die Berücksichtigung der sich entwickelnden Struktur-Funktion-Wechselbeziehungen bieten solide Methoden für die Behandlung gewebiger Dysfunktionskomplexe, wie auch für die assoziierten subjektiven Bewusstseinsmuster.
Dies ist das zentrale Thema des vorliegenden Buches. Dabei sind die aufgezeigten Wege allenfalls Möglichkeiten und keinesfalls als dogmatisches Regelwerk zu verstehen. Jeder Osteopath ist eingeladen und aufgefordert, daran weiterzuarbeiten, zu korrigieren, zu relativieren, zu differenzieren und zu integrieren.
Weder ausschließlich objektive, naturwissenschaftliche Ansätze in der Osteopathie, noch religiös gefärbte Offenbarungsansätze sind in der Lage, die Anforderungen, die die Gegenwart an eine osteopathische Behandlungsmethode stellt, zu erfüllen.
Heilkundliche Verfahren existieren bzw. entwickeln sich nicht im luftleeren Raum, sondern entstehen im jeweiligen historischen, kulturellen und gesellschaftlichen Umfeld. Dieses prägende Umfeld wird jedoch meist für so selbstverständlich gehalten, dass die zu Grunde liegenden Glaubensmodelle in der Regel unbewusst bleiben. Wer die Osteopathie ausschließlich als eine Art Offenbarungslehre versteht, läuft Gefahr kultur-, sozial- und wissenschaftshistorische Bedingtheiten im Entstehungsprozess der Osteopathie (oder osteopathischer Begrifflichkeiten wie z. B. die „somatische Dysfunktion) zu negieren und sich dadurch evolutionären Potenzialen zu verschließen. Für ein mündiges Verständnis osteopathischer Diagnostik- und Behandlungsverfahren sind u. a. Einsichten in die sich historisch wandelnden Paradigmen in der Heilkunde und über den Körper unbedingt nötig. Mögliche Einflüsse auf die Osteopathie sowie die Differenzierung und Umsetzung integraler Vorgehensweisen in der therapeutischen Interaktion werden deshalb ausführlich diskutiert. Die Einbeziehung phänomenologischer, systemtheoretischer u. a. Sichtweisen erweitert zudem die diagnostischen und therapeutischen Perspektiven des Osteopathen.
* Zimmer, H.: Yoga und Buddhismus. Insel Verlag. Frankfurt a. M., 1973, ▶S. 122.
Auch wenn phylogenetisch gesehen der Mensch gegenüber anderen Lebewesen eine bereits große Tiefe erreicht hat, beginnt dennoch jeder einzelne Mensch als Individuum ontogenetisch gewissermaßen beim Nullpunkt und muss im Verlaufe seiner Entwicklung alle entsprechenden Ebenen durchlaufen. Das bedeutet aber auch, dass auf jeder Entwicklungsstufe etwas schief gehen kann und eine Differenzierung und Transzendierung vielleicht gar nicht oder nur unvollständig erfolgt. Hier kann die Osteopathie unterstützend ansetzen, indem sie die Auflösung konditionierter Beschränkungen und die Ausrichtung auf einen tieferen Gleichgewichtszustand fördert.
Heilung bedeutet deshalb nicht zwangsläufig, dass wir einen früheren Zustand der Gesundheit wiedererlangen wollen. Durch die Anerkennung eines Entwicklungsprozesses, der mit der Befruchtung vielleicht ontologisch begann, aber sicherlich mit der Jugend längst nicht abgeschlossen ist, bekommt Heilung eine ganz andere, viel weitreichendere Bedeutung. Sie erlöst den Therapeuten von einem einschränkenden Therapiegebäude, das sich in der ausschließlichen Suche nach einer in der Zeit verloren gegangenen Gesundheit erschöpft. Die Erweiterung des Potentials therapeutischer Interaktion entsteht durch das Verständnis der inhärenten Beziehung von Gesundheit und sich entwickelnden Integrationen höherer Ordnung im Menschen.
Einsichten in die biologischen Rhythmen und die Entwicklungsdynamiken vertiefen das Verständnis für die Homöostase und den Gesundheitszustand und führen zu einer adäquateren und spezifischeren Behandlung des Patienten.
Die detaillierte Darstellung objektiver wie subjektiver Faktoren der Entwicklungsdynamiken, sowie der physikalischen, biologischen, emotionalen, mentalen und spirituellen Ebenen in der therapeutischen Interaktion stellen einen essentiellen Teil des vorliegenden Buches dar.
Bei dieser Darstellung wird deutlich, dass in einer Behandlung zahlreiche Dynamiken und Wirklichkeitsebenen beteiligt sind. Jeder Versuch in der therapeutischen Interaktion eine dieser Ebene zu verallgemeinern, führt zwangsläufig zu einer Einschränkung des therapeutischen Potentials. Auf der anderen Seite gewährleistet die Berücksichtigung dieser Wirklichkeitsebenen eine „ganzheitlichere“ osteopathische Behandlung.
Einige Worte der Vorsicht: Die osteopathische therapeutische Interaktion kann nur schrittweise erlernt werden. Dabei sind fundierte Kenntnisse über jedes Gewebe, seine strukturell-funktionelle Einheit und die vielfältigen Wechselwirkungen der Gewebe und Organsysteme untereinander, sowie die palpatorische Annäherung an das jeweilige Gewebe und an die Globalität der Gewebedynamiken unabdingbare Voraussetzungen. Diese Lernschritte können nicht übersprungen werden. Eine intuitive Herangehensweise ohne diese Grundlagen mündet in einem prärationalen undifferenzierten Berühren. Zu versuchen, intuitive Einsichten der Organisation im Organismus zu gewinnen, ohne in der Lage zu sein, eine Dysfunktion des Omentum minus oder des M. palmaris longus zu befunden oder Zusammenhänge zwischen einer dysfunktionellen Gefäßversorgung des Zäkums und dem Rest der Körperorganisation zu erfassen, ist sicherlich keine Osteopathie.
Im vorliegenden Buch wird man schnelle Behandlungsrezepte, Wundergriffe und -techniken vergeblich suchen. Ziel des vorliegenden Buches ist es vielmehr, ganz in Einklang mit Still, den Osteopathen für Betrachtungsweisen zu sensibilisieren und auf eine Entdeckungsreise einzuladen:
die sein Verständnis für sich selbst, für den Patienten und für die therapeutische Interaktion erweitert,
den Prozess fühlender, sehender, denkender und wissender Finger vertieft,
und last but not least die Behandlung bereichert.
Hamburg, Februar 2006
Torsten Liem
Ganz besonders und außerordentlich möchte ich allen Koautoren danken! Auch für den regen Austausch und die sehr inspirierenden Gespräche mit ihnen und für die zum Teil langjährigen tiefen Freundschaften darf ich mich sehr glücklich schätzen. Ohne ihre hervorragenden Beiträge wäre dieses Buch nicht vorstellbar:
Prof. Dr. Lev. E. Beloussov, Marie-Odile Fessenmeyer, D. O., Dr. med. Lorenz Fischer, Michael Habecker, Dr. med. Ludwig Janus, Tsafi Lederman und Prof. Dr. Eyal Lederman, D. O., James McGovern, PhD, Rene McGovern, PhD, Walter McKone, DO, John M. McPartland, D. O., Michael M. Patterson, PhD, Stephen Paulus, DO, Evelyn Skinner, BA, DO, Peter Sommerfeld, D. O., Nathalie Trottier, D. O. can., Dr. med. G.H. van der Bie, Dr. med. Jaap van der Wal.
Ein herzlicher Dank gebührt auch Sibylle Heck, Prof. Dr. Paul Klein D. O., Prof. Dr. Karl W. Kratky, Rüdiger Krause D. O., Christoph Newiger, Sotorius Pappas, Jenny Parkinson, Prof. Dr. med. Johannes W. Rohen, Jane Stark D. O. can. für ihre Unterstützung bei Übersetzungen, Redigierungen und zahlreichen Klärungen von Fragen und spannenden Diskussionen während der Entstehung des Buches.
Dankbar für seine Hilfe an diesem Buch bin ich auch meinem Freund und sehr geschätzten Kollegen Cristian Ciranna Raab, D. O. B.Sc. Ihm darf ich außerdem immer wieder mein Leid klagen, wenn ich in der Praxis das Gefühl habe, das alte Ufer zu verlassen, aber ein neues nicht in Sicht ist und meine scheinbar wissenden Finger sich zunehmend oft ohnmächtig und unwissend fühlen.
Ich möchte Marina Horbatsch vom Hippokrates Verlag, die dieses Buch von Anfang an betreute, für die große Unterstützung danken. Abermals zeigte sie eine schier unmenschliche Geduld in Anbetracht der vielen, vielen Korrekturen.
„Um dich, Materie, zu erreichen, müssen wir im Ausgang von einem universellen Kontakt mit allem, was sich hier unten regt, nach und nach spüren, wie zwischen unseren Händen die besonderen Formen von all dem, was wir halten, verschwinden, bis wir nur noch im Ringen mit der einzigen Wesenheit aller Konsistenzen und aller Vereinigungen bleiben….
… Wir müssen, wenn wir dich haben wollen, dich im Schmerze sublimieren, nachdem wir dich wollüstig in unsere Arme genommen haben.
Du herrschest, Materie, in den erhabenen Höhen, wo die Heiligen glauben, dir auszuweichen, so durchsichtiges und so bewegliches Fleisch, dass wir dich nicht mehr von einem Geist unterscheiden.
