27,99 €
Komponist, Volksmusikforscher und Musikpädagoge: Zoltán Kodály (1882–1967) und Béla Bartók gelten gemeinhin als bedeutendste ungarische Komponisten. Kodálys Kompositionen, seine Chorwerke und Lieder, aber auch Orchester- und Klavierwerke sowie Kammermusik vereinen die autochthone ungarische Volksmusik mit der Tradition der europäischen Kunstmusik, sodass mit Anna Dalos von einer "Dualität des National-Ungarischen und des Europäischen" gesprochen werden kann. Musikalische und literarische Aspekte seines Schaffens, seine Beziehung zu Erno (Ernst von) Dohnányi und Freundschaft zu Béla Bartók begegnen den Leserinnen und Lesern bei der Lektüre des Bandes. Mit Beiträgen von Klaus Aringer, Anna Dalos, Veronika Kusz, Peter Laki, Tibor Tallián und László Vikárius.
Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:
Seitenzahl: 216
Veröffentlichungsjahr: 2023
Ulrich Tadday (Hrsg.)
MUSIK-KONZEPTE 202VII/2023
Zoltán Kodály
MUSIK-KONZEPTE
Die Reihe über Komponisten
Herausgegeben von Ulrich Tadday
Heft 202
Zoltán Kodály
Herausgegeben von Ulrich Tadday
Juli 2023
Wissenschaftlicher Beirat:
Ludger Engels (Berlin, Regisseur)
Detlev Glanert (Berlin, Komponist)
Jörn Peter Hiekel (HfM Dresden/ZHdK Zürich)
Laurenz Lütteken (Universität Zürich)
Georg Mohr (Universität Bremen)
Print ISBN 978-3-96707-840-4 E-ISBN 978-3-96707-842-8
Der Abdruck der Notenbeispiele bzw. Abbildungen erfolgt mit freundlicher Genehmigung von Musikhaus Doblinger GmbH, Ludwig Doblinger (Bernhard Herzmansky) GmbH & Co KG und Boosey & Hawkes Bote & Bock, Berlin.
Umschlaggestaltung: Victor Gegiu
Umschlagabbildung: Zoltán Kodály in den 1930er Jahren. Foto: Aladár Székely. Foto im Besitz des Kodály Archivs, Budapest. Abdruck mit der freundlichen Genehmigung von Sarolta Kodály.
Die Hefte 1–122 und die Sonderbände dieses Zeitraums wurden von Heinz-Klaus Metzger und Rainer Riehn herausgegeben.
E-Book-Umsetzung: Datagroup int. SRL, Timisoara
Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über www.dnb.de abrufbar.
Das Werk einschließlich aller seiner Teile ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung,die nicht ausdrücklich vom Urheberrechtsgesetz zugelassen ist, bedarf der vorherigen Zustimmung des Verlages. Dies gilt insbesondere für Vervielfältigungen, Bearbeitungen, Übersetzungen, Mikroverfilmungen und die Einspeicherung und Verarbeitung in elektronischen Systemen.
© edition text + kritik im Richard Boorberg Verlag GmbH & Co KG, München 2023
Levelingstraße 6a, 81673 München
www.etk-muenchen.de
Vorwort
LÁSZLÓ VIKÁRIUSBartók und Kodály Eine Musikerfreundschaft von historischer Bedeutung
VERONIKA KUSZ»Einfache, gesunde Geschöpfe« Kodály, Emma, Dohnányi
TIBOR TALLIÁNZoltán Kodálys Abenteuer von Ithaka bis zum Szeklerland
KLAUS ARINGERNeoklassizistisch? Zur Orchesterfaktur in Zoltán Kodálys Concerto for Orchestra
PETER LAKIUngartum und Religion in den Chorwerken von Zoltán Kodály
ANNA DALOSKodály und das ungarische Talent
Abstracts
Bibliografische Hinweise
Zeittafel
Autorinnen und Autoren
Komponist, Volksmusikforscher und Musikpädagoge: Zoltán Kodály (1882–1967) und Béla Bartók gelten gemeinhin als bedeutendste ungarische Komponisten. Kodálys Kompositionen, seine Chorwerke und Lieder, aber auch Orchester- und Klavierwerke und Kammermusik vereinen die autochthone ungarische Volksmusik mit der Tradition der europäischen Kunstmusik, sodass mit Anna Dalos von einer »Dualität des National-Ungarischen und des Europäischen« gesprochen werden kann. Musikalische, literarische, biografische und viele andere Facetten seines Schaffens begegnen dem Leser bei der Lektüre dieses Bandes.
