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kkSketch: Der Versuch, Unsterbliche mit endlichen Figuren zusammen zu bringen, mit vielen bekannte Persönlichkeiten wie Leonardo da Vinci, Einstein, Salomo, etc... Amüsante Lektüre über Mozarts Besuch in Hagen anlässlich des Mozart Wettbewerbs für Kinder und Jugendliche 2015 in Hagen.
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Seitenzahl: 82
Veröffentlichungsjahr: 2015
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Dieses Buch ist neben der Freude an der Musik
Mozarts auch wichtig für die Finanzierung des
Internationalen Mozart Wettbewerbs Hagen
„Drei Generationen Mozart“
Hi, Mozart in Hagen
(Ein Versuch, Unsterbliche mit endlichen Figuren zusammen zu bringen)
Wir befinden uns im Dezember 2015 in der Stadtmitte Hagen (NRW), Leopold und Wolfgang Amadeus Mozart sind aus Frankreich über Belgien nach längerer Reise in Hagen angekommen. Sie haben Franz Xaver Wolfgang Amadeus Mozart, den Sohn in Salzburg, gut behütet zurückgelassen
Leopold hält die Pferde seiner Droschke gegenüber der Johanniskirche im absoluten Halteverbot an. Sofort erscheint eine mit einem Handautomat bewaffnete Parkwächterin:
Die Politesse:
„Sie dürfen hier nicht stehenbleiben, das kostet 35 Euro, wenn Sie nicht sofort wieder den Platz freimachen für die Kranken - und Anlieferfahrzeuge der Apotheke und des Ärztehauses hier“….
Wolfgang A. entsteigt galant dem Waggon, summt hörbar die Melodie aus der Oper Don Giovanni - la ci darem la mano - und gibt der Politesse höflich die Hand:
Wolfgang Amadeus:
„Chère Madame, eine lange Reise, auch mit dem Schiff, liegt hinter uns, wir haben in den ewigen Jagdgründen des himmlischen Amerikas ausgiebig die Gesänge der Urindianer studiert“,…..
(man hört die anfänglichen Jagd-Hornsignale der Klaviersonate in D-Dur im Hintergrund aus der Johanniskirche klingen, wo junge begabte Teilnehmer aus aller Welt im Kammermusik-Festival des Internationalen Mozartwettbewerbs Hagen ihre Künste vor einer ausgesuchten Jury präsentieren) ….
……..“ mein Vater und ich, die Pferde sind müde und hungrig, wir wollen Rast machen, uns ausruhen und den jugendlichen Musikern, die uns zu Ehren unsere Musik im Wettstreit hier in Hagen zelebrieren, - wie auch in Salzburg und an anderen Orten der Erde – unser Ohr schenken und Ihnen unsere Aufwartung machen, ….. sind aber noch nicht so vertraut mit den neuen Eigenarten und Errungenschaften der modernen Welt, bitte entschuldigen Sie, pardon, Mademoiselle“…
Mozart bemerkt nun, dass die Stadtbedienstete noch jung ist und die Anrede „Madame“ unangebracht erschien. Leopold riecht den Duft einer nahegelegenen Dönerbude … (kurze Anklänge des dritten Satzes aus der A-Dur Klavier Sonate – alla turca – in a-Moll)…:
Leopold:
„mhmh, es duftet hier lecker, Wolfgang, da kehren wir gleich ein, um notre estomac zu beschwichtigen“…
(Inzwischen ertönen aus der Johanniskirche die Anfänge des Klavierkonzerts A-Dur KV 488)….Wolfgang A. erwidert:
Wolfgang Amadeus:
„Vater, ja….aber zunächst möchte ich 15 Minuten zumindest den jungen Musikern in der Kirche zuhören, auf welchem Niveau sie meine, unsere Musik darbieten“.
(Sie binden die schnaubenden Pferde an dem Laternenpfahl an, lassen die ärgerliche Politesse mit dem Aufschreiben des Knöllchens wegen Falschparkens und unerlaubter, schlecht duftender Pferdeäpfel zurück….und betreten die Kirche, wo in den ersten Bänken die ehrenvolle internationale Jury Platz genommen hat und eine asiatische Teilnehmerin am wohlklingenden Ibach - Konzertflügel mit Orchester-Begleitung eines jungen Repetitors an einem etwas kleineren Instrument den ersten Satz des bekannten Klavierkonzerts intonieren)
Leopold:
„Gute Akustik“, bemerkt leise Leopold „etwas kalt hier in der Kirche“…. und setzt sich mit seinem Sohn vorsichtig neben einen, einsam in einer der letzten Reihe sitzenden Zuhörer. Sie lauschen nun gemeinsam eine Weile dem musikalischen Geschehen. Plötzlich unterbricht der Juryvorsitzende Marcello Abbado (Bruder des kürzlich verstorbenen Claudio Abbado, dem früheren Chef der Berliner Philharmoniker) den Vortrag der koreanischen Pianistin und sagt:
Marcello Abbado:
„das reicht uns, was die künstlerische Beurteilung angeht,…. für`s erste, wir unterbrechen die Sitzung für 10 Minuten“….