Trage mich dorthin, Materie, durch das Bemühen, die Trennung und den Tod, trage mich dorthin, wo es endlich möglich sein wird, das Universum keusch zu umarmen.“
Pierre Teilhard de Chardin*
* Teilhard de Chardin, P.: Das Herz der Materie. Patmos, Düsseldorf, 2002, ▶S. 120.
em. Prof. Dr. Lev V. Beloussov Laboratory of Developmental Biophysics Dept. of Embryology Faculty of Biology, Moscow State University Moskau 119899 Russland
Dr. med. Guus H. van der Bie Laan van Beek en Royen 39 3701AK Zeist Niederlande
Marie-Odile Fessenmeyer 29, rue de la cerisaie 75004 Paris Frankreich
Dr. med. Lorenz Fischer Schwanengasse 5/7 3011 Bern Schweiz
Michael Habecker Sperberstraße 30 83052 Bruckmühl
Dr. med. Ludwig Janus Köpfelweg 52 69118 Heidelberg
Eyal Lederman, DO, PhD Center for Professional Development in Osteopathy and Manual Therapy 15 Haberton Road London N19 3JS England
Tsafi Lederman Center for Professional Development in Osteopathy and Manual Therapy 15 Haberton Road London N19 3JS England
James J. McGovern, PhD A. T. Still University of Health Sciences Kirksville College of Osteopathic Medicine 800 W. Jefferson St. Kirksville, MO 63501 USA
Rene J. McGovern, PhD A. T. Still University of Health Sciences Kirksville College of Osteopathic Medicine 800 W. Jefferson St. Kirksville, MO 63501 USA
Walter Llewellyn McKone 14A St. Michaels Terrace (Alexandra Palace) Wood Green London N22 7SJ England
John McPartland, DO, MS 53 Washington Street Ext Middlebury, VT 05753 USA
Michael M. Patterson, PhD College of Osteopathic Medicine Nova Southeastern University 3200 S. University Drive Ft. Lauderdale, FL 33328 USA
Stephen F. Paulus, DO, MS 3121 Park Avenue, Suite D Soquel, CA 95073 USA
Regina Allemann Mansilla 3344 1°E 1425 Buenos Aires Argentinien
Beitrag: ▶Kap. 25 Trottier
Mag. Gudrun Meddeb Pfeilgasse 5/26 1080 Wien Österreich
Beitrag: ▶Kap. 26 Fessenmeyer
Christa Trautner-Suder Johann-Baur-Str. 47 82362 Weilheim
Beiträge: ▶Kap. 2 McKone, 16 Paulus
Cordula Hallensleben 112, Royal George Road Burgess Hill RH15 9SL England
Beitrag: ▶Kap. 11 McGovern u. McGovern
Markus Vieten Ardennenstraße 73a 52076 Aachen
Beiträge: ▶Kap. 8
Geleitworte
Vorwort
Mitarbeiterverzeichnis
Übersetzerverzeichnis
Teil 1 Grundlagen
1 Paradigmen in der Heilkunde
Torsten Liem
Einleitung
Entwicklung der Paradigmen in der Heilkunde
Veränderungen in der Sichtweise des Körpers
Schul- und Komplementärmedizin
Modell der klassischen Schulmedizin
Modell der Komplementärmedizin/„biologischen Medizin“
Biopsychosoziales Modell
Phänomenologischer Ansatz
Energiemedizinisches Modell des Organismus
Verschiedene Blickwinkel/Weltbilder aus Sicht der Huna
Holonkonzept und AQAL-Modell nach Wilber
Holonkonzept nach Koestler und Wilber
Das Modell aller Quadranten, Ebenen, Linien, Zustände und Typen (= AQAL) nach Wilber
Zusammenfassung
2 Osteopathische Philosophie: Der Arzt als Mittelpunkt einer metaphysischen Medizin
Walter Llewellyn McKone
Einleitung
Separation
Philosophie
Die moderne wissenschaftlich-philosophische Bewegung
Die kartesianische Philosophie
Der Wiener Kreis und Immanuel Kant
Methodologie
Die Philosophie Goethes
Nordamerikanische Philosophie und Wissenschaft des 19. Jahrhunderts
Die Osteopathie als praktische Philosophie
Vielfalt in der Einheit und Einheit in der Vielfalt
Osteopathie – die metaphysische Medizin
Manipulationstechniken in der Osteopathie
Schlussbetrachtung
3 Über den Gegenstand der Osteopathie
Peter Sommerfeld
4 Biologische Rhythmen
Torsten Liem
Einleitung
Rhythmik als Grundeigenschaft des Lebens
Rhythmik, Form und Funktion
Rhythmusgenese
Kurz-, mittel- und langwellige Oszillationen
Endo- und exogene Rhythmen
Biologische Rhythmen
Praktische Bedeutung der Rhythmen in der Osteopathie
5 Physikalische und neurobiologische Prinzipien
Modifiziert nach Teil I Propädeutik in Fischer L: Neuraltherapie nach Huneke. 2. Aufl. Stuttgart: Hippokrates; 2001
Moderne Physik und Biologie
Lorenz Fischer
Einleitung
Quantenphysik
Chaostheorie
Thermodynamik
Kybernetik
Lorenz Fischer
Das Grundsystem nach Pischinger und Heine
Lorenz Fischer
Die Relationspathologie von Ricker
Lorenz Fischer
Die Neuralpathologie von Speranski
Lorenz Fischer
Das vegetative Nervensystem
Lorenz Fischer
Der erweiterte Segmentbegriff
Lorenz Fischer
Die Gate-Control-Theorie nach Melzack und Wall
Lorenz Fischer
6 Wirkung gestaltbildender und regulierender Kräfte auf lebende Organismen
Torsten Liem
Der Organismus – eine autopoietische Einheit
Entwicklung, Bewegung und Bedeutung der Form als Betätigungsfeld der Osteopathie
Morphogenetische Felder
Elektrische, magnetische und elektrodynamische Felder
Biophotonenfelder
Morphogenetische Felder nach Sheldrake
Formentstehung durch Wirbelmuster (Vortex) nach Edwards
Goldener Schnitt
Zusammenfassung
Schlussbemerkungen
7 Regulative Kräfte in der Embryologie
Torsten Liem
Flüssigkristalline Eigenschaften lebender Organismen
Einflüsse elektromagnetischer Felder
Einflüsse von Licht
Einflüsse von Spannungsfeldern
Blastula-Stadium
Übergang zum Gastrula-Stadium
Grundsätze der entwicklungsdynamischen Differenzierungen nach Blechschmidt
Binnengewebe und Grenzgewebe
Korrosionsfelder
Auflockerungsfelder
Sogfelder
Densationsfelder
Kontusionsfelder
Distusionsfelder
Retensionsfelder
Dilationsfelder
Detraktionsfelder
8 Die mechanische Belastung in der embryonalen Entwicklung
Lev V. Beloussov
Einleitung
Molekulare Mechanismen zur Erzeugung einer Belastung
Beispiele für mechanische Belastungen in der embryonalen Entwicklung
Die Bedeutung mechanischer Belastungen für die embryonale Morphogenese, das Zellüberleben und die Genexpression
Mechanische Belastung und Auswirkung auf die Entwicklung
9 Der inkarnierende Embryo
Jaap C. van der Wal und Guus H. van der Bie
Einleitung
Embryonales Verhalten
Die Sprache des Embryos
Dynamische Morphologie – Goethes Sicht
Morphologie und Psychologie: das Seelische wird (im Voraus) geübt
Geburt als Urgebärde der Entwicklung
Die Konzeption als Geste der Menschwerdung
Empfängnis oder Befruchtung – woher kommen wir?
Einnistung – die Geste der Schwangerschaft
Zentralisierung – Die Geste der Individuation
Nach dem „Einwachsen“ das „Ent-wachsen“
Embryologie der Mitte, des Gleichgewichts und der Freiheit
Zusammenfassung
Intermezzo: Eine Erzählung über ein unvorstellbares Dasein
10 Prä- und perinatale Erlebniswelten
Ludwig Janus
Einleitung
Ankunft in der Welt – „Wiederfinden“ oder Trennungsempfindlichkeit
Geburt – Abenteuer oder Höllenfahrt
Fetalzeit – Ur-Bindung oder Ur-Ambivalenz
Implantation und Embryonalzeit
Die ersten Zellstadien – eine Spekulation zu den ersten Entwicklungsvorgängen
Abschließende Bemerkungen
11 Die Entwicklung der Einheit von Geist, Körper und Seele
James J. McGovern und Rene J. McGovern
Emotionen
Evolution
Sensomotorische Phase (Geburt bis 2 Jahre)
Präoperationelle Phase (2–7 Jahre)
Konkrete Operationen (7–11 Jahre)
Formale Operationen (etwa ab 11 Jahre)
Anpassung
Zusammenfassung
12 Palpation – die Kunst des Fühlens
Torsten Liem
Die Bedeutung der Berührung
Voraussetzungen für die kunstgerechte Palpation
Palpation, Kraftanwendung und Resonanz
Weitere Palpationsbezogene Sichtweisen
Emotion und Berührung
Gefahr der Unterdrückung von Emotionen in Manipulations- techniken
Emotion, Osteopathie, Psychotherapie
Lehrbarkeit palpatorischer Erfahrungen
13 Berührung als therapeutische Intervention
Tsafi Lederman unter Mitwirkung von Eyal Lederman
Die Ursprünge heilenden Berührens
Berührung als Therapie
Berührung als Kommunikation
Psychologische Effekte von Berührung
Zusammenfassung
14 Somatische Dysfunktion und Kompensation
Torsten Liem und Michael M. Patterson
Das Konzept der somatischen Dysfunktion
Michael M. Patterson
Einleitung
Zu Grunde liegende Mechanismen der Effekte somatischer Dysfunktionen
Periphere und zentrale neurale Plastizität
Weitere Gedanken zur somatischen Dysfunktion
Die somatische Dysfunktion heute
Torsten Liem
Das Modell der primären und sekundären somatischen Dysfunktion
Allostatic load
Vitalistische Sichtweisen
Tensegrity-Modell
Tensegrity aus osteopathischer Sicht
Psychoneuroimmunologie
Dysfunktion aus Sicht des Matrix-Bewusstseins nach Oschman
Dysfunktion aus Sicht dissipativer Systeme
Somatische Dysfunktion als Holon im AQAL-Modell nach Wilber
Dysfunktion aus Sicht holarchischer Regulationsorganisation
Somatische Dysfunktion und die neue Physik
Biodynamische und biokinetische Kräfte nach Becker
15 Bedeutung systemtheoretischer Überlegungen für die osteopathische Diagnostik und Therapie
Peter Sommerfeld
Einleitung
Komplexität, System und Kontingenz
System
Kontingenz
Komplexität
Zusammenfassung
Systemkonstitution
Differenzen setzen – seligieren
Relationieren
Synthese und Erstellen eines Behandlungsansatzes
Therapeutischer Akt
16 Das Erleben der Fulcren in der Osteopathie und das Entstehen der Stille
Stephen Paulus
17 Diagnoseprinzipien
Torsten Liem
Diagnose ist keine Sammlung von Symptomen
Das Ganze und das Teil
Anamnese
ELSE-Fragen nach Stuart und Lieberman
Inspektion
Globale Untersuchung
Palpatorische Diagnostik
Haltung
Befundung von Haupt-Charakterstrukturen
Chakrenbefund
Palpation subtiler und kausaler Energiefelder
Thermische Diagnose nach J. P. Barral
Globale Palpation der Entwicklungsdynamik
Globale rhythmische Unter- suchung durch passive Synchro- nisation mit inhärenten rhyth- mischen Erscheinungen (Atmung, primäre Respiration usw.)