Die Autoren des Bandes ziehen quasi drei thematische Kreise um Zoltán Kodály: Im äußeren Kreis kommen die ersten drei Aufsätze zu stehen, die sich im weiteren Sinn mit biografischen Aspekten beschäftigen. Dabei werden von Lászlo Vikárius und Veronika Kusz Kodálys Freundschaft zu Béla Bartók und seine Beziehung zu Ernő (Ernst von) Dohnányi und Emma Schlesinger, die er 1910 heiratete, berührt. In einem mittleren Kreis werden dann Werke Kodálys zur Sprache gebracht: Zum einen stellt Tibor Tallián eine Verbindung zwischen Kodálys Singspiel Szekely fonó (Die Spinnstube) und einer geplanten Oper über die Wanderschaft des Odysseus her. Zum anderen untersucht Klaus Aringer das Concerto for Orchestra, das Kodály 1939/40 im Auftrag des Chicago Symphony Orchester komponierte, im Kontext der zeitgenössischen Musik. Im Mittelpunkt des inneren Kreises steht schließlich die Frage nach dem Nationalen in der (Chor-)Musik und im Musikdenken Kodálys, die der Komponist selbst nationalistisch zu beantworten scheint. Durch die Aufsätze und – wenn man so sagen darf – »Innenansicht« von Peter Laki und Anna Dalos wird auch deutlich, dass dieser Band nicht nur eine Annäherung an Kodály ist, sondern darüber hinaus auch ein Spiegel der ungarischen Musikwissenschaft.1
Zu danken habe ich allen Autoren, die geholfen, nein, die mit Geduld und großer Nachsicht gegenüber dem Herausgeber es überhaupt erst ermöglicht haben, dass ein Band über Zoltán Kodály in deutscher Sprache in dieser Reihe erscheinen kann, sodass die Überwindung der Sprachbarriere zwischen dem Deutschen und Ungarischen nicht erst auf Umwegen über das Englische einen Austausch über Kodály zwischen den musikwissenschaftlichen Disziplinen und Kulturen befördern kann.
Ganz besonders aber möchte ich Frau Anna Dalos danken, ohne deren unermüdliche Hilfe und tiefschürfende Sachkenntnis ein Unternehmen dieser Art gar nicht zu verwirklichen gewesen wäre. Schließlich darf ich Frau Sára Sziklai für Ihre Mithilfe und Frau Sarolta Kodály für Ihre großzügige Unterstützung meinen Dank und den Dank des Verlages aussprechen.
Ulrich Tadday
1 Die Beiträge von Veronika Kusz und Anna Dalos wurden gefördert vom Nationalen Amt für Forschung, Entwicklung und Innovation, Projektnummer: 142100.
Abb.: Manuskript von Víllő für Kinderchor, 1925, Kodály Archiv
LÁSZLÓ VIKÁRIUS
»als wir vor dem Reformationsdenkmal spazierten (…) haben Sie mir, mit dem Finger auf die strenge Silhouette von Calvin zeigend, gesagt: ›Der ist Bartók‹, und auf das wohlgefutterte Gesicht von Théodore de Bèze hinweisend, ›und der dort, das bin ich‹. Aber dann haben Sie lächelnd hinzugefügt, im Leben sei es eher das Gegenteil gewesen.«2
Die früheste Aufnahme von Bartóks Klavierspiel ist auf einem Phonographen-Zylinder erhalten. Er spielt darauf zwei kleine Stücke, als erstes »Lumpácka«, eine slowakische Volksliedbearbeitung, die als Finalstück das dritte Heft der Für Kinder-Reihe abrundet. Der Ton des Stückes passt zu der mutmaßlichen Gelegenheit, für die die Aufnahme wohl gemacht wurde. Wie László Somfai, Herausgeber aller Klaviereinspielungen Bartóks, bemerkte, soll das in Kodálys Nachlass erhaltene Phonogramm aus dem Jahre 1910 zweifelsohne ein Hochzeitsgeschenk für Zoltán und Emma gewesen sein.3 Auf dem Phonogramm, aufgrund der zeitlichen Kürze des Zylinders leider ohne den ätherischen Schlussklang, erklingt noch Nr. 3 aus der Reihe Esquisses, die laut der Eintragung nach dem letzten Taktstrich »Emma und Zoltán, August 1910« gewidmet ist. Wurde die dritte Skizze so eindeutig als Hochzeitsgeschenk bezeichnet, dann war sicherlich auch die als Phonogramm überreichte Aufnahme (damals noch eine echte Rarität) so gemeint. War das Stück vielleicht als Porträt von Zoltán Kodály gedacht? Oder könnte es hier eher um die Begegnung zweier Geister gehen, wie dies die schwer gewonnene Harmonie am Ende erahnen lässt? Sowohl Komposition als auch Aufnahme sind Zeugnis einer ganz besonderen, einmaligen Beziehung.