(Der Mann neben den Mozarts, die ihm komisch karnevalistisch, seltsam gekleidet, wie aus einem anderen Jahrhundert vorkommen, stellt sich höflich vor):
Der Oberbürgermeister Schulz der Stadt Hagen:
„ meine Herren, darf ich wissen, mit wem ich es zu tun habe?...., ich bin der Oberbürgermeister Schulz der Stadt Hagen, der Schirmherr dieses Wettbewerbs „Drei Generationen Mozart“, …..ist das nicht wundervoll, wie diese jungen Menschen aus aller Welt in unserer westfälischen Stadt die herrliche Musik Mozarts interpretieren, wir sind stolz, dass dieser jährlich wiederholte musikalische Wettstreit unsere kulturelle Region auf Dauer weltbekannt machen wird…..“
Leopold:
„Mein Name ist Leopold Mozart, ich bin mit meinem Sohn Wolfgang Amadeus hier auf der Durchreise, wir kommen gerade vom Pariser Konservatorium, wo wir die Aufnahmeprüfung der 423 Piano-Kandidaten miterlebten, von denen 20, die besten angenommen wurden, Pflichtstück für jeden dort war die Interpretation der Fantasie c-Moll meines Sohnes“, (kurz erklingt im background der melancholisch demonstrative Beginn dieser Klavierfantasie)…. wir hörten von dem Event in Ihrer Stadt und sahen im Staatsfernsehen unseres Planeten ELELA, der seit langem unsere neue Heimat ist, eine ausgiebige Werbung für dieses Festival, das dankenswerter Weise unseren Kompositionen gewidmet sei und wollten für einige Tage Zuhörer, Miterleber und Gast in Hagen sein“…. (daraufhin der ungläubige erschrockene Oberbürgermeister, der wohl Außerirdische zu sehen glaubt):
Der Oberbürgermeister, ganz verdattert:
„Das kann überhaupt nicht möglich sein, ich bin völlig aus dem Häuschen, dass Sie noch in der Realität existent sein sollen,….
ich habe in der Schule gelernt, dass Wolfgang Amadeus Mozart im Jahre 1791 im Alter von 35 Jahren starb……und nun soll es das Schicksal mit seinem Zauberstabe ermöglicht haben,…..
Sie, Vater und Sohn, hier heute,….. in der Johanniskirche Hagen persönlich begrüßen zu dürfen, Sie, …. die in ewiger Berühmtheit epochal die abendländische Musik so genial bereichert haben!..... Mein Herz klopft vor Erregung, warten Sie, …
(er holt sein I Phone aus seiner Sakkotasche)…
ich rufe meinen Pressechef an, der muss sofort mit allen Zeitungen und Fotografen hier erscheinen, um Sie zusammen mit mir zu dokumentieren, ein unglaubliches, fast unheimliches Ereignis, was hier geschieht!
Leopold:
„Foto?...was ist denn das?.....haben Sie keine Zeichner oder Maler, die uns gemeinsam zu skizzieren vermöchten?“
Der Oberbürgermeister:
„ja sicherlich, klar … Sie können ja noch gar nicht die Errungenschaften des Silicon Valley kennen,…… Pardon, ich muss mich erst in Ihre Welt einfinden, wie Sie, die Unsterblichen in unsere!“
Wolfgang Amadeus:
„Übrigens, Monsieur le Maire, … unsere Karosse mit den Pferden steht draußen an falschem Platze, eine Ihrer Bediensteten, die für Ordnung sorgen soll, hat uns Strafe für falsches Stehenbleiben angedroht“……
Der Oberbürgermeister:
„ lassen Sie diese Angelegenheit meine Sorge sein, ich regle das per ordre de Moufti, keine Angst vor Strafverfolgung, wohin sollten wir denn auch den Strafzettel senden?“
(Inzwischen sind die pausierenden Jurymitglieder aufmerksam geworden, dass da in den hinteren Bänken eine lebhafte Unterhaltung entstanden ist, sie kommen dazu, stellen sich der Reihe nach vor mit Namen und Titel, trauen ihren Augen und Ohren, ihren Sinnen nicht, dass da vor ihnen, oh Wunder - die genialen Jahrtausendmusiker sitzen…..?)