Globale Untersuchung durch aktive Testung von Beweglichkeit (Mobilität)
Faszienpalpation
Palpation globaler fluider Muster
Körperscreening der Gewebeelastizität
Palpation der Gewebedichte
Differenzierung der Dysfunktionsebene
Lokale Untersuchung
Lokale Untersuchung nach McKone
Oberflächenbeschaffenheit
Palpation der Form (der Knochen, Gewebe, Organe)
Lokale Testung der Gewebeelastizität
Lokale Palpation der Gewebedichte
Palpation des Muskeltonus
Lokale rhythmische Untersuchung durch passive Synchronisation mit inhärenten rhythmischen Erscheinungen
Lokale Untersuchung durch aktive Testung von Beweglichkeit (Mobilität)
Lokale Faszienpalpation
Palpation lokaler fluider Muster
Weitere Untersuchungen
Differenzierung von akuter und chronischer Dysfunktion
Erspüren der räumlichen Organisation
Palpatorische Differenzialdiagnostik
Felder nicht physikalischer Energie
Palpation von emotionalem Gewebe-Loading
Worauf ist zu achten?
18 Therapeut und therapeutische Interaktion
Torsten Liem unter Mitarbeit von Michael Habecker
Der Therapeut
Eigenschaften eines guten Osteopathen
Mögliche Behandlungshindernisse
Vertrauen in den eigenen Körper
Bewusstheit des Therapeuten
Leerwerden
Öffnung, Synchronisation
Glaubenssysteme
Therapeutische Interaktion
Gefahr der Überfokussierung auf technische Ausführungen
Heilungsabsicht des Patienten
Entwicklungsprozesse
Suppression von Symptomen
Öffnung
Einstimmen, Resonanz
Bewusstheit und therapeutische Interaktion
Entstehung sinnhafter therapeutischer Interaktion
Bedeutung des empathischen Kontakts
Vertrauen in das eigene Erleben
Fokus: Gesundheit
Lösungsprozess
Perspektiven therapeutischer Interaktionen in der Osteopathie
Torsten Liem, Michael Habecker Kontakt des Osteopathen zum Gewebe aus Sicht des Quadrantenmodells nach Wilber
Reaktionen des Patienten auf die therapeutische Interaktion
Zusammenfassung
19 Behandlungsprinzipien
Torsten Liem
Translation und Transformation
Zu beachtende Faktoren bei der Behandlung
Allgemeine Behandlungsprinzipien der Palpation
Sich ergreifen lassen und ergreifen
Hörende Palpation
Fulcrum
Fokus der Aufmerksamkeit
Verlagerung der Aufmerksamkeit
Bedeutung der Stille in der Behandlung
Intentionaler Ansatz nach McKone
Intention, Atmung, Technik
Spezielle Behandlungsprinzipien der Palpation
Neutraler Zustand des Patienten nach Jealous
Synchronisation mit Raum des Patienten
Behandlung entwicklungsdynamischer Spannungsmuster
Erspüren der Vitalität im Patienten
Behandlung durch rhythmische Impulse
Balanced tension
Point of balanced membranous/ligamentous/fascial tension (PBMT/PBLT/PBFT)
Einstellen einer lokalen, regio- nalen und globalen „balanced tension“ (BT) am Beispiel des Magens
Dynamic balanced tension (DBT)
Balanced fluid tension (BFT), Ausführung nach Jealous
Balanced electrodynamic tension (BET)
Weitere Methoden zum Erreichen einer „balanced tension“
Übertreibung („exaggeration“)
Direkte Technik
Auseinanderziehen (Disengagement) und Dehnungsfeld
Kompression/Kompressionsfeld
Modellieren (Molding)
Recoil (modifizierte Variante auf der Basis von Chauffour und Prat)
Unterstützung der Selbstheilung
Unterstützung durch Fluidimpulse
Unterstützung durch die pulmonale Atmung
Unterstützung durch das myofasziale System
Unterstützung durch sensomotorische Integration
Unterstützung durch emotionale, mentale und spirituelle Integration
Emotionale Integration
Mentale Integration
Spirituelle (kausale) Integration
Weitere Behandlungsansätze
Komplexe Wellenformen nach Abehsera
Behandlung der Chakren
Stärken und Reinigen der Energiefelder
Behandlung der Felder nicht physikalischer Energie
Behandlungshinweise, Behandlungsendpunkte und Behandlungsreaktionen
Behandlungshinweise
Natürlicher Endpunkt einer Behandlung
Behandlungsreaktionen
20 „Total rhythmic balanced interchange“ nach Becker
Torsten Liem
Fulcrum-Point-Technik
Modifizierte Rhythmic-balanced-interchange-Techniken (RBIT) nach Becker
Zusammenfassung
Weiteres Vorgehen
21 Midline – Entstehung und Einführung
Torsten Liem
Bedeutung der Eintrittsstelle des Spermiums in das Ovum
Furchungsebenen
Gradient zwischen Zentrum und Peripherie
Dorsoventrale Seite
Kraniokaudale Achse
Polarität zwischen Haftstiel und Herz
Entstehung der Links-Rechts-Symmetrie
Entstehung der dreidimensionalen Räumlichkeit
Elektrische Felder
Flüssigkristalline Eigenschaften von Gewebe
Dorsale, mittlere (ehemals ventrale) und vordere Midline nach Van Den Heede
Midline nach Jealous
Weitere Zusammenhänge
Midline der Stille
Midline von Vertex bis zur Spitze des Os coccygis
Sakrokokzygeale-lumbosakrale bzw. thorakolumbale Midline
Sakrokokzygeal-sternale Midline
Inion-SSB-Midline
Nasion-Inion
Bregma
Bregma-Inion
Midline von Vertex bis C1
Atlantookzipitale Midline
Okzipitosternale Midline
Nabel-Okziput (Vertex)-Midline
Chorda dorsalis-Technik nach Jealous
22 Die Bedeutung der Midline in der Osteopathie
John M. McPartland und Evelyn Skinner
Einleitung
Die embryologische Midline
Die Implantation stabilisiert die embryonale Achse
Klinische Midlines
Die Midline bei axialen Bewegungen
Die Midline bei Atembewegungen
Die Midline bei metabolischen Bewegungen
Echte und falsche Midlines
23 Fluider Körper
Torsten Liem
Fluider Körper nach Jealous
Palpation
Eine kurze Zeitreise der Elritze („Timetour of the Minnow“) in die fluide Entstehungsdynamik des Augapfels
Behandlungsprinzipien der fluiden Ausführung eines EV-4 und CV-4
Phänomenologische Annäherungen an den LCS in der Osteopathie
Ähnlichkeiten zwischen Sutherlands und Swedenborgs Betrachtungen
24 Energiekörper
Torsten Liem
Körper-Hüllen-Bewusstseinsmodell des Vedanta/Vajrajana
Weiterentwicklung des vedantischen Modells –Materie/Energie als das Äußere, Bewusstsein als das Innere
Energiefelder
Evolutionäre Entstehung der Energiefamilien
Energie und Bewusstsein
Differenzierung der Energiefelder
Chakrensystem
Funktion der Chakren
Chakra und Gesundheit
Entwicklung der Chakren
Übung zur Sensibilisierung für die Intention des Berührens
Teil 2 Anwendung an der kranialen Sphäre
25 Geschichte und Entwicklung der Lehre von William Garner Sutherland
Nathalie Trottier
Anfänge der Osteopathie und Stills Einfluss auf Sutherland
Andrew Taylor Still
Geburtsstunde der Osteopathie
Gründung der ersten Schule für Osteopathie
Einfluss des „alten Docs“ auf Sutherland
Entwicklung von Sutherlands Lehre
Zeit der Forschung und Experimente
Modell und Anfänge seiner Lehre
Mechanisches Modell der Mobilität des Schädels
Entwicklung des Modells
Wichtigkeit der bildlichen Vorstellung (Visualisation)
Wichtiger Umschwung der Lehre Sutherlands
Sutherland wählt den richtigen Zeitpunkt zur Veröffentlichung seines neuen Modells
Aufzeichnungen von Sutherlands Unterrichtsmethode
William Garner Sutherland, ein außergewöhnlicher Lehrer
Letzte Unterrichtsjahre Sutherlands
26 Entwicklung des Schädels und Darstellung der Wachstumsbewegungen der Schädelknochen
Torsten Liem unter Mitarbeit von Marie-Odile Fessenmayer
Phylogenese
Ossifikation des Neurokraniums und Viszerokraniums
Einflüsse auf das Wachstum der Schädelknochen nach Erscheinen der Ossifikationszentren
Neurokranium/Hirnschädel
Entwicklung des Chondrokraniums (Schädelbasis)
Entwicklung des Desmokraniums (Schädeldach)
Entwicklung des Viszerokraniums (Gesichtsschädel)
Bei der Geburt
Zusammenfassung
27 Morphologie des Schädels nach Rohen
Torsten Liem
Morphologie des Os occipitale
Morphologie des Os sphenoidale
Morphologie Os ethmoidale
Morphologie des Os frontale
Morphologie des Os temporale
Morphologie des Os parietale und des Schädeldaches
Morphologie der Maxilla
Morphologie des Os zygomaticum
Morphologie der Mandibula
Die Dreigliederung und Metamorphose des Gesichtsschädels
Die Morphologie der Nase, Nasennebenhöhlen und des Os ethmoidale
Morphologie des Gehör- und Gleichgewichtsorgans
Gehörorgan
Gleichgewichtsorgan
Metamorphose der Oberbauchorgane in das Gehör- und Gleichgewichtsorgan
Entwicklung des Innenohrs
Die Morphologie des Auges
Metamorphose der Niere in das Auge
28 Intraossale Techniken
Torsten Liem
Os occipitale
Schädelbasis-Okziput-Foramen-magnum-Technik bei Kleinkindern
Platybasia-Technik
Squama-occipitalis-Technik
Os sphenoidale
Technik zur Lösung von Spannungen zwischen Prä- und Postsphenoid
Os temporale
Pars petromastoidea/Pars tympanica
Pars petromastoidea/Pars squamosa
Pars squamosa/Pars tympanica
Technik für die Gehörknöchelchen
Modellieren (Molding)
Os frontale
Modellieren (Molding)
Spreizung der Sutura metopica
Os parietale
Modellieren (Molding)
Intraossale Kraftlinien
Mandibula