Das Studium der beiden späteren Freunde an der Budapester Akademie der Musik fing mit nur einem einzigen Jahr Differenz an. Dieses eine Jahr war jedoch dafür verantwortlich, dass sie keine Gelegenheit hatten, sich damals wirklich zu begegnen und kennenzulernen. Bartók trat seine Kompositions- und Klavierstudien an der Musikakademie 1899 an. Der seine Kompositionsstudien ein Jahr später beginnende jüngere Student besuchte gleichzeitig die Universität und das sogenannte Eötvös-Kollegium für hochbegabte Studierende. Gerade als Kodály seine Studien antrat, hatte Bartók eine schwere Lungenerkrankung, seine letzte Jugendkrankheit, die vorübergehend sogar die Möglichkeit einer anstrengenden Pianisten-Laufbahn infrage stellte, und musste so das ganze akademische Jahr 1900/01 ausfallen lassen. Stattdessen durfte er mit seiner Mutter vier Monate in der am südlichsten gelegenen Kurstadt der Monarchie, Meran (heute Merano in Italien) verbringen.
Aber kann es sein, dass der nach seinen Gymnasialjahren in Nagyszombat (heute Trnava, Slowakei) in die Hauptstadt übergesiedelte Kodály über den schon damals als großes Talent erachteten Pianisten- und Komponistenstudenten nichts gehört hat? Das ist eher unwahrscheinlich. Möglicherweise beruht sogar eine Bemerkung in seiner Gedenkschrift »Der Mensch Béla Bartók« auf einer eigenen persönlichen Erinnerung von damals.4 In dieser 1946, zuerst als Vortrag verlesenen Schrift setzt er mit einer anscheinend ganz empfindungslosen Beschreibung der Persönlichkeit seines nun verstorbenen Freundes mit der Präzision und Objektivität eines Naturwissenschaftlers an, indem er sich auf die psychologische Charakterologie von Ernst Kretschmer bezieht. Zusammenfassend meint er, »Bartók könnte wirklich das Schulbeispiel für die schizothyme seelische Verfassung sein«.5 Etwas später und ganz nebenbei erwähnt er aber noch: »allerdings kam er aus Meran so füllig zurück, daß die Charakterologie ihn damals unter die Pykniker eingereiht hätte«.6 Seine Beschreibung macht den Eindruck, die krasse, wenn auch temporäre Veränderung in der Physiognomie des aus Meran an die Musikakademie zurückkehrenden Bartók persönlich erlebt zu haben.7
Kodály erwähnt gewöhnlich jedoch nur: »seit 1900 studierten wir zusammen an der Musikakademie. Begegneten uns jedoch nie. Bartók ging immer an anderen Tagen als ich. Übrigens war Bartók sehr zurückgezogen, er hegte nicht einmal mit seinen Kommilitonen Freundschaft.«8 Es gibt allerdings einige Erinnerungstexte, in denen sich Kodály nicht so kategorisch über die Anfänge der Bekanntschaft äußerte. So sagte er in seinem langen Gespräch mit Lutz Besch: »Wir beide haben zwar dieselbe Schule besucht, aber in getrennten Klassen; er war in einer höheren, und so haben wir uns nur selten gesehen, höchstens einmal bei einem Konzert.«9 Dille zufolge erwähnte Kodály sogar, er habe einmal ein Gespräch zwischen Bartók und einem anderen Studenten während der Pause eines Konzerts mitgehört.10
Eine nähere Bekanntschaft ließ allerdings auf sich warten. Während der letzten Jahre von Kodálys Studienzeit 1904/05 lebte Bartók wegen seiner Pianisten-Karriere meistens im Ausland: Er wohnte hauptsächlich in Wien, verbrachte jedoch Monate in Berlin, und vom Spätsommer 1905 an verweilte er anlässlich des Rubinstein Wettbewerbs längere Zeit in Paris. Noch davor hatten sie sich jedoch endlich einmal kennengelernt. Nach den Angaben von Béla Bartók Junior, dem Sohn des Komponisten, sollen sie sich erstmals im März 1905 getroffen haben, und zwar bei Frau Emma Gruber.11 Anscheinend fand gleich eine heftige politische Debatte zwischen den zwei jungen Komponisten statt. Auf jeden Fall könnte eine flüchtige Bemerkung in einem Brief Emmas darauf hingewiesen haben, als sie schrieb: »ich belästige Sie nicht mit Fragen der Politik – einmal war schon genug von Zoltán.«12
Emma Gruber, geborene Schlesinger, die zum Freundeskreis von István Thomán, dem Klavierprofessor Bartóks gehörte, begegnete der junge Komponist 1901. Dem 20-Jährigen erschien sie während eines ersten Besuchs als »eine sehr freundliche, kultivierte, sehr musikalische und sehr aufrichtige halbältere Dame«.13 Als er dann Kodály bei ihr begegnete, gehörte sie schon zu den engsten Freunden Bartóks. Er widmete ihr mehrere Kompositionen. Die Briefstelle bezüglich der Debatte mit »Zoltán« war ihre Danksagung für die Dedikation der Rhapsodie für Klavier.