Wolfgang Amadeus:
„lieber Herr, Maestro Marcello Abbado, ich weiß, dass Sie mit großer Hingabe das Mailänder Konservatorium über Jahrzehnte als Direktor hervorragend geführt haben und ich nahm auch – zwar spirituell im Hintergrund – am Begräbnis ihres Bruders Claudio Anteil, den ich übrigens für die großartige Interpretation meines Requiems sehr bewundert habe – ich freue mich, chers amis des Jurykollegiums, dass Sie die verantwortungsvolle Aufgabe übernommen haben, die jungen Pianisten, Geiger, Flötisten, Sänger, Cellisten, Viola Spieler, Organisten, Kammermusiker und Gitarristen, die zum Teil hier in Hagen meine Musik, die meines Vaters und die von Franz Xaver interpretieren, gerecht nach bestem Wissen und Gewissen zu bewerten haben, um dann auch Preise auszuloben, die für eine musikalische Karriere ja so wichtig sind. …..
ich wünsche mir jedoch inständig, dass Sie dabei nicht nur die perfekt präsentierte Reihenfolge der geschriebenen Noten mit positiven oder negativen Punkten versehen,….. sondern vorrangig die dargebotene Leichtigkeit des Seins, die Freude am Musizieren, die gezeigte Dankbarkeit für die Lebendigkeit, die die Natur oder Gott uns verlieh, …. ferner den Charme der Melodien, die gelegentliche Trauer in bestimmten Harmonien, hier und da die imperiale Deklamation bei Orgelpunkten und Fermaten, das expressive parlando bei den Rezitativen, das Liebesleid in den Opernarien, das Jubeln in den Violinkonzert Kadenzen, die weise Philosophie in manchen Themen der Klaviersonaten, die verführerischen klanglichen Düfte in den – wie Kochschwaden – verschwindenden kadenzierenden Trillern……
mit einfachen Worten gesagt, mögen Sie, meine Herren Juroren die Weisheit haben, die jungen Teilnehmer des Hagener Wettbewerbs nach Aura, Ausdruck und Hingabe an das Wesen der Musik zu beurteilen!....
Dafür wäre ich Ihnen sehr dankbar…..was würde es nämlich nützen, wenn ein 80 jähriger Mensch, während dessen Lebenszeit der Mond nur 960 mal die Erde umkreiste, nur gegessen, getrunken, gearbeitet, geschlafen, Nachkommen erzeugt hätte…..ohne in der Musik das erhebende Wunder unseres Lebens intensiv erlebt zu haben?..........
(Die Jury stand da wie versteinert, …. bewegt von den Worten des genialen, jung gebliebenen Komponisten, dessen Werke überall auf der Welt pausenlos in allen Opernhäusern und Konzertsälen aufgeführt werden und an Hochschulen und Konservatorien unterrichtet.
Inzwischen traf die gerufene Pressedelegation ein mit den Fotografen, die ehrfürchtig ob des hohen Besuchs baten, man solle sich in einer angemessenen Reihe aufstellen, mit Vater Leopold und Sohn Wolfgang Amadeus und dem Oberbürgermeister in der Mitte. Als dann die digitalen Fotos auf den Bildschirmen zeigten, dass da, wo die Mozarts standen, ein Loch in der Menschenreihe klaffte, - also waren diese Wesen wohl doch nicht mehr von dieser Welt - ging ein ungläubiges Raunen durch die Versammlung…….man begann nun mit einem Interviewversuch)
Die Redakteurin der Westfalenpost:
„Verehrte Herren Mozart, ich bin überwältigt, mir fehlen grundsätzlich die Worte, mit denen ich in einer solch ungewöhnlichen überirdischen Situation ein Interview beginnen sollte, …..der noch junge Wettbewerb, der nun zum zweiten Male hier in Hagen stattfindet, war ja das Ergebnis der Initiative und Organisation von - Ihrer Musik begeisterten - Einzelpersonen, die beständig nach Mitstreitern und Helfern Ausschau hielten, was wie stets anfänglich ein schwieriges Unterfangen ist.
Und nun diese unglaubliche Überraschung, dass Sie, diese wunderbaren, die Zeiten überdauernden Komponisten, die der Menschheit so viel Glück und Freude gaben und noch immer weiter geben werden, … nun persönlich Präsenz zeitigen, das ist nicht nur für eine Stadt wie Hagen sondern auch überregional von großer Bedeutung……Sie scheinen ja wohl nicht ständig als wahrhaftige sichtbare Personen in den Kreis der zeitlich Limitierten zu treten, sondern sie verweilen wahrscheinlich zumeist unsichtbar in geistigen Dimensionen und Bereichen, aus denen Sie jedoch am politisch-kulturellen Weltgeschehen zuweilen sichtbar aktiv teilnehmen“
Leopold
„Gnädige Frau, Sie haben Recht, die schöpferische Natur des unendlichen Universums hat uns nach unserem normalen terrestrischen Lebensstopp, (