Behandlung der vom Caput zum Corpus verlaufenden dysfunktionellen Drucktrajektorien
Behandlung der vom Processus coronoideus zum Corpus verlaufenden dysfunktionellen Drucktrajektorien
Behandlung der vom Caput/Collum verlaufenden dysfunktionellen Zugtrajektorien
Gesichtsschädel
Caninuspfeiler-Behandlung
Jochbeinpfeiler-Behandlung
Flügelgaumenpfeiler-Behandlung
Querstrebenbehandlung
Hirnschädel
Längsbalken-Behandlung
Behandlung des vorderen Querbalkens
Behandlung des hinteren Querbalkens
29 Entwicklungsdynamische Ansätze zur Behandlung von Kopf, Dura, Zwerchfell, Hals und Pharyngealbogen
Torsten Liem
Entwicklungsdynamische Behandlung der Schädelbasis
Gesichtsschädel nach Van Den Heede I
Technik
Gesichtsschädel nach Van Den Heede II
Wachstumsdynamiken der Dura nach Blechschmidt
Gegenzug der Dura gegenüber dem Deszensus der Organe
Entwicklungsdynamische Annäherung an Falx und Tentorium
Schritt 1
Schritt 2
Schritt 3
Anteriorer Duragürtel nach Jealous
Anteriorer Duragürtel: Ramus mandibulae
Anteriorer Duragürtel: Arcus maxillaris
Anteriorer Duragürtel: Tentorium cerebelli
Anteriorer Duragürtel Os sphenoidale
Wachstumsdynamik des Zwerchfell- und Eingeweidedeszensus
Behandlung des Zwerchfells: Entwicklungsdynamischer Ansatz
Hals: Entwicklungsdynamischer Ansatz
Behandlung der Pharyngealbögen- und Schlundtaschenderivate
Erster Pharyngealbogen
Zweiter und dritter Pharyngealbogen
30 Entstehungsdynamiken des Nervensystems nach Blechschmidt
Torsten Liem
Einleitung
Haltefunktion der Blutgefäße
Lage- und Formentwicklung des embryologischen Nervensystems
Strukturentwicklung des embryonalen Nervensystems
Rückenmark
Gehirn
Kleinhirn (nach Plothe)
Nervenfaserwachstum
Sensible und motorische Bahnen
Rückenmark
Filum terminale
Großhirn
Hirnnerven
31 Behandlung von Gehirn und Rückenmark
Torsten Liem
Allgemeine Diagnose- und Behandlungsprinzipien
Testung der Elastizität
Palpation inhärenter rhythmischer adaptiver Spannungsvariation
„Point of balanced tension“ des Gehirns und Rückenmarks
Dynamic balanced tension (DBT)
Balanced fluid tension (BFT), Ausführung nach Jealous
Behandlung knöcherner und duraler Verbindungen
Behandlung der Vaskularität
Behandlung des Rückenmarks
Zug am Filum terminale von kaudal
Entwicklungsdynamische Behandlung des Rückenmarks
Behandlung des Großhirns
Lobus frontalis
Lobus parietalis
Lobus temporalis
Lobus occipitalis
Allgemeine Behandlung der Großhirnhemisphären
Lobus frontalis
Lobus parietalis
Lobus temporalis
Lobus occipitalis
Inselrinde
Fissura lateralis (Sylvii)
Sulcus centralis
Sulcus parietooccipitalis
Sulcus calcarinus
Corpus callosum
Capsula interna
Behandlung der Basalganglien des Großhirns
Striatum
Ncl. caudatus
Putamen
Pallidum
Ncl. subthalamicus
Substantia nigra
Behandlung des limbischen Systems
Gyrus cinguli
Hippocampus und Fornix
Amygdala
Behandlung des Dienzephalons
Epiphyse
Thalamus
Hypothalamus
Hypophyse
Mesenzephalon
Behandlung des Kleinhirns nach Plothe
Behandlung der Hirnnerven
N. olfactorius (I) und Riechplakode
N. opticus (II) und Sehnervenbahn
N. oculomotorius (III) und N. trochlearis (IV) und N. abducens (VI)
N. trigeminus (V)
N. facialis (VII)
N. vestibulocochlearis (VIII)
N. glossopharyngeus (IX)
N. vagus (X)
N. accessorius (XI)
N. hypoglossus (XII)
32 Robert Fulford-Technik zur Behandlung des Plexus solaris
Torsten Liem
Sachverzeichnis
Torsten Liem
„Denn unser Leben ist auf das Unendliche hin gerichtet, und es ist in Bewegung…. Das Übel kann den Lauf des Lebens nicht wie ein Straßenräuber anhalten und es seiner Habe berauben. Denn das Übel muss weiter, es muss zum Guten werden; es kann nicht stillstehen und den Kampf mit dem All aufnehmen. Wenn das geringste Übel irgendwo stehen bleiben und zeitlos verharren könnte, würde es tief hinabsinken und die Wurzeln des Seins selbst zerschneiden. (…) …und Wissen ist nichts anderes als ein ständiger Verbrennungsvorgang des Irrtums, um das Licht der Wahrheit frei zu machen.“
Rabindranath Tagore1
Heilkundliche Verfahren existieren bzw. entwickeln sich nicht im luftleeren Raum. Sie entstehen in einem bestimmten historischem Rahmen eines kulturellen und gesellschaftlichen Umfeldes. Dieses prägende Umfeld wird jedoch meist für so selbstverständlich gehalten, dass die zu Grunde liegenden Glaubensmodelle in der Regel unbewusst bleiben.
Wer die Osteopathie ausschließlich als eine Art Offenbarungslehre versteht, läuft Gefahr kultur-, sozial- und wissenschaftshistorische Bedingtheiten im Entstehungsprozess der Osteopathie zu negieren und sich dadurch evolutionären Potenzialen zu verschließen.
Für ein mündiges Verständnis osteopathischer Diagnostik- und Behandlungsverfahren sind deshalb – unter anderem – Einsichten in die sich historisch wandelnden Paradigmen der Heilkunde und des Körpers unbedingt nötig. Diese Kenntnisse ermöglichen Dynamiken und Glaubensmodelle innerhalb der Osteopathie adäquater zu beurteilen und das Heilungspotenzial mindernde reduktionistische Elemente innerhalb der Osteopathie besser differenzieren zu können. Außerdem versetzt es den Osteopathen in die Lage, bewusst und aktiv an der Weiterentwicklung der Osteopathie mitzuwirken, z. B. durch die Identifizierung postmoderner Elemente in der Behandlung, wie auch durch Differenzierung und Umsetzung integraler Vorgehensweisen in der therapeutischen Interaktion. Hier geht es keineswegs darum Altes zu verwerfen, sondern nur darum, den Absolutheitsanspruch beschränkter Sichtweisen zu negieren und ihre Wahrheiten in ggf. ganzheitlichere Modelle, Sicht- und Vorgehensweisen zu integrieren. Ziel ist es, durch die Verwirklichung osteopathischer Diagnose- und Behandlungsprinzipien das bestmögliche Potenzial im Heilungsprozess des Patienten zu entfalten.
Anhand der Untersuchung der Geschichte in der Wissenschaft konnte Kuhn gewisse wiederkehrende Prozesse feststellen.2 Bestehende Paradigmen in der Wissenschaft haben eine gewisse Selbsterhaltungstendenz. Diese führt dazu, dass die akzeptierten Ideen bedingen, welche Hauptrichtung in der Forschung eingeschlagen wird, mit dem hauptsächlichen Ziel das gegenwärtige Paradigma zu legitimieren und zu stützen. Abweichungen, Anomalien bzw. Studien und Hypothesen, die nicht in das gängige Paradigma passen, werden zunächst weit gehend behindert, dann ignoriert sowie im Weiteren zu beheben und zu entkräften versucht. Schließlich mit zunehmender Häufung von Anomalien, erfährt das Paradigma gewisse Anpassungen/translative Veränderungen, um die Erkenntnisse der Anomalien zu integrieren. Ab einem gewissen Punkt jedoch ist das bestehende Paradigma nicht mehr in der Lage, alle diese Anomalien zu integrieren, die inneren Widersprüche und Erklärungsdefizite des Paradigmas werden unüberbrückbar. In diesem Stadium der Krise, des Chaos und der Instabilität entwickelt sich schließlich eine Revolution bzw. Transformation, die mit einer fundamentalen Änderung in der Sichtweise der Dinge einhergehen wird. Ein neues Paradigma ist entstanden. Dieses existiert wiederum solange, bis zunehmende Anomalien schließlich zu einer erneuten revolutionären Veränderung führen. Diese Art der dialektischen Entwicklung kennzeichnet nicht nur die Evolution der Paradigmen der Heilkunde, sondern ist auch ein Merkmal für alle Arten von Holons (s. u.).
Archaisch
: Symbolhaftes Vorgehen (prärationale symbolhafte Sichtweise); Mensch, Geist und äußere Wirklichkeit/Natur sind noch verschmolzen und nicht differenziert.
Magisch
(noch weit gehend prärational-magische Sichtweise): noch relativ undifferenziertes Geist- und Körper-Ich, Geist und Natur noch weit gehend gleichgesetzt und diesseitsorientiert; in der Frühzeit des Menschen werden die durch äußere Ursachen nicht erklärbar scheinenden Krankheiten als das Werk blind waltender Dämonen angesehen.
3
Heilung erfolgt durch Zauber (-mittel), Beschwörungsformeln, Voodoo, ekstatische Tänze und Fetischkulte sowie durch Vertreiben des bösen Geistes im befallenen Körper. Indem der Therapeut z. B. Zauberei praktiziert, induziert er Heilung. In der magischen Entwicklungsstufe besitzen physische Objekte Attribute des Lebenden und des Persönlichen, und die Natur ist intentional auf uns ausgerichtet (Anthropozentrik); innere Bilder und Symbole werden mit der physischen Wirklichkeit verwechselt. Durch diese Sichtweise entsteht ein unrealistisches Allmachtserfahren im Menschen. Die magisch-mythische Übergangsphase ist durch die Anwendung magischer Rituale gekennzeichnet, mit dem Ziel, Wesen oder Gottheiten dazu zu bewegen, Heilung hervorzurufen.