Dille hatte wohl Recht, als er meinte, die Begegnung mit Kodály sei für Bartók entscheidend gewesen. Ihm zufolge soll Kodálys Einfluss hinter dem plötzlichen Ende von Bartóks frühem und naivem Patriotismus stehen. (Bartók selbst benannte seine damalige Einstellung im Nachhinein als Teil der »chauvinistische[n] politische[n] Strömung«.14) Dille betonte die Bedeutung dieses Zusammentreffens mit den folgenden gewichtigen Worten: »Von dieser Begegnung an wird Bartók graduell zu jener Persönlichkeit, die vielleicht in der ganzen Musikgeschichte ohnegleichen ist«.15 Auch Kodály selbst erwähnt einen »naiven Patriotismus« in Bezug auf Bartók. In einer aphoristischen Aufzeichnung stellt er die Laufbahnen der beiden folgenderweise dar: »Gegensätzlicher Ausgangspunkt (…) 1896 faszinierte mich noch das Millennium, aber 1909 [1904?] fand ich das Programm von ›Kossuth‹ zu belächeln.«16 Die Formulierung bezüglich des gegensätzlichen Ausgangspunkts drückt sehr sensibel aus, wie wenig Bartók am Anfang seiner Karriere vom Nationalen geahnt oder zu wissen gewünscht haben mag. Gerade deswegen rief diese Idee für eine Weile eine richtige Leidenschaft in ihm hervor. In einem an Stefi Geyer gerichteten Brief kann man Bartóks Hochachtung für den jüngeren Kodály am stärksten und eindeutigsten spüren:
»Seither ist ein anderes wichtiges Ereignis passiert: Sie haben den wertvollsten Menschen kennengelernt, den ich bislang als solchen weiß: Z. K. Haben Sie gespürt, dass Sie mit einem höheren Wesen reden? Haben Sie an ihm jene gewaltige Überlegenheit über das Gesindel der Philister gespürt?«17
Kodály hatte eine kaum zu überschätzende Wirkung auf seinen Kollegen. Sein Einfluss auf den älteren, aber seit seinem siebten Lebensjahr vaterlos aufgewachsenen Bartók konnte sowohl stark als auch heilsam sein. Er trug wesentlich zur endgültigen Reife und zum Erwachen der Persönlichkeit Bartóks bei, der gelegentlich sogar Äußerlichkeiten oder Manieren seines Freundes übernahm und nachahmte.18 Aber bereits Kodálys Brief an Bartók aus der frühen Zeit der Bekanntschaft zeigt die leitende Haltung des jüngeren Kollegen, als er Bartók zur Ernennung zum Lehrer an der Musikakademie gratuliert: »Viel Glück zur Professur, an der Akademie erkenne man den Professor, nicht am Professor die Akademie.«19
Und doch war Bartók nicht nur älter, sondern in vielerlei Hinsicht auch führend und Wegbereiter. Es ist kein Wunder, dass er als Unterschied zwischen Kodály und ihm selbst sein eigenes »savoir vivre« hervorhob.20 Er war sicherlich Antreiber der Organisierung ihrer ersten Doppel-Abendkonzerte im März 1910, anlässlich derer er die gesamte Klaviermusik und die Klavierpartien von Kammermusikwerken der beiden Konzerte aufführte. Es war ganz natürlich, dass er zum Präsidenten der kurzlebigen Neuen Ungarischen Musik-Vereinigung (UMZE) gewählt wurde. Bartók wurde ebenfalls früher zum Professor an der Musikakademie ernannt und erhielt als Erster einen Vertrag sowohl vom Wiener Verlag Universal Edition (1918) als auch von der Londoner Boosey & Hawkes (1939). In beiden Verlagsangelegenheiten sprach er sogar sehr aktiv Empfehlungen für seinen Freund aus. Aber auch zum korrespondierenden Mitglied der Ungarischen Akademie der Wissenschaften wurde Bartók vor Kodály gewählt.21
Man kann sich fragen, ob das außerordentliche musikalische Talent und die Originalität Bartóks nicht zumindest gelegentlich zu Spannungen mit einer so starken Persönlichkeit wie Kodály geführt haben konnten. Kodálys Erinnerungen lassen, neben den vielen Zeichen von Freundesliebe und Trauer über den Verstorbenen, auch Spannungen in der Beziehung erahnen. So schreibt er zum Beispiel: »von dem Moment an, als ich sein Genie erkannte, fühlte ich es als meine Pflicht, nach meinen Kräften seinen Weg zu ebnen und jedwede Hindernisse vor ihm abzuwehren. Gerade deswegen vermied ich, gegen ihn zu wetteifern; ich machte immer etwas anderes als er.«22 Diese Bemerkung zeigt mehr als liebende und verteidigende Abweichung. Sie ist auch Zeugnis der hemmenden Wirkung des hochbegabten Freundes.