Mythisch
(analoge, mythische, mythisch-rationale Sichtweise): Konstruktion eines Zusammenhangs von Analogien. Anhand von Ähnlichkeitsbeziehungen von Dingen werden Wesens- und Ursachenverwandtschaften formuliert (z. B. Walnuss ist gut für das Gehirn, weil seine Form dem Gehirn ähnlich ist). Das Wissen von Krankheiten und deren Behandlung ist noch stark mit religiösen bzw. mythischen Vorstellungen vom Einfluss der Gottheiten vermischt. Während im magischen Paradigma die Macht, Wunder zu vollbringen, einzelnen Menschen, wie z. B. Zauberern zugeschrieben wurde, wird diese im mythischen Paradigma einer Gottheit oder einem anderen Größeren zugeordnet. Dementsprechend werden z. B. in der Sklavenhaltergesellschaft Krankheiten als Strafe gerechter Götter für begangene Sünden angesehen. Priesterärzte versuchen, „beleidigte“ Gottheiten durch Gebete, Sühneleistungen und Bußopfer gnädig zu stimmen.
3
Ein Beispiel aus der frühen griechischen Heilkunde: Apollon schickte die Pest in das Lager der Griechen. Die Menschen reagierten mit Opfergaben sowie auch bereits mit empirisch gewonnenen Mitteln.
Geist und Natur werden als getrennt und ontologisch verschieden erfahren; jenseitsorientiert. Die mythisch-rationale Übergangsphase ist gekennzeichnet durch Rationalisierung von traditionell mythologischen Inhalten und stellt den Übergang zu rationalen Sichtweisen dar, die fähig sind, mythologische Inhalte zu hinterfragen.
Rational:
Moderne
(logisch-kausale rationale Sichtweise): Begonnen mit Kopernikus und weitergeführt von Kepler, Galileo und Descartes begann die Moderne vor etwa 500 Jahren (und wurde erst kürzlich der Übergang zur Postmoderne eingeleitet). Die Welt erscheint hier als vorgegeben, unpersönlich, objektiv und messbar. Dieses Paradigma war in hohem Maße in der Lage, mechanische Aspekte des Lebens und der Natur durch unsere Sinne und technologisch erweiterten Sinnen zu entschlüsseln und manipulierbar zu machen, negierte jedoch größtenteils innere Erkenntniswege. Die Aufklärung im 18. Jahrhundert mit dem Paradigma der Autonomie des Denkens stellt eine konsequente Fortsetzung der von Bacon (1561–1626) formulierten Prinzipien wissenschaftlicher Erkenntnisbildung dar.
4
Sie ist gekennzeichnet durch
Empirismus
und
Rationalismus
, eine „objektive“ Sichtweise, systematisches Beobachten und Experimentieren, Mechanismus, Animismus, Vitalismus, strikte Trennung von Priester und Arzt, Religion und Medizin.
Hoffmanns (1660–1742) iatromechanische Sichtweise – in Kontinuität zu Descartes Ideen – versteht Lebensvorgänge als Erscheinungen eines von Gott geschaffenen und vom kosmischen Äther als bewegender Ursache abhängigen Mechanismus. Gestalt und Größe, Bewegung und Zusammenspiel der Bestandteile des Organismus sind bestimmende Faktoren für Gleichlauf oder Defekt, Funktion oder Dysfunktion des Mechanismus.
Stahls (1659–1734) animistischer bzw. psychodynamischer Ansatz sieht – im Gegensatz zur mechanischen Lebensdeutung – den menschlichen Körper nicht als kartesianische Maschine, sondern als einen vitalen beseelten Organismus an, dessen Teile durch die empfindende, erkennende, wollende und steuernde Seele vitalisiert und regiert werden. Essenziell ist hier die Wirkung der Affekte (Freude, Trauer, Zorn, Hoffnung, Liebe) auf die Funktionsfähigkeit der Organe und Gewebe. Krankheiten und Dysfunktionen werden hier vor allem als psychogen angesehen. Die Seele erkennt und heilt diese selbst.
Deutlich erkennbar sind die Kennzeichen osteopathischer Prinzipien in den iatromechanischen Sichtweisen Hoffmanns (Modell der somatischen Dysfunktion) ebenso wie in den vitalen animistischen Sichtweisen Stahls (z. B. Selbstheilungstendenz des Organismus), wiewohl die psychogene Ätiologie deutlich weniger Berücksichtigung im diagnostischen und therapeutischen osteopathischen Vorgehen erlangte. Obwohl Still die mentalen Aspekte nicht hinreichend integrierte, sah er dennoch die Notwendigkeit, in der osteopathischen Behandlung ein Verständnis für diese Aspekte zu erlangen.5
Die Medizin der Aufklärung entwickelt sich – beeinflusst durch die Veränderungen im Rahmen der technisch-industriellen Revolution – zur modernen wissenschaftlichen Medizin des 19. Jahrhunderts im Westen weiter. Diese ist z. B. durch die Anwendung physikalischer, chemischer und biologischer (Zellularpathologie) Sichtweisen in der Medizin, durch eine Physikalisierung der Untersuchungsmethoden und durch die Medikalisierung des Patienten gekennzeichnet.
Postmoderne:
Systemische Ansätze (systemische rationale Sichtweise), sog. Komplementärmedizin, Paradigmenvielfalt, Therapiepluralismus. Die osteopathische Diagnose und Behandlung kann als kommunikativer Prozess begriffen werden und macht so das Verhältnis zwischen Osteopath und Patient als System im Sinne der Systemtheorie darstellbar (s. auch ▶S.187ff.). Sie verpasst es jedoch meist die inneren subjektiven Kontexte (psychische Ätiologien) ausreichend miteinzubeziehen und zu würdigen.
Übergangsbereich zum Transpersonalen (integralaperspektivische, holonische, z. T. postrationale Sichtweise). Ein Schlüsselelement in der postmodernen Medizin ist das Erkennen und Einbeziehen von Bewusstsein als integralen Bestandteil in den Heilungsprozess. Es wird gleichermaßen eine aufsteigende Kausalität zunehmender Komplexität der materiellen Welt wie auch eine absteigende Kausalität von Bewusstsein anerkannt.
Die Behandlung basiert auf einer Differenzierung, Vereinigung und Integration der physischen, biologischen und mentalen Ebene bzw. von Körper und Geist (aber und dies ist essenziell, nicht als eine prärationale undifferenzierte Form von Körper-Geist-Einheit, sondern als eine postrationale Integration von Körper und Geist) poststrukturell. Die Osteopathie hat diese Einheit von Anbeginn postuliert (wenn auch z. T. noch nicht ausreichend differenziert). Osteopathische Behandlungsprinzipien können auf sehr vielfältige Art und Weise die Entwicklung des Patienten günstig beeinflussen. Ein Beispiel wäre die Auflösung zurückliegender dysfunktioneller Konditionierungen in einer Art osteopathischen Regressionstherapie. Die osteopathischen Konzepte fokussierten sich allerdings besonders auf objektive Gewebe-Funktionsbeziehungen. Die inneren subjektiven Erlebnis- und Erfahrungswelten des Patienten wurden dabei wenig differenziert berücksichtigt, ebenso die Gesetzmäßigkeiten psychischer und mentaler Ebenen und ihre Wechselwirkungen zur somatischen Ebene. Diese Zusammenhänge sind in der Lage, die ganzheitliche Ausrichtung der Praxis der Osteopathie zu verstärken und zu konkretisieren.
Mystisch
: unmittelbares Erleben (und Einbeziehung in die Behandlung) eines Fulcrum als transpersonaler Hintergrund unseres Seins. Therapeutisch essenziell ist hier der Umstand, dass Licht oder die „primäre Respiration“ (nach Sutherland) von der Seele auf das Persönliche bzw. durch den Körper und das Geistige scheint und durch die Seele in die Welt hinausdringt. Heilung wird hier ermöglicht, indem der Weg und Ausdruck dieses Lichtes bzw. der „primären Respiration“ durch uns wahrgenommen und unterstützt wird. Die Seele ist das ausgleichende Fulcrum der gesamten Erscheinungsformen. Essenziell ist dabei vonseiten des Therapeuten (und auch des Patienten), das Ausmaß der Fähigkeit, eine Position des Betrachters bzw. Zeugen einzunehmen. Je stärker das Ausmaß dieser Fähigkeit, umso größer der entstehende Raum oder die entstehende Öffnung, durch den oder die dieses Licht dringen kann.
Die mystische Entwicklungsstufe ist durch eine Vereinigung von jenseitigen und diesseitigen ausgerichteten Betrachtungen gekennzeichnet. Die Seele ist eins mit der physischen, biologischen und mentalen Ebene und vereinigt diese dadurch. Es findet hier eine erste Transzendierung des Subjekt/Objekt-Dualismus statt (heilige Medizin).
Bezogen auf die Palpation bedeutet das mystische Paradigma, dass im Grunde kein getrenntes „ich“ ein anderes „ich“ berührt, weil es kein „ich“ gibt, das sich aus dem großen Sein und dem Prozess des Berührens heraushebt (Diese Einheit äußert sich hier jedoch nicht als antirationale Regression und undifferenzierte präbewusste, prärationale Dämmrigkeit, sondern jenseits einer eindimensionalen positivistischen Rationalität, als postbewusstes postrationales Gewahrsein.)
Wenn es kein „Ich“ gibt, so gibt es auch kein Du, kein Gegenüber. Diese Fassette der Berührung hat ihr Fulcrum in einem Ur-Grund, Ur-Sprung. Hier ist Form Leerheit und Leerheit ist Form, jenseits der Dualität und jenseits des Monismus. Es gibt weder unterschiedliche Entitäten als Berührender und Berührter, die miteinander in Beziehung treten, noch eine Berührung, die sich aufteilt.
Einige mystische Aspekte sind in der Osteopathie vorhanden, z. B. im erweiterten Konzept der primären Respiration und in einer postkonzeptionellen Bewusstheit unmittelbaren Erfahrens in der therapeutischen Interaktion. Allerdings ist es notwendig, die Gewebe-Funktionsdominanz zu den Kontexten emotionaler, mentaler und spiritueller Gesetzmäßigkeiten weiter zu differenzieren und auszuarbeiten. Heilung erfordert im mystischen Paradigma nicht nur ein rationales/prärationales Verständnis objektiver (Gewebezustand, Umweltfaktoren usw.) und subjektiver/intersubjektiver Kontexte (Erfahrungswelt des Patienten), sondern eine intuitive postrationale Bewusstheit seitens des Therapeuten und Patienten. Tatsächliche Heilung ist in diesem Paradigma unmittelbar gekoppelt an Bewusstheitszunahme bzw. Bewusstwerdung seitens des Patienten. Heilung verwirklicht sich hier also durch ein kohärentes bewusstes und überbewusstes Erleben und Erfahren der inneren Welt und des äußeren Kontextes. Es scheint mir, dass diese Inhalte in osteopathischer Methodologie und im osteopathischen Behandlungssetting bisher eher in Ausnahmen klar und differenziert zur Ausprägung kommen. Für eine authentische Weiterentwicklung in diese Richtung sollten reduktionistische populärphysikalische und iatromechanische Erklärungsmodelle, embryonale Heilslehren, Naturmystik, prärationale magisch-ideologische, mythisch-fundamentalistische Betrachtungen sowie egozentrische Profilierungsneurosen unvoreingenommen erkannt und unterschieden werden. Dies wird sicherlich nicht immer einfach und konfliktfrei vonstatten gehen, da diese Sichtweisen und Einstellungen in der Regel mit dogmatisch-elitären Rationalisierungen sowie mit irrationalen und autoritär abgestützten Abwehrstrategien seitens der Protagonisten gekoppelt sind. Etwas besänftigend könnte die Erkenntnis wirken, dass alle Errungenschaften dieser Sichtweisen erhalten werden. Aufgegeben wird nur ihr Absolutheitsanspruch und ihre elitäre dogmatische Enge, sodass sie in eine postrationale, postpersonale und mystische Sichtweise transzendiert und integriert werden können.
Die Sichtweisen und Interpretationen des Körpers haben sich vom Mittelalter über die Frühmoderne (17. Jh.), die Spätmoderne (Ende 20. Jh.) bis zum Beginn der Postmoderne grundlegend gewandelt.6 Diese Veränderungen waren maßgebliche Faktoren in der Entstehung heilkundlicher Paradigmen (▶Tab.1.1).
Darauf aufbauend unterscheiden Levin und Solomon sieben Ansichten des Körpers6 (▶Tab.1.2).
▶ Tabelle 1.1: Interpretationen des Körpers in zeitlicher Abfolge (nach Levin u. Solomon)6
Parameter
Mittelalter
Frühmoderne
Spätmoderne
Beginn Postmoderne
vom Abstrakten zum Konkreten
Körper als abstraktes Konstrukt und idealisierte Projektion spekulativer Gründe, der konkrete Körper wurde kaum betrachtet
empirische Untersuchung konkreter Körper
auflösen des mechanischen Paradigmas, Verständnis eines erweiterten lebendigen konkreten Körpers
Körper als bedeutungsvolle Erfahrung
vom Äußerlichen zum Innerlichen
Säfte und Dispositionen
Körper als komplexe Maschine, fest und undurchlässig, „Hineinschauen“ durch erste Dissektionen
Beginn der Auflösung der Idee einer Trennung zwischen innerer und äußerer Körperrealität; stattdessen kontinuierliche Wechselwirkung und Interaktion beider
Paradigmen auf der Basis psychoneuroimmunologischer Erkenntnisse
von Qualitäten zu Kausalitäten
Körper als Verbindung von Qualitäten, als Substanz zeitloser unterschiedlicher Zustände und Bedingungen
Krankheitsursachen liegen in anatomischen Pathologien, wie z. B. Virologie und Bakteriologie (Moderne)
Wirtsumgebungsmilieu, Kommunikationssysteme, interaktive Felder, lokale Ökonomie, Körper als Raum-Zeit-Einheit
multifaktorielle Kausalitäten, Netzwerk
von Zuständen zu Prozessen
Anwendung aristotelischer Logik von Qualitäten zum Verständnis der Körperfunktionsweise
strukturelle Differenzierung des Körpers
funktionelle Komplexität des Körpers
Anerkennung von Zuständen sowie systemischen Prozessen, auch jenseits mechanistischer Sichtweisen
von der Analyse zum Holismus
Körper ein organisches Ganzes als Abstraktum in einem vorgegebenem System von Kategorien
konkretes, empirisches, analytisches, mechanisches Körperkonzept, als Totalität getrennt funktionierender Teile
Körper interagierend in kulturellem Umfeld, systemtheoretisches Körperkonzept als organisches Ganzes auf der Basis analytischer Vorgehensweisen
Prozessholismus systemischen Verständnisses
von mechanischer Isolation zu systemischer Integration
Körper als heiliges Ganzes
empirische Kenntnisse eines profanen Körpermechanismus, getrennt von seiner umgebenden Welt
selbstregulierter Körper abhängig und in kontinuierlicher (z. B. psychologischer) Interaktion mit sozialem, kulturellem historischen, biologischem Umfeld; Krankheiten als bedeutungsvolle epidemiologische Prozesse
systemische Integration des Körpers in seinen gesamten Dimensionen und Interaktionen
▶ Tabelle 1.2: Sieben Ansichten des Körpers nach Levin, Solomon6
Körper
Periode
Körper als
rationaler Körper
Mittelalter
abstraktes Konstrukt und idealisierte Projektion spekulativer Gründe; heiliger und universaler Körper, eine größere Kosmologie widerspiegelnd
anatomischer Körper
Frühmoderne
Struktur; Körper der Organe, in dem sich Teile der Säftelehre widerspiegeln
physiologischer Körper
Frühmoderne
komplexe Maschine, dessen Teile als Mechanismen angesehen wurden, die eine mechanische Erklärung für ihre Funktionen erforderten; auf der Basis von ersten Dissektionen
biochemischer Körper (Zellen/Moleküle)
Moderne
komplexes Netzwerk von Geweben, Zellen sowie molekularen und biochemischen Interaktionen und Prozessen; auf der Basis differenzierter technologischer Analysen der unsichtbaren Natur des „Fleisches“
psychosomatischer Körper
Spätmoderne
Körper-Geist-Einheit; allerdings wurde dieser Ansatz nicht auf die gesamte Sichtweise der Medizin umgesetzt, sondern nur auf sehr begrenzte Krankheitsbilder angewendet
psychoneuroimmunologischer Körper
Beginn Postmoderne
als System organisierter Prozesse, interagierend und wechselseitig beeinflussend auf verschiedenen Ebenen von Differenzierung und Integration, funktionierend in einem multifaktoriellen Netzwerk von Ursachen und Wirkungen; Körper ist nicht mehr auf eine Substanz begrenzt; Krankheiten nicht mehr auf biologische Ebene begrenzt, sondern in einem Kommunikationsfeld sozialer, kultureller und historischer Faktoren
Körper erfahrener Bedeutung (experienced meaning)
Postmoderne
differenzierte Korrelation zwischen phänomenologischem Körper erfahrener Bedeutungen und Bedingungen/Zuständen des medizinischen Körpers, sowie zwischen Krankheit/Heilung und erfahrener Bedeutung; abhängig von der subjektiven Erfahrung des Patienten (und des Therapeuten) und den medizinischen Kenntnissen
Die Schulmedizin der letzten 100 bis 150 Jahren war weitgehend von folgenden Paradigmen geprägt:
Fragmentismus
: Alles ist auf Teile, Moleküle, Zellen, Viren und deren Wechselwirkungen zurückführbar und aus ihnen erklärbar. Durch die Art dieser Wechselwirkungen entstehen übergreifende Ganzheiten. Ob man in der Behandlung also von diesen übergreifenden Ganzheiten oder von den Teilen ausgeht, ist mehr eine Frage der Praktikabilität als der Realität.
9
Jede Behandlungsmethodik macht eine gewisse Reduktion notwendig, deshalb ist Reduktionismus gegenüber Holismus (bzw. Teil gegenüber Ganzem) auch keine Entweder-oder-Fragestellung (Das unten dargestellte Holonkonzept löst diese häufig postulierte Polaritätin der Diskussion klassischer Medizinmodelle gegenüber komplementären auf; s.
▶
S.13
ff.).
Causa efficiens
: Ausrichtung weit gehend beschränkt auf den aristotelischen Ursachenbegriff der „causa efficiens“ (wirkende Ursache, auswirkende Ursache). Die Schulmedizin benutzt dementsprechend vor allem eine auf Kausalketten fixierte, ätiologisch-analytische, Vorgehensweise, d. h. sie arbeitet vorwiegend mit unikausalen linearen Ursache-Wirkungs-Prinzipien (s. auch
▶
S.64
). Weitere aristotelische Ursachentypen bleiben unberücksichtigt.
Die Schulmedizin stützt sich vorwiegend auf die Gesetze der Chemie, auf Newtons klassische, lineare Physik (= Ursache und Wirkung verhalten sich proportional zueinander) und auf Virchows Zellularpathologie. Erfolg hat sie dabei vor allem bei der Behandlung lebensbedrohlicher Zustände und Infektionen. Weniger erfolgreich oder sogar in der Entstehung beteiligt – durch Anwendung oben genannter Sichtweisen – ist sie bei chronischen Krankheiten.
Darwinismus:
Zufall und Auslese bestimmen durch Existenzvorteil evolutive Entwicklungen; es gibt keine zielgerichteten Veränderungen.
Statistischer Reduktionismus:
Wissenschaftliche Erkenntnis in der Medizin basiert zum großen, fast ausschließlichen Teil auf dem Vergleich großer Fallzahlen. Der individuelle Einzelfall wird tendenziell negiert. Plazebo-Effekte werden negiert oder auszuschließen versucht, anstatt zu integrieren.
Trennung von Körper, Geist und Seele.