Auf der anderen Seite ist dabei ganz eindeutig, dass Bartóks Persönlichkeit für Kodály eine völlig unentbehrliche Unterstützung bedeutete. Man braucht nicht an der Aufrichtigkeit und Lebenstreue der Äußerung von Kodály zu zweifeln, wenn er erklärt: »zum Glück bin ich nach ähnlicher Vorgeschichte auf einen gemeinsamen Weg mit Béla Bartók geraten. Seine unzerbrechliche Energie inspirierte auch mich öfters«.23 Man darf nicht vergessen, welch eine wichtige Rolle Bartók lebenslang für die Propagierung der Werke Kodálys spielte, besonders als Pianist sowohl im Konzertsaal als auch auf der Schallplatte.
Die frühen Textfassungen von Kodálys Schriften,24 aus denen einige schon zitiert worden sind, drücken Ideen manchmal etwas rätselhaft aus, oft aber sind gerade diese eindeutiger und unmittelbarer in ihrer Formulierung als die veröffentlichten Texte. Ein Thema, das in Kodálys für sich aufbewahrten Aufzeichnungen mit ungewöhnlicher Direktheit, sogar Rohheit angesprochen wird, ist seine Auffassung von Bartóks Kunst als Pianist. Seit der Veröffentlichung der gesammelten Klangdokumente von Bartóks Aufführungen am Klavier und besonders seit der musterhaften Analyse seiner Pianisten-Persönlichkeit25 werden seine Aufnahmen gewöhnlich sehr hoch geschätzt. Seine Interpretationen (oft nur bruchstückhaft erhalten) von Werken von Bach, Mozart, Beethoven, Brahms oder Debussy werden ebenso bewundert. Einige der einflussreichsten Kritiker der Zeit fanden sein Klavierspiel unvergleichlich sogar unter den großen zeitgenössischen Pianisten.26 Im Gegensatz dazu charakterisierte Kodály das Spiel Bartóks mit Ausdrücken wie »spröde Objektivität, die sich nur selten erweicht«. Im Gegenteil zu Dohnányis Klavierspiel fand er in dem Bartóks einen Mangel an »Klavierklang, Kantabile«, sogar einen »Mangel an einer hinreißenden Eigenschaft«. Natürlich können gerade diese kritischen Bemerkungen ein eigensinniges Klavierspiel gut charakterisieren, das eine vielleicht teilweise andere Ästhetik erzielt als die des Kritikers, und so können auch diese als Mangel empfundene Qualitäten und Eigenschaften als Tugenden erscheinen. Aber gerade Kodálys offensichtlich unerbittliche Kritik macht seine wenigen höchst positiven Bemerkungen über Bartóks Klavierspiel umso überzeugender. Nach ihm war Bartók »[d]er beste Aufführende seiner eigenen Werke«. Noch größere Wichtigkeit kommt Kodálys Meinung zu, nach der Bartók auch der beste Interpret Kodaly’scher Werke gewesen sei. Der Kritiker zählt stichwortartig auch den wichtigsten Grund für seine Meinung auf: »ungarische Akzente, deren feinste Nuancen sich schriftlich nicht fixieren lassen.«27
Es ist wohl kein Zufall, dass Kodály Bartóks Klavierspiel gerade mit dem von Dohnányi vergleicht. In vielerlei Hinsicht war Dohnányi selbst ein wichtiger Wegweiser der ganzen Generation ungarischer Musiker. Er war der erste hochbegabte Student von unmittelbarem internationalen Ruhm, der seine Ausbildung an der von Liszt und Ferenc Erkel gegründeten Musikakademie erworben hatte.28 Sein Kompositionsstil, der sich anscheinend problemlos an die deutsche Romantik anschloss und so zur Rivalität ermutigend vor Bartók schwebte, rief bei Kodály von sehr früh an Widerspenstigkeit hervor. Der schon weltweit konzertierende, seine Werke in deutschen Musikverlagen herausgebende und ein Jahrzehnt lang an der Berliner Musikakademie unterrichtende Dohnányi, der ein regelmäßiger Gast des Emma Gruber’schen Salons war, stand beiden jüngeren Musikern auch durch persönliche Beziehungen sehr nah.