▶ Tabelle 1.3: Ausdrücke zur Charakterisierung von Schul- und Komplementärmedizin (nach Stacher)7
Schulmedizin
Komplementärmedizin
Universitätsmedizin
Alternativmedizin
konventionelle Medizin
unkonventionelle Medizin
Lehrmedizin
Erfahrungsheilkunde
naturwissenschaftliche Medizin
Naturheilkunde
experimentelle Medizin
empirische Medizin
technokratische Medizin
biologische Medizin
Apparatemedizin
sanfte Medizin
Organmedizin
Regulationsmedizin
Demgegenüber hat sich eine „biologische“ Medizin entwickelt, die auf der Idee des Holismus basiert (erstmals 1920 von Smuts in seinem Buch „Holism and Evolution“ formuliert). Dieser sieht alle Lebenserscheinungen sich als eine Einheit organisierend an. Die biologische Medizin ist insbesondere gekennzeichnet durch:10
Multipartikularität:
An biologischen Prozesse sind nicht ein Teil, sondern stets dutzende oder hunderte unterschiedlicher Moleküle beteiligt.
Multirelationalität:
Interaktive Wechselwirkungen beteiligter Zellen und Moleküle an einem bestimmten biologischen Prozess.
*
So kann sich z. B. die Wirkung eines Moleküls oder einer Zelle auf einen bestimmten biologischen Prozess durch Gegenwart eines weiteren Moleküls bzw. Zelle verändern. Biologische Prozesse sind komplex, da eine Vielzahl von interagierenden Molekülen und Zellen an diesen beteiligt sind. Auch Modelle der Tensegrity in lebenden Organismen weisen in diese Richtung.
Pleiotropie, Pluripotenz, Multifunktionalität:
Zellen oder Moleküle (z. B. Zytokine) zeichnen sich durch eine große Variabilität von unterschiedlichsten Wirkungen auf bestimmte andere Zellen oder biologische Prozesse aus.
Redundanz:
Verschiedene Zellen und Moleküle können dieselben Wirkungen auf bestimmte Zellen und biologische Prozesse haben.
Kontextabhängigkeit der Wirkungen:
Die Wirkungen und Einflussnahmen von Molekülen und Zellen auf andere Zellen oder biologische Prozesse sind kontextabhängig. Sie können je nach Zusammenhängen unterschiedlich und auch entgegengesetzt ausfallen. Aufgrund dieser komplexen Interaktionen können Teile nicht (ausschließlich) isoliert vom Gesamtorganismus betrachtet werden. Die Osteopathie richtet ihre Aufmerksamkeit in der Untersuchung vom Allgemeinen zum Spezifischen (deduktiv) und nicht umgekehrt. Die Information der Symptomatik ist nur eine von vielen anderen Informationen und lässt den Osteopathen nicht im Symptomatischen verharren. Auch in der osteopathischen Behandlung bleibt während der therapeutischen Berührung ein Teil der Aufmerksamkeit stets auf die Ganzheit des Patienten gerichtet, sodass versucht wird, die Interaktion zwischen Teil und Ganzheit nicht nur von einer zur anderen Behandlung, sondern auch unmittelbar im Moment der Behandlung wahrzunehmen.
* Diese Wechselwirkungen sind bereits durch den Fragmentarismus bekannt. Nun führen sie aber zur Komplexität biologischer Prozesse. Kann also der Reduktionismus doch mehr erklären, als es beim „Modell der klassischen Schulmedizin“ den Anschein hatte?9
▶ Tabelle 1.4: Kriterien zur Unterscheidung medizinischer Richtungen nach Kratky8
Schulmedizin
Komplementärmedizin
generell objektiv reproduzierbar (Statistik) Befund
individuell subjektiv einmalig Befindlichkeit
vernachlässigen von Hinweisen (harte Fakten) falsche Hoffnungslosigkeit Zufall und Plazebo negieren bzw. ausschalten eigentliche Ursache kausal, sequenziell (Wirksubstanz)
überinterpretieren, konstruieren (Aberglaube) falsche Hoffnung Zufall und Plazebo nützen Symptom, Syndrom, Disharmoniemuster analog, parallel
Krankheit Fokus außen („Feind“) Verantwortung des Arztes Arzt als Macher
kranke Person Fokus innen (Immunsystem) Verantwortung des Patienten Selbstheilung, -regulation
handeln, tun…aktiv rascher Fortschritt der Methoden Solidar-, Zellularpathologie Materie
abwarten, (zu) lassen…passiv Medizin weit gehend unverändert Humoralpathologie, „Säftelehre“ Energie
Keine strikte Trennung von Subjektivem und Objektivem,
sondern vielmehr eine aufs Engste miteinander agierende Vernetztheit beider.
Die „biologische Medizin“ wendet vor allem
Sichtweisen der modernen, z. T. nicht linearen Physik
(Übertragung von Prinzipien der Quantenphysik, Chaostheorie und Thermodynamik energetisch offener Systeme auf biologische Systeme) und des
Grundregulationssystems nach Pischinger und Heine
an. Ihr Augenmerk ist stärker auf den – den Organparenchymzellen vorgeschalteten – Extrazellulärraum gerichtet. Fehlinformation und Fehlregulation durch vielerlei Einflüsse (Störfelder, Schwermetalle) gehen der Erkrankung der Organparenchymzellen in der Regel voraus. „Ce n'est pas le microbe, c'est le terrain“ (Bechamp). Die Belastung dieses Grundsystems wird zu reduzieren oder aufzulösen versucht. Fischer stellt die Umsetzung dieser Sichtweise so dar:
11
Damit eine Reaktion im vernetzten Organismus stattfinden kann, müssen die Informationsspeicherung und die energetischen Verhältnisse in einem Patienten durch eine adäquate,
individuelle Anwendung therapeutischer Reize
„angestoßen“ werden. Dieser Reiz löst in der Regel nicht nur eine lokale, sondern eine
globale Reaktion
im Organismus aus. Dabei scheint der
kleinstmögliche
, gezielte Reiz der wirkungsvollste zu sein. (So kann etwa eine Antwort auf eine osteopathische Manipulation u. U. fernab der Region der Manipulation und auch außerhalb jeder segmentalen Ordnung, erfolgen.) Positiv rückgekoppelte, d. h. nicht lineare Systeme können so in völlig andere Zustandsformen transformieren.
Prinzipien der
Selbstorganisation
Eines der grundlegendsten Gesetze in der Selbstorganisation ist die
gegenseitige Entsprechung von Struktur und Funktion
(eines der Hauptfelder der Osteopathie). Selbstorganisationen offener nicht linearer Systeme sind durch folgende Prozesse und Prinzipien gekennzeichnet:
a) Strukturdeterminiertheit: Es ist niemals exakt vorauszusagen, wie lebende Systeme auf äußere Reize und Stimuli reagieren bzw. sich selbst organisieren werden. Die dabei innerhalb des Systems angeregten Prozesse sind von eigenen inneren Bestimmungsgrößen und Wirkkräften abhängig.
Eine osteopathische Behandlung regt durch therapeutische Reize bzw. Informationen oder durch Unterbrechung krankmachender Belastungen die Neuorganisation an. Die Art der Reaktion bzw. die Neuorganisation ist aber nicht vorhersehbar. Deshalb ist auch jede erneute Behandlung äußerst individuell und an die subjektiven und objektiven Befunde angepasst, wobei der Palpation eine besonders Rolle zukommt, ohne selbstverständlich die übrigen Befunde unberücksichtigt zu lassen.
b) Zyklische, nicht lineare Prozesse: Wirkungsketten in lebenden Systemen verlaufen nicht nur linear, sondern wirken auch schlaufenförmig auf den Ausgangszustand zurück (Hyperzyklus).
a bewirkt b, b bewirkt c und c wirkt wieder auf a ein. Bei einer durch einen Außenreiz potenziell möglichen Transformation von einem Systemzustand in einen anderen sind i. d. R. alle Teile eines Systems beteiligt. Veränderungen von Teilzuständen wirken zyklisch auf sich selbst zurück. Sie sind durch ein kontinuierliches Potenzial zu konstruktiver Veränderung und Wachstum (durch Bildung neuer Teilsysteme) gekennzeichnet.
In diesem geschlossenen Kreis von Umwandlung oder katalytischen Prozessen, erneuert sich die Struktur, indem Teile des Systems ausgetauscht werden, während die Organisation der Ganzheit erhalten bleibt. In biologischen Systemen treten Ursache und Wirkung nicht proportional zu einander auf. Dies und die Schlaufenbildung ergeben zusammen ein komplexes Verhalten, die Selbstorganisation. Aus diesen Grunde ist das Behandlungsprinzip „großer Heilreiz – große Heilwirkung“ selten – wenn überhaupt zur Unterdrückung akuter oder lebensbedrohlicher Krankheitszustände – zutreffend.
c) Autopoiese: Die autopoietische Einheit – ein sich selbst erneuerndes System – zeichnet sich durch eine bestimmte Autonomie gegenüber seiner Umwelt aus. Sie bezeichnet ihre Fähigkeit der Selbsterhaltung und Selbsterschaffung der eigenen Form, Größe, Grenze (Randbildung) und sogar des eigenen Umfeldes, relativ unabhängig von der nährenden Umwelt. In Anpassung an innere Bedingungen (Organsysteme) und äußere Umgebungsbedingungen kann sich das lebende System selbst einen neuen Ordnungszustand organisieren. Dies umfasst unzählige aufs Innigste miteinander verwobene und interferierende materielle Regelkreise, z. B. neuroendokrinoimmunologische Prozesse, Organfunktionen, Kreislauf- und Atemgrößen, wie auch körpereigene elektromagnetische Felder oder morphogenetische Felder, die wiederum nicht unabhängig von inneren materiellen Regelkreisen und äußeren Feldern sind.
Entsprechend anderer biologischer Behandlungsansätze geht es auch der Osteopathie vorwiegend darum, Selbstheilungskräfte im Sinne der Autopoiese anzuregen. Es geht ausdrücklich nicht darum, Teile des Patienten in eine bestimmte Reaktion zu drängen, indem invasiv in zyklische Prozesse eingegriffen wird.
So wie die Schulmedizin einen Großteil der Ausbildung darauf verwendet, eine bestimmte Krankheit zu diagnostizieren und ihr eine bestimmte Behandlung zuzuweisen, ist in einer technokratischen osteopathischen Vorgehensweise, die Diagnostik und Behandlung auf somatische und viszerale Dysfunktionen fokussiert. Dabei kann die Lokalisation einer somatischen oder viszeralen Dysfunktion deutlich vom Ort der Symptomatik abweichen. Deshalb scheint selbst ein rein technokratischer osteopathischer Ansatz deutlich individueller und deutlich weniger reduktionistisch zu sein als eine krankheitsorientierte Arzneimitteltherapie. In der Tat werden in der Osteopathie normalerweise keine Patienten mit gleichem Krankheitsbild auch gleich behandelt, sondern entsprechend osteopathischer Befunde (z. B. in der Palpation somatischer Dysfunktionen, primärer Dysfunktionskomplexe usw.).
d) Strukturelle Kopplung: Gebundenheit selbstorganisierender Systeme an passende Umweltbedingungen. So ist auch der Mensch an passende physische, biologische, emotionale, kulturelle und biosoziale Umgebungsbedingungen im Laufe seines Lebens von der Empfängnis bis zum Tode gebunden. Die Selbstorganisation findet also im Spannungsverhältnis zwischen der relativen Autonomie einer autopoietischen Einheit und der relativen Gebundenheit an passende Umgebungsverhältnisse statt.
Deshalb steht es in der Osteopathie mit an vorderster Stelle, den Patienten aus diesem Spannungsverhältnis heraus zu verstehen und zu therapieren. Das bedeutet auch, das wir den Patienten für mögliche Bereiche seines Lebens, die ihn belasten, sensibilisieren: Fehlernährung, Stress, zu wenig Schlaf, Bewegung, zuviel Lärm, Genussgifte, Störfelder, Arbeit, Überstimulation usw. Wie alles Lebende hat auch der Organismus des Menschen die Tendenz, sich selbst zu reinigen und zu heilen, wenn er nicht weiter vergiftet und belastet wird. In ▶Tab.1.5 werden Unterschiede zwischen schulmedizinischer und biologisch-medizinischer Behandlung zusammengefasst.
▶ Tabelle 1.5: Behandlung in Schulmedizin und biologischer Medizin nach Beardmore, modifiziert (präsentiert auf der Konferenz des Instituts für Classical Osteopathy, Maidstone, 10/2005)
Schulmedizinischer Ansatz
Ansatz der biologischen Medizin
– Behandlung durch Symptombekämpfung/-unterdrückung
– Krankheiten als getrennte und unabhängige Einheiten – die Erkrankungsursachen sind meist unbekannt
– Spezialisierung in getrennte/einzelne Fachrichtungen – akute und chronische Erkrankungen werden getrennt und unabhängig voneinander betrachtet
– Behandlung der Störung, um eine Anpassung zu erreichen (Stimulation um Kontrolle zu erlangen)
– versucht, die interne Homöostasis durch Mittel von außen zu regulieren (Medikamentengabe)
– technische Ausrichtung
– kurzfristige Behandlungsresultate z. B. durch palliatives Vorgehen (z. B. immer stärkere Medikamente), die den Sympathikotonus aufrechterhalten (evtl. Folge ist Symptomverschiebung und Chronifizierung)
– Krankheitsbehandlung durch Bekämpfung/Unterdrückung der Symptome: das Symptom ist die Krankheit (auch z. B. symptomorientierte Gewebemanipulation)
– eklektisch, d. h. keine einheitliche Philosophie von Krankheit
– „Osteopathische Läsion“ als ein bewegungseingeschränktes und positionell verändertes Knochengelenk (somatische Dysfunktion)
– Behandlung durch Kooperation mit der Natur, um den Körper von der Krankheit zu befreien
– Berücksichtigung von Pathophysiologie und Ätiologie – Krankheiten als verschiedene Grade der Anpassung, z. B. anhaltender Sympathikotonus
– ganz allgemein gilt kein Zustand als isoliertes Ereignis
– akute Erkrankungen als Versuche zur Wiederherstellung der Homöostasis, chronische Erkrankungen als fehlgeschlagene Versuche
– richtet sich auf psychoneuroendokrine Ungleichgewichte, um die Homöostasis wiederherzustellen
– Behandlung der Umgebungsfaktoren, die zur Störung führte
– von Prinzipien/Grundsätzen bestimmt
– langfristige Heilung ohne Suppression von Körperreaktionen; Entgiftungszeichen, retrograde Symptomentwicklung etc. sind erwünscht und werden als notwendig für den Heilungsprozess erachtet
– chronische Krankheitszustände werden in den akuten Zustand zurückgeführt; „akute“ Zustände werden in der Heilung unterstützt
– der ganzheitliche Ansatz führt zu einer konstitutionellen psychoneuroendokrinologischen Diagnose, die das Gesamtbild betrachtet
– die osteopathische Läsion als sympathische Störung (d. h. das Ausmaß, in welchem der adaptive Zustand aufrechterhalten wird)
1977 wurde das biopsychosoziale Modell erstmals durch G.L. Engel eingeführt.12 Engel konstatierte zunächst die Reduktion von Krankheiten auf biologische/somatische Pathologien und die Nichtbeachtung psychosozialer Faktoren in der klassischen Schulmedizin (= biomedizinisches Modell). Die historischen Gründe liegen nach Engel im kartesianischen Dualismus von Geist und Körper und reichen bis zu den Einflüssen des orthodoxen Christentums zurück. Engel favorisierte ein Modell, dass die Vorteile des biomedizinischen Modells bewahrte, aber dessen Ausschließlichkeit relativierte, indem biosoziale Faktoren mit integriert wurden. Dabei bediente sich Engel auch allgemein-systemtheoretischer Ansätze und hob den Teile- und Ganze-Charakter jedes Systems hervor und auf dieser Grundlage die Beachtung psychosozialer Faktoren bei der Behandlung des Patienten.12
Kritisiert wurde, dass das biopsychosoziale Modell keine echte Theorie sei, sondern eher eine reine Reaktion auf reduktionistische Elemente in der Schulmedizin und eine sehr allgemein gehaltene bzw. unvollkommene Theorie zur Integration psychosozialer Faktoren. Außerdem sei es noch weniger ein Modell im eigentlichen Sinne, da es keine konkrete Arbeitsgrundlage zur Umsetzung seiner inhaltlichen Ideen beinhalte.13
Auch subjektive und intersubjektive Faktoren in der therapeutischen Interaktion wurden nicht erörtert.
Aus Sicht der Phänomenologie ist der Mensch nicht nur auf das Biologische zu reduzieren, wie dies größtenteils auch im objektiven Ansatz biologischer Medizin geschieht. Die Phänomenologie hebt den wichtigen Aspekt hervor, dass wir uns nur durch inneres Erleben bewusst sein können.
Subjektive/intersubjektive Erkenntnis
: Der Sinn- und Bedeutungsgehalt des Phänomens selbst führt zum Verstehen von Gesundheit und Krankheit, d. h. die Auseinandersetzung mit dem raum-zeitlichen Charakter des Daseins, des Leiblichseins, dem Miteinandersein in einer gemeinsamen Welt, des Gestimmtseins, das Gedächtnis- und Geschichtlichsein, das Sterblichsein, die allgemeine Offenständigkeit des Daseins und die Entfaltung dieser tragenden Möglichkeiten zur Freiheit des Daseins hin.
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Einheitliches Gefüge:
Diese bilden als Wesenszüge des Daseins ein einheitliches Gefüge, sodass bei Störung des einen auch die anderen beeinträchtigt werden. Nach Boss „leibt und lebt“ man diese beschriebenen Wesenszüge mit Leib und Seele, im Gegensatz zur Trennung von Körper und Seele nach Descartes.
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Husserl, der Begründer der Phänomenologie, schlug den Begriff „Somatology“ vor, um das methodologische Studium subjektiver Erfahrung des Körpers mit objektiven Wissenschaften zu bezeichnen. Hannah in Anlehnung an die phänomenologische Vorgehensweise, definierte den Begriff „Somatics“ als das Feld des Studiums der Körperempfindungen und des Körpers aus Sicht der ersten Person, gegenüber der biomedizinischen Vorgehensweise, die diesen aus Sicht der dritten Person betrachtete.16
Husserl verdeutlicht diesen Ansatz, indem er betont, dass der Gegenstand des Bewusstseins in seiner Identität mit sich selbst während des strömenden Erlebens nicht von außen her in dasselbe hinein kommt, sondern in ihm selbst als Sinn beschlossen liegt (= intentionale Leistung der Bewusstseinssynthesis).17
Eine phänomenologische Pathologie beruht auf einem Verstehen, das auch den kranken Menschen seinem Wesen nach im Voraus als Existenz bestimmt, sodass sich die Pathologie an den Beeinträchtigungen der Vollzugsmöglichkeiten ausrichtet.18
Allerdings besteht in der Übersetzung menschlicher, zwischenmenschlicher Phänomene auf ausschließlich anatomisch-physiologische Prozesse – häufig Kennzeichen aktueller osteopathischer Vorgehensweisen – die Gefahr einer Reduzierung der Person. So können strukturell-physiologische Dynamiken zwar als Bedingung, nicht aber als hinreichende Ursache für menschliche Phänomene angesehen werden. Zur goetheanischen Phänomenologie (siehe auch ▶S. 35f.).
Dieser Begriff entstand Mitte der 80er-Jahre für Verfahren, bei denen Energiefelder zur Diagnose und Therapie von Krankheiten eingesetzt werden. Das energiemedizinische Modell ist hierarchisch organisiert und umfasst mehrstufige Regulationsebenen biologischer Funktion. Energiemedizin umfasst alle energetischen und informellen Interaktionen, die durch die Selbstregulation oder durch andere energetische Verbindungen zwischen Geist und Körper entstehen.19 Allerdings ist der Begriff Energiemedizin nicht wirklich treffend, da es nicht nur um Energie geht, sondern teilweise um Materie („fester Körper“), um Energie („bioenergetische Ebene“), aber auch um Information („Bioinformations-Ebene“).9
▶ Tabelle 1.6: Differenzierung nach Bischof20
– fester Körper
– physiologisch-biochemische Regulation (Säure-Basen-Gleichgewicht, Redoxpotenziale, bioelektrische Regulation usw.)
– ganzheitliche Regulationssysteme: Nervensystem, hormonelle Regulation, Immunsystem, Grundregulation des Bindegewebesystems usw.
– bioenergetische Ebene: elektromagnetische Felder, Biophotonen
– „Bioinformations“-Ebene der subtilen Energien (Potenziale, Skalarwellen usw.)
– transpersonale Ebene der „impliziten Ordnung“ und des „vereinigten Feldes“
Anhand der hawaiianischen Denk- und Heiltradition werden 4 komplementäre Sichtweisen bzw. Wirklichkeitsbetrachtungen in der Heilkunde deutlich (▶Tab.1.7