Es mag symbolisch wirken, dass es Kodály war, der nach Dohnányi (um 1896) und Bartók (um 1903) im Frühjahr 1905 anfing, Emma Gruber Kompositionsunterricht zu geben. Es ist sehr wahrscheinlich, dass bei der Beurteilung der Beziehung zwischen Bartók und Kodály Dohnányi nicht ganz außer Acht gelassen werden kann. Die vielgefächerten professionellen Beziehungen der zwei jüngeren Komponisten zu Dohnányi in den kommenden Jahren waren auch sehr wichtig, zu gewissen Zeiten sogar ganz zentral. So zum Beispiel wurden Dohnányis Bestrebungen zur Reform des Unterrichts 1917 von Bartók unterstützt, während Kodály Vizedirektor der Akademie während des Vorstandes von Dohnányi 1919 war. Unter der Leitung von Béla Reinitz waren alle drei Komponisten zur selben Zeit Mitglieder des musikalischen Direktoriums. Gerade aufgrund dieser Tätigkeit wurde Kodály nach dem Regierungswechsel 1920 zur Verantwortung gezogen, sogar der Verfolgung ausgesetzt. Bekanntlich protestierte Bartók daraufhin gegen die ausschließliche Verfolgung Kodálys.29
Bartóks intensive Tätigkeit als Berichterstatter vom Budapester Musikleben 1920/21 ist Beweis seiner Unterstützung von sowohl Dohnányi als auch Kodály, und zwar nicht nur in Ungarn, sondern auch vor einer internationalen Leserschaft, da er in der Lage war, in Deutschland, England, Frankreich, Italien und sogar in den USA Artikel in Fachzeitschriften zu veröffentlichen.30 Einen unerwarteten Höhepunkt der Herausstellung der führenden Rolle der drei Musiker brachte der Kompositionsauftrag für das 50. Jubiläumskonzert der 1873 entstandenen Hauptstadt Budapest nach der Vereinigung von Pest, Buda und Óbuda. Am Konzert vom 19. November 1923 wurden Kodálys Psalmus hungaricus (noch betitelt als 55. Psalm) und Bartóks Tanz-Suite neben Dohnányis Festouvertüre als neue Werke aufgeführt. Dohnányi als Präsident der Philharmonischen Gesellschaft und Chefdirigent des Philharmonischen Orchesters war natürlich weiterhin eine Schlüsselfigur für die Aufführung von Orchesterwerken der beiden jüngeren Komponisten.31
Das Besondere an der Freundschaft von Bartók und Kodály war natürlich das gemeinsame Interesse an der Folklore. Denijs Dille, der mehrere tiefgreifende Aufsätze über die Beziehung der zwei Musiker verfasste, datierte die Bekanntschaft aufgrund von Informationen von Kodály etwas später als oben erwähnt. Nach ihm soll die Begegnung erst in Zusammenhang mit der Veröffentlichung von Kodálys Sammlung auf dem Gebiet des sogenannten »Mátyusföld« im Oktober 1905 stattgefunden haben.32 Es ist nicht ausgeschlossen, dass ein wirklicher Anfang der Beziehung tatsächlich von diesem Zeitpunkt an datiert werden sollte, denn es war zu dieser Zeit, dass Bartók wegen seines ähnlichen Interesses an der Volksmusikforschung den jüngeren Musiker und Philologen mit abgeschlossenem Universitätsstudium um fachlichen Rat ersuchte.
In der Tat kamen beide unabhängig voneinander zum selben Thema der Folkloreforschung. Ganz neu daran war die Idee, die dörfische Volksmusik zu ergründen. Kodály hatte schon 1903 während der Vorbereitung für seine Dissertation über die Strophenstruktur in der ungarischen Volksmusik angefangen, die bisherigen Veröffentlichungen zu sammeln und Béla Vikárs Pionieraufnahmen auf Phonogrammen zu studieren. Nach seinen ersten kompositorischen Versuchen, allgemein bekannte »Volkslieder« (eigentlich volkstümliche Lieder) entweder nachzuahmen oder solche in Bearbeitungen kompositorisch zu verwerten, wurde Bartók selbst 1904 in Oberungarn anscheinend zufällig auf das Singen eines Dienstmädchens, Lidi Dósa aus Siebenbürgen, aufmerksam und zeichnete die erhaschten Lieder auf. Diesem Erlebnis entstammt gleich seine bis heute als erste »richtige« Volksliedbearbeitung angesehene Komposition, Székler Volkslied (1905). Der Ausgangspunkt hätte nicht gegenteiliger sein können: Bartóks Ausgangspunkt war ein anscheinend zufälliges ästhetisches Erlebnis, während Kodály gleich mit einer wissenschaftlichen Fragestellung anfing. Bartók selbst betonte noch in seiner »Selbstbiographie«, dass sein Ausgangspunkt ästhetischer Natur war und sich erst später zu einem wissenschaftlichen Unternehmen entwickelte, während Kodály sich mit der systematischen Auseinandersetzung mit dem ästhetischen Gegenstand befasste.
Obwohl Kodály später tatsächlich versucht haben mag, möglichst immer etwas anderes zu tun als sein Freund, war der Anfang der Beziehung von einer historischen Zusammenarbeit gekennzeichnet. Die zwei Mal zehn, in einem Heft vereinigten Volksliedbearbeitungen für Singstimme mit Klavierbegleitung erschienen Ende 1906 als gemeinsame Veröffentlichung. Symbolisch war schon das Plattensigel »B. K.« für Bartók und Kodály im als selbstfinanzierter Druck beim Musikverlag von Károly Rozsnyai erschienenen Heft. Während dieses von eher bescheidener unmittelbarer Auswirkung begleitete Notenheft ein erster Versuch war, die städtischen Musikliebhaber mit als bürgerliche Hausmusik bearbeiteten dörfischen Liedern zu versehen, entschieden die beiden Musiker die Herausgabe von Volksliedern eher in einer wissenschaftlichen Edition weiterzuführen. Wenn sie dann gelegentlich zur Volksliedbearbeitung für Singstimme und Klavier beitrugen, bezweckten sie mit den Kompositionen nicht mehr ein selbst aufführendes Laienpublikum zu erreichen. Ihre Werke in dieser Gattung waren, wenn nicht mit ausdrücklich pädagogischer Zielsetzung für musikstudierende Kinder gemeint, Kompositionen für professionelle Vortragende, wie Kodálys große Reihe Ungarische Volksmusik zuerst in zehn Bänden (1924–32) oder Bartóks Zwanzig ungarische Volkslieder (1929).33
Die Freundschaft zwischen ihnen, die wahrscheinlich ganz einzigartig in ihrem Leben war, fing erst nach diesem ersten gemeinsamen Unternehmen an, sich zu vertiefen. Die engere Freundschaft konnte außerdem nur sehr graduell zustande kommen. 1906/07 verbrachte Kodály (übrigens zusammen mit einem wichtigen Jugendfreund, dem Dichter Béla Balázs) ein halbes Jahr in Berlin und Paris. Interessanterweise erteilte damals Bartók, der neu ernannte Klavierlehrer an der Musikakademie, der nun permanent in Budapest wohnte, Emma Gruber wieder privat Kompositionsunterricht.34 Als Kodály im Sommer 1907 zurückgekehrt war, war Bartók mit seiner immer wichtiger werdenden Bekanntschaft mit und Leidenschaft für Stefi Geyer beschäftigt. Während der großen persönlichen Krise Bartóks 1907/08 war gerade Emma Gruber seine intimste seelische Unterstützerin. Diese schwierige Periode könnte wahrscheinlich auch der Anfang der engeren Beziehung der Freunde, vielleicht sogar Anlass dafür gewesen sein. Nach Bartóks späterer Aussage soll es Kodály gewesen sein, der ihm zum Trost einen Gedichtband von Endre Ady in die Hand legte.35 Bartók heiratete Márta Ziegler im Herbst 1909, und seine Freunde trafen gerade zu dieser Zeit die schwere Entscheidung, dass Emma sich scheiden lassen sollte, um schließlich am 3. August 1910 Kodály heiraten zu können. Die Eheschließung der Kodálys geschah fast zeitgleich mit der Geburt des Sohnes, Béla Bartók Junior, des anderen Ehepaars.
Neben den persönlichen Begebenheiten fanden zu dieser Zeit wichtige musikalische Ereignisse statt. Sowohl das Pariser »Festival hongrois«, wo Bartók neben eigenen Klavierwerken auch an der Aufführung von Kodálys Cellosonate mitwirkte, als auch die zwei ersten vollständigen und als Abonnement organisierten Komponistenabende wurden im März 1910 gehalten. Ganz enthusiastisch berichtete Bartók in einem an den Pianisten und Organisator des gerade davor gehaltenen Pariser Konzertes Sándor Kovács geschriebenen Brief über den Abend seines Freundes:
»Kodály hat riesigen Erfolg gehabt. Sein Abend war eine richtige Sensation, denn es tauchte ja da ein bisher völlig unbekannter Mann als einer der Ersten auf. Um sein Quartett und seine Klavierstücke hat sich Rózsavölgyi sofort beworben. (Eine große Sache, daß bei uns innerhalb eines Jahres 2 Quartette erscheinen können.) (…) Zu Kodály wurde allgemein konstatiert, daß seine Musik viel zahmer, menschlicher ist als meine.«36
Je ein neues modernes Streichquartett stand im Mittelpunkt beider Konzerte. Ein markanter Unterschied zwischen Kodálys klassischerem und traditionsgebundenerem c-Moll-Quartett in vier Sätzen und Bartóks viel originellerem, meistens attacca aufzuführendem Quartett ist besonders deutlich zu erkennen. Kodálys dem 1. Satz vorangestelltes Volkslied-Motto37 steht auch wesentlich im Gegensatz zu Bartóks einziger zitatartiger Volksliedphrase, die als emotionaler Höhepunkt im Finalsatz erscheint, motivisch weiterentwickelt wird, um dann später stark variiert wiederzukehren.38
Auf der anderen Seite ist klar zu sehen, wie viel Ähnliches in der kunstmusikalischen Behandlung volksmusikalischer Elemente oder vielleicht besser gesagt: Referenzen auf die Volksmusik in der musikalischen Sprache beider Komponisten zu spüren ist. Eine wesentliche Gemeinsamkeit besteht in der Auffassung, dass es unmöglich sei, das Volkslied an sich und im Ganzen direkt und unvermittelt in der Kunstmusik zu benutzen.39
Die Periode der engsten Beziehung und Freundschaft zwischen Bartók und Kodály bzw. zwischen der Familie Bartók und dem Ehepaar Kodály waren zweifelsohne die 1910er Jahre, als Bartók in Rákoskeresztúr – außerhalb vom damaligen Budapest – wohnte und an den Tagen, an denen er an der Musikakademie unterrichtete, mit dem Zug in die Stadt fuhr und regelmäßig bei den Kodálys übernachtete. Der Verkehr zwischen den beiden Komponisten lockerte sich Anfang der 1920er Jahre teilweise wegen Bartóks Wohnungswechsel nach Budapest, ausländischer Konzerttourneen und dann seiner Scheidung von Márta Ziegler und seiner zweiten Ehe mit der jungen Pianistin Ditta Pásztory 1923. Kodály seinerseits wurde von seinem pädagogischen Programm und der »Singende Jugend«-Bewegung immer intensiver in Anspruch genommen.
Eine wichtige, noch gemeinsame Buchveröffentlichung Anfang der 1920er Jahre war die Volksliedsammlung aus Siebenbürgen. Obwohl die Einleitung erneut von beiden Autoren unterzeichnet wurde, gibt sie Kodálys Formulierung wieder. Ihre wissenschaftlichen Herangehensweisen in ihren selbständigen Arbeiten unterscheiden sich auch im Folgenden wesentlich. Während in Bartóks Schriften und groß angelegten Einführungstexten zu seinen Sammlungen der beschreibend systematische Charakter dominiert, so etwa auch in der Monografie Das ungarische Volkslied (deutsch 1925), wird in Kodálys Aufsätzen und auch in seiner grundlegenden Arbeit Magyar népzene [Ungarische Volksmusik] die erzählende historische Methode bezeichnend.40 Nach mehr als zehn Jahren war ihr letztes gemeinsames Unternehmen die Vorbereitung der Herausgabe der zentralen Sammlung ungarischer Volkslieder an der Ungarischen Akademie der Wissenschaften, womit sie 1934 beauftragt wurden. Bartók war zwischen 1934 und 1940 allerdings allein für die Organisation einer Arbeitsgruppe und die Editionsarbeit verantwortlich. Es ist offensichtlich, dass in diesen Jahren nicht von einer richtigen gemeinsamen Tätigkeit die Rede sein konnte.41 Die Beziehung der Freunde wurde durch Bartóks Übersiedlung in die USA völlig und endgültig abgebrochen. Bartóks einziger in Amerika an Kodály gerichteter Brief, in dem er detailliert über seine Arbeit an der südslawischen Volksmusiksammlung von Milman Parry berichtete, scheint nicht verschickt worden zu sein.42
Und doch diskutierten die beiden sicherlich die wichtigsten Angelegenheiten vor der Katastrophe des Ausbruchs des Zweiten Weltkriegs. Sie waren nicht nur einig beim Unterschreiben des Protestes gegen das erste Judengesetz 193843 oder in der kategorischen Zurückweisung einer Rassenerklärung für ihren gemeinsamen Verlag.44 Sie suchten auch gleich nach dem Anschluss Österreichs einen neuen Verlag und wurden vertraglich von Boosey & Hawkes aufgenommen. Dieses gemeinsame Auftreten sowie die gemeinsamen Aktionen waren genauso wichtig wie der entscheidende Unterschied in der letzten Entscheidung der beiden, nämlich dass Bartók nicht in Ungarn (oder Europa) bleiben konnte und wollte, und beschloss, den »Sprung in’s Ungewisse« zu wagen, denn »es ist nichts zu machen; es ist gar nicht die Frage: muss es sein; denn es muss sein.« Ganz im Gegenteil meinte Kodály im Nachhinein: »Ich hätte 100 und 1 Gründe gehabt, in der Heimat zu bleiben. Ich hätte nur einen einzigen Grund gehabt, wegzugehen.«45 Es scheint sogar, dass Kodálys kategorische Entscheidung zu bleiben, eine wichtige Veranlassung für Bartók war, aufzubrechen.46
Eine besonders wichtige Gruppe von Dokumenten bilden die Schriften der beiden Komponisten über den jeweils anderen.47
